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Wenn Musik Herzen verbindet: Singabende und Ukulele-Glück im Hotel Prinz-Luitpold-Bad

8. Juni 2026

In meinem Lieblingshotel Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang wird Musik nicht nur gehört, sondern gemeinsam erlebt. Wenn sich auf Einladung der Hoteliers Armin und Sabine Groß die Gäste des Hauses zu einem Musikabend versammeln, entsteht eine besondere Atmosphäre der Nähe und Herzlichkeit. Bei einem Kurzurlaub genoss ich diese Herzlichkeit und sog die Atmosphäre in mich auf.

In der warmen, persönlichen Umgebung des traditionsreichen Hotels im Allgäu kommen Menschen zusammen, die sich vielleicht erst seit wenigen Tagen kennen – und doch verbindet sie in diesem Moment etwas sehr Einfaches und zugleich sehr Kraftvolles: das gemeinsame Singen. Vertraute Melodien, bekannte Liedzeilen und die Freude am Mitmachen schaffen ein Gefühl von Gemeinschaft, das weit über den Augenblick hinauswirkt. Jeden Montag kommt man um 20:30 Uhr zusammen, um zusammen zu musizieren und zu singen.

Dabei geht es nicht um Perfektion oder große Bühnenauftritte, sondern um das gemeinsame Erleben. Stimmen mischen sich, Erinnerungen werden wach, und manches Lied lässt die Gäste schmunzeln, träumen oder leise mitsummen. Ich habe gesummt, sonst wäre es nicht zu ertragen. Für eine Weile treten Alltag, Termine und Unterschiede in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen Musik, Begegnung und die Freude daran, miteinander etwas Schönes entstehen zu lassen. Gerade in einem Haus wie dem Hotel Prinz-Luitpold-Bad, das für Gastfreundschaft, Erholung und eine besondere Verbindung zur Allgäuer Lebensart steht, passt dieses musikalische Miteinander hervorragend zum Charakter des Hauses.

Aus diesen Musikabenden heraus entsteht nun eine weitere schöne Idee: Geplant sind für dieses Jahr Ukulele-Workshops im Hotel, bei denen Gäste dieses wunderbare Instrument näher kennenlernen können. Die Ukulele ist wie geschaffen für solche gemeinsamen musikalischen Momente. Sie ist klein, leicht, handlich und wirkt schon auf den ersten Blick sympathisch. Ihr heller, warmer Klang verbreitet sofort gute Laune und erinnert an Sonne, Leichtigkeit und unbeschwerte Stunden. Gleichzeitig ist sie ein Instrument, das auch Einsteigern schnell Erfolgserlebnisse schenkt. Schon mit wenigen Akkorden lassen sich viele bekannte Lieder begleiten, sodass die Hemmschwelle niedrig ist und der Spaß sehr schnell im Vordergrund steht. Meine sehr musikalische Gattin hat sich gleich nach dem Kurzurlaub ein Instrument angeschafft und übt seitdem – mit hörbaren Fortschritten.

Gerade deshalb eignet sich die Ukulele ideal für Gäste, die vielleicht schon lange einmal ein Instrument ausprobieren wollten, sich aber nie so recht getraut haben. Man muss kein Profi sein, keine jahrelange musikalische Ausbildung mitbringen und auch keine Noten lesen können, um erste Lieder zu spielen. Die Ukulele lädt dazu ein, einfach anzufangen. Sie nimmt die Angst vor dem Musizieren, weil sie freundlich, unkompliziert und zugänglich ist. Ihr Klang ist nie aufdringlich, sondern leicht und charmant. Sie begleitet Gesang auf natürliche Weise und macht aus einem einfachen Lied schnell einen kleinen musikalischen Höhepunkt.

Die geplanten Ukulele-Workshops im Hotel Prinz-Luitpold-Bad von 2.-4. Dezember können so zu einer wunderbaren Ergänzung der Musikabende werden. Charlotte Felgen wird einen Anfängerkurs geben. Anmeldungen hier. Wir haben uns zum Workshop angemeldet.

