Archive for the ‘Familie’ Category

Gartenhäcksler Eliet Minor 4S im Einsatz

29. Mai 2017

Meine Frau hat bei uns den grünen Daumen. Sie kümmert sich liebevoll um das Grün um das Haus. Ich unterstütze sie, helfe mit, aber es fehlt mir das Händchen. Viele Sachen sehe ich nicht, sie ihr sofort ins Auge fallen. Aber ich mag unseren etwas wilderen Garten in dem zwei Igel sich angesiedelt haben.


Im vergangenen Jahr hat die Gattin viele Äste von den Bäumen geschnitten. Sie lagen auf einem großen Haufen und waren keine Zierde. Aber egal: Wir waren zu faul, sie kleinzuschneidend und zu entsorgen. Also blieben sie über Winter im Garten auf dem großen Haufen liegen. Jetzt ist das Wetter besser und es gibt keine Ausrede mehr. Das Zeug muss weg.


Aber wir wollten es nicht kleinschneiden und beim gemeindlichen Gartenabfallcontainer abgeben, sondern wir wollten es wieder in den Ökokreislauf unseres Gartens zufügen. Als Mulch eingesetzt, gelangen wertvolle Nährstoffe viel schneller wieder in den Boden. Also musste ein Häcksler her. Der örtliche Obst- und Gartenbauverein hatte keinen Häcksler zum Verliehen, was übrigens ein Grund gewesen wäre, in den Verein einzutreten. Also wandte ich mich an unseren Gartenfachbetrieb Jais, der bereits meinen Robomäher R2Mäh2 wundervoll betreut. Das Unternehmen verleiht hochwertige Gartenhäcksler, die auch von mir als Laie betrieben werden können. Wir entschieden uns für den Eliet Minor 4S als idealen Gartenhäcksler.


Das Geniale von Anton Jais: Der Häcksler wurde vom Gartenfachbetrieb gebracht und abends wieder geholt. Super Service, denn das Ding passt niemals in unser Auto hinein. Kurze Einweisung, auch eine Sicherheitseinweisung und dann konnte es auch losgehen. Wir setzten eine Schutzbrille gegen herumfliegendes Schnittgut auf und zogen Handschuhe an.


Der Häcksler wurde Richtung Garage gedreht, damit das Häckselgut nicht wild durch die Gegend fliegt, sondern sich am Garagentor zu einem Haufen sammelt. Den Auswurfschacht des Häckslers konnten wir dabei genau in Höhe und Weite positionieren. Es ist ähnlich wie bei einer Schneefräse.
Als der Kamerad in Betrieb war, hatte ich gehörig Respekt. Meine Frau und ich fütterten den Häcksler mit Schnittgut und Ästen, der es mit einem Höllenlärm zerkleinerte. Warum dachte ich in diesem Moment an Krimis wie Fargo, bei dem das Opfer in einem Häcksler landete? Lassen wir das.
Das Häckselgut vom Eliet Minor 4S wird von der Messerwelle mit 12 einzel austauschbaren Wendemessern der Länge nach aufgebrochen und in kleine Teile zerrissen. Der Häcksler verfügt über einen 4,4 kW (6 PS) Honda-Motor. Als wir den Häcksler bedienten, verstopfte das Gerät. Mit einer Handkurbel können die Messer beim Eliet Minor 4S rückwärts gedreht werden und so gelockert werden.

Ich mache Pesto selbst – Pesto zubereiten

26. Mai 2017
Basilikum wächst bei mir ideal.

Basilikum wächst bei mir ideal.

Scheinbar habe ich ein Händchen mit meinem Basilikum in meiner Küche. Das Zeug wächst und gedeiht wie der Teufel. Ich ziehe es in meinem WMF Kräutergarten-Set  über das ich schon ausführlich gebloggt habe. Basilikum dient bei mir als Zugabe zu Spaghetti. Jetzt war es an der Zeit ein wunderbares Pesto zu zubereiten – einmal mit Sonnenblumenkernen, einmal mit Cashewkernen. Die Reaktion im Netz war super interessant als ich ein Bild postete – ich wurde mit Tipps und Ratschläge überhäuft. Vielen Dank dafür – und natürlich gab es die übliche Diskussion über Thermomix pro und contra.

Die Basilikum-Bätter werden geerntet.

Die Basilikum-Bätter werden geerntet.

Zunächst ging es an die Ernte des Basilikums. Zusammen mit meiner Frau schnitt ich doch einiges an Blätter ab. Das Zeug wächst bei mir so schnell nach. Nach dem Waschen und Trocknen schnitt ich die Stengel weg. Einige Facebook- und Instagram-Freunde meinten, dass ich ruhig die Stengel dran lassen kann, aber ich hab es einfach gemacht. Es muss nicht schnell gehen. Für mich ist Kochen – und dazu zähle ich auch die Zubereitung von Pesto eine meditative Tätigkeit. Es ist außerdem sehr schön als Ehepaar gemeinsam zu kochen – ich kann dabei abschalten.

Es sollten eigentlich 50 Gramm sein. Es wurden etwas mehr.

