50 Jahre Woodstock – mein Experiment

20. August 2019

Drei Tage Love, Peace und Happyness sind vorüber. Vor 50 Jahren endete Woodstock und der Mythos begann. Ich überlegte mir, wie ich dieses Festival in meinem Blog berücksichtigen könnte. Über die musikalische und gesellschaftliche Bedeutung haben viele andere bereits geschrieben, das braucht es weiteren Input von mir eher weniger.
Also entschloss ich mich zu einem Experiment. Ich wollte Woodstock nachleben. Zunächst dachte ich ans Zelten im Garten, doch bei dem Regen verließ mich der Mut. Die Hippies von damals waren standhafter als ich. Nun, so zog ich mich in mein Arbeitszimmer zurück und spielte ein kulturelles Woodstock nach. Drogen gab es nicht bis auf eine schöne Flasche Ardbeg Whisky. Und so machte ich es mir bequem und verbrachte drei Tage mit Musik und Lesen.

Der Woodstock-Film
Das erste Mal sah ich den Woodstock-Film in den Achtziger Jahren im Cinema-Kino in München. Ich hatte von den Musikfilm gehört und bin mit Schulfreunden in eine Vorstellung gegangen. Interessant war das sehr alternative Publikum um uns herum. Barfuß, langes Haar, Batikklamotte und Jutetasche – jedes Klischee wurde erfüllt. Ich saß brav da mit meinem Pullunder und Jeans und schaute interessiert den Film. Rückblickend war es wohl einer meiner ersten Konzertfilmen im Kino. Der Klang war prima und es war ziemlich laut. Ich denke, der Filmvorführer drehte voll auf. Das erlebte ich später an gleicher Stelle wieder bei dem Led Zeppelin Konzertfilmen „The Song remains the same“.

Woodstock als Film Woodstock als Film

Jahre später kaufte ich mir dann die DVD-Fassung des Woodstock-Films als Directors Cut von einer Krabbelkiste. Dann gab es immer neue obskures Zeug auf Video: Tagebücher, Mitschnitte, Langfassungen – ein paar Sachen hab ich noch im Archiv liegen. Dieser Tage lief viel Woodstock im Fernsehen. Jeder Sender hatte was beizutragen zum Fest der 400000.

Foto an der Wand
Das Filmplakat hing eine zeitlang an der Tür meines Jugendzimmers – unter dem Plakat des Tope Hooper-Films The Texas Chain Saw Massacre. Schöner Gegensatz, wenn ich heute so zurückdenke.
Auf einer Filmsammlerbörse kaufte ich mir ein paar Aushangfotos zum Film. Den ganzen Satz konnte ich mir als Schüler nicht leisten. Sie waren aus dicken Karton und machten was her. Ich habe aus dem Archiv ein Foto herausgesucht, was wohl eines der berühmtesten ist. Ein Paar steht eng ineinanderverschlungen in Decken auf einem Hügel, umringt von Zuschauern auf dem Boden. Links kommt ein Schmetterlingsdrachen ins Bild. Mir hat das Bild immer sehr gut gefallen. Auf dem Aushangfoto steht zu lesen: „woodstock 3 tage des friedens, der musik … und der liebe“. Das Bild wurde übrigens auch als Plattencover verwendet – wahrscheinlich hab ich es damals deswegen gekauft.

Die Musik von Woodstock
Wichtig ist bei Woodstock natürlich die Musik. Meine Vorlieben haben sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Mit Melanie konnte sich sogar mal über ihren Auftritt sprechen als sie in Deutschland auf Tour war. Auch mit Avin Lee durfte ich ein Interview machen und sein Ausspruch „Going Home by Helicopter“ ist in meinen Sprachgebrauch übergegangen.

Meine Woodstock-Musik Meine Woodstock-Musik

Als Jugendlicher hatte ich mir die 3fach LP vom Festival gekauft und eine Zeitlang auf meinen Plattenspieler gehört. Dann wurde mir bewusst, dass es eine Fortsetzung als Doppel-LP gab, die ich freilich auch noch kaufte.
Im digitalen Zeitalter erwarb ich mir zum 40. Jubiläum die Box Woodstock-40 Years on: Back to Yasgur’S Farm. Die sechs CDs enthielten eigentlich alles, was ich vom Festival hören wollte – allerdings durften aus rechtlichen Gründen die Aufnahmen von Ten Years After, The Band und Keef Hartley Band nicht verwendet werden. Hauptgrund des Kaufes war damals, dass es nun die Auftritte von u.a. Grateful Dead, Creedence Clearwater Revival und Blood Sweat And Tears zu hören gab, wobei ich von meinen Dead komplett enttäuscht bin. Sie selbst haben später zugegeben, dass sie nicht bei der Sache gewesen waren.
Ich habe mir die Box jetzt drei Tage durchgehört und viele alte Bekannte im Ohr gehabt. Richtig cool waren Sly & The Family Stone und The Who, die die Hippies von damals aufgeschreckt haben. Soul, Funk und vor allem britischer Arbeiterrock passten nicht unbedingt zu den Hippies, aber machten dennoch gehörig Stimmung.
Im Archiv hatte ich noch die Einzelaufnahmen von Künstlern, die Jahre später ihr komplettes Set veröffentlichten. CCR, Janis Joplin (schwer betrunken), Jimi Hendrix, Jefferson Airplane (Volonteers mochte ich immer gerne), Johnny Winter, natürlich meine Rüpel von The Who und ganz besonders wieder Sly & The Family Stone. Warum dauerte es so lange, dass erst zum 40. Geburtstag des Festivals viele Künstler ihre Auftritte veröffentlichten? Ich hätte die Sachen gerne viel, viel früher gehört.
Die Aufnahmen von Joan Baez, Tim Harding und auch von Melanie habe ich mir nicht mehr gekauft.
Beim Durchhören der drei Tage habe ich gemerkt, dass der musikalische Zauber von Woodstock mich nicht mehr so stark infiziert hat. Die Sammlung Woodstock-Back to the Gardenmit zehn CDs werde ich mir nicht mehr antun. Sie sieht schön gemacht aus, aber der Mythos ist zu sehr gemolken worden. Ich lege mir nur noch irgendwann die Komplettaufnahme von The Band zu, die 2019 auf dem Markt kam. Als Dylan-Fan und Anhänger von The Band musste ich 50 Jahre warten, bis die Aufnahmen im April 2019 veröffentlicht wurden.
Die Woodstock-Organisatoren wollten einst Dylan auf ihre Bühne holen, doch HisBobness verweigerte sich, obwohl er in der Nachbarschaft wohnte. Er spielte zwei Wochen später in Großbritannien auf dem Isle of Wight Festival und mehrte seinen Ruhm. Dylan in Woodstock gab es erst 1994 und der Auftritt war laut Bootlegs richtig gut.

