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Meine Vorsätze für 2018

1. Januar 2018
Mehr Fotografieren - so lautet ein Vorsatz von mir für 2018. Foto: Gerlach

Mehr Fotografieren – so lautet ein Vorsatz von mir für 2018. Foto: Gerlach

Gute Vorsätze sind eigentlich dazu da, dass sie gebrochen werden. Eine Bucketlist für 2018 will ich auch nicht aufstellen. Aber ich will mir ein paar Dinge vornehmen, die ich 2018 machen will, ohne mich sklavisch daran halten zu müssen.

Mehr Fotografieren
Ich will 2018 mehr fotografieren und zwar mit einem richtigen Fotoapparat. Durch das mobile Zeitalter bin ich faul geworden und hab meine Kameras zu Hause gelassen. Viele Bilder und Videos schieße ich aktuell mit meinem iPhone. Für 2018 nehme ich mir vor, mehr Fotos mit meinen DSLR-Devices zu schießen. Bei Aufträgen packe ich meine Nikon DX3 samt Ausrüstung aus, aber für unterwegs habe ich meine Fujifilm X100F mit zwei Wechselobjektive dabei. Ich habe mir extra eine kleine Fototasche von Manfrotto angeschafft, die ich in der Regel umhängen habe. Dort sind die Fuji und 360 Kameras sowie Stative untergebracht. Ich habe ein Unboxing Video dazu gemacht.

Mal sehen, vielleicht komme ich auf Foto die Woche, was es wert ist, veröffentlicht zu werden. Das iPhone nutze ich freilich weiterhin für spontane Fotografie.

Mehr Bücher lesen
Ich muss zahlreiche Fachbücher und Artikel für meine Selbstständigkeit lesen. Dabei bleiben klassische Romane auf der Strecke. Auch hier bin ich faul geworden, aber das soll sich ändern. Meine Kinder K1 und K2 haben mich mit Mangas versorgt und ich versuche mich in diese Welt hineinzudenken. Aber auch klassische Romane sollen wieder gelesen werden. Geplant ist zumindest ein Buch pro Monat. Früher als ich ein Jugendlicher wahr, habe ich ein Buch pro Woche geschafft, aber nun soll es zumindest ein Buch pro Monat sein. Ich beginne mit dem Klassiker Ready Player One – nun, ja auch irgendwie ein Fachbuch.

Ab in die Lesezelle zum Bücherlesen. Jeden Monat ein Buch.

Ab in die Lesezelle zum Bücherlesen. Jeden Monat ein Buch.

Mehr Kunst
„Feed your mind“ hatten Jefferson Airplane einst gesungen und sie hatten recht. Ich umgebe mich gerne mit Kunst und erweitere dadurch meinen Horizont. Für 2018 nehme ich mir vor, ein paar Ausstellungen mehr zu besuchen und mich intensiver mit Kunst zu beschäftigten. Nach Weihnachten hatten meine Frau und ich Gäste zum Abendessen und die Gespräche über Kunst waren für mich eine Wohltat. Ich bin gespannt, auf welche Kunst und Künstler ich im kommenden Jahr treffe.

Miro Ausstellung auf Malle.

Miro Ausstellung auf Malle.

Mehr Eindrücke sammeln
„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche sich die Welt nie angeschaut haben.“ Dies soll Alexander v. Humboldt gesagt haben. Dieser Satz ist richtig, denn Engstirnigkeit scheint mir ein großes Problem unserer Zeit zu sein. Die Welt ist nicht schwarz oder weiß, sondern sie ist bunt und diese Farben möchte ich sehen. Das bedeutet, ich will Eindrücke sammeln und auf mich wirken lassen. Das müssen nicht Eindrücke von einer großen Weltreise sein, sondern diese Eindrücke können auch auf einen Spaziergang sein. Augen offen halten und die Eindrücke genießen, verstehen und interpretieren.

Mehr Aufmerksamkeit
Unsere Welt ändert sich schneller als jemals zuvor. Und daran erinnert mich immer der Ausspruch von Issac Asimov: „Es waren die Utopisten, die die Welt vorangebracht haben“. Also bedeutet es für mich, ein Utopist zu sein und die Veränderung sehen und bewusst zu gestalten. Sei es durch Gespräche, sei es durch meine Seminare zur Medienkompetenz und verstärkt 2018 zur Digitalisierung. Die Mäusestrategie für Manager: Veränderungen erfolgreich begegnen, ein Buch von Spencer Johnson, passt hier wunderbar. Das Buch enthält Binsenweisheiten, die als großes Managerwissen unter Change happens verkauft wird: Veränderungen passieren – Erwarte die Veränderungen – Sei achtsam auf Veränderungen – Pass dich an Veränderungen schnell an – Verändere dich – Freu dich über Veränderungen – Sei bereit dich schnell zu verändern und freue dich immer wieder darüber

Und dann wäre noch …
… mehr Sport, mehr kochen, mehr reisen, mehr lachen, weniger Blödsinn und weniger Aufregen.

