Glifftschmier in der ältesten Apotheke Bayerns

19. Oktober 2019

Die älteste Apotheke Bayerns befindet sich in Passau – die Hofapotheke zum Schwarzen Adler. Seit 1384 steht sie am Residenzplatz und wurde 2010 zur schönsten Apotheke Deutschlands gekürt. Bei der Herbstfahrt des Internationalen PresseClub München besuchten die Journalisten das bayerische Venedig. Gästeführerin Annemarie Hertel zeigte die Highlights der Stadt und damit auch die Hofapotheke zum Schwarzen Adler.

Die Apotheke wird von Wolfgang Zormaier in der achten Generation geführt und wer in Passau ist, sollte unbedingt kurz in das Geschäft hinschauen. Es gibt dunkelbraune Apothekerschränke mit kunstvoll verzierten Schnitzereien zu stehen. Darüber ein großzügiges Gewölbe mit buntem Stuck an der Decke.

Und wer etwas erwerben will, der soll unbedingt nach dem Glifftschmier fragen. Glifftschmier ist eine Salbe und beruht auf ein über 140 Jahre altes Rezept für offene Wundstellen an Hand und Fuß. Preußen verstehen allerdings Giftschmiere, was zu netten Verwechslungen führt. Die Glifftschmier ist Inhalt eines alten Apothekerbuches, dass in Besitz der Familie Zormaier ist. Es ist ein Rezept aus Bienenwachs, Fette und Öle, das in einem so genannten Manuale gesammelt ist. Hier haben die Apothekenahnen von Zormaier ihre Rezepte notiert.

Ostbayern: Auf die Transformation vorbereiten

18. Oktober 2019
Noch gibt es in Ostbayern, wie hier in Landshut, blühende Landschaften. Noch gibt es in Ostbayern, wie hier in Landshut, blühende Landschaften.

Überall wo der PresseClub München im Oktober 2019 auf seiner Herbstreise durch Ostbayern Station machte, wurde stolz verkündet: Aus dem einstmals armen Ostbayern ist eine blühende Landschaft geworden. Die Zeiten der Arbeitslosigkeit im Winter ist der ganzjährigen Vollbeschäftigung gewichen. Dennoch ziehen dunkle Wolken auf und die Region wird sich auf andere Zeiten einstellen müssen.
Der fränkische Autozulieferer Brose will in den nächsten drei Jahren in Deutschland 2.000 Arbeitsplätze abbauen, so eine Meldung von gestern. Die Transformation und der Strukturwandel sind erkennbar. Die alten Industrien des 20. Jahrhunderts müssen sich verändern, sonst werden sie verändert. Die klassische Automobilindustrie und ihre Zulieferindustrie gerät ins Stracheln und alle Beteiligten fragen sich, ob BMW und Co richtig aufgestellt sind und den Wandeln meistern. Für mich gilt es als sicher, dass Entlassungen in irgendeiner Art folgen werden. Für Elektromobilität brauche ich nicht mehr so viel Ingenieure wie bei Verbrennungsmotoren.

Die Einschläge kommen näher. Die Einschläge kommen näher.

Für die Politik ist die Digitalisierung das Zauberwort. Ich bin zwar Fan der Digitalisierung, unterrichte auch das Thema in meinen Seminaren, doch ich sehe auch, dass bei vielen Leuten das Thema Digitalisierung als Problem und nicht als Chance gesehen wird. Und das nicht nur, wenn ein ranghoher Politiker den Beamer über Clickshare nicht zum Laufen bekommt und einen Techniker rufen muss.
Der Regierungspräsident von Niederbayern Rainer Haselbeck war sichtlich stolz, dass es in Niederbayern Vollbeschäftigung gibt. Die einzige Klage, die er von den Unternehmen höre, sei die Klage über den Fachkräftemangel. Das Personal sei der begrenzende Faktor.

Der Aufstieg Niederbayerns ist wesentlich geprägt durch die Automobilindustrie“, so Haselbeck weiter. In Dingolfing steht eines der größten Werke von BMW mit rund 20000 Mitarbeiter. Hinzu kommen mehrere Tausend Mitarbeiter in der Zulieferindustrie. Aber: „Wenn BMW hustet, dann hat Niederbayern die Grippe“, so beschrieb Haselbeck diese Abhängigkeit.