Literatur über Woodstock
Weil ich ja drei Tage Zeit hatte, hab ich allerhand über das Festival gelesen. Das Netz war ja voll mit den Geschichten. Ich selbst habe im Archiv gekramt und eine Life-Ausgabe von 1989 entdeckt, die ich schon vergessen hatte. Ein Schulfreund hatte sie mir damals aus den USA zum 20. Geburtstag von Woodstock mitgebracht. Die Berichterstattung war damals die gleiche wie heute. Die Reporter haben sich historische Fotos angeschaut und die Geschichten geschrieben, was aus den Typen heute geworden ist. Mein Woodstock-Paar hieß übrigens Nick und Bobbi Ercoline.
Sehr schön geschrieben war das Buch des Woodstock-Veranstalters Michael Lang mit dem Titel Woodstock: Die wahre Geschichte. Vom Macher des legendären Festivals.. Es ist keine große Literatur, gibt aber Einblicke in den Verlauf des chaotischen Festivals. Die Macher hatten das Glück, dass die Finanzen des Festivals durch Film, Schallplatte und Merch gerettet wurde. Aus dem Desaster wurde ein gutes Geschäft – Kapitalismus pur und der Grundstein für eine Legende gelegt. Michael Lang berichtet, was und wie es damals passierte, vielleicht ein wenig mit Hippie-Romantik, aber durchaus lesenswert. Die Geschichte aus erster Hand schreibt Michael Lang mit viel Humor.

Viel Literatur zu Woodstock Viel Literatur zu Woodstock

Das zweite Buch, was ich in den drei Tagen gelesen habe, war Woodstock: Chronik eines legendären Festivals. Dabei handelt es sich um einen Bildband mit einigen unveröffentlichten Fotos. Hinter und vor der Kulissen werden Fotos veröffentlicht und kleine Geschichten erzählt. Mir gefällt das Storytelling und die Chronologie des Ereignisses Woodstock. Das Buch erschien in den USA zum 40. Jubiläum von Woodstock, in Deutschland zum 50. Geburtstag.

Fazit: Der Geist von Woodstock fasziniert mich weiterhin, hat aber an Kraft verloren. Viele der Musiker von damals sind verstorben und die Mythen leben weiter. Wie hieß es doch so schön im Filmklassiker von John Ford „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“: “When the legend becomes fact, print the legend!” (Wenn die Legende zur Wahrheit wird, druck die Legende!) – in der deutschen Synchro hieß es: „Unsere Legenden wollen wir bewahren. Sie sind für uns wahr geworden.“

Weiße Nacht der langen Tafel in Maisach

18. August 2019
Die weiße Nacht der langen Tafel

Die weiße Nacht der langen Tafel

Zusammenkommen, sich unterhalten, ein bisschen feiern – das erlebte ich bei einer schönen Aktion bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Es war zum ersten Mal eine weiße Nacht der lange Tafel – und es war ein großer Erfolg für das Dorf.

Das Konzept ist einfach umzusetzen und braucht nicht die große Logistik eines klassischen Bürgerfestes. Es wurden auf der Grünfläche vor dem Maisacher Rathaus Bierbänke und Biertische aufgestellt – die Tische mit Kabelbinder wegen der Standfestigkeit verbunden. Auf die Tische kamen weiße Tischdecken und ein wenig Dekomaterial – bei mir standen weiße Kakteen aus Porzellan, die nicht ganz typisch für ein Dorf in Oberbayern sind (egal, was soll’s). Fertig war die weiße Tafel. 

Wer an der Tafel Platz nehmen wollte, sollte in weiß gekleidet sein. Dabei reichte es, wenn ein Kleidungsstück weiß ist. Essen mussten die Gäste selbst mitbringen, Getränke kamen von der örtlichen Brauerei Maisach. Und die Gäste strömten in weiß zur langen Tafel. Pro Meter Tisch spendete der Veranstalter, der örtliche CSU-Ortsverein, drei Euro an eine soziale Organisation.

Als das Fest gegen 18:30 Uhr offiziell begann, waren viele Bänke bereits besetzt. Gegen 19 Uhr war die Tafel fast vollständig gefüllt. Und es begann das große Festessen.

Natürlich stand die Neugier im Vordergrund: Was hat mein Banknachbar zum Essen dabei? Wir hatten einen Picknickkorb im Einsatz, der seit 18 Jahren unbenutzt im Keller schlummerte und nun seinen Einsatz fand. Meine Frau und ich entschlossen uns erst am Mittag zur Teilnahme an der weißen Nacht der langen Tafel. Unsere Speisekarte sah so aus: Vorspeise Sushi, Hauptspeise Teriyaki und Döner-Spieße, Datteln im Speckmantel, Djuvec-Reis, dazu Salat und Champignons in Balsamico, Nachspeise Reisauflauf mit Beeren, ich hatte mir zudem eine Bentobox mit zweierlei Reis, Avocado, Karotten, Putenbruststreifen und Ei gemacht. Zum Knabbern gab es Salzstangen. 

So konnten wir den ganzen Abend schlemmen und was ganz wichtig ist: Wir kamen ins Gespräch mit Leuten aus dem Dorf. Einige Gesprächspartner kannten wir, andere lernten wir kennen. Ich bekam das Du angeboten und die Zeit verging im Fluge. Ab und zu tröpfelte es, aber das Wetter war stabil. Zur Not hatten wir zwei weiße Schirme mit dabei. Je später der Abend, desto besser kam die Beleuchtung des Rathauses und der Bäume zur Geltung. Schön, dass die Musik nicht zu laut war, denn der Austausch und das Miteinander standen im Vordergrund und nicht Musikbeschallung. Gegen Mitternacht brachen wir nach Hause auf. Persönliches Fazit: Die weiße Nacht der langen Tafel hat Spaß gemacht und wenn es wieder angeboten wird, dann kommen wir gerne wieder. 

Werbung: Herausforderung FakeNews

11. August 2019

Bei meinen Schulungen zur Medienkompetenz stelle ich fest, dass Schülerinnen und Schüler mit zwei massiven Herausforderungen konfrontiert sind: die klassische Suchfunktionen von Google und FakeNews

Schulung zur Medienkompetenz in einer Berliner Grundschule.

Schulung zur Medienkompetenz in einer Berliner Grundschule.

Bei Referaten, Seminararbeiten und ähnlichem ist die Recherche im Internet bei Jugendlichen die erste Wahl. Die Bücherei hat längst verloren: Aber die Jugendliche haben nicht mehr das Problem wie zu meiner Zeit in den 80er Jahren, woher sie die Informationen bekommen, sondern wie sie die Fülle von Suchergebnissen begrenzen können. Google liefert Millionen von Ergebnissen. Viele Jugendliche können nicht suchen, geschweige denn Suchmaschinen wie Google richtig bedienen.
Daher beziehen viele Jugendliche und zunehmend auch viele Erwachsene ihre Informationen aus sozialen Medien: Und hier treffen wir massiv auf FakeNews und Hatespeech. Wenn mein Freund eine Nachricht weiterschickt, dann ist die Glaubwürdigkeit hoch, denn er ist ja mit mir befreundet. Medienkompetenz würde dann einsetzen, wenn darüber nachgedacht wird, bevor man den Teilen-Knopf drückt oder eine Botschaft retweeted.

