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YouTube doch meist nur ein Konsumkanal

12. Juli 2016
Wie wird YouTube bei euch genutzt?

Wie wird YouTube bei euch genutzt?

Bei meinen Vorträgen an Schulen frage ich auch die Nutzung von YouTube nach. Alle Schülerinnen und Schüler, egal welcher Jahrgangsstufe und Schulzweig und egal welches Bundesland, schauen YouTube. Für sie ist das Ende des linearen Fernsehens längst Realität und sie verstehen die aufgeblasenen Diskussionen der Programmmacher von Fernsehsender gar nicht. Die Kinder sind mit YouTube aufwachsen und nutzen es. Interessant ist, dass viele Schülerinnen und Schüler die Videoplattform als Suchmaschine nutzen – auch K1 und K2.

YouTube als Suchmaschine
Das Verhalten in unserer Familie ist interessant. Während ich als erstes zu Google und Co greife, um etwas zu suchen, greifen meine Kinder zu YouTube. Für sie ist YouTube eine Suchmaschine. Als ich nachfragte, warum es so sei, erklärten mir K1/2 übereinstimmend: „Es ist wie in der Schule. Der Lehrer erklärt etwas anhand eines Tafelbildes. Er baut den Sachverhalt auf und zeigt die Lösung. Erst dann lesen wir im Schulbuch nach, wie das Problem gelöst wird.“
Ein schöne Erklärung, wie ich finde. Im Grunde gebe ich meinen Kindern recht, denn unbewusst handle ich ebenso. Ein Beispiel: Meine Frau und ich haben uns eine Siebträgermaschine gegönnt. Wir lieben guten Kaffee und die Anschaffung war es uns wert. Nachdem wir das Ding aufgebaut und angeschlossen haben, ging es an die Installation. Dabei sollte ich ein fettes Handbuch als PDF lesen. Wirklich nicht. Also schauten wir die How to-Videos in YouTube an und konnten die Maschine einstellen. So weit sind meine Kinder und ich nicht voneinander entfernt.

Das erste YouTube-Video war eine Revolution. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der Wirkung. Jeder kann ein Sender sein – YouTube – deine Bildschirmröhre.

YouTube in der Jugendforschung Celepedia
Interessant ist in diesem Zusammenhang, was die Jugendforschung dazu sagt. Celepedia, ein Start-up von Axel Springer mit der Zielgruppe der 12- bis 24-Jährigen, hat über 4.100 Jugendliche in der „Celepedia Jugendstudie #1“ in 41 Fragen zu Themen wie Zukunft, Werte, Mediennutzung, E-Commerce, Drogenkonsum und Sex befragt. Das Ergebnis der Online-Umfrage, die im August 2015 unter den Celepedia-Nutzern in ganz Deutschland durchgeführt wurde, ist die größte nationale Jugendstudie. Mode, Beauty und Videoblogger schlagen Politik und Wirtschaft beim Interesse der Jugendlichen (68 Prozent interessieren sich für Mode, 61 Prozent für Beauty und 51 Prozent für Videoblogger auf YouTube – nur 13 Prozent informieren sich über Politik und 9 Prozent über Wirtschaft)

YouTube als Konsumkanal, weniger eigene Filme
Es stellt sich heraus, dass YouTube primär ein Konsumkanal ist, nur vereinzelt treten Jugendliche als Protagonisten vor die Kamera (81 Prozent haben noch nie ein Video hochgeladen, 1 Prozent laden regelmäßig Videos hoch). Dabei bemüht sich Google, neue YouTuber zu aktivieren. Aber mit mäßgem Erfolg. Meine Kinder experimentieren mit Video herum und K2 versucht sich an einem eigenen Videokanal. Sie schauen mir mit meinem Kanal über die Schulter, aber meiner Erfahrung nach, gibt es sehr wenige YouTuber unter den Schülerinnen und Schülern. Eine Ausnahme. Ich habe bei einem Vortrag am Münchner Gymnasium Trudering eine erfolgreiche YouTuberin kennengelernt. Amelie Marina – die 16jährige Schülerin betreibt erfolgreich den Kanal lifestyle_inlove und berichtet über Lifestyle, Fashion, Beauty und mehr. Sie hat es verstanden und kam schon in kurzer Zeit auf 14.431 Abonennten. Dagegen bin ich eine lahme Ente mit meinem Kanal.

Die YouTube-Zahlen
Inzwischen wird YouTube von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt – das entspricht fast einem Drittel aller Internetnutzer. Täglich werden Videos mit einer Gesamtdauer von mehreren hundert Millionen Stunden auf YouTube abgespielt und Milliarden Aufrufe generiert. In den vergangenen drei Jahren ist die Wiedergabezeit auf YouTube jährlich um mindestens 50 % gestiegen.
Die Google-Tochter haben lokalisierte Versionen von YouTube für mehr als 88 Länder und in 76 Sprachen eingeführt, die 95 % aller Internetnutzer beherrschen.

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.

Der 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß

6. September 2015

Heute am 6. September 2015 hätte Franz Josef Strauß seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ich bin gerade zu diesem Zeitpunkt in Wildbad Kreuth. Ein Ort, der eng mit Strauß verbunden ist und es regnet in Strömen. Der Himmel beweint FJS. Kreuth bedeutete Franz Josef Strauß den Kreuther Geist, das Aufkündigen der Fraktionsgemeinschaft CSU/CDU und viele Geschichten mehr. Das Ehepaar Strauß wohnte in den 1980er Jahren in Kreuth. Kreuth ist aber auch ein tragischer Ort für die Familie Strauß. Am 22. Juni 1984 verunglückte Marianne, die Ehefrau von FJS, kurz nach der Brücke bei Scharling mit ihrem Fahrzeug tödlich. Gestern Nacht besuchte ich bei einer Fahrt nach Rottach-Egern die Todesstelle von Marianne Strauß. Es war eine eigenartige Stimmung, muss ich zugeben, keine Kerzen, nichts.
In den vergangenen Wochen beschäftigte ich mich ein wenig mit FJS und ging auf eine Reise in meine/seine Vergangenheit. Ich habe bereits darüber gebloggt.
Als politisch interessierter Mensch wollte ich mehr über den umstrittenen Übervater der CSU und bayerischen Ministerpräsidenten erfahren. Ich bin 1968 geboren und bekam als Kind und Jugendlicher den Streit um die Person FJS mit. Wo Strauß auftrat, da polarisierte er. Politisch habe ich ihn nicht bewusst erlebt, den Streit um ihn dafür um so mehr. In Gesprächen mit Zeitzeugen wurde mir nur deutlich: Er war umstritten, und das ist vornehm ausgedrückt. Von Verehrung bis Hass auf seine Person habe ich in den vergangenen Tagen viele Stimmen vernommen. Was habe ich alles gehört und gelesen: Übervater der CSU, Gauner, Schöpfer des modernen Bayern – auf jeden Fall war er eine faszinierende Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Ich denke, diverse Vorfälle wie Fibag, Lockheed oder dem Verkehrspolizisten Hahlbohm, die Spiegel-Affäre oder die Wienerwald-Rede von 1976 sind ganz schön heftig.

