Archive for Dezember 2016

Kurzbesuch im Wirtshaus im Gut in Wunsiedel

29. Dezember 2016

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Bei einem kurzen Abstecher in die wunderschöne Oberpfalz kehrte ich im Wirtshaus im Gut in Wunsiedel ein. Ich war begeistert von den Speisen, der Gastwirtschaft und vom ganzen Umfeld. Ich blieb nur eine Stunde, werde aber sicher wiederkommen und den Ort noch einmal genießen.
Im Jahre 1135 noch zu Lebzeiten Kaiser Barbarossas wurde das Gebäude erstmals urkundlich unter dem Namen „Gotefridesreut“ erwähnt. 1899 erwarb die Familie Grießinger aus Landsberg am Lech das Gut. Seit jener Zeit befindet es das Gebäude in deren Familienbesitz. 1999 kam es zur Eröffnung des Wirtshauses im Gut. Die Pächterfamilie Roland und Margit Gläßl beziehen das ehemalige „Austragshäusl“ gleich daneben.


Die Wirtsstube, in der ich Platz nahm, fasst 60 Sitzplätze. das Gewölbezimmer 60 Sitzplätze und die Galerie 20 Sitzplätze. Von der Küche war ich sehr angetan. „Nur Frisches und am Liebsten aus der Region!“ Diese Philosophie des Küchenchefs ist einfach und ehrlich. Die Speisen reichen von der hausgemachten Brotzeit bis hin zu aufwendigen Mehrgänge-Menüs. Grundlage sämtlicher Gerichte sind durchweg frische Produkte aus der Region, wenn möglich von umliegenden Betrieben aus der Nachbarschaft. Fangfrische Forellen vom eigenen (oder Nachbar‘s) Weiher – Wild aus gutseigener Jagd – Rind vom Bauern nebenan, traditionell zubereitet oder raffiniert kombiniert.


Das wird von den Gästen honoriert. Zudem erhielt das Wirtshaus im Gut zahlreiche Auszeichnungen wie Goldmedaille im Wettbewerb „Bayerische Küche“, Auszeichnung „Fränkische Einkehr“, die Auszeichnung „Oberfrankens Fisch – krönt den Tisch“ und für mich am Wichtigsten sind die Empfehlungen vom Guide de Michelin und Gusto.
Ich freue mich auf meinen nächsten Tripp in die Oberpfalz und werde mit Sicherheit ins Wirtshaus im Gut in Wunsiedel hereinschauen und länger die hervorragende Küche genießen.

Meine kleine Kaffee-Weihnachtsgeschichte

28. Dezember 2016

Kurz vor Weihnachten war Krisenstimmung in unserem Hause. Die neue Siebträgermaschine gab keinen Kaffee mehr aus. Das Ding ist noch relativ neu und nun das. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr es mich als Twitterer trifft, ohne Kaffee durch die Feiertag zu kommen. Ich holte als Ersatz meinen Jura-Vollautomaten aus dem Dachbüro, aber ihr Kaffee im Vergleich zum Kaffee der Siebträgermaschine Rocket ist wie Tag und Nacht.
Das Wasser meiner Rocket wurde nicht heiß und auch der Druck ließ zu Wünschen übrig. Ich mailte meinen Händler an, beschrieb ihm das Problem anhand von gedrehten YouTube-Videos, aber die Hilfestellung blieb aus. Ich bekam den Garantieschein für eine Reparatur, hatte aber keine Lust, das schwere Ding zu verpacken und zur Post zu bringen. Schließlich stand Weihnachten und die Feiertage vor der Tür. Das Video zeigt mein Problem.


Ich erinnerte mich an einen alten Kollegen aus Zeiten der PC Professionell. Der Kollege René arbeitet einst als Servicemitarbeiter für Profi-Kaffeemaschinen. Er kam zu meiner großen Freude vorbei, schraubte das Teil auf und tippte auf Verkalkung. Das Wasser hier im Dorf ist sehr kalkhaltig. Er grenzte Zug um Zug den Fehler ein und gab mir den Rat, mich an einen professionellen Dienstleister zu wenden.

Bei den Profi-Maschinen bei Karl Schapperer von Münchner Kaffeemensch kam ich mir gut aufgehoben vor.

Bei den Profi-Maschinen bei Karl Schapperer von Münchner Kaffeemensch kam ich mir gut aufgehoben vor.

Über zwei Ecken kam ich zu Karl Schapperer und seiner Firma Münchner Kaffeemensch. Obwohl der Profi vor Weihnachten gut ausgebucht war, nahm er sich die Zeit und schaute sich meine Rocket in Ruhe an. Wir wurden gebeten, einen Spaziergang oder Einkaufsbummel von einer Stunde zu machen und dann wieder bei ihm vorbeizuschauen. Entweder funktionierte die Maschine dann wieder oder wir haben ein fettes Problem.
Nach einer Stunde dann aufatmen. Die Maschine lief wieder. Karl Schapperer brachte unsere Maschine wieder zum Laufen. Er mahnte uns, besser auf die Verkalkung zu achten und ich kaufte sofort ein Brita-Filtersystem. Sicherlich für Profis die zweitbeste Lösung, aber die Brita mit ihren Aktivkohleset tut ihren Dienst. Vielen Dank an Karl Schapperer und klare Empfehlung für so eine hervorragende Dienstleistung.

