50 Jahre Apple – ich gratuliere als Fan-Boy

1. April 2026

Heute wird Apple 50. Jahre alt und ich begleite seit langem als Apple-Fanboy das Unternehmen aus Cupertino. Über die Jahre habe ich viele Seiten des Unternehmens und dessen Produkte, aber auch Akteuere beleuchtet. Ich war bei der Präsentation des iPhones vor Ort und habe gemerkt, wie der Apfel die Welt veränderte. Als ich damals in San Francisco bei der Vorstellung des iPhone im Saal saß, lag etwas in der Luft, das weit über die übliche Spannung einer Produktpräsentation hinausging. Es war dieses seltene Gefühl, Zeuge eines Augenblicks zu sein, in dem sich Zukunft plötzlich nicht mehr wie eine abstrakte Idee anfühlt, sondern wie etwas, das im selben Moment Wirklichkeit wird. Schon bevor Steve Jobs die Bühne betrat, war eine elektrisierende Aufbruchstimmung zu spüren. Man merkte, dass hier etwas Besonderes passieren würde. Doch als er dann mit seiner unnachahmlichen Ruhe und Klarheit sprach, verdichtete sich diese Erwartung zu einer Energie, die den ganzen Raum erfasste.
Ich hatte das Gefühl, dass sich in diesem Moment ein neues Kapitel öffnete. Es war nicht nur die Vorstellung eines technischen Geräts, sondern die Ankündigung einer anderen Denkweise. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Telefone, Computer oder einzelne Funktionen. Es ging um die Idee, dass Technik sich dem Menschen anpassen kann, dass sie intuitiv, elegant und beinahe selbstverständlich in den Alltag übergeht. Diese Erkenntnis wirkte wie ein Funke. Man sah in den Gesichtern der Menschen nicht bloß Interesse oder Neugier, sondern echtes Staunen. Es war diese besondere Mischung aus Begeisterung, Hoffnung und dem Gefühl, an einem Wendepunkt dabei zu sein.

Von dieser Präsentation ging eine enorme positive Kraft aus. Sie bestand nicht allein in der Faszination für das Gerät selbst, sondern in dem Optimismus, den es verkörperte. Auf einmal schien alles möglich. Man spürte den Glauben daran, dass Innovation nicht kalt und technisch sein muss, sondern inspirierend, fast menschlich. Das iPhone stand an diesem Tag für Mut, Vorstellungskraft und den Willen, Gewohntes radikal neu zu denken. Diese Kraft sprang auf das Publikum über. Sie machte aus Zuschauern Beteiligte, aus Skeptikern Gläubige und aus einem Produktmoment ein Erlebnis, das weit über den Saal hinausstrahlte. Seine Stanford-Rede wird uns alle in Erinnerung und als Mahnung bleiben: Stay hungry, stay foolish. Nothing more: Stay hungry, stay foolish. Vielen Dank Steve Jobs.

Heute will ich zum 50. Geburtstag einen Blick auf die Verfilmungen rund um Apple werfen. Im Kino und Fernsehen sind Apple und sein Mitgründer Steve Jobs längst zu Projektionsflächen geworden, an denen sich der Mythos vom charismatischen, aber gnadenlosen Tech-Visionär immer neu verhandeln lässt. Besonders deutlich wird das in jenen Verfilmungen, die explizit sein Leben oder die Geschichte des Unternehmens nachzeichnen und dabei ganz unterschiedliche formale Zugriffe und Blickwinkel wählen.

Im Zentrum steht dabei die Filmbiografie „Steve Jobs“ aus dem Jahr 2015 unter der Regie von Danny Boyle, deren Drehbuch Aaron Sorkin auf Basis der autorisierten Biografie von Walter Isaacson entwickelte. Statt einer klassischen „Birth-to-death“-Erzählung fokussiert der Film drei Schlüsselmomente der Apple-Geschichte: den Macintosh-Launch 1984, die Vorstellung des NeXT-Computers 1988 und die Rückkehr Jobs’ zu Apple mit der Präsentation des iMac 1998. Diese strenge Dreiteilung verdichtet sein Leben zur Backstage-Situation, in der technische Krisen, Machtkämpfe im Management und die konfliktreiche Beziehung zu seiner Tochter Lisa in schnellen, dialoggetriebenen Schlagabtäuschen verhandelt werden. Michael Fassbender zeichnet Jobs dabei als hochkonzentrierten, sprachlich brillanten, zugleich emotional verkapselten Antreiber, während Figuren wie Steve Wozniak (Seth Rogen) oder Marketing-Managerin Joanna Hoffman (Kate Winslet) das moralische und menschliche Korrektiv der Story bilden.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte „Jobs“ (2013), inszeniert von Joshua Michael Stern, versucht, den Aufstieg des jungen Steve Jobs von den Studienjahren am Reed College in den 1970ern bis zur Einführung des iPod 2001 in einen klassischen Biopic-Bogen zu packen. Ashton Kutcher übernimmt hier die Hauptrolle und kopiert mit sichtbarer Lust die Gestik, Körpersprache und den ikonischen Look des Apple-Gründers, vom Barfuß-Hippie über den Garage-Unternehmer bis zum schwarz gerollkragigen Keynote-Star. Dramaturgisch folgt der Film einer vertrauten Erfolgsstory-Choreografie: Garage, Gründung, erster Erfolg mit dem Apple II, Hybris, interner Machtkampf, Absturz und schließlich die Rückkehr als geläuterter Unternehmer, die in der Vision vom iPod kulminiert. Wo Boyles „Steve Jobs“ die Figur eher als Textoberfläche für Dialog und Idee begreift, setzt „Jobs“ stärker auf Identifikation, montiert Stationen der Firmengeschichte und versieht sie mit sentimentalen Akzenten, etwa in der Beziehung zu Wozniak oder in der Inszenierung kreativer Erleuchtungsmomente.

Noch bevor das moderne Biopic Steve Jobs als Einzelhelden entdeckte, hatte 1999 der TV-Film „Pirates of Silicon Valley“ unter der Regie von Martyn Burke das Panorama der frühen PC-Ära entworfen. Hier steht nicht allein Apple im Fokus, sondern das Duell zweier Konzerne und ihrer Frontmänner: Noah Wyle spielt Jobs, Anthony Michael Hall verkörpert Bill Gates, und die Handlung spannt einen Bogen von 1971 bis 1997. Ausgehend vom Sachbuch „Fire in the Valley: The Making of the Personal Computer“ zeichnet der Film die Rivalität zwischen Apple und Microsoft als halb ironische, halb tragische Gründungslegende: die rebellischen „Piraten“ aus der Garage, die sich mit der Zeit in machtbewusste Konzernlenker verwandeln. Visuell bleibt der TV-Film relativ konventionell, aber erzählerisch gelingt ihm eine interessante Doppelbewegung: Jobs erscheint als charismatischer, oft tyrannischer Visionär, während Gates als opportunistischer Tüftler gezeichnet wird, der die „Piraten“ mit ihren eigenen Mitteln übertrumpft und so symbolisch das Ende der Unschuld der Heimcomputer-Ära markiert.

