Posts Tagged ‘Allgäu’

Mystischer Nebel im Hotel Prinz Luitpold Bad

14. September 2016
Ardbeg Ceo im Einsatz.

Ardbeg Ceo im Einsatz.

Wir waren rücksichtslos und wir hatten unseren Spaß dabei. Gut, ich schäme mich, aber es war ein gewaltiges Erlebnis. Bei meinem jüngsten Besuch im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang/Allgäu hatte ich für den Hotelier Armin Groß eine Überraschung dabei: Einen Ardbeg Ceo.
Mit dem Ardbeg Ceo wird der Ardbeg Whisky vernebelt. Das heißt, der Alkohol wird verdampft und die zahlreichen Aromen des wunderbaren Getränks werden im Dampf gebunden. Zum ersten Mal durfte ich es auf der rpTEN ausprobieren und war begeistert. Das musste ich unbedingt meinen Freund und Whisky-Kenner Armin Groß demonstrieren.

Wir haben probiert.

Wir haben probiert.

Nachdem die Gäste des Hotel Prinz Luitpold Bad zu Bett gegangen sind, bauten wir unseren Ardbeg Ceo auf und genossen den Dampf des zehnjährigen Ardbeg. Zwischendurch wurde das eine und andere Glas noch gehoben und wir stießen auf unsere Gesundheit, unsere Familien, unser Glück an. Der Abend verlief entsprechend. Einfach wunderbar, welcher Geschmack sich durch den Ardbeg Ceo entfaltet. Und der Dampf hüllte den ganzen Raum vom Hotel Prinz Luitpold Bad, drang vom Speisesaal in den Salon in die Lobby. Überall der herrliche Duft von Ardbeg. Es hatte etwas von Hexenküche oder Whisky-Shisha. Der Dampf ging in den Mund und Gaumenbereich – auch dorthin wo Flüssigkeit nicht hinkommt, da kommt der Rauch hin.


Unsere fröhliche Runde dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Mit dem richtigen Spirit im Kopf (und Blut) gingen wir in den Morgenstunden zu Bett. Was wir nicht bedachten, dass der Speiseraum natürlich am Morgen zum Frühstück gebraucht wurde. Ich hätte gerne das Gesicht des Frühdienstes des Hotels Prinz Luitpold Bad gesehen, als sie zur Arbeit kamen und vom Ardbeg-Dampf im Erdgeschoss des Nobelhotels empfangen wurden. Neben der Arbeit des Herrichten eines exzellenten Frühstücks gehörte nun das ausgiebige Lüften der Räume dazu. Als ich ein verspätetes Murmeltier-Frühstück (so heißt das Frühstück für Nachzügler) einnahm, grinsten mich die Angestellten des Hotels an. „War wohl spät gestern?“ und „Was haben Sie denn da Feines mit dem Chef des Hauses getrunken?“ waren einige der Fragen.
Ich erzählte stolz vom Ardbeg Ceo. Ceo heißt im übrigen im Gällischen Nebel. Und ich berichtete und freute mich. Leider hatte ich vergessen, dass die guten Geister meine Nebelaktion mit Mehrarbeit ausbaden mussten. Nun, bei der Abreise gab es ein entsprechendes Trinkgeld für die Leute und meine Bitte um Verzeihung. Aber Spaß hat es der Ardbeg Ceo auf jeden Fall gemacht. Danke an Ardbeg für die Bereitstellung eines Gerätes.

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.

Gamification: Dusche sorgt für Wettbewerb

6. Juni 2016
Ein bisschen königlich duschen und dabei Wasser sparen.

Ein bisschen königlich duschen und dabei Wasser sparen.

Wenn ich unter der Dusche stehe, dann habe ich den Drang zum Singen. Klassische Songs wie „Wasser ist zum Waschen da und zum Zähneputzen kann man es benutzen.“ Meine Frau kann ein Lied davon singen (Wortwitz). Aber natürlich weiß ich bei all der peinlichen Singerei, wie wichtig Wasser ist. Trinkwasser ist kostbar und Trinkwasser zu sparen ist eine Aufgabe für jeden von uns. Gerade habe ich in einem Laden gesehen, dass Nestlé Wasser abfüllt und verkauft – geht gar nicht.
Bei einem Kurzurlaub in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang sparte ich Wasser durch Gamification und bin gleichzeitig fasziniert von einem wissenschaftlichen Versuch. In 40 Zimmern des ehrwürdigen Traditionshotels wurden in den Duschen Wasserzähler namens amphiro b1 angebracht, die die Temperatur und den Wasserverbrauch anzeigen. Die Daten werden anonym gesammelt, gespeichert und ausgewertet.

