Archive for Juli 2008

Schülerzeitung sahnt Preise ab

31. Juli 2008

Zusammen mit dem Kollegen Thomas Gerlach (Link siehe Blogroll) betreue ich seit Jahren Schülerzeitungen aus ganz Bayern. Wir machen sie fit in journalistischen Darstellungsformen, trainieren sie in Layout-Software, coachen sie in Redaktionsabläufen und üben mit Ihnen Fotoaufnahmen. Jetzt hat eine Zeitung vom Ruperti-Gymnasium Mühldorf hervorragend beim Spiegel-Wettbewerb abgeschnitten. Der „Innfloh“, so lautet der Name der Zeitschrift der aufstrebenden Nachwuchsjournalisten, wurde ausgezeichnet. Es ist bereits das zweite Mal, dass Innfloh-Redakteure zur Preisverleihung nach Hamburg fahren durften. Schon im vergangenen Jahr hatte sie sich mit ihrer Reportage über eine minderjährige Mutter den ersten Preis abgeholt. Auch dieses Jahr kann sich die Bilanz des Ruperti-Gymnasiums sehen lassen: Alleine in der Spiegel-Kategorie Reportage landete der „Innfloh“ mit vier Storys unter den ersten sieben Siegern. Aber es geht noch weiter: Nach ihrem großen Erfolg beim Spiegel-Schülerzeitungswettbewerb konnten sich die Jungjournalisten beim „Blattmacher“-Wettbewerb in Bayern erneut durchsetzen. Bei der Preisverleihung in München wurden sie als Bayerns beste Schülerzeitung ausgezeichnet. Meine Gratulation an die jungen Kollegen. Es zeigt sich, dass Lernen und Lehren doch sehr viel bringen. Und ich muss zugeben. Ich bin stolz auf die Auszeichnungen. 

Total digital – danke Nikolas

30. Juli 2008

Kennen Sie Nikolas Negroponte? Das ist kein neuer Grieche aus der Innenstadt, sondern der ehemalige Leiter des MIT. Heute ist er vor allem bekannt, weil er den 100 Dollar Computer auf den Markt gebracht hat, um die Dritte Welt IT-mäßig an die erste Welt heranzuholen. Eben dieser NN hat vor über zehn Jahren ein Buch mit dem Titel „Total digital“ geschrieben. Und es hat die digitale Welt verändert. Die Kernaussage: „Don´t move atoms, move bytes!“ Auf gut Deutsch übersetzt: „Alles was du digital vertreiben kannst, wird künftig digital vertrieben.“ Was haben wir damals gelacht und den Kopf geschüttelt: Fotos, Filme, Musik durchs Netz senden und das mit der Geschwindigkeit meines 28.800-Modems. Gerade hatte ich den Akustikkoppler ausgemustert. WOW, Nikolas hatte Recht. Der Computer wurde zum digitalen Hub, wie Steve Jobs von Apple ihn bezeichnet. Rechner stehen heute überall im Hause, der Server kommt in den Keller. Das WLAN reicht in den Garten, um den Kindern im Sandkasten zuzuschauen. Heute kaufe ich meine Musik über Amazon oder gleich über iTunes, in iStockvideo verkaufe ich meine Videos und vertreibe über Fotolia und iStockphoto meine Fotos. Flickr und andere Web 2.0-Plattformen haben mein digitales Leben revolutioniert. Danke Nikolas für deine Idee und deine Inspiration. Du hast mich aus meinem Trott gerissen und wach gerüttelt.

Bekenntnis: Apfel oder Fisch?

