Posts Tagged ‘Kloster Banz’

Es wird Frühling

20. Februar 2019

Es wird Frühling und ich erwache bei Sonnenaufgang. Cat Stevens kommt mir mit seinem „Morning has broken“ sofort in den Sinn. Nach all den Tagen des grauen Wetters scheint heute die Sonne in mein Zimmer. 

Ich bin zwar nicht zu Hause, sondern auf einem Seminar in Oberfranken. Mein Zimmer schaut in den Gottes Garten, wie die Gegend zwischen Vierzehnheiligen und Kloster Banz bei Lichtenfels heißt. Ich muss zwar arbeiten, doch ich gehe mein Seminarwerk mit guter Laune an. Grund: Es wird wieder Frühling. 

Ich habe den Sonnenaufgang aus meinem Zimmer mit der GoPro 7 als Zeitraffer gefilmt. Der Sonnenaufgang ist einfach magisch. Cat Stevens habe ich zwar nicht gehört, dafür die neue Vangelis Nocturne-the Piano Album.

Die Tage werden jetzt merklich länger und der Schnee ist bei mir zu Hause in Oberbayern und hier in Franken verschwunden. Die ersten Blumen kommen aus der Erde hervor und die Vögel musizieren. Ja, es geht mir gut. Die Erde erwacht nach einem kalten Winter und es wird merklich Frühling. Zwar ist es morgens noch kalt, aber Tag für Tag steigen die Temperaturen. Natürlich weiß ich auch, dass der Winter noch nicht vorbei ist. Schnee und Frost können natürlich noch mal kommen. Aber ich habe ein wichtiges liebgewonnenes Ritual hinter mich gebracht. Ich habe meine schwere Winter-Tweedjacke vom Herrenausstatter Felbinger aus Immenstadt abgelegt und die leichte Sommer-Tweedjacke vom gleichen Hersteller angezogen. Tweed muss bei mir sein, egal welche Jahreszeit. Ich mag Tweed einfach, die englische Landhausmode gefällt mir einfach. So leite ich den Jahreszeitenwechsel ein.

Meine Stimmung hellt sich auf und ich gehe frisch ans Tagwerk. Euch allen einen schönen Tag.

Blogparade #SchlossGenuss in Kloster Banz

3. Mai 2018

Als Referent komme ich viel herum. Ich reise zu Tagungszentren und Businesshotels und halte in meine Vorträge rund um Digitalisierung. 

Ein Seminar von mir für den LIV Friseure in Kloster Banz.

Ein Seminar von mir für den LIV Friseure in Kloster Banz.

Ein treuer Kunde von mir ist die Hanns Seidel Stiftung und diese CSU-nahe Stiftung besitzt in Oberfranken das Kloster Banz. Die Franken sagen auch Schloss Banz zu dem imposanten Sandsteingebäude. Und als ich von der Blogparade #SchlossGenuss meiner Bloggerclub-Freundin Tanja Praske erfuhr, wurde mir schlagartig bewusst, in welchem schönen Gebäude ich ab und zu arbeite. Vor lautet Arbeit habe ich manches Mal vergessen, welch schöner und inspirierender Ort das ist. Ihre Blogparade von Tanja dreht sich um die Frage: Was fesselt dich beim Besuch eines Klosters/Schosses? Und ich bin Tanja sehr dankbar für diese Blogparade. 

Der Zauber von Kloster Banz 

Immer wieder verzaubert mich Kloster Banz mit seinem speziellen Charme. Ich komme immer wieder gerne nach Oberfranken, reise in der Regel mit dem Zug an. Gegenüber dem Wallfahrtsort Vierzehnheiligen und dem Staffelberg erhebt sich  das Kloster Banz in die Höhe. Schon bei der Anreise zeigt sich die Schönheit des Klosters. Die HSS hat das baufällige Kloster im Jahre 1978 gekauft und zum Bildungszentrum hergerichtet.

Natürlich ist vieles Routine, wenn ich als Referent nach Banz, die Franken sagen auf Banz, komme. Einchecken, freundliches Schwätzchen mit der Empfangscrew, Zimmer beziehen (meist im Hauptgebäude) und dann wird mir schlagartig bewusst, an welchem wunderbaren Ort ich mich befinde:

Ich öffne mein Fenster und schaue in den Gottesgarten. Ein großartiger Blick in das Obermainland. Meine Batterie laden sich auf. Minutenlang bleibe ich stehen und genieße den Blick. Als Gottesgarten wird eine Region im Obermainland bezeichnet. Sie erstreckt sich von der Gemeinde Ebensfeld das Maintal entlang über Bad Staffelstein bis zur Kreisstadt Lichtenfels. Gegenüber ist die Basilika Vierzehnheiligen zu erkennen – der Ausflug zu den 14 Nothelfern lohnt sich (auch das Bier).

Und ich blicke auf den Staffelberg und das Frankenlied kommt mir in den Sinn. Die vierte Strophe lautet: 

Zum heil’gen Veit von Staffelstein

komm ich empor gestiegen,

und seh’ die Lande um den Main

zu meinen Füßen liegen.

Von Bamberg bis zum Grabfeldgau

umrahmen Berg und Hügel

die breite stromdurchglänzte Au.

