Archive for März 2009

Mac ist Windows überlegen

31. März 2009

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Als Mac-User weiß ich selbstverständlich, welches das bessere Betriebssystem für einen Computer ist. Und ich freue mich auch schon auf Snow Leopard. Ich bin mir nicht sicher, ob es schon für die WWDC von 8. bis zum 12. Juni im Moscone-Center in San Francisco bereit steht oder ob Apple nicht wieder das iPhone in den Mittelpunkt rückt. Die neue iPhone-Software 3.0 ist schließlich schon für den Sommer angekündigt. Warten wir es ab.

Abwarten hieß es aber auch am Münchner Flughafen Franz Josef Strauß am vergangenen Samstag. Die Monitore der An- und Abflüge waren ausgefallen. Eine Windows-Fehlermeldung thronte auf dem Bildschirm. Ja, ja das ist Schadenfreude. Ein Kollege war vor Ort und hat ein Foto gemacht (danke Michael). Da kann Microsoft noch so viel Werbung gegen vermeintlich teure Mac-Rechner machen. Die Realität ist der beste Beweis für die Überlegenheit. 

Besprechungsregeln – es funktioniert

30. März 2009

 

Besprechungsregeln - gut für Meetings

Besprechungsregeln - gut für Meetings

 

 

Vor kurzem leitete ich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach ein Seminar zum Thema „Das optimale Meeting“. Hier erarbeiteten die Teilnehmer Besprechungsregeln für Meetings. Die Teilnehmer gingen nach Hause und probierten die Regeln aus, natürlich modifiziert je nach Branche und Unternehmen. Und es funktioniert! Ich habe mal die wichtigsten Regeln zusammengefasst, die mir ganz gut gefallen haben.

1.     Jeder kommt pünktlich

2.     Handys/Telefone bleiben ausgeschaltet

3.     Jeder spricht per „ich“ und nicht per „man“

4.     Jeder spricht für sich und nicht für andere

5.     Es spricht immer nur einer

6.     Wortbeiträge erfolgen, nachdem der andere aufgehört hat

7.     Was meint denn der andere? Genau zuhören

8.     Sachlich bleiben

9.     Beim Thema bleiben

10. Keine Killerphrasen

11. Keine Nebengespräche

12. Vertrauliches bleibt in der Gruppe

13. Jeder ist für die Atmosphäre mitverantwortlich

Probieren Sie es aus. Diese Regeln gelten für alle und auch für Chefs. Und so kommt am Ende des Meetings auch etwas heraus. 

Intel Friday Night Game abgesagt – Chance vertan

27. März 2009

Für mich steht fest: Videospiele gehören genauso zur aktuellen Kultur wie Musik oder Filme. Nach dem Attentat in Winnende kam heraus, dass der Attentäter Videospiele auf seinem Rechner hatte und sie auch spielte, darunter auch das Shooter-Spiel Counter-Strike. Und die Medien blasen diese Tatsache in die Welt hinaus. Die Politik greift den Ball auf und fordert ein Verbot von Killerspielen.

Aber es sollte akzeptiert werden, dass Spiele mittlerweile zum Leitmedium werden. Auch wenn es manche Erwachsenen nicht wahrhaben wollen. Inzwischen hat der Games-Bereich die Musik verdrängt. Die deutsche Gamesbranche hat im vergangenen  erstmals mehr Umsatz gemacht als die Musikindustrie, meldet beispielsweise der Mediendienst mediabiz. Und so ist es keine Überraschung, dass auf den Rechner der Kinder mehr und mehr Videospiele zu finden sind.

Medienkompetenz ist das Zauberwort. Dialog ist besser als Verbote. Und hier hat man wieder eine Chance vertan. Die Stadt Stuttgart hat die Ausrichtung des „Intel Friday Night Game“ der der Electronic Sports League (ESL) heute in der Liederhalle untersagt. Die teilnehmenden Spieler sollten in den Disziplinen „Warcraft “ sowie „Counter-Strike 1.6“ und „Counter-Strike: Source“ vor Publikum gegeneinander antreten. Am gleichen Nachmittag findet eine Info-Veranstaltung für Eltern statt (Eltern-LAN), die zusammen von Turtle Entertainment und der Bundeszentrale für politische Bildung ausgerichtet wird. Deren Höhepunkt sollte die Führung der teilnehmenden Eltern durch die Reihen der ESL-Spieler sein sollte. Mit der Absage der Spiele ist der Dialog wieder abgebrochen und eine weitere Chance vertan. 

