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Neujahrsvorsatz: Keller entrümpeln und dabei ein paar Euro umsetzen

2. Januar 2019

Ich habe in den Weihnachtsferien einen festen Termin. Nicht nur Weihnachten und Silvester, sondern auch Entschlackung in der Form von Keller aufräumen. Das ist ein Vorsatz im neuen Jahr, den ich seit Jahren praktiziere. Es sammelt sich über das Jahr so viel Zeug an, das jetzt einfach weg muss. Loslassen ist die Devise. Für meine Frau geht das Entrümpeln nicht weit genug, sie würde noch mehr finden, aber ein Anfang ist gemacht. 

Jetzt stellt sich die Frage: Wohin mit den Schätzen aus dem Keller? Natürlich wird säuberlich getrennt bei den Wertstoffen: Metall, Holz, Altpapier, Glas, Restmüll. Aber was mache ich mit den Sachen von Wert, und ich meine nicht nur ideellen Wert?

Vieles wird verschenkt. Ich bin Mitglied in einer Facebook-Gruppe „Verschenks FFB“. Dort stelle ich Sachen ein und in der Regel finden die Sachen schnell einen Abnehmer. Ich bin begeistert. Da sage noch einer, dass Facebook keinen Nutzen habe. 

Hilfstransport nach Togo

Einige Sachen gehen nach Togo. Ich bin Mitglied in einer Hilfsorganisation Aktion PiT Togohilfe Maisach. Dort packen wir jeden Monat einen Schiffscontainer für das afrikanische Land. Viele guterhaltende Sachen wandern dorthin. Gegen eine Transportspende werden meine Rucksäcke, Taschen usw. nach Afrika geliefert. Optiker sammeln über das Jahr Brillen für mich, die ich vor Weihnachten einsammle. Die Aktion PiT Togohilfe macht übrigens viele weitere wichtige Aktionen – schaut doch mal auf die Website. 

Hilfsgüter für Togo.

Hilfsgüter für Togo.

Öffentlicher Bücherschrank

Bücher, die ich gelesen habe oder nicht lesen will, wandern bei uns in den örtlichen Edeka Leich in Maisach. Dort gibt es einen öffentlichen Bücherschrank. Nach dem Einkaufen schaue ich immer wieder rein und hab schon tolle Sachen gefunden, die ich schon lange gesucht habe. Wenn so ein System wie ein öffentlicher Bücherschrank funktionieren soll, dann darf ich nicht nur nehmen, sondern muss auch geben. Also kommen viele Bücher dorthin. 

Hier ein Video von Beginn des Bücherschrankes. Heute ist der Schrank voll.

Verkauf über Apps wie Momox, ReBuy und Co

Sind es Bücher, DVDs, CDs, Blurays mit einem ISBN-Code, dann verwende ich zwei Verkaufsplattformen im Netz. Momox und ReBuy. Beide haben Apps für iOS und Android. Ich scanne den ISBN-Code und die Plattform macht mir ein Angebot. Ich verwende zwei Smartphone und lasse je eine App auf dem Smartphone laufen, um zu sehen, wer das höhere Angebot macht. Leider läuft die ReBuy-App nicht immer zuverlässig trotz Software-Aktualisierung. Ach ja Angebote: Die vorgeschlagenen Angebote sind nicht enorm, aber es ist ein nettes Zuckerl. Das verkaufte Material kommt in einen Karton und geht auf Kosten von Momox und ReBuy an die jeweiligen Plattformen. Das Geld kommt eine Woche später aufs Konto. Es sind keine großen Summen, aber es geht ja um Entrümpelung des Kellers. 

Es gibt noch eine App namens Studibuch, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Hier kann man Studien- und Schulbücher verkloppen. Bücher aus dem Studium habe ich kaum noch welche. Die sind einem Wasserschaden mal zum Opfer gefallen. Die App hab ich trotzdem, falls doch noch Bücher aus den unendlichen Kellern auftauchen. 

Die klassische Verkaufsplattform eBay und eBay Kleinanzeigen nutze ich nur noch ganz selten. Mir ist in der Regel der Aufwand zu groß. Meine persönlichen eBay-Zeiten sind im Moment vorbei. Ich habe zwar noch Kisten von Porzellan und Keramik im Keller, müsste mich aber erst mal über die Herkunft und Wert des Material beschäftigen. Dafür fehlt mir aber die Zeit, bzw ich will sie mir nicht nehmen. Übrigens, ich habe noch ein Masterkeyboard zum Verkauf. Ein SL-880 von Fatar – es hat der Familie gute Dienste erwiesen, aber wir sind jetzt auf ein klassisches Klavier umgestiegen. Wer es samt Klavierstuhl und Midischnittstelle käuflich erwerben will, bitte melden. 

Das Masterkeyboard SL-880 von Fatar muss auch raus.