Daher achte er sorgfältig auf die Debatten über die Zukunft der Automobilindustrie. „Da kann man, da muss man sich viele Sorgen machen, aber froh bin ich darüber“, dass BMW die Grundsatzentscheidung getroffen habe, dass das Auto als Mobilität der Zukunft in Niederbayern gebaut werde. Dem Regierungspräsidenten war auch klar, dass Elektromobilität zu weniger Beschäftigten führt.
Auf Nachfrage sieht Haselbeck einen Ausweg aus der drohenden Krise durch Bildung und Forschung. „Wir haben inzwischen eine starke Hochschullandschaft in Niederbayern.“ Neben der Universität in Passau hat der Regierungsbezirk Hochschulen Landshut und Deggendorf mit jeweiligen Außenstandorten wie Pfarrkirchen. Es sei wichtig, sich in diesem Bereich gut aufzustellen.
Zudem werde man die Wirtschaftsförderung mit Geldern vom Freistaat Bayern gezielt einsetzen, versprach der Regierungspräsident. Auch im Bereich Digitalisierung gibt es eine ganze Reihe staatlicher Förderprogramme. Haselbeck sieht aber auch, dass sich in Zeiten der Vollauslastung so mancher Betrieb schwer tut, sich neu auszurichten und an die Zukunft zu denken.

Kommentar
Meiner Meinung ist das der richtige Weg. Die Wirtschaft und die Gesellschaft muss sich auf die neue Zeit einstellen. Dabei spielt Digitalisierung eine wichtige Rolle. Dennoch darf das Thema Handwerk und kleiner Mittelstand nicht vergessen werden. BMW und die Industrie haben in der Vergangenheit Mitarbeiter im Handwerk abgezogen und nun gibt es Gegenden, in denen kein handwerklicher Bäcker oder Metzger mehr vorhanden sind. Wenn das Handwerk stirbt, gab es keinen Aufschrei. Wenn jetzt die Industrie den Wandel nicht packt, wird der Aufschrei groß sein. In Zeiten der Regionalisierung und der Klimadebatte wäre es meiner Meinung nach wünschenswert sich auf die regionale Wirtschaft wieder zu konzentrieren – auf ein Handwerk mit seinen familiären Strukturen.

Das Nibelungenlied – einer der 100 Schätze

17. Oktober 2019
Das Nibelungenlied

Das Nibelungenlied

Bis zum 8. März 2020 läuft im Haus der bayerischen Geschichte die Landesausstellung „100 SCHÄTZE AUS 1000 JAHREN“. Ich habe mir sie auf Einladung des Presseclubs München auf dessen Herbstreise in Regensburg angesehen und werde Zug um Zug ein paar Exponate vorstellen, die mich beeindruckt haben.
Die Idee der Landesausstellung gefällt mir: Einhundert spannende und hochrangige Exponate von Museen aus Bayern, Deutschland und Europa beleuchten in der Bayerischen Landesausstellung über ein Jahrtausend bayerische Geschichte zwischen dem 6. Jahrhundert und 1800. Bei 100 Exemplaren ist natürlich Streit vorprogrammiert, was in die Ausstellung kommt und was nicht.


Aufgenommen wurde ein Buch, das ich sehr gerne lese und mit dem ich mich lange Zeit damit beschäftigt habe: Das Nibelungenlied, das wohl um 1200 in Passau entstanden ist. Ich mag den Stoff in seiner vielfältigen Form: Ich verehre den Filmzweiteiler von Fritz Lang Die Nibelungen und Kriemhilds Rache, ich mag die Musik von Rolf Wilhelm zur Nachkriegsverfilmung und natürlich mag ich das Buch selbst. Im Haus der Bayerischen Geschichte habe ich endlich eine Originalausgabe dieses Klassikers vor mir. Hinter Glas kann ich Ausschnitte aus der Geschichte von Siegfried, Hagen, Kriemhild und dem Drachen lesen. Ein Moment, der mich wirklich elektrisiert hat. Das Nibelungenlied ist in elf vollständigen Handschriften überliefert. Vor mir liegt der „Prunner Codex“, der im 16. Jahrhundert in Schloss Prunn an der Altmühl entdeckt wurde. Die Handschrift ist mit farbigen Initialen gestaltet – ein absoluter optischer Schatz.

Klassiker Nibelungenlied
Das Nibelungenlied ist für mich ein Klassiker schlechthin. Der Verfasser ist unbekannt. Es entstand wohl um das Jahr 1200 aus dem Umfeld des Passauer Bischofs Wolfger von Erla. Der Text ist ein wahres Heldenepos und ich las es als Jugendlicher zum ersten Mal. Wahrscheinlich hat sich der Autor auf mündlichen Überlieferungen gestützt und die Ereignisse der Zeit aufgearbeitet. Dazu gehört in erster Linie die Völkerwanderung oder die Niederlage von Burgund durch die Römer mithilfe hunnischer Truppen um das Jahr 456.
Der Inhalt des Nibelungenliedes ist hinlänglich bekannt. Der Held Siegfried und Sein König Gunther, der böse Hagen, die rachsüchtige Kriemhild, die mithilfe der Hunnen von Etzel das Nibelungengeschlecht auslöscht. Bei der Reise der Nibelungen zur Hochzeit von Etzel und Kriemhild kommt die Reisegesellschaft durch das heutige Ostbayern entlang der Donau und die Gegend von Passau wird genau beschrieben. Vielleicht wäre eine Nibelungenreise mal ein interessantes Literaturreiseprogramm. Auf jeden Fall war das Buch mein erstes Highlight in der diesjährigen bayerischen Landesausstellung in Regensburg.