Tierschützer gegen Killerspiele

26. März 2009

 

Call of Duty 5

Call of Duty 5

 

 

Eine neue Front entsteht bei der Diskussion um die so genannten Killerspielen. Nachdem Politiker gebetsmühlenartig ein Verbot von brutalen Videospielen forderten, machen jetzt die Tierschützer mobil. Der Hersteller von „Call of Duty 5“ Activision bekommt Angriffe von Tierschützer. Grund: In dem Weltkriegsshooter werden Hunde abgeschossen. In der Version 4 haben Hunde als Gegner vereinzelt vor, in Episode 5 sind es schon deutlich mehr Tiere.

Studenten der  Academy of Notre Dame in Tyngsboro, Massachusetts, haben dagegen protestiert und ein Schreiben an Activison verfasst. Über 100 Studenten haben unterschrieben. „Das Töten von Hunden ist kein Entertainment.“ Dazu schicken die Tierschützer eine Ladung Nintendo-Spiele an den CoD-Hersteller. Natürlich handelte es sich um die Hundespiele Nintendogs für die DS. Weiterhin gab es eine Einladung zu Petas-Seminaren „Developing Empathy for Animal“. Ob sich jetzt was ändern wird?

Wenn Gesellen die Gutmütigkeit ausnutzen

25. März 2009

Freundlichkeit gegenüber Kollegen und Mitarbeiter ist eine Pflicht, doch darf man sich nicht zum Affen machen. Immer wieder höre ich von Friseuren, die einen kapitalen Fehler machen und sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Dies kann sogar zum wirtschaftlichen Ruin führen.

Folgendes Beispiel: Da fragt eines Tages die Gesellin ihren Chef, ob er ihr nicht ein Zeugnis ausstellen könnte. Sie will sich selbstständig machen und braucht einen Nachweis, dass sie im Salon vier Jahre als Führungskraft gearbeitet hat. Außerdem verstehe man sich ja so gut und sie wolle den Salon in einer anderen Stadt eröffnen.

Hier sollte der Meister hellhörig werden. Wenn eine Gesellin, die bisher keine Führungskraft war, nun ein Zeugnis mit Führungsqualitäten braucht, dann ist Gefahr in Verzug. Wird das Zeugnis ausgestellt, so kann es vorkommen, dass die Friseurin ihren neuen Salon natürlich nicht in der nächsten Stadt eröffnet, sondern nebenan in der nächsten Straße. Hier wurde die Gutmütigkeit des Chefs ausgenutzt und die so genannte Altgesellenregelung angewandt. Damit kann sich ein Geselle selbstständig machen, wenn er mehrere Jahre als Führungskraft gearbeitet hat. Dies muss er allerdings bei einigen Handwerkskammern anhand seiner Sozialversicherungsnachweise beweisen, denn Führungskräfte verdienen mehr als gewöhnliche Gesellen.

Die Folge: Die Gesellin hat Hunger auf wirtschaftlichen Erfolg und nimmt die Kunden mit. Der Saloninhaber und ehemalige Lehrherr hat das Nachsehen und ist enttäuscht, schreit nach Hilfe. Aber man kann ihn nur sagen: Selbst schuld. Denk nach, was du da treibst. Stell dich selbst in Frage.

Fest steht: Wenn der Chef in einem Salon arbeitet, dann ist er der Chef und eine Gesellin kann kein zweiter Chef sein.

Aber: Ist die Gesellin wahrheitsgemäß eine Führungskraft, dann darf ihr das Zeugnis nicht verweigert werden. 

Einstieg in die Boombranche

24. März 2009

 

dpkarriere1

Kein Film im Kino und Fernsehen kommt heute mehr ohne digitalen Effekte aus. Sie sorgen dafür, dass King Kong auf das Empire State Building klettert, Gollum in „Der Herr der Ringe“ lebensecht wirkt und die Ratte Remy in „Ratatouille“ den Kochlöffel schwingt. Doch wer macht diese Tricks und wie findet man einen Einsteig in die Berufsfelder 3D, Audio & Video in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Antworten auf diese Fragen gibt das 112 Seiten starke Sonderheft „ DP Karriere: Dein Job in 3D, Audio & Video “ der Fachzeitschrift DIGITAL PRODUCTION. Schwerpunkt des Magazinsist ein Überblick von rund 60 Ausbildungsinstitutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die wichtigsten englischsprachigen Schulen. Das Ausbildungskompendium ist einzigartig im deutschsprachigen Raum. Die private und öffentliche Hochschulen und Studiengänge stellen sich selbst dar und zeigen, welche Studieninhalte im Vordergrund stehen.