Ich wollt’, mir wüchsen Flügel,

valeri, valera, valeri, valera,

ich wollt’, mir wüchsen Flügel.

Die anderen Strophen, die sich gegen die Bayern richten, habe ich als Oberbayer freilich vergessen.

Abwechslung auf Kloster Banz

Dann schalte ich in meinen Arbeitsrhythmus und halte meine Vorträge. Abends steht der Besuch des Bierstüblas, des SPA-Bereichs oder des Fitnessraums an. Meistens stehe ich um 5:30 Uhr auf und laufe eine halbe Stunde auf dem Laufwand. Danach geht es in Schwimmbad bis 7 Uhr.

Ab und zu mache ich einen auf Kultur und betrachte die zahlreichen Gemälde in dem Gebäude. Oft übersehen, aber wirklich eindrucksvoll ist das Museum in Banz. Es beinhaltet die Petrefaktensammlung, die auch zahlreiche andere Exponate wie beispielsweise ägyptische Mumien und ein versteinerten Fischschädel enthält. Ich hab mal über das Museum gebloggt. 

Wenn das Wetter passt, setze ich mich in die Anlagen, um etwas zu lesen, meine Seminare vorzubereiten oder meinen Gedanken nachzuhängen. Hier gehe ich meist Seminarteilnehmern aus dem Weg. Ich sammle Kraft für die Seminare, denn die Weitergabe von Fachwissen ist anstrengend. Bei Hitze ist der kleine Brunnen für mich ein Ort an dem ich mich gern aufhalte. Das Geplätscher beruhigt mich und fördert meine Kreativität. Banz hat viele solcher Orte, die meine Kreativität unterstützen – dafür bin ich sehr dankbar.

 

Immer wieder nutze ich auch diesen abgeschiedenen Ort, um Interviews zu führen. So beispielsweise ein Gespräch mit der jungen Poetry-Slammerin Coco aus Franken. Die damals Elftklasslerin erzähle mir fasziniert über ihr Hobby und ich drehte dazu ein 360 Grad Video. 

Die Orte in Kloster Banz

Kloster Banz hat aber auch interessante Räume, die nicht jedem offen stehen. Die HSS steht der CSU nah, aber es ist keine CSU-Stiftung. Und die CSU führt ab und zu Veranstaltungen durch und auch der Ministerpräsident übernachtet dann hier. Und wer jetzt glaubt, dass die Volksvertreter in Saus und Braus leben, der wird enttäuscht. Ich hatte mal die Chance, eine Suite in Banz zu besuchen.  

Interessanter ist das Arbeitszimmer des Abtes, das nur noch in Führungen besichtigt werden kann. Der kleine Raum zur Uhr über den Haupteingang von Banz ist mittlerweile für die Öffentlichkeit tabu. Vor Jahren hatte ich einmal die Möglichkeit, den Raum zu besichtigen. 

 

Hohlmeier: Das G8 wurde zu schnell eingeführt

4. Oktober 2016

Für Monika Hohlmeier ist es sicherlich eine schwere Rede gewesen. Am Tag der Deutschen Einheit sprach sie am Gedenkstein für ihren Vater Franz Josef Strauß vor dem oberfränkischen Kloster Banz. Vor 28 Jahren verstarb um 11:45 Uhr ihr Vater. Heute hält sie als Abgeordnete des Europäischen Parlaments zum Todeszeitpunkt ihres Vaters eine politische Rede – die jährliche Gedenksteinrede.

Ich war zusammen mit Schülerzeitungsredakteuren aus Bad Neustadt der Schülerzeitung Konturen vor Ort. Meine Schüler nutzen die Chance und stellten der ehemaligen Kultusministerin, die für G8 verantwortlich war, einige Fragen. Nachfolgend der Text der Schülerinnen Johanna Holzheimer, Antonia Bühner, Luca Rücker, Maria Meier, Maja Büttner, Lena Gräfenschnell, Anne Vorndran und Nicole Kirst.

Monika Hohlmeier im Gespräch mit meinen Schülerzeitungsredakteuren.

Monika Hohlmeier im Gespräch mit meinen Schülerzeitungsredakteuren.

Konturen: Was hat Ihr Interesse für die Politik geweckt?
Monika Hohlmeier: Politik war für mich schon seit meiner frühen Kindheit alltäglich. Während Kinder von anderen Politikern oft nicht den Weg ihrer Eltern einschlagen wollen, haben meine zwei Brüder und ich dieses Interessen von Anfang an geteilt. Vielleicht kam dies hauptsächlich durch die politische Förderung meiner Eltern, besonders durch meine Mutter Marianne, die sehr viel Wert darauf gelegt hat, dass wir alle eine individuelle Persönlichkeit und eigene Meinungen haben. So habe ich auch früher schon mit meinem Vater über diverse Themen diskutiert, was nicht immer einfach war, da er eine enorme Bandbreite an Argumenten besaß.