Silvester in New York – Meine Reiseimpressionen Teil 6

10. Januar 2017
Perfekt ausgestattet für den Silvesterabend in New York.

Perfekt ausgestattet für den Silvesterabend in New York.

Silvester war der eigentliche Grund, weshalb ich mit meiner Familie nach New York reiste. Wir wollten das neue Jahr an einem anderen Ort begrüßen und da kam uns der Big Apple gerade recht. Ich hatte K2 diese Reise versprochen, für den Fall, dass Donald Trump das US-Präsidentschaftsamt gewinnt.
Silvester in New York heißt in der Regel Silvester am Times Square. Dort findet der so genannte Ball Drop statt: Der Times Square Ball ist ein Kristallball, der seit 1907 an Silvester auf dem Dach des Wolkenkratzers One Times Square 23 Meter an einer Stange herabgelassen wird. Diese Ball Drop genannte Show beginnt 60 Sekunden vor dem Jahreswechsel. Um ehrlich zu sein: Diesen Zirkus am Times Square wollten wir uns nicht antun. Wir wollten nicht mittags auf den Platz sein und bis 0 Uhr in der Kälte warten. Der Platz ist einfach voll, richtig voll. Und außerdem ertrage ich Mariah Carey nicht, die an diesem Abend zu Silvester singen sollte. Ja sollte, aber sie tat es nicht. Mariah Careys Playback versagte und auch ihre Tänzer waren nicht so, wie es die zickige Sängerin haben wollte. Im Internet sah ich mir später die chaotische Show an und war glücklich, dass uns diese Peinlichkeit erspart bliebt. Mariah Carey brach nach sechs Minuten ab.
Also am Times Square waren uns zu viele Leute. Daher entschlossen wir uns, Silvester im Central Park zu feiern. Die grüne Lunge New Yorks bietet genug Platz zum Feiern und genug Platz für viele Leute.

Läufer aus Sindelfingen in der U-Bahn fahren zum Silvesterlauf.

Läufer aus Sindelfingen in der U-Bahn fahren zum Silvesterlauf.

Die U-Bahn brachte uns zum Central Park. In der U-Bahn begegneten uns Läufer aus aller Herren Länder. Für viele Sportler in New York ist der Silvesterlauf im Central Park die wahre Party am New Years Eve. Im Central Park startet genau um Mitternacht der Emerald Nuts Midnight Run des Läuferclubs New York Road Runners. Etwas mehr als sechs Kilometer läuft man um Mitternacht ins neue Jahr. Dabei ist viel Show wichtig. Neben mir saßen seltsame Läufer als Kakerlaken verkleidet und auch eine Seniorenläufergruppe „Midnight Madness 2017“ aus Sindelfingen fieberte dem sonderbaren Laufereignis entgegen. In der U-Bahn feuerte sich die Gruppe auf schwäbisch gegenseitig an. Ausstiegsplatz für die Gruppe war die 72. Straße beim Dakota, dem einstigen Wohnort von John Lennon, vor dem der ehemalige Beatles erschossen wurde.


Wer nicht laufen, sondern nur feiern wollte, der fand sich bei der Tavern on the Green weiter südlich ein. Die Polizei hatte Absperrungen errichtet. Am Eingang zum Central Park wurde ein großer Scheinwerfer aufgebaut und die Polizisten führten stichprobenartig Kontrollen durch. Es war auffällig, wie wenig Gedränge es trotz der großen Menschenmassen gab. Vor dem Ausflugslokal Tavern on the Green teilte sich die Menge auf und verstreute sich. Als Neuling wussten wir zunächst nicht, wo wir hinblicken sollten. Wo findet jetzt das Feuerwerk statt? Ich ging zunächst davon aus, dass die südliche Skyline von Manhattan erleuchtet wird. Leider falsch. Also mussten wir uns umdrehen. Die Besucher des Parks waren ausgelassen, aber nicht betrunken. Ich habe keine grölenden Betrunkenen gesehen. Die New Yorker-Polizei tolerierte keinen Alkohol in der Öffentlichkeit. Ein paar Besucher hatten Klappstühle dabei, einige ließen sich auf den Bänken im Park nieder. Und wir als Familie standen eben herum.


