Online-Shopping beherrscht meinen Weihnachtseinkauf

12. Dezember 2017
Ich kaufe meine Weihnachtsgeschenke oft im Internet.

Ich kaufe meine Weihnachtsgeschenke oft im Internet.

Es kommt mir vor, dass die Diskussion um die Ladenöffnungszeiten am Heiligen Abend ein Sturm im Wasserglas ist. Meine Meinung: Am Heiligen Abend sollen die Menschen im Einzelhandel bei ihren Familien sein. Also lasst die Läden zu.
Die wirkliche Herausforderung ist nicht, ob der Laden offen oder geschlossen hat. Die wirkliche Herausforderung ist doch, gibt es den Laden künftig überhaupt noch. Der Einkauf über das Internet schreitet mit großen Schritten voran: Die Schlacht Amazon gegen Rewe wird gerade ausgefochten.
Die aktuellen Zahlen zu Weihnachten sprechen eine deutliche Sprache: Deutsche Konsumenten investieren 2017 durchschnittlich 565 Euro in Weihnachtsgeschenke – dies sind rund 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr (2016: 471 Euro). Im direkten Ländervergleich liegen die Deutschen damit weit hinter Großbritannien (1.963 britische Pfund, umgerechnet nach aktuellem Wechselkurs: 2.214 Euro), aber erstmals vor Europas Xmas-Sparfüchsen aus Frankreich (498 Euro). Dies ist das Ergebnis der aktuellen „Adobe Digital Insights (ADI) Holiday Retail Survey 2017”, für die weltweit mehr als 5.000 Konsumenten befragt wurden (davon über 1.000 in Deutschland).

Mehr als jeder Zweite kauft seine Weihnachtsgeschenke im Internet
Internet-Handel boomt weiterhin und steigt. Bereits bis Ende November wollte demnach jeder fünfte Deutsche (18 Prozent) alle Weihnachtsgeschenke beisammenhaben. Ich gehöre nicht dazu. Meine Deadline ist eine Woche vor Weihnachten. Die große Mehrheit (30 Prozent) startete in der zweiten November-Hälfte mit der Geschenkejagd. Nur 15 Prozent zählen sich zu den Last Minute-Shoppern, die ihren Weihnachtseinkauf auf den letzten Drücker erledigen (Frankreich und Großbritannien: 21 Prozent). Geshoppt wird dabei bevorzugt online: Mehr als jeder zweite Deutsche (51 Prozent) nimmt sich in diesem Jahr vor, sämtliche Weihnachtsgeschenke im Internet einzukaufen (F: 46 Prozent, GB: 53 Prozent). Knapp drei Viertel (74 Prozent) nutzen beim Weihnachtsshopping ihr Smartphone (F: 70 Prozent, GB: 71 Prozent). 42 Prozent verfügen bereits über entsprechende Apps ihrer Lieblingshändler (F: 41 Prozent, GB: 53 Prozent). Ich habe vier Fünftel meiner Weihnachtsgeschenke online eingekauft. Grund: Ich hasse den Stress in den Läden und es reicht mir, wenn ich Lebensmittel für die Feiertage im klassischen Einzelhandel einkaufe.
„Das deutsche E-Weihnachtsgeschäft 2017 bricht erneut alle bisherigen Umsatz-Rekorde! Insbesondere Online-Händler, die ihren Kunden begeisternde Shopping-Erlebnisse bieten, werden überproportional daran partizipieren. Denn die Qualität der gebotenen Customer Experience macht im Xmas-Shopping einmal mehr den Unterschied“, so Axel Schäfer, Senior Manager, Product & Industry Marketing EMEA bei Adobe. „Die Einzelhändler benötigen jetzt die passenden Strategien und Technologien, um ihren Kunden im Weihnachtsgeschäft relevante mobile Erlebnisse zu bieten. Profitieren werden davon am Ende beide Seiten. Und das nicht nur zu Weihnachten: Ihre erfolgreiche Ausrichtung aufs Experience Business sollten Unternehmen auch danach noch als Best Practice und wichtigen Erfolgstreiber fürs komplette Jahresgeschäft nutzen!“

Weihnachtsausgaben 2017. Foto: Adobe

Weihnachtsausgaben 2017. Foto: Adobe

Social Media und Chatbots spielen bei der Geschenkesuche keine Rolle
Ein guter Preis ist für 61 Prozent der Deutschen die Hauptmotivation, Präsente online zu bestellen. Aber auch die große Produktvielfalt der Online-Anbieter (60 Prozent) sowie der stressfreie Einkauf ohne Gedrängel und überfüllte Straßen (55 Prozent) überzeugen. Ein wenig überraschend: Nur jeder fünfte deutsche Shopper (19 Prozent) nutzt soziale Medien wie Facebook, Twitter & Co., um sich beim Geschenkekauf inspirieren zu lassen (61 Prozent), die Produktbewertungen anderer Nutzer zu checken (43 Prozent) oder auch, um in den Profilen ihrer Freunde und Familienmitglieder nach möglichen Weihnachtswünschen zu recherchieren (39 Prozent). Ich habe allerdings zwei Geschenkideen durch gesponserte Anzeigen bei Facebook entdeckt. Die Filterblase wirkt bei mir. Neue Technologien wie Chatbots werden bei der Geschenkesuche ebenfalls von nur acht Prozent der Deutschen als nützlich angesehen. Ich glaube allerdings, dass die meisten Deutschen Chatbots überhaupt nicht erkennen.