Karl Schapperer von Münchner Kaffeemensch hat es geschafft. Meine Rocket läuft wieder.

Karl Schapperer von Münchner Kaffeemensch hat es geschafft. Meine Rocket läuft wieder.

Weihnachten konnte kommen. Die Jura wanderte wieder ins Dachgeschoss ins hauseigene Büro und die Siebträgermaschine machte feinen Kaffee mit Crema – ganz wie es sein soll. Auch das ist eben eine Weihnachtsgeschichte.

Weitwinkelaufsatz VicTsing 238 für mich unbrauchbar

27. Dezember 2016

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Als mobiler Journalist und Blogger will ich möglichst wenig zu tragen haben. Während ich früher viel Gespäck durch die Gegend schleppte, habe ich mir bei meinen Ausflügen vorgenommen, so wenig Ausrüstung und so leichte Ausrüstung als möglich mitzunehmen. Die Digitalisierung macht es möglich. Während ich früher meine schwere Nikon D3 X immer dabei war, nahm ich eine Zeitlang nur noch die Fujifilm X100S mit zwei Objektiven Telekonverter und Weitwinkelkonverter mit. Die Nikon kommt nur noch bei großen Kundeneinsätzen aus der Tasche. Seit kurzem bin ich nur noch mit meinem iPhone 7Plus unterwegs und bin von der Qualität der Fotos und Videos sehr angetan. Allerdings hat die Kamera des iPhones ein schlechtes Weitwinkel. Da ich in der Vergangenheit mit Weitwinkelaufsätzen von VicTsing gute Erfahrungen gemacht hatte, bestellte ich mir jetzt das VicTsing 238 mit Fisheye-Linse.


Die Verarbeitung ist sehr gut und auch das Handling ist wie bekannt einfach. Doch schickte ich das VicTsing 238 nach einer Woche Tests wieder zurück. Ich war mit der Bildqualität absolut nicht einverstanden. Ich weiß, wie ein Fischauge einzusetzen ist, aber die Unschärfe auf dem iPhone 7plus war katastrophal. Vielleicht liegt es an den beiden Linsen des iPhones. Der Hersteller gibt leider nicht an, für welche Smartphone-Generation das VicTsing 238 geeignet ist – das iPhone 7plus gehört sicherlich nicht dazu. Auch mein altes iPhone 6plus lieferte ähnlich schlechte Ergebnisse. Schade, keine Kaufempfehlung von meiner Seite.

Hier meine bisherigen Objektivaufsätze:

 

Festmahl beim Sternekoch Steffen Szabo

26. Dezember 2016
Zusammen mit Thomas Gerlach (r.) gratulierte ich Steffen Szabo zu seinem Stern.

Zusammen mit Thomas Gerlach (r.) gratulierte ich Steffen Szabo zu seinem Stern.

Anfang Dezember hatte ich es bereits geschrieben. Die Goldene Traube in Coburg hat den Michelin Stern verteidigt. Darüber hab ich mich gefreut und gebloggt. Besonders hat es mich gefreut, dass Küchenchef Steffen Szabo nun in den Kreis der erlauchten Sterneköche aufgerückt ist. Ich hatte zwar via Blog und Facebook gratuliert, wollte es aber auch persönlich tun und machte mich auf nach Coburg, um den frischgebackenen Sternekoch die Hand zu drücken und das Essen im Esszimmer der Goldenen Traube zu genießen.
Der 26-Jährige hat vor seiner Zeit in Coburg schon an einigen Herden der Republik gekocht. Steffen Szabo sammelte seine Erfahrungen in verschiedenen Spitzenrestaurants, so zum Beispiel in Schloss Elmau (1 Stern) und in der Küche von Hubert Obendorfer im Landhotel Birkenhof und dem Sternerestaurant Eisvogel (1 Stern). Im Juni 2016 wurde er vom Schlemmer Atlas zum Top50 Koch 2016 ausgezeichnet und war im Jahr 2016 unter den Nominierten zum Aufsteiger des Jahres im Magazin FEINSCHMECKER. Im Dezember 2016 wurde er erstmalig und als jüngster Sternekoch Bayerns mit einem Michelin Stern ausgezeichnet.

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Ich wählte das komplette Menü samt Weinbegleitung und bin restlos, wirklich restlos begeistert. Zur Begrüßung traf ich den Herrn des Hauses Bernd Glauben. Er hat zusammen mit seiner Frau die Goldene Traube zu einem Vorzeigehotel und -restaurant gemacht. Meine Mutter wuchs in Coburg auf und kannte noch eine andere Goldene Traube. Familie Glauben und das Team haben das Haus herausgeputzt und eine vorzügliche Küche etabliert. Es zählt zu den besten Restaurants in Deutschland. Hinzu kommt eine erlesene Auswahl an Weinen. Bernd Glauben ist Präsident Sommelier-Union Deutschland und versteht seine Berufung. Zusammen mit der Restaurantleiterin und Sommelière Sandra Tober.