29. Juli 2008

Wir fahren einen ziemlich alten Audi A4. Er hat noch zwei Jahre TÜV bekommen und so muss uns das Fahrzeug weiterhin sicher von A nach B bringen. Am Heck des Autos klebt ein weißer Apple-Aufkleber. Früher war dort ein Apple-Logo in Regenbogenfarben zu sehen, aber das war noch zu Mac OS 7.1 Zeiten – lang, lang ist es her. Aber seit dem OS X auf dem Markt ist, wurden die Farben des Regenbogens durch Weiß ersetzt. Leider blättert dieser Aufkleber auch schon etwas. Wenn das Auto mal wieder gewaschen wird, werde ich den abgeblätterten Apfel durch einen neuen ersetzen, schließlich liegen jedem Mac diese Aufkleber bei. Wann es soweit ist, weiß ich allerdings nicht. Autowaschen gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Das überlasse ich gerne mal der Ehefrau, die zwar auch nicht begeistert ist, aber vielleicht einen kürzeren Geduldsfaden hat. Auf jeden Fall haben unsere Kinder die Diskussion um den Apfel auf der Familienkutsche mitbekommen. Einwand der Tochter an mich: „Sammelt der Nachbar Fische so wie du Äpfel-Computer sammelst?“ Fische? Siehe da. Auf einem Autoheck in der Nachbarschaft wurde ein Fisch geklebt. Tochter verwechselte das Zeichen Petri allerdings mit dem Bekenntnis des Vaters zu Apple. Na ja auch wenn viele meinen, Steve Jobs lade im Januar zur Macworld Expo Keynote zu einer Art Gottesdienst, will ich doch nicht soweit gehen. Aber es ist schon seltsam, was sich der Nachwuchs um Aufkleber kümmert.

Web zwingt die Stars auf Tour

28. Juli 2008

Viele Musikantenstars gehen wieder auf Tour und müssen vor Publikum auftreten. Das gibt mir Gelegenheit, sie noch einmal oder zum ersten Mal live zu sehen. Kris Kristofferson war neulich in München, Erich (God) Clapton, Deep Purple, Tina Turner kommen noch in die bayerische Landeshauptstadt. Die Damen und Herren werden vom Internet gezwungen auf Tour zu gehen. Der Grund ist einfach. Sie müssen für ihr Geld mal wieder richtig arbeiten. Die Verkäufe von CDs gehen seit Jahren in den Keller, die Künstler verdienen keine fette Kohle mehr wie früher als die Herrschaften sich Schlösser (Deep Purple) oder Flugzeuge (Sinatra) kaufen konnten. Musik ist heute digital und damit wird sie von den Konsumenten kopiert, gesaugt, getauscht. Die legalen Börsen wie iTunes sind zwar höchst erfolgreich, doch die Plattenbosse verdienen nicht mehr so viel wie in der Vergangenheit. Alternativen wie lizensierte Guitar Heros & Co wie Aerosmith bringen zwar Knete, aber nicht in den Maßen, um den gewohnten Lebensstil halten zu können. Deshalb müssen Musiker wieder das machen, was sie gelernt haben. Raus aus dem Landsitz und rauf die Bühne und Lala vor Publikum machen. Mir gefällt es. So komme ich zu Stars, die ich lange vermisst habe. Und darauf freue ich mich. 

Entsetzen pur

26. Juli 2008

Ich bin entsetzt, empört, verzweifelt. Die ganze Familie ist nach Franken aufgebrochen, um einen Termin wahrzunehmen. Da machten wir auch einen Abstecher nach Coburg, auf deren Veste Luther einen Teil der Bibel übersetzte. Coburg ist auch der Geburtsort meiner Mutter und ich mag diese Stadt. Spezialität von Coburg ist die Bratwurst, die am Markt über Tannenzapfenfeuer zubereitet wird. Und nun: die Bratwurstbuden sind geschlossen und ich bin sauer. Soviel zum Tourismus in Coburg und dies am Samstag um 18 Uhr. Danke, jetzt esse ich einen Döner.

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Zielgruppen verfehlt

26. Juli 2008

Als ich gestern abend auf die S-Bahn gewartet habe, ist mir ein Plakat der bayerischen Metall- und Elektroberufe aufgefallen. Sie suchen Lehrlinge mit dem Slogan:  „Ich bin Azubi – Das kannst du auch“.

Ausbildung für Metall- und Elektrohandwerke gesucht

Ausbildung für Metall- und Elektrohandwerke gesucht

 Und eine junges Mädchen reckt keck den Daumen nach oben. Grundsätzlich eine gute Sache. Als ich mir das Mädchen näher ansah, bemerkte ich, dass ich mich angesprochen fühlte. Nein, nicht was Sie jetzt denken. Vielmehr von dem T-Shirt des Mädchens. Darauf ist die rote Zunge der Rolling Stones abgebildet. Cool. Aber mal ehrlich: Das spricht mich alten Sack an, doch jugendlichen Berufnachwuchs? Na, ich weiß nicht, ob diese Anzeige wirklich zielgruppengerecht ist. Ich glaube, da hat die Kreativagentur die Zielgruppe verfehlt.

