Posts Tagged ‘Dracula’

Dracula im Film (11): Nosferatu in Venedig (1988)

6. September 2020
Völlige Fehlbesetzung: Klaus Kinski

Völlige Fehlbesetzung: Klaus Kinski

Seit „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ wissen wir, dass Venedig ein phantastischer Drehort für Horrorfilme sein kann. Das muss sich Produzent Augusto Caminito auch gedacht haben, als er Nosferatu in Venedig in Angriff genommen hatte. Es hätte ein interessanter Dracula-Film werden können, aber der Film ist es nicht geworden.
Augusto Caminito wollte an den Erfolg von Herzogs Nosferatu anknüpfen und verpflichtete Klaus Kinski für eine Art Fortsetzung des Themas. Das war ein Fehler. Vielleicht könnt Werner Herzog das Ego von Klaus Kinski noch im Zaum halten und kanalisieren, Augusto Caminito konnte es nicht. Kinski ist eine komplette Fehlbesetzung. Sein Interesse war scheinbar nur, junge nackte Mädchen zu betatschen und deren Körper vor der Kamera zu malträtieren
– ein schauspielerisches, wenn gar künstlerisches Talent ist nicht auszumachen. Ein jähzorniger, alter, geiler Mann agiert vor der Kamera. Kein Nosferatu im Stile von Max Schreck, vielmehr der Zorn Gottes vor der Kamera mit peinlichem Gestammel.
Kinski verbrauchte drei Regisseure M. Caiano, L. Cozzi, M. Lucidi für den Film Nosferatu in Venedig, der eine schöne Kameraführung, mit Vangelis einen genialen Score, eine traumhafte Kulisse und ein interessantes Thema hatte. Seine etablierten erfahrenen Schaupielkollegen Christopher Plummer als Professor Paris Catalano
Und Donald Pleasence als Geistlicher Don Alvise schauen nur düster drein, als wüssten sie, wie schlecht der Film werden wird. Das Drehbuch ist wirr und viele Szenen wurden nur zusammengeschnitten, weil sie halt vorhanden waren. Der Produzent wollte seinen Star Kinski nicht vergraulen und ließ sich auf der Nase herumtanzen. Kinski selbst wollte auch mal Regie führen – was er in diesem Fall aber nicht kann.
So viel hätte man ausNosferatu in Venedig machen können, es ist leider hoffnungslos gescheitert.
Im Grunde mag ich das Thema, ich mag den Drehort und ich mag im Grunde auch die italienische Regietradition – Nosferatu in Venedig übt als Vampirfilm auch eine gewisse Faszination aus, wenn nur dieser Kinski nicht wäre.

Dracula im Film (9): Dracula 2013 TV-Serie

24. August 2020
Langweilig: Dracula 2013

Langweilig: Dracula 2013

Ich bin als Fan des Grafen Dracula viel Schund gewöhnt. Aber selten habe ich so etwas langweiliges Filmdrama, wie die britisch-amerikanische Serie Dracula – Die komplette Serie aus dem Jahre 2013 gesehen. Kein Wunder, dass die Serie nach der ersten Staffel von Universal abgesetzt wurde – wahrscheinlich sind die Produzenten vor Langeweile verstorben.
Okay, ein paar gute Ideen sind bei Dracula 2013 vorhanden. Dieses Mal ist Dracula ein amerikanischer Industrieller mit Namen Alexander Grayson, der den Strom nach London bringt. Van Helsing kämpft an der Seite von Dracula gegen den einen Orden des Drachen kämpft. Dieser Drachenordens war so gemein, unseren Helden Dracula vor Jahrhunderten in einen Vampir zu verwandeln und zudem seine große Liebe lebendig verbrannt zu haben. Das macht man aber auch nicht. Im Grunde ist es eine Rache-Geschichte mit Figuren aus Bram Stokers Dracula.
Renfield ist ein Schwarzer Rechtsanwalt und keineswegs verrückt. Mina ist Medizinstudentin, Lucy Westenra ein intregantes Biest und Jonathan Harker ein Zeitungsjournalist. Mir war alles einfach zu gestelzt in Dracula – Die komplette Serie

Der ehemalige Tudors-Star Jonathan Rhys Meyers spielt die Hauptrolle des Dracula recht schön, kam aber gegen das faserige Drehbuch auch nur die Zähne flechten. Bei uns lief die Serie auf Vox, ich habe mir aber als Dracula-Fan die Bluray der ersten Staffel gekauft. Da gab es ein paar nette Postkarten dazu.
Nun, es gibt für eine TV-Produktion überraschend viel Blut, aber dafür weniger Drive zu sehen. Bissattacken reichen nicht aus für eine ganze Serie, dabei hätte Dracula doch so viel zu bieten.

 

Dracula im Film (8): Jonathan (1970) – Vampire sterben nicht

12. August 2020
Jonathan war Geißendörfers zweite Regierarbeit.

Jonathan war Geißendörfers zweite Regierarbeit.

