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Warum Gerhard Richter und ich keine Freunde werden

20. Oktober 2018

Ich glaube, die Überschrift lockt den verehrten Leser dieses Blogs auf eine falsche Fährte. Um es klarzustellen: Ich verehre Gerhard Richter als einen großen Künstler unserer Zeit. Das erste Mal, dass ich einen echten Richter live sah, war in der Tate Modern in London. Mit der Familie besuchte ich im Frühjahr dieses außergewöhnliche Museum an der Themse und entdeckte in einen der zahlreichen Räume das Bild Strip (2011) von Gerhard Richter. Ich konnte meinen Blick vom Bild kaum lösen, stand davor, schaute es mir von nah und fern an. Gerhard Richter hatte mich gefangen und ich bin seinem Bann erlegen.

Schnitt in die Gegenwart. Aufgrund eines Konzertbesuchs war ich in Berlin. Wenn ich nicht in der Hauptstadt zu arbeiten habe, genieße ich die unglaubliche kulturelle Vielfalt dieser Stadt. So kam ich auch auf die Idee, endlich die Gerhard Richter-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini zu besuchen. Die Ausstellung läuft nur noch bis 21. Oktober 2018 und sie gilt als die Top-Ausstellung über Gerhard Richter.
Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.
Ich war neugierig und schrieb die Pressestelle an, ob ich als Blogger diese Ausstellung besuchen kann. Die Antwort war schnell, freundlich und super professionell. Ich sei als Blogger herzlich willkommen und man habe sogar für mich eine kostenlose Eintrittskarte an der Kasse hinterlegt. Vielen Dank für so einen Service.
Also machte ich mich am Donnerstag Vormittag von meinem Hotel am Berliner Ostbahnhof nach Potsdam auf. Die halbstündige Zugfahrt nutzte ich, um mich mit Updates über Richter zu versorgen. Dann ein 15minütiger Fußmarsch vom Potsdamer Hauptbahnhof über die Lange Brücke zum Museum Barberini. Vor der Tür eine große Menschentraube, die ins Museum wollten.

Zu jeder vollen Stunde werden die Besucher hineingelassen. Ich schob mich an der wartenden Menschenmenge vorbei und begehrte Einlass. Als Blogger und Medienfuzzi war ich von der Warterei ausgenommen. Aber nein: Freundlich wurde ich hingewiesen, dass das Museum heute geschlossen sei.
Wie bitte? An einem Donnerstag hat Barberini doch geöffnet und ich hatte ja extra angefragt und den Weg nach Potsdam auf mich genommen. Doch eine höhere Macht wollte nicht, dass ich die abstrakten Malereien von Gerhard Richter sehen würde. Der Grund: Kurz vor meiner Ankunft war im Untergeschoss des Museums ein Wasserschaden entdeckt worden.

Die Mitarbeiter räumten das Museum, durchkämmten die Räume nach Kunstbesuchern und schlossen die Eingangstüren. Im gleichen Moment traf eine eMail der Pressestelle ein, dass das Museum wohl heute geschlossen bleibe. Ein paar Minuten später auch eine entsprechende Meldung auf der Website. Das nenne ich professionelles Krisenmanagement.


So ein Mist – ich kann es nicht anders ausdrücken. Gerhard Richter löste sich für mich in Luft auf. Ich war soweit gekommen und nun ein Wasserschaden. Auch der Besuch des Museumsshops war nicht mehr möglich, um zumindest den Katalog zu reduzierten Preis zu erstehen. Also muss jetzt Amazon ran und ich bestellte das Buch Gerhard Richter: Abstraktion beim Online-Riesen.
Vor dem Museum nahm ich den letzten Flyer über die Gerhard Richter-Ausstellung mit, damit ich wenigstens etwas von meiner Reise nach Potsdam nach Hause bringe.


Nachdem ich im Kaffee des Museums Potsdam einen Kaffee getrunken hatte und anschließend nochmals prüfte, ob sich der Wasserschaden in Luft aufgelöst hatte, – das war nicht der Fall -, musste ein Alternativprogramm her. Ich wählte als Filmfan natürlich zum xten Mal das Filmmuseum Potsdam und schwelgte in Filmklassikern. Zuvor traf ich noch Klaus Wowereit, den ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er machte Fotos für die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP), die scheinbar neue Elektrofahrzeuge bekommen haben. Nähere Infos gibt es hier.


