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App-Tipp: Telepromter für iPhone und iPad

21. März 2017

Nachdem ich ja einen YouTube-Kanal als redaktion42 habe, will dieser Kanal auch mit Videos gefüttert werden. Warum mache ich das? Eitelkeit – sicher, aber vor allem um Erfahrungen zu sammeln. Um diese Erfahrungen mit diesem Medium zu sammeln, veröffentliche ich mindestens ein Video pro Woche, oftmals werden es mehr. Es gibt für mich zwei Arten von YouTube-Videos: Bei den einen spreche ich frei von der Leber weg, improvisiere – das kommt in der Regel natürlich rüber. Viele Takes will ich nicht machen, schließlich ist es (noch) nur ein Hobby. Ich versuche, die Videos in einem Rutsch zu machen. Schneiden ist mir oft zu aufwändig.
Und dann gibt es YouTube-Videos bei denen ich oder ein Kunde einen vorgegeben Text vorlese. Ich habe gemerkt, dass Kunden ohne Medientraining auf diese Variante gerne zurückgreifen. Aber es sieht doof aus, wenn man auf das Blatt schaut. Also muss man von den Fernsehprofis lernen und einen Telepromter verwenden.
Als Software benutze ich für iOS Telepromter. Es gibt zahlreiche verschiedene Versionen von Telepromtern, ich habe mich nach Rücksprache mit einigen Videojournalisten für Telepromter von JoeAllenPro Limited entschieden. Es gibt eine Lite-Version zum Ausprobieren, die Vollversion kostet rund 15 Euro.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Während ich den Text lese, werde ich gefilmt.

Bei Telepromter läuft der zu sprechende Texte in individueller Geschwindigkeit auf dem Bildschirm des iPads oder des iPhones ab. Der Videojournalist liest den Text ab und die eingebaute Kamera des iPads oder iPhones filmt das Ganze. Es ist besser, wenn man zudem noch ein externes Mikro ansteckt. Da der Text so geschickt in der Nähe der Kamera platziert ist, merkt der Zuschauer nicht, dass der Text abgelesen wird, weil der Videojournalist die ganze Zeit in die Kamera blickt. Im Fernsehen oder bei Reden wird dieses System seit Jahren eingesetzt.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Ich kann nun verschiedene Skripte einladen.

Der Telepromter von JoeAllenPro Limited ist vor kurzem in einer neuen Version erschienen und komplett erneuert. Er wurde mit Features erweitert, die ich eigentlich kaum vermisst habe. Der alte Telepromter hat mir durchaus gereicht, aber ich habe das Update mitgemacht und hab nun einige Erweiterungen wie das Laden von Texten aus der Cloud oder transparente Farbflächen unter der Schrift. Ich suche im Moment noch den Countdown von früher – den habe ich beim Update nicht mehr gefunden und den brauche ich aber. Gut ist nun die Möglichkeit, den Telepromter von einer externen Blauzahn-Tastatur zu starten. Nun geht auch der Start via Apple Watch und das ist prima. Die Apple Watch steuert allerdings nur die App auf dem iPhone, nicht auf dem iPad. Ich muss mich wohl umgewöhnen, denn bisher habe ich das iPad Pro zur Videoaufnahme meist verwendet. Das iPad Pro hat allerdings eine schlechtere Kamera als mein iPhone 7 plus. Ich probiere die neuen Aufnahmen mit dem iPhone aus, das auch besser auf einem Stativ zu positionieren ist.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Es gibt nun mehrere Konfigrationsmöglichkeiten.

Durch das Update habe ich mehr Konfigurationsmöglichkeiten. So kann der Text nicht nur wie bisher von unten nach oben laufen, sondern auch von oben nach unten. Dieses Feature brauchte ich bisher noch nicht. Ich kann Videos nun auch im Hochformat drehen (schreckliche Vorstellung für mich als alter Filmer).
Bei all den Einstellungen ist es natürlich wichtig, was denn vorgelesen werden. Der beste Telepromter nutzt nichts, wenn der Typ vor der Kamera nichts zu sagen hat.

Ein Presenter für das iPad und iOS

11. Februar 2017
Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Für meine Präsentationen habe ich mir für iOS den Kensington PresentAir Pro gekauft.

Ich bin sehr oft für Vorträge in Sachen Medienkompetenz unterwegs und ich gestehe es, ich bin faul. Ich mag nicht schweres Equipment durch die Gegend schleppen. Meine Präsentationen habe ich auf Apple Keynote an einem der Bürorechner vorbereitet, aber ich will mein goldenes Seminar-MacBook nicht immer durch die Gegend schleppen. Das habe ich nur dann und wann auf Seminare dabei, wenn es um DTP oder so geht.
Da ich nicht Keynote auf einen Stick spielen möchte und dann vor einer Windows-Kiste beim Kunden stehe will, muss ich doch mein eigenes Zeug mitnehmen. In der Regel wähle ich dazu mein iPad Pro 12 Zoll.
Da ich bei meinen Präsentationen gerne ein wenig herumlaufe und mich nicht hinter dem iPad verstecken möchte, brauche ich einen Presenter. Bisher habe ich die Keynote-Präsentationen via iPhone oder AppleWatch gesteuert, aber das ist manches Mal eine Fummelei und sieht außerdem doof aus, wenn man die ganze Zeit auf das Smartphone glotzt. Also muss ein klassischer Presenter her.