Das Masterkeyboard SL-880 von Fatar muss auch raus.

Amazon Marketplace habe ich noch nicht ausprobiert. Es klingt verlockend, aber im Moment scheue ich noch den Aufwand. Mal sehen, was die Zukunft bringt. 

Mit den Marketplace-Anzeigen in Facebook habe ich grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht. Aber bei einigen Käufern nervt die Kommunikation, weil sie es gerne so oder so hätten, 1000 Fragen haben. Bei manchen verstehe ich die Anfragen auch gar nicht, weil ich deren Landessprache nicht spreche und sie wohl meine auch nicht. 

Regalmeter mieten

In der Kreisstadt Fürstenfeldbruck, ein paar Minuten von mir, gibt es die Möglichkeit in der Innenstadt in einem Laden Regalmeter für einen gewissen Zeitraum zu mieten. Dann kann man dort seine Waren verkaufen. Den Laden gibt es schon einige Zeit und ich bin als Käufer ab und zu vor Ort, habe aber noch nichts verkauft, dafür darüber gebloggt.

Kunden können die Regale mieten und ihre Waren verkaufen.

Kunden können die Regale mieten und ihre Waren verkaufen.

Der klassische Flohmarkt

Und dann wäre noch der klassische Flohmarkt. In meiner Jugend liebte ich solche Flohmärkte. Ich war ein großer Verkäufer – und leider auch ein großer Käufer. Es hat Spaß gemacht, auf dem örtlichen Volksfestplatz seine Decke oder seinen Tapeziertisch aufzubauen und seine Waren zu präsentieren. Ich habe gelernt zu verhandeln, zu feilschen – der Film Leben des Brian war eine gute Schule. Heute gehe ich nur noch ab und zu als Käufer auf Filmsammler-, Videogames- oder CD-Börsen. Flohmärkte haben sich verändert. Es sind mehr Trödelmärkte geworden und auch die Klientel ist durch die weltpolitische Situation eine andere geworden. Und ich nehme mir nicht mehr die Zeit, einen Tag bei Wind und Wetter herumzustehen und für ein paar Euro zu verkaufen. Bei mir ist der Spaß hier im Moment nicht mehr vorhanden. Zudem muss ich im Keller ja dann wieder Sammelkisten errichten und die Aufgabe war doch, den Keller leer zu bekommen. 

2001 Odyssee im Weltraum und das Spielzeug dazu

21. September 2018

Mir brachte die geniale Stanley Kubrick-Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum, die nur noch bis zum 23. September 2018 läuft, eine geniale Sammelanregung. Es wurde Spielzeug, Merch sowie Produkte ausgestellt, die von Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum inspiriert wurden. 

Neben all den Bücher – das Highlight kommt aus dem Taschen-Verlag wie The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey‘ – und dem überzeugenden Ausstellungskatalog, finden sich Blu rays, Poster und mehr. Mein Hauptaugenmerk lag aber auf Produkte, die als Folge von 2001 entstanden sind. Allen voran waren die Actionfiguren von Executive Replicas aus dem Jahre 2017.

Hier wurden für teuer Geld die Raumanzüge der Discovery nachgebaut. Leider hatte ich das 2017 nicht mitbekommen und konnte jetzt erst meinen Dr. Frank Poole erwerben. Die Figuren sind nicht zum Spielen, sondern zum Sammeln gedacht. Mal sehen, ob ich weitere Figuren noch bekommen – die Preise sind aber astronomisch hoch. An Farben gab es violett, schwarz, grün und weiß. Ich selbst habe Frank Poole in gelb und ich muss jetzt ganz scharf überlegen, ob und wo es im Film 2001 einen weißen und einen schwarzen Raumanzug gab. 

Ich habe auf jeden Fall ein Unboxing meines Frank Poole in gelb gemacht und bin stolz, dass ich als Kubrick-Fan noch eine Figur aus der limitierten Ausgabe im Maßstab 1:6 bekommen habe. 

Louis XVI-Raum aus 2001 aus Lego 

Dann entdeckte ich in Frankfurt ein Fan-Projekt, das offiziell nie vertrieben wurde. Der Louis XVI-Raum, das Sterbezimmer von Dave Bowman gegen Ende von 2001. Aus 695 Legosteinen baute ein gewisser Manuel Fernández Rivero im Jahre 2018 dem Raum nach, samt Sterbebett. Als Lego-Fan muss ich mal sehen, ob ich die Bauantleitung auftreibe. Manuel Fernández Rivero bietet seinen Bausatz auch in eBay an. Auf jeden Fall inspirierte mich dieses Ausstellungsstück mal wieder selbst kreativ zu werden. 

