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Geburtstag – Ich bin heute seit zehn Jahren bei Twitter

24. Oktober 2018

Ich komm mir vor wie Captain Ahab, denn ich habe den Fail Whale früher immer wieder gesehen. Immer wieder tauchte er auf, wenn es eng wurde. Heute ist der Fail Whale verschwunden, er ist ausgestorben, egal wann man ihn sucht. Ich bin schon so lange bei Twitter, dass ich den Wal noch kenne, der erschien, wenn das soziale Netzwerk überlastet war. Heute feiere ich meinen zehnten Twitter Geburtstag. Zehn Jahre zwitschere ich nun unter meinen Account @redaktion42 .


Warum so lange? Nun, Twitter hat mein Medienverhalten geändert. Für mich ist Twitter News, Spaß, Empathie, blöde Sprüche, schlüpfrige Andeutungen, Nachrichtenquelle Nummer 1, in letzter Letzt ist es aber auch Verschwörung, Hetze, Aggression, Verleumdung. Twitter hat sich verändert, es ist kälter dort geworden und das mag ich überhaupt nicht. Ich werde Twitter nicht den Hetzern, den Bots und den Hatern überlassen und weiterhin das Gute in den Menschen zu sehen.


Es ist in den vergangenen zehn Jahren so viel passiert: Wir Twitterer konnten zusammen lachen, konnten zusammen Tatort schauen, die digitale Sau durchs Dorf jagen. Wir konnten Menschen vor dem Selbstmord retten oder Hilfsaktionen für anderer Twitterer organisieren. Twitter war und ist etwas Gutes, wenn wir es nur richtig einsetzen.
Ich habe noch die 140 Zeichen erlebt und gelernt, mich kurz und bündig auszudrücken. Ich kenne noch Faven und ich wünsche mir seit zehn Jahren, Tweets nachträglich bearbeiten zu können (wegen der Rechtschreibung). Aktien von Twitter habe ich mir keine gekauft, obwohl ich mir es immer wieder überlegt habe. Aber der richtige Zeitpunkt war irgendwie nicht gekommen. Ich habe an Twitterwalls während Veranstaltungen geschrieben, ich habe erlebt, wie aus dem Bundestag Wahlergebnisse getwittert wurde, bevor der Bundestagspräsident das Ergebnis verkündet hat. Ich habe den Niedergang der klassischen Massenmedien erlebt, wenn The Donald und andere sich direkt an die Wählerinnen und Wähler wenden und das Medium dazwischen überspringen.


Ich habe in den vergangenen zehn Jahren tolle Dialoge geführt. Promis, die mir im Real Life nie eine Antwort gegeben hätten, sprachen mit mit. Politikerinnen und Politiker kamen zu mir aufs Handy und wir führten Diskurse und tauschten Meinungen aus. Und auch mir wurde geholfen. Ich bekam Meinungen, Bestätigung und Freunde. Aus virtuellen Freunden wurden echte Freunde und Bekannte – das ist toll. Ich habe andere Ansichten kennengelernt und ich habe viel, viel gelernt durch Chats. Twitter war anders als Facebook und das ist gut so. Der SMS an alle bleibe ich weiterhin treu und wenn ich in meinen Seminaren ab und zu meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Macht von Twitter zeigen kann und um #Followerpower bitte, dann machen viele, viele von euch da draußen mit. Danke dafür, dass ich seit zehn Jahren Teil einer solch tollen Gemeinschaft sein darf. Danke für die Infos, den Spaß, die Freude, die Wärme, den Humor, die Menschlichkeit und wenden wir uns gegen die Neider, Hetzer, Hater, Verschwörer, Verleumder, Rassisten, Faschisten, Kommunisten und Zerstörer der Menschlichkeit.

Meine Meinung: Twitter geht auf 280 Zeichen und warum ich mich unwohl fühle

28. September 2017

Twitter soll nun statt 140 Zeichen 280 Zeichen bekommen. Ganz Twitter heult auf, denn damit wird sich der Mikroblogging-Dienst in Deutschland verändern.

Ich bin seit 2008 bei Twitter dabei unter @redaktion42.

Ich bin seit 2008 bei Twitter dabei unter @redaktion42.

Bisher konnten Twitterer nur 140 Zeichen für ihre Tweets verwenden, eine alte SMS hatte 160 Zeichen. Die Folge war, dass überall auf der Welt von allen Menschen getwittert wurde. US-Präsident Donald Trump erkannte recht schnell, die Macht des Kurznachrichthendienstes und macht offizielle US-Politik über Twitter. Man kann Trump viel vorwerfen, aber die Macht von sozialen Netzwerken hat er absolut verstanden und er nutzt sie.
Twitter wird von den Menschen akzeptiert auf der Welt, in Deutschland hatte Twitter dagegen ein Problem. Das lag nicht daran, dass die Deutschen das Volk der Dichter und Denker sind, sondern es liegt einfach banal daran, dass unsere deutsche Sprache zu lange Worte umfasst. Donau­dampfschifffahrts­elektrizitäten­hauptbetriebswerk­bauunterbeamten­gesellschaft – und meine 140 Zeichen sind voll. Englisch, Spanisch oder Türkisch hat viel, viel kürzere Wörter.

