Posts Tagged ‘Berlin’

Film- und Musiktipp: Playgirl (1966)

16. August 2021

Es gibt Filme, die mir völlig unbekannt waren und die mich von den ersten Minuten an total faszinieren. Ein solcher Film ist Playgirl als dem Jahre 1966 von Will Tremper. Hier passt alles zusammen: Regie, Kamera, Darsteller, Musik und Drehort.

Playgirl spielt in Swinging Berlin 1965. Es war die Zeit vor den Studentenprotesten, APO und SDS, die sattsam filmisch verbraten wurden. Es war eine Zeit, in der mir das Berlin des Jahre 1965 unbekannt war. Der Übergang von einer zerstörten Hauptstadt des Dritten Reiches in eine pulsierende Metropole. Beide Themen waren exzellent angerissen und in die Handlung integriert. So eine Stadtatmosphäre eines Nachkriegsberlins habe ich bisher nur beim genialen Billy Wilder in Eins, zwei, drei erlebt.
Nun, Playgirl von Will Tremper ist unter der Oberfläche ein politischer Film, vielmehr ist er eine schön erzählte, rasante Geschichte mit einer Prise Gesellschaftskritik. Neue, moderne Zeiten brechen an. Regisseur Willi Tremper drehte in seiner Karriere vier Filme und war sonst als Journalist und Autor unterwegs. Sein Die endlose Nacht von 1963 erhielt einige Preise beim Deutschen Filmpreis. Ich muss den Film noch sehen und habe ihn auf meine Watchlist gesetzt.

Playgirl erzählt die Geschichte des lebensfrohen Models Alexandra Borowski, dargestellt von Eva Renzi, die ihr Glück in Berlin sucht und Männer und Situationen für ihre Zwecke ausnutzt. Im Grunde eine Art IT-Girl der sechziger Jahre. Uschi Obermeier ohne Politik, wenn man so will.


Als ich die DVD in den Player lag, erschien das Gesicht der wunderschönen Eva Renzi. Ich habe sie gleich erkannt, weil sie ein paar Jahre später in Rainer Erlers ersten Teil des Blauen Palais spielte, der zu meinen Lieblingen gehört.
Warum kam ich jetzt auf Playgirl, der bereits 2006 auf DVD erschien und 2014 wunderschön wieder aufgelegt wurde? Es war die Musik, die mich interessierte. Der Komponist des Films war Peter Thomas. Der Score wurde damals unter dem Namen von Klaus Dollinger vermarktet, weil Polydor wohl meinte, es sei der bekanntere Name. Aber der legendäre Peter Thomas komponierte die meisten Stücke des Scores in seiner typischen Manier und typischen flotten Sound aus Jazz, Beat und Easy Listening. Thomas, über den ich ja bereits zu Raumpatrouille und die Schlangengrube und das Pendel begeistert gebloggt habe, hat hier wieder seine musikalische Magie bewiesen. Thomas bewegt sich mit Charme und Esprit in der Welt Berlins. Film und Musik sind für mich eine wunderbare Liebeserklärung des Berlins des Jahres 1965.
Sowohl Film als auch Score wurden mir von Walter Potganski von moviemax aus München dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

60 Jahre Mauer – ein Foto aus dem Familienalbum

13. August 2021

Heute erinnern wir uns an die Mauer, die unseren Staat 60 Jahre trennte. Meine Generation hat die Mauer noch erlebt und ich kannte noch den „antifaschistischen Schutzwall“, wie ihn die DDR-Propaganda nannte.
Am 13. August 1961 wurde in Berlin auf Anordnung der DDR-Führung mit dem Bau der Grenzanlagen begonnen. „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ tönte es noch im Juni 1961 von Lügenmaul Walter Ulbricht und seinen Genossen. Insgesamt wurden zwischen 1961 und 1989 allein an der Berliner Mauer mindestens 140 Menschen getötet. Immer wieder stand ich als Kind, als Jugendlicher und später als junger Erwachsener an dem Schandbau, der so viel Leid gebracht hat. Und ja, die Linke ist die Nachfolgerpartei dieser Mauerverbrecher der SED – das werde ich nicht vergessen. Die Mauer war rund 155 Kilometer lang und umschloss den Westteil Berlins. 45 Kilometer lang verlief die Mauer quer durch die Stadt.
Jedes Mal wenn ich Westberlin besuchte, kletterte ich auf ein Aussichtspodest an der Mauer und blickte in den Osten über die Mauer hinweg. Und mir kamen Gespräche mit meinen Vater in Erinnerung, die noch vor dem Mauerbau die DDR verließ und im Westen sein Glück fand. Aus dem Fotoalbum meines Vaters habe ich ein undatiertes Schwarzweißfoto gefunden: Es lautet Springer Verlag.

Foto Lange


Axel Springer ließ sein Verlagsgebäude als Mahnung direkt an die deutsch-deutsche-Grenze bauen. Das Foto zeigt die Mauer in Berlin mit Stacheldraht und im Hintergrund das Gebäude von Springer. Vater war nie ein guter Fotograf, aber bei diesem Bild stimmt alles: Licht, Stimmung, Perspektive, Bildaufbau.

