Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Restauranttipp in Regensburg: Das Kreutzer‘s

29. September 2022

Eigentlich wollte ich in Regensburg nur einen kleinen Happen essen und dann nach einem anstrengenden Arbeitstag ins Hotelbett. Aber es kam anders, als ich die Online-Bewertungen des Kreutzer’s durchscrollte und mich entschied dort zu speisen. Und ich hab es nicht bereut.

Stahl, Holz und Sichtbeton dominieren in der aufwändig restaurierten, denkmalgeschützten Lagerhalle, die im Jahre 2011 mit dem Kreutzer’s einer anderen Nutzung zugeführt wurde. Das Restaurant befindet sich im Hafenviertel und präsentierte sich von der besten Seite.

Der Service war sehr aufmerksam und wir nahmen Platz in der Nähe des offenen Holzofengrills.

Die Röstaromen von Irish Hereford, Wagyu, Black Angus oder US Beef genieße ich durch die ganzheitlich offene Architektur: direkt vor den Augen der Gäste gart das in eigenen Dry-Aging-Kühlschränken gereifte Grillgut immer á point. Den dazugehörigen Tropfen liefert die Bar-Lounge, dort entdeckte ich meine schottischen Freunde.

Als Aperitif wählte ich einen Portwein. Gruß aus der Küche gab es keinen, dafür Brot mit Salz/Pfeffer samt Olivenöl. Als Vorspeise wählten wir eine hervorragende Kombination von Kalbsbries und Pulpo mit Belugalinsen und Kürbispüree. Die Gattin wählte Jakobsmuscheln mit Steinpilzen, Knoblauchschaum und Shizo Kresse.

Nachdem die Steaks im Internet gelobt wurden, wählte ich ein ausgezeichnetes Rib Eye rare und die Gattin sprach dem Surf and Turf zu. Weil wir spät kamen, ging das Fünf-Gang-Überraschungsmenü nicht mehr.

Als Dessert wählte die Gattin Ananas und ich die Käseplatte mit Chutney. Leider war der Käse einfallslos zusammengestellt, das Chutney dafür wunderbar. Das gab bei mir einen Punkt Abzug, schade.

Auf jeden Fall ist das Kreutzer‘s einen Besuch wert. Leider war am anderen Ende des Restaurants eine Dame mit lauter Stimme und Gelächter zu Gast, die den Besuch in einem gehobenen Restaurant mit einer Bierkneipe verwechselte. Man kann sich seine Gäste nicht aussuchen.

Wenn die Temperaturen wieder höher sind, werde ich den schönen Garten vom Kreutzer’s auf jeden Fall einmal besuchen.

Kunst im Restaurant
Interessant ist die Kombination Restaurant, Bar und Ausstellungsraum. Bei meinem Besuch wurden großformatige Acrylic Pouring-Bilder des Kirchenmalers Egidius Prock ausgestellt. Egidius Prock wurde 1953 in Dietfurt als Sohn des Malermeisters Egid Prock geboren, der als bayrisch-chinesischer Kaiser Ma-Ler-Gie bekannt wurde. Beim Acrylic Pouring werden die Farben auf den Malgrund gegossen. Prock verwendet hierzu gerne quadratische Leinwände in der Größe von 80 mal 80 Zentimeter.

Energiewende bei uns im Dorf

28. September 2022

Auch wenn viele verständlicherweise von der Energiekrise sprechen und es am eigenen Geldbeutel spüren, so denke ich, dass dies Vorzeichen der noch heftigeren Krise sind, auf die wir gerade hineinschlittern: Die Klimakrise. Und so ist jeder aufgerufen, etwas zu tun.

