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Wenn Musik Herzen verbindet: Singabende und Ukulele-Glück im Hotel Prinz-Luitpold-Bad

8. Juni 2026

In meinem Lieblingshotel Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang wird Musik nicht nur gehört, sondern gemeinsam erlebt. Wenn sich auf Einladung der Hoteliers Armin und Sabine Groß die Gäste des Hauses zu einem Musikabend versammeln, entsteht eine besondere Atmosphäre der Nähe und Herzlichkeit. Bei einem Kurzurlaub genoss ich diese Herzlichkeit und sog die Atmosphäre in mich auf.

In der warmen, persönlichen Umgebung des traditionsreichen Hotels im Allgäu kommen Menschen zusammen, die sich vielleicht erst seit wenigen Tagen kennen – und doch verbindet sie in diesem Moment etwas sehr Einfaches und zugleich sehr Kraftvolles: das gemeinsame Singen. Vertraute Melodien, bekannte Liedzeilen und die Freude am Mitmachen schaffen ein Gefühl von Gemeinschaft, das weit über den Augenblick hinauswirkt. Jeden Montag kommt man um 20:30 Uhr zusammen, um zusammen zu musizieren und zu singen.

Dabei geht es nicht um Perfektion oder große Bühnenauftritte, sondern um das gemeinsame Erleben. Stimmen mischen sich, Erinnerungen werden wach, und manches Lied lässt die Gäste schmunzeln, träumen oder leise mitsummen. Ich habe gesummt, sonst wäre es nicht zu ertragen. Für eine Weile treten Alltag, Termine und Unterschiede in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen Musik, Begegnung und die Freude daran, miteinander etwas Schönes entstehen zu lassen. Gerade in einem Haus wie dem Hotel Prinz-Luitpold-Bad, das für Gastfreundschaft, Erholung und eine besondere Verbindung zur Allgäuer Lebensart steht, passt dieses musikalische Miteinander hervorragend zum Charakter des Hauses.

Aus diesen Musikabenden heraus entsteht nun eine weitere schöne Idee: Geplant sind für dieses Jahr Ukulele-Workshops im Hotel, bei denen Gäste dieses wunderbare Instrument näher kennenlernen können. Die Ukulele ist wie geschaffen für solche gemeinsamen musikalischen Momente. Sie ist klein, leicht, handlich und wirkt schon auf den ersten Blick sympathisch. Ihr heller, warmer Klang verbreitet sofort gute Laune und erinnert an Sonne, Leichtigkeit und unbeschwerte Stunden. Gleichzeitig ist sie ein Instrument, das auch Einsteigern schnell Erfolgserlebnisse schenkt. Schon mit wenigen Akkorden lassen sich viele bekannte Lieder begleiten, sodass die Hemmschwelle niedrig ist und der Spaß sehr schnell im Vordergrund steht. Meine sehr musikalische Gattin hat sich gleich nach dem Kurzurlaub ein Instrument angeschafft und übt seitdem – mit hörbaren Fortschritten.

Gerade deshalb eignet sich die Ukulele ideal für Gäste, die vielleicht schon lange einmal ein Instrument ausprobieren wollten, sich aber nie so recht getraut haben. Man muss kein Profi sein, keine jahrelange musikalische Ausbildung mitbringen und auch keine Noten lesen können, um erste Lieder zu spielen. Die Ukulele lädt dazu ein, einfach anzufangen. Sie nimmt die Angst vor dem Musizieren, weil sie freundlich, unkompliziert und zugänglich ist. Ihr Klang ist nie aufdringlich, sondern leicht und charmant. Sie begleitet Gesang auf natürliche Weise und macht aus einem einfachen Lied schnell einen kleinen musikalischen Höhepunkt.

Die geplanten Ukulele-Workshops im Hotel Prinz-Luitpold-Bad von 2.-4. Dezember können so zu einer wunderbaren Ergänzung der Musikabende werden. Charlotte Felgen wird einen Anfängerkurs geben. Anmeldungen hier. Wir haben uns zum Workshop angemeldet.