Praktische Geschenke stehen auf der Geschenkeliste ganz weit oben
Rund die Hälfte aller Deutschen (45 Prozent) hat zwar schon eine vage Idee, welche Geschenke die richtigen sein könnten. Wirklich festgelegt haben sie sich aber noch nicht. Auf dem Weg zur perfekten Weihnachtsüberraschung setzt jeder Vierte (24 Prozent) auf eine konkrete Geschenkeliste und Termine, bis wann die Einkäufe erledigt sein sollten. Knapp ein Drittel (31 Prozent) verfügt über keine Shopping-Strategie und kauft Geschenke ganz spontan, wenn sie etwas Passendes sehen. Insgesamt wollen die Deutschen am ehesten Geschenke kaufen, die einen praktischen Nutzen versprechen (72 Prozent). Aber auch Bücher, Musik oder Filme (20 Prozent) sowie Produkte für die Gesundheit und Körperpflege (9 Prozent) liegen bei der diesjährigen Bescherung hoch im Kurs. Deutsche Männer würden sich 2017 am meisten über Computer und Elektronikartikel (29 Prozent, Frauen: 10 Prozent) freuen. Die deutschen Frauen wünschen sich hingegen Kleidung und modische Accessoires (27 Prozent, Männer: 16 Prozent). Ich verrate nicht, was ich zu Weihnachten schenke, weil meine Frau und der Rest der Familie diesen Blog verfolgen.

Bei Amazon einkaufen und einer Hilfsorganisation wie der Togihilfe etwas Gutes tun.

Bei Amazon einkaufen und einer Hilfsorganisation wie der Togihilfe etwas Gutes tun.

Togohilfe unterstützen über Amazon Smile
Natürlich bestelle ich meine Geschenke bei Amazon. Wenn nicht Amazon Logistics die letzte Meile beliefert, ist mein Einkaufserlebnis in der Regel prima. Und wenn ich über Amazon einkaufe, dann gehe ich über die Plattform Amazon Smile. Amazon Smile ist eine einfache Möglichkeit, soziale Organisation meiner Wahl bei jedem Einkauf zu unterstützen, ohne dass dafür Kosten anfallen. Als Kunde erfahre ich auf der Website das identische Shopping-Erlebnis, das ich von http://www.amazon.de kenne. Die Adresse lautet http://www.smile.amazon.de Der Charme bei diesem Shopping im Internet: Amazon 0,5% gibt der Einkaufssumme an eine vom Kunden gewählte soziale Organisation weiter. Als Kunde kann ich unter Tausenden von Organisationen wählen. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich die Aktion PiT Togohilfe unterstütze. Auch diese Togohilfe ist bei Amazon Smile registriert und ich bitte meine Leser bei der eine Bestellung über Amazon Smile die Aktion PiT Togohilfe auszuwählen.

Fischrack sorgt für perfekten gegrillten Fisch

11. Dezember 2017
Die Dorade liegt in ihrem Fischrack.

Die Dorade liegt in ihrem Fischrack.

Bei uns wird das ganze Jahr über gegrillt: Fleisch, Fisch, Gemüse – alles kommt auf meinen Webergrill. Die sinnvolle Anschaffung fürs Fischgrillen ist ein Fischständer oder Fischrack.
Die Familie verspeist gerne ein, zwei Doraden oder auch Goldbrasse genannt. Die Fische werden mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie gefüllt und mit Salz/Pfeffer bestreut. Dann kommen noch oben Zitronenscheiben in den Fisch.


Bisher haben die Fische dann in einen Fischkorb auf den Grill. Wenn ich die Fische nicht mit Öl beträufle, dann brennt die Dorade schnell an und geht auch später nur schwer aus den Fischkorb heraus. Ein Auge, Teile vom Kopf oder andere Teile vom Fisch bleiben hängen. Der gegrillte Fisch ist nicht mehr ansehnlich. Das nervt mich.
Also schaute ich mich nach einer Lösung um und fand sie in Form eines Fischständers oder auch Fischrack genannt. Ich habe den GEFU 89331. Hier steht der Fisch mit dem Bauch nach oben im Grill. Da der Grill geschlossen ist, kommt die Hitze von allen Seiten an die Dorade heran und erhitzt sie wunderbar. Ich verwende kein Öl und so tropft auch kein Öl in den Grill, dass sich entzünden kann. So verbrennt der Fisch nicht und auch die Haut bleibt lecker. Mit dem Fischkorb ist es mir nie so gut gelungen und daher bin ich mit dem Fischständer sehr zufrieden. Die Halterungen des Fischständers lassen sich verschieben, so dass große und kleine Fische in den Fischrack passen.
Kleiner Hinweis: Der Fischrack im Grill wird heiß – ich habe es für euch ausprobiert.

Starnberger Flügelbahnhof – ein lost Place mitten in München

8. Dezember 2017

Mitten in der Münchner Innenstadt ist der extrem belebte Hauptbahnhof. Ein Teil dieses Bahnhofskomplexes beherbergt den Starnberger Flügelbahnhof mit seiner großen Schalterhalle. Als ich mal wieder auf einen Zug warten musste, stand in ich in dieser Schalterhalle und fand eine Art Lost Place vor.
Die Halle war komplett leer und wird nur von ein paar Firmen als Lager genutzt. Sonst ist diese Halle leer. Sie ist nicht versperrt oder so, aber irgendwie verirrte sich kein Bahngast in diese Halle. Es war 8:15 Uhr morgens, also mitten im Berufsverkehr und nichts war los. Ich stand hier einfach und betrachtete die Architektur der alten Zeit, die eigentlich unter Denkmalschutz steht. Eigentlich, denn wegen der zweiten Stammstrecke, die irgendwann einmal in München kommen soll, wird die alte Schalterhalle wohl einem Hochhaus weichen müssen.


