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Musiktipp Eye in the Sky (35th Anniversary Boxset) von The Alan Parsons Project

3. Januar 2018
Ist das wirklich schon 35 Jahre her? Eye in the Sky

Ist das wirklich schon 35 Jahre her? Eye in the Sky

Wieder eine Zeitreise in meine Jugend zu meiner damaligen Lieblingsband The Alan Parsons Project. Zum 35. Geburtstag der Albumveröffentlichung erschien noch im vergangenen Jahr die Geburtstagsedition von Eye in the Sky. Obwohl sie mit rund 85 Euro völlig überteuert war, musste ich die Box freilich haben.
Ich erinnere mich noch als ich 1982 durch die Münchner Einkaufszentren streifte und in den Schallplattenabteilungen mich inspirieren ließ. Ich glaube, es war der Karstadt Oberpollinger, der damals eine große Vinyl-Abteilung im obersten Stockwerk hatte. Überall stieß ich auf Poster mit einem Auge im Himmel. Alan Parsons Project hatte das Album Eye in the Sky veröffentlicht und die Marketingwelle rollte an. Als APP-Fan griff ich natürlich zu und Woche für Woche hörte ich das Album. Ich glaube, meine Vinyl-Ausgabe hatte ein Auge mit Goldprägung.

Daher war ich jetzt gespannt, was es zum 35. Geburtstag gab. Insgesamt hat die Box Eye in the Sky (35th Anniversary Boxset) sechs Datenträger und allerhand Merch-Material wie das damalige Werbeposter. Alan Parsons veröffentliche das Original-Album mit sechs Bonus-Tracks auf der ersten CD. Die beiden CDs 2 und 3 beinhalten nichtveröffentlicht Demos und Proben in verschiedenen Mixen. Mir machte es Spaß, sich durch die verschiedenen Versionen zu hören und zu lauschen, wie die Songs entstanden sind. Der vierte Datenträger ist eine Blu Ray im fetten 5.1-Sound, der mir die Ohren wegfetzte. Alan Parsons versteht sein Handwerk als Toningenieur nach wie vor und lieferte hier eine exzellente Abmischung ab. Den Abschluss machte eine Doppel-LP, wobei mein damaliges Vinyl-Album eine einfache Langspielplatte war. Hier das Unboxing Video mit Vorstellung des Inhalts.

So sitze ich also wie ein Jugendlicher mit dem Kopfhörer auf dem Kopf und lausche der Musik von APP. Das Merch-Zeug habe ich gleich weggepackt, dafür um so länger in dem Booklet gelesen, gute Interviews zum Teil. Und vor allem die alten Fotos hatten es mir angetan. Mensch, waren die Jungs damals noch jung und Eric Woolfson war noch am Leben. Er starb ja leider am 2. Dezember 2009. Ich habe noch so viel APP-Zeugs von der Zeit im Archiv stehen und verglich die abgebildeten Single mit meinen Schätzen aus dem Keller. Also klarer Musiktipp zu Eye in the Sky (35th Anniversary Boxset).

Musiktipp: Tales of Mystery and Imagination von The Alan Parsons Project

2. Dezember 2017
Meine erste LP überhaupt und meine Lieblingsplatte: Tales of Mystery and Imagination.

Meine erste LP überhaupt und meine Lieblingsplatte: Tales of Mystery and Imagination.

Obwohl ich es seit fast einen Jahr besitze und immer wieder höre, kam ich bis dato nicht dazu, die Special Edition zum 40. Geburtstag von Tales of Mystery and Imagination zu würdigen. Und nachdem jetzt im Dezember die Box zu Eye in the Sky ins Haus steht, will ich dies schleunigst nachholen und mich vor diesem Meisterwerk von The Alan Parsons Project verbeugen.
Wir schreiben das Jahr 1976 und es war das erste Album des Duos Alan Parsons und Eric Woolfson und es wurde für mich eines der besten Alben der Rockgeschichte. Für mich war es zudem mein erstes Rockalbum, das ich mir gekauft habe. Die Zeit der Märchenplatten und Hörspiele war zu Ende und ich machte mich auf, die Welt der Rockmusik zu erkunden. Von meinem Onkel mit Elvis und Rock’n Roll, mit Cash und Country ausgestattet, tat ich jetzt meine ersten eigenen musikalischen Schritte. Ich stieß auf das gründe Cover von Tales Of Mystery and Imagination. Es faszinierte mich. Edgar Allan Poe, den Namen hatte ich schon mal gehört, aber gelesen hatte ich nichts. Er hatte so eine Art Gruselgeschichten geschrieben, so meinte ich. Und als ich mitbekam, dass Tales of Mystery and Imagination auf den Geschichten von Poe basierten, hörte ich einfach mal rein.

