Zeitumstellung: Wer hat an der Uhr gedreht?

28. Oktober 2018
Wie stelle ich jetzt diese Uhr um?

Wie stelle ich jetzt diese Uhr um?

In der Nacht zu heute war es wieder soweit. Die Uhr wurde eine Stunde zurückgestellt. Die Faustregel meiner Mutter lautet: Im Frühjahr werden die Stühle auf die Terrasse raus gestellt (Sommerzeit – eine Stunde vor). Im Winter werden die Stühle in das Haus rein gestellt (Winterzeit – eine Stunde zurück). Diese Umstellung sollte Energieeinsparung bringen, tat es wohl nicht, wie so manche Experten sagen.

Bahnhofstraße in London.

Bahnhofstraße in London.

Dafür wurden große Scheinkämpfe von der Politik geführt, ob die Zeitumstellung sinnvoll ist oder nicht. Leute, haben wir nicht wichtigere Dinge zu lösen? Groß hat die EU eine Umfrage initiiert, was denn die Bürgerinnen und Bürger wollen? Ergebnis: Zum einen stellen wir fest, dass die EU Kack-Server hat, die bei Traffic zusammenbrechen. Zum anderen: Das Euro-Volk will kein Umstellen der Uhr mehr. 84 Prozent ist eine eindeutige Meinung.
Jean-Claude will dem Votum folgen. Ob es jetzt nun die Sommer- oder Winterzeit wird, steht noch nicht fest. Vielleicht war es jetzt, das letzt Mal, dass wir die Uhr auf Winterzeit gestellt haben. Mir persönlich ist es egal, aber meine Familie leidet unter die Zeitumstellung sehr. Die beste Ehefrau der Welt litt unter dieser Stunde.

Die historische Uhr im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang wird per Hand umgestellt.

Die historische Uhr im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang wird per Hand umgestellt.

Seit 1980 gab es bei uns das Umstellen der Uhr. Jedes halbe Jahr gab es die Frage nach Paulchen Panther: „Wer hat an der Uhr gedreht?“ Aus dem Bauch heraus, würde ich für ein Beibehalten der Winterzeit plädieren. In der Sommerzeit litt ich ein wenig unter Schlafmangel, weil es zu lange hell war. Aber das ist nur ein subjektives Empfinden. In meinem Umfeld wollen die Leute eher eine dauerhafte Sommer- als eine dauerhafte Winterzeit.
Egal wie es ausgeht: Die Politik hat einen Sieg zu verbuchen, denn sie hat den Bürgerwillen umgesetzt. So und jetzt kümmern wir uns wirklich um die wichtigen Dinge.

Mal sehen, wie lange die Bahn im Münchner Hauptbahnhof zum Umstellen braucht.

Mal sehen, wie lange die Bahn im Münchner Hauptbahnhof zum Umstellen braucht.

Weihnachtspakete für Togo verladen

27. Oktober 2018
Hilfsgüter für Togo.

Hilfsgüter für Togo.

Ja ist denn schon Weihnachten? Für mich schon, denn ich habe mit anderen Ehrenamtlichen den Weihnachtscontainer für das afrikanische Land Togo beladen. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach brachte einen Schiffscontainer jetzt auf dem Weg, damit er rechtzeitig bei den Kindern in Togo ist. Im Moment betreut der Verein mit Sitz in Maisach, Landkreis Fürstenfeldbruck, rund 700 Patenkinder in Togo. Ich selbst bin Mitglied der Togohilfe und mein Unternehmen redaktion42 hat zwei Patenkinder.

Neben den Geschenken für die Patenkinder gingen natürlich wieder Hilfslieferungen nach Afrika. In diesem Fall waren es vor allem medizinische Güter für Hüftoperationen. Wie Margret Kopp, Vorsitzende der Togohilfe, erklärte, werde man im Januar 2019 in Togo Hüftoperationen durchführen. Dazu werde ein Operationssaal eingerichtet. Die Instrumente und medizinischen Güter sowie Rollstühle, Krücken und Rolladtoren stammen alles von Spendern. „Das ist aktive und sinnvolle Entwicklungshilfe, die wir seit mehreren Jahren durchführen und überwachen“, so Kopp weiter. Da im Container noch Platz war, gingen auch Bänke und Stühle für Schulen auf die Reise nach Afrika.

Zudem stellte Margret Kopp den Togokalender 2019 vor. Die Fotos stammen von den zahlreichen Reisen nach Afrika. Der Druck des Kalenders ist durch Sponsoring von lokalen Firmen gedeckt, so dass der Verkaufspreis von 5 Euro zu 100 Prozent der Hilfeleistungen zu Gute kommen. Einige Firmen verschenken den Togokalender seit Jahren an ihre Kunden, eine sinnvolles Geschenk wie ich finde. Wer größere Mengen abnehmen möchte, kann sich mit Margret Kopp direkt in Verbindung setzen.

