Posts Tagged ‘Thomas Gerlach’

Der Hamster ist wieder ausgebrochen – ich fass es nicht

16. März 2022

Ich hab es nicht glauben wollen, dass es schon wieder losgeht. Als erstes berichtete mir meine Frau, dass die Regale mit Mehl und Sonnenblumenöl im örtlichen Supermarkt leer seien. Wir erinnerten uns an den Corona-Lockdown, als fast genau vor zwei Jahren Toilettenpapier und Hefe gehamstert wurde. Ich habe darüber gebloggt. Jetzt geht das Hamstern wieder los, die Hamster sind überall, wohin ich auch schaue.

Dann hab ich in den örtlichen Facebook-Gruppen darüber gelesen. Da ich aufgrund von Corona nur einmal die Woche einkaufe, hab ich von dem Trubel nicht viel mitgekommen. Aber ich wollte es selbst prüfen und habe nach einem Arztbesuch bei einem Drogeriemarkt vorbeigeschaut. Siehe da: Toilettenpapier war knapp und der Betreiber der Drogerie wies die Kunden darauf hin, dass das kostbare Papier nur in handelsüblichen Mengen abgegeben werde.

Tags darauf erledigten wir unserem Großeinkauf in der Metro in München-Pasing. Leider hab ich erst nach meiner Rückkehr gelesen, dass sich die Metro nicht an den Sanktionen gegen Russland aufgrund des verbrecherischen Angriffskriegs beteiligt. Das ist gelinde gesagt unschön.

Und was konnte ich in diesem Großhandel feststellen: Die Regale für das preiswerte Sonnenblumenöl waren leergeräumt. Teures Olivenöl gab es noch, aber auf billig stehen die Käufer und die Regale waren komplett leergeräumt. Auch Frittierfett war ausverkauft. Mehrere Schilder wiesen uns daraufhin, dass durch die Ukraine-Krise verursachte internationale Warenverknappung bei Pflanzen-/Sonnenblumen-/Raps-/Soja- & Frittierölen eingetreten sei und „um möglichst viele Kunden mit Ware zu versorgen, haben wir die Abgabemenge bei Speiseölen in unseren Kassensystemen auf technisch begrenzt.“ Bei Nudeln und dem Toilettenpapier sah es ähnlich mager aus.

Dient die Berichterstattung über das Thema (wie auch dieser Blogbeitrag) nicht dazu, dass sich mehr Leute aufmachen und hamstern, was das Zeug hält? Ein Dilemma jeder Berichterstattung.

Und was sagen die offiziellen Stellen: Der Lebensmittel-Verband appelliert an die Verbraucher, Hamsterkäufe wegen der Sorgen über den Ukraine-Krieg zu unterlassen. Sein Appell hat wohl nichts genutzt, vielleicht sogar das Hamstern verstärkt. Beim Verband heißt es, bereits zu Beginn der Corona-Krise habe übermäßiges Einkaufen auf Vorrat die Lieferketten unter Druck gesetzt. Laut Verbandssprecher gibt es noch keine Engpässe bei einzelnen Nahrungsmitteln wie etwa Sonnenblumenöl und Mehl. Der Verbandsvertreter bezeichnete die Ukraine allerdings als wichtigen Rohstofflieferanten für Sonnenblumenöl. Ein Krieg könne deshalb durchaus Auswirkungen auf den deutschen Markt haben. Und ich hoffe, dass die Hamster den Kopf einschalten. Vielleicht beginnt ja wieder ein reger Tauschhandel, wer weiß?

Über das Thema Benzin will ich erst gar nicht sprechen. Speditionen haben mit anderen Preisen kalkuliert. Mein Kollege Thomas Gerlach und ich haben in unserer jüngsten Folge von Der Lange und der Gerlach uns dieser Situation angenommen.

Cyberwar in der Ukraine –

3. März 2022

„Das erste Opfer eines jeden Krieges ist die Wahrheit“ soll der kalifornische Senator Hiram Johnson einmal gesagt haben. Der verbrecherische Krieg Putins gegen den demokratischen Staat Ukraine beherrscht die Medien und die sozialen Netzwerke. Meine Kontakte in die Ukraine und auch nach Russland sind verzweifelt über die Aggression des russischen Machthabers.
Der Cyberwar, der in der Vergangenheit eher verdeckt geführt wurde, ist im Netz voll ausgebrochen. Putin führt den „ersten Welt­informations­krieg“, schreibt meine Kollegin Miriam Meckel im „Handelsblatt“.

Dieses Cover ist kein echtes Cover von Time, sondern eine Produktion von Patrick Mulder und geht viral durchs Netz. FakeNews

Als gelernter Journalist habe ich gelernt zu recherchieren und Nachrichten aufzubereiten. Ich habe daher eine kleine Nachrichtensendung gebaut, die sich um den Cyberwar in der Ukraine dreht. Sie ist vom 2. März 2022. Ich freue mich, wenn die Informationen auf Ihr Interesse stößt. Ich möchte diese Sendung in loser Folge eine Zeitlang fortsetzen.

Hybride Kriegsführung und Desinformation seitens der russischen Regierung sind seit Jahren gängige Praxis. Für mich ist klar: In Kriegszeiten muss ich Position beziehen, auch wenn ich sonst in meinem Blog die Themen Politik und Religion außen vor lasse. Aber hier muss es sein und ich zeige Flagge. Gerade jetzt ist Journalismus wichtig.