Die Workshops verbinden Lernen, Entspannung und Gemeinschaft auf eine besonders angenehme Weise. Gäste können etwas Neues ausprobieren, gemeinsam lachen, üben, singen und vielleicht am Ende sogar ein kleines Lied miteinander spielen. Das Instrument passt hervorragend zu der Atmosphäre des Hauses: herzlich, offen, lebensfroh und zugleich bodenständig. So wird Musik im Hotel Prinz-Luitpold-Bad nicht nur zu einem Programmpunkt, sondern zu einem Erlebnis, das Menschen zusammenbringt und ihnen ein Stück Allgäuer Wohlgefühl mit nach Hause gibt.

Und ich habe mir schon einen Termin für 2027 vorgemerkt: Vom 30. April bis 2. Mai 2027 verwandelt sich das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang in einen Treffpunkt für Musikfreunde, Ukulele-Begeisterte und alle, die Lust auf ein besonderes Gemeinschaftserlebnis inmitten der Allgäuer Alpen haben. Unter dem Titel ALUHA 2027 lädt das Haus zu einem außergewöhnlichen Ukulele-Festival ein, bei dem Musik, Begegnung und Lebensfreude im Mittelpunkt stehen. Die kleine Ukulele passt dabei wunderbar zur herzlichen Atmosphäre des Hotels: Sie ist handlich, sympathisch, leicht zu erlernen und verbreitet mit ihrem hellen, warmen Klang sofort gute Laune. Gerade deshalb eignet sie sich ideal für gemeinsame Musikabende und Workshops, bei denen nicht Perfektion, sondern Freude, Neugier und das gemeinsame Spielen zählen. Gäste können die Ukulele kennenlernen, erste Akkorde ausprobieren, vertraute Lieder begleiten und erleben, wie schnell aus wenigen Griffen ein gemeinsamer musikalischer Moment entsteht.
In Verbindung mit der besonderen Gastfreundschaft des Hotel Prinz-Luitpold-Bad entsteht so ein Wochenende, das Erholung, Kreativität und Gemeinschaft auf schöne Weise miteinander verbindet. ALUHA 2027 verspricht ein charmantes Festival voller Musik, Leichtigkeit und Allgäuer Herzlichkeit.

Serviceroboter im Hotel Prinz Luitpold Bad – Der kleine Helfer, der dem Service mehr Zeit für Herzlichkeit schenkt

21. Mai 2026

In meinem Lieblingshotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang trifft Tradition auf moderne Technik. Das Haus, das sich als ruhig gelegenes Wellnesshotel im Allgäu mit historischem Ambiente, Panoramablick auf die Allgäuer Alpen und einem ganzjährig beheizten Infinity-Außenpool präsentiert, steht für Erholung, Gastlichkeit und persönliche Atmosphäre. Gerade deshalb ist der Einsatz von Service-Robotern dort mehr als nur ein technisches Experiment: Er zeigt, wie Digitalisierung im Hotelalltag sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne den menschlichen Charakter eines Hauses zu verdrängen.

Service-Roboter können in einem Hotelbetrieb vor allem dort unterstützen, wo Wege lang, Abläufe wiederkehrend und Mitarbeitende stark eingebunden sind. Sie transportieren beispielsweise Geschirr entlasten damit den Service in den Speisesälen. Im Prinz-Luitpold-Bad passt ein solcher Einsatz besonders gut, weil das Hotel kein nüchterner Zweckbau ist, sondern ein gewachsenes Haus mit vielen Bereichen, Wegen und Angeboten. Wenn ein Roboter einfache Transportaufgaben übernimmt, bleibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Zeit für das, was Gäste in einem Wellness- und Urlaubshotel besonders schätzen: persönliche Ansprache, Beratung, Aufmerksamkeit und echte Gastfreundschaft.

Wichtig ist dabei die richtige Haltung zur Technik. Der Roboter ersetzt nicht den Menschen, sondern unterstützt ihn. Gerade in der Hotellerie lebt guter Service von Blickkontakt, Empathie, Erfahrung und dem Gespür für Situationen. All das kann ein Roboter nicht leisten. Er kann aber helfen, Routinearbeiten zu erleichtern. Damit wird Technik nicht zum Selbstzweck, sondern zu einem Werkzeug, das den Alltag für das Team angenehmer macht und zugleich den Service stabilisiert. In Zeiten, in denen viele Hotels mit Fachkräftemangel, hohen Belastungen und steigenden Erwartungen der Gäste umgehen müssen, kann ein solcher Baustein sinnvoll sein.

