Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Fischrack sorgt für perfekten gegrillten Fisch

11. Dezember 2017
Die Dorade liegt in ihrem Fischrack.

Die Dorade liegt in ihrem Fischrack.

Bei uns wird das ganze Jahr über gegrillt: Fleisch, Fisch, Gemüse – alles kommt auf meinen Webergrill. Die sinnvolle Anschaffung fürs Fischgrillen ist ein Fischständer oder Fischrack.
Die Familie verspeist gerne ein, zwei Doraden oder auch Goldbrasse genannt. Die Fische werden mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie gefüllt und mit Salz/Pfeffer bestreut. Dann kommen noch oben Zitronenscheiben in den Fisch.


Bisher haben die Fische dann in einen Fischkorb auf den Grill. Wenn ich die Fische nicht mit Öl beträufle, dann brennt die Dorade schnell an und geht auch später nur schwer aus den Fischkorb heraus. Ein Auge, Teile vom Kopf oder andere Teile vom Fisch bleiben hängen. Der gegrillte Fisch ist nicht mehr ansehnlich. Das nervt mich.
Also schaute ich mich nach einer Lösung um und fand sie in Form eines Fischständers oder auch Fischrack genannt. Ich habe den GEFU 89331. Hier steht der Fisch mit dem Bauch nach oben im Grill. Da der Grill geschlossen ist, kommt die Hitze von allen Seiten an die Dorade heran und erhitzt sie wunderbar. Ich verwende kein Öl und so tropft auch kein Öl in den Grill, dass sich entzünden kann. So verbrennt der Fisch nicht und auch die Haut bleibt lecker. Mit dem Fischkorb ist es mir nie so gut gelungen und daher bin ich mit dem Fischständer sehr zufrieden. Die Halterungen des Fischständers lassen sich verschieben, so dass große und kleine Fische in den Fischrack passen.
Kleiner Hinweis: Der Fischrack im Grill wird heiß – ich habe es für euch ausprobiert.

Starnberger Flügelbahnhof – ein lost Place mitten in München

8. Dezember 2017

Mitten in der Münchner Innenstadt ist der extrem belebte Hauptbahnhof. Ein Teil dieses Bahnhofskomplexes beherbergt den Starnberger Flügelbahnhof mit seiner großen Schalterhalle. Als ich mal wieder auf einen Zug warten musste, stand in ich in dieser Schalterhalle und fand eine Art Lost Place vor.
Die Halle war komplett leer und wird nur von ein paar Firmen als Lager genutzt. Sonst ist diese Halle leer. Sie ist nicht versperrt oder so, aber irgendwie verirrte sich kein Bahngast in diese Halle. Es war 8:15 Uhr morgens, also mitten im Berufsverkehr und nichts war los. Ich stand hier einfach und betrachtete die Architektur der alten Zeit, die eigentlich unter Denkmalschutz steht. Eigentlich, denn wegen der zweiten Stammstrecke, die irgendwann einmal in München kommen soll, wird die alte Schalterhalle wohl einem Hochhaus weichen müssen.


Ich betrat also vom Starnberger Flügelbahnhof die Halle und ging Richtung Arnulfstraße. Dazu öffnete ich die Türen des 1950 wiedererrichteten Flügelbahnhofs. Der Stil von Architekt Heinrich Gerbl erinnert mich schon an die Zeit des Nationalsozialismus. Der neoklassizistische Stil ist nicht unbedingt mein Geschmack.
Ich betrat die monumentale Pfeilerhalle. Die Schalterhalle hatte eine Breite von 240 Metern und eine Länge von 222 Metern.

An der Seite befinden sich die alten Schalter. Hier stand man wegen Fahrkarten und Reiseplänen an. An der Wand hängt eine funktionstüchtige Uhr, aber kein Mensch war da. So durchstreifte ich die Halle, machte ein paar Fotos als Andenken, bevor die Halle irgendwann abgerissen wird.