In der Dusche ist der Wasserzähler.

In der Dusche ist der Wasserzähler.

Beim ersten Duschgang verbrauchte ich rund 30 Liter Wasser und hatte eine Durchschnittstemperatur von 34 Grad Celsius. Das Wasser lief, während ich den Astralkörper und das seidene Haar einseifte. „30 Liter ist mir persönlich zuviel. Das muss mit weniger gehen“, dachte ich mir. Und siehe da, Gamification wirkt bei mir. Der Spieler in mir war geweckt.
Beim nächsten Duschgang sparte ich bewusst Wasser. Ich wollte unbedingt unter 30 Liter kommen. Also stellte ich das Wasser beim Einseifen ab. Resultat: 25 Liter – im Vergleich zum vergangenen Mal ganze 5 Liter kostbares Trinkwasser eingespart. Und so ging es weiter. Ich versuchte meine Werte beim Duschen zu verbessern. Das Spielkind in mir stellte sich der eigenen Herausforderung. Gamification wirkt bei mir.

Gamification wirkt bei mir.

Gamification wirkt bei mir.

Dumm allerdings, dass das Messegerät mir keinen persönlichen Highscore angibt. So was hätte ich als Gamer gerne. Ich muss mir meine eigenen Werte merken.
Durch diese Aktion, die im Rahmen der Aktion Zukunftsstadt Bad Hindelang stattfindet, hat sich bei mir das Bewusstsein zum Wassersparen gefestigt. Wissenschaftlich begleitet wird die Aktion vom Fraunhofer Institut FIT, der Universität Bayreuth, der Universität Bamberg und der ETH Zürich. Ich bin an den Ergebnissen sehr interessiert. Und ich werde mir so einen amphiro a1 zulegen.

500 Jahre Reinheitsgebot beim Bier – die Geschichte von Heinrich dem Kempter

30. Mai 2016
Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad zeigt mir den roten Bock Heinrich dem Kempter.

Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad zeigt mir den roten Bock Heinrich dem Kempter.

Das Reinheitsgebot beim Bier ist 500 Jahre alt und als Bayer freue ich mich über den Erfolg des Gerstensafts. Ich mag es im Biergarten zu sitzen und die eine oder andere Halbe zu genießen. Ich bevorzuge das Bier von kleinen, lokalen Brauereien. Bei uns im Ort ist die Brauerei Maisach, die die Chance auf ein wunderbares Storytelling haben. Die haben das Räuber Kneissl Dunkle. Das Bier ist nach einer Art bayerischen Robin Hood benannt.
Durch meinen Kollegen Thomas Gerlach wurde ich mit der fränkischen Bierkultur vertraut. Es gibt in Franken die weltweit größte Dichte an Brauereien. Jedes Bier schmeckt anders. So dann und wann schreibe ich in meinem Blog darüber – als Beispiel will ich mein Storytelling über den Metzgerbräu in Ützing nennen, der einst sein Bier in alten Wurstkesseln braute. Geschichte vom Bier gibt es überall zu finden. Vor kurzem machte ich ein Biertasting im Legoland Deutschland und habe darüber geschrieben.
Mein Freund Rudi Seelmann betreibt mit seiner wunderbaren Frau Inken in der Nähe von Bamberg eine kleine, historische Brauerei – die Brauerei Seelmann. Das Bier ist absolut köstlich und wenn ich Zeit habe, werde ich mich in eines seiner Gästezimmer einquartieren und sein Bier in Ruhe kosten. Und ich werde die Geschichte seiner Brauerei genießen und darüber bloggen. Versprochen.

Bier_1429
Wie es der Zufall wollte, war ich am 500. Geburtstag des Reinheitsgebots als Reiseblogger unterwegs. Ich weilte in dem wunderschönen Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu. Zu vorgerückter Stunde zauberte Hotelier Armin Gross ein interessantes Bier hervor: Heinrich der Kempter. Und weil ein Bier auch eine gute Geschichte brauchte, erzählte Armin Gross die Geschichte von Heinrich der Kempter, nachdem das Bier der Brauerei Zötler benannt ist. Storytelling in Sachen Bier pur. Heinrich von Kempten ist eine mittelhochdeutsche Verserzählung, die Konrad von Würzburg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts verfasste. In einem ersten Teil wird die Verbannung des Ritters Heinrich vom Hofe des Kaisers Otto erzählt und im zweiten Teil die Zurückgewinnung der kaiserlichen Gnade.

