Im Podcast „Dombo bewegt“ stellt Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit gemeinsam mit Matthias J. Lange den sogenannten Skillcourt vor – ein Trainingssystem, das weit mehr ist als ein gewöhnliches Fitnessgerät. Dombo beschreibt den Skillcourt als Instrument, das Bewegung und Denken miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die Förderung der visuellen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten, also genau jener Bereiche, die im Alltag wie auch in der Therapie von großer Bedeutung sind. Das System eignet sich nach seinen Worten für die Physiotherapie ebenso wie für Menschen mit Demenz, Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen. Gleichzeitig sei es aber auch für alle gedacht, die unabhängig vom Alter aktiv bleiben und neben dem Körper auch das Gehirn trainieren wollen – von Kindern bis ins hohe Alter.
Anders als bei einem Fernseher oder Bildschirm, vor dem man nur passiv sitzt, verlangt der Skillcourt ständige Aktivität. Auf einer markierten Fläche am Boden müssen die Nutzer auf visuelle Reize reagieren, bestimmte Felder anlaufen und Aufgaben lösen. Dabei geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Konzentration, Koordination und Denkleistung. Dombo nennt als Beispiel das neue Programm „Math Run“, bei dem Zahlen addiert werden müssen, während man sich über die Fläche bewegt. In den weiterentwickelten Varianten kommen auch Subtraktion, Multiplikation und Division hinzu. Damit werde das Training zunehmend anspruchsvoller und rege dazu an, körperliche und geistige Fähigkeiten gleichzeitig einzusetzen. Hier der Podcast:
Besonders wichtig ist Dombo, mit dem Vorurteil aufzuräumen, es handle sich bloß um ein spielerisches Unterhaltungsgerät. Gerade im Profisport werde der Skillcourt intensiv genutzt, betont er. Der Unterschied zum Spielzeug liege vor allem darin, dass die Anwendungen wissenschaftlich begleitet und an Universitäten untersucht worden seien. Nach seinen Worten sei nachgewiesen, dass sich Fähigkeiten durch dieses Training tatsächlich verbessern lassen. So wie man im Kraft- oder Ausdauertraining die Muskulatur stärken könne, lasse sich auch das Gehirn trainieren – und zwar bis ins hohe Alter. Hinzu komme, dass das System durch regelmäßige Updates ständig erweitert und verbessert werde.
Ein besonderes Highlight ist für Dombo der „Random Battle Run“, ein Wettkampfmodus, bei dem zwei Personen gleichzeitig gegeneinander antreten. Innerhalb von 15, 30 oder 60 Sekunden müssen möglichst viele farblich markierte Felder erreicht werden. Jeder Spieler bekommt dabei eine eigene Farbe zugewiesen. Entscheidend ist, dass sich kein festes Muster einprägen lässt, denn die Abläufe werden zufällig generiert. Genau das macht den Reiz und zugleich die Herausforderung aus. Dombo erzählt mit einem Augenzwinkern, dass er trotz seines Trainings dabei schon mehrfach verloren habe.
Zugleich betont er, dass das System keineswegs nur auf Tempo und Wettkampf ausgerichtet ist. Wer sich nicht schnell bewegen kann oder gerade in der Rehabilitation ist, kann mit anderen Programmen arbeiten, bei denen keine Zeitvorgabe im Vordergrund steht. Dort geht es etwa darum, Bewegungsabläufe neu zu erlernen, Schrittfolgen zu trainieren oder sich Symbole und Personen wieder besser einzuprägen. Gerade für Menschen mit beginnenden Gedächtnisproblemen oder neurologischen Einschränkungen eröffne der Skillcourt deshalb interessante Möglichkeiten. Die spielerische Gestaltung mit verschiedenen Levels motiviere zusätzlich und mache das Training abwechslungsreich.
Auf die Frage, wie die Resonanz sei, erklärt Dombo, dass der Skillcourt außerhalb des Leistungssports bislang noch vergleichsweise unbekannt sei. Profifußballer, Bundesligaspieler oder auch Teams aus der amerikanischen NFL arbeiteten längst damit, im Alltag vieler Menschen sei das System dagegen noch neu. Deshalb dürfe bei ihm jeder den Skillcourt zunächst ausprobieren. Mit einfachen Einstiegsübungen werde der Zugang erleichtert. Anfangs seien manche noch zurückhaltend, doch sobald sie die ersten Erfahrungen gesammelt hätten, sei die Begeisterung meist groß.