Neben dramatischen Spielfilmen haben sich auch mehrere Dokumentarfilme dem Phänomen Apple und Steve Jobs genähert. „Steve Jobs: The Man in the Machine“ von 2015, inszeniert von Alex Gibney, stellt den Versuch dar, den Kult um Jobs zu dekonstruieren und die Schattenseiten hinter dem gefeierten Marken-Image sichtbar zu machen. Der Film verknüpft Archivmaterial, Interviews und Medienschnipsel, um zu zeigen, wie ein charismatischer Unternehmer zur quasi-religiösen Projektionsfigur werden konnte – und welche sozialen wie ethischen Kosten dieser Mythos hatte, etwa in Bezug auf Arbeitsbedingungen und das Privatleben des Gründers. Parallel dazu existieren Nischenproduktionen wie „Welcome to Macintosh“ (2008) oder „Macheads“ (2009), die weniger Jobs selbst als die Apple-Community und deren spezifische Mischung aus Technikbegeisterung, Markenloyalität und Identitätspolitik beleuchten. Hier tritt Jobs eher als abwesender Mittelpunkt auf: Die Filme untersuchen, wie sich um ein Unternehmen eine Anhängerschaft bildet, in der Produkte zu kulturellen Distinktionsmerkmalen werden.

Diese unterschiedlichen Zugriffe – vom verdichteten Theaterstück im Backstage-Raum bei Boyle über die chronologisch ausbuchstabierte Erfolgsbiografie bei Stern bis hin zum Fernsehpanorama der 1990er-Jahre und den kritischen Dokumentationen – zeigen, wie wandelbar die filmische Figur Steve Jobs ist. Mal fungiert er als Projektionsfläche für die Idee des genialischen Unternehmers, mal als exemplarischer Fall für die Schattenseiten des Silicon-Valley-Kapitalismus, mal als Marken-Ikone, um die sich eine quasi-religiöse Fangemeinde schart. Gleichzeitig schreibt jede dieser Verfilmungen ein Stück Apple-Geschichte mit, sei es in der pathetisch gerahmten Produktpräsentation, in den Rekonstruktionen legendärer Keynotes oder in der nüchternen Aufzählung von Meilensteinen der Computerentwicklung. So entsteht über die Jahre ein vielschichtiger, widersprüchlicher Kanon von Apple- und Jobs-Bildern, der weniger eine „wahre“ Biografie erzählt, als vielmehr unsere kulturellen Vorstellungen von Innovation, Genie und Erfolg im digitalen Zeitalter spiegelt.

Meine Vinyl-Käufe im März

31. März 2026

Ich kaufe kaum noch CD, aber dafür mehr Vinyl für meine drei Braun-Player und der März hat wieder einiges auf Vinyl gebracht. Hier die Einkäufe.

The Rainbow Concert von Eric Clapton
Ich habe Konzertkarten für dieses Jahr und höre mir die alten Scheiben an, „Eric Clapton’s Rainbow Concert“ ist weniger ein makellos gespieltes Livealbum als ein dokumentierter Wendepunkt – und genau darin liegt seine Faszination. Aufgenommen im Januar 1973 im Londoner Rainbow Theatre, markiert das Konzert Claptons Rückkehr aus einer jahrelangen, heroingeschuldeten Versenkung; sein Freund Pete Townshend stellte ihm dafür eine All-Star-Band zur Seite, von Steve Winwood bis Ronnie Wood. Man hört dem Material diese Ausnahmesituation deutlich an: Die Band klingt stellenweise ad hoc und überladen, der Groove ist nicht immer straff, manche Nummer wirkt eher schleppend als präzise – Kritiker sprechen zu Recht von „sloppy“ Momenten und einer gewissen Schwere durch „zu viele Köche“.


Gleichzeitig hat das Album eine emotionale Spannung, die vielen technisch besseren Clapton-Liveplatten fehlt: In Stücken wie „Layla“, „Little Wing“ oder „Presence of the Lord“ mischen sich Unsicherheit, Melancholie und eruptive Energie zu einem eigenwilligen, dunklen Rock-Tonfall, den der „Rolling Stone“ einmal als „gigantischen Schwermut“ beschrieben hat. „Rainbow Concert“ eignet sich daher weniger als Einstiegsalbum in Claptons Werk, ist aber als historisches Dokument und als Momentaufnahme eines Künstlers am Rand und auf dem Weg zurück höchst hörenswert – gerade weil die Brüche nicht geglättet werden, sondern im Sound offen zutage treten.

Frankenstein von Alexandre Desplat
Alexandre Desplats Soundtrack zu Frankenstein ist keine laute Horrormusik, sondern ein erstaunlich elegisches, oft fast melancholisches Album. Desplat schrieb die Musik für Guillermo del Toros Netflix-Film, der am 7. November 2025 erschien; schon im Vorfeld hatte er angekündigt, eher auf Lyrik, Emotion und die Verletzlichkeit der Kreatur als auf bloße Schockeffekte zu setzen. Genau das hört man dieser Partitur an:

Statt billiger Dramatik entfaltet sie einen langen, düsteren Sog, der Trauer, Sehnsucht und Größe miteinander verbindet. Besonders stark ist, wie die Musik die tragische Seite der Geschichte betont und dem Monster mehr Menschlichkeit verleiht als viele Dialoge. Manchmal ist der Score in seiner Laufzeit sehr ausufernd, doch gerade in seinen besten Momenten wirkt er wie ein dunkles, romantisches Gegenstück zu Desplats feineren Arbeiten der vergangenen Jahre. Ein atmosphärisch dichter, kluger und emotional überraschender Soundtrack, der Frankenstein nicht als Schauerstück, sondern als Tragödie begreift.

King of the Delta Blues Singers von Robert Johnson

„King of the Delta Blues Singers“ ist mehr als nur ein Blues-Album – es ist ein musikalisches Gründungsdokument. Die 1961 veröffentlichte Zusammenstellung machte Robert Johnson, der zu Lebzeiten kaum über den Kreis von Blueskennern hinaus bekannt war, posthum zu einer Legende. Und obwohl die Aufnahmen aus den Jahren 1936 und 1937 stammen, besitzen sie bis heute eine verstörende Unmittelbarkeit.

Was dieses Album so besonders macht, ist zunächst Johnsons Fähigkeit, mit wenigen Mitteln eine ungeheure Intensität zu erzeugen. Seine Gitarre klingt nie bloß begleitend, sondern wie ein zweiter Erzähler: treibend, klagend, nervös, manchmal fast gespenstisch. Dazu kommt seine Stimme, die nicht geschniegelt oder schön sein will, sondern rau, drängend und voller innerer Spannung wirkt. Johnson singt nicht einfach den Blues – er verkörpert ihn.
Stücke wie „Cross Road Blues“, „Hellhound on My Trail“ oder „Love in Vain“ bündeln alles, was den Mythos Robert Johnson ausmacht: die Erfahrung von Verlust, Rastlosigkeit, Begehren, Angst und Verlorenheit. Seine Songs wirken oft wie Momentaufnahmen eines Lebens am Rand, voll dunkler Vorahnung und existenzieller Unruhe. Gerade darin liegt ihre enorme Kraft. Hier wird nichts ausgestellt oder romantisiert; diese Musik klingt, als sei sie direkt aus einer inneren Not heraus entstanden.
Natürlich muss man hören, dass es sich nicht um ein modernes Studioalbum handelt. Die Klangqualität ist spröde, teils kratzig, die Aufnahmen sind technisch begrenzt. Doch das ist kein Makel, sondern Teil der Wirkung. Die rohe Aufnahmeweise verstärkt die Direktheit dieser Musik sogar noch. Wer sich darauf einlässt, hört schnell nicht mehr die historische Distanz, sondern nur noch Ausdruck, Rhythmus und emotionale Wucht.
Beeindruckend ist auch, wie stark dieses Album nachgewirkt hat. Ganze Generationen von Rock- und Bluesmusikern haben hier eine Art Urtext entdeckt. Trotzdem lebt „King of the Delta Blues Singers“ nicht nur von seinem Einfluss oder seinem Ruf, sondern vor allem von der Qualität der Songs selbst. Diese Lieder stehen nicht unter Denkmalschutz – sie leben.