Für den Mac habe ich einen Standard Kensington Presenter und so einen wollte ich für das iPad mit iOS auch haben. Apple hat dafür nichts im Angebot und nach ein wenig Recherche kaufte ich den Kensington PresentAir Pro. Das Ding sieht aus wie ein schwarzer Stift und liegt gut in der Hand. Mit dem roten Laserpointer hatte ich das Gefühl eines Laserschwertes, aber hier bricht der Star Wars-Fan in mir durch. „Luke ich bin dein Vater“ sagte ich, als ich das rote Licht entzündete.


Zurück zum Presenter. Kensington ist nicht gerade fit, wenn es um die Vermarktung des PresentAir Pro geht. Es steht auf der Packung groß, dass das Ding für Windows und Android geeignet sei. Die Schlafmützen haben iOS vergessen und lassen sich damit ein fettes Geschäft durch die Lappen gehen. Viele iOS-Jünger sind auf der Suche nach einem Presenter. Via Bluetooth verbindet sich der PresentAir Pro mit dem iPad und schon kann es losgehen. Ich kann meine Präsentationen abspielen und steuern – und wenn ich will, auch meinen Laserpointer einsetzen, wobei den kleinen roten Punkt kaum einer im Publikum sieht. Dafür verwende ich einen klassischen Zeigestab als den elektronischen Schnickschnack.
Der Presenter hat noch einen Touch-Kopf fürs Smartphone, den ich allerdings nicht brauche. Betrieben wird er von einer AAAA-Batterie und ich muss mir noch eine Ersatzbatterie besorgen, nicht dass schlagartig das Energieteil schlapp macht.

Welche Tasche nehm ich denn heute? – Gute Erfahrungen mit LEABAGS-Taschen

6. Februar 2017

Ich bin ein Taschen-Narr. Nicht so sehr, wie ich ein Schuh-Narr bin, aber Taschen mag ich auch ganz gerne und ja, ich bin ein Mann. Ich spreche nicht von Handtaschen, da ist meine Ehefrau auf jeden Fall die Expertin und richtige Ansprechpartnerin. Ich rede von Laptop-Taschen, Messenger-Bags, Reisetaschen und und und.
Ich bin viel unterwegs und auch wenn ich auf Kurztripps bin, habe ich dennoch allerhand Zeugs dabei: iPad oder MacBook, Kabel, Tischstativ, Bloggerkamera, 360 Grad-Kamera, Fächer, Halsbonbons und vieles Zeug mehr. Ich könnte freilich eine klassische Laptop-Tasche von Booq nehmen, aber ich mag im Moment nicht die Business-Variante. Ich habe ein paar wunderbare Messenger-Bags, aber die haben soch einen Technik-Touch. Oder sie sind einfach zu leger, manche meiner Kunden reagieren da etwas empfindlich. Ich kann einfach nicht mit einem Rucksack aufkreuzen, als ob ich beim Wandertag bin.
So nutze ich oft eine ganze Reihe von Taschen der Marke LEABAGS. Sie wird in Deutschland von ZTS Zimbelmann Trading & Service UG aus Göppingen vertrieben. Ich habe verschiedene im Einsatz, wie die Aktentasche LEABAGS Unisex und vor allem die Reisetasche LEABAGS Tokio. Meine Frau trägt gerne die Shopper LEABAGS Tulsa.

Meine neue Tasche für den Alltag.

Meine neue Tasche für den Alltag.

Alle Taschen sind aus Büffelleder, also nichts für Veganer. Ich schätze die Verarbeitung und das Leder verändert sich im Laufe der Zeit. Bei Rimowa-Koffer sagt man, die Koffer bekommen einen Charakter. Bei den Taschen ist es ebenso. Leder ist ein natürliches Material und verändert sich beim Tragen. Zudem schätze ich die Verarbeitung der Taschen. Sie sind stabil vernäht, was bei meinem schweren Plunder wichtig ist. Bei der Lieferung einer neuen Tasche sind die Metallteile nochmals extra geschützt umwickelt, kleine Details, die es für mich ausmachen.
Eine Tasche hab ich persönlich immer am Mann. Es ist die Umhängetasche. Dort ist mein Arbeitsmaterial verpackt, so dass ich immer darauf zugreifen kann. Als ich das iPad 9,7 Zoll im Einsatz hatte, reichte die Umhängetasche aus. Seit dem ich auf dem 12 Zoll iPad Pro samt Tastatur arbeite, reichte die LEABAGS Birmingham nicht aus.
Da stand ich vor einem Problem. Welche Tasche soll es nun sein? Die Produktvielfalt ist groß und für mich als Laie unübersichtlich. Ich habe keine Lust, jede Tasche online aufzurufen und nachzusehen, ob die Maße passen. Zudem wollte ich ja eine ähnliche Tasche haben, wie die bisherige. Alles soll an seinem Platz liegen, so dass ich an das Material blind herankomme. Gerade als mobiler Journalist will ich keine große Veränderungen, denn alles griffbereit sein.