Strauß-Vortrag bei der HSS
Zum 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß veranstaltete die CSU-nahe Hanns Seidel Stiftung eine Vortragsveranstaltung „Franz Josef Strauß – Staatsmann und Freund“ mit Wilfried Scharnagl. Wilfried Scharnagl, ehemaliger Chefredakteur der CSU-Mitgliederzeitschrift Bayernkurier und politischer Publizist, genoss das besondere Vertrauen von Strauß, der dies mit dem Satz zum Ausdruck brachte: „Scharnagl schreibt, was Strauß denkt, und Strauß denkt, was Scharnagl schreibt.“

Ich habe den Vortrag von Scharnagl und die anschließende Diskussion mit Prof. Hans Peter Niedermeier von der HSS für Youtube mitgeschnitten.

Ich war überrascht, dass Scharnagl in seinem Rahmen kritisch mit dem Übervater Strauß umging. Entsetzt war ich allerdings in der anschließenden Podiumsdiskussion über so manche Wortmeldung aus dem Publikum. Schaut euch die Videos mal an, wenn ihr ein bisschen Zeit habt.

 

Horst Möller: Herrscher und Rebell
Am Rande der Veranstaltung wies Scharnagl auf das Buch von Horst Möller hin: Franz Josef Strauß: Herrscher und Rebell. Das Buch erschien im Piper-Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung stellte. Vielen Dank dafür.

Wilfried Scharnagl stellte das Buch Herrscher und Rebell besonders heraus.

Wilfried Scharnagl stellte das Buch Herrscher und Rebell besonders heraus.

Das 832 Seiten dicke Buch wurde von Horst Möller verfasst, der einst das Institut für Zeitgeschichte in München leitete. Anfangs befürchtete ich ein trockenes Werk eines deutschen Professors, aber er orientiert sich an der angelsächsischen Erzählweise und an vier Tagen hatte ich das Buch gelesen. Vom Stil her flüssig, aber wissenschaftlich, gleitet mir das Werk in so mancher Formulierung in eine Art Heldenverehrung ab.

Und dennoch ist es ein wichtiges Zeitdokument, das Leben und Werk von Strauß vortrefflich beleuchtet. Allerdings mit Detailfehler, die einem Direktor des renommierten Instituts für Zeitgeschichte nicht passieren dürfen – Stichwort ist die berühmte Put Put-Rede. Hier hätte spätestens der Lektor besser aufpassen müssen. Auch Strauß außereheliche Affäre mit einer 17jährigen Schülerin wird mir zu wenig kritisch hinterfragt. Gut, ich war nicht dabei und das Privatleben soll privat bleiben, wenn es das öffentliche Amt nicht berührt.

Mir wurde das Buch von Horst Möller von Wilfried Scharnagl ans Herz gelegt.

Mir wurde das Buch von Horst Möller von Wilfried Scharnagl ans Herz gelegt.

Mir hat das Lesen dieses detailreichen Werkes große Freude gemacht, auch wenn ich mit der kommentierenden Form des Autors nicht einverstanden bin. Verfehlungen von Strauß müssen bei so einem Werk stärker berücksichtigt und klar benannt werden. Dennoch: Ohne FJS wäre Bayern nicht dort, wo sich der Freistaat heute wirtschaftlich befindet. Hervorragend unterstreicht das Buch, wie umstrittenen FJS war und heute noch immer ist. Erwähne ich bei der älteren Generation den Namen Strauß, schlägt mir Begeisterung oder Ablehnung entgegen – dazwischen scheint es nichts zu geben. Alle betonen aber übereinstimmend, welch Redner Strauß gewesen war – Redeschlachten zwischen Wehner und Strauß gehören in die Kategorie deutliche Worte. Immer wieder wurde mir gesagt, dass es solche Politiker wie Strauß heute bräuchte. Ja, sie bräuchte es, aber sie würden mit ihrer Art nur eine Zeitlang in ihren gewählten politischen Ämtern überleben. Wir als Volk fordern zwar deutliche Worte und Charakterköpfe – kommt es mal zu ihnen, dann ist die Aufregung aber groß.

Wirtschaftspolitik und Standortpolitik
In dem Vortrag der HSS wurde Wilfried Scharnagl gebetsmühlenartig vom Publikum gefragt, wie Strauß denn heute diese oder jene Sachen sehen würde. Wilfried Scharnagl lässt sich auf dieses Glatteis nicht führen und wiegelt zurecht ab. Und dennoch ist es in der Biografie von Horst Möller interessant nachzulesen, wie intensiv sich Strauß für Airbus gegen Boing einsetze und damit aktive Wirtschaftspolitik für den Freistaat machte. Solche klaren Worte bräuchten wir gegenüber Google und Facebook aus Deutschland (oder Bayern). Das System Strauß brauche ich heute nicht mehr, die Ecken und Kanten eines Politikers wie Franz Josef Strauß sehne ich herbei.

Originelles FJS-Plakat von Peter Gauweiler. Strauß wirkt noch heute in der Öffentlichkeit.

Originelles FJS-Plakat von Peter Gauweiler. Strauß wirkt noch heute in der Öffentlichkeit.

Apple kauft (wohl) Metaio – meine Einschätzung

29. Mai 2015

Die Gerüchteküche brodelte in München ganz schön, wenn ich in der Community das Thema Metaio ansprach. Metaio ist einer der wichtigsten Firmen weltweit im Bereich augmented reality zu deutsch etwa erweiterter Realität. Die Software-Schmiede aus München entwickelte für zahlreiche Kunden höchst innovative Projekte, veranstaltete eine Top-Konferenz mit inside AR in München und war leuchtendes Beispiel für den High-Tech-Standort Bayern.

Ich mache mir Gedanken zu Metaio.

Ich mache mir Gedanken zu Metaio.

Jetzt hat wohl Apple zugeschlagen und das Münchner Unternehmen gekauft – so zumindest deuten alle Indikatoren hin. Von den Beteiligten Apple und Metaio gibt es dazu noch keine Aussagen. Aber es sieht ganz so aus.

Die Website von Metaio wurde nahezu stillgelegt.

Die Website von Metaio wurde nahezu stillgelegt.

Kauf oder Crash? fragten sich im Vorfeld einige meiner Bekannten und auch ich machte mir Sorgen um Metaio. Die Vorzeichen könnten beides bedeuten. Die Website des Unternehmens wurde großteils vom Netz genommen, der Support der Produkte mittelfristig eingestellt, die deutschen Twitter-Kanäle von Metaio gelöscht. Auf Anfragen kam keine Antwort. Hatte sich Metaio mit der großartigen inside AR-Konferenz übernommen? Dann wurde auch die inside AR in den USA abgesagt. Das klang alles nicht gut.
Die Gerüchte intensivierten sich dann im Vorfeld zur Google Konferenz iO. Sollte Google vielleicht Metaio gekauft haben? augmented reality gilt als interessante Zukunftstechnologie und hier spielt Google ganz vorne mit. Eine Kombination mit Google Glas oder anderen Google-Diensten schien nahe zu liegen. Nachdem Facebook sich die Oculus Rift einverleibt hatte, Microsoft an VR-Brillen arbeitet, sollte Google in diesem Bereich stärker tätig werden. Aber auf der iO-Konferenz von Google wurde kein Wort zu Metaio verloren. Damit war gestern Abend klar, Google hat nicht gekauft. Also doch Crash?
Später am Abend meldeten dann US-Dienste, dass wohl Apple die Kriegskasse geöffnet habe und sich Metaio einverleibt hatte. Das Vorgehen wäre typisch für Apple. Bei der Übernahme gab es eine strikte Nachrichtensperre und jetzt sickern Zug um Zug Details durch. Apple ist ja nicht für seine lockere Informationspolitik bekannt und so bekommen wohl die Metaio-Mitarbeiter weiterhin Sprechverbot. Wer spricht, der kann gehen und muss auch mit entsprechenden Klagen rechnen. So ist es bei den neuen Herren von Apple. Eine Anfrage von bei Apple wurde wie immer kommentiert. Man gebe keine Kommentar ab.