Gedenkstein für Franz Josef Strauß

Gedenkstein für Franz Josef Strauß

Konturen: Wie haben Sie Ihre Schulzeit in Erinnerung?
Monika Hohlmeier: Ich verbinde mit der Schule gemischte Erinnerungen, denn auf dem Land, als ich in Rott am Inn lebte, war ich nur als Moni bekannt, nicht als Tochter eines Politikers, weshalb meine Schulzeit dort normal verlief, wie die eines gewöhnlichen Schulkinds. In München hingegen war dies nicht der Fall, da meine Brüder und ich auch eine Menge Kritik von den Medien zu spüren bekommen haben. Außerdem habe ich viele meiner Freundinnen verloren, weil ihre Eltern ihnen untersagt hatten, mit mir zu reden, geschweige denn, sich mit mir zu treffen. Manche Lehrer mussten wegen mir die Schule wechseln, da sie sich nicht dazu in der Lage sahen, mich objektiv zu benoten. Zum Glück hielten meine Eltern immer zu mir, wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Trotz der zum Teil sehr schweren Zeit durch Freundschaftsverluste, hatte ich ein paar Mitschülerinnen, die mich stets unterstützten und denen es nichts ausmachte, mit einem gepanzerten Auto, statt mit einem Fahrrad, zur Schule gebracht zu werden.

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Konturen: Was ist Ihre jetzige Meinung zum Thema „G8 oder G9?“, Ihre persönlichen Erfahrungen damit?
Monika Hohlmeier: Ich wollte früher immer ein G8 haben. Allerdings wurde es tatsächlich zu schnell eingeführt. Der Ministerpräsident Edmund Stoiber und ich haben uns sehr gestritten, denn es ging mir zu schnell. Wenn man in einer Demokratie in der Minderheit ist, dann muss man es akzeptieren, auch wenn man Ministerin ist und vertreten, was die Mehrheit entscheiden wird. Ich bedauere, dass die Gymnasien zu wenig flexiblen Nutzen aus den Möglichkeiten des G8 gezogen haben. Der Philologenverband und die Lehrer waren im Widerstand. G8 war einfach zu schnell. Ich dachte eher daran, dass es eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Schulsystemen geben sollte. Meines Wissens nach gab es schon immer eine gewisse Anzahl an Schülern, die das G8 befürworteten und dieses gerne wählen würden. Es sind vor allem die ländlichen Schulen, bei denen es nicht so gut angenommen wird. Das liegt, denke ich, daran, dass die Eltern dort ihre Kinder am Nachmittag gerne zu Hause haben. Man muss sich aber auch überlegen, dass es in anderen Ländern einen erbitterten Widerstand gegen das G9 gab, was wahrscheinlich viel mit der Kultur und den Traditionen der jeweiligen Länder zu tun hat. Nichts ist schwieriger, als diese zu verändern. In unseren Versuchen lief das G8 ganz gut, jedoch haben an diesen nur Schüler teilgenommen, die es haben wollten und wirklich davon überzeugt waren.

Monika Hohlmeier und ich im Gespräch.

Monika Hohlmeier und ich im Gespräch.

Betreuungslehrer für Schülerzeitungen – ab zum Seminar

24. Februar 2016
Schülerzeitungen machen Spaß und fördern die Schulgemeinschaft.

Schülerzeitungen machen Spaß und fördern die Schulgemeinschaft.

Bei all meinen Seminaren mag ich besonders die Schülerzeitungsseminare. Es herrscht dort eine wunderbare Win-Win-Situation. Die Schüler bekommen aktuelles Know-how zu Print- und Online-Schülerzeitungen und ich erhalte Zugang zu neuen Denkweisen und Jugendtrends. Jetzt möchte ich mich auch intensiv um die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen kümmern.
In der Regel sind die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen die Deutschlehrer. Entsprechend gut sind die Zeitungen inhaltlich aufgestell, gute Artikel, interessante Themen und kaum Rechtschreibfehler. So viel Deutschlehrer über Texte wissen, so wenig wissen sie allerdings über Gestaltung, Typografie und Layout. Noch weniger Wissen ist vorhanden, wenn wir von der Druckvorstufe und PDF-Erzeugung sowie Marketingmaßnahmen reden.
Daher bin ich nun Referent eines Schülerzeitungsseminars für Betreuungslehrer. Das Seminar wird veranstaltet von der Hanns Seidel Stiftung und findet von 1. bis 3. April 2016 in Kloster Banz (Franken) statt. Das genaue Programm und die Modalitäten gibt es hier als PDF Betreuungslehrerseminar.


Meine Bitte: Wenn jemand einen Betreuungslehrer kennt, schickt ihm diesen Post weiter. Es wäre toll, wenn dieses Seminar stattfinden kann und wir genügend Anmeldungen haben.
Inhaltlich werden wir uns nicht ums Schreiben kümmern, sondern viel mehr um technische Abläufe, Redaktionsworkflow und Redaktionsmanagement. Die Lehrer bekommen Wissen um PDF-Erstellung und geeignete DTP-Software. Außerdem will ich mich um das Thema Foto kümmern, dass leider in Schülerzeitungen stiefmütterlich behandelt wird. Immer wieder kommt es vor, dass Schülerzeitungen einfach Bilder aus dem Netz klauen und sich damit angreifbar machen. Daher sind die Themen Fotorecherche und noch besser das Fotoshooting auch Bestandteil des Seminars.
Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung und freue mich auf dieses Seminar. Das Seminar ist für alle Schularten geeignet und natürlich können sich auch Lehrer anmelden, die für den Jahresbericht ihrer Schule zuständig sind. Hier mich ist das ein aktueller Beitrag zur Medienkompetenz.