„Neu!“ von Neu!
Mit „Neu!“ veröffentlichte das Düsseldorfer Duo Michael Rother und Klaus Dinger 1972 ein Debütalbum, das bis heute wie ein Gegenentwurf zur herkömmlichen Rockmusik wirkt. Während viele Bands ihrer Zeit auf Virtuosität, Bombast oder psychedelische Überladung setzten, suchten Neu! nach Reduktion, Wiederholung und hypnotischer Wirkung. Genau daraus bezieht dieses Album seine eigentümliche Größe.


Schon der eröffnende Longtrack „Hallogallo“ ist legendär: ein stoischer, fließender Beat, dazu schimmernde Gitarren und eine Atmosphäre, die zugleich kühl, frei und fast schwerelos wirkt. Der berühmte „Motorik“-Rhythmus, für den Neu! später berühmt wurde, treibt den Song nicht einfach nur voran – er erzeugt einen Sog. Man hört kein klassisches Rockstück, sondern eher eine Bewegung, ein endloses Fahren, ein Schweben nach vorn. Das ist Musik, die weniger erzählt als einen Zustand erzeugt.
Überhaupt ist „Neu!“ kein Album, das mit traditionellen Songstrukturen beeindrucken will. Viele Stücke wirken wie Skizzen, Versuche oder Klangideen, doch genau das macht seinen Reiz aus. „Sonderangebot“, „Weissensee“ oder „Im Glück“ zeigen, wie stark Neu! mit Stimmung arbeiten: mal verspielt und entrückt, mal spröde und fast mechanisch, dann wieder überraschend zart. Besonders faszinierend ist dabei die Spannung zwischen Mensch und Maschine – einerseits wirkt vieles kontrolliert, repetitiv und fast industriell, andererseits steckt in diesen Aufnahmen etwas Improvisiertes, Rohes und sehr Körperliches.
Nicht jedes Stück entfaltet dieselbe Kraft. Manche Passagen klingen fragmentarisch oder bewusst unfertig, was Hörerinnen und Hörer, die klare Melodien oder klassische Dramaturgie erwarten, auf Distanz halten kann. Doch gerade diese Offenheit gehört zum Konzept. Neu! wollten keine gefällige Platte machen, sondern einen neuen musikalischen Raum öffnen. Das gelingt ihnen eindrucksvoll.
Der größte Verdienst von „Neu!“ liegt vielleicht darin, wie modern dieses Album noch immer klingt. Zahlreiche spätere Strömungen – von Post-Punk über Ambient bis Indie und Elektronik – haben hier hörbar Anleihen genommen. Dennoch wirkt die Platte nicht wie ein bloßes historisches Dokument, sondern lebendig, frisch und eigensinnig.

The B-52s – die Kollektion
Die B-52s sind weit mehr als nur eine schrille Popband der späten 70er- und 80er-Jahre. Sie stehen für einen ganz eigenen Sound, für Mut zur Exzentrik und für die Kunst, aus Spaß, Stil und Anderssein etwas Dauerhaftes zu machen. Während viele Gruppen ihrer Zeit klar einem Genre zuzuordnen waren, schufen die B-52s eine unverwechselbare Mischung aus New Wave, Surf, Punk, Dance und Pop. Ihre Musik klang verspielt, futuristisch und zugleich herrlich schräg — und gerade darin lag ihre Stärke.
Mit Songs wie „Rock Lobster“, „Private Idaho“, „Love Shack“ oder „Roam“ bewies die Band, dass Pop nicht geschniegelt und glatt sein muss, um erfolgreich zu sein. Die B-52s machten das Abseitige tanzbar und das Skurrile massentauglich. Ihr Markenzeichen waren nicht nur eingängige Melodien, sondern auch die theatralischen Stimmen, der trockene Humor und eine Ästhetik, die mit Camp, Retro-Charme und bewusstem Übermaß spielte.
Zugleich waren die B-52s kulturell bedeutend, weil sie früh einen Raum eröffneten für Individualität, queere Ausdrucksformen und künstlerische Freiheit, ohne daraus je ein starres Programm zu machen. Sie wirkten leichtfüßig, aber nie belanglos. Hinter der bunten Oberfläche steckte eine Haltung: Man darf anders sein, laut sein, verspielt sein — und genau darin liegt oft die größte kreative Kraft.
Dass die Band trotz persönlicher Verluste, insbesondere nach dem Tod von Gitarrist Ricky Wilson, weiter Bestand hatte, verleiht ihrer Geschichte zusätzliche Tiefe. Die B-52s blieben nicht bloß eine stilvolle Kuriosität, sondern wurden zu einer der prägenden Popformationen ihrer Zeit. Ihr Werk erinnert daran, dass Musik nicht nur Gefühle ausdrücken, sondern auch Räume öffnen kann — für Freude, Freiheit und Fantasie.

Nina Simone at Town Hall von Nina Simone
Mit Nina Simone at Town Hall (1959) festigt Nina Simone ihren Ruf als außergewöhnliche Grenzgängerin zwischen Jazz, Klassik, Folk und Blues. Das Live-Album, aufgenommen in der Town Hall in New York, zeigt sie auf dem frühen Höhepunkt ihrer Karriere – selbstbewusst, technisch brillant und emotional kompromisslos.

Besonders eindrucksvoll ist „Black Is the Color of My True Love’s Hair“: Simone verwandelt das schlichte Traditional in ein dramatisches Kunstlied, getragen von ihrem klassisch geschulten Klavierspiel. Auch „The Other Woman“ besticht durch kühle Intensität und erzählerische Tiefe. Ihre Stimme wirkt nie gefällig, sondern stets wahrhaftig – rau, dunkel, kontrolliert.

Die Live-Atmosphäre bleibt dabei erstaunlich intim. Man hört keine effekthascherische Show, sondern eine Künstlerin, die ganz in ihren Interpretationen aufgeht. Nina Simone at Town Hall ist weniger ein Konzertmitschnitt als ein künstlerisches Statement: konzentriert, ernsthaft und von zeitloser Eleganz.

Søren Bebe Trio – Gratitude
Das neunte Studioalbum des Søren Bebe Trios, Gratitude, erschienen im Januar 2026, ist eine meisterhafte Hommage an die nordische Jazztradition – lyrisch, atmosphärisch und von tiefer Dankbarkeit gegenüber Musik und Stille geprägt. Das Trio aus Pianist Søren Bebe, Bassist Kasper Tagel und Drummer Knut Finsrud, seit 2007 ein eingespieltes Gespann, destilliert hier seine Essenz in neun Tracks mit einer Gesamtlänge von rund 39 Minuten.