Die Welt ändert sich – auch in Passau bei der PNP

16. Oktober 2019
Sehr sympathisch und offen: Verlegerin Angelika Diekmann.

Sehr sympathisch und offen: Verlegerin Angelika Diekmann.

Selten habe ich so offen eine Einschätzung über die Verlagsbranche gehört wie ein Statement der Verlegerin der Passauer Neuen Presse (PNP) Angelika Diekmann. Bei einem Besuch des Internationalen PresseClubs München im Oktober 2019 beschied die Dame dem Print-Medium keine glorreiche Zukunft und schlug gegenüber den Münchner Journalisten interessante Überlegungen an.

Engagement in Osteuropa
Diekmann spielt mit dem Gedanken, dass Engagement der PNP in Osteuropa weiter zurückzuschrauben. Die PNP schaue in den gekauften Verlagen auf die Zahlen, die Redaktionen in Osteuropa blieben dagegen immer eigenständig. In Tschechien habe sich der Verlag aufgrund von politischen Druck der dort Herrschenden aber bereits schon zurückgezogen. Dies könne aufgrund der politischen Situation in Polen ebenso geschehen. Kaczyńskis nationalkonservativer politischer Kurs führt dazu, dass die Luft für ein deutsches Engagement dünner wird.

Die PNP ist in der Region eine Größe.

Die PNP ist in der Region eine Größe.

Zudem vollziehe sich die Digitalisierung in Polen schneller – die gedruckte Zeitung verliere immer mehr an Leser. „Die Polen sind sehr viel früher ins Internet gegangen und haben die Zeitungen online gelesen“, so Angelika Diekmann. „Und online wird das Geld nicht mehr verdient. Man hat einen großen Apparat, der muss ja bezahlt werden. Das passt dann ja nicht mehr.“ Zur Plänen einer Bezahlschranke Paywall wollte sich die Verlegerin nicht äußern. Hohe Kosten entstehen durch die Regionalzeitungen, weil Journalisten in der Fläche vorhanden sind und bezahlt werden wollen. Großverlage wie Springer mit nationalen Blättern haben es im Ausland einfacher als die PNP mit einer lokalen, personalintensiven Struktur.

Angelika Diekmann mit dem Vorsitzenden des Münchner PresseClubs Peter Schmalz.

Angelika Diekmann mit dem Vorsitzenden des Münchner PresseClubs Peter Schmalz.

Schlüssel umdrehen
Verlagshäuser befinden sich in der Krise. Der Wandel vom Verlags- zum Medienhaus sieht der Besucher der PNP eindrucksvoll. Viele Medienunternehmungen unter einem Dach um Synergieeffekte zu nutzen. Doch: „Jeder Verlag, auch der kleinste Regionalverlag, ist aktiv. Nur das Geld wird nicht mehr verdient wie mit dem gedruckten Wort.“
Auch das moderne Druckhaus der PNP mit modernsten Druckmaschinen von MAN leidet durch den Rückgang der Zeitungsauflage und der Werbung. Die Frage stellt sich wirklich, in wie vielen Jahren man bei diesen Druckzentren „den Schlüssel umdrehen wird“

Synergieeffekte beim Donaukurier
Der Kauf des Donaukuriers war für die Branche eine Überraschung. „Man kauft nur eine Zeitung, wenn es Synergieeffekte gibt“, so die Verlegerin. Synergieeffekt heißt zum Beispiel den Mantel zentral zu produzieren. „Das ist alles noch nicht gemacht, aber in den Köpfen“, stellte Angelika Diekmann klar. „Es ist für Journalisten nicht schön.“
Zum Postdienst der PNP konnte die Verlegerin nichts sagen. Sie verwies auf ihre Tochter, die das Unternehmen führt. „Wenn etwas nicht läuft, dann stellt sie es ein. Den Postdienst gibt es noch“, so Angelika Diekmann.

