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Holocaust-Gedenktag: Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie

27. Januar 2017

Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Die Vereinten Nationen erklärten diesen Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Ich will in meinem sonst recht unpolitischen Blog heute an diesen Tag erinnern. Gerade die aktuellen politischen Entwicklungen in der Welt, aber auch in Deutschland machen mir Sorge, manches Mal Angst. Sind wir schon wieder soweit? Sind wir schon wieder soweit, dass Kleingeister ihr verbrecherisches Gedankengut frei und ungestraft äußern können? Bei den anstehenden Wahlen machen Menschen ihr Kreuz bei den braunen Rattenfängern, wenn ich den Prognosen glauben darf. „Das wird man doch noch sagen dürfen ..“ poltert es mir entgegen – in der Bahn, im Wirtshaus, in Seminaren. Überall in Europa und auch im Land der Freiheit, den USA, bricht blanker Nationalismus hervor. Hier wird gerade mein Europa kaputtgemacht.
Mein ehemaliger Nachbar, der unlängst verstorbene Bundespräsident Roman Herzog, hatte einstmals bei der Proklamation des Gedenktages gesagt: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Vor allem den letzten Teil der Proklamation halte ich aktuell.

Appell der Bundespräsidenten
Bei dem Festakt zu 50 Jahre Hanns Seidel Stiftung hörte ich zum ersten Mal den scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck. Auch er sagte weise Worte. „Die Demokratie muss mit der Erziehung zum verantwortungsvollen Gebrauch der Freiheit einhergehen.“ Jetzt müsse man dafür sorgen, dass die Menschen in der Mitte der Demokratie erwachten und begriffen, dass Demokratie in jeder Generation nicht neu erfunden, aber neu gesichert werden müsse. „Wir wollen doch nicht, dass die Gefühlswallungen von den Rändern der Gesellschaft so stark werden, dass eine träge gewordene Mitte denkt, man kann da gar nichts machen, die Zeiten sind eben schlecht. Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie.“ Lieber Herr Gauck – das waren die richtigen Worte zur richtigen Zeit: „Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie.“

Unscharfes Selfie mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Unscharfes Selfie mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Respekt vor der Geschichte
Vor Jahren besuchte ich das Vernichtungslager in Ausschwitz, vor Jahren besuchte ich das Konzentrationslager Dachau, vor Jahren besuchte ich vor kurzem das Mahnmal in Berlin – es ist alles lange her gewesen. Viele Erinnerungen und Gefühlen sind verblasst. Beim Betrachten der Fotos kommen die Gedanken zurück. Ausschwitz erschreckte mich als ich sah, wozu Menschen fähig sind. Ich wanderte alleine über das Gelände und ließ mich treiben. Im Fernsehen es zu sehen, in der Schule darüber zu lernen – das ist wichtig, aber es zu erspüren ist mindestens ebenso. Die Generation der Zeitzeugen stirbt und ihre Erzählungen zu bewahren, ist wichtig,
Ich war vor kurzem beruflich in Berlin und hatte nur ganz wenig Zeit, das Holocaust-Mahnmal zu besuchen. Ich wollte es aber unbedingt, nachdem ich die Diskussion um die rechten Schreihälse mit ihrer Drang nach Öffentlichkeit mitbekommen habe. Das Holocaust-Mahnmal besteht aus einem wellenförmigen Feld mit 2711 Stelen. Durchs Netz laufen gerade Bilder von tanzenden Touris durch das Mahnmal. Das war bei mir nicht der Fall. Es war zu kalt, zu spät, zu windig, aber bei früheren Berlin-Reisen ist mir dies auch aufgefallen. Respekt vor der Geschichte gehört einfach dazu – und Bildung. Immer wieder Bildung. Bildung ist der Schlüssel zu allem.
Ich habe beschlossen, mich wieder zu erinnern und werde mich für unsere Demokratie verstärkt einsetzen. Ich lasse mir mein Europa, meine Demokratie nicht von links oder rechts kaputt machen. Ich habe keine Lust auf des Deutschen Lust auf Untergang. Ein Vorbild für meine Kinder zu sein, das ist jetzt wichtig. Ich zeige Flagge. Meine Felder sind die politische Bildung und die Medienkompetenz. Wie Gauck sagte: „Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie.“

Zauberwort eFood – die nächste Online-Welle kommt

23. November 2016

Der Einkauf im Internet gehört für viele Deutschen zur Normalität. Im anstehenden Weihnachtsgeschäft werden die Deutschen dieses Jahr insgesamt erstmals mehr als 75 Milliarden Euro ausgeben (75,6 Mrd.) – 2,0 Prozent mehr als im Vorjahr (74,1 Mrd. Euro). Der E-Commerce-Anteil – der Teil der Einkäufe, die online über Computer und mobile Endgeräte getätigt werden – steigt dabei von 18,9 Prozent (2015) der Gesamteinnahmen auf 21,0 Prozent in diesem Jahr an. Im deutschen Weihnachtsgeschäft wird demnach mehr als jeder fünfte Euro online ausgegeben. Die nächste große Welle ist bereits am Horizont auszumachen: eFood – der Verkauf von Lebensmitteln über das Internet. Zum Thema eFood fand einen ganzen Tag ein Verbraucherseminar im Konferenzzentrum München der Hanns Seidel Stiftung statt. Dort stellte ich die aktuellen Zahlen und Entwicklungen vor.

Zauberwort eFood - so lautete ein Seminar von mir.

Zauberwort eFood – so lautete ein Seminar von mir.

Wenig Geld für Lebensmittel
Es erschreckt mich, wie wenig die Deutschen für Lebensmittel ausgeben. Durchschnittlich 300 Euro im Monat gab ein privater Haushalt in Deutschland im Jahr 2013 für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren aus. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, entfiel der größte Teil dieser Ausgaben mit 225 Euro (75 %) auf Nahrungsmittel. Die Ausgaben für alkoholfreie Getränke lagen mit 32 Euro (11 %) leicht über den Ausgaben für alkoholische Getränke mit 26 Euro (9 %). Für Tabakwaren wurden durchschnittlich 17 Euro (6 %) im Monat ausgegeben.
Die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren stiegen mit der Anzahl der Personen im Haushalt, allerdings nicht proportional. Während Alleinlebende im Schnitt 174 Euro für diesen Bereich ausgaben, hatten 2-Personen-Haushalte mit 338 Euro im Monat (169 Euro pro Person) nur knapp doppelt so hohe Ausgaben. 3-Personen- und 4-Personen-Haushalte verwendeten durchschnittlich 412 Euro (137 Euro pro Person) beziehungsweise 478 Euro (120 Euro pro Person) im Monat für diesen Bereich. Haushalte mit 5 und mehr Personen kauften für durchschnittlich 557 Euro im Monat Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren.
Bei den Nahrungsmittelausgaben entfiel der größte Anteil mit durchschnittlich 22 % (50 Euro im Monat) auf Fleisch und Fleischwaren. 18 % (41 Euro im Monat) der Ausgaben für Nahrungsmittel machten Brot und Getreideerzeugnisse aus. Knapp 17 % (37 Euro im Monat) betrug der Anteil für Molkereiprodukte und Eier.