Für die Gäste hat der Einsatz eines Service-Roboters zudem einen besonderen Reiz. Er erzeugt Neugier, Gesprächsanlässe und oft auch ein Lächeln. Gerade in einem traditionsreichen Haus wie dem Prinz-Luitpold-Bad entsteht ein spannender Kontrast: Auf der einen Seite stehen Alpenpanorama, historische Architektur, Wellness, Ruhe und gewachsene Gastlichkeit; auf der anderen Seite bewegt sich moderne Servicetechnik durch den Hotelalltag. Diese Verbindung kann zeigen, dass Digitalisierung nicht kalt oder unpersönlich sein muss. Richtig eingebettet, kann sie sogar die Atmosphäre bereichern.

Eingesetzt werden Roboter von HolaBot. Der HolaBot ist ein Service- und Transportroboter des Herstellers Pudu Robotics, der vor allem in Gastronomie, Hotellerie und Gesundheitswesen eingesetzt wird. Er unterstützt Mitarbeiter bei körperlich belastenden Routineaufgaben, etwa beim Abräumen von Geschirr, beim Transport von Speisen, Getränken oder anderen Gegenständen. Mit einer Tragkraft von bis zu 60 Kilogramm, einem Volumen von 120 Litern und vier großen Ablageflächen ist er besonders für Bereiche geeignet, in denen viele Wege zurückgelegt werden müssen.

Im Hotelalltag kann der HolaBot das Serviceteam spürbar entlasten. Er ersetzt nicht die persönliche Gastfreundschaft, sondern übernimmt einfache Transportaufgaben, damit Mitarbeiter mehr Zeit für die Gäste haben. Per Pager-Funktion, App, Sprachsteuerung oder Gesten kann der Roboter gerufen und mit Aufgaben betraut werden. Seine berührungslose Bedienung und der spritzwassergeschützte Innenraum sind vor allem dort hilfreich, wo Hygiene und reibungslose Abläufe wichtig sind. So wird der HolaBot zu einem stillen Helfer im Hintergrund: Er trägt, fährt und unterstützt – während der Mensch weiterhin für Herzlichkeit, Aufmerksamkeit und echten Service sorgt.

Pädagogisch und gesellschaftlich betrachtet ist der Einsatz solcher Roboter ebenfalls interessant. Viele Menschen begegnen Servicerobotik noch mit Skepsis oder Unsicherheit. In einem Hotel können sie die Technik niedrigschwellig erleben: nicht in einer abstrakten Zukunftsdebatte, sondern im Alltag, beim Frühstück, im Restaurant oder auf dem Weg durchs Haus. Dadurch wird sichtbar, was Roboter heute tatsächlich können – und was eben nicht. Sie sind keine künstlichen Gastgeber, sondern praktische Helfer mit klar begrenzten Aufgaben.

Für das Hotel Prinz-Luitpold-Bad liegt die Chance darin, seinen Anspruch an Gastlichkeit mit modernen Arbeitsmitteln zu verbinden. Das Haus steht für Erholung in ruhiger Lage oberhalb von Bad Hindelang und für ein Wellnessangebot, das Natur, Tradition und Entspannung miteinander verknüpft. Ein Service-Roboter kann dieses Profil ergänzen, wenn er behutsam eingesetzt wird: unaufdringlich, nützlich und immer mit dem Ziel, den menschlichen Service zu stärken.

So wird der Roboter nicht zum Symbol für Entfremdung, sondern für eine moderne Form der Entlastung. Er übernimmt Wege, trägt Lasten und sorgt für Aufmerksamkeit – aber die Herzlichkeit bleibt beim Team. Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Im Prinz-Luitpold-Bad kann moderne Technik dann überzeugen, wenn sie den Menschen nicht ersetzt, sondern ihm mehr Raum für das gibt, was kein Roboter kann – Gastfreundschaft mit Gefühl.

Eindrücke von der Reise- und Freizeitmesse f.re.e.

24. Februar 2025

Eigentlich bin ich nur auf die Reise- und Freizeitmesse f.re.e. Das Kürzel steht für Freizeit, Reisen und Erholung. auf dem Münchner Messegelände gegangen, um meinen guten Freund und ehemaligen Arbeitskollegen Franz Neumeier zu treffen.