Zehn Sekunden vor Jahreswechsel ging der Countdown los: 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, happy new year. Die Null ging im Jubel der Masse unter. Gleichzeitig startetet das zentrale Feuerwehr im Central Park. Rund 15 Minuten brannte ein großes Brillantfeuerwerk mit lautem Krachen und Zischen ab. Rakete um Rakete stiegen in den Himmel und explodierten mit einem Donnern. Dann war alles vorbei. Kein Geballere mehr. Die Leute lagen sich in den Armen. Unsere Familie wünschte sich ein gutes neues Jahr. Wir küssten uns, nahmen uns in die Arme und freuten uns auf ein gesundes, erfolgreiches Jahr 2017.
Nach rund 30 Minuten war alles vorbei. Die Menge löste sich auf. Auch wir gingen Richtung U-Bahn und dann zurück zum Hotel.

Kommentar: Ich will bei uns ein anderes Silvester

Nicht alles in den USA ist gut, aber im Vergleich zu unserem Silvesterfest in Deutschland hat mir Silvester im Central Park außergewöhnlich gut gefallen. Ich plädiere künftig für ein zentrales Feuerwerk in deutschen Städten. Private Feuerwerke braucht kein Mensch.
Durch das zentrale Feuerwerk gab es keinen öffentlichen Verkauf von Feuerwerkskörpern. Der Einzelhandel bei uns würde zwar kotzen, aber die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach. Durch ein zentrales Feuerwerk gibt es keine Böllerei vor und nach dem Jahreswechsel. Es gibt keine Verletzten durch irgendwelche Deppen, der an ihren Feuerwerkskörpern herumdoktern und ihnen das Zeug um die Ohren fliegt.
Überlasst das Abbrennen doch einfach den Profis. Die Feuerwehr steht bei einem zentralen Fest bereit und kann im Ernstfall eingreifen. Bei uns passieren Brände durch Raketen, enorme Kosten durch das Ausrücken der Floriansjünger.

Frohes neues Jahr - ich plädiere für ein zentrales Feuerwehr zu Silvester.

Frohes neues Jahr – ich plädiere für ein zentrales Feuerwehr zu Silvester.

Durch das zentrale Abbrennen der Feuerwerkskörper leiden keine Haustiere in dem Maße wie bei uns in Deutschland. Meine Wellensittiche scheinen durch das Feuerwerk nicht groß gestört zu sein, die Hunde und Katzen der Nachbarn leiden durch die Böllerei.
Auch eine Konsequenz: Es gab keinen großen Raketenmüll am nächsten Tag. Die Putztruppe in New York trat gleich nach dem Abbrennen des Feuerwerks in Aktion und räumte auf. Wenn ich bei uns dagegen nach Silvester durch die Straßen gehe, treffe ich auf Müll im öffentlichen Raum. Zum Teil gibt es noch Blindgänger, zerschlagene Flaschen, ausgebrannte Feuerwerkskörper, China-Böller, Raketen.
Die Massen in New York sind groß, sehr groß sogar und dennoch ging es friedlich zu. Es gab keine besoffenen Deppen, die herumpöbeln, provozieren oder randalierten. Das sehe ich bei uns im Dorf immer wieder, dass Menschen mit Alkohol nicht umgehen können. Zwar wurde im Central Park auch mit einem Sekt angestoßen, aber öffentliche Alkoholleichen mit entsprechender Kotzerei hab ich nicht gesehen. Das fand ich sehr gut. Und bei einem zentralen Fest kommen die Leute aus der Gemeinde oder des Stadtteils zusammen und unterhalten sich, feiern zusammen und begrüßen zusammen das neue Jahr. Silvester kann auch eine gesellschaftliche Angelegenheit sein.
Gerade in Deutschland wird viel über Feinstaub diskutiert und polemisiert. Nach Abbrennen des Feuerwerks legte sich auf deutsche Straßen und Plätze eine Feinstaubglocke. Dieses Mal war bei uns im Dorf sogar Nebel mit dabei, dass einem das Atmen schwer fiel, da an jeder Ecke ein Feuerwerk abgebrannt wurde. Ich hab im Netz einen Film gesehen, bei dem München unter einer Nebelglocke lag und das Feuerwerk im Nebel explodierte. Sah interessant aus, aber der Feinstaub war enorm. Also hört endlich auf mit dieser Umweltschweinerei. Einfach mal über den Tellerrand schauen und Betrachen, wie es andere machen.

Sicherheit in New York zum Jahreswechsel – Meine Reiseimpressionen Teil 5

9. Januar 2017
Sicherheit wird in New York großgeschrieben - besonders an Silvester.

Sicherheit wird in New York großgeschrieben – besonders an Silvester.

Demonstrativ wird in den USA auf Sicherheit gesetzt. Seit dem 11. September wurden die Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht. Ich kannte New York noch aus der Zeit von Bürgermeister Rudolph Giuliani, der damals eine Nulltoleranz-Strategie durchsetzte und eine strikte Law-and-Order-Politik betrieb. Das zahlte sich aus. New York wurde sicherer, allerdings fiel in seine Amtszeit auch das Attentat vom 11. September.

Hohe Polizeipräsens in den Straßen.