Ich betrat also vom Starnberger Flügelbahnhof die Halle und ging Richtung Arnulfstraße. Dazu öffnete ich die Türen des 1950 wiedererrichteten Flügelbahnhofs. Der Stil von Architekt Heinrich Gerbl erinnert mich schon an die Zeit des Nationalsozialismus. Der neoklassizistische Stil ist nicht unbedingt mein Geschmack.
Ich betrat die monumentale Pfeilerhalle. Die Schalterhalle hatte eine Breite von 240 Metern und eine Länge von 222 Metern.

An der Seite befinden sich die alten Schalter. Hier stand man wegen Fahrkarten und Reiseplänen an. An der Wand hängt eine funktionstüchtige Uhr, aber kein Mensch war da. So durchstreifte ich die Halle, machte ein paar Fotos als Andenken, bevor die Halle irgendwann abgerissen wird.

Ich erinnere mich daran, dass ich in dieser Schalterhalle 1988 mein Studententicket erwerben musste. Im November 1988 begann meine nicht sehr ruhmreiche Karriere als Student und ich brauchte zu diesem Zweck ein Ticket. Das war die erste Erinnerung. Und dann kam mir die Flüchtingsbewegung des Jahres 2015 in den Kopf. Im Starnberger Flügelbahnhof wurden die Flüchtlinge in Empfang genommen, die mit dem Zug in München ankamen. Sie wurden mit Wasser, Nahrung, Spielzeug versorgt. Ich hatte damals Tränen in den Augen über soviel Hilfebereitschaft meiner Geburtstag München. München ist eine weltoffene Stadt, München ist meine Stadt.

Konzertkritik: Yello in der Olympiahalle München

7. Dezember 2017

Wieder kann ich eine Band auf meiner privaten Konzertliste abstreichen. Bands, die ich unbedingt mal live sehen wollte. Abgestrichen habe ich das Schweizer Duo Yello, die auf ihrer Race Tour in der Münchner Olympiahalle gastierten.

Das Konzert begann mit einer Enttäuschung. Eigentlich waren es zwei Enttäuschungen. Zum einen war die Münchner Olympiahalle zu Hälfte mit schwarzem Tuch abgehängt und auch die restlichen Plätze waren nicht komplett ausverkauft. Die Plätze neben mir und vor mir waren leer. Das Münchner Publikum weiß anscheinend nicht, was hervorragende, coole Elektronikmusik bedeutet und war wohl beim Bayernspiel. Da macht sich Yellow nach gefühlten 100 Jahren auf zu einer Tour durch Deutschland und der Kartenvorverkauf in München lief schleppend. 3000 bis 4000 Fans waren in der 12000 Menschen fassenden Konzerthalle. Fußball schlägt Kultur, das war wohl schon immer so. Das ist schade und enttäuschte mich. Yello ist seit 1978 das erste Mal auf Tour und das in München vor leeren Stühlen – das ist peinlich.

Zum zweiten sind die Schweizer auch nicht mal das, was sie waren, nämlich pünktlich. Vergesst also die Schweizer Uhren. Mit 15 Minuten Verspätung startete das Konzert, vielleicht in der Hoffnung, dass sich die leeren Plätze noch füllen würden. Das taten sie nicht. Und Dieter Meier trat auf die Bühne und sagte dann auch noch, ob man überhaupt spielen sollte: die Band antwortete mit dem Opener just do it. Ob es einstudiert oder Zufall war, weiß ich nicht. Aber es passte genial.
Und dann rockte der Betonbunker durch die Mischung aus Elektronik, Bläser und Percussions. Beginnen wir mal mit dem Sound. Die Akustik in der Münchner Olympiahalle war noch nie die beste, aber Yello holte das Optimum heraus. Der elektronische Sound war glasklar, wirklich eindrucksvoll. Leider ging die coole Stimme von Dieter Meier etwas unter, die Stimmen von den beiden Gastsängerinnen Malia und die Asiatin Fifi Rong (top) kamen gut herüber. Perfektionist Boris Blank war der Herr über die Technik und der Effekte. Die Show war große Klasse, die Projektion perfekt. Allerdings hatte ich das Gefühl, bei den Stop-Motion-Filmen wieder in die Zeit der Videoclips der achtziger MTV-Jahre zurückversetzt worden sein. Da war die Idee, eine GoPro am drehenden Autoreifen zu befestigen, deutlich innovativer.
Es war kein herkömmliches Konzert, sondern die Olympiahalle verwandelte sich zu einem Kunsthappening. Nichts anderes hatte ich von Yello erwartet.
Bei der ausgezeichneten musikalischen Darbietungen war ich über die Mischung aus Blech, Percussions und Elektronik überrascht. Wer Yello auf eine reine Elektroband wie Kraftwerk reduziert, der wurde enttäuscht. Hier wird trotz Synthesizer Musik von Menschen gemacht – und was für starke Musik. Wem die Musik nicht gepackt hat und wer nicht zumindest mitwippen musste, der war im Grunde schon tot. Auf meinem Sitzplatz wackelte ich hin und her und hätte gerne einen Platz in der Arena gehabt zum Abtanzen.
Musikalisch ging es quer durch das Repertoire des Yello-Werks. Die Werkschau der Schweizer tat gut und brachte alte Erinnerungen hervor. Das erste Mal hörte ich Yello als Jugendlicher bei meinen Kumpel Christian. Er hatte 1983 eine Schallplatte mit einem Affen angeschleppt und das Ding hieß „you gotta say yes to another excess“. Der Spruch prägte sich mit in mein Unterbewusstsein ein. „you gotta say yes to another excess“ war schon cool. Und als ich damals hörte, dass zwei Schweizer diese coole Mucke machten, war ich sprachlos. Schweiz bedeutete mir als Jugendlicher nichts, vielleicht Krokus ein paar Jahre später. Yello war cool, absolut cool, aber Yello blieb ein Insidertipp. Zwar hatten die Schweizer ihre Erfolge, aber es war nie das ganz große Ding. Dafür waren Boris Blank und Dieter Meier nicht kommerziell genug – danke dafür.