Gestern nacht tauchte dann ein Auszug aus dem Handelsregister auf, den ich nicht überprüfen kann. Am 21./22. Mai habe Apple wohl über einen Frankfurter Notar Dr. Alexander Haines zugeschlagen. Apple wird in diesem Auszug als Gesellschafter von Metaio aufgeführt.

Auszug aus dem Handelsregister, der zeigen soll, dass Apple Metaio gekauft hat.

Auszug aus dem Handelsregister, der zeigen soll, dass Apple Metaio gekauft hat.

Was bedeutet dies nun? Zunächst die positive Seite für mich: Wenn ein Player wie Apple in den augmented reality-Markt einsteigt, dann wird die Technologie vorangetrieben. Apple hat die Marktmacht, das Thema in die Köpfe und auf die Geräte der Kunden zu bringen. augmented reality leidet derzeit daran, dass es zu viele verschiedene Systeme gibt und es für den Normalkunden nicht einheitlich ist. Mal braucht der Kunde diese App, mal braucht er eine andere. Dann gibt es aus meiner Sicht noch kein klares Erkennungszeichen für augmented reality-Dienste. Woher soll der Kunde wissen, dass in einer Zeitung, auf einem Plakat, in einem Buch augmented reality-Technologie integriert ist? Metaio arbeitet mit dem „I love AR“-Logo, die deutschen Zeitschriftenverlage haben jeder ein eigenes Logo für die augmented reality-Anwendungen. Beim Thema QR-Code hat es lange gedauert, bis Kunden verstanden haben, was sich hinter einem QR-Code verbirgt. Und noch heute gibt es viele, viele User da draußen, die noch nicht wissen, das die schwarzweißen Pixel ein QR-Code mit Botschaften sind. Bei augmented reality wird dies noch schwieriger und dieses Problem kann Apple mit seiner Marktmacht lösen. augmented reality wird endlich zu einer Massentechnologie und kommt aus dem digitalen Elfenbeinturm heraus.
Und nun die negative Seite für mich: Apple polarisiert, aber ganz schön heftig. Wenn Apple etwas macht, dann kommen starke positive und negative Reaktionen. Das wird beim Thema augmented reality nicht anders sein. Apple liebt sein eigenes Ecco-System und ist nicht immer ein Freund von Windows- und Linux-Entwicklern. Offene Systeme sind nicht gerade das Ding von Cupertino wie wir gerade am Beispiel der Apple Watch gesehen haben. Die Uhr ist ohne iPhone eigentlich nutzlos.
Und ich mache mir Sorgen um den Standort in München. Derzeit sitzt Metaio Tür an Tür bei meinem alten Arbeitgeber der DIGITAL PRODUCTION. Ich habe einige Freunde bei Metaio gefunden, die sich jetzt um ihren Arbeitsplatz Sorgen machen müssen. Das US-Unternehmen Apple tickt einfach anders als eine mittelständische deutsche GmbH. Zieht Metaio komplett in die USA? Eine Zweigstelle im Valley hat Metaio bereits. Sucht Apple die Nähe zu seinem neuen Besitz? Cupertino liegt nicht weit entfernt und Apple baut ja seinen Campus in UFO-Form neu. Platz für ein paar Metaio-Mitarbeiter gibt es da sicher.
Wenn Metaio in die USA geht und den Standort München an der Hackerbrücke aufgibt, dann verliert der Freistaat Bayern massiv. Eines der wichtigsten Innovationsunternehmen würde Bayern verlassen. Hier sollte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sich um Standortpolitik kümmern und bei Apple anklopfen. Stromtrassen sind wichtig, aber für das High-Tech-Land Bayern sollte Metaio auch wichtig sein. Aber wie ich höre, haben es schon ein paar gute Denker im Umfeld des Wirtschaftsministeriums das Thema auf der Agenda.
Und was machen jetzt die Metaio-Kunden und Entwickler? Ich habe selbst an Schulungen für die AR-Software teilgenommen, aus journalistischem Interesse – nicht um meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Wie sieht die Zusammenarbeit mit diesen Third Party-Entwicklern künftig aus? Und mit welcher Software arbeiten sie? Wenn Apple wirklich Metaio gekauft hat, sollte sich Apple schnell eine Lösung überlegen, sonst wandern diese kreativen Entwickler zu anderen Software-Lösungen ab.
Aber vielleicht interessiert Apple dies nur am Rande. Apple kauft immer wieder kleine Firmen und integriert sie. Irgendwann tauchen dann die Lösungen in den Apple-Produkten auf. Es war bei iTunes und den Karten-Diensten unter anderem der Fall.
Ich bin für meinen Fall beruhigt, dass es für augmented reality weitergehen wird und dass Metaio nicht vom Markt verschwindet, wie es in der Gerüchteküche kolportiert wurde. Wie und in welcher Form Apple sich dem Thema augmented reality und Metaio annimmt, wird sich zeigen. Mal sehen, ob Tim Cook es auf er anstehenden WWDC im Juni erwähnt, aber wahrscheinlich ist es zu früh.

Meine macromedia-Studenten bei Metaio.

Meine macromedia-Studenten bei Metaio.

Ich bin Metaio und seinen Mitarbeitern dankbar für die vergangenen Jahre. Das Unternehmen gab mir den Mut, dass in Deutschland innovative Software entstehen kann. Ich konnte mit meinen Studenten immer bei Metaio vorbeischauen und die Zukunft von augmented reality erleben. Und die inside AR-Konferenz hat mir die Augen für Zukunftstechnologien geöffnet. Ich habe hier über augmented reality bei Lego, bei Ikea, beim Optiker und bei Verlagen geschrieben. Die Welt ändert sich und sie ändert sich schnell.

Gruppenbild mit virtuellem Eisbar bei Metaio.

Gruppenbild mit virtuellem Eisbar bei Metaio.