Der langjährige Journalist und erfolgreiche Leiter der Kreufahrtseite cruisetricks moderierte professionell in Halle A4 das Kreuzfahrtforum. In der Pause kamen wir zu einem Schwätzchen zusammen. Ich wollte erfahren, was warum ein ehemaliger Lokaljournalist und erfolgreicher Chefredakteur verschiedener IT-Zeitschriften nun über Kreuzfahrten schreibt. Hier mein Interview, danke Franz.

Sonst schlenderte ich über das Messegelände und besuchte einen Teil der rund 1000 Aussteller aus 50 Ländern. So richtig gezündet es bei mir allerdings nicht. Die Freizeitindustrie ist zu einer fetten Branche geworden, Reisen ist wieder in, als ob es die Klimakrise nicht gibt. In den fünf Ausstellungsbereichen – Reisen, Caravaning & Camping, Fahrrad, Wassersport sowie Outdoor & Fitness – konnten die Besucher sich beraten lassen, Vorträge anhören aber auch viel Mitmachen und Ausprobieren.

Die Fressstände waren wie immer gut besucht. Natürlich musste ich die italienische Salami probieren (und kaufen) und den Allgäuer Bergkäse naschen.

Es hat mich Irland am meisten beeindruckt. An dem Stand wurde Guiness und Kilkenny ausgeschenkt und der Stand in einen Art Pub umgebaut. Das schuf Atmosphäre und bei einem, zwei Glas Bier konnte man befreit über einen Tripp auf die grüne Insel plaudern. Schade, dass ich keinen Schottland-Stand angetroffen habe, denn da soll es dieses Jahr wieder einmal hingehen.

Trotz Mühen und großen Reizen bleibt für uns die USA die nächsten vier Jahre kein Reiseziel, ich freute mich aber sehr über die kanadische Fahne an den Ständen mancher Nordamerika-Reiseveranstalter.

Wer Show macht, dem gehört die Aufmerksamkeit. Die Gondoliere am Stand von Venedig sangen aus Leibeskräften mit einigem Vino im Blut und lockten die Interessenten an.

Das Allgäu machte Lärm mit den Perchten. Sehr laut zogen die Herrschaften durch die Halle. Das Auftreten von Perchten, grausig anzusehenden Gestalten, zählt zu den Raunachtsbräuchen. Diese waren ursprünglich heidnischer Herkunft und wurden erst allmählich christianisiert. Die Idee war ja nett, aber Gespräche in der Nähe der Perchten waren unmöglich. Da werden manche Aussteller zu recht sauer gewesen sein, schließlich kosten die Messestände in München eine schöne Stange Geld.

Kurze Gespräche führte ich bei den Ständen von Korea und Taiwan, längere Gespräche bei den Pilgerreisen der beiden christlichen Kirchen oder Bayerisch-Schwaben. Im Grunde gab es aber keine weiteren Infos als im Netz außer vielleicht die persönliche Kommunikation.

Die Hallen Caravaning & Camping, Fahrrad, Wassersport sowie Outdoor & Fitness interessierten mich nur am Rande, schaute mir dennoch ein wenig um.

Interessant für mich war die Teilnahme der Bundeswehr an der Messe. Ja, Bundeswehr ist kein Hobby und keine Freizeitaktivität, aber ich halte die Teilnahme dennoch für richtig, nicht zuletzt wegen der politischen Situation. Neben gepanzertem Gerät gab es für Drehgerät für den Gleichgewichtsinn. Und damit wäre ich für die Bundeswehr untauglich.

Wirtshaustipp: Schwarzer Adler in Großholzleute

23. November 2021

Bei einem Arbeitsausflug ins Allgäu schaute ich wieder einmal beim Schwarzen Adler in Großholzleute vorbei. Es ist wahrlich ein historisches Haus, das mich seit meinem ersten Besuch faszinierte.

Der Gasthof Adler ist ein um das Jahr 1500 errichteter denkmalgeschützter historischer Landgasthof in Großholzleute, einer Teilgemeinde von Isny im Allgäu, im Landkreis Ravensburg. Ich konnte nur zum Essen bleiben, gerne hätte ich in diesen historischen Gemäuer genächtigt. Es gab für mich Käsesuppe und Zwiebelrostbraten, blutig.

