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Golfreise mit dem 9 Euro Ticket

2. August 2022

Als begeisterter Bahnfahrer und begeisterter Golfamateur will ich beide Passionen miteinander verbinden. Kann ich mit dem Golfbag und Caddy das 9 Euro Ticket nutzen?

Eine kleine Einschränkung: Ich will nicht direkt zum Golfplatz mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren – das würde bei meinem Heimatclub zwar ohne Probleme funktionieren – ich werde am Bahnhof Nürnberg von einem Kumpel abgeholt und mit dem Auto zum Golfclub Abenberg gebracht.

Zunächst stelle ich fest: Ich habe kein Reisebag. Das bedeutet: Im Grunde muss die gesamte Ausrüstung mit. Aussortieren war mir zu mühsam, nur der Schirm blieb zu Hause in der Box. Es war kein Regen angesagt, doch so richtig leicht ist das Bag dadurch nicht.

Fahrt mit der S-Bahn nach München

Ich wohne außerhalb von München. Die Route sieht vor: S-Bahn München, Umstieg in München Hauptbahnhof und dann Regionalexpress nach Nürnberg – und alles zu Beginn der bayerischen Sommerferien. Es beginnt schon mal damit, dass die S-Bahn-München Verspätung haben sollte. 25 Minuten sagt die Stimme im Lautsprecher, die MVV-App meldet nichts, der Zug rollt ein wie er kommen sollte. Dennoch schon Puls, ob ich überhaupt den Anschluss bekomme, obwohl ich schon eine Bahn früher genommen habe. Ich rolle mit meinen Caddy in den noch leeren Zug – in den Familienbereich. Ich muss gleich den richtigen Einstieg erwischen. Der Radstand des Caddys ist so breit, dass ich im Zug nicht von Tür zu Tür wandern kann. Also aufpassen beim Einsteigen und die richtige Tür nicht verpassen.


Ich sitze, wir fahren Richtung Hauptbahnhof München. Von Station zu Station füllt sich die Bahn mit Menschen, die zur Arbeit müssen. Skeptische Blicke, musternde Blicke der Mitreisenden. Wir kennen Reisende mit Kinderwägen, Reisende mit Surfbrett für den Eisbach am englischen Garten, Reisende mit Gepäck, aber ein Reisender mit Golfbag ist doch eher exotisch in einer oberbayerischen S-Bahn. Warum eigentlich?
Vielleicht erregt mein Aussehen auch für eine gewisse Aufmerksamkeit. Halblange Harris Tweed Hose, Kniestrümpfe von Burlington, Golfhemd (wichtig, mit Kragen) und großer Hut gegen die Sonne Frankens.

München Hauptbahnhof

Nach einer halben Stunde Fahrt kommt der Ausstieg. Mit mir wollen doch einige Menschen aussteigen. Auch zwei Damen mit Kinderwägen sind dabei. Einfädeln zum Aussteigen. Das erste Stück der Reise hat geklappt. Nun die Rolltreppe hoch in das Untergeschoss des Hauptbahnhofs, um zu den Gleisen zu gelangen. Ich blockiere mit meinem Caddy die gesamte Rolltreppe, es kommt keiner an mir vorbei. Eigentlich hätte ich Gemaule erwartet, aber der Münchner ist heute geduldig. Kein Grantler ist unterwegs und Fön haben wir auch nicht, alles gut.
Die Abfahrtshalle des Hauptbahnhofs München war voll. Berufspendler und Reisende zum Ferienstart. Und viele Menschen, die ihr 9 Euro Ticket ausnutzen wollen und das Auto stehen lassen. Die Verkehrswende funktioniert, wenn die Politik jetzt noch nachzieht und das 9 Euro Ticket standardmäßig einführt und nicht alles zerredet.

Ich muss zum Gleis 20 und es ist gar nicht so einfach. Ich komme mir vor, wie ein schwerfälliger Wal. Ohne Caddy hätte ich mich wie ein schlanker Fisch im Wasser verhalten und wäre schnell vorangekommen. Jetzt heißt es: Lücke abwarten, langsam Richtung Gleis entlang tasten und Zeit mitbringen. Und ich muss aufpassen, dass ich keinen Mitmenschen über die Füße fahre.
Der Regionalexpress nach Nürnberg steht schon am Gleis. Jetzt heißt es schnell sein. Leider ist der Wagon mit den Fahrradabstellplätzen schon besetzt. Also rein in einen normalen Wagen und Candy abstellen. Und ganz schnell einen Sitzlatz besetzen, wo ich den Candy im Auge habe. Mit dem 9 Euro Ticket gehört der Sitzplatz im RE zum raren, begehrten Gut. Und als Bahnprofi weiß ich: Der erste Platz ist der richtige Platz.

Fahrt nach Nürnberg im RE

Ich sitze, der Zug ist gut gefüllt. Nicht so stark, wie zu Beginn des 9 Euro Tickets als alle nach Sylt wollten. Alle Sitzplätze sind belegt und auch die Einstiegsbereiche füllen sich von Station zu Station. Ein Geschäftsmann im Anzug neben mir, mustert mich und meinen Caddy. Er fragt nach meinen Handicap. Wir unterhalten uns ein wenig und er lacht über meine Aktion mit den Worten „das ist ja mal was neues“. Er wünscht mir ein gutes Spiel und widmet sich seinen Unterlagen. Ich höre ein Hörbuch. Als zwei Mütter mit einer Schar von kleinen Kindern und einem Kinderwagen den Wagon entern, wird es laut und eng. Die Kinder sind sehr an meinem Caddy interessiert, schieben ihn hin und her und lassen trotz Ermahnung einer der Mütter die Finger nicht von meinem Bag. Gut, dass sie die Bälle nicht sehen. Ich will nicht sagen, dass die zwei Stunden Fahrt wie im Fluge vergehen, aber das Hörbuch half mir dabei, eine Kontrolle gab es keine, Bahn-Sicherheit schaute auch nicht vorbei – und leider gab es zahlreiche Trottel, die ohne Maske unterwegs sind. Ärgerlich solche Egoisten.