ResearchKit: Apple positioniert sich im Gesundheitsmarkt

10. März 2015
ResearchKit ist Open Source

ResearchKit ist Open Source

Natürlich stand Hardware im Mittelpunkt des Apple Events vom März 2015: Apple Watch und MacBook wurden vorgestellt und beides werde ich mir als Fanboy wohl zulegen. Aber richtig interessant fand ich das Open Souce-Tool ResearchKit. Das Werkzeug soll Mediziniern medizinische Studien erleichtern. Die ersten Apps sind bereits in den USA erschienen und dienen der Erforschung von Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson.
Damit weitet Apple sein Geschäftsmodell vom klassischen Fitnessmarkt auf den Gesundheitsmarkt aus. Was deutschen Usern wohl wichtig ist: Apple erklärt eindeutig, dass man keinen Einblick in die Gesundheitsdaten seiner Nutzer hat. Es heißt: Anwender entscheiden selbst, ob sie an einer Studie teilnehmen möchten und wie ihre Daten geteilt werden.
Ich finde es interessant, wie sich Apple hier an einen neuen Markt herantastet. Die Mitbewerber am Markt stellen einfach neue Computer, Mobiltelefone oder jetzt neue Smartwatches her. Apple blickt über den Tellerrand hinaus und greift Google mit seinen Gesundheitsvorhersagen an.


Was kann ResearchKit? Es ist eine Open Source Softwareumgebung für Medizinier. ResearchKit hilft je nach programmierter App Gesundheitsdaten von Teilnehmern zu sammeln, die iPhone Apps nutzen. Forschungsinstitute haben bereits Apps mit ResearchKit entwickelt, um Studien über Asthma, Brustkrebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Parkinson durchzuführen.
„Mit Hunderten Millionen von iPhones im weltweiten Einsatz sahen wir eine Möglichkeit für Apple, eine sogar noch größere Wirkung zu erzielen, in dem wir Menschen befähigen sich an der medizinischen Forschung zu beteiligen und dazu beizutragen“, sagt Jeff Williams, Senior Vice President of Operations von Apple. „ResearchKit gibt der Gemeinschaft der Wissenschaftler Zugang zu einer vielschichtigen Bevölkerung auf der ganzen Welt und bietet mehr Möglichkeiten Daten zu erheben als jemals zuvor.“ Warum macht Apple das alles? Der Medizinmarkt ist einer der größten Märkte überhaupt. Das Zauberwort hinter den gesammelten Daten heißt schlichtweg Big Data und Apple hat mit den iPhones eine ungeheuere Marktmacht und weiß sie zu nutzen. Aber Tim Cook weiß hoffentlich, dass er diese Daten niemals missbrauchen darf. Hoffentlicht weiß das die NSA auch.

Apple zeigt Flagge im Gesundheitsmarkt.

Apple zeigt Flagge im Gesundheitsmarkt.

Klar ist: Laut Apple wird durch ResearchKit das iPhone zu einem starken Werkzeug für die medizinische Forschung. Wenn der Anwender die Erlaubnis gibt, können die Apps auf Daten der Health App zugreifen. Das sind beispielsweise Gewicht, Blutdruck, Blutzuckerspiegel oder die Nutzung von Asthmasprays, die durch Geräte und Apps von Drittherstellern gemessen werden. Ich selbst habe die Withings-App am Laufen, um Daten der Waage und des Blutdruckmessgerätes einzulesen.
Mit der Apple Keynote wurde zeitgleich auch iOS 8.2 veröffentlicht. Hier wurde fleißig an der Health App optimiert. Neben zahlreichen Verbesserungen gibt es jetzt eine neue Datenschutz-Einstellung. Diese ermöglicht jetzt das Deaktivieren der Protokollierung von Schritten, Wegstrecken und erklommenen Stockwerken.
Software für Health entstammen der Softwareumgebung HealthKit. Diese wurde durch ResearchKit nochmals aufgewertet und mächtiger gemacht. ResearchKit kann von einem Anwender den Zugriff auf Beschleunigungssensor, Mikrofon, Gyroscope und GPS-Sensoren im iPhone anfragen, um Informationen über den Gang, die motorische Verfassung, seine Fitness, Sprache und den Gedächtniszustand des Patienten zu bekommen.
Eine Bekannte aus dem Medizinbereich begrüßte die Möglichkeiten von ResearchKit in Sachen Langzeitstudien. ResearchKit macht es einfacher für Mediziner, entsprechende Teilnehmer für Langzeitstudien zu rekrutieren, weil es eine breite Auswahl der Bevölkerung anspricht und nicht nur diejenigen, die in Reichweite zum Institut wohnen. Studienteilnehmer können Aufgaben erledigen oder Zugriffsrechte an der Studie über die App einräumen, so dass die Forscher weniger Zeit mit Datenverwaltung und mehr Zeit mit der Datenanalyse verbringen können. ResearchKit ermöglicht es Forschern zudem einen interaktiven Einwilligungsprozess anzubieten. Anwender können auswählen, an welcher Studie sie partizipieren und welche Daten sie bei welcher Studie zur Verfügung stellen möchten.
Das bestätigen laut einer Apple-Meldung auch die Partner von Apple, was freilich nicht verwundert. „Wir sind erfreut die neuen ResearchKit-Werkzeuge von Apple zu nutzen, um mehr potentielle Teilnehmer ansprechen zu können und noch mehr Daten durch die einfache Nutzung einer iPhone App zu erlangen. Die zur Verfügung gestellten Daten bringen uns bei der Entwicklung individuellerer Hilfe einen Schritt weiter“, sagt Patricia Ganz, MD, Professor an der Fielding School of Public Health der UCLA und Director of Cancer Prevention & Control Research im Jonsson Comprehensive Cancer Center der UCLA. „Zugang zu vielschichtigen, von den Patienten übermittelten Gesundheitsdaten, hilft uns, mehr über Langzeitnachwirkungen von Krebsbehandlungen zu erfahren und gibt uns ein besseres Verständnis der Erfahrungen von Brustkrebspatienten.“
Ich bin mal gespannt, wann sich deutsche Mediziner äußern und wann sie ResearchKit überhaupt mitbekommen. Allgemein stimmt es mich nachdenklich, warum solche Entwicklungen eigentlich in den USA stattfinden. Was macht unsere Medizinbranche eigentlich außer Geldverdienen?

US-Medizinier arbeiten mit Apple zusammen. Wo sind unsere?

US-Medizinier arbeiten mit Apple zusammen. Wo sind unsere?

Apple legt in den Lobpreisungen noch nach und betont das Thema Big Data indirekt. „Wenn es darum geht bei der Forschung bessere Diagnosen und Krankheitsvorbeugung zu erzielen, sind Zahlen alles. Durch den Einsatz von Apples neuer ResearchKit-Umgebung sind wir in der Lage, die Teilnahme über unseren lokalen Radius hinaus auszuweiten und signifikant mehr Daten zu erfassen, die uns dabei helfen zu verstehen, wie Asthma funktioniert“, sagt Eric Schadt, PhD, der Jean C. und James W. Crystal Professor of Genomics an der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und Gründungsdirektor des Icahn Institute for Genomics and Multiscale Biology. „Durch die Verwendung der fortschrittlichen iPhone-Sensoren sind wir in der Lage den Zustand des Asthmapatienten besser abzubilden und das ermöglicht es uns dann, eine persönlichere, noch präzisere Behandlung durchzuführen.“

Die Asthma Health App ist so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert.

Die Asthma Health App ist so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert.

