Archive for April 2013

Überwachungskameras in New York

30. April 2013
Alte Kodak Instamatic Kamera in einem Modegeschäft - nicht zur Überwachung.

Alte Kodak Instamatic Kamera in einem Modegeschäft – nicht zur Überwachung.

Nachdem ich die Diskussionen um Videoüberwachung in unserem Land verfolge, erinnerte ich mich an meinem jüngsten USA Aufenthalt. Dort machte ich auch in New York City Station. Wer aufmerksam durch die Straße von Manhattan geht, sieht sie an jeder Ecke, an vielen Hauseingängen, Straßenlaternen oder offen auf Kreuzungen: Überwachungskameras.

Big Brother oder Helfer gegen Verbrechensbekämpfung?

Big Brother oder Helfer gegen Verbrechensbekämpfung?

Amerikanische Bekannte sagten mir den alles entwaffenden Satz: Wenn du nichts zu verbergen hast, dann ist es ja kein Problem für dich. Die Videoaufnahmen in Boston geben dieser Argumentation recht. Wir Deutschen tickern aber in dieser Beziehung anders. Nach zwei Diktaturen in unserem Land, wollen viele von staatlicher Überwachung nichts wissen. Wobei ich unsere freiheitliche Demokratie nicht mit den braunen oder roten Diktatur vergleichen will. Hier ein paar Eindrücke von den USA. Die Rückschlüsse muss bitte jeder persönlich für sich selbst ziehen.

Polizeitrucks mit Technik vollgestopft.

Polizeitrucks mit Technik vollgestopft.

Unübersehbar: Überwachungsturm der New Yorker Polizei vor dem neuen World Trade Center.

Unübersehbar: Überwachungsturm der New Yorker Polizei vor dem neuen World Trade Center.

 

Thunderbolt Docking-Station macht Schluss mit dem Kabelwirrwarr

29. April 2013

Ich will auf meinen Seminaren nicht viel Technik mehr herumschleppen. Entweder habe ich ein MacBook Air oder ein iPad dabei, wenn ich präsentiere. Im Büro ist dann die Technik vorhanden, damit ich auf alle meine Daten zurückgreifen kann. Aber ich hasse diese elenden Kabel: USB, FireWire, Thunderbolt, Ethernet und und und. Aber ab Sommer wird damit Schluss sein, denn da wird Sonnet eine neue Thunderbolt Docking-Station auf den Markt bringen

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von vorne.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von vorne.

Mit dem Echo 15 Thunderbolt Dock stellt Sonnet eine umfangreiche Docking-Station für Macs und Windows-Computer mit Thunderbolt-Schnittstelle vor. Als Anwender erhalte ich 15 Anschlussmöglichkeiten: vier für USB 3.0, je einen für Gigabit Ethernet, FireWire 800, einen durchgängigen Thunderbolt-Anschluss (für ein weiteres Thunderbolt-Peripheriegerät oder einen Monitor), zwei eSATA- und zwei interne SATA-Anschlüsse. Davon ist einer für ein internes optisches Laufwerk gedacht, der andere 6 Gb/s-Port für eine 2,5 Zoll große SSD oder eine 3,5 Zoll große Festplatte. Das Dock verfügt über einen Audioeingang und Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Zudem bietet das Echo 15 Thunderbolt Dock ein 8x DVD±RW-Laufwerk oder optional ein Blu-ray BD-ROM/8x DVD±RW-Laufwerk inklusive der passenden Blu ray-Playersoftware für OS X.

Mit dem System kann ich meine Daten endlich mit einem Mal an meinen Arbeitsmac bringen ohne dass ich wie bisher das elende Steckerspiel habe. Stecker rein, Stecker raus. Damit wird ab Sommer Schluss sein.