Ich kontaktierte den Kundendienst und war über die schnelle und kompetente Beratung überrascht. Das kenne ich von Online-Versendern in diesem Umfeld nicht. Per Mail kam ein Vorschlag, ich kaufte das Modell LEABAGS Boston und siehe da: Alles passt hinein, wie ich es mir vorgestellt habe. Einzige Kritik: Der Schul ist mir persönlich zu schmal und wenn meine Tasche gut bepackt ist, dann schneidet das Band an der Schulter ein. Hier hätte ich mir einen breiteren Schulterriemen gewünscht, wie bei der Vorgängertasche. Mal sehen, ob ich eine Verstärkung für den Schultergut finde, der mir gefällt.

Alles hat seinen Platz in der Tasche.

Alles hat seinen Platz in der Tasche.

Restaurant mit Bestellung am iPad – Meine Reiseimpressionen Teil 15

24. Januar 2017
Jeder Tisch in den Restaurants war mit einem iPad ausgestattet und dort ließ sich wunderbar Essen bestellen.

Jeder Tisch in den Restaurants war mit einem iPad ausgestattet und dort ließ sich wunderbar Essen bestellen.

Eine Zukunft des Restaurants habe ich am Flughafen Newark Liberty International Airport angetroffen. Wir waren auf Rückflug von New York und hatten noch etwas Zeit am Flughafen, weil Homeland Security schnell und zügig arbeitete und keine Zicken machte. K1/2 hatten Hunger und so beschlossen wir, unsere letzte Nahrung in den USA aufzunehmen. Der Newark Liberty International Airport ist ein großer Flughafen und wir wurden via Air Train zum Terminal C gebracht und suchten uns ein Restaurant.

Die Masse der Restaurants im Terminal C funktionieren anders als die Restaurants, die ich gewohnt war. Jeder Tisch verfügt über ein iPad. Hier kann der Kunde seine Bestellungen aufgeben. Das musste unsere technikverrückte Familie gleich ausprobieren. Wir entschieden uns für ein italienisches Restaurant und jeder griff zum ihm vorliegende iPad. Das Display listet die Speisekarte, Facebook, Twitter, Nachrichten und auch Spiele-Apps auf.

Das Display zeigt die Karte und andere Apps.

Das Display zeigt die Karte und andere Apps.

Jedes iPad ist fest mit dem Tisch verdrahtet, so dass es keine Füße bekommt und gestohlen werden kann. Am Tisch waren gleichzeitig Ladestationen mit US-Steckern und USB-Ports zum Laden der Smartphone angebracht. Diesen kostenlosen Service nutzen wir gleich aus.

Steckdosen an jedem Platz.

Steckdosen an jedem Platz.

Wir wählten die umfangreiche Speisekarte, stellten die Beschreibungen auf Deutsch um und suchten aus. Die Vielfalt war sehr groß. Die Speisen waren ausgezeichnet fotografiert und zudem erläutert. Die Übersetzungen waren im großen und ganzen gelungen. Nun, dass es eine digitale Speisekarte am iPad gibt, ist nicht die Revolution. Das habe ich in Deutschland auch schon öfters erlebt. Interessant fand ich, dass der komplette Bestellvorgang via Apple Device abläuft.

Ist die Zukunft schon Gegenwart?

Ist die Zukunft schon Gegenwart?

Meine Kinder wählten Pizza, meine Frau gebackene Calamari und ich Austern, weil ich dieses Mal nicht in der legendären Austern Bar in der Grand Central Station war. Da wir vier Personen waren und alles auf eine (meine) Kreditkarte buchen wollten, bestellten wir an einem iPad, um den Buchungsaufwand zu minimieren.

Bezahlt wird via Plastikgeld.

Bezahlt wird via Plastikgeld.

Getränke kamen hinzu und das Trinkgeld auch. Warum Trinkgeld? Nun, die iPad-Bestellung wurde uns von einem freundlichen Ober erklärt, der auch das Essen brachte. Trinkgeld gehört im Land der unbegrenzten Möglichkeiten einfach dazu. Ich zog die Kreditkarte durch und die Rechnung kam per eMail in mein Postfach.

Der Lieferstatus wird angezeigt.

Der Lieferstatus wird angezeigt.

Das iPad zeigte uns auch, wie weit der Lieferstatus unseres Essens war. Essen wird zubereitet und dann Essen wird geliefert. Schön war, dass die Speisen gleichzeitig kamen, trotz unterschiedlicher Zubereitungszeit. So konnte die Familie gemeinsam essen. Und ich muss zugeben: Das Essen hat sehr gut geschmeckt. Die Familie war sehr zufrieden.

 

 


Wir verglichen die Speisen mit den Bildern auf der Karte und waren sehr angetan, dass digitales Foto und echtes Essen sehr ähnlich aussahen. Anders wie in Burgerketten oder Fast-Food-Lokalitäten, in denen ein himmelweiter Unterschied zwischen fiktionaler und realer Welt festzustellen ist.