 

Kostümtrends zu Halloween 2018

26. Oktober 2018

Dieses Jahr wird es bei mir wohl nichts mit Halloween-Kostümen. Ich geh auf ein Konzert und da sind Verkleidungen nicht so angesagt. Naja oder ich provoziere mal so richtig. Vielleicht kommt nach dem musikalischen Programm noch ein filmisches Programm, aber das weiß ich noch nicht. Als Retrogamer bekenne ich wohl Farbe und trage meinem Pac Man-Anzug von OppoSuits. Ich habe gesehen, dass es jetzt einen Tetris-Anzug gibt, vielleicht schaffe ich ihn mir noch an. Der Online-Versender meines Vertrauens in Sachen Halloween liefert ja noch rechtzeitig. Vor kurzem war ich in Berlin und habe im Ladengeschäft von Maskworld nach Halloween-Trends Ausschau gehalten. Was trägt man denn so in der diesjährigen Halloween-Saison?

Bunt und Glitter statt Blut und Glibber zu Halloween
Bisher wurde Halloween in Deutschland vor allem gruselig und mit viel Kunstblut gefeiert, das fand ich als Anhänger des expressionistischen Horrorfilms gar nicht so schlecht. 2018 werden die Kostüme dagegen bunter und eleganter. Vielleicht liegt es am Einhorn, das vergangenen Jahr schon die Halloween-Partys erobert hat oder daran, dass auch in den USA zu Halloween die Verkleidungen bunter und weniger schaurig sind. Jedenfalls setzen Trendsetter dieses Jahr bei den Kostümen eher auf sexy Glitzerhexen, florale Calaveras und glamouröse Teufel. Auch in Sachen Make-up muss es nicht mehr nur blutig sein. Das Totenkopf-Make-up wird mit bunten Farben, Perlen und Strasssteinen verziert. Statt blutenden Wunden sind beim Zombie-Look bunte Farben und Make-up im Popart-Stil angesagt. Glitter, Glamour und ein Hauch Extravaganz stehen zu Halloween dieses Jahr hoch im Kurs.

Hex Hex Foto: Maskworld Hex Hex Foto: Maskworld

Hier komme ich mit meinen OppoSuits mit Pac Man-Motiven ganz gut zum Zuge. Um es richtig bunt zu treiben, ist der Confetteroni Anzug auch nicht schlecht. Vielleicht sollte ich das zu Halloween im Konzert tragen, dann falle ich wenigstens auf.

Für mich das Highlight der Saison. Foto: Maskworld Für mich das Highlight der Saison. Foto: Maskworld

SFX-Make-up: kleiner Aufwand, große Wirkung
Youtube- und Instagram-Stars sind Trendsetter – auch beim Halloween Make-up. In oft aufwendig produzierten Videos und Bildern zeigen sie spektakuläre Looks und bieten damit jede Menge Inspiration für das eigene Halloween-Make-up. Gerade als Laie sind die Schritt-für-Schritt-Anleitungen per Bild und Ton die perfekte Vorlage zum Nachschminken. Mit immer realistisch wirkenden SFX-Produkten bekommen auch Anfänger die coolen Looks der Influencer umgesetzt – und das ohne stundenlang vor dem Spiegel zu stehen! Mit Latexmilch und Kosmetikwatte lassen sich Wunden und abgerissene Haut darstellen, Collodium erzeugt auf der Haut realistisch wirkende Narben und selbstklebende 3D-Wunden lassen sich so einfach auftragen wie ein Klebetattoo. Mit etwas Blut und Schminke verziert, sieht das Halloween-Make-up aufwendiger aus, als es eigentlich ist. Maskworld hat einige gute Videos online gestellt. Ich arbeite ja viel für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und die Make-Up-Experten haben sich einige Videos zusammen mit mir angeschaut.

Wunde zum Aufkleben. Foto: Maskworld Wunde zum Aufkleben. Foto: Maskworld

Der Klassiker: Horrorfilme
Horrorfilmklassiker feiern gerade ein großes Revival. Sei es 2017 die Neuverfilmung von “Es” (schlechter Film, gute Maske), dieses Jahr die Neuauflage von “Halloween” oder das Spin-off zur Conjuring-Reihe “The Nun” (noch schlechtester Film, gute Maske). 2019 bekommt auch der Batman-Bösewicht Joker einen eigenen Film, auf den ich gespannt bin. Ob nun verkleidet als Pennywise oder Michael Myers, gruselige Nonne oder als Antiheld der Joker – Horrorfilm Kostüme gehören zu den großen Halloween Trends 2018. Und dabei fällt mir ein, dass ich mir den neuen Halloween im Kino ansehen sollte. Als Fan von John Carpenter und Rob Zombie ist das quasi ein Muss. Vielleicht sollte ich im Kino eine Michael Myers-Maske aufsetzen? Egal, ich wünsche auf jeden Fall ein fröhliches Halloween.

Halloween muss ich mir im Kino ansehen, vielleicht im Kostüm? Foto: Maskworld Halloween muss ich mir im Kino ansehen, vielleicht im Kostüm? Foto: Maskworld

Was Super 8 mit YouTube zu tun hat

25. Oktober 2018

Was wurde ich seltsam angesehen, als ich einstmals sagte, ich sei ein Amateurfilmer. Es war irgendwie, als wenn ich gesagt hätte: Ich drehe Pornofilme. Aber es war mir egal, ich mochte diese Art von Film.
Ich begann mit Super 8-Filmen, lange vor Video. 8 mm-Filme waren meine Welt als ich zum ersten Mal bei einem Schulkameraden die Welt des Schmalfilms entdeckt hatte: Knatternder Projektor, Filmspulen, Filmeinfädeln, Schnitttisch, drei Minuten Super 8-Film kosteten 30 Mark – viel Geld für mich als Schüler.
Diese Welt kam vor meinen geistigen Auge wieder hoch als ich das Filmmuseum Potsdam betrat. Eigentlich wollte ich ja nur ein paar Aushangbilder des Nibelungen-Films von Fritz Lang betrachten, die es ins Filmmuseum Potsdam geschafft haben. Aber dann entdeckte ich im Foyer die Ausstellung Amateurfilm gestern und heute – Home Movie Come Back, die noch bis 4. November 2018 läuft.