Individuelle Uniformisten

25. Juli 2008

Gestern war ich in Hannover auf einer gelungenen Veranstaltung „Hands on HD“. Hier hat Nordmedia, zuständige Förderanstalt für Niedersachsen und Bremen, zu Workshops und Kongress eingeladen. Gefolgt waren rund 120 Kamerafrauen und –männer und Schaffende der Postproduktion/3D aus ganz Deutschland, die Hand an den neuen HD-Kameras wie die red One anlegen konnten. Jeder der Teilnehmer war ein Künstler, bzw. gab sich wie ein solcher. Jeder für sich war individuell und pflegte seinen eigenen Stil, auch modisch. Keiner wollte ein Produkt der Masse oder gar es Zeitgeistes sein. Generellen Modetrends zu folgen, die ein Kreativer in Mailand oder Paris vorgibt, dies gilt für diese Herrschaften nicht. Kommt gar nicht in die Tüte. Und auf dem zweiten Blick? All die Kreativen in Hannover waren auf ihre Art uniformiert. Die Standartkleidung war Schirmmütze (Kappe), T-Shirt oder wahlweise Hemd (ungebügelt), Jeans und Sneakers. Und so sahen die individuellen Kreativen alle uniformiert gleich aus. Bis auf einer: Mein Kollege Jürgen kam im dunklen Anzug und weißem Hemd und stach so als modischer Spießer aus der Masse heraus und war auf seine Art individuell. Ich trug übrigens T-Shirt, Jeans und Chucks, man will ja sein eigenes Image pflegen. 

TV-Serien auf DVD

24. Juli 2008

Was haben wir eigentlich bei Amazon gekauft, als es noch keine Serien auf DVD gab? Diese Frage stellte mir neulich ein Arbeitskollege. Und recht hat er! In der Vergangenheit habe ich mich mit „Akte X“ und „Raumschiff Voyager“ eingedeckt. Vor kurzem haben wir alle Staffeln von „MASH“ durchgeschaut, die erfolgreichste TV-Serie überhaupt. Familieninterne Diskussion gab es dann bei „Twin Peaks“, meine Frau fand das Ende eher bescheiden. Für mich gab es einen kleinen Ausflug zu „Geister“ von einem genialen Lars von Trier und „Taken“ aus der Spielberg-Schmiede. Bei „Lost“ hängen wir am Ende der zweiten Staffel, weil ich keine Lust habe die geteilte dritte Staffel (3.1 und 3.2) zu kaufen. Das ist Geldschneiderei und die Staffel 3 komplett ist derzeit nicht zu bekommen. Derzeit läuft nachts bei uns „ER“, die ersten fünf Staffeln. Die gab es mit einem hübschen Verbandsschränkchen, dass jetzt bei mir im Arbeitszimmer auf dem Klo steht. Und was bringt die Zukunft? Ich freue mich schon auf „der Doktor und das liebe Vieh“. Da war die Welt noch in Ordnung. So stelle ich mir Britannien vor. Da fehlt nur noch das „Haus am Eaton Place“ mit Lord Bellamy, Butler Hudson und Hausmädchen Rose. Aber worauf warte ich wirklich: Ich will es Ihnen verraten – ich warte auf „Lou Grant“. Für mich die Serie schlechtin und sicherlich der Grund, weshalb ich mich für meinen Beruf entschieden habe. Die Charaktere sind einfach wunderbar. Da haben wir den cholerischen Lokalchef und Serienhelden Lou Grant. Sein Stellvertreter heißt Art Donovan und trägt die Managermode der damaligen Zeit der siebziger Jahre des vergangenen Jahrtausends. Dann haben wir noch die beiden journalistischen Trüffelsäue Joe Rossi und Billy Newman McCovey. Er mit cooler Cordjacke und sie mit rotem Lockenkopf. Der Chef der Zeitung hieß Charles Hume und die Verlegerin Margaret Pynchon. Lässig war aber mit Abstand der Fotograf Herb Herbert, genannt Bestie. Ein langhaariger Bombenleger mit Sprüche gegen das Establishment, aber absoluter Profi in seinem Beruf. Die Serie ist leider noch nicht auf DVD erschienen. Ich habe nur einen alten Mitschnitt von rund 50 Folgen auf Video, als in den 80er Jahren der Münchner Privatsender Tele 5 die Serie wiederholt hatte. Erinnern Sie sich noch an den Anfang, als eine Motorsäge ansprang und ein Baum gefällt wurde. Der Baum wurde zu Papier verarbeitet, eine Zeitung gedruckt und am Ende wurde die Zeitung in einen Vogelkäfig geschoben, damit der Vogel was zum Drauf … (na Sie wissen schon) hat. Also ich fordere: Lou Grant muss auf DVD veröffentlicht werden. 