Aufmerksame Zuhörer

Aufmerksame Zuhörer

Die nächste Welle
Weltweit interessieren sich immer mehr Verbraucher für den Online- Kauf von Lebensmitteln. Das Interesse der Verbraucher am Lebensmitteleinkauf im Internet ist seit 2010 weltweit um fast die Hälfte (44 Prozent) gestiegen, ergab eine Nielsen-Studie von 2012. Überraschend: In Deutschland, wo das Online-Shopping von Elektroartikeln, Büchern und Mode sehr verbreitet ist, besteht bisher wenig Bereitschaft zum Lebensmittelkauf im Internet. Bis jetzt. Ich sage massive Umsatzsteigerungen voraus. Der Anteil des Segments „Lebensmittel und Drogerieartikel“ am gesamten Online-Umsatz des Handels werde sich bis 2025 von acht auf 16 Prozent verdoppeln, zitierte ich eine Studie mit dem Titel „E-Commerce – Wachstum ohne Grenzen?“,
Rund 28 Prozent aller Online-Shopper haben demnach bereits Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft. 43 Prozent von ihnen haben dabei Online-Shops von Supermärkten, die auch stationären Handel betreiben, gewählt, zum Beispiel rewe.de oder bringmeister.de. 38 Prozent von ihnen haben bei reinen Online-Lebensmittelhändlern mit umfassendem Sortiment wie mytime.de oder emmas-enkel.de geordert. Weitere 18 Prozent der Online-Lebensmittel-Käufer haben bei einem Online-Händler für spezielle Warengruppen wie Wein oder Süßigkeiten eingekauft. Und 15 Prozent haben bei einem klassischen Online-Versandhandel oder einer Auktionsplattform (Amazon oder Ebay) bestellt.
Der Anteil der Online-Shopper, die auch Lebensmittel oder Getränke im Netz bestellen, ist von 10 Prozent im Jahr 2012 auf derzeit rund 28 Prozent gestiegen. Bei den 30- bis 49-Jährigen beträgt der Anteil sogar schon 33 Prozent. 87 Prozent der Online-Shopper von Lebensmitteln haben haltbare Lebensmittel wie zum Beispiel Nudeln oder Mehl gekauft, immerhin 31 Prozent frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse. 18 Prozent derjenigen, die schon einmal Lebensmittel online gekauft haben, tun das regelmäßig, 39 Prozent manchmal, 33 Prozent selten und 9 Prozent haben dies bisher erst einmal getan.

Ablehnende Gründe
Wer noch keine Lebensmittel online gekauft hat, gibt dafür unterschiedliche Gründe an: 60 Prozent sagen, dass sie nicht auf eine Lieferung warten wollen. 59 Prozent haben Zweifel an der Frische der Lebensmittel. Die Versandkosten sind für zirka 32 Prozent ein Hinderungsgrund, lediglich 7 Prozent haben Datenschutzbedenken.

Die Online-Wende kommt
Derzeit kaufen Verbraucher mit 26 Prozent mehrheitlich abgepackte Lebensmittel wie Tiefkühlgerichte, Mehl oder Müsli im Internet. Erst 5 Prozent der Nutzer bestellen online auch frische Waren wie Milch, Eier oder Obst. Angeboten wird die Online-Bestellung von Lebensmitteln sowohl von klassischen Supermärkten als auch von spezialisierten Webshops. Neben gängigen Produkten finden Verbraucher im Internet zum Beispiel auch Delikatessen, die im stationären Handel eher schwer zu bekommen sind. Die Lieferung frischer Waren ist bislang vor allem in Ballungsräumen verbreitet.

Bestellung von Lebensmitteln live im Seminar
Und genau das wollte ich im Seminar ausprobieren. Online bestellte ich bei dem Amazon Lieferdienst Amazon Prime Now eine Reihe von Lebensmitteln für die Seminarteilnehmer, darunter Äpfel, Sushi, Landjäger. Bestellt wurde mit der entsprechenden Amazon Prime Now App via Smartphone. Live konnten die Seminarteilnehmer die Bestellung verfolge. Innerhalb von zwei Stunden verspricht Amazon die Lieferung. Nach bereits einer Stunde war es dann soweit. Per SMS kündigte sich der Versand per Fahrradkurier an. Die Route des Radlers zur Hanns Seidel Stiftung konnten die Teilnehmer per GPS verfolgen.

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Das Eintreffen des Fahrradkuriers wurde mit Applaus begrüßt. Amazon Fresh hat einwandfrei funktioniert. Die Qualität der Waren war ausgezeichnet. In München kooperiert Amazon Prime Now zudem mit der Bäckerei Rischart für frische Backwaren.

Praktiker kamen zu Wort
Am Nachmittag gab es zwei Impulsreferate. Metzgermeister Claus Böbel aus dem fränkischen Rittersbach betreibt eine der erfolgreichen deutschen Online-Metzgereien umdiewurst.de Seine Kunden bestellen aus der ganzen Republik und darüber hinaus. Böbel berichtete vom Aufbau seines Shops und dem umfangreichen Sortiment. Dieses bewirbt er online über seine Website und auch über einen eigens gedruckten Wurstkatalog. Er hat durch zahlreiche Seminare und Wurstevents sein Unternehmen zu einer starken Marke im Internet ausgebaut und macht einen beachtlichen Teil seines Unternehmensumsatz mit dem Versand von frischen, hochwertigen Wurst- und Fleischwaren.

Claus Böbel bei seinem Vortrag.

Claus Böbel bei seinem Vortrag.

Direktvermarkterin Erika Sauer aus Moosbach in der Oberpfalz betreibt die Zucht von Rotem Höhenvieh. Diese Rasse ist in der Oberpfalz angesiedelt. Erika Sauer, die ihre Tiere nicht über das Internet vermarktet, diskutierte die Chancen für Mutterkuhbetriebe. Sie forderte von der Politik mehr Unterstützung für kleine heimische Betriebe, unter anderem Hilfe beim Aufbau einer Bestell- und Vertriebsplattform im Internet. Erika Sauer ist auch Vorsitzende des Fleischrinderverband Bayern e.V. und sie warb für Rindfleisch aus bäuerlicher Produktion. Während des Zentralen Landwirtschaftsfestes konnten sich die Besucher einen Eindruck von den Tieren machen.

Erika Sauer (l) und Claus Böbel (r) mit mir.

Erika Sauer (l) und Claus Böbel (r) mit mir.