Ich erinnere mich daran, dass ich in dieser Schalterhalle 1988 mein Studententicket erwerben musste. Im November 1988 begann meine nicht sehr ruhmreiche Karriere als Student und ich brauchte zu diesem Zweck ein Ticket. Das war die erste Erinnerung. Und dann kam mir die Flüchtingsbewegung des Jahres 2015 in den Kopf. Im Starnberger Flügelbahnhof wurden die Flüchtlinge in Empfang genommen, die mit dem Zug in München ankamen. Sie wurden mit Wasser, Nahrung, Spielzeug versorgt. Ich hatte damals Tränen in den Augen über soviel Hilfebereitschaft meiner Geburtstag München. München ist eine weltoffene Stadt, München ist meine Stadt.

Weihnachtspakete für Togo

4. Dezember 2017

Vor Weihnachten ist es immer stressig, wenn man ehrenamtlich für eine Hilfsorganisation wie die Aktion PIT Togohilfe bei uns im Dorf Maisach arbeitet. Ich habe eigentlich bis kurz vor Weihnachten Seminare, aber zwei Termine habe ich für mein Ehrenamt freischalten können: Zum einen für das Beladen eines Hilfscontainers, zum anderen für einen Standdienst im Museum fünf Kontinente.

Millimeterarbeit beim Containerbeladen
Aber der Reihe nach: Es zählt jeder Millimeter Platz, wenn ein Container für das afrikanische Land Togo beladen werden muss. Die zahlreichen gespendeten Hilfsgüter müssen auf den Weg nach Afrika gebracht werden. Dieses Mal standen die Pakete für die Patenkinder im Vordergrund. Die Aktion PIT Togohilfe betreut rund 600 Patenkinder. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich gerne bei dem Hilfsorganisation melden, die seit über 35 Jahren aktiv ist. Ich selbst habe mit meiner Firma redaktion42 zwei Patenkinder und kann dafür einstehen, dass die Hilfe ankommt.
So einen riesigen Container auf die Reise zu schicken, das kostet Geld und daher muss der Platz optimal ausgenutzt werden. Ehrenamtliche Lademeister schauen, dass kein Platz verschenkt wird. Im Vorfeld wird genau geklärt, was unbedingt mit auf die Reise muss und was gegebenenfalls warten kann. Meine Frau Doris Ortlieb hat den verdienstvollen Job der Logistik übernommen. Genau zählt sie die Paletten mit den Spenden ab. Hier muss genau Buch geführt werden, denn der Zoll ist genau und gegenüber den Spendern muss Rechenschaft abgelegt werden.

Palette um Palette wird aus dem Lager mit Hubwägen herausgefahren und mit einem Ministapler in den Container gehoben. Ganze Familien haben sich eingefunden, um mitzuhelfen. Jeder hilft wo er kann. So funktioniert Ehrenamt bei uns auf dem Dorf. Es sind Teamplayer, die hier bei der Aktion PIT Togohilfe mitarbeiten.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Koordiniert wird die ganze Sache von der Vereinsvorsitzenden Margret Kopp zusammen mit ihrem Mann Christian. Nichts darf vergessen werden. So muss eine Spende von Musikinstrumenten ebenso verladen werden, wie künstliche Hüftgelenke. Diese werden in Togo sehnsüchtig erwartet. Margret Kopp reist dem Container nach Togo hinterher und koordiniert die Operationen anschließend in Togo. Sie hat auch ein deutsches Ärzteteam organisiert, das die Operationen vornimmt.

Eine Glocke aus Unterfranken für Togo
Fasziniert bin ich vor allem von einer Glocke, die auf den Weg nach Togo geschickt wird. Gegossen wurde sie von der unterfränkischen Abtei Münster Schwarzach. Stabil verpackt in einer Kiste wird die 100 Kilogramm schwere Glocke sicher verladen.

