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PresseClub München: Slowenien setzt beim Gesundheitstourismus auf Natur, Individualität und Lebensqualität

2. Oktober 2026

Thermalwasser, medizinische Kompetenz, Bewegung, gesunde Ernährung und viel Natur: Bei einer Veranstaltung im PresseClub München präsentierte sich Slowenien als Gesundheits- und Wellnessdestination, die weit über den klassischen Kuraufenthalt hinausgehen will. Im Mittelpunkt steht zunehmend die Frage, wie Menschen ihre Gesundheit erhalten können, bevor Beschwerden entstehen.

Slowenien ist klein, doch gerade darin sehen die Tourismusverantwortlichen des Landes eine große Stärke. Zwischen Alpen und Adria, Wäldern, Weinregionen und Thermalquellen liegen oft nur kurze Wege. Diese Vielfalt soll künftig noch stärker für einen nachhaltigen Gesundheits- und Wellnesstourismus genutzt werden. Hier der komplette Vortrag als Video:

Bei einer Veranstaltung im PresseClub München unter dem Titel „Slowenien – Gesundheit und Wohlbefinden“ stellten Vertreter des slowenischen Tourismus und der Naturheilbäder ihre Konzepte vor. Rebeka Kumer Bizjak, Leiterin des Slowenischen Tourismusamtes in München, zeichnete zum Auftakt das Bild eines Landes, in dem Natur nicht nur Kulisse, sondern wesentlicher Bestandteil des touristischen Angebots ist.

„Slowenien ist ein Land faszinierender Kontraste“, erklärte Rebeka Kumer Bizjak. Alpenlandschaften, mediterrane Einflüsse, historische Städte, moderne Kultur, ausgezeichnete Gastronomie und eine ausgeprägte Thermaltradition lägen auf engem Raum beieinander. Gerade für Reisende, die Erholung mit Aktivität, Kulinarik und Kultur verbinden möchten, eröffne dies zahlreiche Möglichkeiten.

Eine besondere Rolle spielt dabei das Wasser. Slowenien verfügt über zahlreiche Thermal- und Mineralwasserquellen und eine lange Tradition der Naturheilbäder. Für Kumer Bizjak passt dies zu einem grundsätzlichen Wandel im Reiseverhalten. Gesundheit, Wohlbefinden und ein bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen würden für viele Gäste wichtiger. „Alles, was Sie hier erleben, kann Teil eines Weges zu mehr Wohlbefinden werden“, fasste sie den Anspruch zusammen.

Vom klassischen Kurort zum Gesundheitszentrum
Dass traditionelle Heilbäder keineswegs ein Auslaufmodell sind, machte Saša Požar, Leiterin des Verbandes der slowenischen Naturheilbäder, deutlich. Im Gegenteil: Der Boom von Gesundheitskliniken und sogenannten Longevity-Angeboten sei für die Thermen eher Chance als Konkurrenz.

„Kliniken bieten wichtige Diagnostik, moderne Technologien und personalisierte Programme. Heilbäder können aber etwas hinzufügen, das sich nicht einfach technisch herstellen lässt: Natur, natürliche Heilfaktoren, Ruhe und Wohlbefinden an einem Ort“, sagte Požar.

Entscheidend sei ein verändertes Gesundheitsbewusstsein. Menschen beschäftigten sich heute zunehmend mit ihrer Gesundheit, bevor sie krank würden. Sie wollten möglichst lange aktiv, leistungsfähig und selbstständig bleiben. Damit verändere sich auch die Funktion der Heilbäder. „Die Thermen entwickeln sich von Orten, die man besucht, wenn man krank ist, zu Orten, die man besucht, um gesund zu bleiben“, brachte Požar den Wandel auf den Punkt.

Gerade angesichts von Stress und hoher Belastung im Alltag gewinne dieser Ansatz an Bedeutung. Ein Aufenthalt solle nicht lediglich ein paar angenehme Tage ermöglichen. Ruhe, guter Schlaf, Bewegung, Naturerlebnisse und bewusste Ernährung könnten zusammenspielen. „Die Menschen brauchen Möglichkeiten, körperlich und mental wieder Kraft zu schöpfen, Zeit in der Natur zu verbringen und wieder zu sich selbst zu finden.“

