Archive for the ‘Apple’ Category

15 Jahre Apple iPhone – ich war dabei

11. Januar 2022

Es gibt Ereignisse, die in die Geschichte eingehen und bei einem solchen Moment war ich dabei. Ich saß vor 15 Jahren in San Francisco im Moscone Center als Steve Jobs das iPhone vorstellte. Apple erfindet das Telefon neu – lautete ein Slogan.

Auf der Bühne führte uns Jobs zunächst an der Nase herum und sprach von drei neuen Produkten: ein iPod mit Touch-Control, ein Telefon, ein Internet-Device. Und dann als der Groschen gefallen ist, der legendäre Satz: „Wir nennen es iPhone.“ Der Rest ist Geschichte.
Ich habe meine Erinnerungen in diesem Video zusammengefasst: Viel Spaß

Die Rettung für das Heimstudio: Sonnet Echo 5 Thunderbolt 4 Hub

23. Dezember 2021

Meine Suche nach einem Thunderbolt-Hub für mein MacBook Pro M1 und iPad Pro hat endlich ein Ende. Ich muss mehr Geräte über USB-C in meinem Heimstudio vernetzen und war auf der Suche nach einem entsprechenden Hub. USB-Hubs gibt es zur Genüge, aber bei USB-C und Thunderbolt wird die Luft schon dünner.

Seit Jahren bietet der Peripherie-Hersteller Sonnet mir für meine Wünsche über kurz oder lang die richtige Lösung. Bei verschiedenen Messen wie der IBC oder NAB hab ich mich dafür an den Ständen von Sonnet dafür bedankt.

Auch dieses Mal ist Sonnet meine Rettung für ein Firstworld-Problem: Sonnet stellt für 270 Euro neuen Echo 5 Thunderbolt 4 Hub vor. Der kompakte Hub verfügt über vier Thunderbolt 4 Ports, unterstützt 85 Watt Ladestrom und 8K-Monitore. Das kleine Kästchen wird in mein Heimstudio einziehen – und weil es so schön kompakt ist, geht es mit dem iPad Pro auf Reisen.
Der Echo 5 Hub bietet vier Thunderbolt 4 Ports sowie einen USB 3.2 Gen 2 (10Gbps) Typ A Ladeanschluss mit bis zu 85 Watt Ladeleistung. Der handliche Allrounder eignet sich für Computer mit Thunderbolt 3 oder 4, M1 Max, M1 Pro und M1 Macs sowie für Modelle des iPad Pro mit Thunderbolt-Anschluss.
Die neuen mobilen Macs verfügen nur noch über wenige Peripherieanschlüsse, was die Anzahl der direkt angeschlossenen Geräte limitiert. Häufig wird zudem ein Port zum Aufladen benötigt. Der Echo 5 Thunderbolt 4 Hub von Sonnet ermöglicht es, bis zu neun Geräte einschließlich zwei Monitore gleichzeitig zu verwenden und zugleich den Computer mit Strom zu versorgen – alles über ein einziges Kabel. Mit drei Thunderbolt 4 (USB-C) Peripherieanschlüssen mit 40 Gbit/s und einem USB-Typ A-Ladeanschluss mit 10 Gbit/s unterstützt der Hub Hochleistungsperipheriegeräte. Auch können nicht nur neue und ältere Geräte angeschlossen werden, Echo 5 ist bereits für künftige Entwicklungen konzipiert.