Aber in der Olympiahalle konnte ich vieles von alten LPs und spätere CDs wieder hören. Oh Yeah gehört einfach dazu und natürlich The Race. Das war die Musik, die die Jugendsendung Formel eins im bayerischen Fernsehen einläutete.
Die Setlist, wie ich sie mir notierte, war folgende:
Magma
Do It
The Evening’s Young
Limbo
Bostich
The Rhythm Divine mit Malia
30’000 Days
Tool of Love
The Time Tunnel (Boris Blank solo)
Kiss the Cloud mit Fifi Rong
Lost in Motion mit Fifi Rong
Tied Up
Liquid Lies
Starlight Scene mit Malia
Oh Yeah

Blue Biscuit
Si Senor The Hairy Grill
Zugaben: Bostich – dabei wurde auch die App Yellofier eingesetzt, die ich mir sofort zu Hause gekauft habe
Vicious Games mit Malia
The Race

Mein Fazit zu Yello in München: Es war gut, Yello gesehen zu haben und ich möchte mich für das fehlende Publikum bei Boris Blank und Dieter Meier entschuldigen. Das hat yello nicht verdient.

Weihnachtspakete für Togo

4. Dezember 2017

Vor Weihnachten ist es immer stressig, wenn man ehrenamtlich für eine Hilfsorganisation wie die Aktion PIT Togohilfe bei uns im Dorf Maisach arbeitet. Ich habe eigentlich bis kurz vor Weihnachten Seminare, aber zwei Termine habe ich für mein Ehrenamt freischalten können: Zum einen für das Beladen eines Hilfscontainers, zum anderen für einen Standdienst im Museum fünf Kontinente.

Millimeterarbeit beim Containerbeladen
Aber der Reihe nach: Es zählt jeder Millimeter Platz, wenn ein Container für das afrikanische Land Togo beladen werden muss. Die zahlreichen gespendeten Hilfsgüter müssen auf den Weg nach Afrika gebracht werden. Dieses Mal standen die Pakete für die Patenkinder im Vordergrund. Die Aktion PIT Togohilfe betreut rund 600 Patenkinder. Wer Interesse an einer Patenschaft hat, kann sich gerne bei dem Hilfsorganisation melden, die seit über 35 Jahren aktiv ist. Ich selbst habe mit meiner Firma redaktion42 zwei Patenkinder und kann dafür einstehen, dass die Hilfe ankommt.
So einen riesigen Container auf die Reise zu schicken, das kostet Geld und daher muss der Platz optimal ausgenutzt werden. Ehrenamtliche Lademeister schauen, dass kein Platz verschenkt wird. Im Vorfeld wird genau geklärt, was unbedingt mit auf die Reise muss und was gegebenenfalls warten kann. Meine Frau Doris Ortlieb hat den verdienstvollen Job der Logistik übernommen. Genau zählt sie die Paletten mit den Spenden ab. Hier muss genau Buch geführt werden, denn der Zoll ist genau und gegenüber den Spendern muss Rechenschaft abgelegt werden.

Palette um Palette wird aus dem Lager mit Hubwägen herausgefahren und mit einem Ministapler in den Container gehoben. Ganze Familien haben sich eingefunden, um mitzuhelfen. Jeder hilft wo er kann. So funktioniert Ehrenamt bei uns auf dem Dorf. Es sind Teamplayer, die hier bei der Aktion PIT Togohilfe mitarbeiten.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Margret Kopp beschriftet die Pakete für künstliche Hüften.

Koordiniert wird die ganze Sache von der Vereinsvorsitzenden Margret Kopp zusammen mit ihrem Mann Christian. Nichts darf vergessen werden. So muss eine Spende von Musikinstrumenten ebenso verladen werden, wie künstliche Hüftgelenke. Diese werden in Togo sehnsüchtig erwartet. Margret Kopp reist dem Container nach Togo hinterher und koordiniert die Operationen anschließend in Togo. Sie hat auch ein deutsches Ärzteteam organisiert, das die Operationen vornimmt.

Eine Glocke aus Unterfranken für Togo
Fasziniert bin ich vor allem von einer Glocke, die auf den Weg nach Togo geschickt wird. Gegossen wurde sie von der unterfränkischen Abtei Münster Schwarzach. Stabil verpackt in einer Kiste wird die 100 Kilogramm schwere Glocke sicher verladen.

Afrikatag bringt Spenden für KISS
Um über die Arbeit der Aktion PIT Togohilfe zu informieren, war ich im Museum Fünf Kontinente mit dabei. Christian Kopp hatte von der Museumsleitung eine Einladung für einen Infostand auf dem Afrikatag des Münchner Museums bekommen. Morgens fuhren wir in das ehemalige Völkerkundemuseum, bauten unseren Stand auf und warteten auf die Besucher. Vom Aufbau habe ich dieses kleine Hyperlapse Video gedreht.

Mein Job war es, an Interessierte Buttons mit Namen aus Togo zu produzieren. In Togo bekommen die Kinder einen Zweitnamen. Dieser richtet sich nach dem Wochentag an dem sie geboren sind. Das Foto zeigt, welcher Name es ist.

Wie heißt du in Togo?

