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Microsoft Hololens: Erste persönliche Eindrücke

11. Mai 2017
Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Ich bin ein Fan von Virtueller Realität (VR) und augmented reality (AR). In der Vergangenheit habe ich verschiedene Brillen ausprobiert, die Oculus Rift, die Google Glas und die SonyVR – letztere habe ich mir zum Spielen auch gekauft. Jetzt habe ich auf der re:publica 2017 #rp17 auf Einladung von Mircosoft die Hololens für 30 Minuten ausprobieren können. Ich bin baff: Ich habe die Zukunft gesehen. Das Teil ist der Hammer und hat großen Eindruck bei mir hinterlassen.

Arbeiten im virtuellen Raum - wahnsinnige Möglichkeiten ergeben sich.

Arbeiten im virtuellen Raum – wahnsinnige Möglichkeiten ergeben sich.

Ich sehe viele Einsatzbereiche für diese Art von AR-Brillen: Unter AR – erweiterter Realität wird die visuelle Darstellung von Informationen laut Wikipedia verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung.
Microsoft hat mit der Hololens etwas Wegweisendes geschaffen. Und das sage ich als überzeugter Apple Fanboy. Ich kann mir viele Einsatzorte vorstellen: Bildung, Ausbildung, Forschung, Büro und natürlich auch Gaming. Im Netz habe ich einige tolle Ideen aus Medizin, Turbinenbau, Geografie oder Chemie gesehen – mit der Holoens kann Bildung 2.0 Spaß machen.


Die Brille sitzt gut auf dem Kopf und rutscht auch bei plötzlichen Kopfbewegungen bei mir nicht herunter. Das in die Brille projizierte Bild ist scharf, rattenscharf und das Tracking im dreidimensionalen Raum klappt perfekt. Der Akku reicht für 2,5 Stunden. Weil ich den letzten Slot an dem Demotag von Mircosoft hatte, musste ich einen handelsüblichen Akku-Pack in der Hosentasche tragen. Wenn die Brille aufgeladen ist, kann ich ohne Kabel agieren. In der Brille läuft Windows 10 als OS. Interagiert wird via Microsofteigene Sprachassistenten Cortina und mit Gestensteuerung. Im Moment läuft das System nur auf Englisch, aber Microsoft will lokalisierte Versionen nachliefern. Die Gestensteuerung ist einfach zu erlernen. Ich brauchte etwa 5 bis 10 Minuten, um die Gesten zum Öffnen und Schließen von Menüs oder Klicks zu verstehen. Es ist im Grunde kinderleicht, wenn man sich auf das System einlässt. Ich bin mir sicher, dass Entwickler bereits daran arbeiten, dass einige Gesten eingeführt werden können. Das würde ich mir sehr wünschen. Die Hololens ist übrigens kein Beta-Produkt mehr, sondern wird regulär verkauft – rund 3200 Euro für Entwickler, rund 5200 Euro für Unternehmen – lieferbar in 24 Stunden. Dennoch schrauben die Entwickler noch an der Software herum, um sie benutzerfreundlicher zu gestalten.

Ich sehe Einsatzbereich in der Bildung - hier untersuche ich ein Herz.

Ich sehe Einsatzbereich in der Bildung – hier untersuche ich ein Herz.

Was habe ich ausprobiert? Ich bin in das menschliche Herz eingetaucht. Ich konnte im Raum vor mir ein menschliches schlagendes Herz sehen und hören. Erster Gedanke war das verräterischer Herz von Edgar Allan Poe. Zweiter Gedanke: Wie geil ist das denn? Ich sehe ein Herz, das Bluthochdruck verarbeiten muss. Gleich der Gedanke, ob ich meine Blutdrucktabletten genommen habe. Und siehe da: Mein Arzt könnte mir via Hololens erklären, was genau im Herzen passiert. Ich würde die Information nicht nur hören, wie bisher, sondern ich könnte sie sehen. Als visueller Mensch wirkt das mehr als mahnende Worte. Ich drehe das Herz via Gesten, ich zoome näher ran, um die einzelnen Muskeln zu betrachten. Faszination pur – leider durfte ich keine Videos von meiner Demo-Session machen.
Die nächste Demo war ein Ballerina, die sich mitten im Raum dreht. Ich skaliere sie, gehe um die tanzende Dame herum und lege sie mal auf einen realen Stuhl, dann auf einen realen Tisch ab. Die Tanzbewegungen sind fast echt und irgendwie will ich die Figur berühren, die vor mir schwebt. Ich schalte um auf einen Astronauten, der im Raum schwebt. Ich untersuche seinen Raumanzug, gehe ganz nah ran und sehe das Material, die Nähte – und wieder fallen mir Hunderte Einsatzmöglichkeiten ein.
Meine Demosession neigt sich dem Ende zu und zum Schluss wird gezockt. Aus einer Wand brechen böse Alien-Skorpione hervor, die es abzuschießen gilt. Da die fiesen Skorpione im 360 Grad Raum angreifen, muss ich mich drehen, denn der Angriff kann aus unterschiedlichen Richtungen erfolgen. Ich habe auf der Gamescom Zombieangriffe bei anderen Spielen gesehen – und das ist extrem heftig und garantiert nichts für Kinder. Die Skorpione sind allerdings harmlos und sind – ganz meiner Egoshooter-Karriere – schnell erledigt. Das jahrelange Training auf der Playstation – nicht auf der XBox – hat sich ausgezahlt.
Nach einer knappen halben Stunde ist die Demo vorbei. Die Microsoft-Mitarbeiter wollen in den Feierabend und ich bleibe begeistert zurück. Techniken wie die Hololens werden die Welt voranbringen, wenn wir uns auf diese Technologie einlassen. Ich gehe durch die Berliner Nacht und mache mir Gedanken, was alles möglich ist und wie die Technik à la Hololens mein Arbeits- und Privatleben verändern können.

Angriff von Skorpionen

Angriff von Skorpionen

Erster Eindruck Sony PlayStation 4 VR

18. Oktober 2016
Einsatz der Sony VR Brille an der heimischen Spielkonsole.

Einsatz der Sony VR Brille an der heimischen Spielkonsole.

Die Zukunft des Videospiels hat bei uns am vergangenen Wochenende Einzug gehalten. Nachdem ich sie im Mai 2016 schon bei Amazon vorbestellt hatte, traf die neue Sony PlayStation VR Brille rechtzeitig zum Verkaufsstart in Deutschland bei uns ein. 400 Euro hat das Teil gekostet. Gleichzeitig habe ich drei Spiele mit bestellt, damit wir auch zocken können: Battlezone, EVE: Valkyrie und Super Stardust Ultra VR.
Die Installation der VR Brille war überhaupt kein Problem. Die Anleitung von Sony, wann und wo welches Kabel einzustecken sei, war kinderleicht zu verstehen. Was mich allerdings stört, ist die Menge der Kabel. Ich hoffe, dass in absehbarer Zeit VR-Systeme ohne Kabel verfügbar sind. Für eine Übergangsphase sind Kabel ok, auf Dauer aber bitte nicht.


Die futuristische Brille selbst sitzt bequem und selbst für mich als Brillenträger ist es überhaupt kein Problem mit der VR-Brille zu spielen. Nach Ende eines Levels nehme ich aber meist die Brille ab, denn die Linsen und auch meine Brille auf der Nase beschlagen. Auch auf große Köpfe passt die Brille problemlos und kann angepasst werden. Zum Verkaufsstart musste ich zu denen die Sony Kamera und die Move Controller reaktivieren, die ich bisher nichts gebraucht hatte. Einige Spiele verlangen nach den Move Controllern, die meisten können aber mit Gamepad gespielt werden.

Die VR-Brille sitzt bequem auch für Brillenträger.

Die VR-Brille sitzt bequem auch für Brillenträger.