Und seitdem höre ich immer wieder rein in das wunderschöne Album von The Alan Parsons Project und es verzauberte mich. Es war ein tolles Konzeptalbum, symphonisch, melancholisch, rockig, einfühlsam und es blieb im Ohr. Der Bass beim The Raven hat mich geprägt, dazu die Stimme vom Vocoder. So begann meine Liebe zum dem Progressive Rock oder Artrock, der dann später in ELP und King Crimson gipfelte.
Ich wurde Fan von APP und kaufte mir fast alle Alben. Bis 1984 Ammonia Avenue mochte ich APP sehr, dann ab Vulture Culture (1985), Stereotomy (1986) und Gaudi (1987) ebnet meine Begeisterung ab. 1979 gab es The Sicilian Defence, das erst 2014 erschien und nicht besonders war. Begeistert war ich dagegen als 1987 mein Album Tales of Mystery and Imagination neu abgemischt herauskam. Es war anders als meine Fassung von 1976. Der Tontechniker Alan Parsons hat das Album in eine neue Zeit gebracht. Noch immer höre ich beide Scheiben 1976 und 1987 gerne. Was ist die bessere? Ich weiß es nicht.
Und nun kam 2016 zum 40. Geburtstag von Tales Of Mystery and Imagination eine Box mit der CDs und einer BluRay heraus. Zudem gab es die beiden Alben auf LP und ein fettes Booktet. Hier gibt es Produktionsnotizen sowie viele Interviews mit den Beteiligten zu finden. Zudem sind natürlich die Texte abgedruckt, die der Fan sowieso auswendig kann. Die Box enthält die Versionen von 1976 und 1987 und allerhand göttliches Zusatzmaterial wie Demos, unveröffentlichten Tracks, Werbeclips und Interviews. Die Blu-ray enthält einen 5.1 Mix, wenn einer 5.1 kann, dann ist es Mr. Parsons himself. Zudem gibt es noch eine Doppel-LP auf Vinyl für die Retro-Fans, die ich aber nie gehört habe.
An Merch gibt es einen Aufkleber mit Mumienmotiv, eine Reproduktion einer Pressemitteilung und ein Ankündigungsposter.