Ankunft Nürnberg Hauptbahnhof auf Gleis 9, Endstation – alles aussteigen. Aussteigen, na klar, aber zuvor muss ich zu meinem Caddy kommen. Der Mensch wird zum Tier, wenn er aus einem Zug oder einen Flugzeug aussteigen will. Ich, ich, ich – lautet oftmals die Devise. Wenn der Kinderwagen und mein überbreiter Caddy draußen sind, dann haben wir mehr Luft, doch es drängeln schon die Neueinsteiger in den Zug, der wieder nach München aufbrechen wird.

Interessant ist auch die Spezies Mensch, die den Wagon verlässt, aber dann sofort am Bahnsteig ruckartig und plötzlich stehen bleibt, um zu rauchen oder einfach so alles aufzuhalten. Einmal mit Profis reisen. Ich bewege mich mit dem Strom ins Untergeschoss und trage meine Caddy und Bag die Treppen herunter. Den Aufzug überlasse ich den Kinderwägen.
Mein Golfkollege ist pünktlich, wir verstauen die Golfausrüstung, steigen in sein Auto und ab geht es zum Golfclub Abenberg. Teil eins der Mission erfüllt.

Golfen in Abenberg

Einst im Jahr 1988 wurde der Golfclub Franken Abenberg e.V. durch eine kleine, golfbesessene Gruppe gegründet und mit dem Bau der ursprünglichen 18-Loch Golfanlage begonnen. Später wurde auf 27-Loch und einen 6-Loch-Akademieplatz erweitert. Heute zählt der Golfclub Abenberg e.V. zu den bekannten und geschätzten Golfadressen in der Metropolregion Nürnberg. Wir spielten den Kurs C. Leider hat die Sonne Frankens das Gras ziemlich verbrannt und der Sand der Bunker sind ziemlich hart. Franken braucht Regen. Aber der Platz macht Spaß und ich komme gerne wieder.

Rückfahrt nach Hause

Um 15:30 Uhr stand die Rückfahrt an. Ich wählte die längere Reisezeit von drei Stunden, weil der schnellere Regionalexpress mit zwei Stunden schon mehr als voll war und keiner Platz machen wollte für einen erschöpften Golfer, der einfach nur sitzen und dösen wollte. In meinem Zug bekam ich im Fahrradabteil einen guten Platz für Caddy und Golfer. Radler grinsen über mich, ich grinse zurück. Sie in ihren bunten Klamotten, ich in meinen Harris Tweed – eben Sportler unterwegs. Dann stellt noch ein altes Männlein seinen Rollator ab und setzt sich. Alles gut. Die drei Stunden Rückfahrt döse ich, leere drei Wasserflaschen und denke darüber nach, wie ich mein Handicap verbessern könnte. Golf ist eine Sucht.


München Hauptbahnhof – wieder das Gedränge und die Massen, aber ich habe schon Übung mit meinen Caddy und ich bringe Gelassenheit mit. Natürlich fällt meine S-Bahn aufs Land mal wieder aus. Signalstörung, Reparatur am Zug, Atomkrieg – irgendwas ist mit dieser S-Bahn immer. Der Zug ist voll, richtig voll und ich mitten drin, aber mit Sitzplatz. Der Tag ist mein Freund.

Zu Hause angekommen, das Bag erst mal in die Garage, raus aus den Klamotten und den Kerl frisch gemacht. Fazit: Mein Experiment hat geklappt. Golfen und 9 Euro Ticket funktionieren, wenn man die entsprechende Gelassenheit mitbringt. Und ich habe mir gleich ein Reisebag für 8 Schläger online bestellt, weil nochmal will ich mir eine solche Reise mit meinem Caddy und Bag nicht antun.

Mein persönlicher Jahresrückblick 2021

1. Januar 2022

Der Jahreswechsel ist vollzogen und damit steht ein sentimentaler Blick zurück auf das Jahr 2021 an. Die beste Nachricht: Meine Familie und ich sind alle gesund. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Durch sorgsamen Umgang, Abstand und Kontaktreduzierung konnten wir eine Ansteckung vermeiden.

Rückblickend kann ich von keinen großen Reisen erzählen (ich musste einmal beruflich nach Salzburg), von keinen großen Abendteuern, keinen großen Treffen oder Interviews. Ich war einfach das ganze Jahr meist zu Hause und nur ganz selten unterwegs. Mein Büro im Dach wurde technisch weiter optimiert und wir haben als Highlight einen schnelleren Internet-Anschluss. Zusammen mit meiner Frau haben wir Golf gespielt – 2022 will ich das Ding mit dem Handicap angehen. Unser Club ist nur 10 Minuten von zu Hause entfernt und so waren im Jahr 2021 wieder spontane 9-Loch-Partien möglich. Und ich habe Qigong und Yoga im örtlichen Verein gemacht und es tut mir gut. Qigong musste ich vereinsmäßig aber wieder beenden, weil sich die Trainerin nicht impfen lassen wollte. Und ich bin vermehrt Fahrrad gefahren.

