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Der Roboterhund Aibo kommt wieder und die Digitalisierung schreitet voran

2. November 2017
Ich mag meine beiden Roboterhunde Aibo von Sony.

Ich mag meine beiden Roboterhunde Aibo von Sony.

Ich habe ein sehr seltsames Hobby. Ich sammle Roboterspielzeug und einem ausgewählten Kreis von Besuchern zeige ich meine Schätze gerne. Ich gebe sogar ein- bis zweimal im Jahr Vorträge zum Thema Roboterspielzeug. Und als Sammler bekam ich gestern feuchte Augen: Sony will die Aibos wieder aufleben lassen. Hurra, die Aibos kommen wieder.
Aibos sind intelligente Roboterhunde, die Sony von 1999 bis 2006 im Programm hatte. Dann geriet Sony in die finanzielle Schieflage und stellte die Produktion der Aibos ein. Zurück blieb eine treue Fangemeinde mit ihren Roboterhunden. Darunter befinde ich mich auch. Ich besitze zwei voll funktionstüchtige Aibos der Generation Aibo ERS-210 in Silber und Gold. Alle Gelenke funktionieren einwandfrei, nur die Akkus meiner Hunde machen relativ schnell schlapp. Die Originalverpackungen und das Spielzeug sowie Software sind vorhanden.

Wuff Wuff - die Aibos zu Hause in Gold und Silber.

Wuff Wuff – die Aibos zu Hause in Gold und Silber.

Aibos kommen ab 2018
Warum jetzt meine Aufregung? Sony hat gestern mitgeteilt, dass man die Produktion der Aibos wieder aufnehmen will. Die Hunde sollen ab Januar 2018 verkauft werden. Das freut das Sammlerherz. Es ziehen aber auch dunkle Wolken auf. Sony will die Aibos nur in Japan verkaufen und verknüpft sie mit einem relativ kostspieligen Abo-Dienst. Der neue Aibo soll umgerechnet 1500 Euro kosten – nun ein Schnäppchen, wenn ich mir die Preise für alten Aibos ansehe. Die gehen locker bis 4000 Euro und mehr. Ärgerlich ist für mich der geplante Abo-Dienst, damit das Hündchen lernen kann. Dafür werden noch einmal umgerechnet 22 Euro im Monat fällig. Ein Servicevertrag kostet nochmals gut 150 Euro pro Jahr, um ggf. die Gelenke auszutauschen. Das Spielzeug bei meinen Aibos war ein rosa Plastikball. Nun soll es ein Plastikknochen für 22 Euro sein.

Sony will 2018 den neuen Aibo verkaufen. Foto: Sony

Sony will 2018 den neuen Aibo verkaufen. Foto: Sony

Der Akku meiner Aibos halten rund 30 Minuten durch, dann machen meine Hunde schlapp. Die neuen Aibos sollen zwei Stunden durchhalten und müssen dann wieder drei Stunden Strom tanken.
Während frühere Aibos dank Steckkarten lernen konnten, sitzt jetzt die Künstliche Intelligenz im Hundehirn. Die Entwicklung bei KI ist enorm und bin ich gespannt, was der Aibo leisten kann.
Das Design des Hundes ist knuffiger geworden. Der 2,2 Kilogramm schwere Hund entspricht vom Aussehen jetzt eher einem echten Hund anstatt einem Robo-Hund wie damals. Das Kindchenschema wirkt sofort bei mir, als ich die ersten Bilder aus Japan sah. Die OLED-Augen sind nun rund und auch die Schnauze sieht putzig aus. Hinter den Augen sind zwei Kamera, die auf Wunsch Bilder schießen. Der ganze Körper, Schwanz, Ohren und Pfoten, sieht heute eher nach Hund aus. Und natürlich reagiert der neue Aibo auf Audiokommandos, denn die KI ist lernfähig, schließlich hat der Aibo auch LTE an Bord. Nochmal: Der Aibo lernt.