Nach der endlosen Update-Arie des Betriebssystems und der eingelegten Spiele konnten wir endlich ans Spielen in der virtuellen Welt gehen. K1 und ich haben gezockt auf Teufel komm raus. Das erste Spiel musste für mich unbedingt Battlezone sein. Es ist für mich als 8 Bit-Spieler natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass ich mir Battlezone angeschafft habe. Ich habe das Spiel jahrelang als Jugendlicher auf einem Arkadeautomaten bei uns in der Stadt gespielt und liebte auch die Version für das Atari 2600. Über die Jahre hinweg wurde Battlezone immer weiter verbessert, aber ich bin auf dem Stand der 8 Bit-Ära stehen geblieben. So war es auch ein absoluter Hammer dieses Spiel in der Virtuellen Realität zu spielen. In quietschbunten Bildern mit grellen Farben kam diese epische Panzerschlacht daher. Es ist interessant, wie nach ganz kurzer Zeit ist im Kopf Klick macht und man wirklich in die virtuelle Realität eintaucht. Es gab im Vorfeld viel Gemecker über die schlechte Auflösung der Brille. Dies kann ich absolut nicht teilen. Andere Systeme wie die Oculus Rift sind sicherlich detailgenauer, aber die Sony Brille macht mir wirklich sehr viel Spaß. Es war atemberaubend, die VR Welt hinein zu tauchen. Die ersten Gefechte fochte ich noch konventionell aus. Mit meinem Gamepad gehen steuerte ich meinen Panzer durch die VR-Welten und versuchte wie bisher zu spielen. Hier wurde ich aber schnell Opfer meiner Gegner. Also ließ ich mich auf das VR Abenteuer ein und siehe da, ich gehe als Sieger vom Schlachtfeld. Kopf wenden, sich im virtuellen Raum zurechtfinden und die Chancen steigen, den Gegner zu besiegen, der mich in seinen roten Panzern und Fluggeräten attackiert. Besonders gemeine Angriffe startet der Gegner aus der Luft und greift meinen Panzer vom Himmel an. Meine Kinder haben immer gelacht, wenn ich den Kopf mit der VR-Brille hochreiße, um den Gegner anzuvisieren und vom Himmel zu holen. Sehr gut ist, dass K1/2 meine Aktionen am Fernseher verfolgen und mich anfeuern konnten. Sie sehen genau den Ausschnitt, den ich auf der Brille sehe. Ich saß übrigens bei meinen virtuellen Kämpfen in einem bequemen Drehsessel und konnte mich damit um 360 Grad drehen. K2 sorgte dafür, dass sich meine Kabel, die mit der Playstation 4 verbunden sind, nicht ganz verdrehten. Da war es aber wieder das Kabelproblem, dass ich in künftigen Brillen bitte nicht mehr haben will.

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Der Sound kam über Ohrhörer von Sony. Das ist ein Gemurkse. Es funktioniert zwar, aber der Klang von in-Ear-Steckern ist begrenzt. Meine teuren Studiokopfhörer konnte ich nicht anschließen, da waren die Bügel der Brille im Wege. Also drehte ich die 5.1-Anlage im Wohnzimmer voll auf, informierte vorher die Nachbarn und saß nun akustisch auch in der Panzerschlacht. Mein Nachbar ist auch Spieler und hat dafür vollstes Verständnis. So muss Nachbarschaft sein.
Schwindelig oder gar Übelkeit verspürte ich nicht, dafür ein intensives Spielerlebnis, das ich jahrelang nicht mehr hatte. Ich hatte das Gefühl, wirklich in einem Spiel zu sein. Das Gehirn ist ein wunderbares Organ und akzeptierte die virtuelle Realität nach einigen Minuten. Das kann auch eine Gefahr für instabile Menschen sein, die zwischen Realität und virtueller Welt nicht unterscheiden können. Auch muss der Jugendschutz bei VR-Spielen klar eingehalten werden. Mit K1/2 habe ich verlässliche Abmachungen getroffen, die auch eingehalten werden. Medienkompetenz fängt im Elternhaus an.

Steve Jobs – der 5. Todestag „Oh wow. Oh wow. Oh wow.“

5. Oktober 2016
Steve Jobs ist seit 5 Jahren tot.

Steve Jobs ist seit 5 Jahren tot.

Heute vor fünf Jahren erhielt ich in den frühen Morgenstunden die Nachricht, die mich sofort wach werden ließ: Steve Jobs ist tot. Der Gründer von Apple erlag seinem Krebsleiden. Mein Herz war voller Trauer und jedes Jahr gedenke ich dem IT-Guru in meinem Blog und in meinen Gedanken. Steve, du fehlst.

So viel Humor hätte ich Tim Cook gar nicht zugetraut.

So viel Humor hätte ich Tim Cook gar nicht zugetraut.

Inzwischen hat Tim Cook seinen Weg als Nachfolger gemacht. Und Cook macht es anders als die One-Man-Show Jobs. Cook scheint ein Teamplayer zu sein, der seine Mannschaft hart in die Pflicht nimmt.
Waren die Keynote von Jobs noch eine Überraschung mit One more Thing, so haben die Keynotes von Cook nur bedingt Überraschungen. Die geheimen Infos werden im Vorfeld von asiatischen Zuliefern verraten, öffentliche Beta-Programme bei den Betriebssystemen für MacOS und iOS lassen keine Überraschungen mehr zu. Und dennoch: Ich glaube daran, dass Cook Visionen hat. Für mich ist der wichtigste Kauf von Apple die Übernahme von metall aus München. Der Augmented Reality-Hersteller war einer der Big Player am Markt. Der Standort wurde von München in die USA verlegt, ein Teil der Belegschaft entlassen und bisher hat man nichts mehr gehört von AR im Mac Universum. Gestern deutete Tim Cook eine Entwicklung an: „AR is going to take a while, because there are some really hard technology challenges there“. Und Cook meint sicherlich mehr als Pokemon Go auf dem iPhone und später auf der AppleWatch.

Ich spiele gerade ein wenig mit VR herum.

Ich spiele gerade ein wenig mit VR herum.

Im Moment bin ich auf dem VR-Trip. Schon unter Steve Jobs habe ich damit gespielt. Die Technik hießt QuickTime VR. Die Technik erlaubt die interaktive Navigation um die senkrechte und die waagrechte Achse, sowie die Kontrolle der Zoomstufe. Gerade bei Fotopanoramen war dies eine starke Technologie in der Vergangenheit. Aber Apple spielt im Moment im VR-Bereich keine Rolle. Die Oculus Rift geht im Moment nicht mit dem Mac. Ich warte derweil auf meine Sony VR-Brille für die Playstation4, ich spiele mit 360 Grad-Videos in meinem YouTube-Kanal und sehe als Storyteller ein großes Potential in VR. Daran glaubt Cook wohl nicht. AR statt VR scheint seine Devise. „Es ist wahrscheinlich, dass zuerst AR im Massenmarkt erfolgreich sein wird. Eine große Zahl von Menschen wird AR-Erfahrungen im Alltag machen. Es wird wie drei Mal am Tag Essen sein. AR wird diese Bedeutung haben.“ Große Worte. Mir war die Produktion von AR bisher zu kompliziert. Da wäre es fein, wenn Apple eine leicht zu bedienende Software auf dem Markt bringen würde.
Nachdem in den sozialen Netzwerken ein pseudo Herzschmerz-Gesülze über die letzten Worte von Steve Jobs auftauchte, sollte seine Schwester Mona Simpson zu Wort kommen, die dabei war, als ihr Bruder verstarb. „Sein Atem wurde schwer, bewusst, bedeutsam. Ich spürte, dass er seine Schritte zählte und weiter ging als zuvor. Ich verstand: Er arbeitete auch an dieser Sache. Der Tod ereilte Steve nicht, Steve hat ihn erlangt“, schrieb sie. Steve Jobs letzten Worte waren „Oh wow. Oh wow. Oh wow.“