Bemerkenswert findet Dombo die enorme Altersspanne der möglichen Nutzer. Er zitiert dabei die Formel „von 6 bis 106“. Gerade Kinder könnten von einem solchen Training profitieren, weil in jungen Jahren wichtige neuronale Verbindungen geschaffen würden. Was in früher Kindheit an geistiger und motorischer Entwicklung versäumt werde, lasse sich später nur schwer aufholen. In diesem Sinn bezeichnet er den Skillcourt sogar als sinnvolles Geschenk für junge Menschen. Besonders erfreulich sei zudem, dass es mit dem „Skillcoach“ auch einen Online-Präventionskurs für Kinder und Erwachsene gebe, der von den Krankenkassen bezuschusst werde.
Am Ende des Podcasts überwiegt die Begeisterung deutlich. Der Skillcourt erscheint hier als modernes Trainingssystem, das Bewegung, Spiel, Therapie und geistige Herausforderung auf innovative Weise zusammenführt. Dombo lädt Interessierte ausdrücklich dazu ein, das Angebot selbst auszuprobieren, einen Termin zu vereinbaren und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. So endet die Folge mit einer offenen Einladung zum Mitmachen – und mit der Botschaft, dass Training eben nicht nur anstrengend, sondern auch motivierend und unterhaltsam sein kann.
Wenn Kinder einen Stop-Motion-Film mit Playmobilfiguren drehen, entsteht weit mehr als nur ein kleines Filmprojekt. Ich leitete ein aktives Seminar mit zwölf Kindern. Es war ein Tag voller Fantasie, Teamgeist und leuchtender Augen. Von 9.30 Uhr bis 14 Uhr verwandelten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Auftrag der Volkshochschule Fürstenfeldbruck einfache Figuren, Farben und Ideen in ihre ganz eigene Filmwelt.
Am Anfang stand nur eine Idee. Doch Schritt für Schritt entwickelten die Kinder mit großer Begeisterung ihr eigenes Drehbuch, erfanden Szenen, Dialoge und kleine Abenteuer. Dabei wurde schnell spürbar, wie viel Kreativität in ihnen steckt. Sie überlegten gemeinsam, wie ihre Geschichte aussehen soll, welche Rollen die Playmobilfiguren übernehmen und wie aus einzelnen Bildern am Ende ein lebendiger Film wird.
Mit bewundernswerter Geduld und Konzentration bedienten die Kinder die Kamera – in meinem Fall ein iPad mini, rückten Figuren millimeterweise in Position und lernten, wie aus vielen einzelnen Aufnahmen echte Bewegung entsteht. Ebenso engagiert synchronisierten sie ihren Film, gaben den Figuren Stimmen und hauchten ihren Geschichten damit noch mehr Leben ein. Parallel dazu entstanden mit Stiften, Papier und Farbe liebevoll gestaltete Kulissen, die jede Szene zu etwas ganz Besonderem machten. Überall war zu sehen, mit wie viel Fantasie, Hingabe und Freude die Kinder arbeiteten.
Gerade diese Mischung aus technischem Lernen und freiem Gestalten machte den Tag so wertvoll. Die Kinder waren nicht nur Zuschauer, sondern Autoren, Regisseure, Kameraleute, Bühnenbildner und Sprecher zugleich. Sie durften ausprobieren, entscheiden, lachen, tüfteln und stolz auf das sein, was sie gemeinsam geschaffen haben.
Der schönste Moment kam zum Abschluss: Als der fertige Film im Scala Kino Fürstenfeldbruck auf der großen Kinoleinwand gezeigt wurde, wurde aus einem kreativen Workshop ein unvergessliches Erlebnis. Vor den Eltern das eigene Werk im Kino zu sehen, war für die Kinder ein bewegender Augenblick voller Stolz, Aufregung und Glück. In diesem Moment wurde sichtbar, was kreative Arbeit mit Kindern bewirken kann: Sie stärkt Selbstvertrauen, weckt Talente und schenkt Erinnerungen, die weit über diesen einen Tag hinausreichen.
Jetzt werde ich im Rahmen der Ferienspielwoche Maisach ein Stop Motion Seminar für Maisacher Kinder anbieten. Und mal schauen, ob die VHS das Seminar auch nochmal wiederholen will nach dem großen Erfolg. Danke an Markus Schmölz vom Scala Kino, der das Kino bereitstellte.