Thermalwasser trifft medizinisches Wissen
Die besondere Stärke Sloweniens sieht Požar in der Verbindung natürlicher Ressourcen mit medizinischem Fachwissen. Auf einer Fläche von gut 20.000 Quadratkilometern finden sich Thermal- und Mineralwasser, Heilklima und weitere natürliche Heilfaktoren. „Natur allein reicht nicht aus“, betonte Požar. „Wenn wir sie aber mit dem Wissen unserer medizinischen Fachkräfte und mit unserer jahrhundertelangen Erfahrung verbinden, entsteht eine Kombination, die die slowenischen Heilbäder besonders macht.“

Zwölf slowenische Naturheilbäder gehören dem Verband an. Dabei gebe es bewusst kein einheitliches Konzept. Einige Einrichtungen konzentrierten sich stärker auf medizinische Anwendungen und Rehabilitation, andere auf Wellness, Prävention, Familien oder Aktivurlaub. Auch die jeweilige Landschaft präge das Angebot.

Ein Vorurteil möchte Požar dabei ausräumen: dass Thermal- und Heilbäder vor allem etwas für ältere Menschen seien. „Das ist ein überholtes Bild.“ Junge Gäste kämen inzwischen wegen Fitness, Gesundheitsvorsorge oder Digital Detox, Familien wegen gemeinsamer Erlebnisse und ältere Gäste, um ihre Mobilität und Gesundheit möglichst lange zu erhalten.

Gerade die Generation Z beschäftige sich teilweise früher mit Ernährung, Bewegung und Gesundheit als frühere Generationen. Wellness und Prävention seien damit längst keine Frage des Alters mehr. „Heilbäder sind nicht für alte Menschen. Sie sind für Menschen, die auf sich achten und möglichst gesund alt werden wollen.“

Drei Landschaften, drei Gesundheitswelten
Wie unterschiedlich solche Angebote aussehen können, erläuterte Jože Berus, Direktor der Terme Krka. Das Unternehmen verbindet mehrere Standorte, die auf einer gemeinsamen Gesundheitsphilosophie basieren, landschaftlich und inhaltlich jedoch unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Dolenjske Toplice gehört zu den traditionsreichen Thermalorten Sloweniens und liegt in einer waldreichen Umgebung. Ruhe, Erholung und medizinische Anwendungen stehen hier im Mittelpunkt. Šmarješke Toplice verbindet Gesundheitsangebote stärker mit Bewegung und verfügt unter anderem über einen Schwerpunkt im Herz-Kreislauf-Bereich. An der Adriaküste wiederum nutzt das Talaso Strunjan die natürlichen Bedingungen des Meeres für Thalassotherapie.

„Die Philosophie ist ähnlich, aber die Natur ist jeweils eine andere“, erklärte Berus. „Wir haben Wald, Hügellandschaft und Meer.“ Genau diese Umgebung werde gezielt in die Programme einbezogen.

Dabei spielen medizinische Fachkräfte weiterhin eine zentrale Rolle. Ärzte, Physiotherapeuten, Ernährungsberater und Sportexperten arbeiten gemeinsam an individuell abgestimmten Angeboten. Neben Behandlung und Rehabilitation gewinnt die Prävention an Bedeutung.

Auch das Sicherheitsgefühl sei insbesondere für ältere Gäste wichtig. Medizinische Teams vor Ort könnten ihnen ermöglichen, einen Urlaub zu genießen und gleichzeitig zu wissen, dass im Bedarfsfall professionelle Hilfe vorhanden ist.

Gesundheit geht auch durch den Magen
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist für Berus die Gastronomie. „Essen ist eine der wichtigsten Säulen der Gesundheit. Und wenn wir reisen, erinnern wir uns oft besonders an das, was wir gegessen haben.“

Deshalb setze Terme Krka möglichst auf regionale Rohstoffe und frisch zubereitete Speisen. Industriell vorgefertigte Lebensmittel seien weitgehend aus den Küchen verbannt worden. Je nach Gesundheitsprogramm könnten zudem individuelle Ernährungspläne entwickelt werden, beispielsweise für Menschen mit Diabetes, Zöliakie oder besonderen gesundheitlichen Zielen.

Wichtig sei dabei, dass gesundes Essen nicht nach Verzicht schmecke. „Das Essen muss nicht nur gesund sein, sondern auch gut schmecken. Die Gäste sollen es genießen.“ Idealerweise endet ein Gesundheitsaufenthalt deshalb nicht mit der Heimreise. Die Gäste sollen Wissen über Ernährung, Bewegung und einen gesundheitsbewussteren Lebensstil mitnehmen und in ihren Alltag integrieren können.