Nach einem wunderbaren Gruss aus der Küche gab es folgende Speisefolge:

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Fjordforelle I Spinat I Speck
Riesling, May

 

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Taschenkrebs I Ingwer I Zwetschge
Scheurebe, Arnold

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Kalbsbries I Sellerie I Lauch
Weißburgunder, Horst Sauer

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“ Allergene”
Blanco Barriqua, Muga

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Wachtel I Vogelbeere I Essig
Soave, Inama

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Kabeljau I Apfel I Süßkartoffel
Weißburgunder, Weegmüller

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Brust vom Wagyu Rind I Kürbis I Yakiniku
Riesling Alte Reben, Vollrads

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Heimischer Hirsch I Mais I Aubergine
Wildwux, Braunstein

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Ziegenkäse I Quitte I Birne
Blanc de blancs, Arunda

Stilton I Fenchel I Haselnuss
Rieslaner Spätlese, Weegmüller

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Waldspaziergang 2.0
Merlino, Pojer e Sandri

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“Bärendreck”
Lillet blanc

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Steakbesteck von Laguiole: Ein Traum von einem Messer

25. Dezember 2016
Für mich die schönsten Stellmesser überhaupt: Laguiole Messer.

Für mich die schönsten Stellmesser überhaupt: Laguiole Messer.

Manchmal muss ich mir selbst ein Geschenk machen, Weihnachten hin oder her. Ich habe lange gebraucht, bis ich mich durchgerungen habe, aber nun hatte ich zugeschlagen. Ich habe mir selbst ein Geschenk gemacht, ich habe mir endlich Steakmesser und Gabeln von Laguiole gekauft.
Ich bin mit der Idee schon lange schwanger gegangen. Zum ersten Mal probierte ich die Laguiole-Messer in Berlin aus. Zusammen mit dem Foodblogger Thomas Gerlach war ich beim Essen und bekam die wunderschönen Messer von Laguiole zu meinem Steak. Das Fleisch schnitt sich wie Butter und das Messer lag optimal in der Hand. Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang durch Berlin und kamen auch an einem Haushaltsladen vorbei. Der Foodblogger musste reinschauen und ich ging hinterher. In einer Vitrine lagen die Laguiole-Messer und der Gedanke reifte in mir: Irgendwann brauche ich diese Messer.

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Es ist nicht so, dass ich keine Steak-Messer habe. Ich habe besitze sehr gute von WMF und die leisten ihren Dienst. Sie schneiden das Steak. Sie sind schwarz und nüchtern, ganz im klassischen WMF-Stil. Ich sagte mir, die Messer sind prima, aber sie sind langweilig. Irgendwie brauche ich ja eine Rechtfertigung, warum ich die Laguiole-Messer anschaffen muss. Erschwerend kam hinzu, dass die geliebte Ehefrau meinte, wir brauchen keine neuen Messer, weil die bisherigern ideal sind.

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Ich geb es reumütig zu: Ich habe mich über die Meinung der Ehefrau hinweg gesetzt und vor Weihnachten mir ein Geschenk gemacht: Ich habe Messer und Gabeln von Laguiole bestellt. Es handelt sich um ein Besteckset für sechs Personen: Sechs Steakmesser und sechs Gabeln in zwei stabilen Holzkisten. Die Klinge der Messer ist aus gehärtetem Edelstahl und die Klingenstärke beträgt 2.5 mm. Die Klinge ist glatt und sehr scharf, genau wie ich die Laguiole-Messer in Erinnerung hatte. Die Griffe sind aus echtem braunen Zebraholz mit Edelstahlnieten, die das Schäferkreuz bilden. Es gibt am Markt viele chinesische Kopien, aber ich habe das französische Original gekauft und bin hoch zufrieden.


Gleich am ersten Abend haben es K1 und ich ausprobiert. Wir haben Dry Age-Steak unseres Internet-Metzgers Claus Böbel auf den Grill gehauen. Die Steaks sind wunderbar und wir wollten sie englisch. K1 und ich genossen unsere Steaks. Was kann eine bessere Premiere für Steakmesser sein? Auch K1, der kritisch ist in Bezug auf Veränderungen, gestand zu, dass die Messer besser seien als die bisherigen WMF-Messer.
Wenn die geliebte Ehefrau diesen Blogbeitrag zu Gesicht bekommt, habe ich gegebenenfalls eine kleine Diskussion. Aber diese Messer von Laguiole mussten einfach sein.