Dann nahte der Fahrt zurück in die bayerische Landeshauptstadt. Ich machte mich auf zum Hauptbahnhof nach Berlin, wo mein gebuchter ICE nach München auf mich wartete. Auf der Fahrt zurück nach Berlin, kam dann eine weitere Mail von der Pressestelle, dass das Museum Barberini wieder geöffnet habe. Ich sei herzlich willkommen.
So ein noch größerer Mist. Ich war auf der Heimfahrt und Gerhard Richter wartet auf mich. Nun, er muss warten. Umkehren ging nicht. Gerhard Richter und ich werden wohl keine Freunde mehr. Aber für alle, die in Berlin oder Potsdam herumlaufen, schaut euch bis 21. Oktober die Gerhard Richter-Ausstellung im Museum Barberini an und berichtet mir, wie sie war.

Letzter Ausstellungstag im Filmmuseum: 2001: Odyssee im Weltraum

23. September 2018
Das Sternenkind aus 2001.

Das Sternenkind aus 2001.

Heute ist der letzte Ausstellungstag der sehenswerten Ausstellung Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main. Die Ausstellung ist absolut sehenswert. 

Ich habe mir die Ausstellung mehrmals angesehen und bin enorm fasziniert von den Exponaten. Filmfreunde wissen, dass Regisseur Stanley Kubrick viele der Filmrequisiten nach Abschluss der Dreharbeiten vernichten ließ. Die 2001-Ausstellung in Frankfurt zeigt viele der geretteten Originalexponaten und Modelle. Die zahlreichen Ausstellungsstücke stammen aus internationalen Sammlungen und aus dem Stanley Kubrick-Archiv der University of the Arts London.

Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY (GB/US 1968) ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Noch vor der ersten bemannten Mondlandung lieferte dieser Film mittels raffinierter Tricktechnik faszinierende, realistisch wirkende Bilder des Weltalls. Viele Motive wurden geradezu ikonographisch für das Science-Fiction-Genre, so etwa die im Erd-Orbit zu den Klängen des Donauwalzers kreiselnde Space Station V. Der Film, der am 2. April 1968 seine Welturaufführung hatte, beeinflusste Generationen von Regisseuren. Heute gilt 2001 als audiovisuelles Gesamterlebnis und als Film, der das Genre revolutionierte.

Der legendäre Brunnen aus 2001, de reicht verwendet wurde.

Der legendäre Brunnen aus 2001, de reicht verwendet wurde.

Die Ausstellung zeigt originale Designs, Modelle, Kostüme, Requisiten, Drehpläne, Produktionsunterlagen und Fotos aus Kubricks Archiv. Sie beantwortet die Frage, wie Kubricks Vision von der Zukunft entstand, und inwieweit sie eingetreten ist. Darüber hinaus setzt sie den Film in den Kontext seiner Zeit und blickt auf die Rezeptionsgeschichte: 2001 hat in mehr als 200 Filmen, in Musikvideos und Werbung, in Design, Malerei, Architektur und Poesie Spuren hinterlassen. In einem eigenen Teil der Ausstellung werden Arbeiten aus unterschiedlichen Kunstgattungen vorgestellt, die von Kubricks Meisterwerk inspiriert sind.

Ich verbrachte bei meinen Besuchen immer einen ganzen Tag im Filmmuseum und habe seit einem halben Jahr immer wieder über meine Eindrücke der Ausstellung gebloggt. 

Stundenlang vertiefte ich mich in die Ausstellung und hatte den Film 2001 auf dem Smartphone dabei, um die Ausstellungsstücke mit dem Film zu vergleichen. Kubricks Special Effects war noch nicht digital, sondern rein analog. CGI war ein Fremdwort und dennoch hatten die Zuschauer das Gefühl on Location zu sein.

Der Tricktechniker Douglas Trumbull hat hier Wegweisendes geleistet. Diese Tricks werden in der Ausstellung ausführlich erklärt. Jan Harlan, Schwiergersohn von Stanley Kubrick, berichtete mir ein paar Hintergründe. 

Bewegend für mich war die Begegnung mit dem Sternenkind. Das Starchild am Ende des Films bietet enorme Interpretationsmöglichkeiten. Es war für mich ein Erlebnis ganz Name am Sternenkind zu stehen und in die Augen der Puppe zu sehen. 

Und für mich als Fan wirklich revolutionär war eine Zeichnung eines Brunnens, der für die Space Station V gebaut werden sollte. Ich habe von diesem Bild immer wieder gelesen, aber in Frankfurt in der Kubrick-Ausstellung habe ich das Bild zum ersten Mal gesehen. Kubrick hatte sich bei den Dreharbeiten entschlossen die Szene nicht zu drehen. 

