Archive for April 2016

Volià – mein Pac Man Anzug

30. April 2016
Mein neuer Anzug mit Pac Man-Motiven. Perfekt für mich als Retro Gamer. Foto: maskworld.com

Mein neuer Anzug mit Pac Man-Motiven. Perfekt für mich als Retro Gamer. Foto: maskworld.com

Ich habe ein paar T-Shirts mit Retro Gaming-Motiven, aber ich trage auf offiziellen Veranstaltungen eher einen Anzug mit Hemd. Jetzt endlich kann ich meine Retro-Gaming-Leidenschaft auf offiziellen Anlässen zur Schau stellen: Ich habe bei Maskworld aus Berlin einen Anzug mit Pac Man-Motiven.
Der Pac-Man Anzug von OppoSuits ist eine Augenweide und ich bin mir sicher, das Teil wird auf Veranstaltungen wie dem Deutschen Computerspielpreis, der GamesCom, Retro-Börsen oder Spieleabend im Münchner Werk1 auffallen.
Die gesamte Oberfläche des Anzugs ist mit dem Labyrinth aus dem legendären Videospiel Pac Man bedruckt und auch die bunten Geister Blinky, Pinky, Inky & Clyde tummeln sich auf Jacket, Hose und Krawatte. Das Teil hat einen gewissen Retrocharme.


Der Anzug hat jetzt nicht die Qualität meiner Standardanzüge aus Tweed, ist dafür ein netter Gag. Ich hatte befürchtet, dass die Sache sehr billig ausfällt, ist es aber nicht, trotz 100% Polyester. Der Anzug von OppoSuits ist ein Einreiher im klassischen Schnitt mit Brusttasche, Außen- und Innentaschen. Er ist mit Schulterpolstern und mit Ärmelknöpfe ausgestattet.
Die Hose ist klassisch gerade geschnitten mit Bundfalte. Der Bundverschluss ist mit Haken und Knopf und die Hose hat Gürtelschlaufen, Eingriffstaschen an der Seite und hinten und sie fällt etwas länger aus.
Neben Pac Man gibt es noch eine Reihe anderer Motive bei den Anzügen von OppoSuits. Einfach mal bei Maskworld schauen und online bestellen. Die Lieferung kam schnell und super verpackt. Den Anbieter kann ich empfehlen, werde aber trotzdem bei meinen Berlin-Besuch nächste Woche im Laden vorbeschauen und ein wenig stöbern.

Welche Videos zur Hochzeit – Hochzeitsfilmer aufgepasst

29. April 2016
Auf der Friseurmesse HAARE in Nürnberg gibt es schon Brautfrisuren.

Auf der Friseurmesse HAARE in Nürnberg gibt es schon Brautfrisuren.

Morgen bin ich auf eine Hochzeit eingeladen und da kann ich prüfen, ob die Aussagen von Kizoa stimmen. Hochzeiten werden überall auf der Welt anders gefeiert. Und sie werden in der heutigen Zeit gefilmt. Sowohl nationale Traditionen als auch kulturelle Unterschiede prägen die Hochzeitsfeierlichkeiten. Wie diese genau aussehen, hat der Online-Movie-Maker Kizoa  bei einer Analyse von Hochzeitsvideos untersucht – 15.000 davon werden jährlich allein mit Kizoa erstellt. Ich bin morgen auf eine bayerische Hochzeit eingeladen, vielleicht lässt sich auch hier ein Trend erkennen. Und ich bin gespannt, ob überhaupt jemand filmt.
Fest steht: Inder, Türken und US-Amerikaner lieben es prunkvoll: Ein Blick in ihre Hochzeitsvideos zeigt, dass keine Kosten und Mühen gescheut werden, um den Bund fürs Leben zu zelebrieren. „Die Zeremonie steht in diesen Ländern häufig für sich selbst, während auf Videoeffekte weitgehend verzichtet wird“, erklärt Yanaï Guedj, Gründer und CEO von Kizoa, der mit seinem Team tausende Hochzeitsvideos ausgewertet hat. Umgekehrt verhält es sich genauso. Bei kleineren, eher intimen Hochzeiten steigt die Benutzung von Videoeffekten und Animationen. Ich habe mal beim Filmen gelernt, Videoeffekten und Animationen zu vermeiden, wenn eine Geschichte erzählt wird.
Zum Start der aktuellen Hochzeitssaison von Mai bis August, in der rund 15000 Filme zu diesem Thema erstellt werden, präsentiert Kizoa die schönsten Hochzeitsbräuche, Traditionen und Trends der Welt. Ich erinnere mich an meine Hochzeit. Es gab kein Video, es gab ein paar Fotos bei strömenden Regen (von wegen reicher Braut). Die ganze Sache war eher intim gehalten, ich mag kein großes Rambazamba. Ich stehe so oft auf Bühnen und mach die Rampensau, dass ich bei privaten Feiern auf den ganzen Zirkus gerne verzichte. Aber die Auswertungen sind schon ziemlich interessant. Ich bin gespannt, wer von meinen Lesern diese Aussagen bestätigen kann.

China: Das perfekte Paar
In China wird schon beim Fotoshooting auf Perfektion gesetzt. So kleiden sich die Paare bis zu 20 mal um und posieren an unterschiedlichsten Orten.

Türkei: Sentimentaler Abschied von der Familie
In der Türkei wird vor der Hochzeit ein Henna-Abend (Kına gecesi) veranstaltet, an dem ursprünglich nur die Frauen teilnahmen. Der symbolische Abschied von der Familie und Freunden ist traditionell eher von Traurigkeit und sentimentalen Gesängen geprägt. Die Braut trägt dabei einen roten Schleier (Bindallı), der ihr Gesicht verdeckt, um ihre Tränen über den Abschied von der Familie zu verstecken. Zusätzlich werden ihre Handflächen und Finger mit Henna bemalt, was ihr Glück in der Ehe bescheren soll.