Individuelle Programme statt Wellness von der Stange
Dieser Ansatz zieht sich durch viele Angebote. Ärzte, Ernährungsfachleute, Physiotherapeuten, Sporttrainer und Köche sollen nicht nebeneinander, sondern gemeinsam arbeiten. Wandern und Radfahren, Thermalwasser und Massagen, medizinische Untersuchungen, Entspannung und Ernährung werden miteinander verbunden.

„Es geht darum, alle Bereiche unseres Lebens zusammenzubringen“, erklärte Berus. Ziel seien zunehmend maßgeschneiderte Programme statt standardisierter Wellnesspakete. Genau darin sieht auch Požar die Zukunft der Branche. In fünf oder zehn Jahren werde Wohlbefinden weniger ausschließlich mit Verwöhnen und klassischer Wellness verbunden sein. „Der Schwerpunkt wird stärker auf langfristiger Gesundheit liegen – auf Angeboten für Menschen, die gesund bleiben wollen.“

Slowenien bringe dafür gute Voraussetzungen mit: natürliche Heilfaktoren, medizinische Kompetenz und eine Thermaltradition, die teilweise Jahrhunderte zurückreiche.

Kein Massentourismus als Zukunftsmodell
Für Berus ist klar, dass Slowenien im Gesundheitstourismus nicht über Masse wachsen sollte. „Wir sind ein kleines Land mit rund zwei Millionen Einwohnern. Unser Weg kann nicht der Massentourismus sein.“

Statt immer größere Anlagen zu errichten und möglichst viele Gäste aufzunehmen, gehe es darum, die Qualität bestehender Angebote weiterzuentwickeln. „Unsere Vision sind individuelle Programme und hochwertige Leistungen mit einem Mehrwert für den Gast.“

Požar sieht gerade in der überschaubaren Größe Sloweniens einen Vorteil. Die Entfernungen seien kurz, sodass sich ein Aufenthalt in einer Therme problemlos mit Kultur, Gastronomie, Natur oder einem Ausflug ans Meer verbinden lasse. Gesundheitstourismus müsse deshalb nicht bedeuten, eine Woche ausschließlich innerhalb einer Thermalanlage zu verbringen. „In Slowenien ist alles nah beieinander“, sagte Požar. „Wer in ein Heilbad kommt, kann gleichzeitig Städte kennenlernen, die Landschaft erleben oder ans Meer fahren. Es gibt weit mehr zu entdecken als nur das Spa-Programm.“

Damit formuliert Slowenien einen Anspruch, der über klassische Wellness hinausgeht. Der Aufenthalt soll Erholung bieten, zugleich aber Anregungen für den Alltag liefern. Gesundheit wird dabei als Zusammenspiel von medizinischer Kompetenz, Bewegung, Ernährung, Natur und mentaler Erholung verstanden.

Oder, wie es bei der Präsentation in München immer wieder anklingt: Der moderne Kurgast soll nicht erst kommen, wenn etwas nicht mehr funktioniert. Er soll kommen, damit es möglichst lange gut funktioniert.

Weiterbildung als Erfolgsrezept: Warum das Zentrum für Gesundheit Dombo auf neue Impulse setzt

14. Juli 2026

Stillstand ist für Norman Dombo keine Option. In der neuen Folge des Podcasts „Dombo bewegt“ spricht der Inhaber des Zentrums für Gesundheit Dombo in Maisach mit Matthias J. Lange über Weiterbildung, Messebesuche, medizinische Entwicklungen und die Frage, was Patientinnen und Patienten konkret davon haben, wenn ein Unternehmen fachlich am Ball bleibt.

Für Dombo gehört Fortbildung fest zum Selbstverständnis seines Betriebs. „Wir machen eigentlich eine ständige Fortbildung“, sagt er. Dabei gehe es um verschiedene Ebenen: medizinische Weiterbildung, fachlichen Austausch, neue Geräte, wissenschaftliche Entwicklungen und die Frage, welche Angebote Patientinnen und Patienten tatsächlich weiterbringen. Besonders in der Physiotherapie seien Fortbildungen notwendig, auch weil Krankenkassen entsprechende Nachweise verlangten. Doch Dombo macht deutlich: Weiterbildung ist für ihn nicht nur Pflicht, sondern Haltung.

