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Mein persönlicher Jahresrückblick 2020

31. Dezember 2020

Ich denke, ich muss nichts mehr schreiben: 2020 war ein Desaster, privat und geschäftlich. Und trotz der schlechten Situation gab es bei mir Weichenstellungen in eine hoffentlich optimistischere Zukunft.
Der drastische Einschnitt des Jahres war der Tod meines Vaters am 8. Mai. Er starb nicht an Corona. Zusammen mit meiner Frau war ich in der Stunde seines Todes im Krankenhaus an seinem Bett mit dabei. Um 4.11 Uhr verstarb er. Die Erinnerungen kommen immer wieder hoch. Er fehlt uns allen sehr und sein Tod hat mein Jahr geprägt. Seine Beerdigung fand unter strengen Corona-Auflagen im ersten Lockdown mit wenigen Trauergästen statt.

Bloggen aus dem Dorf im Lockdown
In der Phase des ersten Lockdowns ging ich mit meinem Blog redaktion42 auf die sublokale Ebene. An 45 Tagen berichtete ich aufeinanderfolgend über mein Dorf in dem ich wohne und wie die Bewohner mit Corona umgingen. Ich machte das, was ich einstmals gelernt hatte: Klassischen Tageszeitungsjournalismus im Blogformat mit Texte, Fotos und Videos. Die Resonanz war überwältigend. Jeden Tag um 7 Uhr stellte ich einen neuen Blogpost online. Verbreitet wurde er auch über die örtliche Facebookgruppe mit rund 2000 Mitgliedern. Es war ein riesiger Erfolg: Die Zugriffe explodierten und ich wurde beim Einkaufen, beim Bäcker, beim Tanken und beim Spazierengehen auf den Blog angesprochen. Ich werde aus den Posts noch ein eBook machen und es kostenlos zum Herunterladen anbieten, quasi eine Zweitverwertung. Mein Vorhaben war, Corona aus der Sicht einer kleinen Gemeinde westlich von München darzustellen und ich wollte auch ein bisschen die örtlichen Lokalzeitungen ärgern. Ich wollte ihnen zeigen, was Blogs im Lokalen ausrichten können. Als der Blog richtig Fahrt aufgenommen hat, verstarb mein Vater und ich hatte erst mal den Nachlass zu ordnen.

Mein Eindruck war: Im ersten Lockdown zogen wir alle an einem Strang, waren rücksichtsvoll und ausgeglichen. Im zweiten Lockdown ist meines Erachtens nicht soviel davon geblieben. Egoismus ist allerorts anzutreffen. Mal sehen, vielleicht nehme ich den sublokalen Blog im dritten Lockdown wieder auf, der wohl kommen wird.

Neue Geschäftsmodelle gefragt
Mit Corona brach ein Teil meines Geschäftsmodells zusammen. Ich war bis Corona dreimal die Woche in Deutschland an Schulen mit dem Thema Medienkompetenz unterwegs. Hinzu kamen Wochenend-Seminare und Abendveranstaltungen in Bayern. Das alles brach weg. Eigentlich wollte ich im Sommer das zehnjährige Bestehen meines Unternehmens redaktion42 mit einer fetten Party feiern. Daraus wurde nichts.

Ich packte im März meine Reisekoffer aus und hängte alles in den Schrank. Soforthilfe oder ähnliches gab es für mich nicht. Neidvoll schau ich auf Lufthansa, Automobilindustrie oder die Tourismus-Industrie.
Wie heißt es, in der Krise liegt die Chance. Ich tastete mich mit Online-Schulungen vor. Ein guter Kunde, die Hanns-Seidel-Stiftung, entpuppte sich als agiler Bildungsanbieter und ließ ihren festangestellten Referenten freie Hand. So entwarfen wir Woche für Woche neue Konzepte für Seminarmodelle, probierten Software wie Zoom, GotoWebinar oder Jitsi aus. Ich eignete mir eine digitale Didaktik an, investierte größere Summen in Studiotechnik wie Kameras, Greenscreen, Videomischer, Beleuchtung, Mikros und mehr. Höhepunkt war sicher ein Zwei-Tages-Streaming aus dem Wohnzimmer zur US-Wahl.