Tragbare Computer werden immer leichter und schlanker – dafür werden jedoch auch Schnittstellen und optische Laufwerke eingespart und das ist gut so. Aber im Moment brauche ich noch das ganze Zeugs. Da kommt für mich das  Echo 15 Thunderbolt Dock von Sonnet gerade richtig: FireWire 800, Gigabit Ethernet, eSATA, ein Audio-Anschluss, USB 3.0-Anschlüsse sowie ein optisches Laufwerk, um Software zu installieren, CDs und DVDs zu importieren und zu brennen. Auch DVDs und sogar Blu-ray-Filme können so wieder komfortabel am portablen Computer angeschaut werden. Die Peripheriegeräte werden auf der linken Seite mit Standardkabeln verbunden, das Dock mit einem einzigen Thunderbolt-Kabel an den Computer angeschlossen. Wird der mobile Rechner entfernt, muss lediglich das Thunderbolt-Kabel gezogen werden.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von hinten.

Das Echo 15 Thunderbolt Dock von hinten.

Im Lieferumfang der Docking-Station mit optionalem Blu-ray-Laufwerk ist eine Mac-Playblacksoftware für Blu-ray-Discs enthalten. Darauf bin ich sehr gespannt, denn bisher war Blu ray am Mac eher ein Gemurkse. Sämtliche Modelle unterstützen die Installation von Standard-SSDs oder einer Festplatte zur Datensicherung bzw. Speicherung einer Medienbibliothek. Wir Mac-Anwender können somit das Time Machine Backup-Laufwerk innerhalb des Docks installieren.

Die Preise bewegen sich auf Normalniveau: Das Echo 15 Thunderbolt Dock mit DVD-Laufwerk (Artikelnummer ECHO-TBD-CD-0TB) ist zum UVP von 415,90 Euro erhältlich.  Das Echo 15 Thunderbolt Dock mit Blu-ray-Laufwerk (Artikelnummer ECHO-TBD-BL-0TB) ist zum UVP von 467,90 Euro verfügbar.

 

Android: SRT Appguard verhindert nach Hause telefonieren

28. April 2013

In meinem Seminaren diskutieren Teilnehmer immer wieder über die Sicherheitsproblematik. Viele fühlen sich unwohl, wenn Google & Co alle ihre Schritte tracken und sie so zum gläsernen Bürger werden. Die Bürger wollen nicht ausspioniert werden. Oftmals telefonieren viele Anwendungen am Smartphone ungefragt nach Hause. Der User weiß nichts davon. Wer ein Android-Smartphone oder -Tablet besitzt und Angst hat, dem empfehle ich die Installation der Anti-Spionage-App „SRT Appguard“, die von der Uni Saarbrücken kommt. Scheinbar empfehle nicht nur ich diese App, denn soeben wurde nach Uniangaben die App mehr als eine Millionen Mal geladen.

pb_appguardPro

„Wir waren uns sicher, dass eine solche App notwendig ist. Aber ihr Erfolg hat uns selbst überrascht“, erklärt Michael Backes, Professor für Informationssicherheit und Kryptografie an der Universität des Saarlandes und wissenschaftlicher Direktor am Center for IT-Security, Privacy and Accountability (CISPA). Im vergangenen Juli hat das vom ihm gegründete Unternehmen Backes SRT die App zum kostenlosen Herunterladen freigegeben. Mit „SRT Appguard“ können Anwender installierte Apps überwachen und deren Berechtigungen für den Zugriff auf Kontaktdaten und Internet jederzeit zurücknehmen. Sie benötigen dafür keine weitreichenden Zugriffsrechte, so genannte Root-Rechte. „Genau das ist bisher bei Android-Apps nicht möglich gewesen“, erklärt Backes.
Was die Sicherheits-App möglich machte, fand schnell Gefallen bei den Anwendern. Kontinuierlich stiegen die Downloadzahlen auf den Softwareverzeichnissen der IT-Portale „heise.de“ und „chip.de“. Innerhalb von sechs Monaten luden 91.536 Personen das Mini-Programm herunter und bugsierten es so auf Platz 11 in der Kategorie „Die 100 beliebtesten Apps aus 2012“. „Addieren wir die Zahlen von Chip mit den Downloads von unserer Firmenseite, wissen wir, dass SRT Appguard inzwischen mehr als eine Million mal heruntergeladen wurde“, erklärt Backes. Inzwischen steht bei Chip.de der Zähler auf 178.272 und 93 Prozent der Anwender bewerten sie mit emporgestreckten Daumen. Auch auf der DVD, die rund 230.000 Heften der diesjährigen Januar-Ausgabe beilag, fand sich die App wieder.
Nun bietet die Ausgründung auch eine kommerzielle Version der App an. Seit Anfang April ist „SRT Appguard Pro“ im Internet-Verkaufsportal „Google Play“ für 3,99 Euro zu finden. Alternativ kann die App auf der Plattform „Androidpit“ erworben werden. In wenigen Tagen werden die Saarbrücker Informatiker die App zum gleichen Preis in „Samsung Apps“ anbieten. Der südkoreanische Konzern hatte Backes SRT dazu aufgefordert. Gegenüber der kostenlosen Version hat sie sich insbesondere in der Bedienung verbessert. Alle überwachten Apps können nun auf einen Blick betrachtet werden. Ein „Risk Score“ zeigt grafisch für jede App an, wie gefährlich deren aktuelle Rechte-Konfiguration ist. „Auf diese Weise erleichtern wir es den Nutzern noch mehr, die potenzielle Bedrohung auf ihrem Smartphone oder Tablet-PC einzuschätzen“, erklärt Philipp von Styp-Rekowsky, Doktorand von Professor Backes und Geschäftsführer der Ausgründung. Darüber hinaus läuft die App wesentlich schneller und arbeitet problemlos ab Android-Version 2.3. Auch die Aktualisierungen von den installierten Apps funktionieren nun. Bei der ersten Version war das bisher nicht möglich.