Was den Echo 5 Thunderbolt 4 Hub von anderen Geräten unterscheidet
Der Echo 5 Thunderbolt 4 Hub ermöglicht den Anschluss von drei busbetriebenen Thunderbolt-Endgeräten anstatt einer Anbindung von mehreren separat betriebenen Geräten in einer Daisy Chain. Insgesamt unterstützen die Thunderbolt-Anschlüsse des Hubs bis zu fünf Thunderbolt-Peripheriegeräte. Benutzer, die mehr USB- als Thunderbolt-Peripheriegeräte haben, profitieren von der Doppelfunktion der Thunderbolt 4-Ports: Diese unterstützen USB4- und USB 3-Geräte (einschließlich Bildschirme) auch am Ende einer Thunderbolt-Gerätekette. Voraussetzung ist der Anschluss mit einem geeigneten Kabel oder Adapter. Ein weiterer Vorteil der Sonnet-Lösung ist die Stromversorgung: Häufig bieten Hubs nur 60 Watt Ladeleistung. Mit 85 Watt kann der Echo 5 Thunderbolt 4 Hub eine deutlich größere Anzahl von Computern nahe der vollen Leistung laden und mit Strom versorgen.
Der 10Gbps USB Typ A Ladeanschluss des Echo Hubs unterstützt die meisten USB-Peripheriegeräte mit voller Geschwindigkeit – auch superschnelle USB NVMe SSDs. Im Gegensatz zu Hubs von anderen Anbietern liefert der USB-Typ-A-Anschluss des Echo 5 eine Leistung von bis zu 7,5 Watt. So wird sichergestellt, dass busgespeiste Geräte störungsfrei funktionieren und Smartphones oder Tablets geladen werden können.
Auch am iPad Pro mit Thunderbolt-Anschluss können dank des Hubs ebenfalls mehrere Geräte gleichzeitig angeschlossen werden und es kann parallel mit voller Leistung geladen werden. Anwender können auch ein einzelnes, bis zu 6K großes Display anschließen, um die Inhalte auf dem integrierten Display des iPad zu spiegeln.

ProductRED-Zifferblätter für die Apple Watch

3. Dezember 2021

Seit 15 Jahren gibt unterstützt Apple die Initiative von U2-Frontmann Bono im Kampf gegen Aids und jetzt Covid-19. Dazu hat Apple einige „ProductRED“-Produkte auf den Markt gebracht. Von ihnen geht ein Teil des Erlöses in die HIV-Forschung und neu auch in die COVID-19-Bekämpfung. Da ich Rot als Farbe gerne mag, habe ich ein paar dieser „ProductRED“-Produkte gakuft. Leider sind die roten Produkte nicht bei der Markteinführung eines neuen Apple Produktes verfügbar, sonst hätte ich mir sofort ein iPhone oder iPad in Rot gekauft.

Jetzt veröffentliche Apple zum 15. Jubiläum sechs „ProductRED“-Zifferblätter für die Apple Watch. Sie heißen Weltzeituhr, Numeral Mono, Gradient, Streifen, Farbe und Typograph. Ich habe mir zwei gleich geladen, die mir am besten gefielen.

Dazu einfach mit dem iPhone auf den Link öffnen, nach unten scrollen und die gewünschten Zifferblätter laden. Die Systemvoraussetzungen sind auf dem iPhone mindestens iOS 14.5 und auf der Apple Watch mindestens watchOS 7.4.

Customer Journey beim Taschenkauf fürs MacBook Pro bei Buckle and Seam

26. November 2021

Wenn man ein neues MacBook Pro kauft, muss man eine neue Tasche dafür kaufen. So will es das Gesetz. Nun, das stimmt zwar nicht, aber eine neue Hülle habe ich mir für mein MacBook Pro 14 Zoll trotzdem angeschafft. Meine Wahl fiel auf das Sleeve Aspen der Berliner Firma Buckle and Seam.

Es ist ja nicht so, dass ich noch keine Tasche für den mobilen Rechenknecht von Apple besitze, aber diese hat mir ausgezeichnet gefallen. Leider hatte ich den BlackFriday vergessen und so die hervorragenden Rabatte verpasst, die mir die Berliner Luxusfirma anbieten kann. So ist das Leben – und die Waren zurückschicken und neu mit Rabatt ordern, will ich dann auch nicht.

Das Sleeve Aspen ist aus schönem Leder und das 14 Zoll Gerät passt ideal hinein. Für Maus und Ladegerät sind allerdings kein Platz. Da das Sleeve samt MacBook Pro sowieso in die Aktentasche kommt, macht dies nichts, sollte aber beim Kauf vorher bedacht werden. Übrigens schöne Aktentaschen bietet Buckle and Seam auch an.

Den Tipp für das Unternehmen gab mir Mani, ein Twitter-Kollege aus der Steiermark, der von seinem Aspen geschwärmt und mir Bilder geschickt hat. So geht Social Sale in der heutigen Zeit.


