Posts Tagged ‘Allgäu’

Flat-Iron-Spieße mit Kräuterfrischkäse von Matthias Endrass

22. Mai 2018
In der Auslage lachten mich diese Flat-Iron-Spieße von Matthias Endrass an.

In der Auslage lachten mich diese Flat-Iron-Spieße von Matthias Endrass an.

Immer auf der Suche nach kulinarischen Inspirationen machte ich vor kurzem im Allgäu Station. Ich übernachte in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang und machte mich am nächsten Tag auf zum örtlichen Metzger. Ich kenne Metzgermeister Matthias Endrass durch ein gemeinsames Essen und holte mir immer wieder Tipps. 

Bei meinem jüngsten Besuch hatte er etwas Besonderes zu bieten: Flat-Iron-Spieße mit Kräuterfrischkäse. Das machte mich neugierig und als Fleischliebhaber weiß ich um die hervorragende Qualität von Flat-Iron von Metzgermeister Endrass. Durch die eigene Schlachtung kann er für die Qualität und Herkunft des Fleisches garantieren. Das ist mir wichtig und darauf vertraue ich auch. In der Kühltheke sahen die Spieße hervorragend aus und Genießer Matthias Endrass empfahl mir sein Rezept:

Den Ofen auf 90 Grad Celsius vorheizen. In einer Pfanne die Spieße von allen vier Seiten scharf anbraten. Anschließend die angebratenen Spieße für sieben bis zehn Minuten in den vorgeheizten Ofen legen. Anschließend servieren und genießen. 

Hab ich gemacht und es schmeckte hervorragend. 

Blogparade: Bucket List – meine persönliche Reiseliste

13. Februar 2018

Durch den Reise- und Fotoblog Phototravellers wurde ich animiert an seiner Blogparade teilzunehmen: Bucket List, wohin würde ich gerne mal reisen. Zur Bucket List hat man früher Wunschliste gesagt und ich bin mal in mich gegangen, wohin ich gerne mal durchstarten will. Hier sind meine Reisewünsche – einige realistisch, einige unrealistisch – zumindest im Moment.

Reiseziel: Nahziel – das Allgäu
Für mich ist das Allgäu ein Ort zum Auftanken. Wer den Blog kennt, der kennt auch mein Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Hierhin zieht es mich immer wieder zurück. Und da es auf meiner Bucket List steht, will ich dieses Wunschziel in Kürze wieder ansteuern, um aufzutanken und zu genießen. Es ist nur rund 2 Stunden von meinem Wohnort entfernt und ich brauche immer wieder einen Abstecher dorthin zum Wandern, zum Sanieren, zum Genießen. Nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt.

Reiseziel: Von wegen sparsam: Schottland
Als ich die Fotos der Familie meines ehemaligen Chefs Jochen Jauch von deren Schottlandreise gesehen habe, kam der Wunsch wieder auf, dieses eindrucksvolle Land wieder zu sehen. Meine Frau und ich hatten unsere Hochzeitsreise nach Schottland gemacht und es wird einfach Zeit, dass wir Land und Leute wieder treffen. Schottland setze ich mich Ruhe gleich. Ich habe ein Bedürfnis nach Ruhe in meinem hektischen Leben. Und wenn ich dabei ein Glas Ardbeg in den Händen halte und alle vier Jahreszeiten in einer Stunde genießen kann, dann geht es mir gut. Und ich brauche unbedingt endlich ein Inverness-Cape, da ist Schottland das Land dafür. Harris-Tweed wird natürlich auf der Reise getragen, was sonst?

Reiseziel: Made in Japan
Ich war noch nie in Japan und gerne würde ich mal dieses Land kennenlernen. Ich bin gespannt auf die Gegensätze: es gibt soviel, das mich dort interessiert: Die Menschen, die Kultur, das Essen, der Overkill an Gadgets und die Impulse, die von diesem Land ausgehen. Ich liebe die Verrücktheit der Japaner – meine Kinder und ich lieben Nintendo und Sony, wir lieben die Ghibli-Studios und lesen Mangas und schauen Anime. Allerdings sind es meiner Frau zu viel Leute auf zu wenig Platz und zeigt erst einmal die rote Karte. Japan wird ein Traum bleiben – vorerst.