App-Tipp: Telepromter für iPhone und iPad

21. März 2017

Nachdem ich ja einen YouTube-Kanal als redaktion42 habe, will dieser Kanal auch mit Videos gefüttert werden. Warum mache ich das? Eitelkeit – sicher, aber vor allem um Erfahrungen zu sammeln. Um diese Erfahrungen mit diesem Medium zu sammeln, veröffentliche ich mindestens ein Video pro Woche, oftmals werden es mehr. Es gibt für mich zwei Arten von YouTube-Videos: Bei den einen spreche ich frei von der Leber weg, improvisiere – das kommt in der Regel natürlich rüber. Viele Takes will ich nicht machen, schließlich ist es (noch) nur ein Hobby. Ich versuche, die Videos in einem Rutsch zu machen. Schneiden ist mir oft zu aufwändig.
Und dann gibt es YouTube-Videos bei denen ich oder ein Kunde einen vorgegeben Text vorlese. Ich habe gemerkt, dass Kunden ohne Medientraining auf diese Variante gerne zurückgreifen. Aber es sieht doof aus, wenn man auf das Blatt schaut. Also muss man von den Fernsehprofis lernen und einen Telepromter verwenden.
Als Software benutze ich für iOS Telepromter. Es gibt zahlreiche verschiedene Versionen von Telepromtern, ich habe mich nach Rücksprache mit einigen Videojournalisten für Telepromter von JoeAllenPro Limited entschieden. Es gibt eine Lite-Version zum Ausprobieren, die Vollversion kostet rund 15 Euro.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Bei Telepromter läuft der zu sprechende Texte in individueller Geschwindigkeit auf dem Bildschirm des iPads oder des iPhones ab. Der Videojournalist liest den Text ab und die eingebaute Kamera des iPads oder iPhones filmt das Ganze. Es ist besser, wenn man zudem noch ein externes Mikro ansteckt. Da der Text so geschickt in der Nähe der Kamera platziert ist, merkt der Zuschauer nicht, dass der Text abgelesen wird, weil der Videojournalist die ganze Zeit in die Kamera blickt. Im Fernsehen oder bei Reden wird dieses System seit Jahren eingesetzt.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Der Telepromter von JoeAllenPro Limited ist vor kurzem in einer neuen Version erschienen und komplett erneuert. Er wurde mit Features erweitert, die ich eigentlich kaum vermisst habe. Der alte Telepromter hat mir durchaus gereicht, aber ich habe das Update mitgemacht und hab nun einige Erweiterungen wie das Laden von Texten aus der Cloud oder transparente Farbflächen unter der Schrift. Ich suche im Moment noch den Countdown von früher – den habe ich beim Update nicht mehr gefunden und den brauche ich aber. Gut ist nun die Möglichkeit, den Telepromter von einer externen Blauzahn-Tastatur zu starten. Nun geht auch der Start via Apple Watch und das ist prima. Die Apple Watch steuert allerdings nur die App auf dem iPhone, nicht auf dem iPad. Ich muss mich wohl umgewöhnen, denn bisher habe ich das iPad Pro zur Videoaufnahme meist verwendet. Das iPad Pro hat allerdings eine schlechtere Kamera als mein iPhone 7 plus. Ich probiere die neuen Aufnahmen mit dem iPhone aus, das auch besser auf einem Stativ zu positionieren ist.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Durch das Update habe ich mehr Konfigurationsmöglichkeiten. So kann der Text nicht nur wie bisher von unten nach oben laufen, sondern auch von oben nach unten. Dieses Feature brauchte ich bisher noch nicht. Ich kann Videos nun auch im Hochformat drehen (schreckliche Vorstellung für mich als alter Filmer).
Bei all den Einstellungen ist es natürlich wichtig, was denn vorgelesen werden. Der beste Telepromter nutzt nichts, wenn der Typ vor der Kamera nichts zu sagen hat.

Vier Tagen SmartHome bei der ComputerBild

6. Dezember 2016
Vier Tage leben im SmartHome - auf Einladung der Computerbild

Vier Tage leben im SmartHome – auf Einladung der Computerbild

Vier Tage konnte ich das SmartHome der Computerbild und Partner wie Telekom, Miele, Hue oder Sonos und Dänischem Bettenlager testen. Mein Fazit: Ich hatte mit dem Smartphone das Internet in der Hosentasche, dann hatte ich meine Freunde in der Hosentasche und nun habe ich meine Wohnung in der Hosentasche. Genial!
Zusammen mit K2 reiste ich auf Einladung der Computerbild nach Hamburg zu einem Nobelappartement in einem Neubau an der Elbchausee. Geschmackvoll war die Wohnung vom Team der Computerbild eingerichtet worden – das Wichtigste aber: In der Wohnung waren einige SmartHome-Elemente integriert. Für einige Besucher war dies eine Wohnung der Zukunft – für mich eine Wohnung der Gegenwart.


Es machte Spaß, die einzelnen Elemente auszuprobieren. Gesteuert wurde alles über das Smartphone und Tablet. Es standen Android- und iOS-Geräte zur Verfügung und als Mac-User wusste ich gleich, was ich anfassen durfte und was nicht. Das WLAN kam von der Deutschen Telekom.

Philips Hue und Sonos
Zunächst waren wir mit Licht und Ton konfrontiert – in unserem Fall Philips Hue und Sonos. Via App konnten wir die Beleuchtung der Wohnung regeln, Stimmungen erzeugen, in dem wir das Licht veränderten oder auf vorhandene Presets ausweichten. Das System kannten wir bereits von zu Hause und fühlten uns gleich wohl. Zug um Zug stelle ich die Beleuchtung zu Hause auf das Philips Hue-System um. Lichtstimmungen wirken sich bei mir sofort auf das Gemüt aus. K1/2 bekommen ein konzentriertes Licht bei Hausaufgaben und ein anderes Licht beim Zocken mit der Playstation. Dazu kamen in Hamburg die Sonos Lautsprecher, die in der ganzen Wohnung verteilt waren. Auch das hat prima geklappt – allerdings hatten K2 und ich unterschiedliche Musikgeschmäcker, wenn wir zusammen in einen Raum waren. Aber dafür kann das SmartHome nichts.