Mein Kollege Thomas Gerlach und ich werden daher in unserem wöchentlichen YouTube-Streaming Der Lange und der Gerlach das Thema Cyberwar an diesem Freitag 4. März um 18 Uhr aufgreifen und diskutieren. Ich würde mich freuen, wenn Sie mit dabei sind. Es findet in meinem YouTube-Kanal redaktion42 statt. Hier ist die komplette Playlist von allen Folgen Der Lange und der Gerlach.

Und damit komme ich zu meinem wöchentlichen Newsletter, den ich jeden Sonntag kostenlos per Mail versende. Ich habe hier eine neue Rubrik mit dem Titel Cyberwar Ukraine eingeführt. Hier greife ich Themen auf, die sich um den Überfall Russlands auf die Ukraine im Netz drehen. Ich bemühe mich hier, Fakten zu bringen und sie über die Lage im Netz und in den sozialen Medien zu informieren. Es wäre schön, wenn Sie diesen wöchentlichen Informationsdienst abonnieren möchten, kostenlos steht sich.

Buch- und Kochtipp: Gemüse haltbar machen durch Fermentieren von Dietmar Fiebrandt

6. August 2021

Fermentation ist ein Langzeitprojekt meiner Gattin, angeregt durch den Kochblog von Thomas Gerlach. An kühlen, dunklen Orten im Haus lagern zahlreiche Gläser mit eingelegten Radieschen, Kraut, Kimchi und mehr.

Soeben haben wir ein Glas Radieschen geöffnet, die zehn Tage in der Ecke vor sich hin geblubbert haben – die Fermentation der geschnittenen Kameraden war abgeschlossen. Wir hatten etliche Bund Radieschen auf einmal bekommen und konnten sie nicht alle zeitnah verzehren. Daher wurden die rotweißen Kollegen geputzt und fermentiert, um sie haltbar zu machen.

Nasentest bei den fermentierten Radieschen.

Jetzt kommt der Test, ob es gelungen ist. Behutsam werden Portionen aus dem Glas geholt und wir können uns vom umami-Geschmack überzeugen. Die heftige Schärfe der Radieschen ist verschwunden. Sie schmecken irgendwie nach Sauerkraut, haben einen interessanten Geschmack, eben umami.

umami wird als eine fünfte Dimension des Geschmacks bezeichnet. Klingt cool – es handelt sich um die für viele asiatische Gerichte typische Geschmacksrichtung. Unsere bayerische Küche kennet vier bekannten Geschmacksrichtungen süß, salzig, sauer und bitter. Die findigen Asiaten haben mit umami eine weitere Geschmacksrichtung für unseren Gaumen und das Zeug macht süchtig.

Klarer Buchtipp zum Fermentieren.

Fermentieren ist absolut sinnvoll. Als literarische Handreichung dient uns das Buch Gemüse haltbar machen durch Fermentieren:, das mir der Battenberg gietl Verlag dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat. Das Buch führte uns in diese interessante Welt des Fermentierens ein. Dass dabei das Immunsystem durch gesunde Ernährung gestärkt wird, freut uns zudem. Autor Dietmar Fiebrandt ist Spezialist für Fermentieren und gibt mit diesem Buch sinnvolle Tipps und Tricks für Einsteiger. Anhand von zahlreichen beschreibenden Fotos und erläuternden Texte führt er den Leser in die Welt ein. Bei der Lektüre des Buches riefen wir immer wieder überrascht: „Das kann man auch fermentieren, das ist ja wunderbar.“ Das Wichtigste aber: Das Buch Gemüse haltbar machen durch Fermentieren erklärt nicht nur, es motiviert vor allem. Mit einigen eher ungewöhnlichen Fermentier-Rezepten reizt es zum Experimentieren, zum Ausprobieren, zum Selbermachen.

Es werden nicht nur die Grundlagen erklärt, sondern auch die verschiedenen Anwendungsgebiete der Fermentation bei Sauerteig oder bei Kefir. Rundum: Mir das Buch wirklich etwas gebracht und vor allem, die ganze Familie hat Lust auf Fermentieren.

Gasthof Heinzinger – Wiedereröffnung nach Lockdown

21. Juni 2021
Zu Gast in Rottbach.

„Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen“, diesen Leitspruch meines Foodblogger-Kollegen Thomas Gerlach habe ich mir zu Herzen genommen. Klar Plan: Ich gehe nach dem Lockdown nur noch in Restaurants zum Essen, bei denen ich hochwertiges, qualitatives Essen genießen kann. Ich will keine 08/15-Küche mit Essen aus der Metro, was mir oftmals in der Vergangenheit vorgesetzt wurde und ich teuer bezahlt habe. Das ist eine Lehre für mich aus Corona.

Und daher führte mich mein erster Weg nach dem Lockdown in den Gasthof Heinzinger nach Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck zur berühmten Küche von Denis Kleinknecht.

Ich kenne die Lokalität seit langem und war immer wieder dort zu Gast. Und als ersten Besuch einer Gastronomie wollte ich auf Nummer sicher gehen. Denis Kleinknecht und sein Team haben die harte Zeit des Lockdowns sinnvoll genutzt und die Küche und die Gasträume auf Vordermann gebracht. Stein- und Holzböden wurden verlegt.

Aber vor allem hat der seit 1392 bestehende Gasthof eine neue Küche auf Gourmetniveau bekommen. Eine maßgefertigte Küche von Lohberger wurde eingebaut – Branchenkenner wissen, was das heißt. Der Arbeitsplatz der Köche um Denis Kleinknecht ist ein energiesparend, effizient, ergonomisch mit perfekter Abluft – so macht Kochen Spaß. Diese neue Küche ist ein Traum und ich werde Denis Kleinknecht in naher Zukunft bitten, mir die Küche genau zu erklären. In der Wiedereröffnungsphase nach dem Lockdown war dafür im Moment keine Zeit.