Experimente mit Greenscreen.

Ich wurde gebucht und durfte einige Bildungsanbieter in Bezug auf Online-Schulungen schulen. Leider gibt es noch zuviele schlechte Webinare da draußen, Webcam und PowerPoint reichen nicht. Die finanziellen Verluste der Präsensseminare wurden natürlich nicht durch die Einnahmen der Online-Schulungen aufgefangen, aber ich kam mit einem blauen Auge davon. Es ist klar: Der Weg der Digitalisierung lässt sich nicht mehr zurückdrehen und das ist gut so.

Neues Hobby und neuer Blog
Durch Corona hatte ich mehr Zeit. Während andere Leute diese Zeit nutzten und neue Sprachen lernten oder Netflix leer schauten, entdeckte ich für mich ein neues Hobby: Golfen

Zusammen mit meiner Frau und K2 machten wir einen Platzreifekurs auf der Golfanlage in Rottbach. Ich habe im Golfen eine neue Art der Freizeitbeschäftigung gefunden: Es ist enorm anstrengend, ich bin an der frischen Luft und es kostet gewaltige Konzentration. Es ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung, die es in sich hat. Ich war fast jeden Tag auf dem Golfplatz und ich rief meinen Golfblog Golffieber42 ins Leben, der sich gut entwickelt. Golf ist ein prima Hobby für mich, trotz den doofen Sprüchen aus dem Bekanntenkreis.

Und ich entdeckte das Fahrradfahren (wieder). Da Reisen dieses Jahr 2020 nicht möglich waren, machten wir Urlaub zu Hause im Garten (oder auf dem Golfplatz). Genau rechtzeitig wurde bei uns ein neuer, sehr schöner Radweg mit Namen Räuber-Kneißl eröffnet.

Familie gefestigt
Durch Corona hat sich unser Familienleben verändert. Die Gattin war und ist durch ihren Job voll eingespannt und kommt kaum zum Durchschnaufen. Sie kann ins Büro radeln oder zu Fuß laufen und ist dort die meiste Zeit am Telefon, in virtuellen Konferenzen oder beantwortet Mails und ich unterstütze meine Frau wo ich nur konnte. Zusammen stellten wir eine geniale Aktion auf die Beine.

Das Internet lief zu Hause heiß: Die Kinder hatten Teams-Konferenzen, versuchten mit Mebis zu arbeiten, um Home-Schooling zu bewerkstelligen. Insgesamt ist es eine Schande, wenn ich die Digitalisierung in der Schule sehe. Und es ist eine noch größere Schande, weil ich mit diesem Thema seit Jahren an den Schulen unterwegs bin und vertröstet werde.

Auf jeden Fall kochten wir täglich alle zusammen und verbrachten viel Zeit miteinander. Da wir uns an die Kontaktbeschränkungen hielten, bekamen wir kaum Besuch. Mit meiner Mutter konferierte die Familie via FaceTime. Ich bin dankbar, dass meine Mutter mein abgeschriebenes iPad verwenden kann und es auch nutzt. Digitalisierung ist auch für die ältere Generation kein Fremdwort.

Mitte Parsifal und rechts Atari – ganz links bin ich.

Im Sommer verstarb ein geliebtes Haustier: Sinatra unser alter treuer Wellensittich. Nun ist Dr. Watson alleine und steht mit seinem Käfig bei uns im Wohnzimmer und piept in jeder familiären Unterhaltung mit. Die Familienkonferenz entschied, dass kein weiterer Sittich angeschafft wird, dafür aber zwei junge Kater. Wir bekamen sie von der vorbildlichen Tierauffangstation in Maisach. Die beiden Kater hießen dort Rocky und Mailo, aber wir taufen die Herrschaften um in Parsifal und Atari um. Egal welchen Namen die tragen, so richtig folgen sie auf keinen. Meine Frau wurde zugegebenermaßen bei der Namensvergabe etwas überrumpelt. Parsifal kommt von Richard Wagners letzter Oper und Atari von meiner ersten Videospielkonsole Atari 2600. Seitdem toben die Herrschaften in der Hütte und wir haben die neuen Rabauken lieben gelernt. Die Entscheidung für Parsifal und Atari war eine richtige Wahl zum Wohle aller.