Die Workshops verbinden Lernen, Entspannung und Gemeinschaft auf eine besonders angenehme Weise. Gäste können etwas Neues ausprobieren, gemeinsam lachen, üben, singen und vielleicht am Ende sogar ein kleines Lied miteinander spielen. Das Instrument passt hervorragend zu der Atmosphäre des Hauses: herzlich, offen, lebensfroh und zugleich bodenständig. So wird Musik im Hotel Prinz-Luitpold-Bad nicht nur zu einem Programmpunkt, sondern zu einem Erlebnis, das Menschen zusammenbringt und ihnen ein Stück Allgäuer Wohlgefühl mit nach Hause gibt.

Und ich habe mir schon einen Termin für 2027 vorgemerkt: Vom 30. April bis 2. Mai 2027 verwandelt sich das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang in einen Treffpunkt für Musikfreunde, Ukulele-Begeisterte und alle, die Lust auf ein besonderes Gemeinschaftserlebnis inmitten der Allgäuer Alpen haben. Unter dem Titel ALUHA 2027 lädt das Haus zu einem außergewöhnlichen Ukulele-Festival ein, bei dem Musik, Begegnung und Lebensfreude im Mittelpunkt stehen. Die kleine Ukulele passt dabei wunderbar zur herzlichen Atmosphäre des Hotels: Sie ist handlich, sympathisch, leicht zu erlernen und verbreitet mit ihrem hellen, warmen Klang sofort gute Laune. Gerade deshalb eignet sie sich ideal für gemeinsame Musikabende und Workshops, bei denen nicht Perfektion, sondern Freude, Neugier und das gemeinsame Spielen zählen. Gäste können die Ukulele kennenlernen, erste Akkorde ausprobieren, vertraute Lieder begleiten und erleben, wie schnell aus wenigen Griffen ein gemeinsamer musikalischer Moment entsteht.
In Verbindung mit der besonderen Gastfreundschaft des Hotel Prinz-Luitpold-Bad entsteht so ein Wochenende, das Erholung, Kreativität und Gemeinschaft auf schöne Weise miteinander verbindet. ALUHA 2027 verspricht ein charmantes Festival voller Musik, Leichtigkeit und Allgäuer Herzlichkeit.

Serviceroboter im Hotel Prinz Luitpold Bad – Der kleine Helfer, der dem Service mehr Zeit für Herzlichkeit schenkt

21. Mai 2026

In meinem Lieblingshotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang trifft Tradition auf moderne Technik. Das Haus, das sich als ruhig gelegenes Wellnesshotel im Allgäu mit historischem Ambiente, Panoramablick auf die Allgäuer Alpen und einem ganzjährig beheizten Infinity-Außenpool präsentiert, steht für Erholung, Gastlichkeit und persönliche Atmosphäre. Gerade deshalb ist der Einsatz von Service-Robotern dort mehr als nur ein technisches Experiment: Er zeigt, wie Digitalisierung im Hotelalltag sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne den menschlichen Charakter eines Hauses zu verdrängen.

Service-Roboter können in einem Hotelbetrieb vor allem dort unterstützen, wo Wege lang, Abläufe wiederkehrend und Mitarbeitende stark eingebunden sind. Sie transportieren beispielsweise Geschirr entlasten damit den Service in den Speisesälen. Im Prinz-Luitpold-Bad passt ein solcher Einsatz besonders gut, weil das Hotel kein nüchterner Zweckbau ist, sondern ein gewachsenes Haus mit vielen Bereichen, Wegen und Angeboten. Wenn ein Roboter einfache Transportaufgaben übernimmt, bleibt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Zeit für das, was Gäste in einem Wellness- und Urlaubshotel besonders schätzen: persönliche Ansprache, Beratung, Aufmerksamkeit und echte Gastfreundschaft.

Wichtig ist dabei die richtige Haltung zur Technik. Der Roboter ersetzt nicht den Menschen, sondern unterstützt ihn. Gerade in der Hotellerie lebt guter Service von Blickkontakt, Empathie, Erfahrung und dem Gespür für Situationen. All das kann ein Roboter nicht leisten. Er kann aber helfen, Routinearbeiten zu erleichtern. Damit wird Technik nicht zum Selbstzweck, sondern zu einem Werkzeug, das den Alltag für das Team angenehmer macht und zugleich den Service stabilisiert. In Zeiten, in denen viele Hotels mit Fachkräftemangel, hohen Belastungen und steigenden Erwartungen der Gäste umgehen müssen, kann ein solcher Baustein sinnvoll sein.