Also heute die Ausstellung in Frankfurt anschauen. Der nächste Stopp ist Barcelona. 

2001 Odyssee im Weltraum und das Spielzeug dazu

21. September 2018

Mir brachte die geniale Stanley Kubrick-Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum, die nur noch bis zum 23. September 2018 läuft, eine geniale Sammelanregung. Es wurde Spielzeug, Merch sowie Produkte ausgestellt, die von Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum inspiriert wurden. 

Neben all den Bücher – das Highlight kommt aus dem Taschen-Verlag wie The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey‘ – und dem überzeugenden Ausstellungskatalog, finden sich Blu rays, Poster und mehr. Mein Hauptaugenmerk lag aber auf Produkte, die als Folge von 2001 entstanden sind. Allen voran waren die Actionfiguren von Executive Replicas aus dem Jahre 2017.

Hier wurden für teuer Geld die Raumanzüge der Discovery nachgebaut. Leider hatte ich das 2017 nicht mitbekommen und konnte jetzt erst meinen Dr. Frank Poole erwerben. Die Figuren sind nicht zum Spielen, sondern zum Sammeln gedacht. Mal sehen, ob ich weitere Figuren noch bekommen – die Preise sind aber astronomisch hoch. An Farben gab es violett, schwarz, grün und weiß. Ich selbst habe Frank Poole in gelb und ich muss jetzt ganz scharf überlegen, ob und wo es im Film 2001 einen weißen und einen schwarzen Raumanzug gab. 

Ich habe auf jeden Fall ein Unboxing meines Frank Poole in gelb gemacht und bin stolz, dass ich als Kubrick-Fan noch eine Figur aus der limitierten Ausgabe im Maßstab 1:6 bekommen habe. 

Louis XVI-Raum aus 2001 aus Lego 

Dann entdeckte ich in Frankfurt ein Fan-Projekt, das offiziell nie vertrieben wurde. Der Louis XVI-Raum, das Sterbezimmer von Dave Bowman gegen Ende von 2001. Aus 695 Legosteinen baute ein gewisser Manuel Fernández Rivero im Jahre 2018 dem Raum nach, samt Sterbebett. Als Lego-Fan muss ich mal sehen, ob ich die Bauantleitung auftreibe. Manuel Fernández Rivero bietet seinen Bausatz auch in eBay an. Auf jeden Fall inspirierte mich dieses Ausstellungsstück mal wieder selbst kreativ zu werden. 

Schallplattenspielers im Stile der Space Station V

Nachdem es ja verschiedene Bausätze aus Plastik der 2001 Raumschiffe gibt, die ich nicht kaufen werde, sah ich als Mensch der alten analogen Zeiten einen Vinyl-Schallplattenspieler aus dem Jahre 2013. Er wurde von Soulines aus Belgrad geschaffen. Das Design des Schallplattenspielers orientiert sich an der Space Station V aus dem Film. Über die Qualität des Schallplattenspielers kann ich nichts sagen, finde ihn aber originell. 

Spielkonsole Odyssee 2001 von Philips

Als Retro-Gamer freute es mich natürlich, dass ich eine Retro-Konsole aus dem Jahre 1977 in der Frankfurter Ausstellung entdeckte. Es handelte sich um die Spielkonsole Odyssee 2001 von Philips. Ich selbst war ja Atari 2600-Fan und stieß erst später in die Welt der Videospiele ein. Diese frühe Konsole konnte Tennis, Hockey und Squash in einer pixelgrafik simulieren. Es wird wohl eine Homage an das Pong sein, ohne dass Philips die Lizenzgebühren berappen wollte. Schade, dass in Frankfurt die Konsole nicht angeschlossen war – ich hätte gerne ein paar Runden gezockt.

BMX-Fahrrad – versteh ich nicht

Dann gab es noch ein BMX-Fahrrad zu sehen. Es trägt den Namen Space Odyssee und stammt von dem französischen Hersteller Bogarde. Das Set des Louis XVI-Raums wurde nachgebaut und ein Astronaut fuhr auf dem Fahrrad zur Werbung. Naja, wenn ich ehrlich bin, haute es mich nicht vom Hocker und ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Damit will ich nichts über die Qualität des BMX-Fahrrads aussagen – wobei mich BMX mehr an E.T. Der Außerirdische von Spielberg als an 2001 von Kubrick erinnert. 

Über die 2001-Comics habe ich bereits gebloggt. Inzwischen habe ich alle Comics dieser Serie in einer 1a-Qualität aufgekauft und rahmen lassen. Lesenswert sind die Comics nicht unbedingt, aber Spaß machen sie allemal. 

