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Richtig vorbereiten auf die Kommunalwahl 2020

25. Oktober 2019
Der Wahlkampf ums Rathaus, wie hier Landshut, ist voll entbrannt.

Der Wahlkampf ums Rathaus, wie hier Landshut, ist voll entbrannt.

Im Moment schule ich parteiübergreifend angehende und amtierende Kommunalpolitiker im Umgang mit Social Media. Im kommenden Jahr ist im März in Bayern Kommunalwahl und ich habe großen Respekt vor Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Gemeinde, Stadt, Kommune oder Kreis zur Verfügung stellen und Demokratie leben.
Der Dialog mit den Bürgern vor Ort darf aber nicht nur Face to Face ablaufen, sondern muss auch auf den digitalen Plattformen geschehen. Das ist anders als in der klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Web 2.0 gibt es klare Spielregeln. Wer nur sendet, der wird nicht gehört. Kommunikation und Dialog sind angesagt – das kostet Zeit und Mühe.

Landshut ist eine eindrucksvolle Stadt, leidet aber unter dem Verkehrskollaps.

Landshut ist eine eindrucksvolle Stadt, leidet aber unter dem Verkehrskollaps.

Dies wurde mir auch wieder von Kommunalpolitikern bei der Herbstreise des Münchner Presseclubs bestätigt. In Landshut trafen wir auf den zweiten Bürgermeister der Stadt Landshut Thomas Keyßner (die Grünen) und in Passau stießen wir spontan am Marktplatz auf den CSU-Bürgermeisterkandidaten Georg Steiner, der hauptamtlich Tourismusdirektor in Linz ist.
Hier die Videos mit den Gesprächen mit den Politikern.

 

Interessant ist, dass parteipolitische Diskussionen bei der Kommunalwahl weniger eine Rolle spielen als vielmehr das persönliche Auftreten. Kommunalwahl ist für mich eine Personenwahl, weniger eine Parteienwahl. Natürlich hat jede Kommune seine individuellen Herausforderungen. Allerdings stelle ich fest, dass gerade in den Zentren wie Landshut oder Passau die Verkehrsdiskussion eine große Rolle spielt. Die historischen Städte können den anfallenden Pkw-Verkehr nicht mehr bewältigen und die Infrastruktur ist nicht mitgemachten. Es kommt oftmals zum Kollaps. Zudem ist am Horizont die Transformation der Wirtschaft zu sehen und damit der Verlust oder die Umwandlung von Arbeitsplätzen.
Daher ist es meiner Meinung nach wichtig, den Dialog mit den Wählerinnen und Wählern in allen Formen zu suchen und sich wirklich mit ihm auszutauschen. Es gilt auch neue Wege des Dialogs zu suchen und auszuprobieren. Hier können soziale Medien eine große Rolle spielen. Twitter, Facebook, Instagram und YouTube dürfen nicht den Extremisten überlassen werden, sondern Volksparteien müssen sich endlich auch für diese Plattformen fit machen.
Ach ja, ich stehe gerne für Schulungen zur Verfügung (Werbeblock Ende)

Der Vorsitzende des Münchner PresseClubs Peter Schmalz /r.) fragt nach.

Der Vorsitzende des Münchner PresseClubs Peter Schmalz /r.) fragt nach.

YouTube als Unterstützung für den Unterricht

4. Juni 2019

Seit Jahren erzähle ich es in meinen Seminaren und jetzt kommt der „wissenschaftliche“ Beweis. Jugendliche nehmen YouTube auch als Lernunterstützung für den Schulunterricht. Das ist as Ergebnis der repräsentativen Studie „Jugend/YouTube/ Kulturelle Bildung. Horizont 2019“ mit deutschlandweit 818 Befragten, die das unabhängige Expertengremium Rat für Kulturelle Bildung ausgewertet hat.

Auch die Kreidetafel hat im digitalen Zeitalter nicht ausgedient.

Auch die Kreidetafel hat im digitalen Zeitalter nicht ausgedient.

Fast die Hälfte der YouTube nutzenden Schülerinnen und Schüler (47%) ziehen hier selbstständig Erklärvideos für das schulische Lernen heran, beispielsweise für Hausaufgaben oder Prüfungen, aber auch für künstlerische Fächer wie Musik, Kunst, Theater oder für AGs wie Chor oder die Schulband. Für viele der Befragten sind die Clips in hohem Maße anregend, selbst künstlerisch aktiv zu werden. 

Das kann ich als Vater zweier Kinder bestätigen. Vor Schulaufgaben und anderen Prüfungen wird YouTube als Erklärungshilfe herangezogen. Selbstständige, informelle Praktiken des Lernens gewinnen an Bedeutung. Tutorials und Erklärvideos, die man sich überall und jederzeit beliebig oft ansehen kann, kommen offenbar den Erwartungen von Jugendlichen von eigenen Lernrhythmen und Lernzeiten entgegen. 

YouTube ist bei uns zu Hause Suchmaschine, Unterhaltung, aber auch Lernen zugleich. K1 hat im Unterricht beispielsweise Lernvideos erstellt. Es bleibt durch die Beschäftigung mit dem Medium mehr vom Stoff in den Köpfen der Kinder hängen. Kinder bekommen Stoff vermittelt und es wird die Kreativität angeregt. 

Digitale Bildung muss in die Köpfe 

Derzeit wird viel über digitale Bildung gesprochen und bei manchen Erwachsenen steht immer nur Hardware im Mittelpunkt. Das ist nicht digitale Bildung. Digitale Bildung geht viel tiefer. Das habe ich bereits öfters gebloggt. Interessant ist, dass Schüler auch eine Auseinandersetzung mit digitaler Bildung wollen. 

Ein Großteil, 60 Prozent der befragten YouTube-Nutzer, wünscht sich im Unterricht eine kritische Auseinandersetzung mit YouTube-Videos und der Plattform.