Samsung VR Gear
Eine Ausnahme machte ich allerdings bei meiner Android-Phobie. Ich wollte die Samsung VR Gear ausprobieren, die in der Wohnung herumlag.

Das hat zwar nichts mit SmartHome zu tun, machte aber dennoch Spaß. Ich bin mit der VR-Brille eine Art Achterbahn durch eine Goldmine herumgefahren. Nachdem ich Achterbahnen im RL großräumig meide, habe ich mich zumindest in der VR-Welt auf so eine Achterbahn getraut. Fazit: Netter Spaß für Zwischendurch.

Waschen per App
SmartHome pur stand im Mittelpunkt als es an den Test der Miele-Geräte ging. Obwohl ich es nicht ausprobierte, hatten mir es die Waschmaschinen angetan. Hier hat Miele einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Den Markt an Waschmaschinen hatte ich persönlich nie im Fokus. Wir haben eine Miele im Keller und die tut zuverlässig ihren Dienst. Falls die Waschmaschine über die Wupper geht, wird die nächste auf jeden Fall eine smarte Maschine von Miele. Für mich interessant ist die WMV 963 WPS. Via Software lässt sich die Miele Waschmaschine bequem über den WLAN-Router mit dem Internet verbinden. Der Gerätestatus kann von zu Hause oder unterwegs aus abgerufen werden. Als User erhalte ich Nachrichten, wenn das Waschmittel zur Neige geht oder wann die Wäsche fertig ist. Ich muss nicht immer in den Keller schauen, ob das Ding noch wäscht oder nicht.

Alles im Blick durch Netzwerkkameras
Nicht rund lief die Kamera-Überwachung der Wohnung. Es waren drei Netzwerkkameras in der Wohnung installiert, die via Smartphone angesteuert werden können. Sie zeigten Küche, Wohnzimmer und Lagerraum. So konnte ich von unterwegs nachsehen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Je nach Hersteller werde ich per Mail oder SMS benachrichtigt, wenn sich in der Wohnung etwas bewegt. Diese Kameras und Sicherheitssysteme wurden nach der Funkausstellung optimiert und reagieren nicht nur auf Bewegung, sondern auch auf Wärme. In Hamburg funktionierten die Kameras leider nur teilweise. Es lag vielleicht an dem WLAN-System im Haus, was ab und zu zusammengebrochen ist. Peinlich für die Deutsche Telekom in so einem Vorzeigeobjekt. Damit war auch das Streaming über den Samsung-Fernseher kein Genuss. Die Schwankungen der Internetgeschwindigkeit waren enorm und so bliebt die TV-Glotze samt Telekom-Streaminginhalte aus.

Backofen und Geschirrspüler
Ich wurde in Hamburg zum Miele-Fan. Nachdem die Computerbild via Rewe-App Lebensmittel für uns eingekauft hatte, wollten wir die Lebensmittel verbrauchen. Also ging es ans Kochen und Backen. Die Geräte lassen sich via App vom Smartphone steuern.

Allerdings: Aus rechtlichen Gründen ging das Kochen am Herd via Smartphone nicht. Die entsprechende Elektronik wird in Deutschland/Europa nicht ausgeliefert – in Asien ist mit den gleichen Mielegräten ein Ansteuern des Herds möglich. Also konnten wir das Kochfeld nur beobachten – richtig testen ging nicht.


Dagegen ist die Spülmaschine von Miele eine Wucht. Alle relevanten Daten werden via App angezeigt und endlich ist das Nachsehen, ob die Maschine fertig ist, vorbei. Das ist wirklich eine sinnvolle Erleicherung im Alltag.
Den Backofen von Miele testeten wir durch das Backen einer Pizza. Die Zutaten stammten – wie geschrieben – aus dem Rewe Onlinestore. Ich geb es zu, ich musste mich daran gewöhnen und die erste Pizza aus dem smarten Backofen ist mir nicht so ideal gelungen. Das Ding wäre mir fast verbrannt, aber ich bin mir sicher, dass beim zweiten oder dritten Mal alles perfekt ist. Via App lässt sich der Backvorgang vorbereiten und durchführen. Am Ende ärgere ich mich, dass ich zwar einen Miele Backofen zu Hause habe, aber nicht die smarte Version genommen habe. Hier hätte ich die Mehrkosten investieren sollen.