Buchtipp SO36 1978 bis heute von Sub Opus 36 e. V.

17. März 2020

Als ich 1987 als Schüler aus Bayern meine Klassenfahrt nach Berlin machte, ging ich an unserem freien Abend als Filmfreund ins Filmmuseum. Schulfreunde gingen zum Feiern ins SO36 nach Kreuzberg. Ich traute mich als schüchterner Jugendlicher nicht und zog mich lieber ins dunkle Kino zurück. Schade, hätte ich damals den Mut gehabt, hätte ich etwas von der Alternativkultur Berlins aufsaugen können. Aber ich war damals einfach zu feige.
Das SO36 in der Oranienstraße 190 in Kreuzberg war und ist ein Ort des Punks und der Alternativkultur. Wie wichtig dieser Ort für die Musik und die Szene war, hatte ich als Schüler absolut nicht umrissen. Aber nachdem ich mir den eindrucksvollen und liebevollgemachten Fotoband SO36: 1978 bis heute gekauft habe, weiß ich, was ich versäumt habe. Immer wieder laufe ich bei Terminen in Berlin an dem Laden vorbei und hab mir vorgenommen, das nächste Mal hineinzuschauen und die Atmosphäre aufzusaugen. Natürlich werde ich den Anzug weglassen und die Lederjacke anziehen, um nicht unangenehm aufzufallen. Oder was zieht man eigentlich im SO36 an?

Der Name SO36 stammt übrigens vom ehemaligen Postbezirk in Berlin und dort war einstmals ein Supermarkt. In Kreuzberg der Siebziger und Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war es ein Zentrum der Alternativkultur. Viele Punk und New Wave-Bands waren hier vor Ort, wie die Toten Hosen, PVC oder UK Subs. Hier sind alle Bands aufgelistet, die im SO36 gespielt haben. Eindrucksvoll muss ich schon sagen.
Im Netz habe ich Audio-Aufnahmen von New Order gehört. Das SO36 war für uns in Bayern immer eine Art Geheimtipp. Wer nach Berlin kam, der sollte dort hineinschauen. Eine linke Szene traf auf Punks, auf Schwule, auf Lesben und es entwickelte sich eine interessante Form von Kreativität. Heute gibt es noch immer Konzerte und es findet auch ein Nachtflohmarkt statt. Also bei meinem nächsten Berlin-Besuch schau ich dort vorbei und vorher lese ich ausführlich das Buch SO36: 1978 bis heute

Ein Nachmittag im Hotel Adlon, Berlin

2. November 2019

Bei einem Interview-Termin in Berlin nutzte ich die Gelegenheit im Hotel Adlon vorbeizuschauen. Ich habe noch nie in diesem Traditionshaus eine Nacht verbracht und hab es dieses Mal auch nicht, aber ich wollte die Atmosphäre des Haues schnuppern. Zudem hatte ich gerade das Buch von Hedda Adlon über das Haus gelesen und wollte es mit dem Ist-Zustand des Neubaus vergleichen.

Aufgrund meiner Tätigkeit bin ich oft in Hotels unterwegs. Nein, nicht in der Liga wie das Adlon, aber ich liebe es, Hotelgeschichten zu hören, zu sehen und zu fühlen. Hotels sind für mich ein besonderer Ort.
Ich saß in der Sitzgruppe vor dem Wasserbrunnen im Adlon und genoss die Zeit. Ich hatte ein nettes Gespräch mit einer Kollegin, die dann zu einem Anschlusstermin musste und so hatte ich die Muse zur Beobachtung. Nachdem mein Tag erfolgreich verlaufen ist, bestellte ich mir einen 10 Jahres Ardbeg – die Frage an mich, ob ich Eis möge, überhörte ich beim höflichen, zuvorkommenden jungen Servicemitarbeiter, der sofort seinen Fehler eingesehen hat. Später als ich noch einen Espresso bei einem anderen Mitarbeiter orderte, bekam ich keinen. Man hatte mich vergessen, eine Schande bei so einem Haus und hatte auch nicht große Lust nachzufragen und hinterher zu rennen. Da bin ich dann zu Starbucks gegenüber gegangen.

In den sozialen Netzwerken lese ich unlängst, dass der Service und die Qualität im Adlon gelitten habe. Das kann ich nicht beurteilen und so nicht bestätigen, mein vergessener Espresso fällt nicht weiter ins Gewicht. Mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten zu früher. Das alte Haus kenne ich nur aus Büchern, bei der Eröffnung des neuen Adlons 1997 war ich nicht dabei.
Das Haus liegt am Boulevard Unter den Linden 77, unweit des Brandenburger Tors am Pariser Platz und gehört zu Kempinski Steigenberger Gruppe. Ich hatte in Bayreuth bei den Bayreuther Festspielen schon zweimal schlechte Erfahrungen mit Steigenberger gemacht und möchte dies aber nicht aufs Adlon übertragen. Ich habe vor kurzem das Buch Hotel Adlon von Hedda Adlon gelesen, nein verschlungen. Seit der Eröffnung 1907 war im Adlon die große Welt zu Gast: Könige und Fürsten, Politiker und Diplomaten, Künstler und Industrielle. Und Hedda Adlon weiß die Geschichten um diese Persönlichkeiten nett zu erzählen. Die Witwe von Hotelgründer Louis Adlon berichtet von kleinen und großen Geschichten in abgeschlossenen Episoden. Sicherlich, es ist keine große Literatur, aber Hedda Adlon öffnet die Türen einer für mich verschlossenen Welt. Aber das Adlon war auch immer ein Ort der Politik: Wenn die Räterepublik und Revolution über das Haus ziehen und das Ende am Ende des Zweiten Weltkriegs kommt. Das Adlon überlebte den Krieg, wurde aber anschließend geplündert und niedergebrannt. Louis Adlon wurde nach der Kapitulation von der Roten Armee verhaftet und kam zu Tode. Das Wort Generaldirektor enthielt das Wort General und das reichte wohl den sowjetischen Soldaten aus.
Das Buch von Hedda Adlon hat natürlich keine Distanz zur Geschichte und zu den Personen, muss sie auch nicht. Sie schrieb ihr Buch in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als die Erinnerungen an die handelnden Personen noch lebendig waren.
Also ich genoss den vergangenen Mythos vom Adlon und beim nächsten Besuch in Berlin werde ich mich wieder in der Lobby Platz nehmen, einen Ardbeg genießen und ich werde das Buch von Hedda Adlon dabei haben und darin Klatsch lesen. Und vielleicht klappt es ja auch mal mit einer Übernachtung.
Ach ja, es gab auch mal eine TV-Serie Das Adlon. Eine Familiensaga von Uli Edel. Leider hab ich sie nicht gesehen. Edel interessiert mich, weil er den Baader Meinhof Komplex sehr gut verfilmt hat. Und auch die Verfilmung Adlon aus der Werkstatt von Produzent Artur Brauner kenne ich nicht. Ich hab noch einiges nachzuholen in Sachen Adlon.

Record Store Day und ich kann mich nicht aufraffen

13. April 2019

Heute ist also der Record Store Day. An diesem Tag sollen wir alle in die kaum vorhandenen Schallplattenläden laufen und sie durch einen Kauf einer oder mehrerer Vinyl-Scheiben unterstützen. Eine schöne Idee, um den Handel zu fördern. 

Ich selbst überlege mir, eine besondere Dylan-Scheibe zu erwerben. Blood On The Tracks – Original New York Test Pressing. Mal sehen, ob ich mich aufraffen kann. Und dann gibt es noch die Doppel-LP „Made In Germany – Private Recordings“ mit seltenen Aufnahmen von Elvis Presley. 

Der erste Record Store Day fand am 19. April 2008 in den USA statt. Metallica fand sich im Plattenladen „Rasputin Music“ in San Francisco ein und quatschte mit den Fans. Die Idee, einen Tag für den Schallplattenladen durchzuführen, kam bei den Leuten ganz gut an und heute sind es weltweit 3000 Stores, die an diesem besonderen Tag ihre schwarzen Scheiben anbieten. 

In Berlin gekauft: Eine Schallplatte des deutschen Filmkomponisten Rolf Wilhelm.

Vinyl nimmt bei mir zu Hause nur eine Randerscheinung ein. Ich habe meinen alten Schallplattenspieler wieder aufgebaut und ab und zu höre ich noch Vinyl. Der Kauf von Vinyl ist bei mir fast eingeschlafen. Ich kaufe nur noch Picture Disc von bestimmten Soundtracks, ich ich aber nicht anhöre, sondern ins Archiv stelle – fragt besser nicht warum. Dann habe ich eine Rock o La in der Küche stehen, die allerdings im Moment einen Defekt hat. Hier mag ich es, Singles meiner Jugend zu hören. Ab und zu kaufe ich mir noch Singles. 

In Berlin habe ich mich hier nett unterhalten.

Den Hype um Vinyl kann ich nicht nachvollziehen. Ich bleibe erst mal bei der CD, nutze Apple Music. Aber neulich in Berlin habe ich wieder einen Schallplattenladen besucht und mir einen Score von Rolf Wilhelm gekauft. Ich habe zwei, drei Stunden in den Laden City Music im Untergeschoss des Europa-Centers verbracht und ein wenig mit dem Mitarbeiter gequatscht. Das erinnerte mich an meine Jugend beim Sound in FürstenfeldbruckSound in Fürstenfeldbruck, das schon lange geschlossen hat. 

Für meine Rock o La kauf ich noch Singles.

Für meine Rock o La kauf ich noch Singles.

Die erste Vinyl-Schallplatte im 12″-Format wurde übrigens 1931 veröffentlicht. Es handelte sich um Beethovens Fünfte in der Version des Sinfonie-Orchesters Philadelphia, unter der Regie von Leopold Stokowski, die zuständige Plattenfirma war RCA Victor. 1948 veröffentlichte Columbia Records die erste Platte mit 33 1/3 Umdrehungen, es war Mendelssohn.

Deutschlandpremiere: Der Golem, wie er in die Welt kam mit Klavierbegleitung von Richard Siedhoff

30. Januar 2019

Der expressionistische Stummfilm ist eines meiner Hobbys. Und dieses Hobby führte mich nach Berlin in die Deutsche Kinemathek, wo im Arsenal-Kino die Berlin-Premiere des Klassikers Der Golem wie er in die Welt aufgeführt wurde. Dabei traf ich auf Richard Siedhoff, der den Film von Paul Wegener am Klavier live begleitete. Nach der Aufführung trafen wir uns zusammen mit Oliver Hanley von der Filmakademie Babelsberg Konrad Wolf beim Bier und interessanten filmhistorischen Geschichten. 

Eine neue restaurierte Version von Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam.

Eine neue restaurierte Version von Paul Wegeners Der Golem, wie er in die Welt kam.

Bisher gab es vom Golem nur verstümmelte Fassungen. Immer wieder wurde an dem Film herumgedoktert. Wegener drehte drei Golem-Filme, wobei die dritte Version „Der Golem, wie er in die Welt kam“, die wichtigste ist. Von den anderen beiden existieren nur Standfotos. Nun wurde der Golem-Film aufwändig restauriert. Die Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung bringt den Film Der Golem, wie er in die Welt kam im März auf Bluray raus und diese Version wurde in Berlin einem begeisterten Publikum gezeigt. 

Stummfilmpianist Richard Siedhoff begleitete den Golem am Klavier.

Stummfilmpianist Richard Siedhoff begleitete den Golem am Klavier.

Allerdings: Es wird an einer zweiten restaurierten Version im Münchner Filmmuseum gearbeitet. Deren Veröffentlichungstermin ist noch unklar. Ich hoffe mal auf das Jahr 2020, wenn der Stummfilmklassiker seinen 100. Geburtstag feiert. Das Besondere der längeren Version des Münchner Filmmuseums: Er enthält die Originalmusik von Hans Landsberger, die als verschollen galt. Bei seinen Recherchen entdeckte Stummfilmpianist Richard Siedhoff die Partitur und möchte die Filmmusik für das Münchner Filmmuseum mit großem Orchester einspielen. Die Filmmusik von Hans Landsberger muss unheimlich komplex sein. Die Leitmotive der Figuren sind ineinander verwoben. Bisher existierten nur euphorische Kritiken aus den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sowie ein Programmheft mit Noten-Auszügen.

Eine filmhistorische Sensation. Richard Siedhoff entdeckte die verschollen geglaubte Partitur von Hans Landsberger.

Eine filmhistorische Sensation. Richard Siedhoff entdeckte die verschollen geglaubte Partitur von Hans Landsberger.

Aber Siedhoff entdeckte die Originalnoten. Wo, wollte er nicht verraten. Er arbeitet an einem wissenschaftlichen Aufsatz für die Filmakademie Konrad Wolf und wird dort sicherlich das Geheimnis lüften. Ich bin gespannt, wie sich die Musik anhört. Siedhoff schwärmte in meinem Gespräch von der Musik von Landsberger. Der jüdische Komponist Hans Landsberger selbst ist verschwunden. Er starb 1941 in deutscher Gefangenschaft. Ob er sich selbst ermordete oder ob ihn die Nationalsozialisten ermordeten ist unklar. An der Musik Landsbergers orientierte sich die Montage der Münchner Version des Golems, die längerer sein wird als die Version der Murnau-Stiftung. In der Murnau-Version enden Szenen abrupt oder Personen springen. Die Münchner-Version soll rund 6 Minuten länger sein als die Murnau-Version. Bei Bier und Pizza sprachen die Filmexperten über den Film und lüfteten ein paar Geheimnisse:

Kommentar: Was soll das?

Für mich als Filmfan ist es absolut unverständlich, warum beide Institutionen Murnau-Stiftung und Münchner Filmmuseum nicht im Sinne der Kunst zusammenarbeiten können. Ich hätte nichts gegen eine Deluxe-Version mit beiden Versionen, um zu vergleichen. Warum muss jeder sein eigenes Süppchen kochen? Für uns Filmfreunde bedeutet dies, den Film zweimal zu kaufen und dann zu vergleichen. Ich vermute kommerzielle Interessen, aber kenne freilich keine Details. Mal ehrlich: Als ob der Golem kommerziell ein Renner wird. 

Golem in 4K 

Auf jeden Fall freute es mich, den Golem in einer fast perfekten 4K-Version zu sehen. Ein paar Szenen waren beschädigt – die sollen in der Münchner Fassung dagegen perfekt sein. Die Filmreihe Filmspotting startete 2019 mit Paul Wegeners Stummfilmklassiker „Der Golem, wie er in die Welt kam“ aus dem Jahr 1920. Ausgehend von einem in der cinémathèque royale de belgique, Brüssel, wieder entdeckten Originalnegativ erstellte die Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung eine in 4K-Auflösung visuell optimale Restaurierung der ursprünglichen Farbfassung. Diese erlebte bei den vergangenen Internationalen Filmfestspielen von Venedig ihre Premiere und war bei meinem Berlin-Besuch erstmals in Deutschland zu sehen. Wenn ich ehrlich bin, gab es schon eine nichtöffentliche Aufführung bei der Hochschule Konrad Wolf. Die musikalische Interpretation der Originalmusik übernahm der Stummfilmpianist Richard Siedhoff, der an der Rekonstruktion der ursprünglichen Partitur gearbeitet hat. Siedhoff ist Composer in Residence des Metropolis Orchesters Berlin.

Oliver Hanley von der Filmakademie Babelsberg Konrad Wolf hielt im Arsenal-Kino den Einführungsvortrag zum Film.

Der Inhalt des Films 

Der Inhalt: Prag im 16. Jahrhundert: Der Rabbi Löw erschafft den Golem, einen Lehmriesen, um ein prophezeites Unheil von seiner Gemeinde abzuwenden. Doch der Golem lässt sich nach vollbrachter Rettung nicht mehr beherrschen und zündet das Ghetto an. Diese Verfilmung der jüdischen Legende gehört zu den Klassikern der Stummfilmära. Die Kulisse (entworfen von Hans Poelzig), die Lichtführung und die Figur des Golems waren bahnbrechend und beispielhaft für das Genre. 

 

BTS in Berlin – BTS will wieder kommen

6. Dezember 2018

BTS in Berlin in der Mercedes Benz Arena.

BTS in Berlin in der Mercedes Benz Arena.

Wow, das war eine Atmosphäre, das war eine Show, das war ein Event. Vor einigen Wochen besuchte ich mit K2 das Kpop-Event des Jahres: BTS in der Berliner Mercedes Benz Arena. Ja, ich geb zu: Es ist nicht unbedingt meine Musik, aber der Auftritt und der ganze Auftrieb der ARMY haben es mir angetan.
K2 ist im Kpop-Fieber und so besuchten wir dieses Jahr die Shows von G-Dragon, GOT7 und eben nun BTS. Alle drei waren auf ihre Weise sehr eindrucksvoll – aber sicher heimste BTS bei den Fans die meisten Lorbeeren ein.
Es war die Welttournee der Boygroup aus Südkorea und das erste Mal in großen Hallen in Deutschland. Es gab zwar schon mal eine Art Mini-Tour vor Jahren als BTS noch keinen bekannt war, aber das zählt nicht so richtig. In Berlin gab es an zwei Abende hintereinander Auftritte in der ausverkauften Mercedes Benz Arena und der Kartenbedarf für ein paar weitere Konzerte bestand durchaus. Nur mit viel, sehr viel Glück hatte ich zwei Karten für BTS bekommen. Innerhalb von Sekunden waren die Tickets verkauft und die Schwarzmarktpreise schossen in perverse Höhen. Wir hatten also Karten für den Innenraum.

Von München nach Berlin mit dem ICE, schnell ins Hotel und Gepäck abgelegt und dann begann etwas, was ich in meiner Karriere als Konzertbesucher nicht kannte: Numbering. An einem Stand wurden Armbändern mit Nummern ausgegeben und dann konnte man sich als Konzertbesucher gestaffelt in abgesperrten Arealen auf den Eintritt einreihen. Besucherinnen erzählten mir, dass man sich für niedrige Nummern, also einen vorderen Stehplatz, schon am frühen Morgen anstellen musste. Nun denn: Ich hatte die Nummer 2765.

Die Warterei vertrieben sich die Fans mit Musikhören und singen. Und genau darum mag ich die Kpop-Fans, ebenso wie die Anime- und Mangafans. Man lässt sich einfach auf dem Boden nieder, teilt mit seinem Nachbarn ein paar Gummibärchen, philosophiert über den anstehenden Auftritt. Also wunderbar friedlich und respektvoll.

Warten vor der Halle auf BTS
Da wir ja feste Plätze hatten, streiften wir ein wenig durch die Gegend um die Mercedes Benz Arena. Mir wurde Random Dance erklärt, was ich als alter Mann auch nicht kannte. Es werden Takte von BTS-Songs gespielt und Fans stürmen auf eine Tanzfläche und machen die komplizierten Moves nach. In der Regel sind es nur ein paar Takte und der Zirkus beginnt von vorne. In Berlin wurden ganze Lieder gespielt und so bekam das Ganze nicht die Dynamik anderer Random Dances, die ich aus YouTube kennenlernen durfte.
Natürlich gab es eine große, ganz große Fotowand mit Fotos der Bandmitglieder. Hier konnten sich Fans mit ihren BTS-Stars fotografieren lassen. Warten, Posen, Smartphone klick und der nächste. Auch hier lief das Ganze ohne Gedränge und Geschupse ab. Großes Lob an die BTS-Fans.

Koordinierte Army Bombs
Interessant war auch ein Stand, an dem die Fans ihre mitgebrachten Lichter, genannt Army Bombs, ab Version 3 synchronisieren konnten. Diese Army Bombs werden von den Hardcore-Fans während des Konzerts nach oben gehalten und im Takt gewippt. Was früher Feuerzeuge, später Smartphone waren, sind heute Army Bombs. Ab Version 3 könnten die Dinger via Blauzahn farblich aufeinander abgestimmt werden. Hinter der Bühne werden die Farben dann koordiniert und so wird der Fan ein Teil der perfekten Show. Wir hatten nur eine Army Bomb Version 2 und uns war das Upgrade zu teuer.
Dann nach ein paar Stunden Warterei ging es los. Die einzelnen Area-Zonen wurden aufgerufen und durften die Mercedes Benz Arena betreten. Wir kamen ziemlich nah an die Bühne ran, die ins Publikum gebaut war. So etwas habe ich bei den Stones erlebt und die Atmosphäre war genial.
Dann wieder Warten bis das Konzert begann. Ich besorgte Getränke, denn die Hitze stieg und die Luft wurde schlechter. Dabei hatte das Konzert noch gar nicht begonnen. Vor allem junge Damen drängelten sich nach vorne. Die Gespräche unter den Fans drehten sich um das Privatleben der Stars. Sie waren tagsüber in Berlin aufgetaucht, residierten in Adlon und bummelten durch Berlin. Sollte man als Fans nun Fotos von den bummelnden BTS-Musikern machen oder die Privatsphäre respektieren?
Dann kam eine Durchsage, dass Jeon Junkook nicht mittanzen kann, weil er sich verletzt hatte. Von den Fans wurde dies mit viel Mitgefühl aufgenommen. Dann ging das Spektakel los. Die Show war perfekt, die Stimmung kochte über, es gab viel Geschrei und Jubel. Ich habe ein paar Videos im Auftrag von K2 gemacht, die dann in den entsprechenden Gruppen geteilt wurden.

BTS sprechen Deutsch und kündigen Besuch in Deutschland an
Gegen Ende des Konzerts gab es noch eine Ansprache der Jungs. Es wurden einige Zeilen auf Deutsch gesprochen, was mit wahnsinnigen Geschrei der Fans quittiert wurde. Unter anderem sagten die Herrschaften auf der Bühne, dass sie 2019 wieder nach Deutschland kommen würden. Ob wir da mit dabei wären? JAAAA brüllte die Halle – inklusive K2. Ich weiß also, dass ich 2019 wieder auf ein Kpop-Konzert gehen darf. Ein Datum steht freilich noch nicht fest.

Hier ein paar Videos, die bei dem Konzert entstanden sind.

Kostümtrends zu Halloween 2018

26. Oktober 2018

Dieses Jahr wird es bei mir wohl nichts mit Halloween-Kostümen. Ich geh auf ein Konzert und da sind Verkleidungen nicht so angesagt. Naja oder ich provoziere mal so richtig. Vielleicht kommt nach dem musikalischen Programm noch ein filmisches Programm, aber das weiß ich noch nicht. Als Retrogamer bekenne ich wohl Farbe und trage meinem Pac Man-Anzug von OppoSuits. Ich habe gesehen, dass es jetzt einen Tetris-Anzug gibt, vielleicht schaffe ich ihn mir noch an. Der Online-Versender meines Vertrauens in Sachen Halloween liefert ja noch rechtzeitig. Vor kurzem war ich in Berlin und habe im Ladengeschäft von Maskworld nach Halloween-Trends Ausschau gehalten. Was trägt man denn so in der diesjährigen Halloween-Saison?

Bunt und Glitter statt Blut und Glibber zu Halloween
Bisher wurde Halloween in Deutschland vor allem gruselig und mit viel Kunstblut gefeiert, das fand ich als Anhänger des expressionistischen Horrorfilms gar nicht so schlecht. 2018 werden die Kostüme dagegen bunter und eleganter. Vielleicht liegt es am Einhorn, das vergangenen Jahr schon die Halloween-Partys erobert hat oder daran, dass auch in den USA zu Halloween die Verkleidungen bunter und weniger schaurig sind. Jedenfalls setzen Trendsetter dieses Jahr bei den Kostümen eher auf sexy Glitzerhexen, florale Calaveras und glamouröse Teufel. Auch in Sachen Make-up muss es nicht mehr nur blutig sein. Das Totenkopf-Make-up wird mit bunten Farben, Perlen und Strasssteinen verziert. Statt blutenden Wunden sind beim Zombie-Look bunte Farben und Make-up im Popart-Stil angesagt. Glitter, Glamour und ein Hauch Extravaganz stehen zu Halloween dieses Jahr hoch im Kurs.

Hex Hex Foto: Maskworld Hex Hex Foto: Maskworld

Hier komme ich mit meinen OppoSuits mit Pac Man-Motiven ganz gut zum Zuge. Um es richtig bunt zu treiben, ist der Confetteroni Anzug auch nicht schlecht. Vielleicht sollte ich das zu Halloween im Konzert tragen, dann falle ich wenigstens auf.

Für mich das Highlight der Saison. Foto: Maskworld Für mich das Highlight der Saison. Foto: Maskworld

SFX-Make-up: kleiner Aufwand, große Wirkung
Youtube- und Instagram-Stars sind Trendsetter – auch beim Halloween Make-up. In oft aufwendig produzierten Videos und Bildern zeigen sie spektakuläre Looks und bieten damit jede Menge Inspiration für das eigene Halloween-Make-up. Gerade als Laie sind die Schritt-für-Schritt-Anleitungen per Bild und Ton die perfekte Vorlage zum Nachschminken. Mit immer realistisch wirkenden SFX-Produkten bekommen auch Anfänger die coolen Looks der Influencer umgesetzt – und das ohne stundenlang vor dem Spiegel zu stehen! Mit Latexmilch und Kosmetikwatte lassen sich Wunden und abgerissene Haut darstellen, Collodium erzeugt auf der Haut realistisch wirkende Narben und selbstklebende 3D-Wunden lassen sich so einfach auftragen wie ein Klebetattoo. Mit etwas Blut und Schminke verziert, sieht das Halloween-Make-up aufwendiger aus, als es eigentlich ist. Maskworld hat einige gute Videos online gestellt. Ich arbeite ja viel für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und die Make-Up-Experten haben sich einige Videos zusammen mit mir angeschaut.

Wunde zum Aufkleben. Foto: Maskworld Wunde zum Aufkleben. Foto: Maskworld

Der Klassiker: Horrorfilme
Horrorfilmklassiker feiern gerade ein großes Revival. Sei es 2017 die Neuverfilmung von “Es” (schlechter Film, gute Maske), dieses Jahr die Neuauflage von “Halloween” oder das Spin-off zur Conjuring-Reihe “The Nun” (noch schlechtester Film, gute Maske). 2019 bekommt auch der Batman-Bösewicht Joker einen eigenen Film, auf den ich gespannt bin. Ob nun verkleidet als Pennywise oder Michael Myers, gruselige Nonne oder als Antiheld der Joker – Horrorfilm Kostüme gehören zu den großen Halloween Trends 2018. Und dabei fällt mir ein, dass ich mir den neuen Halloween im Kino ansehen sollte. Als Fan von John Carpenter und Rob Zombie ist das quasi ein Muss. Vielleicht sollte ich im Kino eine Michael Myers-Maske aufsetzen? Egal, ich wünsche auf jeden Fall ein fröhliches Halloween.

Halloween muss ich mir im Kino ansehen, vielleicht im Kostüm? Foto: Maskworld Halloween muss ich mir im Kino ansehen, vielleicht im Kostüm? Foto: Maskworld

Warum Gerhard Richter und ich keine Freunde werden

20. Oktober 2018

Ich glaube, die Überschrift lockt den verehrten Leser dieses Blogs auf eine falsche Fährte. Um es klarzustellen: Ich verehre Gerhard Richter als einen großen Künstler unserer Zeit. Das erste Mal, dass ich einen echten Richter live sah, war in der Tate Modern in London. Mit der Familie besuchte ich im Frühjahr dieses außergewöhnliche Museum an der Themse und entdeckte in einen der zahlreichen Räume das Bild Strip (2011) von Gerhard Richter. Ich konnte meinen Blick vom Bild kaum lösen, stand davor, schaute es mir von nah und fern an. Gerhard Richter hatte mich gefangen und ich bin seinem Bann erlegen.

Schnitt in die Gegenwart. Aufgrund eines Konzertbesuchs war ich in Berlin. Wenn ich nicht in der Hauptstadt zu arbeiten habe, genieße ich die unglaubliche kulturelle Vielfalt dieser Stadt. So kam ich auch auf die Idee, endlich die Gerhard Richter-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini zu besuchen. Die Ausstellung läuft nur noch bis 21. Oktober 2018 und sie gilt als die Top-Ausstellung über Gerhard Richter.
Gerhard Richters Werk ist in großen Retrospektiven gewürdigt worden: 2002 widmete ihm das Museum of Modern Art, New York, eine Einzelausstellung. 2011 zeigten die Tate Modern, London, die Neue Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und das Centre Pompidou, Paris, eine Präsentation, die im Titel Panorama schon den weiten Blick auf Richters Lebenswerk benannte. Wie diese Ausstellungen schlägt auch Gerhard Richter. Abstraktion im Museum Barberini den großen Bogen von den 1960er Jahren bis zu neuen Arbeiten. Sie widmet sich dabei erstmals einem für Richters Malerei zentralen Thema: den abstrakten Strategien und Verfahrensweisen im Gesamtwerk des Künstlers.
Ich war neugierig und schrieb die Pressestelle an, ob ich als Blogger diese Ausstellung besuchen kann. Die Antwort war schnell, freundlich und super professionell. Ich sei als Blogger herzlich willkommen und man habe sogar für mich eine kostenlose Eintrittskarte an der Kasse hinterlegt. Vielen Dank für so einen Service.
Also machte ich mich am Donnerstag Vormittag von meinem Hotel am Berliner Ostbahnhof nach Potsdam auf. Die halbstündige Zugfahrt nutzte ich, um mich mit Updates über Richter zu versorgen. Dann ein 15minütiger Fußmarsch vom Potsdamer Hauptbahnhof über die Lange Brücke zum Museum Barberini. Vor der Tür eine große Menschentraube, die ins Museum wollten.