Die Zahlen sind zwar von 2012 aber an der grundsätzlichen Aussage hat sich nichts geändert.

Die Zahlen sind zwar von 2012 aber an der grundsätzlichen Aussage hat sich nichts geändert.

Die Konsequenz war, dass Twitter in Deutschland ein Nischenthema blieb. Gewittert hat nur eine gewisse Sprachelite (schreckliches Wort). Also Menschen, die mit Sprache umgehen können. Darunter viele Journalisten, Medienfuzzis, Blogger und Politiker. Ich habe mich in diesem Twitter und diesem Umfeld wohlgefühlt. Für mich ist Twitter eine Art Stammtisch, der 24 Stunden 365 Tage geöffnet hat. Für mich ist Twitter mein erstes Nachrichtenmedium, meine Unterhaltung, meine Information, meine Sicht auf die Welt, mein Dialogmedieum. Ohne Twitter hätte ich viele Meinungen nicht kennengelernt, über viele Witze nicht gelacht, viele Lebenseinstellungen nicht reflektieren und auch auf viele Provokationen nicht reagieren können. Aber: Lieschen Müller und Kinder/Jugendliche waren bei Twitter in Deutschland eher nicht so dabei – die konnte ja auf Facebook ausweichen oder gleich die Datenkrake WA nutzen. Mir ist natürlich bewusst, wie pauschal so eine Einteilung ist.
Das könnte sich jetzt ändern. Wenn die 280 Zeichen jetzt für alle bei Twitter kommen, dann wird sich Twitter verändern. Nachdem es bereits für Nachrichten die Begrenzung der Zeichenzahl aufgehoben wurde, geht Twitter jetzt einen Schritt weiter. Das wird Twitter populärer machen. Es hat die Chance von einem Nischenmedium zu einem Marktplatz der Massen in Deutschland aufzusteigen (und vielleicht endlich mal Geld verdienen). Twitter wird sich verändern – und ich weiß nicht, ob es mir gefällt. Ich habe mich doch in meiner Nische ohne Lieschen Müller so wohl gefühlt. Es war doch so schön in meinem Spielplatz und jetzt kommen andere in meine Spielkiste dazu. Will ich das wirklich?

blauweiß weißblau – egal, Hauptsache Twitter

16. April 2017

Nachdem ich meinen jüngsten Beitrag für die IronBlogger-Parade zum Thema blauweiß/weißblau über unsere Wellensittiche Lilly und Sinatra geschrieben habe, liegt es nahe, dass ich beim Gezwitscher bleibe: Welches Vögelchen passt am besten in eine solche Parade? Klar, der Twitter-Vogel.


Ich bin ein überzeugter Twitterer und zwitschere unter @redaktion42 den lieben langen Tag. Mit meiner Frau @spinosa1967 sind wir wie andere auch als als twitterndes Ehepaar bekannt. Aber Twitter ist für mich mehr als ein bisschen Zeitvertreib. Es ist für mich eine Art Stammtisch, der 24 Stunden 365 Tage lang geöffnet hat. Ich finde hier Weisheiten, dumme Sprüche, aktuelle News, schlüpfrige Anmache, Kampagnen, Provokationen, Hilferufe und vieles mehr unter einem Dach. Ich nutze Twitter zur Unterhaltung, als Inspiration, als Newsquelle, als Recherchetool und und und.
In meinem Seminaren über Medienkompetenz an Schulen kommt Twitter leider nur am Rande vor. Twitter ist vielen Leuten einfach zu blöd. Die formale Begrenzung auf 140 Zeichen sorgt dafür, dass Jugendliche in meinem Umfeld nicht so stark vertreten sind. In 140 Zeichen muss man mit der deutschen Sprache umgehen können und bei Donaudampfschifffahrtsgesellschaft wird es in Twitter recht eng. Auch der Humor mutet für viele Seminarteilnehmer etwas seltsam an. #hach, #flausch, #ausgruenden geht ja gerade so – bei #mimi blicke in in meinem Seminaren in fragende Gesichter. Wer will denn schon mit Beaker vom Muppet Labor von Professor Bunsenbrenner identifiziert werden, dessen einziger Wortschatz eben das mimi ist?