PNP und die Kirche
Die PNP ist in der Region Monopolzeitung. Hier versuchte der neue Bischof von Passau gegen das Monopol anzugehen indem er auf soziale Netzwerke setze. Stefan Oster, Jahrgang 1965, ist sicherlich kein liberaler Geist. Er kennt die Spielregeln der Medienbranche. Nach dem Abitur am Gymnasium Neutraubling absolvierte er eine Ausbildung zum Zeitungsredakteur; anschließend auch zum Hörfunkredakteur und -moderator. Er arbeitete nach der Ausbildung einige Jahre für diverse Medien im Print- und Hörfunkbereich, teilweise fest angestellt, teilweise als freier Journalist.
„Da gab es mal Ärger“, so Angelika Diekmann. Er sei ein „Dogmatiker hoch zehn“. Er habe sich bei der Amtsübernahme in Passau durch die PNP angegriffen gefühlt. „Wir sind das Spiegelbild seines Tuns gewesen“, so Diekmann. Oster hat via soziale Netzwerke reagiert. „Was ich gehört habe, muss es sich beruhigt haben.“
Zu den einstmals aggressiven Scharfrichtern in Passau meinte die Verlegerin: „Sie sind nicht mehr scharf und wir sind eine andere Generation.“ Die Kabarettisten der Scharfrichter wie Bruno Jonas und Siegfried Zimmerschied machten der konervativen Passauer Gesellschaft das Leben schwer. So verhängte der einstige Chefredakteur der PNP eine Nachrichtensperre über die Kabarett-Veranstaltungen, der Generalvikar des Bistums erstattete Anzeige wegen Gotteslästerung und die Stadt Passau verhängte Aufführungsverbote. „Die Journalisten gibt es heute nicht mehr, die damals Ursache des Problems waren.“

Menschen in Europa
Angelika Diekmann war einstmals Kulturredakteur. Als Verlegerin ist sie der Kultur weiterhin verbunden. Sie schuf die Reihe Menschen in Europa und es ist ihr sichtlich eine Herzensangelegenheit prominente nach Passau zu holen und auszuzeichnen. Damit schaut die Kulturwelt nach Passau. „Was eignet sich besser als Kunst, die Menschen im vereinten Europa einander näher zu bringen?“ so Diekmann. Aus dieser Überlegung wuchs 1996 die Idee, europäische Künstler und ihre Heimatländer am Stammsitz der Verlagsgruppe vorzustellen. Mit ihnen treffen sich heute europäische Spitzenpolitiker alljährlich in Passau zum Austausch jenseits des Protokolls. In diesem Jahr ging der MiE-Kunst Award an den Künstler Ai Weiwei.

Wenn es einfach zuviel wird: Schiffkreuzfahrten in Passau

15. Oktober 2019

Passau ist eine Tourismusstadt – doch mehr und mehr leidet die Drei-Flüsse-Stadt unter dem modernen Massentourismus. Als Problem kristallisiert sich das Thema Schiffkreuzfahrten heraus. Waren es im Jahr 1992 16 Schiffe, die in Passau anlegten, sind es 2019 schon 189 Kreuzfahrtschiffe, die 3500 Mal an den Uferbauwerken von Passau festmachen. Aus den Schiffen, die die Donau Richtung Wien bereisen, steigen 350-400.000 Passagiere ein und aus.

Auf der Herbstfahrt des Internationalen PresseClubs München im Oktober 2019 machten die Mitglieder im Venedig Bayerns Station und informierten sich aus erster Hand bei Gästeführerin Anneliese Hertel und Tourismusdirektorin Pia Olligschläger.

Die Passagiere von Kreuzfahrtschiffen bringen nur bedingt Geld in die Stadt. Natürlich übernachten die Gäste auf den Schiffen und nicht in den zahlreichen Hotels der Stadt. Zudem werden die Passagiere mit Lunch-Paketen ausgestattet, wenn sie Passau besichtigen. So gehen viele Passauer Gaststätten leer aus. Tourismusexperten sprechen von 15 bis 20 Euro, die pro Passagier in Passau gelassen werden. Das ist nicht viel für die Tourismusmetropole an Donau, Ilz und Inn. Morgens gehen die Passiere von Bord und Schlusspunkt der Tour ist oftmals das Orgelkonzert im Passauer Dom um 12 Uhr. Dann heißt es wieder einschiffen und weiter geht es zum nächsten Haltepunkt an der Donau.

Die Gästeführer von Passau haben das Nachsehen, weil die Kreuzfahrtschiffe einige Guides an Bord haben und die Passiere mit Audioguides ausgestattet sind. Per Funk werden die Touristen von Guides in der Landessprache über die Geschichte der Stadt unterrichtet.
Was bleibt für die Passauer Wirtschaft? Zum einen sind es die Reinigungskräfte, die vom Land angefordert werden. Aber auf Müllentsorgung kann man keine Stadt finanzieren. Zum anderen kommen frische Waren von ausgewählten Einzelhändlern an Bord.

Bei unserem Besuch in Passau fiel mir auf, dass die Schiffsmotoren der Schiffe oft im Leerlauf laufen. Es waren hauptsächlich Dieselmotoren. Ob das in Zeiten der Klimadiskussion noch opportun ist? Elektromotoren sind mir nicht aufgefallen, soll es aber auch bei den Kreuzfahrtschiffen geben. Berichtet wurde mir, dass es auch vorkommt, dass mancher Passagier seinen Abfall in die Donau illegal kippt, gesehen hab ich es aber nicht. In Passau sind die Liegeplätze für die Kreuzfahrtschiffe begrenzt, so dass bis zu drei Schiffe nebeneinander liegen. Die Schiffe werden auch immer größer. Passten früher vier Schiffe in eine Schleuse, so ist heute ein Schiff pro Schiff.