Technischer Hintergrund
Im Gegensatz zur ersten Versionen des SRT Appguard greift die Applikation nicht mehr in den Code der auf dem Smartphone installierten, zu überwachenden App ein. Stattdessen wird eine spezielle Programm-Bibliothek nachgeladen. Wird die jeweilige App in der sogenannten Dalvik Virtual Machine ausgeführt, überwacht Appguard die Aufrufe von sicherheitskritischen Funktionen wie Verbindungsaufbau mit dem Internet oder Auslesen des Adressbuches.

Schülerzeitungen gehen ins Netz und ins Web-TV

27. April 2013
Crossmedia-Schulung am Gymnasium in Selb.

Crossmedia-Schulung am Gymnasium in Selb.

Der journalistische Nachwuchs liegt mir sehr am Herzen und neben meiner jahrelangen aktiven Mitgliedschaft bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern und dem PresseClub München widme ich einen Teil meiner Zeit  natürlich auch Schülerzeitungen. Das Thema ist furchtbar spannend, weil Schülerzeitungsredakteure einen frischen Blick auf viele Dinge werfen. Sie sehen manche Dinge anders und haben Lust am Experimentieren und das ist gut so. Ich bin Jury-Mitglied des Schülerzeitungspreises Die Raute und engagiere mich stark in dem Bereich. Zur Schulung der Nachwuchsredakteure habe ich zusammen mit einem Kollegen sogar das Buch 1×1 der Schülerzeitung geschrieben. Bestellungen für kostenlose Exemplare übrigens bitte bei mir.

Die älteren Schüler schulen die jüngeren.

Die älteren Schüler schulen die jüngeren.

Aber Schülerzeitungen bleiben nicht stehen. Neue Entwicklungen zeigen mir, dass es die Medienkrise auch Schülerzeitungen erreicht hat. So manche Schülerzeitung kann aus Vertriebs- und Anzeigengründen nur noch ein- bis zweimal im Jahr erscheinen. Und was machen die pfiffigen Redakteure? Sie weichen ganz selbstverständlich aufs Netz aus. Die einen manchen eine Schülerzeitung im Web als WordPress-Seite, die anderen gehen gleich auf Facebook und stellen sich dar. Die Mitschüler sind sowieso auf Facebook und somit ist das Vertriebsproblem gelöst. Die Artikel werden gelesen – und das ist das Hauptziel von Schülerzeitungen.

Und wiederum andere machen Schulfernsehen. Oftmals mit den Fernsehkameras, die sie in ihrer Hosentasche haben: Den Smartphones. Sowohl iPhone als auch Android haben gute Videokameras und Schnittsoftware und Smartphones sind immer dabei. Zwar gibt es an bayerischen Schulen die rückständige Vorgabe: Das Handy bleibt aus, doch Schüler finden einen Weg und gegebenenfalls wird das Smartphone eben auf Flugmodus gestellt.