Ich sag nur mimi

Ich sag nur mimi

Aber egal: Twitter ist für mich eine wunderbare Bereicherung. Leute glauben manches Mal, dass man Twitter komplett auslesen muss. Viel Spaß dabei. Ich habe durch Twitter den Satz eines US-Studenten begriffen: „Wenn die Nachricht wichtig für dich ist, wird sie einen Weg zu dir finden.“ Für mich ist Twitter ein wichtiger Bestandteil meiner Social Media-Kultur. Auch für meine politische Kundschaft gehört Twitter dazu: @RegSprecher habt es in Deutschland vorgemacht, der US-Präsident hat die absolute Macht von Twitter verstanden und publiziert an den Medien vorbei direkt zu seinen Anhängern und zu den Medien. Twitter ist ein geniales Massenmedium mit Rückkanal – einfach der Hammer. Ich muss nicht via in Facebook befreundet sein, sondern kann folgen wem ich will, ohne dass ich mit ihm befreundet sein muss. Und wenn einer glaubt, dass er nur senden will im Sinne von traditionellen Massenmedien, dann wird er auch bald wieder entfreundet – so einfach ist das. Liebe Politiker – nur senden ist so 20. Jahrhundert.

Ich bin seit 24. Oktober 2008 dabei.

Ich bin seit 24. Oktober 2008 dabei.

In Twitter habe ich neue Bekanntschaften, ja sogar Freundschaften geschlossen. Einige sind auch wieder zerbrochen. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Ich habe durch Twitter Personen kennengelernt, die ich im realen Leben nie getroffen hätte. Ich wurde mit Meinungen konfrontiert, die niemals meine eigenen wären. Ich lernte durch Twitter mehr Toleranz, den anderen Blick auf eine Sache. Nicht so eine Filter Bubble wie in Facebook, in der ich nur in meiner eigenen Meinung bestätigt werde. Für mich bedeutet Twitter eine neue von Freiheit und Verantwortung zugleich. Der weiße Vogel auf blauem Hintergrund ist für mich ein Symbol der neuen Zeit geworden. Die Welt wäre ohne Twitter ärmer und es wäre schade, wenn dieses Tool verschwinden würde.
Twitter bedeutet Senisbilität. Ich habe Leute kennengelernt, die ohne dieses Tool noch einsamer wären als sie es ohnehin sind. Ich habe Selbstmordankündigungen erlebt und wie eine ganze Gemeinschaft zur Rettung eilte. Ich habe kollektive Trauer und Freude erlebt. Ich habe Trolle und Social Bots erlebt, die herumholzen. Und ich habe Aktionen wie Twittagessen oder Weihnachtstwicheln erlebt und ich bin im Mai 2014 zu den IronBlogger über Twitter gestoßen. Jeder hat seine Geschichte in Twitter und ich bin gespannt auf eure. Was bedeutet Twitter für dich?

Unsicherheit bei der Twitter-Kommunikation der Polizei nach Anschlag in Ansbach

25. Juli 2016

Ich war und bin voll des Lobes über die Krisenkommunikation der Polizei München in den vergangenen Jahren. Bereits früher hab ich die Leistungen herausgestellt, wie bei den Ereignissen zu Silvester 2015 oder unlängst beim Amoklauf in München. Ich stehe hinter der Polizei und unterstütze sie.
Allerdings hat die Polizei in Bayern noch einen Nachholbedarf in Sachen moderner Kommunikation, wie sich jetzt für mich bei dem Anschlag in Ansbach herausstellte. Laptop und Lederhose gibt es nicht in ganz Bayern und das wäre dringend notwendig.
Am Morgen nach dem Attentat in Ansbach ging durch Twitter eine Nachricht mit folgendem Inhalt: „Videos und Bilder zum Tatgeschehen bitte an folgende Adresse senden: rba.mittelfranken@web.de #explosion #ansbach“ Der Absender war @polby_1 ein nichtverifizierter Account, der sich als Polizei Bayern ausgibt.

Ich war mir nicht sicher, ob sich dahinter wirklich die bayerische Polizei befindet.

Ich war mir nicht sicher, ob sich dahinter wirklich die bayerische Polizei befindet.

Ich bin nicht ganz unerfahren in Sachen Social Media und das machte mich stuzig. Der Account ist nicht von Twitter verifiziert und jeder kann sich so einen Namen und Adresse anlegen. Woher soll der Bürger wissen, ob sich dahinter wirklich die Polizei aufhält? Das ist äußerst unprofessionell. Es könnte ja auch ein Depp sein, der Bilder von dem Attentat sammelt und sonst was damit macht.
Als zweites machte mich stutzig, dass zum Übertragen von Videos eine Web.de-Adresse angegeben wird. Web.de? Geht es noch unprofessioneller? Der Bürger soll ernsthaft Videos an eine Web.de-Adresse senden? Schon mal was von Datei-Upload gehört? In München wurde eine Upload-Seite eingerichtet und wir konnten die Bilder und Videos vom OEZ hochladen.
Mich hat das Ganze sehr verstört und ich habe nachgefragt. Es kam die Antwort in bestem Beamtendeutsch: „Es handelt sich dabei um eine Rückfallebene für Präsidien ohne Twitter-Kanal.“ Eine was bitte? Was ist jetzt eine Rückfallebene? Offizielle Nachrichtenseiten und später auch die Polizei München bestätigten, dass es sich bei @polby_1 um einen echten Twitter-Account der bayerischen Polizei handelt.