Soziales Kapital steigt beim Teilen
Es setzt ein psychologischen Effekt ein: Ich habe eine Neuigkeit und daher habe ich hohes soziales Kapital. Wenn ich diese Neuigkeit teile, dann wächst mein soziales Kapital, mein Ansehen. Ich erhalte ein Like, einen Daumen – eine klassische Belohnung und damit Anerkennung. Dabei ist es gar nicht mal so wichtig, ob die Information stimmt, fast stimmt oder gar nicht stimmt. Die digitale Sau wird durchs digitale Dorf getrieben.
Für mich eine erste Anlaufquelle zur Überprüfung ist die österreichische Website minikama. Politische News überprüfe ich beispielsweise mit dem Faktenfinder der Tagesschau. Hier auch interessant ein Blogpost einer Casinoseite.

Warum steht in unterschiedlichen Zeitungen der gleiche Inhalt?

Warum steht in unterschiedlichen Zeitungen der gleiche Inhalt?

Und in sozialen Netzwerken tummeln sich bewusste Wahrheitsverdreher. Oft höre ich Aussagen: Im Netz gibt es andere News als in den klassischen Massenmedien – hier wird uns als Bürger etwas vorenthalten. Die Medien manipulieren, denn überall stehen die gleichen Nachrichten. Schnell wird von Lügenpresse gesprochen. Wie Medien funktionieren und welche Bedeutung beispielsweise die dpa hat, kennen die meisten Bürger nicht.
An die Stelle der klassischen Massenmedien treten so genannte alternative Medien, die scheinbar die Wahrheit gepachtet haben. Hier hat die Medienerziehung versagt, hier haben die Verlagen und Verlegerorganisationen versagt, die Funktionsweise von Massenmedien zu erklären. Lügenschleudern sind stattdessen im Netz entstanden und produzieren ihre FakeNews rund um die Uhr.

AfD als FakeNews-Produzent
Interessant ist in diesem Fall, eine Bildfälschung der AfD mit der bayerischen Landtagsprädientin Ilse Aigner. Die Pressestelle des Landtags hat am 5. Juli 2019 ein Foto veröffentlicht, das Aigner mit eine Kindergruppe zeigt, die blaue Luftballons steigen lassen. Es wurde im Rahmen des „Entdeckertag für Kinder im Bayerischen Landtag“ aufgenommen.

Das Originalbild der Pressestelle des Bayerischen Landtags.

Das Originalbild der Pressestelle des Bayerischen Landtags.

Der bayerische AfD-Abgeordnete veröffentlichte nun dieses Bild auf seiner Facebookseite und ergänzte den AfD-Schriftzug auf den Luftballons. „Die AfD wirkt auch in Bayern“ hieß es. Also die ganze Sache ist eine reine Fälschung und eine klassische FakeNews. Als die AfD bei der Fälschung ertappt wurde, nannte es die AFD einen Gag.

Und was die AfD als FakeNews daraus gemacht hat.

Und was die AfD als FakeNews daraus gemacht hat.

Das ist eine typische AfD-Reaktion. Die Reaktion von Ilse Aigner war einen Strafantrag gegen den AfD Abgeordneten gestellt. Aigner meinte, die Foto-Montage sei geeignet, sie als Person des politischen Lebens verächtlich zu machen. „Eine parteipolitische Werbeaktion auf dem Gelände des Landtags wäre mit meinem überparteilichen Amt als Landtagspräsidentin nicht vereinbar.“
Für mich als Fazit: Meine Medienkompetenz-Schulungen sind wichtiger denn je.

Mein Fazit: Animagic 2019 in Mannheim

9. August 2019
Germe komme ich auf die Animagic wieder.

Germe komme ich auf die Animagic wieder.

Die Animagic in Mannheimer Rosengarten ist ein Pflichttermin für Manga-, Anime- und Cosplayer-Fans. Die Veranstaltung 2019 war für meine Familie und mich wieder ein voller Erfolg. Dieses Mal besuchte ich mehr Sessions und Konzerte.

Das jährige Selfie.

Das jährige Selfie.

Vor dem Veranstaltungsgebäude traf sich die Cosplayer-Szene friedlich am Wasserturm. Immer wieder schaute ich mir die dargestellten Charaktere an – und natürlich traf ich auch Michi Bernhard mit seiner bezaubernden Tochter, die als Obi Wan und Padmé Amidala gingen. Die Location um dem Wasserturm in Mannheim bietet sich für Fotografen an. Über die Würdigung des Animagic-Publikums gegenüber den Toten von Kyoto AnimationToten von Kyoto Animation habe ich bereits gebloggt.

Autogramme nach stundenlangem Warten

Bei den Veranstaltungen war für mich das persönliche Highlight das Zusammentreffen mit SHIN CHAN-Regisseur Yuji Muto. Er war Ehrengast auf der Veranstaltung und ich musste zweimal anstehen, um ein Autogramm von ihm zu erhalten. Am ersten Autogrammtag kam ich zu spät, wartete und wurde dann wieder weggeschickt, am zweiten Tag stellte ich mich zwei Stunden vor Terminstart in die Reihe und war Zwölfter. Crayon Shin-Chan ist eine von 1990 bis Februar 2010 laufende Manga-Serie des japanischen Zeichners Yoshito Usui, die auch als Anime-Fernsehserie mit über 990 Folgen, mehrere Spin-off-Serien, über 80 Specials und 27 Kinofilmen umgesetzt wurde. Nach Usuis Tod im September 2009 wird sie seit August 2010 als Shin Crayon Shin-Chan fortgeführt.

Yuji Muto ist ein Profi und auf der Animagic zeugte ich ihm Respekt. Bei der Autgrammstunde tauchte ein behindertes Kind im Rollstuhl auf. Die Begleiter schoben das Kind an den Autogramm-Stand des Regisseurs heran. Yuji Muto unterbrach das Signieren der Autogrammkarten, stand auf, ging um seinen Stand und wechselte ein paar Worte mit den Begleitern des Kindes. Dann gab Yuji Muto dem Kind ein Autogramm und die Begleiter machten ein Erinnerungsfoto. Die Reihe der Autogrammjäger applaudierte bei der Geste. Ich habe aus Respekt gegenüber dem Kind kein Bild gemacht. Yuji Muto ist hier sehr in meiner Gunst gestiegen. 

Japanische Musikstars

Mein zweiter Autogrammwunsch ging an TRUE. Nach ihrer Europapremiere im Rahmen der AnimagiC 2017 kehrte Violet Evergarden-Opening-Sängerin TRUE nach Mannheim zurück. Ich versuche mich gerade in japanische Pop- und Rockmusik einzuhören und habe mir deshalb die Konzerte von Anly, True, Mika Kobayashi und vor allem Konomi Suzuki besucht. Konomi Suzuki, Jahrgang 1996, gewann 2011 den japanweiten Anisong Grand Prix von ANIMAX und debütierte daraufhin 2012 im Alter von nur 15 Jahren mit dem Song CHOIR JAIL, der auch hiesigen Anime-Fans als Theme-Song der TV-Serie Dusk Maiden of Amnesia bekannt ist. Es folgten zahlreiche weitere Anime-Hits, darunter This game zu No Game No Life und Redo zu Re:ZERO -Starting Life in Another World-. Für den No Game No Life-Prequel-Movie sang Konomi Suzuki wiederum den emotionalen Theme-Song There Is a Reason ein. Sie war bereits zweimal bei der Animagic zu Gast und dieses Mal habe ich mir mehr Zeit für ihre Songs und ihre Show gegönnt. 