Es sollten eigentlich 50 Gramm sein. Es wurden etwas mehr.

Der nächste Schritt war das Abwiegen der Kerne. Es sollten jeweils 50 Gramm sein. Bei den Sonnenblumenkernen wurde es etwas mehr – was soll es, Kochen ist keine exakte Wissenschaft wie Medizin oder Theologie. Dann sind es eben 62 Gramm geworden.


Die Kerne wurde in einer Pfanne ohne Fett erhitzt und geröstet. Aufpassen, dass die Kerne nicht zu schnell heiß werden, sonst verbrennen sie und das Ganze schmeckt bitter. Zum Abkühlen habe ich die Kerne auf einen separaten Teller zwischengelagert.

Ich liebe den Geruch von Knoblauch und Basilikum.

Ich liebe den Geruch von Knoblauch und Basilikum.

Dann putze ich den Knoblauch. Ich brauche für die beiden Pesto-Sorten vier Zehen. Der Knoblauch muss nicht kleingeschnitten sein, aber zumindest etwas zerkleinert erspart dem altersschwachen Pürierstab die Arbeit.


Etwa 25 Gramm Parmesan pro Portion Pesto wurden gerieben. Ich liebe den Geruch von Käse. Nein, stimmt nicht ganz. Ich liebe den Geruch von Essen.


Alles kam in einen Topf – Basilikum, Knoblauch, drei Esslöffel Olivenöl und dann kam der schon etwas ältere Pürierstab zum Einsatz, der jetzt dann entsorgt wird. Das Ganze geht auch mit der Kenwood-Küchenmaschine. Nachdem alles zerkleinert war, kam der Parmesan und etwas Salz und Pfeffer dazu. Fertig ist das Pesto.

Und fertig ist das Pesto.

Und fertig ist das Pesto.

Nun wurde es in kleine Gläser abgefüllt und kühl gestellt. Am Abend kam die Familie zum Spaghetti-Essen mit zweierlei Pesto zusammen. Ein, zwei Gläser Rotwein und gute Gespräche – so soll der Tag enden.

 

Und hier das Ganze nochmals als YouTube-Film:

Lost Place im Allgäu bei Bad Hindelang

30. April 2017
K1 entdeckte diesen Lost Place in Bad Hindelang.

K1 entdeckte diesen Lost Place in Bad Hindelang.

Langsam taste ich mich in die Welt von Lost Places vor. Es ist Definitionssache, was eigentlich ein Lost Place ist. Ich interessiere mich mehr und mehr für die Thematik. Bei meinem Urlaub in Bad Hindelang habe ich bei einer Wanderung durch die wunderschöne Gegend des Allgäus einen interessanten Ort gefunden, eigentlich hat den Ort K1 entdeckt, weil K1 bessere Augen als ich hat.
Abseits des Weges auf einem Hang war eine Ruine eines Stadels oder Häuschens. Viel war nicht mehr zu sehen, denn das Gebäude ist zusammengefallen. Die Wände konnten wohl das Dach nicht mehr halten und es ist in sich zusammengebrochen. Und der Mensch hat das Gebäude sich selbst überlassen und so rottet und modert es vor sich hin. Der Weg zu dieser Hütte war mit Büschen und Sträuchern zugewachsen und nur durch einen Zufall hat K1 diesen Platz entdeckt.
Die Familie musste diesen Lost Place gleich untersuchen. Das Betreten der Ruine war nicht mehr möglich. Ich wollte mich nicht durch den Dreck in das Gebäude zwängen. Es hatte geregnet und zudem droht die ganze Sache einzustürzen. Und so umrundeten wir einfach das Gebäude mehrmals und schossen unsere Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven.

Lilly und Sinatra – blau und weiß bei uns zu Hause

5. April 2017
Sinatra und Lilly - unsere Wellensittiche.

Sinatra und Lilly – unsere Wellensittiche.

Blau weiß, weiß blau – ja das sind wunderbare Farben. Als Bayer habe ich zahlreiche Assoziationen, wenn ich an diese Farben denke: Himmel, Freistaat, Raute, Fußball. Aber ich denke als erstes an Lilly und Sinatra. Ich mag Lilly und Sinatra sehr gerne. Es sind unsere beiden Wellensittiche in den Farben Blau weiß. Dies ist ein Beitrag im Rahmen der Blogparade der IronBlogger München.
Als ich Kind war, bekam ich von meiner Oma den ersten Wellensittich geschenkt. Der Kamerad hieß Mecki. Mecki war ein cooles Tier, den ich als Kind sehr liebte. Mecki hatte ein Gebrechen. Der Wellensittich hatte einen kaputten Flügel und konnte nicht fliegen. Er war sehr zutraulich und saß bei mir als Kind immer auf der Schulter. Wenn ich von der Schule heimkam, öffnete ich die Käfigtür und Mecki hüpfte heraus, kletterte auf seinem Käfig herum. Wenn ich meinen Finger hinhielt, kam Mecki auf den Finger und saß dann während meiner Hausaufgaben auf meiner Schulter und auf meinem Schreibtisch.
Bei meinen Freunden war ich der Held. Als ich auf den Spielplatz in den Sandkasten ging, war Mecki auf meiner Schulter dabei. Ich lernte den verantwortungsvollen Umgang und lernte auch, warum ich keine Katzen mag.
Irgendwann starb Mecki und ihm folgten viele Wellensittiche nach. Die Namen waren unter anderem Gandalf, Tobi, Flocke, Else, Elvis, Dr. Ippen, Fips … Die aktuellen gefiederten Gesellen heißen Lilly und Sinatra und sie gehören meinen Kindern K1/2.