Wie heißt du in Togo?

Die Besucher des Afrikatages nannten mir ihr Geburtsdatum und ich schaute im Netz nach, um welches Tag es sich handelt. Dann produzierte ich einen Button mit dem jeweiligen Namen gegen eine Spende. Ich finde es eine gute, öffentlichkeitswirksame Idee.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp im Gespräch.

Christian Kopp informierte derweil über die Fachthemen. Derzeit sammeln wir Spenden für die Aktion KISS. Es handelt sich um eine Kinder – Schul – Speisung (KISS). Nur 25 Cent kostet eine Mahlzeit im KiSS-Programm für die Kinder in unseren Dorfschulen in Togo. Um ein Kind ein Schuljahr lang mit Schulspeisung zu versorgen, genügen 50 Euro. Nur aufgrund von Bildung gehen Kinder in Togo nicht in die Schule, aber wenn Essen als Anreiz dabei ist, lernen die Schülerinnen und Schüler. Regelmäßiges Essen bedeutet bessere Gesundheit, bessere Konzentration, bessere Schulabschlüsse, bessere Aufstiegschancen und bessere Mitgestaltung. Wer mehr über KISS wissen möchte, kann dies hier tun. Hier ein paar Eindrücke des Afrikatages als Video:

Zudem wurde Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen geknüpft. Die Togohilfe Maisach ist ja seit Jahren bei vielen über die Medien bekannt, aber persönliches Kennenlernen der Hilfsorganisationen ist natürlich am besten.
Ein Konzert der Gruppe Seraphin Ministry habe ich auch besucht. Schaut euch den Auftritt mal an.

Filmkritik: Austreten

3. Dezember 2017

Irgendwie habe ich mich an den deutschen Autorenfilm der sechziger und siebziger Jahre erinnert gefühlt, als Leute wie Schlöndorff, Fassbinder, Herzog und Achternbusch sich aufmachten, das deutsche Kino aufzurütteln. Die Filme waren weiß Gott nicht perfekt. Der Ton schwankte, die Kamera wackelte, die ganze Film- und Schauspielercrew war eine Art Kommune. Improvisation war an der Tagesordnung. Und die Filmemacher fanden ihr Publikum.
So geht es sicherlich auch den beiden Filmemachern Andreas Schmidbauer und Tanja Schmidbauer mit ihrem Film Austreten. Im Nachbarort Fürstenfeldbruck kamen einige von der Filmcrew ins wiedereröffnete Lichtspielhaus zu einem Filmgespräch zu Besuch und haben ihren Film gleich mitgebracht.

Das Filmgespräch zu Austreten mit dem Team im Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck.

Das Filmgespräch zu Austreten mit dem Team im Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck.

Um was geht es? Im Grunde ist es eine Art Brexit auf Bayrisch – eigentlich wollte der bayerische Ministerpräsident Reitmayer (Markus Böker) bei einer Pressekonferenz nur schnell auf die Toilette. Doch der Begriff „austreten“ wurde von den versammelten Journalisten gänzlich missverstanden. Austritt aus dem Bund? Sofort erhitzen sich die Gemüter und Reitmayer taucht fürs erste unter. Die Familie macht sich auf die Suche und durchstreift ganz Bayern, dabei auch Franken.

Die Idee finde ich erfrischend und sie passt ideal in die heutige politische Landschaft. Allerdings entstand die Idee vor den aktuellen Entwicklungen um Großbritannien oder Katalonien und noch weit vor der jüngsten Bundestagswahl. Da haben die jungen Filmemacher einfach eine große Portion Glück gehabt und ein Thema auf die Leinwand gehoben, das Leute anspricht.
Nach ihrem Film Hinterdupfing, der nur im Chiemgau spielte, ist die Spielwiese von Andreas Schmidbauer und Tanja Schmidbauer jetzt ganz Bayern.
Für mich war der Film Austreten eine Art Gernstl unterwegs. Franz Xaver Gernstl und sein Team, Kameramann Hans Peter Fischer und Tonmann Stefan Ravas, gehen auf die Reise durch ganz Bayern und stellen Land und Leute vor. Das Format kommt im Fernsehen gut an und trifft die Seele der Bayern.
Die Filmemacher von Austreten hatten etwas anderes im Sinn. Obwohl die Locations ähnlich wie die Locations von Gernstl sind: Liebevoll ausgewählt, schöne Stadtbilder, Drohnenaufnahmen hier, schrullige Charaktere dort. Austreten ist eine bayerische Komödie, zudem auch eine Mischung aus Heimatfilm und Roadmovie. Und hier beginnt mein Problem. Als Heimatfilm ist er mir zu schnell geschnitten, als Roadmovie fehlt mir die Atmosphäre der Straße. Ein VW-Bus und ein Alfa Romeo als Locations sind mir zu wenig, wenn sie nicht groß in die Handlung einbezogen werden.

Austreten ist Teil der Bayern-Welle im Film
Und funktioniert der Film als bayerische Komödie? Bedingt, was aber nicht an der Idee liegt, sondern vielmehr an der Umsetzung. Es wurde viel an den Dialogen am Set improvisiert. Das merkt man als Zuschauer – wir haben hier nicht die sprachliche bayerische Eleganz eines Helmut Dietl (wer hat dies schon?). Wir haben viele, teils sehr sehr gute Gags und Einfälle, die wirklich Spaß machen. Die Anspielungen auf die veränderte Mediengesellschaft sind erfrischend. Szenen zu Tinder, ICQ sind nett und wenn Oma/Opa den Eintritt in die Welt der mobilen Kommunikation mit Büchern üben.
Wir haben platten Dialekthumor bei der Beschreibung der Charaktere. Es wird mit Jauche gespritzt, reaktionäres Gedankengut als Humor verkauft und von Lügenpresse schwadroniert. Wurde hier dem Volk aufs Maul geschaut? Im Kino wurde gelacht, bezeichnend für den inneren Zustand unseres Landes.
Wir haben hintergründige Einfälle und allerlei Anspielungen im Film. Bei der Nachfrage im Filmgespräch zeigte sich die Lektüre von Effi Briest durch Eisi Gulp als Anspielung auf das weite Land und den bürgerlichen Moralkodex der Wilhelminischen Ära.