Raute – der Preis für Schülerzeitungen

1. September 2016
Ein ganzer Tag Jury-Sitzung kann anstrengend sein.

Ein ganzer Tag Jury-Sitzung kann anstrengend sein.

Ganz so einfach, wie man es sich vorstellt, ist eine Jury-Sitzung dann doch nicht. Vor kurzem wurde ich von der Hanns Seidel Stiftung zur Teilnahme an einer Jurysitzung eingeladen, um die beste Schülerzeitung Deutschlands zu küren. Der Preis heißt Raute. Das Ergebnis verrate ich natürlich nicht, aber verraten kann ich, dass wir es uns nicht leicht gemacht haben. Wir haben ganz schön miteinander gerungen, abgewägt und auch mal gestritten.


Wer gewonnen hat, das wird am 7. November verkündet. Dann findet ein Festakt in der Zentrale der HSS in München statt. Eingeladen hat die Vorsitzende der Stiftung, Ursula Männle. Die Festansprache hält dieses Mal der bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle. Spaenle ist selbst Journalist und wird den jungen Kollegen sicher Mut zusprechen. Ich hoffe, dass wenig Politik in seiner Rede vorkommt und vielmehr viel, viel Motivation für die Nachwuchsjournalisten.

Die eintägige Jury-Sitzung zur Raute hat Spaß gemacht. Ich wurde als Jurymitglied aus zwei Gründen nominiert. Zum einen, sicher der wichtigere Grund, ich mache seit über 20 Jahren Trainings für Schülerzeitungen. Ich betreue mehrere Zeitungen und ganze Redaktionen sind schon durch meine Schulungen gegangen. So mancher Schülerzeitungsredakteur ist später selbst Journalist geworden, was mich besonders freut. Ab und zu besteht der Kontakt noch immer. Zudem habe ich mehrere Bücher zum Thema veröffentlicht. Hier gibt es eines zum kostenlosen Download. Wer gedruckte Exemplare braucht, bitte eine Mail an mich.
Zum anderen bin ich vor kurzem zum Vorsitzenden des Bloggerclubs gewählt worden. Zusammen mit vielen Gleichgesinnten haben wir den Verein gegründet, um Bloggern eine Unterstützung zu geben und auch um eine Interessenvertretung für Blogger zu sein. Und ich sehe, so manche Schülerzeitung hat als Marketinginstrument neben der Print-Schülerzeitung einen Blog am Start. Das passt ideal zusammen.
Die eingesandten Schülerzeitungen aus ganz Deutschland wurde in Schularten eingeteilt. Grund-/Mittelschulen, Förderschulen, Realschulen sowie FOB/BOS und Gymnasien. Es wurde von Mitarbeitern der HSS eine Auswahl getroffen und dann trat die Jury zusammen. Ich bewertete die Grund-/Mittelschulen und Förderschulen.


Bei unserer Arbeit waren wir sehr überrascht von der Qualität der Beiträge. Wir – das waren meine Blogger-Kollegin Miriam Zöllisch und der HSS-Praktikant Jan-Philipp Grande und ich. Bewertet wurde in den Kategorien Gesamtbild, journalistischer Einzelbeitrag und journalistische Vielfalt. Wir machten uns die Sache nicht leicht und rangen um die beste Entscheidung und die beste Begründung. Beim Durchlesen und Blättern ist mir wieder aufgefallen, wie kreativ die jungen Blattmacher sind. So hat eine Förderschule beispielsweise alle Beiträge als Audiodatei auf eine CD abgelegt, damit die sehbehinderten Mitschüler auch in den Genuss der Artikel kommen. Eine andere Zeitung hat beispielsweise auf einem Jahreskalender die Geburtstage der Lehrer veröffentlicht – freilich nicht ohne Hintergedanken. Bei Geburtstag muss der Lehrer einen Kuchen für die Klasse springen lassen. Schönes Thema war auch die Haustiere der Lehrer in der Grundschule.
Für mich als Blogger auch interessant, war der Einsatz von QR-Codes in den Heften. Hier wird auf eine Langfassung des Artikels gelinkt. Und was natürlich auch passiert und wo viele Profizeitungen lernen können, ist eine Verlinkungen auf Fotogalerien.
Ich habe gleich mal ein 360 Grad Video mit Stefanie von Winning vom Institut für politische Bildung der HSS gedreht. Sie ist die zuständige Referentin, wenn es um Schülerzeitungen geht. Viel Spaß mit dem Video.

Umgang mit Videospielen – Meine Schlüsse nach dem Amoklauf in München

24. Juli 2016

Ich bin seit Jahren mit dem Thema Medienkompetenz in Vorträgen vor Schülern, Lehrern und Eltern unterwegs. Nach dem Amoklauf in München setzt wieder die Debatte um die Killerspiele ein. Auf dem Rechner des Täters wurden solche Spiele gefunden. Ich höre aus dem Netz wieder Rufe nach einem Verbot solcher Spiele. Ich rufe zurück: Informiert euch und lernt Medienkompetenz.
In einem ZDF Spezial „Amoklauf in München – Eine Stadt im Ausnahmezustand“ wurde Bundesinnenminister Thomas de Maizieres vom ZDF-Moderator Matthias Fronoff interviewt. Vielen Dank an Patrick Heyer @patthemav für den Link. Der Moderator Fronoff gibt die Vorlage nach der Frage zu „gewaltlastigen Computerspielen“. Die Ursache sei nicht zu belegen, aber eine Verrohung liegt nahe. Er fragte den Minister: „Wollen Sie ran an dieses Thema?“

Bundesinnenminister Thomas de Maizieles im ZDF Interview.

Bundesinnenminister Thomas de Maizieles im ZDF Interview.

Bundesinnenminister Thomas de Maizieres forderte in diesem Interview kein Verbot solcher Spiele, wie jetzt immer wieder aus dem Netz zu hören ist. Bundesinnenminister Thomas de Maizieres antwortete eindeutig. „Ich beobachte seit längerem mit Sorge die Verrohung der Gesellschaft. … Es ist eine Hasssprache eine Beleidigung eingezogen, insbesondere auch im Internet, die unserer Gesellschaft nicht gut zu Gesicht steht. So sind wir nicht und so wollen wir nicht sein. … Ich glaube, dass die extremen Gewaltspiele, die wir dort erleben, ob die nun Ursache sind oder Beschleuniger für solche Radikalisierungen und Gewaltexzesse ist mir fast schon egal. Aber wir müssen darüber reden, es ist kein gutes Spielmaterial für junge Menschen. Jetzt rufen alle nach einem Verbot. Das wird nicht gehen. Aber ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet, raus aus der Anonymität, den Namen sagen, unser Gesicht zeigen und mit Respekt miteinander umgehen. Das ist etwas, was uns nach solchen Tagen beschäftigen muss.“

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Mit der Debatte über Medienkompetenz stimme ich mit dem Bundesinnenminister Thomas de Maizieres überein und stehe zur Verfügung. Das ist aktive Gesellschaftspolitik. In meinen Vorträgen über den Umgang mit Videospielen erkläre ich: „Videospiele sind heute ein Leitmedium der jungen Generation!“ Mit dieser Aussage konfrontierte ich beispielsweise Eltern und Schüler des Gymnasiums Münchberg. Die Regionalbeauftragte für Oberfranken der Hanns Seidel Stiftung Sabine Habla hatte in Kooperation mit dem Gymnasium zu Vorträgen geladen und über 200 Eltern und Schüler folgten der Einladung.