K1 hat einfach mal Gurkensittiche aus den beiden Haustieren gemacht.

K1 hat einfach mal Gurkensittiche aus den beiden Haustieren gemacht.

Meine Frau hatte als Kind auch einen Wellensittich mit Namen Butzi und später kam Butzi 2. Die Butzis waren allerdings nicht blau/weiß sondern grün/gelb. Für mich ist ein Standard-Sittich blau/weiß – weil Mecki eben in diesen Farben war. Ich weiß natürlich, dass der Standard-Sittich in Australien grün ist, aber für mich eben nicht.


Wir sind eine sittichbegeisterte Familie. K2 versucht immer wieder den Sittich zu zähmen, aber Lilly und Sinatra sind sehr eigen. Mal lassen sie sich mit Hirsekolben bestechen und kommen näher. Mal ignorieren die beiden Herrschaften uns komplett. Leider hat Lilly ein Problem. Ihre Krallen müssen von uns geschnitten werden. Und ich muss Lilly fangen und der Vogel weiß genau, wohin er beißen muss. Wenn ich das zarte Vögelchen in der Hand habe, darf ich nicht fest zupacken, weil Lilly sonst über die Wupper geht. Aber Lilly weiß sich zu wehren. Ihr Schnabel mit Widerhaken bohrt sich in mein zartes Fleisch in der Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. Und Lilly kann ganz schön beißen – wir haben also ein angespanntes Verhältnis. Mit einem Wattestäbchen im Schnabel haben wir eine Art Waffenstillstand beim Krallenschneiden.


Es gibt viele Geschichten über die Wellensittiche zu erzählen. Im Moment habe ich das Gefühl, dass Lilly sich auflöst. Der arme Vogel ist in der Mauser und wechselt sein Federkleid. Überall fliegen die blauen und weißen Federn bei uns herum. Lilly leidet und wir leiden mit. Mauserhilfe wird vom eigensinnigen Vogel ignoriert. Das Vögelchen hat den Kopf unter dem Flügel und rupft sich die juckenden Federn aus. Am Anfang bin ich erschrocken und schleppte Lilly zum Tierarzt, weil ich Angst hatte, dass Lilly sich alle Federn rausreißt. Heute helfe ich dem Tier durch Ruhe und richtiges Futter. Nach drei Wochen war die Mauser überstanden und Lilly war wieder übermütig. Das Futter wurde durch die Gegend geworfen, das Felderkleid war wieder voll nachgewachsen. Und weiß-blaue Federn waren überall zu finden.

 

Schafft endlich diese elende Zeitumstellung ab

26. März 2017
Wer hat an der Uhr gedreht? Schafft bitte die Zeitumstellung wieder ab.

Wer hat an der Uhr gedreht? Schafft bitte die Zeitumstellung wieder ab.

Heute Nacht wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Ich habe mit der Sommer- und Winterzeit eigentlich keine Probleme. Aber ich bekomme Probleme, weil meine Ehefrau unter der Zeitumstellung leidet. Die Uhren wurden von 2 auf 3 Uhr vorgestellt und diese Stunde bringt den Biorhythmus der Gattin durcheinander und dadurch bekomme

ich Probleme. Ich will nicht sagen, dass die liebste Ehefrau launisch wird, sie wird ein bisschen stimmungsabhängig. Aber im Ernst: Sie hat Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung. Damit fordere ich: Hört um Gottes Namen auf mit dieser elenden Zeitumstellung!
Abends bleibt es länger hell und so kann Deutschland Energie einsparen. So war es einst gedacht. Die Studien sagen, dass es energietechnisch nicht viel gebracht hat. Andere Studien sagen wieder das Gegenteil. Mir ist mein Seelenfrieden aber wichtig und daher weg mit der Zeitumstellung. Die innere Uhr meiner geliebten Frau kommt durcheinander. K2 reagiert auch etwas empfindlich. K2 kommt eben nach der Mutter. K1 ist die Zeitumstellung herzlich egal ist. K1 ist nur wichtig, wann die YouTube Übertragungen seiner YouTuber aus dem Gamebereich starten und dass hier nichts verpasst wird.
Die Wellensittiche Lilly und Sinatra schauen zwar etwas verdutzt, lassen sich aber im Großen und Ganzen nicht aus dem Rhythmus bringen, so mein Eindruck. Ob jetzt eine Stunde früher oder später Hirse gefressen wird, scheint wohl den gefiederten Freunden nicht so wichtig zu sein – launisch sind sie sowieso das ganze Jahr über.

