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Ich bin Retrogamer – und war im Fernsehen

10. September 2018
Das Bayerische Fernsehen drehte einen Beitrag über mich zum Thema Retrogames.

Das Bayerische Fernsehen drehte einen Beitrag über mich zum Thema Retrogames.

Hui, das Bayerische Fernsehen war bei mir zu Hause und ich war dann im Fernsehen. Nicht, weil ich so berühmt bin, sondern weil ich ein interessantes Hobby habe: Retrogames.
Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich die alten Videospiele meiner Jugend liebe. In erster Linie ist es die Atari 2600-Videokonsole aus dem Jahr 1977 und die Hunderten von Spiele von damals. Der 8 Bit-Sound und die Pixelgrafik fasziniert mich und erinnert mich an meine Jugend. In den Spielen werden tolle Geschichten erzählt, die sich dann in meinem Kopf abspielten.
Diese Blogposts in meinem Blog haben nicht nur meine Follower gelesen, sondern auch eine Reporterin vom Bayerischen Fernsehen. Die Dame nahm telefonisch Kontakt mit mir auf und bat um Infos zum Thema alte Videospiele. Hab ich gerne der Kollegin gegeben und wir kamen tiefer ins Gespräch. Irgendwann wurde ich von der BR-Kollegin gefragt, ob sie mit ihrem Team einen Beitrag über mich und mein Hobby machen dürfe. Der Beitrag soll in der BR-Sendung „Aus Schwaben aus Altbayern“ erscheinen.
Klar bin ich dazu bereit. Zum einen kann es Werbung für meine Person sein (das freut mein Unternehmerherz) und zum anderen kann ich auf den Verein VideoSpielKultur (VSK) hinweisen, bei dem ich Mitglied bin. VSK führt verschiedene Veranstaltungen durch, die sich mit Videospiele als Kulturgut beschäftigt.

In Absprache mit dem Verein lud ich das BR-Team zu den Veranstaltungen von VSK nach München ins Werk 1 ein. Dort gibt es zweimal im Monat Spieleabende. Jung und alt und Gamer mit unterschiedlichem Interesse kommen zusammen, um gemeinsam zu zocken. Ab und zu bin ich dort mit K1 und wir spielen. Die Termine werden in der Facebook-Gruppe des Vereins bekanntgeben. Also kam ein Kameramann, ein Kameraassistent und die besagte Reporterin zu dem Termin und wir drehten einen Beitrag. Es wurden schöne Bilder gedreht, Interviews mit Spielern und VSK-Verantwortlichen geführt. Ich musste auch ein wenig schauspielerisch tätig werden und laufen, posen, cool schauen – hat alles viel Spaß gemacht.

Dann kam es zu einem zweiten Drehtermin bei mir zu Hause. Ich zeigte meine Gamer-Klamotten, meine Retro-Konsolen, einen Acrade-Automaten und viel Merch. Die Sache war ganz schön anstrengend. Leider wurden die Aufnahmen aus dem Drehtag bei mir zu Hause nicht in dem Beitrag verwendet. Warum, weiß ich nicht.
Mir war es wichtig, meine Botschaft im Fernsehen an den Mann und die Frau zu bringen: Retrogames machen Spaß, ein Kulturgut und sind ein tolles Hobby. Es gibt nicht nur Spiele, sondern auch Filme, Bücher, Musik, Klamotten und mehr zum Thema.

Tja und dann kam der große Tag. In der Woche der gamescom 2018 in Köln war der Ausstrahlungstermin. Die ganze Familie saß vor der Glotze und wir schauten die Sendung „Aus Schwaben und Altbayern“ an – gefühlt habe ich die Sendung vor 100 Jahren das letzte Mal angeschaut. K1/2 waren sichtlich nervös: Der Papa im Fernsehen und hoffentlich ist es nicht peinlich. Aber ich macht mich nicht zum Deppen. Hier ist übrigens der TV-Beitrag:

Kurz nach der Sendungen kamen Mails und Nachrichten. Ein paar Leute gratulierten. Am nächsten Tag wurde meine Frau angesprochen, dass ihr Mann im Fernsehen gewesen sei. Vielen Dank für die guten Wünsche. Auch meine Eltern waren stolz auf ihren Sohn, schließlich hatten sie mir damals das Atari 2600 gekauft.
Was ist mir klargeworden: Mein Atari 2600 gehört nicht mehr nur ins Arbeitszimmer, sondern ins Wohnzimmer. Dann will ich mich bei VideoSpielKultur mehr engagieren und auch mehr Vorträge für diesen Themenbereich anbieten.

Rückblick auf die AnimagiC 2018 in Mannheim

10. August 2018

Die AnimagiC feierte ihr 20jähriges Bestehen und nachdem ich zwei Kinder im Manga- und Anime-Fieber habe, musste ich mit meiner Familie zu der Cosplayer-Veranstaltung nach Mannheim unbedingt hin. Fazit: Es hat sich voll gelohnt und wir kommen wieder.

Wir haben in diesem Jahr bereits die Animuc in Fürstenfeldbruck besucht und ich habe darüber gebloggt. Jetzt wollte ich die Sache zwei Nummern größer ansehen und wir kauften uns im Frühjahr bereits drei Tages Karten für die AnimagiC in Mannheim samt Hotel. Die Veranstaltung wird vom Team der Zeitschrift Animania veranstaltet. Wie meine alte Zeitschrift geht die Zeitschrift mehr und mehr den Weg zu Veranstaltungen, nachdem Print nicht mehr so gut läuft wie in alten Zeiten. Ich war also auch berufsmäßig interessiert, wie die Kolleginnen und Kollegen so ein Event aufziehen. Und es war der Hammer. Die bunt gemischte Zielgruppe kam in Scharen, zum Teil waren wunderbare Cosplayer darunter. Ich erfreute mich an ihren Outfit und wenn man nett fragte, durfte ich auch zahlreiche Bilder machen. 