Historisches Vorbild für das rote Bockbier
Manchmal genügt ein kleines Stück Brot, um das Schicksal eines Menschen zu besiegeln. Diese Erfahrung musste auch Heinrich der Kempter machen, als er den Sohn eines Herzogs von Schwaben während der Hofhaltung in Bamberg verteidigte. Der kleine Junge hatte Brot von der Tafel des Kaisers stibitzt, wofür er von dessen Mundschenk gezüchtigt wurde.
Im Streit erschlug Heinrich den Mundschenk und wurde vom Kaiser zum Tode verurteilt. Aus seiner Not heraus packte der Ritter den Kaiser und hielt ihm seine Klinge unter dessen mächtigen roten Bart. Kaiser Otto war gezwungen, das Urteil aufzuheben, verbannte Heinrich jedoch vom Hof.
Viele Jahre später führte Kaiser Otto Krieg und forderte deshalb seine Lehensmänner auf, ihm zu folgen. Dem Abt von Kempten widerwillig gehorchend, zog Heinrich los, um für seinen Herrscher zu kämpfen, bei dem er in Ungnade gefallen war.


Eines Tages konnte Heinrich, während er im Zuber badete, sehen, wie der Kaiser auf eine der belagerten Städte zuritt. Die Bürger der Stadt behaupteten, zu Verhandlungen bereit zu sein, lockten den Kaiser jedoch in eine Falle. Als Heinrich das sah, sprang er aus dem Zuber, schnappte sein Schwert und eilte dem Kaiser, nackt wie er war, zu Hilfe.
Kämpfend wie ein Bär schlug er all seine Gegner in die Flucht. Als Kaiser Otto erkannte, wer ihm zu Hilfe gekommen war, vergab er Heinrich dem Kempter. Diese Heldentat inspirierte die Braumeister von Zötler zur Kreation des Roten Bocks.
Die intensive rotbraune Farbe des Bieres ist nicht nur namensgebend für unseren Roten Bock, sondern steht auch für den mächtigen roten Bart von Kaiser Otto. Gekrönt wird das Bier von einem feinporigen cremefarbenen Schaum. In die Nase steigen ein süßlicher Karamellduft und ein feines Hopfenaroma. Klare Empfehlung von mir: Probiert dieses Bier und es wird euch schmecken, versprochen.

Tasting Ardbeg Dark Cove und die anstehende Ardbeg Night

25. Mai 2016

Als Genussblogger hatte ich die besondere Ehre noch vor dem offiziellen Verkaufsstart, den Ardbeg Dark Cove zu verköstigen. Ich möchte mich dafür ausdrücklich bei Ardbeg für diese Möglichkeit bedanken.
Doch wie soll so ein edler Tropfen Whisky verköstigt werden? Ich wählte dazu einen sehr persönlichen Rahmen. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad lud ich zusammen mit meiner Frau den Hotelier Armin Gross zu unserer kleinen Verköstigung ein. Armin Gross kennt sich in Sachen Whisky aus und ist ein Genießer der schottischen Single Mals. In seiner neu eingerichteten Hotelbar gibt es erlesene Tropfen. Ich sitze gerne hier und genieße die feinen Getränke. Da war für ihn das Verkosten des Ardbeg Dark Cove eine ebenso große Ehre wie für mich.

In diesem tollen Ambiente im Hotel Prinz Luitpold Bad  verköstigte ich den Ardbeg Cove 2016.

In diesem tollen Ambiente im Hotel Prinz Luitpold Bad verköstigte ich den Ardbeg Cove 2016.

Die Spannung war im Vorfeld schon groß. In dem Probe, die mir Ardbeg zukommen ließ, zeigte es sich schon. Es ist bislang der finsterste Ardbeg überhaupt, was die Farbe anbelangt.
Im Glas entfaltet er seine fleischige, erdige und würzige Aromen. Ich war überrascht, dass der starke Torfgeruch ausbliebt. Dagegen starke Noten von Bitterschokolade mit etwas Orange, kandiertem Toffee, Kaffee und Eiche waren zu schmecken. Ein Hauch, aber eben nur en Hauch vom rauchigen Lagerfeuer war im Hintergrund zu bemerken mit einem floralem Einfluss, der an blühende Johannisbeersträuche erinnert sowie eine Menge Leinsamenöl.