Hohe Polizeipräsens in den Straßen.

Zu den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel 2016/17 rüstete New York drastisch auf. Überall in der Stadt waren Trenngitter und Absperrungen zu sehen. Polizei war aktiv auf den Straßen zu bemerken. Fahrzeugen patrouillierten durch die Stadt und standen in Seitenstraßen. Die Überwachung mit Videokameras an belebten Straßen und Plätzen ist mittlerweile selbstverständlich. Ob diese Überwachung wirklich etwas bringt, kann ich freilich nicht sagen.


Zudem regelten Polizisten den Verkehr um das Rockefeller Center. Dort steht der große, geschmückte Weihnachtsbaum. Ich mag ihn gerne – genauso wie Tausende anderer. Und so gab es vor dem Baum ein großes Gedränge. Gut, dass die Polizei dort massiv Flagge zeigte, den Verkehr regelte und den Besucherströme leitete. Mein Eindruck war, dass die New Yorker Polizei mit solchen Aktionen nicht überfordert und gut ausgerüstet war. Allerdings traten die Cops auch etwas anders auf, als unsere Polizisten in Deutschland. Widerspruch wurde nicht gerne gesehen. Wer eine Uniform anhatte, der hatte das Sagen – so mein Eindruck.

Beton gegen Terror.

Beton gegen Terror.

An zahlreichen gefährdeten Punkten wie dem Times Square wurden schwere Betonblöcke mit der Aufschrift New York Police Department NYPD abgelegt, um Autoattentate wie in Berlin und Nizza zu verhindern. Zu den Feierlichkeiten an Silvester wurden zudem 65 Lastwägen mit Sand an bestimmten Straßen postiert, wie New Yorker TV-Sender berichteten. Zudem fuhren schwere Müllfahrzeuge auf, um den Platz sicherer zu machen. Attentate mit einem Lastwagen sollte es in New York nicht geben.


Am Time Square selbst war die Polizei massiv präsent. Der U-Bahnhof 42nd Street wurde einen Tag zuvor gesperrt. Wer Silvester am Times Square feiern wollte, der musste zu Fuß hingehen. Am Times Square sind standardmäßig starke Polizeikräfte in großen Containern untergebracht. Diese Polizei wurde nochmals verstärkt und trat demonstrativ nach außen auf. Die Polizisten waren gepanzert, hatten schusssichere Westen an und waren mit Schnellfeuergewehren ausgestattet. Wenn man brav nachfragte, durfte man mit den Polizisten sogar ein Foto machen, was viele Amerikaner und auch ich machen. Demonstration von Macht und Sicherheit war angesagt.

Bitte recht freundlich.

Bitte recht freundlich.

Diese Fotos von schwerbewaffneten Einheiten wurden via Facebook und Co in die Welt geblasen – sicherlich auch ein Teil der Sicherheitsstrategie. Laut US-TV waren 7000 Polizisten und Sicherheitskräfte zur Terrorabwehr im Einsatz. Der Polizeichef Carlos Gomez sagte im Fernsehen, dass man sich beim Ausarbeiten des Sicherheitsplans für das diesjährige Silvester die Terrorangriffe in Deutschland und Frankreich sehr genau angesehen habe. Sehr viele Sprengstoffhunde habe ich bemerkt unter anderem beim Zugang zu den Fähren im Süden Manhattans. Ich denke, dass Sicherheitskonzept gegen den Terror ist aufgegangen. Und dennoch: Trotz massiver Polizei kam es zu einem Einbruch in die Geschäftsräume des indischen Großhändlers KGK Holdings ein paar Straßen vom Times Square entfernt. In der 37. Straße, also 5 Blocks von der 42nd Street entfernt erbeuteten Einbrecher Schmuck im Wert von sechs Millionen US-Dollar.


Meine Familie und ich feierten den Jahreswechsel im Central Park. Die Show mit The Ball schauten wir uns am Tag darauf im Fernsehen und Internet an. Beim Balldrop schwebt ein fünf Tonnen schwerer Kristallball mit dreieinhalb Metern Durchmesser an einer Stange über dem Broadway. Das sieht am Monitor fein aus. Der Ortswechsel in den Central Park hatte bei uns allerdings nichts mit der aktuellen Sicherheitslage zu tun. Wir hatten schlichtweg keine Lust, den ganzen Tag mit Millionen anderer Leute am Times Square auszuharren, damit wir ein wenig Show und am Ende The Ball sehen konnten. So viel Trubel wollten wir nicht haben und den Tag zu etwas anderem nutzen, als zu warten. Der Jahreswechsel im Central Park war äußerst angenehm.