Und auch meine Wohnortgemeinde Maisach bemüht sich, alternative Energien zu erzeugen. Ich interessierte mich mal, wie der Stand der Dinge ist. Zusammen mit dem Bürgermeister Hans Seidl und seiner Verwaltung haben wir ein paar Objekte im Gemeindegebiet herausgesucht und Videos darüber gedreht. Sie wurden dann über meine sozialen Netzwerke und vor allem in der sehr aktiven Maisacher Facebook-Gruppe geteilt. Mir war es wichtig zu zeigen, es bewegt sich was und den Schwarzsehern den Wind aus den Segeln zu nehmen. So weitermachen wie bisher, da sehe ich schwarz und ich weiß, Veränderung tut weh. Vielen Dank an den Rathauschef und der Verwaltung, dass sie dieses kleine Projekt unterstützt haben. Entstanden sind fünf Videos, bei denen ich auch eine Drohne und Google Earth einsetze. Der Gimbal war leider verliehen, so wackelt es manches Mal – aber der Wille zählt.

Freibad Maisach
Das Freibad Maisach konnte trotz Energiekrise die Wassertemperatur von 24 Grad Celsius halten. Wie das möglich ist, erklären Bürgermeister Hans Seidl und Schwimmbadleiter Michael Spring.

Windrad in Galgen
Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck setzen beim Engagement für erneuerbare Energien auch auf die Windkraft. Das erste Windrad wurde in der Nähe von Mammendorf im Landkreis Fürstenfeldbruck im November 2014 in Betrieb genommen. Das zweite Windrad in Galgen in der Gemeinde Maisach folgte im Oktober 2015. Der Bürgermeister Hans Seidl erklärt die Wirkung und die Vorteile für die Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Solarpark Malching
Rund 66000 Solarmodule sorgen seit Juli 2009 für Energie im eingewachsenen Solarpark Malching in der Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Bürgermeister Hans Seidl erklärt die Anlage, die anfangs von einigen Bürgerinnen und Bürgern massiv angefeindet wurde.

Photovoltaik am Ortsrand
Zwischen Maisach und dem Ortsteil Germerswang liegt eine Photovoltaik PV Anlage in der Gemeinde Maisach, die erweitert werden soll. Bürgermeister Hans Seidl erklärt den Standort, die geplante Erwartung und die Leistung der Anlage.

Sonne auf dem Dach
Am Ende der Video-Reihe gibt es um PV-Anlagen auf den Dächern von Gewerbeansiedlungen. Dazu hob uns die Feuerwehr mit einem neuen Leiterwagen in die Lüfte, um einen besseren Überblick zu bekommen.

Was ist das Ergebnis der Video-Reihe? Viele unterschiedliche Diskussionen gab es im Ort und in der örtlichen Facebook-Gruppe. Die Idee, etwas Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken, hatte funktioniert. Ich wurde beim Bäcker, im Supermarkt und auch beim Volksfest auf die Videos angesprochen. Und in unserer Familie ist der Entschluss gereift, eine PV-Anlage aufs Garagendach zu bauen. Die Pläne liegen schon beim zuständigen Planer. Vielleicht bewegte sich durch diese Aktion auch etwas in den Köpfen, denn die Klimakrise wird uns treffen – und vor allem unsere Kinder müssen es ausbaden.

Sammlerherz explodiert: Clasvius-Raumanzug von Executive Replicas aus 2001 ist eingetroffen

23. September 2022

Im Dezember 2019 hab ich das Zeug für teuer Geld bestellt und dann nichts mehr gehört. Ich hab schon die Hoffnung aufgegeben uns mich damit abgefunden, dass das Geld verloren sei. Aber vor kurzem kam dann völlig überraschend doch das Paket aus den USA, Unverhofft bezahlte ich den Zoll und packte die Sendung aus. Endlich nach 2,5 Jahren schlug mein Sammlerherz wieder höher, nein es raste vor Erregung.

Ich bin nun stolzer Besitzer eines weiteren Modells von Executive Replicas. Es handelt sich um den weißen Raumanzug, den ein nicht genannter Astronaut im Krater Clasvius trägt. Er stammt aus dem großartigen Stanley Kubrick Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum, einen meiner Lieblingsfilme.