Eselsbrücke zur Zeitumstellung
Ich habe mal eine schöne Eselsbrücke gehört: Im Frühjahr werden die Gartenstühle rausgestellt und die Uhr wird damit um eine Stunde vorgestellt. Im Herbst werden die Gartenstühle reingestellt und die Uhr wird damit um eine Stunde zurückgestellt. So kann ich mir den ganzen Zirkus merken.
Ich muss nur noch einen Radiowecker und die Uhr im Automobil umstellen – alle anderen Uhren stellen sich automatisch um. Die Apple Watch macht es ebenso automatisch wie die iPhones, iPads und Macs, die in unserem Haushalt. Ob sich die Playstations 3 und 4 umgestellt haben, muss ich allerdings noch überprüfen. Ach ja und das CMS von WordPress muss umgestellt werden.

 

Grünkohl selbst gemacht

14. Februar 2017

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Bei uns in Bayern ist Grünkohl eher selten anzutreffen. Dabei schmeckt Grünkohl richtig gut. Wenn ich Grünkohl und Pinkel essen möchte, dann bestellte ich meine Portionen bei Ludger Freese, der umgehend das eFood zu mir nach Bayern liefert.
Durch Zufall stieß meine Frau in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck auf einen Gemüsehändler, der die Ware aus dem Nordne führte und kaufte gleich mal 1,5 Kilogramm Kohl ein. Es war klar: Wir wollten Grünkohl zu Hause servieren.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Frischer Grünkohl vom Gemüsehändler.

Ich probierte es das erste Mal den Grünkohl zu bereiten und muss sagen, die ganze Sache hatte mir geschmeckt. Die benötigte Wurst hatte ich noch in der Gefriertruhe und auch von etwas Senf von Freese war da, fehlte also nur der Kohl.

Blätter vom Stumpf befreien.

Blätter vom Stumpf befreien.

Zunächst befreite ich die Blätter vom Stumpf. Stiele ließ ich aber an den Blättern. Zunächst stand das Blanchieren auf dem Programm. Rund fünf Minuten in Salzwasser aufkochen und dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Blätter bekommen dann ihre wundervolle grüne Farbe.

Zwiebel zerkleinern.

Zwiebel zerkleinern.

Während des Blanchierens habe ich zwei große Zwiebeln kleingeschnitten. Ich setzte dafür ein Wiegemesser ein. Ich hab mir für den Zweck ein preiswertes Wiegemesser angeschafft. Wichtig war mir dabei, dass das Schneidebrett eine Mulde hat, so dass von der Zwiebel nichts vom Brett fallen kann. Ich bin ein Fan von einem Wiegemesser mit einer Klinge. Es gibt auch eine Doppelklingen-Variante mit der ich allerdings nicht so gut zurecht kommen.

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Die abgekühlten Grünkohlblätter wurden zusammen mit den Stielen dann klein geschnitten. Zum Einsatz kam dabei – ich weiß nicht ganz stilecht – mein Global 48 Santoku Fischmesser. Ich liebe dieses Messer und nehme es in der Regel für Sushi her. Jetzt musste es für die große Menge an Grünkohl herhalten – wäre es halt kein Messer geworden.


Zwiebel in einen großen Topf andünsten. Von den norddeutschen Freunden wurde mir dazu Butterschmalz empfohlen. Hatte ich nicht im Hause und haben stattdessen klassisches neutrales Öl genommen. Und dann den geschnittenen Grünkohl dazu. Dann eine halbe Stunde köcheln lassen. Derweil kamen die Kartoffeln in den Dampfgarer und die Wurst wurde aufgewärmt.

Zwiebel dünsten.

Zwiebel dünsten.

Neben Salz und Pfeffer kommt noch halben Teelöffel Piment hinzu und der Grünkohl wird mit zwei Esslöffel Haferflocken gebunden.
Fertig ist die Sache. Vom Kollegen Michael Bernhard habe ich noch den Hinweis bekommen, auch Wirsing dazu zu packen. Probiere ich beim nächsten Mal aus, denn Wirsing war natürlich auch keiner im Haus.

und fertig

und fertig

Wahrscheinlich muss man einen guten Korn zum Essen schlucken. Schluss mit Schnacken, Kopf in Nacken. Den Korn hatte ich aus Whisky-Haushalt auch nicht da. Ich habe polnischen Wodka genommen, den mir ein Kollege aus der Gastronomie empfohlen hat. Der hat seinen Dienst auch getan.

Frühstücksei mal anders – Ein Sonnenspiegelei

5. Februar 2017


Nach kaltem Winter kam heute die Sonne ein wenig heraus und das wollte die Familie auch am Frühstückstisch widerspiegeln. Wir wollten auch die Sonne auf dem Teller haben. Hier bot sich ein Weihnachtsgeschenk von K2 an. Eine Silikonform als Sonne für ein Spiegelei. Also Pfanne mit neutralen Öl erhitzt, die Silikonform in Form einer Sonne in die heiße Pfanne gelegt. Wir haben XL-Bioland-Eier für unsere Sonne verwendet, die wir am örtlichen Bioland-Hof gekauft haben. 