Reiseziel: Im Westen des schwarzen Kontinents – Togo
Vor rund 20 Jahren war ich zum ersten Mal im westafrikanischen Land Togo als Journalist. Ich begleitete einen Hilfstransport der Aktion PiT Togohilfe Maisach. Heute bin ich aktives Mitglied dieser Hilfsorganisation und setze mich für dieses Land ein. Togo war einstmals deutsche Kolonie und ich begab mich auf den Spuren der Kolonialzeit. Auf den Deutschen folgten die Franzosen und dann die Unabhängigkeit. Als ich das faszinierende Land besuchte, war es eine Militärdiktatur unter Gnassingbé Eyadéma, der 1984 den Bayerischen Verdienstorden (!) bekam. Heute ist sein Sohn Faure Gnassingbé Präsident des Landes. Ich möchte mich auf einer Reise überzeugen, wie sich das Land entwickelt hat. Durch Aktion PiT Togohilfe Maisach und anderen Hilfsorganisationen hat sich das Land verändert und davon möchte ich mich überzeugen. Vielleicht klappt es 2019, das ich meiner Frau den schwarzen Kontinent zeige, denn Afrika ist anders, ganz anders.

Reiseziel: K-Pop live hören in Südkorea
Wer bei uns das Haus betritt, der wird von (lauten) K-Pop-Klängen empfangen. K2 ist K-Pop-Fan und das bekommt jeder mit (oder man ist taub). K-Pop ist koreanische Popmusik. Natürlich südkoreanische Pop-Musik ist gemeint. Bands wie BTS, G Dragon, GOT 7, exo und viele mehr sind bei uns von Interesse. Und K2 interessiert sich über die Musik hinaus für die koreanische Kultur, lernt ein wenig die Sprache, versucht sich an der Küche. Und da ist es natürlich kein Wunder, dass der Wunsch besteht, einmal nach Südkorea zu reisen und das Land zu erleben. Durch die aktuelle Olympiade taucht das asiatische Land in unseren Medien auf und ich sammle schon ein paar Reisetipps für spätere Zeiten. Sicher ist auf jeden Fall, dass wir im Moment nicht nach Südkorea reisen werden – vor allem nicht, wenn sich die politische Situation mit dem Irren aus Nordkorea nicht entspannt. Aber natürlich muss K2 irgendwann nach Korea und als stolzer Papa bin ich natürlich mit an der Seite und wir werden dann ein K-Pop-Konzert besuchen.

Reiseziel: Fühle das Feuer in New Orleans
Vor Jahren besuchte ich die Siggraph-Messe in New Orleans im Süden der USA. Und ich verliebte mich schlagartig in die kreolische Küche. Als mein Vorstandskollege im Bloggerclub und langjähriger Kreuzfahrtblogger Franz Neumeier neulich Jambalaya kochte, erinnerte ich mich an die schöne Zeit in New Orleans. Damals durchstreifte ich das French Quarter, der älteste Stadtteil von New Orleans. Dort pulsiert das Leben. Hier lässt sich amerikanische Geschichte spüren. Ich hatte damals das Robbie Robertson Album Storyville über meinen iPod gehört, das New Orleans zum Inhalt hatte. Aber auch New Orleans muss warten. Ich warte bis der Donald sein Präsidentenamt abgibt und dann reise ich wieder in die USA.

Und dann wären noch …
Paris und London – Rom und Florenz – Stockholm und Luxembourg – und mein Kollege Franz Neumeier empfiehlt mir Kreuzfahrten – oh Mann, es gibt so viele Orte, wo ich mal wieder hin will oder neu entdecken will. Also vielen Dank für die Erinnerung an die Wunschliste. Und natürlich kann jeder an der Blogparade teilnehmen.

Lost Place im Allgäu bei Bad Hindelang

30. April 2017
K1 entdeckte diesen Lost Place in Bad Hindelang.

K1 entdeckte diesen Lost Place in Bad Hindelang.

