Posts Tagged ‘Ausbildung’

Podcast Hertlein & Lange: Nachwuchs im Friseurhandwerk: Nicht das System ist das Problem, sondern seine Umsetzung

4. Juni 2026

Im Podcast „Hertlein und Lange“ des Landesinnungsverbands Friseure und Kosmetiker Bayern spricht Christian Hertlein, Berufsbildungsexperte des Landesinnungsverbands und des Zentralverbands, über die Nachwuchsprobleme im Friseurhandwerk und über die Frage, ob tatsächlich „das System“ daran schuld sei. Seine Antwort fällt differenziert aus: Ja, das System trage eine Mitschuld – allerdings nicht das System der dualen Berufsausbildung selbst, sondern vielmehr die Art und Weise, wie in vielen Betrieben ausgebildet und mit Nachwuchs umgegangen werde. Genau diese Unterscheidung sei entscheidend, werde in der öffentlichen Debatte aber oft nicht sauber getroffen.

Hertlein macht deutlich, dass das duale Ausbildungssystem mit seinem Zusammenspiel von Betrieb und Berufsschule den rechtlichen und fachlichen Rahmen vorgibt, während die konkrete Ausbildungsrealität in den Salons von den Betrieben gestaltet wird. Und genau dort liege häufig das Problem. Das Friseurhandwerk präsentiere sich nach außen als kreativ, modern, vielseitig und attraktiv – und das sei es grundsätzlich auch. Kaum ein anderes Handwerk biete eine solche Mischung aus Kreativität, handwerklicher Präzision, Kundennähe und persönlicher Entwicklung. Doch viele junge Menschen machten nach dem Einstieg in die Ausbildung sehr schnell die ernüchternde Erfahrung, dass der betriebliche Alltag mit diesen Versprechen nicht immer übereinstimme. Statt intensiver Begleitung, Förderung und individueller Entwicklung würden Auszubildende in manchen Betrieben eher nebenher im Tagesgeschäft mitlaufen. Viele erhielten nicht den Input, den sie erwarteten und brauchten, manche seien sogar unterfordert. Für Hertlein ist das ein zentraler Grund für die Nachwuchsprobleme und auch für die hohen Abbruchquoten.

Zugleich weist er darauf hin, dass gerade in der Branche oft pauschal „das System“ kritisiert werde, ohne zwischen gesetzlichen Rahmenbedingungen und betrieblicher Praxis zu unterscheiden. Diese Vereinfachung sei zwar populär, helfe aber in der Sache nicht weiter. Notwendig seien vielmehr vernünftige Lösungsansätze und ein gemeinsamer Austausch auf Augenhöhe. Nach seiner Beobachtung melden sich in Diskussionen häufig gerade jene Betriebe besonders laut zu Wort, die selbst sehr gut ausbilden und mit berechtigter Kritik auf Schwachstellen hinweisen. An die Betriebe hingegen, in denen Ausbildung tatsächlich mangelhaft laufe und besonders viele Auszubildende abspringen, komme man oft nur schwer heran. Genau darin liege eine der großen Herausforderungen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Kommunikation. Häetlein betont, dass das Friseurhandwerk dringend eine bessere und klarere Kommunikation brauche. Viele Betriebe würden die Ausbildungsordnung und den Ausbildungsrahmenplan nicht richtig lesen oder missverstehen. Wenn dort etwa allgemein von „Haare schneiden“ oder „Haare farblich verändern“ die Rede sei, dann sei das keineswegs altmodisch oder unkonkret, sondern bewusst offen formuliert. Diese Begriffe umfassen sämtliche modernen Techniken und Methoden und geben den Betrieben größtmöglichen Gestaltungsspielraum. Die Ausbildungsordnung schränke also nicht ein, sondern ermögliche sehr viel mehr, als viele glaubten. Das Problem sei oft nicht der Rahmen, sondern dass seine Möglichkeiten zu wenig erkannt und genutzt würden.

Auch beim Thema Digitalisierung widerspricht Hertlein einfachen Heilsversprechen. Die Digitalisierung werde die Nachwuchsprobleme nicht allein lösen, könne aber eine wichtige Rolle spielen. Sie sei im Ausbildungsrahmenplan längst vorgesehen, nur werde sie vielerorts nicht konsequent umgesetzt. Digitale Tools könnten nicht nur im unternehmerischen Alltag eines Salons, etwa bei Kundenbindung, Mitarbeitergewinnung oder Kommunikation, eine wichtige Rolle spielen, sondern auch direkt in der Ausbildung. So könnten Auszubildende mit digitalen Werkzeugen arbeiten, sich mit KI Frisurenkonzepte erstellen lassen oder Schnittformen grafisch und dreidimensional darstellen. Solche Anwendungen seien kein Allheilmittel, gehörten aber selbstverständlich zu einer modernen Ausbildung.

Für Hertlein liegt die Aufgabe der Verbände deshalb vor allem darin, stärker aufzuklären, gute Beispiele sichtbar zu machen und erfolgreiche Ausbildungsbetriebe als Vorbilder herauszustellen. Best-Practice-Beispiele könnten zeigen, wie gute Ausbildung heute funktioniert. Zugleich müssten Betriebe, die Schwierigkeiten in der Ausbildung haben, ermutigt werden, sich Unterstützung zu suchen, Kooperationen einzugehen und ihre Ausbildungsstrukturen zu überdenken. Denn die Chancen, die das duale System und die bestehenden Regelungen bieten, seien groß – sie müssten nur konsequent genutzt werden.

Am Ende beschreibt Hertlein das Friseurhandwerk als eine sehr emotionale Branche, die dadurch besonders anfällig sei – sowohl für positive Hypes als auch für negative Stimmungen. Gerade in sozialen Medien würden einfache Schuldzuweisungen oft schneller verbreitet als differenzierte Erklärungen. Umso wichtiger sei es, sachlich zu bleiben, Potenziale sichtbar zu machen und den Blick stärker auf Lösungen statt auf Schuldfragen zu richten. Seine Botschaft ist klar: Nicht das duale Ausbildungssystem ist das eigentliche Problem, sondern die Art, wie Ausbildung in Teilen der Branche gelebt wird. Wer den Nachwuchs gewinnen und halten will, muss Ausbildung moderner, verbindlicher, intensiver und glaubwürdiger gestalten.