Die jüngsten Filme nutzen die Produktionswerkzeuge aus ihrer Hosentasche.

Die jüngsten Filme nutzen die Produktionswerkzeuge aus ihrer Hosentasche.

Und dann habe ich Schülerinnen und Schüler vom Walter Gropius-Gymnasium in Selb erlebt, die mit Profi-Ausrüstung Schulfernsehen machen. Sie nehmen ihre Beiträge auf P2-Karten auf, schneiden am Avid und erlernen in der Schule Medienkompetenz. Sie spielen ihre Beiträge im Netz aus und sind Mitglied bei den Jungen Medien Oberfranken zusammen. Ich durfte die rund 20 Schüler in Sachen Crossmedia schulen und künftig arbeiten Schülerzeitung, Schulfernsehen und Schulwebsite Hand in Hand. Journalistische Themen werden von den jungen Kolleginnen und Kollegen aufgegriffen und über verschiedene Medienformate gespielt. So sieht praktischer Journalismus im 21. Jahrhundert aus.

Bei meiner Schulung gingen wir auf Themensuche und stellten fest: Es gibt Themen, die Schüler zu 100 Prozent betreffen und die in allen drei Medienarten gespielt werden können. Zur besseren Vertreibung wird jetzt an einer internen Facebook-Gruppe gearbeitet, um Auflage, Klickzahlen und Reichweite zu stabilisieren und zu erhöhen.

Zum Spaß drehten die Schüler ein Interview mit Sabine Habla, Regionalbeauftragte bei der Hanns-Seidel-Stiftung, die meine Schulung ermöglichte und die Schüler zu weiteren Seminaren in die Bildungszentren der Stiftung einlud. Ich habe die Dreharbeiten zum Spaß mit meinem iPhone mitgedreht und bei YouTube eingestellt.

D21-Studie: Digitale Spaltung bleibt bestehen – Wir Bayern müssen aufpassen

26. April 2013

Das Thema digitale Spaltung der Gesellschaft durchzieht meine ganzen Seminaren. Nur wenn ich weiß, welche Zielgruppe bei mir im Seminar zu Gast ist, kann ich die richtigen Antworten geben und die Teilnehmer über den Tellerrand blicken lassen. Daher ist für mich die Studie „Digitale Gesellschaft“ als Anhaltspunkt sehr wichtig. Die Neuauflage der D21-Studie zeigt sechs neue Nutzertypen im Vergleich. 28,9 Prozent zählen zu den „Außenstehenden Skeptikern“. Ich habe schon früher über die Studie gebloggt.

Ich lebe stark in einer digitalen Welt, aber nicht jeder tut es.

Ich lebe stark in einer digitalen Welt, aber nicht jeder tut es.

„Wir sind als die deutsche Gesellschaft noch nicht vollständig in der digitalen Welt zu Hause ist.“ Was ich durch meine Seminare wusste, belegt die Studie jetzt schwarz auf weiß. Deshalb sollten wir Onliner nicht glauben, dass die ganze deutsche Welt so tickt. Im Auftrag der Initiative D21 haben die Marktforscher von TNS Infratest im Rahmen der Studie D21-Digital-Index sechs unterschiedliche Nutzertypen identifiziert. Hierfür wurde die Bevölkerung anhand der Dimensionen „Zugang und Kompetenz“ sowie „Offenheit und Nutzung“ untersucht und in homogene Gruppen unterteilt. Die sechs Nutzertypen sind dabei wie folgt charakterisiert:

Der „Außenstehende Skeptiker“ (28,9 Prozent) ist durchschnittlich 63 Jahre alt und stellt somit den ältesten der sechs Nutzertypen dar. Diese eher weibliche Nutzergruppe verfügt über eine niedrige formale Bildung. Gleichzeitig sind rund 70 Prozent nicht (mehr) berufstätig. Entsprechend gering ist das monatliche Einkommen. Nur jede fünfte Person nutzt aktuell das Internet. Es werden kaum Vorteile in der Internetnutzung gesehen. Hinsichtlich der Endgeräte ist diese Gruppe eher schlecht ausgestattet. Ausnahme: Rund 80 Prozent besitzen einfache Handys.