Fazit der Familie: Eine tolle Sache.

Fazit der Familie: Eine tolle Sache.

Fazit der Familie: Es funktioniert, geht schnell und hat auch einen Charme. Natürlich will ich nicht so eine Bestellung via iPad in jedem Restaurant, aber die Idee dahinter finde ich sehr faszinierend. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Am Newark Liberty International Airport haben die Gastronomen diese Zukunft bereits beschritten und auch das ist interessant.

Hier das Fazit von meiner Frau und mir als Video:

iOS9: eMail hängt im Ausgang von Apple Mail fest

10. August 2016

Vor kurzem hatte ich ein Mail-Problem mit meinem iPhone. Unter iOS 9 hing eine eMail im Mailausgang und wurde vom Internet-Provider nicht abgeholt und zugestellt. Die Folge war: Apple Mail probierte immer wieder die Mail zu versenden, der Mailaccount war blockiert und die Batterie wurde arg strapaziert.

Die Mail hängt und hängt und Apple Mail arbeitet sich einen Wolf.

Die Mail hängt und hängt und Apple Mail arbeitet sich einen Wolf.

In der Vergangenheit konnte ich einfach die eMail im Ausgang löschen und damit hatte es sich. Nicht in diesem Fall. Die eMail konnte nicht angeklickt werden und es ging nichts mehr. Auch das bewährte Abschießen der Mail-App und/oder das iPhone auszuschalten, brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Also eine andere Lösung muss her.
Ich versuchte über mein Webinterface meines Mail-Providers die eMail im Postausgang zu löschen. Auch das war nicht möglich, weil das Webinterface keinen Postausgangs-Ordner anzeigte.
Als letzte Möglichkeit sah ich nur, mein IMAP-Konto des Accounts zu löschen, alles Mail und Ordner zu entfernen und dann wieder neu zu installieren. Das wollte ich aber nicht, denn das kostet bei meiner Internet-Verbindung hier auf dem Land Stunde um Stunde – von wegen Laptop und Lederhose.
Aber es gibt noch einen Workaround, der am Ende wunderbar funktioniert hat.

Nach ein bisschen Nachdenken kam ich auf folgendes Vorgehen.
Step 1 Apple Mail deaktivieren
Dies geschieht über die Einstellungen unter Mail, Kontakte, Kalender. Hier den richtigen Account wählen und den Schieberegler betätigen. Also Mail deaktivieren.

Also Mail deaktivieren.

Also Mail deaktivieren.

Step 2 Flugmodus aktivieren

Flugmodus aktivieren

Flugmodus aktivieren

Step 3 Apple Mail: aktivieren
Genau wie Step 1 aber jetzt Apple Mail wieder einschalten.

Apple Mail wieder aktivieren

Apple Mail wieder aktivieren

Step 4 Entsprechende eMail löschen
Jetzt in die Mail App und Postfach Ausgang wählen und die entsprechende eMail löschen.

Apple_Mail5 Apple_Mail6
Step 5 Flugmodus deaktivieren
Step 6 Freuen

Split View in iOS 9: Zwei Bildschirme nebeneinander am iPad

11. Februar 2016

Seit iOS 9 ist es möglich, geplitte Bildschirme darzustellen, also zwei Bildschirme nebeneinander. Das lohnt sich in der Regel nur bei den neueren Modellen vom iPad Air, iPad mini und – bei mir – beim iPad Pro.
„Split View“, so heißt die Funktion. Sie macht mein Arbeitsleben leichter. Copy & Paste am iPad war ein Gemurkse und professionelles Arbeiten war nicht möglich. Durch das iPad Pro kam endlich ein großer Bildschirm und durch „Split View“ ist endlich professionelles Arbeiten möglich. „Split View“ sorgt dafür, dass zwei Apps gleichzeitig geöffnet bleiben und beide Inhalte der App zu sehen und zu bearbeiten sind. Nachdem ich von vielen Leuten gefragt wurde, will ich die Funktion ganz einfach erklären.


Wie wird nun „Split View“ aktiviert? Ich halte das iPad Pro im Landscape-Modus, also quer. Ich starte die erste App und wische dann von rechts nach links. Es erscheint die App-Liste und ich wähle meine zweite App aus und siehe da, ich habe zwei Apps nebeneinander und kann fröhlich hin und her kopieren. Ein weiterer Grund, das iPad Pro mitzunehmen und das MacBook in der Tasche zu lassen.

Facebook Seitenmanager stürzt nach Update ab – Meine Lösung

16. Oktober 2015

Als digitaler Nomade bin ich mit dem iPhone und iPad unterwegs und nutze zahlreiche Apps für meine Schulungen und meine journalistische Berichterstattung. Das MacBook setze ich selten ein, ich bevorzuge die mobilen Geräte und ich freue mich auf das iPad Pro.
Jeden Abend vor dem Einschlafen aktualisiere ich meine Apps. So auch vor drei Tagen. Über Nacht lade ich die Softwareupdates herunter, um am nächsten Morgen die neuen Versionen einzusetzen. Das hat in der Vergangenheit wunderbar geklappt.