Kommen wir zum Geschmack: Das Gefühl im Mund ist fast herb oder limettenschalig. Aber der Ardbeg Dark Cove hat noch mehr zu bieten. Anklänge an glimmende Holzkohle huschen über den Gaumen, während Noten von Rosinen, Datteln und Ingwer über einem anhaltenden Schatten von Teeröl liegen. Der Wiederhall von geräuchertem Schinken und tintenfischgeschwärzten Nudeln signalisieren den langen und würzigen Nachhall.
Im Abgang ist der Ardbeg Dark Cove lang, würzig und vollmundig mit anhaltenden Noten von Toffee, Kaffee und Teer. Der Ardbeg Dark Cove wird mit 46,5 % Vol. Alkohol abgefüllt und ist ab dem 28. Mai 2016 ab 18:00 Uhr bei teilnehmenden Ardbeg Embassies erhältlich, ab dem 6. Juni 2016 im ausgewählten Fachhandel. Der Preis liegt bei 84 Euro und ich werde mir ein paar Flaschen für besondere Momente kaufen.

Hinter den Tresen in der Bar vom Prinz Luitpold Bad.

Hinter den Tresen in der Bar vom Prinz Luitpold Bad.

Ardbeg-Nacht am 28. Mai in Hamburg
Ich muss mich noch schlau machen, wo ich meine persönliche Ardbeg-Nacht feiern kann. Am 28. Mai ist Ardbeg Day und Night und ich bin leider nicht in Deutschland.
Ardbegs Heimat hat eine dunkle Vergangenheit: Vor Jahrhunderten schmuggelten die Inselbewohner den Whisky nächtens von den Felsen der Ardbeg Cove zu pechschwarz bemalten Booten, mit denen er zum schottischen Festland auf wundersame Weise gelangte. Dieser dunkle Teil der Geschichte lebt in diesem Jahr erneut auf, wenn im Rahmen des jährlichen Islay Whiskyfestivals der Ardbeg Day am 28. Mai 2016 zur Ardbeg Night wird. In Deutschland steht der kräftig-getorfte Single Malt Whisky in Hamburg im Mittelpunkt: Ich beneide die Hamburger um diesen Termin. Über 500 Mitglieder des Ardbeg Committees treffen sich auf dem Stückgutfrachter Cap San Diego im Hamburger Hafen. Höhepunkt des Abends wird die gemeinsame Erstverkostung der diesjährigen limitierten Sonderabfüllung Ardbeg Dark Cove sein.
Neben Hamburg finden auch auf der schottischen Insel Islay und in vielen Städten der Welt Ardbeg Nächte statt – im vergangenen Jahr versammelten sich insgesamt 15.000 Teilnehmer. Vielleicht mache ich an meinem Urlaubsort meine persönliche Ardbeg-Night. Schließlich sind manche der Veranstaltungen in geheimen und mysteriösen Orten geplant, wo das Ardbeg Committee und dessen Freunde Schmuggelgeschichten hören und eine Nacht lang ihre Lieblingsdestillerie feiern. Ich hab schon eine Idee, wie ich diese Nacht auf Klippen begehen werde. Ermutig werde ich schließlich von Michael Heads, Ardbeg Destillerie Manager und Vorsitzender des Committees: „Whisky zu destillieren und anschließend zu schmuggeln war einst weit verbreitet auf Islay. Und bevor Ardbeg offiziell gegründet wurde, dienten die Inselklippen als besonders berüchtigte Verstecke für Schmuggler“.

Schichtwechsel – Einsatz von Mähroboter

19. Mai 2016

Ich genieße die aktuellen Gespräche mit Microsoft-Mitarbeitern. Sie geben mir Inspiration und Denkanstöße. Dabei meine ich nicht Briefings über ein neues Office oder ein Betriebssystem, sondern die Gespräche, die unsere Arbeits- und Lebenswelt betreffen. Im vergangenen Jahr habe ich viel über #OutOfOffice diskutiert und nachgedacht, das Microsoft damals thematisiert hat. Dieses Jahr standen die Gedanken unter dem Hashtag #Schichtwechsel.

Tolles Filmteam bei MS auf der #rpTEN.

Tolles Filmteam bei MS auf der #rpTEN.

Auf der #rpTEN gab es einige Panels von Microsoft zu diesem Thema, die ich mir in Berlin angeschaut habe. Inspirierend, wie ich finde. Und am Stand von MS hab ich Interview zum Thema #Schichtwechsel gegeben. Hier ist der Clip zum Ansehen.