Qualität, Verarbeitung und Look der Tasche passen für mich. Aber das sind nicht die einzigen Gründe, weshalb ich in Berlin bestellt habe. Buckle and Seam engagieren sich für die Bildung in Pakistan. „263 Millionen Kinder weltweit haben keinen Zugang zu Bildung. Das hat uns motiviert Buckle & Seam zu gründen. Wir wollen Veränderung bewirken und sicherstellen, dass Kinder in die Schule gehen können. Während unsere Gründer in Pakistan lebten und arbeiteten, wurden sie tagtäglich mit einer Herausforderung konfrontiert – dass die Menschen, mit denen sie agierten, wenig bis gar nicht lesen und schreiben konnten“, heißt es auf der Unternehmensseite. „Seit unserer Gründung 2016 investieren wir 3% unseres Nettoumsatzes in Bildungsinitiativen und in unser eigenes Schulprojekt, die AMN School. Wir möchten damit Kindern – vor allem Mädchen – ermöglichen in die Schule zu gehen. Laut Unicef können nur 59% der Bevölkerung in Pakistan lesen und schreiben.“ Das finde ich ein gutes Projekt und war ausschlaggebend für den Kauf meines Sleeves. Ich selbst engagiere mich ja in Togo bei der Aktion PIT für Bildung und das Konzept und weiß, wie wichtig Bildung ist.

Der Versand erfolgte am nächsten Tag. Das Auspacken ist eine Freude. Kein Plastik, nur Papier/Pappe und was bei mir besonders gut ankam, war eine handgeschriebene Botschaft, die mir zum Kauf gratuliert hat und nochmal auf die Unternehmensphilosophie betont. Die Customer Journey war gelungen und ich bin zufrieden.

Erster Eindruck vom MacBook Pro M1 Pro

6. November 2021

Im Oktober war es wieder soweit. Apple hatte eine Keynote mit neuen MacBook Pro-Modelle mit fettem Prozessor vorgestellt und ich als Fanboy hab brav bestellt. Nun ist das Biest da und hier sind meine ersten Eindrücke vom zweiten Tag. Hier das Unboxing.

Ich habe dieses Mal nur ein kleines MacBook Pro angeschafft, weil sich meine Bedürfnisse geändert haben. Ich denke mir reicht im Moment ein 14 Zoll mit 1 TByte Festplatte, mit dem M1 Pro-Chip mit 8 Chips. Natürlich habe ich auf dem M1 Max spekuliert, aber Corona hat mir bei meinen Einnahmen als Selbstständiger einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Kleinere Brötchen müssen eben gebackenen werden.

Ein Besuch im Apple Store in Augsburg überzeugte mich:


Die Anwendungsgebiete für den neuen Rechner umfassen nicht mer 3D-Animation, sondern das maximale Anforderungsprofil ist Videoschnitt und Rendern. Dafür reicht dieses MacBook Pro allemal. Es schlägt mein Vorgängermodell MacBook Pro i7 aus dem Jahre 2016 um Längen. Die Gattin hat einen M1 im MacBook Air und der war schon vergleichsweise schnell. Aber das Biest rennt allen meinen Rechnern davon. Von der Geschwindigkeit kann ich absolut nicht meckern. Auch die Migration von einem Rechner auf den anderen läuft reibungslos, obwohl ich das Biest komplett neu installiert habe, weil einige Intel-Apps die Kiste bremsen. Das neue Monterey Update ist aufgespielt. Auch der Monitor ist vollkommen in Ordnung.

Kommen wir zur Kritik: Maulen muss ich wegen des Designs. Die 90er wollen ihre Laptops zurück – so mein erster Eindruck. Schon ist Sir Jon Ive nicht mehr an Bord, sieht das MacBook Pro klobig aus – und es hat Standfüßchen bekommen. Der sogenannte Notch – eine Einkerbung am oberen Display-Rand – stört mich bei der Installation von kleinen Hilfsprogrammen, die in der oberen Leiste abgelegt werden.