Das Versprechen von Facebook.

Das Versprechen von Facebook.

Bis jetzt: Der Facebook Seitenmanager wurde von Facebook auf die Version 33,0 mit 95,4 MByte aktualisiert. Und seitdem geht am iPhone und iPad nichts mehr. Die Software startet und stürzt ab. Was soll der Dreck?
Ich brauche den Seitenmanager um für meine Firmenseite redaktion42 und Kundenseiten aktuelle Meldungen und Bilder zu posten, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Dafür werde ich auch bezahlt. Das geht jetzt nicht mehr. Der Umweg über das Webinterface ist lästig.
Was bildet sich Facebook eigentlich ein? Ist in dem Laden keiner in der Lage die Software vor dem Einstellen in den App-Store zu testen? Wenn ich die Kommentare der aktuellen Version ansehe, lese ich vernichtende Urteile. Auch ich habe kommentiert.

Vernichtende Kommentare nach dem Update.

Vernichtende Kommentare nach dem Update.

Facebook gibt es Neuigkeiten für die Aktualisierung an: „Neu in 33.0: Fehlerbehebungen zur Schnelligkeit der App, Fehlerbehebungen zur Zuverlässigkeit der App“. Ha ha ha, selten so gelacht. Zuverlässigkeit? Der Witz war gut.

Die Lösung: App löschen und neu laden.

Die Lösung: App löschen und neu laden.

Was ist die Lösung des Problems? der klassische Neustart des iPads und iPhones klappt nicht. Der Workaroud ist: App vom Device löschen und dann wieder aus der Cloud laden. Das dauert je nach Leitung zwar ein paar Minuten, doch dann funktioniert wieder alles wie es sein sollte. Hilfreich wäre es, wenn Facebook diesen Tipp einstellt. Das erwartete ich eigentlich als Service des Unternehmens.

Update:  soeben kam das Update von Facebook- jetzt läuft es wieder

Harry Potter als iBook – was könnte da noch kommen?

9. Oktober 2015

Einfach nur den Text zu lesen, da kommt Apple zu spät, wenn es um die Harry Potter-Romane geht. Die Jugendbücher von J.K. Rowling gibt es als klassisches eBook schon eine längere Zeit für verschiedene Plattformen. Jetzt kommen endlich auch Harry Potter-Bücher als iBooks für die Apple Plattform. Das wäre eigentlich keine Meldung wert, schließlich ist Harry Potter nicht mehr in den aktuellen Bestsellerlisten. Die ganze Familie hat die Bücher bereits gelesen, erst als Print-Version, dann als eBook.
Interessant ist die Sache dennoch, denn das iBooks-Format verspricht eine optische Aufbereitung des Contents. Für nur Text allein wäre das iBooks-Format verschenkt, es muss mehr sein, viel mehr.

Harry Potter als iBooks auf dem iPhone. Foto: Apple

Harry Potter als iBooks auf dem iPhone. Foto: Apple

Und so können wir uns jetzt auf erweiterte Ausgaben aller sieben Bücher der Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling freuen und ich muss sagen, ich bin wirklich gespannt. Die Bücher erscheinen für iPhone, iPad & iPod touch. Seit gestern sind die erweiterten Harry Potter-Ausgaben in englischer Sprache in 32 Ländern für 9,99 Euro verfügbar. Vorbestellungen für die Ausgaben auf Deutsch, Französisch und Spanisch sind ebenfalls ab heute möglich und werden ab dem 9. November in 18 weiteren Ländern erhältlich sein. Wir werden Familienrat halten, ob wir diese Form der Harry Potter-Bücher brauchen. Seit gestern können wir die Bücher mit völlig neu gestalteten Covern, neuen Kapitelüberschriften, Initialen sowie Schriftarten einschließlich der Harry Potter-Schriftart entdecken.


Neben dem kompletten Originaltext sind laut Apple interaktive Animationen und aufwändige Illustrationen enthalten, welche die beliebten Geschichten zum Leben erwecken. Zusätzlich werden Harry Potter-Fans während ihrer literarischen Reise von der Autorin selbst verfasste Kommentare finden. Also alle Harry Potter Fans werden sicherlich daran Interesse haben und so gelingt es Apple aus alten Material, neuen und interessanten Content zu generieren. Wenn das ganze System bei Harry Potter funktioniert, dann hoffe ich persönlich auf interaktive Ausgaben von Herr der Ringe, Hobbit und die Gesamtausgabe von Edgar Allen Poe. Das wäre ein wirklich interessantes Geschäftsmodell: Alte bereits vermarktete Bücher nochmals in einer Extended Version in Form von iBooks auf den Markt zu bringen.
Die Autorin J.K. Rowling gibt sich gegenüber Apple sehr überzeugt. Sie lässt verlauten: „Ich bin begeistert, dass die Harry Potter-Bücher bei iBooks so wunderschön für die digitale Welt umgesetzt wurden. Die Illustrationen und Animationen in diesen erweiterten Ausgaben erwecken die Geschichten auf eine besonders reizvolle Art und Weise zum Leben“. Und auch Apple-Chef Tim Cook ist angetan: „J.K. Rowlings legendäre Reihe ist prädestiniert, um sie auf iPad oder iPod zu genießen und wir freuen uns, sie exklusiv im iBooks Store anzubieten.“