Aus Platzgründen wurde er etwas zusammengeschnitten, meine Ausführungen zu Maria in Metropolis und Roboterspielzeug (Hobby von mir) sind nicht mehr im Video enthalten. Aber der Grundgedanke zählt: Wie verändert Technologie unser Leben? Als Journalist beobachte ich genau, zu welchen Entwicklungen es im Bereich Roboterjournalismus kommt. In absehbarerer Zeit wird der ganze Bereich des Servicejournalismus von Maschinen produziert, die ersten Ansätze sind vielversprechend.

Unser R2Mäh2 hat neuerdings Augen.

Unser R2Mäh2 hat neuerdings Augen.

Viele der Veränderungen, die meinen Alltag betreffen, finden in Details statt. Ich will nur ein kleines Beispiel nennen. Wir haben einen Garten. Nun, er ist nicht sehr groß, aber er macht Arbeit. Zu den grünen Pflichten gehört auch das Rasenmähen. Diese lästige Pflicht erledigt seit ein paar Jahren unser Mähroboter R2Mäh2. Zweimal die Woche fährt er leise den Garten ab und stutzt das Gras zurecht. Das Schneiden klappt ideal und wir haben dadurch ein wenig mehr Freizeit. Der Mähroboter aus dem Hause Husqvarna muss sich nicht an die vorgeschriebenen Mähzeiten der Gemeinde halten, er kann auch nachts fahren – so leise ist der Mähroboter. Wir haben ihn von unserem Fachbetrieb Anton Jais, der uns den R2Mäh2 verkauft hat und ihn immer wieder pflegt. Um den Mähroboter menschlicher zu machen, habe ich ihn vor kurzem zwei Augen aufgeklebt. Die eingesparte Zeit, die das Rasenmähen verbraucht, ist nicht enorm. Und natürlich kostet so ein Mähroboter sein Geld – und dennoch: Es ist für mich ein kleines Symbol von #Schichtwechsel.


Es geht auch größer: Bei meinem Kurzurlaub im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang sah ich eine Gruppe von Hotelgästen, die auf die großen Rasenflächen des Allgäuer Hotels schauten und diskutierten. Als neugieriger Mensch gesellte ich mich dazu und entdeckte Ludwig und Poldi. Ludwig und Poldi sind zwei große Mähroboter von Husqvarna, die die Rasenflächen um das Hotel Prinz Luitpold Bad schneiden. Tag ein, Tag aus, Stunde um Stunde drehen sie ihre Runden.

Ludwig dreht seine Runde im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Ludwig dreht seine Runde im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Der Gärtner des Hotels wurde nicht eingespart, wie mir der Hotelier Armin Gross versicherte. Aber seine Arbeit ist qualifizierter geworden. Klassisches Rasenmähen überlässt der Hotelbetrieb jetzt den Mährobotern, die sogar Steigungen der Allgäuer Berge bewältigen können. Für komplizierte Aufgaben im Mähen muss freilich noch ein Mensch ran, aber der stupide Arbeitsalltag des Rasenmähens hat sich durch den #Schichtwechsel-Gedanken von Microsoft erledigt.

Leere Batterien auftanken im Hotel Prinz Luitpold Bad

10. Mai 2016
Dieser Blick von meinem Hotelzimmer aus zeigt die Schönheit des Allgäus.

Dieser Blick von meinem Hotelzimmer aus zeigt die Schönheit des Allgäus.

Die vergangenen Wochen waren für mich eine arbeitsintensive Zeit. Ich habe zahlreiche Seminare und Vorträge zur Medienkompetenz gegeben und bin durch die Lande gereist. Meine Familie und das Privatleben kamen in dieser Zeit zu kurz. Deshalb packen wir als Familie unsere sieben Sachen und werden bald wieder in unserem Lieblingshotel, dem Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang, im wunderschönen Allgäu einchecken.

Ankommen bei Freunden im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang.

Ankommen bei Freunden im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang.

Das Hotel wurde in den vergangenen Monaten renoviert, der Fokus lag auf vielen kleinen Details und auch hinter den Kulissen wurde viel verbessert und optimiert. Ich sage nur das wichtige, aber auch teure Thema Brandschutz. Für uns als Hotelgäste hat sich aber das hoteleigene Hallenbad komplett geändert. Das Hallenbad wurde komplett umgebaut und modernisiert. Es sieht nun absolut spitze und einladend aus. Ich hab es getestet und genossen. Es gibt jetzt eine Vielzahl von Massagedüsen und Geblubber im Becken. Stangen für Wassergymnastik wurden eingebaut, denn das Schwefelwasser eignet sich ideal zur Therapie. Das wusste auch der Namensgeber des Hauses, Prinz Luitpold.