Der Leser erfährt, welche Anforderungen Arbeitgeber aus der Branche an ihre Einsteiger haben. Welche persönlichen Voraussetzungen und technisches Know-how ist notwendig, um in dieser spannenden Branche zu bestehen. Zudem gibt es Tipps für das Showreel als Eintrittskarte, Finanzierung des Studiums und Kooperationen zwischen Industrie und Studenten sowie eine umfangreiche Praktikantenbörse.

Das Heft gibt es am Bahnhofskiosk oder auch hier online zu bestellen. 

Plagiat: Attac verteilt die neue Zeit

23. März 2009

Mit großer Mühe und viel Liebe zum Detail hat sich Attac einer Urheberrechtsverletzung der besonderen Art zu Schulden kommen lassen. Vergangene Woche verbreitete die Aktivisten eine Sonderausgabe im Layout und Design der Wochenzeitung „die Zeit“.

In 100 Städten verteilten Attac-Anhänger eine gefälschte Ausgabe der Zeit, die mit dem Jahr 2010 datiert ist. Inhalt: Krisenfolgen, wie sie sich Attac wünscht. Insgesamt wurden 150.000 Exemplare an dem Wochenende auf Plätzen, in Straßen, Kneipen und sonstigen öffentlichen Orten verteilt oder ausgelegt. Dank einer Kooperation mit der Tageszeitung taz wird das Plagiat außerdem deren heutigen Montagsausgabe vom 23. März beiliegen. Gleichzeitig gibt es eine gefälschte Website, auf denen die 8 Seiten Fälschung als PDF geladen werden können.

Damit kopiert Attac eine Fälschung der New York Times vom November 2008 in der, datiert zum 4. Juli 2009, das Ende des Irak-Kriegs verkündet wurde. Auflage war damals stattliche 1,2 Millionen Exemplare. Die Zeit-Parodie ist etwas kleiner, aber genauso wirksam. „Die Zeit, wie sie sein sollte“ lautet der Slogan. Die Inhalte sind Attac-typisch: Verstaatlichung der Banken, Besser leben mit weniger Wachstum, Klagewelle gegen Klimasünder und vieles mehr. Außerdem wird für die Großdemos in Frankfurt und Berlin am 28. März geworben, die unter dem Motto stehen „wir zahlen nicht für eure Krise“.

Die Chefredaktionen und Geschäftsführungen der echten Zeit wussten nichts von der Aktion. Auf ihrem Blog waren die Profi-Journalisten beeindruckt von der Qualität der Kopien:  Schönheist-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo „Fälschungen der Zeit können wir natürlich nicht gutheißen, zumal nicht in dieser hohen Qualität. Am meisten staune ich aber über den großen Aufwand, den man sich hier geleistet hat.“ Rechtliche Schritte will die Zeit nicht einleiten. Also es lohnt sich, Urheberrechtsverletzungen im großen Stil zu tätigen. 

Galeria Kaufhof stoppt Spiele ab 18. Jahren

20. März 2009

Ab 1. April nimmt die Galeria Kaufhof alle Spiele ab 18. Jahren aus den Regalen. Offiziell reagiert damit das Kaufhaus auf das Attentat von Winnenden. Von der Kaufhof-Pressestelle war dazu zu erfahren: „Galeria Kaufhof hat aufgrund der Geschehnisse in Winnenden entschieden, USK-18-Computerspiele aus dem Verkauf zu nehmen. Dies hat bundesweit in den Filialen bereits begonnen. Werbeware aus den Prospekten März wird noch bis Ende des Monats abverkauft. Ab April 2009 wird Galeria Kaufhof keine USK-18-Computerspiele mehr im Sortiment führen.“

Prima, so kann man auch keine Geschäfte machen. Vielleicht hat das Unternehmen Angst vor angedrohten Testkäufen, die derzeit Ursula von der Leyen vorschlägt. 2007 war sie mit möglichen Testkäufen von Alkohol, Zigaretten und Gewaltvideo gescheitert. Da wäre manches Unternehmen in Verlegenheit geraten.

Die Kaufhof-Aktion ist wunderbar kurzsichtig. Man präsentiert sich als soziales Unternehmen. Ach ja, wie viele Leute habt ihr entlassen und wie viele Geschäfte mussten aufgrund von Managementfehlern schließen? Auf der Presseseite des Unternehmens wird von einer Straffung des Filialportfolios gesprochen.. Die Galeria Kaufhof GmbH wird die Standorte Krefeld am Ostwall, Leipzig-Paunsdorf, Ludwigshafen und Mülheim/Ruhr mit dem Auslaufen der Mietverträge in 2010 aufgeben.

Mit der Entscheidung über den Verkaufsstopp der Spiele ab 18. Jahren hat man wieder einen Sündenbock gefunden.