Ein aktueller Anlass war der Besuch der Fachmesse „Therapie“ in München. Erstmals fand diese nicht auf dem Messegelände in Riem, sondern im MOC statt. Für das Zentrum für Gesundheit Dombo war der Messebesuch ein besonderer Tag: Die gesamte Mannschaft wurde eingeladen, Praxis und Trainingsbereich blieben geschlossen. „Es gab hier keinen Betrieb, aber wir konnten uns alle informieren“, berichtet Dombo. Das Team verteilte sich auf der Messe, sammelte Eindrücke und brachte neue Impulse zurück nach Maisach.

Solche Impulse haben im Zentrum für Gesundheit Dombo schon mehrfach konkrete Folgen gehabt. Dombo nennt unter anderem den strahlenfreien Rückenscan, den Skillcourt und Cupping. Viele dieser Angebote seien aus Fortbildungen, Kongressen oder Messebesuchen entstanden. „Das sind für uns dann Alleinstellungsmerkmale, mit denen wir hier natürlich unser Angebot erweitern“, erklärt er. Es gehe darum, das Leistungsspektrum sinnvoll auszubauen und den Patientinnen und Patienten moderne, wirksame Methoden anbieten zu können.

Besonders interessiert zeigte sich Dombo auf der Messe an der stochastischen Resonanztherapie. Mit dieser Methode hatte er sich bereits vor mehr als 20 Jahren beschäftigt. Inzwischen habe sie sich deutlich weiterentwickelt. „Das war für mich unter anderem das Interessanteste, was an der Messe geboten wurde“, sagt Dombo. Entscheidend sei für ihn aber nicht der Neuigkeitswert allein, sondern die Wirkung. „Messbar erfolgreich, das ist immer das, was wir hier auch immer machen wollen.“

Genau dieser Anspruch zieht sich durch das gesamte Gespräch. Dombo betont, dass im Zentrum für Gesundheit Dombo evidenzbasiert und evaluiert gearbeitet werde. Es gehe nicht darum, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern um Angebote, deren Nutzen nachvollziehbar ist. „Wir wollen immer messen, dass das, was wir tun, hinterher auch zu Erfolg führt“, sagt er. Patientinnen und Patienten sollen sehen können, welche Entwicklung sie durchlaufen und welchen Weg sie in der Therapie oder im Training zurückgelegt haben.

Auch wirtschaftlich sieht Dombo Weiterbildung und Investitionen als wichtige unternehmerische Aufgabe. Gerade in schwierigen Zeiten dürfe ein Unternehmen nicht nur auf die Bremse treten. „In den schlechten Zeiten zu investieren, ist immer richtig“, sagt er. Wer dann nur spare, könne später schnell ins Hintertreffen geraten. Natürlich müsse Kapital vorhanden sein und verantwortungsvoll gewirtschaftet werden. Aber für Dombo ist klar: Wer vorne bleiben will, muss sich bewegen.

Neben fachlichen Informationen spielt für ihn auch das Netzwerken eine große Rolle. Messebesuche seien immer auch Begegnung, Austausch und Orientierung. „Für mich persönlich ist es extrem wichtig, zu wissen, was geht, was tun die anderen, wo gehen die Reisen hin“, sagt Dombo. Er sei in einem großen Netzwerk von Physiotherapeuten aktiv und stehe im Austausch mit Fachleuten, Ärzten und Wissenschaftlern. Besonders erwähnt er Prof. Dr. Klaus Baum von der Sporthochschule Köln sowie medizinische Kongresse und Symposien in München.

Auch der Kontakt zu Institutionen ist für das Unternehmen wichtig. Auf der Messe führte Dombo Gespräche mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege. Dabei geht es um Themen, die im Alltag eines Gesundheitsbetriebs eine große Rolle spielen: Zuständigkeiten bei Arbeitsunfällen, BG-Ärzte, Rezepte und Zulassungen. Das Zentrum für Gesundheit Dombo verfügt nach seinen Angaben über die Zulassung, auch Patientinnen und Patienten mit BG-Rezept behandeln zu dürfen.

Am Ende des Gesprächs wird deutlich, dass Weiterbildung für Norman Dombo mehr ist als ein Termin im Kalender. Sie ist Teil der Identität seines Unternehmens. Das Zentrum für Gesundheit Dombo will fachlich auf dem aktuellen Stand bleiben, neue Entwicklungen prüfen und sinnvolle Methoden in die Praxis bringen. „Waren wir und wollen wir sein und werden wir bleiben, garantiert“, sagt Dombo mit Blick auf den Anspruch, up to date zu sein.