Und die Forscher haben gleich eine eigene App dazu auf den Markt gebracht, derzeit nur für den US-Store. Entwickelt von der Icahn School of Medicine am Mount Sinai und LifeMap Solutions ist die Asthma Health App so konzipiert, dass sie Schulung und Selbstkontrolle von Asthmapatienten erleichtert, positive Veränderung am Zustand kommuniziert und an das Einhalten des Behandlungsplans nach aktuellen Asthmarichtlinien erinnert. Die Studie misst Symptome von individuellen und potentiellen Auslösern von Verschlimmerungen des Zustands, so dass Forscher neue Möglichkeiten bei der individuellen Asthmabehandlung erfahren können.
Die Share the Journey-App vom Dana Farber Cancer Institute, Penn Medicine, Sage Bionetworks und dem Jonsson Comprehensive Cancer Center der UCLA entwickelt, ist eine Forschungsstudie, dessen Ziel es ist herauszufinden, warum einige Patienten, die den Brustkrebs überlebt haben, sich schneller erholen als andere, warum ihre Symptome über die Zeit variieren und was getan werden kann, um die Symptome zu verbessern. Share the Journey wird Studien und über iPhone-Sensoren erfasste Daten verwenden, um Müdigkeit, Stimmungsbild, kognitive Veränderungen sowie Schlafstörungen und eine Verringerung der Anzahl an Übungen zu sammeln und zu beobachten.

Daten ist das Zauberwort in der medizinischen Forschung.

Daten ist das Zauberwort in der medizinischen Forschung.

Die MyHeart Counts-App, entwickelt von Stanford Medicine, misst die Aktivität und nutzt Risikofaktoren und Studienergebnisse, um Forscher dabei zu unterstützen genauer zu beurteilen, wie Aktivität und Lebensstil eines Patienten sich zum Herz-Kreislauf-Zustand verhalten. Dadurch, dass diese Verhältnisse auf einer breiten Basis verglichen werden können, sind Forscher besser in der Lage zu verstehen, wie man das Herz gesünder halten kann.
Das Massachusetts General Hospital hat die GlucoSuccess-App entwickelt, um zu verstehen, wie verschiedene Aspekte im Leben eines Menschen – sei es Diät, körperliche Anstrengung und Medikationen – den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Die App kann Teilnehmer auch bei der Erkenntnis unterstützen, wie sich ihr Essverhalten und ihre Aktivität in Relation zu ihren optimalen Zuckerwerten verhalten und sie somit in die Lage versetzen, Abhängigkeiten klar zu erkennen und eine aktivere Rolle für ihr eigenes Wohlbefinden einzunehmen.
Von Sage Bionetworks und der Rochester-Universität entwickelt, hilft die Parkinson mPower-App Menschen, die mit der Parkinsonkrankheit leben müssen, ihre Symptome durch die Aufnahme der Aktivitäten über die iPhone-Sensoren zu beobachten. Diese Aktivitäten beinhalten ein Gedächtnisspiel, Fingerübungen, Sprechen und Gehen. Die Aktivitäts- und Studiendaten vom Mobiltelefon werden mit Daten einer Vielzahl anderer Teilnehmer kombiniert, um die Forschung über Parkinson auf ein bisher noch nie erreichtes Niveau zu treiben und dies zur weltweit größten und umfangreichsten Studie über diese Krankheit macht.

Gute Links, schlechte Links: Tipps beim Linkaufbau

20. Oktober 2014
Linkaufbau von mir über Facebook.

Linkaufbau von mir über Facebook.

Immer wieder werde ich von Unternehmen und Verbänden gebucht, um beim Linkaufbau zu helfen und um damit das Google Ranking zu verbessern. Denn nur wer bei Google weiter oben ist, der wird auch gefunden und geklickt. Es ist eine SEO ohne viel Technik-Blabla, aber ein wirksames. Ich habe gerade ein Wochenend-Seminar hinter mir, bei dem ich das Thema Linkaufbau erklärte.
Doch regelmäßige Suchalgorithmus-Änderungen durch Google erschweren diese Aufgabe erheblich. Ich bin der Löwenstark Online-Marketing GmbH aus Braunschweig dankbar, dass sie ihren Leitfaden über Linkaufbau aktualisiert haben. Der Linkaufbau gehört zu den wichtigsten Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Linkaufbau hat zum Ziel, die Anzahl und die Qualität der Backlinks – also externen Links, die auf die eigene Website verweisen – zu erhöhen. Denn eine Domain, die von anderen Webseiten empfohlen wird, signalisiert für Google Wichtigkeit und Relevanz. Das wirkt sich positiv auf das Suchmaschinenranking aus. Übertriebenes Linkbuilding kann dagegen zu Verlusten im Ranking oder sogar zum Ausschluss aus dem Google-Index führen. Also wie immer macht es die richtige Mischung.

Top 5 Dos im Linkbuilding
1. Natürlicher Linkaufbau durch guten Content
Es klingt so simpel, ist aber für viele unglaublich schwer. Auf guten, originellen Content wird gern verlinkt. Diese simple Wahrheit ist heute wichtiger denn je. Nur hochwertige Inhalte mit echtem Mehrwert überzeugen andere Internetnutzer, auf diese als Quelle zu verweisen. Als ausgebildeter Redakteur erkenne ich Geschichten und kann Geschichten erzählen. In Marketingdeutsch heißt dies heute Storytelling, ich nenne es einfach Geschichten schreiben, „Natürlicher Linkaufbau dauert zwar länger, ist dafür aber nachhaltiger und aus SEO-Sicht viel wertvoller“, erklärt Marian Wurm, Geschäftsführer und Mitgründer der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Ich habe die Tipps von Marian Wurm am Wochenende meinen Seminarteilnehmern weitergegeben und diskutiert.

2. Auf Qualität der Links achten
Qualität ist das oberste Gebot: Ein einziger, aber qualitativ hochwertiger Link auf einer seriösen, gut gerankten Website bringt oft mehr als zehn Verlinkungen auf minderwertigen Domains, die Google schließlich als Spam herabstufen könnte. Daher macht es Sinn, sich potenzielle Link-Kandidaten im Vorfeld der Linkbuilding-Maßnahmen immer genauer anzuschauen: Wie ist das Gesamtbild der Website – wirkt sie seriös, ist sie inhaltlich ansprechend und benutzerfreundlich gestaltet?

3. Themenrelevanz beachten
Themenrelevante Links von dritten Webseiten haben ein hohes Gewicht für Google: Daher gilt es darauf zu achten, dass eine thematische Übereinstimmung oder eine Ähnlichkeit zwischen der verweisenden Seite und der Zielseite sowie den dort veröffentlichten Inhalten besteht. „Ein Beispiel: Ein Backlink auf eine Fashion-Website sollte also im Idealfall von Mode-Blogs und nicht von Automobil-Portalen kommen“, so Wurm. „Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten, denn ausschließlich thematisch passende Links wirken unnatürlich. Ein ausgewogenes Linkprofil ist entscheidend.“

4. Backlinkprofil kontinuierlich prüfen
Im Rahmen eines fortlaufenden Link-Screenings werden eingehende Links von Webseiten auf die eigene Website und die der Mitbewerber analysiert. Hilfreich dabei sind solche Tools wie die SISTRIX Box oder die XOVI Suite. „Wir empfehlen, in regelmäßigen Abständen Links und die verlinkenden Domains manuell zu überprüfen, um Abstrafungen durch Google zu verhindern“, betont Wurm. Durch die Beobachtung der Mitbewerber-Links lassen sich zudem Potenziale für das organische Linkbuilding identifizieren.