Rund die Hälfte der befragten YouTube-Nutzer (52%) wünscht sich mehr Unterstützung seitens der Schule bei der Erstellung von Videos (Film/Schnitt/Beleuchtung). 56 Prozent glauben, dass die Bedeutung von YouTube in der Schule künftig zunehmen wird. Dieses Wissen muss erst einmal von manchen Lehrern selbst angeeignet werden bevor sie es an die Schüler vermitteln können. Also mehr Fortbildung für die Lehrer.

Und auch steht für mich fest: Die klassische Bildungskonstellation von Lehren, Lernen und Wissen ändert sich durch die Digitalisierung grundlegend. 

YouTube: Der Macher von FunGermanTV spricht

14. Januar 2019

Der 20jährige Nico Desch aus Unterfranken war einstmals ein Star, zumindest für die Gamer-Szene. Nico produzierte Let‘s Play-Videos von Minecraft für seinen YouTube-Kanal FunGermanTV.

Im Gespräch mit Nico Desch von FunGermanTV.

Im Gespräch mit Nico Desch von FunGermanTV.

Nico war Teilnehmer an einem Seminar von mir. Am Rande drehten wir ein YouTube-Video für meinen Kanal. Der sympathische junge Mann, der heute eine Ausbildung als Medienkaufmann absolviert, hat heute im Sport ein neues Hobby gefunden. Aber das Netz vergisst nichts und seine Let‘s Play-Videos laufen heute noch immer gut. Rund 1500 Abonnenten hat er noch, obwohl im Moment kein neuer Content produziert wird. 

Nico nannte mir die Gründe, warum er YouTuber für FunGermanTV wurde. Der wichtigste: Selbstverwirklichung. Der Slogan von YouTube lautet: „Broadcast Yourself.“ „Dort kann ich vor den Zuschauern so sein, wie ich bin und auch sein möchte. Wer mich als Person sympathisch findet, drückt in vielen Fällen auch den magischen „Abonnieren“-Button, um in Zukunft keine Videos von mir zu verpassen. Außerdem rede ich sehr gerne und vor allem viel“, erzählt Nico Desch in einem Artikel, den wir in einer Seminarzeitung geschrieben haben. Eine lustige Persönlichkeit und gute Ideen reichen jedoch nicht aus, um möglichst schnell Reichweite bzw. einen festen Zuschauerkreis generieren zu können. Wichtig ist es die Nische zu finden in der hinein die Videos produziert werden. „In meinem Fall war diese „Gaming“, also ein Computerspiel „zocken“, dabei live kommentieren und alles gleichzeitig aufnehmen, damit abschließend ein fertiges Video entstehet. Mein Favorit war Minecraft“, so Nico. Wer denkt, dass ein bisschen ins Mikrofon schwatzen und dabei spielen einfach ist, der irrt gewaltig. YouTube ist ein schönes Hobby, aber durchaus aufwendig. Es gilt das ein oder andere Computerprogramm dafür zu meistern. So gibt es für die Desktopaufnahme des Spiels eine andere Aufnahmesoftware als für den Ton. Nach der Rohaufnahme werden die Dateien in ein Schnitt-Programm wie z. B. Adobe Premiere Pro eingefügt und dort für den Upload zurecht „gecuttet“. Währenddessen werden die Photoshop Texteinschübe, Grafiken und das Anzeige-Bild (auch Thumbnail genannt) vorbereitet. Bis ein qualitativ gut bearbeitetes Video veröffentlicht werden kann, vergehen gut und gerne 3-5 Stunden.

Broadcast yourself lautet das Motto von YouTube und Nico Desch hat es bei FunGermanTV ernst genommen. Zunächst waren es einfache Videos, dann stieg der Produktionsaufwand und die Abonnentenzahl. Es wurde geschnitten, gephotoshopped, geübt und gezockt. Meine beiden Kinder K1 und K2 schauten FunGermanTV und ich stieg in ihrer Gunst, als ich erzählte, wen ich kennengelernt hatte.  Herauskamen unterhaltsame YouTube-Videos rund um das Klötzchenspiel Minecraft. In dem Gespräch mit mir sprach er über Influencer, den Drang zur Öffentlichkeit, Umgang mit Hatern und warum die ganze Sache mit YouTube ihn einfach Spaß gemacht hat. 

Die Kohle war für Nico Desch kein Anreiz. Er sagt: „Für mich spielte das Geld jedoch nie eine Rolle. Die Möglichkeit mit meinen Zuschauern zu reden und mit ihnen über die Kommentarfunktion zu interagieren, motivierte mich. Durch viel konstruktive Kritik verbesserte ich mich als Videoproduzent stetig und YouTube wuchs mir als Hobby ans Herz.“ 

5 Tipps für YouTuber

In unserer Seminarzeitung gab Nico Desch noch fünf Tipps, mit denen ihr selbst als Amateure als YouTuber durchstarten könnt:

1. Regelmäßig hochladen: YouTube ist eine Google-Plattform und läuft mit einem bestimmten Such-Algorithmus. Ein durchdachtes SEO und regelmäßiges Hochladen von Videos garantiert bei Google und YouTube ein optimales Ranking.

2. Grundequipment: Ein zumindest durchschnittlicher Computer sowie ein einfaches Headset oder Mikrofon sind für einen Videoproduzenten Pflicht. Das macht von Anfang an einen seriösen Eindruck.

3. Am Ball bleiben: Ein großer YouTuber wird man nicht über Nacht. Aber sobald die ersten Abonnenten und positiven Bewertungen ankommen, kann es mit dem Wachstum schneller gehen als man denkt.

4. YouTube Kollegen suchen: Schaut euch nach anderen Kollegen in eurer Sparte um, die in etwa die selbe Abonnentenzahl wie ihr selbst haben. Knüpft Kontakte, gebt euch gegenseitig Verbesserungsvorschläge und kümmert euch um Gastauftritte bei anderen Kanälen.