Da ich die meiste Zeit zu Hause war, war ich auch erster Ansprechpartner für unsere beiden Kater Parsifal und Atari. Die Herrschaften sind seit September 2020 bei uns und in dem einen Jahr ziemlich groß und neugierig geworden – jeder auf seine Art. Nachts wird oft mit dem scheuen Atari gekuschelt, tagsüber mit dem Draufgänger Parsifal. Ich habe sie beide sehr sehr lieb. Mein verbliebener Wellensittich Dr. Watson ist zu meiner Mutter gezogen.

2021 aus beruflicher Sicht
Fest steht: Für 2022 muss sich etwas ändern. Ich werde mich mein Leistungsspektrum optimieren, nachdem Corona auch 2021 mir das Geschäft ziemlich versaut hat. Als Soloselbstständiger war das Jahr kein Zuckerlecken. Die meisten Vorträge und Seminare vor Menschen sind aufgrund Corona geplatzt. Online-Veranstaltungen habe ich massiv hochgefahren, aber können den Verlust von Präsenzveranstaltungen nicht kompensieren.

Hier war ich mal für den BLSV unterwegs.

Aber ich will nicht klagen. Das Glas ist bei mir immer halb voll statt halb leer. Ein Kunde war aufgrund von Corona sehr beratungsintensiv und ich hatte für ihn enorme PR-Erfolge zu verzeichnen. Agenturen wären bei diesen Aktionen reich geworden, ich bin es nicht. Aber neue Kunden sind zudem hinzu gekommen, auf denen sich aufbauen lässt. Es gibt neue Ideen für 2022.

Online-Engagement 2021
Am 16. Mai 2021 startete ich meinen redaktion42-Newsletter. Ich wollte das Kommunikationsmittel zunächst alle zwei Wochen einsetzen, entschied mich aufgrund der enormen Resonanz auf eine wöchentliche Erscheinungsweise. Ziel war es zunächst, die Seminare mit mir zu bewerben, um meine Marke zu schärfen. Jeden Sonntag geht der Newsletter an meine Abonnenten heraus, die Woche für Woche ansteigen. Der Inhalt sind heute Seminarhinweise, Neuigkeiten aus dem Bereich Social Media und Internet, Software-Vorschläge, Hinweise aus meinem Blog redaktion42.com, Buchtipps und mein Kollege Thomas Gerlach steuert ein Rezept aus seinem Kochblog bei. Die ganze Sache macht Arbeit, aber wenn ich mir die Analysetools ansehe, dann stell ich fest: Der Newsletter wird angenommen. Das Feedback meiner Abonnenten ist gut, es entstehen Dialoge. Ich werde in den nächsten Wochen den Newsletter weiter optimieren und neue Inhalte generieren. Ich spiele mit dem Gedanken, Beiträge über Metaverse einzubauen. Und ich will versuchen, den Newsletter mit Anzeigen zu kommerzialisieren, denn die ganze Sache nimmt gehörig Zeit in Anspruch. Wenn jemand Lust auf ein Sponsoring hat, der darf sich vertrauensvoll an mich wenden.

Streaming-Experiment 2021
Ein zweites Experiment habe ich zusammen mit meinen Kollegen Thomas Gerlach gestartet. Einen Live-YouTube-Stream der Lange und der Gerlach. Er ist für mich aus einem Corona-Experiment hervorgegangen: Um fit zu bleiben, gehe ich eine Stunde spazieren und habe da einen Live-Stream Morgengedanken gestartet. Das stellte sich als ziemliche technische Herausforderung heraus. Gestreamt wurde mit dem Smartphone, das in einen Gimbal hängt, um die Erschütterungen beim Gehen auszugleichen. Der Ton machte die meisten Probleme, denn es weht ziemlich auf meiner Spazierstrecke. Am Ende bin ich bei einer Funkstrecke von Roede gelandet.

Der Stream vor Silvester von Der Lange und der Gerlach

Der Stream Der Lange und der Gerlach spielt in einer anderen Liga. Wir streamen via Zoom live in YouTube auf meinem Kanal redaktion42. Inzwischen sind wir bei einem wöchentlichen Format angekommen und sprechen unterhaltsam über Neuerungen aus dem Netz, aber auch allgemeine Themen, die unsere Community interessant findet. Unsere Premiere war eine Übertragung aus Rom mit dem Smartphone, ganz ohne Ü-Wagen Ich habe eine eigene Playlist auf meinem Kanal angelegt, wer die früheren Folgen sich ansehen will. Mal sehen, wie sich dieses Format entwickelt, wie wir es ausbauen. Auf jeden Fall konnte ich enorme Erfahrungen sammeln.

Neues Betätigungsfeld Podcast
Nachdem es von Kunden immer wieder nachgefragt wird, stieg ich 2021 auch in das Podcasten ein. Radio, nur anders heißt die Devise. Dank meiner journalistischen Ausbildung und langjährigen Praxis ist es kein Problem die richtigen Fragen zu stellen, damit das Ganze nicht geschwätzig, sondern unterhaltsam und lehrreich wird. Ich habe mir dazu ein Tascam Mixcast 4 angeschafft und bin bisher mit der Hardware hoch zufrieden. Nun gilt es für 2022 weitere Kunden zu finden und den Workflow optimieren. Zudem möchte ich einen privaten Podcast starten mit vielen meiner Bekannten aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens. Ich kann Telefonanrufe mit dem Gerät einbinden und Gespräche aufzeichnen. Vielen Leuten fällt es leichter am Telefon über ihre Geschichte zu sprechen als vor einer Videokamera mit Scheinwerfern und Mikrofonen. Spannende Zeiten, was ich aus dem Büro alles so produzieren kann.

Die nächste Stufe der Seminare werden hybride Veranstaltungen sein. Also kleine Gesprächsrunden und Seminare mit Teilnehmern vor Ort und Teilnehmern im Netz. Ein paar Ideen dazu gibt es schon, jetzt geht es an die Feinarbeit.