Meine Tools für mobilen Journalismus

21. September 2015

Immer wieder kommt die Frage, welche Apps und Geräte ich eigentlich als digitaler Nomade nutze. Durch die digitale Revolution hat sich meine Arbeitsweise als Journalist und Blogger komplett verändert. Smartphone und Tablet gehören zu meine täglichen Werkzeugen, schließlich leben wir im Post PC-Zeitalter. Vor kurzem hatte ich wieder ein Seminar zum Thema „Mobiler Journalismus und Pressearbeit“ durchgeführt und einige Werkzeuge vorgestellt, die ich im Einsatz habe.
Als Kameras nehme ich in der Regel mein iPhone 6 plus, die GoPro Hero3+ und die Bloggerkamera Canon LEGRIA mini X sowie mein iPad mini 2 und ab und zu ein Google Nexus Tablet (wenn es gar nicht anders geht).
Ich möchte die Software clustern und habe als Empfehlung jetzt nur kostenlose Software im Einsatz. Natürlich habe ich noch weitere Software am Start, aber für den Anfang als mobiler Journalist sollte es genügen. Ich habe geschaut, dass es die Software für iOS und Android gibt, beim Windows Phone kenne ich nicht so aus.

Video
Hyperlapse
iMovie (nur iOS), PowerDirector Videobearbeitung (nur Android)
YouTube
Periscope
Vine
Google Studio/Youtube Studio

Audio
iRig Recorder

Bildbearbeitung
Adobe Photoshop Express
Snapspeed

Zusammenarbeit
Mindmeister
Toodledo
Wunderlist
Evernote
Dropbox
Trello
Doodle
Google Übersetzer
iTranslate Voice

Text
Google Drive
Ulysses nur iOS
Pages/Keynote/Numbers nur iOS

Blogging
Jimdo
Wordpress

Social Media
Twitter
Facebook
Instagram
Hootsuite
Google Hangout
Skype

Hardware
In der Regel habe ich allerhand Hardware dabei. Die muss ordentlich verpackt sein. Das ganze Kabelzeugs und Adapter und Akkus habe ich in Cases von Amazon.

Tasche

Als Taschen verwende ich die Pride and Soul Umhängetasche aus Leder Ethan und als Laptoptasche in der Regel die Booq. Je nach Einsatz und Kunde setze ich auf Rimowa, Tweed oder College. Strom ist kostbar und nichts ist schlimmer, als wenn unterwegs der Saft ausgeht.

Anker

Für längere Einsätze habe ich den Anker Astro E7 26800mAh dabei, wenn ich nur ein paar Stunden unterwegs bin, dann reicht der Anker 2. Gen. Astro E4 13000mAh. Akkus unter 10000mAH braucht man nicht ernst nehmen.

Anker2

Tastatur
In der Regel versuche ich meine Texte mit Siri zu diktieren. Das klappt bei guter Internetverbindung. Mit iOS 9 ist es spürbar besser geworden. Natürlich muss nachgearbeitet werden. Wenn ich in Gesellschaft bin und nicht laut diktieren kann, dann muss natürlich eine Tastatur ran. Für das iPad mini habe ich mehrere Bluetooth-Tastaturen im Einsatz, mal mit Hülle, mal nur als Case.

Tastatur

Ich verwende das Logitech Ultrathin Magnetic Keyboard . Der Anschlag ist ok, aber das Problem ist der Tastenabstand. Vielleicht sind meine Finger zu dick. Daher nutze ich meist die externe Bluetooth-Tastatur von Apple. Wenn ich faul bin und nichts tragen will (und Eindruck schinden möchte), verwende ich die Epic RGOMCQZ virtuelle Laser Tastatur. Ich freue mich schon auf das iPad Pro mit der Apple-Tastatur, die einen geschmeidigen Anschlag haben soll. Nur die graue Farbe gefällt mir nicht.

Laser

Stative
Natürlich dürfen YouTube-Aufnahmen auch bei mir wackeln, das erhöht die Authentizität, aber irgendwann ist Schluss mit der Wackelei. Ich habe zwei Arten von Tischstativen im Einsatz. Das Gorilla kann man schön biegen und auch via Magnet auf entsprechenden Untergrund befestigen.

Tischstativ

Standfester ist allerdings mein Manfrotto PIXI Tischstativ. Wenn es etwas größer sein muss, aber leicht, dann schwöre ich auf mein Tamrac ZipShot Stativ. Das System klappt wie ein Zeltstangensystem. Das Ganze ist bei Wind nicht zu gebrauchen, weil es umkippt. In Räumen ist es aber okay und vor allem leicht. Schwerer und in den semiprofessionellen Bereich gehört da mein Reisestativ Rollei Compact Traveler No. I .