Ei vorsichtig am Pfannenrand aufgeschlagen und der Eidotter in die Sonnenform gefüllt und das Eiweiß verteilt sich in der Wolke darunter. Dann wie üblich – ein Sunny-Side-Up-Ei gemacht. Nach ein paar Minuten ist das Spiegelei fertig und wird mit Form aus der Pfanne gehoben und auf den Frühstücksteller serviert. Silikonform angehoben und zum Schluss kamen noch die Sonnenstrahlen in Form von Karotten hinzu. Fertig war unsere Frühstückssonne am Sonntag. 

https://youtu.be/U9wXIxWn71A

New York Reiseführer – Meine Reiseimpressionen Teil 16

25. Januar 2017

Die Entscheidung nach New York zu fahren lag an K2. Im vergangenen September hatte ich groß getönt, wenn der Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewinnt, dann fährt die Familie Silvester nach New York. Die große Klappe konnte ich mir leisten, da damals Hillary Clinton ganz weit vorne lag. Am Wahltag schaute ich doof aus der Wäsche und K2 erinnerte mich an mein Versprechen. So wurden Flug und Hotel gebucht, denn Versprechen gilt es einzuhalten.


Mit dem Zeitpunkt begann ich auch, meine New York-Reiseführer aus meinen Archiv herauszuholen. Was wollten wir alles besichtigen? Ich habe rund zehn Bücher über New York, klassische Führer mit so genannten Insider-Tipps. Wenn ich ehrlich bin: Ich habe keinen einzigen angeschaut. Ich habe mich komplett im Internet in der Blogosphäre umgesehen, habe ein paar Freunde vom Bloggerclub gefragt und bei meinen New York-Bekannten angeklopft. Irgendwie hatte ich keine Lust, klassische Reiseführer zu wälzen. Aber zwei Ausnahmen gab es dennoch: Ich habe ausführlich zwei Fotobücher genossen: New York von Jeff Chien-Hsing Liao und New York von Serge Ramelli. Das eine Buch ist in Farbe, das andere Buch in Schwarzweiß – beide Bücher bieten einen aktuellen Blick auf Big Apple, auf die Stadt die niemals schläft.


Ich liebe Fotobücher, sehr zum Leidwesen meiner Frau. Fotobücher sind teuer und nehmen viel Platz weg, aber gute Fotobücher erzählen Geschichten. Sie bilden nicht nur die Wirklichkeit ab, sondern wenn sie gut gemacht sind, dann geben sie Inspiration und Motivation. Sie erzählen Geschichten aus einer fremden Welt, von bekannten und unbekannten Orten. So ging es mir mit diesen beiden New Yorker-Fotobüchern. Wenn ich ehrlich bin, dann schaute ich auch noch in ein drittes Buch: Humans of New York. Über diesen Klassiker der Street-Fotografie habe ich ja früher bereits gebloggt. Aber da ich dieses Mal mit Familie unterwegs war, rutschte das Thema Street-Fotos etwas in den Hintergrund und ich will meinen Focus auf die klassischen Bildbände mit Motiven der Stadt legen. Dennoch klarer Buchtipp für Humans of New York.

Jeff Chien-Hsing Liao: New York
Jeff Chien-Hsing Liao zeigt uns großformatige Bilder und bewegt sich auch abseits der touristischen Routen der Stadt. Freilich, Schmelztigel wie Time Square dürfen nicht fehlen, aber Jeff Chien-Hsing Liao wirft auch einen anderen Blick auf seine Stadt New York. Seine Bilder sind extrem detailliert, aufgenommen mit einer Großformatkamera und anschließend nachbearbeitet.

Als Betrachter hatte ich das Gefühl, in die Szenerie der Fotos einzutauchen und die Atmosphäre aufzusaugen. Es ist anders wie bei klassischen Bildbänden. Ich bin wirklich an den Ort teleportiert und blicke nicht wie ein Betrachter von außen auf das Motiv. Hier zeigt sich das geniale Talent von Jeff Chien-Hsing Liao.

Serge Ramelli: New York
Den Namen Serge Ramelli kannte ich vor allem von Photoshop- und Lightroom-Tutorials aus dem Netz. Er ist ein großer Magier der Adobe-Software. Der Franzose hat ein gewaltiges Fotobuch über seine Heimatstadt Paris auf den Markt gebracht.

Atemberaubende Schwarzweiß-Fotos von der Stadt der Liebe. Nicht ganz so perfekt ist sein Fotobuch über New York geworden, aber dennoch ist es eine Inspiration für mich gewesen. Das ging sogar soweit, dass ich einen kleinen Fotoblog mit Schwarzweiß-Bilder eingerichtet habe, in dem ich unregelmäßig Bilder poste. Ramelli ist der klassische HDR-Fotograf, der am Rechner seine Bilder nachbearbeitet. Ich bin nicht von allen Motiven begeistert, die er von New York geschossen hat. Manche Aufnahmen sind großartig, manche sind langweilig und die Luftbilder aus dem Heli sind etwas unscharf. Er besucht vor allem die touristischen Plätze und zeigt uns ein New York in Schwarzweiß – für mich eine Liebeserklärung an die Stadt wie Woody Allens Manhatten.