Die VR-Welle rollt und ich bin mit dabei

13. September 2016

Die VR-Welle rollt auf uns zu und die ersten Ausläufer erreichen uns. Der Markt muss sich erst sondieren und wohin genau die Reise geht, das ist noch offen. Für mich steht fest: Anders als Stereoskopie ist VR eine interessante Weiterentwicklung der Medien. Es poppen jeden Tag neue VR-Themen auf. Auf dem Deutschen Computerspielpreis habe ich viel über Cryteks Virtual-Reality-Debüt The Climb gehört. Jetzt ist das Spiel für die Oculus Rift erschienen. Auf der gamescom war für mich VR das Thema und ich habe darüber berichtet. Zum Spaß hatte ich die Samsung VR-Brille ausprobiert:

Klettern im virtuellen Raum
The Climb ibringt den Nervenkitzel des freien Kletterns an der Felswand in die Wohnzimmer der Spieler auf der ganzen Welt. Der Spieler klettert einen Berg hoch. Das ist jetzt nicht unbedingt was neues, aber das Gameplay und die Intensität sind super interessant. Der Spieler muss in atemberaubenden virtuellen Welten steile Klippen erklimmen und Klettergebiete erkunden, die von echten Locations inspiriert wurden.
Die Umgebung zieht ihre Inspiration aus den Landschaften des Grand Canyon. Auf diese Weise entsteht eine Mischung aus Eindrücken, Klängen und adrenalingeladenen Herausforderungen. Nachts wird der Aufstieg vom Feuerwerk eines nahen Musikfestivals und dem Heulen der Kojoten begleitet. Bei Tageslicht bietet sich eine atemberaubende Aussicht auf Flusstäler und Minenschächte, während am Himmel Jets im Formationsflug vorüberziehen.
Um alle Herausforderungen zu bestehen, die The Climb zu bieten hat, müssen die Spieler verschiedene Grifftechniken meistern, die richtige Balance aus Ausdauer und Geschwindigkeit finden sowie Routen und Abkürzungen finden.
Elijah Dorman Freeman, Executive Producer, sagt: „Von dem Moment an, als wir den ersten Prototyp zu The Climb entwickelt haben, wussten wir, dass VR und Klettern am Fels eine Traumkombination sind. Das packende Gefühl, eine der extremsten Sportarten der Welt hoch über dem Boden zu betreiben ist nur durch VR realisierbar.“

Dell macht seine Kisten VR fit
Dell hat seine Precision Workstations aktualisiert. Mit ihrer erhöhten Rechen-, Grafik- und Speicherleistung erfüllen sie die Anforderungen von Kreativ-Profis bei der Erstellung von Virtual-Reality-Inhalten.
Die Dell Precision Tower Workstations 5810, 7810 und 7910 sowie die Dell Precision Rack Workstation 7910 wurden mit den neuen Intel Broadwell EP Prozessoren ausgestattet. Diese verfügen über zusätzliche Kerne und bieten mehr Performance für Multithread-Anwendungen, die sich ideal für professionelle Modellierungen, Analysen und Berechnungen eignen. Darüber hinaus enthalten diese Workstations nun die neuesten professionellen Grafikkarten von AMD und NVIDIA, Dell Precision Ultra-Speed PCIe SSDs sowie neuen und schnelleren Speicher. Die PCIe-SSD-Laufwerke sind bis zu vier mal schneller als herkömmliche SATA SSDs und der Systemspeicher bietet Kapazitäten von bis zu 1 TB DDR4-RAM bei einer Taktfrequenz von 2.400 MHz.
Für PC-Lösungen, die „VR-ready“ sind, hat Dell spezielle Minimalkonfigurationen definiert. Diese gewährleisten eine optimale Leistung sowohl bei der Erstellung als auch beim Konsum von Virtual-Reality-Inhalten für beziehungsweise mit VR-Brillen wie HTC Vive oder Oculus Rift. Dazu erfüllen sie die Rechen-, Speicher- und Grafik-Anforderungen, die für ein optimales VR-Erlebnis nötig sind, und weisen Grafiktreiber auf, die für ein zuverlässiges Zusammenspiel mit den entsprechenden Komponenten qualifiziert sind.

Alienware: VR ist für Spieler ein Muss
Pünktlich zu seinem 20. Geburtstag präsentierte Alienware ein neues Lineup. Vor kurzem hat der Gaming-PC-Spezialist eine ganze Reihe neuer 4K- und Virtual-Reality-optimierter Geräte vorgestellt – darunter der Alienware Aurora und das erste Gaming-Notebook mit OLED-Bildschirm.
Trotz eines kompakteren Designs bietet der neue Alienware Aurora ein noch größeres Potenzial für dedizierten Grafikspeicher und Übertaktung als seine Vorgängerversionen. Der Midi-Tower-Desktop kann für 4K- oder sogar 12K-Gaming mit der neuesten Generation von NVIDIA-GeForce-Grafikkarten ausgestattet werden und ist mit den aktuellsten CPUs von Intel mit Flüssigkühlung verfügbar. Darüber hinaus lässt er sich mit Kingston-Fury-X-Speicher bestücken, der auf bis zu 2,4 GHz übertaktet werden kann. Das Gehäuse des neuen Aurora erlaubt es, die GPUs und drei der fünf möglichen Speicherlaufwerke ohne jegliches Werkzeug auszutauschen.

Alienware Aurora R5 desktop gaming computer, codename Shadowcat.

Alienware Aurora R5 desktop gaming computer, codename Shadowcat.

Der neue Alienware Alpha ist der Windows-Gaming-PC. Er soll auf LAN-Partys eine Top-Figur machen, denn mit seinem kompakten Formfaktor kombiniert er Leistung mit minimalem Einrichtungsaufwand. Zu den Neuerungen im Innenleben des Alpha zählt die NVIDIA GeForce GTX 960 GPU mit 4 GB GDDR5-Speicher, die rund 60 Prozent mehr Grafikleistung bietet als ihre Vorgängergeneration. Das Gerät kann aber auch mit einer AMD-Radeon-Grafikkarte ausgestattet werden, die für bessere Bildraten bei höheren Auflösungen und optimierten Leistungseinstellungen sorgt. Für eine maximale VR- und 4K-Performance ist der Alpha jetzt außerdem mit dem Alienware Grafikverstärker kompatibel.

VR-Brille als Gimmick 1276 von Yps

VR-Brille als Gimmick 1276 von Yps

Yps bringt eine VR-Brille
Das VR ein Massenthema ist, zeigt die Zeitschrift Yps. Yps mit Gimmick 1276 reist in die Zukunft und erschien am 8.9. mit einer „Virtual Reality“-Brille. Im Grunde ist eine Variation der Papp-Brille von Google. Mit der Yps-VR-Brille lassen sich mit dem Smartphone virtuelle 360°-Welten erkunden! Virtual Reality ist das Trendthema der gerade zu Ende gegangenen IFA Berlin – und jetzt auch im neuen Yps mit Gimmick 1276. Glaubt man Expertenmeinungen, wird die virtuelle Realität in spätestens 5 Jahren in unserem Alltag angekommen sein und diesen dabei ähnlich stark beeinflussen wie zuletzt das Internet.

Die ZEISS VR ONE Plus ist eine VR-Brille mit hervorragender optischer Qualität.

Die ZEISS VR ONE Plus ist eine VR-Brille mit hervorragender optischer Qualität.

ZEISS überarbeitet VR ONE 
Der Optikspezialist ZEISS hat die VR ONE umfassend überarbeitet und erweitert die Möglichkeiten der VR-Brille für Spiele und weitere Anwendungen: Die VR ONE Plus ist universell mit allen aktuellen Smartphones nutzbar und macht spezielle Einschübe überflüssig. Ob Apple, Android oder Microsoft – Geräte mit Displays zwischen 4,7 und 5,5 Zoll Bildschirmdiagonale passen in die Universalhalterung. Damit kann auch das 6S Plus mit der ZEISS VR ONE Plus genutzt werden. Die ZEISS Präzisionslinsen sorgen für die scharfe Darstellung der VR-Anwendungen oder der abgespielten 360°-Filme des eingeschobenen Smartphones. Neu sind auch das abnehmbare Kopfband, sowie der austauschbare Schaumstoff für den komfortablen Sitz im Gesicht.

