Archive for the ‘3D’ Category

Jean-Michel Jarre: VR-Konzert Alone together – so geht Innovation

22. Juni 2020

Durch Corona leidet die Veranstaltungsbranche massiv. Konzerte fallen aus. Ich bin als Referent auch ein Opfer von Corona, aber auch als Konzertbesucher leide ich. Zwei Events wurden verschoben. Aufgrund der Ansteckungsgefahr halte ich aber die Maßnahmen für richtig.
Neue Wege gehe ich durch verstärkte Webinare. Und ich sehe auch, dass Künstler neue Wege beschreiten (müssen). Einen radikalen Weg eines Live-Konzerts ging der französische Elektronikkünstler Jean-Michel Jarre ein. Er übertrug am Sonntag abend live ein VR-Konzert ins Netz. Es war schlichtweg der Hammer, was der 71jährige da mit seinem Team auf die Beine gestellt hat. Unter dem Titel „Alone together“ wurde im VRChat ein Konzert vor Avataren gegeben, bei dem JMJ live spielte. Es war eine Weltpremiere, die in VR und 2D ausgestrahlt wurde, in Kooperation mit VRrOOm. Eine komplette virtuelle visualisiere Performance mit starker elektronischer Musik, obwohl ich als Purist natürlich gerne etwas von seinem Frühwerken gehört hätte. Aber es gab kein Equinoxe oder Oxygene – oder ich habe es in dem Techno-Gewitter der beiden Alben Electronica 1: The Time Machine und Electronica 2: the Heart of Noisenicht herausgehört.
JMJ zeigte mit dem Konzert, dass Musiker durch VR, augmented reality und künstlicher Intelligenz neue Wege gehen können – und wir sind noch lange nicht am Ende. Natürlich werden Puristen jetzt sofort schreien, dass Musiker auf die Bühne in einer Halle gehören vor Live-Publikum, aber so eine Haltung verweigert sich der Weiterentwicklung von Performance.

Ich war beim Konzert sprachlos. Die Avatare wie Frankenstein, Hamster oder Fuchs tanzten vor der virtuellen Bühne. Vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber durchaus nett anzusehen und eine Einladung zum Mittanzen. Die Musik dazu passte jedenfalls. JMJ betrat die Bühne, spielte an seinen Synthesizer und hinter ihm, um ihm veränderte sich die virtuelle Welt in Farben, Formen, Bewegungen. Ein LSD-Tripp ohne Drogen.
Zum Ansehen in VR brauchte das Publikum VR Headsets wie Oculus Rift, HTC Vive, Valve Index, Samsung Odyssey oder Windows MR. Leider war die Sony VR nicht kompatibel. Am Rechner konnte man es im VRChat ansehen, aber auch ganz konventionell in 2D in Facebook Live oder YouTube. Nach einer knappen Stunde war alles vorbei – es gab noch einen Chat mit den Avataren, aber ich war erst einmal geschafft.
Hier das Konzert bei Youtube – es beginnt bei Minute 25:40

Filmtipp: Onward: Keine halben Sachen von Pixar

10. März 2020
Der neue Pixar ist eine wahre Freude.

Der neue Pixar ist eine wahre Freude.

Ich mag die Pixar-Filme, weil sie eine Geschichte erzählen, tiefe, inhaltsreiche Geschichten. Anders wie viele Animationsfilme liefert Pixar neben technischen Raffinesse vor allem Tiefgang. Und daher ging mir das Herz auf, als ich den neuesten Pixar Onward: Keine halben Sachen im Kino ansah.
Onward steht in der Tradition von Coco, der eigenständige Pixar-Film des Jahres 2017. In Onward geht es um die beiden Elfen-Brüder im Teenager-Alter, die nicht glauben wollen, dass es in der Welt keine Magie mehr gibt. Also machen sie sich auf die Suche und haben ihren zum Leben erweckten Vater mit dabei. Onward lässt den Zuschauer lachen, mitfiebern und auch ein bisschen weinen, denn es ist eine zutiefst menschliche Geschichte, eingebettet in eine 103minütige Fantasy-Welt. Regisseur Dan Scanlon durfte zuvor 2013 Die Monster Uni inszenieren und er ist mit Onward gereift. Pixar und Disney gingen mit Toy Story 4 und anderen Franchise-Filmen auf Nummer sicher.
Dagegen bewegt sich Onward auf neuen Terrain. Dafür muss man den Verantwortlichen bei Pixar danken, dass die Kreativen dort Raum zur Entfaltung bekommen. Und in Onward gibt es eine Menge von diesem Entfaltungsraum mit allerhand Zitaten aus der Filmgeschichte. Back to the Future, Exorzist oder Kampf der Titanen seien nur als kleine, aber auffällige Beispiele genannt.
Ich habe die magische Reise unheimlich genossen, mich an die kleinen und großen Geschichten in der großen Geschichte erfreut. Und es zeigt sich, wie gut Filme funktionieren, wenn sich die Akteure auf einer Reise, auf einer Suche befinden. Es muss ein Rätsel gelöst werden und alle Spieler von Rollenspielen wie das schwarze Auge werden dem begeistert zustimmen. Nicht der direkte Weg führt zum Ziel, sondern Umwege. Und es zeigt sich bei Onward, dass Familiengeschichten das Herz berühren. Die Sehnsucht nach einer Familie ist Kern des US-amerikanischen Kinos und davon profitiert Onward.
Die Autoren des Films verbeugen sich vor der Tradition des US-Kinos und vor allem des Roadmovies. Wenn eine Unmenge von Polizeiwägen mit Blaulicht unsere Helden jagt, dann verbeugt sich Onward vor den Roadmovie Auf dem Highway ist die Hölle los oder Ein ausgekochtes Schlitzohr. Der Rockerfilm kommt vor und ich erwarte eigentlich Marlon Brando mit the Wild One. Aber dafür tritt der Vater als der Der Unsichtbare (The Invisible Man) von 1933 auf. Und wenn wieder ein Quest gelöst wird, wird der große Steven Spielberg mit Indiana Jones und der letzte Kreuzzug zitiert. Das Überschreiten der Schlucht oder die rotierenden Messer im Tunnel sind Indy Jones pur.
Onward: Keine halben Sachen ist ein absolutes Kino-Muss und für mich das Animationshighlight des Jahres. Pixar kann es eben.