Videospiele bestimmen das Freizeitverhalten
Videospiele bestimmen das Freizeitverhalten der Jugendlichen in einem hohen Maß.. Ich selbst begann in seiner Jugend mit dem Atari 2600 und steift heute durch die Welt der Spiele. Während früher die Welten getrennt waren, wächst heute alles zusammen. Wir haben eine Vermischung der Medien, die Konvergenz nimmt zu und dadurch auch die Mediennutzung in der Gesellschaft. Wichtigstes Device ist sicherlich das Smartphone, das die Mediennutzung revolutioniert hat. Wir haben das Smartphone immer und überall dabei – und als Zeitvertreib werden Spiele-Apps am Smartphone stark genutzt. Aber auch Streaming-Angebote wie Apple TV oder Amazon Fire TV setzen nicht nur auf das Ausstrahlen von Filmen, sondern auch auf das Laden von Spielen.
Vor allem durch YouTube als zweitwichtigstes soziales Netzwerk verbreiten sich Spiele bei der jungen Zielgruppe rasant. YouTuber wie Gronkh haben mit ihren Let’s play-Videos riesigen Erfolg. Dabei kennt kaum ein Erwachsener die Namen wie Gronkh, Dner, PietSmiet, Sarazar, ungespielt, GermanLetsPlay, ConCrafter, Rewinside, GommeHD oder Paluten. „Hier haben sich Eltern von der Mediennutzung ihrer Kinder völlig entkoppelt, „stelle ich klar und mahne Medienkompetenz bei Eltern und Schülern an.
Zudem sind Videogames heute ein offizieller Beitrag zur Kultur. „Videogames sind junge künstlerische Ausdrucksform, die eine Fusion aus Musik, Film und Literatur bilden, ergänzt um interaktive Elemente. Damit gebührt Videospielen der Platz als gleichberechtigte Säule im kulturellen Kanon unserer Gesellschaft“, so ein Leitsatz der Vereinigung Videospielkultur e.V. Videospiele haben seit 2008 einen festen Platz im Deutschen Kulturrat. Zur Begründung hieß es, die Branche sei Auftraggeber für Künstler unterschiedlicher Sparten wie Designer, Drehbuchautoren bis hin zu Komponisten. Drehbuchautoren, die früher die Grundlagen für Kino-Filme lieferten, schreiben jetzt Drehbuch für Videospiele und Filmmusiker, die früher Filmmusik für Kinoschlager produzierten, schaffen nun die Musik für Videospiele. Klar sei aber auch, nicht jedes Spiel sei ein wertvoller kultureller Beitrag, ebenso wie nicht jedes Musikstück ein Beitrag zur Hochkultur sei.
In 40 Jahren haben Videospiele die Populärkultur beeinflusst, wie kaum eine andere Kunstform des 20. Jahrhunderts. Markennamen wie Mario, GameBoy, Lara Croft oder Pokémon kennen heute viele und sind mit ihnen groß geworden. „Videospiele zählen kulturell als auch ökonomisch zu den bedeutendsten Medientrends des 21. Jahrhunderts“ zitier ich den heutigen Leiter der BLM Siegfried Schneider.

Eltern müssen hinsehen
Bei all der Eurphorie müssten aber Eltern genau hinschauen, was ihre Kinder spielen. Der Bereich der Egoshooter sei extrem populär. Counter Strike sei nach wie vor ein Klassiker und werde bei eSports-Veranstaltungen als Wettbewerbsspiel gespielt. Vor 15 Jahren war das Gymnasium Münchberg in den Medien als ein Schüler online Maps für Counter Strike vom Gymnasium bereit stellte. Hier hört für mich der Spaß auf. Ich brauche keine Maps von der Schule, um dann dort einen Ego-Shooter zu spielen. Klar ist aber auch: Nicht jeder der Counter Strike spielt, ist ein potenzieller Massenmörder.
Starken Eindruck auf die Eltern machte die nächste Generation von Spielen, die über VR Brillen gespielt werden. Brillen wie Samsung VR, Sony VR für PS4, Microsoft Hololens oder das Highend-Modell Oculus Rift werden das Spiel in eine neue Dimension tragen. Der Spieler taucht durch die Brille voll in die Spielewelt ein. Ablenkungen wie sie heute noch möglich sind, werden ausgeblendet. Das Spielerlebnis wird gesteigert und auch die Gefahr sich in der virtuellen Spielewelt zu verlieren. Es gilt jetzt mehr denn je genau hinzuschauen. Ich rufe besonders die Schüler auf, ein Auge auf Mitschüler zu achten. Spielsucht ist eine ernstzunehmende Krankheit.

Merkmale von Spielsucht
Die Merkmale von Spielsucht sind vielfältig. Die Nutzung von Spielen wird immer häufer, länger und intensiver und die realen Freundschaften brechen immer mehr weg. Die Beziehungskontakte werden ausschließlich virtuell und die Leistungsfähigkeit in Schule und Beruf nehmen rapide ab. Ein weiteres Kennzeichen: Wenn das Spielgerät nicht zur Verfügung steht, dann treten innere Unruhe, Depressionen und Aggressionen auf. Es kommt zum ständigen Streit zwischen den Angehörigen über die Nutzung des Spielgeräts und trotz negativer Konsequenzen ändert sich nichts am Verhalten.
Damit es nicht soweit kommt, empfehle ich: Sprechen Sie mit Ihrem Kind im Vorfeld. Informieren und interessieren Sie sich, was Ihr Kind spielt. Und spielen Sie doch einfach mal mit. Hinweise wie Altersfreigabe und klare Regeln sind eigentlich selbstverständlich. Aber auch: Bieten Sie Alternativen und seien Sie als Erwachsene ein Vorbild.

Persönlicher Nachruf auf Gabriele Goderbauer-Marchner

4. Juli 2016
Gabriele Goderbauer-Marchner ist tot

Gabriele Goderbauer-Marchner ist tot

Gabriele Goderbauer-Marchner ist tot. Diese Meldung hat mich gestern zutiefst schockiert. Gabriele Goderbauer-Marchner war eine Kollegin und eine großartige Streiterin für den Qualitätsjournalismus in Bayern und weit darüber hinaus. Ich kannte sie seit Jahren, durfte mit ihr arbeiten, habe von ihrer Erfahrung profitiert und hatte sogar einmal eine Firma mit ihr zusammen. Nun ist sie verstorben und hinterlässt Mann und zwei Söhne, denen mein aufrichtiges Mitgefühl gilt.