Für die Gäste hat der Einsatz eines Service-Roboters zudem einen besonderen Reiz. Er erzeugt Neugier, Gesprächsanlässe und oft auch ein Lächeln. Gerade in einem traditionsreichen Haus wie dem Prinz-Luitpold-Bad entsteht ein spannender Kontrast: Auf der einen Seite stehen Alpenpanorama, historische Architektur, Wellness, Ruhe und gewachsene Gastlichkeit; auf der anderen Seite bewegt sich moderne Servicetechnik durch den Hotelalltag. Diese Verbindung kann zeigen, dass Digitalisierung nicht kalt oder unpersönlich sein muss. Richtig eingebettet, kann sie sogar die Atmosphäre bereichern.

Eingesetzt werden Roboter von HolaBot. Der HolaBot ist ein Service- und Transportroboter des Herstellers Pudu Robotics, der vor allem in Gastronomie, Hotellerie und Gesundheitswesen eingesetzt wird. Er unterstützt Mitarbeiter bei körperlich belastenden Routineaufgaben, etwa beim Abräumen von Geschirr, beim Transport von Speisen, Getränken oder anderen Gegenständen. Mit einer Tragkraft von bis zu 60 Kilogramm, einem Volumen von 120 Litern und vier großen Ablageflächen ist er besonders für Bereiche geeignet, in denen viele Wege zurückgelegt werden müssen.

Im Hotelalltag kann der HolaBot das Serviceteam spürbar entlasten. Er ersetzt nicht die persönliche Gastfreundschaft, sondern übernimmt einfache Transportaufgaben, damit Mitarbeiter mehr Zeit für die Gäste haben. Per Pager-Funktion, App, Sprachsteuerung oder Gesten kann der Roboter gerufen und mit Aufgaben betraut werden. Seine berührungslose Bedienung und der spritzwassergeschützte Innenraum sind vor allem dort hilfreich, wo Hygiene und reibungslose Abläufe wichtig sind. So wird der HolaBot zu einem stillen Helfer im Hintergrund: Er trägt, fährt und unterstützt – während der Mensch weiterhin für Herzlichkeit, Aufmerksamkeit und echten Service sorgt.

Pädagogisch und gesellschaftlich betrachtet ist der Einsatz solcher Roboter ebenfalls interessant. Viele Menschen begegnen Servicerobotik noch mit Skepsis oder Unsicherheit. In einem Hotel können sie die Technik niedrigschwellig erleben: nicht in einer abstrakten Zukunftsdebatte, sondern im Alltag, beim Frühstück, im Restaurant oder auf dem Weg durchs Haus. Dadurch wird sichtbar, was Roboter heute tatsächlich können – und was eben nicht. Sie sind keine künstlichen Gastgeber, sondern praktische Helfer mit klar begrenzten Aufgaben.

Für das Hotel Prinz-Luitpold-Bad liegt die Chance darin, seinen Anspruch an Gastlichkeit mit modernen Arbeitsmitteln zu verbinden. Das Haus steht für Erholung in ruhiger Lage oberhalb von Bad Hindelang und für ein Wellnessangebot, das Natur, Tradition und Entspannung miteinander verknüpft. Ein Service-Roboter kann dieses Profil ergänzen, wenn er behutsam eingesetzt wird: unaufdringlich, nützlich und immer mit dem Ziel, den menschlichen Service zu stärken.

So wird der Roboter nicht zum Symbol für Entfremdung, sondern für eine moderne Form der Entlastung. Er übernimmt Wege, trägt Lasten und sorgt für Aufmerksamkeit – aber die Herzlichkeit bleibt beim Team. Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Im Prinz-Luitpold-Bad kann moderne Technik dann überzeugen, wenn sie den Menschen nicht ersetzt, sondern ihm mehr Raum für das gibt, was kein Roboter kann – Gastfreundschaft mit Gefühl.

Ein Ort der Achtsamkeit

15. Juli 2019

Für mich Erholung pur.

Für mich Erholung pur.

Mein Körper und Geist brauchen von Zeit zu Zeit Ruhe. Phasen der Achtsamkeit, um Kraft zu tanken, zu reflektieren und sich gegebenenfalls neu auszurichten. Bei einem Kurzurlaub im Allgäu in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist es mir wieder gelungen – und unterstützt wurde ich von der Apple Watch. Die Apple Uhr hilft mir abzuschalten durch Aktivitätsringe, Atem-App oder EKG-App.
Schwimmen samt Wassergymnastik, genießen, wandern, Verwöhnen lassen mit Mooranwendungen und Massagen – das konnte ich hier bei einem Blick auf die Berge, der inspiriert und die Rübe freimacht. Ich erwachte mit dem Blick in die Berge. Hier ein Zeitraffervideo vom Sonnenaufgang.