Das war das letzte Mal, dass ich Timberland gekauft habe

24. Dezember 2016

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Ich liebe Schuhe. Ja, als Mann liebe ich Schuhe und eine meiner Marken ist Timberland. Wenn es kalt wird, dann setzte ich auf die Original 6-inch Stiefel von Timberland und bin mit den Schuhen höchst zufrieden.
Und dennoch: Das war für absehbare Zeit das letzte Mal, dass ich Timberland Schuhe gekauft habe. Ich fühle mich als Kunde veräppelt. Warum? Lest selbst: Ich habe mit die London Edition der Original 6-inch Stiefel online gekauft. Sie gibt es nur online im Store und natürlich musste ich die Stiefel in rot haben. Ich liebe rote Schuhe, bin zwar nicht Papst Benedikt und trage dennoch sehr viele rote Treter. Herrenschuhe sind in der Regel langweilig und ich freue mich über Farbe in meinem Leben. Bisher hatte ich Timberland-Schuhe im klassischen Schwarz und Braun und als ich die Limited Edition online sah, schlug mein Herz höher und ich habe mich gleich in die Schuhe verliebt. Frauen wissen, was ich damit meine. 209 Euro kosten die Dinger, viel Geld, aber meine Gier war größer. Die Schuhe wurden bestellt und ich ging auf Reisen zu meinen Vorträgen, um Geld zu verdienen.
Die Schuhe wurden derweil geliefert. UPS hat das Paket perfekt gebracht, als ich nicht zu Hause war. Nach meiner Rückkehr freute ich mich sehr und wollte ein Unboxing-Video für meinen YouTube-Kanal drehen. Dazu bin ich auf die Website von Timberland gegangen, um noch ein paar Infos über die Schuhe zu bekommen. Ich las: „Bei der limitierten Serie unserer kultigen 6-Inch Boots wird die charakteristische Silhouette mit neuen Farbtönen kombiniert. Edle Verzierungen, die den besonderen Charakter von fünf Weltstädten widerspiegeln, runden das Gesamtbild stilvoll ab. In diesen exklusiven Stiefeln pulsiert die Energie Londons. Sie erinnern an die beliebten Doppeldeckerbusse und typisch britschen Tweed.“ Wunderbar hat alles gepasst: Als ich den Preis sah, wurde ich aber ärgerlich: Reduziert auf 167 Euro. Ich hatte also 42 Euro zuviel gezahlt. Also den Kundendienst von Timberland angemailt, wie denn nun zu verfahren sei. Soll ich die Schuhe zurücksenden oder bekomme ich die Differenz verrechnet? Die Schuhe selbst sind ein Traum und absolut empfehlenswert.

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Tags darauf, meldete sich Timberland und verrechnete mir die Differenz. Vielen lieben Dank dafür und ich war über den Kundendienst begeistert. Das gefällt mir. Ich drehte mein Unboxing-Video und ging die ersten Schritte mit meinen neune Timberland spazieren. Tolle Schuhe – ich bin von der Qualität und vom Tragekomfort begeistert. Das ist Timberland, wie ich die Schuhe kenne. Aber ich ärgerte mich schon, dass ich 42 Euro zuviel gezahlt hatte. Wenn ich mich nicht gemeldet hätte, dann hätte Timberland sicherlich nicht mir die Summe gutgeschrieben.
Als ich das Video zur YouTube hochlud, ging ich nochmals auf die Website von Timberland und stellte entgeistert fest: Die hatten die Schuhe nochmals im Preis gesenkt: Nun 146 Euro. Allerdings soviel Fairness muss sein. Es gab die Schuhe nicht mehr in meiner Größe, sondern nur noch in 47,5. Ich trage Schuhgröße 42. Vielleicht gab es gestern oder vorgestern die Schuhe in meiner Größe – heute aber nicht mehr.

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Ich habe mich nicht mehr beim Kundenservice von Timberland gemeldet, fühle mich als Kunde aber unwohl. Klar, das ist Marktwirtschaft und Timberland kann den Preis senken, wie das Unternehmen es für richtig hält. Aber wenn ich das Gefühl habe, die Unternehmen senkt Tag für Tag die Preise und ich muss mich als Kunde ärgern, dass ich die Sachen zu teuer gekauft habe, dann reagiere ich als Kunde empfindlich. Auch das ist Marktwirtschaft, denn es gibt noch andere gute Schuhfirmen.
Ich bin bereit für Qualität einen guten Preis zu bezahlen. Die Qualität bei Timberland stimmt. Aber meines Erachtens stimmt die Preispolitik in diesem Fall nicht. Daher freue ich mich sehr über die London-Edition meiner Timberland-Stiefel, werde aber künftig verzichten, bei Timberland einzukaufen.