Die Gäste drängen hinein und es tut gut zu sehen, dass die Gäste dem Gasthof Heinzinger in Rottbach die Treue gehalten haben. Es war bei meinem Besuch ein Kommen und Gehen. Wer dort speisen will, sollte daher unbedingt online oder telefonisch reservieren – auch im Hinblick auf das ausgeklügelte Hygienekonzept des Hauses.

Für den Gast ist natürlich das Essen das Wichtigste. Global Cuisine heißt das Erfolgsrezept – internationale Klassiker regional hochwertig interpretiert. Meine Frau und ich genossen folgende Speisen:

Der Gruß aus der Küche war ein Sellerieschaum-Süppchen.

Zur Vorspeise gab es ein Kalbskopfcarpaccio mit Wildkräutersalat und steirischem Kürbiskernöl sowie handgeschnittenes Beef Tatar mit kleinem Salat und hausgebackenem Brioche. Die Brioche, im Deutschen gelegentlich als „Apostelkuchen“ bezeichnet, ist ein feines Tafelgebäck aus ei- und fettreichem Hefeteig.

Als Hauptgerichte wählten wir Kalbstomahawk, dry aged, ca. 750g mit Grillgemüse. Das Kalbstomahawk habe ich mir zuvor im Reifeschrank genau angesehen und mich dafür begeistert. Es wurde auf urigem Holzbrett serviert. Meine Frau wählte ein Filet Birnbaum-Saibling mit karamellisiertem Blumenkohl, Blumenkohl-Kokospüree und Blaumohn-Kartoffel-Gnocchi. Die Präsentation auf grünem Teller überzeugte uns.

Die Nachspeisen waren hausgemachtes Eis und Nougatknödel in Vanillesoße.

Golffieber42 startet offiziell

7. September 2020

Ich freue mich, dass Golffieber42 jetzt offiziell  online ist.

Ich freue mich, dass Golffieber42 jetzt offiziell online ist.

Heute ist der offizielle Startschuss für mein neues Projekt Golffieber42. Ich bin seit Monaten der Golfbegeisterung erlegen und veröffentliche ab jetzt unter der Marke Golffieber42 Kolumnen und Eindrücke eines Golfbeginners im Netz.
Neben der Website bespiele ich die Kanäle Twitter, Instgram und betreibe eine Facebook-Seite, verbunden mit der herzlichen Einladung, diesen Kommunikationswegen zu folgen. Auf der Website kann ein kostenloses E-Mail-Abo abgeschlossen werden, das dann über Neuerungen der Website informiert.
In den vergangenen Wochen habe ich mich neben meinem Spiel auf meiner Heimatanlage der Golfanlage Rottbach zudem der Contenterstellung gewidmet. So sind schon einige Artikel im Blog von golffieber42 eingestellt. In regelmäßigen Abständen kommen weitere journalistisch aufbereitet eBlogartikel hinzu – Geschichten aus der Sicht eines begeisterten Golfbeginners.

Golf ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung.

Golf ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung.

Der Name Golffieber42
Warum der Name Golffieber42? Nun, wer der Faszination des Golfsports erliegt, der fühlt sich wie in einem Fieberrausch. Es macht mir unglaublich Spaß auf dem Grün zu stehen und den Ball zu schlagen. Es ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung, die es in sich hat. Dabei geht es (noch) nicht darum, das Handicap zu verbessern, sondern Spaß und Freunde an dem Sport zu haben. Diese Faszination mit den großen und kleinen Geschichten vermittelt das Projekt Golffieber42.
Und die Zahl 42? Wer den von mir sehr verehrten Douglas Adams kennt, dem brauche ich nichts weiter zu sagen. Wer 42 nicht kennt, dessen Freund ist Google. Das Projekt Golffieber42 stammt aus der Schmiede von redaktion42.

Inhalte von Golffieber42
Was erwartet uns bei Golffieber42? Es sind Eindrücke, Kolumnen, kleine Geschichten, ein paar Tipps, Ausflüge in die Unterhaltung, viele Fotos. Es werden Reiseberichte hinzukommen, Porträts, Tests, Interviews und vor allem viele Emotionen – also alles, was dieses wunderbare Hobby ausmacht.
Und gerne würde ich mit der Seite auch Geld verdienen. Natürlich können Anzeigen geschaltet und Sponsoring-Kooperationen geschlossen werden. Alles wird ordentlich gekennzeichnet und transparent kommuniziert – nach den Vorgaben des Bloggerclubs.

Geschichten rund um Golf.

Geschichten rund um Golf.

Dank geht an
Natürlich geht so ein Projekt nicht ohne Unterstützung. Zunächst ein großer Dank an meine Familie und hier vor allem an meine Frau, die mit mir auf dem Golfplatz schlägt. Für Input und Geschichten danke ich Erich Kornberger, für die Vorbildfunktion Franz Neumeier mit seinem Blog Cruisetricks und meinem Kollegen Thomas Gerlach mit dessen Jobs-Motivationsspruch: Real Artists ship.

10 Jahre Blogger als redaktion42.com – Geburtstagsfeier mit Gedanken

20. Juli 2018

Auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass ich mit dem Bloggen angefangen habe – heute hat mein Blog redaktion42.com den 10. Geburtstag. Also mal ein bisschen Zeit zum Reflektieren ist angesagt – woher komme ich und wo stehe ich.