5. Habt Spaß! Simpel aber grundlegend. Bleibt euch selbst treu und macht das, worauf ihr Lust habt, dann werden das eure potentiellen Zuschauer bemerken und schon bald zu eurer Community gehören.

 

Streamingerfahrungen bei Facebook Live und YouTube zur Friseurmesse HAARE 2018

18. Oktober 2018
Landesinnungsmeister Christian Kaiser: Der Friseur ist für den Menschen da.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser: Der Friseur ist für den Menschen da.

Am Sonntag und Montag, 21. und 22. Oktober 2018, findet in Nürnberg die wichtigste Friseurmesse Südbayerns statt, die HAARE 2018. Rund 11.000 Friseurinnen und Friseure aus ganz Deutschland, Österreich und Tschechien werden erwartet. Ich mache die PR- und Öffentlichkeitsarbeit für den Landesinnungsverband des Friseurhandwerks und vor ein paar Tagen fand die Pressekonferenz zu dieser Veranstaltung statt.
Damit interessierte Friseurinnen und Friseure den Weg nach Nürnberg zur PK nicht auf sich nehmen müssen, entschloss ich mich kurzerhand, die Veranstaltung via Facebook zu streamen und Videos anschließend in YouTube zu veröffentlichen.
Da ich rechtzeitig vor Ort war, baute ich meine Kameras direkt vor dem Podium auf. Wer als erster kommt, der mahlt zuerst. Die Kollegin vom BR-Abendschau suchte sich einen anderen Kamerastandpunkt und das Instagram-Team vom BR-Studio Franken ebenso. Nach einem kurzem Probelauf passte alles. In dem Raum hatte ich eine ausgezeichnete LTE-Verbindung zum Streamen.

Kameras optimal postiert.

Kameras optimal postiert.

Das Streaming führte ich mit dem iPhone Xs max durch. Kamera und Mikrofon des Apple Devices sind leistungsstark und reichten für den Raum aus. Die Lichtstärke ist so gut, dass keine extra Beleuchtung eingesetzt werden musste.
Parallel dazu filmte die Pressekonferenz mit der Bloggerkamera Canon Legria Mini X, mein zuverlässiger Begleiter mit starken Mikrofonen, die ich vor allem für Interviews gerne einsetze. Einzelne Fotos von der Veranstaltung machte ich mit der Fujifilm X100F. Das ganze Material sollte für die Website des Landesinnungsverbandes verwendet werden.


Es begann mit Statements vom zuständigen Messeverantwortlichen Christian Arnold, gefolgt von Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Seine Rede hatte die Geschäftsführerin des Verbandes erarbeitet und ich habe ein paar knackige Aussagen hinzugefügt. Unsere Kernbotschaft: Trotz Digitalisierung bleibt das Friseurhandwerk ein attraktives Handwerk. Und: Der Friseur ist für den Menschen da.

Nach den Reden kam die Friseurshow, die von Creativdirektor Dieter Schöllhorn und Sonja Fischer moderiert wurde. Die Modelle zeigten die neuen Schnitte für Herbst und Winter. Schöllhorn und Fischer stylten auf der Bühne die Frisuren von Freizeit auf Business um, sehr eindrucksvoll. Während der Show lief Musik als Untermalung und genau diese Musik machte meiner Facebook-Übertragung einen Strich durch die Rechnung.

Der Urheberrechte-Filter wurde aktiv und blockte die Übertragung. Einige Teile des Videos wurden von Facebook auf blockiert und anschließend auf stumm geschaltet. Eine Frisurenshow ohne Ton ist auch irgendwie blöd.


Bei YouTube war es ähnlich, aber nicht so heftig. Das System informierte mich über den Urheberrechtsverstoss, ließ das Video aber passieren.


Teil drei der Veranstaltung war dann eine Barber-Show von 101Barber. Zwei Bartträger wurden gestylt, leider mit Musik und hier war dann Schluss mit lustig. Sowohl Facebook als auch YouTube machte mir hier einen Strich durch die Rechnung. Also gibt es von der Show mit Fotos, aber kein Bewegtbild im Netz.

 


Was lerne ich daraus: Spontan geht mit Live-Übertragungen in Sachen Bewegtbild gar nichts. Für die nächsten Veranstaltungen muss ich die Beteiligten briefen und rechtefreie Musik besorgen. Es gibt zahlreiche gute Stücke, entweder bei GEMA-freien CDs oder über 150.000 Stücke bei YouTube-Audio in der Wolke.

So sind die Frisurentrends Herbst/Winter
Übrigens, Dieter Schöllhorn verriet mir die Damen-Trends der Saison: Trägerinnen von kurzem Haar setzen Trends, zum Beispiel mit der Neuinterpretation des Pixie Cuts, der, gerne in Kombination mit der entsprechenden Färbetechnik, eine leichte Struktur aufweist – eine Hommage an Mia Farrow! Viele Frauen und Mädchen wünschen sich langes Jahr – und treffen damit in dieser Saison voll ins Schwarze. Egal ob mit oder ohne Pony, eine Länge oder leicht gestuft, straight oder curly: Lange Haare können sowohl elegant und glänzend oder punkig und matt – dabei aber bitte nicht weniger sorgfältig! – gestylt werden. Essentiell ist, dass das Haar gepflegt und gesund aussieht, und flexibel frisiert werden kann. Vielseitig tragbar ist zum Beispiel der Clavi Cut mit einer Haarlänge in etwa bis zum Schlüsselbein – eine prominente Trägerin in der Pony-Variante ist zum Beispiel Sängerin Taylor Swift. Auch der kürzere, klassische Bob ist nach wie vor in, wird aber in der kommenden Saison gerne als strenger Wet Look gestylt, zum Beispiel mit nach außen frisierten Spitzen.


