Wiedersehen mit Pop Art-Künstler Ed Heck

25. Mai 2019
Ed Heck in München, da musste ich dabei sein.

Ed Heck in München, da musste ich dabei sein.

Es war ein schönes Wiedersehen. Ed Heck ist wieder in München gewesen und auch endlich wieder in einer Galerie in München vertreten. Ed Heck ist für meine Familie und ich ein wunderbarer Pop Art-Künstler. Wir lieben seine Kunst und erfreuen uns an seinen Bildern.

Zusammen mit Freunden aus alten Verlagszeiten erfuhren wir, dass der New Yorker-Künstler Ed Heck für einen Tag in der Happy Gallery in München Schwabing zu Gast ist. Grund genug, dass wir den sympathischen Künstler auf ein Wiedersehen treffen wollten. Als die Galerie Mensing in München eine Filiale hatte, haben wir Bilder von Heck dort gekauft. Aber Mensing ist im zahlungskräftigen München erst einmal Geschichte. Wir waren traurig, dass wir die Bilder von Ed Heck nur noch im Netz anschauen konnten. Als wir Heck mehrmals in seinen Atelier in Brooklyn besuchten, war es immer ein schönes Wiedersehen. Ich habe mehrmals in diesem Blog darüber gebloggt – einfach nach Ed Heck in die Suche eingeben.
Jetzt endlich ist Heck wieder in München und schaute sogar persönlich vorbei. Galerist Thorsten Weimer war es gelungen, Ed Heck für einen Tag nach München zu holen. Im Gepäck hatte er Heck zahlreiche Bilder. Sichtlich begeistert begrüßte der Galerist den US-Künstler. Hier ein Video davon:

Da war es eine Selbstverständlichkeit vorbeizuschauen und auch die Happy Gallery zu berichten. Sie liegt direkt neben Neo Tokyo, der Anlaufpunkt für die Manga-, Anime- und Kpop-begeisterte Familie. Dort getroffen habe ich auch die österreichische Künstlerin Oxana mit der ich ein paar Worte austauschte und mir ihre Karte signieren ließ. Ich schau mir ihre Sachen mal in Ruhe an.

Die Werke von Oxana werde ich mir genauer anschauen.

Die Werke von Oxana werde ich mir genauer anschauen.

Mit Ed Heck spaßten wir herum. Ein sympathischer Kerl ist es. Er mochte meinen neuen Breiter Hut und er signierte Fotos von unserem jüngsten Besuch in seinem Studio in Brooklyn.

Ed Heck und seine Enten. Auch in München kleben ein paar.

Ed Heck und seine Enten. Auch in München kleben ein paar.

Und natürlich kauften wir wieder ein Bild und ließen es uns signieren.

Für mich als Papa war es auch ein Höhepunkt, dass sich dieser berühmte Pop Art-Künstler eine Postkarte von K2 signieren ließ. Wie bereits gebloggt, hatte K2 das erste Bild in einer Ausstellung ausgestellt. Heck bestand darauf, dass K2 die Postkarte mit dem Kunstwerk signieren musste. Da geht dem stolzen Papa das Herz auf.

Ed Heck lobt das Werk von K2. Das macht mich richtig stolz.

Ed Heck lobt das Werk von K2. Das macht mich richtig stolz.

Ich wünsche Ed Heck alles Gute und freue mich auf Wiedersehen. Und ich stelle fest: Ich liebe Kunst. Ohne Kunst wäre mein Leben deutlich ärmer.

Wenn das Kind in Sachen Kunst macht

23. Mai 2019
Stolzer Vater: K2 hat das erste Bild in einer Ausstellung hängen.

Stolzer Vater: K2 hat das erste Bild in einer Ausstellung hängen.

Ja ich bin ein stolzer Papa, denn K2 hat mit einem Bild an einer Kunstausstellung teilgenommen. Wie alle Eltern vermute auch ich ein großes Potenzial bei ihren Kindern. Im Fall von K2 bin ich mir aber sicher, dass ja eine Fähigkeit vorhanden ist, die entwickelt werden muss.