Roboter sorgen für Digitalisierung
Ob der neue Aibo nach Europa kommt, steht noch nicht fest. Aber ich sehe in der Aktion einen Test für Roboter im Haushalt. Ich bin davon überzeugt, dass Roboter und KI stärker durch die Digitalisierung in unsere Wohnungen kommen. Der Aibo ist dabei selbstverständlich ein Spielzeug und nur der Anfang. Japan scheint mir bei seiner Technikbegeisterung das richtige Land dafür zu sein. Ich höre jetzt schon wieder die Kritiker: Früher haben wir mit echten Hunden gespielt. Blabla, Blubblub.
In meinen Vorträgen diskutiere ich die Frage nach Pflegerobotern immer wieder. Ich habe mal gesehen, dass Robo-Robben in der Pflege von Demenzkranken eingesetzt werden. Selbstfahrernde Systeme unterstützen Altenpfeger bei der Versorgung von Senioren mit Trinkwasser. Die Post lässt einen Roboterboten hinter dem Postboten hinterher spazieren. Das Militär experimentiert mit der ehemaligen Google-Firma Boston Dynamics schon lange mit Roboters als Kriegs- und Unterstützungsgerät. Leute, es passiert etwas und die Zukunft wird spannend.

Am Grab von Richard Wagner

19. August 2016
Das Grab des Meisters.

Das Grab des Meisters.

Es war mir ein Bedürfnis bei meinem jüngsten Besuch in Bayreuth das Grab von Richard Wagner zu besuchen. Schließlich will ich an der Blogparade meines IronBlogger-Kollegen Florian Westermann Sehenswürdigkeiten in Deutschland teilnehmen. Ich höre gerne Klassik und es gibt für mich vier absolute Musikgötter: Bach, Beethoven, Mozart und Wagner. Und da ich in Bayreuth weilte, wollte ich das Grab von Richard Wagner besuchen. Es liegt hinter der Villa Wahnfried („Hier wo mein Wähnen Frieden fand – Wahnfried – sei dieses Haus von mir benannt.“), die inzwischen renoviert ist. Die Villa und das Museum habe ich mir aus Zeitgründen nicht angesehen, aber dem Grab wollte ich einen kurzen Besuch abstatten.


Mit den Opern von Richard Wagner verbinde ich tiefe Gefühle. Wagner hatte sich mir nicht gleich erschlossen. Da tat ich mir mit Bach, Beethoven und vor allem Mozart viel leichter. Für die Musik von Wagner brauchte ich eine lange Zeit. Den politischen Wagner lehne ich strikt ab, aber den musikalischen Wagner verehre ich auf jeden Fall.
Immer wieder werde ich gefragt: Was ist denn gut von Wagner? Naja, irgendwie alles ist meine Antwort, aber man muss es für sich selbst herausfinden. Es gibt kaum etwas zum Mitschunkeln oder Klatschen. Wagner eignet sich auch nicht zum Entspannen in der Badewanne – zumindest für mich nicht. Zum Einstieg würde ich den Neulingen immer den fliegenden Holländer und Tannhäuser empfehlen. Gerade Tannhäuser hat mich emotional berührt. Mehr Zeit brauchte ich für Tristan und Isolde mit dem genialen Tristan-Akkord und den wunderschönen Lohengrin. Der Ring selbst ist gewaltig, aber richtig schwere Kost. Wer am Ring scheitert, der braucht sich nicht zu schämen. Am Meistersinger kann ich mich immer noch nicht statthören, aber das eindrucksvollste Werk ist für mich das Bühnenweihfestspiel Parsifal. Parsifal ist auch das letzte Werk des Meisters und es war ihm so wichtig, dass er testamentarisch verfügte, dass Parsifal ausschließlich im Bayreuther Festspielhaus aufgeführt werden sollte. Naja, die Erben hielten sich nicht daran, der schöne Mamon lockt. Mein Einstieg zu dem Werk Parsifal war sicher eine Verfilmung von Hans-Jürgen Syberberg.


Nun stand ich also zum ersten Mal vor dem Grab von Richard Wagner. Die Stadt Bayreuth, der Festspielchor und die Richard Wagner-Gesellschaft hatten Kränze vor dem Grab aufgebaut. Auf der Grabplatte lagen Blumen.
Am 18. Februar 1883 wurde er hier begraben, nachdem er am 13. Februar in Venedig verstarb. Die Asche seiner Frau Cosima wurde 1930 an der Südseite des Grabhügels bestattet. In der Nähe liegt auch der Hund von Wagner Russ. Und welche Gedanken hatte ich am Grab? Ich muss entsetzt zugeben, dass ich nichts dachte. Keine Melodie ging mir durch den Kopf. Sicherlich spürte ich eine gewissen Ergriffenheit. Mein Kopf war leer. Ich betrachte die Grabplatte, umrundete das Grab zwei-, dreimal und ging dann wieder. Das war es dann. Vielleicht beim nächsten Mal.
Wagners Musik lässt der Romantik zuordnen und er hat sicherlich die moderne Musik revolutioniert. Berühmte Filmkomponisten wie John Williams verehren Wagner und haben die Leitmotive aus seinen Werken übernommen. Vielleicht kommt daher auch meine Verehrung für die großen Filmkomponisten und mein Abscheu vor Kitschkomponisten wie Hans Zimmer.

