Posts Tagged ‘Nachhaltigkeit’

30.000 Bäume für Togo – ein paar fehlen noch

29. April 2021

Ein paar Bäume fehlen noch, bis die Togowald-Challenge geschafft ist. Bis zum 30. April, dem Welttag des Baumes, will die Aktion PiT Togohilfe in dem afrikanischen Land 30.000 Bäume pflanzen. Stand 28. April: Es fehlen noch knapp 2000 Bäume, um die Aktion erfolgreich abzuschließen. Pro Baum werden 2 Euro benötigt. Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Website des Vereins.

Vor kurzem durfte ich im Auftrag der Hanns-Seidel-Stiftung ein interessantes Webinar mit den beiden Vorsitzenden von Aktion PiT Togohilfe Margret und Andy Kopp durchführen, bei dem sie das wichtige Thema Nachhaltigkeit unter einem anderen Gesichtspunkt darstellten. Auch die Togowald-Challenge war in dieser Online-Schulung ein Thema und spontan erklärten sich verschiedene Seminarteilnehmer bereit zu spenden. Wow, so etwas hatte ich noch nie erlebt.

Pro Baum wird die geringe Summe von 2 Euro benötigt. Auch kleine Beträge. Meine Familie hat sich freilich auch beteiligt. Selbst habe ich Togo früher schon einmal besucht, war mehrmals in Afrika als Tourist und Journalist. In Togo führte ich u.a. ein Interview mit dem damaligen Machthaber General Gnassingbé Eyadéma.
Togo zählt zu den ärmsten Ländern des schwarzen Kontinents und die Aktion PiT Togohilfe leistet mit ihrem Engagement eine eindrucksvolle Arbeit. Die Bewohner im afrikanischen Togo werden durch Seminare, Rundfunk- und Fernsehspots für den Zusammenhang zwischen Waldvorkommen und Klima sensibilisiert, damit sie besser verstehen, warum sich das Klima für ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten verschlechtert und was sie selbst tun können, um dieser negativen Entwicklung entgegen zu wirken. Das Gesamtprojekt beinhaltet Schulungen der Verantwortungsträger wie Landräte, Bürgermeister und Dorfchefs, die Information der Landwirte zu nachhaltiger Waldbewirtschaftung, die Modernisierung holzsparender Holzköhlerei bis hin zu so konkreten Maßnahmen wie der Einrichtung verbesserter Kochstellen anstelle der derzeit üblichen offen Feuerstellen in den Haushalten. Und natürlich gehört zum Gesamtpaket, das durch das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit mit 75% der Kosten gefördert wird, das Wiederaufforsten von 30.000 Bäumen, die große Togowald-Challenge.

Im Moment sind Margret und Andy Kopp in Togo und bereiten die Pflanzungen vor. In meinem HSS-Webinar gaben auch einen Einblick in das Modellprojekt Dorfentwicklung mit 10 Dörfern in Togo, für das der Verein 2018 sogar mit dem ersten Preis des Bayerischen Eine Welt-Preises ausgezeichnet wurde. In allen 10 Dörfern wurde für ausreichend Schulräume, Gebäude für die Schulkantine und den Zugang zu guter medizinischer Versorgung gesorgt. In allen 10 Dörfern wurden Projektmanager und Jugendgruppenleiter ausgebildet, die in Eigeninitiative die Aktivitäten vor Ort organisieren.

In Instagram lassen sich die Aktionen in Togo derzeit verfolgen. Und ich hoffe, dass die 30.000 Bäume zusammenkommen und wir die symbolische Pflanzung sehen können.

UPDATE vom 30. April 2021: Die 30.000 Baumspenden wurden geschafft. In den vergangenen Stunden gingen nochmals Spenden ein und die gesetzte Hürde wurde geschafft. Vielen, vielen Dank.

LaCie Vegetal Sleeve: Öko-Laptophülle gegen mein schlechtes Gewissen

11. Mai 2010

LaCie Vegetal Sleeve ist 100 Prozent Öko und sieht cool aus.

LaCie Vegetal Sleeve ist 100 Prozent Öko und sieht cool aus.