 

Eine freundliche und friedliche AnimagiC

Die Stimmung war freundlich und das bei der Hitze und den Massen. Ich mag diese Art von Leuten, die ich bereits in K-Pop- und J-Pop-Konzerten kennen und schätzen gelernt habe. Da gibt es keine bösen Worte, die Besucherinnen und Besucher sind ausgesprochen höflich zueinander. Der Umgang untereinander ist rücksichtsvoll, vielleicht hat sich die japanische Mentalität auf die Besucherinnen und Besucher übertragen. Es gab kein großes Schupsen trotz Massenandrang und ich habe noch nie so viele Wörter wie „Verzeihung“, „darf ich mal bitte“ auf einer Großveranstaltung gehört. Wenn sich Schlangen bildeten, setzten sich die Wartenden einfach auf den Boden und unterhielten sich. Es war eine rücksichtsvolle Veranstaltung. 

Einkaufen auf der AnimagiC

Im Händlerbereich gab es zumeist Mangas, Anime und Figuren zum Kaufen. Der Himmel auf Erden! K1 und K2 deckten sich ein, Papa zahlt schon. Die Gattin erwarb japanisches Geschirr und ich fand eine Sonderausgabe eines Mangas, das ich sowieso mal kaufen wollte. Und ich deckte mich mit japanischen Kochbüchern aus der Mangaküche ein, werde dazu aber noch separat bloggen. Für mich das interessanteste Produkt im Händlerbereich war ein Tachikoma. Und ich geb es zu, drei Familienmitglieder haben sich Kimonos gekauft. 

Dann galt es an Veranstaltungen teilzunehmen, denn nur Einkaufen kann ich im Internet auch. Netzwerken war angesagt und schauen. Das umfangreiche Programmheft erwies sich als wunderbarer Planer. Nachdem ich mit zahlreichen Cosplayern gesprochen hatte und ihr Outfit gelobt hatte, traf ich mich mit einem Kollegen aus Bayern, der seine Tochter begleitete. Er trat als Obi-Wan auf. 

Vorträge und Workshops auf der AnimagiC

Um meinen Horizont zu erweitern, besuchte ich einige Sessions, wie beispielsweise den ausgezeichneten Workshop von Angelina Paustian über „Bento – japanische Lebensfreude in der Box“ oder „der Lolita Stil – bittersüße Mode aus Japan“. Die Vorträge und Workshops waren unterschiedlich besucht und es machte Spaß, mit den Referentinnen zu diskutieren. Mich haben die Vorträge außerordentlich inspiriert. Im nächsten Jahr will ich mir noch mehr Vorträge anhören. Die Pausen verbrachte ich übrigens im Maid Cafe und habe auch hier schon ausführlich darüber gebloggt.

Die Preisverleihung auf der AnimagiC

Aber ich war ja auch beruflich auf der AnimagiC. Nachdem ich früher für die Veranstaltung animago AWARD & CONVERENCE verantwortlich war und die Preisverleihung des animago AWARDS im Mittelpunkt stand, wollte ich sehen, wie es das Team der Animania machte.

Nun, sie machen es ganz, ganz anders mit viel mehr Rock‘n Roll. Es wurde gleich zu Beginn kräftig gesungen. Die Auszeichnungen und Gewinner der einzelnen Kategorien wurden schnell abgefeiert und es wurde mehr Zeit auf die ausländischen Gäste verwendet.

Und was ich sehr sympathisch fand, die japanischen Gäste haben sich bedankt. Die Sängerin  Konomi Suzuki sang sogar auf der Bühne sehr Ständchen zum 20. Geburtstag der Animagic. Mir hat es sehr gefallen. 

Konzerte auf der AnimagiC

Es gab auch zahlreiche Konzerte auf der Animagic. Ich besuchte ein paar von ihnen und war beeindruckt von der Qualität. Die japanische Prog-Rock-Band eufonius war mir komplett neu. Ich ließ mich auf die experimentellen Stücke ein, erwarb sofort eine CD der Band. Großartig und würde sogar ein separates Konzert der Band anschauen. 

Es gab zwei klassische Konzerte von Yuna Shinohara (Violine) und Ken Nakasako (Klavier) und die hauten mich wirklich vom Hocker. Ich dachte zunächst, dass das jugendliche Publikum gelangweilt in Saal sitzt, doch ich habe mich vollkommen geirrt. Die Jugendlichen waren begeistert von der Darbietung klassischer Musik, sie klatschten wie wild und zeugten ihre Anerkennung. Liebe Musiklehrer, so muss klassische Musik der Jugend näher gebracht werden. Ich war auf jeden Fall komplett aus dem Häuschen und erwarb auch eine CD von Yuna Shinohara und kann sie jedem empfehlen. 

Autogramme auf der AnimagiC

Schlange stehen hieß es auf der AnimagiC, wenn man ein Autogramm der Ehrengäste ergattern wollte. Die Signierstunden sind Teil des umfangreichen Programms und bei den Fans sehr, sehr beliebt. Da ich eigentlich keinen der Künstler kannte, weil ich ja nur meine Kinder zur AnimagiC begleitete, konnte ich ganz entspannt sein. Allerdings im Laufe der drei Tage kernte ich diese faszinierende Welt der Manga- und Anime-Welt kennen. Leider verfüge ich über zu wenig Fachwissen und kenne nur einige Klassiker. Aber ich bin neugierig und deckte mich mit Informationen ein. Ich besuchte Konzerte, las den einen oder anderen Manga und sprach vor allem mit Leuten. Und dann stellte ich mich an bei den zahlreichen Autogrammstunden. Yuna Shinohara Begeisterte mich und ich wechselte mit der sympathischen Künstlerin ein paar Worte, die ihr Pianist Ken Nakasako im ausgezeichneten Deutsch übersetzte. Und ein Selfie war auch möglich – danke dafür. 