Klappstativ

Das ist ein Zwischending, aber für mobilen Journalismus habe ich keine Lust meine schweren Manfrotto-Stative mitzunehmen, obwohl sie für den Profi-Einsatz unschlagbar sind. Da die Stative in der Regel ein Drehgewinde haben, braucht es zur Befestigung meines iPhones noch einen Adapter.

Tripod

Ich nehme hier den, weil ich ihn in der Größe verändern kann – iPhone 5s und jetzt iPhone 6 plus haben doch unterschiedliche Ausmaße und der Adapter wächst mit. Ich habe mir zahlreiche Halter angeschaut und bin vom Glif tripod angetan.

Rollei
Wenn es ein wenig eleganter werden soll, habe ich ein kleines Steadycam Mantona Schwebestativ dabei. Es ist zwar nur eine Notlösung, macht aber ganz annehmbare Bilder. Vor Gebrauch sollte man allerdings ein wenig üben, um den Dreh heraus zu haben.

Steadycam
Und ich habe eine neue Selfie-Stange im Einsatz. Ich hatte lange Zeit ein schwere Variante und bin jetzt aufgrund eines Tipps von Jürgen Pieperhoff auf die Anker Bluetooth Selfie Stange umgestiegen und bin sehr angetan.

Anker_Stange
Da ich in der Regel mehrere Stative dabei habe, kann ich eines als Lichtstativ verwenden. Manches Mal brauche ich für meine Einsätze externes Licht und die Taschenlampenfunktion des iPhones reicht nicht aus. Aus alten 16mm Zeiten hatte ich noch Halogen-Scheinwerfer samt Akku, aber hier hebe ich mir einen Bruch und die Dinger werden extrem heiß. Daher setze ich auf LED-Leuchten, deren Licht ich angenehm regulieren kann. Hier habe ich mich für Manfrotto LED-Licht Midi Plus entschieden.

Licht

Audio
Der Ton ist im mobilen Journalismus immer ein Problem. Wunderbar ist der Klang bei der Canon Legria mini X. Aber die Kamera hat ein extremes Weitwinkel, kann also nicht immer eingesetzt werden. Zudem ist die App-Verbindung ein Gemurkse.
Ich habe eine Reihe von Mikros, wie das iRig Mic Handgehaltenes Mikrofon oder iRig Mic Cast Ultra-compact microphone und wenn ich meine teuren XLR-Mikros einsetze, verwende ich ein iRig Pre Universal Microphone Interface. In Interviews setzte ich auf Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon .

Röde

Bei Konferenzen gibt es oftmals schrecklich viel Papier. Und viele Veranstalter verteilen die Dateien nicht digital. Ich habe ein paar Smartphone-Scanner im Einsatz, aber wenn es richtig etwas zum Scannen und Weiterverarbeiten gibt, dann kommt mein Fujitsu iX100 ScanSnap  mobiler Scanner aus der Tasche. Er scannt das Zeug perfekt via WiFi weg und die Dateien können ideal weiterverarbeitet werden. Die entsprechende App gibt es kostenlos und ist zu empfehlen.

Scanner

Diese Aufstellung hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist lediglich eine Empfehlung aus meiner täglichen Praxis. Und natürlich gibt es immer wieder neues Zeug.

Apple Music, der richtige Schritt, den ich nicht brauche

9. Juni 2015
Zu lange war das One mir Thing für meinen Geschmack.

Zu lange war das One mir Thing für meinen Geschmack.

Ich hab Apple Music in der dargereichten Form nicht verstanden. Jetzt bin ich wirklich ein Fanboy von Apple, aber das One more Thing auf der gestrigen WWDC war für mich zu lang und zudem für mich völlig unnötig. Ich brauchte (bisher) kein Streaming und ich höre kein Radio bis auf einen Nachrichtensender und Deutschlandfunk. Und ich will auch nicht, dass mir irgendwelche Künstler mit Mixes und Ankündigungen meine Zeit stehlen. Ich stelle für mich fest: Ich brauche wohl Apple Music nicht.
Die Keynote von Tim Cook & Kollegen war bis zum Ende vielversprechend. Die WWDC ist ja eine Software-Konferenz und interessante Software hat Apple gebracht: neue Ankündigungen von OS X El Capitan, einen anderen Ausblick auf iOS 9 und watchOS 2. Die Programmierumgebung Swift 2 gibt es zudem als OpenSource. ApplePay wird weiter ausgerollt und wir Deutschen spielen noch nicht mit. Das wäre für meinen Geschmack an Neuerungen genug gewesen.
Doch dann kam das One more Thing. Die Verhandlungen um Filmrechte dauern noch, also wurde Apple TV verschoben. Aber der Sony-Musik-Chef Doug Morris riss im Vorfeld den Mund auf und verriet die Ankündigung von Apple.

Jimmy Iovine konnte mich nicht überzeugen.

Jimmy Iovine konnte mich nicht überzeugen.