Ein sehenswerter deutscher Beitrag zur Verfilmungen rund um den Mythos stammt von Hans W. Geißendörfer. 1970 brachte der Vater der Lindenstraße den erschreckenden Vampirfilm Jonathan in die Kinos. Es war seine zweite Regiearbeit nach dem Fall Lena Christ.
Aber natürlich können die deutschen Autorenfilmer nicht einfach einen Vampirfilm drehen, nein er musste eine politische Botschaft haben, schließlich stammt der unheimliche Streifen aus dem Jahre 1970. Alle Elemente des klassischen Vampirfilms sind vorhanden: Zähne, Gräber, Kreuze, Pfahl – auch der Name Jonathan verweist auf Jonathan Harker aus Bram Stokers Dracula. Doch der Film ist mehr als ein Vampirfilm – es ist eine politische Parabel in wunderschönen Bildern.

Es zeigt den Aufstand des unterdrückten Volkes gegen den Adel, der dem Volk das Blut aussaugt.
Die Handlung: Ein junger Mann mit Namen Jonathan wird von den Intellektuellen, den Professoren und Studenten, zu den bösen Vampiren geschickt, um zu spionieren. Dort wird er allerdings erwartet und muss Folter und Tortur über sich ergehen lassen. Dann aber die Wendung: Das Volk, die Bauernschaft, die bisher sich selbst quälte und ihre Wut an Schwächeren ausließ – dieses Volk erwacht nun und übt blutige Vergeltung an den Herrschenden und treibt die Blutsauger schließlich ins Meer.
Der Film ist keine leichte Kost, aber wunderschön von Geißendörfer fotografiert. Es gibt kaum Dialoge, dafür eine Kombination von Bildern und Musik und die Farben des Setdesigns sind aufeinander abgestimmt. Die dominanten Farben sind Schwarz, Weiß, Rot – diese Farben kennen wir doch, oder? Gedreht wurde auf Schloss Pommersfelden bei Bamberg, der Gründungsbau des fränkischen Barocks. Die Einstellungen sind meist Totale, kaum Details. Geschnitten wird nur dann, wenn es notwendig ist, also für die jüngeren Zuschauer eine Tortur. Gerne würde ich den Regisseur mal zu seinem Film befragen, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit. Auf der DVD gibt es ein aufschlussreiches Interview mit Geißendörfer.

Im Film sind allerhand Anspielungen auf die Kapitalismuskritik der linken siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wahrzunehmen. Auch das Kommunardenleben wird visuell zitiert, die Kommune 1 mit freier Liebe lässt grüßen. Bauern schauen einem jungen Paar beim Sex zu.
Übrigens: der Film wurde ein finanzieller Erfolg. Rund eine Millionen Zuschauer gingen 1970 ins Kino.
Eine Kopie des Films zu bekommen, ist übrigens ziemlich schwer. Es gab mal eine Arthaus-Kollektion auf DVD. Dort ist auch das Presseheft als PDF hinterlegt. Im Interview wird auch von einer härteren japanischen Version gesprochen, die ich allerdings noch nie wirklich gesehen habe. Im Interview betont Geißendörfer, dass hier exzessiv mit Kunstblut gearbeitet wurde. Gerne würde diese Version in die Finger bekommen.
Es ist an der Zeit, dass eine restaurierte Bluray-Version auf den Markt kommt.

 

Dracula im Film (7): Dracula (2020) – BBC/Netflix

13. März 2020
Dracula auf Netfflix.

Dracula auf Netfflix.

Als Fan von Dracula spitzte ich die Ohren als ich hörte, dass Netflix eine dreiteilige Miniserie über den Grafen aus den Karpaten anbot. Endlich hatte ich die Zeit, mir die drei Folgen der BBC auf dem Streamingdienstleister Netflix anzusehen. Ich war erfreut, dass es sich um eine Verfilmung des Bran Stoker-Stoffes drehen sollte, die zudem ins 21. Jahrhundert übertragen wurde.
Das erinnerte an die BBC-Serie Sherlock, die ich hervorragend fand. Es steckt auch das gleiche Team Steven Moffat und Mark Gatiss dahinter. Es gab immer wieder den Versuch Graf Dracula in die Neuzeit zu bringen. Dracula jagt Mini-Mädchen spielt 1972 im Swinging London und Die Herren Dracula beißt in Paris des Jahres 1976.
Der BBC-Netflix-Dreiteiler beginnt im viktorianischen Zeitalter, spielt allerdings in Ungarn und zeigt die bekannte Geschichte von Jonathan Harker. Der zweite Teil ist die Überfahrt Draculas nach England auf der Demeter und Teil drei spielt durch einen Clou in der Neuzeit.
Aus Professor Abraham van Helsing wurde Schwester Agatha van Helsing mit wunderbaren niederländischen Akzent. Die Schwester zweifelt aber an ihrem Glauben und ist auf der Suche nach Werten und konfrontiert Dracula mit ihrem Intellekt, scheitert aber an sich selbst. Ihrer Nachfolgerin Zoe Helsing geht es im dritten Teil nicht besser und geht mit unserem Lieblingsvampir in den Tod.
Der Graf selbst wird von Claes Bang gespielt. Er macht seine Rolle gut, kann auch dem Grafen durch eine Prise Humor und Feingeist einen neuen Dreh geben. Die Eindimensionalität eines eiskalten Draculas der Vergangenheit wird aufgebrochen. Und dennoch bleibt das Schauspiel blas. Zu keiner Zeit hat man bei dem Dreiteiler eine Spur von Horror oder zumindest ein wenig Gruselatmosphäre. Sein Dracula ist unterhaltend, hat unerwartete Wendungen, ist aber kein Horror.