So kommt es vor, dass Schiffe beispielsweise in Österreich anlegen und die Passagiere per Bus nach Passau kommen. Doch die Parkplätze für Busse in Passau sind begrenzt und die Busse dürfen am Ufer nur 20 Minuten stehen.
Ich bin gespannt, wie die Stadt das Problem lösen will. Das Thema soll bei der Kommunalwahl 2020 eine Rolle spielen.

Keine rechtsextremistischen Anfeindungen an die Regierungspräsidenten von Niederbayern und der Oberpfalz

14. Oktober 2019

Das feige rechtsextremistische Attentat von Halle war erst ein paar Tage her, als der Presseclub München zu seiner Herbstreise nach Ostbayern startete. Hier trafen die Journalisten auf die Regierungsdirektoren von Niederbayern und der Oberpfalz Rainer Haselbeck und Axel Bartelt.Vor wenigen Wochen, am 2. Juni 2019, wurde ein Kollege Haselbecks und Bartelts ermordet: Walter Lübcke. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) wurde vor seinem Wohnhaus mit einem Pistolenschuss aus nächster Nähe in den Kopf getötet. Als dringend tatverdächtig wurde am 15. Juni 2019 der hessische Rechtsextremist Stephan Ernst festgenommen, der gestand und später widerrief. Als Tatmotiv nannte Ernst darin Äußerungen Lübckes während der Flüchtlingskrise 2015.

Keine Bedrohung verspürt Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

Keine Bedrohung verspürt Regierungspräsident Rainer Haselbeck.

Auf die Frage, ob sich auch Rainer Haselbeck bedroht fühlt, antwortete der Regierungspräsident aus Niederbayern: „Ich habe vergleichbares bisher nicht erlebt.“ Die größten verbalen Auseinandersetzungen waren bisher, ob an einem gewissen Ort eine Flüchtlingsunterkunft entstehen soll oder nicht. „Es gab intensive Kontakte mit der Bevölkerung, aber Anfeindungen dieser Art haben wir nicht erlebt.“

Auf die Nachfrage von PresseClub-Vorsitzender Peter Schmalz nach einer Verrohung der Gesellschaft meinte Haselbeck: Er bemerke, dass sie Bereitschaft behördliche Entscheidungen des Staates zu akzeptieren, auch wenn sie einem nicht passen, deutlich zurück geht.

Rief auf zur Gedenkminute: Regierungspräsident Axel Bartelt

Rief auf zur Gedenkminute: Regierungspräsident Axel Bartelt

Ein tiefergehende Problem mit dem Rechtsextremismus stellte der Regierungspräsident der Oberpfalz Axel Bartelt bei einem Empfang im Spiegelsaal der Regierung fest. Er appellierte an die Mitglieder der Presseclubs München und Regensburg als „Gewissen der Nation“ Bewusstseinsbildung zu betreiben. „Wir sind an einem Wendepunkt angekommen.“

Axel Bartels will jetzt einen gemeinsamen Empfang von „bayerischen und jüdischen Mitbürgern“ durchführen, was für mich unverständlich ist, denn Bayern sind Juden und Juden sind Bayern. Hier hat sich der Regierungspräsident meines Erachtens unglücklich ausgedrückt, bei dem richtigen Zeichen, das er setzen möchte. Zum Gedenken an die Opfer von Halle bat der Regierungspräsident die anwesenden Pressevertreter sich von ihren Plätzen für eine Gedenkminute zu erheben.

Flüchtlingssituation 2015 im Landkreis Passau
Der Landrat von Passau, Franz Meyer, erinnerte an einem Empfang in Hauzenberg in Niederbayern an die Flüchtlingsbewegung von 2015. 8000 Flüchtlinge pro Tag kamen damals über die grüne Grenze von Österreich nach Bayern. „Wir haben in dieser Phase mehr Flüchtlinge im Landkreis gehabt als acht europäische Staaten“, so Meyer. Die Österreicher haben die Flüchtlinge aktiv an Deutschland weitergeleitet. „Die größten Schleuser sind die Österreicher“, so Meyer auch damals in einem Interview mit den Tagesthemen.

Der Landrat von Passau Franz Meyer ist ein Freund deutlicher Worte.

Der Landrat von Passau Franz Meyer ist ein Freund deutlicher Worte.