Musiktipp: Before The Dawn (Live) von Kate Bush

23. Dezember 2016

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Es gibt Ereignisse, das wäre ich gerne, sehr gerne dabei gewesen. Dazu gehört der Tag als Bob Dylan seine Gitarre an den Verstärker beim Newport Festival anschloss, der Tag als Pink Floyd The Wall in Dormund aufführte und jetzt als Kate Bush zu ihren Konzerten nach London rief. Innerhalb von Minuten waren die 22 Konzerte der großen Dame der britischen Popmusik im Hammersmith ausverkauft. Ich bekam keine Karte – leider.
Aber jetzt bekam ich das Dreifach-Album der Konzerte mit dem Titel Before The Dawn. Ich hörte die ersten Takte und ärgerte mich, dass ich damas nicht schneller gewesen war und mir eine Konzertkarte gekauft hatte. Before The Dawn ist der Mitschnitt des Performance von Kate Bush, aber leider nur die Audio-Version. Wie gerne hätte ich die Aufführung gesehen, genossen. Eine Blu ray-Version der Aufführung ist nicht in Sicht und so bleiben uns Fans bisher nur das Dreifachalben. Klassische Fotos oder Youtube-Videos von der Aufführung gibt es nicht oder kaum, denn die Künstlerin bat Aufnahmen zu unterlassen. Und ihre Rechtsanwälte verstehen zudem keinen Spaß.
So sitze ich in meinem Musikzimmer, habe den Kopfhörer auf dem Kopf und versuche Before The Dawn zu genießen. Ich höre die Kompositionen, aber ich vermisse die Bilder. Bei vielen Konzerten brauche ich keine Bilder, denn es gibt nichts außer Tanz und Lightshow. Nicht so bei Kate Bush, die eine künstlerische Gesamtperformace ablieferte. Für mich die Idee der Konzeptalben der siebziger Jahre wie Lamb lay down … in das 21. Jahrhundert übertragen. In manchen Kritiken steht, dass der Klang zu dumpf ist. Ich merke das nicht, aber vielleicht sind meine Ohren zu schlecht oder meine Anlage gibt nicht genug Wums her.

Die Songs von Before The Dawn
Etwas traurig bin ich, dass Kate Bush ihre musikalische Frühphase übersprungen hat. Wahrscheinlich klappen die hohen Töne nicht mehr so und bevor es peinlich wird, kamen Sachen wie Wuthering Heights oder Babuschka nicht mehr zum Einsatz. Es startet mit der ersten CD und sieben Songs stammen von von den Alben Hounds Of Love („Running Up That Hill“ sowie „Hounds of Love“), „The Sensual World“ („Never Be Mine“), „The Red Shoes“ („Lily“ und „Top Of The City“) und „Aerial“ („King Of The Mountain“ und „Joanni“). Stutzig wurde ich beim Start der zweiten CD mit dem Monolog „The Astronomer’s Call“, gesprochen von Kevin Doyle. Dann läuft die gesamte Suite „The Ninth Wave“ vom Album „Hounds Of Love“ ab. Weiter geht es mit der dritten CD. Dort gibt es die “A Sky Of Honey“-Suite zu hören vom zweiten Teil von „Aerial“. Es gibt mit einen komplett neuen Song „Tawny Moon“ . Dieser wird sehr schön interpretiert von Kates Sohn Albert McIntosh. Das Lied ist zwischen „Somewhere In Between“ und „Nocturn“ untergebracht. Das Album endet mit „Among Angels“ vom Album 50 Words For Snow und „Cloudbusting“.

Ich muss zugeben, ich musste mich reinhören. Das Album geht nicht sofort ins Ohr und wer die drei CDs nebenbei hört, der wird bestraft. Kate Bush fordert Aufmerksamkeit ein und so brauchte ich eine Rücksuzugsmöglichkeit, um die Sache in Ruhe anzuhören. Kopfhörer auf und Musik an. Before The Dawn ist gewaltig und spült einen hinweg. Das Lied an der Qualität der Songs und es liegt an der Qualität der Musiker. Jon Carin und David Rhodes spielten u.a. für Pink Floyd und Peter Gabriel. Ebenso rocken Mino Cinélu, Bassist John Giblin und Drummer Omar Hakim, der die Trommel für Michael Jackson, Sting, Daft Punk, Madonna, Dire Straits, David Bowie und Bryan Ferry rührte. Die Herrschaften verstehen ihr Handwerk und so kann sich Kate Bush auf Profis verlassen, so dass sie sich auf ihre Show konzentrieren kann. Die Musik hat derart viel Power. Also klar Kaufbefehl.

iPhone Tipps für mehr Produktivität

19. Dezember 2016

Nachdem ich seit längerem im iPhone-Magazin eine regelmäßige Kolumne habe, will ich mich auch mal wieder um Tipps und Tricks zum Thema iPhone von Apple kümmern, quasi als Gegengewicht zu meiner Kolumne. Daher habe ich gleich mal zwei Tipps zusammengestellt und Videos gedreht.

iPhone Tipp: Geöffnete Tabs in Safari auf einmal schließen


Beim Surfen mit dem Apple eigenen Safari-Broswer öffne ich immer wieder ein neues Fenster. So sammeln sich schnell viele, viele Fenster an, die ich mühsam einzeln mit dem Klick aufs Kreuzchen schließen müsste. Einfach auf das Feld Fertig rechts unten kennen und dann das Dialogfeld abwarten. Dort können alle Tabs auf einmal geschlossen werden.