Wer ein Manga oder eine DVD/Blu ray hatte, der konnte sich darauf sein Autogramm geben lassen. Ich kaufte mir CDs und ließ es mir höflich von den Musikern unterschreiben. Es gab aber auch ein Blanko-Autogramm-Blatt, das AnimagiC-Shikishi, eine universelle Autogrammkarte zum Unterschreiben – ein toller Service. Bei manchen Signierstunden durfte ich man nicht fotografieren, was ich schade fand. Bei Akihito Tsukushi, dem Schöpfer der Reihe Made in Abyss gab es beispielsweise ein solches Fotografierverbot. Wir beiden tauschten ein paar freundliche Worte über mein T-Shirt aus, auf dem Totoro abgebildet war. Ein längeres Gespräch gab es mit Angelina Paustian, einer Buchautorin von japanischen Kochbüchern. Sie schrieb mir ihr Autogramm ins Buch und drückte mir ihren japanischen Namensstempel hinein. 

Und vieles mehr

Zudem gab eine Halle, in der Nachwuchskünstler ihre Sachen anboten. So viel Kreativität auf einen Haufen. Ich bin von Stand zu Stand gegangen und habe mir angeschaut, mit welchem Engagement die Fans ihrem Hobby oder ihrer Berufung nachgehen. So eine Convention wie die AnimagiC ist großartig, um sich einen Überblick zu verschaffen. Es gab Möglichkeiten am Grafiktablett zu zeichnen oder Stifte auszuprobieren. Und ich spielte eine Partie Go gegen einen jungen Mann, der mich hoffnungslos abzockte – Spaß hat es dennoch gemacht. 

Meine Kinder haben noch einige Filmvorführungen in den zahlreichen Kinos angesehen. Leider habe ich Mary und die Blume der Hexe verpasst, der im September erst nach Deutschland kommt. Ich habe in London viel über diesen Film gelesen und werde mir wohl die Blu ray bei Erscheinen kaufen. K2 war zudem von dem Film Fireworks sehr angetan.

Diese Zusammenfassung meiner subjektiven Eindrücke ermutigen mich nächstes Jahr wieder auf die AnimagiC zu fahren. Es hat sich gelohnt und nächstes Jahr bereite ich mich besser vor und bin nicht nur das Begleitprogramm meiner Kinder. 

 

Catcontent: Weltkatzentag und was ich mit Katzen zu tun habe

8. August 2018
Pauli stattet uns einen Besuch ab.

Pauli stattet uns einen Besuch ab.

Ich bin kein ausgesprochener Katzenfan. Ich hab nichts gegen Katzen, aber bin jetzt nicht unbedingt der Streichelfan der Tiere, der unbedingt Kuscheln muss, wenn so ein Vierbeiner um die Ecke kommt. Und am heutigen Weltkatzentag werde ich dennoch Catcontent ins Netz stellen und mir Gedanken machen. 

Denk ich an Katze, dann denk ich an Alf. Dieser TV-Außerirdische meiner Jugend wollte immer TV-Katze Lucky auf den Grill legen, was die Familie Tanner zu verhindern wusste. Das waren schöne Episoden und ich drohe spaßeshalber immer mit dem Grill. 

Dann fällt mir ein, dass meine Kinder Katzen-Kuscheltiere von Steiff hatten als sie klein waren. K2 brachte als Asia-Fan eine batteriebetriebene Winkekatze an, die jetzt am Küchenfenster sitzt und freundlich nach außen winkt. Die Katze in Asien ist ein Glücksbringer. 

Nun, als ich früher mal in New York war, schaute ich mir Cats an und ab und zu spielen wir das Musical auf DVD ab und singen mit. So gefallen mir Katzen und auch Aristocats im Kino möchte ich gerne. Es gibt wohl mehr Hunde im TV und Kino als Katzen: Lassie, Boomer usw – aber Katzen? Vielleicht weil die Tiere ihren eigenen Willen haben. Mir fällt spontan Fritz the cat (pervers, ich weiß), Garfield (verfressen, ich weiß) und Tom und Jerry (brutal, ich weiß) ein – also eher im Comic- und Zeichentrickumfeld. 

Ja und denk ich an Katzen, denke ich an das Internet und Catcontent. Bilder und Filme laufen immer super, sei es Katzen auf dem Staubsaugerroboter, die schrecklichen Tierquälervideos Katze wird von einer Gurke erschreckt, Katze fällt vom Schrank usw. und viele meiner Internet- und realen Freunde haben Katzen und posten hübsche Bilder. Das Netz belohnt sie mit Likes. 

Als Fan von Wellensittichen, im Moment sind bei uns Dr. Watson und Sinatra die gefiederten Familienmitglieder, habe ich eine gewisse Vorsicht vor Katzen. Der Käfig von Dr. Watson und Sinatra steht am Wohnzimmerfenster und es schauen schon mal die Katzen aus der Nachbarschaft durchs Fenster und beobachten die Vögel als mögliche Beute. Dr. Watson und Sinatra sind ungerührt der drohenden Gefahr und piepsen munter weiter.