Ein große Herausforderung damals war eine hohe Anzahl von unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen. Rund 4000 Jugendliche mussten vom Passauer Kreisjugendring betreut werden. Die Anstöße zur Verteilung dieser Jugendliche nach Bayern und ins ganze Bundesgebiet kamen von Passau und wurden von den Behörden schnell umgesetzt. „Wenn es pressiert, gehts schnell“, so Meyer. „Danke an die vielen Hunderte von Leuten bei uns, die ehrenamtlich rund um die Uhr gearbeitet haben.“ Meyer weiter: „Wir haben das mit großer Humanität geschafft.“ Bei aller deutlichen Worten in dieser Phase sei es wichtig, was man sagt. Nicht anheizen, sondern die Dinge klar formuliert.

Landrat Meyer bedankte sich ausdrücklich beim Freistaat und dem damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. „Auf Horst Seehofer war Verlass in all diesen Fragen.“
Heute kommen an der Grenze zwischen 50 und 100 Flüchtlinge pro Tag an. Meyer unterstützt die Grenzkontrollen, aber nicht an der jetzigen Form. Die Grenzkontrollen finden an einer ungeeigneten Stelle mitten auf der Autobahn statt und behindern die Berufspendler nach Passau.

Digitalgipfel: KI muss die Menschen abholen #codebavaria

9. Oktober 2019

„Vielfalt ist per se ein starker Wert und wer das nicht verstanden hat, hat Wissenschaft nicht verstanden!“ Das war für mich der wichtigste Satz des bayerischen Digitalgipfels codebavaria in München. Der Satz stammt von TU-Professor für Robotik Prof. Dr. Sami Haddadin, der eine Keynote im Kohlebunker hielt.
Bayerns erste Digitalministerin Judith Gerlach sieht die Digitalisierung als Chance und nicht als Risiko. Wirtschaft, Forschung und Politik müssen an einem Strang ziehen. KI verändere die Welt. „Wir müssen uns nur trauen, alles mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. KI als Chance für Mensch und Natur.“

„Wir müssen uns mehr trauen und endlich mit KI anfangen. Wir müssen die Probleme lösen, die wir die letzten 100 Jahre geschaffen haben. Das geht nur mit KI. Es ist eine gesellschaftliche Verpflichtung diese Instrumente einzusetzen“, so einer der Referenten des Digitalgipfels. „In der Medizin brauchen wir einen hybriden Ansatz. Digitale Technik und menschlicher Faktor müssen sich ergänzen“, so Prof. Dr. Erwin Böttinger.
Prof. Dr. Sami Haddadin betonte in seinem Vortrag: „Man darf nicht wieder den Fehler bei der Einführung neuer Technologien machen, die Menschen nicht abzuholen und sie mit ihren Ängsten alleine zu lassen.“ Und weiter: „Wir haben gute Innovationen in Bayern, müssen aber die Leute hier behalten.“ Prof. Dr. Sami Haddadin sehr eindringlich: Bayern sei die Wiege von KI, aber wir haben Nachholbedarf an Unternehmertum.

Um die Konferenz herum war eine kleine Ausstellung organisiert. Dort zeigten Startups und etablierte Unternehmen ihre Forschungen und Angebote.

Ich probierte viel aus und kam auch am Stand von Klaus Haas vorbei. Faszinierend fand ich QuantenRausch des Künstlers Klaus Haas. Er ist ein Künstler, der Kunst und Leben in ganz eigener Weise verbindet. Nach dem Studium in Nürnberg hat sich Haas rasch von der klassischen Malerei und Objektkunst verabschiedet und in Richtung neue Medien bewegt. Seither ist er ein Pionier auf dem Gebiet digitaler Kunst in Nürnberg. Sein VideoWorkCase setzt sich für die Verbreitung der Videokunst ein und das von ihm mitbegründete Institut für forschende Kunst im virtuellen Raum versteht sich als interdisziplinäre Plattform. Mit einer HTC-VR-Brille konnte ich mich in seinen Kunstwerken bewegen. Auch Ministerin Gerlach ließ sich QuantenRausch erklären.

Verwaltung muss Bürger auf Augenhöhe begegnen

8. Oktober 2019

Versteht ihr eigentlich die Schreiben, die euch eine Behörde schicken? Seid ihr fit im Behörden- und Juristendeutsch? Ich bin es nicht und daher gibt es für Leute wie mich Klaus Holetschek in Bayern. Er ist Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staaregierung und er hat allerhand zu tun.

Vor kurzem stellte er im Rahmen einer Veranstaltung bei der Hanns Seidel Stiftung die Studie Mittelpunkt Bürger: Dialog, Digital und Analog vor, die kostenlos bei der HSS erhältlich ist. Die Studie beschreibt das Problem, dass Behörden und Bürger nicht auf einer Sprachebene kommunizieren und welche Lösungsansätze es hier gibt. Um die Studie zu untermauern und weitere Ergebnisse zu sammeln, wurde bei der HSS der Workshop-Tag durchgeführt.