Adobe greift voll an
Als ehemaliger Chefredakteur der MACup und der DIGITAL PRODUCTION schaue ich genau, wie sich der Software-Markt entwickelt. VR-Brillen sind prima, aber wenn die Produktionskette nicht stimmt, wird die Sache langweilig. Da greift Adobe mit seiner Kreativsoftware soll an. Adobe will die Zukunft von VR, 3D und Animation vorantreiben. Interessant in diesem Zusammenhang ist, wie sich der Konkurrent Autodesk verhalten wird. Zusätzlich zu den neuen VR-Funktionen, die bereits vor einigen Monaten vorgestellt wurden, präsentiert Adobe nun weitere Innovationen für Premiere Pro CC. Darunter selbstreflektierende VR, welche nahtlos die passenden Einstellungen für stereo- und monoskopische Medien findet und anwendet. Das muss ich dringend ausprobieren. Leider konnte ich dieses Jahr nicht zur IBC mach Amsterdam fahren und mir die Sache ansehen. Aber eine Gelegenheit wird sich bieten. Zudem helfen die Funktionen von Adobe Primetime Medienunternehmen dabei, das volle Potenzial von VR auszuschöpfen, indem sie nachhaltige Geschäftsmodelle aufbauen und Premium-Seherlebnisse bereitstellen. Dazu zählen Video-Wiedergabeunterstützung, dynamische Werbeeinbindung und der Schutz von Inhalten mithilfe von Adobes Virtual Reality Rights Management (VRDRM).
Mit dem Ziel einer schnelleren 3D-Content-Kreation präsentierte Adobe auf der IBC außerdem eine 3D-Rendering-Engine, die das Tempo und die Effizient bei der Erstellung von 3D-Content erhöht. Künstler können nun auch editierbare 3D-Elemente, wie Texte oder Formebenen, auf intuitive Weise in After Effects CC unter Zuhilfenahme der neuesten Cinerender-Technik von MAXON herstellen. Adobe und Maxon haben seit Jahren ein enges Verhältnis und ich bin mal gespannt, ob Nemetschek die 3D-Software an Adobe verkaufen wird .Die Figuren- und Animationserzeugung mit Character Animator, Adobes beliebtem Tool für lebensechte Bewegungen, werden durch die integrierte Möglichkeit zwischen Adobe Photoshop CC und Adobe Illustrator CC hin und her zu wechseln, noch besser, schneller und einfacher.

Bürgermeister und Geschäftsführer auf dem virtuellen Surfbrett.

Bürgermeister und Geschäftsführer auf dem virtuellen Surfbrett.

VR im Tourismus – München mit eigener App
muenchen.de, das offizielle Portal der Landeshauptstadt, lässt Nutzer in VR-Welten eintauchen. Wer die Virtual Reality (VR) App für München nutzt, kann den Eisbach-Surfern über die Schulter schauen, über dem Chinesischen Turm schweben oder von der Terrasse des Bayerischen Hofs das Panorama zum Sonnenaufgang um 5:30 Uhr genießen. Und das so, als wäre man mittendrin. München ist damit die erste Stadt in Deutschland mit eigener VR-App. Bei der Premiere dieser High-Tech-Plattform ließen sich jetzt Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Josef Schmid die Möglichkeiten der virtuellen Realität zeigen. Leider konnte ich nicht mit dabei sein, freue mich aber, wenn meine Heimatstadt vorne mit dabei ist.
Die hier für das Standortmarketing Münchens genutzte VR-Technik liegt voll im Trend: Filme und Panoramabilder werden mit 360-Grad-Kameras aufgenommen. Mit Hilfe schon einer einfachen VR- Brille und der muenchen.de VR-App auf dem eigenen Smartphone, kann sich der Betrachter mit Kopfbewegungen in der Szenerie selbst umschauen. Er kann also den Blickwinkel bestimmen, sich Details näher ansehen und von Ort zu Ort wechseln.
Die Bilder können auch ohne VR-Brille an PC oder Laptop betrachtet werden, allerdings ohne den Effekt des Selbst-Dabeiseins. Die offizielle VR-App für München kann in den App Stores für Android und Apple iOS sowie im Oculus-Store kostenlos heruntergeladen werden – oder einfach über muenchen.de/360grad. Empfohlen wird eine WLAN-Verbindung, da die Datenmenge relativ groß ist (ca. 700 MB).
Zum Start im August gibt es auf der VR-App für München acht Orte und Situationen zu sehen: Eisbachsurfer (ein Film und zwei Panoramafotos), Viktualienmarkt (zwei Filme, ein Panoramafoto), Chinesischer Turm (zwei Filme), Bayerischer Hof (zwei Filme), Mandarin Oriental (ein Panoramafoto), Pinakothek der Moderne (ein Panoramafoto), Frauenkirche (ein Panoramafoto) und Hofbräuhaus (ein Panoramafoto). Zu den Filmen gibt es Originalton sowie vereinzelt passende Hintergrundmusik. Zu den 360-Grad-Panoramafotos gibt es teilweise – wie im Hofbräuhaus – Originalsound inklusive Blaskapelle. Weitere Filme und Panoramabilder werden laut muenchen.de-Chef Csery folgen.

Die App wurde gleich ausprobiert

Die App wurde gleich ausprobiert

Hier noch ein bisschen Geballer in VR von der gamescom:

VR kommt gewaltig – Meine Gedanken zur gamescom2016

22. August 2016

Neugierig bin ich mit der Familie zur gamescom2016 nach Köln gefahren. Es ging mir nicht darum, die neuesten Spiele auszuprobieren, sondern ich wollte wissen, wohin sich der Markt bewegt. Und er bewegt sich ganz eindeutig Richtung Virtual Reality VR. Viele Spieleschmieden setzen auf den neuen Trend und ich sage voraus, dass unter dem Christbaum 2016 die eine oder andere VR-Brille liegen wird.
Dazu passt die Meldung, die rechtzeitig zur gamescom kam: Die Oculus Rift wird am 20. September in den Handel kommen. Das Teil kostet rund 700 Euro. Obwohl ich von der Oculus Rift sehr angetan bin, bleibe ich als Mac-User außen vor. Oculus sagt eindeutig, dass die derzeitig Macs für VR zu lahm sind. „Wenn sie eines Tages einen guten Computer herausbringen, werden wir es machen“, erläutert Palmer Luckey, Oculus-Mitbegründer. Apple wird im Herbst neue Hardware vorstellen und ich hoffe, dass die Maschinen dann schnell genug sind. Tim Cook scheint von den Themen VR und AR angetan.

Ist der PC VR-fähig?
Systemvoraussetzung für die Oculus Rift ist ein PC mit mindestens einer AMD R9 290 oder einer Nvidia GTX 970. Mit dem Kompatibilitätstool können Anwender ihre PCs überprüfen und feststellen, ob die Leistung ihres Rechners für die Rift-Erfahrung ausreichend ist. Sollte ein neuer PC nötig sein, gibt es bei einigen der besten Hersteller der Welt spezielle Angebote Oculus-tauglicher PCs, die auf eine optimale VR-Erfahrung ausgelegt wurden. Vor der Demo der Rift bildeten sich lange, lange Schlangen. Viele wollten die VR-Erfahrung am eigenen Leib ausprobieren. Einige der Wartenden hatte für die Schlange Klappstühle dabei. In den Kölner Elektro-Märkten bereitet man sich auch vor. Im Media Markt Köln gab es bereits extra Counter, freilich noch ohne Hardware. Aber der VR kommt voll ins Rollen.

Dank MIFcom konnte ich in VR zocken
Ein PC kommt mir nicht ins Haus. Für zu Hause haben wir deshalb eine Sony PlayStation VR vorbestellt, die wir an die Playstation4 koppeln und wir sind bereit in eine aufgebohrte PS4 zu investieren, die ab September wohl ins Haus steht.