Einsendestart zum animago AWARD 2018

18. April 2018

Obwohl ich schon lange nicht mehr unter Vertrag bin, mag ich den animago AWARD sehr. Es ist für mich einer der wichtigsten Preise aus dem Bereich Animation, visuelle Effekte, Visualisierung und Design. Vor Jahren war ich als Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION auch Projektleiter des animago AWARD und moderierte die Preisverleihung. 

Ich bin zwar nicht mehr in Verantwortung, habe aber noch viele Bekannte in der Branche und mag den Preis. Und jetzt gilt es wieder Beiträge für den animago AWARD 2018 einzureichen. Insgesamt zwölf Kategorien, die alle Disziplinen des CGI abbilden, sind ausgeschrieben. Die Teilnahme ist kostenfrei und bis 30. Juni 2018 möglich. Also, ihr Kreativen da draußen: Hintern hoch und Material einsenden.

Lang, lang ist es her als ich den animago AWARD moderierte.

Lang, lang ist es her als ich den animago AWARD moderierte.

Die Preisverleihung findet am 25. Oktober im Rahmen von animago AWARD & CONFERENCE (25./26. Oktober 2018) im Münchener Gasteig statt. Gleichzeitig sind die Medientage München und somit wird der Preis viele viele Medienmenschen erreichen. 

Die Kategorien

Unter den zwölf Kategorien, in denen das Fachmagazin DIGITAL PRODUCTION den animago AWARD ausgelobt hat, finden sich in diesem Jahr zwei neue Kategorien: Beste VR/AR/360°-Produktion  und Beste Kinoproduktion 

Beste VR/AR/360°-Produktion 

Es wird ein technisch herausragendes Projekt im Bereich Virtual Reality Experience, insbesondere mit Blick auf Interaktion, technischen Fortschritt und Innovation ausgezeichnet. Diesen Preis halte ich für sehr sehr wichtig. 

Beste Kinoproduktion 

Die Fachjury nominiert gemeinsam mit der Redaktion der DIGITAL PRODUCTION drei aktuelle und visuell ansprechende Kinoprojekte anhand von Gestaltung, Gesamteindruck und visueller Effekte. Der Preisträger wird via Public Voting ermittelt. 

Und die bewährten Kategorien: 

Beste Nachwuchs-Produktion (dotiert mit einem Preisgeld von 3.000 Euro durch die DIGITAL PRODUCTION) 

Bestes Still (Die Fachjury nominiert aus allen Still-Einsendungen drei Projekte, in einer öffentlichen Online-Abstimmung wird der Preisträger ermittelt). 

Beste Visual Effects 

Bester Kurzfilm 

Bester Charakter 

Bestes Game Cinematic 

Bestes Motion Design 

Beste Werbeproduktion 

Beste Visualisierung 

Sonderpreis der Jury 

Seit der Existenz des Wettbewerbs hat eine unabhängige Jury aus Experten der Bereiche Film, Entwicklung, Industrie und Postproduktion rund 24.000 Werke, eingesandt von Digital Artists aus fast 90 verschiedenen Nationen, gesichtet und bewertet. 

Also auf gehts und mitmachen. 

Ich druck dann mal mein Essen – 3D-Drucker für Lebensmittel

3. März 2018

Was passiert, wenn die Digitalisierung in die Gastronomie einzieht? An Tablets bei der Bestellung im Restaurant haben wir uns bereit gewöhnt, heute stelle ich mal ein 3D Food Printing System vor. Also: Essen aus dem 3D-Drucker.
Noch vor ein paar Jahren war 3D-Druck der letzte heiße Scheiß und ich habe mir auch einen MakerBot Replicator ausgeliehen und ein wenig herumexperimentiert. Wenn ich mir heute den Drucker-Markt ansehe, ist der große Durchbruch meines Erachtens noch nicht da, aber die Branche ist sehr interessant und faszinierend. Bei einer Ausstellung einer Steuerberatungsverenigung Ecovis in Regensburg habe ich einen Stand von Print2Taste gesehen. Hier wurde auf dem 3D-Drucker Procusini mit Marzipan 3D-Objekte gedruckt. Es gab je nach eingeladenen 3D-Modell Eule, Kaninchen, Auto oder ganz aufwändig einen Kopf von Albert Einstein. Mit vielen Infos über Dateiformate und Materialien konnte die Messehostess nicht dienen, also beschränkte ich mich aufs Zuschauen und die Reaktion der Zuschauer. Food-Printer hatte ich vor längerer Zeit mal an einer Uni gesehen, jetzt sah ich einen Essensdrucker das erste Mal im nichtwissenschaftlichen Umfeld. Es hat sich viel getan und auch das klassische Handwerk profitiert von der Digitalisierung.