Vielen Dank
Mit diesem Beitrag beende ich meine New York-Serie und freue mich über die große Resonanz. Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Klicks. Mal sehen, wohin mich meine nächsten Reiseimpressionen mich führen. Ich kehre damit wieder zu meinen gewohnten Beiträgen zurück.

Restaurant mit Bestellung am iPad – Meine Reiseimpressionen Teil 15

24. Januar 2017
Jeder Tisch in den Restaurants war mit einem iPad ausgestattet und dort ließ sich wunderbar Essen bestellen.

Jeder Tisch in den Restaurants war mit einem iPad ausgestattet und dort ließ sich wunderbar Essen bestellen.

Eine Zukunft des Restaurants habe ich am Flughafen Newark Liberty International Airport angetroffen. Wir waren auf Rückflug von New York und hatten noch etwas Zeit am Flughafen, weil Homeland Security schnell und zügig arbeitete und keine Zicken machte. K1/2 hatten Hunger und so beschlossen wir, unsere letzte Nahrung in den USA aufzunehmen. Der Newark Liberty International Airport ist ein großer Flughafen und wir wurden via Air Train zum Terminal C gebracht und suchten uns ein Restaurant.

Die Masse der Restaurants im Terminal C funktionieren anders als die Restaurants, die ich gewohnt war. Jeder Tisch verfügt über ein iPad. Hier kann der Kunde seine Bestellungen aufgeben. Das musste unsere technikverrückte Familie gleich ausprobieren. Wir entschieden uns für ein italienisches Restaurant und jeder griff zum ihm vorliegende iPad. Das Display listet die Speisekarte, Facebook, Twitter, Nachrichten und auch Spiele-Apps auf.

Das Display zeigt die Karte und andere Apps.

Das Display zeigt die Karte und andere Apps.

Jedes iPad ist fest mit dem Tisch verdrahtet, so dass es keine Füße bekommt und gestohlen werden kann. Am Tisch waren gleichzeitig Ladestationen mit US-Steckern und USB-Ports zum Laden der Smartphone angebracht. Diesen kostenlosen Service nutzen wir gleich aus.

Steckdosen an jedem Platz.

Steckdosen an jedem Platz.

Wir wählten die umfangreiche Speisekarte, stellten die Beschreibungen auf Deutsch um und suchten aus. Die Vielfalt war sehr groß. Die Speisen waren ausgezeichnet fotografiert und zudem erläutert. Die Übersetzungen waren im großen und ganzen gelungen. Nun, dass es eine digitale Speisekarte am iPad gibt, ist nicht die Revolution. Das habe ich in Deutschland auch schon öfters erlebt. Interessant fand ich, dass der komplette Bestellvorgang via Apple Device abläuft.

Ist die Zukunft schon Gegenwart?

Ist die Zukunft schon Gegenwart?

Meine Kinder wählten Pizza, meine Frau gebackene Calamari und ich Austern, weil ich dieses Mal nicht in der legendären Austern Bar in der Grand Central Station war. Da wir vier Personen waren und alles auf eine (meine) Kreditkarte buchen wollten, bestellten wir an einem iPad, um den Buchungsaufwand zu minimieren.

Bezahlt wird via Plastikgeld.

Bezahlt wird via Plastikgeld.

Getränke kamen hinzu und das Trinkgeld auch. Warum Trinkgeld? Nun, die iPad-Bestellung wurde uns von einem freundlichen Ober erklärt, der auch das Essen brachte. Trinkgeld gehört im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einfach dazu. Ich zog die Kreditkarte durch und die Rechnung kam per eMail in mein Postfach.

Der Lieferstatus wird angezeigt.

Der Lieferstatus wird angezeigt.

Das iPad zeigte uns auch, wie weit der Lieferstatus unseres Essens war. Essen wird zubereitet und dann Essen wird geliefert. Schön war, dass die Speisen gleichzeitig kamen, trotz unterschiedlicher Zubereitungszeit. So konnte die Familie gemeinsam essen. Und ich muss zugeben: Das Essen hat sehr gut geschmeckt. Die Familie war sehr zufrieden.

 

 


Wir verglichen die Speisen mit den Bildern auf der Karte und waren sehr angetan, dass digitales Foto und echtes Essen sehr ähnlich aussahen. Anders wie in Burgerketten oder Fast-Food-Lokalitäten, in denen ein himmelweiter Unterschied zwischen fiktionaler und realer Welt festzustellen ist.

Fazit der Familie: Eine tolle Sache.

Fazit der Familie: Eine tolle Sache.

Fazit der Familie: Es funktioniert, geht schnell und hat auch einen Charme. Natürlich will ich nicht so eine Bestellung via iPad in jedem Restaurant, aber die Idee dahinter finde ich sehr faszinierend. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Am Newark Liberty International Airport haben die Gastronomen diese Zukunft bereits beschritten und auch das ist interessant.