Ein Resultat einer früheren Fortbildung war eine Schülerzeitung für fünfte Klassen. Der kleine Sobbit – in Anlehnung an den kleinen Hobbit ist ein klasse Projekt des Gymnasiums Schrobenhausen. Entwickelt wurde eine Schülerzeitung für die fünfte Klassen, die im September neu an das Gymnasium kommen. Hier ein kleines Video mit den engagierten Betreuungslehrern.

Zum Tode von Hajo Hoffmann

5. August 2015
Viel zu früh verstorben: Halo Hoffmann  Foto: Lange

Viel zu früh verstorben: Halo Hoffmann Foto: Lange

Via Facebook erfuhr ich vom Tod von Hajo Hoffmann. Er starb vor kurzem im Alter von 57. Jahren völlig überraschend. Hoffmann war mit Leib und Seele Musiker.

Räuberzivil live bei den Songs an einem Sommerabend. Foto: Lange

Räuberzivil live bei den Songs an einem Sommerabend. Foto: Lange

Bei den Songs an einem Sommerabend 2013 vor Kloster Banz durfte ich ihn fotografieren. Er war damals Mitglied von Räuberzivil, der Band um Heinz Rudolf Kunze. Kunze würdigte verstorbenen Halo Hoffmann mit den Worten: „Wir sind zutiefst schockiert, bestürzt und fassungslos! Vorgestern verließ viel zu zeitig ein Freund und grandioser Musiker die Bühnen dieser Welt! Wir trauern um Hajo Hoffmann – einen unserer Wegbegleiter und „alten“ Räuberzivil-Musiker! Mach es gut Hajo!“ Heinz-Rudolf Kunzes Facebook-Seite trägt Trauer – Trauer um Hajo Hoffmann im Zeitalter von Web 2.0.

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Während der Star Heinz Rudolf Kunze bei den Songs an einem Sommerabend in Sachen Fankontakt etwas zurückhaltender ist, scheint Hajo Hoffmann das Gegenteil zu sein. Er geht auf Menschen zu, unterhält sich, albert herum. So auch mit uns als Fotografen. Meine Frau und ich schossen eine ganze Fotoserie von seinem eindrucksvollen Auftritt. Er war ein Zauberer auf der Geige – eine Art Hendrix seines Instruments. Er spielte seine Geige in verschiedenen Positionen, sogar hinter dem Kopf und hatte sichtlich Spaß an der Sache. Er rockte die Bühne. Der Vollblut-Musiker war in seinem Element. Hier eine Bilderstrecke von mir, die seine Bühnenshow eindrucksvoll zeigt.


Hinter der Bühne saßen wir zusammen mit Wolfgang Stute und Hajo Hoffmann. Der Moderator der Songs Matthias Brodowy, selbst Musiker, kam dazu und die Musiker begannen zu fachsimpeln. Alle hatten schon zusammen gespielt und waren absolute Profis ohne Starallüren. Der Geiger Hoffmann wollte zudem die Ukulele als Instrument bekannter machen. Die Ukulele schien für ihn eine Herzenssache zu sein, der große Kerl hatte eine innige Beziehung zu dem kleinen Instrument. Hajo Hoffmann ist viel zu früh verstorben.

Der Geiger Hoffmann wollte zudem die Ukulele als Instrument bekannter machen. Foto: Lange

Der Geiger Hoffmann wollte zudem die Ukulele als Instrument bekannter machen. Foto: Lange

Ausflugtipp: Was macht ein Fischschädel im fränkischen Kloster?

29. Juni 2015

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Ich bin öfters im oberfränkischen Kloster Banz als Referent zu Gast. Hier gibt es ein Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung in dem ich einige Kurse anbiete. Am Fuß des Bildungszentrums gibt es auch eine sehr interessante Petrefaktensammlung. Eine Petrefaktensammlung ist ein altes Wort für eine Fossiliensammlung, also Versteinerungen von Tieren und Pflanzen. Mit den Kindern bin ich öfters im Altmühltal zum Steineklopfen und hab auch darüber gebloggt. Ich wusste gar nicht, dass die Gegend um Kloster Banz auch für seine Fossilien bekannt ist, bzw. war. Und in Kloster Banz liegt der größte Fischsaurierschädel Europas. Der Schädel und die Reste des Skeletts wurden 1841 beim Durchbruch des Mainbogens bei Unnersdorf gefunden. Ich sprach mit Museumsleiterin Brigitte Eichner-Grünbeck, was denn ein Fischkopf im Kloster.


Die historische Fossiliensammlung, gehört zu den ältesten paläontologischen Ausstellungen in Bayern und wurde zwischen 1814 und 1857 vom Juristen Carl Theodori (1788 – 1837) und dem katholischen Geistlichen Augustin Geyer (1774 – 1837) geschaffen. Seither blieb sie weitgehend unverändert.


Die Sammlung präsentiert einen zu Stein gewordenen Querschnitt des Lebens im ehemaligen Jurameer aus der Zeit vor rund 200 Millionen Jahren.
Das bedeutendste Ausstellungsobjekt dieser Sammlung und Herzstück des Museums ist das 2.10 m lange, versteinerte Skelett eines Fischsaurierschädels, der Größte seiner Art in ganz Europa. Diesem Exponat widmete der Schriftsteller Joseph Victor von Scheffel (1826 – 1886) zwei Gedichte, in denen er seine Faszination dem Objekt gegenüber ausdrückte: den „Bericht vom Meerdrachen“ und „Der Ichthyosaurus“.
Wer einmal in der Gegend ist, sollte mal vorbeischauen und den Fischschädel ansehen.

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Songs zu einem Sommerabend 2014 – nur noch ein paar Tage

29. Juni 2014

Die Songs zu einem Sommerabend 2014 stehen vor der Tür. Nur noch ein paar Tage und auf der Wiese vor Kloster Banz findet am 4./5./6. Juli wieder das beliebte Liedermacher-Festival statt, dieses Mal sogar einen Tag länger und mit zweiter Tribüne. Die fünfte Jahreszeit in Banz bietet Fans der handgemachten Musik dieses Jahr wieder Stars pur und das Programm verspricht lange Nächte auf der Wiese.

Zusammen mit meiner Frau darf dieses Jahr die Veranstaltung wieder dokumentieren. Kameras und Objektive sind gereinigt, Akkus aufgeladen und Speicherkarten formatiert. Die Songs zu einem Sommerabend bedeuten für mich große Freude und zugleich großer Stress. Vor einiger Zeit habe ich mir die Festivalwiese schon mal angeschaut und ein kleines Video gedreht.

Bei meinem jüngsten Besuch im Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung sprach ich zudem mit dem Leiter des Bildungszentrums, Michael Möslein. Sein Team arbeitet hinter den Kulissen, dass die Songs reibungslos ablaufen. Viele gute Geister sind tätig. Kloster Banz bietet die Unterkunft für Künstler und Techniker und alle arbeiten Hand in Hand. Zudem muss die politische Prominenz betreut werden, die sich zu den Songs immer ankündigen. Ich habe mit Michael Möslein ein kleines Gespräch über die Vorbereitungen geführt.

Dieses Jahr erfüllt sich der Traum jedes Liedermacher-Fans. Über das angekündigte Trio Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker braucht man kein Wort mehr verlieren. Sie sind alle persönlich mit den Songs verbunden und ich freue mich narrisch auf die Soloauftritte und gemeinsamen Lieder. Zu meiner Freude ist auch Klaus Hoffmann mit von der Partie, den man in der Szene nicht vorstellen muss.

Klaus Hoffmann und Reinhard Mey im Duett. Foto: Lange

Klaus Hoffmann und Reinhard Mey im Duett. Foto: Lange

Power pur: Konstantin Wecker Foto: Lange

Power pur: Konstantin Wecker Foto: Lange

Im Grunde reichen diese Künstler aus, um das ganze Festival alleine zu bestreiten und ein unvergesslichen Kunstgenuss wäre garantiert. Aber es haben sich weitere Künstler angekündigt. Hier zum Beispiel Anna Depenbusch, die schon 2013 das Publikum bezauberte. Bodo Wartke hat in Franken eine Art Heimspiel – dieses Mal zusammen mit Melanie Haupt.

Hinter den Kulissen: Konstantin Wecker, Dominik Plangger und Hannes Wader  Foto: Ortlieb

Hinter den Kulissen: Konstantin Wecker, Dominik Plangger und Hannes Wader Foto: Ortlieb

Die Songs sind natürlich eng mit der Hanns Seidel Stiftung verbunden, vor deren Kloster Banz das ganze Festival stattfindet. Auf der Bühne werden wieder vier Preisträger der Hanns Seidel Stiftung stehen: Martin Zingsheim, Cynthia Nickschas, Desiree Klaeukens und Simon & Jan. Zum ersten Mal zeichnet Ursula Männle, die neue Vorsitzende der HSS die Künstler aus. In der Vergangenheit hatten die Juroren immer ein glückliches Händchen und aus den Nachwuchskünstlern wurden Stars. Einer von ihnen ist mein persönlicher Favorit und eine Art Freund geworden: Dominik Plangger. Bei all den großen Stars der Szene freue ich mich persönlich über seinen Auftritt.

Konstantin Wecker und Matthias Brodowy. Foto: Lange

Konstantin Wecker und Matthias Brodowy. Foto: Lange

Moderiert wird der Abend von Matthias Brodowy. Auch mit ihm verbindet mich eine Art Freundschaft. Hoch professionell und charmant führt der Vertreter des gehobenen Blödsinns wieder durch das Programm und ich freue mich auf die Gespräche hinter der Bühne. Ähnlich wie 2013 werde ich nach dem Konzert meine Eindrücke niederschreiben. Aber jetzt freue ich mich erst einmal auf die Songs zu einem Sommerabend 2014.

Auf ihn freue ich mich besonders: Dominik Plangger. Foto: Ortlieb

Auf ihn freue ich mich besonders: Dominik Plangger. Foto: Ortlieb

 

Musiktipp: Bis es euch gefällt von Matthias Brodowy

27. Februar 2014

In diesem Jahr bin ich wieder mit dabei, wenn die Songs an einem Sommerabend vor Kloster Banz in Franken gastieren. Ich freu mich auf die Wiese und die verschiedenen Künstler, die vor der atemberaubenden Klosterkulisse auftreten. Hier mein Bericht vom vergangenen Jahr. Dieses Jahr sind die Großen der Branche wieder mit dabei: Reinhard Mey, Konstantin Wecker und Hannes Wader. Auch dabei ist mein persönlicher Favorit Dominik Plangger, mit dem ich über die Jahre ein wenig angefreundet habe. Aber ganz besonders freue ich mich über einen Namensvetter, der die Songs wieder moderieren wird. ich freue mich auf Matthias, auf Matthias Brodowy.

Ein toller Entertainer: Matthias Brodowy

Ein toller Entertainer: Matthias Brodowy

Brodowy ist ein absoluter Profi und ein super sympathischer Mensch. Ich mag die ganzen Comedians der heutigen Zeit nicht, die mich mit ihrem Spaßterror maltrtieren. Die sind mir einfach zu laut. Und da bin ich schon beim Thema: Die Show von Matthias Brodowy ist weder Kabarett oder Comedy – er ist schlichtweg Entertainer. Nach eigenen Worten ist er ein Vertreter für gehobenen Blödsinn.

Und das mag ich so an ihm. Der studierte Theologe geht sein Programm wunderbar ruhig an, absolut professionell und seine Aussagen treffen den Nerv der Zeit. Zielgruppe ist sicherlich die Generation ab 40, die den Sendeschluss im Fernsehen noch kannte oder dem eine Wählscheibe des Telefons noch vertraut ist.

Auch am Klavier ein Meister: Matthias Brodowy

Auch am Klavier ein Meister: Matthias Brodowy

Matthias Brodowy ist seit 1989 auf der Bühne zu Hause und seit 1997 gastiert er als Solist. Ich habe von ihm die wunderbare Doppel-CD Bis Es Euch Gefällt geschenkt bekommen – samt Autogramm. Hier präsentiert Brodowy Höhepunkte aus sieben Programme. Aufgenommen wurde die Show am 23. Januar 2013 in seiner Heimatstadt Hannover. Es ist eine höchst gelungene Abwechslung zwischen Statements und Gesang.

Hurra, ich hab ein Autogramm

Hurra, ich hab ein Autogramm

Vielleicht am liebsten habe ich die Bemerkung über Geschenke, sicherlich weil es mir ebenso geht wie Brodowy. Er bekam von Freunden einen Hotelgutschein geschenkt. Er, der  mindestens 130 Tage im Jahr in Hotels nächtigen muss, bekommt einen Hotelgutschein geschenkt. Ich kann es so mitfühlen, denn ich bin auch so oft auf Reisen. Wie sagt Brodowy? Es ist so, was wenn man einem Bademeister einen Eimer Wasser schenkt!

Die größten Songs für mich auf Bis Es Euch Gefällt sind “Nordlicht” und “Ufos über Berlin”. Leider ist mein absoluter Lieblingssong “Sieben” nicht enthalten. Den gibt es auf der CD In Begleitung.

Bis die Songs am 4. und Samstag, 5. Juli 2014 (und Sonntag ab 16 Uhr) stattfinden, werde ich mir die CDs von Matthias Brodowy anhören.

Festival der starken Worte: Songs an einem Sommerabend 2013

9. Juli 2013
Songs an einem Sommerabend mit der Kulisse von Kloster Banz.

Songs an einem Sommerabend mit der Kulisse von Kloster Banz.

Einmal im Jahr bin ich darauf vorbereitet, drei Tage im Schlamm zu stehen und zu fotografieren. So ging es mir zumindest in den vergangenen Jahren, als ich die Künstler bei den Songs an einem Sommerabend auf der Klosterwiese vom Kloster Banz ablichtete. Doch dieses Jahr? Nur vier Tropfen Regen und sonst Sonnenschein, zugegeben abends ein starker Wind.

Stark war für mich auch wieder das Programm der Songs an einem Sommerabend. Wer die Songs nicht kennt, hat etwas verpasst. Entstanden aus einer Art Liedermacher-Festival ist es heute ein großartiges Happening der Generationen geworden. Liedermacher treten immer noch auf, aber auch markante Größen aus dem deutschsprachigen Rockmusikgeschäft. Dieses Mal beispielsweise Heinz Rudolf Kunze und Räuberzivil.

Die Klosterwiese ist der Konzertort - dieses Mal ohne Regen.

Die Klosterwiese ist der Konzertort – dieses Mal ohne Regen.

Vor 27 Jahren entstanden die Songs als Festival der leisen Töne. Der ehemalige BR-Moderator Ado Schlier rief sie zusammen mit seiner Frau ins Leben. Unterstützt wurde die Idee von der Hanns Seidel Stiftung, die bei den Songs den Nachwuchspreis für junge Liedermacher verleiht. Viele eindrucksvolle Künstler hat das Publikum auf der Klosterwiese im Laufe der vergangenen 27 Jahren gesehen, aber vielleicht wird es Zeit für eine Konzeptänderung.

Hans Zehetmair (r.) von der HSS übergab die Nachwuchspreise.

Hans Zehetmair (r.) von der HSS übergab die Nachwuchspreise.

Die Songs begannen dieses Mal wieder mit den Neuen von den Songs. Die Preisträger des Nachwuchspreises für junge Liedermacher der Hanns Seidel Stiftung konnten auf der großen Bühne zeigen, was sie können. Die HSS gibt den Künstlern ein Forum, ein Publikum und nicht selten sind daraus große Stars der Szene geworden. Hier hatte die HSS in der Vergangenheit ein richtiges Händchen bewiesen. Der Stiftungschef Hans Zehetmair überreichte den Preisträgern die Urkunden. Am zweiten Abend war es Hans-Peter Niedermaier.

Dieses Jahr begann es mit der Aachener Band Mit ohne Alles. Die A-Cappella Band ist seit 2008 zusammen. Ich war begeistert, wie Stimmen ohne Instrumente die Zuschauer verzaubern konnten. Und auch vom Showprogramm geben die jungen Musiker etwas her. Ich hoffe, sie wieder bei den Songs zu sehen.

Die A-Cappella Band Mit ohne Alles eröffnete das Festival.

Die A-Cappella Band Mit ohne Alles eröffnete das Festival.

Verzaubern konnte das Publikum auch der Auftritt von Diane Weigmann. Die Berlinerin war Gründerin der Lemonbabies und ist jetzt mit ihrer Band solo unterwegs. Die sympathische Sängerin gewann das Publikum sofort mit ihren einnehmenden Lächeln und eingängigen Liedern.

Extrem sympathisch:  Diane Weigmann

Extrem sympathisch: Diane Weigmann

Nicolas Sturm steht eher in der Tradition der rockenden Songwriter. Ich glaube, dieser Typ hat etwas zu sagen, und ich werde seine Karriere weiter beobachten. Leider hatte er es nicht so sehr mit dem Posen vor der Kamera und so waren Fotos von ihm wirklich ein schwieriger Akt.

Sing- und Songwriter Nicolas Sturm

Sing- und Songwriter Nicolas Sturm

Der Sonderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Lieder, die Brücken bauen“ ging an die Südtiroler Frauenband Ganes. Sie singen ladinisch, ein Dialekt aus Südtirol. Verstanden hab ich kein Wort, aber die Gesänge aus ihrem Album Parores & Neores klangen sehr, sehr schön.

Der Sonderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Lieder, die Brücken bauen“ ging an die Südtiroler Frauenband Ganes

Der Sonderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Lieder, die Brücken bauen“ ging an die Südtiroler Frauenband Ganes

Das Hauptprogramm der Songs einen Sommerabend begann mit einem faszinierenden Auftritt des Moderators Matthias Brodowy. Mir war der Hannoveraner Brodowy eigentlich als Humorist bekannt. Aber er ist auch ein hervorragender Musiker, wie er mit den beiden Songs Sieben und Ufos über Berlin demonstrierte. Gerade den Song Sieben merkt man das Theologiestudium durchaus an. Seine CD hab ich mir sofort gekauft.

Moderator und starker Musiker Matthias Bodowy

Moderator und starker Musiker Matthias Bodowy

Nachdem der Schweizer Künstler Roger Stein im vergangenen Jahr als Nachwuchspreisträger bei der HSS ausgezeichnet wurde, kam er nun ins Hauptprogramm der Songs. Dort brachte er seine humorvollen Lieder dar, überraschte aber auch mit einem sehr, sehr ernsten Song 1880 Berner Oberland 1890 zehn Jahre. Roger Stein hatte seine CD im Gepäck, die es eigentlich erst ab September 2013 gibt. Sie wurde bei dem neuen Label von Konstantin Wecker aufgelegt und für die Songs gab es exklusiv einen Vorabverkauf der CD. Für mich etwas Besonderes: Roger Stein verwendete ein Foto von mir im Booklet der CD. Vielen Dank dafür.

Der lustige Roger Stein kann auch sehr ernst sein.

Der lustige Roger Stein kann auch sehr ernst sein.

Meine Fotoarbeiten im Booklet von Roger Stein.

Meine Fotoarbeiten im Booklet von Roger Stein.

Ein umstrittener Höhepunkt der Songs war der Auftritt der bayerischen Band Haindling. Hans-Jürgen Buchner war einstmals Moderator der Songs, heute ist er einer der Headliner. Er schaffte es, das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Dennoch war mancher Hardliner der Liedermacherszene-Fans entsetzt über den Auftritt von Haindling. Kommentare wie Oktoberfestmusik waren nicht selten. Mir hat Haindling allerdings hervorragend gefallen und ich verstehe dieses engstirnige Denken nicht. Übrigens, Haindling war die einzige bayerische Band des Abends.

Für mich ein bayerischer Ausnahmekünstler: Hans-Jürgen Buchner

Für mich ein bayerischer Ausnahmekünstler: Hans-Jürgen Buchner

Etwas ruhiger und dennoch intensiv ging es bei Anna Depenbusch zu. Die Hamburgerin faszinierte mit klarem Gesang, guten Texten und Klavierspiel das Publikum.

Hamburgerin in Bayern: Anna Depenbusch

Hamburgerin in Bayern: Anna Depenbusch

Viel Großes habe ich mir von dem Auftritt von Angelo Branduardi versprochen. Ich kenne den Künstler seit 1977, als er den Wasserfloh veröffentlichte. Er brachte auf der Klosterwiese italienische Liebeslieder dar. So richtig sprang der Funke bei mir nicht über. Es liegt wohl daran, dass ich kein Italienisch spreche. Gerne hätte ich den Wasserfloh live gehört und er wäre sich meines Applauses sicher gewesen. Übrigens, Branduardi war einer der Künstler, die es mir als Fotografen extrem schwer machten, ihn zu fotografieren. Seine Haare des grauen Wuschelkopfes verbargen die Augen, die zudem zumeist geschlossen sind. Dennoch gelangen mir ein paar gute Aufnahmen. Ich werde mich den Alben von Branduardi jetzt intensiver widmen, das hätte ich aber bereits vor den Songs tun sollen.In Banz brachte er eine wunderbare Version von O Solo Mio dar, sehr , sehr bewegend.

Der große Angelo Branduardi in Banz.

Der große Angelo Branduardi in Banz.

Mit Musik aus Dänemark ging es weiter. Obwohl mein Dänisch auch begrenzt ist, war ich dennoch fasziniert von dem erstklassigen Geigenspiel des Ehepaares Helene Blum und Harald Haugaard. Sie rockten richtig den Berg.

Helene Blum und Harald Haugaard

Helene Blum und Harald Haugaard

Gerhard Schöne, ein Liedermacher aus dem Osten Deutschlands, war nicht so mein Fall. Seit über 30 Jahren hatte er eine treue Fangemeinde im Osten. Gerhard Schöne war 1991 kurz nach der Wende zum ersten Mal in Banz und hatte nun 2013 seinen zweiten Auftritt vor seinen Freunden.

Gerhard Schöne, Liedermacher aus dem Osten Deutschland

Gerhard Schöne, Liedermacher aus dem Osten Deutschland

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war Heinz Rudolf Kunze und Räuberzivil. Kunze mit Band waren bereits im vergangenen Jahr in Banz zu Gast und lieferten auch diesmal einen eindrucksvollen Beitrag zur deutschen Rockkultur ab. Der Kunze hat wirklich etwas zu sagen und damit passt der Künstler hervorragend zu den Songs an einem Sommerabend.

Für mich ein ganz großer Künstler: Heinz Rudolf Kunze

Für mich ein ganz großer Künstler: Heinz Rudolf Kunze

Beim Finale war wieder großes Mitsingen angesagt. Es hat zwar nicht jeder den Ton getroffen, aber darauf kommt es auch nicht an. Der alte Reinhard Mey-Klassiker gute Nacht Freunde wurde von Künstlern und Publikum gemeinsam intoniert.

Alles im allen waren die diesjährigen Songs an einem Sommerabend ein solides, hervorragend gemachetes Festival. Für die Veranstalter war es besonders wichtig, dass das bayerische Fernsehen wieder mit seinen Kameras dabei war. Im August soll  eine eineinhalbstündige Sendung im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt werden. Der Technikaufwand des BR war enorm. Nicht nur mit klassischen Kameras war der Sender angerückt, sondern auch mit Steadycam und fliegender Drohne.

2014 werden die Songs ausverkauft sein - also jetzt Karten sichern.

2014 werden die Songs ausverkauft sein – also jetzt Karten sichern.

Im kommenden Jahr wird bei den 28. Songs an einem Sommerabend richtig die Post abgehen. Es hat sich das legendäre Trio Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker angesagt. Es wird wohl das letzte Mal sein, dass Reinhard Mey bei den Songs auftritt. Dazu gibt es den in Franken beliebten Bodo Wartke. Die Moderation wird wieder Matthias Brodowy übernehmen. Der Kartenvorverkauf für 2014 läuft bereits jetzt auf vollen Touren. Ich hoffe, dass ich dann bei den Songs an einem Sommerabend wieder dabei sein kann. Und ich hoffe, dass es auch 2014 nicht regnen wird.

Jetzt anmelden zum Förderpreis für junge Liedermacher 2013

24. Februar 2013
Stefanie Polster

Stefanie Polster

Musikanten aufgepasst – bis 1. März läuft noch die Anmeldung zum Förderpreis für junge Liedermacher 2013. Der Preis wird jedes Jahr von der Hanns-Seidel-Stiftung verliehen. Der Förderpreis richtet sich an Gruppen und Solisten. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer sollte 40 Jahre nicht überschreiten.

Den drei Gewinnern winkt ein Geldpreis von je 2500 Euro. Was aber viel wichtiger ist, die Gewinner können dreimal bei den Songs an einem Sommerabend auftreten. Diese renommierte Veranstaltung findet jedes Jahr auf der Klosterwiese vor Kloster Banz in Franken statt. Mehrere Tausend Zuschauer interessierte sich für die Bands, die im Rahmen der Songs dieses Jahr von 4. bis 6. Juli auftreten.

Das Trio Ohrenschmaus.

Das Trio Ohrenschmaus.

Im vergangenen Jahr waren die Preisträger 2012 Stefanie Polster (Solistin), Franky Fuzz (Gesang und Comedy), Trio Ohrenschmalz (Gesang, Violine, Piano) und Roger Stein (Liedermacher). Seit über zwei Jahrzehnten gibt es den Wettbewerb. In dieser Zeit wurden insgesamt mehr als 4.000 Einsendungen verzeichnet – im vergangenen Jahr waren es zirka 180. „Diese überwältigende Resonanz hat uns wieder bestätigt, dass wir mit dem Wettbewerb richtig liegen“, ist Stiftungsvorsitzender Hans Zehetmair überzeugt. Die Ausschreibungsunterlagen gibt es hier.