Der „Häusliche Gelegenheitsnutzer“ (27,9 Prozent) ist eher weiblich, im Schnitt 44 Jahre alt und verfügt über eine niedrige bis mittlere formale Bildung. Jeder Zweite dieser Gruppe geht aktuell keiner bezahlten Tätigkeit nach, über 50 Prozent leben in einem Haushalt mit drei und mehr Personen. Obwohl über 98 Prozent das Internet nutzen, ist diese Gruppe nur oberflächlich mit neuen Technologien vertraut – die mit Abstand häufigste Online-Anwendung ist die Internetrecherche. Beliebter ist vor allem das Fernsehen, über das öffentlich-rechtliche Nachrichten oder Dokumentationen angesehen werden.

Der „Vorsichtige Pragmatiker“ (9,5 Prozent) ist eher weiblich und im Schnitt 43 Jahre alt. Rund 80 Prozent der Personen sind berufstätig, wobei das Einkommen eher im mittleren bis niedrigen Bereich liegt. Bei der Internetnutzung agiert dieser Nutzertyp sehr bedacht, um seine persönlichen Daten zu schützen. Als Informationsquellen werden die klassischen Medien wie regionale Tageszeitungen sowie Radionachrichten bevorzugt.

Der „Reflektierte Profi“ (15,4 Prozent) ist im Schnitt 41 Jahre alt, eher männlich, gut ausgebildet und verfügt über ein hohes monatliches Einkommen. Das Internet, mit dem er sich proaktiv und kritisch auseinandersetzt, nutzt er vor allem über sein Notebook. Häufig wird dabei im Internet recherchiert, aber auch Preisvergleichsseiten werden besucht. Hier ist der höchste Anteil an Online-Shoppern im Vergleich zu sehen. Auch Büroprogramme sind weit verbreitet.

Der „Passionierte Onliner“ (15,0 Prozent) ist überwiegend männlich, im Schnitt 37 Jahre alt, hat eine hohe formale Bildung, ist beruflich engagiert und sehr an Internet- und Technologiethemen interessiert. Dieser Typ kann sich ein Leben ohne Internet nicht vorstellen. Das Internet spielt nicht nur im Berufs-, sondern auch im Privatleben eine wichtige Rolle – entsprechend ist hier der höchste Anteil an Breitbandnutzern zu verzeichnen. Neue mobile Medienprodukte wie etwa Tablets stoßen auf hohe Resonanz. Häufig genutzte Anwendungen im Vergleich sind neben den gängigen Anwendungen auch Online-Banking sowie das Lesen von Blogs und Foren.

Der „Smarte Mobilist“ (3,2 Prozent) ist eher männlich und durchschnittlich 32 Jahre alt. 79 Prozent sind berufstätig; gleichzeitig ist der Anteil der Schüler mit 13,1 Prozent am höchsten. Charakteristisch ist, dass jeder in dieser Gruppe ein Smartphone besitzt. Dieses wird durchschnittlich 16 Stunden am Tag eingesetzt. Entsprechend der Ausstattung ist hier der höchste Anteil an mobilen Internetnutzern zu verzeichnen. Bei der Nutzungsvielfalt zeigt sich, dass Soziale Netzwerke selbstverständlich sind. Als Informationsmedium wird vor allem das Internet gesehen.

Die D21-Studie führt nicht nur wieder neue Nutzertypen ein, sondern befasst sich auch mit dem Grad der Digitalisierung. Auch hier gibt es für mich interessante Ergebnisse. Betrachtet man die Nutzertypen, so erreicht der Außenstehende Skeptiker den geringsten Wert (19,3 Punkte). Der „Häusliche Gelegenheitsnutzer“ (57,1 Punkte) und „Vorsichtige Pragmatiker“ (58,6 Punkte) haben aktuell einen mittleren Digitalisierungsgrad. Auf den weiteren Plätzen folgen der „Smarte Mobilist“ (hoher Digitalisierungsgrad mit 69,8 Punkten), der „Reflektierte Profi“ (71,4 Punkte; hoher Digitalisierungsgrad) sowie der „Passionierte Onliner“. Dieser Typ erreicht mit 72,2 Indexpunkten den höchsten Digitalisierungsgrad.