Afrikatag bringt Spenden für KISS
Um über die Arbeit der Aktion PIT Togohilfe zu informieren, war ich im Museum Fünf Kontinente mit dabei. Christian Kopp hatte von der Museumsleitung eine Einladung für einen Infostand auf dem Afrikatag des Münchner Museums bekommen. Morgens fuhren wir in das ehemalige Völkerkundemuseum, bauten unseren Stand auf und warteten auf die Besucher. Vom Aufbau habe ich dieses kleine Hyperlapse Video gedreht.

Mein Job war es, an Interessierte Buttons mit Namen aus Togo zu produzieren. In Togo bekommen die Kinder einen Zweitnamen. Dieser richtet sich nach dem Wochentag an dem sie geboren sind. Das Foto zeigt, welcher Name es ist.

Wie heißt du in Togo?

Wie heißt du in Togo?

Die Besucher des Afrikatages nannten mir ihr Geburtsdatum und ich schaute im Netz nach, um welches Tag es sich handelt. Dann produzierte ich einen Button mit dem jeweiligen Namen gegen eine Spende. Ich finde es eine gute, öffentlichkeitswirksame Idee.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp informierte derweil über die Fachthemen. Derzeit sammeln wir Spenden für die Aktion KISS. Es handelt sich um eine Kinder – Schul – Speisung (KISS). Nur 25 Cent kostet eine Mahlzeit im KiSS-Programm für die Kinder in unseren Dorfschulen in Togo. Um ein Kind ein Schuljahr lang mit Schulspeisung zu versorgen, genügen 50 Euro. Nur aufgrund von Bildung gehen Kinder in Togo nicht in die Schule, aber wenn Essen als Anreiz dabei ist, lernen die Schülerinnen und Schüler. Regelmäßiges Essen bedeutet bessere Gesundheit, bessere Konzentration, bessere Schulabschlüsse, bessere Aufstiegschancen und bessere Mitgestaltung. Wer mehr über KISS wissen möchte, kann dies hier tun. Hier ein paar Eindrücke des Afrikatages als Video:

Zudem wurde Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen geknüpft. Die Togohilfe Maisach ist ja seit Jahren bei vielen über die Medien bekannt, aber persönliches Kennenlernen der Hilfsorganisationen ist natürlich am besten.
Ein Konzert der Gruppe Seraphin Ministry habe ich auch besucht. Schaut euch den Auftritt mal an.

Warten auf den Audi: Gehobene Küche bei Avus in Ingolstadt

29. November 2017
Das Gelände vor dem Restaurant Avis bei Audi in Ingolstadt.

Das Gelände vor dem Restaurant Avis bei Audi in Ingolstadt.

Aufgrund eines Seminars hatte es mich nach Ingolstadt verschlagen und ich freute mich, denn das gab mir den Grund das Restaurant Avus zu testen. Auf der Speisekarte des elegant und modern eingerichteten Lokals stehen gehobene internationale Speisen, die ich probieren wollte.

Bei der Anreise stellte sich heraus, dass unsere Reservierung verschwunden war. Blöd, aber die Mitarbeiterinnen waren so flexibel, dass uns ein guter Tisch angeboten wurde, das Lokal war schließlich nicht ausgebucht. Beim Warten auf den Tisch bewunderte ich ein Konzept-Auto im Foyer und machte den obligatorischen Schnappschuss. Das Avus gehört zur Möwenpick-Gruppe. Sofort kam in mir die Berichterstattung in Erinnerung, dass August von Finck, der Chef von Möwenpick und in der Schweiz lebender bayerische Milliardär, im Bundestagswahlkampf die AfD unterstützt haben soll. Entsprechende Meldungen gab es im September 2017 bei der Welt und Heise. Bewiesen ist nichts und der Verdacht besteht.

Nun ja, ich bin trotzdem zu Avus gegangen und habe dort gegessen. Ich wählte ein dreigängiges Menü mit Blick auf die salbenden Hallen von Audi und des Audio Museums. Das Restaurant ist mit viel Holz verkleidet und an den Wänden gibt es historische Fotos von alten Rennboliden der Auto Unions-Zeiten.

Der Gruß aus der Küche hat geschmeckt – vielen Dank

Die gehobene Atmosphäre war ruhig, der Service vorbildlich, freundlich und nicht zu steif.