Die Polizei München bestätigt die Echtheit des Accounts.

Die Polizei München bestätigt die Echtheit des Accounts.

Im Laufe des Vormittags will sich die Polizei um eine Verifizierung durch Twitter bemühen. Ob das so schnell geht? Beim Schreiben dieses Blogposts fehlte noch immer der blaue Haken. Von mehreren Seiten kam die Bestätigung, dass es sich wirklich um einen offiziellen Account der Polizei handelt. Es ist der Einsatzkanal der bay. Polizei. „Nur in Einsatzlagen aktiv. Keine Anzeigenaufnahme! Keine 24/7 Überwachung! In Notfällen immer die 110 wählen!“
Und dennoch: Hier muss sich der Freistaat Bayern besser aufstellen. So eine Unsicherheit bei den Bürgern darf auf keinen Fall vorkommen. Die Diskussionen um die nicht verifizierte Adresse sowie um das Web.de-Konto füllen das Netz. Wir Bürger wollen unsere Polizei unterstützen. Doch hier muss das Innenministerium auch die technischen Voraussetzungen schaffen. Social Media ist keine neue Erfindung.
Ich bin viel in der Ausbildung von Polizisten unterwegs. Immer wieder höre ich die schlechte technische Ausstattung bei den Beamten. Bitte stellt diesen Misstand schnell ab.

The Power of Jetzt – Twitter hat Periscope unter einer GUI

17. Juni 2016

Ich bin ein überzeugter Twitterer und trotz all den Abgesang auf diese Social Media-Plattform halte ich daran fest. Ihr findet mich unter @redaktion42. Snapchat hat Twitter in Deutschland überholt. Und dennoch gibt es für mich kein besseres Tool für Aktualität und Interaktion als Twitter. Daher war es für mich eine Freude den Vortrag „The Power of Jetzt – wie der Moment für Marken bedeutender wird“ von Head of Brand Sascha Welters von Twitter Deutschland zu lauschen. Was Sascha Welters damals im Januar 2016 erzählt hat, ist nun eingetreten. Seit gestern habe ich auf meiner Twitter GUI nicht nur die Möglichkeit Texte, Umfragen und Fotos zu posten, ich habe auch die Möglichkeit ein Periscope-Video live zu senden. Twitter ist nun auch im Streaming angekommen und das ist gut so. Vielleicht gibt es die Möglichkeit schon länger, ich habe es eben erst bemerkt.

Periskope ist jetzt in der Twitter GUI - hurra

Periskope ist jetzt in der Twitter GUI – hurra

Leider trifft dies zusammen mit schlimmen Ereignissen. Der Polizistenmörder von Paris filmte sich live am Tatort und streamte über Facebook Live. Inzwischen hat Facebook das Video und den Account des Terroristen stillgelegt, aber die Diskussion um Live-Videos ist voll entbrannt. Die Plattformen Facebook, Twitter und Google entziehen sich ihrer Verantwortung.
„Die Welt verändert sich“, so startete Sascha Welters. Die digitale Transformation läuft. Als Beispiel nannte er den Verfall des linearen Fernsehens. „Das Fernsehen war eine Informationsquelle, um mit ihren Stars in Verbindung zu treten.“ Die Familie heute sitzt kaum noch gemeinsam vor dem Fernseher. Wenn doch, hat jeder seinen eigenen Screen. Ich bekomme Inhalte von meinen Stars in Massen.


Das Bild in öffentlichen Verkehrsmitteln hat sich verändert. Das Smartphone ist allgegenwärtig. Die Mediennutzung hat sich komplett geändert. „Mobile now – the new first screen“ schrieb Business Insider. 20 Prozent der Deutschen sind 2011 mit mobilen Geräten ins Internet gegangen. 2015 waren es 60 Prozent. Sascha Welters zitierte eine Studie, nachdem 20 Prozent von US-Amerikaner lieber eine Woche barfus gehen würden als auf ihr Mobiltelefon verzichten würden. Das Smartphone ist heute ein privates Gerät geworden. Im Schnitt schauen die Menschen 150 Mal pro Tag auf ihr Smartphone.
Sascha Welters, Head of Brand Strategy, Twitter Deutschland, sprach auf dem Trend Day Corporate Video 2016 im Januar 2016 in der Münchner HFF zu den neuen Entwicklungen bei Twitter, Periscope und Bewegbild. The Power of Jetzt – das #jetzt wird durch Periscope verstärkt. Twitter sei laut Welters die einzige Plattform, die keinen Algorithmus verwendet. „Alle kulturellen Events passieren live auf Twitter.“
Klar ist auch: Bewegbild innerhalb des Storytellings schlägt alles. Das hat Sascha Welters vollkommen recht. Ich richte meine Kunden auch gerade auf Bewegbild in sozialen Netzwerken aus. „370 Jahre Videocontent werden jeden Tag auf Twitter konsumiert.“ Dann werd ich mal ein neues Periscope-Video starten.