Gratitude atmet die klare, unhurried Nordic-Jazz-Ästhetik, die an ECM-Klassiker und Ensembles wie das Tord Gustavsen Trio erinnert: besonnene Melodien, viel Raum für Atempausen und eine Balance aus Intimität und Tiefe. Die Musik ist kitschfrei, spirituell ohne Religiöses, geprägt von fein ziselierten Klangforschungen, bei denen Anschwellen und Verklingen ebenso zählen wie der Ton selbst – ein warmer Impetus gegen winterliche Kälte. Kritiker loben die telepathische Empathie der Musiker und die pristine Produktion von August Wanngren.

Leave Home von The Ramones
Leave Home (1977) zeigt die Band auf dem Höhepunkt ihrer frühen Explosivität: schneller, schärfer und noch kompromissloser als das Debüt. Die Songs sind kurz, laut und direkt, getragen von knochentrockenen Gitarrenriffs, simplen Schlagzeugbeats und der unverwechselbaren Stimme von Joey Ramone. Klassiker wie Pinhead oder „Gimme Gimme Shock Treatment“ verbinden eingängige Hooks mit rotziger Attitüde und machen das Album zu einem Paradebeispiel für die rohe Essenz des frühen Punk. Trotz minimaler musikalischer Mittel besitzt die Platte eine mitreißende Energie, die bis heute frisch und rebellisch klingt.

Zwischen Tod und Trost: Wie Bestatter Burger aus Stein den Abschied menschlich macht durch Blog- und Social‑Media‑Aktivitäten

30. März 2026

Der „Bestatter Burger“ im fränkischen Stein ist nicht nur ein modernes Bestattungsinstitut, sondern auch eine Kommunikationsmarke. Ich habe Vater und Sohn seit Corona immer wieder mal interviewt und Luis Burger vor kurzem auf der Internationalen Handwerksmesse IHM getroffen.


Das Haus gehört zum traditionsreichen Fürther Unternehmen Bestattungen Burger, wird von Johannes Bauer geführt und hat 2016 eine Filiale in Stein eröffnet. In einem Blogeintrag erinnert Bauer daran, dass der Umbau eines früheren Tattoostudios für Gesprächsstoff in Stein sorgte und der Bürgermeister Kurt Krömer die Eröffnung „hell, freundlich und modern“ lobte. Ziel des Hauses ist es, offen über Trauer, Abschied und neue Bestattungsformen zu sprechen. Hier mein KI-Podcast dazu:

Chef‑Blog: Themenvielfalt zwischen Tradition und Innovation
Johannes Bauer führt auf der Unternehmensseite einen Chef‑Blog, der Neuigkeiten aus dem Betrieb und der Bestatterbranche bündelt. Der Blog informiert Leser über moderne Abschiedskultur, rechtliche Änderungen und Kuriositäten; Bauer lädt dazu ein, Ideen per E‑Mail einzureichen . Beispiele für Themen sind unter anderem die umweltfreundliche Bestattung: In einem Beitrag beschreibt Bauer den sogenannten „Pilzsarg“ (Living Cocoon) – ein Sarg aus einer Pilz‑Hanf‑Mischung, der biologisch gezüchtet wird. Er wächst binnen weniger Tage und zerfällt im Boden; Angehörige können bei Bestattungen Burger einen solchen Sarg bestellen, für jeden verkauften Pilzsarg pflanzt das Unternehmen einen Baum. Der Beitrag betont damit den Wunsch, ökologische Innovationen in der Bestattungsbranche bekannt zu machen.


Für mich sehr interessant ist das Thema digitales Marketing: Ein Blogartikel über das OMR‑Festival 2022 schildert, wie 70 000 Besucher in Hamburg über digitale Vermarktung diskutierten. Zwischen Größen wie Google, Adobe und Sixt vertraten Johannes und Luis Bauer Bestattungen Burger – Luis war eingeladen, vor 6 000 Menschen auf der Red Stage über den TikTok‑Erfolg des Unternehmens zu sprechen. Bauer berichtet offen, dass man von den Branchengiganten viel über Branding, YouTube‑Shorts und Instagram‑Reels lernte.
Ein weiteres Blog‑Thema ist die Eröffnung der Filiale in Stein. Bauer schildert, wie Neugier und Gerüchte in Stein entstanden waren und wie der Umbau des ehemaligen Tattoostudios schließlich ein modernes Bestattungsinstitut hervorbrachte; der Bürgermeister würdigte das Engagement und Besucher informierten sich über neue Abschiedsmöglichkeiten.
Und natürlich gibt es auch Alltagsgeschichten und Service: Weitere Beiträge behandelten Themen wie Listen der regionalen Friedhöfe, Auswirkungen der Corona‑Krise auf Bestattungen, Interviews mit Auszubildenden, die Auslieferung von Erinnerungsdiamanten aus Asche und die Vorstellung neuer Trauerhallen. Diese Beiträge zeigen die Bandbreite zwischen Serviceinformationen und unterhaltsamen Einblicken.

TikTok: Tabus brechen und jungen Menschen helfen
Das bekannteste Social‑Media‑Projekt ist der TikTok‑Kanal „Bestattungen Burger“, der seit Februar 2021 besteht. Laut Unternehmensangaben ist die Mission, die Gesellschaft über Tod, Trauer und den Berufsalltag aufzuklären. Kurze Videoclips zeigen u. a. die Versorgung Verstorbener, erklären Begriffe (z. B. Diamantbestattung) und beantworten Fragen. Die Resonanz ist enorm: Medien berichten, dass der damals 15‑jährige Luis Bauer – Sohn des Inhabers und seit Februar 2020 Teil des Teams – zusammen mit seinem Vater durch die Videos inzwischen Hunderttausende Follower erreicht hat. Im Frühjahr 2024 schrieb der Münchner Merkur, Luis habe bereits mehr als 285 000 Follower und wolle mit den Clips ein Tabu brechen.
Die TikTok‑Community stellt zahlreiche Fragen; das Unternehmen schreibt, dass die Resonanz „überwältigend“ sei und Luis teilweise kaum nachkomme. Dabei werden auch persönliche Schicksale angesprochen; in einem Beispiel berichtet der Blog von einem Mädchen, das nach einem Trauerfall suizidal war und durch den Austausch in den Kommentaren und die Videos wieder Hoffnung fand. Die Bestatter gehen regelmäßig live, meist mittwochs ab 19 Uhr, um Fragen direkt zu beantworten.

Der TikTok‑Erfolg führte zu medialer Aufmerksamkeit: Tageszeitungen porträtierten Luis und Johannes Bauer als „Bestatter‑Influencer“. Ich glaube, ich habe es auch einmal in einem Beitrag so gemacht. Zudem vertrat Luis Bestattungen Burger 2022 auf dem OMR‑Festival in Hamburg und sprach dort auf einem Panel über die Funktionsweise des TikTok‑Algorithmus.