So kam ich zum Bloggen

Ich begann mit dem Bloggen, weil ich es kann. Das klingt jetzt blöd, aber ist genau so. Als Mensch der klassischen Massenmedien, als gelernter Tageszeitungsjournalist und späterer Chefredakteur von IT-Medien stand ich aufwendigen Print-Produkten vor. Die Inhalte unters Volk zu bringen war eine teure Angelegenheit. Redaktion, Anzeigen, Druckvorstufe, Druckerei, Vertrieb und vieles mehr. Das kostete Unmengen von Geld. Massenmedien meiner Zeit waren eine Einbahnstrecke, ein Sender-Empfänger-Modell. Ich als Journalist sendete, meine Leserinnen und Leser empfingen. Der Rückkanal der Leser zu uns als Redaktion war begrenzt. 

Auf dem Weg zum Bloggen.

Auf dem Weg zum Bloggen.

Das hat sich heute geändert. Das Mitmachweb 2.0 hat alles auf den Kopf gestellt. Jeder kann senden und jeder kann empfangen. Das sind wunderbare Möglichkeiten, aber auch gefährliche Möglichkeiten, wenn jeder im Großen und Ganzen veröffentlichen kann, was er will. Die Krise in den klassischen Massenmedien ist da. Mit meinem Blog redaktion42.com bin ich Teil der Blogosphäre, also Teil des Bloguniversums und es macht verdammt viel Spaß. Ich brauche den großen Apparat von Verlagen oder Sendeanstalten nicht mehr, sondern der Blog, SEO und Vernetzung können klassische Massenmedien ergänzen. 

Ich bin der Inhalt 

Ich startete meinen Blog in der Tradition der Graswurzelbewegung, ohne politisch zu sein. Mein Blog kam im Form eines Tagebuchs daher, eben der Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange. Während ich in meinem Seminaren predige, sucht euch ein schönes Nischenthema und bloggt darüber, habe ich es bei meinem persönlichen Blog anders gemacht. Ich habe mir ein wunderbares Thema gesucht, bei dem ich mich hervorragend auskenne. Das Thema bin ich – der Blog ist meine Sicht auf die Welt. Damit ist aber auch klar, dass der Blog von seinen Zugriffszahlen nicht durch die Decke schießen kann, denn eine so faszinierende Person, eine Art VIP oder Prominenz bin ich auf gar keinen Fall. Ich bin ein einfacher Geschichtenerzähler, der auf virtuelle Freunde zählen kann. Dieses Netzwerk wächst und je nach gebloggten Thema steigen die Klickzahlen – oder auch nicht. Ich setze dabei nicht unbedingt auf Google Keywordsuche, sondern vertrauen meinem Gefühl als gelernter Journalist. Ich weiß, welche Themen ankommen und welche eben nicht. Und dennoch schreibe ich auch über Themen, die keine großen Klicks versprechen – ganz einfach weil ich es kann und weil ich es für richtig finde. In der Regel lasse ich zwei große Themenbereiche aus: Das sind Religion und Politik. Obwohl im Zeitalter von Hatespeech und Fakenews habe ich immer wieder meine politische Meinung veröffentlicht, weil ich es für richtig halte. Ich stehe zur Demokratie, ich stehe zu Europa und ich stehe zur Aufklärung. 

Heute wird ein großes Aufhebens gemacht über Formen des Storytellings als Erzählform. Dabei ist Storytelling nichts neues. Als Journalist kenne ich die Möglichkeiten des Geschichtenerzählens, ich kenne die Darstellungsformen und Erzählweisen und ich bin um meine Lehrmeister durch all die Jahre dankbar, die mich in meiner Ausbildungszeit nicht immer mit Samthandschuhen angefasst haben. Ich habe gelernt, zugeschaut, nachgemacht, mich vernetzt, ausprobiert und ich habe keine Angst vor einem leeren Blatt oder heute Bildschirm. Wenn ich Bloggerkolleginnen und Bloggerkollegen sehe, wie sehr sie sich mit einem Textchen abmühen, dann setze ich mich eben einfach hin und schreibe. Da kommen keine Pulitzerpreistexte heraus, sondern Gebrauchstexte. Das Thema lebenslanges Lernen kann ich dabei nur unterstreichen. 

Regelmäßigkeit der Blogposts

Ich begann zunächst zweimal die Woche zu posten und im Laufe der Zeit wurde es fünf Tage die Woche, es steigerte sich auf sieben Tage die Woche. In der Regel ist es ein Post pro Tag, an bestimmten Tagen kommt es zu zwei oder mehr Posts, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Da kann ich aus meiner Haut des Tageszeitungsjournalisten nicht heraus. Das ist oft bei Nachrufen der Fall. Ich versuche dann eine persönliche Sichtweise auf den oder die Toten einzunehmen. Im Falle von Steve Jobs beispielsweise war dies der Fall. 

Luther nutzte die modernsten Massenmedien seiner Zeit. Ich schieße mich an.

Luther nutzte die modernsten Massenmedien seiner Zeit. Ich schließe mich an.

Multimediale Form

Zunächst waren es Texte in meinem Blog, dann kamen Fotos hinzu und schließlich auch Videos, die ich bei YouTube hoste und in meinen Blog einbinde. Film ist für mich ein starkes Medium und ich experimentiere gerne mit YouTube herum. Ich taste mich Zug um Zug voran. Mit rund 1200 Abonnenten bin ich eine Art Nachwuchs-Youtuber. Da wird es noch klarer: Wenn ich früher eine Sendeanstalt brauchte, bin ich heute ein eigener Sender, mein eigener Kanal. 

