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Die Videokamera in der Hosentasche – Gedanken zum Videofilmen mit dem Smartphone

22. Juli 2018

Das Smartphone hat eine Revolution eingeleitet. Es ist nicht nur ein Telefon in der Hosentasche, sondern viel mehr: Fotokamera, Navigation, Einkaufskorb und mehr – wie auch eine Videokamera und ein Schnittstudio in der Hosentasche. Wir haben uns die Sache näher angesehen. Viele meiner Videos drehte ich mit dem iPhone X und habe ein paar Tipps zusammengestellt. 

Das Smartphone als Alternative der herkömmlichen Kameras.

Das Smartphone als Alternative der herkömmlichen Kameras.

Gleich vorweg: Wer Videos mit seinem Smartphone aufnehmen will, sollte sie im Querformat drehen. Die Ausspielmöglichkeiten wie TV-Gerät, die VR-Brille oder Computerbildschirm sind quer. Auch die menschlichen Augen sind nebeneinander und nicht übereinander. Und dann ist die Haltung des Smartphones wichtig: Mit beiden Händen das Smartphone an den Körper ziehen und nicht einhändig bei gestrecktem Arm drehen. Das Video droht sonst zu verwackeln und wird für den Zuseher eine Tortur. 

Der richtige Ausschnitt

Beim Filmen geht es um den richtigen Bildausschnitt. Die Filmer sprechen grundsätzlich von der Totalen, Halbtotalen, Medium Shot, Halbnah, Nah, Großaufnahme und Detail. Jede Einstellung hat ihre Berechtigung und eine eigene Erzählform. Daher sollte sich der Videofilmer vorher Gedanken machen, wie die einzelnen Shots später im Schnittprogramm zusammengefügt werden. Wichtig: Es soll immer eine Geschichte erzählt werden, bei der der Rhythmus stimmt. Sind die Shots zu lang, langweilt sich der Zuseher, sind sie zu kurz, wird das Endprodukt zu hektisch. Beim Aufnehmen immer daran denken, ein, zwei Sekunden vor der eigentlichen Szene den Aufnahmeknopf zu drücken und nach der Szene noch ein, zwei Sekunden hinzuzugeben. Das erleichtert die anschließende Arbeit im Schnitt enorm, denn wegschneiden kann man immer etwas. 

Ähnliches gilt bei der Aufnahmequalität: Die Aufnahmequalität grundsätzlich hoch einstellen. Moderne Smartphones nehmen bis zu 4K auf, das ist die vierfache HD-Auflösung. Natürlich werden dann die einzelnen Takes und der spätere Film recht groß. Und auch hier gilt: Runterrechnen der Qualität geht immer, Hochrechnen nicht. 

Große Filmregisseure lassen die Finger weg vom Zoom. Es gibt die Regel: Ein Hinein- oder Hinauszoomen muss begründet und kein Selbstzweck sein. Weniger ist oftmals mehr im Film. Ein Fehler, der auf den Zuschauer verstörend wirkt, ist der Achsensprung. Ein Achsensprung ist ein Filmschnitt, mit dem die Beziehungsachse der Figuren oder Gruppen übersprungen wird. Die Kamera springt auf die falsche Seite und die Szene wirkt auf den Zuseher verwirrend.  

Ich schneide in der Regel am iPad, weil ich einfach mehr sehe.

Ich schneide in der Regel am iPad, weil ich einfach mehr sehe.

Die richtige Videosoftware

Natürlich lassen sich mit den eingebauten Standard-Apps auf dem Smartphone hervorragende Ergebnisse drehen. Die Video-Apps der Hersteller werden immer leistungsfähiger. Aber es gibt auch Zusatz-Apps, die mehr herausholen. Unschlagbar ist das kostenpflichtige FILMIC Pro, das geniale Einstellungsmöglichkeiten für den Filmer bietet. Auch Zusatzsoftware wie ein Teleprompter ist überlegenswert. Wenn jemand einen längeren Text direkt in die Kamera hineinsprechen soll, gibt es dafür eine Teleprompter-App. Hier läuft der Text ab und der Sprecher kann den Text ablesen, ohne dass es dem Zuseher auffällt. Zudem sollte sich der ambitionierte Filmer Tools wie Hyperlapse oder Zeitraffer-Apps ansehen, die nette Effekte erzeugen. 

Eine Sammlung von Videokameras, äh Smartphones.

Eine Sammlung von Videokameras, äh Smartphones.

Sicherer Stand 

Der Reiz von Videos mit dem Smartphone ist natürlich, dass der Filmer komplett mobil ist. Er dreht seine Einstellungen aus der Hand. Allerdings bietet sich je nach Situation der Einsatz eines Stativs an. Achten Sie darauf, dass Sie sich im Vorfeld einen Adapter besorgen, mit dem Sie das Smartphone auf das Stativgewinde schrauben können. Hier kann der Filmer auch einen Selfiestick verwenden, bei dem das Smartphone eingeklemmt wird. Ausgelöst werden die Aufnahmen dann per Bluetooth. Ein kleines Tischstativ sollte der Smartphonefilmer  immer in der Tasche haben. Das klassische Dreibein steht stabil, das biegsame Mini-Stativ mit flexiblen Beinen kann dagegen Unebenheiten ausgleichen. 

Wenn der Filmer eine Kamerafahrt drehen will, bietet sich der Einsatz eines Gimbals an. Damit lassen sich Shots aus der Hüfte mit butterweichen Schwenks und ohne Verwacklungen drehen. Die Ergebnisse dieser Bildstabilisierung sind eindrucksvoll. Die Anordnung und ein ausgewogener Schwerpunkt ermöglichen dem Objekt in der Mitte eine dreidimensionale Bewegung. 

Wer richtig Action haben will, dem sei eine Kopfhalterung oder Headset empfohlen. Hier schnallt der Filmer sich seine Kamera auf den Kopf und hat die Hände frei. Die Perspektive des Films ist interessant. Achten Sie darauf, dass Ihre Haare nicht im Bild sind. 