Instagram und Facebook: Bilder aus dem Alltag
Während TikTok der Hauptkanal ist, nutzen Johannes und Luis Bauer auch Instagram und Facebook. Der Firmenblog verweist auf diese Kanäle als Teil der Mission, die Gesellschaft über den Tod aufzuklären. Im Instagram‑Account „@bestattungenburger“ werden Fotos und Reels aus dem Berufsalltag, von Schulungen oder von Aktionen wie dem Pilzsarg geteilt; laut Profilbeschreibung zählt der Account über 30 000 Follower. Facebook dient vor allem als Informationsplattform für Veranstaltungen und Presseberichte. Beide Kanäle verstärken die Reichweite der Videos und Podcast‑Reels, indem kurze Clips aus dem TikTok‑Kanal zweitverwertet werden.

YouTube und der Podcast „Um Leben und Tod“
Auf YouTube betreibt Bestattungen Burger einen Kanal mit Vlogs, Reportagen und dem Podcast „Um Leben und Tod“. Der Kanal (etwa 163 000 Abonnenten enthält Serien wie „Burger Vlog“, in denen Johannes und Luis die Arbeit hinter den Kulissen zeigen, und längere Dokus wie „Todglücklich“, den das Unternehmen auf seiner Website bewirbt .
Der Podcast „Um Leben und Tod“ startete Anfang 2025. Die Produktionsfirma EMS beschreibt, wie sie gemeinsam mit Luis und Johannes Bauer das Konzept entwickelt hat: Ziel ist ein wöchentliches Format, das den Umgang mit Tod verständlich und unterhaltsam macht. EMS produziert die Folgen im Studio in Nürnberg, übernimmt Schnitt und erstellt Social‑Media‑Reels für Instagram und TikTok. Seit dem Start verzeichnet der Podcast laut EMS über 600 000 Plays und mehr als 26 000 Spotify‑Follower. In den Episoden erzählen Johannes und Luis skurrile Geschichten aus dem Bestatteralltag, diskutieren ungewöhnliche Todesfälle und sprechen über ethische Fragen.

Team und Social‑Media‑Rollen
Die Social‑Media‑Präsenz wird im Unternehmen klar zugeordnet. Auf der Teamseite des Unternehmens wird Luis Bauer als Thanatopraktiker vorgestellt, dessen Aufgaben neben der Versorgung Verstorbener vor allem „Social Media“ und „Grafik“ umfassen. Sein Vater Johannes Bauer bezeichnet sich als „Kapitän des Schiffs“ und führt den Blog persönlich. Durch diese Aufgabenteilung verbinden sie professionelle Bestattungsarbeit mit aktiver Öffentlichkeitsarbeit.

Bedeutung für die Filiale in Stein
Die Filiale in Stein ist zwar eine von mehreren Standorten, aber sie profitiert besonders von der starken Online‑Präsenz. Durch den Blogeintrag zur Eröffnung wird der Standort als moderner, freundlicher Raum vorgestellt, der gleichzeitig traditionelle Werte achtet. Die Social‑Media‑Kanäle sorgen dafür, dass auch Menschen außerhalb von Stein die Angebote kennenlernen; über Instagram, TikTok und YouTube werden Videos aus Stein geteilt, und in Live‑Streams beantworten Johannes und Luis auch Fragen zur Stein‑Filiale. Veranstaltungen vor Ort – etwa Führungen oder Vorträge – werden auf Facebook angekündigt.

Für mich steht fest: „Bestatter Burger aus Stein“ ist ein Beispiel für erfolgreiche Kommunikation im traditionsreichen Bestattungshandwerk. Über seinen Chef‑Blog informiert Johannes Bauer über innovative Bestattungsformen, neue Standorte und gesellschaftliche Debatten. TikTok dient als Plattform, um Tabus zu brechen; der Account erreicht Hunderttausende Nutzer und zeigt, dass offene Gespräche über Tod junge Menschen ansprechen. Instagram und Facebook ergänzen die Strategie mit visuellen Eindrücken, während YouTube längere Reportagen und den Podcast „Um Leben und Tod“ bietet. Die Filiale in Stein profitiert von dieser multimedialen Präsenz: Sie wird als moderner Ort der Ruhe präsentiert und erreicht durch die digitalen Kanäle ein Publikum weit über die Stadtgrenze hinaus.
Ich habe auch mal für den Landesinnungsverband der Bestatter gearbeitet und als Pressereferent der Handwerkskammer für München und Oberbayern den Lehrfriedhof im unterfränkischen Münnerstadt medial verkauft. Aber spätestens durch den Tod der Eltern mache ich mir Gedanken über den unvermeidlichen Tod, der uns alle einholt. Ich regle meine Bestattungswünsche und da kam die Beschäftigung mit Bestattung Burger gerade recht.

Unter unseren Schritten verborgen: der Schöne Turm und die traurige Sage vom armen Goldschmied von München

29. März 2026

So viele laufen darüber hinweg und schauen nicht nach unten, wenn sie durch Münchens Fußgängerzone laufen. Sie laufen über den Grundriss des schönen Turms hinweg, der einstmals vor dem Hirmer stand.


Der Schöne Turm war eines der markanten mittelalterlichen Stadttore Münchens. Er stand am Übergang zwischen Tal und Kaufingerstraße und markierte damit einen wichtigen Zugang zur Altstadt. Ursprünglich handelte es sich um das sogenannte Obere Tor beziehungsweise Kaufingertor, das Teil der Münchner Stadtbefestigung war. Später erhielt der Bau nach seiner Wiederherstellung den Namen „Schöner Turm“. Heute existiert der Turm selbst nicht mehr, doch sein früherer Standort liegt inmitten der heutigen Fußgängerzone im historischen Zentrum Münchens. Damit erinnert dieser Ort daran, dass die heute stark vom Handel und vom Fußgängerverkehr geprägte Innenstadt einst von Mauern, Toren und Türmen bestimmt war. Der Schöne Turm ist deshalb vor allem ein historischer Bezugspunkt, der die Entwicklung Münchens von der befestigten Residenzstadt zur offenen modernen Innenstadt anschaulich macht.

Armer Goldschmied
Aber der schöne Turm ist auch mit der Geschichte des armen Goldschmieds verbunden. Eine Statue von hängt an der Ecke des Hirmer Kaufhauses.
Die Geschichte vom armen Goldschmied gehört zu den bekanntesten Münchner Sagen. Sie spielt am Schönen Turm. Der Überlieferung nach arbeitete dort einst ein Goldschmied in einer kleinen Werkstatt. Ein wohlhabender Auftraggeber brachte ihm ein kostbares Schmuckstück und verlangte, dass er es nacharbeite. Der Goldschmied machte sich an die Arbeit, doch als er nach einer Unterbrechung in seine Werkstatt zurückkehrte, war das wertvolle Geschmeide verschwunden. Türen und Fenster schienen verschlossen, ein Einbruch war nicht zu erklären. Der Auftraggeber glaubte an Diebstahl, der Goldschmied wurde vor Gericht gestellt und trotz seiner Beteuerungen für schuldig gehalten. Schließlich wurde er zum Tode verurteilt.