Den Procusini 3.0 gibt es zwei Versionen, einmal für ein Filament, dann auch für zwei Filamente, also beispielsweise für Marzipan und Schokolade. Laut Hersteller Print2Taste, der in oberbayerischen Freising sitzt, seien weltweit über 200 Systeme im Einsatz: Zielgruppe sind Hotels, Catering, Konditorei und Event-Gastronomie. Bis ist mir also einen Essensdrucker zu Hause in die Küche stelle, ist es noch ein weiterer Weg, aber die ersten Schritte sind gemacht. Die Digitalisierung regt meine Fantasie an und ich bin begeistert, was diese digitale Welt noch bringen wird. Eines steht für mich fest: Die bisherige Welt ändert sich und dies ganz radikal.

Zurück zum Drucker: Der 3D-Drucker arbeitet im Grunde wie ein Spritzbeutel. Schicht für Schicht bringt er Lebensmittel automatisch und präzise in eine gewählte 3D-Form. Zu fein dürfen die Vorlagen nicht sein, denn das Filament wie Marzipan ist natürlich von der Konsistenz nicht so genau wie Plastik-Filament. Wie die Messehostess berichtete, gibt es von Print2Taste auch handliche 3D-Scanner, um selbst Objekte zu scannen und dann zu drucken. Leider war in Regensburg kein Scanner zum Ausprobieren vor Ort. Es ist wohl eine App mit der die 3D-Modelle erzeugt werden. Die Feinberechnung der Datei und Aufbereitung als Print-Datei erfolgt dann bei Print2Taste in Freising, was auch ein interessantes Geschäftsmodell ist und nichttechnische Kunden an das Unternehmen bindet. Ob ich aus Sketchup, Cinema4D, Max oder Maya selbst Objekte an den Drucker senden kann, wusste die Messehostess nicht, muss sie auch nicht. Wichtig ist die Idee, die dahinter steht: Ich kann individuelle Vorlagen erstellen und drucken.

Ich sprach mit Unternehmern, die auf diesem Steuerberatertag in Regensburg unterwegs waren. Vor allem die Produktionsmenge ab 1 macht das Thema 3D-Druck interessant. Für das Publikum selbst war es bei all den Steuerberatungsthemen eine coole Show und Abwechslung. Überall lag weiße Schokolade herum (wer isst denn ernsthaft weiße Schokolade), die mit dem Logo der Steuerberatervereinigung verziert wurde. Dieses Logo wurde auf die Schokolade durch den 3D-Drucker gedruckt, bzw aufgeschmelzt.

Auf weiße Schokolade (!) wurde ein Logo gedruckt.

Auf weiße Schokolade (!) wurde ein Logo gedruckt.

Filmtipp: Mein Nachbar Totoro

18. Februar 2018
Mein Filmtipp: Mein Nachbar Totoro - auch nach 30 Jahren immernoch schön.

Mein Filmtipp: Mein Nachbar Totoro – auch nach 30 Jahren immernoch schön.

Ich gestehe es: Ich hatte den Klassiker Mein Nachbar Totoro bisher nicht gesehen. Das sollte sich jetzt ändern, nachdem K2 auf dem Asien-Tripp ist. Da war es an der Zeit, Mein Nachbar Totoro auf Blu ray anzusehen, zudem der Film dieses Jahr seinen 30. Geburtstag feiert.
Bisher habe ich eine Vielzahl der Filme von Hayao Miyazaki gesehen und er hat mit seinem Studio Ghibli enormen Einfluss auf den Animationsfilm und ist für mich der Vater von Anime. Jeder Kreative von Pixar, den ich bisher gesprochen habe, fühlte sich von Hayao Miyazaki beeinflusst. In Toy Story 3 tritt sogar Totoro auf. Miyazakis Werk ist enorm bedeutend und so ist es ein absolutes Versäumnis den Film Mein Nachbar Totoro nicht gesehen zu haben. Ich schäme mich. Wenn bei dem Namen Hayao Miyazaki nicht der Groschen sofort fällt, dem sei nur die Anime-Serie Heidi genannt. Hier arbeitete Hayao Miyazaki 1974 als Zeichner für die 52 Teile mit. Die Zeichentrickserie Heidi war ein TV-Renner meiner Jugend.
Da ich mit dem Werk des großen japanischen Künstlers vertraut bin, erkannte ich bei Mein Nachbar Totoro die wiederkehrenden Motive. Die alte Kultur Japans in der Gegenwart, die Umwelt und Natur – hier natürlich in der wunderschönen Figur des Baumgeistes Totoro und seiner Familie.
Ich war von dem großen Totoro sofort angetan. Er ist ein gemütlicher Baumgeist, der nur von Kindern gesehen wird. Der große Totoro lässt Bäume wachsen und ist ein guter Kerl. Er war mir sofort in seiner Art sympathisch. Und auch die Buskatze oder Katzenbus ist eine wunderbare Idee. Sie fährt (?) mit ihren zwölf Beinen die menschlichen Kinder schnell von Ort zu Ort.
Der Film ist einfach stimmig und ist geeignet für die ganze Familie. Seine Erzählweise ist geradlinig. Die Figuren haben Charakter und besonders die Welt aus Kinderaugen ist sehr eindringlich gezeichnet. Er begeistert – was kann ein Film mehr leisten?
Auf der Blu ray ist noch ein Making of, dabei zeigt sich ein Synchronisationsfehler. Das Mädchen heißt im japanischen Original Satsuki, in der deutschen Fassung dagegen Saki. Den Grund weiß ich nicht und habe auch keine Infos über die Hintergründe. Gestört hat es mich nicht. Etwas stutzig dagegen hat mich das Gebet an den Kinderschutzgott Jizō gemacht, der in der deutschen Fassung Jesu heißt. Das passt nicht, stört aber nicht weiter.
Als Mein Nachbar Totoro zu Ende war, lehnten sich meine Frau und ich zurück und waren uns einig. Ein sehr schöner Film für die ganze Familie mit richtiger Aussage.
Der Film kam am 16. April 1988 in die Kinos und feiert dieses Jahr damit seinen 30. Geburtstag. Ich werde mich eine kleine Totoro-Figur als Kühlschrankmagnet zulegen und so den sympathischen Kerl immer vor Augen haben. Und ich habe meinen Bildschirmhintergrund vom iPhone mal in Totoro geändert.