Super 8-Film bedeutete großes Kino für zu Hause. Ich musste nicht ins Kino gehen, sondern konnte zu Hause Filme schauen und war nicht vom Programm des Öffentlich-rechtlichen Fernsehen abhängig. Und ich konnte selbst Filme drehen, mein eigenes Programm machen. Ich war Sender. Ich war quasi ein YouTuber der Analogzeit.
Meine erste Kamera war eine Braun Nizo und ich war irre stolz. Meine Eltern hatte sie mir zum Geburtstag geschenkt. Das Schnittpult und der Filmbetrachter kamen zum Weihnachten. Der Projektor stammte aus Familienbesitz von einem Onkel. Später, viel später nannte ich eine Beaulieu mein eigen.

Zusammen mit meinen Kumpel Thomas Schmelzer, heute ein erfolgreicher Moderator und IPTV-Macher, traten wir in den Münchner Film- und Videoclub ein. Dort hatten wir in Eberhard Fiedeler einen Mentor gefunden, der uns Schülern die Welt von S8, 16 mm und später Video erklärte. Urlaubs- oder Familienfilme waren uns ein Graus, auch Dokumentationen von Ausflügen war nicht unser Ding. Wir wollten große Kunst machen, scheiterten freilich aber an unseren eigenen Ansprüchen. Aber die Beschäftigung mit Super 8 und Film sorgte dafür, dass ich meinen ersten bezahlten Artikel in einer professionellen Zeitschrift veröffentlichen konnte – in dem Magazin Schmalfilm. Ich blieb ein Amateurfilmer, aber wurde dadurch zum professionellen Schreiberling. Ich interessierte mich für Montagetechniken, liebte Hitchcock, Spielberg, Tarkowski und vor allem entdeckte ich Stanley Kubrick.

Als ich in Potsdam durch die Amateurfilm-Ausstellung schlenderte und mir die großen und kleinen Ausstellungsstücke ansah, dachte ich mir, dass ich eigentlich ein Amateurfilmer geblieben bin. Auf Film drehe ich schon lange nicht mehr – 16 mm hat mich damals als Schüler fast ruiniert. Einen Projektor habe ich noch im Keller, ein paar Filmspulen auch. Die Kameras sind längst bei eBay vertickert. VHS-Video ist auch passe – es gibt einen erhaltenen Film „One Way – kein Weg zurück“ auf VHS-Videocassette, den wir als Schüler über ein halbes Jahr gedreht haben. Ich muss das Ding endlich digitalisieren und meinen Filmkollegen Thomas Schmelzer und Alecsander Faroga (heute ein erfolgreicher Herstellungsleiter) zur Verfügung stellen.
Heute habe ich meine Videokamera immer dabei: Das Smartphone – im Moment das iPhone Xs Max. Ich mache viele, viele Videos damit. Ich habe einen YouTube-Kanal und veröffentliche hier meine Videos. Hier geht es zu meinem YouTube-Kanal von redaktion42.

Ich habe noch große JVC- und Canon-Videokameras, aber die nehme ich in der Regel nur noch für Kundenaufträge. Die Qualität des iPhones ist genial. Das Filmen und Aufbereiten des Materials habe ich in einem extra Blogpost beschrieben, auf den ich gerne verweise. Mir geht es darum, welche Entwicklung des Thema Bewegtbild gemacht hat. Von Super 8 über 16 mm zu Video bis hin zu Smartphone. Das Sendestudio in der Hosentasche – Wahnsinn. Und auch Wahnsinn, welche Verantwortung ich als Filmer habe, wen darf ich filmen, wen nicht.

Geburtstag – Ich bin heute seit zehn Jahren bei Twitter

24. Oktober 2018

Ich komm mir vor wie Captain Ahab, denn ich habe den Fail Whale früher immer wieder gesehen. Immer wieder tauchte er auf, wenn es eng wurde. Heute ist der Fail Whale verschwunden, er ist ausgestorben, egal wann man ihn sucht. Ich bin schon so lange bei Twitter, dass ich den Wal noch kenne, der erschien, wenn das soziale Netzwerk überlastet war. Heute feiere ich meinen zehnten Twitter Geburtstag. Zehn Jahre zwitschere ich nun unter meinen Account @redaktion42 .


Warum so lange? Nun, Twitter hat mein Medienverhalten geändert. Für mich ist Twitter News, Spaß, Empathie, blöde Sprüche, schlüpfrige Andeutungen, Nachrichtenquelle Nummer 1, in letzter Letzt ist es aber auch Verschwörung, Hetze, Aggression, Verleumdung. Twitter hat sich verändert, es ist kälter dort geworden und das mag ich überhaupt nicht. Ich werde Twitter nicht den Hetzern, den Bots und den Hatern überlassen und weiterhin das Gute in den Menschen zu sehen.


