Posts Tagged ‘Schwefelbad’

Ein Ort der Achtsamkeit

15. Juli 2019
Für mich Erholung pur.

Für mich Erholung pur.

Mein Körper und Geist brauchen von Zeit zu Zeit Ruhe. Phasen der Achtsamkeit, um Kraft zu tanken, zu reflektieren und sich gegebenenfalls neu auszurichten. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist es mir wieder gelungen – und unterstützt wurde ich von der Apple Watch. Die Apple Uhr hilft mir abzuschalten durch Aktivitätsringe, Atem-App oder EKG-App.
Schwimmen samt Wassergymnastik, genießen, wandern, Verwöhnen lassen mit Mooranwendungen und Massagen – das konnte ich hier bei einem Blick auf die Berge, der inspiriert und die Rübe freimacht. Ich erwachte mit dem Blick in die Berge. Hier ein Zeitraffervideo vom Sonnenaufgang.

Das Hotel hat gerade einen Umbau hinter sich und aus dem klassischen Schwimmbecken im Freien wurde ein Infinity Pool, der mich morgens zum Schwimmen einlud. Es tat gut, in aller Ruhe morgens seine Runden zu drehen. Die Aktivitätskreise der AppleWatch dankten es mir – die Kreise waren jeden Tag geschlossen, meine Entspannung nahm zu. Hier ein kleines Video vom Pool.

Am ersten Tag im Hotel hatte ich eine Premiere. Ich gönnte mir eine Mooranwendung in Verbindung mit dem Schwefelwasser des Hotels. Es tat gut, entspannte ungemein und ich sorgte dafür, dass ich meinen eigenen Rhythmus fand. Ich lag auf der Liege mit der Moorpackung auf Rücken und Schultern, war verpackt wie eine Mumie und hing meinen Gedanken nach. Keine Angst, davon gibt es keine Fotos.

Ich nahm dann Platz an dem Pool und fand meinen Lieblingsplatz. Ich genoss die Allgäuer Luft, spürte das natürliche Licht der Sonne, döste vor mich hin, hörte Podcasts und las Zeitschriften (so aus Papier).

Sehr schön war, dass im SPA-Bereich des Hotels Prinz Luitpold Bad mir ein Achtsamkeitskompass aus Papier überreicht wurde. Der Folder hatte vier Achtsamskeitübungen. Mit meiner Frau ging ich wandern und genoss die Sinfonie der Bäume. Ich suchte mir einen Baum, legte mich darunter und beobachtete die Wolken. Ich spüre den Ort, hörte ich den Baum und in mich hinein. Und ich stellte fest: Das sollte ich öfters machen.

Und ich und auch ein tolles Storytelling im SPA-Umfeld. Im SPA-Bereich des Hotels steht ein alter Ofen, der früher zum Erhitzen des Wassers gebraucht wurde. Vor der Einführung der Zentralheizung waren Holzbefeuerten Badeöfen in Gebrauch. Bis eine Wanne badefertig war, dauerte dies eine entsprechende Zeit. Ein früherer Badegast warte immer auf dem Gang, wie damals üblich, bis er sein tägliches Schwefelwannenbad nehmen konnte. Eines Tages wurde er ohne Wartezeit gleich in die Kabine gebeten. Die Wanne war zwar voll, aber ganz offensichtlich hatte gerade jemand anderes darin gebadet. Die Badehilfe meinte zu seinem erstaunten Gesichtsausdruck: „Da könnet’se ruhig neihocke. Des Wasser isch völlig keimfrei. Da hat blos grad ein geistlicher Herr drin gebadet.“

Todestag von Prinz Luitpold und was mein Urlaub damit zu tun hat

12. Dezember 2018
Der Namenspatron vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang hat heute seinen Todestag.

Der Namenspatron vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang hat heute seinen Todestag.

Heute am 12. Dezember ist der Todestag des bayerischen Prinzregenten Luitpold. Er hat Bayern 26 Jahre regiert und genießt ein hohes Ansehen. Was habe ich mit dem Prinzregenten Luitpold zu tun? Nicht viel und dennoch ganz viel. Ich genieße meine Urlaube gerne in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Luitpold verstarb übrigens am 12. Dezember 1912.

In meinem Urlaubshotel gibt es eine kulinarische Neuerung neben der klassischen Prinzregententorte. Dort findet sich das hochwertige Restaurant Saphir. Das engagierte Hotelehepaar Sabine und Armin Gross haben einen Teil ihres Hotels zum Spitzenrestaurant umgewidmet. Das Saphir ist inzwischen ein neues kulinarischer Anziehungspunkt im Allgäu geworden. Der Name Saphir hat übrigens einen historischen Hintergrund: Vorfahren der Hotelfamilie waren Edelsteinschleifer und da liegt der Edelstein Saphier als Name für ein gehobenes Restaurant nicht fern. Mir zumindest hat die Idee gut gefallen.

Hotelier Armin Gross mit der Speisekarte des Saphir.

Hotelier Armin Gross mit der Speisekarte des Saphir.

Durch Zufall war ich im Hotel zu Gast als der Küchenchef die Speisen für die Saphir-Karte kombiniert und probiert hatte. Ich durfte am Probeessen mit der Hotelfamilie teilnehmen und kann das Essen absolut empfehlen. Natürlich gibt es eine wechselnde Menüfolge.