Neben zwei Statements von Markus Ferber, MdE und stellvertretender Vorsitzender der HSS, und Bürgerbeauftragter Klaus Holetschek, MdL, wurde konkret in vier Workshopgruppen gearbeitet. Ich war in den Arbeitsgruppen Social Media sowie Behördensprache dabei. Während in einer Gruppe sich ein Dialog mit Markus Ferber entwickelte, war die zweite Gruppe eher ein Wunschkonzert der Bürger an die Verwaltung.

In dieser Gruppe wurde beispielsweise der Wunsch nach einer Art Ticketsystem laut, das in der freien Wirtschaft schon lange umgesetzt wird. Die Verwaltung gibt einen Zwischenbescheid, wie weit eine Anfrage fortgeschritten ist. Das ist besonders bei Bauanträgen interessant, bei denen viele unterschiedliche Stellungnahmen eingeholt werden müssen. Diese Statusabfrage schaffe Transparenz.

„Der Bürger möchte, dass auf Augenhöhe mit ihm kommuniziert wird“, stellte Klaus Holetschek klar. Keine hierarchischen Diskussionen werden gewünscht, sondern ein wirklicher Austausch. „Verständlichkeit ist wesentlich.“ Sein Wunsch: „Wir müssen die Digitalisierung nutzen, um mehr Zeit für ein Bürgergespräch zu haben.“
Hier ein Video mit Ausschnitt von Holetscheks Abschlussrede, die auch live ins Netz übertragen wurde.

Allen Teilnehmern war klar, dass Social Media und Digitalisierung allgemeine eine neue Form von Kommunikation gebracht haben. „Kommunikation muss in den Mittelpunkt des politischen Handelns gestellt werden.“ In der Studie wird die Idee des Beamten zum Bürgerberater dargestellt. Ich denke, dieses System gibt es bereits und wird auch gelebt, dennoch ist es bei so manchen Beteiligten nicht angekommen. So gebe ich mir Mühe in meinen Schulungen für die bayerische Ministerialverwaltung verständliche Sprache zu vermitteln. Holetschek regte an, Bürgernahe Kommunikation nicht als Fortbildungskurs in der Verwaltungsausbildung durchzuführen, sondern ein eigenständiges Ausbildungsmodul zu schaffen. Da bin ich gerne mit dabei und biete meine Dienste an.
Hier ein Videointerview, das ich mit Klaus Holetschek nach der Veranstaltung geführt habe. Dort spricht der CSU-Landtagsabgeordnete sogar noch Revolution, aber schaut selbst:

Der Europaabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Hanns Seidel Stiftung Markus Ferber mahnte die Teilhabe der Bürger an der Politik an. Es gebe immer mehr die Distanz „von die da oben und die da unten.“ So mancher Bürger wolle, dass ausschließlich seine Argumentation gelte. Dabei stellte Ferber klar: „Ein gerechter Interessenausgleich ist die Aufgabe der Politik.“ In einem Videointerview mit mir ging Markus Ferber auch auf die Digitalisierung im Wahlkampf ein. Soziale Netzwerke seien ein Muss, aber nicht alles. Hier das Interview:

Die Ergebnisse der vier Workshops wurden am Ende der Veranstaltung auf dem Podium vorgestellt. So bekamen die Teilnehmer des Tages den Überblick, was in den einzelnen Arbeitsgruppen erarbeitet wurde. Das Veranstaltungsformat war gut gewählt. Hier die Zusammenfassung:

Persönlicher Nachruf Ginger Baker

6. Oktober 2019
Ginger Baker und Cream auf Vinyl

Ginger Baker und Cream auf Vinyl

Mein Jugendkumpel Roland brachte mich ihm in Kontakt als er mir das Album Goodbye von The Cream vorspielte. Drei Musiker in silbernen Anzügen mit silbernen Zylindern und Stock. The Cream war die erste Supergroup der Rockgeschichte: Neben Jack Bruce und Gitarrengott Eric Clapton war Ginger Baker der unangefochtene Meister hinter der Schießbude. Jetzt starb Ginger Baker im Alter von 80. Jahren.
Baker war ein genialer Drummer, aber als Mensch wohl eher schwierig, wenn man es freundlich ausdrücken wollte. Experten nennen seinen Drumstil polyrhythmisch, er war immer einen Takt hinter Clapton und Bruce hinterher und erzeugte dadurch eine interessante Stimmung.

Für mich gab es immer vier Götter am Schlagzeug: Carl Palmer von ELP, Keith Moon von the Who, John Bonham von Led Zeppelin und eben Ginger Baker von The Cream. Moon, Bonham und Baker können jetzt im Himmel zum Drum-Battle gegeneinander antreten.
Ich kaufte mir als Jugendlicher alle Scheiben von The Cream, spielte aber meist die Live-Platten Live I und II sowie Goodbye. So toll Cream musikalisch waren, so schlecht waren ihre Tonaufnahmen, aber wenn man laut aufdrehte, dann ging es. Später kaufte ich auch die einzige offizielle Scheibe der Nachfolgeband Blind Faith. Ginger Baker’s Air Force gefiel mir nicht mehr so und von den Afrika-Experimenten Ginger Baker’s nahm ich nur noch am Rande Notiz und erfuhr erst mehr durch die hervorragende Doku „Beware of Mr. Baker“. Unter Polo-Spielern soll sich Baker einen Namen gemacht haben, aber auch das ging an mir vorbei.
Das letzte Mal als ich Ginger Baker zelebrierte war die kurze Wiedervereinigung von The Cream 2005. Ich wollte Karten für eines der vier Konzerte in der Londoner Royal Albert Hall, ging aber leer aus. So kaufte ich mir das Album Royal Albert Hall London und genoss die Streithälse auf der Bühne im musikalischen Kräftemesse. Und ich werde meine Cream-Alben von damals raussuchen und dem Musiker Ginger Baker gedenken.

Achter Todestag von Steve Jobs

5. Oktober 2019

Heute vor acht Jahren verstarb Steve Jobs. Für mich wird dieses Genie immer in Erinnerung bleiben und ich werde seinen Todestag würdigen. Seine Unternehmen Apple und Pixar haben sich seit seinem Tod verändert, aber die DNA der Unternehmen ist immerfort noch Steve Jobs.

Macworld 2008: Steve Jobs und Homer

Macworld 2008: Steve Jobs und Homer

An seinem Todestag will ich auf Jobs Nachfolger bei Apple eingehen. Tim Cook. Ich lese gerade die Biografie Tim Cook: Das Genie, das Apples Erfolgsstory fortschreibt von Leander Kahney. Ein sehr lesenswertes Buch, das ich vom Verlag zur Verfügung gestellt bekam. Der Unternehmensführer Cook, der von The Donald als Tim Apple bezeichnet wurde. Cook änderte seinen kurzfristig seinen Twitter-Account daraufhin zu Tim Apple, soviel zum Humor des Mannes.

Tim Apple

Tim Apple

Er betont immer wieder, wie wichtig Steve Jobs für Apple und für ihn persönlich gewesen sei. Das glaube ich gerne.
Jobs wählte persönlich Cook zu seinem Nachfolger aus. Und Jobs wählte keine Kopie seiner eigenen Person. Cook ist ein anderer Typ, aber auf seine Art nicht minder erfolgreich, aber anders. Er ist in erster Linie ein Mann der Logistik, ein Mann der Zahlen und Finanzen. Auch er hat seine Visionen, aber sie sehen anders aus als die Visionen von Jobs. Mit der Apple Watch hat er sein eigenes Produkt auf den Markt gebracht und das sehr erfolgreich. Von seiner Persönlichkeit ist Cook wohl ein sportbegeisterter, fitter Zeitgenosse. Die Apple Watch als Wearable Device ist ein Gerät, die vor allem die Gesundheit und Fitness im Zentrum hat. Das war bei Jobs nicht so wichtig. Nun setzt Cook daran, die Services auszubauen: Apple Music steht prima da, Apple Arcade und Apple TV+ müssen sich bewehren.

Keynotes sind heute keine Oneman-Show mehr.

Keynotes sind heute keine Oneman-Show mehr.

Natürlich schaue ich mir als Apple Fan-Boy die Keynotes von Apple noch an. Die Veranstaltungen mit Steve Jobs hatte ich mehrmals live vor Ort in San Francisco gesehen – Tim Cook kenne ich nur vom Stream. Ich hatte leider noch keine Möglichkeit Tim Cook live zu genießen. Die Veranstaltungen von Jobs waren eine Art Gottesdienst. Er war der Hohepriester, der Apple zelebrierte. Wir waren die Jünger. Dies ist wohl nicht mehr so und dennoch auf ihre Art spannend. Eine Keynote von Jobs war in der Regel eine Oneman-Show, Cook setzt auf das Team, wobei ich schon fast den Überblick verliere, wer jetzt auf der Bühne zur Gemeinde spricht. Auf der jüngsten Keynote freute ich mich wie ein Schneekönig als Phil Schiller Auftrat und das neue iPhone in gewohnter Schiller-Manier anpries. Ich freute mich und ich glaubte, dass Schiller sich ebenso freute. Wie genial waren damals die Spielereien von Jobs und Schiller – erinnert sei an die Miss Marple Handtasche iBook. Natürlich würde ich gerne ein One more Thing hören, aber dazu wird es bei Cook wohl nicht kommen. Es ist eine andere Zeit. Danke Steve Jobs für deine Visionen und wir denken weiter an dich