Und ich habe gemerkt, wie sehr mir das Fotografieren fehlt. Ich bin Co-Admin einer Facebook-Fotogruppe und bekomme dadurch sehr viele optische Inspirationen. In meinem Newsletter habe ich ein Foto der Woche von mir. Das geht alles in die richtige Richtung. In der Familie teilt keiner diese Fotoleidenschaft und so wird es wohl eine einsame Beschäftigung bleiben.

Und ich will 2022 wieder die 360 Grad Fotografie für Google StreetView verstärkt aufnehmen und der Community etwas zurückgeben, die ich ja auch nutze. Ich habe mehrere Kameras herumliegen und werde mir überlegen, was ich mit ihnen anstelle.

360 Grad Kamera am eBike.

Retro-Hobbys pflegen
Als leidenschaftlicher Sammler pflegte ich einige Hobbys und will drei von ihnen 2022 weiterführen: Retrogames, Laserdiscs und Super 8.

Als Kind liebte ich Videospiele und mein erste wirkliche Konsole war das Atari 2600. Noch heute zocke ich die alten Cartridges mit Spielen wie Space Invaders, PacMan und Missle Command – allesamt Klassiker. Ein bisschen habe ich mich versteift Versoftungen von Filmen zu sammeln: King Kong, Krull, Star Wars, Superman – die jüngste Anschaffung war ein komplettes Star Trek-Spiel.


Und ich werde meine Laserdisc-Sammlung weiter ausbauen. Laserdisc war ein Groschengrab nach VHS und vor DVD, also große silberne Scheiben mit Filmen und Konzerten. Ich halte Ausschau nach ein paar Criterion-Ausgaben. Im Moment besitze ich drei Player von Pioneer und Sony, damit ich auch mögliche fehlerbehaftet Discs vielleicht doch abspielen kann.

Meine Kinoleidenschaft begann als Jugendlicher in den Siebzigern. Ich besuchte jeden Samstag die Jugendvorstellung des örtlichen Kinos und schaute mir Bud Spencer/Terence Hill, aber vor allem Godzilla-Filme an. Und ich träumte davon Kinofilme zu Hause anzuschauen und zwar unabhängig der TV-Programme, die wir damals empfingen: ARD, ZDF, BR, ORF 1, ORF 2. Fernsehen begann damals am Nachmittag und nachts war mit der Nationalhymne Schluss. Wie toll wär es, wenn man unabhängig vom Kino und Fernsehen sich einen Film anschauen könnte. Das war der Einstieg in Super 8. Zum ersten Mal konnte man Filme für zu Hause kaufen und anschauen. Die Sachen waren sehr teuer, die Filme zusammengeschnitten, aber die Tatsache war eine Revolution: Filme in den eigenen vier Wänden – ähnliches empfand ich bei Videospielen.

Im Zeitalter von Plattformen wird man darüber lachen, aber mich hatte das Fieber infiziert. 2021 holte ich die alten Projektoren hervor und nerve seitdem meine Familie mit Super 8-Filmabenden, wobei keiner hier meine Leidenschaft des knatternden Projektors teilen kann. K2 fragte, warum wir nicht den gleichen Film in 4K-Auflösung auf dem Beamer in Großprojektion schauen? Nun natürlich hat das Kind Recht.

Atari bewacht die komplett Super 8-Fassung von Caligari.

Als persönliches Highlight habe ich mir dieses Jahr die Super 8-Fassung eines der größten Klassiker des deutschen Expressionismus angeschafft: Das Kabinett des Dr. Caligari – was kann es schöneres geben?

Wenn Sie es bis hierin geschafft haben – in diesem Sinne: Ich wünsche ein gesundes Jahr 2022 und wer grüne Kekse findet, sollte vorsichtig sein (Soylent Green).

Mein persönlicher Jahresrückblick 2020

31. Dezember 2020

Ich denke, ich muss nichts mehr schreiben: 2020 war ein Desaster, privat und geschäftlich. Und trotz der schlechten Situation gab es bei mir Weichenstellungen in eine hoffentlich optimistischere Zukunft.
Der drastische Einschnitt des Jahres war der Tod meines Vaters am 8. Mai. Er starb nicht an Corona. Zusammen mit meiner Frau war ich in der Stunde seines Todes im Krankenhaus an seinem Bett mit dabei. Um 4.11 Uhr verstarb er. Die Erinnerungen kommen immer wieder hoch. Er fehlt uns allen sehr und sein Tod hat mein Jahr geprägt. Seine Beerdigung fand unter strengen Corona-Auflagen im ersten Lockdown mit wenigen Trauergästen statt.

Bloggen aus dem Dorf im Lockdown
In der Phase des ersten Lockdowns ging ich mit meinem Blog redaktion42 auf die sublokale Ebene. An 45 Tagen berichtete ich aufeinanderfolgend über mein Dorf in dem ich wohne und wie die Bewohner mit Corona umgingen. Ich machte das, was ich einstmals gelernt hatte: Klassischen Tageszeitungsjournalismus im Blogformat mit Texte, Fotos und Videos. Die Resonanz war überwältigend. Jeden Tag um 7 Uhr stellte ich einen neuen Blogpost online. Verbreitet wurde er auch über die örtliche Facebookgruppe mit rund 2000 Mitgliedern. Es war ein riesiger Erfolg: Die Zugriffe explodierten und ich wurde beim Einkaufen, beim Bäcker, beim Tanken und beim Spazierengehen auf den Blog angesprochen. Ich werde aus den Posts noch ein eBook machen und es kostenlos zum Herunterladen anbieten, quasi eine Zweitverwertung. Mein Vorhaben war, Corona aus der Sicht einer kleinen Gemeinde westlich von München darzustellen und ich wollte auch ein bisschen die örtlichen Lokalzeitungen ärgern. Ich wollte ihnen zeigen, was Blogs im Lokalen ausrichten können. Als der Blog richtig Fahrt aufgenommen hat, verstarb mein Vater und ich hatte erst mal den Nachlass zu ordnen.