5. Schlechte Links manuell abbauen
Schädlingsbekämpfung im Netz: Wenn schlechte Links aufgedeckt wurden, ist Handeln angesagt. Man kann sich bei dem Betreiber der jeweiligen Website melden und ihn darum bitten, den Link zu löschen. Wenn keine Link-Entfernungen mehr erwirkt werden können, bleibt nur noch eine Lösung: Über das Disavow Tool von Google kann man schädliche Links für ungültig erklären.

 

Top 5 Don’ts im Linkbuilding

1. Links kaufen

Stärker denn je gilt: Finger weg vom Linkkauf. Denn dieser verstößt gegen die Google-Richtlinien für Webmaster und kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Suchmaschinen wie Google sind in der Lage, bestimmte Muster bei gekauften Verlinkungen zu erkennen und dementsprechend zu reagieren. Im schlimmsten Fall droht eine Abstrafung. Sogar der Ausschluss der Website aus dem Suchmaschinen-Index kann die Folge sein.

2. Exzessiven Linktausch betreiben
Wer massenhaft Links tauscht, begibt sich auf dünnes Eis. „Durch die immer ausgefeilteren Google-Algorithmen ist anzunehmen, dass so etwas früher oder später von Google entdeckt und mit Rankingverlust sanktioniert wird“, so Wurm. Das Risiko ist besonders hoch, wenn der Linktausch größtenteils innerhalb von Websites erfolgt, die thematisch gar nicht zu der eigenen Domain passen.

3. Einseitiger Linkaufbau
Abwechslung ist das, was zählt: Google & Co. sehen und bewerten die Herkunft der Links. Daher wundert es nicht, dass eine Linkstruktur, die viele Backlinks aus immer der gleichen Domain oder dem gleichen IP-Netzwerk zusammensetzt, Misstrauen bei den Suchmaschinen erwecken kann. „Mein Rat an Webseitenbetreiber: Sorgen Sie für Linkvielfalt, sodass in Ihrem Linkprofil klassische Content-Links, aber auch Blog- oder Artikel-Links sowie Social-Signals aus möglichst unterschiedlichen Domains vorzufinden sind“, so Wurm.

4. Relevanz durch Ankertexte erreichen
Ein Ankertext soll so kurz wie möglich den Inhalt der angeklickten Website zusammenfassen. Richtig gewählt kann damit die Relevanz einer Website für einen bestimmten Suchbegriff erhöht werden. Wenn aber Ankertexte zu viele Keywords enthalten und wenn eine Website überproportional häufig mit keywordoptimierten Ankertexten von dritten Websites empfohlen wird, ist das für Google ein Warnsignal. „Menschen sind faul. Wenn zu viel taktische Überlegung in die Wahl der Ankertexte gesteckt wird, sieht das für Google nach Manipulation aus. Der optimale Ankertext soll intuitiv gewählt werden und natürlich wirken“, betont Wurm.

5. Linkaufbau über kostenfreie Verteiler und Portale betreiben
Im Internet gibt es Hunderte von Content-Plattformen, auf denen Unternehmens- oder Produktnews, Pressemitteilungen und Wissenswertes kostenlos verbreitet werden können. Wer solche Portale für die Streuung von Backlinks nutzt, kann sich schnell die Finger verbrennen. „Einmal abgesehen davon, dass es sich dabei um Duplicate Content handelt, sollten Links in solchen Meldungen nur sehr vorsichtig eingesetzt werden“, empfiehlt der Löwenstark-Experte. „Am natürlichsten wirken Links zur Startseite. Je spezieller der Link und die Zielseite sind, desto unseriöser wird es aus Sicht von Google.“

10 Tipps zur technischen SEO-Optimierung

8. September 2014
Bei der Huffington Post Deutschland wird großen Wert auf SEO gelegt.

Bei der Huffington Post Deutschland wird großen Wert auf SEO gelegt.

SEO wandelt sich. Permanent. Aber bestimmte Grundlagen bleiben unverändert. Immer wieder schreibe ich über das Thema und heute wieder SEO. Die Tipps bieten die Chance das Google-Ranking verbessern und mehr Besucher auf die Website zu lotsen. Die Experten der Löwenstark Online-Marketing GmbH haben die zehn wichtigsten technischen SEO-Tipps fürs Ranking Boosting zusammengefasst, die ich gerne weitergebe.
Fest steht leider: Viele Websites weisen grundlegende strukturelle und technische Defizite auf, die dazu führen, dass die Homepages schlecht gerankt sind und damit weniger Besucher verzeichnen.

1. Meta-Daten: Title Tag und Description Tag richtig anlegen
Title und Description sind ein Teil des HTML-Codes und gehören immer noch zu den wichtigsten SEO-Ranking-Faktoren für Google & Co. Sie beschreiben kurz und knapp, worum es auf der jeweiligen Seite geht und dienen als eine Art Webseitenvorschau, die dem User in den SERPs (Search Engine Results Pages / Suchergebnisse) angezeigt wird. Diese beiden Meta Tags müssen kurz und informativ sein, die wichtigsten Keywords enthalten und die optimale Länge haben – beim Title Tag sollten es maximal 55 und beim Description Tag maximal 150 Zeichen sein.

2. Page-Speed: Seitenladezeit optimieren
Auch die Seitenladezeit hat einen großen Einfluss auf die Bewertung der Website durch Google. „Alles über drei Sekunden ist kritisch und kostet Website-Betreiber Kunden und Geld“, warnt der Experte Marian Wurm von Löwenstark Online-Marketing GmbH. Vor allem große, schlecht skalierte Bilder, zu viele Plug-Ins oder aufwendige Flash Animationen verlangsamen die Ladezeit. Flash halte ich persönlich für ein Relikt des 20. Jahrhunderts. „Die Performance einer Website kann auf verschiedene Art und Weise verbessert werden – beispielsweise durch das Komprimieren von Daten, die vom Server zum User gelangen. Man spricht in diesem Kontext von der so genannten gzip-Compression“, so Wurm.

3. Content is King, Keywords are Queen: Originelle Texte richtig schreiben
Wichtige Bewertungskriterien für Google & Co. bleiben die Anzahl und die Qualität der Texte, die auf der jeweiligen Website erscheinen. Guter Content regt zum Verweilen an, ist exklusiv, redaktionell hochwertig und einzigartig. Ein optimaler Webseitentext ist zwischen 300 und 500 Wörtern lang und enthält die wichtigsten, im Idealfall zusammengesetzten und spezifischen Keywords. Auch Bilder und Grafiken sollten SEO-optimiert werden, indem sie über den sogenannten ALT-Attribut innerhalb eines HTML-Textes für Google markiert und inhaltlich erklärt werden.