Das Hotel hat gerade einen Umbau hinter sich und aus dem klassischen Schwimmbecken im Freien wurde ein Infinity Pool, der mich morgens zum Schwimmen einlud. Es tat gut, in aller Ruhe morgens seine Runden zu drehen. Die Aktivitätskreise der AppleWatch dankten es mir – die Kreise waren jeden Tag geschlossen, meine Entspannung nahm zu. Hier ein kleines Video vom Pool.

Am ersten Tag im Hotel hatte ich eine Premiere. Ich gönnte mir eine Mooranwendung in Verbindung mit dem Schwefelwasser des Hotels. Es tat gut, entspannte ungemein und ich sorgte dafür, dass ich meinen eigenen Rhythmus fand. Ich lag auf der Liege mit der Moorpackung auf Rücken und Schultern, war verpackt wie eine Mumie und hing meinen Gedanken nach. Keine Angst, davon gibt es keine Fotos.

Ich nahm dann Platz an dem Pool und fand meinen Lieblingsplatz. Ich genoss die Allgäuer Luft, spürte das natürliche Licht der Sonne, döste vor mich hin, hörte Podcasts und las Zeitschriften (so aus Papier).

Sehr schön war, dass im SPA-Bereich des Hotels Prinz Luitpold Bad mir ein Achtsamkeitskompass aus Papier überreicht wurde. Der Folder hatte vier Achtsamskeitübungen. Mit meiner Frau ging ich wandern und genoss die Sinfonie der Bäume. Ich suchte mir einen Baum, legte mich darunter und beobachtete die Wolken. Ich spüre den Ort, hörte ich den Baum und in mich hinein. Und ich stellte fest: Das sollte ich öfters machen.

Und ich und auch ein tolles Storytelling im SPA-Umfeld. Im SPA-Bereich des Hotels steht ein alter Ofen, der früher zum Erhitzen des Wassers gebraucht wurde. Vor der Einführung der Zentralheizung waren Holzbefeuerten Badeöfen in Gebrauch. Bis eine Wanne badefertig war, dauerte dies eine entsprechende Zeit. Ein früherer Badegast warte immer auf dem Gang, wie damals üblich, bis er sein tägliches Schwefelwannenbad nehmen konnte. Eines Tages wurde er ohne Wartezeit gleich in die Kabine gebeten. Die Wanne war zwar voll, aber ganz offensichtlich hatte gerade jemand anderes darin gebadet. Die Badehilfe meinte zu seinem erstaunten Gesichtsausdruck: „Da könnet’se ruhig neihocke. Des Wasser isch völlig keimfrei. Da hat blos grad ein geistlicher Herr drin gebadet.“

Auf der Suche nach den wilden Fräuleins – Wildfräuleinstein im Allgäu

10. Juli 2019

Bei meinem kurzen, aber intensiven Urlaub im Allgäu im Hotel Prinz Luitpold Bad wollte ich zusammen mit meiner Frau ein wenig wandern. Meine Frau ist ein richtiger Wandervogel, ich muss mich mehr motivieren und dieses Mal wollte ich im Urlaub ein wenig mehr machen, als nur am Pool zu liegen.
Den erste Wanderung von rund einer Stunde machten wir direkt vom Hotel weg auf dem so genannten Vaterlandsweg. Hier ein Zeitraffervideo – eine Stunde in etwa 2,5 Minuten.

Bei der nächsten Wanderung wollte ich etwas anspruchsvolleres. Das Allgäu bietet Unmenge von Wandermöglichkeiten. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber mein Lieblingshotel hat die Lösung. In einem Bereich des Hotels gibt es zahlreiche Wandervorschläge in Form von Flyer. Der Vorteil: Das Hotel-Ehepaar Sabine und Armin Gross haben die Touren selbst durchgeführt und fotografiert. Meine Frau und ich schauten uns die Angebote durch und mich begeisterte der Wandertipp 20 – Wildfräuleinstein.
Als Journalist begeistere ich mich fürs Storytelling und dieser Wandertipp Wildfräuleinstein versprach ein hervorragendes Storytelling. Der Legende nach lebten dort die wilden Fräulein, welche Handel mit den Einheimischen trieben. Dabei verliebte sich eine dieser Frauen in einen jungen Burschen und diese lebten voran glücklich zusammen. Allerdings unter der Bedingung, dass niemand sie beim wahren Namen nennt. Das Schicksal meinte es nicht so gut mit ihnen und aus einem Versehen heraus machte die Nachbarin einen Reim, der zufällig den wahren Namen traf, So musste das wilde Fräulein weinend zurück in den Wald. Die Geschichte gefiel mir, also machten wir die Wanderung. Auf dem Flyer stand 1,5 Stunden mit leichtem Niveau.