Vor 50 Jahren feierte 2001 Odyssee im Weltraum in Deutschland Premiere

12. September 2018
Dieses Bild von 2001 stammt nicht aus der Ausstellung, sondern habe ich im Haus von Kubrick bei London geschossen.

Dieses Bild von 2001 stammt nicht aus der Ausstellung, sondern habe ich im Haus von Kubrick bei London geschossen.

Gestern vor 50. Jahren hatte einer der wichtigsten Filme der Filmgeschichte in Deutschland seine Kinopremiere: 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick nach einer Idee von Arthur C. Clarke. Kubrick schuf ohne CGI den Science Fiction Film schlechthin und veränderte das Genre radikal. Gab es vor 2001 vor allem B- und C-Movie, war durch dieses Meisterwerk der Weg frei für Großproduktionen. Aber der Film mit seinem Ende hinterließ ein Publikum, dass sich seine Geschichte selbst ausmalen konnte. Immer wieder habe ich mir 2001 angeschaut, immer wieder kamen mir neue Ideen, neue Interpretationen, neue Gedanken. Es ist schön zu sehen, was Kubrick vorausgesehen hat: Videotelefonie, Tablets, Künstliche Intelligenz und vielen mehr. 

Wer sich auf 2001 einlässt, sollte Zeit und einen offenen Geist mitbringen. Ungewöhnlich: Der Film beginnt mit einer Ouvertüre bei schwarzer Leinwand. In den ersten 40 Minuten wird in den Film nichts gesprochen, aber die unglaublichen Bilder in Verbindung mit der Musik von Strauß erzählen die Geschichte der Menschheit samt dem wichtigsten Schnitt der Filmgeschichte. Ich glaube, ich schaue mir zu meinem anstehenden 50. Geburtstag diesen Film, der seinen 50. Geburtstag feiert, in Ruhe nochmals an und genieße. 

Im Frankfurt am Main läuft im Moment noch bis 23. September 2018 die großartige Stanley Kubrick-Ausstellung mit 2001 im Mittelpunkt. Ich kann nur jeden Science Fiction-Fan empfehlen, nach Frankfurt zu pilgern und sich die exzellente Ausstellung anzusehen. Sie läuft noch bis 26. September im Filmmuseum.

Ich war bei der Eröffnung dabei, führte ein Interview mit Kubricks Schwiegersohn Jan Harlan (ich bloggte ausführlich darüber) und sprach mit Kubricks Tochter Katharina und besuchte die Eröffnungspressekonferenz und natürlich die Ausstellung.

Ich habe diese Pressekonferenz in 2D und als VR 360 Grad mitgefilmt und wünsche euch viel Spaß beim Anschauen.

 

„Stanley Kubrick wäre unheimlich berührt gewesen“, meinet Jan Harlan zu der Ausstellung. „Kubrick war sehr stolz auf seinen Film, obwohl er das Publikum damals geteilt hat. Inzwischen ist der Film ja etabliert als Meilenstein in der Geschichte.“ Harlan lobte die Sorgfältigkeit und Vielfältigkeit der Ausstellung und ich kann dies nur bestätigen. Kubrick hat ja die Modelle nach Abschluss der Dreharbeiten vernichten lassen, aber eben nicht alles: Und das Filmmuseum hat wunderbare Details aus dem Archiv des Meisterregisseurs ausstellen können. Ungewöhnlich bei Kubrick: Es gibt sogar Sketches und Zeichnungen zu sehen, die später nicht Eingang in den Film gefunden haben. Es handelt sich um einen kleinen Teich auf der Raumstation.

Also unbedingt nach Frankfurt und die Ausstellung bis 23. September 2018 ansehen und unbedingt 2001 Odyssee im Weltraum nochmal oder zum ersten Mal ansehen. Die Sache lohnt sich. 

Faszinierende Ausstellung: Ikko Tanaka Gesichter in der Pinakothek der Moderne München

15. Juli 2018
Einfach fasziniert bin ich von der Kunst von Ikko Tanaka In der Pinakothek der Moderne.

Einfach fasziniert bin ich von der Kunst von Ikko Tanaka In der Pinakothek der Moderne.

Irgendwie habe ich ein Fable für Japan. Ich spreche die Sprache zwar nicht, war auch nie vor Ort, aber ich sehe den enormen Einfluss der japanischen Kultur. Und daher musste ich die Plakatausstellung von Ikko Tanaka in der Pinakothek der Moderne unbedingt ansehen. Heute ist der letzte Tag der Ausstellung in München. 

