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Ferienprogramm Maisach: Neun Kinder, vier Stunden und ganz großes Kino: Wenn Fantasie lebendig wird

23. August 2026

Manchmal braucht es gar keine große Filmcrew, kein riesiges Studio und kein Millionenbudget, um eine wunderbare Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Manchmal reichen neun Kinder, jede Menge Fantasie, ein paar Playmobil-Figuren und vier Stunden Zeit.

Im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Maisach durfte ich in der Gemeindebücherei Maisach einen Stop-Motion-Workshop durchführen. Neun Kinder stellten sich dabei einer durchaus anspruchsvollen Aufgabe: Innerhalb von nur vier Stunden sollte ein kompletter Film entstehen – von der ersten Idee bis zum fertigen Werk mit Ton und Stimmen. Hier der fertige Film:

Und die Kinder legten los. Gemeinsam entwickelten sie die Geschichte und arbeiteten ein Drehbuch aus. Im Mittelpunkt stand ein Weihnachtsmann, der sich auf eine ziemlich ungewöhnliche Reise begibt. Sein Ziel ist Australien, wo eine große Weihnachtsmann-Versammlung stattfinden soll. Doch wie es sich für einen richtigen Film gehört, verläuft die Reise natürlich nicht ohne Schwierigkeiten. Plötzlich taucht ein T-Rex auf und greift den Weihnachtsmann an. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden – nur so viel: Natürlich gibt es ein Happy End.

Doch die Geschichte war eigentlich nur ein Teil dieses Vormittags. Viel spannender war für mich zu beobachten, wie aus neun Kindern nach und nach ein kleines Filmteam wurde.

Denn einen Stop-Motion-Film kann man nur gemeinsam produzieren. Die Playmobil-Figuren mussten für jedes einzelne Bild ein kleines Stück bewegt werden. Jemand musste auf die Kamera achten, andere kümmerten sich um die Figuren. Wieder andere malten und gestalteten die Kulissen. Szenen mussten geplant, Ideen diskutiert und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Anschließend brauchte der Film Stimmen und Geräusche. Die Kinder synchronisierten ihre Figuren und erweckten damit ihre zuvor Bild für Bild geschaffene Welt endgültig zum Leben.

Dabei lernten sie ganz nebenbei etwas, das weit über das Filmemachen hinausgeht: Ein guter Film entsteht durch Teamwork.

Nicht jede Idee kann umgesetzt werden. Man muss anderen zuhören, Kompromisse finden, Aufgaben verteilen und Verantwortung übernehmen. Wer gerade die Kamera bedient, muss sich darauf verlassen können, dass die Figur richtig positioniert wurde. Wer eine Kulisse malt, trägt genauso zum Ergebnis bei wie das Kind, das später einer Figur seine Stimme leiht. Jeder einzelne Arbeitsschritt ist wichtig – und am Ende gehört der Film allen.

Gerade darin liegt für mich der große pädagogische Wert eines solchen Medienprojekts. Die Kinder konsumieren Medien nicht einfach, sondern erleben, wie Medien entstehen. Sie erfahren, wie viel Planung, Geduld und Arbeit hinter wenigen Sekunden Film steckt. Gleichzeitig trainieren sie Kreativität, Konzentration und Ausdauer. Sie lernen, Probleme gemeinsam zu lösen und mit Rückschlägen umzugehen. Wenn eine Bewegung nicht funktioniert oder eine Szene anders aussieht als geplant, wird nicht einfach aufgegeben. Dann wird überlegt, verändert und noch einmal ausprobiert.

Stop Motion ist dafür geradezu ideal. Denn diese Filmtechnik verlangt Geduld. Eine Playmobil-Figur läuft nicht einfach über das Filmset. Sie wird bewegt, fotografiert, wieder ein kleines Stück bewegt und erneut fotografiert. Erst wenn die vielen einzelnen Aufnahmen schnell hintereinander abgespielt werden, entsteht die Illusion einer Bewegung. Aus vielen winzigen Arbeitsschritten wird plötzlich Leben.

Und genau das war der schönste Moment dieses Workshops: wenn die Kinder zum ersten Mal sahen, dass sich ihre Figuren tatsächlich bewegten. Aus einer Idee war eine Geschichte geworden, aus einzelnen Fotos ein Film und aus neun Kindern eine kleine Filmcrew.