Abseits der bürgerlichen Moral: Eisi Gulp in Austreten. Foto: schmidbauerfilm

Abseits der bürgerlichen Moral: Eisi Gulp in Austreten. Foto: schmidbauerfilm

Es sind viele versteckte Hinweise in Austreten, die beim oberflächlichen Ansehen schlichtweg übersehen werden. Wie die Raufereien in Mödlareuth, einem Dorf mit 40 Einwohnern, das zu einem Teil im Bundesland Bayern und zum anderen Teil im Bundesland Thüringen liegt. 41 Jahre lang verlief die innerdeutsche Grenze mitten durch das Dorf entlang des Tannbachs. Nach dem Austritt Bayerns beginnen die Rangeleien mit den thüringischen Grenzern. Und der Film spielt mit dem Separatismus der Franken und gipfelt an einem Zeitungskiosk bei dem der Fränkische Beobachter ausliegt.

Details, die liebevoll gemacht sind - wie das (cz). Foto: schmidbauerfilm

Details, die liebevoll gemacht sind – wie das (cz). Foto: schmidbauerfilm

Sehr nett auch die politische Anspielung auf den Pressesprecher des Ministerpräsidenten. Auf seinem Namensschild steht nach dem Dr in Klammern (cz). Hatte nicht mal Andreas Scheuer seinen Doktor in Tschechien gemacht …

Austreten setzt auf Improvisation
Im Grunde reitet Austreten auf der Welle der Provinzkrimis, die in Bayern durch Rita Falk ihr Publikum gefunden haben. Und nein, das ist keine Filmkunst und keine Revolution – und damit bricht dann Austreten mit dem Autorenfilm der alten Zeit. Damals wollten die Regisseure eine Botschaft vermitteln, heute wollen Andreas Schmidbauer und Tanja Schmidbauer nur unterhalten. Ist Unterhaltung etwas schlechtes? Nein, aber das Kinopublikum von heute will einen technisch besseren Film sehen. Persönlich war mir der Schnitt zu schnell, der Tonschnitt hat nicht gepasst und der Film hat keinen durchgängigen Rhythmus.

Selfie mit dem Filmteam.

Selfie mit dem Filmteam.

Und dann denke ich mir: Was soll es? Es ist eine Gruppe von jungen Leuten. Andreas Schmidbauer ist 27 Jahre, seine Schwester Tanja ist 24 Jahre alt und für ihr Alter haben sie zusammen mit ihren Freunden einen Hammerfilm auf den Markt gebracht. Wobei mit Hammerfilm nicht die britische Produktionsgesellschaft gemeint ist, die ähnlich auf Improvisation setzt. Die Geschwister Schmidbauer haben mit ihrer Produktionsgesellschaft schmidbauerfilm die bayerische Filmförderung FFF mit seinem kritischen Leiter Klaus Schaefer überzeugt und mit dem Geld im Rücken eine Reihe namhafter Schauspieler an Land ziehen können.
Andreas Schmidbauer ist in der Branche nicht unbekannt. Der Absolvent der Hochschule der Medien in Stuttgart ist Kameramann und hat sich einen Namen im Bereich Stereoskopie gemacht. Bei Austreten setzte er allerdings nicht auf das große und teure Equipment von ARRI, sondern filmte mit einer einfacheren digitalen Sony.
Also Austreten ansehen kann man, muss man nicht. Aber die Karriere der beiden Schmidbauers mit ihren Freunden muss man beobachten. Da ist viel Potential.

Musiktipp: Tales of Mystery and Imagination von The Alan Parsons Project

2. Dezember 2017
Meine erste LP überhaupt und meine Lieblingsplatte: Tales of Mystery and Imagination.

Meine erste LP überhaupt und meine Lieblingsplatte: Tales of Mystery and Imagination.

Obwohl ich es seit fast einen Jahr besitze und immer wieder höre, kam ich bis dato nicht dazu, die Special Edition zum 40. Geburtstag von Tales of Mystery and Imagination zu würdigen. Und nachdem jetzt im Dezember die Box zu Eye in the Sky ins Haus steht, will ich dies schleunigst nachholen und mich vor diesem Meisterwerk von The Alan Parsons Project verbeugen.
Wir schreiben das Jahr 1976 und es war das erste Album des Duos Alan Parsons und Eric Woolfson und es wurde für mich eines der besten Alben der Rockgeschichte. Für mich war es zudem mein erstes Rockalbum, das ich mir gekauft habe. Die Zeit der Märchenplatten und Hörspiele war zu Ende und ich machte mich auf, die Welt der Rockmusik zu erkunden. Von meinem Onkel mit Elvis und Rock’n Roll, mit Cash und Country ausgestattet, tat ich jetzt meine ersten eigenen musikalischen Schritte. Ich stieß auf das gründe Cover von Tales Of Mystery and Imagination. Es faszinierte mich. Edgar Allan Poe, den Namen hatte ich schon mal gehört, aber gelesen hatte ich nichts. Er hatte so eine Art Gruselgeschichten geschrieben, so meinte ich. Und als ich mitbekam, dass Tales of Mystery and Imagination auf den Geschichten von Poe basierten, hörte ich einfach mal rein.

Und seitdem höre ich immer wieder rein in das wunderschöne Album von The Alan Parsons Project und es verzauberte mich. Es war ein tolles Konzeptalbum, symphonisch, melancholisch, rockig, einfühlsam und es blieb im Ohr. Der Bass beim The Raven hat mich geprägt, dazu die Stimme vom Vocoder. So begann meine Liebe zum dem Progressive Rock oder Artrock, der dann später in ELP und King Crimson gipfelte.
Ich wurde Fan von APP und kaufte mir fast alle Alben. Bis 1984 Ammonia Avenue mochte ich APP sehr, dann ab Vulture Culture (1985), Stereotomy (1986) und Gaudi (1987) ebnet meine Begeisterung ab. 1979 gab es The Sicilian Defence, das erst 2014 erschien und nicht besonders war. Begeistert war ich dagegen als 1987 mein Album Tales of Mystery and Imagination neu abgemischt herauskam. Es war anders als meine Fassung von 1976. Der Tontechniker Alan Parsons hat das Album in eine neue Zeit gebracht. Noch immer höre ich beide Scheiben 1976 und 1987 gerne. Was ist die bessere? Ich weiß es nicht.
Und nun kam 2016 zum 40. Geburtstag von Tales Of Mystery and Imagination eine Box mit der CDs und einer BluRay heraus. Zudem gab es die beiden Alben auf LP und ein fettes Booktet. Hier gibt es Produktionsnotizen sowie viele Interviews mit den Beteiligten zu finden. Zudem sind natürlich die Texte abgedruckt, die der Fan sowieso auswendig kann. Die Box enthält die Versionen von 1976 und 1987 und allerhand göttliches Zusatzmaterial wie Demos, unveröffentlichten Tracks, Werbeclips und Interviews. Die Blu-ray enthält einen 5.1 Mix, wenn einer 5.1 kann, dann ist es Mr. Parsons himself. Zudem gibt es noch eine Doppel-LP auf Vinyl für die Retro-Fans, die ich aber nie gehört habe.
An Merch gibt es einen Aufkleber mit Mumienmotiv, eine Reproduktion einer Pressemitteilung und ein Ankündigungsposter.

Warten auf den Audi: Gehobene Küche bei Avus in Ingolstadt

29. November 2017
Das Gelände vor dem Restaurant Avis bei Audi in Ingolstadt.

Das Gelände vor dem Restaurant Avis bei Audi in Ingolstadt.

Aufgrund eines Seminars hatte es mich nach Ingolstadt verschlagen und ich freute mich, denn das gab mir den Grund das Restaurant Avus zu testen. Auf der Speisekarte des elegant und modern eingerichteten Lokals stehen gehobene internationale Speisen, die ich probieren wollte.

Bei der Anreise stellte sich heraus, dass unsere Reservierung verschwunden war. Blöd, aber die Mitarbeiterinnen waren so flexibel, dass uns ein guter Tisch angeboten wurde, das Lokal war schließlich nicht ausgebucht. Beim Warten auf den Tisch bewunderte ich ein Konzept-Auto im Foyer und machte den obligatorischen Schnappschuss. Das Avus gehört zur Möwenpick-Gruppe. Sofort kam in mir die Berichterstattung in Erinnerung, dass August von Finck, der Chef von Möwenpick und in der Schweiz lebender bayerische Milliardär, im Bundestagswahlkampf die AfD unterstützt haben soll. Entsprechende Meldungen gab es im September 2017 bei der Welt und Heise. Bewiesen ist nichts und der Verdacht besteht.

Nun ja, ich bin trotzdem zu Avus gegangen und habe dort gegessen. Ich wählte ein dreigängiges Menü mit Blick auf die salbenden Hallen von Audi und des Audio Museums. Das Restaurant ist mit viel Holz verkleidet und an den Wänden gibt es historische Fotos von alten Rennboliden der Auto Unions-Zeiten.

Der Gruß aus der Küche hat geschmeckt – vielen Dank

Die gehobene Atmosphäre war ruhig, der Service vorbildlich, freundlich und nicht zu steif.

Zur Vorspeise gab es Hummer, Kokos, Wakame Alge.

Zur Vorspeise gab es Hummer, Kokos, Wakame Alge.

Zur Vorspeise gab es Hummer, Kokos, Wakame Alge. Tatar und Mousse stammen vom Hummer, mit Kokos und Wakame Alge. Leider war die unterste Schicht fast noch gefroren, also eiskalt, dass sie kaum Geschmack entfaltete. Schade, denn die Kombination hätte es in sich gehabt. Der Küchenchef persönlich entschuldigte sich aufgrund unserer Reklamation und es gab einen Espresso als Versöhnungsgeste. Entschuldigung akzeptiert.

Der Hauptgang war bei mir Hirschrücken im Speckmantel mit Rosenkohl, Apfelsenf und Kartoffelknödel.

Der Hauptgang war bei mir Hirschrücken im Speckmantel mit Rosenkohl, Apfelsenf und Kartoffelknödel.

Der Hauptgang war bei mir Hirschrücken im Speckmantel mit Rosenkohl, Apfelsenf und Kartoffelknödel. Die Knödel waren mit Hirschstreifen gefüllt.
Bei der Nachspeise ging ich auf Nummer sicher und wählte Käsevariationen vom Tölzer Käseladen.

Käsevariationen vom Tölzer Käseladen

Käsevariationen vom Tölzer Käseladen

Die Fragen zu den Speisen wurden freundlich vom Service beantwortet. Es gab sogar ein Rezept vom Küchenchef zum Nachkochen, was ich als besonderen Service empfand. Bei der Weinkarte waren sich die Mitarbeiter unsicher und mussten nochmals über Gegend des Winzers nachfragen. Dennoch war der Service sehr vorbildlich und stets freundlich.
Falls ich mal einen Audi in Ingolstadt abholen sollte, was ich im Moment aber nicht vorhabe, werde ich auf jeden Fall beim Avus vorbeischauen. Gute Tipp für Ingolstadt am Abend.

Will ich einen Sportschuh als Sarg begraben werden?

28. November 2017
Ein ungewöhnlicher Sarg.

Ein ungewöhnlicher Sarg.

Bei einem Besuch des Museums Fünf Kontinente in München, dem ehemaligen Völkerkundemuseum, wanderte ich durch die Ausstellungen aus aller Herren Länder. Obwohl ich nie groß an Ethnologie interessiert war, gefielen mich die Exponate sehr: Masken, Krüge, Grabbeigaben. Waffen, Kleidung und vieles mehr. Am meisten allerdings faszinierte mich ein Sarg in Form eines Sportschuhs von Nike. Ich fragte mich: Was soll das? Und will ich einen Sportschuh als Sarg begraben werden?

Die Antwort auf die zweite Frage ist einfach: Es ist mir egal, weil ich es nicht mitbekomme. Wenn es ein eben Sportschuh sein soll, dann soll es eben so sein. Mich wird es nur indirekt betreffen. Vielleicht passt bei mir besser eine Filmrolle oder ein iPad als Sarg.

Die erste Antwort auf die Frage nach dem Sinn ist schon komplexer. Der Nike-Sarg stammt aus Ghana und wurde 2014 von Paa Joe geschaffen. Warum aber? „Wie das Leben, so der Sarg,“ heißt es bei den Bewohnern noch Ghana, die um der Hauptstadt Accra leben. Die Verstorbenen werden nicht in klassischen Holzsärgen wie bei uns begraben, sondern in bemalten figürlichen Särgen. Die Gestaltung ist von Beruf, Vorlieben und Leidenschaften der Verstorbenen abhängig“, so eine Erklärungstafel des Museums der fünf Kontinente. „So sollen die Toten im Jenseits ihre irdischen Tätigkeiten weiterführen können und dadurch den Lebenden gewogen bleiben.“ Hier eben ein Nike-Sportschuh in der Size 42 von Paa Joe, der speziell für Sportler angefertigt wurde. Um die Size 42 ein Zufall ist, weiß ich nicht. Ich interpretiere es als Humor und Antwort auf alle Fragen – schließlich heißt dieser Blog auch redaktion42.

Paa Joe wurde 1947 in Ghana geboren und absolvierte eine Lehre als Sargschreiner bei Kane Kwei (1922-1992).
Mich hat das Exponat Nike Trainer Size 42 im zweiten Obergeschoss des Museums gefallen. Und wenn ich mir das Gedränge um den Sarg ansehen, dann geht es mir nicht allein so. Kleiner Tipp die die Ausstellungsmacher: Überall im Museum sind kleine Staffeleien mit Bänken aufgestellt. Hier können kleine und große Besucher Platz nehmen und die Ausstellungsstücke skizzieren. Diese Bänke stehen vor Masken und Krüge. Wie wäre es denn mal vor dem Sarg? Dieser Publikumsmagnet kommt hier zu kurz.

Afrika-Feeling durch den Togo Kalender

27. November 2017
Der Togo-Kalender der Aktion PIT Togohilfe kostet 5 Euro.

Der Togo-Kalender der Aktion PIT Togohilfe kostet 5 Euro.

Wer noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht, dem kann ich den Togokalender 2018 der Aktion PIT Togohilfe empfehlen. Wie ihr wisst, bin ich dort ehrenamtlich tätig, weil ich es für richtig halte, etwas für die Menschen in Afrika zu tun. Mein Engagement liegt dabei in zwei Patenschaften, die mein Unternehmen redaktion42 hat, sowie ehrenamtliche Tätigkeit, wie das Beladen von Containern, Unterstützung bei Messen und Ausstellungen und ein wenig Öffentlichkeitsarbeit.

Der Togo-Kalender erscheint seit mehr als 15 Jahren sehr erfolgreich und kostet pro Ausgabe fünf Euro, die auch bei den Menschen in Togo ankommen. Der Druck des Kalenders ist bereits durch das Sponsoring von zwölf Unternehmen gedeckt, die zum Teil seit Jahren den Kalender mit ihrer Werbung unterstützen. Die Fotos des Kalenders wurden 2017 in Togo von Mitgliedern der Aktion PIT geschossen und zeigen die Vielfalt des Landes. Ich war bisher einmal in Togo und nach dem Durchblättern des Kalenders ist meine Reiselust wieder entbrannt. Im Grunde bringt der Kalender das Afrikafeeling für ein Jahr ins Heim, wie es die Vorsitzende der Aktion PIT Togohilfe Margret Kopp aus Maisach sagt.
Der authentische Togo-Kalender ist nicht nur für Einzelpersonen gedacht. Es gibt einige Unternehmen, die als Firmengeschenk diesen Kalender an ihre Kunden oder ihre Belegschaft verteilen – das finde ich gut und unterstützenswert.
Bestellungen nimmt natürlich die Aktion PIT auf ihrer Website entgegen. Fünf Euro, die meiner Meinung nach richtig investiert sind.

Bei einer Messe in München verkaufe ich den Kalender.

Bei einer Messe in München verkaufe ich den Kalender.