Langsam taste ich mich in die Welt von Lost Places vor. Es ist Definitionssache, was eigentlich ein Lost Place ist. Ich interessiere mich mehr und mehr für die Thematik. Bei meinem Urlaub in Bad Hindelang habe ich bei einer Wanderung durch die wunderschöne Gegend des Allgäus einen interessanten Ort gefunden, eigentlich hat den Ort K1 entdeckt, weil K1 bessere Augen als ich hat.
Abseits des Weges auf einem Hang war eine Ruine eines Stadels oder Häuschens. Viel war nicht mehr zu sehen, denn das Gebäude ist zusammengefallen. Die Wände konnten wohl das Dach nicht mehr halten und es ist in sich zusammengebrochen. Und der Mensch hat das Gebäude sich selbst überlassen und so rottet und modert es vor sich hin. Der Weg zu dieser Hütte war mit Büschen und Sträuchern zugewachsen und nur durch einen Zufall hat K1 diesen Platz entdeckt.
Die Familie musste diesen Lost Place gleich untersuchen. Das Betreten der Ruine war nicht mehr möglich. Ich wollte mich nicht durch den Dreck in das Gebäude zwängen. Es hatte geregnet und zudem droht die ganze Sache einzustürzen. Und so umrundeten wir einfach das Gebäude mehrmals und schossen unsere Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven.

Gold und Silbermünzen bei der Abreise aus Bad Hindelang

25. April 2017
Bei der Abreise aus Bad Hindelang bekomme ich Gold- und Silbermünzen.

Bei der Abreise aus Bad Hindelang bekomme ich Gold- und Silbermünzen.

Ich bin reich. Bei meiner Abreise aus meinem Ferienhotel Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang überreichte mir die freundliche Dame an der Rezeption ein blaues Stoffsäcken. Es war gefüllt mit Gold- und Silbermünzen. „Wir möchten Ihnen diese Münzen als Zeichen des Dankes überreichen“, sagte die Rezeptionistin. Ich war erst einmal sprachlos.
Die Idee dahinter ist großartig, denn dahinter verbirgt sich ein perfektes Kundenbindungsprogramm der Hotelierfamilie Sabine und Armin Gross. Die Gold- und Silbermünzen, Luitpoldtaler genannt, haben eine besondere Bedeutung. Auf ihnen ist das Allgäuer Hotel abgebildet und der Wert der Münze.


Die goldenen Luitpoldtaler entsprechen dem Wert 1 Münze zu 10 Euro. Diese werden bei einem erneuten Aufenthalt im Hotel Prinz Luitpold Bad vom Hotel in Zahlung genommen. Das ist ein netter Rabatt, den ich gerne beim nächsten Mal einlösen werde. Ich komme wieder, denn ich will ja sparen.
Die silbernen Luitpoldtaler sind eine Art Kennenlern-Gutschein für neue Gäste. Damit kann ich Freunde und Bekannte eine Freude machen. 10 Luitpoldtaler sind pro Person und Tag an der Rezeption einlösbar und anrechenbar auf die Hotelrechnung bei Direktbuchung und Privatbuchung. Die Münzen dann gleich beim Einchecken an der Hotelrezeption abgeben.
Ein Rückgeld und Barauszahlung ist freilich ausgeschlossen.

Angebot an Silbermünzen – Zuschuss für einen Hotelaufenthalt:
Da ich einige Silbermünzen habe, gebe ich diese gerne an Interessierte und Freunde weiter. Bitte einfach einen Kommentar bei diesem Blogpost hinterlassen und ich lass euch meine Silbermünzen zukommen, solange der Vorrat reicht. Schaut euch das Hotel Prinz Luitpold Bad im Web an und entscheidet dann.

 

Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

20. April 2017
Armin Gross ist stolzer Hobbywinzer.

Armin Gross ist stolzer Hobbywinzer.