SmartHome kommt
Für mich gehört dem SmartHome die Zukunft. Ich bin bereit, in diese Zukunft investieren. Gerade bei einer älterwerdenden Gesellschaft kann SmartHome dazu dienen, unabhängiger zu bleiben. SmartHome bedient die Sicherheitsbedürfnisse und wirkt sich positiv aufs Leben aus. Die Steuerung der Heizung, Steuerung der Pfanzenbewässerung und vieles mehr sind nur ein Anfang. Natürlich muss das System sicher und von außen nicht angreifbar sein. Hier sehe ich ganz große Chancen für neue Arbeitsplätze in der SmartHome-Vernetzung. Allerdings muss ich auch schimpfen: Die Industrie steht bereit mit Produkten, der Konsument (also ich) will es haben, wo ist denn nun das deutsche Handwerk, das sich auskennt und mir die Sachen installiert? Bei meinem Hausumbau schaute ich in viele ratlose Gesichter als ich mit meinen Handwerkern über das Thema SmartHome sprach. Liebes Handwerk, verpasst bitte die Digitalisierung nicht und Aussagen wie „das haben wir immer schon so gemacht“, reichen künftig nicht aus. SmartHome ist eine wahnsinnige Chance für die Handwerksbetriebe.

Split View in iOS 9: Zwei Bildschirme nebeneinander am iPad

11. Februar 2016

Seit iOS 9 ist es möglich, geplitte Bildschirme darzustellen, also zwei Bildschirme nebeneinander. Das lohnt sich in der Regel nur bei den neueren Modellen vom iPad Air, iPad mini und – bei mir – beim iPad Pro.
„Split View“, so heißt die Funktion. Sie macht mein Arbeitsleben leichter. Copy & Paste am iPad war ein Gemurkse und professionelles Arbeiten war nicht möglich. Durch das iPad Pro kam endlich ein großer Bildschirm und durch „Split View“ ist endlich professionelles Arbeiten möglich. „Split View“ sorgt dafür, dass zwei Apps gleichzeitig geöffnet bleiben und beide Inhalte der App zu sehen und zu bearbeiten sind. Nachdem ich von vielen Leuten gefragt wurde, will ich die Funktion ganz einfach erklären.


Wie wird nun „Split View“ aktiviert? Ich halte das iPad Pro im Landscape-Modus, also quer. Ich starte die erste App und wische dann von rechts nach links. Es erscheint die App-Liste und ich wähle meine zweite App aus und siehe da, ich habe zwei Apps nebeneinander und kann fröhlich hin und her kopieren. Ein weiterer Grund, das iPad Pro mitzunehmen und das MacBook in der Tasche zu lassen.

Facebook Seitenmanager stürzt nach Update ab – Meine Lösung

16. Oktober 2015

Als digitaler Nomade bin ich mit dem iPhone und iPad unterwegs und nutze zahlreiche Apps für meine Schulungen und meine journalistische Berichterstattung. Das MacBook setze ich selten ein, ich bevorzuge die mobilen Geräte und ich freue mich auf das iPad Pro.
Jeden Abend vor dem Einschlafen aktualisiere ich meine Apps. So auch vor drei Tagen. Über Nacht lade ich die Softwareupdates herunter, um am nächsten Morgen die neuen Versionen einzusetzen. Das hat in der Vergangenheit wunderbar geklappt.

Das Versprechen von Facebook.

Das Versprechen von Facebook.

Bis jetzt: Der Facebook Seitenmanager wurde von Facebook auf die Version 33,0 mit 95,4 MByte aktualisiert. Und seitdem geht am iPhone und iPad nichts mehr. Die Software startet und stürzt ab. Was soll der Dreck?
Ich brauche den Seitenmanager um für meine Firmenseite redaktion42 und Kundenseiten aktuelle Meldungen und Bilder zu posten, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Dafür werde ich auch bezahlt. Das geht jetzt nicht mehr. Der Umweg über das Webinterface ist lästig.
Was bildet sich Facebook eigentlich ein? Ist in dem Laden keiner in der Lage die Software vor dem Einstellen in den App-Store zu testen? Wenn ich die Kommentare der aktuellen Version ansehe, lese ich vernichtende Urteile. Auch ich habe kommentiert.