Mein Eindruck war: Im ersten Lockdown zogen wir alle an einem Strang, waren rücksichtsvoll und ausgeglichen. Im zweiten Lockdown ist meines Erachtens nicht soviel davon geblieben. Egoismus ist allerorts anzutreffen. Mal sehen, vielleicht nehme ich den sublokalen Blog im dritten Lockdown wieder auf, der wohl kommen wird.

Neue Geschäftsmodelle gefragt
Mit Corona brach ein Teil meines Geschäftsmodells zusammen. Ich war bis Corona dreimal die Woche in Deutschland an Schulen mit dem Thema Medienkompetenz unterwegs. Hinzu kamen Wochenend-Seminare und Abendveranstaltungen in Bayern. Das alles brach weg. Eigentlich wollte ich im Sommer das zehnjährige Bestehen meines Unternehmens redaktion42 mit einer fetten Party feiern. Daraus wurde nichts.

Ich packte im März meine Reisekoffer aus und hängte alles in den Schrank. Soforthilfe oder ähnliches gab es für mich nicht. Neidvoll schau ich auf Lufthansa, Automobilindustrie oder die Tourismus-Industrie.
Wie heißt es, in der Krise liegt die Chance. Ich tastete mich mit Online-Schulungen vor. Ein guter Kunde, die Hanns-Seidel-Stiftung, entpuppte sich als agiler Bildungsanbieter und ließ ihren festangestellten Referenten freie Hand. So entwarfen wir Woche für Woche neue Konzepte für Seminarmodelle, probierten Software wie Zoom, GotoWebinar oder Jitsi aus. Ich eignete mir eine digitale Didaktik an, investierte größere Summen in Studiotechnik wie Kameras, Greenscreen, Videomischer, Beleuchtung, Mikros und mehr. Höhepunkt war sicher ein Zwei-Tages-Streaming aus dem Wohnzimmer zur US-Wahl.

Experimente mit Greenscreen.

Ich wurde gebucht und durfte einige Bildungsanbieter in Bezug auf Online-Schulungen schulen. Leider gibt es noch zuviele schlechte Webinare da draußen, Webcam und PowerPoint reichen nicht. Die finanziellen Verluste der Präsensseminare wurden natürlich nicht durch die Einnahmen der Online-Schulungen aufgefangen, aber ich kam mit einem blauen Auge davon. Es ist klar: Der Weg der Digitalisierung lässt sich nicht mehr zurückdrehen und das ist gut so.

Neues Hobby und neuer Blog
Durch Corona hatte ich mehr Zeit. Während andere Leute diese Zeit nutzten und neue Sprachen lernten oder Netflix leer schauten, entdeckte ich für mich ein neues Hobby: Golfen

Zusammen mit meiner Frau und K2 machten wir einen Platzreifekurs auf der Golfanlage in Rottbach. Ich habe im Golfen eine neue Art der Freizeitbeschäftigung gefunden: Es ist enorm anstrengend, ich bin an der frischen Luft und es kostet gewaltige Konzentration. Es ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung, die es in sich hat. Ich war fast jeden Tag auf dem Golfplatz und ich rief meinen Golfblog Golffieber42 ins Leben, der sich gut entwickelt. Golf ist ein prima Hobby für mich, trotz den doofen Sprüchen aus dem Bekanntenkreis.

Und ich entdeckte das Fahrradfahren (wieder). Da Reisen dieses Jahr 2020 nicht möglich waren, machten wir Urlaub zu Hause im Garten (oder auf dem Golfplatz). Genau rechtzeitig wurde bei uns ein neuer, sehr schöner Radweg mit Namen Räuber-Kneißl eröffnet.

Familie gefestigt
Durch Corona hat sich unser Familienleben verändert. Die Gattin war und ist durch ihren Job voll eingespannt und kommt kaum zum Durchschnaufen. Sie kann ins Büro radeln oder zu Fuß laufen und ist dort die meiste Zeit am Telefon, in virtuellen Konferenzen oder beantwortet Mails und ich unterstütze meine Frau wo ich nur konnte. Zusammen stellten wir eine geniale Aktion auf die Beine.

Das Internet lief zu Hause heiß: Die Kinder hatten Teams-Konferenzen, versuchten mit Mebis zu arbeiten, um Home-Schooling zu bewerkstelligen. Insgesamt ist es eine Schande, wenn ich die Digitalisierung in der Schule sehe. Und es ist eine noch größere Schande, weil ich mit diesem Thema seit Jahren an den Schulen unterwegs bin und vertröstet werde.

Auf jeden Fall kochten wir täglich alle zusammen und verbrachten viel Zeit miteinander. Da wir uns an die Kontaktbeschränkungen hielten, bekamen wir kaum Besuch. Mit meiner Mutter konferierte die Familie via FaceTime. Ich bin dankbar, dass meine Mutter mein abgeschriebenes iPad verwenden kann und es auch nutzt. Digitalisierung ist auch für die ältere Generation kein Fremdwort.

Mitte Parsifal und rechts Atari – ganz links bin ich.