Twitter kann jetzt Bildunterschriften

31. März 2016

Unter der Oberfläche von Twitter tut sich etwas. Seit kurzem ist es möglich Bildunterschriften unter Fotos anzufügen und so die 140 Zeichen-Grenze zu umgehen. Das Ganze funktioniert im Moment nur mit den offiziellen Twitter-Apps für iOS und Android. Mit der Online-Version oder alternativen Clients, die auf Twitter zugreifen geht es im Moment nicht. Die Funktion Bildunterschriften oder BUs, wie wir Zeitungsfuzzis sie nennen, geht allgemein erst seit dem 29. März, ist also noch eine recht junge Erweiterung bei Twitter.

Und so gehts mit den Bildunterschriften
Wie kommen jetzt Bildunterschriften unter die Bilder? Unter dem Reiter Einstellungen gibt es unter Allgemein den Menüpunkt Barrierefreiheit.

Twitter_Bildunterschrift

Dahinter gibt es den Schieberegler Bildbeschreibungen verfassen. Diesen aktivieren und schon kann es losgehen. Nach einem Neustart der Twitterapp stand die Funktion zur Verfügung.

Twitter_Bildunterschrift__0659

Ich twittere wie gewohnt ein Bild, aber nun ist es möglich, eine Bildunterschrift anzufügen, die von Menschen mit einer Sehbehinderung abgerufen werden können. Ich arbeite sehr oft an einer Blinden- und Sehbehindertenschule in Nürnberg. Für diese Schüler ist die neue Funktion von Twitter ein Segen, denn Bilder konnten sie nicht erkennen. Dabei nutzen sie ihr Smartphone als Kommunikationsmittel.
Was nicht geht, ist ein Nachträgliches Hinzufügen von Bildunterschriften, wenn das Bild schon getwittert wurde.

Twitter_Bildunterschrift__0661

Bildunterschrift vorerst nur für Sehbehinderte
Ab und zu, wenn es mit meinen Augen schlecht geht, schalte ich bei meinem iPhone die VoiceOver-Funktion an. Diese Funktion liest mir den Text in Twitter vor und kann jetzt auch die Bildunterschriften erfassen und vorlesen. Ein gewaltiger Sprung in Sachen Barrierefreiheit.
Wir Sehenden können die Bildunterschriften unter den Fotos (noch) nicht lesen – im Moment noch nicht. Dafür ist die neue Funktion noch zu jung. Ich bin mir sicher, dass Twitter die BU-Anzeige mit dem nächsten Update freischalten wird.

Twitter_Bildunterschrift__0660

So bekommst du die alte Timeline bei Twitter zurück – ohne Filterblase

25. März 2016

Nachdem wir alle brav 10 Jahre Twitter gefeiert haben und besonders glücklich waren, dass uns das Aufweichen der 140 Zeichen erspart blieb, schlich sich die Filterblase für mich heimlich in Twitter ein.
In der Standardeinstellung zeigt uns Twitter die Tweets von den Leuten, von denen Twitter meint, sie seien wichtig für uns und müssten daher prominenter angezeigt werden. Nein, nein liebes Twitter – ich mag nicht in deiner oder meiner Filterblase leben. Ich will in meinem Twitter-Account @redaktion42 überrascht werden von tiefsinnigen, blödsinnigen, geistreichen, liebevollen, intelligenten und schlüpfrigen Tweets aus dem Twitter-Universum und daher will ich meine gewohnte, bisherige Timeline zurück. Zum Glück ist das möglich.
Der Weg geht so: Also habe ich heute morgen meine Standardeinstellungen bei Twitter bearbeitet, um meine alte Timelinie wieder zu bekommen. Twitter gibt uns dazu die Möglichkeiten.
Bei der mobilen App auf den Account gehen und dann das Rädchen tippen, so dass Einstellungen erscheint. Dann seinen Twitter-Account auswählen (bei mehreren Account) und sich den Punkt Timeline – Timeline-Personalisierung aussuchen und drücken.

Unter Timeline-Personalisierung versteckt sich die Filterblase.

Unter Timeline-Personalisierung versteckt sich die Filterblase.

Dann den Punkt „Zeige mir die besten Tweets zuerst an“ auswählen und deaktivieren. Dahinter verirgt sich die Filterblase von Twitter, die ich nicht haben will.

Filterblase ausschalten: "Zeige mir die besten Tweets zuerst an" deaktivieren.

Filterblase ausschalten: „Zeige mir die besten Tweets zuerst an“ deaktivieren.

Und siehe da, ich habe meine alte Timeline zurück, bei der die Tweets historisch aufgelistet sind und nicht durch eine Filterblase auf- oder abgewertet werden. Mir sind alle meine Twitterfreunde gleich wichtig.

Zehn Jahre Twitter und ich gratuliere #Twitter #lovetwitter

21. März 2016
Heute feiert Twitter seinen 10. Geburtstag.

Heute feiert Twitter seinen 10. Geburtstag.