Green IT ist ein schöner und erträglicher Geschäftszweig. Es ist ein gutes Gefühl bei all der Rechnerpower im beruflichen Einsatz die Umwelt nicht so massiv zu schädigen. Wobei wenn ich mir alleine den Stromverbrauch meiner Grafikkarten beim Rendern anschaue, wird mir ganz anders. Also heißt es, mein schlechtes Gewissen etwas zu beruhigen. Und nachdem mal wieder eine Laptophülle für das MacBook Pro fällig ist, suchte ich mir ein komplett grünes Produkt. Es musste zwei Voraussetzungen erfüllen: 100 Prozent Öko sein, aber keinesfalls wie 100 Prozent Öko aussehen, schließlich arbeite ich für die Design- und Beautybranche. Da kommt mir das LaCie Vegetal gerade recht. Die Schutzhülle erfüllen ihren Zweck, sehen gut aus und liegen voll im Öko-Trend.

Die Schutzhüllen bestehen aus in Europa gewebten Materialien pflanzlichen Ursprungs und werden im Nachbarland Frankreich genäht. Zur Reduzierung der CO2-Emissionen werden sie nur in Europa vertrieben. Also die Amerikaner haben das Nachsehen – die halten trotz Obama ihre Umweltauflagen nicht ein. Aber zurück zum LaCie Vegetal. Die Schutzhüllen haben eine Außenseite aus Leinen, ein Futter aus Bambusfasern und eine viskoelastische Schaumstoffpolsterung auf Soja-Basis. Sie schützen die Festplatte oder das Laptop vor Stößen und Erschütterungen. Zur Verlängerung ihrer Lebensdauer können sie bei 30 °C in der Waschmaschine gewaschen werden. Die Verpackung der Schutzhüllen besteht zu 100 % aus Recyclingmaterial.

LaCie entwickelte die Vegetal Sleeve in enger Zusammenarbeit mit Biolap, Experten in Sachen Öko–Design. Das französische Unternehmen ist ein Pionier für pflanzliche und nachhaltige Taschen für Laptops. Die Firma wurde im Juli 2008 von zwei Teilhabern gegründet: Jean Michel Duivon und Fabienne Le Hénaff. Biolap-Produkte sind das Ergebnis von 18 Monaten Forschung und Entwicklung und mir gefallen sie.

Die LaCie Vegetal Sleeve wurde für umweltbewusste Konsumenten entworfen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Die Schutzhüllen sind für 2,5“ Festplatten sowie für 10″-, 13″-, 15″- und 17″-Laptops erhältlich. Und für 30 Euro aufwärts sind die im normalen Preisrahmen für hochwertige Laptopschutzhüllen.

Sicheres Geld in der Zukunft

5. Dezember 2008

Wenn ich zu meiner örtlichen Sparkasse hintrabe und meine Kröten dort abliefere, da fällt mir immer ein Plakat auf. Da ist der lokale Sparkassenchef abgebildet und darunter steht: „Bei uns ist Ihr Geld sicher: heute und in Zukunft.“ Das will ich mal glauben und ich hoffe, dass wir alle die Finanzkrise in den Griff bekommen.

Im ARD-Morgenmagazin war neulich eine Umfrage zu sehen, dass 8 Prozent der Bundesbürger fordern, die Banken zu verstaatlichen. So weit würde ich nicht gehen, aber es muss sich was ändern: Das Ganze BASEL 1- und BASEL 2-Geschwätz ging mir auf den Geist. Rankingagenturen haben sich doof verdient und Mut zur Selbstständigkeit wird genommen. König Excel regiert.

Klar, Controlling muss sein, Planung muss sein, doch wie hatte es Roman Herzog mal ausgedrückt: „Es muss ein Ruck durchs Land gehen.“ Und es kann nicht sein, dass Banker ungestraft davon kommen, wenn sie Mist bauen. Wenn Leute ihr Geld, ihr gesamtes Hab und Gut verlieren, dann gibt es dafür Schuldige. Das hat nichts mit Verstaatlichung zu tun. Aber etwas mehr mit Ehrlichkeit. Ich hoffe, dass mehr in Nachhaltigkeit (blödes Wort) investiert wird. Banken müssen mehr konkrete Arbeit und konkrete Produkte finanzieren. Das würde uns allen helfen.

Hier muss ein gesellschaftlicher Wandel einsetzen. Zockerei kann es nicht sein. Ich habe zum Beispiel mein Aktienpaket aus meinem iPhone genommen. Ich schau nicht mehr rein, um zu sehen, wie mein Portfolio steht. Der alte Kostolany hatte recht: „Spekuliere nur mit dem Geld, was du nicht brauchst.“