Beim Sammeln von Videomaterial Fürmeinen YouTube-Kanal redaktion42

Beim Sammeln von Videomaterial für meinen YouTube-Kanal redaktion42

Interessant sind auch die Reaktionen innerhalb YouTube. Dort gibt es zahlreiche Trolle, denn in der computervermittelten Kommunikation sinkt die Hemmschwelle für Beschimpfungen und Beleidigungen. Und als YouTuber darf man sich einiges anhören. Viele Beleidigungen habe ich nach Hinweis gelöscht, andere zur Anzeige gebracht. Aber: Ich habe auch wunderbare Unterhaltungen und mein berufliches und privates Netzwerk erweitert. Danke für diese Erfahrungen.  

Verbreitung meiner Botschaften

Nun, ich wende natürlich einfache SEO-Maßnahmen an, damit Google meinen Blog mag. Da ist noch viel mehr drin und täglich muss ich mich entscheiden: Schreibe ich für Google oder schreibe ich für den Menschen? Je nach Laune und Tagesform entscheide ich mich für die eine oder andere Seite. Zusätzliche Plugins nutze ich nicht, meine Schreibe in meinem Blog ist Erfahrungssache.

Und natürlich ist mein Blog mit virtuellen Netzwerken verbunden. Viele Leute haben meinen Blog abonniert und bekommen eine automatisierte E-Mail von mir am Morgen. Da wären zum einen die Geschäftsnetzwerke Xing und LinkedIn, zum anderen die klassischen Netzwerke wie Facebook, YouTube und Twitter – ich liebe übrigens Twitter und bin dort eine vernetzte Plaudertasche. Zudem nutze ich ein wenig Instagram und Pinterest. Gerade Pinterest will ich deutlich ausbauen. Mit Snapchat spiele ich herum, aber es ist nicht mehr als ein Herumspielen. Bei dem Spaß mit sozialen Netzwerken kommt das Thema Datenschutzgrundverordnung immer wieder auf. Wenn ich Zeit habe, widme ich mich dem Thema Newsletter. Und nein: Ich bin nicht bei WhatsApp! Die Seuche halte ich datenschutzrechtlich für enorm bedenklich – ihr findet mich bei Threema.

Wenn ich Ideen habe, nehme ich gerne an Blogparaden teil, um meine Inhalte zu verbreiten. Immer wieder kommen Aufrufe und ich schau mir die Themen gut an und versuche einen ungewöhnlichen Beitrag zur angebotenen Blogparade zu schreiben. Je nach Thema bringt mir die Sache neuen Content und natürlich neue Klicks und neue virtuelle Freunde. 

Und wie ist das mit dem Geld?

Der Blog ist für mich nur indirekt eine Verdienstmöglichkeit, ich verdiene mein täglich Brot mit Vorträgen und Beratung. Ich habe zwar Amazon Affiliation-Links im Blog, aber reich werde ich dadurch nicht. Es sind ein paar Euro, die ich dadurch einnehme, die zudem noch versteuert werden. YouTube-Einnahmen liegen erst einmal auf Eis, sind aber auch nicht die großen Reichtümer. Google-Werbung habe ich erst gar nicht eingebaut. 

Ich bin viel an Schulen unterwegs - dem Blog sei Dank.

Ich bin viel an Schulen unterwegs – dem Blog sei Dank.

Und dennoch verdiene ich mit meinem Blog Geld. Mögliche Vortrags- und Beratungskunden stoßen auf meinen Blog, auf meine Themen und verstehen: Der Betreiber spricht nicht nur schlau über Blogs und Social Media, sondern praktiziert es selbst. Der Blog ist also ein Marketinginstrument für mein Unternehmen redaktion42. Dort bin ich Dienstleister für Content, Beratung und Schulungen. Mehr und mehr kommt auch das Thema Blogschulungen und Storytelling hinzu – dem Blog sei Dank. Dies steht alles unter dem großen Thema Medienkompetenz, dem ich mich verschrieben habe. Ich bin in allen Schularten unterwegs, schule Vereine und Organisationen und mahne wieder und wieder das Thema Medienkompetenz an. 

Ich bin viel in Sachen Medienkompetenz unterwegs.

Ich bin viel in Sachen Medienkompetenz unterwegs.

Ehrenamt Bloggerclub

Und durch meinen Blog kam ich zu einem Ehrenamt, das ich gerne ausübe, weil es wichtig ist. Ich wurde Vorsitzender des ersten deutschen Bloggerclubs. Der Verein wächst und wächst und vor kurzem wurde ich zusammen mit meinen Stellvertreter Franz Neumeier wiedergewählt. Er hat den extrem erfolgreichen Kreuzfahrtblog. Seit kurzem werden wir im engeren Vorstand von Dr. Tanja Praske unterstützt, die sich in Deutschland einen Namen im Bereich Blogparaden gemacht hat. Wir haben das Kind Bloggerclub auf den Weg gebracht und sobald alles in trockenen Tüchern ist und das Kind alleine laufen kann, werden wir es an eine neue Generation übergeben. Im Mittelpunkt des Bloggerclubs steht der Bloggerkodex, den ich für sehr wichtig in der Blogosphäre halte. Er fordert Transparenz in Blogs ein und stellt sich den schwarzen Schafen der Branche als Qualitätsmerkmal entgegen.