Im Sommer verstarb ein geliebtes Haustier: Sinatra unser alter treuer Wellensittich. Nun ist Dr. Watson alleine und steht mit seinem Käfig bei uns im Wohnzimmer und piept in jeder familiären Unterhaltung mit. Die Familienkonferenz entschied, dass kein weiterer Sittich angeschafft wird, dafür aber zwei junge Kater. Wir bekamen sie von der vorbildlichen Tierauffangstation in Maisach. Die beiden Kater hießen dort Rocky und Mailo, aber wir taufen die Herrschaften um in Parsifal und Atari um. Egal welchen Namen die tragen, so richtig folgen sie auf keinen. Meine Frau wurde zugegebenermaßen bei der Namensvergabe etwas überrumpelt. Parsifal kommt von Richard Wagners letzter Oper und Atari von meiner ersten Videospielkonsole Atari 2600. Seitdem toben die Herrschaften in der Hütte und wir haben die neuen Rabauken lieben gelernt. Die Entscheidung für Parsifal und Atari war eine richtige Wahl zum Wohle aller.

Riga samt Heinz Erhardt
Eigentlich war ich beruflich viel auf Achse, aber aufgrund Corona kam alles zum Erliegen. Zusammen mit meiner Frau machte ich zu Jahresbeginn eine einwöchige Reise nach Riga, der Hauptstadt Lettland. Ich hab von dort ausführlich gebloggt und ich habe es vor allem genossen. Ich war früher schon mal in der Stadt und konnte meiner Frau ein bisschen was zeigen. Organisiert hat die Reise eine Freundin und Arbeitskollegin und eigentlich wollten wir 2021 wieder mit ihr ins Baltikum. Daraus wird zumindest 2021 nichts, aber ich zehre von der Riga-Fahrt noch immer mit vielen Erinnerungen und Eindrücken. Und ich habe Heinz Erhardt wieder für mich entdeckt, der in Riga aufwuchs.

John Williams – mein einziges Konzert
Und der musikalische Höhepunkt des ganzen Jahres und darüber hinaus war das Weihnachtsgeschenk 2019 meiner Frau: Ich bekam eine Karte für das John Williams Konzert im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Ich war so gerührt, dass wir noch für die ganze Familie Karten besorgten. Finanziell war es schon ambitioniert, aber wir alle genossen Wien und den wichtigsten lebenden Filmkomponisten, der mit den Wiener Philharmonikern und Anne-Sophie Mutter spielte.

Ich kann nur sagen: Es war mir eine Ehre bei so einem Ereignis dabei zu sein. Die ganze Familie war total aus dem Häuschen. Es war zudem das erste Konzert, bei dem ich dabei war, was auch als CD und Bluray herauskam – ich bin im Film sogar mal zu sehen, kurz, aber immerhin. Für 2020 hatte ich noch weitere Konzertkarten zu Elton John und Yes, aber die musikalischen Ereignisse wurden erst mal verschoben. Ich hoffe, dass wir die Künstler noch mal sehen können und wir nicht auf den teuren Tickets sitzen bleiben.

Vinyl lebt
Also bleibt nichts anderes übrig, als Musik von der Konserve oder via Stream zu hören. Ich machte mir dafür selbst ein Geschenk. Seit Jahren spielte ich mit dem Gedanken mir wieder einen Schallplattenspieler anzuschaffen. Ich hab zwar Modelle von Dual und Technics, aber ich als Retro-Liebhaber wollte ich mir eine besondere Freude machen: Einen Braun PT4 in weiß.

Und ein neuer Player will neues Futter haben. Zum Glück erschien der Gesamtkatalog von Kraftwerk in farbigen Vinyl. Und ich höre auf dem Schallplattenspieler meist abends bei einem Glas Rotwein Jazz-Platten und lasse mich treiben.


Meist lese ich in einem Filmbuch um abzuschalten, aber wirklich gefesselt hat mich 2020 wieder und wieder die Geschichte „die Maske des Roten Todes“ von meinem Lieblingsautor Edgar Allan Poe, die da endet: „And Darkness and Decay and the Red Death held illimitable dominion over all“. („Und unbeschränkt herrschte über alles mit Finsternis und Verwesung der Rote Tod.“) Mehr gibt es über 2020 nicht zu schreiben.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und bleibt gesund.

eSport ist Breitensport und gehört auch so behandelt

8. Dezember 2020

Als Golfamateur habe ich festgestellt, dass ich auch ein eSportler bin: Ich sammele Golfsimulationen und spiele den grünen Sport an verschiedenen Konsolen und berichte darüber in meinem neuen Blog Golffieber42. Dabei habe ich mich nie als eSportler bezeichnet, hab aber kein Problem mit der Bezeichnung.

Screenshot aus der Live-Übertragung mit Doro Bär (r.) und Hendrik Leeser

Erst nachdem ich das Streaming Level up Now mit Digitalministerin Dorothee Bär und Spieleentwicklerchef Hendrik Lesser, CEO von remote control, live gesehen habe, wurde mir klar, dass eSprt mehr als Sportsimulationen ist. Ich kannte zwar von der Games Com die großen eSport-Events, hab mir es aber nie so richtig bewusst gemacht, was da alles dahinter steckt. Nationen wie Südkorea ticken da ganz anders und veranstalten eSport-Turniere und Mega-Events.

Bei der Live-Übertragung aus dem CSU-Hauptquatier wurde ich überzeugt, dass eSport eine vollwertige Sportaktivität ist und auch als solche bei uns wahrgenommen werden muss: Die Aktion im Netz diente dazu, Gaming als Sportart in der Fläche anzuerkennen und sie war gleichzeitig eine Auftaktveranstaltung für eine Pedition. Es wurde seitens der CSU eine Petition gestartet, die meines Erachtens aber über Parteigrenzen hinweg ihre Anerkennung verdient. eSport ist Breitensport und muss auch als solcher behandelt werden.