Ich konnte am Stand von MIFcom dank meines alten Kollegen René Grau mehrere VR-Spiele testen, darunter Autorennen und Shooter. Was für mich wichtig ist, es muss meine Brille unter die VR-Brille passen, sonst seh ich nichts. Aufgrund meines Augenleidens bin ich ohne Brille ein Blindfisch. Daher hat mir die HTC-Brille sehr gut gefallen und sie war auch mit Brille bequem zu tragen.

Lenovo bundelt mit Oculus Rift
Absolut nicht meine Welt und trotzdem sehr freundlich wurde ich am Stand von Lenovo aufgenommen. Das lag vor allem an meinen alten Kollegen Georg Albrecht, der dort die Kommunikation für den chinesischen Hersteller macht. Lenovo kannte ich durch die Übernahme von IBM Think Pads und sehe, dass sie solide Arbeitsrechner machen. Im Gaming-Bereich hatte ich Lenovo nicht auf dem Schirm. Albrecht kenne ich noch aus alten Zeiten und er gab mir ein Line-up der aktuellen Gamer-Produkte. Als Mac-User staunte ich vor allem über die vergleichsweise niedrigen Preise, die die Gaming-Maschinen kosten. Sehr eindrucksvoll sahen sie mit ihren roten und grünen Lichtern aus und es gibt auch entsprechende Bundles mit der Oculus Rift. Am Stand konnte man eine Basketball-Simulation ausprobieren, die den User sichtlich Spaß gemacht hat.

VR-Slots völlig überbucht
Bei Alternate sah ich mir verschiedene VR-Darbietungen an. Die Slots waren sofort überbucht und so blieb mir nur das Zusehen. Im grünen Licht bewegten sich die Spieler gespenstisch. Das war natürlich nur Show für uns Zuschauer, die sich köstlich über die Bewegungen der VR-Spieler amüsiertem.

Nix ging mehr. Alles ausgebucht.

Nix ging mehr. Alles ausgebucht.

Wie in einem Zookäfig standen wir außen herum und schauten zu, wie sich die Spieler verrenkten. Es wurde eine Simulation einer Bergbesteigung angeboten. Eindrucksvoll, was ich dort auf den Monitoren sah und es muss noch eindrucksvoller für die Spieler gewesen sein. Als sie die Brille abnahmen, zeigten sie sich komplett begeistert.

Die richtige Show gehört dazu - und das Outfit als Spiderman auch.

Die richtige Show gehört dazu – und das Outfit als Spiderman auch.

Batman in VR-Aktion
Es kommen zum Verkaufsstart der VR-Brillen einige Spiele auf den Markt. Als für mich eines der interessantesten Spiele (das ich mir zulegen werde) ist Batman: Arkham VR. Die Rocksteady Studios bringen das Spiel für die Playstation VR auf den Markt auf Basis der Unreal Engine 4. Was gezeigt wurde, war ein düsteres Detektivspiel und weniger harte Action.

SAE denkt weiter
Bei der SAE sprach ich mit Marketingleiter Götz Hannemann über das VR-Thema. Am Stand zeigten SAE-Studenten einige Spiele. Zum Beispiel eine Pfeil und Bogen-Variante, die nett anzusehen war. Beeindruckt hatte mich die Idee, einen Crosstrainer mit der VR-Brille zu koppeln. Damit kann man auch zu Hause wirklich aktiv werden. Der Spieler läuft eine Strecke und die Bewegung wird auf das Bild in der VR-Brille übertragen. Interessant wird es werden, wie sich die VR-Brillen in den Wohnzimmern schlagen. Fuchtel ich wie wild im heimischen Wohnzimmer herum und reiße Vasen, Bücher und Bilder beim Spiel herunter, weil der Platz nicht ausreicht? Beim Autorennen, das ich spielte, rammte ich bei vollen Tempo eine Wand und viel zu Boden. Wie sehen daher die Umgebungen aus, in denen mit VR-Brillen gespielt werden kann? Das ist eine interessante Frage.

VR im Fitness-Studio
Eine sehr elegante Variante sah ich bei der Münchner Firma ICAROS. Während der Sportler in einem futuristischen Gestell liegt, gleitet er mithilfe einer Virtual-Reality-Brille durch virtuelle Welten und trainiert spielerisch den ganzen Körper. Ich finde die Idee faszinierend. ICAROS hat eher Sportstudios oder Hotels als Zielgruppe, fand aber riesiges Interesse auf der gamescom in Köln.

Durch das Zusammenspiel zwischen dem Schlitten, auf dem der Sportler liegt, und der virtuellen Realität entsteht ein äußerst reales Fluggefühl. Die Übertragung der Bewegung mittels des am Lenker angebrachten Controllers funktioniert komplett ohne Zeitverlust. „Die Vision hinter ICAROS ist der Spaß am Training. Du kannst spielen und musst kein schlechtes Gewissen haben. Dieses langweilige Eisen stemmen, das so vielen Leuten keinen Spaß macht, ist vorbei“, erklärt ICAROS-Chef Johannes Scholl.

Whisky, Nebel, VR und 3D-Druck – Innovationen auf der #rpTEN und ein #Schichtwechsel für mich

4. Mai 2016
Die IronBlogger trafen sich in Berlin.

Die IronBlogger trafen sich in Berlin.

Neben ein paar sehr wichtigen und lehrreichen Sessions auf der re:publica TEN #rpTEN stand das Netzwerken bei mir auf dem Programm. Ich habe wieder viele nette Kolleginnen und Kollegen aus der Branche getroffen. Als Beispiel will ich nur meine IronBlogger nennen. Das ist eine bundesweite Bloggervereinigung. Ich bin in der Münchner Sektion der wilden Truppe Mitglied. In Berlin haben sich die Bayern eingefunden und das jährliche Gruppenbild und Schuhfoto gemacht. Ja, wir haben einen Schlag.

Whisky-Geniesser treffen sich
Als Whisky-Freund ist es mir eine Ehre bei den Guerilla Tastings dabei zu sein. Die Jungs von tasteup organisierten mit Unterstützung von Moët Hennessy Zusammenkünfte auf der #rpTEN. Dabei wird kostbarer Whisky verkostet. Voraussetzung ist es, einen entsprechenden Tweet abzusetzen und ein Tastingglas dabei zu haben. Ich war dieses Jahr vorbereitet und habe zwei Mini-Ardbeg Gläser für Thomas Gerlach und mich eingepackt. Zur Premiere gab es meinen Standard-Whisky, den zehnjährigen Ardbeg, also wunderbares Heimspiel für mich. Aber es gab für mich noch mehr zu entdecken.


Christian Kaufmann präsentierte mir den Ardbeg Ceo. Hier wird das kostbare Getränk vernebelt, der Alkohol verdampft und die Aromen bleiben im Nebel. Dieser wird dann mit einer Art Glashalm eingezogen. Einfach wunderbar, welcher Geschmack sich hier entfaltet. Ich bin restlos von dem Gerät begeistert, das im Original Ardbeg HAAR heißt. Nachdem HAAR in Deutschland kein guter Marketingname ist, bringt es Ardbeg hier unter Ceo an den Genießer. Ceo heißt im übrigen im Gällischen Nebel. So passt die Sache auch für den deutschen Markt.
Die Reaktion der Whisky-Interessierten war in Berlin immer gleich. Zunächst die Nachfrage, was die Nebelmaschine soll, dann zögerliches Probieren und Einatmen des Nebels durch das Glasröhrchen und dann die Offenbarung. Die Pupillen weiten sich und die Reaktion ist: Wahnsinn, was für ein Geschmack.
Am nächsten Tasting verkostete ich im Glas einen Glenmorangie Nectar Dor. Den kannte ich nicht und werde mir aufgrund des Tastings ein paar Flaschen besorgen. Er schmeckt deutlich frischer als der schwere Ardbeg, den ich sonst immer genieße.