BistroTalk: Mit Herz, Handwerk und Haltung: Metzgermeister Alexander Häuserer über die Zukunft der Metzgerei Da Häuserer

2. Juni 2026

Im Bistro Sixtyfour in Maisach wurde es beim jüngsten „BistroTalk“ handwerklich, bodenständig und stellenweise sehr persönlich: Metzgermeister und Fleischsommelier Alexander Häuserer von der Metzgerei „Da Häuserer“ in Gernlinden sprach ich über seinen Weg ins Metzgerhandwerk, über Qualität, Personal, Nahversorgung, neue Ideen und die Frage, warum gutes Fleisch mehr ist als nur ein Produkt in der Theke. Die Veranstaltung wurde als Videopodcast aufgezeichnet und auf YouTube gestreamt. Hier ist die Aufzeichnung:

Schon zu Beginn ging es um den Standort in Gernlinden und die Entwicklung der Metzgerei. Häuserer erinnerte daran, dass die Räume vor der Übernahme ganz anders aussahen. Früher sei dort eine Bäckerei gewesen, später sei das Gebäude aufgeteilt worden. Beim Umbau habe man praktisch alles entkernt, den Estrich entfernt und die Räume komplett neu aufgebaut. Dabei seien auch alte Installationen wie eine frühere Fußbodenheizung zum Vorschein gekommen. Für Häuserer war dieser Neuanfang mehr als nur eine Renovierung: Er wollte einen modernen, sauberen und gepflegten Laden schaffen, in dem die Qualität der Produkte auch durch die Umgebung sichtbar wird.

Dass er einmal Metzger werden würde, scheint im Rückblick fast folgerichtig. Häuserer stammt aus einer Metzgerfamilie, inzwischen ist es die vierte Generation. Aufgewachsen ist er in Hilgertshausen, wo das Hauptgeschäft der Familie liegt, das heute sein Bruder führt. Dort bekam er schon als Kind mit, wie eng Metzgerei, Küche, Gastwirtschaft und gesellschaftliches Leben miteinander verbunden waren. In dem großen Saal fanden früher Tanzveranstaltungen, Feiern und Leichenschmäuse statt. Als Kind erlebte er, wie in der Großküche gearbeitet wurde, wie geschlachtet, zerlegt und vorbereitet wurde. Diese frühen Eindrücke haben ihn geprägt. Egal, was er später machte, sagte Häuserer, er sei immer wieder an den Punkt gekommen, an dem für ihn klar war: Metzgerei ist sein Ding. Er sei Metzger mit Leib und Seele.

Im Gespräch wurde deutlich, wie sehr sich das Handwerk verändert hat. Natürlich spiele Bürokratie heute eine große Rolle, etwa durch Temperaturkontrollen, Dokumentationspflichten und viele weitere Vorgaben. Doch für Häuserer ist eine andere Herausforderung noch entscheidender: das Personal. Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, zu halten und ihnen Bedingungen zu bieten, unter denen sie gerne bleiben, sei eine der wichtigsten Aufgaben. Dazu gehört für ihn auch, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Gerade im Münchner Speckgürtel, wo Mieten schnell enorme Höhen erreichen, sei das ein entscheidender Faktor. Häuserer hat deshalb Mitarbeiterwohnungen geschaffen, die zwar nicht riesig, aber neu, schön und bezahlbar seien. Nur so könnten Menschen auch wirklich ankommen.

Besonders stolz zeigte sich Häuserer darauf, dass ab September drei Auszubildende im Verkauf beginnen sollen, zwei davon aus Vietnam und einer aus der Region. In Zeiten, in denen viele Handwerksbetriebe händeringend Nachwuchs suchen, ist das für ihn ein großer Erfolg. Auch eine Mitarbeiterin aus Vietnam sei bereits im Betrieb und mache ihre Sache hervorragend. Sprachliche Hürden gebe es natürlich, sagte Häuserer mit Humor, aber die hätte er mit seinem bayerischen Dialekt in Vietnam ebenso. Entscheidend sei, dass jemand fleißig sei, lernen wolle und sich ins Team einfüge.

Der direkte Kontakt zu den Kundinnen und Kunden spielt für Häuserer eine große Rolle. Er steht nicht nur als Unternehmer im Hintergrund, sondern ist auch im Laden präsent. Die Resonanz am Standort Gernlinden beschreibt er als sehr positiv. Er sei mit dem Geschäft und den Menschen sehr zufrieden, auch wenn der Betrieb noch im Aufbau sei. Sechs Jahre seien im Handwerk keine lange Zeit. Eine gute Metzgerei zeichne sich für ihn vor allem durch Frische, gleichbleibende Qualität und Verlässlichkeit aus. Genau darauf lege er größten Wert. Jeden Morgen ist er früh im Betrieb, kontrolliert die Ware, richtet Spieße her, schaut sich Fleisch und Wurst an und achtet darauf, dass alles so präsentiert wird, wie es seinem Anspruch entspricht.

Dabei versteht sich die Metzgerei auch als Teil einer funktionierenden Nahversorgung. In der Nähe gibt es weitere Geschäfte, unter anderem einen kleinen Supermarkt und einen Bäcker. Für Häuserer ist das keine Konkurrenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung. Wer kleine Einkäufe erledigt, könne mehrere Dinge miteinander verbinden. Zahnpasta werde man bei ihm nicht bekommen, dafür gute Wurst und gutes Fleisch. Gerade diese Mischung aus verschiedenen Geschäften mache einen Ort lebendig. Auch ein neuer Dönerstand in Gernlinden bereitet ihm keine Sorgen. Im Gegenteil: Mehr kleine Geschäfte könnten dazu beitragen, dass wieder mehr Leben in den Ort komme. Entscheidend sei, dass man zusammenarbeite und nicht gegeneinander denke.