Es ist in den vergangenen zehn Jahren so viel passiert: Wir Twitterer konnten zusammen lachen, konnten zusammen Tatort schauen, die digitale Sau durchs Dorf jagen. Wir konnten Menschen vor dem Selbstmord retten oder Hilfsaktionen für anderer Twitterer organisieren. Twitter war und ist etwas Gutes, wenn wir es nur richtig einsetzen.
Ich habe noch die 140 Zeichen erlebt und gelernt, mich kurz und bündig auszudrücken. Ich kenne noch Faven und ich wünsche mir seit zehn Jahren, Tweets nachträglich bearbeiten zu können (wegen der Rechtschreibung). Aktien von Twitter habe ich mir keine gekauft, obwohl ich mir es immer wieder überlegt habe. Aber der richtige Zeitpunkt war irgendwie nicht gekommen. Ich habe an Twitterwalls während Veranstaltungen geschrieben, ich habe erlebt, wie aus dem Bundestag Wahlergebnisse getwittert wurde, bevor der Bundestagspräsident das Ergebnis verkündet hat. Ich habe den Niedergang der klassischen Massenmedien erlebt, wenn The Donald und andere sich direkt an die Wählerinnen und Wähler wenden und das Medium dazwischen überspringen.


Ich habe in den vergangenen zehn Jahren tolle Dialoge geführt. Promis, die mir im Real Life nie eine Antwort gegeben hätten, sprachen mit mit. Politikerinnen und Politiker kamen zu mir aufs Handy und wir führten Diskurse und tauschten Meinungen aus. Und auch mir wurde geholfen. Ich bekam Meinungen, Bestätigung und Freunde. Aus virtuellen Freunden wurden echte Freunde und Bekannte – das ist toll. Ich habe andere Ansichten kennengelernt und ich habe viel, viel gelernt durch Chats. Twitter war anders als Facebook und das ist gut so. Der SMS an alle bleibe ich weiterhin treu und wenn ich in meinen Seminaren ab und zu meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Macht von Twitter zeigen kann und um #Followerpower bitte, dann machen viele, viele von euch da draußen mit. Danke dafür, dass ich seit zehn Jahren Teil einer solch tollen Gemeinschaft sein darf. Danke für die Infos, den Spaß, die Freude, die Wärme, den Humor, die Menschlichkeit und wenden wir uns gegen die Neider, Hetzer, Hater, Verschwörer, Verleumder, Rassisten, Faschisten, Kommunisten und Zerstörer der Menschlichkeit.

Blick in eine Augenweide – Kabinett im Bayerischen Nationalmuseum #BarockerLuxus

22. Oktober 2018

Das Bayerische Nationalmuseum in München machte für Bloggerinnen und Blogger eine absolute Ausnahme: Beim jüngsten Bloggerwalk unter dem Hastag BarockerLuxus durften wir einen Ort betreten, zu dem das normale Besucherpublikum keinen Schritt hinein machen darf: Es ist ein Kabinett mit Decken und Wandverkleidung aus bemalter Seide. Der normale Besucher des Bayerischen Nationalmuseum muss hinter eine Absperrung stehen bleiben, wir Blogger durften hinter die Absperrung in den Raum eintreten – meinen Dank dafür.
Was ist hier sehen durfte, das haute mich optisch um. Das Kabinett stammt aus dem Stadtpalais der gräflichen Familie Tattenbach in der Münchner Theatinerstraße, eine der Nobelstraßen der bayerischen Landeshauptstadt. Joseph-Ferdinand von Rheinstein-Tattenbach (1723-1802), der unter anderem ein hohes Tier am Kurfürstlichen Hof war (Obersthofmarschall, Oberstkämmerer und Minister) beauftragte 1767 Francois Cuvilliés d.J. mit dem Bau. Dieser plante wohl auch das Kabinett im ersten Obergeschoss, das vor dem Abbruch des Hauses 1909 ausgebaut wurde.
Ich hatte die Garmin 360 Grad Kamera dabei und filmte den Raum in 360 Grad samt den interessanten Ausführungen des Kurators.

Die Dekoration greift das im Rokoko beliebte Schema eines Spalierzimmers auf, dessen Gitterwerk im oberen Bereich mit Wein bewachsen zu sein scheint. Die Gliederung der Wandfelder verkörpert den frühklassizistischen Zopfstil, greift aber auch mit Blumengirlanden und -körben, Schmetterlingen und Vögeln die heitere Stimmung des Rokoko auf. Trophäen führen Themen aus Kunst, Bildung und gehobenen Vergnügungen vor Augen. Der Schöpfer der Malereien Johann Zächenberger war als Porzellanmaler an der Nymphenburger Manufaktur Spezialist für Blumendekore. Die Restaurierung des Kabinetts wurde unterstützt von der Bauer´schen Barockstiftung in München.
Der Künstler selbst verewigte sich mit Selbstbildung an einer Wand.

An einer anderen findet sich eine Eule wieder, das Zeichen der Illuminaten, eines Geheimbundes, der in Ingoldstadt gegründet wurde und bei dem Joseph-Ferdinand von Rheinstein-Tattenbach wohl Mitglied war.