Die Looks des Herbsts/Winters sind zweierlei: glamourös und grungy! Im besten Fall macht jeder Haarschnitt beide Trends mit und bietet der Trägerin Flexibilität beim Styling. Nicht nur bei Kleidung ist Oversize angesagt – auch auf den Köpfen sehen wir aktuell viel Volumen. Locken sind wieder verstärkt im Kommen und werden auf verschiedenste Arten kreiert: vom Friseur im Salon als sogenannte Chemical Waves, mit Wärme, dem Glätteisen oder als geflochtene Zöpfe, die wieder geöffnet werden und einen Crêpe-Look erzeugen. Sie werden entweder im eleganten Big Hair Style, oder aber so natürlich und mühelos wie möglich im messy Style getragen, der an Kalifornien und Beach Waves erinnert.

Die Videokamera in der Hosentasche – Gedanken zum Videofilmen mit dem Smartphone

22. Juli 2018

Das Smartphone hat eine Revolution eingeleitet. Es ist nicht nur ein Telefon in der Hosentasche, sondern viel mehr: Fotokamera, Navigation, Einkaufskorb und mehr – wie auch eine Videokamera und ein Schnittstudio in der Hosentasche. Wir haben uns die Sache näher angesehen. Viele meiner Videos drehte ich mit dem iPhone X und habe ein paar Tipps zusammengestellt. 

Das Smartphone als Alternative der herkömmlichen Kameras.

Das Smartphone als Alternative der herkömmlichen Kameras.

Gleich vorweg: Wer Videos mit seinem Smartphone aufnehmen will, sollte sie im Querformat drehen. Die Ausspielmöglichkeiten wie TV-Gerät, die VR-Brille oder Computerbildschirm sind quer. Auch die menschlichen Augen sind nebeneinander und nicht übereinander. Und dann ist die Haltung des Smartphones wichtig: Mit beiden Händen das Smartphone an den Körper ziehen und nicht einhändig bei gestrecktem Arm drehen. Das Video droht sonst zu verwackeln und wird für den Zuseher eine Tortur. 

Der richtige Ausschnitt

Beim Filmen geht es um den richtigen Bildausschnitt. Die Filmer sprechen grundsätzlich von der Totalen, Halbtotalen, Medium Shot, Halbnah, Nah, Großaufnahme und Detail. Jede Einstellung hat ihre Berechtigung und eine eigene Erzählform. Daher sollte sich der Videofilmer vorher Gedanken machen, wie die einzelnen Shots später im Schnittprogramm zusammengefügt werden. Wichtig: Es soll immer eine Geschichte erzählt werden, bei der der Rhythmus stimmt. Sind die Shots zu lang, langweilt sich der Zuseher, sind sie zu kurz, wird das Endprodukt zu hektisch. Beim Aufnehmen immer daran denken, ein, zwei Sekunden vor der eigentlichen Szene den Aufnahmeknopf zu drücken und nach der Szene noch ein, zwei Sekunden hinzuzugeben. Das erleichtert die anschließende Arbeit im Schnitt enorm, denn wegschneiden kann man immer etwas. 

Ähnliches gilt bei der Aufnahmequalität: Die Aufnahmequalität grundsätzlich hoch einstellen. Moderne Smartphones nehmen bis zu 4K auf, das ist die vierfache HD-Auflösung. Natürlich werden dann die einzelnen Takes und der spätere Film recht groß. Und auch hier gilt: Runterrechnen der Qualität geht immer, Hochrechnen nicht. 

Große Filmregisseure lassen die Finger weg vom Zoom. Es gibt die Regel: Ein Hinein- oder Hinauszoomen muss begründet und kein Selbstzweck sein. Weniger ist oftmals mehr im Film. Ein Fehler, der auf den Zuschauer verstörend wirkt, ist der Achsensprung. Ein Achsensprung ist ein Filmschnitt, mit dem die Beziehungsachse der Figuren oder Gruppen übersprungen wird. Die Kamera springt auf die falsche Seite und die Szene wirkt auf den Zuseher verwirrend.  

Ich schneide in der Regel am iPad, weil ich einfach mehr sehe.

Ich schneide in der Regel am iPad, weil ich einfach mehr sehe.

Die richtige Videosoftware

Natürlich lassen sich mit den eingebauten Standard-Apps auf dem Smartphone hervorragende Ergebnisse drehen. Die Video-Apps der Hersteller werden immer leistungsfähiger. Aber es gibt auch Zusatz-Apps, die mehr herausholen. Unschlagbar ist das kostenpflichtige FILMIC Pro, das geniale Einstellungsmöglichkeiten für den Filmer bietet. Auch Zusatzsoftware wie ein Teleprompter ist überlegenswert. Wenn jemand einen längeren Text direkt in die Kamera hineinsprechen soll, gibt es dafür eine Teleprompter-App. Hier läuft der Text ab und der Sprecher kann den Text ablesen, ohne dass es dem Zuseher auffällt. Zudem sollte sich der ambitionierte Filmer Tools wie Hyperlapse oder Zeitraffer-Apps ansehen, die nette Effekte erzeugen. 

Eine Sammlung von Videokameras, äh Smartphones.

Eine Sammlung von Videokameras, äh Smartphones.

Sicherer Stand 

Der Reiz von Videos mit dem Smartphone ist natürlich, dass der Filmer komplett mobil ist. Er dreht seine Einstellungen aus der Hand. Allerdings bietet sich je nach Situation der Einsatz eines Stativs an. Achten Sie darauf, dass Sie sich im Vorfeld einen Adapter besorgen, mit dem Sie das Smartphone auf das Stativgewinde schrauben können. Hier kann der Filmer auch einen Selfiestick verwenden, bei dem das Smartphone eingeklemmt wird. Ausgelöst werden die Aufnahmen dann per Bluetooth. Ein kleines Tischstativ sollte der Smartphonefilmer  immer in der Tasche haben. Das klassische Dreibein steht stabil, das biegsame Mini-Stativ mit flexiblen Beinen kann dagegen Unebenheiten ausgleichen. 