Das Haus selbst hat eine lange und interessante Geschichte. Der Prinzregent Luitpold war der Gegend um Hindelang eng verbunden. Nach und nach hatte er sein Jagdrevier in dieser Gegend auf eine Größe von 60000 Hektar ausgeweitet. Neben der Jagd liebte er auch das Bad in den Gewässern der Umgebung. Im heutigen Hotel liegt Deutschlands höchstgelegene Schwefelquelle. Das Wasser der Quelle entspringt an der Südflanke des Iselers. Am 11. Mai 1866 wurde die Bewilligung erteilt, ein Heilbad zu eröffnen.
Bereits zwei Jahre später am 14. Februar 1888 wurde das Bad nach Luitpold nannt. Schön ist die Anfrage: „Seine königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser, haben allergnädigst zu genehmigen geruht, dass das im Gemeindebezirk Hindelang, königl. Bezirksamt Sonthofen befindliche Schwefelmineralbad Oberdorf fortan die Bezeichnung ‚Prinz Luitpold Schwefelmineralbad‘ führe.“ Luitpold war mehrfach Gast in dem Etablissement, wenn er sich zur Jagdzeit in Hinterstein aufhielt.
Heute wird sicherlich im Hotel an den Todestag des Namenspatrons gedacht. Und ich denke mal wieder darüber nach, ein paar Tage Urlaub zu machen.

 

Social Media: Foursquare & Co beim Hotel Prinz-Luitpold-Bad

30. Mai 2012

Empfehlungsmarketing ist das Zauberwort in Social Media. Wenn mein Freund sagt, das Produkt sei gut, dann glaube ich ihm. 2009 hatte Nielsen öffentliche Bewertungen auf Plattformen mehr Wirkung zugestanden als die Berichterstattung in klassischen Massenmedien wie Radio, Zeitung oder Fernsehen.

Und wir wissen auch, dass mobile Kommunikation der Markt der Gegenwart und der Zukunft ist. Die Kombination von Empfehlungsmarketing und mobiler Kommunikation nutzen findige Unternehmer für ihre Kommunikation. Ein wunderbares Beispiel dafür habe ich vor kurzem im Allgäu angetroffen. Ich war auf Einladung der Kurverwaltung Bad Hindelang zu einer Veranstaltung „Philosophie am Pass“ eingeladen, um über Social Media zu referieren. Untergebracht war ich im Hotel Prinz-Luitpold-Bad. Bereits 1864 erbaut, liegt das Hotel an einem Südhang mit großartigem Blick auf den Allgäuer Teil der bayerischen Alpen. Deutschlands höchst gelegene Schwefelquelle bildet zusammen mit alpinen Hochmoor den Schwerpunkt des Bäderangebotes, das ich genoss. Die Quelle war auch der Grund für die Verleihung des Namens „Prinz-Luitpold Schwefel Mineralbad“ im Jahr 1888 durch den bayerischen Prinzregent Luitpold.

Soweit zur Tourismusgeschichte: Beim Einchecken in das Hotel Prinz-Luitpold-Bad checkte ich selbstverständlich auch bei Foursquare ein. Überrascht war ich, dass das Hotel dort bereits angelegt war. Ebenso überrascht war ich, dass in dem gesamten Hotel WLAN zur Verfügung stand. Den Zugangscode bekam ich sofort an der Rezeption. Mein erster Eindruck des Hotels war als digitaler Mensch sofort positiv. Ja, hier kann ich bleiben, hier fühl ich mich wohl – die Hotelierfamilie Gross hat mitgedacht.

Aber es ging noch weiter als ich nochmals auf Foursquare am iPhone blickte. Ich bekam für mein Einchecken und das Teilen der Information einen Aperol Spritz auf Kosten des Hauses. Ich sollte mich einfach bei der Rezeption melden und erhielt anschließend in der Bar den kostenlosen Modedrink. Hab ich gleich gemacht: Auf Teilen in Facebook und Twitter gedrückt, meine Freunde bekamen mit, in welchem schönen Hotel ich nächtigte und alle waren zufrieden: Der Hotelier bekam kostenlose Imagewerbung, ich bekam einen kostenlosen Drink und meine Freunde bekamen die kostenlose Information über ein Hotel. Gleich darauf kam in Twitter eine DM von einer Twitterfreundschaft, in der ich nach der Adresse des Hotels gefragt wurde. An diesem kleinen Beispiel aus der Hotelbranche sehe ich: Empfehlungsmarketing funktioniert.

Abends beim Bier fragte ich den Hotelier Armin Gross. „Wir machen mit solchen Aktionen unser Hotel zukunftsfähig. Die Mehrheit unserer Gäste bemerken solche Aktionen natürlich nicht, aber wir wissen genau, dass eine neue Generation von Gästen kommt und die erwarten nicht nur perfekten Service, sondern auch Aktivitäten auf verschiedenen Social Media-Plattformen.“ Recht hat er: Armin Gross hat die Website des Hotels Google optimiert und wertet die mit Google Analytics aus. Er arbeitet mit Blogs, hat eine Webcam installiert, das Hotel ist oben bei der Google-Suche gelistet und Armin Gross wirbt mit Google-Anzeigen und ist auch in Facebook und Twitter unter @Luitpoldbad aktiv. Bei HRS und Booking sammelt er haufenweise positive  Bewertungen. So stelle ich mir gelungene Markenkommunikation in Zeiten von Social Media vor. Für mich steht fest: Hier komm ich gerne wieder hin zum Abhängen, Entspannen und Auftanken.