Nach vier intensiven Stunden war es tatsächlich geschafft: Drehbuch geschrieben, Kulissen gestaltet, Playmobil-Figuren bewegt, Szenen aufgenommen, Film geschnitten und die Geschichte synchronisiert. Ein kompletter Stop-Motion-Film war entstanden.

Natürlich ging es um einen Weihnachtsmann auf dem Weg nach Australien. Natürlich ging es um einen gefährlichen T-Rex. Und natürlich ging es um ein Happy End.

Aber eigentlich ging es um noch viel mehr: um Fantasie, gemeinsames Arbeiten, Zuhören, Verantwortung, Geduld und die Erfahrung, dass etwas Großes entstehen kann, wenn viele unterschiedliche Ideen und Fähigkeiten zusammenkommen.

Und vielleicht ist genau das das schönste Happy End dieses Films.

Fit für den Schulstart: Mit spielerischem Gehirntraining in den Ferien durchstarten

15. August 2026

Die Sommerferien sind die perfekte Gelegenheit, um nicht nur zu entspannen, sondern auch spielerisch die geistige und körperliche Fitness zu fördern. Im Podcast „Dombo bewegt“ spricht Matthias J. Lange mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Dombo in Maisach über das Ferienprogramm am SkillCourt und erklärt, warum Bewegung und Gehirntraining ideal miteinander kombiniert werden können.

Während viele Kinder die Ferien im Freibad oder auf dem Spielplatz verbringen, bietet das Zentrum für Gesundheit Dombo in Maisach mit dem SkillCourt ein besonderes Ferienprogramm für Schülerinnen und Schüler an. Im Mittelpunkt steht ein abwechslungsreiches Training, das Bewegung mit kognitiven Übungen verbindet. Ziel ist es, Konzentration, Wahrnehmung, Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination zu verbessern – und dabei vor allem Spaß an der Bewegung zu vermitteln. Im Podcast berichtet Dombo darüber:

Im Podcast „Dombo bewegt“ erklärt Norman Dombo im Gespräch mit Moderator Matthias J. Lange, dass sich das Angebot in erster Linie an Kinder zwischen acht und vierzehn Jahren richtet. Grundsätzlich können jedoch bereits Kinder ab sechs Jahren teilnehmen. Trainiert wird einzeln oder in kleinen Gruppen, wodurch sowohl individuelles Lernen als auch spielerische Wettkämpfe möglich sind. Verschiedene Sportgeräte wie Fuß-, Hand- oder Basketbälle sorgen zusätzlich für Abwechslung und steigern den Schwierigkeitsgrad der Übungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Augenbewegung und Körperkoordination. Norman Dombo betont: „Eine visuelle Wahrnehmung und dabei die Augen zu bewegen, hilft dem Körper auch, die Muskulatur im gesamten Körper zu bewegen.“ Gerade als Ausgleich zum langen Sitzen vor Computer, Tablet oder Smartphone soll dieses Training die körperliche Aktivität fördern.

Die Übungen richten sich jedoch nicht ausschließlich an Kinder. Das Konzept eignet sich grundsätzlich für Menschen aller Altersgruppen, die ihre geistige Leistungsfähigkeit verbessern möchten – sei es für Schule, Studium, Beruf oder Alltag. Dombo beschreibt den Ansatz so: „Meine kognitiven Fähigkeiten, meine Reaktion, meine Wahrnehmung – alles, was das Hirn steuert, kann ich trainieren und verbessern.“

Für das Ferienprogramm sind insgesamt sechs Trainingseinheiten vorgesehen. Die Termine werden individuell abgestimmt und können bis Anfang September stattfinden, sodass die gesamte Ferienzeit genutzt werden kann. Trainiert wird in angenehm temperierten Räumen, wodurch auch an heißen Sommertagen gute Bedingungen herrschen.