Bei einer Fahrt ins sonnige Südtirol dachte sich der Allgäuer Hotelier Armin Gross einstmals: Warum keltern wir eigentlich nicht unseren eigenen Wein? Der Allgäuer Boden ist perfekt für einen Weinanbau, am Klima muss gegebenenfalls noch gearbeitet werden. Also packte der findige Hotelier vom Hotel Prinz Luitpold Bad aus Bad Hindelang einen mutigen Entschluss: Ein Wein aus dem Allgäu sollte angebaut werden.
Im Jahre 2007 wurden elf Rebstöcke der Sorte Solaris gepflanzt, denn mehr als erfrieren kann der Wein ja nicht. Solaris ist für harte Klima ideal, er reift früh und passt ideal ins Allgäu. Pro Rebstock kommt ein halber Liter Weißwein am Ende bei der Ernte heraus. 2010 kam es zur ersten Ernte, 860 Meter über dem Meeresspiegel. Hobbywinzer Armin Gross war begeistert vom der Süße seiner Trauben.
„Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang“ hatte Armin Gross damals der Presse erzählt. Der Freistaat Bayern hat sofort reagiert und 9. Januar 2011 gab es ein Einschreiben aus Veitshöchheim von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Es wurde mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren gedroht, wenn er einen Wein aus einem nichtgenehmigten Anbau in den Umlauf bringt. Daraus machte PR-Mann Armin Gross eine riesige PR-Aktion und spielte die Meldung mit Erfolg im ganzen Bundesgebiet. Die Massenmedien und Blogs berichteten über den Hotelier aus dem Allgäu.

So sieht sein Wein aus - Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

So sieht sein Wein aus – Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

Dann machte Armin Gross alles nach Vorschrift. Mit der Gründung der Winzergemeinschaft Oberallgäu 2011 legte Armin Gross den Grundstein für das langfristige Ziel: eine eigene Regionbezeichnung und die Neugründung des Weinanbaugebiets Allgäu. Die insgesamt 200 Quadratmeter des jüngsten und kleinsten Anbaugebietes in Deutschland tragen die Titel höchster und zweihöchster Weinberg. Der Wein wurde angemeldet. Und für den Hobbygebrauch darf der Wein produziert und an gute Freunde ausgeschenkt werden. Da ich ein Gläschen bekam, danke ich für diesen Freundschaftsbeweis.

Der Luitpolder Ochsenberg.

Der Luitpolder Ochsenberg.

Mit der Krönung der ersten Allgäuer Weinkönigin im September 2011 begann die Erfolgsgeschichte für den Allgäuer Wein. Die bayerische Staatsregierung konnte bisher keine gewerbliche Anbaugenehmigung erteilen. Allerdings soll der Anbauschutz fallen – und damit gibt es vielleicht noch eine Chance für einen Allgäuer Wein.


Ich trank also den Solaris 2015, als der bisher beste Wein. 60 Kilogramm wurden gelesen und verarbeitet. Zunächst wurde der Wein in einer mickrigen Tischpresse verarbeitet, dann aber schon mit einer professionellen Presse aus Italien. Dann stellte sich heraus, dass auch damit die harten Trauben aus dem Allgäu nicht zu pressen waren und es wurde auf Handarbeit gesetzt. Jede Traube wurde mit der Hand ausgedrückt – zwei Tage Handarbeit für die ganze Familie. Es wurden zwei Kunststofffässer mit 36 Litern angesetzt. Heraus kam der Luitpolder Ochsenberg. Die Qualität des Weins ist nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2015 brachten es die Trauben dank Ertragsreduzierung bei der Lese über 90 Grad Oechsle. Daraus entstand ein durchaus angenehmer spitziger Weißwein mit rund 12 Prozent Alkohol. Ausgeschenkt werden darf der Wein an Gäste nicht, aber „zugegeben, bei 36 Litern Ertrag schaffen wir das auch selbst“, so Armin Gross.

Restauranttipp: Burger- und Steak-Restaurant Beers in Bad Hindelang

18. April 2017
Im Zentrum von Bad Hindelang gibt es das Beers.

Im Zentrum von Bad Hindelang gibt es das Beers.