Nun, bei mir wurden es dann über drei Stunden Wanderung – und unter leichtem Niveau verstehe ich etwas anders.
Der Start- und Endpunkt ist der Wanderparkplatz Allgäuer Berghof in Hinterstein. Am oberen linken Ende des Parkplatzes führt ein Feldweg zum Wildfräuleinstein quer durch eine Weide von Allgäuer Kühen (aufpassen, wohin man tritt).

Nach dem Feldweg kommt ein kurzer Fußmarsch auf Teer und dann links ab in den Wald und hoch zum Wildfräuleinstein. Erst sieht man die Felswand mit Löchern. Und wer genau hinschaut, der findet auch die verschiedenen Wildfräuleins, die über das Gelände verteilt sind.

Todestag von Prinz Luitpold und was mein Urlaub damit zu tun hat

12. Dezember 2018

Der Namenspatron vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang hat heute seinen Todestag.

Der Namenspatron vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang hat heute seinen Todestag.

Heute am 12. Dezember ist der Todestag des bayerischen Prinzregenten Luitpold. Er hat Bayern 26 Jahre regiert und genießt ein hohes Ansehen. Was habe ich mit dem Prinzregenten Luitpold zu tun? Nicht viel und dennoch ganz viel. Ich genieße meine Urlaube gerne in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Luitpold verstarb übrigens am 12. Dezember 1912.

In meinem Urlaubshotel gibt es eine kulinarische Neuerung neben der klassischen Prinzregententorte. Dort findet sich das hochwertige Restaurant Saphir. Das engagierte Hotelehepaar Sabine und Armin Gross haben einen Teil ihres Hotels zum Spitzenrestaurant umgewidmet. Das Saphir ist inzwischen ein neues kulinarischer Anziehungspunkt im Allgäu geworden. Der Name Saphir hat übrigens einen historischen Hintergrund: Vorfahren der Hotelfamilie waren Edelsteinschleifer und da liegt der Edelstein Saphier als Name für ein gehobenes Restaurant nicht fern. Mir zumindest hat die Idee gut gefallen.

Hotelier Armin Gross mit der Speisekarte des Saphir.

Hotelier Armin Gross mit der Speisekarte des Saphir.

Durch Zufall war ich im Hotel zu Gast als der Küchenchef die Speisen für die Saphir-Karte kombiniert und probiert hatte. Ich durfte am Probeessen mit der Hotelfamilie teilnehmen und kann das Essen absolut empfehlen. Natürlich gibt es eine wechselnde Menüfolge.

Das Haus selbst hat eine lange und interessante Geschichte. Der Prinzregent Luitpold war der Gegend um Hindelang eng verbunden. Nach und nach hatte er sein Jagdrevier in dieser Gegend auf eine Größe von 60000 Hektar ausgeweitet. Neben der Jagd liebte er auch das Bad in den Gewässern der Umgebung. Im heutigen Hotel liegt Deutschlands höchstgelegene Schwefelquelle. Das Wasser der Quelle entspringt an der Südflanke des Iselers. Am 11. Mai 1866 wurde die Bewilligung erteilt, ein Heilbad zu eröffnen.
Bereits zwei Jahre später am 14. Februar 1888 wurde das Bad nach Luitpold nannt. Schön ist die Anfrage: „Seine königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern Verweser, haben allergnädigst zu genehmigen geruht, dass das im Gemeindebezirk Hindelang, königl. Bezirksamt Sonthofen befindliche Schwefelmineralbad Oberdorf fortan die Bezeichnung ‚Prinz Luitpold Schwefelmineralbad‘ führe.“ Luitpold war mehrfach Gast in dem Etablissement, wenn er sich zur Jagdzeit in Hinterstein aufhielt.
Heute wird sicherlich im Hotel an den Todestag des Namenspatrons gedacht. Und ich denke mal wieder darüber nach, ein paar Tage Urlaub zu machen.