iPhone Tipp: Siri die Anrufer ansagen lassen


Im Auto kann es tödlich sein, wenn ein Anruf am iPhone eingeht und die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr abgelenkt ist. Oder ich habe das iPhone in der Tasche, höre Musik über Kopfhörer und ein Anruf kommt, dann muss ich das Smartphone aus der Tasche herauspulen, um zu sehen, wer meine Kreise stört. Da kommt Siri ins Spiel. Über Einstellungen • Telefon • Anrufer ankündigen lässt sich Siri aktivieren. Aber natürlich kann Siri nur Anrufer ansagen, die auch in den Kontakten enthalten sind.

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Wursterlebnisseminar als Weihnachtsgeschenk

15. Dezember 2016
Ein Wurstseminar ist ein tolles Geschenk.

Ein Wurstseminar ist ein tolles Geschenk.

Völlig überraschend kommt am 24. Dezember der Heilige Abend auf uns zu. Und völlig überraschend stellt man sich mal wieder die Frage: Was soll ich schenken? Wir haben doch schon alles.
Ich habe einen kleinen Tipp, der meiner Familie und mir richtig Spaß gemacht hat: Ein Wursterlebnis-Seminar von Claus Böbel. Ich habe ein Seminar bei ihm über seine Website umdiewurst.de gebucht und einen wunderbaren Nachmittag im fränkischen Rittersbach verbracht.


Auf dem Programm stand die Produktion der fränkischen Bratwurst. Nach einer kleinen Betriebsbesichtigung des mittelständischen Betriebes ging es los. Claus Böbel hat sich bundesweit einen Namen als führender Internet-Metzger gemacht. Ich habe ihn schon öfters getroffen und bei ihm Fleisch- und Wurst über das Internet bestellt. eFood ist für den Mittelständler Claus Böbel zu einem zweiten Standbein geworden. In meinem Blog habe ich des öfteren darüber berichtet.


Dann gibt es los: Grüne Mütze im CI von Claus Böbel auf den Kopf, wegen der zahlreichen Fotos für Facebook und Instagram und ab in das Kühlhaus, um das richtige Fleisch auszusuchen. Zug um Zug lernten wir die einzelnen Schritte der Produktion der fränkischen Bratwurst kennen. Aber nicht nur zuschauen war angesagt, sondern vor allem selbst anpacken. Unter den kritischen Augen des Metzgermeisters Claus Böbel wurde das Fleisch geschnitten. Der Umgang mit den extrem scharfen Messern will gelernt sein. Dazu trugen wir Schutzhandschuhe und Schutzwesten aus Metall. Es sah irgendwie nach den alten Rittersleut aus, aber Schutz muss sein. Auch das wussten die Ritter.


Die Ratschläge und Tipps von Claus Böbel zeugen von jahrelanger Erfahrung. Die Mischung von Fachwissen und Geschichten aus der Metzgerei passen perfekt zusammen, bilden und unterhalten zugleich.

Kein Wunder, dass Interessierte aus der ganzen Welt seine Wursterlebnisseminare buchen. Vor kurzem war eine Gruppe Japaner in Rittersbach zu Gast, um die fränkische Wurst zu produzieren.


Das Fleisch wurde in handliche Würfel geschnitten, gewürzt und dann durch einem Fleischwolf gelassen. Nicht so ein Haushaltsding, sondern ein richter Kaventsmann. Und nun kam der erste Gang. Es gab schmackhaftes Rindfleisch – mit gehackten Zwiebel eine Delikatesse. In Franken heißt es Bratwurstgehäck und ist mit frischem Brot eine echte Wucht.


Dann kam schon die nächste Attraktion. Claus Böbel brachte eine grüne Kiste mit allerlei Gewürzen hervor. Hier konnten wir unsere eigene Wurstkreation erstellen. K1/2 versuchten es mit Schokolade und Bratwurst, andere setzten auf eine mediterrane Variante und ich würzte kräftig mit Chilli. Ich sollte diese Tat später bereuen, aber ich mag es nunmal scharf. Die Idee ist genial – die eigene Bratwurstkreation.

Heraus kommt ein kulinarisches Experiement mit einem sehr kommunikativen Teil. Das Ganze wird dann die lauwarme Vorspeise zum Bratwurstmenü. Diese kulanarischen Events kann Claus Böbel in ganz Deutschland durchführen, er braucht dazu nur eine haushaltsübliche Küche.

Ablaufplan auf Fränkisch.

Ablaufplan auf Fränkisch.

Anschließend stand das Befüllen des Bratwurstdarms auf dem Programm. Wir Seminarteilnehmer konnten selbst die Bratwurstmaschine bedienen und unsere Würste selbst herstellen. Die einen waren etwas kürzer, die anderen etwas dicker, aber nach der Zeit kommt die Erfahrung.