Als man ihn durch den Schönen Turm zur Hinrichtung führte, soll er noch einmal seine Unschuld beteuert haben. Erst später kam die Wahrheit ans Licht: Bei Arbeiten am Turm fand man in einem Elsternest das verschwundene Schmuckstück. Offenbar hatte ein Vogel den glänzenden Gegenstand aus der Werkstatt gestohlen und in sein Nest getragen. Damit war klar, dass der Goldschmied unschuldig gewesen war. 
Noch heute erinnert an der Kaufingerstraße eine Figur an den zu Unrecht verurteilten Goldschmied. Der Sage nach wurde der arme Goldschmied zunächst in einem „unehrlichen Grab“ bestattet und später am Kreuzkirchlein beziehungsweise an der Mauer der Kreuzkirche feierlich beigesetzt, nachdem seine Unschuld bekannt geworden war. Das ist allerdings Teil der Überlieferung, kein gesichertes historisches Grabregister.

Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964) – Rückblick auf die Matinee

28. März 2026

„Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ ist eine der schärfsten und zugleich unterhaltsamsten Satiren der Filmgeschichte. Stanley Kubricks Film aus dem Jahr 1964 erzählt von einem atomaren Wahnsinn, der durch menschliche Eitelkeit, politische Paranoia und militärische Logik ausgelöst wird. Ich zeigte und besprach diesen Film in meiner Matinee im Scala. Die nächste Matinee ist der Film WarGames von 1983 am Sonntag, 5. April. Karten gibt es hier.

Im Zentrum steht ein US-General, der eigenmächtig einen Angriff auf die Sowjetunion befiehlt und damit eine Kettenreaktion in Gang setzt, die kaum noch aufzuhalten ist. Während im Pentagon Politiker, Militärs und Berater hektisch um Schadensbegrenzung ringen, zeigt Kubrick mit bitterem Humor, wie absurd die Mechanismen des Kalten Krieges tatsächlich waren. Gerade diese Verbindung aus existenzieller Bedrohung und grotesker Komik macht den Film bis heute so beeindruckend. Hier mein Vortrag als Aufzeichnung.

Besonders legendär ist Peter Sellers, der gleich mehrere Rollen spielt und dem Film damit eine ganz eigene Dynamik verleiht. Seine Darstellung des exzentrischen Wissenschaftlers Dr. Seltsam ist längst Filmgeschichte: halb genialer Stratege, halb Karikatur eines enthemmten Technokraten. Kubrick entlarvt in seinem Film die vermeintliche Rationalität nuklearer Abschreckung als beängstigende Farce. Hinter den pointierten Dialogen und den skurrilen Figuren steckt eine tief ernste Aussage: Wenn Macht, Technik und Ideologie außer Kontrolle geraten, kann die Menschheit an ihrer eigenen Logik scheitern. „Dr. Seltsam“ ist deshalb weit mehr als eine Komödie – er ist eine brillante, schwarze Satire über Angst, Größenwahn und die Absurdität politischer Macht.

Die nächste Matinee ist der Film WarGames von 1983 am Sonntag, 5. April. Karten gibt es hier.

TV-Tipp: 50 Jahre Apple – Steve Jobs und die digitale Revolution

27. März 2026

Vor 50 Jahren wurde Apple in einer kalifornischen Garage gegründet – ein Unternehmen, das den Alltag radikal veränderte. Die dreiteilige SWR Dokuserie erzählt anlässlich des Jubiläums der Firmengründung am 1. April 1976, wie der Visionär Steve Jobs den Computer als Instrument der Befreiung neu definierte. Ich beschäftige mich seit Mitte der 80er Jahre mit Apple, war auf verschiedenen MacWorlds in SF, besuchte Cupertino und bin nun gespannt, was hier erzählt wird.

Die Geschichte vom rebellischen Start-up zum globalen Konzern verknüpft ikonische Momente der Tech-Geschichte mit persönlichen Geschichten und gesellschaftlichen Fragen, erstmals mit starken deutschen Bezügen. „Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt“ ist ab 26. März 2026 in der ARD Mediathek verfügbar. Die erste Folge ist am 30. März um 23:30 Uhr im Ersten zu sehen. Eine Koproduktion von SWR, NDR und HR in Zusammenarbeit mit Spiegel TV.

Anfänge einer rebellischen Idee
1976 bauen Steve Jobs und Steve Wozniak den ersten Apple-Computer. Für den jungen Jobs ist der Computer mehr als eine Maschine: ein Instrument der Befreiung, ein Alltagsgegenstand, vergleichbar mit einem Bleistift oder einer Gitarre. Er nennt es „ein Fahrrad für den Geist“. In Deutschland reagieren die Menschen zu diesem Zeitpunkt noch skeptisch. Doch Apple versteht es, seine Vision in Bilder und Gefühle zu übersetzen. Im legendären Werbespot von 1984 positioniert Apple sich als Rebell gegen das „Big Brother“-Establishment von IBM.

Etappen einer digitalen Vision
Die Dokuserie begleitet Apples Weg von der Gegenkultur zum Weltkonzern: den triumphalen Macintosh-Launch, Steve Jobs‘ dramatische Entlassung, seine Jahre bei NeXT und Pixar, die spektakuläre Rückkehr zu Apple und schließlich die iPhone-Revolution, die „die Menschheit fundamental verändert“ hat, wie Zukunftsforscher Tristan Horx beschreibt.

Der Wandel des Alltags und Einblicke von Insidern
Auf einer Zeitreise anhand zahlreicher Archivbilder veranschaulicht die Dokuserie, wie radikal sich unser Alltag in den vergangenen 50 Jahren verändert hat. Interviews mit Wegbegleiter:innen von Steve Jobs aus über vier Jahrzehnten zeigen, dass auch deutsches Know-how in Apple steckt: Designer Hartmut Esslinger aus dem Schwarzwald schafft Apples legendäre „Snow White“-Designsprache, Typograf Erik Spiekermann entwickelt bahnbrechende Schriften. Aus den USA erzählen Andy Cunningham, eine frühe Wegbegleiterin von Jobs, oder Andy Hertzfeld, Hauptentwickler des ersten Macintosh, vom Innenleben des legendären Teams. Ebenso wie Daniel Kottke, ehemaliger Mitbewohner und enger Mitarbeiter von Steve Jobs.

Perspektiven der Gegenwart
Die jüngere Generation sieht die digitale Revolution mit gemischten Gefühlen. Alicia Joe startete als Beauty-Youtuberin mit Schminktipps – heute macht sie Videos über Social-Media-Sucht. Politikerin Marina Weisband nutzt digitale Tools für demokratische Bildung – und benennt zugleich die Gefahren: Suchtpotenzial, ständige Erreichbarkeit, der Zwang zur permanenten Kommunikation. Wurde aus dem Werkzeug der Befreiung ein Kontrollinstrument? Zukunftsforscher Tristan Horx ordnet ein: „Die Digitalisierung hat auf die Zivilisation denselben Impact gehabt wie der Buchdruck. Nur sollten wir nicht vergessen: Der Buchdruck brachte als erstes keine Aufklärung, sondern religiöse Kriege. Jetzt geht es darum, Kulturtechniken zu finden, um mit dieser neuen Technik umzugehen.“

Persönlicher Nachruf auf Alexander Kluge

26. März 2026

Alexander Kluge ist tot. Am 25. März 2026 ist der Filmemacher, Schriftsteller, Fernsehunternehmer und Theoretiker im Alter von 94 Jahren in München gestorben – ein leiser Abgang für einen, der mehr als sieben Jahrzehnte lang mit beharrlicher Intensität in die deutsche Öffentlichkeit hineingeredet, hineingeschrieben und hineingefilmt hat. Ich habe Kluge mehrmals auf dem Filmfest München getroffen und habe eine extrem hohe Meinung von ihm. Mit ihm verliert die Bundesrepublik einen ihrer letzten großen Aufklärer der Nachkriegszeit, einen Intellektuellen, der die Kunst nie als Dekor, sondern als Gegenmacht, als „Gegenproduktion“ zur Wirklichkeit verstand.