New York, wir kommen – Meine Reiseimpressionen Teil 1

5. Januar 2017

Es lag an meiner großen Klappe. Ich hatte sie im September 2016 weit aufgerissen, als ich mit K2 über die US-Präsidentschaftswahl sprach. Großspurig hatte ich K2 versprochen, dass wir Weihnachten oder Silvester nach New York reisen würden, wenn Donald Trump gewinnt. Damals lag Hillary Clinton weit vorne – uneinholbar, wie ich dachte. Aber ich hatte mich verschätzt. Der Donald hatte gewonnen und K2 hatte nichts besseres zu tun, als mir mein Versprechen aufs Brot zu schmieren. „Papa, wir fahren nach New York“, lautete die Botschaft.
Nun ja, um etwas Medienkompetenz einzuüben, suchte K2 Flüge und Hotel aus, wir überzeugten meine Frau und K1, und damit war klar: Wir verbringen Silvester im Big Apple. New York, wir kommen!

Klar zum Abflug am Flughafen München.

Klar zum Abflug am Flughafen München.

Als Fluggesellschaft wählten wir aus Preisgründen United. Als Social Media-Fuzzi natürlich nicht ohne Hintergrund, denn wir wissen ja alle „United breaks guitars“. Bitte entsprechenden Blogpost in meinem Blog verfolgen, um den Hintergrund zu verstehen.


Nun galt es im Groschengrab New York zu dieser Zeit ein bezahlbares Hotel zu finden. K2 wählte das Hotel Marrakesch, 2688 Brodway 103rd Street aus. Also kurz vor Harlem – ich beruhigte mich, dass Harlem nicht mehr das gewalttätige Harlem der Siebziger und Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sei. Außerdem waren wir in einem harmlosen Teil der Stadt. Harlem beginnt bei der 125 Straße. Bei der Buchung hatte ich allerdings übersehen, dass wir ein Zimmer mit nur einem Doppelbett haben – und das für vier Personen. Mir fiel dieser Fehler bei Booking.com erst ein paar Tage vor Abflug auf. Ein weiteres Zimmer zu Silvester in New York in dem Hotel zu bekommen, war illusorisch und auch zu kostspielig. Also mussten wir wohl improvisieren.
Beim Packen gilt: Wenig Gepäck und drei Koffer. New York hat so viel, die verkaufen uns gerne etwas. Die Damen der Familie suchen Klamotten, ich Schuhe und K1 wollte eigentlich erst gar nicht mit. Nur der Direktflug München – New York überzeugte K1.
8,5 Stunden reine Flugzeit lagen also vor uns. Tags zuvor spielte ich frische Filme auf die iPads, lud Bücher auf die Kindles, frischte die Powerbanks auf. Als musikalische Begleitung auf meinen iPhone wählte ich die großen Songs über New York.
Der Flieger war eine 22 Jahre alte Boing. Wir saßen verstreut in der Maschine, weil die Online-Sitzplatzbuchung über die Website OneTrip nicht geklappt hat. Aber mit ein wenig freundlichen Worten gelang ein Sitzplatztausch, so dass K1/2 und meine Frau und ich zusammensitzen konnten.

Tolles Entertainment-System an Bord, aber nicht, wenn man ein Lightning-Kabel hat.

Tolles Entertainment-System an Bord, aber nicht, wenn man ein Lightning-Kabel hat.

Erste Begeisterung kam auf, als ich das Entertainment-System an Bord betrachtete. Zahlreiche Filme wie Finding Dory, Snowden, Ghostbusters und mehr, die ich noch nicht gesehen hatte. Aber es scheiterte am Kopfhörer. Als iPhone 7plus-Besitzer hatte ich keinen Klinke-Kopfhörer mehr dabei. Das Lightning-Kabel passte nicht und die Bluetooth-Kopfhörer von Bose gingen natürlich auch nicht. K1/2 wollten mir ihre Kopfhörer nicht leihen, weil sie selbst schauen wollten. Zudem hatte K1 sich vorgenommen die beiden Pokémon-Spiele Sonne und Mond während des Flugs durchzuspielen. Das Nintendo 3DS wurde während des Fluges von einer USB-Steckdose am Entertainment-Center geladen. Naja und ich hatte vergessen, die freundlichen Stewardessen von United zu fragen – beim Rückflug habe ich es dann gemacht und einen kostenlosen Kopfhörer bekommen. Hätte ich nur beim Hinflug den Mund aufgemacht, wie sonst auch immer.

WLAN über den Wolken - eine Welt haben wir.

WLAN über den Wolken – eine Welt haben wir.

So hörte ich Musik: George Gershwin, Lou Reed, Bob Dylan, Velvet Underground, The Ramones, Frank Sinatra und freilich Leonard Cohens Chelsea Hotel – New Yorks Songs halt.