 

Was machen chinesische Vasen im Allgäu?

5. November 2017

Das Allgäu ist berühmt für seine Handwerkskunst und bei meinem jüngsten Aufenthalt im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang entdeckte ich in einem zurückversetzten Teil des Salons eine Reihe von chinesischen Vasen. Große, kostbare Vasen mit feinen Verzierungen. Und sogleich stellt sich mir die Frage: Was machen chinesische Vasen im Allgäu?

Die Antwort gibt mir Hotelier Armin Gross. Seine Großmutter Maria Gross (geborene Zöttler) kaufte mit ihrem Mann Andreas Gross das Hotel Prinz Luitpold Bad im Jahre 1923. Sie liebte Antiquitäten und ersteigerte viele Gegenstände bei Auktionen in München. Ich muss sagen, die Dame hatte Geschmack. Unter den ersteigerten Exponaten waren auch zahlreiche chinesische Vasen.


Dann kam das Maleur. Der Großteil der Vasen sollte 1951 zu Lampen umfunktioniert werden und wurden dazu mit Gips ausgegossen. Das war ein Fehler. Die meisten Vasen zerbrachen beim Trocknen des Gipses.
Heute stehen die verbliebenen Vasen in einem Teil des Salon, der aus dem schottischen Lanrick Castle stammt und bilden eine wunderschöne Symbiose.

Buchtipp: Resturlaub von Tommy Jaud

28. April 2017

Nette Unterhaltung und mein Buchtipp für heute: Resturlaub

Nette Unterhaltung und mein Buchtipp für heute: Resturlaub

Keine große Literatur, aber für einen Tag nette Unterhalterung mit Lokalkolorit – so sehe ich das Buch Resturlaub: Das Zweitbuch von Tommy Jaud. Eigentlich lese ich solche Art von Romanen gar nicht, aber ich war neugierig.
Bei einem Abendessen mit dem Allgäuer Herrenausstatter Klaus Felbinger auf Einladung von Sabine und Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad kamen wir auf die Franken zu sprechen. Ich arbeite sehr oft in Franken und mein bester Kumpel kommt auch aus Nürnberg. Die Allgäuer stellten fest, dass die Franken so ihre Marotten haben und ich konnte dem nur zustimmen. Da fiel Klaus Felbinger ein Buchtipp ein: Resturlaub von Tommy Jaud. Eine netter, harmloser Unterhaltungsroman, der zum Teil in Bamberg spielt. Nun, Bamberg ist mir gut bekannt, Franken sowieso und auf dem Nachhauseweg von der Esseneinladung bestellte ich mir auf gut Glück das Buch.
Innerhalb eines Tages hatte ich den Roman durch und musste – ich geb es gar nicht gerne zu – zeitweise richtig laut loslachen. Tommy Jaud, der eigentlich aus Schweinfurt kommt, spiegelte die fränkische Mentalität in diesem Buch sehr, sehr gut wider. Hinzu kommen noch Dialekteinflüsse aus Stuttgart und der Spaß ist komplett. Das ganze ist eine Art moderner Männerroman geworden. Ein Mann auf der Flucht vor sich selbst. Er will vor Freundin, Job und drohendem Einfamilienaus aussteigen, flieht nach Argentinien und kommt reumütig nach Bamberg in sein langweiliges Leben zurück. Trotz starker Humoreinlagen eigentlich ein tottrauriges Buch über ein fränkisches Spießerleben.
Wer also in seiner Midlife-Crisis ist, wer aus Franken kommt oder wer mal ein wenig laut loslachen will, der sollte sich dieses Buch für ein paar Stunden reinziehen. Wie gesagt, Resturlaub: Das Zweitbuch ist keine große Literatur, aber harmlose Unterhaltung mit einem – für mich – deprimierendem Ende. Mir hat es ganz gut gefallen.

Gold und Silbermünzen bei der Abreise aus Bad Hindelang

25. April 2017

Bei der Abreise aus Bad Hindelang bekomme ich Gold- und Silbermünzen.

Bei der Abreise aus Bad Hindelang bekomme ich Gold- und Silbermünzen.