Hyperrealismus - eine Form des Pop Art. Hier Visit London von K2.

Hyperrealismus – eine Form des Pop Art. Hier Visit London von K2.

K2 nahm mit dem Bild „Visit London“ an der Ausstellung der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck teil. Ein Wochenende wurden die Werke in der Künstlerwerkstatt Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld ausgestellt und konnten besichtigt werden. Die Ausstellung stand unter dem Motto „Unterwegs“. Wir wurden vor zwei Monaten auf diese Ausstellung aufmerksam, zeigten die Ausschreibungsunterlagen K2 und das Kind beschloss hier mitzumachen.
K2 machte es sich nicht einfach. Grundlage des Bildes war ein Foto, was K2 bei einem Besuch in London vor einem Jahr mit der Digitalkamera gemacht hat. Es zeigt die Beine und Füße von zwei Mädchen, die bei Regen Richtung Harrods laufen. Komplizierte Lichtverhältnisse liegen vor, die durch den Regen noch verstärkt werden. Dieses Digitalfoto sollte also die Grundlage für den Ausstellungsbeitrag werden.

Form des Hyperrealismus
K2 ist ein Fan des Hyperrealismus, eine Version des Pop-Art. Wikipedia beschreibt die Kunstrichtung so: Der Hyperrealismus ist eine Weiterentwicklung des Realismus und benachbart zur Pop Art. Sein Ideal ist nicht unbedingt eine exakte lebenstreue Nachbildung, wie sie typisch für den Realismus ist, sondern eine fotorealistische Übersteigerung der Wirklichkeit, eine „überschärfte Realität“. Die Abstraktion wird zurückgewiesen. Vielen sind vielleicht die Bilder von Gottfried Helnwein oder Luigi Rocca, der über die Galerie Mensing vertrieben wird.


K2 schnappte sich das MacBook Pro und arbeitete am Wacom Stifttablett. Als Software verwendet K2 Clip Studio Paint, die sonst im Manga-Bereich eingesetzt wird. Über Wochen hinweg entstand das Digital Painting. Gerade das Licht und die Regentropfen erforderten höchste Konzentration. Am Wochenende vor der Ausstellung war das digitale Bild dann fertig. Morgens wurde es auf DIN A3 bei meinem Kollegen Uwe Ehrig von den Erstentwicklern auf Fotopapier ausgedruckt. Ich hatte noch einen goldenen Rahmen und nachdem alles perfekt war, wurde das Bild von meiner Frau der Bürgerstiftung übergeben.

Am darauffolgenden Freitag war dann die Vernissage, zu der zahlreichen Fürstenfeldbrucker erschienen sind. Nach salbungsvollen Worten konnte wir uns die Ausstellung ansehen. Es waren inspirierende Sachen darunter. Für mich stach „Visiting London“ aus den Bilder durch den Stil des Hyperrealismus heraus. K2 erklärte den Betrachter des Bildes die Technik und waren erstaunt, was da dahinter steht. Mancher Besucher meinte, es sei nur eine einfache Fotografie. Als er sich aber dann die Zeit nahm und das Bild näher betrachtete, fiel ihm der Hyperrealismus auf.

Ich hab gleich mal en paar Postkarten zum Verteilen drucken lassen.

Ich hab gleich mal en paar Postkarten zum Verteilen drucken lassen.

Auf jeden Fall hat es der Familie gefallen und wir werden das Talent von K2 weiter fördern. Ich habe von dem Bild Postkarten drucken lassen und lege sie meinen Schreiben bei. Am Freitag Abend besuchen wir den internationalen Pop-Art-Künstler Ed Heck, der aus New York nach München kommt. Unsere Familie ist mit Ed Heck befreundet und ich bin auf seinen Input gespannt, wenn K2 das Bild zeigt.

Geistige Behinderung ist nicht heilbar

5. Mai 2019
Gruppenbild nach erfolgreichem Seminar.

Gruppenbild nach erfolgreichem Seminar.