Als Filmunterhaltung wollte ich mir als erstes eine Arte-Dokumentation über den Abschuss des Lockerbie-Fluges ansehen, erntete aber stutzig Blicke meiner Nachbarn. Als setzte ich auf die vierte Staffel von House of Cards. Wir fliegen zwar nicht nach Washington, aber Wallstreet und die Klassiker Nie wieder New York und Frühstück bei Tiffany hatte ich schon im Vorfeld der Reise gesehen.

Über den Wolken glotzen alle Filme.

Über den Wolken glotzen alle Filme.

Ohne Verspätung gelandet und ab zur Homeland Security. Ich hatte schon lange Wartezeiten in der Vergangenheit, aber dieses Mal ging zügig voran. Eine kurze Runde noch beim Landwirtschaftsministerium, weil der Grenzer uns ein F wie Fruits auf das Einreisedokument gemalt hatte und schon waren wir im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Eigentlich darf man dieses Bild nicht machen. Ich hab es aber trotzdem gemacht.

Eigentlich darf man dieses Bild nicht machen. Ich hab es aber trotzdem gemacht.

Gelandet waren wir in Newark Liberty International Airport im US-Bundesstaat New Jersey. Das war auch für mich Premiere. Um in die Stadt zu unserem Hotel zu gelangen, wählte wir ein gelbes Taxi. Die Reise mit dem Zug nahmen wir dann beim Rückflug auf uns. Jetzt hieß es nur: Ankommen im Hotel und ab nach New York.

Der gelbe Taxi-Berechtigungsschein.

Der gelbe Taxi-Berechtigungsschein.

Am Flughafen wurden Taxibestellungen auf einen gelben EWR-Wisch ausgegeben – ohne diesen Wisch kein Taxi. Ab in die Reihe, denn Amerikaner lieben die Schlange stehen und sind darin noch besser als die Briten. Taxis kamen und fuhren, aber leider kein Minivan, wie uns die beschäftigte Dame mit Trillerpfeife am Taxistand erklärte. Daher wählte sie ein ganz normales Cab aus, sehr zum Missfallen des Taxifahrers. Bei vier Personen sollte ich mich auf den Beifahrersitz setzen, was in New York absolut unüblich ist. Passagiere kommen hinten rein, denn auf dem Beifahrersitz hat der Taxifahrer seine persönlichen Gegenstände samt Pausenbrot. Mit Bleifuß ging es dann ab zum Hotel – inzwischen war es schon dunkel geworden und New York breitete sein Lichtermeer vor uns aus. Beeindruckend dieses Stadt, beeindruckend aber auch der Verkehr. Bisher war ich es gewohnt, dass ist die Mautgebühren an den Tunnels direkt zu bezahlen hatte. Unser Taxi war mit einem E-ZPass ausgestattet, eine Art elektronische Mautkarte. E-ZPass ist ein elektronisches Maut-System auf Basis von RFID-Chips, das in weiten Teilen der nord-östlichen Vereinigten Staaten von Amerika etabliert ist. Es klappte einwandfrei und so hatten wir freie Fahrt für freie Bürger. New York, wir sind da.

Taxifahren mit E-ZPass - eine Form von Mautkarte.

Taxifahren mit E-ZPass – eine Form von Mautkarte.

Lob für Social Media-Information der Polizei München

2. Januar 2016

Der Jahreswechsel war gezeichnet durch massiven Einsatz von Social Media-Berichterstattung. Zum einen war da der schreckliche Brand eines Hotelhochhauses in Dubai, zum anderen war der mögliche Terroranschlag in München. Von beiden Ereignissen wurde ich an Silvester durch soziale Netzwerke informiert.

Via Periskope sah ich mir den Brand in Dubai an.

Via Periskope sah ich mir den Brand in Dubai an.

Es zeigte sich, dass Twitter das richtige Social Media-Werkzeug in beiden Fällen war. In 140 Zeichen kamen die Breaking News auf mein iPhone. Hashtags sorgten für den entsprechenden Filter. Gegen 19:30 Uhr war es der Hotelbrand in Dubai. Und weil der Brand mitten in der Stadt lag, übertrugen einige User den Brand via Periscope. Befürchtungen, dass sich ein 11. September wiederholen konnte, kamen kurzzeitig bei den Kommenatoren auf. Verschiedene Periscope-Nutzer zeigten das brennende Haus aus verschiedenen Perspektiven und das Netz war weltweit dabei. Da ich kein Arabisch spreche, ließ ich mir nur die englischen Tweets anzeigen, um zu wissen, was vor sich ging und wie sich die Leute fühlten.

Die erste Terror-Warnung der Münchner Polizei über Twitter.

Die erste Terror-Warnung der Münchner Polizei über Twitter.