Zur Vorspeise gab es Hummer, Kokos, Wakame Alge.

Zur Vorspeise gab es Hummer, Kokos, Wakame Alge.

Zur Vorspeise gab es Hummer, Kokos, Wakame Alge. Tatar und Mousse stammen vom Hummer, mit Kokos und Wakame Alge. Leider war die unterste Schicht fast noch gefroren, also eiskalt, dass sie kaum Geschmack entfaltete. Schade, denn die Kombination hätte es in sich gehabt. Der Küchenchef persönlich entschuldigte sich aufgrund unserer Reklamation und es gab einen Espresso als Versöhnungsgeste. Entschuldigung akzeptiert.

Der Hauptgang war bei mir Hirschrücken im Speckmantel mit Rosenkohl, Apfelsenf und Kartoffelknödel.

Der Hauptgang war bei mir Hirschrücken im Speckmantel mit Rosenkohl, Apfelsenf und Kartoffelknödel.

Der Hauptgang war bei mir Hirschrücken im Speckmantel mit Rosenkohl, Apfelsenf und Kartoffelknödel. Die Knödel waren mit Hirschstreifen gefüllt.
Bei der Nachspeise ging ich auf Nummer sicher und wählte Käsevariationen vom Tölzer Käseladen.

Käsevariationen vom Tölzer Käseladen

Käsevariationen vom Tölzer Käseladen

Die Fragen zu den Speisen wurden freundlich vom Service beantwortet. Es gab sogar ein Rezept vom Küchenchef zum Nachkochen, was ich als besonderen Service empfand. Bei der Weinkarte waren sich die Mitarbeiter unsicher und mussten nochmals über Gegend des Winzers nachfragen. Dennoch war der Service sehr vorbildlich und stets freundlich.
Falls ich mal einen Audi in Ingolstadt abholen sollte, was ich im Moment aber nicht vorhabe, werde ich auf jeden Fall beim Avus vorbeischauen. Gute Tipp für Ingolstadt am Abend.

Will ich einen Sportschuh als Sarg begraben werden?

28. November 2017
Ein ungewöhnlicher Sarg.

Ein ungewöhnlicher Sarg.

Bei einem Besuch des Museums Fünf Kontinente in München, dem ehemaligen Völkerkundemuseum, wanderte ich durch die Ausstellungen aus aller Herren Länder. Obwohl ich nie groß an Ethnologie interessiert war, gefielen mich die Exponate sehr: Masken, Krüge, Grabbeigaben. Waffen, Kleidung und vieles mehr. Am meisten allerdings faszinierte mich ein Sarg in Form eines Sportschuhs von Nike. Ich fragte mich: Was soll das? Und will ich einen Sportschuh als Sarg begraben werden?

Die Antwort auf die zweite Frage ist einfach: Es ist mir egal, weil ich es nicht mitbekomme. Wenn es ein eben Sportschuh sein soll, dann soll es eben so sein. Mich wird es nur indirekt betreffen. Vielleicht passt bei mir besser eine Filmrolle oder ein iPad als Sarg.

Die erste Antwort auf die Frage nach dem Sinn ist schon komplexer. Der Nike-Sarg stammt aus Ghana und wurde 2014 von Paa Joe geschaffen. Warum aber? „Wie das Leben, so der Sarg,“ heißt es bei den Bewohnern noch Ghana, die um der Hauptstadt Accra leben. Die Verstorbenen werden nicht in klassischen Holzsärgen wie bei uns begraben, sondern in bemalten figürlichen Särgen. Die Gestaltung ist von Beruf, Vorlieben und Leidenschaften der Verstorbenen abhängig“, so eine Erklärungstafel des Museums der fünf Kontinente. „So sollen die Toten im Jenseits ihre irdischen Tätigkeiten weiterführen können und dadurch den Lebenden gewogen bleiben.“ Hier eben ein Nike-Sportschuh in der Size 42 von Paa Joe, der speziell für Sportler angefertigt wurde. Um die Size 42 ein Zufall ist, weiß ich nicht. Ich interpretiere es als Humor und Antwort auf alle Fragen – schließlich heißt dieser Blog auch redaktion42.