Heute ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und überall in Europa wird auf die Situation von behinderten Mitmenschen aufmerksam gemacht. Ich möchte auf die Arbeit des Landeselternbeirates der Schulen und schulvorbereitenden Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung in Bayern e.V.  aufmerksam machen. Der Verein hat einen komplizierten Namen, macht aber eine enorm wichtige Arbeit.

Bei einem Seminar der HSS mit dem Verein habe ich ein Interview mit der langjährigen Vorsitzenden und noch aktiven Vorstandsmitglied Claudia Grubmüller geführt. Dabei kam heraus, dass geistige Behinderung nicht heilbar sei und dass die Politik mit der Umsetzung der Forderungen zu lange braucht.

Der Landeselternbeirat vertritt Kinder und Jugendliche an den Schulen, schulvorbereitenden Einrichtungen und Tagestätten mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in Bayern gegenüber der Politik wie Parteien im Bayrischen Landtag und staatlichen Stellen wie Kultusministerium. Eltern, die aufgrund der geistigen Behinderung ihres Kindes Probleme oder einfach nur Fragen haben, können sich an den Verband wenden. Das Netzwerk des Verbandes nimmt sich dann den Anfragen an. Auch Schwangere, bei denen vermutet wird, dass sie ein behindertes Kind bekommen werden, können sich schon an den Verein wenden.  

Auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Deutschland aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können: Das ist das Ziel des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. 

Seit 24 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe rund um den 5. Mai überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Dabei geht es darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit Stück für Stück zu überwinden. Entstanden ist der Protesttag 1992 auf Initiative des Vereins Selbstbestimmt Leben, einer Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung.

May the Fourth – Star Wars Plakat mit Originalunterschriften

4. Mai 2019

Der heutige Star Wars Tag May the Fourth steht natürlich erst einmal in Gedanken an Peter Mayhew, der vor kurzem im Alter von 74. Jahren verstorben ist. Wir werden Chewbacca immer in Erinnerung behalten. 

Zu diesem Tag soll es immer etwas Besonderes aus dem Star Wars Universum sein. Ich habe mal bei mir im Bilderarchiv gesucht und bin auf etwas gestoßen, dass an den großen Peter Mayhew (haha Wortspiel) und an Star Wars allgemein erinnert: 

In München steht ein wunderschönen Plakat von Star Wars V Das Imperium schlägt zurück. Ich soll nicht verraten, wo es steht, aber Insider kennen sicher den Ort. Es ist ein gemaltes Plakat mit Originalunterschriften einiger Star Wars-Darsteller, darunter auch Peter Mayhew. Dort sind auch Unterschriften von David Prowse (Darth Vader) und Kenny Baker (R2-D2), der ja im August 2016 verstarb. Immer wieder wenn ich an dem Ort zu Besuch bin, stelle ich mich vor das Plakat und denke an die Zeit vom Imperium schlägt zurück. Es war bisher der beste Mittelteil der Star Wars Trilogien. Vor allem The Last Jedi mag ich inzwischen weniger und weniger. Leider ist das Plakat nicht käuflich zu erwerben, denn dann würde ich sofort zuschlagen. 

Also: May the Fourth with you und einen fröhlichen Star Wars-Tag mit vielen Erinnerungen. 

Konzertkritik: Bob Dylan in Augsburg 2019

26. April 2019
Bob Dylan in Augsburg - einfach großartig.

Bob Dylan in Augsburg – einfach großartig.Bob Dylan in Augsburg – einfach großartig.

Ich habe viele Konzerte von Bob Dylan erlebt, gute und weniger gute. Das Konzert in der Augsburger Schwabenhalle war eines der besten, die ich von his Bobness erleben durfte. Selten habe ich Dylan und seine großartige Combo so spielfreudig erlebt, selten war die Musik von ihm so kompakt und selten habe ich Bob Dylan so oft grinsen gesehen. Es war ein schlichtweg großartiger Abend.