An die tote Katze denken

Ein Schwachpunkt beim Filmen mit dem Smartphone ist immer der Ton. Daher sollte der Kauf eines externen Mikrofons überlegt werden, das direkt an das Smartphone angeschlossen wird. Achten Sie auf Ihre Anschlussmöglichkeiten am Smartphone, ob Lightning, Kopfhörerbuchse oder Mini-USB. Sehr bewährt haben sich neben Aufsteckmikrofonen auch die Ansteckmikrofone, die an der Kleidung nahe am Mund befestigt werden. Wer draußen bei Wind dreht, der braucht unbedingt eine tote Katze. Darunter versteht der Filmer einen Windschutz. Hierbei handelt es sich um einen Aufsatz aus künstlichem Fell.

Licht aus – Spot an

Obwohl Smartphones lichtempfindlich sind, ist der Kauf einer Videoleuchte überlegenswert. Heute haben sich LED-Leuchten durchgesetzt. Sie werden nicht heiß und ihre Intensität lässt sich regulieren. Die kleinen Scheinwerfer laufen mit Akku und sorgen für das notwendige Licht beim Dreh, wenn es dunkel wird. Achten Sie darauf, dass die LED-Scheinwerfer ein Stativgewinde haben, um sie bei Bedarf auf ein Stativ schrauben zu können. 

Let‘s fix it in the post 

Der meist gehörte Satz beim Filmen lautet „Let‘s fix it in the post“ – etwa: „Die Fehler bügle ich in der Postproduktion, beim Schnitt aus.“ Der Einsatz des richtigen Schnittprogramms erleichtert wesentlich die Arbeit. Für Android gibt es  kostenlos das bewährte FilmoraGo für Android mit großem Funktionsumfang. Filme mit dem iPhone greifen auf das integrierte iMovie zurück.

Wer es mächtiger will, kann sich den AndroVid – Video Editor ansehen. Beim iPhone haben sich die beiden kostenpflichtigen Programme Videoleap und vor allem LumaFusion einen hervorragenden Namen gemacht. Zudem ist es empfehlenswert sich kleine Tools wie Horizont anzuschaffen, die die Filme ausgleichen. 

Wohin damit?

Ein Film auf dem Smartphone ist fein, doch noch feiner ist es, wenn er sein Publikum findet. Die beiden größten Plattformen für Videos sind YouTube und Vimeo, aber natürlich erzielt man bei Facebook auch enorme Reichweiten. All diese Plattformen sind kostenlos. Unbedingt aufpassen: Keinen Spaß versteht die GEMA, die die Rechte der Musiker wahrt. Verstöße hier können richtig teuer werden, auch für Privatanwender. Übrigens: Hier geht es zu meinem YouTube-Kanal von redaktion42.

Brauche ich den Apple HomePod, wenn ich Amazon Echo nutze?

24. Januar 2018
Der Apple HomePod erscheint und ich frage mich, brauche ich den Lautsprecher wirklich?

Der Apple HomePod erscheint und ich frage mich, brauche ich den Lautsprecher wirklich?

Am 9. Februar erscheint in den USA, Großbritannien und Australien der Apple HomePod. Noch im Frühjahr soll der neuartige Lautsprecher von Apple in Deutschland erscheinen. Ich stell mir die Frage: Kommt Apple zu spät? Brauche ich den HomePod überhaupt?
Stolze 350 US-Dollar soll der HomePod in den USA kosten. Meine Euphorie hält sich als Apple Fan-Boy in Grenzen, denn ich frage mich, wozu ich den HomePod überhaupt brauche. Die Lautsprecher sollen innovativ sein. Nun das erwarte ich eigentlich von Apple. Zu Hause habe ich noch die Apple BoomBox und sie versorgt mich am Schreibtisch mit Musik. Inzwischen ist im ganzen Haus bei uns Amazon Echo mit seinen Ablegern Show und Dot eingezogen. Der Sprachassistent Alexa funktioniert gut – zum Teil besser als Apple Siri. Apple muss für mich bei der Spracherkennung nachlegen und die Funktionen erweitern. Ich weiß, dass Apple nicht immer das erste Unternehmen in einem neuen Markt war und doch hat die Marktmacht von Apple aber gezeigt, dass sich das System aus Cupertino durchsetzte. Der iPod war beispielsweise nicht der erste mp3-Player, aber er war der beste. Ich bin gespannt, wie es sich mit dem HomePod entwickelt.
Zu Hause hat nur K2 Apple Music abonniert und hört hier Musik. Der HomePod versteht sich auf Apple Music. Ich selbst bin noch ein Jäger und Sammler. Ich kaufe noch Vinyl und CDs – in der Regel bei Amazon und kann damit auf Amazon Music zugreifen – über den Amazon Echo. Nun, unsere gekaufte und gerippte Musik liegt auf unseren Heimserver, der auf iTunes läuft. Mal sehen, wie der HomePod mit dem heimischen iTunes-Server zusammenarbeitet.

Amazon Show und seine Kollegen Echo und Dot leisten zu Hause einen guten DIenst.

Amazon Show und seine Kollegen Echo und Dot leisten zu Hause einen guten DIenst.

HomePod und SmartHome
Im Moment bin ich neugierig, aber nicht gierig auf den HomePod. Ich möchte mir das Teil in Ruhe im Apple Store ansehen und testen.
Zudem soll der HomePod die Heimautomatisierung auf iHome-Basis übernehmen. Mit Siri kann der HomePod Nachrichten senden, Timer setzen, Podcasts abspielen, Updates zu Nachrichten, Sport, Verkehr und Wetter abrufen und eine große Auswahl an HomeKit fähigem Smarthome-Zubehör steuern. Nun, das klingt schön, wenn das Ganze nicht bereits durch Amazon Echo bei uns erledigt wird. Brauche ich wirklich zwei Systeme zu Hause? Gibt es neben Alexa noch einen Platz für Siri – und wie reagiert meine Frau bei diesen ganzen Frauennamen?
Ich will den HomePod nicht ablehnen und ich lese jetzt schon die ganzen Meldungen mit dem Tenor: Apple kommt zu spät. Ich will nicht als Apple Fan-Boy in dieses Horn blasen, aber Apple muss mich schon gehörig überzeugen, wenn der 350 US-Dollar teure Lautsprecher bei uns einziehen soll. Der Amazon Echo ist bereits mit den vorhandenen Bluetooth-Boxen zu Hause verbunden. Brauche ich da wirklich noch ein weiteres Lautsprechersystem, sei es noch so innovativ.
Nun, ich merke, ich bin unsicher und suche noch die Positionierung. Und ich meine Bitte an Apple: Bitte Tim Cook und Kollegen, überzeugt mich!