Lächerlich ist eine Szene des ersten Teil, als sich ein nackter Dracula vor den Nonnen eines Kloster offenbart. Die Nonnen sind mit erhobenen Pflöcken bewaffnet, die nach oben gerichtet sind – das Phallus-Symbol lässt grüßen. Nette Idee, aber das ist B-Movie-Niveau, das die Mini-Serie nicht verdient hat.
Der Film und zwar der dritte Teil bricht mit der Tradition des Sonnenlichts und Kreuzen als Vernichter von Vampiren und Dracula kann die Sonne erleben, wird aber vom Krebs, einer zutiefst menschlichen Krankheit, getötet. Das ist ein absolut neuer Gedanken in die Welt von Dracula, ich bin mir aber nicht sicher, ob es mir als Traditionalist in Sachen Vampire gefällt. Interessant ist auch die Erklärung, warum Dracula zum Vampir geworden ist.
Nun, die Mini-Serie ist nicht schlecht, aber so richtig gefesselt hat mich die Sache auch nicht. Dafür fehlte mich etwas. Die Ausstattung ist viktorianisch und modern zugleich, das Drehbuch ist pointiert und hat Humor, der Sex ist kaum vorhanden und der Graf ist mir zu menschlich. Es gab neue Ideen, aber insgesamt warte ich auf eine wirklich gute Verfilmung des literarischen Stoffs.

Filmkritik: Doctor Sleeps Erwachen

25. November 2019

Erinnern Sie sich noch an den Film 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen? Es war die Fortsetzung des epochalen Science Fiction-Klassikers 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick. Die Fortsetzung war ein Flop, entwickelte sich aber über Jahre hinweg zum Lieberhaberfilm für Fans und hatte seine größten Momente in den Szenen, die auf dem Raumschiff Discovery spielten. Genauso wird es Dr. Sleep ergehen. Das ist für Fortsetzung von Stanley Kubricks angsteinflößenden Terror-Klassikers Shining und diese Fortsetzung droht auch zu floppen. Dr. Sleep hat seine besten Szenen, wenn sie im Overlook Hotel spielen.

Verleih – was ist los?

Bevor ich aber mich genauer dem Film widme, möchte ich den Verleih Warner fragen, was ihr gesoffen habt? Aus Dr. Sleep macht ihr in der deutschen Übersetzung Doctor Sleeps Erwachen. Was soll das? Der Titel Dr. Sleep dreht sich nicht um ein ominöses Erwachen eines Doktors, sondern um würdevolle Sterbebegleitung. Was hat den Verleih da bei dem deutschen Titel geritten? Zuviel Star Wars gesehen?

Fortsetzung von Shining

Aber ganz der Reihe nach. Shining war 1980 Stanley Kubricks Ausflug ins Horrorkino. Der Meister nahm sich einen Roman Shining von Stephen King an und zauberte Geniales auf die Kinoleinwand – unterstützt von Jack Nicholson und Shelley Duvall. Alles an diesem Film war perfekt, nur einer mochte ihn nicht. Romanautor Stephen King zickte herum und unterstützte daher eine Fernsehverfilmung Stephen Kings The Shining von 1997 durch Mick Garris, der bis auf den Score belanglos ist.

Im Jahre 2013 schrieb Stephen King dann die Fortsetzung von Shining mit dem Titel Doctor Sleep und vor kurzem kam diese Verfilmung in die Kinos. Als Fan des Themas musste ich mir den Streifen im Scala Kino in Fürstenfeldbruck ansehen.