Ein möglicher Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit spürbarer Skepsis. Beim Auftritt im Internationalen PresseClub München machte er am Montag, 16. März 2026 deutlich, dass er zwar grundsätzlich Verständnis für mehr Kinder- und Jugendschutz im Netz habe, pauschale Verbotsforderungen aber für zu einfach halte. Alles, was derzeit diskutiert werde, müsse zunächst technisch sauber umsetzbar und in seinen Folgen durchdacht sein. Ich stellte ihm die Frage nach einem möglichen Social Media Verbot.
Söder verwies darauf, dass es bereits heute Altersbeschränkungen auf vielen Plattformen gebe, diese in der Praxis aber nur schwer kontrollierbar seien. Die entscheidende Frage sei deshalb, wie ein Verbot oder eine strengere Altersgrenze tatsächlich durchgesetzt werden solle. Wenn dafür etwa Personalausweise vorgezeigt oder digitale Identitäten hinterlegt werden müssten, stelle sich sofort die nächste Frage: Was geschehe dann mit den Daten von Kindern und Jugendlichen? Für Söder ist das ein Hinweis darauf, dass die Debatte komplizierter ist, als es manche politische Forderung vermuten lassen.
Zugleich warnte er davor, vorschnell mit starren Altersgrenzen oder Totalverboten zu arbeiten. Die Diskussion wirke auf ihn bislang „unterkomplex“, weil viele, die besonders laut über Social-Media-Verbote redeten, aus seiner Sicht selbst kaum in dieser digitalen Welt verankert seien. Söder kündigte an, mögliche Vorschläge in Ruhe prüfen zu wollen, verwies dabei aber auch auf internationale Erfahrungen. In Australien etwa zeige sich bereits, dass solche Regeln leicht umgangen werden könnten. Das könne am Ende sogar zu einem noch problematischeren Zustand führen, weil Verbote zwar auf dem Papier stünden, in der Lebenswirklichkeit junger Menschen aber kaum wirksam seien.
Besonders wichtig war Söder in diesem Zusammenhang der Hinweis auf die gesellschaftliche Funktion sozialer Medien. Sie seien längst nicht nur Freizeitplattformen, sondern auch Orte der Kommunikation, der Vernetzung und des Engagements. Gerade im Ehrenamt und bei der Nachwuchsgewinnung spielten sie eine wichtige Rolle. Deshalb dürfe man Social Media nicht allein als Problem betrachten, sondern müsse auch sehen, welche Bedeutung diese Kanäle heute für Vereine, Jugendliche und die gesellschaftliche Teilhabe hätten.
Insgesamt plädierte Söder für einen pragmatischen statt symbolischen Umgang mit dem Thema. Kinder- und Jugendschutz müsse ernst genommen werden, aber einfache Verbotsdebatten reichten nicht aus. Aus seiner Sicht braucht es Lösungen, die sowohl technisch realistisch als auch datenschutzrechtlich tragfähig sind und die digitale Lebenswirklichkeit junger Menschen nicht ignorieren.
Nein, ich kann am Sonntag als Nicht-Münchner nicht abstimmen, habe aber eine klare Meinung zu den möglichen Olympischen Spielen in der bayerischen Landeshauptstadt. Meine Geburtstadt war voller Werbung, die um Zustimmung werben. Am Schönsten fand ich eine Neufassung des Olympia-Waldis auf dem Marienplatz. Otl Aicher wäre beim Neudesign seines Waldis zwar wohl nicht erfreut gewesen, aber der Waldi ist für mich das Symbol für Olympia in München 1972.
Es gibt Momente im Leben einer Stadt, in denen sich die Gelegenheit bietet, über sich hinauszuwachsen, der Welt etwas Besonderes zu zeigen und gleichzeitig sich selbst neu zu erfinden. Für München ist die Bewerbung um die Olympischen Spiele genau so ein Moment, und ich stehe mit ganzem Herzen hinter diesem Vorhaben. Natürlich darf man das Hirn nicht außer Acht lassen, aber ich spreche hier erst mal mit dem Herzen.
