Posts Tagged ‘Hygiene’

Arbeiten in Corona-Zeiten bei der HSS

29. Juni 2020

Am vergangenen Wochenende ging es wieder los. Ich durfte in die Bütt – ich durfte ein mehrtägiges Seminar vor Menschen halten. Auftraggeber war die Hanns-Seidel-Stiftung. Seminarort war Kloster Banz in Oberfranken und mein Thema war unter anderem Roger Stone und Ray Cohn. Nachdem meine Mutter eine Hochrisikopatentin ist, war ich vor allem an dem Hygienekonzept des Bildungsanbieters interessiert.


Vorbildlich, durchdacht und konsequent umgesetzt, so mein Eindruck. Diesen Eindruck bekommt man als Besucher schon am großen Eingangsportal des Klosters. Es herrscht Maskenpflicht. Gleich nach dem Eintritt wird klar, hier haben Mitarbeiter und Führung gemeinsam an einem Konzept gearbeitet und es umgesetzt. Es gilt eine Einbahnstraßenregelung und das ist auf den Wegen klar gekennzeichnet.

Im Foyer gibt es Plexiglas und die Mitarbeiter tragen zudem Masken. Wer als Gast seine Maske vergessen hat, wird spätestens hier freundlich, aber deutlich darauf hingewiesen, dass eine Maskenpflicht im Hause herrscht, sobald man sich bewegt. Wer keine Maske hat, kann sich an der Rezeption für kleines Geld eine kaufen.

Bevorzugte Bezahlweise der Seminargebühr ist e-Cash. Die Getränke, die man als Gast während des Seminars konsumiert, werden aufs Zimmer geschrieben und bei Abreise elektronisch bezahlt. Apple Pay funktioniert. Das gefällt mir. Die Unterschrift für Seminaranmeldung wird wenn möglich mit dem eigenen Stift geleistet.
Die Plexiglasscheiben im Hause werden mehrmals am Tag gereinigt. Hygiene steht im Vordergrund. Spender mit Desinfektionsmittel sind ausreichend vorhanden – Hinweisschilder ebenso.


Es werden noch wenige Seminare in Banz angeboten. Die HSS will Erfahrung sammeln. Mein Seminar The Race zum US-Wahlkampf ist auf 12 Teilnehmer begrenzt. Die Sitzplätze im Seminarraum stehen ausreichend auseinander, der Mindestabstand von 1,50 Meter wird eingehalten und die Seminarunterlagen werden vom Seminarleiter persönlich überreicht. Kein Durchgeben von Unterlagen und Stiften mehr. Wir Referenten tragen beim Referieren Gesichtsvisiere, ich trage im Hinblick auf meine Mutter meine Maske Urbandoo von Sina Trinkwalder sowie Baumwollhandschuhe. Während des Seminars bleibe ich konsequent am Platz sitzen, stehe ab und zu mal auf, aber bleibe am Platz, obwohl ich gerne beim Referieren durch den Seminarraum wandere. Aber Corona sorgt für Veränderung und neue Bedingungen.

Die Gruppenräume und auch die Freizeiträume sind für die einzelnen Gruppen entzerrt. Die einzelnen Seminare sollen sich so wenig als möglich begegnen. Es sind noch drei weitere Seminare im weitläufigem Haus, von denen ich praktisch kaum etwas mitbekomme. Auch die Essenseinnahme ist gestaffelt. Kein Buffet, das Essen wird serviert. Reduzierte Teilnehmeranzahl, neue Küchenchefin und Köche vor ihrer Abschlussprüfung sorgen für ein vorzügliches Essen. Auch in unserem Speisesaal wird auf Abstand und Hygiene geachtet. Beim Essen darf freilich die Maske abgenommen werden. Die Tischdeckel sind zudem noch mit einer durchsichtigen Plastikfolie überzogen, die nach dem Essen sofort gereinigt wird. Es sitzen nur zwei Personen an den langen Tischen, was zugegeben die Kommunikation ein wenig erschwert, aber Sicherheit geht vor.

In den Kaffeepausen schenkt ein Mitarbeiter den Kaffee aus und Seminarleiter und Referenten sorgen wieder für Abstand unter den Teilnehmer. Das gilt auch abends beim Zusammensitzen auf der Maintalterasse – Abstand auf einer Bierbank. Die anderen Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbad, Sauna oder Fitnessraum sind natürlich gesperrt.
Mein Fazit: Es tat mir gut, wieder direkt vor Menschen zu referieren, auch mein Firmenkonto als Selbstständiger freut sich. Das Hygienekonzept und die Umsetzung bei diesem Kunden ist vorbildlich. Ich fühle mich sicher und komme gerne wieder, wenn ich gebucht werde.