Dabei hätte es anders zugehen können. In Wien rastete der Meister aus, als ein Foto von ihm auf der Bühne gemacht wurde. Spielen oder posen war seine Antwort und er stolperte über eine Box. Dylan war richtig sauer. Aber seine Wut war in Augsburg komplett verflogen. Die Sicherheit vor dem Konzert wurde nochmals verschärft. Durchsagen vor dem Konzert machten eindeutig klar: Wer fotografiert, der fliegt raus. Das hat auch etwas Gutes: Ich kann mich auf die Musik konzentrieren und werde nicht durch grelle Handybildschirme abgelenkt. Bob weiß, was gut für mich ist. 

Strenge Sicherheitmaßnahmen bei Bob Dylan.

Strenge Sicherheitmaßnahmen bei Bob Dylan.

Das Bühnenset war wie immer. Dezente Scheinwerferbeleuchtung, reduziertes Licht, wie in einer Clubatmosphäre, keine Videowand. Die Musiker hochkonzentriert, verharren auf ihren Plätzen. Dylan selbst nur am Klavier, Gitarre spielt er schon lange nicht mehr auf Konzerten. Nur einmal verlässt er das Klavier und ergreift den Mikrophonständer und singt ein phänomenales „Scarlet Town“. Und er versucht sich im Posen, was bei Dylan immer ein wenig linkisch aussieht und dennoch: Der Mann hat eine Aura. Mit wenigen Fingerbewegungen steuert er seine Band. Bassist Tony Garnier achtet auf jede Geste des Chefs und die eingespielte Band mit Schlagzeuger George Recile, Gitarrist Charlie Sexton und Multiinstrumentalist Donnie Herron ist stets präsent. Wenn Dylan seine Band von der Leine lässt, dann hebt das Dach ab und die schreckliche Schwabenhalle wird zum intimen Club. Dylan selbst hackt auf dem Klavier herum und – oh Wunder – entlockt dem Instrument immer wieder zarte Töne. Er startete als Rock‘n Roller und er ist ein Rock‘n Roller mit wahnsinniger Spielfreude. 

Das Bühnenset in Augsburg.

Das Bühnenset in Augsburg.

Neben der Bühne steht wie seit langem der Oscar, den Dylan für Things Have Changed erhalten hat, davor die Büste vom Temnpest-Cover. Es handelt sich um eine Figur aus dem Pallas-Athene-Brunnen, der sich vor dem österreichischen Parlamentsgebäude befindet. Die Frau symbolisiert die Moldau, geschaffen von Carl Kundmann.

Die Setlist in Augsburg war bekannt. Vorbei die Zeiten als Dylan sein Werk spontan erstellte. Things Have Changed; It Ain’t Me, Babe; Highway 61 Revisited; Simple Twist Of Fate; Cry A While; When I Paint My Masterpiece; Honest With Me; Tryin’ To Get To Heaven; Scarlet Town; Make You Feel My Love; Pay In Blood; Like A Rolling Stone; Early Roman Kings; Don’t Think Twice, It’s All Right; Love Sick; Thunder On The Mountain; Soon After Midnight; Gotta Serve Somebody; Zugabe: Blowin’ In The Wind; It Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry. Am Ende gemeinsame Verbeugung und Abgang – natürlich wieder kein Wort zu uns schnöden Publikum. 

Nach der Show dann große Diskussionen unter uns Fans. Vor der Halle trat dann noch TheBoband auf, ein Dylan-Imitator, der für ein wenig Stimmung auf dem Nachhauseweg sorgte. Die Leute klatschten mit, freuten sich. Einige waren dankbar, endlich wieder ihr Smartphone zücken zu dürfen und filmten mit – ich einschließlich. 

 

Übrigens: Am 7. Juni 2019 erscheint die 14 CD-Box zur Rolling Thunder Tour und ein paar Tage später der Martin Scorsese-Film zur Tour auf Netflix. Wir dürfen gespannt sein. Beide Termine sind bereits im Kalender eingetragen. 

Konzertkritik: Steve Hackett in der Tonhalle München 2019

25. April 2019
Steve Hackett in der Münchner Tonhalle 2019.

Steve Hackett in der Münchner Tonhalle 2019.