HomePod: Technische Daten
Mit einer Höhe von knapp unter 18 Zentimetern repräsentiert HomePod Jahre der Hardware- und Softwareinnovation, so Apple in einer Pressemitteilung.
Dort heißt es weiter: „Vollgepackt mit von Apple entwickelter Audiotechnologie, nutzt HomePod fortschrittliche Software zur Akustikmodellierung in Echtzeit, zur präzisen Richtungssteuerung der Musik, zur Echokompensation und vielem mehr. Die innovativen Softwarefunktionen profitieren von der Leistungsfähigkeit des Apple A8-Chips und sorgen für einen breiten, weiträumigen Klangraum. Mit Hilfe der Raumerkennung erfasst HomePod seine Position im Raum, passt automatisch jeden Ton an und erzeugt einen großartigen Klang, unabhängig davon, wo er sich befindet.“ Na da bin ich mal sehr gespannt und würde es gerne zu Hause ausprobieren.

Apple Spartacus hatte zu seiner Zeit einen fetten Sound durch Bose-Boxen vorgelegt.

Apple Spartacus hatte zu seiner Zeit einen fetten Sound durch Bose-Boxen vorgelegt.

Ich habe noch den Spartacus von Apple zu Hause, der Mac, der zum 20. Geburtstag des Unternehmens auf den Markt gebracht wurde. Das Soundsystem damals war sehr innovativ. Mal sehen, was der HomePod bringt. HomePod verfügt über einen großen, von Apple entwickelten Tieftöner für satte, saubere Bässe, eine eigens entwickelte Anordnung von sieben Hochtönern nach Richtstrahlverfahren, die reine Hochfrequenz-Akustik mit präziser Richtungskontrolle bieten und leistungsstarke Technologien, um Detailreichtum und Intention der Originalaufnahmen zu erhalten. Durch die Anordnung von sechs Mikrofonen kann HomePod „Hey Siri“ von jeder Position im Zimmer hören, selbst während laute Musik abgespielt wird. IM Grunde kennen wir das System bereits von Amazon Echo mit dem Ruf Alexa. Der Klang vom Echo ist nicht der Hammer, dafür hängt das System an den vorhandenen Boxen.
Die Einrichtung ist ebenso unkompliziert und intuitiv wie die Inbetriebnahme von AirPods — einfach ein iPhone neben HomePod halten und schon kann die Musikwiedergabe in Sekundenschnelle beginnen, erklärt Apple. „Um anzuzeigen wann Siri eingesetzt wird, erscheint die Siri-Wellenform auf der Oberseite. Integrierte Touch-Bedienelemente ermöglichen eine einfache Navigation.“
Kurzum, ich bin gespannt, was das Ding leisten kann und wiederhole mich: Apple, überzeugt mich.

Bis zur Apple Keynote blättere ich durch 20 Jahre Apple Geschichte

12. September 2017

Langsam beginnt bei mir wieder der Apple Hype. Als langjähriger Apple- und später Mac-User freue ich mich auf die heutige Keynote zum neuen iPhone. Es ist schon genug spekuliert worden, welche Features die neuen Apple Devices haben werden. Abwarten und Tee trinken – bald wissen wir mehr.
Für mich bedeutet eine anstehende Keynote auch immer in die Vergangenheit zu schauen. Apple hat mit seinen Produkten mein Leben bereichert. Ich hatte das Buch Designed by Apple in California am Erscheinscheinungstag 15. November 2016 gekauft. Heute begebe ich mich wieder auf einen Streifzug durch die jüngere Apple Geschichte. Im Vorfeld der heutigen Keynote holte ich das Buch hervor und schwelgte in der jüngeren Vergangenheit. Das Buch gibt keinen Überblick über die gesamte Geschichte von Apple Produkten. Es sind die Jahre ab der Einführung des iMacs. Ich selbst bin schon länger, viel länger dem Unternehmen aus Cupertino verbunden. Während ich diese Zeilen am iPad Pro tippe schaue ich auf eine Lisa, einer der ersten Flops des Unternehmens.


Steve Jobs kam zu Apple zurück und führte den Computerhersteller zu neuen Größen. Heute ist Apple das reichste Unternehmen auf diesem Planeten und hat sich von einer Computerbude zu einem Medienunternehmen gemausert. Diesen Weg zeigt auch das wunderbare Buch Designed by Apple in California. Ich habe mir die Luxusvariante des Buches in der Größe 330 x 413 mm gekauft und blättere gerne die 300 Seiten mit den 450 Fotografien durch. Es sind intensive Bilder, die Apple uns dort bietet. Viele Aufnahmen kennen wir aus PR- und Marketingkampagnen, doch es sind auch Produktionsskizzen und Produktionsbilder darunter. Alles exzellent fotografiert und auf hochwertigen Papier gedruckt. Schon alleine das Auspacken des Buches ist ein haptisches Erlebnis, wie das Auspacken eines Apple-Produktes.