Immerhin eine kleine 3D-Druck-Szene
Die Maker-Szene in Deutschland ist noch übersichtlich, entwickelt sich aber stetig. Nach dem Medienhype von 3D-Druck haben sich Interessierte zusammengefunden und arbeiten an ihrer Vision. Ein Massenphänomen ist 3D-Druck noch nicht geworden, aber es hat seinen Markt. Auf der rpTEN war ein großer Stand unter der Regie von Autodesk aufgebaut. Autodesk ist der Software-Riese, wenn es um Visualisierung und 3D geht.

Ich habe früher sehr intensiv mit Autodesk zusammengearbeitet als ich noch Chefredakteur der wichtigsten deutschen 3D-Zeitschriften war. Auf der rpTEN zeigte man ein Kleid aus dem 3D-Drucker. Ich finde es faszinierend, was sich alles machen lässt. Den 3D-Drucker Maker Bot 2 hatte ich auch eine zeitlang zuhause und bin von der Technik fasziniert.

360 Grad und VR gehört die Zukunft
Während die 3D-Szene noch klein ist, explodiert der VR-Markt regelrecht. Das ist in Berlin voll zu spüren. Viele Anbieter experimentieren dabei herum, einige Sessions laufen zum Thema virtual Reailty, oftmals vermischt mit dem Thema Augmented Reality AR. Google war da, einige Hersteller zeigten die Orculus Rift und andere Anwendungen. Leider konnte Microsoft noch keine Hololens zeigen. Schade. Am Stand vom ZDF wurden in Tierköpfen VR-Filme gezeigt. Ich wähle den Hahnkopf und schaute mir lateinamerikanische Tänze an. ARTE zeigte in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut in einer Kugel sehr, sehr eindrucksvolle 360 Grad Videos.

Und auch die Organisatoren der rpTEN erreichteten den rp Dome in dem ein Animationsfilm in 360 Grad gezeigt wurde. Um den Film richtig genießen zu können, musste ich mich mit dem Rücken auf Matten am Boden legen und nach oben blicken. Eindrucksvoll muss ich sagen und ich bin ein Fan von 360 Grad Videos. Ich denke, 360 Grad Videos gehört die Zukunft, anders als der vor Jahren propagierte Trend der Stereoskopie. Ich habe selbst zwei Kameras im Einsatz und experimentiere herum.

 

Gute Idee #Schichtwechsel bei Microsoft und mir
Auf ein waghalsiges Experiment ließ ich mich am Stand von Microsoft ein. Der Software-Riese aus Redmond trat dieses Jahr unter dem Hashtag Schichtwechsel auf. Damit setzt Microsoft nach #OutofOffice den Trend von veränderten Arbeitswelten fort. Das Buch OutofOffice hat mir gut gefallen und gab viele Denkanstöße. #Schichtwechsel geht noch weiter und bringt wieder neue Ideen. Am Stand von MS durfte ich ein Videointerviews abgeben und meine Meinung zu Industrie 4.0 und Roboter von mir geben. Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt.

Bei MS war ich Interviewpartner.

Bei MS war ich Interviewpartner.

In den Sessions zeigt Microsoft, die auch neben IBM, Daimler und dem Steuerzahler in Form der media convetion Berlin Hauptsponsor der #rpTEN sind, verschiedene neue Formen des Arbeitens. Also packte ich mir ein Herz und probierte einen halben Tag ein Surface aus. Für mich als eingefleischter Mac-User, langjähriger Chefredakteur der MACup und Apple Fanboy ist das wirklich ein großer Schritt. Aber ich habe mich im Sinne von #Schichtwechsel überwunden und wurde auch wunderbar von Microsoft betreut. Das neue Surface ist mit Windows 10 ausgestattet und liegt gut in der Hand. Das Design ist formschön und die Variationen sind der jeweiligen Einsatzart angepasst. Endlich ist Microsoft den richtigen Schritt gegangen und baut nach Mäusen, Tastaturen und XBox eigene Hardware. Im Surface-Bereich setzt man nicht auf die Designverfehlungen von Dell, HP oder Lenovo, sondern hat ein sehr interessantes Produkt auf den Markt gemacht. Die Spracherkennung ist fein, der Stift reagiert hervorragend und das TouchDisplay erkennt Anweisungen ohne Verzögerung.


Nach einem halben Tag testen und herumspielen kann ich sagen: Ein eindrucksvolles Gerät und wenn es Apple nicht geben würde, dann würde ich mir ein Surface zulegen. Übrigens, ich diktiere diesen Text auf einem iPad Pro 12 Zoll.

360 Grad Videos mit sieben GoPro-Kameras

7. April 2016
Martin Prankl mit seiner 360 Grad Kamera, bestehend aus sieben GoPros

Martin Prankl mit seiner 360 Grad Kamera, bestehend aus sieben GoPros

Das Thema 360 Grad Videos fasziniert mich und ich experimentiere damit herum. Ich halte VR für das nächste große Ding.
Am Rande einer Veranstaltung im Werk 1 traf ich auf die VR-Enthusiasten Martin Prankl und Alexander Fischl. Sie hatten eine sehr interessante 360 Grad-Kamera dabei. Sie besteht aus einem Rig mit sieben GoPro Hero4-Kameras. Die Bildqualität der GoPro ist sagenhaft und was liegt da näher, als mehrere Kameras zu einem 360 Grad Video zu bündeln. Jede GoPro nimmt Videomaterial von bis zu 4K auf. Also ist das Rendering bei Prankl Consulting eine Herausforderung. „Lad mal schnell einen unkomprimierten Film hoch“, dürfte bei dieser Ausgangsbasis nicht so einfach sein. Rechenpower ist also angesagt.
Der Einsatzbereich für VR ist enorm und die ersten Versuche, die ich von Prankl Consulting aus Aying gesehen habe, stimmen mich zuversichtlich. Auf der Facebook-Seite der Agentur sind einige Experimente mit 360 Grad-Videos veröffentlicht. Es handelt sich um eine Radl-Tour oder einen Spaziergang.
Freilich wollen Martin Prankl und Alexander Fischl über ihre konkreten Pläne noch nicht viel verraten. Tourismus und Konzerte sehe ich als mögliche Einsatzgebiete.


Am Rande stelle ich mir nur die Frage, wann GoPro als führende Action-Kamera-Hersteller endlich selbst eine 360 Grad Lösung auf den Markt bringt. Der Aktienkurs der GoPro liegt durch billige Konkurrenz am Boden und es wäre endlich an der Zeit, dass hier das Unternehmen nachlegt. Martin Prankl und Alexander Fischl könnten sicher den Herstsller beraten.

Apple kauft (wohl) Metaio – meine Einschätzung

29. Mai 2015

Die Gerüchteküche brodelte in München ganz schön, wenn ich in der Community das Thema Metaio ansprach. Metaio ist einer der wichtigsten Firmen weltweit im Bereich augmented reality zu deutsch etwa erweiterter Realität. Die Software-Schmiede aus München entwickelte für zahlreiche Kunden höchst innovative Projekte, veranstaltete eine Top-Konferenz mit inside AR in München und war leuchtendes Beispiel für den High-Tech-Standort Bayern.

Ich mache mir Gedanken zu Metaio.

Ich mache mir Gedanken zu Metaio.

Jetzt hat wohl Apple zugeschlagen und das Münchner Unternehmen gekauft – so zumindest deuten alle Indikatoren hin. Von den Beteiligten Apple und Metaio gibt es dazu noch keine Aussagen. Aber es sieht ganz so aus.

Die Website von Metaio wurde nahezu stillgelegt.

Die Website von Metaio wurde nahezu stillgelegt.