Ich arbeite mit meinen Vorträgen und Seminaren viel in Bayern. Immer wieder sind wir Bayern stolz auf Laptop und Lederhosen. Aber wenn ich ehrlich bin, finde ich vielmehr Lederhosen statt Laptops vor. Auch hier liefert die D21-Studie interessante Aspekte. Am Beispiel von Bayern und dem Saarland können in der diesjährigen Ausgabe der Digitalen Gesellschaft die Werte entlang ihres Digitalisierungsgrades ausgewiesen werden. In Bayern sind wie in Gesamtdeutschland am häufigsten die beiden Nutzertypen „Außenstehender Skeptiker“ (28,8 Prozent) und „Häuslicher Gelegenheitsnutzer“ (28,4 Prozent) anzutreffen. Der „Vorsichtige Pragmatiker“ erreicht nur einen Wert von 8,0 Prozent. Zu den „Smarten Mobilisten“ gehören mit 3,0 Prozent die wenigsten Bayern. Im Vergleich zu Deutschland ist der Anteil der „Reflektierten Profis“ mit 20,1 Prozent um rund fünf Prozentpunkte höher, gleichzeitig ist der Anteil der „Passionierten Onliner“ mit 11,7 Prozent geringer.

Noch häufiger als in Bayern und im Bundesdurchschnitt anzutreffen ist der „Außenstehende Skeptiker“ mit 35,3 Prozent im Saarland. Der „Häusliche Gelegenheitsnutzer“ dagegen ist mit 24,1 Prozent im Saarland etwas seltener vertreten. Zu den Nutzertypen „Vorsichtiger Pragmatiker“ (6,8 Prozent) und „Smarter Mobilist“ (2,6 Prozent) gehören im Saarland die wenigsten Bürger. Im Saarland finden sich 20,6 Prozent „Reflektierte Profis“ und 10,8 Prozent „Passionierte Onliner“.

Nach der Lektüre der Zahlen steht für mich fest: Es gibt einen großen Bedarf an meinen Schulungen. Das Interesse an der Digitalisierung ist vorhanden und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Medienkompetenz durch meine Seminare zu verbessern.

Perfekte Werbung für das Star Trek Video Game

25. April 2013

game

Zeitgleich mit dem neuen Star Trek Film in den Kinos wird es auch am 26. April 2013 ein neues Star Trek – Das Videospiel geben. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Als Trekkie werde ich es mir wohl für die PS3 zulegen. Das Spiel von Namco Bandai ist zeitlich zwischen den beiden Abrahams-Filmen angelegt. Es geht gegen die Gorns und alte Enterprise-Fans werden sich noch an die Gummi-Monster erinnern.

Wobei ich zugeben muss, dass sich die ersten Gameplays des Spiels ich nicht gerade vom Hocker gehaut haben. Ich denke, das große Manko wird die Retro-Grafik sein. Aber ich möchte dem Spiel auf jeden Fall eine Chance geben. Positiv sind sicherlich das authentische Feeling durch die drei S – Soundtrack, Sprecher und Schauplätze. Die Sprechrollen im Spiel wurden mit den Originalschauspielern besetzt und für mich besonders cool: Michael Giacchino hat den Soundtrack fürs Game komponiert.

Richtig begeistert war ich allerdings über die Werbung für das Spiel  Star Trek – Das Videospiel. Bei YouTube ist ein Video mit William Shatner alias Captain Kirk aufgetaucht. Hier nimmt sich der alte Mann selbst auf dem Arm. Viel Spaß beim Schauen und möge die Macht mit euch sein – oh nein, das ist der falsche Film.

Social Media in der Verwaltung – Bezirktagspräsident Richard Bartsch

24. April 2013
Kleines Videointerview am iPad mit Richard Bartsch.

Kleines Videointerview am iPad mit Richard Bartsch. Foto: Bugar

Die bayerische Verwaltung tut sich noch schwer mit Social Media. Es gibt zaghafte Ansätze, aber von einer Social Media-Offensive sind wir noch weit entfernt. Nehmen wir die bayerischen Bezirkstage. Die Bevölkerung weiß oftmals nicht, was die Bezirkstage eigentlich machen. Da machen die Bürger in Mittelfranken keine Ausnahme. Für mich ist es ein klassisches Kommunikationsproblem. Pressemitteilungen kommen in den klassischen Massenmedien nicht an, schaffen die Nachrichtenhürde nicht.