Ich habe Gabriele Goderbauer-Marchner das erste Mal als Kollegin der Landshuter Zeitung getroffen, als sie dort Chefin vom Dienst war. Sie ging dann in die Wissenschaft und nahm eine Professur in Mittweida in Sachsen an. Dort liefen wir uns auch über den Weg, weil ich dort einen Lehrauftrag für einen Kollegen hatte. Ein Kaffee hier, ein Gespräch da und es entstand ein gegenseitiges Interesse für die Arbeit. Nach ihrem Wechsel an die Fachhochschule Würzburg erhielt ich von ihr dort auch einen Lehrauftrag. Ich durfte für sie meinen ersten Buchbeitrag schreiben in einem Buch Karriereziel Journalismus.

Engagierte Kämpferin für Qualität im Journalismus.

Engagierte Kämpferin für Qualität im Journalismus.

Als sie zusätzlich das Amt der Geschäftsführerin des MedienCampus Bayern übernahm, lud sie mich auf zahlreiche Podien und Diskussionsrunden ein. Sie machte mich mit den Entscheidern in der Medienbranche bekannt, führte mich in Insiderkreise ein und ich durfte lange Zeit Teil ihres ausgesprochen feinen Netzwerkes sein.

Als ich Chefredakteur der DP war, diskutierte ich viel mit Gabriele Goderbauer-Marchner.

Als ich Chefredakteur der DP war, diskutierte ich viel mit Gabriele Goderbauer-Marchner.

Jahrelang gab sie einen Kurs Printakademie bei der Hanns Seidel Stiftung, bei der sie junge Journalismusstipendiaten ausbildete. Ich war bei vielen dieser Kurse dabei. Sie war eine strenge Lehrerin, aber sie war fair und geduldig. Ich schätzte vor allem die zahlreichen Diskussionen mit ihr, wohin der Journalismus sich entwickelt. In unseren Diskussionsrunden vor den Stipendiaten vertrat sie den klassischen und ich den progressiven Ansatz im Journalismus. Ich denke, alle Seiten haben viel von unseren Diskussionen gelernt.
Wie sehr sie am Thema Qualitätsjournalismus hing, bemerkten wir alle, als sie sich um das Amt des Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien BLM bewarb und gegen den ehemaligen bayerischen Staatskanzleichef Siegfried Schneider antrat. Sie unterlag zwar am Ende gegen Schneider, sorgte aber mit ihrer Kandidatur für enorme Wellen in den politischen und journalistischen Kreisen. Sie wechselte zur Bundeswehr-Uni nach München und lehrte dort weiter Journalismus.

Hier bei der Schule für Rundfunktechnik 2005.

Hier bei der Schule für Rundfunktechnik 2005.

In den letzten Jahren haben wir uns aus den Augen verloren. Wir sahen uns dann und wann, aber der Kontakt riss ab. Sie engagierte sich massiv in ihrer Heimatstadt Landshut in der Kommunalpolitik. Wie ich von meinen Landshuter Freunden höre, hatte sie gute Chancen Oberbürgermeister der Stadt zu werden. Das hätte ich ihr gegönnt. Sie war engagiert für die Bürger ihrer wunderbaren Stadt. Doch dann kam die überraschende Meldung für mich: Vor drei Wochen legte sie ihre OB-Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen nieder und bat darum, nicht weiter befragt zu werden. Das respektierten wir. Und nun die Todesmeldung. Ich wusste nicht, wie schlimm es um Gabriele Goderbauer-Marchner stand und hätte gerne noch mal mit ihr gesprochen.
Der Journalismus hat mit ihr eine engagierte Streiterin für Qualität verloren. Im Moment stehe ich noch unter dem Schock der überraschenden Todesmeldung und es tut mir sehr leid. Gabi oder Godi, wie ich sie genannt habe, vielen Dank für alles.

2008 feierte ihr MedienCampus zehnjähriges Bestehen.

2008 feierte ihr MedienCampus zehnjähriges Bestehen.

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 6

27. Februar 2016

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

Hotel- und Zimmercheck Hotel Grunau, Bayreuth 

 

Hotel- und Zimmercheck Königsburg, Legoland Günzburg

 

Hotel- und Zimmercheck Balancehotel Obermüller, Untergriesbach

 

Hotel- und Zimmercheck – Wildbad Kreuth, Hanns Seidel Stiftung

 

Hotel- und Zimmercheck Rizzelli in Neustadt (Aisch)

 

 

Betreuungslehrer für Schülerzeitungen – ab zum Seminar

24. Februar 2016
Schülerzeitungen machen Spaß und fördern die Schulgemeinschaft.

Schülerzeitungen machen Spaß und fördern die Schulgemeinschaft.

Bei all meinen Seminaren mag ich besonders die Schülerzeitungsseminare. Es herrscht dort eine wunderbare Win-Win-Situation. Die Schüler bekommen aktuelles Know-how zu Print- und Online-Schülerzeitungen und ich erhalte Zugang zu neuen Denkweisen und Jugendtrends. Jetzt möchte ich mich auch intensiv um die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen kümmern.
In der Regel sind die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen die Deutschlehrer. Entsprechend gut sind die Zeitungen inhaltlich aufgestell, gute Artikel, interessante Themen und kaum Rechtschreibfehler. So viel Deutschlehrer über Texte wissen, so wenig wissen sie allerdings über Gestaltung, Typografie und Layout. Noch weniger Wissen ist vorhanden, wenn wir von der Druckvorstufe und PDF-Erzeugung sowie Marketingmaßnahmen reden.
Daher bin ich nun Referent eines Schülerzeitungsseminars für Betreuungslehrer. Das Seminar wird veranstaltet von der Hanns Seidel Stiftung und findet von 1. bis 3. April 2016 in Kloster Banz (Franken) statt. Das genaue Programm und die Modalitäten gibt es hier als PDF Betreuungslehrerseminar.


Meine Bitte: Wenn jemand einen Betreuungslehrer kennt, schickt ihm diesen Post weiter. Es wäre toll, wenn dieses Seminar stattfinden kann und wir genügend Anmeldungen haben.
Inhaltlich werden wir uns nicht ums Schreiben kümmern, sondern viel mehr um technische Abläufe, Redaktionsworkflow und Redaktionsmanagement. Die Lehrer bekommen Wissen um PDF-Erstellung und geeignete DTP-Software. Außerdem will ich mich um das Thema Foto kümmern, dass leider in Schülerzeitungen stiefmütterlich behandelt wird. Immer wieder kommt es vor, dass Schülerzeitungen einfach Bilder aus dem Netz klauen und sich damit angreifbar machen. Daher sind die Themen Fotorecherche und noch besser das Fotoshooting auch Bestandteil des Seminars.
Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung und freue mich auf dieses Seminar. Das Seminar ist für alle Schularten geeignet und natürlich können sich auch Lehrer anmelden, die für den Jahresbericht ihrer Schule zuständig sind. Hier mich ist das ein aktueller Beitrag zur Medienkompetenz.

Ein Resultat einer früheren Fortbildung war eine Schülerzeitung für fünfte Klassen. Der kleine Sobbit – in Anlehnung an den kleinen Hobbit ist ein klasse Projekt des Gymnasiums Schrobenhausen. Entwickelt wurde eine Schülerzeitung für die fünfte Klassen, die im September neu an das Gymnasium kommen. Hier ein kleines Video mit den engagierten Betreuungslehrern.

Vielen Dank Wildbad Kreuth – meine Erinnerungen

25. Januar 2016
So behalte ich das Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung in Erinnerung.

So behalte ich das Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung in Erinnerung.

Das Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung in Wildbad Kreuth hat im Dezember 2015 seinen Seminarbetrieb für die Öffentlichkeit eingestellt. Ende März 2016 muss die HSS dann aus Wildbad Kreuth nach 40 Jahren ausgezogen sein. Zwei Klausuren der CSU fanden noch in den historischen Gebäude statt und das war es dann.
Als Referent der HSS hatte ich im Dezember 2015 meine letzte Veranstaltung und war schon etwas wehmütig. Ich verabschiedete mich von den Mitarbeitern, von denen sehr viele zu guten Bekannten geworden sind. Die meisten von ihnen haben bereits einen neuen Job gefunden. Das freut mich, denn es sind gute Leute. Auch ich als Selbstständiger muss mich neu positionieren, denn auch ich verliere einige meiner Aufträge.

Das Ende einer Ära. Die HSS zieht aus Wildbad Kreuth aus.

Das Ende einer Ära. Die HSS zieht aus Wildbad Kreuth aus.

Der Grund für den Auszug aus Kreuth ist das liebe Geld. Die HSS hatte das alte Gebäude gepachtet und das Haus im Schneeloch Kreuth unterhalten. Die Eigentümerin hat die Pacht erhöht und die HSS bzw. der Steuerzahler kann diese Konditionen nicht akzeptieren. Ob sich die Eigentümerin verspekuliert hat und was nun aus dem Gebäude wird, zeigt uns die Zukunft. An Spekulationen will ich mich nicht beteiligen, wir werden es erfahren. Abwarten und Tee trinken.

Aus und vorbei - das Frühstücksei.

Aus und vorbei – das Frühstücksei.

Bei aller Begeisterung für neue Herausforderungen hielt ich bei meinem letzten Seminar in Kreuth inne und erinnerte mich an meine Kreuther Zeit. Das ist nicht große Politik, kein Kreuther Geist, kein Sturz von Stoiber und andere politischen Manöver. Als Referent habe ich einige Seminarteilnehmer mit Infos versorgt, geschult, die Gegend genossen und viele Bekanntschaften geschlossen. Es war eine gute Zeit und nun kommt etwas neues.

Schneeloch Wildbad Kreuth
Wenn ich an Wildbad Kreuth denke, dann kommt mir als erstes Schnee in den Sinn: viel Schnee, richtig viel Schnee. Wildbad Kreuth ist ein Schneeloch. Wenn es überall schon Frühling war, dann konnte ich mich darauf verlassen, dass in Kreuth meterhoher Schnee lag. Um zu dem Gebäude zu gelangen, muss mit der Schneefräse gearbeitet werden.

Ich hatte großen Respekt vor den Hausmeistern, die das alte Gebäude in Schuss hielten und den Weg frei machten. Wenn es mal schneite, dann schneite es. Und die Autos standen auf dem Parkplatz im Freien. Am Ende eines Seminars begann die große Suche: Wo hatte ich nochmal mein Automobil abgestellt? Wer kann mir eine Schneeschaufel leihen? Hoffentlich geht die Batterie noch! Erfahrene Kreuth-Besucher hatten immer eine Schaufel im Auto. Später stand am Hinterausgang von Kreuth bei der Paniktüre immer eine große Schaufel zum Ausleihen. Und ich musste meine Seminarschühchen gegen Winterstiefel tauschen.
Ich erinnere mich an ein Seminar im tiefsten Winter als der Strom im Gebäude ausgefallen war. Die Schneeräumer im Landkreis waren voll ausgelastet und es schneite und es schneite und es schneite. Frau Holle machte Großputz und wir ersoffen im Schnee. Es war Sonntag und eigentlich Seminarende. Aber wir kamen nicht mehr vom Seminarort weg. So verlängerten wir eine Nacht und wurden dann ausgegraben.

Baum
Und weil wir gerade beim Schnee sind. Eines Tages gab ich ein Fotoseminar. Der Schnee lag hoch, im Tal war es still und die Sonne brannte vom Himmel. Mit ein paar Teilnehmern brach ein Kollege und ich zu einer kleinen Fotosafari Richtung Siebenhütten auf. Während die anderen Teilnehmer eine Schneeballschlacht fotografierten, wollten wir unberührte Schneenatur auf die Speicherkarte bannen. Wer mitging, der sank knietief in den Schnee ein. Zum Glück hatten wir Schneeschuhe in unseren Autos und es wurde eine der besten Fotoexkursionen im Schnee, die ich je gemacht habe.

Raus, einfach raus
In den Seminarpausen musste ich raus. Der Blick auf die Berge tankte meine Akkus auf. Ich musste nur in die Molkehalle gehen und den Blick über die Wiese und die Berge schweifen lassen und die Energie floss. Ein wahrhaft fantastischer Blick, an den ich mich gerne und bis ins hohe Alter erinnern werde.

Kreuth_aussen3
Ab und zu drehte ich eine Runde um die große Wiese auf der im Sommer Haflinger Pferde weideten. Zusammen mit meinem Seminarkollegen hingen wir unseren Gedanken nach, schmiedeten Pläne oder genossen einfach die Ruhe. Das war Inspiration pur. Einmal hatte ich meinen Sohn auf einem Seminar dabei. Der Bub war noch klein und wollte einfach abends nicht schlafen. So gingen Vater und Sohn noch eine Runde um die Wiese bei sternenklarem Himmel. Anscheinend war der Sohn müde – und ich auch. Vater und Sohn schliefen dann perfekt.