Die Burger- und Steak-Welle schwappt durch die Gastroszene des Landes und ist auch in Bad Hindelang im Allgäu angelangt. Bei meinen Ferien im Hotel Prinz Luitpold Bad traf ich auf den Metzgermeister und Fleischsommelier Matthias Endraß, der mir das örtliche Steaklokal Beers Restaurant empfahl. Nachdem ich vom Fleisch der Metzgerei Endraß sehr angetan bin, folgte ich mit meiner Familie der Empfehlung.


Das Beers liegt im Herzen der Gemeinde Bad Hindelang gegenüber dem Rathaus in der Marktstraße 4-6. Dienstag und Mittwoch sind die Ruhetage und es empfiehlt sich eine Platzreservierung, denn es ein Anziehungspunkt für Burger- und Steakliebhaber der Region ist. Nachdem Roman Beer seine Erfahrungen in internationalen Häusern gesammelt hat, verwirklichte der noch junge Küchenchef in seinem Restaurant Beer nun seine eigenen gastronomischen Ideen. „Das Beers verbindet alpines Ambiente mit modernem Flair“, so das Ziel. Mit einer Mischung aus regionalen Zutaten und Spezialitäten aus Übersee bietet Roman Beer Steaks und Burger mit saisonalen Genüssen. Den ausgewählten regionalen und internationalen Fleischsorten konnten wir als Gäste im Reifeschrank beim Reifen zusehen.


Wir wählten in Beers folgende Speisen:
Tatar vom Rind asiatisch mit Mangochutney, Sojasauce, Chilli, Ingwer und Zitronengras sowie Wasabi-Mayonnaise und Krabbenchips.

Tatar vom Rind asiatisch

Tatar vom Rind asiatisch

Einen Klassikburger mit Rindfleisch Patty, Tomate, Gurke, Salat, rote Zwiebel und Burgersauce.

Klassikburger mit Rindfleisch Patty

Klassikburger mit Rindfleisch Patty

Ein Chateaubriand oder Doppellendensteak aus der Mitte des Rinderfilets. Es wird vier Zentimeter dick geschnitten und bringt 400 Gramm auf die Waage.

Chateaubriand oder Doppellendensteak aus der Mitte des Rinderfilets

Chateaubriand oder Doppellendensteak aus der Mitte des Rinderfilets

Ein Filet weist den geringsten Fettanteil aller Fleischteile des Rindes auf. Da der Muskel üblicherweise kaum betätigt wird, ist das Fleisch besonders zart, mager und saftig. Es ist das wertvollste Teilstück vom Rind.

Das Filet weist den geringsten Fettanteil aller Fleischteile des Rindes auf.

Das Filet weist den geringsten Fettanteil aller Fleischteile des Rindes auf.

Und es gab ein Roastbeef oder auch Zwischenrippenstück. Es liegt zwischen dem Rib Eye und der Hüfte und ist der begehrteste Teil des Rindes. Es birgt durch seinen geringen Fettanteil gegenüber des Rib Eye-Steaks einen aromatischen, saftigen und zarten Fleischgenuss.
Mein Fazit: Schönes Ambiente und ausgezeichnetes Fleisch. Leider wurden die Garstufen nicht eingehalten. Ich bestellte rosa, englisch, (englisch: medium rare, französisch: à point, anglais): Das Fleisch ist innen durchgehend rosa. Es hat eine braune, knusprige Kruste. Bei mir hatte es gepasst.
Meine Familie bestellte halb durchgebraten, (englisch: medium, französisch: demi-anglais): Das Fleisch hat nur noch einen leichten rosa Kern. Das hat leider nicht geklappt. Beim Roastbeef und vor allem beim Burger ist es komplett schief gegangen. Das Fleisch war ziemlich blutig und sehr rare. Schade, aber wäre die Grillkunst.

Das Burgerfleisch war ziemlich rot.

Das Burgerfleisch war ziemlich rot.

Absolut unverständlich war mir allerdings, warum in den Restaurant keinerlei Kartenzahlung möglich ist, so weder Maestro- noch Kreditkartenzahlung. Der Ober aus Berlin erklärte etwas mit Probleme mit der Bank, was mir als Gast eigentlich egal ist. Wenn ein Steak an die 60 Euro kostet, dann hab ich nicht immer eine entsprechende Summe an Bargeld in der Tasche – vor allem wenn wir als Familie in solch ein Lokal gehen. Die Qualität der Speisen ist sehr gut und es freut mich, dass Bad Hindelang so einen gastromischen Treffpunkt hat. In Details gibt es wie beschrieben Verbesserungsbedarf.