 

Filmtipp: Guardians of The Galaxy 2

24. April 2017
Auf Einladung von Disney durfte ich den neuen Guardians of The Galaxy 2 vorab sehen.

Auf Einladung von Disney durfte ich den neuen Guardians of The Galaxy 2 vorab sehen.

Was soll man über einen Film schreiben, bei dem einer Art Sascha Lobo, eine grüne Frau, ein Waschbär und ein Stück Holz die Hauptrollen spielen? Guardians of The Galaxy 2 ist purer Trash, bunter, knalliger Trash, der ohne große Logik funktioniert. Die wahren Helden des Films sind für mich Weta, Trixter, Scanline und Cat Stevens.
Als ich mich im Kinostuhl zurücklehnte, gab ich die Logik und die Ernsthaftigkeit bei der Kinokasse ab und dachte zurück an meine Jugend. Als ich in den Siebzigern und Achtzigern auf dem Sofa in meinem Zimmer lag, die Füße verbotenerweise an den Wänden hochsteckte, schreckliche Musik hörte und Superhelden-Comics las. Auch hier spielte die Logik keine Rolle. Die Action der Helden war klar, die Dialoge fanden in Plattitüden statt und am Ende stirbt ein treuer Gefährte – fast so wie bei Lassie.
Das Konzept von Disney funktioniert noch immer. Der Humor im zweiten Teil ist vorhanden – wird vor allem von Kurt -Carpenter- Russell sowie Sylvester Stallone sowie einem unvermeidlichen David Hasselhoff geprägt – und von einem Stück Holz namens Groot. Dieser Groot mit seinem begrenzten Wortschatz ist für mich die sympathische Figur des Films und hatte bei der Pressevorführung des Films den meisten Applaus. Bei einer frühen Testvorführung in den USA erreichte der zweite Teil des Superheldenabenteuers übrigens den besten Wert in der Geschichte der Marvel Studios.
Dabei hätte die Technik im Film einen größeren Applaus verdient. Es wird richtig geklotzt mit bunten und schrillen Effekten. Die Story des draufgängerischen Peter Quill alias Star Lord und seiner Truppe exzentrischer Helden tritt zeitweise hinter den großartigen Effekten zurück. Einige dieser Effekte stammen aus Deutschland von Scanline und Trixter.

Die deutsche Visual-Effects-Schmiede Trixter verbindet bereits seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit den Marvel Studios. Doch mit Guardians of The Galaxy 2 findet die Kooperation einen Höhepunkt – denn es ist nicht nur der größte Einzelauftrag, den der Visual-Effects- und Animationsspezialist mit seinen Büros in Berlin und München seit der Gründung vor 19 Jahren durch Simone Kraus und Michael Coldewey erhalten hat. Mit Rocket Raccoon und Baby Groot durfte sich Trixter auch den Helden aus dem Marvel Cinematic Universe annehmen! Hierfür hat ein Team aus fast 200 Animatoren sowie Künstlern für digitale Spezialeffekte und Bildbearbeitung in mehr als 300 Einstellungen die beiden Kultcharaktere zum Leben erweckt. Dazu ersetzten sie die zuvor real inszenierten Schauspieler in einigen Sequenzen und erschufen auch verschiedene Hintergründe, die im Film absolut real aussehen.

Michael Coldewey im Jahre 2009 bei einem Interview mit mir. Damals war Hollywood ein Traum.

Michael Coldewey im Jahre 2009 bei einem Interview mit mir. Damals war Hollywood ein Traum.

Animationsregisseurin Simone Kraus betreute den Dreh im amerikanischen Atlanta vor Ort und versammelte dabei die besten Animatoren um sich. Innerhalb eines Jahres wurde das originale Realbild mit den bei Trixter in Deutschland entstandenen Bildelementen nahtlos und unsichtbar zusammengefügt. „Ursprünglich war Trixter für Trickfilme gegründet worden. Dass wir nun an solch großen Hollywood-Blockbustern mitarbeiten dürfen, ist ein Traum. Und, dass James Gunn uns seine Lieblinge wie Baby Groot und Rocket anvertraut, ist für mich immer noch kaum zu glauben“, so Michael Coldewey.

Sehr nett aber für mich als Retro, welche Rolle ein Sony Walkman im digitalen Zeitalter spielt. Die Musik eines Mixtape „Awesome Mix #2“ gibt es den Takt und Rhythmus im Film vor, wobei ich wieder feststellte, wie viele schlechte Musik in den Siebzigern und Achtzigern veröffentlicht wurde. Nur weil es alt ist, ist es nicht gut. Also der Kauf des Soundtracks scheidet für mich aus, aber Musik ist Geschmacksache. Einen Schenkelklopfer hatte ich als Apple-Fanboy dann doch. Dass Disney nun noch den Microsoft Zune für den Walkman ins Spiel bringt, dürfte Apple als Disney-Aktionär nicht viel kratzen. Unter Steve Jobs hätte es Ärger gegeben. Der Held Peter Quill setzt einfach auf die falsche Technik.
Wem der erste Teil von Guardians of The Galaxy gefallen hat, muss sich Teil 2 auch ansehen. Der Regisseur James Gunn wurde nicht ausgewechselt und kann die Atmosphäre des Films vom Teil 1 in Teil 2 retten, wobei mir es jetzt etwas zu pathetisch zuging.