Vernichtende Kommentare nach dem Update.

Vernichtende Kommentare nach dem Update.

Facebook gibt es Neuigkeiten für die Aktualisierung an: „Neu in 33.0: Fehlerbehebungen zur Schnelligkeit der App, Fehlerbehebungen zur Zuverlässigkeit der App“. Ha ha ha, selten so gelacht. Zuverlässigkeit? Der Witz war gut.

Die Lösung: App löschen und neu laden.

Die Lösung: App löschen und neu laden.

Was ist die Lösung des Problems? der klassische Neustart des iPads und iPhones klappt nicht. Der Workaroud ist: App vom Device löschen und dann wieder aus der Cloud laden. Das dauert je nach Leitung zwar ein paar Minuten, doch dann funktioniert wieder alles wie es sein sollte. Hilfreich wäre es, wenn Facebook diesen Tipp einstellt. Das erwartete ich eigentlich als Service des Unternehmens.

Update:  soeben kam das Update von Facebook- jetzt läuft es wieder

Ohne Smartphone geht es nicht mehr – Mediennutzung der Jugend

26. März 2015
Wenn das Handy mal kaputt ist, dann ist Panik angesagt.

Wenn das Handy mal kaputt ist, dann ist Panik angesagt.

Was alle wissen, belegt jetzt die einstige Sprachohr der Jugend mit einer neuen Umfrage. Die BRAVO veröffentlichte gestern interessantes Zahlenmaterial, dass sich mit meinen Erfahrungen als Referent an Schulen deckt: YouTube, Apps und Social Media bestimmen immer stärker das Medienzeitbudget von Jugendlichen. Dies bestätigen die jüngsten Ergebnisse aus zwei Umfragen im Youth Insight Panel (YIP) von BRAVO.
So nutzen neun von zehn Jugendlichen (90 Prozent) YouTube mindestens einmal pro Woche, mehr als die Hälfte (60 Prozent) ist inzwischen täglich auf dem Videoportal unterwegs. In der Altersgruppe bis 14 Jahre liegt die tägliche Nutzungshäufigkeit sogar bei 64 Prozent. Zwei Drittel (69 Prozent) der Jugendlichen schaut sich die Clips mindestens 20 Minuten an, bei einem Drittel (36 Prozent) dauert eine Session sogar eineinhalb Stunden und länger. Klassisches Fernsehen hingegen wird nur noch von knapp der Hälfte (47 Prozent) der Befragten oft geschaut. 13 Prozent interessieren sich überhaupt nicht mehr für das frei empfangbare TV-Programm.
Weitere Umfrageergebnisse im Überblick:

  • Musik ist für drei von vier Teenagern (77 Prozent) das wichtigste YouTube-Thema, gefolgt von Comedy (55 Prozent).
  • 71 Prozent der Jugendlichen folgen ihren YouTube-Stars nicht nur auf YouTube, sondern auch auf weiteren Social Media-Plattformen. Hierbei liegt Instagram (50 Prozent) an erster Stelle vor Facebook (45 Prozent) und Twitter (31 Prozent).
  • Lediglich 20 Prozent der Befragten fühlt sich von Produktplatzierungen in YouTube-Clips – insbesondere bei YouTube-Stars – gestört.
  • ProSieben ist bei den Befragten, die oft oder manchmal klassisches Fernsehen schauen, der beliebteste TV-Sender (76 Prozent), gefolgt von RTL (57 Prozent) und Sat.1 (46 Prozent). ARD oder ZDF schaut hingegen nur jeder fünfte Jugendliche (21 Prozent) gerne.
  • Second Screen: Über zwei Drittel der Jugendlichen (71 Prozent) nutzt beim TV-Schauen parallel ein zweites, mobiles Endgerät.