Die Touch Bar, die ich gut eingesetzt hatte, ist verschwunden und auch ein Thunderbold-Anschluss. Bei letzteren muss ich nun einen Workaroud für mein Streamingsystem mit Blackmagic ATEM mini und Field Monitore sowie Focusrite Scarlett 2i2 finden, die USB-C-Ports brauchen. Dafür ist MacSafe wieder an Bord, das ist sinnvoll, wenn ich wieder mal auf Tour auf Seminaren bin und irgendwelche Leute über das Ladekabel stolpern. Und ein SD-Kartenleser, den ich eigentlich nicht vermisst habe, denn ein Universum an Adapter samt Ethernet hat diese Aufgabe längst übernommen.

Übrigens, das ist der erste Blogpost, den ich auf dem Biest schreibe bzw diktiere. Und Kater Parsifal fühlt sich auch wohl.

Das Apple Putztuch gab es schon vor rund 20 Jahren

20. Oktober 2021

Nachdem alle über das 25 Euro teure Poliertuch aus dem Apple Onlinestore berichtet haben, hat Apple sein Ziel erreicht: Das Unternehmen aus Cupertino ist wieder in aller Munde. Ich erinnere mich noch an das Jahr 2002 als es schon mal so ein Tuch gab.

Als meine Bestellung für die mobile Höllenmaschine MacBook Pro raus gegangen ist, schaute ich noch durch den Shop, ob es ein Schnäppchen gab: Apple und Schnäppchen – ein Widerspruch in sich. So stieß ich also auch wie viele andere auf das Poliertuch, das mir mein Optiker als kostenloses Geschenk beim Brillenkauf dazugibt, bei Apple ich aber bezahlen soll, auch wenn ich für Tausende von Euro ein M1Max-Biest gekauft habe.

25 Euro für ein Putztuch – ich liebe den Humor von Apple.

Poliertuch aus dem Jahre 2002
Aber in diesem Moment erinnerte ich mich an die Keynote des Jahres 2002. Apple hatte mich damals nach San Francisco auf die MacWorld Expo zur Bericterstattung eingeladen. Ich saß ziemlich weit vorne. Vorgestellt wurde damals der iMac im Sonnenblumen- oder Lampendesign. Steve war noch am Leben, Jon hatte das Design nach einem Spaziergang durch ein Sonnenblumenfeld entworfen und es war eine gute Zeit, es war eine andere Zeit. Ich liebte diesen Computer. Hier die Keynote als Steve Jobs den Rechner, the new iMac genannt, vorstellte.

Eskalation im Tech-Briefing
Anschließend gab es Tech-Briefings. Apple Ingenieure erklärte uns Journalisten den technischen Aufbau der damals mit dem G4 ausgestatteten Rechner. Die Nerven unseres Apple Ingenieurs und des dazugehörigen PR-Mannes wurden in unserer Session mit europäischen Journalisten extrem strapaziert.

Ein Kollege aus Deutschland hatte einen Schraubenzieher dabei und wollte den iMac vor den Augen der Apple Mitarbeiter aufschrauben, was bei Todesstrafe verboten war. Er war schwer davon abzubringen, um zu schauen, wie die RAM-Bausteine ausgewechselt werden können.

Aber richtig lustig wurde es dann als sich in meiner Session der Vertreter der französischen Vogue meldete. Apple öffnete sich damals in Richtung Luxusmarke. Der angesehene Kollege aus der Modebranche war weniger an den technischen Innereien des iMac interessiert als vielmehr an der Beilage zum iMac. Zum Lieferumfang gehörte nämlich ein graues Poliertuch, ganz so, wie es heute von Apple im Onlinestore angeboten wurde.
Warum dieses Tuch grau sei, wollte der Kollege wissen. Er könne sich sehr gut dagegen ein weinrotes Poliertuch vorstellen. Dafür erntete er verständnislose Blicke der Apple-Verantwortlichen. Deren Gesichtszüge entglitten.