Comic-Vollversorgung und GotG-Trading Card-Kollektion
Guardians of The Galaxy wurde im Jahr 2014 zu einem Überraschungserfolg in den Kinos. Kaum einer hatte damit gerechnet, dass ein nahezu unbekanntes Heldenteam des Marvel-Universums einen der Blockbuster des Jahres landen könnte. Doch der Film, der mit viel Witz und Action aufwartete, zündete wie eine Rakete. In der Folge des Filmerfolges schnellten in den USA und hierzulande auch die Verkäufe der GotG-Comic-Reihe, sowie der begleitenden Serien – vor allem die der beiden Fan-Lieblinge, dem waschbärenähnlichen Rocket Raccoon und Groot, dem Baumwesen – in die Höhe und zählen seitdem zu den Top-Comics im Marvel-Portfolio von Panini. Auch meine Kinder K1 und K2 interessieren sich dafür. Panini hat sich auf den galaktischen Hype jedenfalls bestens vorbereitet und bietet den Fans die Comic-Vollversorgung und eine sensationelle GotG-Trading Card-Kollektion.
Für jüngere Fans, die nach dem Kinobesuch mehr von ihren Helden haben wollen, bietet Panini ab dem 25. April die Guardians of the Galaxy-Trading Card-Kollektion. Sie können mit der 125 Karten (inklusive 25 Spezialkarten) umfassenden Kollektion alle Helden, Schurken, Raumschiffe und die besten Szenen aus dem Film sammeln. Die hochwertigen Karten können überall im Handel in Tüten mit jeweils sechs Karten (Preis pro Tüte 1,50 Euro) erstanden werden. Das Starterset mit zwei Tüten, einer Limited Edition Card und dem Sammelordner gibt es zum Preis von 8,95 Euro. Ich hoffe allerdings nicht, dass K1/2 dies brauchen, gegen die Comics hätte ich allerdings nichts.

Buchtipp: The Art of Sanjay’s Super Team

1. Juli 2016

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Der Pixar-Kurzfilm Sanjay’s Super Team ist der Vorfilm zu The Good Dinosaur, der in Deutschland seltsamerweise Arlo & Spot heißt. Böse Zungen behaupten, dass Sanjay’s Super Team das eigentliche Highlight ist als der Hauptfilm, der erste Filmflopp von 3D-Schmiede Pixar. So weit würde ich nicht gehen. Mit Gesamteinnahmen von 331,9 Millionen US-Dollar ist Arlo & Spot der Pixar-Film mit dem bis dato geringsten Einspielergebnis. Vor- und Hauptfilm müssen bei Pixar immer getrennt betrachtet werden und The Good Dinosaur werde ich zu anderer Zeit besprechen. Soviel nur: Für The Good Dinosaur brauchte ich einen langen Atem.


Jetzt aber zu The Art of Sanjay’s Super Team. Rund sieben Minuten dauert der Vorfilm Sanjay’s Super Team aus dem Jahr 2015 und der Film macht einfach Laune. Regie führte dabei Sanjay Patel. Der Film ist eine sehr persönliche Geschichte von Sanjay Patel, der wunderbar den Konflikt zwischen der traditionellen Hindu-Welt und modernen IT-Welt Indiens zeigt. Der Film basiert auf einen klassischen Vater-Sohn-Konflikt und trägt stark autobiografische Züge. Während der Sohn von Superhelden aus dem Fernseher träumt, meditiert der Vater und betet zu den Hindu-Göttern. Der Sohn findet die Hindu-Götter dagegen einfach langweilig und fantasiert sich moderne Helden in die verstaubte Götterwelt.
Meines Wissens zum ersten Mal erschien jetzt ein Art of-Buch zu einem Pixar-Vorfilm. Vielleicht macht es jetzt der Disney-Konzern zur Regel, um die Pixar-Fans zu melken. In diesem Fall habe ich kein Problem damit, denn das Buch zu The Art of Sanjay’s Super Team hat mir sehr gefallen. Es sticht aus der Art of-Reihe der Pixar-Bücher etwas heraus. Grund: Es bringt nicht nur starken visuellen Content, sondern liefert auch Erklärungs- und Erläuterungstexte. Gerade bei einem Animationsfilm will der Leser wissen, wie hier vorgegangen wird. Die einzelnen Produktionsschritte sind der breiten Masse unbekannt. Freilich verrät Pixar auch hier nicht seine Geheimnisse. Die Software Marionette und der Renderman leisten ganze Arbeit, aber durch die Lektüre der kleinen Texte versteht der Leser das Vorgehen der Artists. Wie wurden die Charaktere geschaffen? Welche Eigenschaften haben sie? Was bedeutet die Reduktion des Raumes?
Neben den beiden menschlich animierten Hauptdarstellern von Vater und Sohn haben wir auf der anderen Seite die Superhelden der Götterwelt- und der Gegenwart sowie deren bösen Gegenspieler. Der Film zeigt viel, wie Sanjay Patel aufgewachsen und sozialisiert wurde. Als in London geborenes Kind wuchs er in San Bernardino in seiner Familie von indischen Immigranten auf. Während die Welt seiner Eltern noch stark von der indischen Tradition geprägt war, spielte Sanjay Patel mit Actionfiguren und Transformers.