Ein weiteres Thema war die Zukunft des Metzgerhandwerks. Häuserer denkt über neue Konzepte nach, etwa über einen 24-Stunden-Shop oder Automatenlösungen. Solche Angebote seien aber keine Arbeitsersparnis, sondern vor allem eine Erweiterung der Verfügbarkeit. Die Arbeit verschwinde nicht, sie verlagere sich nur stärker in den Hintergrund. Produkte müssten vorbereitet, verpackt, kontrolliert und nachgefüllt werden. Dennoch sieht er darin eine mögliche Richtung, weil viele Menschen unter der Woche wenig Zeit hätten und schnell etwas Gutes zum Mitnehmen suchten. Besonders reizvoll findet er die Idee fertig zubereiteter warmer Gerichte in geeigneter Verpackung, die ohne Qualitätsverlust mitgenommen werden können. Seine Ideen entstehen dabei weniger durch klassische Marktforschung, sondern aus Gesprächen, Beobachtungen und Bauchgefühl – manchmal, wie er schmunzelnd sagte, auch bei einer halben Bier.

Als Fleischsommelier bringt Häuserer eine zusätzliche Qualifikation mit, die über das klassische Metzgerhandwerk hinausgeht. Dabei gehe es unter anderem um Sensorik, Fleischqualität, Geruch, Struktur und Reifung. Besonders eindrücklich sei für ihn die Schulung im Erkennen bestimmter Geruchsstoffe gewesen. Noch bietet er keine regelmäßigen Tastings an, doch Steaktastings oder ähnliche Veranstaltungen könnten in Zukunft ein Thema werden. Derzeit sei aber noch vieles im Aufbau. Auch am Standort Buchenau gebe es viel zu tun, bevor weitere Projekte umgesetzt werden könnten.

Ausführlich sprach Häuserer über Fleischqualität, Zuschnitte und Grillen. Er selbst grillt gerne, auch wenn ihm in den vergangenen Jahren oft die Zeit gefehlt habe. Besonders begeistert zeigte er sich vom sogenannten Rückwärtsgaren: Fleisch wird zunächst bei niedriger Temperatur im Ofen auf Kerntemperatur gebracht und anschließend auf dem Grill scharf angebraten. Mit Rosmarin, Butter und etwas Geduld entstehe daraus ein besonderes Geschmackserlebnis. Auf die Frage nach seinem persönlichen Lieblingsstück nannte er schließlich Flat Iron. Dieser Zuschnitt aus der Schulter sei feinfaserig, zart und für ihn fast besser als Flanksteak. Gleichzeitig betonte er, dass jedes Stück Fleisch seinen eigenen Charakter habe. Wer sich wirklich für Fleisch interessiere, müsse sich durchprobieren und die unterschiedlichen Strukturen kennenlernen. Auch gutes Suppenfleisch, besonders von den Zwerchrippen, schätzt er sehr.

Beim Thema vegane Ersatzprodukte zeigte sich Häuserer offen, aber auch klar in seiner Haltung. Jeder solle essen, was er möchte, und vegane Produkte hätten selbstverständlich ihre Berechtigung. Schwieriger findet er jedoch Bezeichnungen wie „veganer Leberkäse“ oder „vegane Salami“. Für ihn sind das eigene Produkte, aber keine Wurst im klassischen Sinne. In seiner Metzgerei gibt es solche Produkte derzeit nicht; dafür sei eher der Bäcker zuständig, sagte er mit einem Augenzwinkern.

Einen deutlichen Unterschied sieht Häuserer zwischen handwerklicher und industrieller Produktion. Industrielle Ware werde häufig anders hergestellt, schneller gereift, stärker standardisiert und mit Hilfsmitteln wie Farbe oder Schnellreifeverfahren produziert. Das ermögliche niedrigere Preise, längere Haltbarkeit und höhere Margen, gehe aber oft zulasten von Frische und Aroma. Im Handwerk stehe dagegen das Produkt selbst im Mittelpunkt. Beim Aufschneiden einer guten Mortadella oder eines hochwertigen Schinkens merke man sofort, was Aroma bedeute. Gleichzeitig räumte Häuserer ein, dass auch sein Betrieb nicht alles selbst herstellt. Südtiroler Spezialitäten, Parmaschinken oder andere Originalprodukte werden bewusst zugekauft, weil sie dort ihre eigene Qualität und Tradition haben.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die Wertschätzung von Lebensmitteln. Häuserer beobachtet, dass Menschen, die in seine Metzgerei kommen, meist bewusster einkaufen. Sie nehmen den Weg auf sich, weil sie gutes Brot, gute Wurst und gutes Fleisch wollen. Gleichzeitig sei Zeitmangel ein großes Thema. Viele Menschen nähmen beim schnellen Einkauf im Supermarkt einfach mit, was verfügbar sei. Das sei nachvollziehbar, aber es verändere das Einkaufsverhalten. Für Häuserer stellt sich daher immer wieder die Frage, wie ein Handwerksbetrieb Qualität, Alltagstauglichkeit und moderne Verfügbarkeit miteinander verbinden kann.

Besonders gut laufen in der Metzgerei nach seinen Angaben Weißwürste, Wiener, Bierschinken sowie Dry-Aged-Cuts wie Club Steaks und T-Bone-Steaks. Der große Reifeschrank im Laden war für Häuserer eine bewusste Anschaffung. Er wollte sichtbar machen, dass Fleisch Zeit braucht. Gerade Dry-Aged-Produkte seien gefragt, aber eben nicht beliebig schnell verfügbar. Wer zu besonderen Anlässen etwas Bestimmtes möchte, sollte deshalb vorbestellen. Für die Planung des Betriebs sei das wichtig.

Auch über Gastronomie und Mittagstisch wurde gesprochen. In Gernlinden werde das Angebot gut angenommen, besonders von Handwerkern, Berufstätigen und Menschen, die mittags schnell und unkompliziert etwas essen möchten. Für Häuserer war es eine bewusste Entscheidung, Metzgerei und Verzehrangebot miteinander zu verbinden. Es erweitere den Betrieb und mache ihn stärker zu einem Treffpunkt im Ort.