Ich bin reich. Bei meiner Abreise aus meinem Ferienhotel Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang überreichte mir die freundliche Dame an der Rezeption ein blaues Stoffsäcken. Es war gefüllt mit Gold- und Silbermünzen. „Wir möchten Ihnen diese Münzen als Zeichen des Dankes überreichen“, sagte die Rezeptionistin. Ich war erst einmal sprachlos.
Die Idee dahinter ist großartig, denn dahinter verbirgt sich ein perfektes Kundenbindungsprogramm der Hotelierfamilie Sabine und Armin Gross. Die Gold- und Silbermünzen, Luitpoldtaler genannt, haben eine besondere Bedeutung. Auf ihnen ist das Allgäuer Hotel abgebildet und der Wert der Münze.


Die goldenen Luitpoldtaler entsprechen dem Wert 1 Münze zu 10 Euro. Diese werden bei einem erneuten Aufenthalt im Hotel Prinz Luitpold Bad vom Hotel in Zahlung genommen. Das ist ein netter Rabatt, den ich gerne beim nächsten Mal einlösen werde. Ich komme wieder, denn ich will ja sparen.
Die silbernen Luitpoldtaler sind eine Art Kennenlern-Gutschein für neue Gäste. Damit kann ich Freunde und Bekannte eine Freude machen. 10 Luitpoldtaler sind pro Person und Tag an der Rezeption einlösbar und anrechenbar auf die Hotelrechnung bei Direktbuchung und Privatbuchung. Die Münzen dann gleich beim Einchecken an der Hotelrezeption abgeben.
Ein Rückgeld und Barauszahlung ist freilich ausgeschlossen.

Angebot an Silbermünzen – Zuschuss für einen Hotelaufenthalt:
Da ich einige Silbermünzen habe, gebe ich diese gerne an Interessierte und Freunde weiter. Bitte einfach einen Kommentar bei diesem Blogpost hinterlassen und ich lass euch meine Silbermünzen zukommen, solange der Vorrat reicht. Schaut euch das Hotel Prinz Luitpold Bad im Web an und entscheidet dann.

 

Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

20. April 2017

Armin Gross ist stolzer Hobbywinzer.

Armin Gross ist stolzer Hobbywinzer.

Bei einer Fahrt ins sonnige Südtirol dachte sich der Allgäuer Hotelier Armin Gross einstmals: Warum keltern wir eigentlich nicht unseren eigenen Wein? Der Allgäuer Boden ist perfekt für einen Weinanbau, am Klima muss gegebenenfalls noch gearbeitet werden. Also packte der findige Hotelier vom Hotel Prinz Luitpold Bad aus Bad Hindelang einen mutigen Entschluss: Ein Wein aus dem Allgäu sollte angebaut werden.
Im Jahre 2007 wurden elf Rebstöcke der Sorte Solaris gepflanzt, denn mehr als erfrieren kann der Wein ja nicht. Solaris ist für harte Klima ideal, er reift früh und passt ideal ins Allgäu. Pro Rebstock kommt ein halber Liter Weißwein am Ende bei der Ernte heraus. 2010 kam es zur ersten Ernte, 860 Meter über dem Meeresspiegel. Hobbywinzer Armin Gross war begeistert vom der Süße seiner Trauben.
„Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang“ hatte Armin Gross damals der Presse erzählt. Der Freistaat Bayern hat sofort reagiert und 9. Januar 2011 gab es ein Einschreiben aus Veitshöchheim von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Es wurde mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren gedroht, wenn er einen Wein aus einem nichtgenehmigten Anbau in den Umlauf bringt. Daraus machte PR-Mann Armin Gross eine riesige PR-Aktion und spielte die Meldung mit Erfolg im ganzen Bundesgebiet. Die Massenmedien und Blogs berichteten über den Hotelier aus dem Allgäu.

So sieht sein Wein aus - Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

So sieht sein Wein aus – Deutschland höchster Weinberg steht in Bad Hindelang

Dann machte Armin Gross alles nach Vorschrift. Mit der Gründung der Winzergemeinschaft Oberallgäu 2011 legte Armin Gross den Grundstein für das langfristige Ziel: eine eigene Regionbezeichnung und die Neugründung des Weinanbaugebiets Allgäu. Die insgesamt 200 Quadratmeter des jüngsten und kleinsten Anbaugebietes in Deutschland tragen die Titel höchster und zweihöchster Weinberg. Der Wein wurde angemeldet. Und für den Hobbygebrauch darf der Wein produziert und an gute Freunde ausgeschenkt werden. Da ich ein Gläschen bekam, danke ich für diesen Freundschaftsbeweis.