Der Kodex dient einer transparenten Kommunikation gegenüber den Besuchern eines Blogs. Auch definiert der Bloggerkodex die notwendigen Regelungen für Kooperationen mit Unternehmen. Nutzer wünschen sich vertrauenswürdige und glaubhafte Informationen und Unterhaltung. Unternehmen und Organisationen haben wachsendes Interesse an authentischen Meinungen.

Der Bloggerclub ist die Vertretung der Blogger.

Der Bloggerclub ist die Vertretung der Blogger.

Selbstständige Blogger benötigen ein wirtschaftliches Fundament, um langfristig unabhängig existieren zu können. Dieser Kodex beschreibt unser Selbstverständnis als Blogger in diesem Spannungsfeld und hat ebenso das Nutzerinteresse im Blick wie eine professionelle und transparente Zusammenarbeit zwischen Bloggern, Unternehmen und Organisationen. Diese Regeln gelten äquivalent auch für Social-Media-Kanäle. Das halte ich für enorm wichtig und bin daher beim Bloggerclub aktiv dabei. 

Danke

Dass mein Blog redaktion42.com jetzt zehn Jahre existiert, hat viele Gründe und es ist Zeit einmal Danke zu sagen. Danke für Support, Unterstützung und Motivation. Ich will meiner Familie Danke sagen, die mich zu allen möglichen Uhrzeiten bloggen sieht. Meiner Frau danke ich besonders, denn sie nimmt Rücksicht auf meine Eigenheiten und versteht, dass es Phasen gibt, da muss ich einfach schreiben, sonst platze ich. Ich weiß, das ist schwer für ein Familienleben und dafür ein Dankeschön. 

Danke an meine Familie für die Unterstützung.

Danke an meine Familie für die Unterstützung.

Danke will ich auch meinem Kollegen Thomas Gerlach sagen, mit dem ich zusammen angefangen habe zu bloggen. Kollege Gerlach startete mit einem spitzen Medienblog und hat heute einen sehr erfolgreichen Kochblog. Ich blieb bei meinen seichten Themen nach der Devise von Helmut Thoma: Im Seichten kannst du nicht ertrinken. 

Danke natürlich auch an alle meine Kunden, die mich mit Aufträgen versorgen. Ohne euch könnte ich nicht das Leben führen, das ich führe. 

Und natürlich ein großes Dankeschön an alle meine Leserinnen und Leser. Danke für das Feedback, die Likes, die Klicks, die Kommentare und vor allem die Inspiration und Neugierde.

Die perfekte Schülerzeitung

20. März 2018

Noch ist der Saal leer, aber in einer Stunde war er voll besetzt und ich durfte über Schülerzeitungen sprechen.

Noch ist der Saal leer, aber in einer Stunde war er voll besetzt und ich durfte über Schülerzeitungen sprechen.

Zum Lesetag 2018 war ich von der Regierung von Oberfranken nach Scheßlitz eingeladen und durfte zum Thema Schülerzeitung referieren. Rund 200 Lehrerinnen und Lehrer folgten dieser Einladung. Zu meiner Schulzeit war ich selbst Schülerzeitungsredakteur, doch das liegt lange zurück. Seit Jahren betreue ich für die Hanns Seidel Stiftung die Schülerzeitungsseminare, bin immer wieder Jurymitglied des Schülerzeitungspreises Die Raute und habe zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach das Standardwerk „1×1 der Schülerzeitung“ geschrieben. Im Moment überarbeiten wir gerade den Inhalt für eine dritte Auflage und werden 2018 noch ein Workshop-Buch für Schülerzeitungredakteure herausgeben.

Mit einem halbstündigen Vortrag eröffnete ich den Lesetag 2018 und habe meine Keynote mitgefilmt und bei YouTube eingestellt, um das Wissen zu verbreiten. Schülerzeitung ist für mich eine bunte Spielweise der Kreativität gepaart mit den drei T. Es ist toll zu sehen, welche Ideen die jungen Leute entwickeln.

Das Buch 1x1 der Schülerzeitung, herausgegeben von der HSS, legte ich aus.

Das Buch 1×1 der Schülerzeitung, herausgegeben von der HSS, legte ich aus.

Das erste T: Texte
Da wäre die Beschäftigung mit Texten. Was kann ich wie über journalistische Darstellungsformen ausdrücken? Dabei steht nicht die Selbstverwirklichung im Vordergrund, sondern der Dienst am Leser. Journalisten, auch Schülerzeitungsredakteure, sollen komplizierte Sachverhalte so aufbereiten, dass es der Leser versteht. Nicht missionieren ist angesagt, sondern vermitteln – dabei auch natürlich unterhaltend. Das passt natürlich ideal zum Lesetag 2018, um Schülerinnen und Schülern das Lesen wieder mehr zu vermitteln.

Das zweite T: Technik
Schülerzeitungen werden heute nicht mehr wie zu meiner Zeit geklebt. Es gibt keine Letraset-Buchstaben mehr zum Rubbeln, sondern Schülerzeitungen werden am Computer erstellt – die Online-Schülerzeitung erst recht. Der Umgang mit dem Computer, das Einhalten eines Workflows und das Datei-Ablagesystem in Server oder Cloud sind heute Grundkenntnisse in der Wirtschaft. Leider können dies viele Schülerinnen und Schüler nicht und lernen über die Arbeit an der Schülerzeitung diese Grundfertigkeiten der IT. Spielerisch so für das spätere digitale Leben vorbereitet – was will man mehr?

Ich durfte zudem noch zwei Workshops am Lesetag 2018 halten.

Ich durfte zudem noch zwei Workshops am Lesetag 2018 halten.