2018 haben die Parteien der Bundesregierung beschlossen, die vollständige Gleichstellung von eSport als moderner Form des Sports in der laufenden Legislaturperiode umzusetzen. Aber wie es so ist in unserem Lande: Auf Druck von zahlreichen Sportverbänden und Funktionären sollen aber nun künftig nur solche Games als Sport anerkannt werden, bei denen klassische Sportarten simuliert werden. Damit FIFA, NBA2K und meine geliebten Golfsimulationen sind zukünftig anerkannter Sportarten. Shooter sind raus. Und bitte jetzt nicht die leidige Killerspieldebatte, die wir in den 90er geführt und widerlegt haben.

Die Positionen in der Petition ist klar: „Wir bekennen uns zum eSport als moderne Form des Sports. Wir setzen uns für eine moderne, zeitgemäße juristische Sportdefinition ein, die den eSport nicht anhand willkürlicher Definitionen spaltet.“
Weiter heißt es: „Wir unterstützen die Ausrichtung von eSport Events in Deutschland und fordern die Integration von E-Sport in bereits bestehende Sportevents wie beispielsweise die European Championships 2022 in München.

Hendrik Lesser hat ein paar nachdenkenswerte Argumente in dem Stream genannt. Am meisten hat mich überzeugt, dass Games eine Kulturtechnik sei. Zudem: „Games sind das dominierende Medium.“ Das stimmt. Immer wieder halte ich Vorträge zum Thema Versoftung von Spielfilmen und mehr und mehr Filme, die nach Spielen gedreht wurden. Videogames haben einen riesigen Anklang. Lesser sagte auch, dass Games in den Lehrplänen eine absolute Notwendigkeit seien. Einfach mal den Stream anschauen und selbst urteilen.
In der Petition heißt es weiter: „Wir unterstützen unsere Nachwuchstalente und deren Vereine bei ihrer Jugendarbeit durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit von eSportvereinen und –abteilungen für alle Altersklassen.“ Ich werde mal bei den Sportvereinen hier im Dorf nachfragen, wie sie dazu stehen. Gerade in der Pandemie-Zeit wäre es wichtig, bestehende Positionen zu überdenken. Mal sehen, vielleicht klappt beim Sportverein im Dorf eine eSport-Abteilung. Und wenn wir auch nur mit Mario Kart beginnen.

Golffieber42 startet offiziell

7. September 2020

Ich freue mich, dass Golffieber42 jetzt offiziell  online ist.

Ich freue mich, dass Golffieber42 jetzt offiziell online ist.

Heute ist der offizielle Startschuss für mein neues Projekt Golffieber42. Ich bin seit Monaten der Golfbegeisterung erlegen und veröffentliche ab jetzt unter der Marke Golffieber42 Kolumnen und Eindrücke eines Golfbeginners im Netz.
Neben der Website bespiele ich die Kanäle Twitter, Instgram und betreibe eine Facebook-Seite, verbunden mit der herzlichen Einladung, diesen Kommunikationswegen zu folgen. Auf der Website kann ein kostenloses E-Mail-Abo abgeschlossen werden, das dann über Neuerungen der Website informiert.
In den vergangenen Wochen habe ich mich neben meinem Spiel auf meiner Heimatanlage der Golfanlage Rottbach zudem der Contenterstellung gewidmet. So sind schon einige Artikel im Blog von golffieber42 eingestellt. In regelmäßigen Abständen kommen weitere journalistisch aufbereitet eBlogartikel hinzu – Geschichten aus der Sicht eines begeisterten Golfbeginners.

Golf ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung.

Golf ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung.

Der Name Golffieber42
Warum der Name Golffieber42? Nun, wer der Faszination des Golfsports erliegt, der fühlt sich wie in einem Fieberrausch. Es macht mir unglaublich Spaß auf dem Grün zu stehen und den Ball zu schlagen. Es ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung, die es in sich hat. Dabei geht es (noch) nicht darum, das Handicap zu verbessern, sondern Spaß und Freunde an dem Sport zu haben. Diese Faszination mit den großen und kleinen Geschichten vermittelt das Projekt Golffieber42.
Und die Zahl 42? Wer den von mir sehr verehrten Douglas Adams kennt, dem brauche ich nichts weiter zu sagen. Wer 42 nicht kennt, dessen Freund ist Google. Das Projekt Golffieber42 stammt aus der Schmiede von redaktion42.

Inhalte von Golffieber42
Was erwartet uns bei Golffieber42? Es sind Eindrücke, Kolumnen, kleine Geschichten, ein paar Tipps, Ausflüge in die Unterhaltung, viele Fotos. Es werden Reiseberichte hinzukommen, Porträts, Tests, Interviews und vor allem viele Emotionen – also alles, was dieses wunderbare Hobby ausmacht.
Und gerne würde ich mit der Seite auch Geld verdienen. Natürlich können Anzeigen geschaltet und Sponsoring-Kooperationen geschlossen werden. Alles wird ordentlich gekennzeichnet und transparent kommuniziert – nach den Vorgaben des Bloggerclubs.

Geschichten rund um Golf.

Geschichten rund um Golf.

Dank geht an
Natürlich geht so ein Projekt nicht ohne Unterstützung. Zunächst ein großer Dank an meine Familie und hier vor allem an meine Frau, die mit mir auf dem Golfplatz schlägt. Für Input und Geschichten danke ich Erich Kornberger, für die Vorbildfunktion Franz Neumeier mit seinem Blog Cruisetricks und meinem Kollegen Thomas Gerlach mit dessen Jobs-Motivationsspruch: Real Artists ship.

Meine wichtigste App auf der Apple Watch: Clicker

20. August 2020

Clicker hat mein (Golf-)Leben leichter gemacht.