Kritisch wurde es beim Thema Vereinsfeste und günstige Lebensmittel. Viele Vereine grillen selbst, kaufen günstig ein und verkaufen Speisen bei Veranstaltungen weiter. Häuserer sieht das differenziert. Natürlich verstehe er das Vereinsleben und dessen Bedeutung. Gleichzeitig stellt er die Frage, ob Vereine nicht auch Verantwortung für die lokale Nahversorgung tragen. Wenn ein Ort seinen Metzger, seinen Bäcker und seine kleinen Geschäfte erhalten wolle, müsse er diese auch unterstützen. Wer nur auf den billigsten Preis schaue, übe Druck auf die Qualität aus. Handwerkliche Produkte könnten nicht zu Dumpingpreisen angeboten werden, wenn sie sauber zugeschnitten, gut gewürzt und verantwortungsvoll hergestellt werden sollen. Die reine Preisdiskussion verliere man immer, sagte Häuserer, denn irgendwo gebe es immer jemanden, der billiger sei.

Wichtig ist ihm deshalb Transparenz. Kundinnen und Kunden fragten durchaus nach, woher Fleisch und Wurst stammen. Der Verkauf müsse solche Fragen beantworten können. „Ich weiß nicht“ sei keine gute Antwort. Herkunft, Qualität und Beratung gehören für Häuserer zusammen. Dazu zählt auch, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Eigeninitiative zeigen, Produkte kennenlernen und Fragen stellen. Nur so könne Beratung glaubwürdig funktionieren. Wer hinter der Theke stehe, müsse wissen, was er verkauft.

Zum Ende des BistroTalks wurde es noch einmal leichter. Thema war unter anderem die Playmobil-Sonderfigur eines Metzgermeisters, die im Laden verkauft wurde und als Sympathieträger offenbar bestens funktionierte. Die Figuren seien schnell vergriffen gewesen. Häuserer erzählte lachend, dass seine Mitarbeiterinnen nun auf eine passende Verkäuferinnen-Figur hofften. Auch das passte zum Gesamtbild dieses Gesprächs: Es ging um Handwerk, Verantwortung und wirtschaftliche Realität, aber immer wieder auch um Humor, Teamgeist und die Freude an einem Beruf, der tief in der Region verwurzelt ist.

Der BistroTalk mit Alexander Häuserer zeigte einen Metzgermeister, der Tradition und Veränderung nicht als Gegensätze versteht. Er kommt aus einer alten Metzgerfamilie, denkt aber über 24-Stunden-Angebote, Social Media, Mitarbeiterwohnungen, neue Produkte und moderne Verkaufskonzepte nach. Er steht für handwerkliche Qualität, weiß aber auch, dass ein Betrieb heute mehr leisten muss als früher. Am Ende blieb der Eindruck eines Unternehmers, der mit großem persönlichen Einsatz arbeitet, sein Team ernst nimmt, den Standort Gernlinden stärken will und trotz aller Herausforderungen an die Zukunft des Metzgerhandwerks glaubt.

Der nächste BistroTalk in Youtube mit Evi Huttenlohrer, dritte Bürgermeisterin Maisach, im sixtyfour ist am Mittwoch, 10. Juni, 18 Uhr online und in Maisach.

Podcast: Friseurhandwerk im Wandel: Zwischen Kleinstbetrieb, Ausbildungskrise und Spezialisierung

26. März 2026

Ich durfte wieder einen Podcast Hertlein & Lange für den LIV Friseure und Kosmetiker Bayern aufnehmen. Bildungsexperte Christian Hertlein beschreibt das Friseurhandwerk als eine sehr vielfältige Branche, die derzeit von einem hohen Anteil an Solo-Selbstständigen und Kleinstbetrieben geprägt ist. Hier der Podcast:

Daneben gebe es einen mittleren Bereich mit kleinen Teams von ein bis vier Mitarbeitenden sowie größere Betriebe und Filialisten. Für die Zukunft sieht er jedoch deutliche Verschiebungen: Der klassische Familienbetrieb mit gewachsener Struktur verliere an Bedeutung, während kleinere Einheiten und Formen gemeinsamer Selbstständigkeit zunehmen dürften. Gleichzeitig stünden auch große Filialkonzepte unter Druck, weil sich Standorte und Kundenverhalten verändern.

Besonders kritisch bewertet Hertlein die Zunahme von Klein- und Kleinstbetrieben mit Blick auf die Ausbildung. Je kleiner ein Betrieb sei, desto schwieriger werde es, qualitativ hochwertige Ausbildung im Alltag zu leisten. Für eine gute Ausbildung brauche es aus seiner Sicht mindestens drei bis vier Mitarbeitende, damit Zeit, Anleitung und fachliche Begleitung überhaupt möglich seien. Wenn immer weniger Betriebe diese Voraussetzungen erfüllten, sinke automatisch auch die Zahl der Ausbildungsplätze, was den Fachkräftemangel weiter verschärfe. Gerade deshalb sieht Hertlein seine Aufgabe als Berufsbildungsexperte heute als besonders wichtig an: Es gehe darum, tragfähige Konzepte für Ausbildung, Weiterbildung und Kooperationen zu entwickeln, damit Betriebe trotz schwieriger Rahmenbedingungen Nachwuchs gewinnen und fördern können.

Für die kommenden zehn Jahre wünscht sich Hertlein vor allem eine starke, qualitativ hochwertige Branche mit gutem fachlichem Anspruch und angemessenen Preisen. Idealerweise sollten sich wieder mehr mittlere Betriebsgrößen mit etwa vier bis acht Mitarbeitenden entwickeln, auch wenn dies mit höherem unternehmerischem Risiko verbunden sei. Viele junge Friseurinnen und Friseure scheuten heute genau dieses Risiko, weil Personalführung, Ausfälle, Qualitätsmanagement und wirtschaftliche Verantwortung komplexer geworden seien. Deshalb hält er es oft für sinnvoll, nach der Meisterprüfung zunächst Berufserfahrung als angestellte Fach- oder Führungskraft zu sammeln, statt sofort den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Denn seit der Wegfall früherer Wartezeiten den direkten Anschluss von Ausbildung, Meisterprüfung und Selbstständigkeit erleichtert habe, fehle manchen jungen Meisterinnen und Meistern noch die nötige praktische Reife.