Nun das Problem ist, dass Regisseur und Drehbuchautor Mike Flanagan kein Stanley Kubrick ist, sich aber immer an ihm messen lassen muss. Und daran muss er scheitern, sowie Peter Hyams damals bei 2010, wobei Hyams zumindest ein routinierter Mann auf dem Regiesessel war, der den Klassiker Outland schuf. Mike Flanagan ist zwar im Horrorgenre zu Hause, tritt aber in die übergroßen Fußstapfen von Stanley Kubrick.
Sein Film Doctor Sleeps Erwachen ist ein gut gemachter PSI-Thriller, der das Problem hat, im übermächtigen Schatten eines der größten Filmgenies zu stehen.
Mike Flanagans Film macht Spaß, wenn er Kubrick zitiert und mit Shining spielt. So wie damals 2010 spannend war als die Astronauten die Discovery betraten, wird Doctor Sleeps Erwachen spannend, wenn wir das Overlook Hotel betreten. Es hat zwar nicht die Leichtigkeit eines Stevens Spielbergs in Ready Player One, der auch Shining zitierte, aber es ist eine großartige Atmosphäre. Als Kubrick-Fan wartet man sehnsüchtig auf die Anspielungen, die im Film zahlreich vorhanden sind.

Verbeugung vor großen Klassiker
Aber es beginnt erst einmal mit einer Verbeugung an einen anderen Klassiker: Frankenstein von James Whale aus dem Jahre 1931. Und zwar die Blumenszene mit dem Monster. Mike Flanagan führt das Böse in den ersten Minuten ein. Das Monster Frankenstein wird allerdings hier von Rebecca Ferguson als Rose wunderbar gespielt. Und dann wird noch Dracula zitiert, wenn sich die Mitglieder des Knotens auf ihre Opfer stürzen und ihr Steam für das ewige Leben aussaugen. Mir kam Francis Ford Coppolas Bram Stoker’s Dracula sofort in den Sinn und ich musste grinsen.

Vielleicht ein bisschen Frankenstein?

Vielleicht ein bisschen Frankenstein?

Später kommen natürlich alle bekannten Klischees aus Shining: Raum 237, die Wasserleiche, Koch Dick Hallorann, die Zwillinge. Aber das macht durchaus Spaß und wir wollen mehr. Und da beginnt die Durststrecke. Mike Flanagan verfilmt Kings Roman als normalen US-Thriller. Handwerklich gut gemacht, aber so richtiges Feeling wollte bei mir nicht aufkommen.

Sicherlich der beste Lacher im Film: Das identische Büro aus Shining.

Sicherlich der beste Lacher im Film: Das identische Büro aus Shining.

Und so war es im Original.

Und so war es im Original.

So suchte man Anspielungen von Shining und wird fündig. Besonders mochte ich die Szene bei Dr. John Dalton im Büro, die vom Set dann doch sehr an das Shining-Bewerbungsgespräch von Jack Torrance bei Mr. Ullman im Overlook erinnert. Das Büro ist nahezu identisch, inklusive US-Fahne und Bilder an der Wand. Sohn Danny in der Rolle von Vater Jack und alles Imagination?

Kennen wir diese Szene nicht auch aus Shining?

Kennen wir diese Szene nicht auch aus Shining?

Auch sehr, sehr nett sind die Autofahrten bei der Abra Stone auf dem Rücksitz weilt, während Billy Freeman und Danny Torrance im Front sitzen. Gab es da nicht 1980 bei Kubrick die Fahrt von Jack Torrance und seiner Frau Wendy im Käfer, wo Danny auf der Rückbank sitzt? So was macht Spaß und hält bei Doctor Sleeps Erwachen die Spannung für Filmfreunde aufrecht, während das normale Publikum einfach nur die Szene ansieht.

Das letzte Drittel von Doctor Sleeps Erwachen spielt dann endlich im Overlook. Mein Herz geht auf, wenn ich den Teppich, die Muster und die Gänge sehe, die Halle mit der Schreibmaschine, das Labyrinth, die Wohnung von Torrance mit zertrümmerten Türen. Dem Publikum von heute muss der Horror von „here‘s Johnny“ nochmals in neuer Form dargereicht werden. Das Setdesign ist großartig.
Eingeführt wird das Overlook durch den Kubrickschen Kameraflug über den Gebirgssee. Bei so etwas bin ich versöhnt.

Schwierig ist dagegen die Szene im Golden Tea-Room, wo Danny auf seinen Vater Jack trifft, der sich als Barkeepr Lloyd ausgibt. Ewan McGregor als Danny Torrance spielt seine Sache gut, aber Ewan McGregor ist eben nicht Jack Nicholson. Ewan McGregor sucht sein eigenes Schauspiel, seine eigene Interpretation der Rolle, muss aber versagen wenn man Nicholson 1980 am gleichen Ort genießen konnte. Henry Thomas spielt in Doctor Sleeps Erwachen die Rolle von Vater Jack Torrance und erst dachte ich mir, dass es schade war, dass ich einen alten Nicholson nicht in der Rolle gesehen habe. Wahrscheinlich war er zu teuer, aber noch wahrscheinlicher wäre es gewesen, dass er Ewan McGregor einfach an die Wand gespielt hätte.