Denke ich an britische Ausnahmegitarristen, kommen mir sofort die Namen Clapton, Fripp, Blackmore, Howe, Page oder Beck in den Sinn, Steve Hackett vergesse ich immer wieder. Das ist ein schwerer Fehler, wie der jüngste Auftritt des 69jährigen Musiker in der Münchner Tonhalle zeigte. 

Steve Hackett gehört ganz vorne in die erste Liga der Rockgitarristen. Was er musikalisch bei seiner Show in München ablieferte, war für mich als Prog-Fan ein klares Statement für gute Musik. Die Show teilte sich in zwei Teile. Der erste Part war Musik von Steve Hackett als Solo-Künstler, wobei mir die Aufnahmen aus dem Album Spectral Mornings von 1979 am besten gefielen. Irgendwie hatte ich gehofft, mal wieder  When the Heart Rules the Mind von GTR zu hören, dass ich bei meinen einzigen GTR-Konzert in meiner Jugend in München hörte, aber das war wohl zu kommerziell. Die Show wurde immer wieder mit Statements von Hackett zum anstehenden Brexit kommentiert. Aufkleber an den Keyboards mit FCK Brxt und entsprechende T-Shirts unterstützen diese Statements. 

Ein Ausnahmegitarrist.

Ein Ausnahmegitarrist.

Nach der Pause wusste ich wieder, warum ich die frühen Genesis zu meinen Lieblingsbands zählte. Es wurde Selling England By the Pound präsentiert, sein Lieblingsalbum von Genesis, wie Hackett einstmals sagte. Als Zugabe gab es unter anderem Deja Vu, ein Genesis-Song, der es damals nicht auf das Album geschafft hatte. Und auch Dance on a Volcano, von A Trick of the Tail, das erste Album ohne Gabriel.

Es tat gut, solche Musik wieder mal live zu hören. Der 69jährige beherrscht sein Instrument, seine Band ist hervorragend eingespielt. Vor allem Nad Sylvan ist außergewöhnlich. Vom Aussehen her ein gealterter David Coverdale, aber eine Wahnsinnsstimme. Ich musste immer wieder hinschauen, ob sich nicht doch ein früher Peter Gabriel auf die Bühne verirrt hatte.

Den einzigen Vorwurf, dem man Steve Hackett und seinen Mannen machen kann: Das war eine wunderbare Nostalgie-Show an vergangene Zeiten. Aber genau das wollte ich ja. Tolles Konzert Mr. Hackett. 

P.S. Danke an Björn Eichstädt für die Vermittlung der Eintrittskarte.

Kundenservice, der mich begeistert bei Leabags Taschen

24. April 2019
Meine Boston ist fast täglich im Seminareinsatz.

Meine Boston ist fast täglich im Seminareinsatz.

Servicewüste ist ein deutsches Wort. Dass diese Aussage nicht immer zutrifft, habe ich vor kurzem bei meinem Leabags-Tasche erfahren. Die zuständige Firma ZTS in Fürth lieferte einen vorbildlichen Support, die mich sprachlos machte. Darüber will ich heute bloggen. Aber ganz der Reihe nach. 

Bei meinen Seminaren zur Medienkompetenz habe ich die Umhänge-Tasche Boston von Leabags im Einsatz. Ich habe das Teil reduziert bei Amazon im Januar 2017 gekauft und habe meine Seminartechnik wie iPad Pro, Kabel, Unterlagen, Kameras und so Zeug in der Tasche dabei. Fast täglich habe ich diese Tasche aus Leder im Einsatz. Im Februar 2017 habe ich über die Tasche gebloggt. Zusätzlich habe ich bei Amazon über verschiedene Deals weitere Taschen aus echtem Büffel-Leder im Vintage Look bestellt: Reisetasche Tokio, Handtasche Tulsa für die Gattin, eine Unisex Arbeitstasche, Nur die Kameratasche Zens hat mich nicht überzeugt, da hatte ich eine Tasche mit Rissen bekommen, die sofort wieder zurück ging. Hier das Unboxing. Im Grunde bin ich ein Fan von Leabags. 