Auch in Quereinsteigern und Rückkehrern in den Beruf sieht Hertlein Potenzial, etwa bei Menschen, die nach einer Familienphase wieder in den Salonalltag einsteigen wollen. Allerdings sei auch hier Einarbeitung, Schulung und fachliche Weiterentwicklung nötig, was kleinere Betriebe oft weder zeitlich noch finanziell leisten könnten. Größere Teams hätten hier deutlich bessere Möglichkeiten. Als wichtigen Zukunftsweg nennt Hertlein daher Kooperationen: in Städten etwa das Teilen von Ladenlokalen, im ländlichen Raum eher die Zusammenarbeit zwischen Betrieben bei einzelnen Dienstleistungen, Spezialisierungen, Ausbildung oder Mitarbeiterschulungen. Insgesamt erwartet er, dass die Zahl der Spezialisten weiter zunimmt. Gerade in kleineren Strukturen sei es schwierig, das gesamte Leistungsspektrum dauerhaft auf hohem Niveau anzubieten. Deshalb werde sich aus seiner Sicht künftig mehr Spezialisierung durchsetzen als die breite Tätigkeit des Generalisten.

Podcast: Künstliche Intelligenz im Friseurhandwerk: Ergänzung statt Ersatz

12. November 2025

Ich habe im Rahmen meines wöchentlichen Newsletters gefragt, ob ich stärker ins Podcasten einsteigen soll. Die Mehrheit der Abonnenten sagte Ja. Also taste ich mich weiter vor.

Im Rahmen eines Podcasts des Landesinnungsverbandes Friseure & Kosmetiker Bayern sprach ich mit dem stellvertretenden Landesinnungsmeister und Berufsbildungsexperte Christian Hertlein über die Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) für die Friseur-Branche. Dabei wurde deutlich: Digitale Technologien gewinnen auch im Friseurwesen zunehmend an Bedeutung – sie ersetzen jedoch nicht die zentralen Kompetenzen des Handwerks.

„Empathie, Kreativität und handwerkliches Geschick sind die drei Eigenschaften, die den Friseurberuf auch in Zukunft unverzichtbar machen“, betonte Hertlein. KI könne den Beruf nicht ersetzen, sondern biete vielmehr zusätzliche Werkzeuge, um Salons moderner, effizienter und kundenorientierter zu gestalten.
Schon heute ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – von automatisierten Kundeninformationen über KI-generierte Bilder für Marketingmaterialien bis hin zu digitalen Tools, die Auszubildende bei der kreativen Gestaltung von Frisuren unterstützen. Hertlein sieht darin auch Chancen für die berufliche Bildung: „Wenn junge Menschen lernen, präzise mit KI zu arbeiten, stärkt das sowohl ihre Sprachkompetenz als auch ihre Kreativität.“

Damit diese Potenziale ausgeschöpft werden können, sei es notwendig, Berufsschulen und Betriebe gezielt zu schulen und Lehrpläne an die neuen Anforderungen anzupassen. Auch die Verbände stünden in der Verantwortung, die Digitalisierung aktiv zu begleiten und praxisnahe Schulungsangebote bereitzustellen.

Das Gespräch macht deutlich: Die Digitalisierung ist auch im Friseurhandwerk längst Realität. Für die Betriebe bedeutet das, rechtzeitig den Anschluss zu finden, um Wettbewerbsfähigkeit, Kundenbindung und Ausbildungsqualität langfristig zu sichern.

BistroTalk: Feuer im Herzen – wie die Freiwillige Feuerwehr Maisach Gemeinschaft, Mut und Leidenschaft lebt

22. Oktober 2025

Der Bistrotalk im „sixtyfour“ in Maisach – locker, nah dran, mit einem vollen Raum und viel Applaus – war diesmal eine Stunde gelebte Dorfgemeinschaft: Gastgeber Matthias J. Lange begrüßte sein Publikum im 64 und dankte Gastronom Uwe für die offene Bühne, bevor er mit seinem Gast auf Du umschaltete: Andreas Müller, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Maisach. Was folgte, war kein amtliches Statement, sondern eine persönliche Erzählung über Kameradschaft, Verantwortung – und einen „Feuerwehr-Virus“, der ein Leben prägt.

Müllers Weg beginnt Anfang der 1990er-Jahre mit Skepsis und Neugier: Freunde locken ihn zu den ersten Treffen der Jugendfeuerwehr, die Ausrüstung ist damals noch alt, die eigenen Rollen unklar. Doch aus Übungen werden Freundschaften, aus Neugierde Haltung. Später unterstützt er den Jugendwart, springt ein, als die Wehr nach einem tragischen Verlust führungslos dasteht – und wächst in Aufgaben hinein, die er „eigentlich nie“ wollte. 2013 folgt der nächste Schritt in die Führung, schließlich die Wahl zum Kommandanten. Diese Biografie erzählt nicht von Karriereschritten, sondern von Bindung: an Menschen, an den Ort, an eine Aufgabe, die man nicht allein leisten kann. Hier die Aufzeichnung des gesamten Gesprächs

Ein kompaktes Porträt der Wehr zeigt, worauf sich Maisach verlassen kann: rund 60 Aktive, gut gemischt, handwerklich breit aufgestellt, professionell ausgebildet. Der Fuhrpark ist sichtbar gewachsen – vom Mehrzweckfahrzeug (MZF) über das Löschgruppenfahrzeug und die neue Drehleiter bis zum Tanklöschfahrzeug, das gerade ersetzt wird, dazu Mannschaftstransporter und ein schneller Responder. Doch die Technik ist nur Mittel zum Zweck; entscheidend bleibt die Routine durch Übung – und die Bereitschaft, immer wieder mittwochs die eigene Freizeit gegen Training zu tauschen. „Üben, üben, üben“, sagt Müller, und man glaubt ihm sofort.