München hat bereits 1972 bewiesen, dass es Olympia kann – und zwar mit einer Leichtigkeit und Lebensfreude, die bis heute nachhallt. Die damals geschaffene Infrastruktur, vom ikonischen Olympiapark bis zu den Sportstätten, wird noch immer intensiv genutzt und geliebt. Das ist kein museales Relikt, sondern lebendiges Erbe, das zeigt, wie nachhaltig diese Stadt denkt. Wenn München heute erneut die olympische Fackel tragen möchte, dann nicht aus Nostalgie, sondern mit dem Selbstbewusstsein einer weltoffenen, modernen Metropole, die weiß, wie man große Ereignisse mit Herz und Verstand umsetzt. Aber bitte mit besseren Sicherheitskonzept.
Was mich besonders begeistert, ist die Vision hinter dieser Bewerbung. Es geht nicht darum, gigantische neue Arenen aus dem Boden zu stampfen, die später leer stehen. München will zeigen, dass Olympische Spiele im 21. Jahrhundert anders funktionieren können – nachhaltig, bürgernah und mit Respekt vor den vorhandenen Ressourcen. Die Stadt würde auf bestehende Sportstätten setzen, sie klug modernisieren und damit ein Zeichen setzen für eine neue, verantwortungsvolle Art, solche Großereignisse zu gestalten.
Und dann ist da dieser olympische Geist, der Menschen aus aller Welt zusammenbringt. Ich stelle mir vor, wie München zu einem Treffpunkt der Nationen wird, wie die Isar zur Flaniermeile für Athleten und Gäste aus allen Kontinenten, wie in den Biergärten nicht nur Bayerisch, sondern Dutzende Sprachen zu hören sind. Diese Stadt, die bereits so international und weltoffen ist, würde für ein paar Wochen zum Herzen der Welt schlagen. Was für eine wunderbare Vorstellung! Ich bin bei einer möglichen Austragung bereits ein alter Mann, werde mich aber in die Stadt begeben und die ganze Sache genießen, so wie meine Eltern die Spiele von 1972 genossen haben.
Für die Menschen hier würde es eine Zeit der Inspiration bedeuten. Kinder würden mit leuchtenden Augen zu Wettkämpfen gehen und davon träumen, selbst einmal auf dieser Bühne zu stehen. Familien würden gemeinsam die unterschiedlichsten Sportarten entdecken. Die ganze Stadt würde in einem positiven Taumel vereint sein, über alle sozialen und kulturellen Grenzen hinweg. Solche Momente prägen Generationen und genau das brauchen wir.
Auch wirtschaftlich und infrastrukturell würde München profitieren, ohne dass wir uns dabei in unverantwortliche Abenteuer stürzen müssten. Verbesserte Verkehrsanbindungen, modernisierte Sportstätten, neue Impulse für Tourismus und Wirtschaft – all das würde nachhaltig in der Stadt bleiben und den Menschen hier langfristig zugutekommen.
Deshalb sage ich Ja zu Olympia in München. Weil diese Stadt es kann, weil sie es mit Verantwortung tun würde, und weil wir alle verdient haben, noch einmal Teil von etwas so Großem, Verbindendem und zutiefst Menschlichem zu sein. Olympia in München wäre nicht nur ein Sportfest – es wäre eine Feier dessen, was uns als Menschen ausmacht: der Wunsch nach Exzellenz, nach friedlichem Miteinander und nach gemeinsamer Freude. Darauf freue ich mich von ganzem Herzen.
Der langjährige Maisacher Bürgermeister Gerhard Landgraf war ein leidenschaftlicher Reisender, den es immer wieder in ferne Länder zog. Bei einer seiner Reisen begleitete er die Aktion PiT-Togohilfe nach Togo, wo ihn die Armut und die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen tief bewegten. Ich war auf einer Togo-Reise mit ihm dabei.
Besonders betroffen machte ihn, dass ein großer Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und viele Kinder an den Folgen von verunreinigtem Wasser sterben. Aus dieser Erfahrung heraus initiierte er zu seinem 60. Geburtstag die Spendenaktion „Wasser schenken“, mit der der Bau erster Brunnen in Togo ermöglicht wurde. Diese Initiative ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Projektarbeit des Vereins geworden und trägt nachhaltig zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region bei. Landgraf ist in der Zwischenzeit verstorben und in meiner Wohngemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck begraben. Hier ein Podcast über die Brunnen in Togo.
Aber er bleibt in Togo in Erinnerung. Im September dieses Jahres konnte der stellvertretende Vorsitzende der Aktion PiT-Togohilfe, Andy Kopp, in Anwesenheit der Dorfbevölkerung den Gerhard-Landgraf-Gedächtnisbrunnen im Weiler Tontchoodes in der Gemeinde Pimini feierlich einweihen. Rund 150 Einwohner haben dort nun erstmals direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bereits wenige Wochen nach der Inbetriebnahme stellte sich eine deutliche Verbesserung der Gesundheitssituation ein: Die Zahl der Durchfallerkrankungen hat sich merklich verringert, und seit der Fertigstellung des Brunnens ist kein Kleinkind mehr an wasserbedingten Krankheiten gestorben.
Der neue Brunnen ist bereits der zweite, der in Erinnerung an Gerhard Landgraf errichtet wurde. Der erste steht ebenfalls in der Gemeinde Pimini, im Weiler Litoubouli, und liefert seit über zwanzig Jahren zuverlässig sauberes Wasser für die dort lebenden Menschen. Lediglich die Beschilderung musste im Laufe der Zeit erneuert werden – der Brunnen selbst funktioniert noch immer einwandfrei. Dieses beständige Wirken zeigt, wie nachhaltig eine solche Hilfe vor Ort sein kann.
Ein traditioneller Ziehbrunnen kostet rund 3.000 Euro. Mehrere weitere Bauprojekte warten derzeit auf ihre Umsetzung, um auch anderen Dörfern Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Wer das Engagement der Aktion PiT-Togohilfe unterstützen möchte, kann dies über die Vereinswebsite www.aktionpit.de oder durch eine Spende auf das Konto der Aktion PiT-Togohilfe e.V. mit der IBAN DE34 7005 3070 0031 0399 10 tun. Jede Spende trägt dazu bei, den Bewohnerinnen und Bewohnern Togos eine langfristige Perspektive auf sauberes Wasser und bessere Lebensbedingungen zu eröffnen.
Als Vater bin ich verständlicherweise stolz auf meine beide Kinder. Sie gehen beide ihren Weg und wir als Eltern unterstützen sie, wann und wie immer es geht.
Meine Tochter Seraphina hat einen interessanten Weg eingeschlagen. Sie studiert Game Design und ist das extrem engagiert und ehrgeizig in diesem Studium an der privaten Hochschuhe mediadesign München. Heute Abend wird der Deutsche Computerspielpreis verliehen und meine Tochter ist nominiert.
Ich bin stolz wie Bolle und freu mich sehr über die Nominierung des wichtigsten deutschen Preises der Branche. Egal, ob die den Preis bekommt oder nicht: Sie ist in jungen Jahren schon sehr weit gekommen und die Nominierung ist eine tolle Auszeichnung.
Tatort Galerie neu gedacht: In Exhibit A wird die Kunst selbst zum Verdächtigen Und darum geht es: In Exhibit A schlüpft man in die Rolle eines Detektivs und erlebt einen Kriminalfall aus der Egoperspektive: Ein Mord ist geschehen, ein KI-generiertes Bild wurde gestohlen – und die Aufklärung liegt in den Händen der Spielenden. Doch das Besondere an diesem Ermittlungsfall ist nicht nur die fesselnde Atmosphäre, sondern auch die Tatsache, dass die Verdächtigen keine Menschen sind, sondern Kunstwerke: Gemälde und Skulpturen, die sprechen, sich erinnern und Hinweise geben.
Was wäre, wenn man Kunstobjekte befragen könnte? Diese ungewöhnliche Idee bildet den Kern des Spiels und sorgt für ein ebenso originelles wie stimmungsvolles Spielerlebnis. Jedes Kunstwerk ist eine eigenständige Figur mit klar erkennbarer Persönlichkeit, einer durchdachten Hintergrundgeschichte, eigenem visuellen Stil und sogar einem individuellen Soundtrack. Diese kreative Vielfalt macht die Erkundung der Galerie ebenso spannend wie die Spurensuche selbst.
Spielmechanisch überzeugt Exhibit A durch klare, intuitive Bedienung und einen reibungslosen Ablauf. So können sich die Spielenden ganz auf die Ermittlungen konzentrieren, Beweismittel kombinieren, Widersprüche aufdecken und durch die Aussagen der „Kunstzeugen“ Schritt für Schritt den Tathergang rekonstruieren. Die starke Verbindung von Erzählung, Gestaltung und Spielmechanik macht Exhibit A zu einem rundum stimmigen Erlebnis – intelligent, fantasievoll und voller überraschender Wendungen. Hier der Trailer zum Spiel.
Der Deutsche Computerspielpreis ist die wichtigste Auszeichnung für digitale Spiele in Deutschland. Er würdigt herausragende Spieleentwicklungen, fördert kreative Innovationen sowie technische und kulturelle Qualität und trägt maßgeblich zur Sichtbarkeit und Anerkennung der Games-Branche bei. Vergeben wird der Preis jährlich von der Bundesregierung gemeinsam mit dem game – Verband der deutschen Games-Branche. Neben der öffentlichen Wertschätzung erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner auch finanzielle Förderung, was insbesondere für Nachwuchsstudios und unabhängige Entwickler von großer Bedeutung ist. Der Preis stärkt die deutsche Games-Industrie und unterstreicht die Relevanz von Computerspielen als Kultur- und Wirtschaftsgut.
Studentenprojekt Fang-tastic Hest Vor kurzem war ich auf einer Werkschau der Hochschule. Dort präsentierte sie uns das Studentenprojekt Fang-tastic Hest, bei dem sie mitgearbeitet hat. Faszinierend und meine Gattin musste es gleich mal ausprobieren. Hier das Video dazu.
Fang-tastic Hest ist ein 2D Point-and-Click-Adventure-Game in dem ein Kobold und seine Freunde beschlossen haben, sich in ein Vampirschloss einzuschleichen und die Reichtümer zu stehlen. Auch dieses Spiel gibt es zum kostenlosen Download.
Heute jährt sich der brutale Überfall Russlands auf den Nachbar Ukraine und das ist das Thema des Tages in allen Medien. Enorme Flüchtlingsströme zogen nach Europa und die Gemeinden und Städte haben Probleme die Familien unterzubringen. Ich stelle hier ein Projekt vor wie sich Kindern aus der Ukraine in Zürich zurecht finden können. Und das gelingt anhand des Videospiels Where Am I?
Ein Videogame soll geflüchteten ukrainischen Kindern und Jugendlichen in Zürich helfen, die Stadt in einem vertrauten Rahmen zu entdecken. Das interaktive Spiel wurde von der ZHAW zusammen mit Blindflug Studios lanciert.
Krieg und Zerstörung bedeuten insbesondere für Kinder einen schlagartigen Verlust von Vertrautem. Ukrainische Kinder und Jugendliche müssen sich fern von ihrer Heimat in einer oft fremden Umgebung zurechtfinden. Deshalb hat die ZHAW ein Videogame entwickelt, mit dem sie sich mit der Stadt Zürich vertraut machen können und gleichzeitig einen Bezug zu ihrer Heimat schaffen können. „Де я знаходжуся?“ lautet der Titel des Spiels auf Ukrainisch, zu Deutsch „Wo bin ich?“. Es wurde im Rahmen des „Umgangs mit Notsituationen als Folgen des Kriegs gegen die Ukraine“ von der Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) gefördert.
Architektur und Vertrautheit Das Videogame Where Am I? greift die baukulturellen Aspekte einer Flucht auf. Nicht nur werden Gebäude in der ukrainischen Heimat beschädigt und zerstört, auch der neue Ort ist fremd. Durch das virtuelle Einbetten von ukrainischen Gebäuden in die Stadt Zürich wird ein Teil der Heimat in die unbekannte Stadt integriert. Unter der Leitung von ZHAW-Forscher Andri Gerber bauten Studierende detailliert berühmte Wahrzeichen aus Kyiv und Zürich als Modelle nach und fügten diese in eine bunte 3D-Version der Zürcher Innenstadt ein. Mithilfe vom Schweizer Game-Entwickler Blindflug Studios wurde daraus ein Handyspiel erstellt, in dem die Spieler:innen Zürich erkunden und dabei die Wahrzeichen beider Städte auffinden können.
Zürich digital erkunden Die Spielwelt erstreckt sich entlang der Limmat bis zur ETH Zürich und Hauptbahnhof, und wird mit Hilfe einer Karte und eines Scooters erkundet. Einige Zürcher Gebäude lösen sich während dem Spiel in Luft auf und die Spieler haben die Aufgabe, in der Stadt verteilte Puzzlestücken in die Gebäude zurückzubringen. Am Ende jedes Puzzles erscheint jedoch nicht das Zürcher Bauwerk, sondern ein Wahrzeichen aus Kyiv wie die St. Andreas Kirche, die Schewtschenko-Universität oder das Hotel Saljut.
Ich bin sehr angetan, was die deutsche Gesellschaft tut, um den geflüchteten ukrainischen Kindern vorübergehend eine Heimat zu geben. Nach der Fluchtbewegung 2015 ist Deutschland anders vorbereitet auf die Flüchtlinge aus der Ukraine. Jetzt sind es zumeist Frauen und Kinder, die Schutz suchen, während die Mehrzahl der Männer mit der Waffe in der Hand sich gegen die Invasion Putins stemmt.
Wenn ich ins Netz schaue, gibt es zahlreiche Initiativen, um ukrainischen Kinder den Einstieg in den Schulunterricht zu erleichtern. Zusammen mit einer Kollegin unterstützte ich Bildungsträger bei interkulturellen Herausforderungen in Schulen, Kirchen oder Vereinen.
Bild: NDR/Sesame Workshop
Aber auch Information und Unterhaltung darf nicht zu kurz kommen. Die Tagesschau und Springer Medien haben u.a. ihr Angebot in die ukrainische und russische Sprache übersetzt. Und auch die Sendung mit der Maus gibt es auf Ukrainisch. Aber es gibt noch mehr. Zwei Beispiele hab ich heute ausgewählt. Die Sesamstraße bietet Kindern aus der Ukraine ein Programm in ihrer Muttersprache. Spots mit Elmo, Ernie und Bert und anderen beliebten Sesamstraßen Figuren sind jetzt neu in der ARD Mediathek und auf KiKA.de abrufbar. Auf beiden Kanälen ergänzen die kurzen Filme mit Elmo, Ernie, Bert und weiteren bekannten Puppen das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender, das speziell für vor dem Krieg geflüchtete Kinder aus der Ukraine geschaffen wurde.
Jetzt gibt es das Micky Maus-Magazin gibt es erstmals in ukrainischer Sprache. Egmont Ehapa Media hat die kostenlose Sonderausgabe mit Unterstützung von Mohn Media Mohndruck eigens für geflüchtete Kinder aus der Ukraine entwickelt und gedruckt. Mit dieser Aktion leistet Egmont Ehapa einen Beitrag, um ukrainischen Kindern ein Stück Vertrautheit, Freude und Leichtigkeit in ihrem neuen und noch ungewohnten Alltag in Deutschland zu bringen. Die ukrainische Sonderausgabe umfasst 36 Seiten und enthält beliebte Comics aus Entenhausen sowie lustige Witze, Tipps und Tricks aus der Redaktion. Die Druckauflage des Sonderhefts umfasst 5.000 Exemplare. Schulen und soziale Einrichtungen können bei entsprechendem Institutionsnachweis anfordern. Der Versand der Sonderauflage erfolgt, solange der Vorrat reicht. Die Magazine und deren Versand sind kostenfrei.
Corona bedeutet nicht nur für Schüler und Lehrer den Ausnahmezustand. Nein, auch die Eltern sind im Homeschooling gefordert. Neben dem Beruf, den sie im HomeOffice ausüben, fallen eine Betreuung der Kinder sowie andere Haushaltsabläufe an. „Das geht ganz schön an die Substanz“, wie die Maisacherin Dr. Larissa Tetsch zugibt.
Zusammen mit ihrem Mann hat sie drei Kinder im Grundschulalter: Flora (6), Elsa (8) und Timo (9). Sie besuchen die erste, zweite und dritte Klasse der Grundschule Maisach und müssen nun zu Hause betreut werden. Homeschooling nennt sich das Verfahren neudeutsch. Früher hieß es Fernunterricht.
Larissa Tetsch mit ihren Kindern Von links nach rechts: Flora (6), Timo (9) und Elsa (8).
„Die Lehrer geben sich alle Mühe und nach den Osterferien hat sich die Versorgung mit Aufgaben für die Schulkinder verbessert“, erklärt Larissa Tetsch. Sie ist Doktor der Biologie und als Chefredakteurin eines Biologiemagazins quasi eine Kollegin von mir aus dem B2B-Umfeld. Sie hat ihr Redaktionsbüro in Maisach und steht unter dem klassischen Termindruck einer Heftproduktion, die trotz Corona weitergeht. Ihr Mann ist Gymnasiallehrer, der seine Schüler betreut.
„Die Kinder brauchen eine enge Betreuung. Einfach die Aufgaben in die Hand drücken, geht natürlich nicht. Es muss vieles vorgelesen und erläutert werden. Zudem muss immer wieder motiviert werden, das kostet Zeit und Kraft“, erzählt Larissa Tetsch. Ein Teil der Lehrer schickt klassische Arbeitsblätter per Mail, andere bieten Aufgaben per App an. „Homeschooling ist uneinheitlich und wirkt improvisiert. Aber das ist kein Fehler der Lehrer, die sich wirklich alle Mühe geben. Aber es gibt kein Konzept einer digitalen Schule.“
Das Schulgebäude in Maisach darf von Eltern und Kindern nicht betreten werden, also besteht der Kontakt zu den Lehrern rein virtuell. Und bei drei Kindern und zwei arbeitenden Erwachsenen kommt es auch zum Engpass an Endgeräten wie Computer, Smartphone oder Tablets. Und es kommt auch zu Tonerproblemen, wenn Arbeitsblätter reihenweise und in Farbe ausgedruckt werden müssen. Korrekturen werden dann von den Eltern durchgeführt. Manche Lösung wird per Foto-Mail an die Lehrer geschickt.
Zusätzlich stehen Zoom-Konferenzen mit den Lehrern auf dem Programm. Diese überschneiden sich auch, so dass nicht alle Kinder daran teilnehmen können – von der Bandbreite ganz zu schweigen, denn die Arbeit im HomeOffice muss ja weitergeben. „Ich kann die Kinder ja nicht einfach in eine Zoom-Konferenz mit ihrem Lehrer setzen und erwarten, dass sie wie Erwachsene funktionieren. Also muss Mama oder Papa dabei sein. Solche Konferenzen über das Internet motivieren die Kinder enorm, kosten aber Zeit der ganzen Familie.“ Das bedeutet ein neues Familienmanagement, da ja der Hort wie auch die Schule geschlossen ist. „Unser Leben hat sich durch Corona komplett geändert“, sagt Larissa Tetsch. Die Kinder wünschten sich Oma und Opa zu sehen, was aber durch die Kontaktsperre natürlich nicht geht.
Die Situation ist nicht nur in der Familie Tetsch so. Auch anderen geht es ähnlich – sicher auch uns. Gut, meine Aufträge sind alle weggebrochen, so dass ich mehr Zeit für die Betreuung der Kinder und Eltern habe. Aber jetzt zeigen erste Ergebnisse einer Studie, dass viele Eltern die Beziehung zu ihren Kindern durch das Homeschooling belastet sehen. Der Unterricht zuhause wird zudem vor allem von den Müttern gestemmt.
Die Ergebnisse einer Studie der Uni Koblenz-Landau sind ernüchternd: Ein Viertel der Eltern, die ihre schulpflichtigen Kinder während der Corona-Krise zuhause betreuen, sehen durch das Homeschooling eine Belastung der Beziehung zu ihren Kindern. Die Mehrheit der deutschen Familien (63 Prozent) betreibt täglich rund drei Stunden mit Homeschooling – und das alles neben dem Beruf.
Während die Abschlussklassen seit Montag wieder in die Schule müssen – trotz Corona und Ausgangsbeschränkung. Ich halte das für einen Fehler und hab auch darüber gebloggt. Das hat für mich auch kein Konzept. Insgesamt zeigt sich, dass Digitalisierung in Deutschland konzeptionslos ist – leider.
Sehenswert: Die Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum
Ein Museum ist ein Ort für die ganzen Familie. Das beweist das Bayerische Nationalmuseum mit seiner gelungenen Ausstellung „Treue Freunde – Hunde und Menschen“, die noch bis 19. April 2020 in München läuft. Speziell für Kinder gibt es ein Mitmachheft „Spurensuche“, damit die Ausstellung für Grundschulkinder ein Erlebnis wird.
Der Ausstellungsbegleiter für Kinder „Spurensuche“ gibt es an der Kasse für 2,50 Euro und animiert Grundschulkinder dazu, sich mit den wunderbaren Exponaten der Hundeausstellung zu beschäftigen. Es gibt spannende Rätsel, witzige Aufgaben und viel zu entdecken auf der Tour durch das Museum. Und natürlich gibt es auch was zum Malen. Dafür haben Mitarbeiter des Museums am Eingang der Ausstellung einen Kindertisch aufgestellt. Dazu gibt es verschiedene Malstifte. Wenn man die Tischplatte ansieht, stellt man fest: Die Stifte werden angenommen.
Das Ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Nationalmuseums und ich kann zur Idee nur gratulieren. Im Video gibt Dorothea Band weitere Informationen zur Spurensuche. Also auf ins Museum.