Anderes unsere Vögel im Garten. Meine Frau und ich haben vier Futterstellen und füttern ganzjährig. Es kommen vor allem Spatzen, Meisen, Amseln und zwei Elstern. Und die mächtigen Elstern schlagen ganz schön laut Alarm, wenn sich eine Katze nähert. Es klingt wie Stöße aus einem Maschinengewehr. Und die Spatzen steigen in die Warnrufe mit ein. 

Die Vögeln lieben die Futterstellen im Garten und die Katzen lieben die Futterstellen im Garten ebenfalls, weil dort ihr Lebendfutter herumhüpft. So schleichen sich die Katzen der Nachbarschaft an oder liegen auf Lauer. Die Angriffe scheitern meist, die Vögel sind schneller oder die Katzen sind zu träge. Ab und zu gelingt aber ein Fang, aber das kommt eher selten vor. So ist die Natur eben. 

Hallo, jemand zu Hause?

Hallo, jemand zu Hause?

Kater Pauli aus der Nachbarschaft

Und dann wäre noch Pauli. Pauli ist eine Kater aus der Nachbarschaft. Er kommt morgens und abends regelmäßig vorbei, geht quasi auf Patrouille durch unseren Garten. Pauli ist schwarz, hat ein paar weiße Flecken und hat einen eigen Willen. Ich habe das Gefühl, der Kater duldet es, dass wir in seinem Garten sind. Er streift umher, legt sich auf die Liege, legt sich ins Hohe Gras, dann streckt er sich und lauert auf einer Gartenleuchte. Er beobachtet die Vogelfutterstationen, pirscht sich an und wenn die Familie auf der Terrasse sitzt, nimmt er im Grunde keine Notiz von uns. Pauli, der Kater stammt aus der Nachbarschaft ein paar Häuser weiter, nimmt uns zur Kenntnis und wir nehmen ihn zur Kenntnis und kümmern uns nicht um das Tier. Das ist unser Arrangement: Leben und leben lassen, ganz die bayerische Art. Pauli liebt die bayerische Lebensart. 

Wenn man Pauli anspricht und ihn morgens begrüßt, schaut er höchstens kurz auf, lässt sich aber in seinem Tun nicht stören. Ab und zu läuft er über die Terrasse, wenn wir es uns dort bequem gemacht haben, er läuft unter dem Tisch und zwischen den Sesseln umher. Streicheln ist ja bei uns nicht angesagt und irgendwie weiß das der Pauli. 

Einmal habe ich Pauli aber ernsthaft ermahnen müssen: Als die Terrassentür offen stand und Pauli die Sittiche hörte, wollte er ins Haus kommen und nach dem Rechten sehen. Das konnte ich nicht zulassen und hab ihn in den Garten verwiesen. Er schaute mich an, drehte sich um und trottete in den Garten. Naja, alles Gute zum Weltkatzentag. 

Zuckeraugen in Landshut – ein Paradies für Backfreaks

7. Juli 2018

Meine Kinder K1/2 haben das Backen für sich entdeckt. Ich halte es für enorm wichtig, dass Kinder kochen (und auch backen) können. Während sich K1 mehr mit Kuchen beschäftigt, ist K2 in Sachen Muffins, Plätzchen, Keksen und vor allem mit Cake Pops unterwegs. Bei einem Besuch in Landshut haben wir das Back-Paradies in Form des Ladens Zuckeraugen entdeckt. Das Fachgeschäft für Backzubehör und Tortendeko hat auch eine Website.

Als wir an dem Laden in der Landshuter Innenstadt Neustadt 502 vorbeigingen, fielen uns sofort die unterschiedlichen Backformen im Schaufenster auf. Es gab Gitarre, Bären, Affen, Drachen und vieles mehr. Ich hatte mal eine Backform in Form der Maske von Darth Vader – und als K2 kleiner war eine Backform in Hello Kitty-Design. 

Also nichts wie rein und die Familie war begeistert über die Auswahl. Als Fliegenträger fiel mir sofort verschiedenfarbige Fliegen als Verzierung für Torte auf. Wunderbare Idee für eine festliche Torte mit einer individuellen Note. Die Vielfalt im Ladengeschäft ist überwältigend. Es gibt dort eine große Auswahl an Backzubehör und alles was wir zur Dekoration für Cupcakes, Torten und Cake Pops benötigen, z.B. Wilton Icing Color Lebensmittelfarbe, Candy Melts, Funcakes Rollfondant, Satin Ice, Keksausstecher, bunte Cake Pop Stiele, Blütenpaste, Zuckeraugen, Silikonmolds. Meine Gattin und K2 schnappten sich einen Einkaufskorb und machten sich ans Einkaufen. 

Ich sah mir derweil die Ausstechformen an. Zug um Zug arbeitete ich mich durch, sah einfache und komplizierte Formen. Nachdem meine Gattin ein Hahn-Fan ist, gab es Hähne, ich wählte eine Art Drachen und sah darin Godzilla, K2 holte Bärchen, Saurier und es gab auch Gothik-Formen wie RIP, Särge oder Grabsteine. Zuckeraugen gibt es rund drei Jahre und wir haben ihn leider jetzt erst entdeckt, obwohl wir alle halbe Jahre wegen einem Friseurbesuch nach Landshut fahren.

Am Ende des Bummels durch Zuckeraugen war der Einkaufskorb voll mit süßen Kram, Verzierungen und anderen Deko-Artikel. Und ihr könnt euch vorstellen, was wir zu Hause gemacht haben. 