Wie jede Organisation kämpft auch die Feuerwehr um Nachwuchs. Müller verschweigt das nicht – und hat doch gute Nachrichten: Seit ein, zwei Jahren zeigt der Trend wieder nach oben. Schnuppern ist ausdrücklich erwünscht: mittwochs ab 18.30 Uhr kann jede und jeder vorbeischauen, ohne Verpflichtung, mit Paten, die erklären und begleiten. Nach einer kurzen Schnupperzeit folgt, wer dabeibleiben will, der modulare Weg in die Grundausbildung (Erste Hilfe, MTA), später Spezialisierungen wie Atemschutz oder Maschinist. Voraussetzungen? Lust, Zeit und ein bisschen Fitness. Alles andere lernt man – im Team.

Worum es im Einsatz wirklich geht, lässt Müller nüchtern und klar: Der romantische Großbrand ist selten geworden, das Tagesgeschäft sind technische Hilfeleistungen – von der Ölspur über Verkehrsunfälle bis zur Türöffnung und Tragehilfe für den Rettungsdienst, rund 80 Prozent aller Einsätze. Ja, die Katze auf dem Baum gibt es auch – und meist springt sie in dem Moment, in dem die Drehleiter anlegt. Über E-Autos spricht Müller entkrampfend: Brennt etwas, brennt es. Wichtig bleibt die Menschenrettung, alles andere ist Taktik und Technik.

Das Einsatzgebiet der Maisacher reicht vom Ort selbst bis zu überörtlichen Unterstützungen, wenn die Leitstelle spezielle Mittel anfordert – etwa die Drehleiter in Nachbarorte oder, selten, auf die Autobahn. Was nach außen hierarchisch wirkt, ist innen klare Verantwortungskette: Einsatzleitung bei der örtlichen Feuerwehr, Lagebesprechungen mit Polizei, Rettungsdienst, THW. Nachbesprechungen gehören dazu, besonders nach schweren Lagen – und wenn Eindrücke nachhallen, greift die psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Gewalt gegen Helfer? In Maisach zum Glück kein Thema.

Weil Sicherheit Redundanz braucht, funkt die Wehr digital – und hält den analogen Rückfallkanal bewusst vor. Weil Katastrophen Vorsorge brauchen, entsteht in Mammendorf ein Notfalllager für den Landkreis, das Material bereithält, das vor Ort nicht ständig verfügbar sein kann. Und weil Vertrauen Nähe braucht, gibt es Öffentlichkeitsarbeit aus der Mitte der Mannschaft: schnell, respektvoll, ohne Sensationslust, mit Sinn für Datenschutz und das berechtigte Interesse der Bevölkerung.

Feuerwehr ist Pflichtaufgabe – und Vereinsleben. Das spürt man, wenn Müller über Marktfest, Osterfeuer, die 150-Jahr-Feier und die anstehende Veranstaltungen spricht. Vielleicht ist das der Kernsatz des Abends: Feuerwehr ist Teamarbeit – und Teamarbeit ist gelebte Nachbarschaft. Andreas Müller erzählt ohne Pathos von Disziplin und Routine, und doch klingt hinter allem eine leise Wärme: die Freude, wenn eine Jugendgruppe zusammenwächst; der Respekt vor Technik, die schützt; die Erleichterung, wenn ein Einsatz gut endet; die Gelassenheit, wenn jemand an der Absperrung schimpft – und der Wille, ruhig zu bleiben, weil Sicherheit kein Kompromiss ist.

Am Ende dieses Bistrotalks im Sixtyfour blieb das Gefühl, einer unsichtbaren Infrastruktur des Vertrauens begegnet zu sein. Man sieht sie, wenn Blaulicht die Nacht streift; man spürt sie, wenn der Melder piept und Menschen loslaufen. Wer jetzt denkt: „Vielleicht wäre das auch was für mich“, hat am Mittwochabend eine offene Tür einfach ins Gespräch zu kommen.

Der nächste Bistrotalk vor Ort und in Youtube findet mit Norman Dombo, Zentrum für Gesundheit Maisach, im sixtyfour am Mittwoch, 29. Oktober, 18 Uhr Online und in Maisach https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Podcast: Wie tickt der Berufsnachwuchs?

9. Mai 2025

Ich hab ja versprochen, dass ich dieses Jahr mehr im Bereich Podcast machen werde. Ich nähere mich in der Regel von der filmischen Seite dieses Thema als Videopodcast, aber Zug um Zug spiele ich auch Audio-Podcasts aus.

Als einen sehr angenehmen Gesprächspartner habe ich den stellvertretenden Landesinnungsmeister des bayerischen Friseur- und Kosmetikerhandwerks Christian Hertlein empfunden.

Ich traf ihn in der Kreishandwerkerschaft Fürth zu einem Gespräch über Berufsnachwuchs. Wie ticken eigentlich Jugendliche und wie müssen sich Friseursalons darauf einstellen. Die Aussagen gelten aber nicht nur für Friseurbetriebe, sondern im Grunde für jede Art von Ausbildungsbetrieben der neuen Generation Z. Wer Lust hat, bitte gerne mal hineinhören.

Handwerk erleben – Chance auf eine Zukunft mit Herz, Hand und Verstand!

24. März 2025

Die „Woche der Ausbildung“ im Handwerk, die vom 24. bis 28. März 2025 stattfindet, ist eine bundesweite Initiative, um Jugendliche für eine duale Ausbildung im Handwerk zu begeistern und Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung zu unterstützen. Sie wird von Organisationen wie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), den Innungen und auch den Handwerkskammern getragen.

Ich engagiere mich hier und habe für diese Woche zwei Podcasts für Kunden produziert, die sich dem Thema Ausbildung im Handwerk widmen. Zum einen mit dem Berufsbildungsexperten des Friseurhandwerks Christian Hertlein, zum anderen mit Bäckermeister Martin Reicherzer.
Eine duale Ausbildung im Handwerk ist Startpunkt für eine Bildungskarriere mit Sinn, Sicherheit und Zukunft.

