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Finger weg vom Godzilla für die PS4

18. April 2016
Als überzeugter Godzilla-Fan sage ich: Finger weg von diesem Spiel.

Als überzeugter Godzilla-Fan sage ich: Finger weg von diesem Spiel.

Als Godzilla-Fan bin ich sauer. Ich habe die schlechten Kritiken nicht glauben wollen, als ich sie zum Spiel GODZILLA gelesen hatte. Ich sag es frei raus: Leute, das Spiel ist noch schlechter als bisher kritisiert.
Im Juli 2015 erschien Godzilla für die PS4 für Europa, den mittleren Osten, Afrika und Australien. BANDAI NAMCO Entertainment Europe veröffentlichte das Spiel und ich habe lange gezögert und mich dann doch jetzt zum Kauf durchgerungen. Als Godzilla-Fan meinte ich, dass so ein Spiel gar nicht so schlecht sein könnte. Ich irrte mich – es ist super schlecht.
Dabei mag ich die alte Spielversion von Godzilla für den GameCube. Es ist eine schöne Klopperei. Mein Sohn und ich zocken es immer wieder gerne. Jetzt ist Godzilla aus seinem langen Spielschlaf erwacht, um wieder einmal die totale Zerstörung in Städte zu tragen und gegen alte Feinde anzutreten. Das Spiel erschien sowohl für das PlayStation 4 als auch digital für das PlayStation 3. Entwickelt vom japanischen Videospielstudio NATSUME ATARI INC., hat der Spieler in GODZILLA die Möglichkeit eines der bekanntesten und zerstörerischsten Kaiju (Spezial-Effekte-Riesenmonster) in der Geschichte der Unterhaltung zu steuern.
Das Spielprinzip ist einfach: Godzilla hat die Kraft, Städte niederzutrampeln und sie in Schutt und Asche zu legen. Durch das Sammeln von G-Energie kann Godzilla aufgelevelt werden. So verstärken sich seine Größe und seine Angriffs- und Verteidigungsfertigkeiten. Exklusiv auf der PS 4 kann man jeden Kaiju in jedem Modus des Spiels verwenden. Außerdem lassen sich mit genügend G-Energie die Werte des eigenen Lieblingsmonsters maximieren. Dabei stehen 20 Monster zur Auswahl: Mit dabei sind Klassiker wie Anguirus und Rodan sowie neuere Kaiju wie Typ-3-Kiryu.


Als Fan finde ich es originell: Es gibt außerdem viele verschiedene Godzillas aus unterschiedlichen Epochen im Spiel – beginnend bei Godzilla (1964) (wie aus „Godzilla und die Urweltraupen“) und Heisei-Godzilla, bis zu Godzilla (2014) dem Hollywood Godzilla. Das war es auch dann schon mit meinem positiven Eindruck.
Ich spiele – wie geschrieben – auf der PS4, also einer modernen Spielkonsole. Auf der laufen so Grafikhammer wie The Last of us oder Star Wars Battlefront. Und es läuft Godzilla – aber in was für einer Grafik? Ich dachte zunächst, wir haben einen GameCube-Clone erwischt oder Studenten eines Grafikstudiums im ersten Semester haben ihre Hausarbeit abgeliefert. Was ist das für eine miese Grafik? Da sind die möglichen Kameraperspektiven im Spiel zwar nett, aber Pixelgrafik bleibt Pixelgrafik – egal aus welcher Perspektive. Das ganze Spiel machte mir überhaupt keinen Spaß, sondern verursache Augenkrebs. Wenn ich Retro will (und ich liebe Retro), dann schalte ich meine alten Konsolen an und schwelge in Erinnerung. Wenn ich die PS4 anwerfe, dann will ich State of the Art, also Hammersound, Hammergrafik und Hammerstory. Nichts davon in Gozilla, absolut nichts. Ich bin richtig sauer und enttäuscht. Ich bleibe bei meiner GameCube-Version.

Braucht ihr die Playstation 4?

1. Juni 2013

Seit dem Champions-League-Finale steht es fest: Die Playstation 4 kommt noch im Jahr 2013 in den Handel. Sony schaltete bei dem Spiel des FC Bayern gegen eine andere Mannschaft entsprechende Banner am Spielfeldrand.

Die PS4 kommt noch in diesem Jahr.

Die PS4 kommt noch in diesem Jahr.

Ein paar Tage später gab es die PlayStation 4 auch schon bei Amazon zum Vorbestellen für rund 600 Euro. Es handelt sich freilich um einen Fantasiepreis und auch das Veröffentlichungsdatum steht noch nicht einmal fest, aber vorbestellen kann man die Konsole schon. Die Marketingmaschinerie beginnt anzulaufen, nachdem Microsoft die XBox one angekündigt hat. Amazon schaltet für die PlayStation 4 eine großzügige Landingpage und zeigt uns ein paar Spiele zur Auswahl. Mich interessiert natürlich die neue Version von Killzone.

Die neue Landingpage bei Amazon zur PS4.

Die neue Landingpage bei Amazon zur PS4.

Stückweise werden auch technische Daten der neuen Spielkonsole im Netz veröffentlicht. Klingt alles überzeugend und trotzdem habe ich ein Problem. Die PS4 hat keine Abwärtskompatibilität zu PS3-Spielen. Nun, das war beim Schritt von der PS2 zur PS3 im Grunde auch nicht anders. Zwar gab es übergangsweise einige PS3-Konsolen zu Beginn, die die alten PS2-Scheiben gefressen haben. Bei der PS4 soll es diese Übergangsphase aus technischen Gründen nicht geben. Es laufen nur die neuen PS4-Spiele und damit basta.

Nun, natürlich kaufe ich mir eine neue Konsole, um neue Spiele zu spielen und nicht um die alten zu zocken. Dennoch sind mittlerweile doch ein paar Regalmeter PS3-Spiele im Heim zu verzeichnen. Und langsam platzt die Technik im Wohnzimmer aus dem Rahmen. Neben Playstation 2 und 3 sind noch ein Game Cube und eine Wii U zu finden. Als Retro-Fan habe ich noch C64-Spiele auf einem speziellen Gamestick. Daneben zahlreiche Verstärker, Surround-Anlagenzeugs, Monitore und Sat-Reciever. Und da soll jetzt noch eine PS4 rein? Ich weiß nicht.

Nintendo hat es bei der Wii U elegant gelöst, denn K1 und K2 wollten ihre alten Wii-Spiele weiter spielen. Diese Abwärtskompatibilität war der Kaufgrund für die Wii U, die bisher kaum gute Spiele hervorgebracht hat, von Lego City Undercover mal abgesehen. Sony geht diesen Weg mit der PS4 nicht und zwingt uns zur Wegwerfgesellschaft.

Und ein zweites Problem habe ich: Gebrauchtspiele sollen nicht mehr funktionieren. Viele meiner PS3-Spiele sind Spiele aus zweiter Hand. Hier stirbt eine ganze Branche. Ich werde mir gewiss deutlich weniger Spiele kaufen, wenn sie nicht gebraucht billiger her gehen. Natürlich kann es den Herstellern egal sein, mir ist es nicht. Ich bin nur ab und zu bereit 60 Euro und mehr für ein neues Spiel auszugeben, aber dann muss das Spiel auch wirklich Top sein. Die Masse der Spiele ist es nicht und künftig kaufe ich diese dann eben nicht. Das Ausschalten des Gebrauchtmarktes kann natürlich dazu führen, dass die Spielequalität steigt, weil mehr Energie in die Spieleentwicklung gelegt wird. Aber daran glaube ich nicht.

Und zudem wird eine stärke Internet-Verbindung für die PS4 benötigt. Cloud und Download sollen zunehmen – das ist grundsätzlich fein. Dennoch hab ich als Landei massive Probleme damit, denn der Netzausbau ist nicht so, wie man es sich vorstellt. Ich bin damit noch auf Datenträger angewiesen.

Mir stellt sich die Frage: Brauche ich die Playstation 4 eigentlich? Wie geht es euch?

UPDATE: 11. Juni 2013: auf der E3 hat Sony die PS4 angekündigt: 399 Euro und Gebrauchspiele sollen anders als der XBox funktionieren. sehr gut. Jetzt wird das Teil interessanter. Und die PS4 verlangt keine Internetverbindung – Sony, das haste richtig gemacht.