Politisch geführt wird der Bezirkstag in Ansbach von dem erfahrenen CSU-Politiker Richard Bartsch. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit den Bezirkstagspräsidenten von Mittelfranken Richard Bartsch in Sachen Social Media zu schulen und ich bin gespannt, ob sich etwas ändert.

Interessant: Die politische Spitze in Verwaltungen ist Zug um Zug geübter im Social Media. Aber die Verwaltungen selbst haben noch gewaltigen Nachholbedarf. Haupthindernis ist der zum Teil mangelnden Datenschutz bei so mancher Social-Media-Plattform. Sofort wird das Thema Social Media von Datenschützern dann zum Tode verurteilt. Dennoch um den Bürger als Freund zu gewinnen, muss sich auch die bayerische Verwaltung bewegen. Erste Ansätze sind da. Nun will sich auch der Bezirkstag von Mittelfranken auf den Weg in die Social Media-Welt machen. Auf einer internen Klausur sollen Möglichkeiten ausgelotet werden. Ich sprach mit Richard Bartsch am Rande eines Seminars über Chancen und Risiken.

PR für Star Wars 7 läuft voll an und noch nichts ist gedreht

23. April 2013

Als Star Wars Fan haben wir noch nicht viele handfeste Fakten über die Fortsetzung der Serie. Und die PR für die Fortsetzung läuft schon auf vollen Touren. Noch steht kaum etwas fest und trotzdem ist Star Wars in aller Munde.

Die alten Stars meiner Jugend wie Mark Hamill (Luke Skywalker) oder Carrie Fisher  (Prinzessin Leia) haben zwar bestätigt, dass Verhandlungen mit Disney laufen, aber mehr als die Regie von J.J. Abrahams  J.J. Abrams steht offiziell nicht fest. Abrams sagt auch nichts, denn sein Star Trek läuft ja erst im Mai an und er will sich seine PR-Wirkung für die Trekkies aufheben.

Gestellt, aber hohe PR-Wirkung für Star Wars 7. Foto: ABC

Gestellt, aber hohe PR-Wirkung für Star Wars 7. Foto: ABC

Da werden natürlich die Schauspieler immer wieder gelöchert, wie denn der Stand der Dinge bei den Verhandlungen sei. So auch Harrison Ford auf der Jimmel Jimmy Kimmel  Live-Show. Hier inszenierten die Fernsehmacher einen schönen Schlagabtausch zwischen Moderator Jimmel Kimmel und Gast Harrison Ford sowie einigen verkleideten Showbesuchern. Irgendwann flippt Harrison Ford aus und verlässt das Studio. Wie gesagt, alles nur inszeniert, aber dennoch hatte ich meinen Spaß. So betreibt man eben heute Marketing für Star Wars 7, von dem noch nicht einmal ein Take gedreht wurde.

Make Munich – 3D-Drucker in München

22. April 2013
Blick auf die Messestände in der Tonhalle München.

Blick auf die Messestände in der Tonhalle München.

Bei einem Besuch der Make Munich habe ich die Zukunft von Produktion gesehen. Die Make Munich war die erste Creativmesse ihrer Art, durchgeführt in der Tonhalle München. Sie zeigte den aktuellen Stand von 3D-Druckern und Laser Cutting und sie zeigte vor allem, wohin sich der Trend von Produktion bewegt.

Auslöser war das Buch Makers: Das Internet der Dinge von Chris Anderson, der uns u.a. schon mit Internet-Wirtschafstheorien wie Long Tail versorgt hatte. Anderson, einstmals Chefredakteur des Wired-Magazins, ist heute Besitzer bei der 3D-Drucker Firma MakerBot. Besitzer ist Bre Pettis. Sie war über den deutschen Händler Hafner‘ s Büro auf der Make Munich vertreten. Eindrucksvoll demonstrierten Mitarbeiterinnen die Chancen für 3D-Druck für jedermann über den MakerBot Replicator 2, der uns natürlich vom Namen her an die Repliaktoren bei Star Trek erinnerte. Die mögliche Schichthöhe von 100 Mikrometer – weniger als die Dicke eines Haares – ermöglicht eine glatte Oberfläche ohne weiteres Abschleifen oder Nachbearbeiten. Über 280000 3D-Modelle gibt es inzwischen kostenlos im Netz auf den Plattformen thingiverse oder grabcad.

MakerBot hat sicherlich zur Popularität von 3D-Druckern beigetragen.

MakerBot hat sicherlich zur Popularität von 3D-Druckern beigetragen.

Faszinierend, wie ein 3D-Objekt im Druck entsteht.

Faszinierend, wie ein 3D-Objekt im Druck entsteht.

Aber auch fabbster, neben Google Sponsor der gelungenen Veranstaltung, war mit von der Partie. Sie zeigten den fabbster 3D-Drucker mit seiner Technologie für das Aufschmelzen des Kunststoffmaterials ein. Gefüttert wird der Drucker mit Plastikstangen, den gezahnten Like Sticks. Präzise dosiert entsteht so ein 3D-Bauteil.

fabbster ist ein Anbieter aus Deutschland mit überzeugendem Konzept.

fabbster ist ein Anbieter aus Deutschland mit überzeugendem Konzept.

Gezahnte Plastikstangen sorgen für den Nachschub.

Gezahnte Plastikstangen sorgen für den Nachschub.

Gut gefallen hat mir neben einem Open Source Schredder auch die Arbeiten von Scope for design. Hier wird Schmuck, aber auch ganze Lampen im 3D-Druck hergestellt. So entstehen absolute Unikate durch Kreative des 21. Jahrhunderts.

Schmuck und Lampen im 3D-Druckverfahren bei Scope for Design.

Schmuck und Lampen im 3D-Druckverfahren bei Scope for Design.

3D gehört die Zukunft.

3D gehört die Zukunft.

Und hier noch ein Abschluss-Statement nach der Messe durch meinen Kollegen Thomas Gerlach und mich. Die Messe öffnete uns die Augen.

Ich mach mich nicht zum Deppen: Der Hobbit kaufe ich (noch) nicht

21. April 2013

hobbit

Der Peter Jackson-Film Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist vor kurzem als Blu ray erschienen. Etwas länger gab es ihn schon als Download bei iTunes. Dies ist ein Hinweis auf die künftige Apple-Strategie. Trotzdem, dass ich Fan des Herr der Ringe-Universums bin, werde ich mir dieses Mal die Blu ray nicht kaufen – sei es als herkömmlichen 2D-Film, noch als 3D-Version. Das hat verschiedene Gründe, aber vor allem liegt es daran dass wieder einmal der Verleiher ein gieriges Spiel mit uns treibt. Wir Fans werden zum Narren gehalten und sollen gemolken werden.

Die vorliegende Version vom Hobbit ist 170 Minuten lang. Im Herbst diesen Jahres wird die Extended Version des Films erscheinen. Warner machte aus Herr der Ringe schon ein riesiges Geschäft, dies soll sich jetzt beim Hobbit wiederholen. Ohne mich. Ich habe bei HdR bereits darüber geschrieben. Erst kommt die kürzere Kinofassung auf Datenträger heraus, und ein halbes Jahr später die Langfassung. Das war bei Herr der Ringe so und wiederholt sich nun beim Hobbit. Für mich ist das pure Geldschneiderei – ich habe darüber gebloggt.

Das ist kein Argument gegen den Film. Den Film aus Mittelerde finde ich sehr, sehr gut. Aber es ist ein Argument gegen Warner. Die Veröffentlichung von Herr der Ringe auf Blu ray und DVD war ein komplettes Desaster. Am Schluss wurde sogar eine defekte Tonspur bei Herr der Ringe ausgeliefert. Hier hat Werner viel Geschirr bei den Fans zerschlagen.

Werde dieses Mal bis zum Weihnachtsfest warten. Dann kommt der zweite Teil von Hobbit mit dem Titel The Desolation of Smaug in die Kinos und es kommt auch der Extended Cut von Der Hobbit: Eine unerwartete Reise heraus. Ähnliches dummes Spiel wurde mit uns Kunden übrigens auch bei Avatar gemacht.