Konomi Suzuki

Konomi Suzuki

Besuch im Maid Café 

Natürlich durfte bei der Animagic der Besuch im Maid-Café nicht fehlen. Meine Frau und ich unterhielten uns sehr nett mit unserer Maid über Studium und Verkehrsplanung. Eine andere Maid zeichnete uns Figuren auf unsere Teller mit Donuts. Ich hab das Mal auf Video festgehalten. 

Zeichnen von Yunas Geisterhaus

Und natürlich gab es einige Q&A und Workshops, die ich interessant fand. Interessant fand ich die Arbeit von  Manga-ka Tadahiro Miura, den Schöpfer der aktuell 15-teiligen Shonen JUMP-Reihe Yunas Geisterhaus. Er hatte seinen ersten Europa-Auftritt und ich beobachtete ihn bei der Arbeit am Wacom Tablet. Er arbeitet auf einem Wacom MobilePro 13 und mich interessierte der Workflow am meisten. Während einer Q&A-Session zeichnete er ein Panel von Yunas Geisterhaus, das dann später am Stand von Kaze ausgestellt wurde. Im Mittelpunkt waren leicht bekleidete Hauptdarstellerinnen, die im Manga schon mal die letzten Kleidungsstücke fallen lassen. 

Stan & Ollie – ganz großes Schauspielerkino im Fürstenfelder Kinosommer

7. August 2019

Bei uns liefen die beiden im Fernsehen unter der Marke „Dick und Doof“. Gemeint ist das erfolgreichste Komikerduo Stan Laurel und Oliver Hardy. Nachdem ich die Biopic „Stan & Ollie“ damals im Kino verpasst habe, besuchte ich den Fürstenfelder Kinosommer in Fürstenfeldbruck.

Der Kinosommer ist ein Open Air-Kino im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck. Jeden Tag wird ein anderer Film gezeigt. Ich entschied mich für Stand & Ollie, aber ich weiß nicht, ob ich den Kinosommer noch einmal besuchen werde. Und es liegt nicht am Film.
Im heutigen Zeitalter von Krawall-Komik wirkt der Humor von Stan Laurel und Oliver Hardy wie ein Segen. Die genialen Sketche der beiden unterschiedlichen Charaktere haben Filmgeschichte geschrieben. Splapstick pur, genial getaktet und immer punktgenau – der perfekte Rhythmus eines perfekten Komikerpaares. Wer die Genialität sehen möchte, dem sei der Kurzfilm The Musical Box empfohlen, der 1932 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Hier versuchen Laurel und Hardy ein Klavier eine endlos lange Treppe hinaufzutransportieren. Die Treppe in Hollywood gibt es noch immer und ist ein beliebtes Fotomotiv für Filmfans. Ich habe euch hier mal eine Farbfassung (!) des genialen Films eingebettet.

Wiederkehrende Elemente
Wer sich das Schaffen des genialen Duos ansieht, wird wiederkehrende Elemente der Running Gags erkennen. Berühmt wurde unter anderem das Stilmittel Tit for tat – zu Deutsch etwa: Wie du mir, so ich dir. Hier lief das Duo zur Höchstform auf, wenn die Laurel und Hardy sich gegenseitig an den Kragen gehen und eine fette Keilerei entsteht, bei der alles zu Bruch geht. Andere Stilmittel sind der Stich ins Auge von Hardy, das verschämte Spiel mit der Krawatte von Hardy, das Kopfkratzen von Laurel, das Vertauschen der Bowlerhüte und und und. Laurel und Hardy sind schlichtweg genial. Ganze Generationen von Filmfans verehren sie.

Würdigung auf der Leinwand
Mit dem Film „Stan & Ollie“ kam endlich eine Würdigung auf die Leinwand, die ans Herz geht und die alten Zeiten von Dick und Doof wieder auf die Kinoleinwand bringt.
Zum Inhalt: Im Jahr 1953, als ihre goldene Ära schon lange hinter ihnen liegt, starten Stan Laurel und Oliver Hardy eine Tour durch Varieté-Hallen in Großbritannien und Irland. Die Besucherzahlen sind schlecht. Die beiden Komiker lassen sich trotz Rückschläge nicht unter kriegen und liefern eine Performance, die sich gewaschen hat. Die Begeisterung füreinander, der Spaß am Spiel auf der Bühne überträgt sich auf das Publikum und so spielen sich Laurel und Hardy in die Herzen der Zuschauer. Der schlechte Gesundheitszustand von Oliver Hardy steht dabei wie ein drohender Schatten über dem Duo, das merkt, dass seine Ära zu Ende geht.

Stan & Ollie – ein Film der leisen Töne
Der Film beruht auf dem Buch Laurel & Hardy – The British Tours von ‚A.J.‘ Marriot. Die Regie des Films Stan & Ollie führte Jon S. Baird, der erst zwei Kinofilme Drecksau (2013) und Cass – Legend of a Hooligan (2008) inszenierte. Und der Mann weiß, wie Bilder wirken. Der Film beginnt auf dem Höhepunkt der beiden Stars. Die drehen 1937 gerade ihren Film Way pur West Im Wilden Westen und Regisseur fängt den langen Weg zum Set von Laurel und Hardy ein. Ganze sechs Minuten dauert die Einstellung, eine Verbeugung an das alte Studiosystem von Hollywood. Laurel wird dargestellt von Steve Coogan und Hardy von John C. Reilly und beide sind eine hervorragende Besetzung. Sie haben die Eigenschaften der Originale wundervoll interpretiert.
Der ganze Film ist ganz großes Schauspielerkino. Wer also leisere Töne mag, der sollte sich „Stan & Ollie“ unbedingt anschauen. Nicht bombastische Spezialeffekte stehen hier im Vordergrund, sondern das intensive Schauspiel zweiter Vollprofis. Bei Stan und Ollie stimmt die Chemie einfach und auch wenn wir immer wieder den Disput auf der Kinoleinwand sehen, sehen wir in erster Linie zwei Vollblutschauspieler, die absolut professionell an ihre Rolle herangehen.
Und auch die beiden Ehefrauen sind im Film eine Schau. Ihre Auftritte sorgen für Stimmung. Shirley Henderson und Nina Arianda spielen ihre Rollen mit viel Witz und aller Drive. Es ist ein Hochgenuss, sich diesen Film anzuschauen und eine klare Empfehlung von mir.

Fürstenfelder Kinosommer eine tolle Idee, aber
Ich schaute mir den Film im Kinosommer an. Bei Einbruch der Dunkelheit startete das Programm gegen 21 Uhr mit einer geschlagenen halben Stunde Werbung. Es tat weh, Provinzwerbung anschauen zu müssen. Das muss wohl zur Finanzierung sein. Zudem gab es Trailer von Filmen, die im Kinosommer gezeigt werden sollen. Dicke Jacke und Decke schützten gegen die abendliche Kühle und ich versuchte den Film zu genießen. Doch die Projektion stimmte nicht. Der Projektor oder die Leinwand stand nicht zentral, so dass die Projektion rechts ganz an den Rand der Leinwand ging. Das ist unprofessionell.