Riga samt Heinz Erhardt
Eigentlich war ich beruflich viel auf Achse, aber aufgrund Corona kam alles zum Erliegen. Zusammen mit meiner Frau machte ich zu Jahresbeginn eine einwöchige Reise nach Riga, der Hauptstadt Lettland. Ich hab von dort ausführlich gebloggt und ich habe es vor allem genossen. Ich war früher schon mal in der Stadt und konnte meiner Frau ein bisschen was zeigen. Organisiert hat die Reise eine Freundin und Arbeitskollegin und eigentlich wollten wir 2021 wieder mit ihr ins Baltikum. Daraus wird zumindest 2021 nichts, aber ich zehre von der Riga-Fahrt noch immer mit vielen Erinnerungen und Eindrücken. Und ich habe Heinz Erhardt wieder für mich entdeckt, der in Riga aufwuchs.

John Williams – mein einziges Konzert
Und der musikalische Höhepunkt des ganzen Jahres und darüber hinaus war das Weihnachtsgeschenk 2019 meiner Frau: Ich bekam eine Karte für das John Williams Konzert im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Ich war so gerührt, dass wir noch für die ganze Familie Karten besorgten. Finanziell war es schon ambitioniert, aber wir alle genossen Wien und den wichtigsten lebenden Filmkomponisten, der mit den Wiener Philharmonikern und Anne-Sophie Mutter spielte.

Ich kann nur sagen: Es war mir eine Ehre bei so einem Ereignis dabei zu sein. Die ganze Familie war total aus dem Häuschen. Es war zudem das erste Konzert, bei dem ich dabei war, was auch als CD und Bluray herauskam – ich bin im Film sogar mal zu sehen, kurz, aber immerhin. Für 2020 hatte ich noch weitere Konzertkarten zu Elton John und Yes, aber die musikalischen Ereignisse wurden erst mal verschoben. Ich hoffe, dass wir die Künstler noch mal sehen können und wir nicht auf den teuren Tickets sitzen bleiben.

Vinyl lebt
Also bleibt nichts anderes übrig, als Musik von der Konserve oder via Stream zu hören. Ich machte mir dafür selbst ein Geschenk. Seit Jahren spielte ich mit dem Gedanken mir wieder einen Schallplattenspieler anzuschaffen. Ich hab zwar Modelle von Dual und Technics, aber ich als Retro-Liebhaber wollte ich mir eine besondere Freude machen: Einen Braun PT4 in weiß.

Und ein neuer Player will neues Futter haben. Zum Glück erschien der Gesamtkatalog von Kraftwerk in farbigen Vinyl. Und ich höre auf dem Schallplattenspieler meist abends bei einem Glas Rotwein Jazz-Platten und lasse mich treiben.


Meist lese ich in einem Filmbuch um abzuschalten, aber wirklich gefesselt hat mich 2020 wieder und wieder die Geschichte „die Maske des Roten Todes“ von meinem Lieblingsautor Edgar Allan Poe, die da endet: „And Darkness and Decay and the Red Death held illimitable dominion over all“. („Und unbeschränkt herrschte über alles mit Finsternis und Verwesung der Rote Tod.“) Mehr gibt es über 2020 nicht zu schreiben.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und bleibt gesund.

eSport ist Breitensport und gehört auch so behandelt

8. Dezember 2020

Als Golfamateur habe ich festgestellt, dass ich auch ein eSportler bin: Ich sammele Golfsimulationen und spiele den grünen Sport an verschiedenen Konsolen und berichte darüber in meinem neuen Blog Golffieber42. Dabei habe ich mich nie als eSportler bezeichnet, hab aber kein Problem mit der Bezeichnung.

Screenshot aus der Live-Übertragung mit Doro Bär (r.) und Hendrik Leeser

Erst nachdem ich das Streaming Level up Now mit Digitalministerin Dorothee Bär und Spieleentwicklerchef Hendrik Lesser, CEO von remote control, live gesehen habe, wurde mir klar, dass eSprt mehr als Sportsimulationen ist. Ich kannte zwar von der Games Com die großen eSport-Events, hab mir es aber nie so richtig bewusst gemacht, was da alles dahinter steckt. Nationen wie Südkorea ticken da ganz anders und veranstalten eSport-Turniere und Mega-Events.