Da musste man erst mit dem nervigen Deutschen und seinem Schraubenzieher fertig werden und dann kam der Modejournalist dazu und wollte eine Begründung für das graue Tuch. Dabei muss man wissen, dass US-Briefings damals so abliefen: Die Verantwortlichen stellten etwas vor und Fragen waren weniger erwünscht. US-Tech-Journalisten hielten sich daran, wir Europäer waren unsere Pressekonferenzen mit Frage – Antwort gewöhnt, Kulturunterschiede eben. Als die Stimmung in der Session zu eskalieren drohte, weil sowohl der deutsche Kollege mit seinem Schraubenzieher als auch der französische Kollege mit seinem weinroten Poliertuch keine Ruhe gaben, wurde die Session abgebrochen und wir vor die Türe geschickt. Quasi ohne Abendessen ab ins Bett.

Der deutsche Apple-PR Manager, der legendäre Georg Albrecht, der uns begleitete, konnte sich vor Lachen nicht mehr zurückhalten und entschuldigte sich bei seinen US-Kollegen, die schweißgebadet waren. Den new iMac samt Tuch hab ich noch. Vielleicht sollte ich bei Apple mal nachfragen, warum es das 25 Euro teure Putztuch nicht in Weinrot gibt.

Heute vor 10 Jahren verstarb Steve Jobs

5. Oktober 2021

Heute ist der 10. Todestag von Steve Jobs. Ich erinnere mich, dass ich gegen 5 Uhr vor 10 Jahren einen Anruf erhalten habe, dass der Apple Gründer verstorben sei. Ich stand auf und formulierte meinen emotionalen Nachruf Vielen Dank Steve Jobs (1955-2011) zudem ich noch heute stehe.

Seit 10 Jahren führt Tim Cook nun das einstige Computerunternehmen und hat es zu neuen finanziellen Höhenflügen gebracht. Apple ist das reichste Unternehmen auf diesem Planeten. Ein neues Feld wie Wearables verbunden mit Gesundheitsfunktionen wurde geschaffen und damit ein völlig neuer Markt. Und Macs, iPhones, iPads laufen weiter und bringen weiter Geld.
Am Todestag von Steve Jobs, heute vor 10 Jahren, gehen mir viele Geschichten durch den Kopf. Ich erinnere mich noch an die Zeit von Motorola-Chipsätzen, dann der PowerPC, dann der Wechsel zu Intel und anschließend die Apple-eigenen Chipsätze, die wahren Powerboilden. Aber Prozessoren waren nicht sexy zum Ansehen – bis auf einziges Mal, als der G4 eingeführt wurde und der Prozessor so schnell war, dass er als Kriegswaffe galt. Apple produzierte den legendären Tank-Spot. Panzer fuhren um den G4-Rechner auf damit er nicht in falsche Hände geriet.

Beim Aufräumen meines Archivs fiel mir allerhand Werbematerial aus der Zeit von Steve Jobs in die Hand: Prospekte und Flyer zum ersten iPod (1000 Songs in der Tasche), der G4-iMac im Stile eine Sonnenblume, die transparenten iMacs.

Ich setzte mich und ging das Werbematerial durch, jedes verbunden mit Erinnerungen an die damalige Zeit, als Steve Jobs in seinen Keynotes Hof hielt. Bei manchen durfte ich live vor Ort dabei sein, manche sah ich via Satellit (Streaming war damals noch nicht so richtig möglich). Es gab anschließend schöne Partys und Events zu denen ich eingeladen war, um innerhalb der installed Base zu feiern. Es war eine andere Zeit, die starb als Steve Jobs starb.
Tim Cook ist anders und er hat nicht den Fehler gemacht, seinen Vorgänger zu kopieren. Er gilt als Logistik- und Finanzgenie und die Biografie über ihn liest sich anders als die vielen Biografien über Steve Jobs. Ich habe bisher nur eine Biografie über Cook gelesen, die ich empfehlen kann. Tim Cook: Das Genie, das Apples Erfolgsstory fortschreibt stammt aus dem Jahre 2019 aus der Feder von Leander Kahney.

Ein paar Bücher rund um Apple.