In der Küche ging es dann ans Essen. Wir saßen in der Küche um die Herdplatte herum, tranken und hatten unseren Spaß. Starter war eine Bratwurstsulz. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Zunächst eine Spezialität: Saure Zipfel mit viel Zwiebel und dann die klassische fränkische Bratwurst. Ich hatte ein paar fränkische Bier zum Runterspülen und zum Abschluss gab es einen Bratwurstlikör.

Bratwurstlikör - freilich in den CI-Farben von Claus Böbel.

Bratwurstlikör – freilich in den CI-Farben von Claus Böbel.

Und als Erinnerung verschickten wir noch eine Wurstpostkarte. Ich formte aus meiner Wurst eine 42 und der Empfänger war mein Lieblingshotel, das Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Ich hoffe, Sabine und Armin Groß haben sich gefreut. K1 hatte die Karte an sich selbst geschickt und dann aufgegessen.

Meine 42 ging ins Allgäu.

Meine 42 ging ins Allgäu.

Kugelrund und vollgefressen ging es wieder nach Hause. Neben einem vernüglichen und schmackhaften Nachmittag in Franken wurde mir wieder einmal bewusst, welche handwerkliche Arbeit hinter dem Metzgerhandwerk steckt. Kleine und mittelständische Betriebe müssen erhalten bleiben. Für uns stand fest, dass wir diese handwerkliche Qualität bewahren und unterstützen wollen. Auch wenn es seinen Preis hat. Dafür muss eben nicht jeden Tag Fleisch und Wurst auf den Teller kommen. Auch dieses Seminar hat wieder dazu beigetragen, sich seines Verhaltens bewusst zu machen.
Ich kann das Wursterlebnis-Seminar bei Claus Böbel absolut empfehlen und wer noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt, sollte sich auf der Website umschauen und einen Termin buchen. Es lohnt sich.

Und hier verrät Claus Böbel das Geheimnis der fränkischen Bratwurst:

Filmkritik Star Wars Rogue One

14. Dezember 2016

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„Als das Lucas-Logo auftauchte, da kribbelte es so schön im Bauch und mein Herz pochte“ – So nett drückte es mein Filmkritiker Kollege Julian Reischl aus. Und recht hatte er. Rogue One versetzte mich seit Wochen in einen Erregungszustand, den ich als Kind hatte, wenn ich einen großen Film im Kino ansehen durfte. Heute bin ich eher abgebrüht, aber dieses Gefühl habe ich mir bei Star Wars- und Star Trek-Filmen bewahrt. So auch bei der Premiere von Rogue One. Ich trat aus dem Kino und fühlte mich wie ein Held auf seinem Klassentreffen. Rogue One war ein Treffen der alten Bekannten. Ich sah meine Lieblinge wieder: C3PO, R2D2, Darth Vader, Prinzessin Leia und einfach wunderbar Gouverneur Großmoff Tarkin. Sie waren die Konstante, die den Film erträglich machten, was nicht heißen soll, dass Rogue One ein schlechter Film ist. Nur das Feuer sprang bei mir erst im Laufe des Films über.
Der Film ist ein Spin Off aus dem Star Wars-Universum und eine separate Geschichte, die sehr gut vor Episode IV eingebettet ist. Von der Handlung will ich nicht viel verraten: Es geht um die Pläne des Todessterns, die von den guten Rebellen von dem bösen Imperium gemopst werden. Fans wissen Bescheid.
Der Beginn des Films schleppte sich hin, die neuen Charaktere wurden eingeführt, doch emotional rissen sie mich nicht mit. Einzig der umgedrehte imperiale Droide K-2S0 zeigt die notwendigen Emotionen und sorgte für ein gewisses Maß an Unterhaltung. Was ist passiert? Bin ich etwa zu alt für Star Wars? Nein, ich bin nicht zu alt für gute Unterhaltung, aber der Anfang kam schon sehr klischeebehaftet daher.
Regisseur Gareth Edwards, der mit Godzilla ein emotionales Meisterwerk ablieferte, versteht eigentlich sein Handwerk. Er weiß eigentlich, was mir als Fan der ersten Stunde gefällt. Er zitierte die alten Filme und das freut mich. Beispiele gefällig?

Da wäre der Held, der zuerst schießt. Wie der alte Han Solo einstmals. Und ich bleibe dabei: Han hat zuerst geschossen, auch wenn Lucas später eine Geschichtsfälschung betrieb.

Dann wären da die Wachmänner auf den Rebellentürmen, die in den Sonne blicken, während die X-Wings in den Krieg ziehen. Warum braucht man eigentlich in der Zukunft noch einen Ausguck?

Und da ist auch der Mausroboter, der den Sturmtruppen hinterher rollt. Wie sehr habe ich damals im Kino gelacht und wollte unbedingt so einen Maus-Droiden haben.