Er arbeitete jahrelang bei Pixar und drohte auszubrennen. Er arbeite als Animator bei Das große Krabbeln (1998), Toy Story 2 (1999), Die Monster AG (2001) und Ratatouille (2007) sowie Die Monster Uni (2013). Patel war müde, schlug aber dem Pixarchef John Lasseter die Geschichte vor und bekam prompt grünes Licht für einen Kurzfilm mit seiner Geschichte. 2012 starte er die Arbeit an seinem Film. Sanjay Patel, der eben noch alles bei Pixar hinwerfen wollte, kniete sich voll in sein Projekt hinein und leistete ganze Arbeit. Sein Film wurde 2016 für einen Oscar in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm nominiert, erhalten hat er ihn aber nicht.

Digitalisierung: Museen der Gegenwart und Zukunft

22. Mai 2016

Ich sehe begeistert die ersten Ansätze von Museen der Zukunft. Mit virtuellen Führungen, Hologramm-Darstellungen oder 3D-Rekonstruktionen wird der Museumsbesuch zum Erlebnis für die Sinne. Als Kind besuchte ich gerne das Deutsche Museum in München und meine Familie sind auch Fördermitglied des Museums. Aber die Wissensvermittlung muss sich verändern und das wird mir zum heutigen Museumstag wieder bewusst. Warum können neue Techniken nicht dazu dienen, die Sammlungen aus den Archiven einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen?
Das Zauberwort dafür heißt 3D-Erfassung. Schon vor Jahren hatte ich diese Idee, aber aus Faulheit nicht umgesetzt. Ich beschäftigte mich eine Zeitlang mit 3D-Scan. Es wird Zeit, dass ich mich wieder ernsthaft damit auseinandersetze.
Eine 3D-Erfassung öffnet die Archive und Magazine und macht wertvolle Kulturgüter wie Skulpturen oder Gemälde als digitale Versionen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. So bleiben die Kulturschätze für kommende Generationen erhalten. Daher überrascht das folgende Umfrageergebnis nicht: 64 Prozent der Deutschen befürworten die 3D-Erfassung und digitale Bereitstellung von Kulturgütern. fröbus, Kölns ältester Medientechnik-Betrieb und Spezialist für 3D-Visualisierungen, fragt in einer Umfrage nach dem öffentlichen Interesse an einer digitalen Erfassung wertvoller Exponate und deren Nutzungsmöglichkeiten. Meine Kollegin Tanja Praske beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Museum im Web 2.0-Zeitalter.

Bestand digital konservieren
Wie schon Filmarchive und Bibliotheken stehen Museen in den kommenden Jahren vor der Aufgabe, ihren Bestand für nachfolgende Generationen nicht nur in analoger, sondern in digitaler Form zu konservieren. So hat die Europäische Kommission die Kultureinrichtungen dazu aufgerufen, verstärkte Anstrengungen zu unternehmen, Kulturgüter elektronisch zu erfassen und online bereitzustellen. Allerdings fehlt es an finanziellen Mitteln und Unterstützung, einheitlichen technischen Standards oder Richtlinien für diese Mammutaufgabe. Das öffentliche Interesse an digitalen Reproduktionen hingegen ist hoch. Dies zeigen die Ergebnisse einer von der Julius Fröbus GmbH in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung. Demnach sind 64 Prozent der Deutschen dafür, das Kulturschätze als 3D-Modell erfasst und digital öffentlich zugänglich gemacht werden.

3D-Scan einer Skulptur. Foto: fröbus

3D-Scan einer Skulptur. Foto: fröbus

Das Rund-um-die-Uhr-Museum ist immer noch ein Traum
Es klingt einfach zu verlockend: Nicht nur aktuelle Ausstellungen, sondern das gesamte Archiv oder Magazin könnte bei Interesse angeschaut werden, sogar außerhalb der Einrichtungen und jenseits der Öffnungszeiten – wie es in Zukunft etwa ansatzweise aussehen könnte, zeigt heute schon die Digitalsammlung des Frankfurter Städel Museums. Bislang kaum oder gar nicht ausgestellte Kulturschätze – etwa weniger bedeutende Werke einzelner Künstler – können so zumindest als digitale Reproduktion zugänglich gemacht werden. Durch die Nutzung einer digitalen Bestandsdokumentation lassen sich Prozesse in den Museen optimieren, Kosten bei Einlagerungen und Verleihungen sparen. Zudem könnten Ausstellungen leichter konzipiert werden, denn wertvolle und empfindliche Exponate müssten nicht zwingend auf Reisen geschickt werden – etwa um ein Gesamtwerk eines bedeutenden Künstlers zu zeigen. In der Tat fordern – laut der repräsentativen fröbus-Befragung – 89 Prozent der Deutschen einen freien Zugang zum Kulturerbe.
„Mit der 3D-Erfassung und Archivierung von Kulturgütern lässt sich die Grundlage dafür schaffen, um Museumsbestände – oder digitale Leihgaben von anderen Museen – in einem erweiterten Kontext erfahrbar zu machen“, sagt Ralf Meyer, Projektleiter CGI und Fotostudio bei fröbus. Und dafür sind webbasierte und benutzerfreundliche Schnittstellen für Besucher die Voraussetzung. Wohin hier die Reise zukünftig gehen kann, zeigt etwa das Museum Of Modern Art in New York mit seinen innovativen mobilen Apps fürs Museum und unterwegs. Aber auch das Rijksmuseum in Amsterdam setzt mit dem Rijksstudio ein kreatives Zeichen. Damit können Besucher während des Museumsaufenthalts oder online 200.000 Meisterwerke aus der Sammlung frei bearbeiten, speichern und sich anschließend etwa als hochauflösende Drucke nach Hause kommen lassen – oder die eigenen Design-Meisterwerke beim Rijksstudio-Wettbewerb einreichen.