Und ich freu mich wie Bolle. Ich habe schon einige Figuren und Anzüge aus der Reihe und nun kann ich auch den weißen Anzug endlich mein eigen nennen. Ja, richtig gelesen. Es handelt sich nur um den weißen Raumanzug im Maßstab 1:6 ohne Figur. Der Astronaut ist im 2001-Film nicht erkennbar, also gibt es keine Figur von Executive Replicas. Es ist mein dritter Anzug nach schwarz und violett. Ich glaube, es gab auch einen grünen, aber da bin ich mir nicht ganz sicher und muss noch recherchieren. Ich hoffe allerdings nicht, denn das ist ein weiteres Groschengrab.

Zudem habe ich noch die Figuren Frank Poole mit seinem gelben Anzug und Dave Bowman im roten Anzug aus der noblen Executive Replicas-Reihe. Immer wieder bekomme ich Anfragen, ob ich das Set verkaufen möchte – nichts da. Meine Kinder können sich später ein schönes Leben davon machen.

Ich habe ein Unboxing-Video gedreht und zudem die Einzelteile des weißen Anzugs fotografiert. Dann kommt das Ding wieder in die Kiste und ab in die Kubrick-Sammlung. Das Sammlerherz klopft wie wild – es werden nur Sammler verstehen.

Empfindungen und Beobachtungen zur Beerdigung der Queen

20. September 2022

Natürlich war ich medial dabei, als die Queen zu Grabe getragen wurde. Ich hab die Feierlichkeiten im Netz geschaut, so wie ich die Beerdigung von Prinz Philip und 1997 die Beerdigung von Lady Diana im Fernsehen angeschaut habe. Ich kannte beide Damen und den Herrn natürlich nicht persönlich, aber ich wollte bei diesem historischen Ereignis schon dabei sein.

Quelle: BBC

Meine Großmutter schaute sich die Krönung von Elisabeth damals im Fernsehen an, so schaute ich heute mir den Trauerzug und Gottesdienst im Netz an. Als Kanal wählte ich die Website der BBC, weil mir in der deutschen Fernsehübertragung zu viel gequatscht wurde. Kommentierung ist gut, Gequatsche stört dagegen.

Quelle BBC

Es ist bewundernswert, wie die professionell und würdevoll Beerdigung ablief, wie viele Menschen weltweit Abschied von ihrer Queen nahmen. Und so ging es mir auch. Ich kannte in meinem Leben nur Queen Elisabeth II., eine pflichtbewusste Repräsentantin ihres Landes und des Commonwealth. Natürlich hatte die Dame wohl ihre Fehler, aber hey, wer hat die nicht? Sie nahm ihr Amt ernst, sehr ernst und unterwarf sich ihr ganzes Leben der Pflicht der Regentschaft.

Quelle BBC

Für mich wichtig: Sie hatte den Schrecken des Zweiten Weltkriegs erlebt, beriet sich mit Churchill und reichte uns Deutschen nach dem Krieg die Hand zur Versöhnung – eine wahrlich königliche Geste, wenn man bedenkt, was Nazi-Deutschland der Welt angetan hat.

Quelle BBC

Natürlich bin ich anfällig für den Pomp, der hier demonstriert wurde: Farben, Fahnen, Tradition, Paraden, Uniformen und Musik – es passte für mich alles zusammen. Krone, Zepter, Reichsapfel – die Insignien der königlichen Macht auf dem geschmückten Sarg. Das ist ein Bild, das in Erinnerung bleibt. Die Zeremonie der Briten machte auf mich einen enormen Eindruck – Pomp and Circumstance pur und Tausende an den Straßen, um ihrer Queen die letzte Ehre zu erweisen. Und welch ein logistischer Aufwand. Augenscheinlich lief alles wie am Schnürchen. Der Trauerzug bewegte sich exakt wie vorgeschrieben.