Kauf oder Crash? fragten sich im Vorfeld einige meiner Bekannten und auch ich machte mir Sorgen um Metaio. Die Vorzeichen könnten beides bedeuten. Die Website des Unternehmens wurde großteils vom Netz genommen, der Support der Produkte mittelfristig eingestellt, die deutschen Twitter-Kanäle von Metaio gelöscht. Auf Anfragen kam keine Antwort. Hatte sich Metaio mit der großartigen inside AR-Konferenz übernommen? Dann wurde auch die inside AR in den USA abgesagt. Das klang alles nicht gut.
Die Gerüchte intensivierten sich dann im Vorfeld zur Google Konferenz iO. Sollte Google vielleicht Metaio gekauft haben? augmented reality gilt als interessante Zukunftstechnologie und hier spielt Google ganz vorne mit. Eine Kombination mit Google Glas oder anderen Google-Diensten schien nahe zu liegen. Nachdem Facebook sich die Oculus Rift einverleibt hatte, Microsoft an VR-Brillen arbeitet, sollte Google in diesem Bereich stärker tätig werden. Aber auf der iO-Konferenz von Google wurde kein Wort zu Metaio verloren. Damit war gestern Abend klar, Google hat nicht gekauft. Also doch Crash?
Später am Abend meldeten dann US-Dienste, dass wohl Apple die Kriegskasse geöffnet habe und sich Metaio einverleibt hatte. Das Vorgehen wäre typisch für Apple. Bei der Übernahme gab es eine strikte Nachrichtensperre und jetzt sickern Zug um Zug Details durch. Apple ist ja nicht für seine lockere Informationspolitik bekannt und so bekommen wohl die Metaio-Mitarbeiter weiterhin Sprechverbot. Wer spricht, der kann gehen und muss auch mit entsprechenden Klagen rechnen. So ist es bei den neuen Herren von Apple. Eine Anfrage von bei Apple wurde wie immer kommentiert. Man gebe keine Kommentar ab.


Gestern nacht tauchte dann ein Auszug aus dem Handelsregister auf, den ich nicht überprüfen kann. Am 21./22. Mai habe Apple wohl über einen Frankfurter Notar Dr. Alexander Haines zugeschlagen. Apple wird in diesem Auszug als Gesellschafter von Metaio aufgeführt.

Auszug aus dem Handelsregister, der zeigen soll, dass Apple Metaio gekauft hat.

Auszug aus dem Handelsregister, der zeigen soll, dass Apple Metaio gekauft hat.

Was bedeutet dies nun? Zunächst die positive Seite für mich: Wenn ein Player wie Apple in den augmented reality-Markt einsteigt, dann wird die Technologie vorangetrieben. Apple hat die Marktmacht, das Thema in die Köpfe und auf die Geräte der Kunden zu bringen. augmented reality leidet derzeit daran, dass es zu viele verschiedene Systeme gibt und es für den Normalkunden nicht einheitlich ist. Mal braucht der Kunde diese App, mal braucht er eine andere. Dann gibt es aus meiner Sicht noch kein klares Erkennungszeichen für augmented reality-Dienste. Woher soll der Kunde wissen, dass in einer Zeitung, auf einem Plakat, in einem Buch augmented reality-Technologie integriert ist? Metaio arbeitet mit dem „I love AR“-Logo, die deutschen Zeitschriftenverlage haben jeder ein eigenes Logo für die augmented reality-Anwendungen. Beim Thema QR-Code hat es lange gedauert, bis Kunden verstanden haben, was sich hinter einem QR-Code verbirgt. Und noch heute gibt es viele, viele User da draußen, die noch nicht wissen, das die schwarzweißen Pixel ein QR-Code mit Botschaften sind. Bei augmented reality wird dies noch schwieriger und dieses Problem kann Apple mit seiner Marktmacht lösen. augmented reality wird endlich zu einer Massentechnologie und kommt aus dem digitalen Elfenbeinturm heraus.
Und nun die negative Seite für mich: Apple polarisiert, aber ganz schön heftig. Wenn Apple etwas macht, dann kommen starke positive und negative Reaktionen. Das wird beim Thema augmented reality nicht anders sein. Apple liebt sein eigenes Ecco-System und ist nicht immer ein Freund von Windows- und Linux-Entwicklern. Offene Systeme sind nicht gerade das Ding von Cupertino wie wir gerade am Beispiel der Apple Watch gesehen haben. Die Uhr ist ohne iPhone eigentlich nutzlos.
Und ich mache mir Sorgen um den Standort in München. Derzeit sitzt Metaio Tür an Tür bei meinem alten Arbeitgeber der DIGITAL PRODUCTION. Ich habe einige Freunde bei Metaio gefunden, die sich jetzt um ihren Arbeitsplatz Sorgen machen müssen. Das US-Unternehmen Apple tickt einfach anders als eine mittelständische deutsche GmbH. Zieht Metaio komplett in die USA? Eine Zweigstelle im Valley hat Metaio bereits. Sucht Apple die Nähe zu seinem neuen Besitz? Cupertino liegt nicht weit entfernt und Apple baut ja seinen Campus in UFO-Form neu. Platz für ein paar Metaio-Mitarbeiter gibt es da sicher.
Wenn Metaio in die USA geht und den Standort München an der Hackerbrücke aufgibt, dann verliert der Freistaat Bayern massiv. Eines der wichtigsten Innovationsunternehmen würde Bayern verlassen. Hier sollte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sich um Standortpolitik kümmern und bei Apple anklopfen. Stromtrassen sind wichtig, aber für das High-Tech-Land Bayern sollte Metaio auch wichtig sein. Aber wie ich höre, haben es schon ein paar gute Denker im Umfeld des Wirtschaftsministeriums das Thema auf der Agenda.
Und was machen jetzt die Metaio-Kunden und Entwickler? Ich habe selbst an Schulungen für die AR-Software teilgenommen, aus journalistischem Interesse – nicht um meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Wie sieht die Zusammenarbeit mit diesen Third Party-Entwicklern künftig aus? Und mit welcher Software arbeiten sie? Wenn Apple wirklich Metaio gekauft hat, sollte sich Apple schnell eine Lösung überlegen, sonst wandern diese kreativen Entwickler zu anderen Software-Lösungen ab.
Aber vielleicht interessiert Apple dies nur am Rande. Apple kauft immer wieder kleine Firmen und integriert sie. Irgendwann tauchen dann die Lösungen in den Apple-Produkten auf. Es war bei iTunes und den Karten-Diensten unter anderem der Fall.
Ich bin für meinen Fall beruhigt, dass es für augmented reality weitergehen wird und dass Metaio nicht vom Markt verschwindet, wie es in der Gerüchteküche kolportiert wurde. Wie und in welcher Form Apple sich dem Thema augmented reality und Metaio annimmt, wird sich zeigen. Mal sehen, ob Tim Cook es auf er anstehenden WWDC im Juni erwähnt, aber wahrscheinlich ist es zu früh.

Meine macromedia-Studenten bei Metaio.

Meine macromedia-Studenten bei Metaio.

Ich bin Metaio und seinen Mitarbeitern dankbar für die vergangenen Jahre. Das Unternehmen gab mir den Mut, dass in Deutschland innovative Software entstehen kann. Ich konnte mit meinen Studenten immer bei Metaio vorbeischauen und die Zukunft von augmented reality erleben. Und die inside AR-Konferenz hat mir die Augen für Zukunftstechnologien geöffnet. Ich habe hier über augmented reality bei Lego, bei Ikea, beim Optiker und bei Verlagen geschrieben. Die Welt ändert sich und sie ändert sich schnell.

Gruppenbild mit virtuellem Eisbar bei Metaio.

Gruppenbild mit virtuellem Eisbar bei Metaio.