Nach über zwei Jahren im Dauereinsatz und weil ich wahrscheinlich die Tasche zu schwer beladen habe, kam es zu Rissen an meiner Boston. Das iPad Pro mit Unterlagen passt nicht so richtig in die Boston rein. Ein paar Zentimeter wären gut gewesen. Der Umhängegurt drohte mittelfristig abzureißen. Die Halterungen hatten bedenkliche Risse. Zudem war Loch der vorderen Schnalle ausgescheuert. Und da in den Osterferien weniger Seminareinsätze waren, wollte ich meine Tasche zum Sattler bringen. 

Zuvor wollte ich aber beim Hersteller von Leabags, dem Fürther Unternehmen ZTS nachfragen. Ich schickte eine Mail am Sonntag und bekam innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort. Kundendienst auch an einem Feiertag – nicht schlecht. Der Mitarbeiter bot mir an, die Tasche kostenlos zu reparieren. Ich musste nur meinen Kaufbeleg einreichen. Kurzerhand kam ein DHL-Retourschein und Montags ging meine beschädigte Tasche auf die Reise. Drei Tage später kam meine Boston wieder zu mir zurück. Komplett repariert. Ich drehte ein Unboxing Video, um die Reparaturen zu dokumentieren. Zudem war eine Lederlotion und ein Schulterpolster als Zugaben dabei – auch dafür danke. 

Respekt, ich bin begeistert. Herzlichen Dank für diesen vorbildlichen Service. Servicewüste ist eben doch kein deutsches Wort, zumindest nicht in Franken bei ZTS. 

Persönlicher Nachruf an Martin Böttcher und seine Winnetou-Musik

22. April 2019
Die Old Shatterhand Melodie von Martin Böttcher war 17 Wochen in den deutschen Charts.

Die Old Shatterhand Melodie von Martin Böttcher war 17 Wochen in den deutschen Charts.

Als Kind liebte ich sie, als Jugendlicher lehnte ich sie ab und heute sind sie mir eigentlich egal, die Winnetou Filme der Sechziger Jahre. Was ich aber immer mochte, war die einzigartige Musik zu diesen Filmen. Jetzt verstarb im Alter von 91 Jahren der große deutsche Filmkomponist Martin Böttcher. 

Seine Melodien werden uns immer in Erinnerung bleiben. Ich habe aus meinem Archiv die Single von Martin Böttcher mit der Old Shatterhand Melodie geholt und habe sie gespielt. Toller Sound, tolle Melodie – einfach großartig. 

Böttcher selbst sollte im Zweiten Weltkrieg Kampfpilot auf der neuartigen Komet werden, kam aber nicht mehr zum Einsatz. In der Kriegsgefangenschaft spielte er Gitarre, entdeckte den Jazz und später entdeckte in das Orchester des NDR. Der große deutsche Nachkriegsfilmproduzent Artur Brauner holte Martin Böttcher zum Film. Bereits seine zweite Filmmusik zu „Die Halbstarken“ 1956 schlug ein. Später verpflichtete ihn Horst Wendlandt für seine Edgar Wallace und anschließend für die Winnetou-Filme. Beide Filmreihen verschlang ich als Kind. Die Musik von Martin Böttcher bliebt uns dabei immer im Ohr. Danke für die Musik. Und ich hab gleich noch  Die Große Karl May Soundtrack-Box bestellt, weil die Musik wirklich gut ist. 

Mein Gameboy Classic wird 30 Jahre

21. April 2019
Meine beiden Game Boys meiner Jugend.

Meine beiden Game Boys meiner Jugend.

Mit dem Gameboy Classic und dem Atari Lynx begann bei mir zu Hause das mobile Gaming. Der Gameboy gehörte in den Schulranzen genauso wie mein Casio Taschenrechner fx100 für den Matheunterricht. Jetzt wird der Gameboy 30 Jahre alt und so alt ist mein Modell von 1989. 