QR-Code für den Hund

28. April 2014
Der QR-Code zum Entwurmen des Hundes.

Der QR-Code zum Entwurmen des Hundes.

Mein Wellensittich Hansi war krank und wir mussten zum Tierarzt. Dort warteten wir mit Hund und Katze, Hase und Maus im Wartezimmer des örtlichen Tierdoktors. Dabei kam ich mit den Hundebesitzern ins Gespräch. Es ging ums Entwurmen. Der Hund muss – anders als der Wellensittich – viermal im Jahr entwurmt werden. Dabei hilft jetzt ein QR-Code.

Beim Tierarzt fiel mir ein Flyer von Novartis auf. Auf ihm ist ein QR-Code samt Hund abgebildet. Wer diesen Code mit seinem Smartphone scannt, dem wird in seinen Kalender alle drei Monate ein Termin zum Entwurmen gesetzt.

Foto 2

Android-User erhalten zudem eine Erinnerung via E-Mail. Ich finde so einen Service sinnvoll und könnte mir noch zahlreiche anderen Services vorstellen. Wau – wow.

Foto 1

Hobby Aquarium: Erste Erkundigungen Teil 2

29. September 2009

Fisch beim Tierarzt

Bevor wir uns zum Kauf eines Aquariums auf sanften Druck vom Sohn entschlossen haben, galt es erst einmal zu recherchieren. Was braucht man eigentlich? Wie steht es um die Pflege? Welcher Fisch passt zu wem? Ich habe keine Erfahrungen mit Fischen. Ich bin am Land mit Gebirge aufgewachsenen und das Meer ist mir fremd. Meine einzigen Berührungen mit Fischen sind in der Regel Dorade auf dem Grill mit viel Knoblauch und der Besuch des weißen Hais im Kino. Also gingen wir auf entsprechende Seiten im Web und suchten uns die Infos rund um Fischzucht zusammen. Mein erster Eindruck: Au backe, auf was haben wir uns da eingelassen, dieses Hobby braucht Zeit und Geld.

Sinnvoll sind aber auch persönliche Gespräche. Der Patenonkel meines Sohns hat im Büro ein Aquarium. Zufällig trafen wir uns und kamen ins Gespräch über sein Hobby. Sein Aquarium steht im Büro und als Jurist hat er wohl notwendige Ruhe zum Fischebeobachten, wenn er seine Schriftsätze diktiert.

Seine Erfahrungen waren zunächst beunruhigend. Der erste Besatz seiner Fisch-WG schwamm mit dem Bauch nach oben. Einfach verreckt. Ein Virus killte seine schwimmenden Gesellen. Nach kompletter Reinigung bekam der zweite Besatz eine Chance. Hier lief es besser. Nach einiger Zeit machte ein Fisch aber Mucken und schickte sich an zu verenden. Panik kam auf. Der Fisch wurde herausgefischt (tolles Wortspiel) und in eine Plastiktüte gepackt. In der Aktentasche ging es ab zum Tierarzt, der allerdings nichts machen konnte. Der Patenonkel vom Sohn kam sich ein wenig blöd vor, im Wartezimmer mit Hund, Katze, Maus mit seinem Wasserbeutel samt Fisch zu warten. Vor allem die mit wartenden Katzen zeigten reges Interesse. Doch der Tierarzt konnte dem Fisch (Neonfisch zum Preis von 1,98 Euro) nicht helfen, kassierte aber 35 Euro Beratungsgebühr. Fazit aus dem Gespräch: Wenn du einen Koi für mehrere Hundert oder Tausend Euro hast, dann geht zum Arzt. Bei einem Neonfisch lohnt sich der Aufwand nicht – gut, das ist eine rein betriebswirtschaftliche Sichtweise.