Völlig unverständlich ist aber, dass nach einer guten Stunde Film eine 15 Minuten Pause eingelegt wurde, um Getränke und Popcorn zu verkaufen. Das ist eine Frechheit gegenüber dem Regisseur und den Filmschaffenden – und gegenüber dem Publikum, das einen Film genießen wollte. Als die Dramatik im Film zunahm, machen die Veranstalter eine Bierpause. Ja wo sind wir denn? Die Stimmung bricht ab, meine Laune ist vergangen. So macht ein Sommerkino keinen Spaß. Eigentlich hatte ich mir fünf Filme herausgesucht, die ich schauen wollte. Das werde ich wohl nicht mehr machen, dafür habe ich mich zu sehr geärgert. Von mir aus, erhöht den Eintrittspreis, aber macht keine Bierpause und zerstört ein Filmwerk. Der Kinosommer kann mir als Filmfan in dieser Form gestohlen bleiben, trotz der sehr schönen Idee eines Open Air Kinos.

Animagic 2019: Fans gedachten Opfer von Kyoto Animation

6. August 2019

Es war eine fröhliche Animagic 2019 im Rosengarten in Mannheim. Die Manga-, Anime- und Cosplayer-Szene kam zusammen, um Spaß zu haben. Auch meine Familie war dabei. Bei all dem Frohsinn schafften es die Veranstalter um Thomas Webler dennoch einen würdevollen Rahmen vor dem aktuellen Geschehen zu schaffen: 33 Menschen starben im Juli 2019 bei einem Brandanschlag auf Kyoto Animation in Japan. Ihnen und ihren Hinterbliebenen wurde auf der Animagic gedacht.
Im Juli 2019 versprühte ein Mitarbeiter des renommierten Animationunternehmens eine brennbare Flüssigkeit und entzündete sie mit den Worten „Sterbt“. Bei diesem Anschlag kamen 33 Menschen ums Leben, der Attentäter wurde mit Brandverletzungen gefasst. Als Grund für seine Tat gab er an, dass er sich von Kyoto Animation um sein Werk betrogen gefühlt habe. In Japan werden Brandstifter hart gestraft, denn noch immer wohnt ein Teil der Japaner in Holzhäuser.

Thomas Webler fand die richtigen Worte.

Thomas Webler fand die richtigen Worte.

Die Menschenleben gingen verloren, die Daten aus dem Studio wurden inzwischen wieder hergestellt. Kyoto Animations Präsident Hideaki Hatta gab nach Medienberichten bekannt, dass er überlege, das ausgebrannte Gebäude abzureißen und einen Gedenkpark an der Stelle zu errichten.
Die Animagic ist traditionell eng mit Kyoto Animation verbunden. Zahlreiche Speaker des Studios kommen immer wieder aufs die Veranstaltung nach Deutschland, um ihre Werke vorzustellen und mit den Fans zu diskutieren. Animagic-Veranstalter Thomas Webler hielt vor der Auftaktveranstaltung der Animagic einen bewegende Rede im Mozartsaal im Mannheimer Rosengarten vor Hunderten von Fans. Es wurde eine Schweigeminute eingelegt und es war eindrucksvoll, wenn ein ganzer Saal sich erhob und der Toten gedachte. Vielen Dank dafür.

Webler fand die richtigen Worten. Es war jeden Besucher klar, dass die einige Ehrengäste von Kyoto Animation ihre Teilnahme in Mannheim vor diesem Hintergrund abgesagt hatten. Die Screenings zu Violet Evergarden und Free! fanden auf ausdrücklichen Wunsch des Studios aber statt. Wie stark die Bindung der Fans zu ihren japanischen Stars ist, zeigte eine kurze Episode. Yui Ishikawa begrüßte das Publikum in ihrer Stimme aus Violet Evergarden. Die Fans waren begeistert.

Im Vorfeld der Veranstaltung wurde in sozialen Medien diskutiert, wie man würdevoll die Fans in die Trauer miteinbeziehen könnte. Es wurde über Spendenaktionen für die Opfer der Hinterbliebenen diskutiert. Ich brachte das Auslegen von Kondolenzbücher in die Diskussion ein.
Die Veranstalter entschieden sich über eine ähnliche Variante:

Neben der Signing-Wall im Untergeschoss lagen Animagic-Kondolenzkarten aus. Hier konnte jeder Fan seine Gedanken niederschreiben. Die Karten wurden gesammelt und dann an Kyoto Animation übergeben.

Meine Premiere: Tannhäuser am Grünen Hügel

1. August 2019
Ich bin dankbar, dass mich meine  Frau zu Wagner begleitet.

Ich bin dankbar, dass mich meine Frau zu Wagner begleitet.

Das für mich wichtigste Kulturereignis in Deutschland ist angelaufen: Die Wagner-Festspiele auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Als glühender Fan des Musikers (NICHT des politischen Wagners) fiebere ich an diese Tage der Hochkultur hin und versuche zumindest eine Vorstellung live vor Ort zu genießen. Dieses Mal hatte ich besonderes Glück: Zusammen mit meiner Frau (kein Wagner-Fan) bekam ich Karte für die Premiere. Gegeben wurde die Neuinszenierung von Tannhäuser.

Tannhäuser ist eher eine eingängige Oper des Meisters und mit etwas unter drei Stunden erfordert sie nicht das Sitzfleisch auf den unbequemen Holzstühlen in Bayreuth. So sehr ich mich über die Karten zur Premiere freute, hatten wir dieses Mal Plätze in der letzten Reihe in der Galerie ganz, ganz hinten. Zunächst hatte ich Angst, dass ich nichts sehen würde und hab mir daher ein Fernrohr mitgebracht. Das brauchte ich nicht: Mein Platz war ideal: Gute Sicht und ein wunderbarer Klang der göttlichen Musik. Aber nachdem die Premiere zu heißen Temperaturen stattfand, es waren rund 38 Grad Celsius vor der Türe – geschweige denn im Zuschauerraum. Bei uns in der letzten Reihe staute sich die Wärme und so kam es zur doppelten Premiere: Alle männlichen Zuschauer in der Galerie entledigten sich ihrer Jackets. Und: Es durften Fächer ausgepackt und genutzt werden. Letzteres ist ein Novum und habe ich am Grünen Hügel noch nie erlebt. Das Gefächere stört sonst den Kulturgenuss, aber dieses Mal hatten wir die Wahl zwischen Leben und Tod – mit und ohne Fächer. Wir entschieden uns für Leben, für den Fächer. 

Premiere in Bayreuth bedeutet auch immer den Aufmarsch von Prominenz. Bei hohen Temperaturen ohne Schatten stellte ich mich vor den Haupteingang und beobachtete das Treiben. Die Kanzlerin habe ich nicht gesehen, wohl aber Ministerpräsident Markus Söder samt Gattin und Digitalministerin Dorothee Bär. Alle drei aber nur von hinten, in der Pause traf ich Doro Bär mit Gatten Oliver und machte das obligatorische Selfie. Nach Tannhäuser sah ich sie nocheinmal in energischen Gespräch mit Edmund Stoiber samt Karin. Ob sie über Wagner oder den FC Bayern (arrrg) diskutiert haben, weiß ich nicht und geht mich auch nichts an – ich hoffe, es war Wagner. 