Heute feiert Twitter seinen zehnten Geburtstag und ich will ganz artig gratulieren. Zehn Jahre Twitter bedeutet für mich zehn Jahre ein Massenmedium in der Hosentasche. Gut, ich bin erst seit dem 24. Oktober 2008 um 21:12 Uhr dabei, aber seit meinem Beitritt bin ich dabei und zwar heftig. Über 70.000 Tweeds habe ich als @redaktion42 versendet.

Ich bin seit dem 24. Oktober 2008 um 21:12 Uhr bei Twitter dabei.

Ich bin seit dem 24. Oktober 2008 um 21:12 Uhr bei Twitter dabei.

Ich möchte den Microblogging-Dienst für mein privates und berufliches Leben nicht missen. Wir haben soviel miteinander erlebt. Twitter hat mir neue Bekannte gebracht, hat mir andere Sichtweisen gebracht, hat mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht – Twitter hat mir soviele Geschichten gebracht und dafür bin ich dankbar. Als Geschichtenerzähler ist Twitter eine unendliche Quelle an neuen Geschichten.
Durch Hashtags konnte ich an Weltereignissen und lokalen Ereignissen teilnehmen. Spektakuläre Beispiele waren die Attentate in Paris oder der Boston Marathon. Für mich war die Notlandung des US-Airways-Flug 1549 im Hudson der Durchbruch. Eine Notwasserung am 15. Januar 2009 war notwendig infolge von doppeltem Vogelschlag. Noch bevor Nachrichtenagenturen das Foto von der Notlandung verbreiteten, ging das Bild durch Twitter. Twitter wurde hier für mich zum Massenmedium.

Eine Notwasserung am 15. Januar 2009 war notwendig infolge von doppeltem Vogelschlag. Das Bild ging durch Twitter in die Welt. Foto: Wikipedia

Eine Notwasserung am 15. Januar 2009 war notwendig infolge von doppeltem Vogelschlag. Das Bild ging durch Twitter in die Welt. Foto: Wikipedia

Als Twitter sorgte dafür, dass ich wusste, was läuft und wie die Meinung dazu ist. Für mich als Journalist ist Twitter ein geniales Recherche- und Stimmungsmedium – 24 Stunden rund um die Uhr, 365 Tage. Dieser virtuelle Stammtisch, wie ich Twitter in meinen Seminaren bezeichne, bietet Abwechslung im Sekundentakt.
Und obwohl sich Twitter in Deutschland nur bei einer gewissen Kommuikationselite (doofes Wort) durchgesetzt hat und nur bedingt die breite Masse erreicht, ist es für mich ein unverzichtbares Tool geworden. Die deutschen Wörter sind für Twitter einfach zu lang, dies scheint das Hauptproblem zu sein, warum sich Twitter bei uns nicht voll durchsetzt. Twitter hat in Deutschland mehr als 12 Mio Nutzer pro Monat, sagt Deutschland-Chef Thomas de Buhr im Interview mit „Wired“. In meinen Social Media-Seminaren zeige ich gerne Twitter und die Reaktionen sind entweder: Volle Begeisterung oder volle Ablehnung – dazwischen gibt es scheinbar nichts. Auf den ersten Blick mutet die Sprache der Twitter seltsam an: #mimi #flausch #hach #ausgründen und mein Leitspruch: Irgendwas ist immer. Wer den Humor in Twitter versteht, der wird das Netzwerk lieben.
Nachdem auch Instagram sich der Filterblase von Facebook anschließt, ist Twitter für mich das einzige relavante Realtime-Medium, das mir alles zeigt, was mich interessiert. Das liebe ich an Twitter. Ich entscheide, was ich sehen will und nicht ein Algorithmus. Das ist eben Twitter.
Aber wir hatten auch unsere Sorgen mit Twitter. Zuletzt wurden uns unsere geliebten Faves durch doofe Herzchen ersetzt. Bäh. Gut, dass der Twitter-Häuptling auf uns gehört hat und das Alleinstellungsmerkmal von 140 Zeichen belassen hat. Wer mehr braucht, der soll doch zu Facebook rüber gehen und dort herumblubbern. Mit den Zukäufen von Vine habe ich ein bisschen herumgespielt, aber den richtig großen Wurf hat Twitter mit Periscope gemacht. Den Übertragungswagen in der Hosentasche. Überall wo ich bin, kann ich senden. Das mache ich für mich und meine Kunden wie hier. Dieses Tool halte ich für wegweisend, noch dazu als Meerkat die Grätsche gemacht hat. Die bayerische Regelwut der BLM kommt da nicht hinterher und so macht Twitter auch gleich mal nebenbei Rundfunkpolitik – gut so. Ich bin ein Live-Fernsehsender durch Periscope. Wie Sascha Welters von Twitter in München beim Trend Day Corporate Video 2016 verriet, wird Periscope voll in Twitter integriert. Hier das Video dazu.