Paa Joe wurde 1947 in Ghana geboren und absolvierte eine Lehre als Sargschreiner bei Kane Kwei (1922-1992).
Mich hat das Exponat Nike Trainer Size 42 im zweiten Obergeschoss des Museums gefallen. Und wenn ich mir das Gedränge um den Sarg ansehen, dann geht es mir nicht allein so. Kleiner Tipp die die Ausstellungsmacher: Überall im Museum sind kleine Staffeleien mit Bänken aufgestellt. Hier können kleine und große Besucher Platz nehmen und die Ausstellungsstücke skizzieren. Diese Bänke stehen vor Masken und Krüge. Wie wäre es denn mal vor dem Sarg? Dieser Publikumsmagnet kommt hier zu kurz.

Afrika-Feeling durch den Togo Kalender

27. November 2017
Der Togo-Kalender der Aktion PIT Togohilfe kostet 5 Euro.

Der Togo-Kalender der Aktion PIT Togohilfe kostet 5 Euro.

Wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht, dem kann ich den Togokalender 2018 der Aktion PIT Togohilfe empfehlen. Wie ihr wisst, bin ich dort ehrenamtlich tätig, weil ich es für richtig halte, etwas für die Menschen in Afrika zu tun. Mein Engagement liegt dabei in zwei Patenschaften, die mein Unternehmen redaktion42 hat, sowie ehrenamtliche Tätigkeit, wie das Beladen von Containern, Unterstützung bei Messen und Ausstellungen und ein wenig Öffentlichkeitsarbeit.

Der Togo-Kalender erscheint seit mehr als 15 Jahren sehr erfolgreich und kostet pro Ausgabe fünf Euro, die auch bei den Menschen in Togo ankommen. Der Druck des Kalenders ist bereits durch das Sponsoring von zwölf Unternehmen gedeckt, die zum Teil seit Jahren den Kalender mit ihrer Werbung unterstützen. Die Fotos des Kalenders wurden 2017 in Togo von Mitgliedern der Aktion PIT geschossen und zeigen die Vielfalt des Landes. Ich war bisher einmal in Togo und nach dem Durchblättern des Kalenders ist meine Reiselust wieder entbrannt. Im Grunde bringt der Kalender das Afrikafeeling für ein Jahr ins Heim, wie es die Vorsitzende der Aktion PIT Togohilfe Margret Kopp aus Maisach sagt.
Der authentische Togo-Kalender ist nicht nur für Einzelpersonen gedacht. Es gibt einige Unternehmen, die als Firmengeschenk diesen Kalender an ihre Kunden oder ihre Belegschaft verteilen – das finde ich gut und unterstützenswert.
Bestellungen nimmt natürlich die Aktion PIT auf ihrer Website entgegen. Fünf Euro, die meiner Meinung nach richtig investiert sind.

Bei einer Messe in München verkaufe ich den Kalender.

Bei einer Messe in München verkaufe ich den Kalender.

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 12

17. November 2017

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

Hotel- und Zimmercheck Goldenes Kreuz, Moosbach Oberpfalz

Hotel- und Zimmercheck Gästehaus Susanne, Oberstaufen

Hotel- und Zimmercheck Hotel Marrakech, New York

Hotel- und Zimmercheck Hotel Maritim, Berlin Friedrichstraße

Hotel- und Zimmercheck Jugendhaus Josefstal, Schliersee

 

Matcha Tee – der asiatische Espresso als kleines Ritual

14. November 2017

Mein Kollege Lutz Prauser von den Münchner Iron Bloggern hat eine sehr interessante Blogparade zum Thema Eigene Rituale. Und ich bedanke mich, dass er den Einsendeschluss zu dieser Blogparade ein wenig verlängert hat, damit ich auch teilnehmen kann.
Beim Nachdenken über das Thema musste ich laut loslachen. Ich war in Gedanken über die gestellte Aufgabe als ich mein tägliches Ritual absolvierte: Ich bereite mir meinen morgendlichen Matcha-Tee vor. Und siehe da, ich habe schon mein Thema für die Blogparade. Ich schreibe über diesen Espresso aus Asien.