Wie cool ist das denn? Kassenautomat in einer Metzgerei

16. August 2016
Ein Kassenautomat in der Metzgerei Böbel in Rittersbach.

Ein Kassenautomat in der Metzgerei Böbel in Rittersbach.

Nutzen Sie einen Parkautomaten? Oder einen Geldautomaten? Eigentlich selbstverständlich, sollte man meinen. Jetzt begegnete ich in der Metzgerei Böbel im fränkischen Rittersbach einen Kassenautomaten. Da muss ich in die fränkische Provinz fahren und so etwas anzutreffen.
Wozu braucht eine Metzgerei oder Fleischerei eigentlich einen Kassenautomaten? Ich denke, zwei Dinge sind da besonders wichtig: Hygiene und Abrechnung. Die Metzgereifachverkäuferin musste bisher bedienen, die Fleisch- und Wurstwaren anfassen, abwiegen, abschneiden, einpacken und sie musste dann noch kassieren. Geldscheine sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie sauber sind, denn sie gehen durch viele, viele Hände. Natürlich gibt es im Metzgerhandwerk Vorkehrungen beim Kassieren wie Handschuhe – und dennoch. Jetzt überreicht die Metzgereifachverkäuferin den Kassenbon an den Kunden, der dann am Automat bezahlt. Jetzt wird sofort wieder einer aufschreien: Es sei so unpersönlich und der menschliche Kontakt bleibe auf der Strecke. Blödsinn! In der Metzgerei wird genau soviel gequatscht und Smalltalk gehalten, wie zuvor. Habt doch nicht immer Angst vor Veränderung.
Der zweite Grund ist die interne Abrechnung in der Metzgerei selbst. Am Abend wird nur ein Knopf gedrückt und die Kassenabrechnung ist gemacht. Das spart Zeit und viele Nerven des Unternehmers. Die Buchführung wird dadurch vereinfacht, das lästige Zählen von Bargeld entfällt. Und: Das Thema schwarze Kassen kann es bei einem Kassenautomaten nicht geben – wobei ich ausdrücklich betonen will, dass ich Claus Böbel nicht mit schwarzen Kassen in Verbindung bringen will. Kassenautomaten sind einfach nicht bestechlich.


Und wie läuft nun der Bezahlvorgang? Zusammen mit meiner Frau habe ich es ausprobiert. Wir haben für etwas über 50 Euro Fleisch und Wurst bei der Metzgerei Böbel eingekauft. Sonst kaufe ich über die Website umdiewurst.de, aber da ich nun schon mal live im Laden war, nehme ich die Waren natürlich in Rittersbach mit. Monika Böbel überreicht mir am Ende meiner Einkaufstour einen Bon mit einem Barcode. Während ich bezahle, verpackt sie meinen Einkauf.
Der Bon wird an einen Scanner beim Kassenautomaten gehalten, der den Betrag sofort einliest und anzeigt. Jetzt kann ich den Automaten mit Banknoten und Münzen füttern. Auch wenn ich zuviel einwerfe, wird mir das Restgeld ausgeworfen. Die Quittung wird ausgedruckt, die ich der Metzgereifachverkäuferin überreiche und dafür meine Ware bekomme.


Das System ist einfach und auch ältere Mitbürger haben keine Schwierigkeiten. Natürlich steht auch menschliche Hilfe zur Seite, falls es doch einmal zu Unsicherheiten kommen sollte. Ich habe mit einigen älteren Herrschaften gesprochen. Sie finden es prima, dass Claus Böbel so etwas in Rittersbach anbietet. „Oder haben Sie schon so was in München gesehen?“ fragte mich eine Dame.
Der Automat nimmt kein Plastikgeld. Dafür gibt es einen Kartenterminal zum Bezahlen. Was mich besonders freut, Claus Böbel nimmt nicht nur die Maestro-Karten, sondern auch Kreditkarten wie Master oder Visa. Diesen Service vermisse ich bei vielen Metzgereien.

Das nenne ich einmal Innovation.

Das nenne ich einmal Innovation.

Richtig schützen vor Husten und Schnupfen

5. Januar 2016

Jetzt ist Erkältungszeit und die Zeit für den tödlichen Männerschnupfen.

Jetzt ist Erkältungszeit und die Zeit für den tödlichen Männerschnupfen.

Einmal im Jahr erwischt es mich voll: Der tödliche Männerschnupfen rafft mich dahin und ich als Mann leide unendlich. Die Nase läuft, alles tut mir weh, das Atmen fällt mir schwer und ich bin unendlich müde (noch mehr als sonst). Ich bin dann zu nichts mehr zu gebrauchen, nichts schmeckt mehr und ich sieche dahin. Die Ehefrau meint immer, ich solle mich nicht so anstellen, aber jeder Mann weiß doch, wie schlimm der tödliche Männerschnupfen ist und wie sehr Mann leiden kann.
Jetzt beginnt das nasskalte Wetter, nachdem wir vom Winter verschont geblieben sind. Nebel ist in den Straßen, es ist kalt und vereinzelt schneit es auch. Die Begleiterscheinungen des Winters wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen kommen automatisch dazu. Doch muss das wirklich sein? Was machen die Deutschen, um sich vor einer Erkältung zu schützen?
Das Verbraucherportal www.erkaeltet.info zeigt mit einer Umfrage die Präventionstricks der Deutschen. Jeder hat seine eigenen Hausmittelchen, um dem drohenden Männerschnupfen vorzubeugen. Ich hüpfe zum Beispiel verstärkt in die Sauna.
Die Statistik einer repräsentativen forsa-Umfrage von http://www.erkaeltet.info sagt: Nur drei Prozent der Deutschen unternehmen überhaupt nichts, um sich aktiv vor einer Erkältung zu schützen. An der Spitze der präventiven Maßnahmen der Deutschen steht das regelmäßige Händewaschen – 83 Prozent versuchen auf diese Weise Viren aus dem Weg zu gehen. Um einer laufenden Nase und einem kratzenden Hals vorzubeugen setzen zudem viele auf gesunde Ernährung (79 Prozent), regelmäßigen Sport (58 Prozent) sowie Saunagänge und Schwitzkuren (31 Prozent).

Rotnase bekämpfen im Winter.

Rotnase bekämpfen im Winter.

Die Erkältung wegimpfen?
Ein Mythos, der sich hartnäckig hält, ist die Annahme, dass die Grippeschutzimpfung vor Erkältung schützt. Laut der Umfrage glauben das 30 Prozent der Deutschen. Dr. med. univ. Annina Jenal von der Plattform klärt auf: „Die echte Grippe wird durch die Influenza-Viren Typ A, B oder C verursacht. Bei einer Schutzimpfung werden dem Patienten abgeschwächte Viren dieser Typen injiziert. Das Immunsystem kann so Abwehrstoffe gegen die Viren entwickeln, ohne dass es zu einer Erkrankung kommt. Der Körper ist anschließend immun gegen diese Grippeviren. Gegen alle anderen Viren, die zum Beispiel eine Erkältung verursachen können, ist der Körper durch die Grippeimpfung jedoch nicht geschützt“.

Gibt es einen Schutz gegen Erkältungsviren?
„Durch regelmäßiges Händewaschen wird vermieden, dass Viren zum Beispiel über den Kontakt mit Türklinken an die Hände und von dort weiter auf die Schleimhäute des Halses gelangen. Das ist tatsächlich eine der wichtigsten präventiven Maßnahmen gegen Erkältung“, bestätigt Dr. Jenal. „Doch genauso wichtig ist die kontinuierliche Stärkung des Immunsystems durch ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung, Bewegung – vor allem an der frischen Luft – und Stressvermeidung im Alltag.“ Wer also auf eine gesunde Lebensweise setzt, in Bewegung bleibt und auf entsprechende Hygiene achtet, ist für die Erkältungszeit am besten gewappnet.

Top 5 der präventiven Maßnahmen gegen Erkältung

Wie schützen sich die Deutschen?
1. regelmäßiges Händewaschen (83%)
2. gesunde Ernährung (79%)
3. regelmäßiger Sport (58%)
4. Saunagänge und Schwitzkuren (31%)
5. Grippeschutzimpfung (30%)
Was raten die Experten von erkaeltet.info?
1. regelmäßiges und gründliches Händewaschen
2. ausreichend Schlaf
3. ausgewogene Ernährung
4. Bewegung
5. wenig Stress