Quelle BBC

Und welche eine enorme technische Leistung der BBC, die Übertragung in die ganze Welt ohne Probleme oder Ausfälle sicherzustellen. Hoffentlich wird der technische Aufwand später dokumentiert, wie viele Mitarbeiter mit welcher Technik im Einsatz waren. Ich wäre gerne Mäuschen bei der Regie gewesen. Die Bilder prägten sich ein. Die Kamerastandpunkte fingen genau die richtigen Bilder und die Emotionen ein. Wir erinnern uns: Die Krönung von Elisabeth II. wurde damals weltweit von der BBC als erste Krönung überhaupt im Fernsehen übertragen.

Die Bilder in Westminster Abbey waren sehr eindringlich und perfekt eingefangen, die Regie sehr würdevoll und nicht zu sehr voyeuristisch. Natürlich wurden die Royals nicht aus den Augen gelassen: König Charles III., Camilla als Queen Consort, Princess Royal Anne, der Earl of Wessex Edward, die Kinder William und Harry mit ihren Familien sowie Duke of York Andrew. Ich verfolgte zudem den Live Blog der Gala, um zu erfahren, wer die Ehrengäste waren.

Quelle BBC

Nach den zwei Schweigeminuten um 12:58 Uhr ertönte um 13 Uhr die Nationalhymne God Save the King – da bekam der König Tränen in die Augen. Und als noch das Klagelied des Dudelsackspielers, der im Gang dahinter langsam verschwindet, ertönte, musste ich vor dem Rechner auch ein wenig schluchzten.

Die Welt nahm Abschied von einer großen Frau. Als der Jaguar mit dem Sarg durch die Straßen fuhr und von einer Eskorte von Range Rovers und Motorräder begleitet wurde, warfen die Zuschauer Blumen, die klatschten oder neigten ihr Haupt, während die Glocken der Stadt läuteten. Ein historisches Ereignis.

Quelle BBC

Haushaltstipp: Klebriges Plastik reinigen

19. September 2022

So manches Plastik fängt an zu kleben, wenn es älter wird. Bei mir ist es zum Beispiel ein Kopfhörer, ein Haartrockner oder auch ein Fernglas. Wenn es klebt, will ich diese Dinge weniger benutzen. Wie bekomme ich das klebrige Plastik wieder sauber? Hier ein Video dazu:

Ich nehme einen haushaltsüblichen Orangenreiniger, verdünne ihn ein wenig und dann reinige ich das Plastik damit. Es wird wie neu, die klebrige Schicht ist verschwunden.

Restauranttipp: Kimi Korea & Grill Leipzig

15. September 2022

Wer in Leipzig preiswert, schnell, aber gut koreanisch essen will, dem kann ich das kleine Restaurant Kimi Korea&Grill empfehlen. Es liegt gleich hinter der Universität mitten in der Stadt in der Unversitätsstraße 16 beim Städtischen Kaufhaus.

Es ist sicherlich kein Nobellokal und sehr funktional eingerichtet, aber ich empfinde es als authentisch. Die Mittagskarte ist übersichtlich und es gibt im Grunde für preiswerte 9 Euro drei verschiedene würzige Essen samt Getränk. Die Speisen werden frisch zubereitet.

Der koreanische Service passt, die Qualität der Speisen ist prima – was will man mehr bei einem kleinen Mittagsimbiss? Für mich war ausschlaggebend, dass viele Koreaner dort gegessen haben und dies ist immer ein gutes Kennzeichen für die authentische Küche des Landes.

Apple würdigt die Queen und Sprechen wie die Queen

10. September 2022

Natürlich heute nochmal die Queen. Sie begegnete mir an einem Ort, an dem ich sie überhaupt nicht erwartet habe.Gestern war der Verkaufsstart der neuen iPhones, Ohrhörer und Uhren von Apple. Als Fanboy will ich neues Futter. Überraschend: Auf der Startseite von Apple waren aber nicht die neuen Produkte, die diese Woche in Cuppertino vorgestellt wurden. Nein, Apple verzichtete auf diesen enormen Werbeeffekt auf der Homepage, sondern Apple zeigte einen Nachruf auf die Queen. In Memoriam Her Majesty Queen Elisabeth II 1926-2022.