Japan: Manchmal muss es eben spektakulär sein
Eine Hochzeitstorte der etwas anderen Art wird in Japan serviert: Diese ist oft eine Attrappe aus Pappmachee, Gummi und Styropor. Im Inneren der Torte befinden sich häufig zusätzlich Böller, Feuerwerk und sogar Nebelmaschinen – eine fulminante Show für Brautpaar und Gäste. Anschließend lassen sich die Japaner eine weniger aufwendige und vor allem genießbare Torte schmecken.

Spanien: 13 Goldmünzen zur Trauung
Während der spanischen Trauungszeremonie übergibt der Bräutigam seiner Frau 13 “arras”, vom Priester geweihte Goldmünzen. Sie repräsentieren sowohl Jesus und seine Jünger, als auch die Mitgift des Bräutigams und seine Bereitschaft, sich um seine Braut zu kümmern.

Frankreich: Video-Biographien
In Frankreich wie auch in Deutschland wird es immer mehr zur Tradition, dass Freunde Filme erstellen – mit Fotos und Bildern aus der Jugend des Paares und diesen auf der Hochzeit selbst präsentieren. Dabei sind vor allem lustige Fotos der Renner, die meist etwas peinlich sein können.

Dänemark: Löchrige Socken zur Hochzeit
Bei dänischen Hochzeiten werden dem Ehemann die Spitzen seiner Socken abgeschnitten. Denn angeblich sieht keine andere Frau einen Mann an, der löchrige Socken trägt.

Griechenland: Sohle mit Namen
In mehreren Ländern, darunter Griechenland und die Türkei, schreibt die Braut die Namen ihrer unverheirateten Freundinnen auf ihre Schuhsohlen. Der Brauch besagt, dass diejenigen Trägerinnen, deren Namen am Ende der Feier noch lesbar sind, als nächstes heiraten werden.

Indien: Einmal Glück bitte
Geldgeschenke sind natürlich nicht nur auf indischen Hochzeiten beliebt. Besonders ist hier, dass keine runden Beträge geschenkt werden, da das als unglücksbringend angesehen wird. Üblich ist, die Summe auf einer eins enden zu lassen.

Brasilien: Von nun an immer bergauf
Im Zuge der brasilianischen Feierlichkeiten schneidet das Brautpaar gemeinsam die Hochzeitstorte an. Das ist zwar allgemein üblich, aber in Brasilien schneidet das Paar immer von unten nach oben. Das symbolisiert, dass es für die frisch Vermählten zukünftig bergauf gehen soll.

USA: Leidenschaftliche Videos
In den USA wird viel Wert auf Emotion gelegt, wenn es um den Film geht. Es werden Videobotschaften eingebaut von Verwandten und Freunden, die rührende Kommentare und Nachrichten für das Paar in die Kamera sprechen.

Meine Leidenschaft – Schuhe, ja Schuhe für Männer

28. April 2016

Ich machte den Anfang und ich mache das Ende – gemeint ist die Blogparade der Münchner IronBlogger zum großartigen Thema Leidenschaft. Ich startete mit meiner Leidenschaft zum Thema 8-Bit-Videospiele und möchte mit meiner Leidenschaft Schuhe enden. Ja richtig, Schuhe. Ich liebe Schuhe und in jeder Stadt gehe ich meiner Leidenschaft nach. Übrigens, ich bin ein Mann.

Krasse Kombi, ich weiß.

Krasse Kombi, ich weiß.

Wir Männer haben nicht viel um aufzufallen, um modisch Eindruck zu schinden. Ich trage keine Ohrringe, Ketten und anderen Schmuck. An den Finger trage ich einen Ring, manches Mal sind es zwei oder drei – je nach Anlass. Die Zeiten der protzigen Uhren sind in Zeiten der AppleWatch auch vorbei. Meine Klamotte ist weißes Hemd, Fliege, schwarze Hose, Jacke – auch nicht gerade der modische Brüller.
Was bleibt sind Hüte und Schuhe. Beides erwerbe ich mit großer Leidenschaft. Klassische US-Kappen sind nicht mein Ding, also weiche ich auf Mützen oder klassische Hüte aus. Der Hutkönig in Regensburg gegenüber vom Dom ist mein Paradies an Hüten – oder der Breiter in München.
Bei den Schuhen wird es schon schwieriger. Der klassische Schuhladen hat für uns Männer schwarze und braune Schuhe. Die müssen sein, sind aber manches Mal zu langweilig. Ich hatte mal einen Chef, der mich bei einer Abendveranstaltung nach 18 Uhr nach Hause schicken wollte. „No brown after six“ – hieß seine Devise. Gut, dass ich noch schwarze Schuhe im Büro hatte.


Aber die Schuhmode für Männer ist in der Regel öde, stink langweilig. Also müssen ausgefallene Schuhe her. In diesem Blog habe ich immer wieder über Schuhe gebloggt. Meine männlichen Follower reagieren etwas verblüfft bei den Postings (das ist gelinge gesagt)- die Damenwelt findet es in der Regel okay.
Meiner Frau macht meine Schuh-Leidenschaft nichts aus. Klar, Frauen lieben Schuhe und damit liebt meine Frau auch den Einkauf in Schuhgeschäften, in die ich sie gerne begleite. Normalerweise sterben Männer an Langeweile, wenn sie ihre Frauen beim Schuhkauf begleiten müssen. Al Bundy kommt mir immer in den Sinn. Mir machen diese Einkäufe Spaß, obwohl ich in der Regel nichts für mich finde.
Mal kaufe ich real im Laden ein, wie beispielsweise neulich bei Lloyd im Ingolstadt Village, oder ich shoppe online bei Mascolori in Amsterdam. Die Qualität muss stimmen und das Design. Neulich war ich in einem Schuhladen, dessen Betreiber Schuhe für Zauberer, Musiker und Künstler führten. Cool, das war meine Welt.

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Wir haben im Keller einen eigenen Schuhraum. Andere Leute haben einen begehbaren Kleiderschrank – das wäre toll, aber diesen Luxus leisten wir uns (noch) nicht. Wir haben einen Raum voller Schuhe. Und ich muss zugeben, so dann und wann habe ich ein Problem mit der Ordnung. Da die Schuhe alle in Kartons liegen, muss ich Ordnung halten. Und das ist ein Problem: Sommer- und Winterschuhe, dann Freizeit- und Halbschuhe, dann Stiefel, Boots und was es noch so gibt. Oftmals ist alles durcheinander. Ich weiß zwar, welche Schuhe ich habe, finde sie aber im ersten Anlauf nicht immer. Also kenn ich meine Aufgabe: Ordnung schaffen in der Schuhflut. Darauf habe ich trotz Leidenschaft für Schuhe nur bedingt Lust.

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Im Moment bin ich zudem auf den Socken-Trip. Meine Frau hat mir zu Weihnachten die Farbexplosion von Jungfeld geschenkt. Bunte Socken in guter Qualität. Ich habe mir gleich noch ein paar Packen bunte Socken gekauft. Die Kombination bunte Socke und buntes Schuhwerk geht in der Regel schief, macht aber Lust aufs Experimentieren. Da kommen dann doch wieder schwarze Socken zum Einsatz.


Gestern war Maria Probst in der Parade dabei mit ihrem Blog immerferien Und morgen ist Bettina mit ihrem Blog Mami & Gör an der Reihe in unserer Leidenschaft-Blogparade.

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Meine Eindrücke zum Deutschen Computerspielpreis

26. April 2016

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Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und ich bin dankbar, dass ich zum Festabend des Deutschen Computerspielpreises eingeladen wurde. Die Veranstaltung ist zwar schon ein paar Tage her, aber mir immer noch in guter Erinnerung. Für mich war es das erste Mal – und ich hoffe, es war nicht zum letzten Mal. Es war eine schöne Gala mit anschließender Party – alles fand in der futuristischen BMW-Welt in München statt. Bayern zeigte Stil und schindete mit der Location Eindruck. Der Ort der Verleihung wechselt jährlich zwischen Berlin und München – und 2016 war die bayerische Landeshauptstadt wieder an der Reihe. Gut so.


Jetzt kenne ich einige Fachpreise, hab sogar einige Fachauszeichnungen selbst organisiert und ich dachte, der Deutsche Computerspielpreis ist eine ähnliche Fachveranstaltung für die Branche. War es im Grunde auch, aber von Fachlichkeit war an dem Festabend nichts zu spüren. Es wurde fast kein Wort über Shader, Lightning, Pixels, Polynone, CGI verloren, sondern es bliebt alles an der Oberfläche. Es war mehr eine Show und eine Darbietung als eine Fachauszeichnung. Wahrscheinlich wollten dies die Veranstalter und ich bin mit falschen Erwartungen in die BMW-Welt hingegangen. Als ich mich mit Show, und Glamour abgefunden hatte, gefiel es mir sehr gut. Ich habe gleich viele Selfies von mir gemacht.

Mario Kart-Fahrer Dobrindt
Der von den Branchenverbänden BIU e.V. und GAME e.V. gemeinsam mit dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Bundesminister Alexander Dobrindt, getragene Preis ist eine Initiative der deutschen Politik und Wirtschaft. in 14 Kategorien werden herausragende deutsche Spieleproduktionen ausgezeichnet. Ich hatte meine Einladung aber weniger dem Minister zu verdanken als vielmehr seiner Staatssekretärin Dorothee Bär. Ich kenne Dorothee Bär seit einigen Jahren, kannte sie noch als sie Dorothee Mantel hieß. Immer wieder kreuzen sich unsere Wege und Dorothee Bär setzt sich massiv für die Digitalisierung der bundesdeutschen Gesellschaft ein. Sie ist zudem auch eine überzeugte Gamerin und es lässt sich mit ihr exzellent fachsimpeln.

Der Verkehrsminister im virtuellen Auto.

Der Verkehrsminister im virtuellen Auto.

Insgesamt war in der BMW-Welt viel Politik am Start. Die Rede von Verkehrsminister Alexander Dobrindt war gut geschrieben. Ich weiß zumindest jetzt, dass er ein Mario Kart-Fan ist. Das ist doch schon mal was und er bekommt bei all der Diskussion um Maut hier einen Pluspunkt. Wir Mario Kart-Fahrer müssen zusammenhalten, aber ich hoffe es stimmt nicht, dass Dobrindt Mario Kart nur mag weil er Verkehrsminister ist. Für den Bundesverkehrswegeplan hätte ich ein paar Vorschläge. Ich habe die Rede von Dobrindt via Periscope live gestreamt und in YouTube eingestellt.

Standortförderin Aigner
Gut in der anwesenden Community kam auch die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner an. Sie ist zugleich Medienministerin und muss die schwierige Aufgabe Medien und Wirtschaft lösen. Mit ihrer Rede hat sie es gut gemacht und konnte beim Publikum punkten ohne sich anzubiedern. Hier ein 360 Grad Video von mir von ihrer Rede.

Schwarze Witwe Dorothee Bär legt nach
Ja und natürlich durfte Dorothee Bär auch etwas sagen, schließlich verdanken wir ihrem Engagement den Deutschen Computerspielpreis. Ihre Rede war extrem launig. Lob gebührt ihr auf jeden Fall für das wunderschöne Kleid, das sie an dem Abend trug. Zwar meinte ihr Minister das Kleid sei das Modell Schwarze Witwe, aber was weiß Alexander Dorbindt im Nadelstreifenanzug schon über Mode. Mit einem gelungenen Bullshit-Bingo feierte sie die Branche und es tat gut, diese Worte zu hören.


Dass nicht alles glatt lief, zeigte sich bei einer Unklarheit, wann welche MAZ eingespielt wird. Hier zeigte Dorothee Bär wer das sagen hat: Mit den Worten „Wer das Mikro auf der Bühne hat, der bestimmt“ hatte die Politikerin aus Franken die Sympathien auf ihrer Seite. Gut gesprochen. Hier ein 360 Grad Video von mir von ihrer Rede.

Gewinner und Laudatoren und ein wenig Kritik
In gleich zwei internationalen Kategorien und beim Publikumspreis setzte sich „The Witcher 3: Wild Hunt“ des polnischen Entwicklers CD Projekt RED durch. Ich muss zugeben, ich fand The Witcher 3 nicht den Hit, bin wohl aber nicht die Zielgruppe.

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Weitere Preise wurden unter anderem von YouTube-Star LeFloid, Komiker Kaya Yanar und Schauspieler Antoine Monot jr überreicht. LeFloid ist zumindest ein Experte in Sachen Games, durch seine Let’s Plays kennt ihn die Nachwuchsbranche. LeFloid war mir etwas zu schnell. Komiker Kaya Yanar und Schauspieler Antoine Monot jr waren extrem sympathisch. Ein Fachmann aus der Gamesbranche wäre wir lieber gewesen.

Kritik von meiner Seite gibt es nur an der Musik. Die Band Mia spielte auf, kam auch sehr gut beim Partypublikum in München an, aber für meinen Geschmack passte die Musik nicht zu einem Fachpreis. Ich hätte Gamesmusik vorgezogen. Auch das ist eine Kritik am Preis: Der Komponisten von Soundtracks sind so enorm wichtig für den Erfolg eines Spiels und Spielsoundtracks haben unter Kennern große Erfolge. Geniale Komponisten wie Chris Huelsbeck hätte ich gerne auf der Bühne des Deutschen Computerspielpreises gesehen. Übrigens, hier die Gewinnerliste des Preises.

Förderungen der Bundesländer
Als „Bestes Serious Game“ hat das interaktive Echtzeitspiel „Professor S.“ aus Berlin den Deutschen Computerspielpreis 2016 gewonnen. Das vom Medienboard im Bereich „Innovative Audiovisuelle Inhalte“ geförderte Spiel ist zusammen mit sieben Berliner Grundschulen entwickelt worden und wird bereits in über 50 Schulen deutschlandweit im Unterricht eingesetzt. Der Rahmen des Spiels mit ständig wachsenden Varianten ist die Zeitreise des „Professor S.“, von dem die Schüler Aufgaben erhalten. Indem sie in Dialog mit den Figuren treten, werden sie selbst Teil des Abenteuers und tragen aktiv zum Verlauf der Erzählung bei.
Helge Jürgens, Geschäftsführer Standortentwicklung Medienboard Berlin-Brandenburg: „Mit Professor S.´ ist es Jan von Meppen und seinem Team von LudInc gelungen ein Game zu entwickeln, durch das Schüler den Umgang mit digitalen Inhalten lernen, und gleichzeitig dazu animiert werden Aufgaben in der realen Welt zu lösen.“
Der bereits vielfach preisgekrönte 2D Puzzle Platformer „Typoman“ (Brainseed Factory) aus Bonn, in dem sich der Spieler durch eine Welt aus Buchstaben und Wörtern bewegt, überzeugte die Jury in der Kategorie Beste Inszenierung. Die Film- und Medienstiftung NRW förderte das Konzept und den Prototyp von „Typoman“ im Bereich Innovative Audiovisuelle Inhalte mit insgesamt 75.000 Euro.
Der Preis für das beste Kinderspiel 2016 wurde an „Fiete Choice“ von Ahoiii Entertainment vergeben. Die Kölner Kinderspieleentwickler teilen sich den Preis mit „Shift Happens“ von Klonk aus München. Der dritte Preis in der Kategorie Bestes Nachwuchskonzept ging an die TH Köln mit ihrem point-and-click Adventure „Leaves“.

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„Drei Auszeichnungen nach NRW – ein toller Erfolg für die hiesige Gamesbranche! Wir gratulieren allen Preisträgern, besonders natürlich den Teams von ‚Fiete Choice‘, ‚Leaves‘ und ‚Typoman‘. Mit dem Gewinn in der Kategorie ‚Beste Inszenierung‘ setzt ‚Typoman‘ seine Erfolgsserie bei Preisverleihungen weiter fort.“ Bundesminister Alexander Dobrindt überreichte den Preis für das Beste Deutsche Spiel an das Mainzer Entwicklerstudio von Blue Byte für „Anno 2205“. Hauptsitz von Blue Byte ist in Düsseldorf.
Hier sieht man, wie wichtig Standortpolitik im Gamesbereich ist. Spieleentwickler sind eine ernstzunehmende Größe im deutschen Wirtschaftsleben. Da wollen auch die Bayern nicht zurückstehen. Im April öffnet die FFF Bayern ihre Förderschatulle und verteilte Steuergelder. Der Games-Vergabeausschuss hatte zum ersten Mal in diesem Jahr getagt und entschieden, fünf Games mit einer Gesamtsumme von 310.000 Euro zu unterstützen. Darunter zwei Spiele, deren Prototypen bereits gefördert worden sind und die jetzt produziert werden. Alle Spiele befassen sich mit dem künftigen Zusammenleben auf unserem Planeten.
Die Produktion dreier Spiele wird mit insgesamt 270.000 Euro unterstützt: Das Online-Echtzeitstrategiespiel Submerge (Iceberg Studios, 120.000 Euro), deren Prototyp bereits gefördert wurde, ist ein innovativer Mix aus Massive Online Battle Arena (MOBA) und Real Time Strategy, in dem die Spieler nach einer Klimakatastrophe um ihr Überleben kämpfen und sich in Planung, Taktikund Strategie mit ihren Gegnern messen müssen. Ebenfalls in Produktion geht das Online-Rollenspiel Das Tal (Fairytale Distillery, 100.000 Euro), in dem sich die Spieler in einem fantastischen Wüstental gemeinsam mit anderen Bewohnern arrangieren müssen, um eine nachhaltige Zivilisation aufzubauen. Der FFF hat bereits den Prototypen von Das Tal gefördert. Im rundenbasierten GPS-Artillery-Multiplayer Steampumkins (United Soft Media Verlag, 50.000 Euro) fungiert die Erde als Spielfläche, auf der der Spieler mit Früchten als Schusswaffe den realen Standort des jeweils anderen Spielers irgendwo auf der Erde treffen muss. Dabei werden das räumliche und das geographische Vorstellungsvermögen geschult.
Die Entwicklung zweier Konzepte, die sich beide mit der Zukunft unseres Planeten befassen, wird mit insgesamt jeweils 20.000 Euro gefördert: Das Action Adventure Modern Conquistadores für Windows (Conquista Games) versetzt den Spieler in ein Erkundungsteam im Jahr 2032, das Kontakt mit den Aliens aufnehmen und den Planeten erforschen soll. Das Simulationsspiel Food Corp.Tycoon (Thera Bytes) spielt im Jahr 2040 und handelt von der Ernährungs-Apokalypse, während derer der Spieler für seine und die Gesundheit der Bewohner verantwortlich ist.

Als Friseur auf einem Kreuzfahrtschiff

25. April 2016

Irgendwann werde ich eine Kreuzfahrt machen. In jüngster Zeit kreuzen immer mehr Menschen meinen Weg, die sich mit dem Thema Kreuzfahrt auseinandersetzen. Da wäre zum einem mein guter Freund Franz Neumeier mit seinem extrem erfolgreichen Kreuzfahrtblog Cruisetricks.de, dann ist es eine Bekannte aus der Gastronomie, die auf einem Schiff als Service-Kraft anheuern will und dann sind es mehrere Bekannte, die eine Kreuzfahrt gebucht haben. Bald bin ich auch soweit.

Friseurin Lorena Hartl Polanco sucht Talente für Kreuzfahrten.

Friseurin Lorena Hartl Polanco sucht Talente für Kreuzfahrten.

Vor kurzem traf ich in Düsseldorf auf einer Friseurmesse die Friseurin Lorena Hartl Polanco. Die sympathische Friseurin vermittelt Friseure und Kosmetiker auf Kreuzfahrtschiffe und ich finde dies eine interessante Geschäftsidee und eine große Chance für Friseure, die über ihren Tellerrand hinausblicken wollen. Lorena Hartl Polanco hat während der vergangenen sechs Jahre für Steiner Transocean als Kosmetikerin, Rezeptzionistin und Spa Managerin an Bord zahlreicher Schiffe gearbeitet. Sie umrundete auf zahlreichen Schiffen die Welt und hat aus meiner Sicht einen abwechslungsreichen Arbeitsplatz. „Die Erfahrungen, die ich in dieser kurzen Zeit gewonnen habe, sind nicht mit dem Leben an Land zu vergleichen. Mit solch vielen verschiedenen Nationalitäten und Kulturen zusammenzuarbeiten, hat mich unglaublich bereichert“, sagte sie mir auf der Messe in Düsseldorf.
Der Job an Bord ist stressig, das steht außer Frage. Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen, bedeutet für viele eine Herausforderung. Ich denke aber auch, dass sich diese Herausforderung und dieser Stress lohnen. Der Umgang mit Menschen allerlei Nationen stärkt das Selbstbewusstsein und auch das Englisch. Aus dem klassischen Schulenglisch wird ein gesprochenes Englisch und sorgt dafür, dass Friseure und Kosmetiker über den Tellerrand hinausschauen. Und der Job an Bord eines Kreuzfahrtschiffes bedeutet auch, gute Qualität in hohem Tempo abzuliefern.


Lorena Hartl Polanco sucht auf zahlreichen Messen und in Berufsschulen nach geeignetem Personal. Mal sehen, ob ich die Dame auch auf die HAARE 2016 nach Nürnberg bringen kann. Die HAARE ist die wichtigste Friseurmesse in Süddeutschland und hier findet Lorena Hartl Polanco sicherlich Interessenten für diese Form des Friseurberufes. Die Bewerber durchlaufen ein Bewerbungsverfahren und werden nach London zu einer finalen Auswahltagung eingeladen. Wer diese besteht, durchläuft zahlreiche Schulungen und wird fit gemacht. Dann geht es ab aufs Kreuzfahrtschiff. Das Arbeitsverhältnis ist etwa auf neun Monate befristet, danach geht es weiter aufs nächste Schiff zum nächsten Job. Damit das klar ist, ich werde mich nicht bewerben, außer es werden Reiseblogger für eine Kreuzfahrt gesucht.

Was machen Spitzbogenfenster einer Kapelle im Hotel Prinz Luitpold Bad?

24. April 2016

Ich liebe es als Social Media-Berater und Journalist Geschichten zu erzählen. Und ich liebe es genauso, wenn ich Geschichten erzählt bekomme. Und mein Allgäuer Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang erzählt viele Geschichten. Anders als die sterilen Business-Hotels hat dieses Hotel einen wunderbaren Charme. Einige Geschichten habe ich in diesem Blog schon wiedergegeben, hier wieder eine neue aus dem 152 Jahre alten Gebäude.

Der Weg zu den Gästezimmern.

Der Weg zu den Gästezimmern.

Wenn der Gast sich zu den Zimmer begibt, dann wandelt er auf einen Teppich mit der Aufschrift „Zu den Gemächern der 1. Etage“. Der Teppich ist blau und trägt das goldene Logo des Hotels Prinz Luitpold Bad mit einem großem L, das von zwei Löwen getragen wird. Ein Pfeil weist die Richtung. Und dieser Pfeil lenkt den Blick des Gastes auch auf ein historisches Spitzbogenfenster.

Spitzbogenfenster im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Spitzbogenfenster im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu.

Diese Spitzbogenfenster im Parterre und erstem Stock stammen von der Kapelle in Birgsau. Birgsau gehört zur Allgäuer Gemeinde Oberstdorf und umfasst zehn Häuser und eine Kapelle. Birgsau gilt als dunkelster Ort Deutschlands, also meteorologisch gemeint. In der Kapelle wird der Heilige Wendelinus verehrt. Was machen jetzt die Spitzbogenfenster der Kapelle im Hotel Prinz Luitpold Bad?
Die Kapelle in Birgsau wurde zwischen 1846 und 1848 erbaut und 1890 renoviert. Hierzu hatte der Prinzregent Luitpold einen Beitrag zur Renovierung der Kapelle geleistet. Bei einer neuerlichen Renovierung der Kapelle spendeten die Hoteliers des Hotels Prinz Luitpold Bad eine Summe an die Kirche und erhielten von Kirchenbetreuer Max Thaumiller dieser Fenster im Jahr 2010. Die Auflage war, dass die Spitzbogenfenster wieder in einem Gebäude verbaut werden müssen. Dieser Auflage kamen die Hoteliers Armin und Sabine Gross im Jahre 2015 gerne nach. Seitdem hängen diese Kostbarkeiten im Hotel Prinz Luitpold Bad und unterstützen optisch den Weg zu den Gästezimmern.

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Persönliche Gedanken zum Tod von Prince

23. April 2016
Purple Rain war es nicht am Todestag von Prince. Aber Purple war der Sonnenuntergang.

Purple Rain war es nicht am Todestag von Prince. Aber Purple war der Sonnenuntergang.

Fürwahr, es ist ein schlimmes Jahr für den Rock’n Roll. Viele meiner musikalischen Helden sind verstorben. Wer den Blog verfolgt, der weiß, wie ich um Lemmy, Keith Emerson und David Bowie getrauert habe und noch trauere. Jetzt ist Prince verstorben und für die Musikwelt war es ein Schock.
Ich muss zugeben, ich war kein allzu großer Prince-Fan. Aber meinen Respekt hat dieser Musiker, der sich zur Wehr gesetzt hatte. Vielleicht oute ich mich jetzt als Banause, aber Funk war nicht mein Ding und die zahlreichen Alben von Prince gingen meist an mir vorbei.
Ich erinnere mich an meine Jugend als Purple Rain auf den Markt kam. Das Video mit Rüschen und Motorrad gefiel mir. Und auch der Song hat mir gefallen. Unter meinen Freunden entbrannte der kindliche Streit, wer der bessere Musiker sei: Michael Jackson oder Prince. Mir war es egal, weil ich keinen von beiden so sehr verehrte. Es war ein Streit unter verblendeten Jugendlichen. Heute rückblickend hätte ich mich auf die Prince-Seite geschlagen, weil der kleine Mann musikalisch viel auf der Pfanne hatte. Wie gesagt, es war im großen und ganzen nicht meine Art von Musik, aber das größere musikalische Talent hatte zweifelsohne Prince. Jetzt können Michael Jackson und Prince im Himmel den Streit weiter austragen. Groß bewandert war ich in Prince-Songs nicht. Ich mochte Sign o‘ the Times und ich fand Kiss wunderbar witzig, aber die ganzen Metamorphosen des von Prince hin zum Symbol und Tafkap machte ich nicht mit.
Nach deinem Tod habe ich jetzt zahlreiche Prince-Alben durchgehört und ein paar Live-Videos gesehen und ich muss mich heute entschuldigen. Der Mann hatte Talent, absolut. Leider habe ich es zu seinen Lebzeiten nicht erkannt. Prince war mir meist egal. Heute ist er mir nicht mehr egal. Es ist schade, dass ich erst durch den Tod von Prince auf ihn richtig aufmerksam geworden bin. Dafür möchte ich mich bei ihm entschuldigen. Ich denke, dieser Mann hatte wahnsinniges Talent und mit 57. Jahren ist es viel zu früh zum Sterben, egal was die endgültige Todesursache war.
Respekt habe ich vor seinem Kampf gegen die Musikindustrie und gegen die Kostenloskultur des Netzes. Er war ein Wahrer seiner Rechte. Er schaffte es, sich gegen Konzerne und Fans aufzulehnen und seine Marke zu verknappen. Diese Verknappungspolitik haben ihn viele übel genommen. Beim Schreiben dieses Nachrufes ist es mir erst aufgefallen, wie erfolgreich der Rechteinhaber Prince im Internet war. Es ist schwierig an Bild- und Videomaterial über ihn zu kommen. YouTube und andere Plattformen sind fast leer.
Ein paar Tage vor seinem Tod hatte ich Prince nochmals auf dem Schirm. Die beiden Musikerinnen Heidi Joubert und Kiddo Kat spielten eine Session in der Frankfurter S-Bahn. Sie performten Kiss und das Handyvideo anlässlich der Frankfurter Musikmesse ging durch die sozialen Netzwerke. Die beiden Damen und die Zuschauer legten sich voll ins Zeug und zeigten, wie cool dieser Song eigentlich war.

Queen Elisabeth II. wird 90. Jahre alt

21. April 2016
Die Dame auf den Geldscheinen wird heute 90. Jahre alt.

Die Dame auf den Geldscheinen wird heute 90. Jahre alt.

Die Queen wird 90. Jahre alt und ich will ganz artig gratulieren. Ich habe neulich meine britischen Pfund in einen Reisegeldbeutel verstaut und mir das Konterfei von Queen Elisabeth II. auf den Geldnoten angeschaut. Obwohl ich kein Brite bin und weder dem Commonwealth noch der anglikanischen Church of England angehöre, mag ich die alte Dame (und vor allem auch Prinz Philip).
Ich hatte mal eine Freundin, die mir damals als Helmut Kohl Bundeskanzler war, einmal überraschend sagte: Ich kenne keinen anderen Kanzler als Kohl. Nun, das ist bei mir nicht der Fall, aber ich kenne keine andere Königin als Queen Elisabeth II. Seitdem ich lebe, übt Elizabeth Alexandra Mary als Queen Elisabeth II. ihr Amt aus. Sie war immer da, lange vor meiner Geburt. Und ich finde, sie macht es ausgezeichnet. Von ihr kann man viel, sehr viel lernen.
Als am 2. Juni 1953 ihre Krönung in der Westminster Abbey stattfand, kam es einer TV-Live-Übertragung der BBC. Die Zahl der Geräte in Großbritannien sprang von wenigen Hunderttausend auf vier Millionen in die Höhe, insgesamt verfolgten etwa 300 Millionen Zuschauer die Zeremonie – so sagt es Wikipedia. Unter diesen TV-Zuschauern war auch meine Großmutter dabei, die mir zu ihren Lebzeiten davon berichtete. Sie erinnerte sich, dass sie vor der Krönung zum Friseur ging, denn mit zerzaustem Haar wollte meine Oma der neuen Queen vor dem Fernseher nicht unter die Augen treten. Naja, die Zeiten ändern sich. Ich habe mir die Feierlichkeiten zum Thronjubiläum in der Jogginghose und T-Shirt angeschaut.

Queen Elisabeth II. bewahrt Haltung
Queen Elisabeth II. hat vor allem Haltung bewiesen, Stärke über all die Jahre – und das finde ich bewundernswert. Sicher, die alte Dame hat einen sturren Kopf, aber sie macht ihre Sache ausgezeichnet. Sie hat so viel erlebt und schwere Zeiten hinter sich gebracht. Sie hat ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt und für die Monarchie und die Pflichterfüllung gelebt. Ich hätte das nie gekonnt. Respekt. Aber beim Geburtstag will ich nicht auf die schlimmen Zeiten zurückblicken, sondern erinnere mich lieber daran, dass sie zu den Olympischen Spielen 2012 das „unvergesslichstes Bond-Girl aller Zeiten“ war und im Kurzfilm Happy and Glorious eine humorvolle Leistung abgab. So was gefällt mir.

Mein Lieblings-Queen Moderator Rolf Seelmann-Eggebert
Es laufen so viele Dokumentationen über die Queen und natürlich ist mein Lieblingskorrespondent Rolf Seelmann-Eggebert auch von der Partie. Wenn es um den Adel geht, dann ist Rolf Seelmann-Eggebert mein Favorit. Er war Chefkorrespondent des Norddeutschen Rundfunks (NDR/ARD) und hat dort eine lange Karriere als Reporter, Auslandskorrespondent und Programmdirektor Fernsehen hinter sich. Für mich ist er der Kenner, wenn es um das Thema Queen geht. Gerne würde ich mal ein Interview mit ihm über die Produktionsweise seiner zahlreiche Filme machen. Vielleicht klappt es einmal.


Wie kann ich der Queen zum Geburtstag gratulieren? Vielleicht so: Ich schaue mir wieder das Buch Her Majesty an, das im Taschen Verlag erschienen ist. Ich habe ausführlich darüber gebloggt. Und zum 90. Geburtstag der Queen werde ich es mir wieder ansehen. Und ich höre mir den Soundtrack zum Film The Queen an. Alexandre Desplat hat die Musik komponiert und ich entdeckte Alexandre Desplat immer mehr für mich. Er ist über die Jahre sehr gereift. Der Soundtrack ist ein harmonischer Score und ich werde ihn zum Geburtstag der Queen abspielen. Und ich höre mir den wunderbaren The King’s Speech von ihm an, der thematisch ja auch zur Queen passt.

Finger weg vom Godzilla für die PS4

18. April 2016
Als überzeugter Godzilla-Fan sage ich: Finger weg von diesem Spiel.

Als überzeugter Godzilla-Fan sage ich: Finger weg von diesem Spiel.

Als Godzilla-Fan bin ich sauer. Ich habe die schlechten Kritiken nicht glauben wollen, als ich sie zum Spiel GODZILLA gelesen hatte. Ich sag es frei raus: Leute, das Spiel ist noch schlechter als bisher kritisiert.
Im Juli 2015 erschien Godzilla für die PS4 für Europa, den mittleren Osten, Afrika und Australien. BANDAI NAMCO Entertainment Europe veröffentlichte das Spiel und ich habe lange gezögert und mich dann doch jetzt zum Kauf durchgerungen. Als Godzilla-Fan meinte ich, dass so ein Spiel gar nicht so schlecht sein könnte. Ich irrte mich – es ist super schlecht.
Dabei mag ich die alte Spielversion von Godzilla für den GameCube. Es ist eine schöne Klopperei. Mein Sohn und ich zocken es immer wieder gerne. Jetzt ist Godzilla aus seinem langen Spielschlaf erwacht, um wieder einmal die totale Zerstörung in Städte zu tragen und gegen alte Feinde anzutreten. Das Spiel erschien sowohl für das PlayStation 4 als auch digital für das PlayStation 3. Entwickelt vom japanischen Videospielstudio NATSUME ATARI INC., hat der Spieler in GODZILLA die Möglichkeit eines der bekanntesten und zerstörerischsten Kaiju (Spezial-Effekte-Riesenmonster) in der Geschichte der Unterhaltung zu steuern.
Das Spielprinzip ist einfach: Godzilla hat die Kraft, Städte niederzutrampeln und sie in Schutt und Asche zu legen. Durch das Sammeln von G-Energie kann Godzilla aufgelevelt werden. So verstärken sich seine Größe und seine Angriffs- und Verteidigungsfertigkeiten. Exklusiv auf der PS 4 kann man jeden Kaiju in jedem Modus des Spiels verwenden. Außerdem lassen sich mit genügend G-Energie die Werte des eigenen Lieblingsmonsters maximieren. Dabei stehen 20 Monster zur Auswahl: Mit dabei sind Klassiker wie Anguirus und Rodan sowie neuere Kaiju wie Typ-3-Kiryu.