Nun, ich sage mal voraus, dass Doctor Sleeps Erwachen im Kino floppen wird, obwohl er es nicht verdient hat. Aber ich sage auch voraus, dass er ebenso wie 2010 Jahre später sein Publikum finden wird. Schaut ihn euch jetzt im Kino an, damit ihr sagen könnt, ihr wart damals dabei gewesen. Ach ja – Shining 4K ist auf 4K erschienen. Kauft euch den Film und genießt einen echten Klassiker des Kinos.

Buchtipp zu Halloween: Monsters in The Movies von John Landis

30. Oktober 2018

Als ich mich auf Halloween vorbereitete, hatte ich ein paar Blurays zum Auswählen für die Gattin vorbereitet. Es soll eine gruselige Nacht werden und die Auswahl reicht vom deutschen Expressionismus (Caligari und Nosferatu), über gepflegten Nebel-Spuk (The Fog) bis hin zu US-Schlitzer (Halloween und Halloween H20) und diverse Italo-Schlitzern (D‘Argento). Ich bin gespannt, was die Herzdame auswählt.

Monsters in the Movies bietet einen schönen gruseligen Überblick über Horrorfilme.

Monsters in the Movies bietet einen schönen gruseligen Überblick über Horrorfilme.

Inspiration, welchen Film wir anschauen sollten, holte ich mir aus meinem umfangreichen Filmarchiv und aus der einschlägigen Literatur. Ich schaute mir das Buch Monsters in the Movies von John Landis an. Ich mag solche Filmbücher mit allerlei großen und kleinen Monstern. Eines meiner Lieblingsbücher meiner Jugend war Klassiker des Horrorfilms von William K. Everson aus dem Jahre 1979. Das liegt schon ein paar Jahre zurück und es wird Zeit für neue Horrorfiguren. Also muss John Landis her, der uns schon mit seinem American Werwolf als Jugendlicher begeisterte. Er bietet 100 Jahre Kinoalpträume in einem Buch. Klingt gut, also los.
Im Grunde ist das Coffee-Table-Book eine Art Bilderbuch, aufgelockert mit ein paar Geschichten und Interviews von Typen aus dem Horrorumfeld. Ich genieße die Zeitreise durch den Horrorfilm, schaute mir die Bilder an, las die Textschnipsel und erkannt, dass ich sehr viele von den Filmen kannte. Der fantastische Film war jahrelang ein Steckenpferd von mir und zumindest die Klassiker kenne ich allesamt. Mit dem modernen Horrorfilm tue ich mich schwerer, merke aber, dass es mir mehr und mehr die asiatischen Streifen angetan haben.
Das Buch selbst ist nicht nach Jahreszahlen, sondern vielmehr nach Genres und Monster geordnet. So gibt es die Draculas und Vampire, die Frankensteins und verrückten Wissenschaftler, die Zombies und die Geister, dann aber auch die King Kongs und die zahlreichen Tierhorrorfilme, es gibt einen Exkurs von Monstern aus dem All, Abstecher in die Antike, die Abgründe von Fantasy und dann stehen wir auch dem Teufel selbst in seinen vielen Erscheinungsbildern gegenüber. Es gibt Klassiker, wahre Perlen, vergessene Schätze und allerhand Schund zu sehen, aber die Mischung machst und die Dosis ist genau die richtige zu Halloween. Wer also in der Orientierungsphase ist, welchen Horrorfilm er sich zu Halloween anschauen soll, dem sei das Buch ans Herz gelegen. Und der Horrorfilm-Fan hat einen schönen Wälzer zum Schmökern.

 

Meine zehn unvergesslichen Bücher

4. August 2018

Immer wieder geistern Aktionen durch soziale Netzwerke wie unlängst, bekannte Kunstwerke aus Toast nachzubilden. Fand ich irre witzig, kam aber zu spät mit meinem Frühstückstoast. Aber vor kurzem sprang ich auf einen solchen Zug auf. Es galt Bücher zu nennen, die einen in seinem Leben beeinflusst haben. Als Büchermensch und Leseratte musste ich einfach an dieser Aktion mitmachen und ich nahm das Angebot von meinem Kollegen Harald Baumer an. 

Ich postete zehn Tage lang Bücher, die mir etwas bedeuten und konnte zahlreiche meiner (virtuellen) Freunde ermutigen, es auch zu tun. Dazu postete in Twitter, Instagram und Facebook ich folgenden Text: „10 unvergessliche Bücher in 10 Tagen. Heute x/10. Kein Kommentar, keine Erklärungen, nur der Titel. Wer hat Interesse, mitzumachen? Würde mich bei vielen meiner Freundinnen und Freunde interessieren, welche Lektüre für sie wichtig war.“