Beim ersten Durchblättern empfinde ich eine Kühle bei den Produktfotos. Sir Jony schreibt auch in seinem Vorwort von einer detaillierten Sachlichkeit der Bilder. Aber diese Kühle verfliegt beim zweiten und dritten Durchsehen, denn der Apple Fan erkennt seine Produkte, mit denen er gearbeitet hat – zu denen er eine Beziehung aufgebaut hat: Macs, iPods, iPads, iPhones. Gedanken schwirren mir durch den Kopf: Was war eigentlich mein Lieblingsmac? Nun, auf jeden Fall die Miss Marple-Handtasche, der Lampen-iMac, das Wallstreet-PowerBook und ja auf jeden Fall der Cube. Weniger Emotionen hatte ich bei den G4 oder die G5-Käsereibe. Richtig das Herz ging mir auf bei den iPods und den iPhones. Dies waren Devices, die ich immer, ja wirklich immer dabei hatte. Sie waren und sind meine ständigen Begleiter.


Und es kommen mir Erinnerungen an einen Apple-Kalender, den wir damals bei der MACup herausgegeben haben. 12 Kalenderbilder wunderschön fotografiert, es macht mich noch heute stolz, dass wir damals das Projekt durchgezogen haben. Später durfte ich sogar noch einen Kalender mit Retro-Computern produzieren.
Zurück zu Designed by Apple in California: Mir ist aufgefallen, dass ich das Buch sehr sorgsam behandle. Gedruckt wurde es auf speziell gewalztem Papier aus Deutschland mit vergoldetem mattierten Silberrand, mit acht Farbtrennungen und Tinten mit geringem Geistereffekt. Es hat über acht Jahre gedauert, dieses Hardcover Buch fertigzustellen, behauptet zumindest Apple. Warum es so lange gedauert hat, weiß ich nicht. Wahrscheinlich lag es an den Rechten, aber das ist nur eine gemeine Vermutung.
Also, ich blättere das Buch nochmal in Ruhe durch und schaue mir nachträglich die Keynote im Stream an. Tim ist mir wichtig, aber in München habe ich ein Rendezvous mit Mick, Keith und den anderen rollenden Steinen. Viel Spaß bei der Keynote.

 

Live dabei im Hurrikan Irma via Periscope

10. September 2017
Leute senden aus ihren Wohnungen via Periscope.

Leute senden aus ihren Wohnungen via Periscope.

Weil ich die vergangenen Tage mit privaten Sachen beschäftigt war, kam ich kaum dazu, mich über den Hurrikan Irma zu beschäftigen. Erst heute habe ich mich im Netz über die unglaubliche Wucht des Orkans informiert. Ich hatte an der Uni noch den Begriff Orkan gelernt, der scheinbar jetzt durch Hurrikan abgelöst wurde, auch gut.
Irma ist größer als die Bundesrepublik, also ein Wahnsinnsteil. Nach Verwüstungen in Kuba trifft Irma in dem Moment während ich diese Zeilen tippe auf Florida. Und was mache ich? Ich schau mir die Auswirkungen in Periscope an.
In welcher Welt leben wir heute? Ich sitze geschützt hier in Deutschland und auf der anderen Seite der Erde geht die Welt unter. Ob der Klimawandel etwas mit dem Orkan zu tun hat, weiß ich nicht, aber als gescheiterter Geograf bin ich fasziniert und entsetzt über die Kraft von Irma. Und alles schau ich mir live auf Periscope an. Hier ändert sich mal wieder die mediale Welt.
Periscope wird in Deutschland weniger genutzt, so meine Eindrücke. Facebook-Live scheint attraktiver zu sein, aber in Zeiten der Krise entfaltet Periscope seine ganze Kraft. Ich suche mir Florida auf der Karte heraus und kann mir die einzelnen Stream aufrufen. Ich bin mitten drin. In Facebook muss ich mit irgendwen befreundet sein, in Periscope muss ich es nicht.

Karte von Florida mit roten aktiven Periscope-Sendern.

Karte von Florida mit roten aktiven Periscope-Sendern.

In meinem Seminaren zeige ich gerne Persicope und meist treffe ich in der Demonstration auf pubertierende Jugendliche, die sich im Netz darstellen. Das ist für mich eher uninteressant. Ab und zu sende ich von Seminaren und zeige den Teilnehmern, wie die Dialoge in diesem Medium laufen.
Und bei Irma treten die pubertierenden Kinderchen in den Hintergrund und Live-Berichte vom Orkan beherrschenden die Streams aus Florida. Ich kann mir einen Eindruck machen, wie stark oder schwach Irma ist. Im Moment regnet es stark in Florida. Was habe ich erwartet? Wollte ich Independence Day oder the Day After Tomorrow sehen? Nein, das ist nicht Hollywood, sondern real Life.

Über die Kommentarfunktion lassen sich hervorragend Dialoge führen. Dabei erwarte ich keine meteorologischen Einschätzungen oder hochtrabende politische Kommentare über Klimawandel und Erderwärmung, sondern ich will von der Stimmung etwas mitbekommen. Die Menschen erzählen ihre persönliche Geschichte, wie sie sich auf den Orkan vorbereitet haben, wo sie ihr Auto geparkt haben, wie sie versorgt werden. Für mich als Storyteller oder Geschichtenerzähler sind das Juwelen, ohne dass ich das eine oder andere Wort auf die Goldwaage lege. So mancher Kommentar ist voll daneben. Die einen sprechen von der Strafe Gottes, die anderen sind an ernsthaften Infos interessiert, wieder andere blödeln herum. Die Sender, also die Leute, die via Persicope senden, antworten zum Teil vernünftig, zum Teil haben sie ihren Spaß. Natürlich hat in erster Linie der Schutz der Menschen den Vorrang. Keiner soll sich nur wegen guter Bilder in Gefahr bringen. Meist sehe ich Menschen, die aus ihren Appartements via Periscope streamen. Ab und zu geht jemand an den Strand, was ich persönlich für zu gefährlich halte, aber ich bin nicht vor Ort.
Jetzt beobachte ich am Smartphone oder iPad wie sich der Orkan weiter entwickelt. Ich denke an die Menschen, die vom Hurrikan betroffen sind.