Gratis Comic Tag – kurz beim Hugendubel reingeschaut

13. Mai 2018

Gestern war der Gratis Comic Tag und ich hab es fast verpennt. Händler verschenkten an diesem Tag Comics und nur durch Zufall bekam ich von diesem schönen Event etwas mit. Das kam so: Wir mussten für K1 eine Hose kaufen, streiften durch die Pasing Arcaden in München und schauten kurz vor Ladenschluss noch beim Buchladen Hugendubel herein, weil K1/2 noch einen bestimmten Manga haben wollten. Ich selbst lese Romane meist nur noch auf dem Kindle, aber die Kinder wollen Mangas in Papierform. 

Als wir die Manga-Ecke – mittlerweile sind es zwei Regale – in dem Buchladen betraten, sprach mich eine engagierte Verkäuferin an, ob ich denn einen kostenlosen Comic haben wolle. Und da fiel mir wieder die Bedeutung des Tages ein: Gratis Comic Tag 2018. Von den teilnehmenden Händler werden 35 verschiedene Comics verschenkt, die sie natürlich vorher von den Verlagen kaufen mussten.

Ein Regal, ursprünglich waren hier Jugendromane zu finden, mit den Restexemplaren war mit einem rot weißem Absperrband abgetrennt. Das Band hatte den Grund, dass nicht das Regal mit den Gratis-Comics geplündert wird. Oben waren noch drei Luftballons rot, blau, gelb angeklebt. Die engagierte Buchverkäuferin sprach die Kunden an und ich freute mich auf ein Schwätzchen. Während K1/2 nach ihren Mangas Ausschau hielten, blätterte ich zwei, drei gratis Comics durch. Leider war die Show in München begrenzt. In London bei Forbitten Planet gab es fette Aktionen: Eines kaufen, eines umsonst dazu und die Massen rückten an – aber da gibt es auch nicht so ein Zeug wie Buchpreisbinding. In Pasing beim Hugendubel war die Resonanz überschaubar, lag aber auch an der Uhrzeit.

Leider schnappte mir eine andere Kundin das letzte Star War-Comic weg und so entschied ich mich für Battle Angel Alita und Usagi Yojimbo. Beide Serien stehen als Kaufentscheidung bei mir schon länger fest, da kamen die gratis Ausgaben zum Reinlesen gerade recht. Bei Battle Angel Alita warte ich auf Juni, dann schnapp ich mir die teure Gesamtbox.

Also wie der World Record Shop Day, gab es jetzt zum neunten Mal einen Gratis Comic Tag und mir gefällt ja so etwas. Im nächsten Jahr bin ich etwas intensiver bei der Sache und nicht nur, wenn K1 mal wieder eine Hose braucht. 

Neo Tokyo – Meine Anlaufstellen für K-Pop-Fans in München und Berlin

12. Mai 2018

Nachdem K2 voll in der Manga-, Anime- und K-Pop-Welt versunken ist, muss der Fan sich mit dem entsprechenden Equipment ausrüsten. Natürlich ist das Internet die Hauptquelle für den Bezug des Asia-Hobbys, aber auch im realen Welt müssen entsprechende Läden abgeklappert werden, um zu shoppen und zu fachsimpeln. In München und bei dem jüngsten Berlin-Besuch sind es die Läden von Neo Tokyo, die von uns regelmäßig besucht werden (müssen).
Auffällig war bei den zahlreichen Besuchen, dass sich vor allem weibliche Kunden die Zeit in den Geschäften vertreiben, auch viele asiatische Kundinnen waren darunter. K2 nutzt die Besuche, um in Mangas reinzulesen, ich nutze die Besuche um nach asiatischen Soundtracks Ausschau zu halten. Wir hatten in München schon einige Comic-Läden abgegrast, aber K2 ist eher Manga-Fan und daher sind die Läden von Neo Tokyo die optimale Fundgrube für dieses spezielle asiatische Hobby.

Im direkten Vergleich habe ich das Gefühl, dass der Münchner Laden etwas größer ist als die Berliner Zweigstelle.
In Berlin findet sich Neo Tokyo in der Schönhauser Allee 188 und die nächste U-Bahn ist die U-Bahn-Station Rosa-Luxemburg-Platz. Als wir unlängst dem Geschäft einen Besuch abstatteten, kam gerade neue Ware in unzähligen Kartons an. Da musste K2 genau aufpassen, was es neues gibt. Vor allem die CD-Boxen hatten es K2 angetan. Kritisch wurde überprüft, welche Veröffentlichung von K-Pop-Alben noch nicht in unseren Besitz ist.

In München ist der Shop in Schwabing an der U-Nahnhaltestelle Münchner Freiheit und dann in der Haimhauserstraße 3. Hier ein paar Bilder:

Profi-Tipp: Vorsicht bei Bundles von CD und DVD im K-Pop-Bereich. Die koreanischen DVDs haben einen anderen Regionalcode und man braucht einen entsprechenden DVD-Player, um die silbernen Scheiben abspielen zu können. K2 ist damit ausgestattet und so können wir uns Konzerttouren aus Asien zu Gemüte führen.
Im Grunde gibt es das klassische Merch-Material in beiden Läden und der Fan kann sich stundenlang in den Geschäften wohlfühlen. CDs, DVDs, Bücher, Mangas, Süßigkeiten, Klamotten, Merch, Anstecker, Kuscheltiere, Schwerter. Es gibt ein paar Figuren, aber hier hätte ich mir mehr Auswahl gewünscht, aber das ist natürlich subjektiv. Ich freue mich immer über Tipps, wo es weitere Shopping-Möglichkeiten gibt, die wir besuchen können.

Hier ein paar Eindrücke aus Berlin:

Wenn die Digital Natives auf ein Wählscheibentelefon treffen

8. Mai 2018
Dieses Telefon bekam ich von einer Bekannten geschenkt.

Dieses Telefon bekam ich von einer Bekannten geschenkt.