Ein weiterer Vorteil des SkillCourt-Trainings ist die Messbarkeit der Fortschritte. Nach einem Eingangstest werden die Ergebnisse digital erfasst. Künftig sollen Teilnehmer ihre persönlichen Auswertungen per QR-Code auf das Smartphone laden und als PDF speichern können. Dadurch lassen sich Trainingsfortschritte dokumentieren und später miteinander vergleichen. Für Norman Dombo ist genau dieser Aspekt entscheidend: „Was ich hier anbiete, ist messbar. Das bleibt messbar – und nur die Dinge sind für mich die interessanten.“

Auch der spielerische Charakter des Trainings steht im Vordergrund. Kleine Gruppen, gemeinsame Aufgaben und freundschaftliche Wettbewerbe sorgen für Motivation. Moderator Matthias J. Lange fasst das Konzept treffend zusammen: „Im Grunde ist es ein richtig großes Spiel – aber es hat Folgen. Es steckt Wissenschaft dahinter.“

Mit seinem Ferienangebot verbindet der SkillCourt spielerische Elemente mit wissenschaftlich entwickelten Trainingsmethoden. In kleinen Gruppen entstehen Motivation, Spaß und kleine Wettkämpfe, während gleichzeitig Konzentration, Koordination und geistige Leistungsfähigkeit gefördert werden – ideale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins neue Schuljahr.

Podcast: Seitensprung – Mehr als Bücher ausleihen: Ein Blick hinter die Kulissen der Gemeindebücherei Maisach

10. August 2026

Wer glaubt, in der Bücherei werde außerhalb der Öffnungszeiten vor allem gelesen und Kaffee getrunken, wird in der neuen Folge des Podcasts „Seitensprung“ eines Besseren belehrt. Büchereileiterin Beate Seyschab und Journalist Matthias J. Lange nehmen die Hörerinnen und Hörer mit hinter die Kulissen – und zeigen, wie viel Herzblut, Organisation und Kreativität in der Gemeindebücherei Maisach stecken.

„Den ganzen Tag Bücher lesen und Kaffee trinken? Nein, ist es leider nicht“, sagt Beate Seyschab lachend gleich zu Beginn der Podcast-Folge. Tatsächlich beginnt die Arbeit oft erst dann richtig, wenn die Türen der Bücherei geschlossen sind. Dann werden Veranstaltungen geplant, neue Medien eingearbeitet, Schulklassen betreut, Lesungen organisiert oder Termine mit Autorinnen und Autoren abgestimmt. Und hier ist der Podcast:

Wie vielseitig der Alltag einer modernen Bücherei ist, wird im Gespräch schnell deutlich. Seyschab besucht regelmäßig Kindergärten, Schulen und Senioreneinrichtungen, um vorzulesen. „Wir sind im Altersheim, im Naturkindergarten, bei den Zwergen in Maisach – da geht schon mal ein ganzer Vormittag drauf“, erzählt sie. Dazu kommen Leseförderung, Ferienprogramme und zahlreiche Veranstaltungen für Jung und Alt.

Dass hinter jeder Lesung weit mehr steckt als ein paar aufgestellte Stühle, schildert sie am Beispiel der ersten Sommerlesung im Rathausgarten. Bierbänke organisieren, Technik aufbauen, Getränke besorgen, den Bauhof koordinieren – vieles geschieht im Hintergrund. Der Aufwand hat sich gelohnt: „22 Gäste waren da, alle haben sich amüsiert. Das war völlig anders als eine klassische Lesung – und wir hatten richtig Spaß.“

Auch die Arbeit mit Schulklassen gehört inzwischen zum festen Programm. Mehrere Klassen besuchen die Bücherei im Vier-Wochen-Rhythmus. „Es ist wie Flohzirkus – es macht Spaß, aber es ist auch anstrengend“, beschreibt Seyschab die lebhaften Vormittage. Gerade dienstags, dem ausleihstärksten Tag der Woche, ist organisatorisches Geschick gefragt.

Ein weiteres Thema ist der sorgsame Umgang mit den Büchern. Für Seyschab geht es dabei nicht nur um beschädigte Medien, sondern auch um den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Geldern. „Das Geld, das mir anvertraut worden ist, möchte ich bestmöglich verwalten“, betont sie. Gleichzeitig freut sie sich, wenn ein Bilderbuch nach mehr als hundert Ausleihen sichtbare Gebrauchsspuren trägt. „Dann hat es gelebt.“

Gemeinsam sprechen Seyschab und Lange außerdem über die Herausforderungen moderner Öffentlichkeitsarbeit. Weil klassische Anschlagtafeln zunehmend verschwinden, müssen neue Wege gefunden werden, um Veranstaltungen bekannt zu machen. Website, soziale Medien und digitale Kanäle gewinnen an Bedeutung – auch wenn nicht alle Nutzerinnen und Nutzer dort unterwegs sind.