Wie Sascha Welters von Twitter in München beim Trend Day Corporate Video 2016 verriet, wird Periscope voll in Twitter integriert.

Wie Sascha Welters von Twitter in München beim Trend Day Corporate Video 2016 verriet, wird Periscope voll in Twitter integriert.

Also Twitter: Alles alles Gute zum Geburtstag – auf die nächsten zehn Jahre.

Über den Tellerrand blicken beim Trend Day Corporate Video

14. Januar 2016

Einmal im Jahr gibt es einen Pflichttermin für die Bewegtbildbranche im Firmenumfeld. Der Trend Day Corporate Video steht am 20. Januar wieder in München an und ich werde vorbei schauen. Die Organisatoren sehen als Zielgruppe die „Vordenker der deutschen und internationalen Marketing- und Kommunikations-Branche“ und da hab ich mich doch gleich angesprochen gefühlt. Aber ernsthaft: Es ist unglaublich wichtig über den Tellerrand zu schauen und eine Veranstaltung wie der Trend Day Corporate Video ist dafür immer richtig.
Für mich ist das Thema Corporate Video kein Trend nur bei großen Unternehmen, sondern auch ideal für den Mittelstand. Ich bin sehr gespannt, welche Eindrücke ich hier vom Trend Day Corporate Video mitnehmen kann.
Die Keynote hält Matthew Knott, Head of Global Brand Communications & CRM at Rolls-Royce Motor Cars Ltd zum Thema Social media marketing at Rolls-Royce Motor Cars Ltd. Mal sehen, welche Einsichten ich über die Arbeit von Rolls-Royce bekomme. Ich erinnere mich an frühere Plakatwerbung als ein Porsche-Fahrer einen Rolls-Royce-Chauffeur fragt: „Wie viel PS hat denn ein Rolls-Royce?“ Die Antwort war: „Genug!“ Mal sehen, ob dieser wunderbare britische Humor auch in Social Media-Kanälen möglich ist oder ob nur schöne Autofilmchen zu sehen sind.
Ganz besonders freue ich mich auf Sascha Welters, Head of Brand Strategy, Twitter Deutschland, mit dem Vortrag: „The Power of Jetzt – wieso der Moment für Marken bedeutender wird.“ Mal sehen, ob Sascha Welters etwas zu „beyond 140“ erzählt – eine Entwicklung, die ich für unnötig bei Twitter halte. Twitter verliert für mich sein Alleinstellungsmerkmal, wenn die 140 Zeichen Grenze fällt.
Und auch freue ich mich auf den Haudegen Klaus Eck, Gründer und Geschäftsführer d.Tale. Er spricht über die „Die Content Marketing-Lüge“. Dabin ich gespannt, was sich dahinter verbrigt. Nachdem ich als Journalist seit Anbeginn im Storytelling unterwegs bin, sind jetzt auch die Unternehmen aufgewacht und wollen Geschichten erzählen. Leider können es Marketingleute nicht, weil sie nur ihr Produkt im Kopf haben. Mal sehen, ob ich etwas neues erfahre.
Es sind noch viele weitere Referenten mit interessanten Vorträgen auf dem Podium. Wer sich für den Trend Day Corporate Video am 20. Januar anmelden will, kann dies hier tun. Veranstaltungsort ist die Hochschule für Fernsehen und Film in München.

Lob für Social Media-Information der Polizei München

2. Januar 2016

Der Jahreswechsel war gezeichnet durch massiven Einsatz von Social Media-Berichterstattung. Zum einen war da der schreckliche Brand eines Hotelhochhauses in Dubai, zum anderen war der mögliche Terroranschlag in München. Von beiden Ereignissen wurde ich an Silvester durch soziale Netzwerke informiert.

Via Periskope sah ich mir den Brand in Dubai an.

Via Periskope sah ich mir den Brand in Dubai an.

Es zeigte sich, dass Twitter das richtige Social Media-Werkzeug in beiden Fällen war. In 140 Zeichen kamen die Breaking News auf mein iPhone. Hashtags sorgten für den entsprechenden Filter. Gegen 19:30 Uhr war es der Hotelbrand in Dubai. Und weil der Brand mitten in der Stadt lag, übertrugen einige User den Brand via Periscope. Befürchtungen, dass sich ein 11. September wiederholen konnte, kamen kurzzeitig bei den Kommenatoren auf. Verschiedene Periscope-Nutzer zeigten das brennende Haus aus verschiedenen Perspektiven und das Netz war weltweit dabei. Da ich kein Arabisch spreche, ließ ich mir nur die englischen Tweets anzeigen, um zu wissen, was vor sich ging und wie sich die Leute fühlten.

Die erste Terror-Warnung der Münchner Polizei über Twitter.

Die erste Terror-Warnung der Münchner Polizei über Twitter.