Fokus auf das Friseurhandwerk
Das Friseurhandwerk verbindet Kreativität, handwerkliches Geschick und Kundenorientierung. Die dreijährige Ausbildung umfasst sowohl praktische Tätigkeiten im Betrieb als auch theoretische Inhalte in der Berufsschule. Lernfelder reichen von der Pflege von Haaren und Kopfhaut über das Schneiden und Stylen.

Mein Gesprächspartner Christian Hertlein ist selbst Friseurmeister in Franken und gilt in Deutschland als der Experte für Berufsbildung im Friseurhandwerk, sowohl auf bayerischer als auch auf deutscher Ebene. Ich traf ihn in Fürth zu einem sachlichen, aber unterhaltsamen Gespräch ohne Geschwätz.
Ein typischer Arbeitstag eines Friseurs beginnt mit der Vorbereitung des Salons, gefolgt von Kundengesprächen, Haarpflege, Schneidetechniken und Beratung zu Frisuren. Der Beruf erfordert ein hohes Maß an Präzision und die Fähigkeit, auf individuelle Kundenwünsche einzugehen.

Fokus auf das Bäckerhandwerk
Das Bäckerhandwerk bietet eine ebenso vielfältige Ausbildung. Diese umfasst die Herstellung von Teigen, Kenntnisse über Backverfahren sowie Hygiene- und betriebswirtschaftliche Aspekte. Die Ausbildung erfolgt dual in Betrieb und Berufsschule und legt großen Wert auf die Vermittlung praktischer Fertigkeiten.

Das Bäckerhandwerk ist geprägt von Tradition und Innovation: Neben klassischen Rezepturen wird zunehmend auf Nachhaltigkeit und hochwertige Rohstoffe geachtet. Initiativen wie „Back dir deine Zukunft“ fördern den Nachwuchs durch moderne Lernangebote wie Videos und Tutorials, die theoretische Grundlagen und praktische Techniken vermitteln.
Ich sprach mit Bäckermeister Martin Reicherzer, der Bäckereien in Fürstenfeldbruck und Aubing betreibt. Sein Unternehmen bildet erfolgreich Lehrlinge in den Berufen Bäcker, Konditor und Bäckereifachverkäufer aus.

Woche der Ausbildung
Die „Woche der Ausbildung“ bietet Jugendlichen die Möglichkeit, Einblicke in Berufe wie Friseur oder Bäcker zu gewinnen. Praktika oder Schnuppertage helfen dabei, erste Erfahrungen zu sammeln und eine fundierte Berufswahl zu treffen. Gleichzeitig können Betriebe potenzielle Auszubildende kennenlernen und für sich gewinnen.

Beide Berufe zeigen für mich exemplarisch, dass das Handwerk nicht nur Tradition bewahrt, sondern auch zukunftsorientiert agiert – sei es durch innovative Ausbildungsansätze oder den Einsatz moderner Technologien.

Mitgliederversammlung der Aktion PiT Togohilfe mit Technikeinsatz

26. September 2024

Ohne Ehrenamt funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Ich engagiere mich beispielsweise in der Aktion PIT Togohilfe, u.a. weil das Thema Migration aktuell im politischen Populismus untergeht und Menschen auf der Strecke bleiben. Seit Jahren engagiert sich die Organisation in westafrikanischen Togo mit Patenschaften, Gesundheitsprojekten, Brunnenbauen, Schulspeisungen, Ausbildung, damit die Afrikaner ihr Land aufbauen.

Jetzt war die Mitgliederversammlung samt Neuwahlen. Die Ämter sind fast alle gleich geblieben, nur der Vorstandsposten des verstorbenen Altbürgermeisters von Maisach Gerhard Landgraf wurde ersetzt. Ich darf auch wieder dem Vorstand um Margret Kopp angehören. Danke für das Vertrauen.

Informationen über die Aktion PIT Togohilfe gibt es auf der Website. Aber ich will über die Vorstandswahlen kurz berichten, denn sie waren in dieser Form für den Verein etwas neues. Der stellvertretende Vorsitzende Andy Kopp weilt derzeit bis Dezember in Togo, um die Projekte zu betreuen und neue Togoreisen auf die Beine zu stellen. Wir haben ihn via Zoom in unsere Mitgliedersammlung dazu geschaltet und somit eine hybride Mitgliederversammlung daraus gemacht. Ein erkrankten Mitglied war auch via Zoom dabei und unser afrikanischer Partner Dr. Michel Kodom von Aimes-Afrique war auch dabei uns sprach ein Grußwort.

Das Besondere: Wir setzen meine 360 Grad Konferenzkamera KanDao Meeting Pro 360 ein. Hier konnten die zugeschalteten Teilnehmer der Mitgliederversammlung alle Besucher der der Veranstaltung im lokalen Gasthaus zur Post in Fürstenfeldbruck sehen.

Die Faszination einer 360-Grad-Konferenzkamera wie der KanDao Meeting Pro 360 liegt in ihren innovativen Eigenschaften, die das virtuelle Zusammenarbeiten maßgeblich verbessern. Durch die umfassende Rundumsicht erfasst die Kamera den gesamten Raum ohne tote Winkel, sodass alle Teilnehmer unabhängig von ihrer Position optimal dargestellt werden. Dies schafft ein immersives Erlebnis, bei dem sich die Teilnehmer am virtuellen Tisch stärker eingebunden fühlen, da sie eine realistische und vollständige Sicht auf alle Anwesenden haben.

Die einfache Einrichtung und Bedienung sind für mich weitere Merkmale der KanDao Meeting Pro 360. Dank Plug-and-Play-Funktionalität lässt sich die Kamera mühelos in bestehende Konferenzsysteme integrieren, ohne dass komplizierte Installationen erforderlich sind. Die benutzerfreundliche Oberfläche ermöglicht zudem eine intuitive Steuerung und einfache Handhabung, selbst für weniger technikaffine Nutzer. Die Integration mit Zoom ist simple – einfach als Kamera auswählen.