4. Duplicate Content vermeiden
Unter „Duplicate Content“ versteht man gleiche oder sehr ähnliche Seiteninhalte mit unterschiedlichen URLs. Duplicate Content innerhalb der eigenen Webseite kann zu einem schlechteren Ranking bei Google führen. Es ist ein häufiges Problem bei Online-Shops, die auf mehreren Seiten identische Produktbeschreibungen anzeigen. Es gibt jedoch auch dafür eine Lösung: „Über das so genannte Canonical Tag kann der Websitebetreiber die Originalquelle des Textes angeben und so eine schlechtere Bewertung beider Webseiten durch Google verhindern“, erklärt Wurm.

5. Textstruktur richtig aufbauen
SEO-optimierte Webseitentexte haben eine klare Struktur, die durch HTML-Tags für Überschriften (H1 bis H6) einzelne Abschnitte optisch unterteilt. So werden die Inhalte auch für den User ansprechend und leserlich gemacht. Durch solche Formatierungen erkennt auch Google, welche Inhalte besonders relevant sind und welche nicht.

6. Darstellung der Inhalte: Website für mobile Nutzer anpassen
Da immer mehr User über ihr Smartphone oder Tablet ins Internet gehen, ist es wichtig, die eigene Homepage für die mobile Nutzung zu optimieren. Daher sollte jede Website entweder über eine eigens geschaffene mobile Version verfügen oder mit der Webdesign-Technik „Responsive Webdesign“ ausgestattet werden, um sich an die kleineren Bildschirme anpassen zu können. „Websitebetreiber, die mobile User nicht berücksichtigen, schwächen nicht nur die eigene Homepage, sondern verzichten auch auf wertvollen Traffic“, sagt Wurm.

7. Mit robots.txt und sitemap.xml Google steuern
Die Crawl-Optimierung ist ein wichtiges Tool, um den Google-Bot in die richtige Richtung zu führen. Bei robots.txt und sitemap.xml handelt es sich um zwei Dateien, die im Hintergrund der Website liegen und den Aufruf der Seite durch Google steuern. In der robots.txt finden Google & Co. Anweisungen darüber, was indexiert und was nicht indexiert werden darf – das ist praktisch, wenn sich zum Beispiel bestimmte Unterseiten gerade im Umbau befinden. Mit der Sitemap.xml liefert man Google wichtige Informationen über den Aufbau der Website und ermöglicht einen Quereinstieg in die Seiten.

8. Error 404: Permanente Weiterleitung einbauen
Wenn die URL einer Website geändert wird oder beispielsweise Produktseiten in einem Online-Shop gelöscht werden, ist es wichtig, eine Weiterleitung einzurichten – im Idealfall eine „Redirect Permanent“ (301), d. h. eine dauerhafte serverseitige Weiterleitung. Diese Weiterleitung überträgt den PageRank – so bleiben die Platzierungen bei Google bestehen und der 404 Error „Page not found“ wird vermieden.

9. Interne Verlinkungen optimal einsetzen
Wer bei Google & Co. hoch ranken möchte, der benötigt eine saubere interne Verlinkung einzelner Seiten. Diese kann beispielsweise durch eine benutzerfreundliche Seitennavigation, die Verwendung von Keywords im Anchortext oder eine leicht nachvollziehbare Sitemap erreicht werden. „Die Zahl der internen Links speziell von der Startseite sollte dabei so klein wie möglich sein und 100 möglichst nicht überschreiten“, ergänzt Wurm. „Nur so ist sichergestellt, dass die Unterseiten noch genug Juice – sprich Kraft – von der Startseite fürs eigene Ranking mitbekommen.“

10. Google Webmaster Tool nutzen

Das Google Webmaster Tool dient als eine Art Kommunikationskanal zwischen Google und dem Websitebetreiber. Es gibt Auskunft über Crawlingfehler, interne sowie externe Links und kann durch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten Google den rechten Weg weisen. „Das Tool ist insbesondere dann wichtig, wenn manuelle Abstrafungen seitens Google vorgenommen wurden“, sagt der Löwenstark-Experte Wurm. „Es ist die einzige Möglichkeit, mit Google Kontakt aufzunehmen und nach Abschluss der Nachbesserungen ein Aufheben der Sanktionen zu erbitten. Außerdem kann man mittels Data Highlighter Google auf besonders wichtige Inhalte hinweisen.“

5 Tipps: Mehr Umsatz durch Anzeigen auf mobilen Endgeräten

1. August 2014
Unser Leben ist mobil, warum dann die Werbung nicht?

Unser Leben ist mobil, warum dann die Werbung nicht?

Es ist klar. Mobile Devices gehört die Zukunft und sie revolutionieren die Art des Einkaufens. Nicht zuletzt ist das neue Amazon Handy, die perfekte Symbiose zwischen Mobilität und Shopping. Leider wird oft vom klassischen Einzelhandel die Chance noch nicht erkannt. Dabei ist doch jedem offensichtlich: Die Bedeutung von mobilen Endgeräten für den Handel nimmt kontinuierlich zu: 40 Prozent der Deutschen nutzen mittlerweile Smartphones, fast jeder Dritte hat damit bereits online eingekauft.
Die logische Schlussfolgerung liegt damit auf der Hand: Um langfristig erfolgreich zu bleiben, müssen Online-Händler mobile Kommunikation in ihre Marketing-Strategie einbeziehen. Mithilfe von Anzeigen, die speziell auf mobil surfende Nutzer ausgerichtet sind, lässt sich die Zielgruppe effektiv erreichen. Wie das geht, dazu haben sich die Experten der Löwenstark Online-Marketing Agentur GmbH ein paar Gedanken gemacht.
Aktuellen Studien zufolge entwickelt sich mobile Commerce zum Online-Kanal der Zukunft und Smartphones zum wichtigen Hilfsmittel für Einkäufe. Online-Händler und Website-Betreiber müssen auf diesen Trend reagieren und die entsprechende Online-Strategie entwickeln. Diese lässt sich effektiv mit mobilen Anzeigen umsetzen. Mobile AdWords-Anzeigen werden auf Mobilgeräten in Google-Suchergebnissen, auf Content-Websites und in Apps geschaltet und sorgen so für erhöhte Aufmerksamkeit bei mobilen Nutzern. Um jedoch das Potenzial von mobilen Adwords-Anzeigen optimal zu nutzen, sollten Online-Shops einige Punkte beachten.
1: Responsive Design: Webseite für die mobile Nutzung optimieren
Um mit mobilen Kampagnen Erfolg zu haben, reicht es nicht, nur Gebote, Anzeigenlayouts und Inhalte anzupassen. Noch wichtiger ist es, Online-Shops für die mobile Nutzung zu optimieren. „Unser Tipp: Verwenden Sie das sogenannte ‚Responsive Webdesign’. Diese effiziente Webdesign-Technik folgt dem Nutzer und passt Funktion, Design und Inhalt von Websites der Bildschirmauflösung des verwendeten Endgerätes an“, erklärt Marian Wurm von Löwenstark Online-Marketing GmbH. „Anderenfalls riskieren Sie, dass der gerade gewonnene Nutzer wieder abspringt, weil Webseiten falsch dargestellt werden, Formulare zu kleinteilig erscheinen oder die Schrift unlesbar wird.“ Jetzt ist Responsive Design keine neue Erfindung und viele CMS beherrschen diese Technik automatisch, doch sind viele Website-Betreiner hier konservativ. Das wird sich rächen, wenn die Kunden ausbleiben.