Wenn möglich rühre ich mir am Morgen meinen Matcha-Tee an und zelebriere ein persönliches Ritual. Wie kam es dazu? Nun, ich leide an Bluthochdruck. Dafür habe ich von meinem Doktor entsprechende Medikamente verschieben bekommen. Das ist gut, die Medizin wirkt. Aber ich will noch mehr tun. Sport ist das eine, Surfen im Internet ist das andere. Bei den Tagesangeboten von Amazon wurde mir irgendwann mal der grüne Tee aus Asien in die Timeline gespült. Interessiert daran, was die Filterblase so für mich ausgedacht hat, klickte ich und las über die Eigenschaften des Produktes. Neben Ausführungen über Geschmack und Herkunft stand am Ende etwas über Blutdrucksenkende Wirkung des Matcha Tees. Das macht mir neugierig und die klassische Recherche im Internet zeigte auf: Das Ganze stimmt wohl. Also eine kleine Packung bestellt und ausprobiert. Das feine Pulver muss in 80 Grad Celsius heißem Wasser verrührt werden. In Ermangelung eines entsprechenden Rührers nahm ich einen kleinen Schneebesen.

Matcha – ich trinke keine Algen
Der erste Schluck war ungewöhnlich. K2 meinte, die ganze Sache schmecke nach Algen und K2 werde garantiert keine Algen im Tee trinken. K1 schloss sich an, zudem etwas Grünes für Kinder grundsätzlich Gift ist. Also war das Thema für meine Kinder durch. Meine Frau probierte es, war aber nicht ganz so ablehnend, aber nach Begeisterung sah es nicht so aus. Egal, Damm bleibt mehr für mich.
Tag für Tag bereitete ich meinen Tee in einer Müslischale mit meinem Schneebesen zu. Mir schmeckte das Zeug und die Probepackung war bald aufgebraucht. Der Blutdruck veränderte sich zum Positiven – aber natürlich nahm ich weiterhin die verschriebenen Tabletten vom Arzt.

Matcha – gebt mir mehr von dem Zeug
Also, für mich stand fest: ich will mehr von dem Zeug, denn es schmeckt und hilft. Ich habe mir einen größeren Vorrat an Matcha-Tee besorgt, zusätzlich drei Keramikschalen und zwei Messlöffel sowie zwei Bambusrührer. Eine Schale, ein Messlöffel und ein Rührer kam in meinen Reisekoffer sowie eine kleine Dose vom grünen Pulver. Eine Schale, ein Messlöffel und ein Rührer kam in die Küche auf mein Frühstücksregal und eine Schale kam in den Schrank als Backup, falls mal etwas zu Bruch geht.
Und so beginnt mein tägliches Ritual: Schale herrichten, mit dem geeichten Messlöffel ein Gramm Matcha aus der Dose löffeln und heißes Wasser dazu. Mit dem Bambusrührer wird dann der Matcha-Tee schaumig gerührt. Ich rühre in Form eines großen M, so schäumt die ganze Sache relativ schnell – vor und zurück – zurück und vor. Rührer abklopfen und dann mit beiden Händen die Schale zum Mund führen und genießen. Dieses Ritual mache ich jeden Tag, ob ich zu Hause oder auf Reisen bin. Meine Familie hat sich an den Anblick des meditativen Rührens gewöhnt und es ist für mich eine kurze Zeit der Ruhe – ein schönes Ritual. Ach ja, der Bluthochdruck ist auch besser geworden.

Pfiffige Ideen für den Mittelstand zur Kundenbindung

13. November 2017

Kundenbindung im Handwerk muss kein Zauberwort sein. Pfiffige Ideen zeigen, wie es gehen kann. Auf gleich zwei gute Ideen bin ich bei Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner im oberbayerischen Bad Tölz gestoßen: Umtauschbare Thermobecher und bargeldloses Bezahlen durch eine Kundenkarte.