Ich habe sie im Anschluss an die Biografie von Jony Ive: Das Apple-Design-Genie gelesen aus dem Jahre 2014. Sir Jony hat inzwischen Apple verlassen, aber sein kreative Einfluss ist noch heute enorm. Ich habe Ive einmal nach einer Keynote getroffen und wollte ihm die Hände schütteln, aber er wandte sich lieber Jobs Ehefrau Laurene Powell zu, als sich mit mir zu unterhalten. Dann eben nicht.

Die jüngste Biografie über Jobs, die ich gelesen habe, stammt aus dem Jahre 2017: Becoming Steve Jobs: Vom Abenteurer zum Visionär von Brent Schlender. Er zeigt auch die Schattenseiten des Genies, welch schwieriger Mensch Jobs gewesen sein muss. Brent Schlender ist ein IT-Journalist der ersten Stunde und kann die technischen Innovationen des Egomanen sehr gut bewerten. Aber er weiß auch den spirituellen Menschen Steve Jobs einzuordnen und hilft uns diesen Charakter besser zu verstehen.
Während Jobs in seinem eigenen Reality Distortion Field lebte, das sein Charisma formte, ist Cook eher der nüchterne Faktenmensch. Mit dem Mac, dem iPod, dem iPhone hat Jobs Geschichte geschrieben und mein Leben verändert. Tim Cook ist die Apple Watch zuzuschreiben, die einen enormen Einfluss auf mein Gesundheitsverhalten und damit auch Einfluss auf mein Leben hat, wenn auch vielleicht unbewusster. Das one more Thing von Cook wird wohl irgendwann die AR-Brille sein. Alle Tech-Riesen arbeiten an der nächsten Computing-Stufe im VR- und AR-Bereich. Wenn die AR-Brille von Apple kommt, dann wechsel ich wieder auf Kontaktlinsen.
Also dieser Tag steht heute in Erinnerung an ein Genie, an ein Vorbild, an einen Visionär: Dieser Tag steht heute in Erinnerung an Steve Jobs.

Apples Fitness+ bedrängt Sportvereine und Fitness-Studios

19. September 2021

Konsequent geht Apple den Weg der Digitalisierung und treibt mit Apples Fitness+ den Plattform-Gedanken weiter voran. Das virtuelle Fitness-Studio Apples Fitness+ kommt im Herbst nach Deutschland und wird Fitnessstudios und Sportvereine auf lange Sicht das Leben schwer machen.

In der Pandemie waren Fitnessstudios geschlossen und der Sport spielte sich in den heimischen vier Wänden ab. Auch in unserer Familie wurden abends die Yoga-Matten ausgerollt und via YouTube Übungen geturnt und geschwitzt.

Hier hat Apple auf den kostenpflichten Dienst Fitness+ installiert, der bisher nur in den USA freigeschaltet war. Im Herbst wird dieser Dienst nach Deutschland kommen und arbeitet zudem mit den Apple Produkten iPhone, iPad und Apple TV zusammen. Wir haben in der Pandemie HomeOffice gelernt, warum nicht auch Sport zu Hause – zeitlich und räumlich unabhängig von klassischen Fitness-Studio oder Sportverein.
Da Sport ein Gemeinschaftserlebnis sein kann, hat Apple Fitness+ zum Gruppentraining aufgebohrt. Bis zu 32 Sportbegeisterte können an einem gemeinsamen Training teilnehmen. Das technische Geheimnis des Gruppentrainings basiert auf Share Play. Diese Funktion hat die Apple auf WWDC 2021 für gemeinsames Filme-Schauen vorgestellt. Dies wird nun auf Apple Fitness+ ausgeweitet.

Ich persönlich trainiere in meinem örtlichen Sportverein Qigong zu festgelegten Zeiten. Gerne würde ich flexibler sein und die Übungen auch zu anderen Zeiten mit Freunden durchführen. Leider wird Qigong (noch) nicht bei Apple Fitness+ angeboten. Dennoch interessiere ich mich für andere Angebote wie Yoga oder Ausdauertraining. Die Übungszeiten in meinem Sportverein für diese Sportarten sind ungünstig und daher überlege ich mir eine Teilnahme bei Apple Fitness+. Zudem bin ich künftig vielleicht wieder öfters auf Reisen und könnte mein Workout im Hotel machen.
Die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest: In den USA kostet das Abo entweder knapp 8 US-Dollar pro Monat oder rund 80 US-Dollar pro Jahr. Mein Sportverein oder ein Fitnessstudio sind deutlich teuerer. Fitness+ ist bei Apple One mit dabei, bei der Premium-Option für rund 30 US-Dollar pro Monat. Dieses Bundle ist in Deutschland noch nicht verfügbar. Warten wir auf den Herbst.