3D-Museumsrundgänge im VR-Raum
Aber die Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Reproduktionen gehen noch weiter. Denkbar sind etwa 3D-Museumsrundgänge im virtuellen Raum, von allen Seiten betrachtbare Hologramme oder berührbare 3D-Reproduktionen von sehr empfindlichen Kunstwerken, die neue Perspektiven erlauben. So würden spektakuläre Ausstellungen, die schon heute Massen an Besuchern anziehen – wie etwa „Hieronymus Bosch – Visionen eines Genies“ im Niederländischen Noordbrabants Museum oder „Monet und die Geburt des Impressionismus“ im Frankfurter Städel Museum mit Rekordbesucherzahlen – sich noch vielseitiger und intensiver erleben lassen.
Auch museumspädagogisch bieten sich neue Perspektiven: Digitale Exponate lassen sich zum Sprechen bringen und wecken die Neugier auf Kunst und Kultur schon bei den jüngsten Besuchern. Denkbar sind digital rekonstruierte Arbeitsschritte wichtiger Kunstwerke – Visualisierungen von der ersten Skizze bis zum fertigen Kunstwerk.

Konservierung des Kulturerbes
Der digitale Medienwandel öffnet nicht nur das Museum der Zukunft für neue Erlebnis- und Wissenswelten, sondern sichert gleichzeitig das kulturelle und ideelle Erbe einer Gesellschaft für künftige Generationen. Laut der fröbus-Umfrage sind 93 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass Kulturgüter, mindestens Reproduktionen, für die Zukunft erhalten bleiben müssen. Denn an den Exponaten nagt unwiderruflich der Zahn der Zeit durch Umwelteinflüsse wie insbesondere Licht, die das verwendete Material langsam aber unaufhaltsam beschädigen oder gar zerstören. Museen wappnen sich für die Zukunft mit digitalen Replikaten, indem sie farben- und formgetreue 3D-Visualisierungen der Exponate archivieren, um Originale wieder restaurieren oder rekonstruieren zu können.
„Die technischen Möglichkeiten zur Digitalisierung von Kulturgütern sind mittlerweile enorm“, sagt Frank Bayerl, Geschäftsführer bei fröbus. „Farb- und formengetreue digitale Abbilder von Exponaten lassen sich direkt in den Museen vornehmen. Selbst die Fachleute sind verblüfft, wie nah die digitalen Reproduktionen heute bereits an die Originale heranreichen. Als Spezialist für 3D-Visualisierungen und digitale Medienproduktionen war es uns wichtig mit einer Umfrage das öffentliche Interesse – vor allem für künftige Verwendungsmöglichkeiten – abzufragen.  Für uns entwickelt sich hier ein Markt mit Potential für die Zukunft.“

3D-Konferenz: animago AWARD kommt nach München

3. April 2016

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Endlich, endlich ist es soweit. Der wichtigste europäische Preis für 3D-Animation, der animago AWARD, wird dieses Jahr 20 Jahre alt und was noch wichtiger ist, der Preis wird am 27. Oktober im Münchner Gasteig verliehen. Die animago CONFERENCE findet am 27./28. Oktober in München statt.
Ich freue mich sehr und bin auch stolz. Als Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION habe ich mich zu meiner aktiven Zeit versucht, den Preis nach München zu bekommen. Die Mühlen der Entscheidungsträger mahlen langsam, ganz langsam. Jetzt ist es soweit und ich gratuliere dem heutigen Team von ganzem Herzen.
Zusammen mit meinen damaligen Team haben wir Ministern, Amtsleitern, Cluster-Geschäftsführern, Lobbyisten, Messevertretern, Hochschulprofessoren und andere Multiplikatoren besucht und für den animago fett Werbung gemacht. Was haben wir uns den Mund fusselig geredet. Diese Vorarbeit zahlt sich jetzt aus. Die Ernte wird eingefahren und das ist prima. Der animago in Bayern – das zeigt, wie wichtig der Freistaat für die 3D-Branche ist.
Der Preis hat eine lange Reise durch Deutschland hinter sich. Vor langer Zeit war er in Stuttgart bei der fmx angesiedelt, dann ein kurzer Abstecher nach Karlsruhe in der Nähe des ZKM, dann ging es für mehrere Jahre nach Berlin Babelsberg, gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Als Chefredakteur habe ich die Standorte Karlsruhe und Berlin aktiv mitgemacht und stand als Rampensau auf der Bühne. Das hat Spaß gemacht. Ich halte es als Chefredakteur für wichtig, den Abend selbst zu moderieren, denn ich war eine Marke in der Branche. Im Februar 2010 bin ich von der DIGITAL PRODUCTION ausgeschieden und habe mich selbstständig gemacht. Jetzt kommt Preis und Konferenz nach München und ich als Bayer finde das gut. Es handelt sich übrigens um das 20jährige Jubiläum des animago AWARDs.