Dafür mag ich Apple. Solche Nachrufe auf der Startseite gab es nur wenige. Natürlich bei Steve Jobs und Beatle George Harrison und jetzt auch bei der Queen – und das trotz einem weltweiten Verkaufsstart der Apple Produkte. Das finde ich prima und Dank an Tim Cook und sein Team.

Die Sprache der Queen
In meinem Marketingteam bei meiner letzten Festanstellung hatte ich eine hervorragende Kollegin, die mit einem Briten liiert war. Wenn ich mit ihr auf US-Messen war, entschuldigten sich die US-Amerikaner bei mir, dass sie so ein schlechtes Englisch sprachen, wenn meine Kollegin zur Diskussion in besten noblen britischen Akzent ansetzte. Daran musste ich denken als mir eine Mitteilung der Sprachlernplattform Babbel ins Mailpostfach kam. Hier wird phonetisch erklärt, warum die Queen eben einfach cool war und auch so sprach.

Ihr nobler britischer Akzent wird in Erinnerung bleiben; wird er doch von vielen als die „richtige“ Art Englisch zu sprechen angesehen. Was macht also einen solchen Akzent aus? Claire Larkin, Kulturexpertin bei der Sprachlernplattform Babbel gibt hier Tipps, wie einem dieser britische Akzent spielend gelingt. Sie empfiehlt, auf die drei phonetischen Indikatoren der britischen Aussprache zu achten:

1) die deutliche Aussprache des Buchstabens H am Anfang von Wörtern wie ‘hat’ und ‘hamper’.

2) das unhörbare R in Wörtern wie ‘car’ und ‘heart’ – Received Pronunciation unterscheidet sich vom amerikanischen Englisch, denn ein R wird im Allgemeinen nicht ausgesprochen, es sei denn, es folgt auf einen Vokal. Das bedeutet, dass ein Received Speaker das r in ‘farm’ nicht aussprechen würde, wohl aber in Wörtern wie ‘brick’ und ‘scratch’.

3) die langen Vokale, die einen unglaublich hohen Gaumen erfordern (versuche einmal, „darling“ und „oh“ mit weit geöffnetem Mund auszusprechen, als wäre man beim Zahnarzt, oder hätte einen Apfel im Mund). Fabulous darling! (Patsy in Absolutely Fabulous). Wenn du dein Oxford-Englisch auffrischen willst, kannst du dir Wiederholungen der jährlichen Weihnachtsansprache der Queen ansehen.“

„Eine andere Möglichkeit, wie die Königin zu klingen, ist, die ‘t’s’ zu betonen. Wenn wir unsere langen Vokale betonen, können wir anfangen, diese Art des Sprechens zu üben: Wörter wie „water“ werden dann eher wie ‘wahttah’ ausgesprochen, oder ‘daughter’ wird zu ‘dahttah’. Wenn wir darauf achten, dass unsere T’s knackig und unsere Vokale lang sind, können wir auf einfache Weise den begehrten Akzent nachahmen. Da Vokalkombinationen zu den häufigsten Bestandteilen des Englischen gehören, können diese Laute beim Sprechen verwendet werden, um einen monarchischen Akzent zu erzielen:

/æ/ – Wörter, die dieses Phonem enthalten, enthalten einen ‘ah’-Laut, der mit hoher Zunge ausgesprochen wird. Das bedeutet, dass Wörter wie ‘man’, ‘bat’ und ‘tan’ eher wie ‘men’, ‘bet’ und ‘ten’ klingen sollten, wenn sie königlich ausgesprochen werden.

/uː/ – Dieses Phonem erzeugt den Laut ‘oo’. Bei der Aussprache von Wörtern, die dieses Phonem enthalten (wie z. B. fruit, music und new), sollte die Zunge hoch nach hinten gelegt und die Lippen abgerundet werden, so dass das ‘oo’ eher verschluckt und im hinteren Teil der Kehle klingt. ‘Froot’, ‘Moosic’ und ‘Noo’ sollten dabei heraus kommen.