Beim Warten auf die Prominenz traf ich eine ehemalige Volontärin, die jetzt für die Landespolitik einer großen süddeutschen Zeitung schreibt. So sieht man sich nach Jahren wieder. Sie versuchte den Bayreuther Modetrend auf die Spur zu kommen. Nun, ich trug dieses Mal ein wunderbares Tweed-Jacket von Felbinger Herrenausstatter aus Immenstadt, kam aber trotzdem nicht in die Zeitung. Für die Kameras waren die Standplätze genau markiert und es war wieder ein schönes Geschrei, damit jeder seinen Schuss bekam. 

Kamerapositionen am Boden.

Kamerapositionen am Boden.

I ch sah ein bisschen A,B und C-Prominenz. Am meisten freute ich mich über die Maus samt Schöpfer. Schauspieler Günter Maria Halmer mit Frau Claudia, Schauspielerin Michaela May, die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dagmar Wörl, SPD-Landtagsabgeordneter Markus Rinderspacher und einige mehr. 

Als Medienmensch war es für mich eine Freude Axel Brüggemann zu sprechen. Ich habe den Musikjournalisten seit 2012 im Kino bei den Wagner-Übertragungen genießen zu dürfen. Toller Mann, tolle Ausstrahlung und vor allem tolles Fachwissen.

Schön, den Axel Brüggemann mal persönlich zu treffen.

Schön, den Axel Brüggemann mal persönlich zu treffen.

Natürlich gab es wieder ein paar Demonstranten, die bei der Prominenz sich selbst inszenierten. Dieses Mal lagen einige Demonstranten am Boden. Ich glaube, es ging um das wichtige Thema Klima. Ob die Damen und Herren aufgrund der hohen Temperaturen am Boden lagen, weiß ich nicht. So richtig interessiert hat diese Demo aber keinen, so zumindest mein Eindruck.

Kleine Demo am Rande.

Kleine Demo am Rande.

Das Treiben am Grünen Hügel fasziniert mich, denn die Wagner-Fans sind schon ein eigenes Völkchen. Mal tragen sie die Mode aus den Siebzigern auf (ist doch noch gut), mal sind die modisch komplett verrückt. Sehr schön, die asiatischen Gäste mit der Kleidung ihrer Heimat – gefällt mir gut, ein paar Oberbayern habe ich in Lederhosen gesehen (wer’s mag bei Wagner). Die Kollegin vom Bayrischen Rundfunk Abteilung Klassik beschloss gleich mal in der Moderation die Schuhe auszuziehen und barfuß ihren Job zu machen. Dazwischen war Le Gateau Chocolat (der Schokokuchen), eine bärtige Dragqueen aus London, die in Tannhäuser mitspielte. 

Zwischen den Aufzügen war entweder große, teure Fresserei bei Steigenberger oder man konnte Theater im Park erleben. War beides nicht mein Fall, aber ich musste natürlich das Selfie vor der Leiter machen, die zum Balkon reichte. Hier wurde die reale Welt mit der Welt der Oper verbunden – nette Idee der Inszenierung. 

Und da wären wir bei der Inszenierung. Bayreuth-Debütant Tobias Kratzer inszenierte provokativ und tags darauf machte das rechte Pack im Netz gegen die Inszenierung mobil. Kratzer machte aus Tannhäuser ein Spektakel und ritt durch bundesdeutsche Symbole. Da war Oskar aus der Blechtrommel und Ottmar Hörl nur eine Kleinigkeit. Naja, die Inszenierung beschäftigte den Geist. Das Dirigat von Walerij Gergijew war ebenfalls nicht der Hammer, so dass es viel Buh am Ende gab. Aber schaut selbst: 

Jetzt Karten sichern für Richard Wagner im Kino Tannhäuser

24. Juli 2019
Dieses Jahr hab ich Premierekarten und freu mich wie Bolle.

Dieses Jahr hab ich Premierekarten und freu mich wie Bolle.

Richard Wagner im Kino? Was einst als Experiment begann, ist heute eine liebgewonnene Tradition. Besorgt euch im Kartenvorverkauf die Karten für Tannhäuser am 25. Juli. Und wer Angst vor Wagner hat, kann es ja mal ausprobieren und muss nicht gleich Karten für den Grünen Hügel in Bayreuth kaufen. Ich bin dieses Jahr nicht im Kino mit dabei – ich habe Premierekarten und flipp aus.

Bald ist es wieder so weit
Mit einer Neuinszenierung von Richard Wagners Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg beginnen am 25. Juli 2019 die 108. Bayreuther Festspiele. Die „Große romantische Oper in drei Akten“ wurde 1845 in Dresden uraufgeführt und 1891 zum ersten Mal in Bayreuth gezeigt. Nach Sebastian Baumgartens Tannhäuser-Interpretation im Jahr 2011 ist die nächstjährige Neuproduktion die neunte Inszenierung des Werks (das in der so genannten Dresdner Fassung aufgeführt werden wird) bei den Festspielen.
Die Musikalische Leitung hat Valery Gergiev, der erstmals in Bayreuth dirigieren wird. Als Regisseur konnte Tobias Kratzer gewonnen werden, Bühne und Kostüme stammen von Rainer Sellmaier.
Stephen Gould verkörpert die Titelpartie des Tannhäuser, den er zum ersten Mal 2004 in Bayreuth sang. Lise Davidsen wird als Elisabeth zu erleben sein, Stephen Milling als Landgraf Hermann. Wolfram von Eschenbach wird von Markus Eiche gesungen werden und die Partie der Venus von Ekaterina Gubanova. Daniel Behle als Walther von der Vogelweide, Kay Stiefermann als Biterolf, Jorge Rodríguez-Norton als Heinrich der Schreiber, Wilhelm Schwinghammer als Reinmar von Zweter und Katharina Konradi als Ein junger Hirt vervollständigen das Ensemble.

Der große Richard Wagner - auch im Kino.

Der große Richard Wagner – auch im Kino.

Tannhäuser live zeitversetzt
Ich freue mich auf die Neuinszenierung von Tannhäuser am 25. Juli 2019. Im Kino läuft das Werk ab 18:00 Uhr „live zeitversetzt“. Die Kinoübertragung der Live-Aufzeichnung der Vorstellung wird auch in diesem Jahr wieder zwei Stunden später als die eigentliche Aufführung im Festspielhaus stattfinden. Ich werde aus Bayreuth winken und vielleicht seht ihr mich im Kino.
Die Bayreuther Festspiele gehören zu den bekanntesten und renommiertesten Festspielen weltweit. Jahr für Jahr kommen rund 60.000 Besucher aus der ganzen Welt nach Bayreuth, um die Aufführungen zu erleben, auch ich war einige Male mit dabei und ich muss euch sagen: Es ist großartig. Die Nachfrage nach Karten übersteigt seit Jahrzehnten das verfügbare Kartenangebot, weshalb sich teils mehrjährige Wartezeiten ergeben. Durch die Kinoübertragung ist es nun allen Wagnerbegeisterten möglich, in den Genuss einer Aufführung der Bayreuther Festspiele in herausragender technischer Qualität und mit einem kinoexklusiven Pausenprogramm zu kommen.