iPhone und iPad fit machen für iOS 11

24. August 2017

Der genaue Termin steht noch nicht fest, wahrscheinlich wird es der 12. September sein. Aber wir können davon ausgehen, dass in Kürze der nächste große Apple Event ansteht und ein neues iPhone präsentiert wird. Dazu gibt es auch ein Upgrade des mobilen Betriebssystems auf iOS 11 für iPhone und iPad. Im Moment mache ich meine digitalen Devices fit für das anstehende Upgrade.
So manche alte App wird dann nicht mehr funktionieren und darüber sollte man sich klar sein. Um zu sehen, welche App nicht mehr funktioniert, gibt es einen ganz einfachen Workaround, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Zunächst sollten die installierten Apps über die App App Store aktualisiert werden, um den aktuellsten Stand zu haben. Dann beginnt der einfache Workaround, der Klarheit bringen wird.
Der Weg ist: Öffnen der Einstellungen

Dann: Öffnen des Icons Allgemein

 

Dann: Öffnen des Reiters Info

 

Dann: Öffnen des Reiters Apps

Dann werden die Apps angezeigt, die unter iOS 11 nicht mehr funktionieren werden, wenn die Entwickler nicht schnell ein Update nachreichen.
Bei mir handelt es sich im Moment um elf Apps, die unter iOS 11 nicht mehr funktionieren werden, darunter befindet sich auch der Zeitfresser Flappy Bird.
Richtig leid tut es mir um zwei Apps, die ich regelmäßig nutze und die ich vermissen werde. Zum einen ist es der minicomposer von Ex-Kraftwerk-Musiker Karl Bartos. Solche Musiksoftware gibt es zwar viele, aber ich mochte den Klang dieser App recht gerne.


Zum anderen werde ich das Juwelenspiel Bejeweled 2 vermissen. Es gibt natürlich von diesem Spiel zahlreiche andere Versionen, aber leider kann ich meinen persönlichen Highscore nicht übertragen. GameCenter funktioniert bei diesem Spiel nicht. Immerhin habe ich den familieninternen Rekord von über 62000 Punkten erreicht, der mir nach dem Update flöten geht.
minicomposer und Bejeweled 2 sind natürlich keine wichtige Tools. Wer aber Produktiv-Apps auf seinem Gerät hat, sollte dies vorher prüfen, um keine Überraschungen im September zu erleben,

Zehn Jahre persönliche Erfahrungen mit dem iPhone

3. Juli 2017
10 Jahre iPhone - hier einige meiner Geräte.

10 Jahre iPhone – hier einige meiner Geräte.

Zehn Jahre ist es nun her, als das iPhone in den Handel kam und eine digitale Revolution auslöste. „Apple reinvent the phone“ war damals der Claim, den Steve Jobs ausgegeben hatte und der Spot „Hello“ zeigte es.
Aber Steve Jobs und Apple hatten sich geirrt. Apple erfand nicht nur das Telefon neu, das wäre zu einfach gewesen. Apple brachte uns die Digitalisierung für unterwegs. Apple revolutionierte das digitale Leben, mein digitales Leben.
Das iPhone brachte das Internet in der Hosentasche (durch mobiles Internet), das iPhone brachte unsere Freunde in die Hosentasche (durch Social Media), das iPhone brachte unsere Wohnung in die Hosentasche (durch Smart-Apps), das iPhone brachte den Supermarkt in die Hosentasche (durch Amazon und Co) und noch mehr, mehr, mehr. Das iPhone ist kein Telefon, sondern es wurde zum Zentrum unseres digitalen Lebens. Eine ganze Generation brach in das mobile digitale Zeitalter auf. Und ich bin gerne bei diesem Aufbruch dabei.

Mein iPhone brachte eine Revolution
Ich muss zugeben, dass ich diese Erkenntnis nur leicht erahnte, als ich in der Keynote von Steve Jobs auf der Mac Expo im Moscone Center in San Francisco saß. Ich war damals Chefredakteur der MACup, der einstmals ältesten Mac-Zeitschrift Europas. Damals 2007 wussten wir, dass etwas in der Luft lag. Wochenlang hatten wir als Journalisten auf diesen Tag hingefiebert. Es lag Revolution in der Luft. Wir fachsimpelten, was als One more Thing kommen würde. Apple lud zur Keynote und wir folgten zu Tausenden in den großen Ballroom des Messenzentrums. Es war eine feierliche und gespannte Atmosphäre und alle waren wir elektrisiert. James Brown kam vom Band und sang „I feel good“ und dann begann der Gottesdienst. Ein damals gesunder Steve Jobs veranstaltete eine fette Show, zeigte uns zum ersten Mal das iPhone und Apple veränderte die Welt. Die Keynote gibt es im Netz zum Nachschauen. Ich erinnere mich, wie es mir heiß und kalt den Rücken runter lief. Mir wurde bewusst: Ich war bei einem historischen Ereignis dabei. Ich saß auf meinem Presseplatz und spürte, dass es etwas anderes war als die bisherigen Keynotes, die ich erlebt hatte. Mein damaliger Stellvertreter als Chefredakteur sah es ähnlich, mein damaliger Verlagsgeschäftsführer erklärte immer wieder, warum sein Sony Telefon besser sei.
In den nachfolgenden Technik-Slots für ausgewählte Journalisten durften wir das iPhone in die Hand nehmen und ein wenig herumspielen. Das iPhone war noch alpha oder bestenfalls eine frühe Beta. Apple hatte bis zum Verkaufsstart noch viel Arbeit vor sich, aber die Vision brannte sich in unser Hirn. Wir konnten das Alu-Gehäuse anfassen und mit dem Touch-Screen herumspielen. „Who needs a stylus? sagte er Meister und ich erlag der Faszination. Geistig gab ich die Bestellung auf, was ich dann auch sofort machte, als ich die Möglichkeit dazu hatte. Ich wollte so ein Gerät besitzen und meine bisherigen Mobiltelefone in Rente schicken.
Abends trafen wir uns auf einer Party in San Francisco auf einen Nokia-Mitarbeiter, der zu tief ins Glas geschaut hatte. Er hatte nach Finnland telefoniert und den Satz gesagt: „Da kommt ein Computerhersteller und zeigt uns, wie man ein Telefon baut.“ Und er sagte wörtlich: „Apple hat uns in den Arsch getreten“. Die Finnen meinten zwar, dass Apple nicht die Produktpalette habe wie Nokia und nicht jeden Monat neue Geräte auf den Markt bringen würden. Nun, Nokia ist Geschichte – es gibt Tage da verliert man.

Mein erstes iPhone kaufte ich in Karlsruhe
Damals hatte die Deutsche Telekom den Exklusivvertrag mit Apple für die Markteinführung des iPhone in Deutschland. Es gab sogar eine Veranstaltung in Berlin bei der Steve Jobs einflog. Die Telekom-Mitarbeiter durften ihre Magenta-Krawatten lockern. Im Juni 2007 kam das iPhone in den USA auf den Markt. Wir in Deutschland kamen erst am 9. November 2007 in den Genuss. Ich hatte damals schon den Verlag gewechselt und war Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION, einer Zeitschrift über 3D-Animation. Ich hatte mein iPhone vorbestellt und wir hatten damals eine Verlagsveranstaltung in Karlsruhe, den ANIMAGO AWARD samt Konferenz. Am Erstveröffentlichungstag sollte ich mein iPhone bekommen und konnte mir den Abholshop aussuchen. Blöd nur: Ich sollte am 9. November 2007 am Vormittag an einer Podiumsveranstaltung meines Verlages teilnehmen, musste aber unbedingt in einem Telekom-Shop in Karlsruhe mein iPhone abholen. Ein Kollege, der auch ein iPhone bestellt hatte, begleitete mich. Die Telekom-Mitarbeiter waren super freundlich, es gab zudem Kugelschreiber und Luftballons, ein Glas Sekt am Morgen und natürlich je ein iPhone für meinen Kollegen und mich. Wir verspäteten uns zur Podiumsdiskussion und mein Verlagsleiter maulte mich an. Auf dem Podium entschuldigte ich mich für die Verspätung beim Publikum und zeigte den dem Publikum mein neues iPhone mit den Worten „Sorry, aber es gibt nun mal wichtigere Dinge im Leben als eine Podiumsdiskussion.“ Donnernder Applaus vom Publikum und meinen Verlagsleiter blieb der Mund offen. Nach der Podiumsdiskussion machten wir zusammen ein Unboxing in Karlsruhe.

Auf dem Podium verspätete ich mich, weil ich erst mein iPhone abholen musste,.

Auf dem Podium verspätete ich mich, weil ich erst mein iPhone abholen musste,.

iPhone um iPhone in all den Jahren
Seitdem ist das iPhone mein treuer Begleiter, bis heute. Ich hatte mal ein HTC als Testgerät und gestehe zu, das Android sicher auch seine Berechtigung hat, aber ich bleibe beim iOS. Immer wieder neue Geräte-Generationen aus Cupertino zogen bei mir ein. Die alten Devices kamen in eine Vitrine zu meiner umfangreichen Sammlung an Apple Geräten. Im Moment stehen sie neben den verschiedenen Versionen des Newtons und eMate. Alte Geräte verkaufe ich nicht – ich hebe sie auf und erinnere mich daran. Eine emotionale Bindung zu einem technischen Gerät, nur Sammler können so etwas verstehen. Meine Frau hat eines ihrer alten iPhones einstmals in die Verwandtschaft abgegeben und nie wieder bekommen. Das mache ich nicht. Höchstens K1 und K2 bekommen die angetragene iPhone. Immer wieder gibt es bei den neuen Geräten ein Unboxing und ich freue mich immer über eine neue Version des iPhone. Das iPhone 8 wird sicherlich ein großer Schritt mit dem neuen iOS 11.  Im Moment nutze ich ein iPhone 7plus und bin mal gespannt, was das iPhone 8 bringen wird. K2 spekuliert im Moment auf mein iPhone 7plus.

Hier stehen meine iPhones neben den Newtons.

Hier stehen meine iPhones neben den Newtons.

Veränderung des Lebens
Was hat nun das iPhone in meinem Leben verändert? Vieles, sehr vieles. Ich gehe mit der Digitalisierung voran, halte viele Vorträge zum Thema Smartphone-Nutzung im Rahmen meiner Veranstaltungen zur Medienkompetenz. Ich nutze das iPhone nahezu täglich als Fotoapparat, Videokamera, Fernseher, MP3-Player, Mail, Adressbuch, Kalender, Einkaufskorb, Spielkonsole, Taschenrechner, Taschenlampe, Navigation, Buch, Notizbuch, Einkaufsliste – ach ja und ab und zu auch als Telefon. Ich erinnere mich gerne an den alten Hello-Spot von Apple. Und bevor die Frage kommt: Ja, ich weiß auch, wo der Ausschaltknopf ist und setze ihn bewusst ein für Entschleunigung. Auch das gehört zur Digitalisierung dazu.

 

Beim Aprilwetter zieh ich meine Roeckl wieder an

27. April 2017
Der Handschuhhersteller Roeckl muss einige Läden schließen. München bleibt.

Der Handschuhhersteller Roeckl muss einige Läden schließen. München bleibt.

Was ist das für ein sch … Wetter? Der April weiß nicht, was er will. Ich packe wieder meine Winterhandschuhe aus und halte meine Handschuhe von Roeckl in der Hand. Welche soll ich nehmen? Ich mag sie doch alle so gerne. Gleichzeitig bin ich entsetzt und es tut mir leid. Ich gelesen, dass Roeckl Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet hat. Für mich als Freund von Accessoires ist Roeckl der Handschuhhersteller schlechthin. Ich habe rund 30 verschiedene Paare von Roeckl und jede Saison werden es mehr. Ich habe schon darüber gebloggt.
Insolvenz in Eigenverwaltung heißt zunächst nicht, dass Roeckl komplett dicht macht. Aber das 1839 gegründete Traditionsunternehmen wird nach eigenen Angaben sieben Standorte schließen und 45 der derzeit 200 Mitarbeiter entlassen. Geschlossen werden beispielsweise Nürnberg, Aachen und Wiesbaden. Das finde ich sehr, sehr traurig, schließlich wird Roeckl in der sechsten Generation geführt.

Lagerverkauf beim Roeckl.

Lagerverkauf beim Roeckl.

Aber ich kann es nachvollziehen. Das Thema Handschuhe ist nicht unbedingt der Renner unter Jugendlichen. Das war mal anders. Als Roeckl den Roeckl Intelligence, einen Touch-Handschuh für das iPhone herausgebracht hat, empfand ich einen Boom in den Geschäften. Techfreaks, die bisher noch nie in einem Roeckl-Laden waren, schauten rein. Der hohe Preis schreckte sie nicht ab, schließlich waren es klassische Apple-Kunden gewohnt, für Qualität etwas hinzulegen. Dann kamen aber die Billigheimer aus Asien und der Touch-Markt wurde überschwemmt. Heute finde ich im Sortiment noch immer ein paar Touch-Handschuhe, um die Oberfläche des iPhones zu bedienen, aber modisch gefallen mir die Sachen nicht. Zudem bediene ich mein iPhone mehr und mehr über Siri.
Die Geschäftssparte, die den Sporthandschuh verwaltet, hat wohl Glück gehabt, aber der modische Handschuh hat mehr und mehr Probleme. Der Handschuh als Modeaccessoire ist nicht überall der Renner und zudem noch extrem saison- und wetterabhängig. Nun, ich trage Handschuhe noch als Modeaccessoire eigentlich das ganze Jahr. Im Winter gegen die Kälte, im Sommer habe ich manches Mal leichte Handschuhe beim Autofahren. Ich habe auch oft Handschuhe an, wenn ich die S-Bahn benutze. Ich will nicht krank werden bei den ganzen Bakterien, wenn ich Geländer oder Stangen anfasse.

App-Tipp: Telepromter für iPhone und iPad

21. März 2017

Nachdem ich ja einen YouTube-Kanal als redaktion42 habe, will dieser Kanal auch mit Videos gefüttert werden. Warum mache ich das? Eitelkeit – sicher, aber vor allem um Erfahrungen zu sammeln. Um diese Erfahrungen mit diesem Medium zu sammeln, veröffentliche ich mindestens ein Video pro Woche, oftmals werden es mehr. Es gibt für mich zwei Arten von YouTube-Videos: Bei den einen spreche ich frei von der Leber weg, improvisiere – das kommt in der Regel natürlich rüber. Viele Takes will ich nicht machen, schließlich ist es (noch) nur ein Hobby. Ich versuche, die Videos in einem Rutsch zu machen. Schneiden ist mir oft zu aufwändig.
Und dann gibt es YouTube-Videos bei denen ich oder ein Kunde einen vorgegeben Text vorlese. Ich habe gemerkt, dass Kunden ohne Medientraining auf diese Variante gerne zurückgreifen. Aber es sieht doof aus, wenn man auf das Blatt schaut. Also muss man von den Fernsehprofis lernen und einen Telepromter verwenden.
Als Software benutze ich für iOS Telepromter. Es gibt zahlreiche verschiedene Versionen von Telepromtern, ich habe mich nach Rücksprache mit einigen Videojournalisten für Telepromter von JoeAllenPro Limited entschieden. Es gibt eine Lite-Version zum Ausprobieren, die Vollversion kostet rund 15 Euro.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Bei Telepromter läuft der zu sprechende Texte in individueller Geschwindigkeit auf dem Bildschirm des iPads oder des iPhones ab. Der Videojournalist liest den Text ab und die eingebaute Kamera des iPads oder iPhones filmt das Ganze. Es ist besser, wenn man zudem noch ein externes Mikro ansteckt. Da der Text so geschickt in der Nähe der Kamera platziert ist, merkt der Zuschauer nicht, dass der Text abgelesen wird, weil der Videojournalist die ganze Zeit in die Kamera blickt. Im Fernsehen oder bei Reden wird dieses System seit Jahren eingesetzt.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Der Telepromter von JoeAllenPro Limited ist vor kurzem in einer neuen Version erschienen und komplett erneuert. Er wurde mit Features erweitert, die ich eigentlich kaum vermisst habe. Der alte Telepromter hat mir durchaus gereicht, aber ich habe das Update mitgemacht und hab nun einige Erweiterungen wie das Laden von Texten aus der Cloud oder transparente Farbflächen unter der Schrift. Ich suche im Moment noch den Countdown von früher – den habe ich beim Update nicht mehr gefunden und den brauche ich aber. Gut ist nun die Möglichkeit, den Telepromter von einer externen Blauzahn-Tastatur zu starten. Nun geht auch der Start via Apple Watch und das ist prima. Die Apple Watch steuert allerdings nur die App auf dem iPhone, nicht auf dem iPad. Ich muss mich wohl umgewöhnen, denn bisher habe ich das iPad Pro zur Videoaufnahme meist verwendet. Das iPad Pro hat allerdings eine schlechtere Kamera als mein iPhone 7 plus. Ich probiere die neuen Aufnahmen mit dem iPhone aus, das auch besser auf einem Stativ zu positionieren ist.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Durch das Update habe ich mehr Konfigurationsmöglichkeiten. So kann der Text nicht nur wie bisher von unten nach oben laufen, sondern auch von oben nach unten. Dieses Feature brauchte ich bisher noch nicht. Ich kann Videos nun auch im Hochformat drehen (schreckliche Vorstellung für mich als alter Filmer).
Bei all den Einstellungen ist es natürlich wichtig, was denn vorgelesen werden. Der beste Telepromter nutzt nichts, wenn der Typ vor der Kamera nichts zu sagen hat.

Erster Eindruck von Apple AirPods

10. März 2017

Wie geil ist das denn? Ich dachte ursprünglich, was brauche ich schon wieder neue Ohrhörer? Und wie sehen die Dinger eigentlich aus? Gemeint sind die Apple AirPods.
Als die Teile vorgestellt wurden, ging eine Lästerwelle durchs Netz. Ohrenstäbchen im Ohr – das war noch die geringste Bezeichnung. Auch ich habe mir meine Gedanken in meiner Kolumne im iPhone Magazin gemacht. Aber Apple geht konsequent den kabellosen Weg, wie ich in meinem Blog schon im September 2016 geschrieben habe.