Ohne Social Media Apps geht nichts!
Die Befragung im BRAVO Youth Insight Panel zur App-Nutzung zeigt, dass über drei Viertel der Jugendlichen (77 Prozent) mindestens zwei Social Media- oder Spiele-Apps auf ihren Smartphones installiert haben. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) nutzt unterwegs sogar mindestens vier Social Media Apps. Instagram (49 Prozent) hat dabei Facebook (41 Prozent) in der Gunst der Jugendlichen inzwischen deutlich abgehängt. Abgesehen von klassischen Social Media-Apps stehen Anwendungen für Musik und Games bei den Befragten besonders hoch im Kurs. Insgesamt haben 60 Prozent der Umfrageteilnehmer mehr als zehn selbst heruntergeladene Apps installiert, neun Prozent der Befragten geben an, 40 und mehr Apps auf dem eigenen Smartphone zu haben. Jeder fünfte Jugendliche (20 Prozent) gibt regelmäßig monatlich Geld für Apps aus.

Missverständnis bei den Facebook AGB

30. Januar 2015

Heute ist es also so weit: Facebook setzt seine neuen AGB in Kraft. Der Inhalt ist mittlerweile hinlänglich bekannt: Facebook trackt auch außerhalb von Facebook unser Nutzerverhalten im Web, um entsprechende Informationen und Profildaten zu sammeln, um uns mit Verbraucherinformationen zu versorgen.
Die Aufregung im Netz ist verständlich und gerechtfertigt. Verbraucherschützer laufen gegen diese Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen massiv Sturm. Wer den AGBs nicht zustimmen will, der solle einfach Facebook fernbleiben, so die Argumentation von Mark Zuckerberg & Co. Sie machen es sich schon sehr einfach, Herr Zuuckerberg!
Interessiert habe ich die Diskussion seitens der Politik verfolgt. Und auch mit manchem Kopfschütteln habe ich die Debatte angesehen. Immer wieder wird seitens der Politik behauptet: Das kann Facebook mit uns als Kunden nicht machen!
Doch hier irrt die Politik. Hier hat die Politik das Unternehmen Facebook komplett missverstanden. Es ist doch so:
Die User von Facebook sind nicht die Kunden, die User von Facebook sind das Produkt. Die Kunden von Facebook ist die Werbetreibende Wirtschaft. Und diese wird hervorragend, ja nahezu vorzüglich von Facebook behandelt.
So ist die Aufregung seitens der Politik ein Sturm im Wasserglas – Show oder Kalkül. Entweder sind sie dumm oder sie verkaufen uns als User für dumm. So mancher Politiker führt Scheingefechte, um potentielle Wähler zu beeindrucken.
Wahr ist doch: Die Änderung der AGBs von Facebook kommt den Kunden von Facebook komplett entgegen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Werbetreibende Wirtschaft die Änderung der Facebook AGBs sogar unterstützt. Endlich kann ich noch mehr Daten über die User sammeln, endlich kann ich noch genauer meine Werbung schalten und habe nicht die teuren Streuverluste, wie sie bei Tageszeitungen oder Fernsehen – also bei klassischen Massenmedien – üblich sind.
Die Gefahr, dass die User im großen Stil Facebook verlassen, sehe ich nicht. Ich bin dort, wo meine Freunde sind. Das gilt bei der Datenkrake WhatsApp genauso, wie für die große Mama Facebook. Der Mark Zuckerberg hat seinen Universum schon durchdacht aufgestellt.

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Was sollten die User mit Medienkompetenz  tun? Nun zum einen den Browser so einstellen, dass er alle Cookies nach einer Session löscht. Auch bevor man Facebook ansteuert, sollten die Cookies gelöscht werden. Auch das Surfen im privaten Modus ist ratsam. Browser-Plugins wie Ghostery sollten eigentlich auf jedem System installiert sein (gibt es für alle Standard-Browser am Rechner und Smartphone).

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Wer wirklich sicher sein will, sollte Facebook auf dem Smartphone und dem Tablet herunterwerfen. Wer das nicht will, sollte zumindest den Lokalisierungsdienst ausschalten – also keine Statusmeldungen mehr mit Ortsbezug. Und unbedingt untersagen, dass Apps auf dem Smartphone deine Werbe-ID nutzen. Hier der Link zum Einstellen für iOS und Android.