Wenn der Filmer eine Kamerafahrt drehen will, bietet sich der Einsatz eines Gimbals an. Damit lassen sich Shots aus der Hüfte mit butterweichen Schwenks und ohne Verwacklungen drehen. Die Ergebnisse dieser Bildstabilisierung sind eindrucksvoll. Die Anordnung und ein ausgewogener Schwerpunkt ermöglichen dem Objekt in der Mitte eine dreidimensionale Bewegung. 

Wer richtig Action haben will, dem sei eine Kopfhalterung oder Headset empfohlen. Hier schnallt der Filmer sich seine Kamera auf den Kopf und hat die Hände frei. Die Perspektive des Films ist interessant. Achten Sie darauf, dass Ihre Haare nicht im Bild sind. 

An die tote Katze denken

Ein Schwachpunkt beim Filmen mit dem Smartphone ist immer der Ton. Daher sollte der Kauf eines externen Mikrofons überlegt werden, das direkt an das Smartphone angeschlossen wird. Achten Sie auf Ihre Anschlussmöglichkeiten am Smartphone, ob Lightning, Kopfhörerbuchse oder Mini-USB. Sehr bewährt haben sich neben Aufsteckmikrofonen auch die Ansteckmikrofone, die an der Kleidung nahe am Mund befestigt werden. Wer draußen bei Wind dreht, der braucht unbedingt eine tote Katze. Darunter versteht der Filmer einen Windschutz. Hierbei handelt es sich um einen Aufsatz aus künstlichem Fell.

Licht aus – Spot an

Obwohl Smartphones lichtempfindlich sind, ist der Kauf einer Videoleuchte überlegenswert. Heute haben sich LED-Leuchten durchgesetzt. Sie werden nicht heiß und ihre Intensität lässt sich regulieren. Die kleinen Scheinwerfer laufen mit Akku und sorgen für das notwendige Licht beim Dreh, wenn es dunkel wird. Achten Sie darauf, dass die LED-Scheinwerfer ein Stativgewinde haben, um sie bei Bedarf auf ein Stativ schrauben zu können. 

Let‘s fix it in the post 

Der meist gehörte Satz beim Filmen lautet „Let‘s fix it in the post“ – etwa: „Die Fehler bügle ich in der Postproduktion, beim Schnitt aus.“ Der Einsatz des richtigen Schnittprogramms erleichtert wesentlich die Arbeit. Für Android gibt es  kostenlos das bewährte FilmoraGo für Android mit großem Funktionsumfang. Filme mit dem iPhone greifen auf das integrierte iMovie zurück.

Wer es mächtiger will, kann sich den AndroVid – Video Editor ansehen. Beim iPhone haben sich die beiden kostenpflichtigen Programme Videoleap und vor allem LumaFusion einen hervorragenden Namen gemacht. Zudem ist es empfehlenswert sich kleine Tools wie Horizont anzuschaffen, die die Filme ausgleichen. 

Wohin damit?

Ein Film auf dem Smartphone ist fein, doch noch feiner ist es, wenn er sein Publikum findet. Die beiden größten Plattformen für Videos sind YouTube und Vimeo, aber natürlich erzielt man bei Facebook auch enorme Reichweiten. All diese Plattformen sind kostenlos. Unbedingt aufpassen: Keinen Spaß versteht die GEMA, die die Rechte der Musiker wahrt. Verstöße hier können richtig teuer werden, auch für Privatanwender. Übrigens: Hier geht es zu meinem YouTube-Kanal von redaktion42.

Mindestanforderungen als YouTuber erfüllt und trotzdem warten

3. Juni 2018

Ratz fatz hatte YouTube die Monitarisierung für uns kleine Videoblogger gestrichen. Für die Monetarisierung muss nun ein Kanal nun die Mindestanforderungen des YouTube-Partnerprogramms erfüllen. Das war 16. Januar 2018 und viele Videoblogger schauten in den Ofen – auch ich. Zwar hatte ich keine riesigen Umsätze mit meinen Videos in meinem Kanal redaktion42 erzielt, aber ein nettes Zubrot war es schon. Und schlagartig war damit Schluss. 

Zunächst war ich unter der 1000 Abonnenten Grenze.

Zunächst war ich unter der 1000 Abonnenten Grenze.

Aber es gab ein Licht am Ende des Tunnels. Sobald ein Kanal eine Wiedergabezeit von 4.000 Stunden in den vergangenen 12 Monaten und 1.000 Abonnenten erreicht hat, wird die Aufnahme in das Programm überprüft. Aha, YouTube hängt mir eine Karotte vor die Nase, die ich erreichen will. 

Die Wiedergabezeit habe ich lässig erfüllt, doch mit den Abos hatte ich zunächst ein Problem. Gut vernetzt löste ich dieses Problem. Ich nutze die sozialen Netzwerke und bat meine Community via Twitter und Facebook, meinen Kanal redaktion42 zu abonnieren. Das hat ganz toll geklappt und ich möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich bei meinen Fans bedanken. Dankeschön, ihr seid super. Die Aufholjagd nach Abonnenten hatte ich gestartet und bin jetzt deutlich über 1000 Abonnenten und es werden Woche für Woche mehr.  Gerne darfst auch du meinen Kanal abonnieren. 

Dank Vernetzung wurde die 1000-Grenze geknackt. Und es werden mehr und mehr.

Dank Vernetzung wurde die 1000-Grenze geknackt. Und es werden mehr und mehr.