Das dritte T: Team
In der Schule lernt jeder für seine persönliche Note. Teamfähigkeit steht zwar irgendwo im Lehrplan, doch viele Schülerinnen und Schüler sind klassische Einzelkämpfer. Benötigt werden in Projekten – und die Schülerzeitung ist klassisches Projektmanagement – allerdings Teamplayer. Und hier wird spielerisch ein Team samt dazugehörige Hierarchien eingeübt: Chefredakteur, Text- und Layoutchef, Fotografen, Redakteure, Layouter, Anzeigentruppe, Controlling und Marketing – die Schülerzeitung bietet für jeden einen Platz und eine Rolle. Das Zusammenspiel als Team macht dann diesen Erfolg aus.

Klares Angebot
Gerne stehe ich als Referent für Schülerzeitung Print und Online zur Verfügung und vermittle auch gerne den Kontakt zur HSS, die hier sehr engagiert für das Thema einsteht.

Gerne stehe ich als Referent zur Verfügung und stelle den Kontakt zur HSS her.

Gerne stehe ich als Referent zur Verfügung und stelle den Kontakt zur HSS her.

Ardbeg An Oa – Single Malt 2017

15. September 2017

Whisky-Tasting ist immer ein Spaß – vor allem wenn ein Single Malt von Ardbeg in den Gläsern ist. Am 1. Oktober erscheint die neue Kreation Ardbeg mit dem ungewöhnlichen Namen An Oa. Ardbeg stellte mir vorab eine Probe zur Verfügung, die ich auch zugleich mit meinem Food-Blogger Kollegen Thomas Gerlach verköstigte. Das Resultat gibt es hier in diesem Video zu sehen.

Der „Mull of Oa“ ist der südwestliche Ausläufer der schottischen Hebrideninsel Islay, auf der ich immer noch nicht war. Der Ardbeg An Oa ist somit eine Hommage an diese Gegend, ich finde es eine schöne Idee. In einem ehemaligen Getreidespeicher der Ardbeg Destillerie eingerichtet, verfügt der neu erbaute Gathering Room über ein großes stehendes Holzfass aus feinster französischer Eiche. Hier wird der Arbeg An Oa zum Leben erweckt, wie Ardbeg in seiner Pressemitteilung schreibt. Partien wertvoller Pedro Ximénez Fässer vermischen sich mit der Würze aus neuen Eichenfässern sowie der typischen Ardbeg-Intensität ehemaliger Bourbon-Fässer. Soweit der Hintergrund des 46,6 prozentigen Getränks.
Viel wichtiger ist der Geschmack. Als Freund dieser Destillerie habe ich einige Ardbegs schon verkostet und war sehr neugierig auf den neuen Wurf. Nach der Verköstigung steht für mich fest: Gelungen, absolut gelungen und Ardbeg An Oa wird auch meiner Frau schmecken.

Ardbeg An Oa – offizielle Tasting Notes
Ich halte mich jetzt an den Waschzettel, der von Ardbeg versendet wurde. Hier also die offiziellen Tasting Notes:
An der Nase:
Rund, mit subtilem Apfelholzrauch, weichem Toffee, Anis, Melasse und Datteln. Noten von saftigen Früchten wie Pfirsich, dazu Banane. Mit einigen Tropfen Wasser die klassischen Ardbeg-Noten mit Limone, Pinienharz, Fenchel, Leder mit Seife und Teer. Ein leichter Wachsgeruch, wie von flüssigem Kerzenwachs, mit einem Hauch geräucherter Kräuter, insbesondere Oregano und Basilikum.
Am Gaumen:
Sanfte, cremige Textur, die zu einer großen Sirupsüße führt, mit Noten von Milchschokolade, Melassetoffee, Anis, Orange und Lapsang Souchong Rauchtee. Sanfte, süße Gewürze wie Muskat und Zimt, etwas Zigarrenrauch und sehr außergewöhnliche Aromen gegrillter Artischocken. Langanhaltend und süß, mit floralen Untertönen, Minztoffee und den leicht malzigen Noten eines Kekses.
Im Nachhall:
Anhaltend verführerisch, dezent dennoch intensiv, mit Aromen von Anis, Hickory- Rauch und dem Geruch eines Holzfeuers in der Ferne.

Rayaworx – arbeiten am dritten Ort in Mallorca

21. Juni 2017

Besuch von Rayaworx in Mallorca.

Besuch von Rayaworx in Mallorca.

Mein Kollege Thomas Gerlach hat für mich den Begriff des dritten Ortes geprägt. Es bezeichnet den Ort, der nicht zu Hause und nicht in der Arbeit ist, sondern den Ort, an dem man seine Ruhe hat und selbstbestimmt seiner Tätigkeit nachkommen kann. Dieser dritte Ort kann der ICE (mit WLAN), das Café (mit WLAN) oder Rayaworx sein.

Rayaworx – was ist jetzt das? Es ist der Coworking-Space von Doris und Rainer Schuppe in Mallorca sein. Die beiden sind auf die spanische Insel ausgewandert und haben im Südosten in Santanyí ihre Zelte aufgeschlagen. Ihr Coworking-Space feierte seinen zweiten Geburtstag und ich war eingeladen und schaute vorbei. Ich überbrachte die Grüße des Bloggerclubs und freute mich wieder die beiden wieder mal zu treffen. Nachdem ich schon beim ersten Geburtstag dabei war, freute ich mich sehr über eine Einladung zum zweiten Geburtstag.

