Posts Tagged ‘XPress’

Nachträglich alles Gute zum 30. Geburtstag lieber Photoshop

20. März 2020
So sah eine Photoshop-Box früher mal aus (r.).

So sah eine Photoshop-Box früher mal aus (r.).

Ja, ich weiß, der Geburtstag von Adobe Photoshop ist schon ein paar Tage her, aber auf einen Tag hin oder her kommt es bei 30 Jahre nicht an.
Also, der Photoshop als Industriestandard-Programm der Bildbearbeitung feierte seinen 30. Geburtstag – und ich musste feststellen. Photoshop feierte dieses Mal ohne mich, aber ich will trotzdem herzlich nachträglich gratulieren. Ich war Nutzer seit Version 3.05 Nutzer dieser ausgezeichneten Software, habe aber in jüngster Zeit auf den Einsatz verzichtet. In Zeiten von Corona heißt es zudem Kosten reduzieren und daher verzichte ich als Selbstständiger im Moment auf das Creative-Cloud-Abo und hab mir für meine Arbeiten Affinity Photo geholt, sowohl am Mac als auch am iPad – und bin zufrieden.
Aber dennoch: Der Photoshop ist für mich ein magischer Zauberkasten, der von Mal zu Mal leistungsstärker wird – und damit aber auch Features bekommt, die ich gar nicht brauche. Aber das ist nicht das Problem von Photoshop allein, es ist eine Eigenschaft von Software, die über Jahre gewachsen ist.
Der Photoshop war die Grundlage für alles weitere. Ich nutze den Photoshop, dann kam Adobe Pagemaker und InDesign (wobei ich noch immer ein treuer XPress-Anhänger bin und mich aber auch in Affinity Designer einarbeite). Durch Photoshop arbeitete ich eine zeitlang auch mit den Videotools von Adobe wie Premiere und Co. Aber im Anfang stand der Photoshop. Bei mir war es die Version 3.05 und die Helden meiner Zeit waren Doc Baumann und seine Kreativfreunde wie Scott Kelby. Ich traf sie auf Messen und hatte auch als Chefredakteur der MACup, der einstmals ältesten Mac-Zeitschrift Europas, viel mit dem Doc zu tun.

Photoshop-Guru der alten Zeit: Doc Baumann war immer für einen Spaß zu haben.

Photoshop-Guru der alten Zeit: Doc Baumann war immer für einen Spaß zu haben.

Früher hieß Photoshop eine Installationsorgie mit Disketten, dann kamen die optischen Datenträger. CS 6 war meines Wissens die letzte Version auf DVD, dann kam nur noch Download. Catalina sperrt die alten Photoshop-Versionen unter 64 Bit aus und damit heißt es: Creative Cloud oder Umsteigen auf andere Systeme. Seit kurzem gibt es den Photoshop auch auf dem iPad und Kollegen, die ihn einsetzen, schwärmen von der Geschwindigkeit. Ich denke, Kreativsoftware auf dem mobilen Gerät anzubieten, ist der richtige Weg.


Die Abo-Politik von Adobe hat gewaltige Vorteile. Die illegalen Versionen verschwinden vom Markt. Als Pro-User erhalte ich immer die neueste Version. Aber es gab auch gewaltige Kritik. In der alten Zeit, also in der Zeit vor Corona, habe ich viele Seminare für Schülerzeitungsredaktionen gehalten. Viele von ihnen scheuen aus Kostengründen das Upgrade auf die Abo-Version von CC und nutzen noch uralte CS4-Versionen. Die Redaktionen sagen mir, dass ihnen das Upgrade auf die Cloud schlichtweg zu teuer ist. Die Affinity-Suite zieht daher massiv in die Nachwuchsbranche ein.
Aber auch die Pro-Kreativen haben geklagt, dass mancher Verlag nicht nachzieht und die externen Kreativen mit neuen Versionen arbeiten, ihre Auftraggeber in den Verlagen oftmals mit alten Versionen. So ist der Dateientransfer oftmals ein Problem.
Ich habe mit Clemens Strimmer von digitalog ein spannendes Interview zum Thema Photoshop geführt und will euch daran teilhaben lassen. Auf jeden Fall nachträglich alles Gute zum Geburtstag lieber Photoshop.