Die Karte umfasst deftige, gut bürgerliche Speisen aus Produkten der Region Allgäu-Bodensee-Oberschwaben. Die Wirtsleute sind freundlich und wenn das Wetter passt, kann der Gast auch vor der Türe im Biergarten sitzen. Aber genau dies will ich nicht: Ich will die historische Atmosphäre des rustikalen Gastraums genießen. Ich sitze an einem Tisch. Prinzessin Anne schaut mir von der Wand gegenüber auf meinen Teller. 1987 weilte die britische Prinzessin Anne als Schirmherrin der englischen Nationalmannschaft bei den Lowland-Skimeisterschaften in Isny und nächtigte im Gasthof Adler. Anne sieht wie immer ein wenig streng aus, aber so ist es wohl im britischen Königshaus.

Und weil wir gerade bei der Geschichte des Hauses sind: Um das Jahr 1400 errichtete Syrg von Syrgenstein ein Steinhaus als eine von der Argen umflossene Wasserburg, den heutigen Gasthof zum Adler.
1409 wird es das Amtshaus genannt. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges befand sich in dem Gebäude von 1683 bis 1813 eine Posthalterei, der von den Thurn und Taxis betriebenen Kaiserlichen Reichspost. Das Metallschild des Adlers, ein österreichischer Adler, stammt aus seiner Zeit als Thurn-und-Taxische Posthalterei.

Im Jahre 1768 nächtigte die österreichische Erzherzogin Maria Theresia von Österreich mit ihrem Gefolge im Adler auf der Fahrt nach dem damaligen österreichischen Freiburg. Zwei Jahre später, im Jahre 1770, kehrte dort ihre jüngste Tochter Marie Antoinette, die spätere Königin von Frankreich, auf ihrer Brautfahrt von Wien nach Versailles ein. Ob sie Kuchen gegessen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
All die adeligen Herrschaften sind interessant, für mich ist ein anderer Besuch der jüngeren Gegenwart interessanter: Vom 31. Oktober bis zum 2. November 1958 tagte die Schriftstellervereinigung „Gruppe 47“ in dem historischen Gasthof. Nachdem die Betreiber im Februar 2013 über die Schließung des Gasthofes informierten, setzte sich Literaturnobelpreisträger Günter Grass für den Erhalt des Hauses ein, in dem er berühmt wurde.

Im Wirtshaus „Adler“ von Großholzleute, las Günter Grass im Oktober 1958 seinen Schriftstellerkollegen von der „Gruppe 47“ zwei Kapitel aus seiner noch unvollendeten „Blechtrommel“ vor. Die Literaten waren hellauf begeistert. „Schon nach wenigen Sätzen ist der Saal wie elektrisiert“, schilderte Gruppe-47-Initiator Hans Werner Richter die Szene in dem Wirtshaussaal mit dem damals erst 31-jährigen, noch völlig unbekannten Grass. Das Werk „Die Blechtrommel“ zählt bis heute zur Weltliteratur. Da wäre ich gerne Mäuschen gewesen.
Vielleicht klappt es 2022, dass ich endlich mal im Schwarzen Adler übernachte. Keine Ahnung wie die Zimmer sind, aber ich weiß: Es sind Zimmer mit Geschichte.

Ein Ort der Achtsamkeit

15. Juli 2019

Für mich Erholung pur.

Für mich Erholung pur.

Mein Körper und Geist brauchen von Zeit zu Zeit Ruhe. Phasen der Achtsamkeit, um Kraft zu tanken, zu reflektieren und sich gegebenenfalls neu auszurichten. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist es mir wieder gelungen – und unterstützt wurde ich von der Apple Watch. Die Apple Uhr hilft mir abzuschalten durch Aktivitätsringe, Atem-App oder EKG-App.
Schwimmen samt Wassergymnastik, genießen, wandern, Verwöhnen lassen mit Mooranwendungen und Massagen – das konnte ich hier bei einem Blick auf die Berge, der inspiriert und die Rübe freimacht. Ich erwachte mit dem Blick in die Berge. Hier ein Zeitraffervideo vom Sonnenaufgang.

Das Hotel hat gerade einen Umbau hinter sich und aus dem klassischen Schwimmbecken im Freien wurde ein Infinity Pool, der mich morgens zum Schwimmen einlud. Es tat gut, in aller Ruhe morgens seine Runden zu drehen. Die Aktivitätskreise der AppleWatch dankten es mir – die Kreise waren jeden Tag geschlossen, meine Entspannung nahm zu. Hier ein kleines Video vom Pool.