Im Grunde ist es nur eine Wand mit Plakaten, die das Kunstmuseum uns da präsentiert, aber die Vielfalt der Eindrücke ist enorm, so dass ich mir die Zeit genommen habe, jedes Plakat zu studieren. Inspiriert von Bauhaus, amerikanischem Jazz und der ästhetischen Tradition Japans, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflußreichsten japanischen Grafikdesigner. Die Präsentation in der Pinakothek der Moderne widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen dieses Vermittlers zwischen japanischer Kultur und dem Westen. Und der Künstler präsentiert uns seine Interpretation von Gesichter auf komplett unterschiedlichste Weise: Mal als Foto, mal als opulente Grafik, mal als ganz reduzierte Grafik: Als Kind lernte ich den Spruch „Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht!“ Dieser kindliche Spruch kam mir als erstes in den Sinn als ich die Kunst von Ikko Tanaka sah und sie hat mich wirklich begeistert. 

Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter Revue: in radikaler geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität oder gebannt durch Fotografie, zeichenhaft, verfremdet, als undurchdringliche Maske, surreal, verspielt. Mit sublimer Verführung oder theatralischer Anmache wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für No- und Kabuki-Theater, sei es für Ausstellungen, Kommunikationsunternehmen oder eine Kollektion des Modedesigners Issey Miyake. Leider, leider gab es im Museumsshop keinen Ausstellungskatalog, denn gerne hätte ich vom Werk von Ikko Tanaka nach Hause genommen, um mich noch näher mit seiner Kunst zu beschäftigen.

Ausstellung We are Part of Culture im Münchner Hauptbahnhof

14. Juli 2018
Die Ausstellung ist in der Mittelhalle des Hauptbahnhofs zu finden.

Die Ausstellung ist in der Mittelhalle des Hauptbahnhofs zu finden.

Rechtzeitig zum Christopher Street Day in München an diesem Wochenende startet am Münchner Hauptbahnhof die Ausstellung We are Part of Culture. In der Mittelhalle sind Plakate und Texte aufgehängt, die die Rolle von LGBTTIQ (übersetzt Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender und Intersexuelle)) in der gesellschaftlichen Entwicklung Europas prägen. Mich haben die verschiedenen Stilrichtungen sehr interessiert, mit denen die Künstlerinnen und Künstler verschiedene Portraits von über 30 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft von der Antike bis heute geschaffen haben. Ich muss zugeben, am Besten hat mir Alan Turing gefallen, was sicherlich an meinem beruflichen Hintergrund liegt. 

Alan Turing in München.

Alan Turing in München.

Organisator ist das gemeinnützige Projekt 100% MENSCH. Es fördert und fordert die komplette rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung und Akzeptanz der sexuellen Orientierungen und Geschlechter. Dieses Ziel kann ich unterstützen. Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis einige Schwule und Lesben, aber ich sehe hier keine Schwulen und Lesben – ich sehe nur Freunde und Bekannte. Ich halte es mit Friedrich II, der wohl auch schwul war: Jeder soll nach seiner Façon selig werden. Damals ging es um Religion, heute geht es um Geschlecht.

Zurück zur Ausstellung. Die Kunstausstellung WE ARE PART OF CULTURE zeigt in München über 30 Persönlichkeiten von der Antike bis heute, die unsere Gesellschaft, unsere Kultur nachhaltig geprägt haben. Es sind Menschen, die gleichgeschlechtlich geliebt haben und es sind Menschen, die eine geschlechtliche Thematik hatten. Die Portraits der Persönlichkeiten, wie von Virginia Woolf, Alan Turing, Friedrich II. von Preußen, Christina von Schweden, Lili Elbe und Selma Lagerlöf wurden von national und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern wie z.B. Ralf König (Köln), Robert W. Richards (NY), Gerda Laufenberg (Köln), Anne Bengard (Berlin) speziell für die Ausstellung geschaffen. Die verwendeten Stilrichtungen von Tusche, Acryl, Stencil und Zeichnung bis zu Cartoon und Illustration sind dabei so vielfältig wie die vorgestellten Persönlichkeiten. Leider gibt es keine Plakate von den Kunstwerken zu kaufen. Auf der Website gibt es einen Katalog und Postkarten. 