Bei der Live-Übertragung aus dem CSU-Hauptquatier wurde ich überzeugt, dass eSport eine vollwertige Sportaktivität ist und auch als solche bei uns wahrgenommen werden muss: Die Aktion im Netz diente dazu, Gaming als Sportart in der Fläche anzuerkennen und sie war gleichzeitig eine Auftaktveranstaltung für eine Pedition. Es wurde seitens der CSU eine Petition gestartet, die meines Erachtens aber über Parteigrenzen hinweg ihre Anerkennung verdient. eSport ist Breitensport und muss auch als solcher behandelt werden.

2018 haben die Parteien der Bundesregierung beschlossen, die vollständige Gleichstellung von eSport als moderner Form des Sports in der laufenden Legislaturperiode umzusetzen. Aber wie es so ist in unserem Lande: Auf Druck von zahlreichen Sportverbänden und Funktionären sollen aber nun künftig nur solche Games als Sport anerkannt werden, bei denen klassische Sportarten simuliert werden. Damit FIFA, NBA2K und meine geliebten Golfsimulationen sind zukünftig anerkannter Sportarten. Shooter sind raus. Und bitte jetzt nicht die leidige Killerspieldebatte, die wir in den 90er geführt und widerlegt haben.

Die Positionen in der Petition ist klar: „Wir bekennen uns zum eSport als moderne Form des Sports. Wir setzen uns für eine moderne, zeitgemäße juristische Sportdefinition ein, die den eSport nicht anhand willkürlicher Definitionen spaltet.“
Weiter heißt es: „Wir unterstützen die Ausrichtung von eSport Events in Deutschland und fordern die Integration von E-Sport in bereits bestehende Sportevents wie beispielsweise die European Championships 2022 in München.

Hendrik Lesser hat ein paar nachdenkenswerte Argumente in dem Stream genannt. Am meisten hat mich überzeugt, dass Games eine Kulturtechnik sei. Zudem: „Games sind das dominierende Medium.“ Das stimmt. Immer wieder halte ich Vorträge zum Thema Versoftung von Spielfilmen und mehr und mehr Filme, die nach Spielen gedreht wurden. Videogames haben einen riesigen Anklang. Lesser sagte auch, dass Games in den Lehrplänen eine absolute Notwendigkeit seien. Einfach mal den Stream anschauen und selbst urteilen.
In der Petition heißt es weiter: „Wir unterstützen unsere Nachwuchstalente und deren Vereine bei ihrer Jugendarbeit durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit von eSportvereinen und –abteilungen für alle Altersklassen.“ Ich werde mal bei den Sportvereinen hier im Dorf nachfragen, wie sie dazu stehen. Gerade in der Pandemie-Zeit wäre es wichtig, bestehende Positionen zu überdenken. Mal sehen, vielleicht klappt beim Sportverein im Dorf eine eSport-Abteilung. Und wenn wir auch nur mit Mario Kart beginnen.

Golffieber42 startet offiziell

7. September 2020

Ich freue mich, dass Golffieber42 jetzt offiziell  online ist.

Ich freue mich, dass Golffieber42 jetzt offiziell online ist.

Heute ist der offizielle Startschuss für mein neues Projekt Golffieber42. Ich bin seit Monaten der Golfbegeisterung erlegen und veröffentliche ab jetzt unter der Marke Golffieber42 Kolumnen und Eindrücke eines Golfbeginners im Netz.
Neben der Website bespiele ich die Kanäle Twitter, Instgram und betreibe eine Facebook-Seite, verbunden mit der herzlichen Einladung, diesen Kommunikationswegen zu folgen. Auf der Website kann ein kostenloses E-Mail-Abo abgeschlossen werden, das dann über Neuerungen der Website informiert.
In den vergangenen Wochen habe ich mich neben meinem Spiel auf meiner Heimatanlage der Golfanlage Rottbach zudem der Contenterstellung gewidmet. So sind schon einige Artikel im Blog von golffieber42 eingestellt. In regelmäßigen Abständen kommen weitere journalistisch aufbereitet eBlogartikel hinzu – Geschichten aus der Sicht eines begeisterten Golfbeginners.