Sein Fazit ist eindeutig: Wer sich nicht weiterbildet, bleibt stehen. Und Stillstand passt nicht zu einem Unternehmen, das Gesundheit, Bewegung und Entwicklung schon im Namen trägt.

Podcast: Bewegung trifft Gehirntraining: Wie der Skillcourt Therapie und Fitness verbindet

20. April 2026

Im Podcast „Dombo bewegt“ stellt Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit gemeinsam mit Matthias J. Lange den sogenannten Skillcourt vor – ein Trainingssystem, das weit mehr ist als ein gewöhnliches Fitnessgerät. Dombo beschreibt den Skillcourt als Instrument, das Bewegung und Denken miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die Förderung der visuellen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten, also genau jener Bereiche, die im Alltag wie auch in der Therapie von großer Bedeutung sind. Das System eignet sich nach seinen Worten für die Physiotherapie ebenso wie für Menschen mit Demenz, Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen. Gleichzeitig sei es aber auch für alle gedacht, die unabhängig vom Alter aktiv bleiben und neben dem Körper auch das Gehirn trainieren wollen – von Kindern bis ins hohe Alter.

Anders als bei einem Fernseher oder Bildschirm, vor dem man nur passiv sitzt, verlangt der Skillcourt ständige Aktivität. Auf einer markierten Fläche am Boden müssen die Nutzer auf visuelle Reize reagieren, bestimmte Felder anlaufen und Aufgaben lösen. Dabei geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Konzentration, Koordination und Denkleistung. Dombo nennt als Beispiel das neue Programm „Math Run“, bei dem Zahlen addiert werden müssen, während man sich über die Fläche bewegt. In den weiterentwickelten Varianten kommen auch Subtraktion, Multiplikation und Division hinzu. Damit werde das Training zunehmend anspruchsvoller und rege dazu an, körperliche und geistige Fähigkeiten gleichzeitig einzusetzen. Hier der Podcast:

Besonders wichtig ist Dombo, mit dem Vorurteil aufzuräumen, es handle sich bloß um ein spielerisches Unterhaltungsgerät. Gerade im Profisport werde der Skillcourt intensiv genutzt, betont er. Der Unterschied zum Spielzeug liege vor allem darin, dass die Anwendungen wissenschaftlich begleitet und an Universitäten untersucht worden seien. Nach seinen Worten sei nachgewiesen, dass sich Fähigkeiten durch dieses Training tatsächlich verbessern lassen. So wie man im Kraft- oder Ausdauertraining die Muskulatur stärken könne, lasse sich auch das Gehirn trainieren – und zwar bis ins hohe Alter. Hinzu komme, dass das System durch regelmäßige Updates ständig erweitert und verbessert werde.

Ein besonderes Highlight ist für Dombo der „Random Battle Run“, ein Wettkampfmodus, bei dem zwei Personen gleichzeitig gegeneinander antreten. Innerhalb von 15, 30 oder 60 Sekunden müssen möglichst viele farblich markierte Felder erreicht werden. Jeder Spieler bekommt dabei eine eigene Farbe zugewiesen. Entscheidend ist, dass sich kein festes Muster einprägen lässt, denn die Abläufe werden zufällig generiert. Genau das macht den Reiz und zugleich die Herausforderung aus. Dombo erzählt mit einem Augenzwinkern, dass er trotz seines Trainings dabei schon mehrfach verloren habe.

Zugleich betont er, dass das System keineswegs nur auf Tempo und Wettkampf ausgerichtet ist. Wer sich nicht schnell bewegen kann oder gerade in der Rehabilitation ist, kann mit anderen Programmen arbeiten, bei denen keine Zeitvorgabe im Vordergrund steht. Dort geht es etwa darum, Bewegungsabläufe neu zu erlernen, Schrittfolgen zu trainieren oder sich Symbole und Personen wieder besser einzuprägen. Gerade für Menschen mit beginnenden Gedächtnisproblemen oder neurologischen Einschränkungen eröffne der Skillcourt deshalb interessante Möglichkeiten. Die spielerische Gestaltung mit verschiedenen Levels motiviere zusätzlich und mache das Training abwechslungsreich.