Die Auswahl meiner Lieblingsbücher

Dieser Aktion ging eine Auswahl von Büchern voran und ich sage euch, das wahr echt schwer. Zunächst machte ich ein Brainstorming und sammelte Bücher. Es kamen rund 40 Bücher zusammen, also eindeutig zu viel. So ließ ich die Sache ein paar Tage ruhen und dachte dann nochmals nach und kam dann auf nochmals zehn weitere Bücher. Dann kam in einer Gewaltaktion das Ausmisten. Ich zog mich in mein Kellerarchiv zurück und holte die Bücher hervor. Da ich nichts wegwerfen kann, standen die Bücher geordnet in den zahlreichen Regalen. Bücher, die nicht an ihrem Platz waren, wurden gleich von der Liste gestrichen. So kam es, dass Stanisław Lems Klassiker Solaris gekillt wurde, weil das Buch nicht da war. Hatte ich es verliehen? Wo ist dieses Buch? Also, was nicht da ist, fliegt raus. 

Dann strich ich Bücher von Lieblingsautoren, die ich als Autor verehre, aber keine einzelnes Buch hervorheben will. Hier strich ich Edgar Allan Poe, ETA Hoffmann, Heinrich Heine, Philipp K. Dick und Sir Arthur Conan Doyle von der Liste. Dann musste ich mich entscheiden, dass ich von manchen Autor keine zwei Bücher benennen wollte. Hier blieben dann beispielsweise die Robotergeschichten von Asimov auf der Strecke oder Tolkiens Silmarillion. 

Dann wurde es nochmals hart: Ich musste ja auf zehn Bücher kommen und ich strich weitere Autoren und deren Bücher. Dabei waren beispielsweise Arthur C. Clarke, Stephen King (Dead Zone oder Shining), nochmals Lem mit seinen Sterntagebüchern. Goethe kam ebenso wie Shakespeare nicht auf die finale Liste, auch leider nicht Mary Shelly und ihr Frankenstein, ein Buch, das dieses Jahr 200. Geburtstag feiert und ich in einen eigenen Blogpost würdigen werde. Traurig war ich auch über das Streichen von Truman Capote und vor allem Tom Wolfe mit seinem Fegefeuer der Eitelkeiten. Dann entschied das Los und ich kam endlich auf meine zehn Bücher. Ich stelle fest, dass ich die fantastische Literatur bevorzuge. 

Also das sind meine zehn finalen Bücher: 

1 Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

2 Dante: Göttliche Komödie

3 Bret Easton Ellis: American Psycho

4 J.R.R. Tolkien: Herr der Ringe

5 Isaac Asimov: Foundation-Trilogie 

6 Frank Herbert: Der Wüstenplanet

7 Thomas Mann: Die Buddenbrooks

8 Richard Scarry: Mein allererstes Buchstabenbilderbuch  

9 Bram Stoker: Dracula 

10 Rainer Erler: Das blaue Palais  

Wer mitmachen will, ist gerne aufgerufen. Ich habe gesehen, es gibt so eine ähnliche Reihe mit Schallplatten, die einen am meisten bedeuten. Mal sehen, ob ich diese Challenge annehme. Die Bücher waren ein Anfang und wir wissen ja, im Web lieben wir diese Listicle.

Buchtipp: Hammer Glamour von Marcus Hearn

21. Januar 2018

Dieses Buch ist der Hammer. Verzeiht mir diesen doofen Witz, aber er musste bei diesem Buch einfach sein. Es geht um das Filmbuch Hammer Glamour, das ich wieder entdeckt habe. Im Grunde geht es um die zum Teil leicht bekleideten jungen Damen, die in den Hammer-Filmen aufgetaucht sind.
Hammer war eine Filmgesellschaft, die Ende der fünfziger Jahre den Horrorfilmmarkt aufrollte. Produktionen wie Dracula, Frankenstein und Mumie ließen die Jugend in die Kinos strömen und die Stars wie Christopher Lee oder Peter Cushing hochleben. Hammer brachte Farbe, Gewalt und Sex in den Horrorfilm. Tja und zu Sex gehörten eben die jungen Damen dazu, die sich vom Grafen Dracula beißen lassen müssen.