Von einer Bekannten meiner Frau habe ich ein altes Wählscheibentelefon geschenkt bekommen, weil ich ihr mit einem Facebook-Problem aus der Patsche geholfen habe. Das schwarze Telefon der Post stand auf dem Wohnzimmertisch und K1/2 wurden mit alter Technik konfrontiert.
Ich erklärte nichts und ließ meine beiden Digital Natives mal ausprobieren und Fragen stellen. K1 war vor allem von dem Anschlusskabel fasziniert und wusste mit den drei farbigen Drähten aus dem Kabelstrang nichts anzufangen. „Wir haben keinen Stecker, wo diese drei Drähte hineinpassen“, so das Fazit von K1.

Wo kommen die Drähte hin?

Wo kommen die Drähte hin?

K2 war mehr an der Funktionsweise interessiert. K2 nahm den schweren, schwarzen Hörer ab, lauschte, legte den Hörer wieder auf die Gabel und nahm wieder ab. Interessiert betrachte K2 dann die Wählscheibe. Zunächst wurde mit den Finger auf die Nummern getippt. Nach ein paar Sekunden wurde der Wählmechanismus herausgefunden. Es wurde gewählt, was das Zeug hielt und bis die Finger von K2 schmerzten. „Das tut weh“, stellte K2 fest und fragte zugleich vergeblich nach der Wahlwiederholungstaste. Und nein, man musste innerorts keine Vorwahl wählen. „Muss man eigentlich warten, bis die Wählscheibe wieder ganz zurückgelaufen ist? – Das dauert ja ewig“, so das Fazit von K2. Und wo denn die Abbruchtaste sei, wurde im gleichen Moment gefragt. K1 erklärte K2, dass es dafür die Gabel gibt und so wurde der Hörer aufgelegt und abgenommen. K2 entdeckte, dass man die Gabel auch mit dem Finger herunterdrücken konnte und sich so das lästige Auflegen sparten konnte. In US-amerikanischen Filmen hatten sie gesehen, dass man auf die Gabel hämmern konnte, wenn im Film die Verbindung zusammengebrochen ist. Cool war das Klemmen des Hörers zwischen Schulter und Ohr, das klappt mit dem Smartphone weniger gut.

Erst tippen, dann wählen

Erst tippen, dann wählen

„Wie kann man eine Zahl löschen, wenn man sich verwählt hat“, so die praktische Frage von K2. Und es gibt ja überhaupt keinen Nummernspeicher und keine Rufnummernerkennung. „Da weiß man ja gar nicht, wer anruft und ob man es annehmen soll oder nicht. Das ist ja blöd.“
Langsam begriffen K1/2 in welcher Welt ihre Eltern groß geworden sind. Meine Eltern hatten ein graues Wählscheibentelefon von der Deutschen Bundespost. Meine Mutter kaufte irgendwann einen potthässlichen Überzug aus Samt für das Telefon. Jahre später mieteten wir dann ein grünes Tastentelefon von der Bundespost. Der Grund dafür war die Wahlwiederholungstaste, damit man bei den Wählversuchen zur damaligen DDR-Verwandtschaft nicht scheiterte. Später wurde aus dem grünen ein weinrotes Telefon. Als das Postmonopol fiel gaben wir das Telefon an die Bundespost zurück, schließlich hatten wir es jeden Monat gemietet. Ich versuchte dann meinen Kindern die Tarife der Post zu erklären und als ich so was wie Mondscheintarif rekapitulierte, drehten sich meine Kinder weg, als ob ich komplett bekoppt war.

Der Hörer passt ideal zwischen Schulter und Ohr.

Der Hörer passt ideal zwischen Schulter und Ohr.

Fotografie: Detailaufnahmen in der Brauerei Maisach

21. April 2018

Seit längerer Zeit bin ich Mitglied in einer Facebook Foto-Gruppe im Landkreis Fürstenfeldbruck. Der Administrator Claus hatte eine Fotosession in der Brauerei Maisach organisiert. Das Angebot habe ich dankend angenommen. Obwohl ich die Brauerei aus alten Zeiten sehr gut kenne, wollte ich die Chance nutzen und ein paar Fotos machen. Die Brauerei hat einen neuen Besitzer und zieht das Business anders auf. 

Zurück zur Fotografie: Welche Ausrüstung soll ich mitnehmen? Diese Frage stellt man sich als Fotograf natürlich ganz am Anfang. Bei mir liegen viele Kameras herum und aufgrund von Bequemlichkeit greife ich oft zum iPhone X. Das kann ich bei einer Fotogruppe natürlich nicht machen. Aber ich habe keine Lust die Nikon D3x mit Festbrennweiten und Stative durch die Gegend zu schleppen. Also entschied ich mich für die klassische Reportagekamera, meine Fujifilm X100F. Ich habe zwar die Wechselobjektive dabei gehabt, mich aber on Location für die Festbrennweite 23 mm entschieden. Also kein Gefummle mit Zoom, sondern Abbild der Wirklichkeit. Mit f 2,0 hat das Objektiv genügend Lichtstärke für eine dunkle Brauerei. Und mit den alten Fotografenregeln „wenn Sonne lacht, nimmt Blende 8“ – oder „einmal hoch, einmal quer – was will man mehr“ zog ich los zum Treffen. 