Fazit: Das Bayerische Nationalmuseum birgt Schätze. Mein Dank gilt meiner Bloggerclub-Vorstandskollegin Tanja Praske, die diesen Bloggerwalk organisierte – und natürlich dem ganzen Team des Bayerischen Nationalmuseums in München.

Angespielt: Dakar 18 für die PS4

21. Oktober 2018

Eigentlich wollte ich mal ein realistisches Motorradspiel spielen und hatte daher Dakar 18 im Visier. Schließlich ist es das offizielle Spiel zur legendären Rally. Autorennen hab ich für die Playstation 4 genug, jetzt sollte es mal eine Motorradsimulation sein. Und die habe ich wahrlich mit Dakar 18 bekommen. Wenn ich ehrlich bin, so realistisch wollte ich das Spiel eigentlich dann doch nicht.


Aber beginnen wir von vorne. Die zuständige Agentur Marchsreiter stellte mir eine Kopie von Dakar 18 kostenlos zur Verfügung – vielen Dank dafür. Gleich installiert und erst mal gewartet, denn der erste Patch musste geladen werden. Einfach losspielen und losfahren geht bei Dakar 18 nicht. Die Rennsimulation ist kompliziert. Einfach Gas und ab in die Wüste läuft da nicht, sonst steht man in der Wüste (Vorsicht Wortspiel). Also das Tutorial durchspielen und weil die Steuerung und Navigation so schön kompliziert sind, gleich noch ein zweites Mal durch den Testparcur.
Jetzt spiele ich Dakar 18 auf einen 65 Zoll Bildschirm und trotzdem ist das ganze Zeug unübersichtlich. Bin ich schon am Kontrollpunkt gewesen? Wo ist das nächste Ziel? Warum ist der Pfeil so klein? Ist mit meinem Fahrzeug alles in Ordnung? An Fahrzeuge stehen Motorrad, Quad, Pkw und Lkw und UTVs (Side-by-Side-Vehicles) zur Verfügung.

Eindrucksvolle Namen bei Dakar 18
Hier für die mobilen Freaks, die Hersteller, die Lizenzen zum Spiel vergeben haben – samt Fahrer und Beifahrer:
Autos: Peugeot, Mini, Toyota, Renault, Mitsubishi mit Carlos Sainz, Stéphane Peterhansel, Sebastien Loeb, Nasser Al Attiyah, Nani Roma, Orlando Terranova, Mikko Hirvonen, Bryce Menzies, Emiliano Spataro, Carlos Sousa und vielen anderen.
Motorcycles: KTM, Honda, Yamaha, Husqvarna mit Mathias Walkner, Sam Sunderland, Joan Barreda, Adrien Van Beveren, Pablo Quintanilla, Laia Sanz und vielen anderen.
Quads: Yamaha Raptor mit Ignacio Casale, Sergey Karyakin, Alexis Hernandez, Rafal Sonik
Trucks: Kamaz, Maz, Tatra, MAN mit Eduardo Nikolaev, Martin Kolomy, Aleksandr Vasilevski und vielen anderen.
SxS: Polaris mit Patrice Garrouste, Claude Fournier und vielen anderen.

Ich seh den Sternenhimmel
Wenn man sich mal eingefuchst hat, dann läuft sich Sache. Ich vermisse einen klassischen Wettkampfmodus. Die meiste Zeit gurke ich alleine durch die Gegend. Die KI spielt ein paar andere Fahrzeuge ein, die ich im Kindergartenmodus lässig überhole, um mein Selbstbewusstsein aufzubauen. Freilich verfahre ich mich in der Wüstengegend, weil ich ja meine Renngegner im Auge habe und scheitere somit am nächsten Zielpunkt, weil ich die enormen Strafzeiten kassiere.
Ich musste mich daran gewöhnen auf das offizielle Roadbook zurückzugreifen, um die Orientierung auf den 14 Etappen in Peru, Bolivien und Argentinien nicht zu verlieren. Die offene Spielwelt ist grandios, wenn ich mich nicht dauernd verfahren würde. Es ist faszinierend, an was die Entwickler geleistet haben. Die Sonne wird sich entsprechend der Position des Landes (Peru, Bolivien und Argentinien) bewegen. Sogar der Sternenlauf in der Nacht ist simuliert. Das ist fein, aber noch feiner wäre es gewesen, wenn mein Fahrzeug etwas flüssiger fahren würde.
Eigentlich fahre ich auf Sieg. Aber ich kann auch Fair Player sein und anhalten. Als Spieler kann ich entweder gnadenlos für den Sieg kämpfen oder anhalten, um den Konkurrenten zu helfen. Das Helfen anderer Spieler bringt extra „Repair-Points“ ein, die dringend benötigt werden.
Zusätzlich beinhaltet das Spiel einen Singleplayer sowie einen Splitscreen (bei dem ich eigentlich nichts mehr gesehen habe) und Online-Multiplayer-Modus.
Also, ich wollte eine Motorradsimulation und ich habe das gewünschte Produkt bekommen. Der Spaß hielt sich anfangs in Grenzen, weil es mir zu viel Fummelei war bis ich endlich rasen konnte. Wer allerdings ein Frickler und Simulationsfreak ist, der wird mit Dakar 18 absolut glücklich – ich wurde es leider nicht.

Warum Gerhard Richter und ich keine Freunde werden

20. Oktober 2018

Ich glaube, die Überschrift lockt den verehrten Leser dieses Blogs auf eine falsche Fährte. Um es klarzustellen: Ich verehre Gerhard Richter als einen großen Künstler unserer Zeit. Das erste Mal, dass ich einen echten Richter live sah, war in der Tate Modern in London. Mit der Familie besuchte ich im Frühjahr dieses außergewöhnliche Museum an der Themse und entdeckte in einen der zahlreichen Räume das Bild Strip (2011) von Gerhard Richter. Ich konnte meinen Blick vom Bild kaum lösen, stand davor, schaute es mir von nah und fern an. Gerhard Richter hatte mich gefangen und ich bin seinem Bann erlegen.

Schnitt in die Gegenwart. Aufgrund eines Konzertbesuchs war ich in Berlin. Wenn ich nicht in der Hauptstadt zu arbeiten habe, genieße ich die unglaubliche kulturelle Vielfalt dieser Stadt. So kam ich auch auf die Idee, endlich die Gerhard Richter-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini zu besuchen. Die Ausstellung läuft nur noch bis 21. Oktober 2018 und sie gilt als die Top-Ausstellung über Gerhard Richter.
Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.
Ich war neugierig und schrieb die Pressestelle an, ob ich als Blogger diese Ausstellung besuchen kann. Die Antwort war schnell, freundlich und super professionell. Ich sei als Blogger herzlich willkommen und man habe sogar für mich eine kostenlose Eintrittskarte an der Kasse hinterlegt. Vielen Dank für so einen Service.
Also machte ich mich am Donnerstag Vormittag von meinem Hotel am Berliner Ostbahnhof nach Potsdam auf. Die halbstündige Zugfahrt nutzte ich, um mich mit Updates über Richter zu versorgen. Dann ein 15minütiger Fußmarsch vom Potsdamer Hauptbahnhof über die Lange Brücke zum Museum Barberini. Vor der Tür eine große Menschentraube, die ins Museum wollten.

Zu jeder vollen Stunde werden die Besucher hineingelassen. Ich schob mich an der wartenden Menschenmenge vorbei und begehrte Einlass. Als Blogger und Medienfuzzi war ich von der Warterei ausgenommen. Aber nein: Freundlich wurde ich hingewiesen, dass das Museum heute geschlossen sei.
Wie bitte? An einem Donnerstag hat Barberini doch geöffnet und ich hatte ja extra angefragt und den Weg nach Potsdam auf mich genommen. Doch eine höhere Macht wollte nicht, dass ich die abstrakten Malereien von Gerhard Richter sehen würde. Der Grund: Kurz vor meiner Ankunft war im Untergeschoss des Museums ein Wasserschaden entdeckt worden.

Die Mitarbeiter räumten das Museum, durchkämmten die Räume nach Kunstbesuchern und schlossen die Eingangstüren. Im gleichen Moment traf eine eMail der Pressestelle ein, dass das Museum wohl heute geschlossen bleibe. Ein paar Minuten später auch eine entsprechende Meldung auf der Website. Das nenne ich professionelles Krisenmanagement.


So ein Mist – ich kann es nicht anders ausdrücken. Gerhard Richter löste sich für mich in Luft auf. Ich war soweit gekommen und nun ein Wasserschaden. Auch der Besuch des Museumsshops war nicht mehr möglich, um zumindest den Katalog zu reduzierten Preis zu erstehen. Also muss jetzt Amazon ran und ich bestellte das Buch Gerhard Richter: Abstraktion beim Online-Riesen.
Vor dem Museum nahm ich den letzten Flyer über die Gerhard Richter-Ausstellung mit, damit ich wenigstens etwas von meiner Reise nach Potsdam nach Hause bringe.


Nachdem ich im Kaffee des Museums Potsdam einen Kaffee getrunken hatte und anschließend nochmals prüfte, ob sich der Wasserschaden in Luft aufgelöst hatte, – das war nicht der Fall -, musste ein Alternativprogramm her. Ich wählte als Filmfan natürlich zum xten Mal das Filmmuseum Potsdam und schwelgte in Filmklassikern. Zuvor traf ich noch Klaus Wowereit, den ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er machte Fotos für die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP), die scheinbar neue Elektrofahrzeuge bekommen haben. Nähere Infos gibt es hier.


Dann nahte der Fahrt zurück in die bayerische Landeshauptstadt. Ich machte mich auf zum Hauptbahnhof nach Berlin, wo mein gebuchter ICE nach München auf mich wartete. Auf der Fahrt zurück nach Berlin, kam dann eine weitere Mail von der Pressestelle, dass das Museum Barberini wieder geöffnet habe. Ich sei herzlich willkommen.
So ein noch größerer Mist. Ich war auf der Heimfahrt und Gerhard Richter wartet auf mich. Nun, er muss warten. Umkehren ging nicht. Gerhard Richter und ich werden wohl keine Freunde mehr. Aber für alle, die in Berlin oder Potsdam herumlaufen, schaut euch bis 21. Oktober die Gerhard Richter-Ausstellung im Museum Barberini an und berichtet mir, wie sie war.