Also eigentlich bin ich damit wieder bereit für die Monetarisierung. Aber nix da, YouTube lässt sich Zeit und ich schau in die Röhre. Die Überprüfung der relevanten Kanäle sollte Ende April erledigt sein. Und nun ist es Juni und nichts ist passiert. Es kam nur ein Update auf der YouTube-Seite: „Aktualisiert am 1. Mai 2018: Wir haben das zuständige Team vergrößert, um den Rückstau bei den Bewerbungen für das YouTube-Partnerprogramm zu beheben. Ausstehende Bewerbungen werden bis Ende Juni geprüft. Im Falle von Änderungen informieren wir dich. Die Kanäle mit den meisten Aufrufen werden bei der Bearbeitung priorisiert, da sie wahrscheinlich ein höheres Umsatzpotenzial haben.“ Ich dachte, YouTube und Google wären ein IT-Unternehmen und ein Algorithmus könnte die Kriterien des Partnerprogramms innerhalb von Sekunden überprüfen. Ich glaube vielmehr, YouTube hat gar kein Interesse daran. 

Hm, bin ich da dabei oder nicht? Transparenz wäre für einen Konzern eine gute Sache, der von sich behauptet, nicht böse zu sein. Für mich als kleiner YouTuber heißt es wohl nur zu warten. 

App-Tipp: Telepromter für iPhone und iPad

21. März 2017

Nachdem ich ja einen YouTube-Kanal als redaktion42 habe, will dieser Kanal auch mit Videos gefüttert werden. Warum mache ich das? Eitelkeit – sicher, aber vor allem um Erfahrungen zu sammeln. Um diese Erfahrungen mit diesem Medium zu sammeln, veröffentliche ich mindestens ein Video pro Woche, oftmals werden es mehr. Es gibt für mich zwei Arten von YouTube-Videos: Bei den einen spreche ich frei von der Leber weg, improvisiere – das kommt in der Regel natürlich rüber. Viele Takes will ich nicht machen, schließlich ist es (noch) nur ein Hobby. Ich versuche, die Videos in einem Rutsch zu machen. Schneiden ist mir oft zu aufwändig.
Und dann gibt es YouTube-Videos bei denen ich oder ein Kunde einen vorgegeben Text vorlese. Ich habe gemerkt, dass Kunden ohne Medientraining auf diese Variante gerne zurückgreifen. Aber es sieht doof aus, wenn man auf das Blatt schaut. Also muss man von den Fernsehprofis lernen und einen Telepromter verwenden.
Als Software benutze ich für iOS Telepromter. Es gibt zahlreiche verschiedene Versionen von Telepromtern, ich habe mich nach Rücksprache mit einigen Videojournalisten für Telepromter von JoeAllenPro Limited entschieden. Es gibt eine Lite-Version zum Ausprobieren, die Vollversion kostet rund 15 Euro.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Bei Telepromter läuft der zu sprechende Texte in individueller Geschwindigkeit auf dem Bildschirm des iPads oder des iPhones ab. Der Videojournalist liest den Text ab und die eingebaute Kamera des iPads oder iPhones filmt das Ganze. Es ist besser, wenn man zudem noch ein externes Mikro ansteckt. Da der Text so geschickt in der Nähe der Kamera platziert ist, merkt der Zuschauer nicht, dass der Text abgelesen wird, weil der Videojournalist die ganze Zeit in die Kamera blickt. Im Fernsehen oder bei Reden wird dieses System seit Jahren eingesetzt.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Der Telepromter von JoeAllenPro Limited ist vor kurzem in einer neuen Version erschienen und komplett erneuert. Er wurde mit Features erweitert, die ich eigentlich kaum vermisst habe. Der alte Telepromter hat mir durchaus gereicht, aber ich habe das Update mitgemacht und hab nun einige Erweiterungen wie das Laden von Texten aus der Cloud oder transparente Farbflächen unter der Schrift. Ich suche im Moment noch den Countdown von früher – den habe ich beim Update nicht mehr gefunden und den brauche ich aber. Gut ist nun die Möglichkeit, den Telepromter von einer externen Blauzahn-Tastatur zu starten. Nun geht auch der Start via Apple Watch und das ist prima. Die Apple Watch steuert allerdings nur die App auf dem iPhone, nicht auf dem iPad. Ich muss mich wohl umgewöhnen, denn bisher habe ich das iPad Pro zur Videoaufnahme meist verwendet. Das iPad Pro hat allerdings eine schlechtere Kamera als mein iPhone 7 plus. Ich probiere die neuen Aufnahmen mit dem iPhone aus, das auch besser auf einem Stativ zu positionieren ist.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Durch das Update habe ich mehr Konfigurationsmöglichkeiten. So kann der Text nicht nur wie bisher von unten nach oben laufen, sondern auch von oben nach unten. Dieses Feature brauchte ich bisher noch nicht. Ich kann Videos nun auch im Hochformat drehen (schreckliche Vorstellung für mich als alter Filmer).
Bei all den Einstellungen ist es natürlich wichtig, was denn vorgelesen werden. Der beste Telepromter nutzt nichts, wenn der Typ vor der Kamera nichts zu sagen hat.

Kritik: Video Games Music in Concert

9. Februar 2017

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Was hatte ich mich gefreut auf einen interessanten Abend. Seit Wochen fiebere ich dem Auftritt des Münchner Rundfunkorchesters entgegen und habe meine Familie, meine Freunde und Bekannte im Internet ganz wepsig gemacht: Alle sollten die Aufführung von Video Games Music in Concert im Münchner Prinzregententheater erleben. Und am Ende konnte ich aus familiären Gründen nicht. Ich habe mich ziemlich geärgert.
Aber ich wurde ein wenig entschädigt. Der Bayerische Rundfunk übertrug das Konzert live als Video- und Audiostream. Und so konnte ich die Musik von Videospielen zumindest am digitalen Endgerät verfolgen. Am iPad Pro verfolgte ich den Videostream und ließ den Sound über die Anlage laufen. Und der Sound hatte es in sich. Großes Lob an die Technik vom BR. Der Stream war tadellos, selbst bei meinem Landei-Internet ging es ohne Ruckeln und Aussetzer – selbst bei HD. Dafür zahle ich gerne meine Rundfunkgebühren.