Am ersten Tag im Hotel hatte ich eine Premiere. Ich gönnte mir eine Mooranwendung in Verbindung mit dem Schwefelwasser des Hotels. Es tat gut, entspannte ungemein und ich sorgte dafür, dass ich meinen eigenen Rhythmus fand. Ich lag auf der Liege mit der Moorpackung auf Rücken und Schultern, war verpackt wie eine Mumie und hing meinen Gedanken nach. Keine Angst, davon gibt es keine Fotos.

Ich nahm dann Platz an dem Pool und fand meinen Lieblingsplatz. Ich genoss die Allgäuer Luft, spürte das natürliche Licht der Sonne, döste vor mich hin, hörte Podcasts und las Zeitschriften (so aus Papier).

Sehr schön war, dass im SPA-Bereich des Hotels Prinz Luitpold Bad mir ein Achtsamkeitskompass aus Papier überreicht wurde. Der Folder hatte vier Achtsamskeitübungen. Mit meiner Frau ging ich wandern und genoss die Sinfonie der Bäume. Ich suchte mir einen Baum, legte mich darunter und beobachtete die Wolken. Ich spüre den Ort, hörte ich den Baum und in mich hinein. Und ich stellte fest: Das sollte ich öfters machen.

Und ich und auch ein tolles Storytelling im SPA-Umfeld. Im SPA-Bereich des Hotels steht ein alter Ofen, der früher zum Erhitzen des Wassers gebraucht wurde. Vor der Einführung der Zentralheizung waren Holzbefeuerten Badeöfen in Gebrauch. Bis eine Wanne badefertig war, dauerte dies eine entsprechende Zeit. Ein früherer Badegast warte immer auf dem Gang, wie damals üblich, bis er sein tägliches Schwefelwannenbad nehmen konnte. Eines Tages wurde er ohne Wartezeit gleich in die Kabine gebeten. Die Wanne war zwar voll, aber ganz offensichtlich hatte gerade jemand anderes darin gebadet. Die Badehilfe meinte zu seinem erstaunten Gesichtsausdruck: „Da könnet’se ruhig neihocke. Des Wasser isch völlig keimfrei. Da hat blos grad ein geistlicher Herr drin gebadet.“

Auf der Suche nach den wilden Fräuleins – Wildfräuleinstein im Allgäu

10. Juli 2019

Bei meinem kurzen, aber intensiven Urlaub im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad wollte ich zusammen mit meiner Frau ein wenig wandern. Meine Frau ist ein richtiger Wandervogel, ich muss mich mehr motivieren und dieses Mal wollte ich im Urlaub ein wenig mehr machen, als nur am Pool zu liegen.
Den erste Wanderung von rund einer Stunde machten wir direkt vom Hotel weg auf dem so genannten Vaterlandsweg. Hier ein Zeitraffervideo – eine Stunde in etwa 2,5 Minuten.

Bei der nächsten Wanderung wollte ich etwas anspruchsvolleres. Das Allgäu bietet Unmenge von Wandermöglichkeiten. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber mein Lieblingshotel hat die Lösung. In einem Bereich des Hotels gibt es zahlreiche Wandervorschläge in Form von Flyer. Der Vorteil: Das Hotel-Ehepaar Sabine und Armin Gross haben die Touren selbst durchgeführt und fotografiert. Meine Frau und ich schauten uns die Angebote durch und mich begeisterte der Wandertipp 20 – Wildfräuleinstein.
Als Journalist begeistere ich mich fürs Storytelling und dieser Wandertipp Wildfräuleinstein versprach ein hervorragendes Storytelling. Der Legende nach lebten dort die wilden Fräulein, welche Handel mit den Einheimischen trieben. Dabei verliebte sich eine dieser Frauen in einen jungen Burschen und diese lebten voran glücklich zusammen. Allerdings unter der Bedingung, dass niemand sie beim wahren Namen nennt. Das Schicksal meinte es nicht so gut mit ihnen und aus einem Versehen heraus machte die Nachbarin einen Reim, der zufällig den wahren Namen traf, So musste das wilde Fräulein weinend zurück in den Wald. Die Geschichte gefiel mir, also machten wir die Wanderung. Auf dem Flyer stand 1,5 Stunden mit leichtem Niveau.

Nun, bei mir wurden es dann über drei Stunden Wanderung – und unter leichtem Niveau verstehe ich etwas anders.
Der Start- und Endpunkt ist der Wanderparkplatz Allgäuer Berghof in Hinterstein. Am oberen linken Ende des Parkplatzes führt ein Feldweg zum Wildfräuleinstein quer durch eine Weide von Allgäuer Kühen (aufpassen, wohin man tritt).