Angekommen suchte ich nach bekannten Gesichtern. Außer Claus, den ich einmal im RL beim Edeka im Dorf getroffen hatte, kannte ich niemanden. Viele habe ich allerdings in Facebook gesehen und es war schön, sie im wahren Leben mal zu treffen. Die meisten waren mit größerem Equipment angerückt: Taschen, Rucksäcke, Stative, Blitze – da war ich quasi nackt mit meiner Reportagekamera. Aber ich dachte an eine Regel, die mir Peter Hartmann beigebracht hat. Peter Hartmann gehörte einst der Fotogruppe an und ist vergangene Woche leider verstorben. Ich habe lange Jahre mit ihm gearbeitet. Er war einst Fotograf bei der BILD und Abendzeitung und hatte u.a. mit Michael Graeter gearbeitet. Ich durfte mit ihm bei Merkur arbeiten und hab seine Geschichten genossen. Eine Regel von ihm war die alte Fotografenweisheit: Ein gutes Foto entsteht nicht in der Kamera, ein gutes Foto entsteht im Kopf. Ich hoffe, dass mein Kopf und mein fotografisches Auge funktioniert. 

Anbei eine Auswahl von Fotos von diesem Foto-Event in der Brauerei Maisach. Danke an die Brauerei Maisach und an Claus von der Fotogruppe für diesen Event. Für mich steht fest: Ein Teil meiner Bucket-List: Mehr fotografieren – hab ich hier wieder erfüllt. Wer mehr über die Geschichte der Brauerei wissen will, der kann hier in meinem Blog nachlesen und Videos schauen. 

 

10. Animuc – Cosplay in Kloster Fürstenfeld

9. April 2018
Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld war Gastgeber für die Animuc 2018.

Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld war Gastgeber für die Animuc 2018.

Es war meine erste richtige Cosplay-Veranstaltung und es wird nicht die letzte sein. Ich war begeistert von der Animuc 2018 in meiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck. Es war die zehnte Animuc und ich hab mich richtig wohl gefühlt. Diese Art von Menschen sind sympathisch und äußerst engagiert. Und Fürstenfeldbruck präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein von seiner besten Seite.  

Eigentlich begann für mich die Animuc bereits einen Tag vorher. Meine Frau und ich waren von einem älteren Ehepaar zum Geschäftsessen eingeladen. Zu später Stunde kamen zu unserem Italiener eine Gruppe von Cosplayer samt Kostüme zum Speisen. Unsere Gastgeber waren von den jungen Leuten sehr angetan und fragten mich aus, was es denn mit diesen Figuren auf sich habe. Die Bildungsbürger staunten nicht schlecht über das Engagement der jungen Leute. Die Welt von Manga und Animie war ihnen bisher verschlossen geblieben. 

Kostüme aus dem Schrank

Am nächsten Tag hieß es für die ganze Familie: Auf gehts zur Animuc ins Kloster Fürstenfeld. K1 und Ehefrau zogen sich keine Kostüme an, K1 hängte sich einen grünen Umhang von Attack on Titan um und ich zwängte mich in die Offiziersuniform von Captain James Tiberius Kirk. Ich habe dieses Outfit vor Jahren teuer als Trekkie erstanden und irgendwie muss es über die Jahre im Schrank eingegangen sein. Naja, hilft nichts – ein bisschen Cosplay muss auch für mich sein. 

Am Veranstaltungsforum Fürstenfeld, dem Kloster Fürstenfeld, angekommen stellte ich fest: Mein Star Trek-Outfit passt nur ungefähr ins Ambiente. Ich war der einzige Trekkie, hab aber zu meiner Ehrenrettung noch ein paar Star Wars-Fans mit ihren Outfit als Sturmtruppen, Darth Vader oder imperiale Offiziere getroffen.

Großes Lob für meinen Bloggerkollegen Michi Bernhard, der altersgemäß als Obi Wan ging. Er musste drei Tage lang seine Tochter begleiten, die ein starkes Kostüm aus Black Butler trug. Und da waren schon meine Probleme. Viele der dargestellten Charaktere kannte ich gar nicht. Ich bin nicht die Generation, die mit Mangas und Animies aufgewachsen ist, meine Kinder dagegen schon.

Ich kannte freilich die japanischen Zeichentrickfilme meiner Jugend wie Heidi, Captain Future und Co, kenne die großen Filme der Ghibli-Studios, bin auch vertraut mit zahlreichen Figuren aus der Videospielewelt – allen voran natürlich Pokémon und Super Mario, doch bei den Feinheiten aus dem Cosplayer-Universum muss ich passen. Ich lese zwar, wie jeder Einsteiger Death Note (find ich gut), traue ich an Corpse Party heran, liebe abgöttisch Akira, aber dann wird es schon eng. K1 und K2 horten Hunderte von Mangas und kennen die Entwicklungen der Figuren genau. K2 ist Spezialist für Tokyo Ghoul, während K1 mehr auf Attack on Titan aus ist. 

Death Note muss sein.

Death Note muss sein.

Egal, ich habe mich mit der Masse der Cosplayer mitbewegt und bin in ihnen untergetaucht. Immer wieder habe ich von den freundlichen Wesen Fotos gemacht. Dabei haben sich die meisten in Szene gerückt und nett posiert. Ein paar gab es, die wollten nicht in ihren Kostümen fotografiert werden – warum sie dann auf eine Cosplay-Veranstaltung wie die Animuc gehen, weiß ich nicht, ist mir aber auch egal. 

Ich habe gesehen, mit welcher Detailliebe die Cosplayer an ihren Kostümen basteln, nähen, kleben. Es gibt sogar eine Art Erste Hilfe Stand mit Nähmaschinen und Stoffen, um kleinere Unfälle an Ort und Stelle zu richten. Dort wollte man nicht, dass fotografiert wird, dabei fand ich dies eine schöne Geschichte. 

Bei der Animuc spürt der Besucher soviel Zuneigung und Liebe, dachte ich mir immer wieder. Dann und wann tauchten auch junge Menschen auf, die man einfach umarmen konnte – schließlich trugen sie ein Schild „Hug me“ um den Hals. Ich umarmte nur einen zwei Meter Bären oder Tiger, um als alter Mann nicht in Erklärungsnöte zu kommen, warum ich ein junges Mädchen umarme. Da bin ich einfach zu alt, finde aber die Geste wunderbar. Ein paar pubertierende Jugendliche nützten es freilich aus mit dem anderen Geschlecht in Berührung zu kommen. 

Foto von Serge und Kicka auf der Animuc

Zudem gab es auf der 10. Animuc in Kloster Fürstenfeld ein umfangreiches Programm. Es gab beispielsweise zwei Ehrengäste Serge und Kicka – mit denen konnten Fans ein Foto machen. Dazu haben sich die Gattin und ich in eine lange Schlange eingereiht. Natürlich wurden wir angesprochen und junge Menschen wollten mit uns über Serge und Kicka reden. Selbstverständlich hatte wir keine Ahnung, wer Serge und Kicka überhaupt sind, also improvisierten wir. Als wir an der Reihe kamen, wurden wir in die Mitte genommen und Serge und Kicka postierten sich um uns herum. So bekam ich mit, dass Serge als Russland kam und Kicka aus Italien und beide irgendwie berühmt sind. Also gibt es jetzt ein Foto von meiner Frau und mir mit zwei Berühmtheiten aus der Cosplayer-Szene. K1/2 staunten nicht schlecht und die Likes des Fotos auf Facebook und Instagram sprechen Bände. 

Go-Spielen auf der Animuc

Gerne hätte ich auch einen Kochkurs-Workshop besucht, denn asiatisches Essen liebe ich und freue mich immer über Inspiration. Leider kamen wir zu spät. Nächstes Jahr muss ich dahin und mir Impulse für meine Küche holen. 

Richtig etwas gelernt habe ich beim Go-Kurs. Go ist ein asiatisches Brettspiel und was so leicht aussieht, ist saumäßig kompliziert. Meine Frau und ich haben uns von Thomas Furtner die Grundregeln erklären lassen und Thomas Furtner ist ein guter Lehrer selbst bei so begriffsstutzigen Schülern wie ich einer bin. Und ich muss sagen: Go macht Spaß und strengt die kleinen grauen Zellen gehörig an. Ich hatte mir eine Woche zuvor die Dokumentation AlphaGo angeschaut für ein Seminar zur Künstlichen Intelligenz. Dort tritt Software gegen Weltklasse-Go-Spieler an und fegt die Menschen vom Platz. Wirklich faszinierend und ich habe mir gleich eine Go-App für das iPad geladen.

Shoppen was das Cosplayer-Herz begehrt auf der Animuc

Und natürlich musste geshoppt werden. In der Tenne der Klosteranlage gab es zahlreiche Stände verschiedener Händler. Kostüme, Bücher, Schmuck, Waffen, Spielfiguren, Anhänger, Perücken – alles, was das Cosplayer-Herz begehrt. Die Preise sind nicht ohne und K1/2 warfen sich gleich in die Schlacht. Ich hatte im Flohmarktbereich die 19teilige Manga-Serie Battle Angel Last Order in Blick, aber 175 Euro waren es mir die sicherlich tollen Bücher nicht wert.

Froh war ich übrigens, dass ich keinen Stand mit Anime-Score und Soundtracks im größeren Stil gefunden habe. Das wäre garantiert mein Groschengrab geworden. K2 hat zwar viel BTS-Klamotte gefunden, aber kaum K-Pop CDs, oder wir haben sie übersehen. Das wäre auch noch eine Bereicherung gewesen.

Friedliche Animuc

Immer wieder schlenderte ich durch die Gärten des Klosters, unterhielt mich und war begeistert über die Liebe zum Detail. Ich traf auf Gandalf und andere Figuren wie Desmond Miles aus Assassin’s Creed.

Ich dachte mir: Wenn eine Gruppe von Hunderten von Erwachsenen auf einem Fleck sind, dann gibt es immer Ärger, Besoffene und Rangeleien. Bei der zehnten Animuc habe ich davon nichts gesehen. Cosplayer sind ein bezauberndes Volk und die nächste Veranstaltung in Mannheim ist bereits gebucht. Mir gefällt das Spektakel.

 

 

Retrogamer-Tasse Nintendo Game Boy mit Thermoeffekt

20. Januar 2018

K2 weiß, dass ich ein Retro-Gamer bin und so bekam ich von Kind 2 eine Nintendo Game Boy Tasse geschenkt. Das Besondere: Die Tasse hat einen Thermoeffekt.
Ich besaß früher schon einmal eine ähnliche Tasse wie diese. Es war eine Tetris-Tasse, die ich aufgrund eines Vortrags in einem Studentenfernsehen erhalten habe. Leider ist mir diese Tasse heruntergefallen und zu Bruch gegangen. Daher kam die Nintendo Game Boy Tasse von K2 genau zur richtigen Zeit. Das Kind denkt eben mit.

Was ist nun das Besondere an der Tasse? Das Bild auf der Tasse zeigt ein Motiv aus Super Mario aus dem Zeitalter des Game Boys. Wenn jetzt eine heiße Flüssigkeit in die Tasse kommt, dann verfärbt sich der Bildschirm und es treten zwei Szenen aus Super Mario zu Tage. Ich finde es einen netten Effekt und als Retro-Game liebe ich solche harmlosen Spielereien. Danke nochmals an Kind 2 für die Aufmerksamkeit und es gilt: Retrogaming forever.
Schaut euch in dem Video an, wie das Ganze funktioniert: