Posts Tagged ‘Hahn’

Mobiles Fotostudio für Hahnsammlung

19. März 2019
Es galt die Hahn-Sammlung der Gattin zu fotografieren.

Es galt die Hahn-Sammlung der Gattin zu fotografieren.

Meine Frau hat ein seltsames Hobby. Sie sammelt Hähne. Nicht Gockel aus Fleisch und Blut, sondern Hähne als Kunst. Hähne aus Porzellan, Bronze, Metall, Glas, Bronze, Holz, Keramik, Bilder, Kacheln, Teller und Plastiken von Hähnen und vieles mehr – aber kein Kitsch oder Nippes. Und sie plant ihre Website zu aktualisieren mit Fotos ihrer Hahn-Sammlung. Und da komme ich ins Spiel. 

Ich durfte/sollte/musste einige Hähne fotografieren – hab ich gerne gemacht. Bisher breitete ich ein einfaches Tuch aus, stellte die Hähne darauf und lichtete die gefiederten Kammeraden ab. Die Ergebnisse haben mich nicht so richtig überzeugt. Ich wollte eine preisgünstige Fotobox für besseres Licht und Hintergründe. 

Ich wählte AmazonBasics Mobiles Fotostudio. Bisher war ich von den Produkten der AmazonBasics-Reihe bisher angetan und griff wieder zu. Ich kann diese Fotobox für Fotoamateure absolut empfehlen. 

Mir war es wichtig, keine große Montage beim Aufstellen und keine große Fummelei. Das ganze System ist klappbar, besteht aus einem Teil und ist zusammengefaltet eine in schmale, robuste Tragemappe, die ich bei Bedarf auch schnell ins Auto werfen kann, um mobil zu sein. Die Maße 63,5 x 76,2 x 63,5 cm reichen aus für meine Hähne. Das eingebaute Licht von 5600 K kommt von oben. Das ganze System bringt 7,9 Kilogramm auf die Waage.

Nachdem die Hähne durchfotografiert sind, was kommt jetzt an die Reihe? 

Das Fotostudio ist schnell aufgebaut.

Das Fotostudio ist schnell aufgebaut.

Restauranttipp: Grüner Baum in Premach – Hähnchen pur

29. September 2017

Bei meinen Medienkompetenz-Vorträgen verschlägt es mich in viele Gegenden Deutschland, zuletzt nach bayerisch Schwaben. Bei der Rückfahrt machte ich in einem meiner Lieblingswirtshäuser Station. Im Grünen Baum in Premach.
Dort gibt es keine abwechslungsreiche Sterneküche, die ich auch gerne genieße, hier gibt es ganz bodenständige Hausmannskost. Es gibt Hähnchen, eigentlich gibt es Gockel/Gockl/Goggl – irgendwie wie Google ohne e. Ihr seht, ich tu mich schwer mit dem schwäbischen Dialekt. Vielleicht gibt es beim Grünen Baum auch noch was anders als Hähnchen bzw. Hendl (ich bleib bei der oberbayerischen Variante). Das kann schon sein, aber mein Lieblings- und Standardgericht ist dort Hendl mit Pommes.


Seit 57 Jahren gibt es den Grünen Baum. Wirt Thomas Mayer treibt die Wirtschaft samt schönen Biergarten um. Als meine Frau und ich kurz vor Schluss noch hereinkam, war der Gastraum fast leer, die Küche bereits am Schließen. Thomas Mayer erbarmte sich und servierte uns noch zwei halbe geliebte Geflügeltiere. Lecker. Der Grüne Baum ist in der Gegend bekannt, wobei die Hochzeiten der Wirtschaft in den Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren. Der Umsatz an Hendl ist heute zurückgegangen, die Konkurrenz ist größer geworden. Aber auf treue Stammkunden kann der Grüne Baum weiterhin zurückgreifen. Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel wohnte in der Gegend und schaut dann und wann vorbei. Und auch Besucher des Klosterkomplexes Ursberg sind immer wieder zu sehen. Der Einzugsbereich reicht rund 50 Kilometer um Premach herum, also von Memmingen, Dillingen und aus dem wunderschönen schwäbischen Naherholungsgebiet Stauden.

Der Gastraum der Wirtschaft ist einfach gehalten. Gebrandet wird mit ein paar Hahnfiguren, sonst ist alles einfach reduziert. Hier war kein Innenarchitekt am Werke, sondern die Wirtschaft ist gewachsen. Im Herrgottswinkel hängt der Jesus, ein Collage über die Entwicklung der Mark hängt auf der anderen Seite des Gastraums. Die einfachen Holztische haben keinen großen Schmuck. Einfach ein Deckchen, die Salz- und Pfefferstreuer – das wars.
Bevor die Hendl kommen, gibt es zwei Scheiben frisches Brot samt Besteck, Ketchup und Zitrusreinigungstücher zum Entfetten der Hände im Anschluss an das köstliche Mahl.