Am späteren Silvesterabend um 22:40 Uhr kam dann ein Tweet der Polizei München. Der offizielle Twitter-Account gab eine Terrorwarnung heraus. Auch auf Facebook war sie zu lesen. Man sollte in der Silvesternacht Menschenansammlungen in München meiden. Zudem wurden der Hauptbahnhof München und der Fern- und Regionalbahnhof München-Pasing geräumt. In Windeseile verbreitete sich diese Nachricht aus der Landeshauptstadt München durchs Netz. Die Netzwerkeffekte in Twitter und auch in Facebook sorgten für die entsprechende Reichweite. Als Informationsmedium hatte Facebook seine Berechtigung. Als Newstool ist es zu langsam und unbrauchbar.

Twittert vorbildlich: Die Münchner Polizei

Twittert vorbildlich: Die Münchner Polizei

Interessant war, dass der Polizeireporter des BR am nächsten Tag im Fernsehen vermeldete, dass die Münchner ja auf den Straßen waren und von den Durchsagen im Radio nichts mitbekamen. Hallo Smartphone-Generation? Auch wenn man noch so besoffen ist, das Smartphone ist dabei und über irgendeinen Kanal bekam man die Meldung schon mit. Dabei ist es egal, ob WA an diesem Abend einen Aussetzer hatte.
Ich führte im vergangenen Jahr mehrere Social Media-Schulungen für deutsche Polizisten und Ministerialverwaltungn durch und muss für mich feststellen: Die Münchner Polizei hat ihre Sache sehr, sehr gut gemacht. Chapeau. Während andere Polizeieinheiten noch im digitalen Nowhere-Land vegetieren, zeigt die Münchner Poilizei, wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im 21. Jahrhundert funktionieren kann. Sie nutzen Twitter nicht nur als Sende- sondern als Dialogmedium. So wurden Fragen beantwortet, ob der Flughafen auch gesperrt sei. Natürlich lag im Fall der Terrorwarnung die Hauptkommunikation auf ein Sender-Empfänger-Modell wie in klassischen Massenmedien. Der Dialog trat hier in den Hintergrund.
Bereits zur Wiesn-Zeit haben wir eine sympathische Polizei München in den sozialen Netzwerken erlebt. Einen Höhepunkt bekamen wir sicher zum Start von Star Wars VII zu sehen. Die Münchner Polizei veröffentlichte ein Fan-Plakat im Star Wars-Style und sorgte für Reichwerte und Likes.

In verschiedenen Sprachen wurde von der Polizei München getwittert.

In verschiedenen Sprachen wurde von der Polizei München getwittert.

Bei der Terrordrohung war freilich Schluss mit lustig und die Information war nüchtern, klar, schnell und vor allem professionell. Der Tweets zum drohenden Terroranschlag wurden in verschiedenen Sprachen abgesetzt, denn München ist eine internationale, offene Stadt mit vielen Gästen aus aller Welt.

Zunächst wurde klassisch gesendet, dann trat man in den Dialog ein.

Zunächst wurde klassisch gesendet, dann trat man in den Dialog ein.

Twitter, Facebook-User und klassische Massenmedien nahmen die Terrorwarnungen auf und verbreiteten sie. Der Netzwerkeffekt kam wiederum zum Tragen. Meine Timeline war voll mit dem Thema. Auf der einen Seite gab es die üblichen Silvesterbilder, auf der anderen Seite die Terrorwarnungen und entsprechende Kommentare. Das Doofvolk („Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber …“) war auch dabei und zündelte schon wieder am rechten Rand. Den Vogel schoss der Pegida-Heini ab.
Die Polizei setzt auf Twitter als schnelles Informationsmedium und das ist richtig so. Die Polizei schreibt: „Wir arbeiten mit Nachdruck sowie hohem Personaleinsatz an der Bereinigung der Lage sowie der Ermittlung möglicher Tatverdächtiger.
Wir halten Euch hier und auf unserer Twitter Seite @polizeimünchen auf dem Laufenden!“

Gegen 2 Uhr nachts kam noch die erste Periskope-Übertragung der Polizei hinzu.

Gegen 2 Uhr nachts kam noch die erste Periskope-Übertragung der Polizei hinzu.

Gegen 2 Uhr morgens kam zudem wieder Periscope zum Einsatz. Zum ersten Mal übertrug die Münchner Polizei ihre Pressekonferenz live via Periscope ins Netz. Zwar hatten die Polizisten noch einige Tonprobleme, aber die Botschaft kam an. Innenminister Joachim Herrmann hatte zudem ein so lautes Organ, dass man den CSU-Politiker einigermaßen verstehen konnte.
Es geht mir nicht darum, ob die Münchner Polizei hätte warnen dürfen oder nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Mein Bauch sagt mir, dass es richtig war. Vollkommen richtig war der zeitgemäße Einsatz von Social Media. Chapeau – und ich freue mich, dieses Beispiel in meinen Social Media-Schulungen mit der Polizei zu zeigen.

Via Facebook kam dann die ausführliche Stellungnahme. Tools richtig eingesetzt.