/əʊ/ – Dieses Phonem ist ein Dipthong, d. h. es handelt sich um ein Vokalphonem, das aus zwei Lauten besteht, die nahtlos ineinander übergehen. Bei der Aussprache von Wörtern, die diesen Dipthong enthalten – wie z. B. goat, road, und show – sollten wir unseren Mund unrund und offen halten. Das bedeutet, dass die O’s weniger hart ausgesprochen werden und die Wörter somit fließend erscheinen.“

So jetzt wissen wir dank Babbel das auch und bereiten uns auf das Begräbnis dieser wunderbaren Frau vor.

Meine Lieblingsbiografie zur Queen Elisabeth II.

9. September 2022

London bridge is down. Queen Elisabeth II. ist am Donnerstag Abend im Alter von 96 Jahren verstorben. Ich verneige mich vor dieser starken, pflichtbewussten Persönlichkeit. Die Königin ist tot, es lebe der König.

Kolumnisten aus aller Welt werden in dien nächsten Tagen die Leistung dieser außergewöhnlichen Frau würdigen. Und ich habe in meiner Bibliothek gesucht, welche Biografie mich am meisten berührt hat. Für mich war es das Buch Philip und Elisabeth – Porträt einer Ehe aus dem Jahre 2004. Autor war Gyles Brandreth, der für die Toires im Parlament saß, Mitglied der Regierung John Majors war und später als Kolumnist für britische Medien tätig ist.

Brandreth schrieb eine lesbare und unterhaltsame Doppelbiografie von Philip und Elisabeth, die als Paar unschlagbar waren. Sie regierte und er war ihr Halt in guten wie in schlechten Tagen. Dabei werden nicht nur die Herrscher Britanniens und des Commonwealth in ihren unterschiedlichen Arbeitsalltag gezeigt, sondern vor allem die Eheleute, die es mit ihren Kindern nicht leicht hatten. Brandreth hat Elisabeth und Philip als Mitglied der Upper Class öfters getroffen und gewährt uns Lesern einen informativen Einblick ohne in den Adelsklatsch abzugleiten. Die dargebotenen Informationen scheinen mir verlässlich, ohne dass ich sie überprüfen kann. Es klingt alles in allem plausibel und schlüssig. Ich habe am Abend des Todes der Queen wieder einige Seiten gelesen und mich erinnert, dass ich dieses Buch ehrlich geschätzt habe und ich es daher empfehlen möchte.

Queen Elisabeth II. hatte vor allem Haltung bewiesen, Stärke über all die Jahre – und das finde ich bewundernswert. Sicher, die alte Dame hat einen sturren Kopf, aber sie machte ihre Sache ausgezeichnet. Sie hatte so viel erlebt und schwere Zeiten hinter sich gebracht. Sie hatte ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt und für die Monarchie und die Pflichterfüllung gelebt.
Das Buch endet lange vor Philips Tod, aber wir wissen, die Queen war durch diesen Verlust geprägt. Die authentische Dame ist nun von uns und zu ihrem Philip gegangen. Charles III ist neuer König. Die Frau auf den meisten Münzen und Geldscheinen dieser Welt ist nicht mehr. Eine Ära geht zu Ende.

Meine Workshops für Flüchtlingskinder

7. September 2022

Eine besondere Herausforderung galt es für mich zu bestehen. Ich dufte drei Medienkompetenz-Vorträge vor Flüchtlingskindern halten. Der Verein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V.sprach mich auf Empfehlung einer ehemaligen Kursteilnehmerin an (Danke Gabi), ob ich bei dem Projekt zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (gefördert durch die Regierung Oberbayern) mitmachen würde. Ja mache ich, weil es ein wichtiges Thema für unsere Gesellschaft ist.