Und ich finde es prima, dass die Deutsche Bahn sich für so ein Projekt einsetzt.  Mit der Deutschen Bahn AG konnte eine Kooperationspartnerin gefunden werden, die der Ausstellung die Möglichkeit eröffnet, in 20 großen Bahnhöfen Deutschlands gezeigt zu werden und so ein breit gestreutes Publikum zu erreichen. Der Grad der Niederschwelligkeit, der Barrierefreiheit und der „Zufälligkeit der Begegnung“ sind für diese Form der Diversity-Ausstellung einzigartig. An Bahnhöfen werden auch Menschen erreicht, die bisher keinen Zugang zu den Themen „Homosexualität“ und „Geschlecht“ hatten oder eine negative Grundhaltung einnehmen. Um möglichst viele Menschen erreichen zu können, wurden die Begleittexte der Ausstellung auf deutsch, englisch, russisch und arabisch erstellt. Dabei wurde auf die Verwendung einer einfach zu verstehenden Sprache geachtet.

Ich hab mir rund 20 Minuten die Ausstellung angesehen und auch auf die Reaktionen der Leute geachtet. Komplett unterschiedlich, wie ich feststellen konnte. Es gab extrem negative Äußerungen, verbunden mit Schimpfworten, die ich hier nicht zitieren werde. Bei jungen Leuten wurde in meiner Anwesenheit Freddie Mercury am meisten mit dem Smartphone fotografiert, wohl weil er der Jugend am bekanntesten war. Alan Turing, den ich verschiedentlich ableuchtete, war den meisten eher unbekannt – und wenn dann nur durch den großartigen Film The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben. Dann gab es bestätigendes Kopfnicken und dann gab es hin und wieder eine Aussage, wie „Ich wusste gar nicht, dass der schwul ist, aber ist ja auch egal. Er war ein interessanter Mensch.“ Und richtig, es ist egal, ob einer so oder so oder so ist, er ist ein Mensch und das dürfen wir nicht vergessen. Also wer im Hauptbahnhof München Station macht, die Ausstellung We are Part of Culture unbedingt ansehen. 

Gemälde von Bob Dylan in London zu kaufen

19. Juni 2018

175.000 britische Pfund für einen echten Dylan? Bei meinem Besuch des Luxuskaufhauses Harrods in London besuchte ich den dort ungebrauchten Ableger der Kunstgalerie Halcyon. Auf 5000 Quadratmeter gibt es wunderbare Kunst zu sehen und ich stieß auf Gemälde des US-amerikanischen Musikers Bob Dylan. Es handelt sich um einen Dounatladen, genannt Donut Shop, 2015–2016, Acryl auf Leinwand, und signiert für 175.000 GBR. Und dann gibt es Dads Restaurant für 175.000 GBR. Kunst als Wertanlage – das geht hier sicher, wenn man über das entsprechende Kleingeld verfügt. 

Es geht aber auch billiger, um einen Bob Dylan zu Hause an die Wand zu hängen. Rund 10.000 britische Pfund kosten Siebdrucke auf Baumwollpapier, das in den USA gefertigt wurde. 

Dabei handelt es sich die Bilder: New York Skyline Seen from Queen, Late in the Day, Houston, Brooklyn Heights und Nowhere and Anywhere. 

Vielen ist Bob Dylan nur als Musiker bekannt, der auch einen Nobelpreis für Literatur bekommen hat. Dass Bob Dylan unter die Maler gegangen ist, ist vielen nicht bewusst. Aber der heute 77jährige malt seit langem, hat immer wieder die Covers seiner Schallplatten verziert. Wenn er auf seiner Never Ending Tour durch die Welt ist, dann entspannt sich der Musiker beim Malen. Inzwischen hat er auch mehrere Bücher mit seinen Werken veröffentlicht. Das erste Buch dieser Reihe hieß The Drawn Blank Series und ich habe es mir als Katalog zur Ausstellung in Chemnitz gekauft. Heute ist der Preis dieses Buches deutlich nach oben gegangen. 

Die Kunstgalerie Halcyon in Harrods hat ein paar Original-Dylan zum Verkauf.

Die Kunstgalerie Halcyon in Harrods hat ein paar Original-Dylan zum Verkauf.

In London gab es die Ausstellung The beaten Path in der renommierten Galerie Halcyon, die bis zum Dezember 2016 lief. Es gibt noch ein paar Restbestände des Katalogs für rund 65 britische Pfund. Das jüngste Buch heißt dann eben auch The beaten Path und ich hatte mir mein rund 360seitiges Buch aus London bestellt. UPS lieferte das schwere Ding innerhalb einer Woche. Ich werde darüber noch bloggen.