Und wehe, es schickt noch einer das folgende Bild herum: Das ist kompletter Blödsinn und zeugt von überhaupt keiner Medienkompetenz:

Das zeugt von nichtvorhandener Medienkompetenz

Das zeugt von nichtvorhandener Medienkompetenz

 

 

insideAR: Wie meine Tochter mit augmented reality ihr Ikea-Zimmer einrichtet

1. November 2014
Entdecke die AR-Möglichkeiten am Ikea-Stand auf der insideAR

Entdecke die AR-Möglichkeiten am Ikea-Stand auf der insideAR

Als Fan von augmented reality (AR) kannte ich natürlich die Möglichkeiten durch den neuen Ikea-Katalog. Mit der Verbindung von Print und AR habe ich neue Möglichkeiten entdeckt.
Auf der insideAR Konferenz von metaio musste ich mir wieder einmal die Demo von Ikea ansehen, weil es einfach Spaß macht.
Im Katalog von Ikea verbergen sich hinter den Bilder verschiedene AR-Links. Wer diese mit der Ikea-App scannt, erweitert den Katalog durch das Smartphone oder Tablet um virtuelle Möglichkeiten. So lässt sich ein Stuhl, ein Sofa oder andere Möbelstücke virtuell im Raum platzieren und das in Originalgröße.

Mir hat die insideAR sehr gut gefallen.

Mir hat die insideAR sehr gut gefallen.

Eine wunderbare Anwendung, die ich auch gleich zu Hause nach der insideAR Konferenz mit meinen Kindern durchspielte. Meine Tochter schnappte sich das iPhone, holte sich die Ikea App und verschwand für zwei Stunden in ihrem Zimmer. Anschließend präsentierte sie mir die Einrichtung für ihr neues Zimmer mit dem Hinweis, dass es nicht mehr so lange bis Weihnachten hin sei. Der Wunschzettel war voller neuer Möbel. Ich freue mich, dass meine Kinder so technikbegeistert sind, aber muss es denn gleich solche Auswirkungen haben?

App-Empfehlung: Hyperlapse

7. September 2014

Ich liebe ja Zeitraffer-Aufnahmen. Sie erinnern mich immer an frühe Stummfilme, wenn die Schauspieler sich aufgrund der unterschiedlichen Abspielgeschwindigkeit schnell bewegen. Immer wieder greife ich auf verschiedene Tools zurück und spiele mit ihnen herum. Im Moment experimentiere ich, wie viele andere auch, mit dem neuen Werkzeug von Instagram: Hyperlapse

Das Icon von Hyperlapse

Das Icon von Hyperlapse

Hyperlapse macht mir im Moment riesigen Spaß. Zusammen mit meinen Kindern haben wir am iPhone verschiedene Szenen ausprobiert. Wir haben das iPhone an die Windschutzscheibe ans Auto geklemmt und sind durch die Gegend zum Einkaufen gefahren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir haben zwei Filme erstellt und sie mit dem Google YouTube Editor zusammengeschnitten und mit Stock-Musik von Youtube unterlegt. Alle die Tools sind kostenlos. Was ist das für eine Welt, in der wir leben? Noch vor ein paar Jahren hätten diese Werkzeuge richtig Geld gekostet.


Die Bedienung ist denkbar einfach, als ob Hyperlapse ein Apple Tool wäre. Es gibt nur einen Button. Dann startet die Aufnahme. Hyperlapse bietet uns zwei Möglichkeiten: entweder eine Zeitraffer-Aufnahme oder eine Art Steadycam-Aufnahme. Die Bildstabilisierungsfunktion ist leistungsfähig. Sehr gut ist auch, dass man das Video dann auf dem Smartphone abspeichern kann. Oder gleich in soziale Netzwerke hochladen. Wir erinnern uns: Instragram gehört zu Facebook.
Es stehen verschiedene Geschwindigkeiten zur Verfügung. Wer 1 einstellt, erhält eine Steadycam-Aufnahme, die kaum Wünsche offen lässt. Ich habe viele Steadycam-Stative ausprobiert und einige sogar gekauft. Die lass ich alle zu Hause. Die eingebaute Steadycam-Funktion ist der Hammer. Steadycam nutzt die gyroskopische Technik des iPhones. Trotz Wackelei kommt am Ende ein ruhiges Bild heraus. Weitere Geschwindigkeiten sind 2, 4, 6, 8, 10 und 12 und die höher die Zahl, desto mehr wird die Zeit gerafft.
Übrigens, Hyperlapse gibt es im Moment nur für iOS. Android soll irgendwann folgen. Und für Windows Phone? Ach, lassen wir das. Was ist das Windows Phone? Und wehe ich sehe einen, der sein iPhone falsch hält und damit dem VVS infiziert ist.