Schöne Erinnerung waren auch die hohen Schächte in denen unsere Helden herumturnen und gegen die Sturmtruppen kämpfen. Der alte Luke hing auch in solchen Schächten, die damals noch Matte-Zeichnungen waren, und musste den Traktorstrahl ausschalten. Leia retten.

Sehr schön auch der Crash der Sternenzerstörer – wie einst bei Rückkehr der Jedi, als es Rums auf Endor machte und die Jedi wieder die Macht übernahmen.

Aber es kamen in Rogue One beim ersten Mal Ansehen keine neuen markanten Augenblicke vor, die sich in mein Filmbewusstsein einbrennen werden. Schade. Vielleicht passiert dies beim zweiten und dritten Mal, denn ich werde mir den Film mehrmals ansehen (müssen).
Technisch ist Rogue One allererste Sahne und die Weltraumkämpfe machen Spaß. Da gibt es nix zu meckern, wenn Gold eins und Rot eins zum Angriff über gehen. Es macht Freude, wenn die Jäger gegen das Imperium antreten, wenn die Tie-Fighter daher sausen und sich im Kampf stellen. Ich liebe die ATAT, die Rebellen auslöschen. Das ist das Star Wars Universum, wie ich es mag. Warum allerdings die Daten vom Todesstern allerdings auf Festplatten gelagert werden, erschließt sich mir nicht. Cloud Computing hat sich in der Zukunft wohl doch nicht durchgesetzt. Es muss ja nicht gerade die Drop Box sein.
Klar ist auch: Der Rogue One ist härter geworden als die bisherigen Filme der Reihe. Der Hinterhalt, in dem die Sturmtruppen mit ihrem Panzer geraten, zeigt keine glorreichen Kämpfe mit Helden und Siegern. Das ist Krieg und mir kam Ridley Scotts Black Hawk Down in Erinnerung. Und ich täuschte mich nicht. Für das lebensnahe, realistische Feeling von Rogue One verpflichtete Edwards Greig Fraser (Zero Dark Thirty, Foxcatcher) als Chefkameramann und Neil Corbould (Black Hawk Down, Gladiator, Der Soldat James Ryan) als Special Effects Supervisor. Einzig, die Heldin zeigt Herz und rettet ein weinendes Kind. Bilder vom Krieg in Syrien kamen auf. Familienunterhaltung ist das nur bedingt. Der Film selbst ist eher in dunklen Bilder gehalten, was der ganze Atmosphäre sehr gut tut.
Die grundsätzliche Frage stellte sich mir im Film immer wieder: Warum tragen die Sturmtruppen eigentlich eine Panzerung. Laserstrahlen fegen sie hinweg. Und sogar jeder Stockhieb erledigt sie. Schutz stelle ich mir anders vor. Richtig nervig war für mich Kung Fu Panda Chirrut Îmwe (Donnie Yen) und sein Rambo-Verschnitt mit der großen Karre. Hier wurde versucht ein dynamisches Duo aufzubauen, das meines Erachtens misslang. Die Charaktere nerven nur. Ich bin auch keine 8 Jahre mehr. Was bei Lucas noch eine Verbeugung vor dem großen Akira Kurosawa war, ging mir jetzt gehörig auf den Geist. Es war eher Kung Fu David Carradine mit John Rambo Stallone.
Gefallen hat mir dagegen das Böse im weißen Mantel. Der imperiale Militärdirektor Krennic (schön gespielt von Ben Mendelsohn) will den Todesstern unterdessen so schnell es geht einsatzbereit bekommen. Er bekommt aber von seinen Vorgesetzten, buchstäblich die Luft abgeschnürt und wird zurückgepfiffen. Insider wissen, wer der Chef mit schwarzen Mantel und Maske ist. Das macht Spaß und bei dieser Szene klatschte ich innerlich. Gut gemacht.
Ein Wort noch zur Musik. Den Score werde ich noch extra besprechen, wenn ich das Album durchgehört habe. Jeder Komponist muss verlieren, wenn er das Erbe von John Williams antritt. An den Olymp kommt keiner heran. Regisseur Gareth Edwards beauftragte Komponist Alexandre Desplat mit dem er schon bei Godzilla arbeitete. Weil aber Disney umfangreiche Nachdrehs anordnete, stieg Alexandre Desplat aus dem Projekt aus – mich würde jetzt um so mehr seine Interpretation interessieren. Ausputzen musste es Michael Giacchino, der in vier Wochen den Score komponierte und aufnahm. Eigentlich viel zu wenig Zeit für so einen wichtigen Film. Michael Giacchino machte seine Sache gut, aber das endgültige Urteil folgt in einer separaten Kritik.
Lohnt sich Rogue One? So lautet die Frage. Ja ist meine Antwort. Ist er besser als Erwachen der Macht? Nein, ich habe mich damals eher heimisch gefühlt. Werde ich mir Rogue One nochmals ansehen: Ja, auf jeden Fall, denn es gibt viel zu entdecken und außerdem ist es noch ein Jahr hin, bis Star Wars VIII am 15. Dezember 2017 ins Kino kommt.