Verwandlungsspieltisch im Bayerischen Nationalmuseum #BarockerLuxus

19. Oktober 2018
Für die Blogger wurde ein Verwandlungstisch geöffnet.

Für die Blogger wurde ein Verwandlungstisch geöffnet.

Eine seltene Ehre wurde den Bloggerinnen und Bloggern beim jüngsten Bloggerwalk im Bayerischen Nationalmuseum zu Teil. Unter dem Hashtag #BarockerLuxus kamen wir an Orte, die dem gemeinen Besucher eher verschlossen sind. Ich bedanke mich für diese Möglichkeit. Und wir bekamen Vorführungen, die nur ein ausgewähltes Publikum genießen können.
Zum adeligen Leben des Barocks gehörten aufwendige Möbel dazu. Dazu gab es in der Möbelabteilung des fantastischen Museums in München eine Abteilung mit Luxusmöbel von Abraham und David Roentgen. Ich muss zugeben, dass ich die beiden Herrschaften vor meinem Besuch des Nationalmuseums nicht kannte. Zu meiner Entschuldigung kann ich sagen, dass historische Möbel nicht unbedingt zu meinen Steckenpferden gehören. Das sollte sich jetzt ändern. Der Saal mit den Roengten-Möbeln wurde durch Harry Beyer, ein Münchner Antiquitäten-Geschäft, finanziert.

Toller Saal mit historischen Möbeln im Bayerischen Nationalmuseum.

Toller Saal mit historischen Möbeln im Bayerischen Nationalmuseum.

Die Kuratoren des Museums ließen uns Bloggern eine besondere Ehre zu Teil. Der Kurator der Möbelabteilung öffnete mit weißen Stoffhandschuhen einen der empfindlichen Tische, die mit einer besonderen Mechanik ausgestattet sind. Vielen Dank dafür. Mein Kopfkino begann sofort zu Arbeiten und ich sah Szenen von Barry Lyndon vor meinen geistigen Auge.

Der Verwandlungsspieltisch stammt zwischen 1774 und 1780. Die Grundidee des Tisches, eine dreimal wandelbare Platte und ein zuletzt hervorspringender Kasten, wurde schon von Abraham Roentgen entwickelt. Dieses Exemplar folgt klassizistischen Formen, wohingegen die an den Bändern aufgehängten Rosenblüten noch dem naturromantischen Rokoko angehören.

Ich saugte sehr viel historisches Wissen auf. Die Herstellung von Luxusmöbeln konzentrierte sich im 18. Jahrhundert auf Paris mit einer Vielzahl von berühmten Meister. Nur eine einzige Werkstatt war international ebenbürtig: die von Abraham (1711-1793) und David Roentgen (1743-1807) in Neuwied am Rhein. Die Familie Roentgen gehörte der sittenstrengen protestantischen Glaubensgemeinschaft der Herrnhuter an, die 1750 Graf Friedrich Alexander zu Wied-Neuwied in seiner Residenzstadt ansiedelte. Die Herrnhuter galten als gute Handwerker, waren aber sonst eher spaßbefreit. Sie lehnten jeglichen Luxus sowie spekulative Geschäftsmodelle oder Kreditaufnahme strikt ab. David Roengten war wohl aber ein Fuchs und das schwarze Schaf der Glaubensfamilie und ging zum Erreichen seiner Ziele auch geschäftliche Risiken ein und bekam immer wieder Ärger mit seiner Gemeinde. Sein geschäftlicher Höhepunkt war die Gründung einer Niederlassung in Paris 1780 und die Belieferung des Russischen Hofes in St. Petersburg zwischen 1783 und 1789. Die Möbel der Roengtenmanufaktur zeichneten sich durch ihre handwerklich perfekte Ausführung, aufwendige Materialien und besondere mechanische Raffinessen aus. Also den Raum im Bayerischen Nationalmuseum ansehen und vielleicht habt ihr ja Glück auf eine Demonstration. Wenn nicht, dann die Monitore im Raum anschauen, dort werden die Geheimnisse der Möbel am Display gezeigt.

Der aufgeklappte Verwandlungstisch.

Der aufgeklappte Verwandlungstisch.

Streamingerfahrungen bei Facebook Live und YouTube zur Friseurmesse HAARE 2018

18. Oktober 2018
Landesinnungsmeister Christian Kaiser: Der Friseur ist für den Menschen da.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser: Der Friseur ist für den Menschen da.

Am Sonntag und Montag, 21. und 22. Oktober 2018, findet in Nürnberg die wichtigste Friseurmesse Südbayerns statt, die HAARE 2018. Rund 11.000 Friseurinnen und Friseure aus ganz Deutschland, Österreich und Tschechien werden erwartet. Ich mache die PR- und Öffentlichkeitsarbeit für den Landesinnungsverband des Friseurhandwerks und vor ein paar Tagen fand die Pressekonferenz zu dieser Veranstaltung statt.
Damit interessierte Friseurinnen und Friseure den Weg nach Nürnberg zur PK nicht auf sich nehmen müssen, entschloss ich mich kurzerhand, die Veranstaltung via Facebook zu streamen und Videos anschließend in YouTube zu veröffentlichen.
Da ich rechtzeitig vor Ort war, baute ich meine Kameras direkt vor dem Podium auf. Wer als erster kommt, der mahlt zuerst. Die Kollegin vom BR-Abendschau suchte sich einen anderen Kamerastandpunkt und das Instagram-Team vom BR-Studio Franken ebenso. Nach einem kurzem Probelauf passte alles. In dem Raum hatte ich eine ausgezeichnete LTE-Verbindung zum Streamen.