Was für ein Genuss! Bockbier gereift im Sherryfass

15. April 2017

Der  St. Stephansbock ist neun Monate im Sherryfass gereift.

Der St. Stephansbock ist neun Monate im Sherryfass gereift.

Ich hatte die Ehre an einer exklusiven Vorabverkostung am Rande einer privaten Party beizuwohnen. Obwohl das Getränk erst in rund zwei Wochen offiziell in den Handel kommt, durfte ich die neue Kreation der Privatbrauerei Zötler aus Rettenberg/Allgäu kosten und bin restlich begeistert. Es handelt sich um die Braukunst des St. Stephansbocks.
Bockbiere gibt es in Bayern viele, aber der Geschmack des St. Stephansbocks ist einmalig. Das Bier mit 7,2 Prozent Alkohol ist im Sherryfass gereift. Insgesamt neun Monaten reift das Bier in diesen Fässern und nimmt das Aroma an. Das Bier wird in brauen 0,33 Liter Flaschen vertrieben. Die Flaschen werden dann in Papier eingeschlagen mit einer humorvollen Schwarzweiß-Zeichnung darauf. Das Bild zeigt die Brauerei mit Braumeister auf einem Fass. Ein Kollege verpackt rechts die Flaschen, links experimentiert ein Wissenschaftler an der optimalen Bierrezeptur. Wunderbar ist die herausspritzende Zunge als Zeichen der höchsten Konzentration. Ein Alphornbläser im Vordergrund beschallt die Flaschen. Auf dem Bild gibt es so viele Details zu entdecken, dass man das Papier gar nicht entsorgen mag.
Geplant ist den St. Stephansbock auch über den Online-Shop zu vertreiben. Auf jeden Fall wird es ihn bei den Partnern im Allgäu zu trinken geben. Der St. Stephansbock kommt als Limited Edition auf dem Markt, also muss ich mich beeilen, ein paar Flaschen Bock aus dem Sherryfass zu sichern.

So viele nette Details gibt zu entdecken.

So viele nette Details gibt zu entdecken.

Chinesische Gobelins im Allgäu

14. April 2017
Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Hindelang gibt es viel zu entdecken.

Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Hindelang gibt es viel zu entdecken.

In meinem Lieblingsferienhotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu gibt es immer wieder erstaunliche Details zu entdecken. In jedem meiner Urlaube im Hotel Prinz Luitpold Bad gehe ich in diesem geschichtsträchtigem Haus auf Entdeckungsreise und werde fündig. Dieses Mal habe ich zwei interessante chinesische Gobelins entdeckt, von denen einer mir ans Herz gewachsen ist.

In einem Treppenaufgang des Hotels Prinz Luitpold Bads hängen Kostenberechnung Gobelins aus China.

In einem Treppenaufgang des Hotels Prinz Luitpold Bads hängen Kostenberechnung Gobelins aus China.

Im einem der zahlreichen Treppenaufgänge hängen zwischen zweiten und dritten Stock zwei kostbare Gobelins mit chinesischen Motiven, die einen Mann und eine Frau darstellen. Mir selbst gefällt das Frauenmotiv deutlich besser. Wahrscheinlich erinnert mich das schütternde Haar des Mannes zu sehr an mich selbst.


Wie kommen chinesische Gobelins nun in ein Hotel ins Allgäu? Armin Gross, Hotelier des Hotels Prinz Luitpold Bad, erzählte mir die wechselvolle Geschichte: Elisabeth Gross war zusammen mit ihrem Ehemann Alois Gross die zweite Generation der Gross-Familie im Hotel Prinz Luitpold Bad. Sie kam gebürtig aus Pforzheim und ihr Vater war Edelsteinhändler und Goldschmied. Elisabeths Mutter Friedl Schneider besuchte im Jahr 1928 einen wohlhabenden Juwelier in Barcelona. Begeistert bewunderte sie die beiden edlen Teppiche. Der Juwelier hatte sie von englischen Seefahrern erworben, die aus China in den Mittelmeerraum reisten. In Spanien war es damals Sitte, dem Gast, wenn ihm etwas besonders gut gefiel, es ihm zum Geschenk zu machen. So kamen diese Teppiche von China über Barcelona und Pforzheim nach Bad Hindelang und sind nun im Familienbesitz der Familie Gross.