Geboren 1932 in Halberstadt, gehörte Kluge jener Generation an, die Kindheit und Jugend im Schatten des Kriegs und der NS-Verbrechen erlebte – eine Erfahrung, die sein Werk nachhaltig prägte. Der ausgebildete Jurist, der bei Theodor W. Adorno in Frankfurt promovierte, fand früh zur Kritischen Theorie und hielt ein Leben lang daran fest, dass Aufklärung nicht aus Seminarräumen, sondern aus den konkreten Geschichten der Menschen erwächst. Diese Verbindung von Theorie und Erfahrung, von akademischer Reflexion und populären Formen machte ihn zu einer Ausnahmegestalt im intellektuellen Milieu der Bundesrepublik.

International bekannt wurde Kluge in den 1960er-Jahren als einer der Väter des Neuen Deutschen Films. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen unterzeichnete er 1962 das Oberhausener Manifest – die Kampfansage an das alte Kino und die Geburtsurkunde eines Autorenfilms, der dem deutschen Nachkriegskino eine neue, eigenwillige Sprache gab. Filme wie „Abschied von gestern“ (1966) und „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ (1968) gelten bis heute als Schlüsselwerke dieser Bewegung; letzterer wurde 1968 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. Kluges Kino war spröde, essayistisch, fragmentarisch – eher Denkapparat als Illusionsmaschine, immer auf der Suche nach den Brüchen unter der Oberfläche des Alltags.

Doch Kluge blieb nie beim Film stehen. Er schrieb Erzählbände, Romane, Theorie- und Montagebücher, in denen sich historische Dokumente, Fiktion und philosophische Reflexion verschränken. Werke wie „Lebensläufe“, „Die Lücke, die der Teufel lässt“ oder seine späteren Text‑Bild‑Montagen machen sichtbar, was er „Arbeitsvermögen der Gefühle“ nannte: die Fähigkeit des Subjekts, sich gegen Überwältigung, gegen Kälte und Vereinzelung zu behaupten. Kluge war ein Sammler von Geschichten, von Nebensätzen, Randnotizen, Biografiesplittern – aus ihnen montierte er eine alternative Geschichtsschreibung, die beharrlich an den Rändern der offiziellen Erzählungen kratzt.

Seit den späten 1980er-Jahren suchte er sich ein weiteres, breites öffentliches Forum: das Privatfernsehen. Mit den von seiner Produktionsfirma dctp verantworteten Magazinen „10 vor 11“, „News & Stories“ und später nächtlichen Gesprächsformaten auf RTL, Sat.1 und Vox verwandelte er kommerzielle Sendeplätze in Laboratorien der Langsamkeit und des Denkens. Die Programmmacher des Privatfernsehens müssen ihn gehasst haben. Dort führte er mit Philosophinnen, Arbeiter, Militärs, Künstler oder Ingenieuren Gespräche, die sich jeder aktuellen Talkshow-Ökonomie verweigerten – unaufgeregte, hartnäckige Versuche, inmitten des Bilderrauschs so etwas wie eine Gegenöffentlichkeit herzustellen.

Politisch blieb Kluge bis ins hohe Alter ein wacher, zuweilen unbequemer Zeitdiagnostiker. Er kommentierte Globalisierung, Kriege, Medienumbrüche und Demokratiekrisen in Essays, Interviews und Projekten, ohne je in bloße kulturpessimistische Klage zu verfallen. Noch 2022 gehörte er zu den Erstunterzeichnern eines offenen Briefes, der vor einer Eskalation des Ukraine-Kriegs und der Gefahr eines Dritten Weltkriegs warnte – eine Intervention, die ihm scharfe Kritik einbrachte und doch konsequent zu seiner Skepsis gegenüber militärischer Logik und staatlicher Macht passte. Kluge vertraute auf die „Gegenproduktion“ der Zivilgesellschaft, auf die Fähigkeit der Menschen, sich ihre eigene Urteilskraft zu bewahren.

Seine Bedeutung für die deutsche Kultur lässt sich kaum überschätzen. Kluge war nicht nur ein einflussreicher Filmemacher, sondern auch ein Theoretiker des Mediums, dessen Schriften zur Filmanalyse und Medienkritik Generationen von Studierenden geprägt haben. Gleichzeitig blieb er Erzähler im emphatischen Sinn – ein Chronist, der die großen historischen Verwerfungen immer durch die scheinbar kleinen Biografien hindurch betrachtete. Dass er sich in seinen späten Jahren auch neuen Formaten, von Ausstellungen bis zu multimedialen Archivprojekten, zuwandte, zeigte, wie sehr ihn die Frage umtrieb, wie Erinnerung in einer beschleunigten, digitalen Öffentlichkeit überhaupt noch Halt finden kann.

Mit Alexander Kluge ist eine Stimme verstummt, die nie laut, aber stets eindringlich war. Er verkörperte jenes seltene Modell des Intellektuellen, der seine Autorschaft nie als Distinktionsgewinn verstand, sondern als Verpflichtung, das eigene Wissen in den Kreislauf der Öffentlichkeit zurückzuspeisen – in Bildern, Texten, Gesprächen. Sein Werk bleibt als lebendiges Archiv zurück: als Vorrat an Geschichten, Formen und Gedanken, auf den eine Gesellschaft zugreifen kann, die sich selbst verstehen will, ohne sich zu schonen.

Podcast: Friseurhandwerk im Wandel: Zwischen Kleinstbetrieb, Ausbildungskrise und Spezialisierung

26. März 2026

Ich durfte wieder einen Podcast Hertlein & Lange für den LIV Friseure und Kosmetiker Bayern aufnehmen. Bildungsexperte Christian Hertlein beschreibt das Friseurhandwerk als eine sehr vielfältige Branche, die derzeit von einem hohen Anteil an Solo-Selbstständigen und Kleinstbetrieben geprägt ist. Hier der Podcast:

Daneben gebe es einen mittleren Bereich mit kleinen Teams von ein bis vier Mitarbeitenden sowie größere Betriebe und Filialisten. Für die Zukunft sieht er jedoch deutliche Verschiebungen: Der klassische Familienbetrieb mit gewachsener Struktur verliere an Bedeutung, während kleinere Einheiten und Formen gemeinsamer Selbstständigkeit zunehmen dürften. Gleichzeitig stünden auch große Filialkonzepte unter Druck, weil sich Standorte und Kundenverhalten verändern.