Sinnvoll: Kostenloser QuarkXPress Document Converter

19. Oktober 2014

Quark-Logo

Ich weiß nicht, wie groß die User-Group von XPress überhaupt noch ist, aber ich nutze Quark XPress immer noch. Freilich habe ich auch Adobe InDesign im Einsatz, aber ich bin mit XPress aufgewachsen und halte der DTP-Software immernoch die Treue.
Allerdings habe ich mich geärgert, dass alte XPress-Dokumente aus der Silikon-Frühphase (gegen Mitte der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts) mit den neuen XPress-Versionen nicht lesbar waren. Ich hatte noch viele Dokumente in Version 3 und 4. Das waren meist Flyer und Bücher. Die Konvertierung in die neue XPress-Version – aktuell 10 – waren ein Murks. Bis heute.
Quark Software brachte den QuarkXPress® Document Converter auf den Markt, ein kostenloses Tool, das es Anwendern von QuarkXPress ermöglicht, XPress-Dateien aus alten Versionen in QuarkXPress 10 zu öffnen. QuarkXPress 10 unterstützt Dokumente, die mit QuarkXPress 7-10 erstellt wurden, jedoch keine Dokumente aus den Versionen 3-6.
Endlich kann ich reibungslos meine alten Produktionen konfertieren und Content von früher wieder aufpeppen.
Durch die einfache Benutzeroberfläche des QuarkXPress Document Converter können Anwender von QuarkXPress 10 ein einzelnes QuarkXPress Dokument oder einen ganzen Ordner auswählen und die Dateien in ein mit QuarkXPress 10 kompatibles Format umwandeln. Bevor der  QuarkXPress Document Converter verfügbar war, mussten Anwender zusätzlich die Version QuarkXPress 9 benutzen, um auf alte Dokumente vor Version 7 zugreifen zu können. Der QuarkXPress Document Converter bietet auch den zusätzlichen Vorteil der Batch-Konvertierung, die von QuarkXPress 9 nicht unterstützt wird.
Um den kostenlosen QuarkXPress Document Converter herunterzuladen, besuchen Sie hier

Das Sterben von Redakteursarbeitsplätzen

12. Dezember 2010

Als ich Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrtausends als Schüler erste Zeitungsjobs bekommen hatte, war die meine berufliche Ausgangsposition gut. „Medien zu machen“ waren in, Zeitung lag voll im Trend. Das Internet war noch für uns Sterbliche weit entfernt. Erste Erfahrungen mit Mailboxen, Akustikkoppler und Terminalprogrammen hatte ich und war gut gerüstet. Der Computer zog in die Redaktionen ein. Doch sie killte die Belegschaft der Druckvorstufe. Das böse XPress ersetzte die Monteure. DTP begann den Siegeszug und Redaktionen waren gut besetzt. Zeitungen waren florierende Wirtschaftsobjekte und große Anzeigenschlachten von Mannesmann und Vodafone brachten gutes Geld in die (Verleger-)Kassen. Ich habe erlebt, wie man Anzeigen ablehnte mit den Worten „Verzeihung, wir sind voll, aber nächste Woche haben wir noch Platz.“ Den Redaktionen ging es gut. Natürlich hatten wir immer was zu meckern, aber rückblickend war es eine gute Zeit. Ich hatte im Lokalen Zeit mich um meine Geschichten zu kümmern, während ein Kollege meine Seite übernahm. Qualität stand im Vordergrund und die Kollegialität war aus meiner Sicht ideal.