Als die Kamera mal vom Eckehard Stier weg und ins Publikum schwenkte, hatte ich ein wenig meine Zweifel. Der Großteil der Zuhörer war brav konservativ gekleidet. Hey, wo sind die Gamer im Publikum geblieben? Ich sah kaum T-Shirts, Hoodies oder Caps – also die klassische Gamer-Bekleidung. Da fragte ich mich: Für wen wurde dieses Konzert eigentlich aufgeführt?
In erster Line dachte ich an die Zocker, an die Gamer, an die Konsolenfreaks. Als Retrogamer lehnte ich mich in meinen Wohnzimmersessel zurück als die fabelhafte Musik von Chris Huelsbeck ertönte. Natürlich war es Turrican II, das Spiel hatte ich ewig gezockt und die verschiedenen Audio-Fassungen hab ich auf meinem Server. In Kürze kommt die Klassik-Version von Turrican II heraus, die in Bochum aufgenommen wurde. Ich genoss die Klänge und verfolgte gleichzeitig die Facebook-Posts der Huelsbeck-Fans, die mit dem Meister live diskutierten. Chris Huelsbeck machte mit der Great Giana Sisters – Suite auch den Abschluss des Konzerts.
Großes Lob an das Orchester und Eckehard Stier. Die Qualität der Musik war einzigartig. Meine Frau, keine große Gamerin aber Klassik-Fan, hörte zu und genoss es, als sich die musikalischen Spannungsbögen aufbauten. Und das sollte wohl auch ein Ziel des Konzerts sein: Klassik-Fans für Video Game Musik zu interessieren. Und dieses Ziel ist voll und ganz gelungen.


Video Spiele sind ein Kulturgut und Video Game Music ist ebenso ein Kulturgut und es gilt, breitere Kreise für diese Musik zu begeistern. Bei mir war es zunächst die klassische 8-Musik und im Laufe der Jahre wurde es mehr, mehr. Als Fan von Filmscores und -soundtracks habe ich großes Interesse an Game Music. Viele Filmkomponisten schreiben nun Musik für Spiele und anders herum. Hier wachsen Welten zusammen und Kultur verbindet. Das ist genial.
Der BR Klassik hat online ein ganzes Webspecial zusammengestellt. Für den Gamer sind keine großen Überraschungen dabei, für den Klassik-Hörer des BR allemal. Sehr verdienstvoll ist die Präsentation des legendären Nobuo Uematsu. Nobuo Uematsu schuf die musikalische Welt von Final Fantasy. In Japan ist Nobuo Uematsu eine absolute Berühmtheit und das Konzert des Münchner Rundfunkorchesters leistete einen Beitrag dazu, den Meister einem neuen Publikum bekannt zu machen. Bei uns hatte es zu Folge, dass ich mir die Musik von Final Fantasy vom Server holte und laufen lief. Gerne hätte ich das Konzert vom BR als Audio-Aufnahme.
Insgesamt brachte das Münchner Rundfunkorchester folgende Werke zur Aufführung:
Jonne Valtonen – Fanfare for the Common 8-bit Hero
Chris Huelsbeck – Turrican II: Concerto for Laser and Enemies
Nobuo Uematsu – Blue Dragon: Waterside
Ari Pulkkinen – Angry Birds – Medley
Nobuo Uematsu – Final Fantasy VI – Symphonic Poem
Jonne Valtonen – Albion Online – Medley
Ari Pulkkinen – Super Stardust – Medley
Martin Schiøler – Clash of Clans
Chris Huelsbeck – Great Giana Sisters – Suite
Die Moderation hatte Nino Kerl inne. Er ist den Anime-Fans u.a. von seinem YouTube-Kanal bekannt. Ich hätte mir für das anwesende Klassik-Publikum mehr Show und Emotion gewünscht. Nino Kerl, den ich sehr schätze, war mir ein wenig zu zahm, zu wenig frech. Ich kenne aus YouTube einen provokanteren Nino Kerl. Aber wahrscheinlich war das BR-Klassik-Publikum zufrieden mit der Performance.

Alles in allen eine super Sache und ich ärgere mich, dass ich nicht live dabei sein konnte. Danke an den BR für die Übertragung.

Das war das letzte Mal, dass ich Timberland gekauft habe

24. Dezember 2016

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Ich liebe Schuhe. Ja, als Mann liebe ich Schuhe und eine meiner Marken ist Timberland. Wenn es kalt wird, dann setzte ich auf die Original 6-inch Stiefel von Timberland und bin mit den Schuhen höchst zufrieden.
Und dennoch: Das war für absehbare Zeit das letzte Mal, dass ich Timberland Schuhe gekauft habe. Ich fühle mich als Kunde veräppelt. Warum? Lest selbst: Ich habe mit die London Edition der Original 6-inch Stiefel online gekauft. Sie gibt es nur online im Store und natürlich musste ich die Stiefel in rot haben. Ich liebe rote Schuhe, bin zwar nicht Papst Benedikt und trage dennoch sehr viele rote Treter. Herrenschuhe sind in der Regel langweilig und ich freue mich über Farbe in meinem Leben. Bisher hatte ich Timberland-Schuhe im klassischen Schwarz und Braun und als ich die Limited Edition online sah, schlug mein Herz höher und ich habe mich gleich in die Schuhe verliebt. Frauen wissen, was ich damit meine. 209 Euro kosten die Dinger, viel Geld, aber meine Gier war größer. Die Schuhe wurden bestellt und ich ging auf Reisen zu meinen Vorträgen, um Geld zu verdienen.
Die Schuhe wurden derweil geliefert. UPS hat das Paket perfekt gebracht, als ich nicht zu Hause war. Nach meiner Rückkehr freute ich mich sehr und wollte ein Unboxing-Video für meinen YouTube-Kanal drehen. Dazu bin ich auf die Website von Timberland gegangen, um noch ein paar Infos über die Schuhe zu bekommen. Ich las: „Bei der limitierten Serie unserer kultigen 6-Inch Boots wird die charakteristische Silhouette mit neuen Farbtönen kombiniert. Edle Verzierungen, die den besonderen Charakter von fünf Weltstädten widerspiegeln, runden das Gesamtbild stilvoll ab. In diesen exklusiven Stiefeln pulsiert die Energie Londons. Sie erinnern an die beliebten Doppeldeckerbusse und typisch britschen Tweed.“ Wunderbar hat alles gepasst: Als ich den Preis sah, wurde ich aber ärgerlich: Reduziert auf 167 Euro. Ich hatte also 42 Euro zuviel gezahlt. Also den Kundendienst von Timberland angemailt, wie denn nun zu verfahren sei. Soll ich die Schuhe zurücksenden oder bekomme ich die Differenz verrechnet? Die Schuhe selbst sind ein Traum und absolut empfehlenswert.