Thermobecher als Coffee to Go
Schon längst haben wir die (Un-)Sitte von Coffee to Go aus den USA übernommen. Unterwegs noch schnell einen Kaffee oder Tee schlürfen, wenn man auf dem Weg zur Arbeit oder Freizeit ist. Der leere Pappbecher wird dann weggeworfen.

Sandra Büttner von der Bäckerei Büttner in Bad Tölz hatte eine gute Idee für Coffee to go

Sandra Büttner von der Bäckerei Büttner in Bad Tölz hatte eine gute Idee für Coffee to go

Jetzt stehen wir vor einem riesigen Müllberg an Kaffeebechern, die nicht recycelt werden können. Bei meinen Reisen durch Deutschland ist mir Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner im oberbayerischen Bad Tölz mit einer prima Idee begegnet. Sie bietet in ihren Bäckereizweigstellen einen besonderen Thermobecher an. Der schicke rote Becher kostet 9,95 Euro und wird einmal mit Kaffee oder Tee befällt. „Nach Gebrauch können unsere Kunden ihre Becher tauschen und einen neuen gefüllten Becher bekommen“, so Sandra Büttner. Die Schlagworte sind Kaufen, Befüllen und Tauschen. Die gebrauchten Becher werden gespült und wieder eingesetzt.
Ich finde die Idee sehr gut, denn meine Thermobecher stehen in der Regel zu Hause im Schrank. Ich vergesse sie, wenn ich aufbreche. Den dichten Thermobecher der Bäckerei Büttner kann ich im Auto lassen und beim nächsten Besuch der Bäckerei umtauschen. So kann ich unterwegs den Coffee to Go genießen und vermeide Müll. Die Bäckerei stärkt das Umweltbewusstsein und ich habe frisches Kaffeearoma, denn ich habe immer einen neuen befüllten Becher. Die Bäckerei hat mich als Kunden gebunden und alle sind zufrieden – tolle Idee.

Bargeldloses Bezahlen mit der Kundenkarte
Ich bin ein Freund des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Ich mag keine dicken Geldbörsen mit Kleingeld, weil sie die Jacke ausbeulen. Ich freue mich auf den Tag an dem Apple Pay endlich auch in Deutschland verfügbar ist.
In Bäckereien fallen in der Regel kleine Geldbeträge an. Ein, zwei Brezn hier, eine belegte Semmel da und wenn ich mit dem Schein bezahle, bekomme ich das ungeliebte Münzgeld zurück. Das wandert zu Hause dann wieder ins Sparschwein bei der abendlichen Leerung des Geldbeutels.
Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner hatte hier eine sinnvolle Lösung, die zudem auch Kunden bindet. Bei der Bäckerei gibt es Kundenkarten, die der Kunde mit Geldbeträge aufladen kann. Ich kenne so was von der Schulmensa von K1/2, in Kantinen oder in der Uni-Mensa. Man zahlt einen gewissen Betrag auf die Kundenkarte ein und bei jedem Einkauf wird der zu zahlende Betrag abgebucht. Das geht schneller, ist deutlich hygienischer als Münzgeld, der Unternehmer hat nicht die verlorene Zeit mit der abendlichen Kassenabrechnung, es gibt keine Schwarzgelder und der Geldbeutel ist nicht mehr mit Münzen aufgebläht. Mir hat das Konzept von Sandra Büttner sehr gut gefallen und es ist übertragbar auf viele Handwerksunternehmen.

 

Mein Treffen mit Gerhard Polt

12. November 2017

Gerhard Polt ist für mich einer der größten Humoristen der Gegenwart. Ich bin mit seiner Serie „Fast wie im richtigen Leben“ aufgewachsen, habe die Kinofilme – allen voran Kehraus – genossen. In meinem Blog habe ich ihm zum Geburtstag gratuliert und so war es nun an der Zeit, diesen Mann einmal persönlich zu treffen. Ich kannte Polt von Auftritten, aber richtig nah bin ich ihm bisher (leider) noch nicht gekommen. Das sollte sich ändern.