Spiel, Spaß, Spannung

23. Juli 2008

Beruflich muss oder darf ich mich mit Spielen beschäftigen. Aus diesem Grunde ist die gesamte Familie mit entsprechenden Spielsortiment ausgestattet. Während sich Sohnemann mit Playmobil anfreundet und auch Lego für sich entdeckt, greift die Tochter auf ein Quartett zurück. In meiner Jugend war ich ein großer Fan von diesen Kartenspielen. Ich erinnere mich, dass ich Spiele über Sportwägen (herrlich Ford Mustang) und Schiffe hatte. Politisch unkorrekt gab es in meiner Sammlung auch ein Panzerquartett. Ich glaube, der Hersteller meiner stolzen Sammlung hieß Ass. Meine Tochter ist aber auf einen anderen Trip. Sie spielt ein Katzenquartett, das den Sohn wiederum furchtbar langweilt. Während er die Geschwindigkeit von Dragster und Trucks, Motorräder herunterbetet und ab und zu das Dino-Quartett herauskramt (Lieblingskarte Stegosaurus), mag die Tochter eben Katzen. Ihr Spiel sieht dann so aus: „Meine Katze fährt 130, wie schnell ist deine?“ Ihre Lieblingskatze ist die gemeine Hauskatze mit rotweißem Fell. Sie trägt eine Maus am Schwanz in den Zähnen. Ach ja, meine Frau spielt am iPhone Sudoku. Ich liebe sie ja abgöttisch, aber wenn sie spielt, ist sie ein anderer Mensch. Da kommt nichts mehr an sie ran – keine Störung, kein Kindergeschrei, keine freundliche Ansprache durch den Ehegatten. Ganz schlimm ist es, wenn sie puzzelt: 1000 Teile sind kein Problem. Vor kurzem geschehen bei einem Puzzle mit Paulchen Panther. Heute wollte ich bei unserem Lieblingsversandhändler amazon 5000 Teile den Turmbau zu Babel von Brueghel dem Älteren bestellen, bekam aber die rote Karte. „Du willst wohl, dass ich verrückt werde und nichts anderes mehr mache!“ Na gut, dann dieses Mal nicht. Ich greif zur PS3 und reagier mich ab. Die Kinder sind ja schon im Bett. Und ich erinnere mich an meine Tochter, wenn ich bei Gran Turismo 5 Prologue frage: „Mein Aston Martin fährt 220. Wie schnell ist deiner?“

Meine iPhone Software

22. Juli 2008

Ich bin ein sog. Early Adopter von Apple. Wikipedia sagt dazu: Der Begriff Early Adopter (englisch für: frühzeitiger Anwender) bezeichnet einen Menschen, der die neuesten technischen Errungenschaften oder die neuesten Varianten von Produkten erwirbt. So auch mit dem iPhone von Apple. Kaum wurde es im vergangenen Jahr offiziell in Deutschland angeboten, musste ich zum T-Punkt nach Karlsruhe pilgern und so ein Device haben. Am 11. Juli diesen Jahres kam die neue Software 2.0. Und ich bin begeistert. Als dem Apple Store kann man nun Software kaufen bzw. kostenlos laden. Ich mir gleich folgende Programme gezogen: PhoneSaber (Laserschwert-Simulation), AIM (AOL Instand Messanger), FiatLux (Taschenlampe), Shazam (Musik taggen), NetNewsWire (RSS-Reader), Remote (für iTunes), iPint (Bier), Fahrplan (Auskunft) und Einkaufsliste für 0,79 Euro. Ich bin eben ein Apple Fan und steh dazu.