Als Fan finde ich es originell: Es gibt außerdem viele verschiedene Godzillas aus unterschiedlichen Epochen im Spiel – beginnend bei Godzilla (1964) (wie aus „Godzilla und die Urweltraupen“) und Heisei-Godzilla, bis zu Godzilla (2014) dem Hollywood Godzilla. Das war es auch dann schon mit meinem positiven Eindruck.
Ich spiele – wie geschrieben – auf der PS4, also einer modernen Spielkonsole. Auf der laufen so Grafikhammer wie The Last of us oder Star Wars Battlefront. Und es läuft Godzilla – aber in was für einer Grafik? Ich dachte zunächst, wir haben einen GameCube-Clone erwischt oder Studenten eines Grafikstudiums im ersten Semester haben ihre Hausarbeit abgeliefert. Was ist das für eine miese Grafik? Da sind die möglichen Kameraperspektiven im Spiel zwar nett, aber Pixelgrafik bleibt Pixelgrafik – egal aus welcher Perspektive. Das ganze Spiel machte mir überhaupt keinen Spaß, sondern verursache Augenkrebs. Wenn ich Retro will (und ich liebe Retro), dann schalte ich meine alten Konsolen an und schwelge in Erinnerung. Wenn ich die PS4 anwerfe, dann will ich State of the Art, also Hammersound, Hammergrafik und Hammerstory. Nichts davon in Gozilla, absolut nichts. Ich bin richtig sauer und enttäuscht. Ich bleibe bei meiner GameCube-Version.

eBook-Reader: Amazon wird auf den Oasis sitzen bleiben

17. April 2016
Technisch innovativ, aber zu teuer: Amazon Oasis

Technisch innovativ, aber zu teuer: Amazon Oasis

Amazon hat den Kindle Oasis veröffentlicht, das Highend-Modell der eBook-Reader. Oasis löst den Voyage an der Modellspitze der Amazon Kindles ab. Die technischen Daten überzeugen, der Preis tut es dagegen leider nicht.
Amazon hat sich damals mit seinem Telefon verzockt und ich glaube, Amazon wird sich mit dem Oasis auch verzocken – zumindest wenn der Preis von 290 Euro so bleibt. Es liegt nicht an den Funktionen des neuen Kindles, es liegt schlichtweg am Preis. Amazon ist nicht Apple. Beim Hersteller aus Cupertino sind es die Fanboys gewohnt, tiefer in die Tasche zu greifen und bekommten dafür innovative Technik und innovatives Design. Das ist bei Amazon nicht der Fall.
Damit kein Missverständnis aufkommt. Ich liebe meine Kindles. Ich habe verschiedene Modelle gekauft und lese derzeit meine Bücher am Paperwhite. Mit dem bin ich sehr zufrieden. Als der Oasis angekündigt wurde, schaute ich genau hin. Design und Technik scheinen sehr gut zu sein, auch die Batterielaufzeit ist durch die innovative Hülle samt Akku sehr zukunftsweisend. Erste Tests zeigen, dass der eBook-Reader sehr gut in der Hand liegt und ein Fliegengewicht mit seinen 131 Gramm ist. Mein Paperwhite WLAN bringt 205 Gramm auf die Waage.

Der Amazon Kindle Oasis liegt super in der Hand.

Der Amazon Kindle Oasis liegt super in der Hand.

Bisher kostete das Highend-Modell von Amazon der Voyage 190 Euro in der WLAN-Version. Der Oasis kostet nochmals 100 Euro mehr, also 290 Euro. Das ist mir als Technikfreund eindeutig zuviel.
Für den Preis des Oasis gibt es ein Tablet, dessen Funktionsumfang weit über das Darstellen von elektronischen Büchern hinaus geht. Der Oasis ist bei all den technischen Innovationen ein klassischer Reader, der erst einmal leer ist, wenn er mir von Amazon geliefert wird. Es gibt zwar viele, viele kostenlose Bücher, aber die aktuellen Bestseller kosten durch Buchpreisbindung fette Kohle. Ich zahle also doppelt für eBook-Reader und für die eBooks. Das sehe ich im Moment nicht ein. Bei dem Preis von 290 Euro werden sich eBooks in Deutschland nicht durchsetzen. Es geht schließlich um die Inhalte.
Bisher hat Amazon seine eBook-Reader subventioniert, um den Markt zu beherrschen. Der Einsteiger Kindle kostet weiterhin 70 Euro und reicht als Massenprodukt aus. Paperwhite als Mittelklassemodell kann ich empfehlen, den Kindle Voyage hab ich mir gespart, der größere Nutzen war mir nicht ersichtlich. Den Oasis werde ich mir zu diesem Preis von 290 Euro auch sparen – und ich hoffe auf eine Preisreduzierung. Am 27. April wird Oasis ausgeliefert und ich sage zu diesem Preis einen Rohrkrepierer voraus. Geht der Preis drastisch runter, bin ich wieder dabei.