Der Kaufhof sollte ehrlich sein und weiter gehen: Endlich Alkohol und Zigaretten aus den Regalen nehmen, weil die Käufer auch nicht verantwortlich umgehen können. Käufer trinken Alkohol und setzen sich hinters Steuer und bringen Leute um. Hier gibt es viele Idioten..

Es ist ja so einfach von den wirklichen Problemen in diesem Land abzulenken. Winnenden war schrecklich, doch das tägliche Leben und die Verlogenheit in unserer Gesellschaft können es auch sein.

Endlich: Neue DIN-Schrift

19. März 2009

neue DIN-Schrift

Ja, so was ist in Deutschland erfolgreich. Wahrscheinlich hat die Welt darauf gewartet: Der Schriftenhersteller Linotype bringt neue Schriftfamilie mit 25 Schnitten auf Basis der DIN 1451 heraus.

Bei uns ist alles genau geregelt und da gehören die Schriften auch dazu. De große Nachfrage nach weiteren Strichstärken zur DIN 1451 hat Linotype dazu veranlasst, mit der DIN Next eine komplette, neue Schriftfamilie aufzulegen, die auf dem bewährten Konstruktionsprinzip der „Normschrift“ basiert.

Jetzt das Beste: Akira Kobayashi, künstlerischer Leiter von Linotype, hat die beiden populären Schnitte der 1451 auf ihre gestalterische Konsistenz hin untersucht. Dabei hat er Ungereimtheiten festgestellt, die bei der Konzeption der neuen Schriftfamilie beseitigt wurden. Ja, ja genau, ich konnte deswegen auch nicht schlafen.

Und jetzt die Lösung: Die DIN Next ist in den Strichstärken Ultra Light, Light, Regular, Medium, Bold, Heavy und Black erhältlich. Alle sieben Fetten gibt es in den drei Lagen Normal, Kursiv und Condensed. Jeder Schnitt enthält typografische Besonderheiten, wie Kapitälchen oder Mediävalziffern, und ist außerdem mit vielen Alternativzeichen ausgestattet.

Und das ist eben Deutschland: Die DIN 1451 wurde 1936 vom Deutschen Institut für Normung als Standardschrift für die Bereiche Verkehr, Technik, öffentliche Verwaltung und Wirtschaft festgelegt. Auch als DIN-Schrift bezeichnet, verdankt sie ihren Namen der Nummer ihres Normdokuments. Die 1451 wurde von Ingenieuren entwickelt, die besonderen Wert auf Lesbarkeit und maschinelle Reproduzierbarkeit legten. Bekannt ist die serifenlose Schrift vor allem von Straßen- und Ortsschildern, auf denen sie nach wie vor zum Einsatz kommt. Bis zum Jahr 2000 wurde sie in Deutschland auch auf Kfz-Kennzeichen verwendet. Wegen ihrer Bekanntheit und der besonderen Lesbarkeit wird sie auch in der Werbung gerne genutzt. Von der DIN 1451 existieren allerdings lediglich zwei Schnitte: die Mittelschrift und die Engschrift. 

Am Kunden vorbei produziert

18. März 2009

taschentuch

Tempo ist mittlerweile zum Gattungsbegriff für Papiertaschentücher geworden. Ähnlich wie Tesa für den Klebestreifen oder Uhu für den Komponentenklebstoff oder Kleber. Bei den Taschentüchern haben wir derzeit eine Megapackung der Billigmarke Ja zu Hause. Mir ist es in der Regel egal, ob sich das Taschentuch an meine Nase anschmiegt oder nicht. Praktisch müssen sie sein und immer dabei. Daher haben wir den billigen Jubelcontainer Taschentüchergekauft.

Was mich aber ärgert an diesen Ja-Taschentüchern ist der Verschluss der Plastikfolie. Zehn Tücher sind in einem Päckchen verschweißt. Sie sind verklebt durch einen kleinen Klebestreifen mit einem roten wieder verschließbaren Verschluss. Doch dieser rote Streifen reißt immer sofort ab. Die ganze Konstruktion zum Wiederverschießen der Taschentücherpackung ist Schrott. Ich reiße regelmäßig, eigentlich immer, diese Verschlusslasche ab. So blöd kann selbst ich nicht sein, also tippe ich, dass das Ganze eine Fehlkonstruktion ist. So reiße ich die Packung komplett auf und der rote Streifen ist absolut nutzlos.

Freunde bei „Ja“. Euer Qualitätsmanagement ist Käse. Entweder benutzt ihr eure eigenen Taschentücher gar nicht oder es ist euch egal. Dann brauch ich aber auch keine wieder verschließbare Packung Tempos.