Der Verein macht sehr viel, wie zum Beispiel das Projekt ZUSAMMEN STARK. Hier werden junge Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichte zusammengebracht. In den Workshops können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre begegnen, gemeinsam Neues erschaffen und sich dabei vorurteilsfrei kennenlernen. An meinem Medienkompetenz-Workshops nahmen drei Flüchtlingskinder teil, die mit ihren Eltern in einer Unterkunft in Bad Tölz leben.

Meine Seminarteilnehmer
Ich war sehr überrascht, wie gut die Kinder zwischen 9 und 13 Jahren Deutsch sprechen können. Und dennoch war es für mich eine gewisse pädagogische und didaktische Herausforderung, kompliziertes Fachwissen in einfachen Worten zu vermitteln, ohne dass der Inhalt auf der Strecke bleibt. Meine zahlreichen Vorträge in Grundschulen haben mir geholfen die Themen Social Media, Games und FakesNews zielgruppengerecht zu strukturieren und an die Zielgruppe zu bringen. Den Kindern hat es gefallen, sonst wären sie nicht freiwillig wiedergekommen. Abwechslung, Pausen, Medienwechsel – alles musste eingeplant werden.

Die Workshops dauerten in der Regel vier Stunden. Ich rückte mit Kabeltrommel, Beamer und Laptop im Jugend- und Bürgerhaus Lettenholz in Bad Tölz an.

Wichtig für mich war aber auch das gegenseitige Kennenlernen. Die Kinder kamen aus Afghanistan und Nigeria und hatten auf ihrer Flucht mit ihren Eltern viel erlebt. Das junge Mädchen aus Afghanistan berichtete von den Zuständen in ihrer Heimat, von den Taliban und von ihrer Flucht über die Türkei, Griechenland, Italien und Deutschland. Zufall: In Deutschland war sie bevor ihre Familie nach Bad Tölz in Oberbayern kam, bei mir um die Ecke im Auffanglager in Fürstenfeldbruck einquartiert. Dieser Zufall war dann gleich Gesprächsthema und schuf Vertrauen. Bewundernswert: Die junge Muslimin lernte auf ihrer Flucht die türkische und italienische Sprache und kann sich wunderbar in diesen Sprachen ausdrücken. Die sozialen Medien nutzt sie meist auf türkisch. Deutsch lernte sie und ihre Familie schnell in der Bundesrepublik, so dass ihre ältere Schwester eine Ausbildung als Zahnarzthelferin antreten konnte.

Auch interessant: Das Smartphone ist das Hauptkommunikations- und -Informationsmittel. Festnetztelefonie ist unbekannt und Zeitungen werden nicht gelesen. Der Unterschied zwischen seriösen Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Boulevardzeitungen ist nicht bekannt, weil der kulturelle Hintergrund ein ganz anderer ist. Informationen werden über Messenger und soziale Netzwerke getauscht mit der Gefahr in die Falle von FakeNews zu gehen. TikTok ist das wichtigste Medium meiner Seminarteilnehmer.

Wie wichtig das gemeinsame Praxis ist, zeigte sich bei den praktischen Übungen und beim Gaming. Kindern lernen hervorragend beim Spielen. Wir spielten Geschicklichkeitsspiele und lernten anhand von Story Cubes Geschichten zu erzählen.

Zusammen Stark
Im Jahr 2019 begann bei dem Verein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. das Projekt „Zusammen Stark“. Die Berater unterstützen neu zugewanderte, dauerhaft bleibeberechtigte Menschen mit Migrationshintergrund sowie Asylbewerber, ihren Alltag in Deutschland zu bewältigen. Das Projekt zur Stärkung von Kinderrechten richtet sich an die vom Verein betreuten Gemeinschaftsunterkünften untergebrachten Kindern und Jugendlichen. Speziell wird das Programm in den Flüchtlingsunterkünften in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Miesbach angeboten. Ich war bei einem Projekt zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (gefördert durch die Regierung Oberbayern).

Somit war ich das erste Mal im Auftrag der UN unterwegs und leistete mit meinen Vorträgen meinen persönlichen Beitrag.