Golf ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung.

Golf ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung.

Der Name Golffieber42
Warum der Name Golffieber42? Nun, wer der Faszination des Golfsports erliegt, der fühlt sich wie in einem Fieberrausch. Es macht mir unglaublich Spaß auf dem Grün zu stehen und den Ball zu schlagen. Es ist eine Symbiose aus mentaler und körperlicher Beanspruchung, die es in sich hat. Dabei geht es (noch) nicht darum, das Handicap zu verbessern, sondern Spaß und Freunde an dem Sport zu haben. Diese Faszination mit den großen und kleinen Geschichten vermittelt das Projekt Golffieber42.
Und die Zahl 42? Wer den von mir sehr verehrten Douglas Adams kennt, dem brauche ich nichts weiter zu sagen. Wer 42 nicht kennt, dessen Freund ist Google. Das Projekt Golffieber42 stammt aus der Schmiede von redaktion42.

Inhalte von Golffieber42
Was erwartet uns bei Golffieber42? Es sind Eindrücke, Kolumnen, kleine Geschichten, ein paar Tipps, Ausflüge in die Unterhaltung, viele Fotos. Es werden Reiseberichte hinzukommen, Porträts, Tests, Interviews und vor allem viele Emotionen – also alles, was dieses wunderbare Hobby ausmacht.
Und gerne würde ich mit der Seite auch Geld verdienen. Natürlich können Anzeigen geschaltet und Sponsoring-Kooperationen geschlossen werden. Alles wird ordentlich gekennzeichnet und transparent kommuniziert – nach den Vorgaben des Bloggerclubs.

Geschichten rund um Golf.

Geschichten rund um Golf.

Dank geht an
Natürlich geht so ein Projekt nicht ohne Unterstützung. Zunächst ein großer Dank an meine Familie und hier vor allem an meine Frau, die mit mir auf dem Golfplatz schlägt. Für Input und Geschichten danke ich Erich Kornberger, für die Vorbildfunktion Franz Neumeier mit seinem Blog Cruisetricks und meinem Kollegen Thomas Gerlach mit dessen Jobs-Motivationsspruch: Real Artists ship.

Meine wichtigste App auf der Apple Watch: Clicker

20. August 2020

Clicker hat mein (Golf-)Leben leichter gemacht.

Clicker hat mein (Golf-)Leben leichter gemacht.

Immer wieder werde ich gefragt: Was ist deine wichtigste App auf der Apple Watch? Nun, ich habe viele Apps im Einsatz und nutze diese Apps auch regelmäßig. Aber es gibt eine App, die ich wirklich oft nutze: Clicker
Die App macht das, was sie machen soll – sie zählt, wenn ich klicke. Nicht mehr, nicht weniger. Warum ist nun diese App für mich so wichtig?
Seit dem Tod meines Vaters habe ich mit dem Golfsport begonnen. Ich habe die Platzreife im Golfclub Rottbach bei mir um die Ecke gemacht und verbringe aufgrund von Corona weniger Zeit auf Vorträgen und mehr Zeit auf dem wunderschönen Platz. Dieser Sport ist anstrengend, fordert meine geistige und körperliche Kondition, ich bin an der frischen Luft und es macht einfach Spaß den Ball zu schlagen. Ich hatte das Problem, das ich oft vergessen hatte, wie viele Schläge ich für ein Loch brauche. Das klingt jetzt doof, aber es ist beim Golf entscheidend, wieviele Schläge man braucht. Gerade als Einsteiger schlage ich eine Bahn nicht mit der genauen Vorgabe, sondern ich brauche einfach mehr Schläge bis der Ball im Loch ist. Und wenn ich mich auf meine Anzahl der Schläge konzentriert und mitgezählt habe, dann war meine Konzentration beim Abschlag dahin. Klingt jetzt doof, ist aber bei mir so. Ich muss mich wirklich konzentrieren, mit mir im reinen sein und sollte nicht durch die Zählerei abgelenkt werden.