Das ist vorbei. Heute sterben Zeitungen. Die US-Blätter machen den Anfang, die deutschen werden sicher folgen. Doch bevor die Zeitungen sterben, kommen die Controller zum Einsatz. Sie setzen den Rotstift an und sparen ein. So mancher spart sein Objekt kaputt. Immer kleinere Redaktionen müssen den Overhead eines Verlages tragen. Festangestellte Redakteure werden entlassen. Der Druck auf die Redaktionen wird größer und größer. Einerseits müssen schrumpfende Anzeigenerlöse durch neue Ideen aufgefangen werden, anderseits sind die vorhandenen Vertriebserlöse nicht gerade rosig, wenn sie mit früheren Umsätzen verglichen werden. Und dann will der Leser noch Qualität für sein Geld. Reduzierung der Fixkosten lautet das Programm, also Entlassungen in der Redaktion und Verlagerung auf freie Strukturen – freilich mit weniger Kosten. ich habe eine eindrucksvolle US-Grafik gefunden. Sie zeigt das dramatische Reduzieren der festangestellten Verlagsmitarbeiter.

Natürlich hinkt die Grafik, denn neue Jobs wurden geschaffen. Online-Redaktionen wurden aufgebaut, können aber den Verlust an Arbeitsplätzen in Print oder gar den Rückgang an Anzeigen nicht kompensieren. Der Umbau geht voran.

 

App: Textverarbeitung mit Pages

9. Juli 2010

Das App Pages ist für mich eine einfache Lösung für klassische Textverarbeitung am iPad. Das bedeutet: Einfach Texte zu tippen. Im Moment vermisse ich kein Microsoft Word oder Open Office, weil ich am iPad nicht in die Verlegenheit komme, Serienbriefe zu schreiben oder Dokumente mit Anmerkungsfunktion zu überarbeiten. Wobei letzteres schon ein sinnvolles Feature darstellt, sobald ich wieder Dokumente von Kollegen überarbeiten darf. Richtig cool und sinnvoll wäre eine Google Docs-Anbindung, doch ich träum weiter.

Immer wieder muss ich mich aber über die Genialität der Apple Programmierer wundern. Das bemerke ich an Kleinigkeiten.  Ich wollte das geschriebene Pages-Dokument benennen und suchte die klassische „Speicher unter“-Funktion. Nix da. Einfach auf das Dokument im Bereich „Meine Dokumente“ klicken und umbenennen – so einfach ist das. Typisch Apple eben.

Zwar bietet Pages allerhand von Vorlagen, aber ich bin ein langweiliger Typ und nutze in der Regel nur die leere Seite. Ich brauche eigentlich nur einen klassischen Texteditor und gar nicht den Layoutumfang von Pages. Layoutet wird am Mac mit InDesign oder XPress. Aber, was ich hab, das hab ich. Die Weiterverarbeitung und genaue Formatierung mach ich dann am Mac und dazu sende ich das entsprechende Dokument in der Regel via E-Mail als Word-Datei an meinen Rechner. iWork.com nutze ich nur selten, verspreche aber dies künftig mehr zu tun.

Für mich derzeit das Ärgerlichste am Export von Pages-Dokumente als Word-Datei, ist ein banaler Fehler in der Sprache, Ich erstelle das Dokument in einem deutschen Pages und sende es via E-Mail an eine deutsche Version von Microsoft Word. Dort wird das File geöffnet und siehe da, die englische Sprache im Word ist ausgewählt. Der gesamte Text ist rot unterringelt. Ich weiß, es ist keine große Arbeit, den Text zu markieren und dann die richtige Sprache auszuwählen, aber stören tut es mich trotzdem. Also Apple oder Microsoft – egal wer, behebt den Fehler.

Jetzt interessiert mich nur eines: Welche Features braucht ihr denn so bei Pages? Wenn ihr ehrlich bin, brauche ich eigentlich eine App wie WriteRoom, das ich am Mac für Texte nutze.