Werbung für den Auftritt von Gerhard Polt bei Ludwig Beck.

Werbung für den Auftritt von Gerhard Polt bei Ludwig Beck.

Ich hatte die Gelegenheit am Faschingsstart am 11.11. in München. Gerhard Polt hatte zwei Lesungen im Münchner Zentrum, einmal im Ludwig Beck, einmal im Hugenbubel in den Fünf Höfen. Er präsentierte sein Buch Der große Polt – ein Konversationslexikon. Zu Hause suchte ich mir zwei Polt-Bücher aus, die ich mir vom Meister signieren lassen wollte. Einmal handelte es sich um das gesammelte Werk Circus Maximus, zum anderen das Buch zum Film Kehraus. Bei letzten hoffte ich, dass Polt den Humor versteht, schließlich ist es für mich der Faschingsfilm schlechthin und schließlich ist heute Faschingsstart.

Diese beiden Bücher von Gerhard Polt wollte ich mir signieren lassen: Circus Maximus und Kehraus.

Diese beiden Bücher von Gerhard Polt wollte ich mir signieren lassen: Circus Maximus und Kehraus.

Ab ging es in den fünften Stock vom Ludwig Beck in die Musikabteilung. Ich kam etwas spät aufgrund des üblichen Chaos mit der Münchner S-Bahn und fand Gerhard Polt auf einem grünen Sessel hinter einem Tisch mit schwarzem Tuch beim Lesen eines Konversationslexikons. Sehen konnte ich Gerhard Polt anfangs leider nicht, weil zu viele Menschen da waren und auch die vordere Reihe nicht auf dem Boden Platz nehmen wollte.

Aber ich hörte Polt und ich genoss es. Die Geschichten aus dem Der große Polt sind für mich nicht mehr so brillant wie die früheren Werke. Ich schloss die Augen und genoss die Betonungen, den feinen Humor in seiner Stimme und fühlte mich trotz der Wärme der eng stehenden Menschen wohl. Ich wusste wieder, warum ich den Polt so mag. Neben dem leider verstorbenen Loriot ist er für mich der Geschichtenerzähler per excellence. Er schaut uns Bayern einfach aufs Maul, eben ein Grantler und Poet in einer Person.

Nach rund 45 Minuten war die Lesung vorbei und Gerhard Polt war bereit für Autogramme. Ich hätte mir den Der große Polt kaufen können, wollte aber lieber meine mitgebrachten Bücher signieren lassen. Ich hatte Glück und war relativ schnell an der Reihe und ließ ein Buch für meine Frau und ein Buch für mich signieren. Meine Frau bekam den Spruch Mit Respekt und ich bekam die Widmung Mit Freude hineingeschrieben.

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sich ein kurzer poltscher Dialog entwickelte. Ich sprach ihn auf den 11.11. an, schließlich hatte ich Kehraus dabei. Er antwortete mit der Nachfrage nach dem Verspeisen einer Martinsgans und ich betonte, wie wichtig mir der Schweinsbraten sei. Ich genoss es und mich zerriss es innerlich. Am liebsten hätte ich laut losgebrüllt in der Autogrammstunde. Ich fand es witzig, zum Brüllen komisch – ob Gerhard Polt es auch so verstanden hat, das weiß ich leider nicht. Ich hab davon ein Video gemacht.

Innerhalb weniger Minuten war alles vorbei. Die Schlange hinter mir war lang, sehr lang und alle wollten noch ein Autogramm von Gerhard Polt haben. Also machte ich mich vom Acker.
Zu Hause nahm ich die Bücher bei einem Weißbier in die Hand und blätterte die Geschichten durch. Vielen Dank lieber Gerhard Polt. Ich habe die Momente mit Ihnen sehr genossen und freue mich auf ein Wiedersehen.