Bewährtes Format
Im Jahr der ersten Kinoauswertung 2012 startete die Familie Wagner mit 55 Kinos und viel Überzeugungsarbeit, mittlerweile sind über 190 Kinos die Bayreuther Festspiele erfolgreich spielen, Tendenz steigend. Auch mein Lielingskino Scala in Fürstenfeldbruck ist seit Jahren mit dabei und die Übertragung erfreut sich großer Beliebtheit.
Seit der Festspielsaison 2016 beginnt die Kinoübertragung der Live-Aufzeichnung der Vorstellung um 18:00 Uhr und damit zwei Stunden später als die eigentliche Aufführung im Festspielhaus. Durch die Übertragung zu einer späteren Tageszeit haben mehr Kinobesucher die Chance, an der Übertragung teilzuhaben, gleichzeitig verkürzen sich dadurch für die Kinobesucher die in Bayreuth einstündigen Pausen der Opernaufführung. Infolge der gestrafften Pausen nähert sich die Übertragung in zeitlicher Hinsicht dem tatsächlichen Bühnengeschehen in Bayreuth an und lässt die Übertragung damit quasi zum Live-Erlebnis werden. Dieses Übertragungsformat wurde so gut angenommen, dass die Familie in der Anzahl der Kinobesucher einen Anstieg von über 20% gegenüber dem vorherigen Übertragungsformat verzeichnen konnte.

Chance nutzen und Wagner kennenlernen
Und gerade Operninteressierte sollten diese Chance nutzen. Manche Leute kennen Wagner aus dem Kino wie der Wallkürenritt aus Apocalypse Now oder den Einzug der Götter in Walhall aus Prometeus.
Wagner-Opern sind etwas Besonderes, etwas Würdevolles, etwas Feierliches. Karten für Bayreuth zu bekommen ist schwer und die Karten sind teuer. Daher ist es ideal, wenn man für vergleichsweise wenig Geld in den Genuss einer Wagner-Oper kommt. Alle Klassikinteressierten sollten diese Möglichkeit nutzen und sich an Wagner heranwagen. Natürlich lässt sich ein Kinobesuch nicht mit einem Besuch auf dem Grünen Hügel vergleichen: Dennoch sollte man es ausprobieren und sich mit der Musik von Richard Wagner vertraut machen. Wagner führte die Leitmotive in die Musik ein und wer die großen Filmmusikkomponisten wie John Williams, Jerry Goldsmith, John Barry und und und schätzt, weiß, wie wichtig Wagner für die Filmmusik ist. Und zudem ist Tannhäuser eine vergleichsweise leichte Oper von Richard Wagner, deren Leitmotive schnell ins Ohr gehen. Also nicht zögern und eine Karte fürs Kino besorgen.

Stühle im Festspielhaus oder Sessel im Kino
Ich bin zwar immer wieder fasziniert von dem 1974 Plätze fassenden Zuschauerraum des Festspielhauses in Bayreuth. Er ist schlicht eingerichtet und besteht aus gleichmäßig ansteigenden Sitzreihen nach Vorbild antiker Amphitheater. Die Akustik in dem Konzertsaal aus Holz ist genial.

Kinosessel sind schon bequemer als die Holzstühle am Grünen Hügel.

Kinosessel sind schon bequemer als die Holzstühle am Grünen Hügel.

Die harten Holzklappstühle sollen eine Idee von Wagner selbst gewesen sein. Kein Zuschauer sollte einschlafen, denn bequem sind die Holzteile wirklich nicht und die Reihen sind eng, also ist mit Beine ausstrecken auch nicht viel her. Und Wagner-Opern können lang, sehr lang dauern, je nachdem wer dirigiert. Der Ring des Nibelungen erfordert Sitzfleisch. Tannhäuser ist da deutlich kürzer. Die Pausen in Bayreuth sind dringend nötig, um sich zu strecken und spazieren zu gehen.
Da ist eine Wagner-Oper im klimatisierten Kinosaal im Scala eine absolute Wohltat für den Hintern. Die Sessel sind weich, die Beine kann man ausstrecken. Wagner im Kino ist natürlich doch etwas anders als Wagner in Bayreuth. Im Kino geht es lockerer zu. Es ist möglich, dass ich mir Bier und Popcorn in den Saal mitnehmen kann. In Bayreuth wird man dafür am Fahnenmast des Opernhauses aufgeknüpft.

Technische Details der Übertragung
Natürlich geben sich die Macher alle Mühe, den Ton so gut als möglich ins Kino zu übertragen. Aber es muss auch klar sein: Der Sound wird niemals so genial klingen wie im Bayreuther Festspielhaus. Wer einmal eine Oper von Wagner dort erleben durfte, den hat der Klang umgehauen. Noch nie habe ich so einen hervorragenden Klang gehört. Allerdings braucht man dazu eine der seltenen Eintrittskarten auf den Grünen Hügel. Bei der Live-Übertragung im Kino wird man alles herausholen, was die Technik kann. Die Liveübertragung erfolgt auf höchstem technischen Niveau in HDTV 1080i und in Dolby 5.1 Sound. Das Signal wird für die Live-Übertragung in den Kinos über die beiden Satelliten Intelsat 10-02 und Eutelsat 5 West ausgestrahlt. Am Tag der Übertragung steht das Satellitensignal einige Stunden vor Beginn zur Verfügung. Untertitel von Tannhäuser auf Deutsch sind im Kino vorhanden, was günstig ist, um das Libretto zu verstehen.

Formel 1: Modernes Videogame und Retro-Buch

18. Juli 2019
Formel 1 heute und damals

Formel 1 heute und damals

Mein Formel 1-Held war eindeutig Michael Schumacher. Der Held meiner Eltern war der unlängst verstorbene Nikki Lauda. Aber Formel 1 live anzusehen, ist nicht so mein Ding. Ich fahre die Rennboliden lieber selbst – virtuell selbstverständlich. Und da bietet es sich an, dass 2019 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP. F1 2019 auf der Playstation 4 und anderen Plattformen erschienen ist.
Das Spiel hat es in sich. Es enthält alle offiziellen Fahrer, Teams, Boliden und alle 21 Strecken der Saison 2019, sowie erstmals auch den Start in der F2. Die Veröffentlichung war noch vor der Sommerpause und vor dem Großen Preis von Österreich und Deutschland. Mir wurde das Spiel von der beauftragten Agentur zur Verfügung gestellt. Die echte Formel-1-Weltmeisterschaft 2019 ist die 70. Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft. Sie begann am 17. März im australischen Melbourne und endet am 1. Dezember auf der Yas-Insel vor Abu Dhabi.

Dieses Mal legten die Entwickler beim Videospiel auf realistische Grafik und fetten authentischen Sound. Das Spiel lebt vom Realismus und macht dadurch einfach Spaß. Erstmals kann ich als Spieler meine Karriere in der F2 mit der kompletten Saison 2018 beginnen und die bestehenden Rivalitäten mit in die F1-Meisterschaft nehmen. So kann ich als Fahrer zum Beispiel Fahrern wie George Russel, Lando Norris und Alexander Albon wählen. Der F2-Content wird als kostenloses, digitales Update im Laufe der Saison verfügbar sein.
K1 und ich haben das Spiel genossen und Runde um Runde gedreht. Als Kontrastprogramm zur Grafikhammer auf PS4 gab es ab und zu Runden bei Pole Position auf dem Atari 2600. Als Retrogamer müssen wir uns immer wieder bewusst machen, wo wir herkommen. Auf jeden Fall ist für uns 2019 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP das aktuell beste Rennspiel – wenn noch eine VR-Update für die Sony VR kommen würde, wäre alles perfekt.