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Ab sofort können Kreative aus der ganzen Welt wieder ihre Arbeiten rund um 3D-Animation, Still, visuelle Effekte und Visualisierung für den internationalen Wettbewerb des animago AWARD 2016 einreichen. Insgesamt zwölf Kategorien in allen Disziplinen der CGI sind ausgeschrieben. Die Teilnahme ist kostenfrei und bis 30 Juni 2016 möglich. Also los und Beiträge einreichen.
Die „Beste Nachwuchsproduktion“ ist erneut mit 3.000 Euro Preisgeld von der DIGITAL PRODUCTION dotiert. Anlässlich 20 Jahre animago AWARD wird ein besonderer „Jubiläumspreis“ vergeben, Nominierte und der Gewinner werden via Publikumsvoting gesucht.
Die heutige animago-Projektleiterin Jana Freund freut sich. „Wir sagen herzlichen Dank für das uns entgegengebrachte Vertrauen über einen so langen Zeitraum in einer sich so rasant verändernden Branche.“ Ich schließe mich als ehemaliger Projektleiter an. „Gut gemacht und willkommen in München.“

Der animago AWARD 2016 ist in folgenden zwölf Kategorien ausgelobt:
– Beste Visual Effects
– Bester Kurzfilm
– Bester Charakter
– Bestes Game Cinematic
– Bestes Motion Design
– Beste Werbeproduktion
– Beste Visualisierung
– Beste Nachwuchs-Produktion (3.000 € Preisgeld von der DIGITAL PRODUCTION)
– Bestes Still (Publikumsvoting)
– Sonderpreis der Jury
– Architektur-Sonderpreis, presented by DETAIL
– Jubiläumspreis (Publikumsvoting)

 

Viel Lob, viel Ehr
Bayerns Medienministerin Ilse Aigner: „Mit der international renommierten Veranstaltung animago AWARD & CONFERENCE konnte ein Veranstaltungsschwergewicht der VFX-Branche für den Standort Bayern gewonnen werden. Dies zeigt, dass Bayern im Bereich der digitalen Medien ein sehr attraktiver Standort ist. Wir wollen nun durch eine langfristige Zusammenarbeit mit dem ‚animago AWARD & CONFERENCE‘ auch internationale Sichtbarkeit erzeugen“. Recht hat sie die Ilse.

„Mit animago AWARD & CONFERENCE setzt München einen weiteren kultur- und kreativwirtschaftlichen Meilenstein. München als herausragender Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft, Medienkunst und deren technische Umsetzung freut sich, mit animago noch eine bedeutende Veranstaltung zur Diskussion künstlerischer Innovationen im Animations- und Visual Effects-Bereich gewinnen zu können. Darüber hinaus verstärkt der animago AWARD die Sichtbarkeit der lokaler Digitalkünstlerinnen und -künstler. Ich freue mich auf ein vielversprechendes, neues Branchen-Meeting an der Schnittstelle von Medienkunst, Kreativwirtschaft und technischer Realisierung“, erklärt Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München.

„Wir freuen uns besonders, dass es dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie durch das Kulturreferat der Stadt München gelungen ist, unsere Veranstaltung animago AWARD & CONFERENCE nach München, der Stadt unseres Verlagssitzes, zu holen.“, so Karin Lang, Geschäftsführerin des Münchner Fachverlags, ATEC Business Information GmbH. „Dass animago parallel zu den Münchener Medientagen stattfindet, wird bei allen Medienbegeisterten auf großen Zuspruch stoßen und wir versprechen uns von dem attraktiven Standort im Gasteig in München noch höhere Teilnehmerzahlen.“

In eigner Sache: Ehrenamt beim Munich ACM Siggraph Chapter

2. Mai 2015

Ich habe für ein Ehrenamt beworben und bin von der Mitgliederversammlung gewählt worden. Ich bin jetzt Schriftführer beim Munich ACM Siggraph Chapter. In dieser Funktion habe ich auch die Pressearbeit für den Verein übernommen.
Das Munich ACM Siggraph Chapter hat sich zum Ziel gesetzt Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur und Bildung zu fördern. Insbesondere durch die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen im Bereich Computergrafik, interaktiver Technologien und deren Anwendungsgebieten bieten wir einen breiten Zugang zu neuen Erkenntnissen auf diesen Gebieten und Ermöglichen deren Verbreitung.
Warum habe ich mich um dieses Amt beworben? Zum einen mag ich die Branche. Ich habe jahrelang in der 3D-Branche gearbeitet und war Chefredakteur zweier 3D-Zeitschriften, der Creative Live und der DIGITAL PRODUCTION und konnte dort den wichtigsten europäischen Preis der Szene, den animago AWARD verantworten. Dort konnte ich meine Hobbys wie Film, Animation und Games zum Beruf machen. Dort habe ich auch tolle Menschen kennengelernt, die Visionen haben und etwas bewegen wollen. Nach meinem Schritt in die Selbstständigkeit habe ich als redaktion42 den Kontakt zur Branche nicht verloren.
Zum anderen durfte ich die wichtigste 3D-Messe die Siggraph mehrmals besuchen. Ich war in San Diego, New Orleans und Los Angeles mit von der Partie. Im Grunde war es ein Besuch im Muppet Labor von Professor Bunsenbrenner, in dem die Zukunft schon heute gemacht wird. Ich habe Zukunftstechniken gesehen, die erst in ein paar Jahren freigeschaltet werden. Und daher war es für mich eine Selbstverständlichkeit als ich gefragt wurde, ein Amt wahrzunehmen.

Für das Munich ACM Siggraph Chapter organisierte ich eine Veranstaltung mit dem Yoda-Guy Nick Maley in Erlangen.

Für das Munich ACM Siggraph Chapter organisierte ich eine Veranstaltung mit dem Yoda-Guy Nick Maley in Erlangen.

Ich will mich in diesem Amt aktiv mit Veranstaltungen einbringen. Ich habe vor kurzem eine Veranstaltung mit dem Schöpfer von Yoda in Erlangen durchgeführt. Special Make-up-Designer Nick Maley erzählte uns einige Hintergründe aus der VFX-Gerüchteküche in Hollywood.
Bei einem Stammtisch führte ich mit der Vorsitzenden des Munich ACM Siggraph Chapter Cornelia Denk ein kleines Videointerview. Viel Spaß und wer zu Veranstaltungen kommen will, bitte einfach bei mir melden.