Inzwischen hat sich das Space gefestigt und ist etabliert. Die Arbeit der beiden Deutschen hat sich ausgezahlt. Urlauber nutzen die extrem leistungsstarken Internetverbindung, wenn sie in ihrem Mallorca-Urlaub mehr als ein paar Mails checken wollen. Firmen lagern Mitarbeiter aus, die auf der spanischen Insel für Projekte in Hotels oder Pensionen untergebracht sind. Ein paar Unternehmen nutzen das klimatisierte Space für Schulungsmaßnahmen oder Kundenveranstaltungen. Und auch ich überlege mir, einfach mal eine Woche in Santanyí zu verbringen, um ein paar Buchprojekte auf den Weg zu bringen. Im Alltag fallen die Sachen immer hinten herunter. In Mallorca kann ich ein wenig Sport treiben, Fisch essen und in Ruhe an meinem dritten Ort arbeiten. Meine beiden Kinder K1/2 schätzen Rayaworx, nachdem sie unbedingt ein paar YouTube-Folgen nachholen mussten und ich den mobilen WLAN-Router reglementiert habe.
Auf der Website von Rayaworx kann sich seinen Schreibtisch mieten. Das Internet ist hervorragend – ein Zustand, der in Mallorca nicht üblich ist. Zudem gibt es einen klasse Kaffee aus einer Rocket. Einfach mal ausprobieren und ich wünsche dem Ehepaar Schuppe weiterhin alles, alles Gute.

Ich brachte Doris Schuppe einen Twittervogel mit, der leuchtet.

Ich brachte Doris Schuppe einen Twittervogel mit, der leuchtet.

Bitte stimmt für den Küchenchef Steffen Szabo

1. Oktober 2016

Ich gehe gerne gut essen – wie schreibt mein Kollege Thomas Gerlach vollkommen richtig in seinem Kochblog: Das Leben ist zu kurz für schlechtes Essen. Und so möchte ich heute einmal an die Köche da draußen ein herzlichen Dankeschön zurückgeben. Danke für die exzellenten Speisen.
Und ich will die Köche unterstützen, was ich mit diesem Blogpost gerne mache. Es erreichte mich eine Umfrage des Feinschmecker-Magazins. Unter der Überschrift „Wer wird Aufsteiger des Jahres?“ kann man online seinen Kochaufsteiger wählen. Aus den zahlreichen Einsendungen hat der Redaktionsechs Teilnehmer für die Endrunde ausgewählt. Die Teilnahme an der Umfrage lohnt sich: Unter den Wählern verlost das Magazin 20 hochwertige Preise. Die Umfrage geht nur noch bis 14. Oktober 2016.

Toller Typ und hervorragender Küchenchef: Steffen Szabo - hier mit Thomas Gerlach und Matthias J. Lange von redaktion42.

Toller Typ und hervorragender Küchenchef: Steffen Szabo – hier mit Thomas Gerlach und Matthias J. Lange von redaktion42.

Und ich habe gesehen, dass auch Steffen Szabo dort aufgeführt ist. Ich kenne den 26jährigen erst seit Januar und bin seitdem von seiner Küche restlos begeistert. Wenn es einer verdient hat, die Feinschmecker-Auszeichnung „Aufsteiger des Jahres“ zu erhalten, dann Steffen Szabo. Meine herzliche Bitte, stimmt für den jungen Mann, denn er hat es wirklich verdient.
Steffen Szabo ist seit Februar 2016 Küchenchef im „Esszimmer“ des Hotels „Goldene Traube“ in Coburg. Ich habe viele Stunden in der „Goldene Traube“ verbracht, einige davon im „Esszimmer“. Wenn ich in der Gegend bin und Zeit habe, dann steht ein Besuch in der „Goldene Traube“ in Coburg auf dem Programm. Szabos Küchenstil ist klassisch-modern mit heimischen Produkten der Saison. Seine Ausbildung hatte er im „Landwehrbräu“ in Reichelshofen, wechselte dann zu „Vital Hotel Meiser“ (Dinkelsbühl), „Schloss Elmau“ (Elmau) und „Birkenhof“ (Neunburg vorm Wald.)
Zusammen mit Thomas Gerlach hatte ich mit Steffen Szabo im April ein kleines Videointerview geführt. Einmal haben wir das Video in 360 Grad aufgenommen.

Und einmal haben wir das Video ganz klassisch aufgenommen.

Und hier das Menü, das ich im April 2016 im Esszimmer gegessen habe. Ich denke, es zeigt sich, warum Szabo die Auszeichnung verdient hat – also macht bitte bei der Feinschmecker-Wahl mit und stimmt für Steffen Szabo.


Mit einem Gruß aus der Küche und Einstimmungen ging es los und dazu gab es das wunderbare selbstgebackene Brot.

Jakobsmuschel, Apfel und Sellerie

Jakobsmuschel, Apfel und Sellerie

Dann folgte Jakobsmuschel, Apfel und Sellerie.

Langostino, Barbecue und Schweinebauch

Langostino, Barbecue und Schweinebauch

Langostino, Barbecue und Schweinebauch

Zander, Lauch, Beete

Zander, Lauch, Beete

Zander, Lauch, Beete

Lamm, Ratatouille, Zimtkartoffeln

Lamm, Ratatouille, Zimtkartoffeln

Lamm, Ratatouille, Zimtkartoffeln

Ziegenkäse, Quitte, Nuss

Ziegenkäse, Quitte, Nuss

Ziegenkäse, Quitte, Nuss

Ananas, Pandan, grüner Tee

Ananas, Pandan, grüner Tee

Ananas, Pandan, grüner Tee

Feine Patisserie

Feine Patisserie

Feine Patisserie