Tolle Aufnahmen aus vergangenen Zeiten in The Golden Age of Formula 1

Tolle Aufnahmen aus vergangenen Zeiten in The Golden Age of Formula 1

Ach ja Retro: Während K1 und ich abwechselnd 2019 FIA FORMULA ONE WORLD CHAMPIONSHIP spielen, blättern wir in einem unheimlich schönen Buch The Golden Age of Formula 1von Rainer W. Schlegelmilch. Schöne Fotos aus der alten Zeit, die so nie wieder kommt. Rainer W. Schlegelmilch ist seit 1962 Motorsportfotograf. Er hat sämtliche Größen des Renngeschäfts fotografiert und mit seinem unverwechselbaren Stil die ganze Dramatik des actionreichen Sports eingefangen. Das Vorwort schrieb Sir Jackie Stewart. Er ging dabei auf die veränderte Technik der Formel 1 und Fotografie ein. Beides hat sich dramatisch verbessert: Die Autos wurden besser (und sicherer), die Kameras leisteten mehr. Und so ist es für mich das Buch eine Zeitreise in eine Rennzeit, die ich nie erlebt habe. Gibt es eigentlich ein Videospiel, das das Goldene Zeitalter der Formel 1 abbildet.

Sommerempfang 2019 der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner – Ehrenamt gewürdigt

17. Juli 2019
Wunderbare Kulisse zum Sommerempfang

Wunderbare Kulisse zum Sommerempfang

Meine erste Einladung zum Sommerempfang der Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner kam in den Briefkasten und da heißt es natürlich hingehen. Erste Frage: Was ziehe ich bei solch einem Event an? Auf der Einladungskarte steht sommerliche Abendbekleidung, Tracht oder Uniform. Tracht und Uniform scheiden bei mir aus, also wählte ich einen Gehrock von Svenja Jander und einen Chapeau Claque.

Mit diesem Sommerempfang für rund 3000 Gäste würdigt Ilse Aigner das Engagement im Ehrenamt. Das finde ich gut, bin ich selbst auch in einigen Vereinen ehrenamtlich aktiv. Zusammen mit meiner Frau war es ein wunderbarer Abend mit vielen Gesprächen und Händeschütteln. Ich nutzte den Empfang zum Netzwerken und traf viele Bekannte und Prominente aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Vereinswesen.

Fächer als Giveaway - am Ende war keiner mehr da.

Fächer als Giveaway – am Ende war keiner mehr da.

Das Wetter meinte es gut mit uns. Die Sonne strahlte und für ein bisschen Wind sorgten Fächer als Giveaway mit Aufdruck Bayerischer Landtag. Aber bevor die Party im Schlossgarten von Schloss Schleißheim beginnen sollte, wollte ich der Landtagspräsidenten Ilse Aigner meine Aufwartung machen.

Es ging ans Defilee und das heißt erst einmal Schlange stehen, bis ich Ilse Aigner die Hand schütteln durfte. Es gab eine Fast Line für die Prominenz. Zusammen mit meiner Frau stand ich in der Reihe for the rest of us und wartete rund eine halbe Stunde. Ilse Aigner, geschmackvoll im Abendkleid, empfing ihre Gäste vor einer großen, blauen Sommerempfang-Stellwand des Landtags. Das war übrigens der Ort an dem Stanley Kubrick seinen wichtigen Antikriegsfilm Wege zum Ruhm gedreht hat. Frau Aigner begrüßte meine Frau und ich, kurzes Austauschen von Höflichkeiten und noch ein Erinnerungsfoto – ratz, fatz und ab ging es zum Sommerempfang. Über eine Treppe betrat man den Garten.

Die sieben bayerischen Bezirke hatten Zelte mit den jeweiligen kulinarischen Spezialitäten aufgebaut. Dazwischen gab es Tische und Stühle. Bevor es aber ans Essen ging, stand bei mir die Arbeit an- und das hieß Netzwerken. Mit einigen meiner Gesprächspartner machte ich natürlich ein Selfie – das Ego wollte auch befriedigt sein. Schön war, dass sich Ministerpräsident Markus Söder kurz Zeit für uns nahm. Meine Frau stellte als Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks vielen unserer Gesprächspartnern die Aktion „Innung lebt vom Mitmachen. Ich bin dabei, und du?“ vor. Ein bisschen PR fürs Friseurhandwerk kann nicht schaden.

Ich sprach mit Vertretern aller im Landtag vertretenen Parteien bis auf die AfD – mit diesen Leuten will ich nichts zu tun haben. Mein Thema war natürlich mein Steckenpferde Digitalisierung und Medienkompetenz. Und wie wichtig eines dieser Themen ist, zeigte sich an dem katastrophalen Internet-Empfang im Schlossgarten. Die meiste Zeit Edge und ab und zu ein LTE, das überlastet ist – auch das ist Bayern. Es gibt noch viel zu tun. Thema des Abends war natürlich die Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionspräsidentin. CSU-Generalsekretär Markus Blume war am Handy und freute sich über die Nachricht, obwohl ihm natürlich sein Parteifreund Manfred Weber lieber gewesen wäre. Ach ja, Europaabgeordnete waren an diesem Abend natürlich nicht in Schleißheim, die wurden zum Wählen in Brüssel gebraucht. Die Medien suchten nach Interviewpartnern und Prominenz wurde abgelichtet.

Ilse Aigner begrüßte zusammen mit dem Präsidium die Gäste. Eine sehr gute Geste war meines Erachtens, dass sie auch die Bezirksräte eingeladen hatte. Über die bayerischen Bezirke wissen nicht alle Bayern Bescheid, dennoch machen sie eine wertvolle Arbeit. Wie bereits geschrieben, stand das Ehrenamt im Mittelpunkt der Veranstaltung und ich traf auf zahlreiche ehrenamtliche Königinnen. Ich wusste gar nicht, dass es auch eine Wollkönigin gibt.

Die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks verkauften für zehn Euro Lose – Hauptgewinn war ein goldener BMW. Wir kauften zwei Lose und gewannen Erfahrung. Hauptsache etwas gutes getan.
Das musikalische Programm bestand aus der Musikkapelle Vagen aus Rosenheim, die Bad Reichenhaller Philharmoniker und dem Polizeiorchester Bayern. Die gelungene Showeinlage war das Rock‘n Roll Team aus Anzing, die amtierenden Deutschen Meister im Rock‘n Roll Formationstanz.
Also, liebe Protokollabteilung des Bayerischen Landtags: Vielen lieben Dank für die Einladung und danke auch an den Steuerzahler, der den Abend bezahlt hat. Ich habe mich wohlgefühlt und komme gerne im nächsten Jahr wieder.

Hier ein paar Ego-Selfies: