Archive for März 2010

10 Tipps für Social Media im Unternehmen

30. März 2010
So sieht der Leitfaden zum Umgang im Social Web für Unternehmen aus.

So sieht der Leitfaden zum Umgang im Social Web für Unternehmen aus.

Bei meinen Vorträgen zum Thema Social Media bemerke ich eine gewisse Untersicherheit bei Unternehmern, wie sie mit dem Thema umgehen sollen. Sie sind zwar von der Materie angetan, wissen aber im konkreten Einzelfall nicht, wie sie sich verhalten sollen.
Da kommt eine Veröffentlichung des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) gerade recht. Unlängst hat der Verband einen zehn Punkte Leitfaden für den geschäftlichen Umgang mit Social Media veröffentlicht. Einige Ideen gefallen mir sehr gut und ich werde sie in meinen Vorträgen verwenden. Die Handlungsempfehlungen dienen dabei als Grundlage für individuelle Unternehmensrichtlinien und müssen selbstverständlich vom Unternehmer ergänzt werden.
Eindeutig auch die Aussagen vom BVDW
„Kein Unternehmen kann sich dem Social Web mehr entziehen. So vermischen Mitarbeiter schnell private und berufliche Informationen auf Social Media-Plattformen. Klare Unternehmensrichtlinien für die geschäftliche Nutzung von Social Media beugen ungezielte Kommunikation vor, um potentielle Risiken sowohl vom Unternehmen als auch von einzelnen Mitarbeitern abzuwenden“, erläutert Axel Schmiegelow (sevenload), Vorsitzender der Fachgruppe Social Media im BVDW. Und  Felix Fiek (ethority), stellv. Vorsitzender der Fachgruppe, ergänzt: „Viele Unternehmen sind noch sehr unerfahren im Umgang mit dem Social Web. Auch Mitarbeitern ist die Tragweite von Äußerungen innerhalb eines sozialen Netzwerkes nicht immer bewusst. Hier muss jedes Unternehmen klare Spielregeln aufstellen, auch wenn die Nutzung von Social Media ausdrücklich erwünscht ist.“
Die zehn Tipps des BVDW sind:
1. Definieren Sie Ziele
2. Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern
3. Mitarbeiter müssen authentisch sein
4. Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung
5. Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern
6. Gehen Sie mit Fehlern offen um
7. Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen
8. Beachten Sie das geltende Recht
9. Schränken Sie private Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit ein
10. Social Media erfordert kontinuierliches Engagement
Den ausführlichen bvdw-Leitfaden habe ich hier zum Download hinterlegt.

Ein Blick auf den eBook-Reader nook

27. März 2010
Der eBook-Reader nook wird bei Barnes & Nobles verkauft.

Der eBook-Reader nook wird bei Barnes & Noble verkauft.

Waren unter anderem der Sony eBook-Reader und Amazons Kindle die ersten brauchbaren Geräte auf den Markt, so setzen die anderen Hersteller nach. In den USA ist ein neuer Markt entstanden. Deutschland schaut noch außen zu und diskutiert über Buchpreisbindung.
Während eines Besuchs in Santa Monica konnte ich mir von dem harten Wettbewerb in der Branche ein gutes Bild machen. In der Einkaufsmeile treten zum Beispiel zwei große Hersteller gegeneinander an: Apple mit dem iPad und Barnes & Noble mit dem nook.
Der nook ist der eBook-Reader des US-Buchhändlerriesen Barnes & Noble. Das Gerät gefällt mir wegen eines netten Farbleitsystems: Rot für the daily (also Zeitungen), Orange für my Libray (also meine gekauften Bücher), Gründ für Shop (also für die zu kaufenden Bücher) Dunkelblau für reading now (also, was ich gerade lese) und Hellblau für Setting (also für Einstellungen).
Das System basiert auf Touch-Technologie. Ich kann mit dem Finger durch meine Bibliothek blättern und antippen, was ich lesen will. Die Buchstaben erscheinen in gestochen scharfer E ink-Vizplex-Technologie und sind gut skalierbar. Es werden die Formate EPUB (Non or Adobe DRM), PDB (Non DRM) und PDF gelesen.
Das System arbeitet in Schwarzweiß und auch Bilder (JPG, GIF, PNG, BMP) werden Graustufen auf dem 6 Inch-Große Display umgewandelt. Die Buchcoverauswahl im Shop von Barnes & Noble und in meiner lokalen Bibliothek ist dagegen in Farbe. Die Blättern-Funktion ist sinnvoll angeordnet, das Highlighten und Bookmarken von Text gelingt einwandfrei. Die Verbindung zum Shop ist über ein AT&T-Netzwerk mit 3G-Geschwindigkeit gelöst. Zum Herunterladen eines Buches auf die 2 GByte Festplatte brauche ich nur Sekunden. Eine Erweiterung ist anders wie beim Kindle durch Micro SD-Karten möglich. Das Laden von Büchern fFunktioniert auch im Ausland, hier zahlt Barnes & Noble die AT&T-Gebühren. Zudem hat der Nook auch WiFi an Bord. Allerdings: Deutsche Bücher oder gar Zeitungen finden sich bei Barnes & Noble nicht, zumindest hab ich auf den ersten Blick keine gefunden.
Eine nette Idee, ist das Ausleihen von Büchern an Freunde. Dazu muss ich das Buch gekauft haben und kann dank DRM das Buch einem Kumpel auf seinem Nook ausleihen, sollte er denn eines haben.
Die technischen Audio-Features sind beschränkt: Der nook beinhaltet einen MP3-Player, der Ton kommt aus einem Built-in Mono Lautsprecher, aber ich kann Stereokopfhörer über 3,5 mm Klinke anstecken. Der nook kostet 260 US-Dollar und ist auch online erhältlich.

Spielfilm auf DSLR gedreht

26. März 2010
Mit Neid schaue ich auf die Fotokollegen, die mit ihren Optiken nun Filme drehen. Ich bin zwar auch Bildjournalist, setze aber derzeit massiv auf Bewegtbild. Allerdings vermisse ich meine lichtstarken Objektive, die ich mir für die Videokamera schlichtweg nicht leisten kann.
Ganz genau betrachte ich die neuen Ergebnisse am DSLR-Markt. Ein interessantes Ergebnis bringt Sachtler. Den 90-minütigen Featurefilm „Love Loss“ drehte der britische Kameramann Mark Moreve komplett mit der kompakten DSLR-Kamera Canon EOS 5D Mk II und dem Fluidkopf Video 18 SB von Sachtler.
„Gerade bei Verwendung einer kleinen Kamera ist zuverlässiges und robustes Equipment notwendig“, berichtet Mark Moreve. „Mir war sofort klar, dass ich für diesen Dreh gutes Kamera Support-Equipment brauche. Da die Kamera sehr leicht ist und ich häufig mit längeren Linsen arbeite, wie z.B. einer 400 mm-Linse, brauchte ich ein stabiles Sachtler Stativ, damit der Dreh nicht verwackelt. Selbst wenn man eine leichtere Linse verwendet und auch die Kamera nicht schwer ist, muss sicher gestellt werden, dass man die Kamera problemlos schwenken und neigen kann, um so weiche Schwenks zu machen“, berichtet Mark Moreve, der seit 14 Jahren als freier Kameramann arbeitet und sich durch seine vielen Arbeiten einen Namen gemacht hat.
Bei dem britischen Featurefilm „Love Loss“, der zwei Wochen lang im englischen Hertfordshire gefilmt wurde, hat nicht nur Mark zum ersten Mal mit einer Canon EOS 5D Mk II gedreht, sondern das erste Mal überhaupt wurde ein Spielfilm mit der kompakten DSLR-Kamera gedreht. „Mir war zuverlässiges Equipment besonders wichtig, da die Aufnahmen mit der neuen HD DSLR Kamera genügend unvorhersehbare Risiken bergen.“ Der Film „Love Loss“ ist momentan in der Postproduktion und wird in diesem Jahr beim Filmfestival in Cannes präsentiert. Ich werde diesen Markt genau betrachten und mir den Film ansehen. Habt ihr Erfahrungen mit der Canon EOS 5D Mk II und Sachtler-Stativen?

Teil 3: Die Restauration von Metropolis

25. März 2010
In Filmarchiven auf der ganzen Welt sind unter dem Titel Metropolis unterschiedlichste Materialien eingelagert. Es existieren einige Rollen 35-mm-Originalnegativ auf brennbarem Nitromaterial, des Weiteren Nitro-Dup-Negative und zeitgenössische Positive, außerdem zahlreiche Kopien auf Sicherheitsfilm –– alle in unterschiedlichstem technischen Zustand, gezeichnet vom Verlust der fotografischen Qualität durch vielmaliges Projizieren oder Duplizieren. Das überlieferte Material unterscheidet sich jedoch nicht allein im Grad der Abstammung oder in der Abnutzung von dem ursprünglich von der Ufa hergestellten.
Zur Entstehungszeit von Metropolis gab es noch keine hochwertigen Duplikatmaterialien. Deswegen wurden damals parallel mehrere Originalnegative hergestellt, um die große Anzahl von Kopien für den Verleih und den Export ziehen zu können. Diese Negative stammten aus mehreren Kameras, die man beim Drehen nebeneinander platzierte, oder sie wurden aus verschiedenen, im besten Fall schauspielerisch gleichwertigen, aber natürlich niemals ganz identischen Aufnahmen derselben Einstellung montiert. Die Arbeit der Filmarchive besteht also nicht allein darin, die überlieferten Materialien unter klimatisch optimalen Bedingungen zu konservieren und ihren Verfall möglichst aufzuhalten, sondern auch darin, die unterschiedlichen Versionen miteinander zu vergleichen und zu Schlüssen darüber zu kommen, welche von ihnen die „„richtige““ sein könnte.
Von zahlreichen Filmarchiven wurden Versuche initiiert, Metropolis in der Premierenfassung zu rekonstruieren. Nach ersten Bemühungen in Moskau fand ein wichtiger Schritt in Richtung auf eine vollständigere Fassung des Films zwischen 1969 und 1972 im Staatlichen Filmarchiv der DDR statt. Aus verschiedenen Materialien, die internationale Archive zur Verfügung stellten, entstand die so genannte FIAF-Fassung. Viele der im Material verborgenen Rätsel konnten damals jedoch noch nicht gelöst werden. Auch fotografisch war diese Fassung unbefriedigend, da statt des verfügbaren guten Paramount-Negativs für den amerikanischen Markt andere Bildquellen genutzt wurden. Dafür verantwortlich war vermutlich ein Brief des Regisseurs Fritz Lang selbst, in dem er 1971 die amerikanische Paramount-Version als „„gedankenlos und diktatorisch gekürzt““ bezeichnet, sich allerdings auch nicht daran erinnerte, dass sein Film ursprünglich einmal eine halbe Stunde länger gewesen war.
In den 1980er Jahren startete der Münchner Filmhistoriker Enno Patalas den für lange Zeit am weitesten gehenden Rekonstruktionsversuch, bei dem er inzwischen aufgefundene Quellen wie Zensurkarte, Drehbuch und Partitur aus dem Archiv der Deutschen Kinemathek nutzen konnte. Neu war, dass dank der wiedergefundenen Zensurkarte die Zwischentitel textgetreu wiedergegeben werden konnte. Drehbuch und Musik lieferten wertvolle Hinweise zur Szenenabfolge und auch zu den immer noch verbleibenden Fehlstellen. Diese wurden, sofern zum Verständnis der Handlung notwendig, durch Texttafeln ergänzt. Die so entstandene Fassung des Filmmuseum München zeigte den Film so zum ersten Mal in einer Annäherung an die Premierenfassung und wurde selbst zur Quelle für alle folgenden Bearbeitungen.

Buchkritik: Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0

24. März 2010

Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0

Das erste deutschsprachige Buch, das die neuen Marketingmöglichkeiten im Web 2.0 erläutert, hat vor längerem der mitp-Verlag herausgegeben. Ich habe das Buch beim Erscheinen gelesen und gerade eben wieder in die Hand genommen. Das Web 2.0 hat die Art und Weise, wie Menschen miteinander interagieren, tiefgreifend verändert und somit auch die Möglichkeiten, wie Unternehmen mit ihren potentiellen Kunden kommunizieren können. Autor David Meerman Scott zeigt anschaulich, welches Potential die webbasierte Kommunikation und Social Media eröffnen. Und es tut weh: Die Aussagen von David Meerman Scott sind hart, denn klassische Medien werden abgestraft. Um Botschaften zu verbreiten, brauche ich klassische Medien nur noch bedingt.
Mittel zum Zweck im modernen Social Web sind Blogs, Podcasting und Virales Marketing. Allerdings hat David Meerman Scott die amerikanische Brille auf. So sind beispielsweise bei uns Blogs lange nicht so populär wie in den USA. Aber dort ist das Zeitungssterben bereits vorangeschritten und was nicht ist, kann ja noch kommen. Mit hat das Buch Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0 – Wie Sie im Social Web News Releases, Blogs, Podcasting und Virales Marketing nutzen, um Ihre Kunden zu erreichen sehr gut gefallen und ich bin auf ein paar neue Ideen gekommen. Dafür hat sich die Anschaffung schon alleine gelohnt.

Für Social Media sogar den Sex unterbrechen

23. März 2010

Studie: Die Nutzung von Social Media.

Die Diskussion über Soziale Netzwerke nimmt bizarre Formen an. Die US-Sales-Pattform Retrevo hat vor kurzem eine entsprechende Nutzungsumfrage veröffentlicht: Aussage positiv: Social Media wird von den Usern angenommen. Aussage negativ: Social Media stört das Leben, beim Mittagessen und sogar beim Sex. Je nach Gusto können nun die Aussagen interpretiert werden.
Immer mehr Menschen sind beinahe zu jeder Tages- und Nachtzeit dazu bereit, sich von Twitter, Facebook und Co bei diversen anderen Tätigkeiten inspirieren (positiv) oder stören (negativ) zu lassen. Manche User unterbrechen sogar das Liebespiel, um Social-Media-Updates zu checken. Mein iPhone liegt neben dem Bett und dient mir beispielsweise als Wecker. Und natürlich check ich mit dem Devise meine Mails und meine Netzwerke.
Für 16 Prozent der befragten US-Nutzer ersetzen die sozialen Medien sozusagen den morgendlichen Blick in die Zeitung, sie holen sich die Nachrichten aus ihrem Netzwerk. Mehr als die Hälfte sagt, Facebook sollte zumindest einmal täglich gecheckt werden, zehn Prozent loggen sich alle paar Stunden ein. Grundsätzlich sind laut der Retrevo-Untersuchung iPhone-Nutzer noch eher bereit sich unterbrechen zu lassen als andere.
Von allen 1.000 Befragten sagten 40 Prozent, sie haben generell nichts dagegen, von Social Media-Updates gestört zu werden. Jeder dritte Nutzer lässt sich beim Essen unterbrechen und immerhin jeder 14. sogar beim Sex. Bei der jüngeren Generation unter 25 Jahren hat schon jeder zehnte nichts mehr dagegen, für Twitter eine Pause beim Sex einzulegen. Da seh ich vor meinem geistigen Auge schon wieder die Schlagzeilen der Boulevardpresse und der Oberlehrerschaft.

Tipps zum Einstieg in Social Media

22. März 2010
Von einem Kollegen habe ich neulich von deinem dreistufigen Modell zum Einstieg in Social Media gehört. Die Idee gefällt mir gut. Hier wird der Vergleich mit einer kleinen Leiter herangezogen, die drei Sprossen hat. Diese gilt es zu erklimmen und zwar Schritt für Schritt und auch nacheinander. Wer Sprossen auslässt, läuft Gefahr von der Leiter zu fallen.
Einsteiger in sozialen Netzwerken versuchen ihre bisherigen PR-Methoden auf Social Media zu übertragen. Sie legen sich beispielsweise einen coolen Namen bei Twitter zu und kippen ihre Botschaften in das Netzwerk – und keiner reagiert. Was läuft falsch?
Bei der drei-Sprossen-Theorie ist die erste Sprosse die schwierigste. Sie heißt: Klappe halten und zuhören. Sie sollten dem sozialen Netzwerk Ihrer Wahl beitreten und es beobachten. Nicht nur zehn Minuten, sondern ruhig ein paar Tage. Twitter funktioniert anders als Facbook, Xing ist eben doch nicht die Lokalisten usw. Jedes Netzwerk hat seine eigenen Regeln. Also genau zuhören und Informationen sammeln ist die erste Aufgabe: Wer sind die Opinion Leader, welche Themen laufen, gibt es Gruppen, die zu mir passen …?
Dann auf der zweiten Sprosse beteilige ich mich an Diskussionen, gebe privates preis. Ich folge Leute, ich kommentiere Beiträge und schließe erste Freundschaften. Im zweiten Schritt zeige ich Transparenz und Ehrlichkeit. Ich bringe dem sozialen Netzwerk meines Vertrauen eben Vertrauen entgegen. Das ist wichtig, denn ich will auch, das andere ehrlich und transparent sind.
Erst auf der dritten Sprosse fange ich an Botschaften zu senden, die mit meinem Produkt oder Dienstleistung zu tun haben. Und zwar dezent. Ich mach nicht das Fass mit der Aufschrift „klassische PR-Meldungen“ auf und kippe es in die sozialen Netzwerke. Nein! Wo ist der Nutzwert für mein Netzwerk? Social Media ist kein einseitiger Kanal, sondern basiert auf Dialog. Sprechen Sie, diskutieren Sie, treten Sie in Interaktion. Wenn Sie das nicht tun, haben Sie in sozialen Netzwerken nichts verloren.

CSU setzt auf eigenen iPod Shuffle

21. März 2010

Die CSU hat ihren iPod shuffle herausgebracht.

Die bayerische CSU hat den iPod als Werbeträger für sich entdeckt und einen eigenen CSU iPod shuffle herausgebracht. Auf der Facebook-Seite der Generalsekretärin Dorothee Bär wurde am Samstag ein Foto von einem CSU-gebrandeten iPod Shuffle verbreitet. Natürlich kam nur das blaue Modell in Frage.
Scheinbar ist es eine Mitgliederwerbekampagne aus dem vergangenen Jahr. Auf der Website der Partei heißt es: „Gib mir fünf! lautet das Motto unserer Mitgliederwerbekampagne. Gib mir fünf! ist das, was jetzt zählt. Unsere Idee: Jeder Ortsverband wirbt fünf Mitglieder. Jedes neue Mitglied zählt.“ Als Belohnung gibt es dann den speziellen CSU-Shuffle. Die Aktion findet ihre Befürworter. Zumindest die Antworten auf der Facebook-Seite waren positiv. Die SPD oder Linke können ja die SE von iPod in Rot nehmen.
Mich erinnert das Motto mehr an die Deutsche Post bei der Umstellung der Postleitzahlen am 01.07.1993 mit Rolf: Fünf ist Trümpf.

Blu ray von Herr der Ringe: Ein Lehrstück über verfehlte Kundenpolitik

20. März 2010

Herr der Ringe auf Blu ray - bisher nur die Kinoversion.

Grundsätzlich versuche ich in meinem Blog positive Aspekte meines digitalen Nomadenlebens zu präsentieren. Doch ab und zu muss ich mich aufregen und zwar richtig: Mit der Veröffentlichung der Spielfilmtrilogie von der Herr der Ringe am 6. April ist es wieder soweit.
Ohne Zweifel ist das Werk von Peter Jackson ein wichtiger Beitrag zur Filmgeschichte. Als Fan von Tolkien stand ich skeptisch der Verfilmung meiner Buchhelden aus dem Auenland gegenüber, aber Jackson und sein Weta-Team haben großartiges geleistet. Wäre da nicht der Verleih von Warner.
Als der Film auf DVD herauskam, kaufte ich mir die Trilogie und als die verlängerte Sammleredition später veröffentlicht wurde, kaufte ich auch sie. Und jetzt kommt die Blu ray-Fassung. Die technischen Daten wie Bildqualität und Audio überzeugen, die Veröffentlichungspolitik von Warner dagegen überhaupt nicht. Es handelt sich schlichtweg um die Kinofilme, nicht um die Langfassungen. Und bei der Box-Version hat Warner gleich nochmal gespart. Es gibt die drei Spielfilme auf Blu ray, Die Special Features befinden sich auf drei DVDs, also genau das Material, dass ich bereits in den DVD-Fassungen der Boxen zu hause habe.
Dieses Mal kaufe ich die Spielfilmtrilogie auf Blu ray nicht und hoffe, dass Warner und New Line Cinema auf ihrem Material sitzen bleiben. So geht man mit Filmfans und zahlenden Kunden nicht um. Wenn am 6. April die Box in die Läden kommt, soll sie dort verstauben. Wie gesagt, dass ist keine Kritik an den Filmen, sondern ausschließlich ein Kopfschütteln über die Veröffentlichungspolitik des Verleihs. Wer die Rezensionen in den Plattformen wie Amazon und Co betrachtet, erkennt dass die Konsumenten sich organisieren und meine Ablehnung des Produkts kein Einzelfall ist. Der Verleih vergeht sich an diesem Kulturgut und hat rein finanzielle Interessen im Auge. Gewinn und Umsatz sind eine gute Sache, doch dieses Mal seid ihr zu weit gegangen und begeht einen elementaren Fehler: Ihr ignoriert den Markt und beleidigt den Kunden. Das wird im Fall von Herr der Ringe Folgen haben. Das wird ein Lehrstück über verfehlte Produkt- und Kundenpolitik, das ich gerne in meinen Vorlesungen und Seminaren präsentieren werde. Da wird auch Krisen-PR nichts nutzen. Die Filmfans strafen euch ab. Die Marke Herr der Ringe wird Schaden nehmen, die Marke Warner hat bereits Schaden genommen, egal ob es sich um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs) [Blu-ray] oder um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs, Wende-Steelbooks im Sammelschuber – exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] handelt
Die Blu rays bieten den Platz für beide Fassungen – Kino und Extended und so eine Markenpolitik muss von Kundenseite bestraft werden. Warner wird wohl warten bis der kleine Hobbit in die Kinos läuft und dann die SEE auf Blu ray nachschieben. Bis dahin schau ich mir meinen Herr der Ringe auf DVD an. Ich kann warten. Ihr auch?
Update (März 2011) Und as Warten hat ein Ende: Auf der Amazon-Website ist ein Bild von „The Lord of the Rings: The Motion Picture Trilogy (Extended Edition + Digital Copy) aufgetaucht. Die Box besteht aus insgesamt 15 Discs bestehen. Je zwei Blu-rays fassen die Filme, der Rest sind DVDs mit dem Bonusmaterial. Lieferstart ist der 1. Juli 2011 und ich bin stolz darauf, dass ich gewartet habe und Warner nicht auf dem Leim gegangen bin.

Tag der offenen Tür am SAE & Qantm Institute am 21.03

19. März 2010

Der neue Studiengang „Digital Journalism“ wird am Tag der offenen Tür am SAE & Qantm Institute am 21. März einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Ab 14 Uhr stehen an allen deutschsprachigen Instituten Dozenten, Studenten und Institutsleiter zu allen Fragen rund um die Ausbildung am SAE & Qantm Institute zur Verfügung. Daneben gibt es Führungen durch die Institute und Studios, Vorträge und Vorführungen des Equipments und Präsentationen von Studentenprojekten. Erste Informationen gibt es auch zum neuen Studiengang „Digital Journalist“: Neben einer journalistischen Ausbildung bietet das Studium die Vermittlung von technischem Fachwissen im Bereich Multimedia, Film und Audio. Damit erlernen die Studenten das Handwerkszeug, ihre Informationen in unterschiedlichsten Formaten mit multimedialen Inhalten für verschiedene Nachrichtenkanäle aufzubereiten. Wie es aussieht, werde ich als Dozent beim Digital Journalism-Kurs mit dabei sein und habe dazu auch schon einen kleinen Blog eingerichtet, der mehr und mehr an Fahrt aufnimmt.