Zu jeder vollen Stunde werden die Besucher hineingelassen. Ich schob mich an der wartenden Menschenmenge vorbei und begehrte Einlass. Als Blogger und Medienfuzzi war ich von der Warterei ausgenommen. Aber nein: Freundlich wurde ich hingewiesen, dass das Museum heute geschlossen sei.
Wie bitte? An einem Donnerstag hat Barberini doch geöffnet und ich hatte ja extra angefragt und den Weg nach Potsdam auf mich genommen. Doch eine höhere Macht wollte nicht, dass ich die abstrakten Malereien von Gerhard Richter sehen würde. Der Grund: Kurz vor meiner Ankunft war im Untergeschoss des Museums ein Wasserschaden entdeckt worden.

Die Mitarbeiter räumten das Museum, durchkämmten die Räume nach Kunstbesuchern und schlossen die Eingangstüren. Im gleichen Moment traf eine eMail der Pressestelle ein, dass das Museum wohl heute geschlossen bleibe. Ein paar Minuten später auch eine entsprechende Meldung auf der Website. Das nenne ich professionelles Krisenmanagement.


So ein Mist – ich kann es nicht anders ausdrücken. Gerhard Richter löste sich für mich in Luft auf. Ich war soweit gekommen und nun ein Wasserschaden. Auch der Besuch des Museumsshops war nicht mehr möglich, um zumindest den Katalog zu reduzierten Preis zu erstehen. Also muss jetzt Amazon ran und ich bestellte das Buch Gerhard Richter: Abstraktion beim Online-Riesen.
Vor dem Museum nahm ich den letzten Flyer über die Gerhard Richter-Ausstellung mit, damit ich wenigstens etwas von meiner Reise nach Potsdam nach Hause bringe.


Nachdem ich im Kaffee des Museums Potsdam einen Kaffee getrunken hatte und anschließend nochmals prüfte, ob sich der Wasserschaden in Luft aufgelöst hatte, – das war nicht der Fall -, musste ein Alternativprogramm her. Ich wählte als Filmfan natürlich zum xten Mal das Filmmuseum Potsdam und schwelgte in Filmklassikern. Zuvor traf ich noch Klaus Wowereit, den ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er machte Fotos für die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP), die scheinbar neue Elektrofahrzeuge bekommen haben. Nähere Infos gibt es hier.


Dann nahte der Fahrt zurück in die bayerische Landeshauptstadt. Ich machte mich auf zum Hauptbahnhof nach Berlin, wo mein gebuchter ICE nach München auf mich wartete. Auf der Fahrt zurück nach Berlin, kam dann eine weitere Mail von der Pressestelle, dass das Museum Barberini wieder geöffnet habe. Ich sei herzlich willkommen.
So ein noch größerer Mist. Ich war auf der Heimfahrt und Gerhard Richter wartet auf mich. Nun, er muss warten. Umkehren ging nicht. Gerhard Richter und ich werden wohl keine Freunde mehr. Aber für alle, die in Berlin oder Potsdam herumlaufen, schaut euch bis 21. Oktober die Gerhard Richter-Ausstellung im Museum Barberini an und berichtet mir, wie sie war.

Immer neue Streetart in Berlin – Blick in die Hackeschen Höfe

1. Juli 2018

ch habe Banksy in New York gesehen und seither interessiere ich mich für Graffiti und Streetart. Und nachdem K1 nächstes Schuljahr einen Kurs über die Wirkung von Graffiti belegt, halte ich immer wieder die Augen nach neuen Entwicklungen in Sachen Streetart offen. Bei meinem jüngsten Besuch hieß es daher unbedingt wieder einmal bei den Hackeschen Höfen vorbeizuschauen. Berlin ist in Sachen Streetart immer eine Reise wert, wenn man die Augen offen hält.

Für mich als Touri und Kunstinteressierten gehe ich an das Kino Central durch den Durchgang zur Blindenwerkstatt Otto Wendt und zum Anne Frank Zentrum und finde immer neue Streetart. Schaut euch die Sachen und freut euch an so viel Kreativität.