Am späteren Silvesterabend um 22:40 Uhr kam dann ein Tweet der Polizei München. Der offizielle Twitter-Account gab eine Terrorwarnung heraus. Auch auf Facebook war sie zu lesen. Man sollte in der Silvesternacht Menschenansammlungen in München meiden. Zudem wurden der Hauptbahnhof München und der Fern- und Regionalbahnhof München-Pasing geräumt. In Windeseile verbreitete sich diese Nachricht aus der Landeshauptstadt München durchs Netz. Die Netzwerkeffekte in Twitter und auch in Facebook sorgten für die entsprechende Reichweite. Als Informationsmedium hatte Facebook seine Berechtigung. Als Newstool ist es zu langsam und unbrauchbar.

Twittert vorbildlich: Die Münchner Polizei

Twittert vorbildlich: Die Münchner Polizei

Interessant war, dass der Polizeireporter des BR am nächsten Tag im Fernsehen vermeldete, dass die Münchner ja auf den Straßen waren und von den Durchsagen im Radio nichts mitbekamen. Hallo Smartphone-Generation? Auch wenn man noch so besoffen ist, das Smartphone ist dabei und über irgendeinen Kanal bekam man die Meldung schon mit. Dabei ist es egal, ob WA an diesem Abend einen Aussetzer hatte.
Ich führte im vergangenen Jahr mehrere Social Media-Schulungen für deutsche Polizisten und Ministerialverwaltungn durch und muss für mich feststellen: Die Münchner Polizei hat ihre Sache sehr, sehr gut gemacht. Chapeau. Während andere Polizeieinheiten noch im digitalen Nowhere-Land vegetieren, zeigt die Münchner Poilizei, wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im 21. Jahrhundert funktionieren kann. Sie nutzen Twitter nicht nur als Sende- sondern als Dialogmedium. So wurden Fragen beantwortet, ob der Flughafen auch gesperrt sei. Natürlich lag im Fall der Terrorwarnung die Hauptkommunikation auf ein Sender-Empfänger-Modell wie in klassischen Massenmedien. Der Dialog trat hier in den Hintergrund.
Bereits zur Wiesn-Zeit haben wir eine sympathische Polizei München in den sozialen Netzwerken erlebt. Einen Höhepunkt bekamen wir sicher zum Start von Star Wars VII zu sehen. Die Münchner Polizei veröffentlichte ein Fan-Plakat im Star Wars-Style und sorgte für Reichwerte und Likes.

In verschiedenen Sprachen wurde von der Polizei München getwittert.

In verschiedenen Sprachen wurde von der Polizei München getwittert.

Bei der Terrordrohung war freilich Schluss mit lustig und die Information war nüchtern, klar, schnell und vor allem professionell. Der Tweets zum drohenden Terroranschlag wurden in verschiedenen Sprachen abgesetzt, denn München ist eine internationale, offene Stadt mit vielen Gästen aus aller Welt.

Zunächst wurde klassisch gesendet, dann trat man in den Dialog ein.

Zunächst wurde klassisch gesendet, dann trat man in den Dialog ein.

Twitter, Facebook-User und klassische Massenmedien nahmen die Terrorwarnungen auf und verbreiteten sie. Der Netzwerkeffekt kam wiederum zum Tragen. Meine Timeline war voll mit dem Thema. Auf der einen Seite gab es die üblichen Silvesterbilder, auf der anderen Seite die Terrorwarnungen und entsprechende Kommentare. Das Doofvolk („Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber …“) war auch dabei und zündelte schon wieder am rechten Rand. Den Vogel schoss der Pegida-Heini ab.
Die Polizei setzt auf Twitter als schnelles Informationsmedium und das ist richtig so. Die Polizei schreibt: „Wir arbeiten mit Nachdruck sowie hohem Personaleinsatz an der Bereinigung der Lage sowie der Ermittlung möglicher Tatverdächtiger.
Wir halten Euch hier und auf unserer Twitter Seite @polizeimünchen auf dem Laufenden!“

Gegen 2 Uhr nachts kam noch die erste Periskope-Übertragung der Polizei hinzu.

Gegen 2 Uhr nachts kam noch die erste Periskope-Übertragung der Polizei hinzu.

Gegen 2 Uhr morgens kam zudem wieder Periscope zum Einsatz. Zum ersten Mal übertrug die Münchner Polizei ihre Pressekonferenz live via Periscope ins Netz. Zwar hatten die Polizisten noch einige Tonprobleme, aber die Botschaft kam an. Innenminister Joachim Herrmann hatte zudem ein so lautes Organ, dass man den CSU-Politiker einigermaßen verstehen konnte.
Es geht mir nicht darum, ob die Münchner Polizei hätte warnen dürfen oder nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Mein Bauch sagt mir, dass es richtig war. Vollkommen richtig war der zeitgemäße Einsatz von Social Media. Chapeau – und ich freue mich, dieses Beispiel in meinen Social Media-Schulungen mit der Polizei zu zeigen.

Via Facebook kam dann die ausführliche Stellungnahme. Tools richtig eingesetzt.

Via Facebook kam dann die ausführliche Stellungnahme. Tools richtig eingesetzt.