Musikmanager Jimmy Iovine mag zwar ein Musikcrack sein, ein Bühnenmensch auf der Keynote war er nicht. Dafür kann er nichts, aber seine Show war einfach öde. Eddy Cue, Senior Vice President Internet Software und Services von Apple, kasperte anschließend auf der Bühne herum und spielte Musik vor. Schön, wenn der Mann lateinamerikanisch Musik hört, ich tue es nicht, Cue lauthals: „Apple Music ist ein revolutionärer Streaming-Dienst für Musik, ein zukunftsweisender, weltweiter Live-Radiosender von Apple, der täglich 24 Stunden sendet und zugleich ein großartiger neuer Weg für Musikfans mit ihren Lieblingskünstlern in Verbindung zu treten.“
Ich habe Spotify bisher nicht gebraucht und ich brauche wohl Apple Music auch nicht. Ich höre keine Playlists, sondern ganze Alben von Musikern. Ich mag Musik besitzen. Ich bin ein Jäger und Sammler. Für mich ist Apple Music nichts.

Aber Apple hat alles richtig gemacht - auch mit der Präsentation von Joan Jett.

Aber Apple hat alles richtig gemacht – auch mit der Präsentation von Joan Jett.

Aber genug meiner subjektiven Emotionen. Es ist genau der richtige Schritt, den Apple hier mit Apple Music gemacht hat. Wäre ich Spotify und Co, dann würde ich echt Angst haben, dass mein Geschäftsmodell baden geht. Die rund 10 Euro kosten alle Dienste, aber Apple hat einen ganz, ganz klaren Vorteil. Sie sind in Besitz der Kreditkarten von iTunes, mindestens 800.000.000 Stück. Sie alle sind nur einen Klick von Apple Music entfernt und dieser Klick ist verlockend. Apple wird eine Werbekampagne lostreten, von denen andere Streamingdienste nur träumen können. Zudem bietet Apple ein interessantes Familienangebot – sechs Familienmitglieder bekommen Apple Music für rund 15 Euro. Das ist günstig. Und Apple öffnet Apple Music für Android und erschließt sich hier einen neuen Markt.

Siri als Geheimwaffe bei Apple Music.

Siri als Geheimwaffe bei Apple Music.

Außerdem hat Apple Siri als Geheimwaffe. Siri wird mich unterstütze mit Apple Music meinen Spaß zu haben. Beispielsweise kann man Siri fragen „Spiele mir die besten Songs des Jahres 1994 vor“, „Spiele den besten Song von FKA twigs ab“ oder „Was war der Nummer 1-Hit im Februar 2011?“. Als Statistikfan gefällt mir so ein Service.
Für 3 Milliarden US-Dollar hat Apple das Unternehmen Beat gekauft, jetzt wird sich die Investition auszahlen, wobei Apple wohl seine höchsten Umsätze mit der Hardware-Seite macht. Streaming ist bisher bei allen Anbietern noch kein großes Geschäftsmodell.
Eddy Cue meint: „Apple Music kombiniert die größte und abwechslungsreichste Musiksammlung des Planeten mit der Expertise von Musikfachleuten von Weltrang, die Wiedergabelisten für Nutzer von iPhone, iPad, iPod touch, Mac, PC, Apple TV und Android Phones zusammengestellt haben.“ Bei uns zu Hause hört Kind 2 bisher nur Spotify. K2 denkt einen Tag nach der Keynote über einen Wechsel nach, zumal Apple Music drei Monate kostenlos sein soll.

Weltweites Radio mit Beats 1 - hier taucht der Name Beat wieder auf.

Weltweites Radio mit Beats 1 – hier taucht der Name Beat wieder auf.

Außerdem kommt Beats 1, der bisher erste Live-Radiosender von Apple der sich vollständig der Musik und Musikkultur widmet. Er wird live in über 100 Länder senden. Beats 1 ist eine 24-stündige Hörerfahrung unter der Federführung von DJs wie Zane Lowe in Los Angeles, Ebro Darden in New York und Julie Adenuga in London, die ich als alter Mann freilich nicht kenne. Hörer auf der ganzen Welt werden die Programmgestaltung zum selben Zeitpunkt hören – globales Radio, ein interessanter Gedanke.
Und ich finde, Apple Music Connect ist im Grunde MySpace. Künstler können sich mit ihren Fans vernetzen. Über Connect können Künstler Liedtexte, Backstage-Fotos und Videos teilen oder sogar ihren neuesten Song unmittelbar an Fans direkt von ihrem iPhone aus veröffentlichen. Fans können sämtliche Posts eines Künstlers kommentieren oder liken und über Messages, Facebook, Twitter und E-Mail teilen. Und auf Kommentare kann der Künstler direkt dem Nutzer antworten. Also im Grunde MySpace von Apple.
Also, nüchtern gesehen hat Apple wohl alles richtig gemacht und wenn ein großer Player wie Apple am 30. Juni in den Streaming-Markt eintritt, dann bewegt sich dieser Markt. Apple wird Musikstreaming zum Mainstream machen. Die interessante Kombi Streaming, Radio und Connect wird am Markt wohl überzeugen, die Präsentation von One more Thing tat es nicht.