Nach dem Feldweg kommt ein kurzer Fußmarsch auf Teer und dann links ab in den Wald und hoch zum Wildfräuleinstein. Erst sieht man die Felswand mit Löchern. Und wer genau hinschaut, der findet auch die verschiedenen Wildfräuleins, die über das Gelände verteilt sind.

Ei, Ei, Ei am Münchner Hauptbahnhof: Streetart von Robert Wilhelm

19. April 2019

Smurfnob zu Ostern am Hauptbahnhof München.

Smurfnob zu Ostern am Hauptbahnhof München.

Bei meinem Reisen zu Seminaren ist der Münchner Hauptbahnhof ein wichtiges Drehkreuz. Und wenn es die Zeit erlaubt, nutze ich die DB Lounge für einen schnellen Kaffee. Auf der Galerie schaue ich dem Treiben im Münchner Hauptbahnhof zu. Bei meinem jüngsten Besuch stieß ich auf interessante Kunstwerke, große Ostereier im Graffiti-Stil bemalt.


Ein Aufkleber erzählte mehr über den Künstler Robert Wilhelm, der in der Sprayer-Szene unter „TrusOne“ bekannt sein soll. Er ließ sich schon früh vom New Yorker Graffiti-Künstler Quick und dem Surrealisten Joan Miró beeinflussen. Aufgewachsen in Heidelberg, führte ihn seine Leidenschaft fürs Snowboarden vor 16 Jahren ins Allgäu. Dort entwickelte er 2001 die abstrakten Charaktere „Smurfnob“, die mittlerweile auf den Wänden zahlreicher Städte zu finden sind.
Robert Wilhelm hat ein Diplom in Malerei und Grafikdesign. Er lebt mit Frau und zwei Kindern in Füssen, wo er ein Atelier in den ehemaligen Textilwerken betreibt. Mehr Infos gibt es auf seiner Website.

Ich finde die Aktion von „Mein Einkaufsbahnhof“ sehr inspirierend. Mir hat es enorme Spaß gemacht, die ausgestellten Eier zu erkunden und die Details von den Smurfnobs zu entdecken. Danke für die Unterhaltung mitten im Trubel des Hauptbahnhofs München und euch allen ein friedliches Osterfest 2019. Und ich denke, ich werde Robert Wilhelm mal besuchen.

Tour zu den Zipfelbachfälle

1. August 2018

Ich musste für zwei Tage raus, es war in den vergangenen Wochen viel zu tun und daher musste ich den Kopf frei bekommen und fuhr mit der Gattin ins Allgäu. 

Unsere Homebase war wie immer das Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Von dort aus ging es zu kleinen und großen Wanderungen. Die Gegend hat ja allerhand zu bieten und ist für mich ein klarer Ausflugstipp. Wer ein paar Anregungen für Touren braucht, dem empfehle ich die Hotellobby des Hotels. Dort präsentiert das Hotelehepaar Sabine und Armin Groß eine stattliche Anzahl von Touren anhand von professionellen Karten. Das Besondere: Jede dieser Touren ist das Ehepaar selbst gelaufen und hat persönliche Tipps in die Tourenbeschreibung einfließen lassen.

Also keine x-beliebigen Touri-Touren in der Standardversion vom Touristikamt, sondern individuelle Tipps. Ich finde diese Idee als Kundenbindungsprogramm für ein Hotel im Allgäu für die Hotelgäste als sehr vorbildlich. 

Meine Gattin wählte das Ziel aus: Die Zipfelbachfälle – vielleicht lag es am Namen, ich weiß nicht, warum sie dieses Ziel gewählt hat. Also Startpunkt war nach einem Frühstück im Prinz Luitpold Bad  auf dem Liebespfad in Richtung Schleierfall hinter dem Hotel. An der Umkehrstation des Lifts geht es links zum Schleierfall, der sehenswert ist. 

Wir wählen den Bärenweg, denn die Zipfelbachfälle sind noch eindrucksvoller. Bei der Wanderung haben wir einen tollen Blick ins Ostrachtals und dann geht es höher über einige Serpentinen.