Via Facebook kam dann die ausführliche Stellungnahme. Tools richtig eingesetzt.

Neujahrstag: Der Tag des Aufräumens

1. Januar 2012
Leeres Sektglas vor dem Rathaus.

Leeres Sektglas vor dem Rathaus.

Wer eine Sauerei macht, der muss auch aufräumen. So haben es einem die Eltern beigebracht. Was eine Selbstverständlichkeit ist, scheint aber leider nicht überall der Fall zu sein. Das stelle ich fest, wenn ich am Neujahrstag einen Spaziergang durch meine kleine Landgemeinde mache. In der Silvesternacht wurde geschossen und geballert, was das Zeug hielt. Ich als Spaßbremse nahm an dem kollektiven Abbrennen von Feuerwerkskörpern nicht teil. Aber ich glaub auch nicht an den frommen Wunsch: Brot statt Böller.

Scherben und Reste von Feuerwerk - so präsentiert sich der Neujahrstag.

Scherben und Reste von Feuerwerk - so präsentiert sich der Neujahrstag.

Beim Neujahrsspaziergang am Nachmittag zeigte sich das Bild der Verwüstung. Überall die Reste des Feuerwerks. Raketen, Kracher, Chinaböller allerlei Größenordnung und Sprengkraft, Knallfrösche, Schweizer Kracher und was das Silvesteraresnal noch an asiatischen Kampfstoffen zu bieten hat. Dazwischen zerschlagene Flaschen, Gläser, die Hundepfoten verletzen und Reifen aufschlitzen Und leider noch mehr: Reste von blindwütiger Gewalt, wenn besoffene Vollpfosten ihre Umgebung demolieren.

Wo Deppen unterwegs sind.

Wo Deppen unterwegs sind.

Klar, Silvester soll Spaß machen und feiern gehört dazu. Von mir auch das Abschießen von Brillantfeuerwerk. Aber zum Feiern gehört auch das Aufräumen am nächsten Tag dazu. Es kann nicht sein, dass einige wenige durch die Straßen ziehen und die Reste der Feiergesellschaft beseitigen. Also Besen und Schaufel schnappen und den Müll aufräumen! Und die Volldeppen, die Gemeingut demolieren, gleich anzeigen.

Schmuckvoll die Böller um einen Baum gestapelt.

Schmuckvoll die Böller um einen Baum gestapelt.

Sprengstoff an der Rathaustreppe.

Sprengstoff an der Rathaustreppe.

 

Wohin mit den blauen Flaschen?

2. Januar 2010

In welchen Container kommt die blaue Flasche?

Nach Silvester sammeln sich naturgemäß leere Flaschen im Haushalt ein, die der pflichtbewusste Haushaltsvorstand natürlich zum Altglascontainer bringt. Bei uns im Dorf werden drei Glasfraktionen gesammelt: Weiß, Braun und Grün. Jetzt habe ich aber eine Sammlung von Prosecco-Flaschen, die dummerweise blau sind. Wohin also mit den blauen Flaschen? In welchen Container kommen sie, damit meine Umweltseele ihre Ruhe findet?

Ganz eindeutig: Blaue Flaschen kommen in den grünen Altglascontainer. Grund: Grünglas lässt beim Schmelzen und der Produktion von Neuglas hohe Toleranzen an Fehlfarben zu. Bei braunem Glas hingegen darf nur ein geringer und bei Weißglas kein Fremdanteil vorhanden sein.

Immer wieder hört man den Blödsinn, dass es ja egal sei, in welchen Container man welche Farbe werfe. Schließlich werden das Altglas von einem Lkw abtransportiert. In Internet-Foren lese ich so Sprüche wie: „Hier fliegt sowieso alles in den gleichen Container.“

Das ist natürlich absoluter Schwachsinn. Bei uns im Verlag gibt es die Spezialisten, wenn es um Recycling geht. Meine Kollegen vom Recycling Magazin bestätigten mir: Der Laderaum der Altglas-Lkw ist in drei Kammern eingeteilt, die separat befüllt werden. So bleibt das sortierte Glas nach Farben getrennt. Ich habe mich persönlich davon überzeugt, also ist das Trennen der Flaschen nach Farben absolut sinnvoll.

Spezielle Entsorgungsfahrzeuge mit drei Kammern für die verschiedenen Glasfarben bringen das Altglas in die Aufbereitungsanlagen. Und hier geht es ums Geld, denn Altglas ist ein Wertstoff und Wirtschaftsgut. Dort wird es zerkleinert, von Störstoffen befreit und nochmals nach Farben durch spezielle Lichtschranken feinsortiert. Bei über 1.200 Grad Celsius wird das Altglas geschmolzen. Unter Zumischung von Zuschlagstoffen wird das geschmolzene Altglas mit speziellen Maschinen in die neue Form gebracht.