Mein (fast) perfektes iPad Stativ König & Meyer K&M 19793

28. August 2021

Ich hatte schon einiges iPad-Stative ausprobiert und wurde immer wieder vom preiswerten Chinaanbietern gelockt – so richtig glücklich bin ich mit den iPad-Stativen nicht geworden. Aber ich bin bei meiner Suche dann doch noch fündig geworden und kann das Stativ von König & Meyer K&M 19793 absolut empfehlen.

Das K&M 19793 Im Konferenz Einsatz.

Zur Einordnung: Ich besitze ein iPad 12 Zoll (2021) und das ist mein primäres Produktionswerkzeug. Ich schreibe Texte, schneide Videos, bearbeite Bilder. Ich habe die schwere Hülle Logitech Combo Touch als Schutz für mein Apple-Gerät. Immer mehr drehe ich YouTube-Videos mit dem iPad Pro, schließe über USB-C mein Shure Mirko MV 88+ an. Jetzt brauchte ich nur noch ein Stativ in dem mein Tablet sicher und ruhig steht.
Bei meiner Recherche entdeckte ich zahlreiche Angebote aus China. China bedeutet nicht mehr das Billigzeug meiner Jugend, sondern die Chinesen liefern gute und ausgereifte Produkte. Aber als iPad-Ständer hatte ich kein Vertrauen, denn meist haben die Stative einfach gewackelt und drohten sogar umzufallen. Für eine semiprofessionelle Produktion mit meinem teuren iPad in einer schweren Hülle waren sie einfach nicht zu gebrauchen. Ich hatte kein Vertrauen in diese Stative, die nach der Bestellung wieder zurück an den Lieferanten gingen.

Dann kam ich auf das König & Meyer K&M 19793 aus deutscher Produktion. Das Stativ ist hergestellt aus robusten Kunststoff mit massivem Ständer aus Stahl. Die ganze Sache ist Höhenverstellbar von 700 bis 1.550 mm und um 90 Grad frei drehbar. Und auch bei einem Winkel von 90 Grad steht das ganze Ding bombensicher. Mit 1,8 Kilogramm ist es kein Leichtgewicht, aber genau das wollte ich ja: Stabilität und sicherer Stand.

Aber kein Wunder: König & Meyer sind im professionellem Bühnenumfeld unterwegs und da gehen keine unsicheren Geschichten. Das hat natürlich seinen Preis. Während die Stative aus China bei 20 bis 30 Euro liegen, kostet das König & Meyer K&M 19793 rund 60 Euro, die für mich aber gut angelegt sind.
Mir war wichtig, dass das iPad mit Logitech Combo Touch-Hülle eingespannt werden kann. Ich hab keine Lust, das Tablet bei jedem Dreh aus der Hülle zu fummeln, wie ich es bei den preiswerteren Stativen machen musste. Die Arretierung zum Befestigen des Tablets ist sehr komfortabel und lässt sich auf das jeweilige Tablet optimal einstellen. Und das Tablet wird sicher in den drei Halteklemmen gehalten.
Einziges Manko ist das Zusammenlegen. Auch wenn das Stativ eingefahren ist, ist es noch etwas sperrig und damit kein mobiles Stativ, das man mal so in den Rucksack packt. Und weiteres Manko: Es liegt bei einem Preis von 60 Euro keine Transporttasche dabei. Das wäre bei dem Preis schön gewesen.