Und dann hört man den Wasserfall schon. Die Zipfelbachfälle befinden sich in Bad Hindelang im Ortsteil Hinterstein. Die Tour dauert einfach rund 1,5 bis 2 Stunden. Dann hat man die eindrucksvollen Wasserfälle erreicht. 

Vierter Platz bei der Weltmeisterschaft der Metzger

29. Mai 2018

Metzgermeister Matthias Endrass nahm an der WM der Metzger teil.

Metzgermeister Matthias Endrass nahm an der WM der Metzger teil.

„Ich würde es jederzeit wieder machen und beim nächsten Mal bin ich selbstverständlich wieder bei der Weltmeisterschaft mit dabei!“ Das erklärte mir Matthias Endrass – der sympathische junge Mann nahm allerdings bei keiner sportlichen Weltmeisterschaft teil, sondern bei der Weltmeisterschaft des Metzger-/Fleischerhandwerks.
Seit Generationen betreibt seine Familie eine kleine Metzgerei in Bad Hindelang im Allgäu. Und dieses Jahr ist Matthias Endrass mit Kollegen nach Irland aufgebrochen, um an der Weltmeisterschaft ihres Berufsstandes teilzunehmen. Dabei galt es nicht 100 Meter zu laufen oder andere sportliche Disziplinen zu absolvieren. Nein, es ging ganz fachlich zu: Es galt ein halbes Rind, ein halbes Schwein, ein ganzes Lamm und fünf Hähnchen komplett zu zerlegen, veredelt und küchenfertig zubereitet. Das musste in 3 Stunden und 15 Minuten passieren. Das deutsche Kernteam bestand aus sechs Metzgern, darunter meine Bekannten Michael Moser und Werner Braun.

Das deutsche Team leistete exzellente Social Media-Arbeit.

Das deutsche Team leistete exzellente Social Media-Arbeit.

In Belfast stießen die deutschen Metzger auf ein sehr hohes Niveau der Kollegen aus anderen Staaten. „Die Zerlegetechnik der Italiener fand ich sehr interessant“, so Endrass. In dem Video erklärt er die Schnitttechnik. „Es ist interessant, was man noch dazulernen kann, obwohl man glaubt, man weiß schon alles.“ Zur Vorbereitung gab es intensive Trainingseinheiten und es gab mit Mega Stuttgart einen Fleischsponsor. Sieben Mal kam das Team im Vorfeld zusammen und trainierte.

„Wir machen bei der nächsten Weltmeisterschaft im Jahr 2020 mit – das Team und die Stimmung war Bombe“; schwärmt Endrass von seinen Erlebnissen in Belfast. Zudem setzte das Team auf die Social Media-Öffentlichkeit. Es gab eine Fanseite und Live-Übertragungen in Facebook. Die Resonanz war sehr zufriedenstellend. Die nächste WM wird entweder in Paris, Brasilien oder in den USA stattfinden.

Flat-Iron-Spieße mit Kräuterfrischkäse von Matthias Endrass

22. Mai 2018

In der Auslage lachten mich diese Flat-Iron-Spieße von Matthias Endrass an.

In der Auslage lachten mich diese Flat-Iron-Spieße von Matthias Endrass an.

Immer auf der Suche nach kulinarischen Inspirationen machte ich vor kurzem im Allgäu Station. Ich übernachte in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang und machte mich am nächsten Tag auf zum örtlichen Metzger. Ich kenne Metzgermeister Matthias Endrass durch ein gemeinsames Essen und holte mir immer wieder Tipps. 

Bei meinem jüngsten Besuch hatte er etwas Besonderes zu bieten: Flat-Iron-Spieße mit Kräuterfrischkäse. Das machte mich neugierig und als Fleischliebhaber weiß ich um die hervorragende Qualität von Flat-Iron von Metzgermeister Endrass. Durch die eigene Schlachtung kann er für die Qualität und Herkunft des Fleisches garantieren. Das ist mir wichtig und darauf vertraue ich auch. In der Kühltheke sahen die Spieße hervorragend aus und Genießer Matthias Endrass empfahl mir sein Rezept:

Den Ofen auf 90 Grad Celsius vorheizen. In einer Pfanne die Spieße von allen vier Seiten scharf anbraten. Anschließend die angebratenen Spieße für sieben bis zehn Minuten in den vorgeheizten Ofen legen. Anschließend servieren und genießen. 

Hab ich gemacht und es schmeckte hervorragend.