Auf die Frage, wie die Resonanz sei, erklärt Dombo, dass der Skillcourt außerhalb des Leistungssports bislang noch vergleichsweise unbekannt sei. Profifußballer, Bundesligaspieler oder auch Teams aus der amerikanischen NFL arbeiteten längst damit, im Alltag vieler Menschen sei das System dagegen noch neu. Deshalb dürfe bei ihm jeder den Skillcourt zunächst ausprobieren. Mit einfachen Einstiegsübungen werde der Zugang erleichtert. Anfangs seien manche noch zurückhaltend, doch sobald sie die ersten Erfahrungen gesammelt hätten, sei die Begeisterung meist groß.

Bemerkenswert findet Dombo die enorme Altersspanne der möglichen Nutzer. Er zitiert dabei die Formel „von 6 bis 106“. Gerade Kinder könnten von einem solchen Training profitieren, weil in jungen Jahren wichtige neuronale Verbindungen geschaffen würden. Was in früher Kindheit an geistiger und motorischer Entwicklung versäumt werde, lasse sich später nur schwer aufholen. In diesem Sinn bezeichnet er den Skillcourt sogar als sinnvolles Geschenk für junge Menschen. Besonders erfreulich sei zudem, dass es mit dem „Skillcoach“ auch einen Online-Präventionskurs für Kinder und Erwachsene gebe, der von den Krankenkassen bezuschusst werde.

Am Ende des Podcasts überwiegt die Begeisterung deutlich. Der Skillcourt erscheint hier als modernes Trainingssystem, das Bewegung, Spiel, Therapie und geistige Herausforderung auf innovative Weise zusammenführt. Dombo lädt Interessierte ausdrücklich dazu ein, das Angebot selbst auszuprobieren, einen Termin zu vereinbaren und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. So endet die Folge mit einer offenen Einladung zum Mitmachen – und mit der Botschaft, dass Training eben nicht nur anstrengend, sondern auch motivierend und unterhaltsam sein kann.

Podcast: In Bewegung gegen die Angst – wie Physiotherapie Krebspatienten neue Kraft schenkt

18. Februar 2026

Im Podcast „Dombo bewegt“ spreche ich mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Maisach anlässlich des Weltkrebstages über ein Thema, das viele Menschen betrifft und oft sprachlos macht: Krebs – und die Zeit danach. Ausgelöst durch die Nachricht vom Tod einer engagierten Persönlichkeit wird deutlich, wie nah Krankheit, Verlust und Leben beieinanderliegen. Doch der Blick richtet sich bewusst nach vorn: auf das, was möglich ist, was stärkt und was hilft.

Physiotherapie spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie beginnt nicht erst nach einer überstandenen Erkrankung, sondern kann bereits während der Krebstherapie begleiten. Bewegung wird hier nicht als Leistung verstanden, sondern als behutsamer, individuell angepasster Weg zurück zu Kraft, Stabilität und Lebensqualität. Gerade Krebspatientinnen und -patienten sind häufig körperlich geschwächt, leiden unter Erschöpfung, Schmerzen oder der sogenannten Fatigue – einer tiefgreifenden körperlichen und seelischen Müdigkeit. Ohne gezielte Unterstützung droht ein weiterer Abbau.

Genau hier setzt die spezialisierte physiotherapeutische Betreuung an. Durch angepasstes Kraft- und Ausdauertraining, durch gezielte Mobilisation und achtsame Bewegung werden Stoffwechsel, Durchblutung und Lymphfluss angeregt. Muskeln übernehmen wieder ihre natürliche Pumpfunktion, der Körper kommt in Bewegung – und damit auch seine Selbstheilungskräfte. Studien belegen eindeutig: Menschen mit Krebserkrankungen, die in Bewegung bleiben, gewinnen Energie zurück, empfinden mehr Lebensfreude und erleben eine spürbare Verbesserung ihrer körperlichen und psychischen Situation.

Physiotherapie ist dabei weit mehr als Ablenkung. Sie ist aktive Nachsorge, gezielte Unterstützung und ein wichtiges Instrument, um dem Gefühl der Ohnmacht etwas entgegenzusetzen. Unter fachkundiger Anleitung, angepasst an die jeweilige Diagnose und den individuellen Zustand, entsteht ein sicherer Raum, in dem Betroffene wieder Vertrauen in ihren Körper fassen können. Die Lebensqualität steigt, Beschwerden nehmen ab – und mit jedem Schritt wächst das Gefühl, der Krankheit nicht ausgeliefert zu sein.