Besonders kritisch bewertet Hertlein die Zunahme von Klein- und Kleinstbetrieben mit Blick auf die Ausbildung. Je kleiner ein Betrieb sei, desto schwieriger werde es, qualitativ hochwertige Ausbildung im Alltag zu leisten. Für eine gute Ausbildung brauche es aus seiner Sicht mindestens drei bis vier Mitarbeitende, damit Zeit, Anleitung und fachliche Begleitung überhaupt möglich seien. Wenn immer weniger Betriebe diese Voraussetzungen erfüllten, sinke automatisch auch die Zahl der Ausbildungsplätze, was den Fachkräftemangel weiter verschärfe. Gerade deshalb sieht Hertlein seine Aufgabe als Berufsbildungsexperte heute als besonders wichtig an: Es gehe darum, tragfähige Konzepte für Ausbildung, Weiterbildung und Kooperationen zu entwickeln, damit Betriebe trotz schwieriger Rahmenbedingungen Nachwuchs gewinnen und fördern können.

Für die kommenden zehn Jahre wünscht sich Hertlein vor allem eine starke, qualitativ hochwertige Branche mit gutem fachlichem Anspruch und angemessenen Preisen. Idealerweise sollten sich wieder mehr mittlere Betriebsgrößen mit etwa vier bis acht Mitarbeitenden entwickeln, auch wenn dies mit höherem unternehmerischem Risiko verbunden sei. Viele junge Friseurinnen und Friseure scheuten heute genau dieses Risiko, weil Personalführung, Ausfälle, Qualitätsmanagement und wirtschaftliche Verantwortung komplexer geworden seien. Deshalb hält er es oft für sinnvoll, nach der Meisterprüfung zunächst Berufserfahrung als angestellte Fach- oder Führungskraft zu sammeln, statt sofort den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Denn seit der Wegfall früherer Wartezeiten den direkten Anschluss von Ausbildung, Meisterprüfung und Selbstständigkeit erleichtert habe, fehle manchen jungen Meisterinnen und Meistern noch die nötige praktische Reife.

Auch in Quereinsteigern und Rückkehrern in den Beruf sieht Hertlein Potenzial, etwa bei Menschen, die nach einer Familienphase wieder in den Salonalltag einsteigen wollen. Allerdings sei auch hier Einarbeitung, Schulung und fachliche Weiterentwicklung nötig, was kleinere Betriebe oft weder zeitlich noch finanziell leisten könnten. Größere Teams hätten hier deutlich bessere Möglichkeiten. Als wichtigen Zukunftsweg nennt Hertlein daher Kooperationen: in Städten etwa das Teilen von Ladenlokalen, im ländlichen Raum eher die Zusammenarbeit zwischen Betrieben bei einzelnen Dienstleistungen, Spezialisierungen, Ausbildung oder Mitarbeiterschulungen. Insgesamt erwartet er, dass die Zahl der Spezialisten weiter zunimmt. Gerade in kleineren Strukturen sei es schwierig, das gesamte Leistungsspektrum dauerhaft auf hohem Niveau anzubieten. Deshalb werde sich aus seiner Sicht künftig mehr Spezialisierung durchsetzen als die breite Tätigkeit des Generalisten.

Retrocade stellt die Retromaschine in den Raum

25. März 2026

Apple erweitert das Spieleangebot für die Vision Pro um Retrocade – und genau dieser Titel hat mich sofort angesprochen. Statt nur ein weiteres Spiele-Menü zu öffnen, verwandelt die App mein Wohnzimmer in eine virtuelle Arcade-Halle: Über die Passthrough-Funktion blendet Vision Pro die Automaten direkt in den realen Raum ein, sodass ich mich wie zwischen echten Cabinets bewege und nicht nur vor einem schwebenden 2D-Bildschirm sitze. Als Retro-Gamer bin ich voll begeistert.


In Retrocade warten sieben Klassiker, mit denen viele groß geworden sind: Asteroids, Bubble Bobble, Breakout, Centipede, Galaga, Pac-Man und Space Invaders. Für mich steckt darin genau diese Mischung aus Nostalgie und Vertrautheit, die den Reiz ausmacht – man kennt Sound, Tempo und Spielprinzip, erlebt sie hier aber in einem neuen, räumlichen Kontext wieder.
Besonders stimmig finde ich, dass die Automaten frei im Raum platziert werden können und sich mit Gesten bedienen lassen: Joysticks, Knöpfe und Displays wirken wie echte, dreidimensionale Objekte, die in meiner Umgebung stehen. So fühlt sich Retrocade weniger wie eine „App“ an, sondern eher wie ein kleiner persönlicher Arcade-Raum, der sich an die Wohnung anpasst.
Dass hinter dem Projekt mit Resolution Games AB ein Studio steckt, das Erfahrung mit VR- und Mixed-Reality-Projekten hat, macht das Konzept für mich glaubwürdiger. Gleichzeitig sorgt die Einbettung in Apple Arcade für klare Rahmenbedingungen: ein Abo, dafür aber keine Werbung und keine In-App-Käufe, was dem nostalgischen Charakter eher zuträglich ist als aggressive Monetarisierung.


Um das klassische Spielhallen-Gefühl noch stärker zu bekommen, habe ich mir zusätzlich ein kabelloses Arcade-Joystick-Controller-System von 8BitDo angeschafft. Der Stick unterstützt Bluetooth, 2,4‑GHz-Funk und USB‑C und lässt sich damit flexibel mit unterschiedlichen Geräten nutzen. Mit seinem typischen Arcade-Layout – Steuerstick, mehrere Tasten, anpassbare Belegung und Makrofunktionen – fühlt er sich gerade bei Retro- und Fighting-Games deutlich authentischer an als ein Standard-Controller. Besonders schätze ich die wertige Verarbeitung und das präzise Steuergefühl: Zusammen mit Retrocade kommt das nostalgische Spielhallen-Erlebnis damit erstaunlich nah an das heran, was man aus klassischen Arcades kennt.

Live. Lokal. Echt. Der BistroTalk in Youtube mit Beate Seyschab, Gemeindebücherei Maisach, im sixtyfour am Mittwoch, 25. März, 18 Uhr Online und in Maisach

24. März 2026

Die Leiterin der Gemeindebücherei Maisach Beate Seyschab und Journalist Matthias J. Lange sprechen locker und persönlich über aktuelle Buchtipps, Veranstaltungen und den ganz normalen Büchereialltag – von der Auswahl neuer Titel bis zu besonderen Aktionen.

Im gemütlichen Ambiente des Maisacher Bistros sixtyfour geht das lebendige Talk-Format: der BistroTalk in eine weitere Runde. Gastgeber Matthias J. Lange hat mit Beate Seyschab, Leiterin der Gemeindebücherei Maisach, eine Expertin für Bücher eingeladen – direkt vor Ort und live im Netz. Wir diskutieren die Abläufe einer Bücherei – offen, nahbar und ganz ohne Script.
Termin ist am Mittwoch, 25. März um 18 Uhr, der Talk dauert etwa eine Stunde und wird ab 18 Uhr live auf YouTube gestreamt. Die Adresse ist: https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Auch das Mitteilungsblatt der Gemeinde druckte einen Hinweis auf die Veranstaltung ab – vielen Dank

Es können Interessierte den Stream live verfolgen, kommentieren und Fragen stellen. Der Stream wird moderiert.
Unterstützt wird das Format vom Treffpunkt Bistro sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage von Gastronom Uwe Flügel.
https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Sicherlich werden wir auch über unseren neuen Podcast Seitensprung aus der Gemeindebücherei sprechen, auf dem wir viel positive Resonanz bekommen haben.