Der Luitpolder Ochsenberg.

Der Luitpolder Ochsenberg.

Mit der Krönung der ersten Allgäuer Weinkönigin im September 2011 begann die Erfolgsgeschichte für den Allgäuer Wein. Die bayerische Staatsregierung konnte bisher keine gewerbliche Anbaugenehmigung erteilen. Allerdings soll der Anbauschutz fallen – und damit gibt es vielleicht noch eine Chance für einen Allgäuer Wein.


Ich trank also den Solaris 2015, als der bisher beste Wein. 60 Kilogramm wurden gelesen und verarbeitet. Zunächst wurde der Wein in einer mickrigen Tischpresse verarbeitet, dann aber schon mit einer professionellen Presse aus Italien. Dann stellte sich heraus, dass auch damit die harten Trauben aus dem Allgäu nicht zu pressen waren und es wurde auf Handarbeit gesetzt. Jede Traube wurde mit der Hand ausgedrückt – zwei Tage Handarbeit für die ganze Familie. Es wurden zwei Kunststofffässer mit 36 Litern angesetzt. Heraus kam der Luitpolder Ochsenberg. Die Qualität des Weins ist nicht zu unterschätzen. Im Jahr 2015 brachten es die Trauben dank Ertragsreduzierung bei der Lese über 90 Grad Oechsle. Daraus entstand ein durchaus angenehmer spitziger Weißwein mit rund 12 Prozent Alkohol. Ausgeschenkt werden darf der Wein an Gäste nicht, aber „zugegeben, bei 36 Litern Ertrag schaffen wir das auch selbst“, so Armin Gross.

Chinesische Gobelins im Allgäu

14. April 2017

Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Hindelang gibt es viel zu entdecken.

Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Hindelang gibt es viel zu entdecken.

In meinem Lieblingsferienhotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu gibt es immer wieder erstaunliche Details zu entdecken. In jedem meiner Urlaube im Hotel Prinz Luitpold Bad gehe ich in diesem geschichtsträchtigem Haus auf Entdeckungsreise und werde fündig. Dieses Mal habe ich zwei interessante chinesische Gobelins entdeckt, von denen einer mir ans Herz gewachsen ist.

In einem Treppenaufgang des Hotels Prinz Luitpold Bads hängen Kostenberechnung Gobelins aus China.

In einem Treppenaufgang des Hotels Prinz Luitpold Bads hängen Kostenberechnung Gobelins aus China.

Im einem der zahlreichen Treppenaufgänge hängen zwischen zweiten und dritten Stock zwei kostbare Gobelins mit chinesischen Motiven, die einen Mann und eine Frau darstellen. Mir selbst gefällt das Frauenmotiv deutlich besser. Wahrscheinlich erinnert mich das schütternde Haar des Mannes zu sehr an mich selbst.


Wie kommen chinesische Gobelins nun in ein Hotel ins Allgäu? Armin Gross, Hotelier des Hotels Prinz Luitpold Bad, erzählte mir die wechselvolle Geschichte: Elisabeth Gross war zusammen mit ihrem Ehemann Alois Gross die zweite Generation der Gross-Familie im Hotel Prinz Luitpold Bad. Sie kam gebürtig aus Pforzheim und ihr Vater war Edelsteinhändler und Goldschmied. Elisabeths Mutter Friedl Schneider besuchte im Jahr 1928 einen wohlhabenden Juwelier in Barcelona. Begeistert bewunderte sie die beiden edlen Teppiche. Der Juwelier hatte sie von englischen Seefahrern erworben, die aus China in den Mittelmeerraum reisten. In Spanien war es damals Sitte, dem Gast, wenn ihm etwas besonders gut gefiel, es ihm zum Geschenk zu machen. So kamen diese Teppiche von China über Barcelona und Pforzheim nach Bad Hindelang und sind nun im Familienbesitz der Familie Gross.

Möbel und Kunstwerke aus aller Welt sind im Hotel vereint. Die Lobby stammt u.a. Aus Schottland.

Möbel und Kunstwerke aus aller Welt sind im Hotel vereint. Die Lobby stammt u.a. Aus Schottland.