Das Schwimmbad im Hotel Prinz Luitpold Bad wurde komplett renoviert.

Das Schwimmbad im Hotel Prinz Luitpold Bad wurde komplett renoviert.

Hier ein paar Details vom neuen Schwimmbad:

Das neu renovierte Schwimmbad ist ein Teil des Spadorados, wie der Spa- und Wellnessbereich des Hotels Prinz Luitpold Bades heißt. Wenn ich nicht gerade in der Gegend wandere, liege ich im Spadorado herum und genieße das Leben. Im Spadorado vom Hotel Prinz Luitpold Bad sind unter anderem eine Sauna-Landschaft, Whirlpool, Solarien, Kneipp-Anlagen, eine Kältekammer, eine Infrarotsauna und vieles mehr enthalten. Ich liebe vor allem den Außenpool mit genialen Blick auf die Allgäuer Berge.

Blick vom Pool auf die Berge - großartig.

Blick vom Pool auf die Berge – großartig.

Innerhalb von Minuten laden sich hier meine leeren Batterien auf. Für mich bedeutet es absolute Entspannung an der frischen Luft meine Runden im Wasser zu drehen und das gewaltige Bergpanorama zu betrachten. Das ist für mich Luxus pur.
Über zwei Millionen Euro haben die Hoteliers Armin und Sabine Gross in ihr wunderbares Hotel investiert. Eine Investition in die Zukunft, wie ich finde. Ich war mit meiner Frau zur Wiedereröffnung des Hotels eingeladen und verlebte eine entspannende zwei Tage. Vielen Dank dafür. Jetzt fahren wir bald mit der ganzen Familie hin, um uns ein wenig zu erholen und Kräfte zu tanken.

Hier die offizielle Eröffnung des neuen Hallenbades:

Und hier die offizielle Eröffnung des Hallenbades als 360 Grad Video:


Beim Festakt zur Wiedereröffnung sprachen allerhand Politik- und Tourismusprominenz, schließlich ist das Hotel Prinz Luitpold Bad mit seiner 152jährigen Geschichte für mich das erste Haus am Platz in einer exponierten Lage in Bad Hindelang. Alle Redner lobten den Einsatz der Hotelierfamilie und betonten das gute Miteinander im Haus. Spontan ergriff ich als Gast einfach auch das Wort und bedankte mich im Namen der Gäste, schließlich ist das Hotel in erster Linie für seine Gäste das. Wenn wir Gäste uns wohlfühlen, dann ist die Zukunft des Hotels Prinz Luitpold Bads gesichert.

Hier die Festansprachen im Außenbereich:

Und hier die Festansprache im Außenbereich als 360 Grad Video – am Ende ergreife ich das Wort:


Ich steige durch meinen Beruf in so vielen Business-Hotels ab, kenne so viele Hotelzimmer, aber im Prinz Luitpold Bad ist es für mich, wie nach Hause kommen. Die Hotelatmosphäre ist freundlich und familiär. Der Service ist wunderbar menschlich. Das Hotelambiente hat einfach Stil und meine Familie liebt vor allem den Salon. Er stammt aus einem alte schottischen Schloss und ich genieße ein, zwei Gläser Ardbeg in den Sesseln und hänge meinen Gedanken nach. Bei meinen anstehenden Besuch, werde ich ein Buch strukturieren und beginnen erste Kapitel zu formulieren. Trotz Ferien werde ich ein wenig arbeiten, denn die Umgebung inspiriert mich.

Hier nochmal eine Ansprache:

Und das Ganze als 360 Grad Video:

Was machen Spitzbogenfenster einer Kapelle im Hotel Prinz Luitpold Bad?

24. April 2016

Ich liebe es als Social Media-Berater und Journalist Geschichten zu erzählen. Und ich liebe es genauso, wenn ich Geschichten erzählt bekomme. Und mein Allgäuer Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang erzählt viele Geschichten. Anders als die sterilen Business-Hotels hat dieses Hotel einen wunderbaren Charme. Einige Geschichten habe ich in diesem Blog schon wiedergegeben, hier wieder eine neue aus dem 152 Jahre alten Gebäude.

Der Weg zu den Gästezimmern.

Der Weg zu den Gästezimmern.