Clicker hat mein (Golf-)Leben leichter gemacht.

Immer wieder werde ich gefragt: Was ist deine wichtigste App auf der Apple Watch? Nun, ich habe viele Apps im Einsatz und nutze diese Apps auch regelmäßig. Aber es gibt eine App, die ich wirklich oft nutze: Clicker
Die App macht das, was sie machen soll – sie zählt, wenn ich klicke. Nicht mehr, nicht weniger. Warum ist nun diese App für mich so wichtig?
Seit dem Tod meines Vaters habe ich mit dem Golfsport begonnen. Ich habe die Platzreife im Golfclub Rottbach bei mir um die Ecke gemacht und verbringe aufgrund von Corona weniger Zeit auf Vorträgen und mehr Zeit auf dem wunderschönen Platz. Dieser Sport ist anstrengend, fordert meine geistige und körperliche Kondition, ich bin an der frischen Luft und es macht einfach Spaß den Ball zu schlagen. Ich hatte das Problem, das ich oft vergessen hatte, wie viele Schläge ich für ein Loch brauche. Das klingt jetzt doof, aber es ist beim Golf entscheidend, wieviele Schläge man braucht. Gerade als Einsteiger schlage ich eine Bahn nicht mit der genauen Vorgabe, sondern ich brauche einfach mehr Schläge bis der Ball im Loch ist. Und wenn ich mich auf meine Anzahl der Schläge konzentriert und mitgezählt habe, dann war meine Konzentration beim Abschlag dahin. Klingt jetzt doof, ist aber bei mir so. Ich muss mich wirklich konzentrieren, mit mir im reinen sein und sollte nicht durch die Zählerei abgelenkt werden.

Ich habe beobachtete, wie es andere machen. Ein Flight-Partner hatte so eine Art Rosenkranz mit dem er Perlen weiterschiebt und so zählt. Als Fan der Apple Watch brauchte ich natürlich eine digitale Lösung. Also in den App-Store für die Apple Watch geschaut. Es gibt enorm viele Zähler-Apps. Ich wollte keinen technischen Overkill und entschied mich für die kostenlose App Clicker. Das einzige Feature ist, dass ist die Farbe der Ziffern ändern kann. Das war mir auch schon zuviel und ich hab es bei Grün gelassen.
Habe ich nun einen Schlag gemacht, dann klicke ich auf der Uhr und Clicker zählt. Ich habe mir die App auf das Hauptdisplay gelegt, so dass ich nicht lange suchen muss. Also kann ich nicht abgelenkt mein Golfspiel angehen. Ist das Loch gespielt, setzte ich die App auf Null zurück. Der bekannte iOS- und OS-X-Entwickler Craig Hockenberry von der Iconfactory hat eine einfache wie nützliche neue Apple-Watch-App vorgestellt.
Aber bitte fragt jetzt nicht, ob sich mein Golfspiel jetzt dadurch verbessert hat. Ich bin noch am Anfang – aber es macht Spaß.

Unter so einem Himmel darf ich spielen - göttlich.

Unter so einem Himmel darf ich spielen – göttlich.

Krolf als neue Sportart

17. September 2014

Foto 2

Golf scheint immer mehr zum Trendsport zu avancieren. Aber wie steht es um Krolf? Sie kennen Krolf nicht? Macht nichts, ich kannte es auch nicht, bis zu meinem Urlaub im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Das Allgäuer Hotel besitzt eine zwölf Loch Krolf-Anlage und ich musste den dänischen Sport unbedingt einmal ausprobieren.
Krolf ist eine Mischung aus Golf und Krocket und rasch zu erlernen. Man spielt mit einem farbig markierten Schläger und einen entsprechend markierten farbigen Ball. Es geht darum, den Ball ins Loch zu bringen, also genau wie beim Golf. Und es ist gut, wenn man ein wenig Golf gespielt hat, dann wird der Abschlag deutlich besser. Wir wissen ja, die Weite kommt nicht durch die Kraft, sondern durch den richtigen Schwung. Es wird in einem Team gegeneinander gespielt, was deutlich zur Stimmung beträgt. Hat man geschlagen, dann ist der nächste Teamkollege an der Reihe. Die Schläge bis zum Einlochen werden notiert und wer am Ende die wenigsten Schläge hat, der ist Sieger im Krolf-Turnier. Die genauen Regeln gibt es hier. Zusammengefasst bedeutet Krolf laut Hotelier Armin Gross: 6 Freunde, 12 Löcher, 12 Regeln!

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Der Schläge selbst hat eine flache Seite zum Weitschlagen und eine abgerundete Seite zum experimentellen Schlagen. Beim letzteren wird der Ball angeschnitten, damit er Hindernisse wie Bäume oder Sträucher umfliegt. Das ist mir übrigens nicht gelungen.


Toll ist es, dass der Sport, der in Dänemark seit den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts gespielt wird, ein Sport für die ganze Familie ist. Bei uns hatten alle Familienmitglieder ihren Spaß und auch Senioren können das Krolf-Spiel bedenkenlos spielen. Ein Platzreife ist anders als beim Golf nicht erforderlich. Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist eine zwölf Loch Krolf-Anlage vorhanden und Schläger, Bälle und Scored-Card gibt es an der Rezeption zum Ausleihen. Der Seniors des Hauses gibt zudem interessieren Gästen einen Schnupperkurs. Wem es gefällt, kann selbst auf seinem heimischen Gelände eine Krolf-Anlage erstellen, eigentlich braucht man nur einen Spaten für ein Loch. Übrigens, seit Juli 2009 gibt es in Deutschland einen eigenen Krolf-Verein, der mit dem dänischen Verein engen Kontakt pflegt.

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