Verkehrspolitiker schämt euch – wo ist der Nachfolger vom 9-Euro-Ticket

31. August 2022

Die drei Monate 9-Euro-Ticket sind morgen vorbei und es gibt kein konkretes Anschlussmodell. Das ist schade, sehr schade. Wir wollen doch die Energie- und Verkehrswende schaffen, aber so nicht. Verkehrspolitiker schämt euch. Es wurde geredet, was gut ist, es wurde nichts entschieden, was schlecht ist.

Ab morgen muss ich mich wieder umgewöhnen. Ich bin drei Monate lange in Bus und Regionalbahn problemlos eingestiegen und ich fühlte mich gut. Ab morgen darf ich mich wieder mit einem extrem verwirrenden und teuren Tarifsystem auseinandersetzen, weil die Politik es nicht geschafft hat, etwas anzubieten. Es fördert die Politikerverdrossenheit, nicht Politikverdrossenheit.

Zahlen und Statistiken gibt es genug, besonders in den vergangenen Tagen. 31 % der erwachsenen Käufer des 9-Euro-Tickets haben es häufig auf Wegen genutzt, die sie sonst per Auto zurück­gelegt hätten, sagt eine YouGov-Umfrage. 18 % haben es sogar aus­schließlich auf solchen Strecken eingesetzt.
Und auch die krisengeschüttelte Bahn zog eine positive Bilanz, nachdem die Politik das Vorzeigeunternehmen heruntergewirtschaftet hatte. Die Chefin des Regionalverkehrs, Palla, bezeichnete das Experiment als „vollen Erfolg“. Sie nannte es besonders erfreulich, dass in den zurückliegenden drei Monaten im Regionalverkehr im Schnitt etwa zehn Prozent mehr Fahrgäste unterwegs gewesen seien als vor der Corona-Krise. Die Bahn hat nach eigenen Angaben 26 Millionen des Neun-Euro-Tickets verkauft.

Natürlich waren die Züge sehr voll, zum Teil überfüllt. Das Personal war genervt und die Strecken zum Teil nicht einsatzbereit. Das ist aber nicht der Fehler des 9-Euro-Tickets, sondern die ruinösem Sparmaßnahmen der Politik an der Deutschen Bahn. Politiker, schämt euch!

Laut einer BR-Umfrage zum 9-Euro-Ticket haben 44 Prozent der Nutzer das Auto öfter stehen gelassen, bei 55 Prozent hat sich nichts geändert. Vor allem die Jüngeren waren bereit, auf Bus und Bahn umzusteigen. Meine Kinder haben Reisen unternommen, die sie sonst aufgrund der Preise niemals gemacht hätten.

Deutliche Unterschiede zeigten sich je nach wirtschaftlicher Lage – in einkommensschwachen Gebieten wurde das Sonderangebot stärker genutzt. Wenig überraschend ist, dass bei einem besseren Angebot des ÖPNV auch das billige Ticket besser ankam als in dünn besiedelten Regionen.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV hat das 9-Euro-Ticket als vollen Erfolg gewertet. Geschätzt habe es rund eine Milliarde Fahrten pro Monat im Zeitraum Juni bis August durch die Sondermaßnahme gegeben. Rund zehn Prozent davon wären laut einer großangelegten Umfrage des VDV sonst mit dem Auto erledigt worden. Dadurch seien über drei Monate rund 1,8 Millionen Tonnen CO2 eingespart worden. Das sei in etwa der gleiche Effekt, als hätte es ein Jahr lang ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen gegeben.

Vielleicht zaubern die zuständigen Verkehrspolitiker bis morgen ein Überraschungsangebot aus dem Hut. Aber nein, denn die Parlamente in Land und Bund sind ja im Sommerurlaub. Mit dieser Einstellung wird es mit der Energie- und Klimawende nichts und meine Kinder müssen es ausbaden – vielen Dank dafür (Ironie aus).