Hochwertige Bild- und Tonqualität tragen ebenfalls zur Faszination dieser Konferenzkamera bei. Mit einer 4K-Auflösung liefert sie klare und scharfe Bilder, die für eine professionelle Präsentation und Kommunikation unerlässlich sind. Die räumliche Audiotechnologie, bestehend aus integrierten Mikrofonen und Lautsprechern, erfasst und gibt den Ton in 360 Grad wieder, wodurch eine natürliche Gesprächsatmosphäre geschaffen wird. Um die Kommunikation von Deutschland mit Afrika zu intensivieren, werden wir die Technik verstärkt einsetzen. Vielleicht schaffen wir eine Kamera auch mal nach Togo, damit Zuseher einen noch besseren Eindruck von diesem Land bekommen.

Ehrenamtliches Engagement ist wichtig

Ich habe mir überlegt, ob ehrenamtliches Engagement wichtig ist. Meine ganze Familie hat ehrenamtliche Jobs. Für mich ist es ein wichtiges Zeichen in der Demokratie. Zuviele Leute schreien mir nach einen übergeordneten Staat, der ihr Leben richten soll.

Ehrenamtliche Tätigkeit ist wichtig, weil sie das gesellschaftliche Miteinander stärkt und Gemeinschaften unterstützt. Freiwillige tragen dazu bei, soziale Probleme zu lindern, benachteiligten Gruppen zu helfen und lokale Projekte voranzutreiben. Darüber hinaus fördert ehrenamtliches Engagement persönliche Weiterentwicklung, indem es Fähigkeiten wie Teamarbeit, Kommunikation und Empathie verbessert. Es schafft zudem ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Sinns, sowohl für die Freiwilligen als auch für die Empfänger ihrer Hilfe. Insgesamt leistet ehrenamtliche Arbeit einen wertvollen Beitrag zur sozialen Stabilität und zum Wohlbefinden der Gesellschaft.

Marketing: QR-Codes helfen gegen Fachkräftemangel

21. Januar 2013

Der Mittelstand leidet unter mehr und mehr unter Fachkräfte- und Nachwuchsmangel. Offene Stellen und Ausbildungsplätze können nicht besetzt werden. Jetzt gilt es zu handeln. Eine einfache und effektive Möglichkeit des Marketings empfehle ich meinen mittelständischen Kunden: Werbung auf dem Kassenzettel.

Vom Grundsatz gut, kann aber noch verbessert werden.

Vom Grundsatz gut, kann aber noch verbessert werden.

Neulich habe ich beim Frühstücken diese Werbeform wiederentdeckt, aber leider wurde sie nicht zu Ende gedacht. Beim Frühstücken in einem XXXL Lutz Möbelmarkt wurde auf dem Kassenzettel für eine Ausbildung als Fachkraft zur Systemgastronomie geworben. Zudem wurde eine E-Mail-Adresse genannt, an die ich meine Bewerbung richten soll. Grundsätzlich nette Idee, aber nicht rund. Viele Leute, ich eingeschlossen, wissen nicht mal, was eine Fachkraft zur Systemgastronomie überhaupt macht. Ich hätte mir mehr Infos über den Beruf, die Ausbildung, die Aufstiegschancen und natürlich über das Gehalt gewünscht. Dafür ist natürlich auf dem Kassenzettel kein Platz.

Hier kommt der QR-Code ins Spiel. Ich kann für die offene Stelle werben und leite die interessierten Bewerber mittels QR-Code oder Webadresse auf eine vorher eingerichtete und optimierte Landingpage. Hier finden sich für die gewünschten Informationen, natürlich optimiert für mobile Endgeräte. So kann ich tracken, was von den potentiellen Bewerber angeschaut wird und wo es gegebenenfalls noch Verbesserungsbedarf gibt. Hier gibt es dann Videos über den Beruf, den Betrieb und die Kollegen. Natürlich die Bewerbungsmöglichkeiten nicht vergessen.

Das Ganze ist nicht teuer, aber ein schönes Marketingtool für den Mittelstand. Einfach und effektiv oder große Agenturleistung.

 

Bitte mitmachen: Studie zum Masterstudiengang

6. August 2011

Das Thema Ausbildung liegt mir sehr am Herzen. Seit Jahren engagierte ich mich in der Aus- und Fortbildung in den Medien, halte Seminare und Vorlesungen, schreibe Artikel und Bücher und vermittele Praktikantenplätze. Auch viele meiner Kunden buchen mich, wegen meiner Kompetenz im Bereich Aus- und Fortbildung.

Mit der Einführung von Bachelor und Master ist es für viele Studenten und auch Hochschulen allerdings schwieriger geworden. Den Bachelor bekommen die Unis, FH, Hochschulen hin – bei der Ausbildung zum Master gibt es meiner Erfahrung nach noch Probleme. Um  dieses Problem in den Griff zu bekommen, gibt es eine Umfrage des MedienCampus Bayern, an dem nicht nur Bayern teilnehmen dürfen. Meine Aufforderung: Bitte macht bei dieser Umfrage mit, teilt sie in eure sozialen Netzwerken, so dass wir eine hohe Basis an Teilnehmern bekommen. Ich habe an dieser Umfrage mitgearbeitet und möchte, dass sie ein Erfolg wird.

Der MedienCampus Bayern startete Anfang August eine Befragung von Bachelor-Studierenden im Medienbereich. Ziel der Umfrage ist es herauszufinden, wie viele Studenten im Anschluss an ihre erste Hochschulausbildung einen Master daraufsetzen und wie viele direkt in die Medienbranche einsteigen möchten. Die Ergebnisse sollen die Hochschulen und Universitäten bei ihren Planungen unterstützen und die Wirtschaft über die Wünsche der Studierenden informieren.

Studenten aus allen Medienbereichen (Journalismus, Medientechnik/Informatik, Medienmanagement, Design und Film) werden gebeten, sich an der Befragung zu beteiligen. Diese dauert rund fünf Minuten. Die Ergebnisse werden auf den Medientagen München am Mittwoch, 19. Oktober 2011, um 13.00 Uhr vorgestellt (Messe München-Riem, MedienCampus-Areal).

Also nochmals meine Bitte: Mitmachen und weitergeben