Ich konnte nur die Ausstellung bei Harrods besichtigen. Gerne hätte ich die große Ausstellung bei Halcyon gesehen. Dylan selbst hatte Ausführungen zur Ausstellungen verfasst. Wer diese Lesen will, kann dies hier tun. 

Buchtipp: 201 x 2001 von Nils Daniel Peiler

6. April 2018

Im Moment läuft bis 23. September in Frankfurt am Main im Filmmuseum die wunderbare Ausstellung „50 Jahre A Space Odyssey“, ein Muss für jeden Kubrick-Fan. Was mich sehr gefreut hat, dass ich den Autor des Buches 201 x 2001: Fragen und Antworten mit allem Wissenswerten zu Stanley Kubricks Odyssee im Weltraum Nils Daniel Peiler bei der Ausstellungseröffnung getroffen habe.
Es war also der ideale Zeitpunkt um zu Fachsimpeln, denn der US-amerikanische Regisseur Stanley Kubrick ist eines meiner Steckenpferde. Also hin zu Nils Daniel Peiler und mir gleich eine Widmung in sein Buch schreiben lassen.


Beim Rundgang durch die Ausstellung fungierte ich auch als Stichwortgeber für Nils Daniel Peiler und fragte naiv nach der Bedeutung des Merchandise in dem Kubrick-Klassiker. Peiler nahm meine Frage wunderbar auf und erläuterte, dass bedeutende Firmen wie Hilton, Panam, Hamilton oder IBM den Film als Werbeplattform nutzen. Im Vergleich zu dem Merchandise-Genie eines George Lucas war Stanley Kubrick ein Waisenknabe und das Merchandise hatte sicherlich eine andere Bedeutung als heute. Der Kinobesucher von 2001 erkannte Firmen aus seinem täglichen Umfeld und akzeptierte es als klassische Entwicklung. Wer anderes als Hilton sollte ein Hotel auf einer Raumstation eröffnen? Wie viel die Firmen an Kubrick zahlten, weiß ich nicht und es ist in dem Fall auch egal. Die Gegenstände passen sich in das Leben in der Zukunft ein und sind selbstverständlich.

Auf der Rückfahrt von Frankfurt nach München blätterte ich das Buch von Nils Daniel Peiler durch. Er stellt 201 Fragen zu 2001 und gibt auch gleich die Antworten. Vieles davon wusste ich freilich schon, doch es machte Spaß während der Zugfahrt in dem Büchlein zu schmökern. Es ist eine schöne Beschäftigung mit diesem filmischen Meisterwerk und die Idee von F&Q ist super. Das wünsche ich mir zu allen Kubrick-Filmen.

Vernissage: Poetischer Realismus in den Bildern von Helmut Sacher

12. März 2018
Ein wunderbares, großes Pastellbild von Helmut Sacher (1926-2010) gibt es derzeit in FFB bei der Galerie Bild+Rahmen zu sehen.

Ein wunderbares, großes Pastellbild von Helmut Sacher (1926-2010) gibt es derzeit in FFB bei der Galerie Bild+Rahmen zu sehen.

Kunst erweitert meinen Horizont und so habe ich Kunst für dieses Jahr auf meine Bucket-List gesetzt. Und ich freute mich, dass ich eine Einladung von Bild+Rahmen aus der Kreisstadt Fürstenfeldbruck bekommen habe. Diese Galerie ist mein absoluter Spezialist, wenn es um Bilderrahmen aller Art geht. Ich lasse alle meine Bilder bei Elke und Peter Reinegger rahmen und bin höchst zufrieden mit der Beratung und der Ausführung.

Jetzt kam also eine Einladung zur Vernissage zu Gemälden von Helmut Sacher. Den Künstler kannte ich nicht. Helmut Sacher (1926 bis 2010) lebte nicht weit von mir entfernt in der Gemeinde Eichenau. Geboren ist er im Sudetenland, zog als junger Mann in den Zweiten Weltkrieg und kam gealtert zurück. In seiner Malerei hat die Gegenständlichkeit vervollkommnet – ein wunderbarer Gegenpol zur abstrakten Malerei seiner Zeit.

Elke Reinegger nannte den Stil von Helmut Sacher poetischen Realismus und ich finde, der Ausdruck passt. Die warmen, positiven Farben und die bodenständigen Motive schaffen eine besondere Atmosphäre. Die Bilder sind in Öl und später in Pastelltechnik gemalt. Die Zartheit der Blüten wurde hervorragend getroffen. „Ich habe sogar den Eindruck, die Blüten auf seinen Bildern duften“, so Elke Reinegger, die die Witwe des Malers bei der Vernissage begrüßen durfte.