Ursprünglich sollten die AirPods zu Weihnachten auf den Markt kommen, aber die Markteinführung verzögerte sich auf 2017. Als sie lieferbar waren, waren sie auch schon ausverkauft. Ich habe die Wunderhörer nur einmal in New York in einem Apple Store ausprobieren können. Da beschloss ich, auch der Apple-Fanboy Matthias braucht so Teile und ich bestellte sie für rund 180 Euro. Ich war spät dran und so verzögerte sich die Lieferung.


Jetzt sind die Apple AirPods bei mir angekommen und ich frage mich, wie ich ohne diese Teile überhaupt leben konnte. Gut, dass ist jetzt übertrieben und der Fanboy ist durchgebrochen, aber das nenne ich mal Revolution.
Nach dem Unboxing hängte ich die Pillenbox mit den Ohrhörern ein wenig an den Strom via Lighting. Die AirPods werden in einer kleinen Plastikkiste aufbewahrt, die auch als Ladestation dient. Brauche ich die Ohrhörer nicht, kommen sie in die Pillenbox, sind aufgeräumt und werden geladen. So soll das ganze System den Tag über durchhalten – das muss der Langzeittest noch zeigen.


Das Koppeln des Ohrhörer ist schlichtweg genial. Keine Fummelei via Bluetooth. Einfach Deckel auf und das Ohrhörer erscheinen auf dem iPhone. Wie geil ist das denn? Meldung bestätigt und fertig. DIe AirPods werden über die iCloud angemeldet und sind so über alle meine Apple Geräte iPhone, iPad Pro, MacBook und MacBook Pro erreichbar. „It works like magic“, hätte Steve Jobs gesagt. Möglich macht dies der neue W1 Chip, den Apple in den AirPods und den neuen Beats Kopfhörern verbaut hat.


Was hatte ich Angst, dass mir die AirPods aus den Ohren fallen. Bei den klassischen Ohrhörern habe ich immer so meine Probleme. Es ist dann doch eine Fummelei. Aber die AirPods sitzen, sie sitzen sehr gut. Ich hab sie getragen als ich im Arbeitszimmer mein Trampolin benutzt habe. Die Teile sitzen im Ohr bombig. Wenn einer verloren geht, dann wird es allerdings wieder recht teuer. Die Ersatzstecker kosten 75 Euro in Deutschland. Eine Ersatzpillenbox kostet auch 75 Euro.


Der Klang ist ordentlich. Natürlich kein Vergleich zu den kabelgebundenen Shure-Studiokopfhörern, aber der Vergleich hinkt. Mein subjektiver Eindruck: Die AirPods klingen besser als die kabelgebundenen Ohrhörer von Apple. Wer genaues will, sollte Audiotest-Magazine lesen, für meine Hörgenuss beim Sport oder unterewegs reicht es. Der Sound bei Spielfilme am iPad Pro wird synchron übertragen und passt somit auch.

Ein Presenter für das iPad und iOS

11. Februar 2017
Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Ich bin sehr oft für Vorträge in Sachen Medienkompetenz unterwegs und ich gestehe es, ich bin faul. Ich mag nicht schweres Equipment durch die Gegend schleppen. Meine Präsentationen habe ich auf Apple Keynote an einem der Bürorechner vorbereitet, aber ich will mein goldenes Seminar-MacBook nicht immer durch die Gegend schleppen. Das habe ich nur dann und wann auf Seminare dabei, wenn es um DTP oder so geht.
Da ich nicht Keynote auf einen Stick spielen möchte und dann vor einer Windows-Kiste beim Kunden stehe will, muss ich doch mein eigenes Zeug mitnehmen. In der Regel wähle ich dazu mein iPad Pro 12 Zoll.
Da ich bei meinen Präsentationen gerne ein wenig herumlaufe und mich nicht hinter dem iPad verstecken möchte, brauche ich einen Presenter. Bisher habe ich die Keynote-Präsentationen via iPhone oder AppleWatch gesteuert, aber das ist manches Mal eine Fummelei und sieht außerdem doof aus, wenn man die ganze Zeit auf das Smartphone glotzt. Also muss ein klassischer Presenter her.


Für den Mac habe ich einen Standard Kensington Presenter und so einen wollte ich für das iPad mit iOS auch haben. Apple hat dafür nichts im Angebot und nach ein wenig Recherche kaufte ich den Kensington PresentAir Pro. Das Ding sieht aus wie ein schwarzer Stift und liegt gut in der Hand. Mit dem roten Laserpointer hatte ich das Gefühl eines Laserschwertes, aber hier bricht der Star Wars-Fan in mir durch. „Luke ich bin dein Vater“ sagte ich, als ich das rote Licht entzündete.


Zurück zum Presenter. Kensington ist nicht gerade fit, wenn es um die Vermarktung des PresentAir Pro geht. Es steht auf der Packung groß, dass das Ding für Windows und Android geeignet sei. Die Schlafmützen haben iOS vergessen und lassen sich damit ein fettes Geschäft durch die Lappen gehen. Viele iOS-Jünger sind auf der Suche nach einem Presenter. Via Bluetooth verbindet sich der PresentAir Pro mit dem iPad und schon kann es losgehen. Ich kann meine Präsentationen abspielen und steuern – und wenn ich will, auch meinen Laserpointer einsetzen, wobei den kleinen roten Punkt kaum einer im Publikum sieht. Dafür verwende ich einen klassischen Zeigestab als den elektronischen Schnickschnack.
Der Presenter hat noch einen Touch-Kopf fürs Smartphone, den ich allerdings nicht brauche. Betrieben wird er von einer AAAA-Batterie und ich muss mir noch eine Ersatzbatterie besorgen, nicht dass schlagartig das Energieteil schlapp macht.