Schallplattenspielers im Stile der Space Station V

Nachdem es ja verschiedene Bausätze aus Plastik der 2001 Raumschiffe gibt, die ich nicht kaufen werde, sah ich als Mensch der alten analogen Zeiten einen Vinyl-Schallplattenspieler aus dem Jahre 2013. Er wurde von Soulines aus Belgrad geschaffen. Das Design des Schallplattenspielers orientiert sich an der Space Station V aus dem Film. Über die Qualität des Schallplattenspielers kann ich nichts sagen, finde ihn aber originell. 

Spielkonsole Odyssee 2001 von Philips

Als Retro-Gamer freute es mich natürlich, dass ich eine Retro-Konsole aus dem Jahre 1977 in der Frankfurter Ausstellung entdeckte. Es handelte sich um die Spielkonsole Odyssee 2001 von Philips. Ich selbst war ja Atari 2600-Fan und stieß erst später in die Welt der Videospiele ein. Diese frühe Konsole konnte Tennis, Hockey und Squash in einer pixelgrafik simulieren. Es wird wohl eine Homage an das Pong sein, ohne dass Philips die Lizenzgebühren berappen wollte. Schade, dass in Frankfurt die Konsole nicht angeschlossen war – ich hätte gerne ein paar Runden gezockt.

BMX-Fahrrad – versteh ich nicht

Dann gab es noch ein BMX-Fahrrad zu sehen. Es trägt den Namen Space Odyssee und stammt von dem französischen Hersteller Bogarde. Das Set des Louis XVI-Raums wurde nachgebaut und ein Astronaut fuhr auf dem Fahrrad zur Werbung. Naja, wenn ich ehrlich bin, haute es mich nicht vom Hocker und ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Damit will ich nichts über die Qualität des BMX-Fahrrads aussagen – wobei mich BMX mehr an E.T. Der Außerirdische von Spielberg als an 2001 von Kubrick erinnert. 

Über die 2001-Comics habe ich bereits gebloggt. Inzwischen habe ich alle Comics dieser Serie in einer 1a-Qualität aufgekauft und rahmen lassen. Lesenswert sind die Comics nicht unbedingt, aber Spaß machen sie allemal. 

Fehlanzeige – keine Tickets für Got7 für mich

19. April 2018
Um 16 Uhr begann der Kartenvorverkauf für Got7 und das System brach zusammen.

Um 16 Uhr begann der Kartenvorverkauf für Got7 und das System brach zusammen.

Es gibt Tage, an denen man verliert. Gestern war so ein Tag, der nicht so verlaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe. Ich habe trotz erheblicher Mühen keine Karten für das Deutschlandkonzert der südkoreanischen K-Pop-Band Got7 bekommen. Eine kleine, klitzekleine Chance besteht noch. 

Ich muss zugeben: Ich kenne Got7 nicht, aber dafür K2. K2 ist absoluter K-Pop-Fan. Bei uns zu Hause läut Musik von Bands wie BTS, G-Dragon, Exo und Got7 rund um die Uhr. Zu Jahresbeginn 2018 hatten die Südkoreaner angekündigt, dass sie auf Tour durch Europa gehen. Es gibt ein Konzert in Berlin am 8. Juni im Velodrom. Nachdem ich mit K2 bereits bei G-Dragon im Konzert war, wollten wir unbedingt wieder ein K-Pop-Konzert besuchen. 

Um 16 Uhr wurden gestern die Karten bei Eventim freigeschaltet. Die ganze Familie bemühte sich um Karten. Meine Frau und K2 saßen mit zwei MacBooks, zwei iPhones im Wohnzimmer, ich nutzte das iPhone – weil ich als Beifahrer auf der Autobahn. 

Mit vielen Geräten wurde versucht Karten für Got7 zu bekommen.

Mit vielen Geräten wurde versucht Karten für Got7 zu bekommen.

Ich denke, die Server von Eventim brachen unter dem Ansturm zusammen. Ins Velodrom passen 12.000 Zuschauer und ich hatte das Gefühl, die Karten waren ratz fatz weg. Immer wieder kamen wir durch, scheiterten aber bei der Warenkorb-Funktion. Das System brach ab. Die Tickets konnten nicht in den Warenkorb gelegt werden. Der Frust der Familie stieg von Minute zu Minute. Ganze vier Stunden glotzen wir in die Rechner, vergeblich. Wir bekamen keine Karten. K2 und ich waren restlos enttäuscht. Got7 wird wohl ohne uns stattfinden und das ist schade. 

Da sah es noch ganz gut aus ...

Da sah es noch ganz gut aus …

... doch Fehlanzeige.

… doch Fehlanzeige.