Hier das Fazit von meiner Frau und mir als Video:

Tagsüber im American Museum of Natural History- Meine Reiseimpressionen Teil 14

23. Januar 2017
Der Titanosaurier passt nicht vollständig in den Saal des American Museum of Natural History. Sein Kopf schaut aus dem Saal heraus und begrüßt die Besucher am Eingang der Dino-Abteilung.

Der Titanosaurier passt nicht vollständig in den Saal des American Museum of Natural History. Sein Kopf schaut aus dem Saal heraus und begrüßt die Besucher am Eingang der Dino-Abteilung.

Wenn es in New York regnet, bieten sich die klassischen Regenfotos à la James Dean am Times Square an. Allerdings war ich mit Familie in New York unterwegs und so stand der Gang in ein Museum auf dem Programm. James Dean muss warten. Museen gibt es ja einige am Big Apple, aber mit Kunst kann ich meine Kinder jagen. Also musste etwas anders geboten sein: Wir entschieden uns nach ein wenig Recherche für das American Museum of Natural History und der Besuch hat sich voll gelohnt – für alle Familienmitglieder. Bei uns ist das Museum durch den schrecklichen Film “Nachts im Museum” mit Ben Stiller bekannt geworden. Nun, wir besuchten das Museum in der Nähe des Central Parks mit seinen über 25 Gebäuden tagsüber.

Warteschlange vor dem American Museum of Natural History
Allerdings waren wir nicht alleine. Wenn es in New York regnet, dann haben gefühlt alle New Yorker Familien die Idee ins Museum zu gehen. So war erst einmal langes Warten vor dem American Museum of Natural History angesagt – bei strömenden Regen.

Im Gebäude hatten wir via Smartphone Tickets gekauft und konnten so der Schlange vor den Schaltern und seltsamerweise auch den umfangreichen Sicherheitskontrollen entgehen. Noch besser ist es, Fördermitglied des Museums zu werden, dann kann man an der wartenden Schlange vorbeimarschieren. Wir sind bereits Fördermitglied des Deutschen Museums in München, das reicht und so oft kommen wir nicht nach New York. Es gab im Vorfeld drei Gründe für den Besuch eines der größten Naturkundemuseen der Welt: Im American Museum of Natural History gibt es ein 1:1-Modell eines Blauwals, ein großer Meteor, den 563 Karat schwere „Stern von Indien“ – der größte jemals gefundene Saphir und eine absolut geniale Saurier-Ausstellung.

Zeitkapsel vor dem Museum.

Zeitkapsel vor dem Museum.

Wer genau wie wir vor dem American Museum of Natural History warten muss, dem empfehle ich das Betrachten einer Zeitkapsel. Vor dem Museum hat der Architekt Santiago Calatrava für die New York Times eine Zeitkapsel entworfen. Sie wurde im Jahr 2001 verschlossen und soll am 1. Januar 3000 wieder geöffnet werden. Schöne Idee, ich werde es aber wohl nicht überprüfen.

Der Titanosaurier – der größte Dino überhaupt
New York ist die Stadt der Superlative. Das ist bei den Ausstellungsstücken im American Museum of Natural History ebenso. Im Dino Park des Museums stand er: Der größte Saurier, der bisher gefunden wurde. Der Titanosaurier.

Das Skelett hat eine Länge von 26 Metern und das Tier dürfte 70 Tonnen gewogen haben. Etwa 10 afrikanische Elefanten haben das gleiche Gewicht, so Kurator Mark Norell. Die Dino-Forscher sagen, das riesige Vieh war noch nicht einmal ausgewachsen. Gestreckt wäre sein Hals lang genug, um ins Fenster eines fünfstöckigen Gebäudes zu schauen.
Ein Bauer hatte in Patagonien/Argentinien ein Fossil in einem Steinbruch entdeckt. Als man das Skelett ausgegraben hatte, stellte man fest, wie riesig der Kamera ist. Wegen seiner Länge passt der Titanosaurier nicht vollständig in den Saal des American Museum of Natural History. Sein Kopf schaut aus dem Saal heraus und begrüßt die Besucher am Eingang der Dino-Abteilung.
Der Titanosaurier ist also nicht zu übersehen. Aber auch die restliche Dino-Abteilung ist absolut gelungen. Der Besucher kommt ganz nahe an die Ausstellungsobjekte heran, der eine zum Studieren, der andere für ein Selfie. T-Rex und Mammut hatten es persönlich angetan. In dieser Abteilung kam sich der Mensch mal richtig klein vor in Gegenwart der Giganten. Unseren Kindern hat der Einstand im Museum gefallen. K1 ist große Dino-Experte und konnte die Familie durch die Ausstellung führen. Sein Fachwissen hatte K1 durch zahlreiche Spielberg-Filme, BBC-Dokus aus YouTube und Was ist Was-Bücher – Bildung im 21. Jahrhundert.