Wenn der Gast sich zu den Zimmer begibt, dann wandelt er auf einen Teppich mit der Aufschrift „Zu den Gemächern der 1. Etage“. Der Teppich ist blau und trägt das goldene Logo des Hotels Prinz Luitpold Bad mit einem großem L, das von zwei Löwen getragen wird. Ein Pfeil weist die Richtung. Und dieser Pfeil lenkt den Blick des Gastes auch auf ein historisches Spitzbogenfenster.

Spitzbogenfenster im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Spitzbogenfenster im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Diese Spitzbogenfenster im Parterre und erstem Stock stammen von der Kapelle in Birgsau. Birgsau gehört zur Allgäuer Gemeinde Oberstdorf und umfasst zehn Häuser und eine Kapelle. Birgsau gilt als dunkelster Ort Deutschlands, also meteorologisch gemeint. In der Kapelle wird der Heilige Wendelinus verehrt. Was machen jetzt die Spitzbogenfenster der Kapelle im Hotel Prinz Luitpold Bad?
Die Kapelle in Birgsau wurde zwischen 1846 und 1848 erbaut und 1890 renoviert. Hierzu hatte der Prinzregent Luitpold einen Beitrag zur Renovierung der Kapelle geleistet. Bei einer neuerlichen Renovierung der Kapelle spendeten die Hoteliers des Hotels Prinz Luitpold Bad eine Summe an die Kirche und erhielten von Kirchenbetreuer Max Thaumiller dieser Fenster im Jahr 2010. Die Auflage war, dass die Spitzbogenfenster wieder in einem Gebäude verbaut werden müssen. Dieser Auflage kamen die Hoteliers Armin und Sabine Gross im Jahre 2015 gerne nach. Seitdem hängen diese Kostbarkeiten im Hotel Prinz Luitpold Bad und unterstützen optisch den Weg zu den Gästezimmern.

Spitzbogen_1489

Was macht eine Dampfschiffreling im Hotel Prinz Luitpold Bad?

29. November 2015

Beim Herumstreifen durch mein Urlaubshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu entdeckte ich ein eindrucksvolles Geländer. Geschwungen und mit Wappen – beim näheren Hinsehen konnte ich das Geländer als Schiffsreling erkennen. Was macht eine Reling in einem Nobelhotel in den Allgäuer Alpen?
Es ist eine der Kostbarkeiten, die im Hotel 1995 verbaut wurden. Die Reling stammt vom Salondampfer Luitpold der Wittelsbacher, die über den Starnberger See schipperte.

Salondampfer Luitpold auf dem Starnbeger See. Die Reling ist heute im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad.

Salondampfer Luitpold auf dem Starnberger See. Die Reling ist heute im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad.

Der im Jahr 1889 bei Maffei in München gebaute Salondampfer Luitpold wurde am 9. Mai 1890 in Starnberg vom Stapel gelassen. Das Schiff hatte eine Länge von 55,3 Meter und eine Breite von 12,35 Metern. Mit 400 PS starker Dampfmaschine konnten mit Schaufelrädern 13 Knoten (24 Stundenkilometer) erreicht werden. Es bot 1200 Personen Platz. Ab 1919 hieß der Dampfer München, 1955 wurde er endgültig außer Dienst gestellt und abgewrackt. Die Reling fand den Weg ins Allgäu.
Im Hotel Prinz Luitpold Bad ist die Reling zu besichtigen. Das Schiff besaß eine elektrische Beleuchtung und war im Neo-Rokoko-Stil eingerichtet. Am Bug befand sich zunächst eine vergoldete Galionsfigur, die Triton und einen Knaben darstellte. Im Museum Starnerger See sind die Galionsfigur und die Triton heute zu sehen. Dazu kam eine ebenfalls vergoldete Reling in Kunstschmiedearbeit und ein bordeauxroter Rumpf. Diese Reling findet sich heute im Eingangsbereich des Hotels und im Treppenhaus. Ich bin begeistert von solchen Details in meinem Urlaubshotel.

image image

 

Gebimmel – Der Streit um die Kuhglocke

7. September 2015

Als ich vor kurzem mit meiner Frau im Allgäu Urlaub machte, stieß ich auf einen Streit: Sind Kuhglocken eine Tierquälerei oder sind sie Kulturgut?

Die Kuh im Allgäu trägt in dieser Saison Glocke.

Die Kuh im Allgäu trägt in dieser Saison Glocke.

