Welche Videos zur Hochzeit – Hochzeitsfilmer aufgepasst

Auf der Friseurmesse HAARE in Nürnberg gibt es schon Brautfrisuren.

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Morgen bin ich auf eine Hochzeit eingeladen und da kann ich prüfen, ob die Aussagen von Kizoa stimmen. Hochzeiten werden überall auf der Welt anders gefeiert. Und sie werden in der heutigen Zeit gefilmt. Sowohl nationale Traditionen als auch kulturelle Unterschiede prägen die Hochzeitsfeierlichkeiten. Wie diese genau aussehen, hat der Online-Movie-Maker Kizoa  bei einer Analyse von Hochzeitsvideos untersucht – 15.000 davon werden jährlich allein mit Kizoa erstellt. Ich bin morgen auf eine bayerische Hochzeit eingeladen, vielleicht lässt sich auch hier ein Trend erkennen. Und ich bin gespannt, ob überhaupt jemand filmt.
Fest steht: Inder, Türken und US-Amerikaner lieben es prunkvoll: Ein Blick in ihre Hochzeitsvideos zeigt, dass keine Kosten und Mühen gescheut werden, um den Bund fürs Leben zu zelebrieren. „Die Zeremonie steht in diesen Ländern häufig für sich selbst, während auf Videoeffekte weitgehend verzichtet wird“, erklärt Yanaï Guedj, Gründer und CEO von Kizoa, der mit seinem Team tausende Hochzeitsvideos ausgewertet hat. Umgekehrt verhält es sich genauso. Bei kleineren, eher intimen Hochzeiten steigt die Benutzung von Videoeffekten und Animationen. Ich habe mal beim Filmen gelernt, Videoeffekten und Animationen zu vermeiden, wenn eine Geschichte erzählt wird.
Zum Start der aktuellen Hochzeitssaison von Mai bis August, in der rund 15000 Filme zu diesem Thema erstellt werden, präsentiert Kizoa die schönsten Hochzeitsbräuche, Traditionen und Trends der Welt. Ich erinnere mich an meine Hochzeit. Es gab kein Video, es gab ein paar Fotos bei strömenden Regen (von wegen reicher Braut). Die ganze Sache war eher intim gehalten, ich mag kein großes Rambazamba. Ich stehe so oft auf Bühnen und mach die Rampensau, dass ich bei privaten Feiern auf den ganzen Zirkus gerne verzichte. Aber die Auswertungen sind schon ziemlich interessant. Ich bin gespannt, wer von meinen Lesern diese Aussagen bestätigen kann.

China: Das perfekte Paar
In China wird schon beim Fotoshooting auf Perfektion gesetzt. So kleiden sich die Paare bis zu 20 mal um und posieren an unterschiedlichsten Orten.

Türkei: Sentimentaler Abschied von der Familie
In der Türkei wird vor der Hochzeit ein Henna-Abend (Kına gecesi) veranstaltet, an dem ursprünglich nur die Frauen teilnahmen. Der symbolische Abschied von der Familie und Freunden ist traditionell eher von Traurigkeit und sentimentalen Gesängen geprägt. Die Braut trägt dabei einen roten Schleier (Bindallı), der ihr Gesicht verdeckt, um ihre Tränen über den Abschied von der Familie zu verstecken. Zusätzlich werden ihre Handflächen und Finger mit Henna bemalt, was ihr Glück in der Ehe bescheren soll.

Japan: Manchmal muss es eben spektakulär sein
Eine Hochzeitstorte der etwas anderen Art wird in Japan serviert: Diese ist oft eine Attrappe aus Pappmachee, Gummi und Styropor. Im Inneren der Torte befinden sich häufig zusätzlich Böller, Feuerwerk und sogar Nebelmaschinen – eine fulminante Show für Brautpaar und Gäste. Anschließend lassen sich die Japaner eine weniger aufwendige und vor allem genießbare Torte schmecken.

Spanien: 13 Goldmünzen zur Trauung
Während der spanischen Trauungszeremonie übergibt der Bräutigam seiner Frau 13 “arras”, vom Priester geweihte Goldmünzen. Sie repräsentieren sowohl Jesus und seine Jünger, als auch die Mitgift des Bräutigams und seine Bereitschaft, sich um seine Braut zu kümmern.

Frankreich: Video-Biographien
In Frankreich wie auch in Deutschland wird es immer mehr zur Tradition, dass Freunde Filme erstellen – mit Fotos und Bildern aus der Jugend des Paares und diesen auf der Hochzeit selbst präsentieren. Dabei sind vor allem lustige Fotos der Renner, die meist etwas peinlich sein können.

Dänemark: Löchrige Socken zur Hochzeit
Bei dänischen Hochzeiten werden dem Ehemann die Spitzen seiner Socken abgeschnitten. Denn angeblich sieht keine andere Frau einen Mann an, der löchrige Socken trägt.

Griechenland: Sohle mit Namen
In mehreren Ländern, darunter Griechenland und die Türkei, schreibt die Braut die Namen ihrer unverheirateten Freundinnen auf ihre Schuhsohlen. Der Brauch besagt, dass diejenigen Trägerinnen, deren Namen am Ende der Feier noch lesbar sind, als nächstes heiraten werden.

Indien: Einmal Glück bitte
Geldgeschenke sind natürlich nicht nur auf indischen Hochzeiten beliebt. Besonders ist hier, dass keine runden Beträge geschenkt werden, da das als unglücksbringend angesehen wird. Üblich ist, die Summe auf einer eins enden zu lassen.

Brasilien: Von nun an immer bergauf
Im Zuge der brasilianischen Feierlichkeiten schneidet das Brautpaar gemeinsam die Hochzeitstorte an. Das ist zwar allgemein üblich, aber in Brasilien schneidet das Paar immer von unten nach oben. Das symbolisiert, dass es für die frisch Vermählten zukünftig bergauf gehen soll.

USA: Leidenschaftliche Videos
In den USA wird viel Wert auf Emotion gelegt, wenn es um den Film geht. Es werden Videobotschaften eingebaut von Verwandten und Freunden, die rührende Kommentare und Nachrichten für das Paar in die Kamera sprechen.

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