Natürlich dürfen zum Schluss die Veranstaltungstipps nicht fehlen. Im Ferienprogramm wartet ein Stop-Motion-Workshop für Kinder, nach der Sommerpause folgen wieder Vorlesestunden und Ende September die nächste Ausgabe der „Maisacher Gespräche zur Popkultur“. Diesmal dreht sich alles um Harry Potter, Merlin und die Faszination von Magie in Literatur und Film.

Die neue Folge von „Seitensprung – der Podcast der Gemeindebücherei Maisach“ zeigt eindrucksvoll, dass eine Bücherei heute weit mehr ist als ein Ort zum Ausleihen von Büchern. Sie ist Treffpunkt, Kulturzentrum, Lernort und Begegnungsstätte – getragen von Menschen, die mit großem Engagement dafür sorgen, dass Geschichten lebendig werden.

Stop Motion mit Kinderhand: Wenn aus Playmobilfiguren große Kinomagie wird

11. April 2026

Wenn Kinder einen Stop-Motion-Film mit Playmobilfiguren drehen, entsteht weit mehr als nur ein kleines Filmprojekt. Ich leitete ein aktives Seminar mit zwölf Kindern. Es war ein Tag voller Fantasie, Teamgeist und leuchtender Augen. Von 9.30 Uhr bis 14 Uhr verwandelten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Auftrag der Volkshochschule Fürstenfeldbruck einfache Figuren, Farben und Ideen in ihre ganz eigene Filmwelt.

Am Anfang stand nur eine Idee. Doch Schritt für Schritt entwickelten die Kinder mit großer Begeisterung ihr eigenes Drehbuch, erfanden Szenen, Dialoge und kleine Abenteuer. Dabei wurde schnell spürbar, wie viel Kreativität in ihnen steckt. Sie überlegten gemeinsam, wie ihre Geschichte aussehen soll, welche Rollen die Playmobilfiguren übernehmen und wie aus einzelnen Bildern am Ende ein lebendiger Film wird.

Mit bewundernswerter Geduld und Konzentration bedienten die Kinder die Kamera – in meinem Fall ein iPad mini, rückten Figuren millimeterweise in Position und lernten, wie aus vielen einzelnen Aufnahmen echte Bewegung entsteht. Ebenso engagiert synchronisierten sie ihren Film, gaben den Figuren Stimmen und hauchten ihren Geschichten damit noch mehr Leben ein. Parallel dazu entstanden mit Stiften, Papier und Farbe liebevoll gestaltete Kulissen, die jede Szene zu etwas ganz Besonderem machten. Überall war zu sehen, mit wie viel Fantasie, Hingabe und Freude die Kinder arbeiteten.

Gerade diese Mischung aus technischem Lernen und freiem Gestalten machte den Tag so wertvoll. Die Kinder waren nicht nur Zuschauer, sondern Autoren, Regisseure, Kameraleute, Bühnenbildner und Sprecher zugleich. Sie durften ausprobieren, entscheiden, lachen, tüfteln und stolz auf das sein, was sie gemeinsam geschaffen haben.

Der schönste Moment kam zum Abschluss: Als der fertige Film im Scala Kino Fürstenfeldbruck auf der großen Kinoleinwand gezeigt wurde, wurde aus einem kreativen Workshop ein unvergessliches Erlebnis. Vor den Eltern das eigene Werk im Kino zu sehen, war für die Kinder ein bewegender Augenblick voller Stolz, Aufregung und Glück. In diesem Moment wurde sichtbar, was kreative Arbeit mit Kindern bewirken kann: Sie stärkt Selbstvertrauen, weckt Talente und schenkt Erinnerungen, die weit über diesen einen Tag hinausreichen.

Jetzt werde ich im Rahmen der Ferienspielwoche Maisach ein Stop Motion Seminar für Maisacher Kinder anbieten. Und mal schauen, ob die VHS das Seminar auch nochmal wiederholen will nach dem großen Erfolg. Danke an Markus Schmölz vom Scala Kino, der das Kino bereitstellte.