Eine neue Dimension des Bergsteigens – Street view im Gebirge #project360

21. Februar 2015
Foto: Mammut

Foto: Mammut

Warum steigt jemand auf einen Berg – ganz einfach, weil er da ist. Berge sind faszierend und wer im Gebirge unterwegs ist, wird diese Faszination verstehen. Gerne blättere ich auch in Fotobüchern über Bergbesteigungen und lese in Bergsteigerblogs. Jetzt habe ich eine neue Dimension des Bergsteigens entdeckt.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Mammut erschließt eine neue Perspektive am Matterhorn und in der Eiger Nordwand. #project360 eröffnet die dritte Dimension der digitalen Alpin-Kartographie und lässt User den Mythos der wichtigsten Alpengipfel am Bildschirm erleben – neu auch in Virtual Reality auf dem Smartphone.
Mit dem #project360 erschließt der Schweizer Bergsportspezialist Mammut das Matterhorn und die Eiger Nordwand virtuell und visuell – aus Bergsteiger-Sicht und direkt aus der Wand. Die Bilder dafür liefert ein speziell entwickelter Rucksack mit sechs Kameras für eine vollständige Rundum-Sicht. Profi-Alpinisten trugen die Kamera-Rucksäcke über den Hörnligrat am Matterhorn und durch die legendäre Heckmair-Route in der Eiger Nordwand. Das Ergebnis: Nicht weniger als eine beeindruckende 360° Rundum-Sicht aus der Wand, hier zu sehen unter und im App-Store (Android und iOS) unter dem Namen Mammut #project360.


Richtig heftig wird die virtuelle Tour allerdings mit einem entsprechenden Head-Mounted Device wie Google Cardboard, Zeiss VR One oder Homido. Damit lassen sich die Bilder als virtuelle Realität darstellen, wodurch der User noch näher am Geschehen ist. Zusammen mit den Profibergsteigern wagt er sich in die luftigen Höhen des Matterhorns oder alternativ in die berüchtigte Kälte der Eiger Nordwand. Der Blickwinkel schwenkt dabei mühelos mit den Kopfbewegungen mit. Das Ergebnis hat mich umgehauen und ist eine Droge für jeden Bergsteiger, ob Amateur oder Profi. Als ich das System ausprobiert habe, kam meine Höhenangst aber wieder durch – so überzeugend war die virtuelle Reise.
Die Aufnahmen machen die legendären Routen der Erstbesteiger Schritt für Schritt für jeden online erlebbar und vermitteln spürbar die Faszination der berühmten Berge: Mit wenigen Klicks bewegt sich der User durch die Wände, blickt in die Höhe oder Tiefe und kann den Verlauf der Route aus unmittelbarer Nähe studieren. Die Blickrichtung bestimmt der User dabei selbst. Im Grunde ist das Ganze eine Art „Street View“ in der dritten Dimension.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Spektakuläre Bilder aus den berühmten Bergen waren nur ein Aspekt des #project360: Die außergewöhnlichen Ansichten der Route tragen zu einem einmaligen und neuartigen Nutzer- Erlebnis bei und machen die Website sowie die App zu einer Art vertikalem Street-View. „Mit #project360 erweitern wir das, was Google mit Street View in Länge und Breite umsetzte: Wir eröffnen mit einer Tiefenansicht eine dritte Dimension – und das in einer weitaus höheren Qualität als bislang möglich“, sagt Rolf Schmid, CEO von Mammut. Unter anderem lassen sich die 360°-Ansichten nämlich auf Smartphones und Tablets allein durch deren Bewegung steuern.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Technik für Performance am Berg
Dem gigantischen Projekt ging eine intensive Vorbereitung voraus. Zusammen mit dem Fotografen Matthias Taugwalder von Concept360 und der Münchner Werbeagentur Heye wurde Anfang 2014 der Entschluss zur Durchführung des Projektes gefasst. Mit dem „Project 360“ leisteten alle Beteiligten Pionierarbeit in Sachen digitaler Kartographie. Entscheidend war vor allem die technische Ausrüstung der Mammut Pro-Team Athleten Stephan Siegrist und Dani Arnold. Denn unabhängig von den Bildern aus der Wand stand die Sicherheit der Alpinisten zu jeder Zeit an erster Stelle. Konkret bedeutete das: Die Technik, musste leicht sein und durfte weder die Bewegungen einschränken, noch beim Klettern stören. Am Anfang stand daher die Auswahl der richtigen Kameratechnik und deren Anbringung an einem klettertauglichen Rucksack.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

In aufwändigen Probeläufen in Kletterhallen, in den Schweizer Alpen und an der Eiger Nordwand selbst wurden Modelle verschiedenster Hersteller getestet. Als beste Lösung erwies sich ein 360°-Video-System von GoPro, das mit insgesamt sechs Kameras auf ein Systemgewicht von knapp zwei Kilogramm kommt. Das System bot während der Tour zahlreiche weitere Vorteile: ein automatisierter Auslöser ermöglichte auch Bilder an schwierigen Stellen der Route und das gesamte System überzeugte mit einfacher Handhabung in unterschiedlichsten Klettersituationen. Auch die Unempfindlichkeit gegen die niedrige Temperaturen am Berg sprach für diese Lösung. Doch erst die Integration in einen von Mammut speziell entwickelten Alpin-Rucksack machte die Kameratechnik klettertauglich: Auf Basis des Modells „Trion Nordwand“ entwarf die Entwicklungsabteilung des Schweizer Bergsportspezialisten einen Rucksack, der sowohl den alpinistischen wie auch den technischen Anforderungen genügte.

 

Ein Selbstversuch mit Oculus Rift

1. Dezember 2014
Mein Selbstversuch mit Oculus Rift

Mein Selbstversuch mit Oculus Rift

Es hat mich vom Hocker gehauen, mich regelrecht weggebeamt. Auf der SAE Alumni Konferenz probierte ich zum ersten Mal die Oculus Rift aus. In der Berliner Schule der SAE waren zwei Geräte zum Ausprobieren aufgebaut. Ich zockte eigentlich nur ein banales Spiel, aber die Technik schlug mich sofort in ihren Bann.

Ok, es ist alles noch etwas kompliziert, aber für mich eindeutig eine Zukunft von Gaming und – eine Zukunft von Film. Die Brille ist noch etwas unbequem, aber wow, hier passiert etwas. Es dauerte ein, zwei Minuten dann schaltete mein Gehirm um und ich war in der virtuellen Welt angekommen. Ich drehte den Kopf und wanderte durch Welten. Egal, wohin ich blickte, durch die lichtsichte Brille samt Display vor den Augen tauchte ich in eine andere Welt ein. Vor Jahren erlebte ich in Schottland an der Universtät eine frühe Phase dieser Brille, aber was da jetzt vorliegt, ist der Hammer.

Eine Demo bei der SAE schlug mich in seinen Bann.

Eine Demo bei der SAE schlug mich in seinen Bann.

Genial – das dachte sich Mark Zuckerberg auch und kaufte gleich mal den Hersteller der Oculus Rift. Wer nicht das Geld für eine Original-Rift aufbringen will, der sollte sich die Zeiss VR One für 99 Euro ansehen. Zeiss hat ja mit dem Cinemizer bereits gute Produkte vorgelegt. Bei der VR One wird einfach ein Smartphone von 4,7 bis 5,2 eingeschoben und der Content wird über das Smartphone eingepielt. VR for the rest of us.

VR for the rest of us: Zeiss VR One

VR for the rest of us: Zeiss VR One

Zu Hause überlegte ich mir Anwendungsmöglichkeiten. Naheliegend ist die Gaming-Branche. Aber noch faszinierender ist für mich auch die Filmbranche. Nachdem ich mir gerade auf Blu Ray Black Hawk Down angesehen habe, überlegte ich mir, wie so ein Film mit einer VR-Brille wirken würde. Dabei dürfte ich den Film natürlich nicht nur als klassischer Betrachter im Kinosessel ansehen, sondern ich müsste in die Story integriert werden. Hier in dem Fall von Black Hawk Down natürlich in das beklemmende Szenario von Somalia.

Ein Horrorfilm in der Brille - Wahnsinn.

Ein Horrorfilm in der Brille – Wahnsinn.

Auf die gleiche Idee kamen ein paar Holländer, die den ersten Horror-Film für die Oculus Rift gedreht haben. Der Zuschauer ist dabei selbst das Opfer. Der Film heißt 11:57 und das Besondere: Bei dem Film kannst du als Zuschauer nicht wegschauen. Den Film gibt es als kostenlosen Download für Mac, iOS und Android. Ein sehr interessantes Experiment und ich werde diese Sache mal in meinen Seminaren vorstellen.