Eingang_kreuth

Fisch ahoi in Wildbad Kreuth
Wenn man das Bildungszentrum verließ, konnte man rechts den Berg hinter die herzogliche Fischzucht zu Fuß erreichen. In den Pausen war ein Spaziergang dorthin immer lohnenswert. Nach einer großen Rechtskurve kam man bergab direkt zur Fischzucht. Mehrere künstliche Weiher waren angelegt. Immer wieder ließ ich mich auf dem Gelände nieder, beobachtete die Mitarbeiter der Fischzucht bei ihrer Arbeit. Wenn es die Zeit erlaubte, nahmen wir eine kleine Brotzeit ein. Der Klassiker im Frischfischsortiment ist der Saibling. Nun, die Fischzucht wird weiter existieren und wenn ich in der Gegend bin, fährt auch ein Fisch mit nach Hause.

Mein Lieblingsort in Wildbad Kreuth
Wildbad Kreuth hatte viele schöne Orte. Ich mochte es, am Morgen zu schwimmen, wenn das Bad frei war. Dann gab es noch das Bierstüberl im Keller. Das Bierstüberl gehörte für mich nicht zu den schönen Orten. Mir war es dort immer zu laut. Wenn ich den ganzen Tag im Seminar sprechen musste, wollte ich abends nicht noch schreien, um mich zu verständigen. Ab und zu nahm ich dort Platz, aber so richtig gemütlich fand ich es nicht.

Ich war eher in der Bibliothek oder in der Sitzgruppe vor der Rezeption zu finden. Über der Sitzgruppe hing lange Zeit ein Bild von CSU-Übervater Franz Josef Strauß. Im Feierjahr zum 100. Geburtstag von FJS wurde das Gemälde gegen eine Farbvergrößerung eines Fotos ausgetauscht, weil das Bild restauiert wurde.

Strauss
Mein Lieblingsort in Kreuth war allerdings in „meinen“ Zimmer 109. Die Mitarbeiterinnen von Kreuth wiesen mir, wenn es möglich war, das Zimmer 109 zu. Und dort stand ein Sessel, der mir ein bisschen ans Herz gewachsen ist. Der Sessel ist nichts besonderes. Es ist ein stabiles Ding und unglaublich beqeuem. Nach Seminar und Gesprächen erholte ich mich dort, schaute die Keynote-Folien für den nächsten Tag an oder genoss einen Film am iPad. Andere Zimmer hatten keinen Sessel, sondern nur einen Holzstuhl am Tisch. Ein Holzstuhl war ok, ein Sessel wie meiner war besser. Einmal bin ich sogar im Sessel eingeschlafen und hatte am nächsten Morgen Rücken. Und dennoch, der Sessel war klasse.

Kreuth_Sessel

Mein Lieblingsort in Wildbad Kreuth

 


Ich wünsche allen Besuchern von Wildbad Kreuth ihre schönen Erinnerungen. Jeder hat es anderes erlebt und jeder soll Kreuth so in Erinnerung behalten. Vielen Dank für alles, Wildbad Kreuth.

Mein letztes Bild aus Wildbad Kreuth.

Mein letztes Bild aus Wildbad Kreuth.

Ein Schülerzeitungsseminar für Schüler mit geistiger Behinderung

17. Dezember 2015
Die ComPost-Redaktion im Kaisersaal in Kloster Banz.

Die ComPost-Redaktion im Kaisersaal in Kloster Banz.

Eine Leidenschaft von mir ist das Thema Schülerzeitung. Es macht mir seit Jahren absoluten Spaß, die Nachwuchsredakteure und -layouter zu schulen. Jetzt durfte ich im Auftrag der Hanns Seidel Stiftung eine besondere Schulung durchführen: Ein Schülerzeitungsseminar für Schüler mit geistiger Behinderung.
Es war eine Premiere und es wurde ein Schülerzeitungsseminar der ganz besonderen Art. Im oberfränkischen Kloster Banz hatten sich acht Schülerinnen und Schüler der Comenius-Schule Aschaffenburg getroffen. Die Comenius-Schule Aschaffenburg ist ein staatliches Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Sie wird von 180 Schülerinnen und Schülern mit den differenziertesten Förderbedürfnissen besucht. Die Schüler haben unterschiedliche geistige Behinderungen – das hält sie aber keineswegs davon ab, mit voller Begeisterung ihre Schülerzeitung ComPost zu produzieren. Auch wenn manches natürlich anders geht als an anderen Schulen.
“Manches geht bei uns halt ein bisschen langsamer: Ein Interview mit 20 Fragen üben wir tagelang”, sagt Betreuungslehrerin Andrea Greiner. Aber am Ende hat jeder Schüler “seine” Frage auswendig parat und ist am Ende mächtig stolz, wenn dann das Interview “im Kasten” ist. Auch Fotografieren und das Tippen am Computer macht den Schülern einen riesigen Spaß. Mit Feuereifer wird jeder Winkel des Klosters Banz abfotografiert – besonders interessant sind der barock-prächtige Kaisersaal, das Videostudio und natürlich das Schwimmbad.


Pädagogisch behutsam gehe ich als Referent vor. Kurze, klare Sätze helfen den Schülerinnen und Schülern bei ihrer Arbeit. Grundlagen der Fotografie werden in Theorie und Praxis durchgenommen. Themen für die kommende Ausgabe der ComPost werden geplant und besprochen. Zudem werden In- und Out-Listen gesammelt und am Computer eingegeben – für die behinderten Schüler ein großer Erfolg und eine Bestätigung ihrer Arbeit. Fotos und Texte wurden auf USB-Sticks überspielt und werden jetzt in Aschaffenburg in die ComPost-Ausgabe eingearbeitet.


“Für uns ist das Seminar ein sehr gutes Beispiel dafür, wie Inklusion in der Praxis funktionieren kann”, so Referentin Stefanie von Winning vom Institut für politische Bildung der Hanns Seidel Stiftung. Für die Zukunft sind weitere ähnliche Seminare geplant.

Sponsoren für weitere Seminare gesucht
Der Besuch des Schülerzeitungsseminars für die Schülerinnen und Schüler war nur möglich, da Eltern einer Schülerin der Schülerzeitung eine großzügige Spende zukommen ließen. Für künftige Seminare in Kooperation mit der Hanns Seidel Stiftung sind die Schüler auf weitere Sponsoren angewiesen. Nachdem ja viele nach Inklusion in der Gesellschaft rufen, bin ich mal gespannt, ob sich jetzt jemand meldet. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen und den Kontakt zur Schülerzeitungsredaktion ComPost vermitteln.