„Dombo bewegt“ macht deutlich, wie wichtig dieses Thema ist – nicht nur am Weltkrebstag, sondern jeden Tag. Die klare Botschaft lautet: In Bewegung bleiben. Für den Körper, für die Seele, für das Leben.

Tag der offenen Tür im Maisacher Zentrum für Gesundheit

10. Oktober 2025

Das Zentrum für Gesundheit in Maisach wird 30 Jahre alt und veranstaltet daher am Samstag 11. Oktober von 9 bis 15 Uhr einen Tag der offenen Tür in die Frauenstraße. Die Einrichtung von Barbara und Norman Dombo ist für mich der Spezialist für Physiotherapie, Rehabilitation, Prävention und medizinisches Training. Am Tag der offenen Tür lassen sich die verschiedenen Trainingsmethoden ansehen und werden fachlich erläutert.

Das Zentrum bietet ein breites Spektrum an therapeutischen Leistungen wie Krankengymnastik, manuelle Therapie, Massagen, Lymphdrainage sowie Wärme- und Kältetherapien. Ergänzt wird das Angebot durch gerätegestütztes Training mit modernen Systemen wie Milon und FIVE sowie durch diagnostische Verfahren, beispielsweise einen strahlenfreien Rückenscan. Ganz neu ist das Trainingsgerät Skillcourt. Es kommt nicht aufs Posen an, sondern auf Steigerung der Fitness.
Neben der Behandlung akuter Beschwerden legt das Zentrum großen Wert auf Prävention und langfristige Gesundheitsförderung. Die Leistungen können über gesetzliche und private Krankenkassen oder auf Selbstzahlerbasis in Anspruch genommen werden. Durch die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Partnerinstitutionen ist das Zentrum wissenschaftlich angebunden und überprüft regelmäßig die Wirksamkeit seiner Methoden. Es versteht sich als regionaler Partner für nachhaltige Therapie und gesundheitsorientiertes Training.

Skillcourt-Trainingsgerät in Maisach
Vor kurzem fand im Zentrum für Gesundheit in Maisach ein besonderer Abend statt: Olympiamedaillengewinner Edgar Itt war zu Gast und stellte das neue Skillcourt-Trainingsgerät vor. Auch der zweite Bürgermeister Roland Müller hieß den Ehrengast willkommen und würdigte die Offenheit des Zentrums für innovative Therapie- und Trainingsmethoden.

Edgar Itt, Bronzegewinner von Seoul 1988 über die 4×400-Meter-Staffel und heute europäischer Botschafter von Skillcourt, führte lebendig in das Thema „Vigomotorik“ ein – das Zusammenspiel von visuellen, kognitiven und motorischen Prozessen. Er machte deutlich, warum modernes Training das Gehirn immer mitdenken muss: Sehen, Verarbeiten, Handeln – wer sich sicher bewegen will, braucht schnelle, präzise Entscheidungen und eine gute Ansteuerung der Muskulatur. Anhand prägnanter Alltags- und Sportbeispiele spannte Itt den Bogen von Sturzprävention und Verkehrssicherheit bis hin zum Leistungs- und Rehasport. Zugleich erinnerte er an die Bedeutung von Muskelaufbau und geistiger Aktivität über die Lebensspanne hinweg – nicht als „Belustigung“, sondern als kontinuierliches Training. Seinen kompletten Vortrag gibt es hier.

Im praktischen Teil zeigte das Team, wie Skillcourt als fehlendes Bindeglied zwischen Physiotherapie und medizinischem Training arbeitet. Das bodenintegrierte 3×3-Feld erkennt mittels Lasertechnologie jede Schritt- und Gewichtsverlagerung, die große Konsole steuert Übungen und erfasst Messdaten; eine Kamera unterstützt die Diagnostik (z. B. Schulter-Winkel nach OP). Von Return-to-Walk und Return-to-Sport über Seh-, Reaktions- und Gedächtnisübungen bis zu Entscheidungs- und Orientierungsaufgaben: Die Programme passen sich dem Leistungsstand an, liefern unmittelbares Feedback und bleiben spielerisch – für Kinder ab etwa sechs Jahren, ambitionierte Sportlerinnen und Sportler, Reha-Patientinnen und -Patienten ebenso wie für Seniorinnen und Senioren. Damit ergänzt Skillcourt Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer im Zentrum ideal und macht Training messbar, motivierend und sicher.