Die Hendl kommen ebenso wie die Pommes aus der Fritteuse. Ketchup ist standardmäßig dabei. Als Besteck gibt es eine Gabel und fertig. Mit den Fingern wird gegessen, so schmecken Hendl am besten. Für mich ist das ein wunderbares Erlebnis. Ich konzentrierte mich aufs Essen, während meine Frau im schönsten Schwäbisch die Gespräche führt. Den Inhalt hab ich allerdings nicht verstanden.

 

Hort der Hähne im Hotel Prinz Luitpold Bad, Bad Hindelang

21. August 2014
Der Hahn aus den Allgäuer Werkstätten.

Der Hahn aus den Allgäuer Werkstätten.

Im Grunde ist dieser Blogpost meiner Frau gewidmet. Als wir im Regentenzimmer unseres Urlaubshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang speisten, fielen uns zahlreiche Hahn-Skulpturen auf. Meine Frau sammelt Hähne und betreibt dann und wann einen Blog über ihre Sammlung unter dem Titel Hahnologie. Den Hintergrund, was dieses Hahn-Hobby bedeutet, will ich besser nicht hinterfragen. Aber warum so viele Hähne im Hotel Prinz Luitpold Bad sind, das wollten wir von Hotelier Armin Gross wissen.

Seit 50 Jahre gibt es die Hähne im Hotel. Der Großvater von Armin Gross besaß ein Bild mit zahlreichen Hähnen und das war der Auslöser für die Hahn-Sammlung im Hotel.
Armin Gross wuchs mit Hähnen auf und wurde von einem italienischen Hahn als Kind mal attackiert. „Hähne sind imposante Tiere“, sagt Armin Gross. Der Hahn ermöglicht Sicherheit. So auch in der Natur. So sei eine Freilandhaltung von Hühner nur mit Hahn möglich. Nur wenn ein Hahn vorhanden ist, trauen sich die Hühner aus dem Stall.

 

Leider musste der Hahn Federn lassen.

Leider musste der Hahn Federn lassen.

Urlaub in Südtirol (9/10): Flohmarkt für Schnäppchenjäger

3. September 2009

Mussolini auf dem Flohmarkt in Südtirol

Ich mag Flohmärkte. In meiner Jugend war ich an Wochenende oft auf Flohmärkten am örtlichen Volksfestplatz, Schallplattenbörsen oder Filmsammlermärkten zutreffen. Nachdem meine Frau nun auch die Sammelleidenschaft gepackt hat, gehen wir dann und wann auf die Flohmärkte der Region. Sie sammelt übrigens Hähne aus Bronze, Keramik oder Glas. Angebote bitte an mich, vielleicht kann ich so noch überraschen. Heute muss ich zugeben, bin ich recht faul geworden und nutze eBay dann doch mehr.

Derzeit machen wir Urlaub in Südtirol in einer kleinen Ortschaft namens Burgeis. Der Ort Reschen nebenan veranstaltete einen Flohmarkt und wir beschlossen, über den kleinen Markt zu flanieren. Um es kurz zu machen: Gekauft haben wir nix, aber zu sehen gab es viel.

Ein Tipp: Wer auf bäuerliche Antiquitäten steht, hat hier eine Fundgrube. Es gibt allerlei Werkzeuge, Möbel, Heiligenstatuen, Zupf- und Klopfinstrumente, ausgestopfte Tiere oder Geschirr und Deckchen. Weniger zu finden sind Firanten aus Osteuropa, die gebrauchte Handys, Fernseher oder andere Elektroartikel aus den achtziger Jahren des vergangenen Jahrtausends anbieten.

Eine Familie öffnete ihre Garage und bot ihren antiken Hausrat zum Verkauf an. Es gab mindestens fünf Standuhren, zahlreiche Wanduhren, ein Klavier, ein Grammophon, eine Schreibmaschine aus der Zwischenkriegszeit und Unmengen von Schlitten aller Jahrzehnte. Die Preise sind human, nicht überteuert und liegen deutlich unter dem Niveau von München. Es war schön, diesen Markt zu besuchen. Nur einen Makel hatte der Flohmarkt: Ein Händler bot Orden aus dem Zweiten Weltkrieg an. Außerdem gab es Gedenkbilder des faschistischen Führers Benito Mussolini. Gerahmte Bilder des aufgeblasenen Fatzkes, des Duces, wurden an Bananenkartons angeboten. Gerade Südtirol, das so auf seine Unabhängigkeit pochte, braucht so eine Art von falscher Heldenverehrung eines Größenwahnsinnigen nicht.