Kameras optimal postiert.

Kameras optimal postiert.

Das Streaming führte ich mit dem iPhone Xs max durch. Kamera und Mikrofon des Apple Devices sind leistungsstark und reichten für den Raum aus. Die Lichtstärke ist so gut, dass keine extra Beleuchtung eingesetzt werden musste.
Parallel dazu filmte die Pressekonferenz mit der Bloggerkamera Canon Legria Mini X, mein zuverlässiger Begleiter mit starken Mikrofonen, die ich vor allem für Interviews gerne einsetze. Einzelne Fotos von der Veranstaltung machte ich mit der Fujifilm X100F. Das ganze Material sollte für die Website des Landesinnungsverbandes verwendet werden.


Es begann mit Statements vom zuständigen Messeverantwortlichen Christian Arnold, gefolgt von Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Seine Rede hatte die Geschäftsführerin des Verbandes erarbeitet und ich habe ein paar knackige Aussagen hinzugefügt. Unsere Kernbotschaft: Trotz Digitalisierung bleibt das Friseurhandwerk ein attraktives Handwerk. Und: Der Friseur ist für den Menschen da.

Nach den Reden kam die Friseurshow, die von Creativdirektor Dieter Schöllhorn und Sonja Fischer moderiert wurde. Die Modelle zeigten die neuen Schnitte für Herbst und Winter. Schöllhorn und Fischer stylten auf der Bühne die Frisuren von Freizeit auf Business um, sehr eindrucksvoll. Während der Show lief Musik als Untermalung und genau diese Musik machte meiner Facebook-Übertragung einen Strich durch die Rechnung.

Der Urheberrechte-Filter wurde aktiv und blockte die Übertragung. Einige Teile des Videos wurden von Facebook auf blockiert und anschließend auf stumm geschaltet. Eine Frisurenshow ohne Ton ist auch irgendwie blöd.


Bei YouTube war es ähnlich, aber nicht so heftig. Das System informierte mich über den Urheberrechtsverstoss, ließ das Video aber passieren.


Teil drei der Veranstaltung war dann eine Barber-Show von 101Barber. Zwei Bartträger wurden gestylt, leider mit Musik und hier war dann Schluss mit lustig. Sowohl Facebook als auch YouTube machte mir hier einen Strich durch die Rechnung. Also gibt es von der Show mit Fotos, aber kein Bewegtbild im Netz.

 


Was lerne ich daraus: Spontan geht mit Live-Übertragungen in Sachen Bewegtbild gar nichts. Für die nächsten Veranstaltungen muss ich die Beteiligten briefen und rechtefreie Musik besorgen. Es gibt zahlreiche gute Stücke, entweder bei GEMA-freien CDs oder über 150.000 Stücke bei YouTube-Audio in der Wolke.

So sind die Frisurentrends Herbst/Winter
Übrigens, Dieter Schöllhorn verriet mir die Damen-Trends der Saison: Trägerinnen von kurzem Haar setzen Trends, zum Beispiel mit der Neuinterpretation des Pixie Cuts, der, gerne in Kombination mit der entsprechenden Färbetechnik, eine leichte Struktur aufweist – eine Hommage an Mia Farrow! Viele Frauen und Mädchen wünschen sich langes Jahr – und treffen damit in dieser Saison voll ins Schwarze. Egal ob mit oder ohne Pony, eine Länge oder leicht gestuft, straight oder curly: Lange Haare können sowohl elegant und glänzend oder punkig und matt – dabei aber bitte nicht weniger sorgfältig! – gestylt werden. Essentiell ist, dass das Haar gepflegt und gesund aussieht, und flexibel frisiert werden kann. Vielseitig tragbar ist zum Beispiel der Clavi Cut mit einer Haarlänge in etwa bis zum Schlüsselbein – eine prominente Trägerin in der Pony-Variante ist zum Beispiel Sängerin Taylor Swift. Auch der kürzere, klassische Bob ist nach wie vor in, wird aber in der kommenden Saison gerne als strenger Wet Look gestylt, zum Beispiel mit nach außen frisierten Spitzen.


Die Looks des Herbsts/Winters sind zweierlei: glamourös und grungy! Im besten Fall macht jeder Haarschnitt beide Trends mit und bietet der Trägerin Flexibilität beim Styling. Nicht nur bei Kleidung ist Oversize angesagt – auch auf den Köpfen sehen wir aktuell viel Volumen. Locken sind wieder verstärkt im Kommen und werden auf verschiedenste Arten kreiert: vom Friseur im Salon als sogenannte Chemical Waves, mit Wärme, dem Glätteisen oder als geflochtene Zöpfe, die wieder geöffnet werden und einen Crêpe-Look erzeugen. Sie werden entweder im eleganten Big Hair Style, oder aber so natürlich und mühelos wie möglich im messy Style getragen, der an Kalifornien und Beach Waves erinnert.