Zum Abschluss informierte Norman Dombo vom Zentrum über ein konkretes Angebot: Über den § 20-Präventionskurs „SkillCoach“ (Online-Format über acht Wochen) können Teilnehmende die Methode strukturiert kennenlernen; die Krankenkassen erstatten in der Regel 75–100 % der Kursgebühr. Interessierten am Tag der offenen Tür erhalten zehn Monate Training auf dem Skillcourt im Zentrum. So setzte die Veranstaltung nicht nur einen inspirierenden Impuls, sondern markierte zugleich den Startschuss für ein neues Kapitel im Zentrum für Gesundheit Maisach – mit einem Tool, das Therapie und Training spürbar verbindet und Menschen jeden Alters dabei unterstützt, heute und morgen sicherer, leistungsfähiger und mit mehr Freude in Bewegung zu bleiben.

Olympiamedaillengewinner Edgar Itt präsentiert das Skillcourt-System

30. September 2025

Der frühere Spitzensportler und heutige Coach Edgar Itt präsentiert heute am Dienstag, 30. September um 18:00 Uhr im Maisacher Zentrum für Gesundheit Skillcourt-System. Mit dem Skillcourt arbeiten unter anderem die erfolgreichsten Profiteams der Welt aus der Fußball Bundesliga, der Premier League sowie NBA und NFL.

Das Skillcourt-Trainingsgerät ist ein digitales Trainings- und Diagnosesystem, das vor allem im Sport, in der Rehabilitation und im Gesundheitstraining eingesetzt wird. Edgar Itt gewann 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul die Bronzemedaille mit der 4×400-Meter-Staffel. Nach seiner aktiven Karriere etablierte er sich als Coach, Berater und Redner. Ich habe im Vorfeld der Veranstaltung ein Zoom-Call mit Edgar Itt und Norman Dombo vom Maisacher Zentrum für Gesundheit geführt.

Auf den ersten Blick sieht das Skillcourt-Trainingsgerät für mich als Laie wie ein großes Wii Balance-Board aus. Es handelt sich dabei um eine Art interaktiven Boden mit einer großen, begehbaren Fläche (vergleichbar mit einem Indoor-Spielfeld), die mit Sensoren, Lichtsignalen und Projektionen ausgestattet ist.

Der Skillcourt ist ein modernes Trainings- und Diagnosesystem, das Bewegung und Kognition miteinander verbindet. Herzstück ist eine interaktive Trainingsfläche, die mit Sensoren, Lichtsignalen und Projektionen ausgestattet ist. „Auf dieser Fläche führen Sportlerinnen und Sportler, aber auch Patientinnen und Patienten in der Rehabilitation, verschiedene Übungen aus, die Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit und geistige Flexibilität gleichzeitig fordern“, so Norman Dombo. Leiter des Zentrums für Gesundheit in Maisach.

Das Besondere am Skillcourt ist die Kombination aus körperlichem Training und kognitiver Herausforderung. Wer auf dem Feld steht, reagiert nicht nur auf visuelle und akustische Signale, sondern muss parallel Entscheidungen treffen und Bewegungen koordinieren. Dadurch entsteht ein sogenanntes „Dual Tasking“ – also die gleichzeitige Beanspruchung von Körper und Geist.

Eingesetzt wird der Skillcourt in ganz unterschiedlichen Bereichen. Im Leistungssport dient er dazu, Schnelligkeit, Orientierung, Koordination und taktisches Verhalten zu verbessern. In der Rehabilitation ermöglicht er ein gezieltes Training nach Verletzungen, insbesondere zur Wiederherstellung von Gleichgewicht und Bewegungsabläufen. Auch in der Gesundheitsprävention findet das System Anwendung, etwa um bei älteren Menschen Konzentration, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit zu fördern.

Die präzise digitale Erfassung von Bewegungen, Reaktionszeiten und Fehlern macht den Skillcourt zudem zu einem wertvollen Diagnoseinstrument. Trainerinnen, Therapeuten und Ärztinnen erhalten damit eine objektive Grundlage, um Fortschritte messbar zu machen und Trainingspläne individuell anzupassen.

Insgesamt verbindet der Skillcourt innovative Technologie mit praxisnahen Übungen und eröffnet damit neue Möglichkeiten für Sport, Therapie und Gesundheitsförderung.