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Tags darauf, meldete sich Timberland und verrechnete mir die Differenz. Vielen lieben Dank dafür und ich war über den Kundendienst begeistert. Das gefällt mir. Ich drehte mein Unboxing-Video und ging die ersten Schritte mit meinen neune Timberland spazieren. Tolle Schuhe – ich bin von der Qualität und vom Tragekomfort begeistert. Das ist Timberland, wie ich die Schuhe kenne. Aber ich ärgerte mich schon, dass ich 42 Euro zuviel gezahlt hatte. Wenn ich mich nicht gemeldet hätte, dann hätte Timberland sicherlich nicht mir die Summe gutgeschrieben.
Als ich das Video zur YouTube hochlud, ging ich nochmals auf die Website von Timberland und stellte entgeistert fest: Die hatten die Schuhe nochmals im Preis gesenkt: Nun 146 Euro. Allerdings soviel Fairness muss sein. Es gab die Schuhe nicht mehr in meiner Größe, sondern nur noch in 47,5. Ich trage Schuhgröße 42. Vielleicht gab es gestern oder vorgestern die Schuhe in meiner Größe – heute aber nicht mehr.

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Ich habe mich nicht mehr beim Kundenservice von Timberland gemeldet, fühle mich als Kunde aber unwohl. Klar, das ist Marktwirtschaft und Timberland kann den Preis senken, wie das Unternehmen es für richtig hält. Aber wenn ich das Gefühl habe, die Unternehmen senkt Tag für Tag die Preise und ich muss mich als Kunde ärgern, dass ich die Sachen zu teuer gekauft habe, dann reagiere ich als Kunde empfindlich. Auch das ist Marktwirtschaft, denn es gibt noch andere gute Schuhfirmen.
Ich bin bereit für Qualität einen guten Preis zu bezahlen. Die Qualität bei Timberland stimmt. Aber meines Erachtens stimmt die Preispolitik in diesem Fall nicht. Daher freue ich mich sehr über die London-Edition meiner Timberland-Stiefel, werde aber künftig verzichten, bei Timberland einzukaufen.

YouTuber auf der gamescom2016

25. August 2016
Ausruhen, bevor der nächste YouTuber auf Sendung ist.

Ausruhen, bevor der nächste YouTuber auf Sendung ist.

Die gamescom2016 in Köln war auch das Stelldichein von Stars und Sternchen. Es gab viel Prominenz aus dem Spielumfeld auf dem Messegelände zu treffen. Auch die YouTube-Stars unter den Gamern zeigten Flagge und trafen sich mit ihren Fans zum Gespräch, Autogramme geben und Hof halten. Es ist eindrucksvoll zu sehen, welche Starwirkung diese jungen Menschen enthalten. Interessant ist auch, dass die Erwachsenenwelt die Namen dieser YouTube gar nicht mehr kennt.

Amazon Twitch bekommt Konkurrenz.

Amazon Twitch bekommt Konkurrenz.

Am Stand von Amazon Twtich kam ich mit ein paar eSportlern ins Gespräch. Auf der gamescom wurden ja zahlreiche Wettbewerbe ausgetragen. Aber der Streamingdienst Twich bekam zur gamescom eine neue ernstzunehmende Konkurrenz. Google launchte YouTube Gaming. YouTube Gaming ist ein eigenes Portal für Spieler. Es ist nun sehr einfach, den Lieblings-Let’s Playern zu folgen und auch selbst live zu streamen. Laut YouTube haben sich mehr als 25.000 Spieler hier eingefunden.


Dieser Launch wurde durch Treffen von YouTubern unterstützt. Noch bevor einer dieser Stars auf die Bühne kam, bildeten sich lange, lange Warteschlangen. Paluten trat von 14-16 Uhr am Donnerstag auf und um 12 Uhr war die Schlange riesig. 1,6 Millionen Abonnenten sind auch eine eindrucksvolle Zahl. Ich habe übrigens auf meinen YouTube-Kanal 466 Abonnenten, es gibt also bei mir noch etwas Entwicklungsmöglichkeiten nach oben.

Tyraphine hält Hof 
Sehr geschickt bediente tyraphine ihre Zielgruppe. Die 24jährige Berlinerin twitterte, wo sie sich gerade auf der Messe aufhielt und ihre Fans kamen zusammen. Das Ritual war dann immer das Gleiche: In Arm nehmen, ganz fest drücken, Freundlichkeiten austauschen und Selfie mit dem Star schießen. Manches Mal gab es noch ein Autogramm oder ein Kuscheltier. Auch ich stellte mich mit K2 in die Reihe, verzichtete aber auf das in den Arm nehmen und drücken und gab der empathisch veranlagten Gamerin Katharina einfach nur die Hand. Die Frau macht es richtig und weiß, was Kundenbindung innerhalb YouTube bedeutet. Mit 153000 Abonnenten in ihrem YouTube-Kanal ist sie auf dem richtigen Weg.

tyraphine und meine Wenigkeit

tyraphine und meine Wenigkeit