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Retrocade stellt die Retromaschine in den Raum

25. März 2026

Apple erweitert das Spieleangebot für die Vision Pro um Retrocade – und genau dieser Titel hat mich sofort angesprochen. Statt nur ein weiteres Spiele-Menü zu öffnen, verwandelt die App mein Wohnzimmer in eine virtuelle Arcade-Halle: Über die Passthrough-Funktion blendet Vision Pro die Automaten direkt in den realen Raum ein, sodass ich mich wie zwischen echten Cabinets bewege und nicht nur vor einem schwebenden 2D-Bildschirm sitze. Als Retro-Gamer bin ich voll begeistert.


In Retrocade warten sieben Klassiker, mit denen viele groß geworden sind: Asteroids, Bubble Bobble, Breakout, Centipede, Galaga, Pac-Man und Space Invaders. Für mich steckt darin genau diese Mischung aus Nostalgie und Vertrautheit, die den Reiz ausmacht – man kennt Sound, Tempo und Spielprinzip, erlebt sie hier aber in einem neuen, räumlichen Kontext wieder.
Besonders stimmig finde ich, dass die Automaten frei im Raum platziert werden können und sich mit Gesten bedienen lassen: Joysticks, Knöpfe und Displays wirken wie echte, dreidimensionale Objekte, die in meiner Umgebung stehen. So fühlt sich Retrocade weniger wie eine „App“ an, sondern eher wie ein kleiner persönlicher Arcade-Raum, der sich an die Wohnung anpasst.
Dass hinter dem Projekt mit Resolution Games AB ein Studio steckt, das Erfahrung mit VR- und Mixed-Reality-Projekten hat, macht das Konzept für mich glaubwürdiger. Gleichzeitig sorgt die Einbettung in Apple Arcade für klare Rahmenbedingungen: ein Abo, dafür aber keine Werbung und keine In-App-Käufe, was dem nostalgischen Charakter eher zuträglich ist als aggressive Monetarisierung.


Um das klassische Spielhallen-Gefühl noch stärker zu bekommen, habe ich mir zusätzlich ein kabelloses Arcade-Joystick-Controller-System von 8BitDo angeschafft. Der Stick unterstützt Bluetooth, 2,4‑GHz-Funk und USB‑C und lässt sich damit flexibel mit unterschiedlichen Geräten nutzen. Mit seinem typischen Arcade-Layout – Steuerstick, mehrere Tasten, anpassbare Belegung und Makrofunktionen – fühlt er sich gerade bei Retro- und Fighting-Games deutlich authentischer an als ein Standard-Controller. Besonders schätze ich die wertige Verarbeitung und das präzise Steuergefühl: Zusammen mit Retrocade kommt das nostalgische Spielhallen-Erlebnis damit erstaunlich nah an das heran, was man aus klassischen Arcades kennt.

Unnötig und trotzdem wichtig: Nintendo NES mini

13. Dezember 2016

Brauch ich, brauch ich: Nintendo NES mini

Brauch ich, brauch ich: Nintendo NES mini

Es gibt Sachen, die sind einfach Quatsch und trotzdem braucht man sie. So ergeht es mir mit dem Nintendo NES mini, das vor kurzem auf den Markt kam. Es ist eine alte Konsole, neu aufgelegt, verkleinert und mit 30 Spielen ausgestattet. Als Retro-Gamer urteilte ich: Brauch ich unbedingt.
Jetzt das Problem. Nintendo hat von der Konsole eine – sagen wir einmal – übersichtliche Anzahl von Exemplaren auf den deutschen Markt gebracht. Und es war ja klar: Ich habe keine abbekommen. Grrrr. Hoffentlich bin ich bei der nächsten Runde dabei.

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Jetzt hatte ich die Gelegenheit die Konsole ein wenig zu testen. Während der Games Lounge im Werk1 in München, die vom Verein VideoSpielKultur regelmäßig veranstaltet wird, hatte ein Teilnehmer die Nintendo NES mini dabei gehabt. Ein wenig Zeit hatte ich, das kleine Wunderkästchen zu bespielen und mein erstes Fazit: Wunderbares Gamesplay und tolle Erinnerung an die Zeit als die NES auf den Markt kam. Ich bekam damals von meinen Eltern kein NES. Ich hatte den Atari 2600 bekommen – Jahre zuvor. Das war meinen Eltern genug Gezocke am heimischen Fernseher. Also musste ich zu Kumpels ausweichen und meine Erfahrungen mit Zelda, Mario, Donkey Kong und anderen Klassikern sammeln.
Jetzt kann ich durch die Nintendo NES mini diese Erlebnisse nachholen. Per HDMI wird das Nintendo NES mini an die Glotze angeschlossen. Ein USB-Stecker als Energielieferant wird nicht mitgeliefert, aber das war kein Problem.
Da ich ein wenig kurzsichtig bin, machten mir die kurzen Kabel von der Konsole zu den Controllern weniger etwas aus. Wenn das Ding irgendwann einmal bei mir zu Hause steht, brauche ich aber ein längeres HDMI-Kabel, denn hier hat Nintendo eindeutig gespart.

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30 Spiele sind auf der Konsole installiert, mehr sind nicht. Und das Ganze zum offiziellen Verkaufspreis von 70 Euro – irgendwelche Abzocker bieten die Konsole für rund 200 Euro auf entsprechenden Börsen an. Das werde ich garantiert nicht zahlen, sondern ein wenig warten, bis Nintendo die nächste Lieferung auf den Markt bringt. Noch vor Jahreswechsel sollte es soweit sein. Die Spiele sind: Balloon Fight, BUBBLE BOBBLE, Castlevania, Castlevania II: Simon’s Quest, Donkey Kong, Donkey Kong Jr., DOUBLE DRAGON II: THE REVENGE, Dr. Mario, Excitebike, FINAL FANTASY, Galaga, GHOSTS‘N GOBLINS, GRADIUS, Ice Climber, Kid Icarus, Kirby’s Adventure, Mario Bros., MEGA MAN 2, Metroid, NINJA GAIDEN, PAC-MAN, Punch-Out!! Featuring Mr. Dream, StarTropics, SUPER C, Super Mario Bros., Super Mario Bros. 2, Super Mario Bros. 3, Tecmo Bowl, The Legend of Zelda, Zelda II: The Adventure of Link
Andere Gamer im Werk1 erklärten mir beim Spielen, dass man die Spiele umsonst per Emulation bekommt. Na und, sage ich. „Du kannst die Sachen ja laden, Ich will das kleine schnucklige Ding in meinem Wohnzimmer.“