Marcus Hearn hat mit Hammer Glamour ein Bilderbuch mit schönen Frauen vorgelegt. Allerdings musste ich schmunzeln, denn Glamour erinnert mich eher an die Zeiten des alten Hollywoods mit Stars wie Marlene Dietrich, Jane Russell, Greta Garbo, Bette Davis oder Rita Hayworth. Die Arbeit in den Schnellproduktionen bei Hammer war sicherlich nicht glamourös, sondern harte Fließbandarbeit. Es musste schnell gehen und preiswert musste die Sache auch sein. Und dennoch haben die Filme einen besonderen Charme, was sicherlich auch den entzückenden Damen zu verdanken ist. Und dieses Buch ist ein Streifzug und zeigt die weiblichen Stars und Sternchen bei Hammer. Das Cover ziert Madeleine Smith, die in drei Hammer-Produktionen auftauchte und mit ihren Reizen spielt.
Mal mit weniger Bekleidung, mal in provokanten Posen, mal klassische Setcards, mal Filmszenen – alles ist zu finden in diesem schön gemachten Bilderbuch mit ergänzendem Text. Es ist ein Wiedersehen mit Caroline Munro, mit Ingrid Pitt, Ursula Andress, Stefanie Powers, Raquel Welch oder der Hammer-Star Barbara Shelley. Es waren auch ein paar Deutsche darunter wie Hildegard Knef oder Nastassja Kinski.
Das Buch ist hochwertig, schön gedruckt und hervorragend von Marcus Hearn recherchiert und dennoch: Es ist Trash und ich mag diesen Trash. Diese britischen Horrorklassiker sind einfach Kult und zu diesem Kult gehören einfach die Hammer-Girls, wie ich sie jetzt einmal bezeichnen will. Später wurde diese Tradition wieder in Großbritannien aufgenommen, als es 1962 an die Reihe der James Bond Filme ging. Neben Bond gab es auch immer ein oder mehrere Bond-Girls. Und es war Hammer-Girl Ursula Andress, die zum ersten Bond-Girl der Geschichte wurde als sie mit ihrem weißen Bikini den Fluten entstieg. Eigentlich war es ja anders herum. Andress war zuerst bei Bond und dann 1965 bei Hammer in dem Film She. Hammer-Girl Joanna Lumley tauchte übrigens auch in einem Bond-Film auf: Im Geheimdienst ihrer Majestät gehörte die Schönheit zur bösen Truppe um Blofeld.
Auf jeden Fall ist Hammer Glamour ein schönes Buch für den Fan des britischen Horrors, der dann in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu Ende ging. Hammer verlor den Anschluss an die Jugend. Der Horror kam nun von geistesgestörten Killern wie Leatherface oder Michael Meyers. Da waren die Dracula und Frankensteins und Mumien auf verlorenen Posten – und es halfen auch die leichtbekleideten Hammer-Girls nichts.

Dracula im Film 6: Dracula jagt Minimädchen (1972)

4. Oktober 2017
Trash pur - Dracula jagt Minimädchen.

Trash pur – Dracula jagt Minimädchen.

Ein saublöder Titel, aber dennoch ist dieser Dracula einer meiner liebsten mit Christopher Lee als blutsaugender Graf. Der Grund ist wohl, dass der Film in einer Zeit spielt in der ich sozialisiert wurde – in den Siebziger Jahren. Kein verstaubtes viktorianisches Zeitalter mehr wie in den anderen Dracula-Filmen aus den Hammer-Studios, sondern Dracula in der Neuzeit. Die Röcke waren kürzer, die Musik wilder, das Blut spritze heftiger und alles war irgendwie cooler – und doch waren die Gegenspieler Christopher Lee und Peter Cushing die alten – endlich trafen sie nach 1958 wieder zusammen in einem Dracula-Film. Irgendwie waren sie trotz Beatmusik in ihrer alten Zeit stehen geblieben. Der eine mit seinem schwarzrotem Cape und spitzen Zahn, der andere im hochgeschlossenen Gehrock mit Silberdoch und Weihwasser.

Der Originaltitel hieß Dracula A.D. ’72 und zeigt, worum es geht: Dracula in der Neuzeit. Die deutsche Übersetzung des Titels ist peinlich und sexistisch: Dracula jagt Minimädchen – also Mädchen im Minirock oder kleine Mädchen? Was hat sich der Verleih damals gedacht? Wahrscheinlich war es der Minirock, der es dem Verleih angetan hat.

Trotz des Zeitensprungs hatte der Film mit seinen langen Haaren, schlimmen Drogen, großen Brüsten, schnellen Autos einiges an Atmosphäre zu bieten. Aber natürlich ist es alles Trash, aber ich mag diese Art von Hammer-Trash. Hammer hatte mit seinen Dracula-Filmen finanzielle Schwierigkeiten bekommen- der Graf lockte immer weniger Zuschauer ins Kino und daher war ein Zeitensprung und Neuanfang wichtig. Ich mag das theatralische Gerede von Dracula und stellte mir die Frage, wann Dracula eigentlich vom Auto überfahren wird. Lorimar Van Helsing – der Nachfahre des heldenhaften Professor Van Helsing – ergeht sich in okkulten Andeutungen und dieses Mal ist der hilfslose Kommissar von New Scotland Yard wenigstens schnell zu überzeugen. Kleiner Gag am Rande: Der Jünger von Dracula heißt Johnny Alucard (ein Anagramm von Dracula). Er wird gespielt von Christopher Neame, der auf den ersten Blick dem Alex aus dem wichtigen Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick ähnlich sieht. Das war wohl der Grund für seine Rolle und nicht sein Schauspieltalent. Und mein Jungenschwarm der Siebziger Jahre Caroline Munro spielt eine freizühige Laura, die vom Grafen verspeist wird. Als Teenager habe ich für diese Frau geschmachtet und sogar den schrecklichen Film Sterne im Duell angesehen. Regie bei den Minimädchen führte ein gewissen Alan Gibson, der 1970 den Hammer-Film Crescendo – die Handschrift des Satans gedreht hat. Ich persönlich mag Dracula jagt Minimädchen und empfehle sie gerne den Vampirfilm-Fans.