Stoppt den Walfang – Blauwal im Museum
Da wir gerade bei großen Lebewesen sind, schaute wir auch beim Blauwal vorbei. In einem großzügigen Raum hing ein 1:1-Modell eines riesigen Blauwals von der Decke. Was sind das für wunderschöne und erhabene Lebewesen?

Absolut eindrucksvoll: Ein Wal hängt von der Decke.

Absolut eindrucksvoll: Ein Wal hängt von der Decke.

Die Familie trennte sich in dem Raum und jeder ging in der Abteilung seiner Wege. K1/2 interessierte mehr die Haie, meine Frau streifte umher und ich legte mich auf den Rücken und hatte den Wal in all seiner Schönheit über mir. Gedanken schossen mir durch den Kopf. Freilich dachte ich an den genialen Roman Moby Dick. Und ich wusste wieder, warum ich den Walfang verabscheue. Es ist eine Sünde, solche Wesen zu jagen. Von der Galerie aus, drehte ich ein Facebook Live-Video und diskutierte mit meinen Facebook-Kumpels über den Blauwal.

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Die Milstein Hall of Ocean Life, so heißt die Abteilung, umfasst 2.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche, wobei der 28,6 Meter lange Blauwal sicherlich einer der Hauptattraktionen des Museums ist. Mithilfe von Beleuchtungs-, Video- und Audioeffekte wird ein virtueller Ozean erzeugt.

Beim Blauwal war ein Poke Stopp.

Beim Blauwal war ein Poke Stopp.

Ein Wort zur Museumsdidaktik
Der Show-Aspekt bei US-Museen ist deutlich höher als bei deutschen Museen, die oftmals ein Hort der Wissenschaft und Forschung sind. Im American Museum of Natural History wird sicherlich auch massiv geforscht, doch die Amerikaner wissen einfach, wie sie ihr Museum dem Publikum verkaufen. Die Exponate haben eine andere Wirkung als bei uns, sie sind effektiv in Szene gesetzt und entsprechend beleuchtet. Die Besucher werden regelrecht ermutigt, ein Foto für soziale Netzwerke zu machen und so für das Museum zu werben, der Hashtag #amnh wird dabei eingesetzt. Zwar sind Selfie Stangen und Blitzen untersagt, aber die Masse der Besucher will auch nur Erinnerungsfotos knipsen.


Es gibt zwar ein paar Faltpläne aus Papier in verschiedenen Sprachen, um sich im Museum zurecht zu finden. Aber die beste Führung läuft per Apps. Das komplette Museum ist mit leistungsstarken WLAN ausgestattet. Ich selbst habe ein ruckelfreies Facebook Live Video vor dem Blauwal-Modell gedreht. Das Museum war hervorragend besucht und die Masse des Publikums hatte Smartphone im Einsatz – und dennoch ist das WLAN nicht in die Knie gegangen.
Und es werden verschiedene Apps für verschiedene Zielgruppen angeboten. Da gibt es beispielsweise den klassischen Museumsführer, um sich zu orientieren. Die Explorer App zeigt dem Besucher, wo er gerade ist und wo die nächsten interessanten Exponate zu finden sind. Für die Kinder gibt es eine Micro Rangers-App. Hier lassen sich mit den Micro Rangers ein Spiel im Museum spielen und so die Exponate spielerisch entdecken.

AR im Museum.

AR im Museum.

Auf Basis einer XBox standen große Monitore samt AR-Kamera herum. Der Besucher wird von der AR-Kamera erfasst und kann so einen Saurier durch Bewegung steuern. Das Motto ist: Be the Dino. Als ich das System ausprobieren wollte, musste ich erst einmal eine Masse von Kindern vertreiben. So ist das Leben.

4,5 Milliarden Jahre alter Stein aus dem All
Eindrucksvoll für mich war auch der größte in einem Museum ausgestellte Meteor Ahnighito. Für mich übt diese Klumpen Gestein eine ungeheure Faszination aus. Das Material stammt nicht von der Erde. Es ist wirklich außerirdisch. Nun gut, es ist ein großer Stein, der durch den Weltraum fliegt. Aber für mich war dieser Meteor viel, viel mehr.

Der Meteor ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler.

Der Meteor ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler.

Ich habe mich vor das Exponat gesetzt und zugehört. Dieser Stein ist ein exzellenter Geschichtenerzähler. Er kam zu Orten, die ich nie sehen werde. In meiner Fantasie berichtete der Stein von seiner Reise durch das All und ich hörte genau zu. In meinen Träumereien kamen wieder und wieder alte Science Fiction-Geschichten hoch.
Der 4,5 Milliarden Jahre alte Cape York Meteor ist fast so alt wie die Sonne und wurde 1894 in Grönland gefunden. Vor rund 10000 Jahren schlug er auf die Erde ein. Mit einem Gewicht von 31 Tonnen ist der Ahnighito der drittgrößte Meteorit, der bisher entdeckt wurde.

Der 4,5 Milliarden Jahre alte Cape York Meteor ist fast so alt wie die Sonne

Der 4,5 Milliarden Jahre alte Cape York Meteor ist fast so alt wie die Sonne