Die Witwe von Helmut Sacher war bei der Vernissage anwesend.

Die Witwe von Helmut Sacher war bei der Vernissage anwesend.

Die Bilder sind noch bis zum 31. März 2018 in der Galerie Bild+Rahmen in der Landsberger Straße 11 in Fürstenfeldbruck zu besichtigen und zu erwerben.

Ausstellung: Janosch – Vom Ammersee bis nach Panama

29. Januar 2018
Wunderbare Janosch-Ausstellung im Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Wunderbare Janosch-Ausstellung im Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Noch bis zum 11. Februar gibt es am Jexhof im Landkreis Fürstenfeldbruck die absolut sehenswerte Ausstellung Janosch – Vom Ammersee bis nach Panama zu sehen. Aufgrund eines Tipps eines befreundeten Ehepaares habe ich die Ausstellung besucht und mich regelrecht in die Bilder verliebt.

Was macht Janosch und seine Tigerenten jetzt in einem Ausstellungsraum des Bauernhofmuseums Jexhof? Das ist eine durchaus berechtigte Frage. Die einfache Antwort: Der Künstler zog 1960 an den Ammersee und startete dort seine erfolgreiche Karriere als Janosch. Hier würdigt den Landkreis Fürstenfeldbruck, der Jexhof und der Förderverein diesen berühmten Künstler mit einer Sonderausstellung.

Ich muss zugeben, ich hatte diese Fülle an Bildern, Zeichnungen, Radierungen und Fotografieren in einem Bauernhofmuseum nicht erwartet und ich muss mich entschuldigen. Die Ausstellung ist großartig geworden und bietet einen tiefen und berührenden Einblick in das Leben des Künstlers. Janosch heißt mit bürgerlichen Namen Horst Eckert und wurde 1931 in Oberschlesien geboren. Die Ausstellung zeigt den Werdegang Eckert, den Wegzug aus Polen nach dem Zweiten Weltkrieg und das Fußfassen in Nordrhein-Westfalen. Dort begann er eine Ausbildung als Textilzeichner, die Grundlage für seine spätere Tätigkeit. 1953 zieht er schließlich nach München und versucht, an der Akademie der Bildenden Künste aufgenommen zu werden.

In München versucht er sich als Autor und Journalist und nennt sich selbst „Aufschreiber“. In der Ausstellung am Jexhof sind Bücher und Artikel von Eckert zu sehen, darunter auch ein Zweispalter aus der Zeit. Eckert stößt auf den Münchner Verleger Georg Lentz, der den Namen Janosch erfindet und 1960 das erste illustrierte Kinderbuch über Valek, das Pferd, verlegt. Das ist die Grundlage für den Erfolg von Janosch, der damals am Ammersee wohnt. Hier entsteht auch sein erster Erwachsenen-Roman „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm: Roman“, in dem er sich schonungslos mit seiner Kindheit auseinander setzt. In seinen Texten, Zeichnungen, Aquarellen, Ölbildern und Radierungen thematisiert er die Krisen zwischen Mann und Frau, die Suche nach Glück und Wahrheit. Seine Sprache ist charmant-listig, respektlos, melancholisch, häufig fantastisch, so die Mitteilung des Landratsamtes Fürstenfeldbruck.
Seine Figuren, vor allem die Tigerente, schlagen ein und finden ein breites Publikum. Es ist interessant zu sehen, wie sich der Stil von Janosch verändert. Leider hat das auch Konsequenzen für den Künstler. Er ist angeschlagen und kehrte 1980 den Ammersee den Rücken und zog nach Teneriffa. Und die Ausstellung zeigt auch, wie wichtig es ist, sich seine Marke und Markenrechte schützen zu lassen. Viele verdienen an der Kunst von Janosch mit, er selbst hat oftmals das Nachsehen.

Die Ausstellung beschäftigt sich vor allem mit Janoschs Leben und Werk bis zum Jahr 1980. Original-Zeichnungen und Bücher, sowie wichtige biographische Zeugnisse demonstrieren diese Zeit im Leben des weltweit bekannten, deutsch-polnischen Künstlers.
Wer etwas Kleingeld mitbringt, kann auch in der Ausstellung ein paar Kunstwerke erwerben. Ich konnte mich nicht zurückhalten. Also klarer Fall: Wer sich für Kunst und Janosch interessiert, der muss bis zum 11. Februar 2018 zum Bauernhofmuseum Jexhof hinter Schöngeising im Landkreis Fürstenfeldbruck, der Weg lohnt sich. Leider ist zur Ausstellung kein Katalog erschienen.