Buchtipp: The Art of Hammer: Posters From the Archive of Hammer Films von Marcus Hearn

17. September 2017

Als Jugendlicher habe ich mein Taschengeld für Filmplakate ausgegeben. Ich war auf Filmsammlermärkten und Kinos unterwegs und habe nach diesem besonderen Marketingmaterialien Ausschau gehalten. Ich sammelte, was mir gefiel: Bond, Horror, Kubrick – ein System in der Sammlung hatte es nicht. Dieses Hobby ist ein wenig eingeschlafen, was auch am Platz liegt. Wohin mit Hunderten Als ich jetzt das Buch The Art of Hammer: Posters From the Archive of Hammer Films von Marcus Hearn erwarb, musste viele meiner alten Schätze wieder ansehen.

Ich mag viele Hammer-Filme. Hammer war ein britisches Produktionsstudio deren Filme meinen Geschmack von Horrorfilmen geprägt haben. Ich kam aus der Tradition des sogenannten gothischen Horrors und liebte Filme mit Bela Lugosi (Dracula) oder Boris Karloff (Frankenstein/Mumie). Diese Schwarzweiß-Filme hatten eine tolle, gruselige Atmosphäre mit Friedhöfen, Schlössern und Laboren. Doch dann kamen in mein nächtliches TV-Programm auf einmal Filme von Hammer, die ebenso von Dracula, Frankenstein und die Mumie handelten, aber eine viel stärkere Wirkung auf mich hatten.

Diese Hammer-Filme waren in Farbe, sie hatten Action und sie boten Sex. Ich geb es ja zu, das alles hat mir gefallen. Auch die wichtigsten Darsteller dieser Hammer-Filme hatten mich fasziniert: Christopher Lee und Peter Cushing, beide leider inzwischen verstorben und der jüngeren Generation als Saruman (Herr der Ringe) und Großmoff Tarkin (Krieg der Sterne) bekannt.
Das Buch The Art of Hammer zeigt eine Auswahl an internationalen Postern aus der Filmwelt von Hammer mit dem Schwerpunkt auf englischen Marketingmaterialien. Es ist eine Bibel für Freunde von Hammer.
Die frühen Hammer-Filme kannte ich nicht. Mein Interesse setzt 1958 mit Blood for Dracula ein. Für mich waren die goldenen Zeiten des Hammer-Films die Sechziger und frühen Siebziger Jahre. Hammer revolutionierte den Horrorfilm und fegte die alten Schinken hinweg. Hollywood hatte keine Antwort auf Hammer, gegebenenfalls die Poe-Verfilmungen von Roger Corman hatten einen ähnlichen Charme wie Hammer. Die Hammer-Filme sprachen durch ihre Aggressivität eine jüngere Zielgruppe an, was durch Filme wie Dracula 1972 AD – Dracula jagt Mini Mädchen (geiler deutscher Titel) deutlich wurde. Im Mode- und Drogenrausch des Swinging London triebt Dracula sein Unwesen. In einer hervorragenden Doku des Kultursenders Arte wurde berichtet, dass Hammer oft als erstes ein reißerisches Plakat mit Titel hatte, sich dann einen Verleih suchte und dann erst den Film drehte. Ein ungewöhnliches Vorgehen, aber scheinbar erfolgreich.

Dann kam der Bruch. Hammer-Filme, die für eine Zeitlang modern waren, sind auf einmal auf dem Abstellgleis gelandet. Neue Formen des Horrorfilms etablierten sich. Hitchcock hatte es Jahre zuvor mit Psycho vorausgesehen. Der irre Schlitzer. Das Grauen kam nicht mehr von Monstern aus fernen Ländern wie Transsilvanien oder von verrückten Wissenschaftler, sondern das Grauen kam vom Nachbarn um die Ecke oder gar vom Teufel selbst. Der vor kurzem verstorbene Tobe Hooper setzte mit Blutgericht in Texas Maßstäbe an Terror und die Branche sowie Publikum richteten sich daran aus. Hammer wirkte auf einmal verstaubt. Zwar ließen die Darstellerinnen mehr und mehr die Hüllen fallen, doch wenn ich Sex und nackte Haut sehen wollte, gab es andere entsprechende Filme. Hammer ging den Bach runter.
Erst in den 2000 Jahren hatten die Hammer-Studios ein Comeback. Ich habe allerdings noch keinen Film gesehen. Die Blu rays liegen noch Originalverpackt hier herum. Die Frau in Schwarz soll ganz gut sein – ich bin gespannt.