Möbel und Kunstwerke aus aller Welt sind im Hotel vereint. Die Lobby stammt u.a. Aus Schottland.

Möbel und Kunstwerke aus aller Welt sind im Hotel vereint. Die Lobby stammt u.a. Aus Schottland.

Mystischer Nebel im Hotel Prinz Luitpold Bad

14. September 2016
Ardbeg Ceo im Einsatz.

Ardbeg Ceo im Einsatz.

Wir waren rücksichtslos und wir hatten unseren Spaß dabei. Gut, ich schäme mich, aber es war ein gewaltiges Erlebnis. Bei meinem jüngsten Besuch im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang/Allgäu hatte ich für den Hotelier Armin Groß eine Überraschung dabei: Einen Ardbeg Ceo.
Mit dem Ardbeg Ceo wird der Ardbeg Whisky vernebelt. Das heißt, der Alkohol wird verdampft und die zahlreichen Aromen des wunderbaren Getränks werden im Dampf gebunden. Zum ersten Mal durfte ich es auf der rpTEN ausprobieren und war begeistert. Das musste ich unbedingt meinen Freund und Whisky-Kenner Armin Groß demonstrieren.

Wir haben probiert.

Wir haben probiert.

Nachdem die Gäste des Hotel Prinz Luitpold Bad zu Bett gegangen sind, bauten wir unseren Ardbeg Ceo auf und genossen den Dampf des zehnjährigen Ardbeg. Zwischendurch wurde das eine und andere Glas noch gehoben und wir stießen auf unsere Gesundheit, unsere Familien, unser Glück an. Der Abend verlief entsprechend. Einfach wunderbar, welcher Geschmack sich durch den Ardbeg Ceo entfaltet. Und der Dampf hüllte den ganzen Raum vom Hotel Prinz Luitpold Bad, drang vom Speisesaal in den Salon in die Lobby. Überall der herrliche Duft von Ardbeg. Es hatte etwas von Hexenküche oder Whisky-Shisha. Der Dampf ging in den Mund und Gaumenbereich – auch dorthin wo Flüssigkeit nicht hinkommt, da kommt der Rauch hin.


Unsere fröhliche Runde dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Mit dem richtigen Spirit im Kopf (und Blut) gingen wir in den Morgenstunden zu Bett. Was wir nicht bedachten, dass der Speiseraum natürlich am Morgen zum Frühstück gebraucht wurde. Ich hätte gerne das Gesicht des Frühdienstes des Hotels Prinz Luitpold Bad gesehen, als sie zur Arbeit kamen und vom Ardbeg-Dampf im Erdgeschoss des Nobelhotels empfangen wurden. Neben der Arbeit des Herrichten eines exzellenten Frühstücks gehörte nun das ausgiebige Lüften der Räume dazu. Als ich ein verspätetes Murmeltier-Frühstück (so heißt das Frühstück für Nachzügler) einnahm, grinsten mich die Angestellten des Hotels an. „War wohl spät gestern?“ und „Was haben Sie denn da Feines mit dem Chef des Hauses getrunken?“ waren einige der Fragen.
Ich erzählte stolz vom Ardbeg Ceo. Ceo heißt im übrigen im Gällischen Nebel. Und ich berichtete und freute mich. Leider hatte ich vergessen, dass die guten Geister meine Nebelaktion mit Mehrarbeit ausbaden mussten. Nun, bei der Abreise gab es ein entsprechendes Trinkgeld für die Leute und meine Bitte um Verzeihung. Aber Spaß hat es der Ardbeg Ceo auf jeden Fall gemacht. Danke an Ardbeg für die Bereitstellung eines Gerätes.

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.