Wir kennen die bayerische Idylle: Auf einer grünen Wiese weiden gefleckte Kühe. Die Sonne strahlt über die Alm herab und die Kühe haben um den Hals eine Kuhglocke. Gebimmel in der Ferne. Die Stadtmenschen kennen so eine Kuhglocke vielleicht aus der Stammkneipe. Die Glocke wird dann immer geläutet, wenn es eine Lokalrunde gibt. In einem Verlag bei dem ich einst gearbeitet hatte, gab es eine Kuhglocke, die geläutet wurde, wenn ein wichtiger Anzeigenauftrag hereinkam – in den vergangenen Jahren habe ich diese Glocke allerdings nicht mehr im Verlagsumfeld gehört.

Tierquälerei oder Kulturgut oder beides?

Tierquälerei oder Kulturgut oder beides?

Nun jetzt wollen schweizer Wissenschaftler der Eidgenossenschaftlichen Technischen Hochschule in Zürich in einer Studie herausgefunden haben, dass der Klang einer läutenden Kuhglocke den Träger, nämlich die dazugehörige Kuh stört. Dies sei sogar eine Form von Tierquälerei, argumentieren Tierschützer, die auch gleich eine entsprechende geschlossene Facebook-Gruppe gegründet haben. Der Allgäuer Bauer argumentiere eher in die andere Richtung, um es einmal höflich auszudrücken. Die Kuhglocke sei Kulturgut und sorge dafür, dass er die Kuh auf der Weide wiederfindet.

In diesem Video stören die Kühe mit ihren Glocken eine Hochzeit in Bad Hindelang – Landleben eben.


Und schon ist der Kulturkampf um die Kuhglocke im Netz voll entbrannt. Befürworter und Gegner der Kuhglocke haben sich in Facebook organisiert und hauen aufeinander ein. Gleich wurde auch eine Online-Petition zum Erhalt der Kuhglocke gestartet. Und dann kommen auch noch die, die eine schweizerische Verschwörung sehen und Angst haben, dass ihnen von ihrer Kultur etwas genommen wird. Erinnern wir uns, es geht ursprünglich um Tierschutz.


Was wäre denn eine Alternative? Die Kuhglocke ist nicht dazu da, damit sie Unterhaltung für den Touristen darstellt. Zugegeben, beim Viehscheid ab Herbst finde ich es als Tourist auch stimmungsvoll, wenn die Kuh die Glocke in der fünften Allgäuer Jahreszeit trägt. Aber ernsthaft: Es geht schlicht und einfach darum, dass der Bauer die Kuh wiederfindet. Darum hat die Kuh die Glocke um den Hals. Lösungen in Form von GPS-Sendern gibt es zwar in landwirtschaftlichen Lehranstalten, aber auf den Allgäuer Wiesen habe ich keine gefunden. Ich finde aber ein Navi für die Kuh mal einen überlegenswerten Gedanken. Interessant ist, dass der bayerische Landwirtschaftsminister Brunner (CSU) der Sache kritisch gegenübersteht. Gegenüber dem Münchner Merkur sagte er: „Die Überwachung mit GPS-Sensoren könnte langfristig durchaus ein Thema werden, das ist aber technisch noch nicht ausgereift“
Seine hauseigene bayerische Landesanstalt für Ernährung unterstützt derweil entsprechende Versuche. Dort heißt es: Aufgrund der weiten Verbreitung von Navigationssystemen und dem Einsatz von GNSS- (Global Navigation Satellite System-) Empfängern in vielen elektronischen Geräten ist deren Preis und Strombedarf in der jüngsten Vergangenheit stark gesunken. Aus diesen Gründen erscheint ein Einsatz von Ortungssystemen mittlerweile auch bei Weidetieren als möglich. Auf Jungviehalmen bindet die Arbeit mit Tieren einen großen Teil des gesamten Arbeitsaufwands. Vor allem die Viehsuche ist dabei schwierig zu planen, da sie unregelmäßig anfällt und im Extremfall den ganzen Tag in Anspruch nehmen kann. Die physisch anstrengende Arbeit der Hirten könnte durch den Einsatz eines Ortungssystems erleichtet werden. Aus den Gründen wurde am Institut für Landtechnik und Tierhaltung der LfL in Freising ein dreijähriges Verbundprojekt, dass durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird, in Kooperation mit Industriepartnern zum Thema „GPS-Weidemanagementsystem“ gestartet. Das System läuft noch bis 2016. Infos gibt es hier.
Ich selbst habe noch keine Meinung zu dem Thema, sehe aber schon wieder die Emotionen auf allen Seiten hochkochen. Alle geben ihre Meinung ab – nur die Kuh hat bisher noch keiner gefragt.