Der 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß

6. September 2015

Heute am 6. September 2015 hätte Franz Josef Strauß seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ich bin gerade zu diesem Zeitpunkt in Wildbad Kreuth. Ein Ort, der eng mit Strauß verbunden ist und es regnet in Strömen. Der Himmel beweint FJS. Kreuth bedeutete Franz Josef Strauß den Kreuther Geist, das Aufkündigen der Fraktionsgemeinschaft CSU/CDU und viele Geschichten mehr. Das Ehepaar Strauß wohnte in den 1980er Jahren in Kreuth. Kreuth ist aber auch ein tragischer Ort für die Familie Strauß. Am 22. Juni 1984 verunglückte Marianne, die Ehefrau von FJS, kurz nach der Brücke bei Scharling mit ihrem Fahrzeug tödlich. Gestern Nacht besuchte ich bei einer Fahrt nach Rottach-Egern die Todesstelle von Marianne Strauß. Es war eine eigenartige Stimmung, muss ich zugeben, keine Kerzen, nichts.
In den vergangenen Wochen beschäftigte ich mich ein wenig mit FJS und ging auf eine Reise in meine/seine Vergangenheit. Ich habe bereits darüber gebloggt.
Als politisch interessierter Mensch wollte ich mehr über den umstrittenen Übervater der CSU und bayerischen Ministerpräsidenten erfahren. Ich bin 1968 geboren und bekam als Kind und Jugendlicher den Streit um die Person FJS mit. Wo Strauß auftrat, da polarisierte er. Politisch habe ich ihn nicht bewusst erlebt, den Streit um ihn dafür um so mehr. In Gesprächen mit Zeitzeugen wurde mir nur deutlich: Er war umstritten, und das ist vornehm ausgedrückt. Von Verehrung bis Hass auf seine Person habe ich in den vergangenen Tagen viele Stimmen vernommen. Was habe ich alles gehört und gelesen: Übervater der CSU, Gauner, Schöpfer des modernen Bayern – auf jeden Fall war er eine faszinierende Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Ich denke, diverse Vorfälle wie Fibag, Lockheed oder dem Verkehrspolizisten Hahlbohm, die Spiegel-Affäre oder die Wienerwald-Rede von 1976 sind ganz schön heftig.

Strauß-Vortrag bei der HSS
Zum 100. Geburtstag von Franz Josef Strauß veranstaltete die CSU-nahe Hanns Seidel Stiftung eine Vortragsveranstaltung „Franz Josef Strauß – Staatsmann und Freund“ mit Wilfried Scharnagl. Wilfried Scharnagl, ehemaliger Chefredakteur der CSU-Mitgliederzeitschrift Bayernkurier und politischer Publizist, genoss das besondere Vertrauen von Strauß, der dies mit dem Satz zum Ausdruck brachte: „Scharnagl schreibt, was Strauß denkt, und Strauß denkt, was Scharnagl schreibt.“

Ich habe den Vortrag von Scharnagl und die anschließende Diskussion mit Prof. Hans Peter Niedermeier von der HSS für Youtube mitgeschnitten.

Ich war überrascht, dass Scharnagl in seinem Rahmen kritisch mit dem Übervater Strauß umging. Entsetzt war ich allerdings in der anschließenden Podiumsdiskussion über so manche Wortmeldung aus dem Publikum. Schaut euch die Videos mal an, wenn ihr ein bisschen Zeit habt.

 

Horst Möller: Herrscher und Rebell
Am Rande der Veranstaltung wies Scharnagl auf das Buch von Horst Möller hin: Franz Josef Strauß: Herrscher und Rebell. Das Buch erschien im Piper-Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung stellte. Vielen Dank dafür.

Wilfried Scharnagl stellte das Buch Herrscher und Rebell besonders heraus.

Wilfried Scharnagl stellte das Buch Herrscher und Rebell besonders heraus.

Das 832 Seiten dicke Buch wurde von Horst Möller verfasst, der einst das Institut für Zeitgeschichte in München leitete. Anfangs befürchtete ich ein trockenes Werk eines deutschen Professors, aber er orientiert sich an der angelsächsischen Erzählweise und an vier Tagen hatte ich das Buch gelesen. Vom Stil her flüssig, aber wissenschaftlich, gleitet mir das Werk in so mancher Formulierung in eine Art Heldenverehrung ab.

Und dennoch ist es ein wichtiges Zeitdokument, das Leben und Werk von Strauß vortrefflich beleuchtet. Allerdings mit Detailfehler, die einem Direktor des renommierten Instituts für Zeitgeschichte nicht passieren dürfen – Stichwort ist die berühmte Put Put-Rede. Hier hätte spätestens der Lektor besser aufpassen müssen. Auch Strauß außereheliche Affäre mit einer 17jährigen Schülerin wird mir zu wenig kritisch hinterfragt. Gut, ich war nicht dabei und das Privatleben soll privat bleiben, wenn es das öffentliche Amt nicht berührt.

Mir wurde das Buch von Horst Möller von Wilfried Scharnagl ans Herz gelegt.

Mir wurde das Buch von Horst Möller von Wilfried Scharnagl ans Herz gelegt.

Mir hat das Lesen dieses detailreichen Werkes große Freude gemacht, auch wenn ich mit der kommentierenden Form des Autors nicht einverstanden bin. Verfehlungen von Strauß müssen bei so einem Werk stärker berücksichtigt und klar benannt werden. Dennoch: Ohne FJS wäre Bayern nicht dort, wo sich der Freistaat heute wirtschaftlich befindet. Hervorragend unterstreicht das Buch, wie umstrittenen FJS war und heute noch immer ist. Erwähne ich bei der älteren Generation den Namen Strauß, schlägt mir Begeisterung oder Ablehnung entgegen – dazwischen scheint es nichts zu geben. Alle betonen aber übereinstimmend, welch Redner Strauß gewesen war – Redeschlachten zwischen Wehner und Strauß gehören in die Kategorie deutliche Worte. Immer wieder wurde mir gesagt, dass es solche Politiker wie Strauß heute bräuchte. Ja, sie bräuchte es, aber sie würden mit ihrer Art nur eine Zeitlang in ihren gewählten politischen Ämtern überleben. Wir als Volk fordern zwar deutliche Worte und Charakterköpfe – kommt es mal zu ihnen, dann ist die Aufregung aber groß.

Wirtschaftspolitik und Standortpolitik
In dem Vortrag der HSS wurde Wilfried Scharnagl gebetsmühlenartig vom Publikum gefragt, wie Strauß denn heute diese oder jene Sachen sehen würde. Wilfried Scharnagl lässt sich auf dieses Glatteis nicht führen und wiegelt zurecht ab. Und dennoch ist es in der Biografie von Horst Möller interessant nachzulesen, wie intensiv sich Strauß für Airbus gegen Boing einsetze und damit aktive Wirtschaftspolitik für den Freistaat machte. Solche klaren Worte bräuchten wir gegenüber Google und Facebook aus Deutschland (oder Bayern). Das System Strauß brauche ich heute nicht mehr, die Ecken und Kanten eines Politikers wie Franz Josef Strauß sehne ich herbei.

Originelles FJS-Plakat von Peter Gauweiler. Strauß wirkt noch heute in der Öffentlichkeit.

Originelles FJS-Plakat von Peter Gauweiler. Strauß wirkt noch heute in der Öffentlichkeit.