2: Call to Action: Werbemittel auf den mobilen Nutzer ausrichten
Die mobile Suche unterscheidet sich von der klassischen Suche am Desktop-PC: Die Nutzung erfolgt eher spontan, meist von unterwegs oder schnell mal zwischendurch. Daher gilt es, den User-Kontext bei der Gestaltung von Anzeigen zu berücksichtigen. Mobile Anzeigen sind kurz und prägnant, sollten die wichtigsten Keywords enthalten und im Idealfall auf eine mobile Zielseite führen. „Empfehlenswert ist es, einen mobilen Call-to-Action in Anzeigen für die Google Suche einzubauen und mobil optimierte Anzeigen für das Display-Netzwerk von Google sowie in mobilen Apps einzusetzen, die vom Smartphone aus einfach bedient werden können“, betont der Löwenstark-Geschäftsführer Wurm. „Darüber hinaus ist es auch bei mobilen Anzeigen wichtig, sogenannte AB-Tests durchzuführen, um zu erkennen, welche Variante höhere Konversionsraten aufweist.“ Um saubere Ergebnisse zu erhalten, sollte dabei immer nur ein Element an der Anzeige geändert werden – zum Beispiel die Farbe oder Größe des Call-to-Action-Buttons. Diese Tests sollten sowohl bei Textanzeigen als auch Bannern durchgeführt werden.

3: Lokale Suche: Den Standort des Users berücksichtigen
Über 40 Prozent der mobilen Suchanfragen haben einen lokalen Bezug. Bei mobilen Geräten erfolgt die Standortbestimmung viel genauer als beim stationären Internet und dieser Vorteil sollte auch bei mobilen Anzeigen genutzt werden. „Mit lokal ausgerichteten AdWords-Kampagnen kann man vor allem wunderbar für Anbieter vor Ort werben und Nutzer erreichen, die gerade in der Umgebung unterwegs sind,“ betont der Experte Wurm. „Für Nutzer, die sich innerhalb eines Kilometers im Umkreis des Anbieters – zum Beispiel eines italienischen Restaurants – befinden und gerade mobil surfen, macht es zudem Sinn, die Google-Gebote stark nach oben anzupassen.“

4: Richtiges Timing: AdWords-Anzeigen auf mobilen Endgeräten zur optimalen Tages- und Uhrzeit schalten
Es ist wichtig, passende Gebote für unterschiedliche Tage und Tageszeiten festzulegen. Ein Beispiel: Ein Restaurantbesitzer bietet in der Zeit von 12.00 – 15.00 Uhr einen besonders günstigen Mittagstisch an. In dieser Zeit werden spezielle Anzeigeninhalte geschaltet und die AdWords-Gebote erhöht. Außerhalb der Geschäftszeiten werden die Gebote hingegen gesenkt. „Die Mühe lohnt sich: Nur Anzeigen, die bei der Google-Suche auf Platz 1 oder 2 landen, werden für die Nutzer sichtbar“, so der Löwenstark-Experte. „Daher mein Tipp an Online-Händler: Behalten Sie die Statistiken immer im Auge. Wann kommen die Nutzer zu meiner Seite? Wann konvertieren sie am meisten? Welche Anzeigen funktionieren am besten? Wer die Werbechancen von Google nutzen will, muss die Gebote taktisch richtig anpassen.“

5: Hilfreiche Extras: Anzeigenerweiterungen nutzen
Bei Anzeigenerweiterungen handelt es sich um Zusatzinformationen, wie zum Beispiel die Telefonnummer oder die Webseite des beworbenen Unternehmens, die den Suchanzeigen hinzugefügt und prominent in der Anzeige hervorgehoben werden. „Insbesondere so genannte ‚Sitelinks’ konvertieren sehr gut“, erklärt Wurm. „Diese können für mobile Endgeräte separat festgelegt werden. Sehr wichtig für die mobile Suche ist zudem der Einsatz der Telefon- und Standorterweiterung.”

Sind Sie eigentlich Youtuber?

31. Mai 2014

YouTube-logo-full_color

Neulich wurde ich gefragt: “Sind Sie eigentlich Youtuber?” Hm irgendwie schon. Also ich nutze Youtube nahezu täglich und stelle ein ein bis zwei selbstgedrehte Filme pro Woche online. Aber bin ich damit schon ein Youtuber? Ist das eine Berufsbezeichnung?

Die Macht der Google Tochter Youtube ist gewaltig, auch in unserer Familie. Wenn ich meine Kinder betrachte, dann nutzen sie Youtube nicht als klassisches Videoportal, sondern als Suchmaschine. Wenn sie etwas nicht verstehen, dann suchen sie bei Youtube nach einer Erklärung. Visuelle Vermittlung zieht anscheinend besser als Vermittlung über das geschriebene Wort. Und meine Kinder haben recht, Youtube ist ein großes Hilfeportal. Wenn ich eine Erklärung zu einem How to-Problem suche, dann liefert mir Youtube in der Regel eine Antwort. Damit ist Youtube für mich nicht nur eine platte Videoplattform, sondern ein Lerntool.

Und Material ist dort gewaltig zum Anschauen. Es würde rund 1200 Jahre dauern, um die Youtube-Filme eines Jahres anzuschauen – so viel Zeug ist dort gehostet. Im vergangenen Jahr wurden 100 Stunden Videomaterial pro Minute zu Youtube hochgeladen – vom verwackelten Müll bis hin zu großartigen Aufnahmen. Die Upload-Zahlen bei Youtube steigen von Jahr zu Jahr. Hier ein älterer Blogpost von mir mit Zahlen.

Und mit Youtube lässt sich via Google-Werbung Geld verdienen. Es sind nur Centbeträge zunächst, die sich aber rasch kumulieren, wenn das Video fett geklickt wird. Aber ich stelle fest: Meine Videos sind nicht dabei. Wer Zugriffe generiert, der bekommt Geld.

Und gleich wird wieder das Geschrei über Qualität einsetzen. Erinnert mich an die Diskussion um die Filmförderung. Intellektuell sind die Filme prima, nur das Publikum mag sie nicht und der Steuerzahler bezahlt für die Filmförderung. Wie wäre es, wenn ich Filmförderung für meine Youtube-Filme beantrage, denn die große Reichweite habe ich auch nicht – aber lassen wir das.

Auf der #rp14 habe ich in einem Panel erfolgreiche Youtuber kennengelernt, die mit der Plattform richtig Geld verdienen. Sie sind hervorragend vernetzt und ihre Fangemeinde warten regelrecht auf ein neues Video. Richtig gut laufen die so genannten Let’s play-Videos. Hier kommentieren ein bis zwei Spieler den Walktrough durch ein Spiel. Das Material wird auch in meiner Familie konsumiert und auch ich muss zugeben, dass ich mir dann und wann ein Let’s play ansehen und dann eine Kaufentscheidung für ein Spiel treffe.