Ich habe beobachtete, wie es andere machen. Ein Flight-Partner hatte so eine Art Rosenkranz mit dem er Perlen weiterschiebt und so zählt. Als Fan der Apple Watch brauchte ich natürlich eine digitale Lösung. Also in den App-Store für die Apple Watch geschaut. Es gibt enorm viele Zähler-Apps. Ich wollte keinen technischen Overkill und entschied mich für die kostenlose App Clicker. Das einzige Feature ist, dass ist die Farbe der Ziffern ändern kann. Das war mir auch schon zuviel und ich hab es bei Grün gelassen.
Habe ich nun einen Schlag gemacht, dann klicke ich auf der Uhr und Clicker zählt. Ich habe mir die App auf das Hauptdisplay gelegt, so dass ich nicht lange suchen muss. Also kann ich nicht abgelenkt mein Golfspiel angehen. Ist das Loch gespielt, setzte ich die App auf Null zurück. Der bekannte iOS- und OS-X-Entwickler Craig Hockenberry von der Iconfactory hat eine einfache wie nützliche neue Apple-Watch-App vorgestellt.
Aber bitte fragt jetzt nicht, ob sich mein Golfspiel jetzt dadurch verbessert hat. Ich bin noch am Anfang – aber es macht Spaß.

Unter so einem Himmel darf ich spielen - göttlich.

Unter so einem Himmel darf ich spielen – göttlich.

Krolf als neue Sportart

17. September 2014

Foto 2

Golf scheint immer mehr zum Trendsport zu avancieren. Aber wie steht es um Krolf? Sie kennen Krolf nicht? Macht nichts, ich kannte es auch nicht, bis zu meinem Urlaub im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Das Allgäuer Hotel besitzt eine zwölf Loch Krolf-Anlage und ich musste den dänischen Sport unbedingt einmal ausprobieren.
Krolf ist eine Mischung aus Golf und Krocket und rasch zu erlernen. Man spielt mit einem farbig markierten Schläger und einen entsprechend markierten farbigen Ball. Es geht darum, den Ball ins Loch zu bringen, also genau wie beim Golf. Und es ist gut, wenn man ein wenig Golf gespielt hat, dann wird der Abschlag deutlich besser. Wir wissen ja, die Weite kommt nicht durch die Kraft, sondern durch den richtigen Schwung. Es wird in einem Team gegeneinander gespielt, was deutlich zur Stimmung beträgt. Hat man geschlagen, dann ist der nächste Teamkollege an der Reihe. Die Schläge bis zum Einlochen werden notiert und wer am Ende die wenigsten Schläge hat, der ist Sieger im Krolf-Turnier. Die genauen Regeln gibt es hier. Zusammengefasst bedeutet Krolf laut Hotelier Armin Gross: 6 Freunde, 12 Löcher, 12 Regeln!

Foto 3
Der Schläge selbst hat eine flache Seite zum Weitschlagen und eine abgerundete Seite zum experimentellen Schlagen. Beim letzteren wird der Ball angeschnitten, damit er Hindernisse wie Bäume oder Sträucher umfliegt. Das ist mir übrigens nicht gelungen.


Toll ist es, dass der Sport, der in Dänemark seit den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts gespielt wird, ein Sport für die ganze Familie ist. Bei uns hatten alle Familienmitglieder ihren Spaß und auch Senioren können das Krolf-Spiel bedenkenlos spielen. Ein Platzreife ist anders als beim Golf nicht erforderlich. Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist eine zwölf Loch Krolf-Anlage vorhanden und Schläger, Bälle und Scored-Card gibt es an der Rezeption zum Ausleihen. Der Seniors des Hauses gibt zudem interessieren Gästen einen Schnupperkurs. Wem es gefällt, kann selbst auf seinem heimischen Gelände eine Krolf-Anlage erstellen, eigentlich braucht man nur einen Spaten für ein Loch. Übrigens, seit Juli 2009 gibt es in Deutschland einen eigenen Krolf-Verein, der mit dem dänischen Verein engen Kontakt pflegt.

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