Mein Gameboy ist grau und ich bekam ihn von meinen Eltern geschenkt. Damit war es um mich geschehen. Ich daddelte ganze Nachmittage hindurch. Ich hatte Spaß, während Freunde meiner Eltern meinten, ich sollte an die frische Luft oder zu Freunden gehen. Ich bin dann zu meinen Freunden gegangen und wir haben da zusammen Gameboy gespielt. Zunächst Tetris, dann kamen andere Games – wie beispielsweise R-Type, ein frühes Ballerspiel. 

Der Gamesboy war ein geniales Mobilgerät, lange vor Handygames. Und wer Gameboy spielte, der fand schnell Anschluss. Andere Kinder setzten sich zu mir oder ich setzte mich zu anderen, wir zogen unsere mobilen Gamekonsolen und wir spielten in der Gruppe. Zelda, Donkey Kong, Mario – ab und zu Pokémon.

Für mehr Spielepower sorgte der Atari Lynx, der in Farbe war und ein fetter Batteriefresser. Wenn unsere Familie in den Urlaub gefahren ist, schloss ich meinen Lynx von Atari am Zigarettenzünder im Auto an (so hieß es das Ding damals) und konnte von München bis zum Gardasee problemlos zocken. Der Lynx war zwar auch mobil, hatte die bessere Grafik, war allerdings ein wenig unhandlich. Der Gameboy passte besser in meine Tasche und war eher Mainstream, der Lynx war eher exotisch und nicht so verbreitet.

Jetzt wird der Gameboy 30 Jahre alt und ich habe meine graue Kiste wieder aus dem Archiv geholt. Ein Batteriekontakt war defekt, aber Caramba und ein wenig Alu-Folie brachten die Lösung. Ich schob Tetris rein und meine Jugend kam zurück. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann lieh sich meine Mutter meinen Gameboy und spielte Abends Tetris. Vielleicht war dies der Grund, weshalb meine Eltern gegenüber Videogames grundsätzlich aufgeschlossener waren. 

Ein paar Jahre später kam der Gameboy Advance in mein Jugendzimmer. Er war kleiner, in Farbe und man konnte die alten Gameboy-Spiele damit weiterhin zocken. Noch heute lieben K1 und ich die alten Retrospiele. Das 8-Bit-Fieber hat uns  erfasst. 

Ei, Ei, Ei am Münchner Hauptbahnhof: Streetart von Robert Wilhelm

19. April 2019
Smurfnob zu Ostern am Hauptbahnhof München.

Smurfnob zu Ostern am Hauptbahnhof München.

Bei meinem Reisen zu Seminaren ist der Münchner Hauptbahnhof ein wichtiges Drehkreuz. Und wenn es die Zeit erlaubt, nutze ich die DB Lounge für einen schnellen Kaffee. Auf der Galerie schaue ich dem Treiben im Münchner Hauptbahnhof zu. Bei meinem jüngsten Besuch stieß ich auf interessante Kunstwerke, große Ostereier im Graffiti-Stil bemalt.


Ein Aufkleber erzählte mehr über den Künstler Robert Wilhelm, der in der Sprayer-Szene unter „TrusOne“ bekannt sein soll. Er ließ sich schon früh vom New Yorker Graffiti-Künstler Quick und dem Surrealisten Joan Miró beeinflussen. Aufgewachsen in Heidelberg, führte ihn seine Leidenschaft fürs Snowboarden vor 16 Jahren ins Allgäu. Dort entwickelte er 2001 die abstrakten Charaktere „Smurfnob“, die mittlerweile auf den Wänden zahlreicher Städte zu finden sind.
Robert Wilhelm hat ein Diplom in Malerei und Grafikdesign. Er lebt mit Frau und zwei Kindern in Füssen, wo er ein Atelier in den ehemaligen Textilwerken betreibt. Mehr Infos gibt es auf seiner Website.

Ich finde die Aktion von „Mein Einkaufsbahnhof“ sehr inspirierend. Mir hat es enorme Spaß gemacht, die ausgestellten Eier zu erkunden und die Details von den Smurfnobs zu entdecken. Danke für die Unterhaltung mitten im Trubel des Hauptbahnhofs München und euch allen ein friedliches Osterfest 2019. Und ich denke, ich werde Robert Wilhelm mal besuchen.