Ein offener Brief an Tim Cook zu neuralMatch

8. August 2021

Seitdem ich mich mit Computer beschäftigte, bin ich ein Apple Fanboy. Ich gehörte zur Installed Base der alten Zeit, fühlte mich bei den Crazy Ones angesprochen und bin mit Apple großgeworden. Ich verteidigte Apple gegen kommerzielle Dosen-Front und datenraubende Android. Aber ich verstehe den aktuellen Vorstoß von Apple in Richtung Foto-Analyse nicht. Ich fordere: Tim Cook, erkläre es uns!
Als Papa von zwei Kindern unterstützte ich den Kampf gegen Kinderpornografie. Kindsmissbrauch ist ein absolut ekelhaftes Verbrechen und gehört drakonisch bestraft. Es heißt von Apple, die geplante Maßnahme der Foto-Analyse sei unzureichend kommuniziert und zu wenig erklärt. Dann bitte lieber Tim Cook: Erklär es uns, aber dalli dalli.

Ein Teil meiner iPhone-Sammlung.

Was wissen wir: iPhones und iPads sollen künftig kinderpornografische Bilder auf dem Gerät erkennen und den Behörden melden. Die Software kommt zum Einsatz, wenn User ihre Fotos in die iCloud zum Backup hochladen. Die neue Funktion heißt „neuralMatch“ und soll ab Herbst zunächst in den USA auf allen iPhones aktiviert werden. Laut Apple kann sie eindeutig kinderpornografische Bilder erkennen. Findet die Apple Software „neuralMatch“ Fotos, die auf Kinderpornografie hindeuten, sollen sie von einem Apple-Mitarbeiter überprüft werden. Ist das Ergebnis eindeutig, meldet Apple den Vorfall den Behörden. Das System vergleicht Bilder mit einer speziellen Datenbank.
Laut Apple schlägt der Software-Algorithmus nicht Alarm, wenn Kinder in der Badewanne sitzen oder am Strand herumspringen.


Nun zur Kritik: Datenschützer in aller Welt und vor allem in den USA sind entsetzt. Und auch ich fühle mich unwohl. Software neigt zu Fehlern und kann missbraucht werden: Wird Überwachung damit Tür und Tor geöffnet? Snowden spricht von „Massenüberwachung in der ganzen Welt“.
In meinen Seminaren habe ich immer vom Schutz der Privatsphäre durch Apple erzählt. Und das tue ich auch weiter. 2015 gab es den Fall, dass das FBI Apple gebeten hat, das iPhone eines Terroristen aus San Bernardino zu knacken, was Tim Cook abgelehnt hat. In jeder Keynote wird das Thema Privatsphäre von Apple hochgehalten und betont. Und das halte ich auch für absolut richtig.
Das Vorhaben um die Software neuralMatch verunsichert mich dagegen. Ist meine Privatsphäre in Gefahr? Wie geht es weiter, wenn der Geist erst einmal aus der Flasche ist? Werden Diktatoren in ferner Zukunft durch die Technik Zugriff auf meine Fotos erhalten?

Der amerikanische Moralansatz in Bezug auf nackter Haut ist ein anderer als der europäische – und hier meine ich ausdrücklich nicht Kinderpornografie. Kinderpornografie Ist ein Verbrechen, daran gibt es nichts zu rütteln. Aber will ich, dass der Apple Algorithmus hier Zugriff auf Fotos in meiner Fotobibliothek hat? Wo ist die Grenze? Ein Algorithmus wird von einem Programmierer geschaffen und diese Programmierer haben ein gewissen Moral- und Kulturverständnis. Und der Algorithmus kann auch total daneben liegen.
Das bekannte Beispiel der Google Bildersuche 2015 nach Gorilla waren so ein Fall, wie sich der Algorithmus irren kann und auf einmal Menschen mit dunkler Hautfarbe bei dem Stichwort Gorilla anzeigte. Nun Apple hat hier den Menschen als Grenze eingezogen und überlässt es nicht dem Algorithmus von neuralMatch allein. Aber reicht das aus?

Es existiert ein internes Mitarbeiter-Memo. Hier betont ein Apple-Softwareverantwortlicher, dass man die neuen Funktionen besser erklären müsse, um den Missverständnissen zu begegnen. Dann mal los Tim Cook: Erklär es uns? Ausführlich, in aller Ruhe, ohne Marketingsprech und hurtig, ganz schnell.
Und mein persönlicher Tipp: Legt neuralMatch zu den Akten.