Blick zu eBay für Got7-Karten 

Also probierte ich als Papa noch eBay. Bei den Preisen musste ich schlucken. Ich habe über die Kleinanzeigen einen sympathischen Verkäufer seiner Tickets gefunden und Kontakt aufgenommen. Ich schilderte ihm meine Situation: Da Got7 an einem Freitag gastiert, könnten wir per Bahn von München nach Berlin fahren und das Konzert besuchen. Es fällt keine Schule aus. Die Freude von K2 wäre riesig. Ich nannte meinen Höchstbetrag, den ich für die Tickets ausgeben kann – meine Mutter legte sogar noch etwas drauf. In zwei Tagen will sich der eBay-Verkäufer melden. Ihm flattern Angebote ins Mailpostfach, die mich schlucken lassen. So viel Geld kann ich nicht bieten. Ich kann es dem Verkäufer nicht verdenken, wenn er das höchste Angebot annimmt und reich wird. Das ist Marktwirtschaft, auch wenn ich sie in diesem Fall nicht mag. Aber vielleicht hat er ein Einsehen oder jemand ließt mein Ersuchen: Ich brauche Karten für Got7. 

Keine Karten - Fehlanzeige.

Keine Karten – Fehlanzeige.

Weiterverkauf von eBooks verboten

21. April 2015
Das Hanseatische Oberlandesgericht verbietet den Weiterverkauf von eBooks (Az.: 10 U 5/11).

Das Hanseatische Oberlandesgericht verbietet den Weiterverkauf von eBooks (Az.: 10 U 5/11).

Trotz meiner Begeisterung für digitale Medien kommt das Thema digitales Buch in Deutschland nicht richtig voran. Getreu dem Motto von Nicholas Negroponte „Don’t move Atoms, move Bytes“ aus seinem Buch Total digital müsste der Markt für digitale Bücher anziehen. Tut er auch, aber nicht bei uns. Jetzt wieder ein Rückschlag: Das Hanseatische Oberlandesgericht verbietet den Weiterverkauf von eBooks (Az.: 10 U 5/11). Mit einer Entscheidung des Hanseatischen Oberlandesgerichts (OLG) vom 24. März 2015 wurde zum dritten Mal eine Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband rechtskräftig abgewiesen. Damit ist es jetzt klar: eBooks dürfen in Deutschland nicht weiterverkauft werden.
Die Konsequenz wird sein, dass eBooks sich schwerer verkaufen lassen. Gedruckte Bücher kann ich am Flohmarkt, bei eBay, bei Amazon Marketplace oder sonst wo weiterverkaufen, wenn ich sie gelesen habe, den Platz brauche oder aus welchem Grund auch immer. Dann kann ich aus dem gedruckten Buch noch ein paar Euro machen. Beim eBook geht das nicht. Ich kann das Buch löschen und das war es dann auch. In den AGB der Verlage wird der Weiterverkauf von eBooks ausgeschlossen.
Diese und andere Fragen werde ich auf meinem nächsten Seminar diskutieren. Am nächsten Wochenende habe ich wieder ein Seminar zum Thema digitale Bücher. Wer teilnehmen will, bitte Mail an mich.
Als Fan der Verbraucherzentrale hatte ich gehofft, dass sich die Verbraucherschützer gegen die Buchverlage durchsetzen würden. Dies hat nicht geklappt. Die Verbraucherzentrale Bundesverband sah in dem Ausschluss des Weiterverkaufs eine Einschränkung des Verbrauchers. Zu recht, wie ich der Meinung bin. Die Verbraucherschützer hatten jeweils gegen Online-Buchhändler geklagt, die per AGB den Weiterverkauf von eBook- bzw. Hörbuch-Downloads ausschlossen. In allen drei Fällen schlossen sich die Gerichte der Position der Buchhändler an.
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels dagegen jubelt. Sie werten das Urteil als Bestätigung ihrer Lobbypolitik. „Die Hamburger Entscheidung ist ein Erfolg für die gesamte Buchbranche. Zum wiederholten Mal haben sich die Richter der Position der Rechteinhaber und Anbieter von digitalen Büchern angeschlossen, dieses Mal mit besonderer Deutlichkeit. Das ist ein wichtiges Zeichen. Digitale Bücher können praktisch unendlich vervielfältigt und weitergegeben werden, ohne sich jemals abzunutzen. Der Primärmarkt für eBooks und Hörbücher würde komplett zerstört werden, wenn es einen legalen ‚Gebrauchtmarkt‘ gäbe. Für Verlage und Händler wäre es unmöglich, weiter gemeinsam an nachhaltigen und kundenfreundlichen Download-Modellen für Bücher zu arbeiten Darunter würden letztlich vor allem die Verbraucher leiden“, sagt Prof. Dr. Christian Sprang, Justiziar des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Noch unklar ist die Entwicklung auf europäischer Ebene. Ein niederländisches Gericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor wenigen Tagen einen Fall zur Vorabentscheidung vorgelegt, in dem es auch um die Vereinbarkeit von Verkäufen „gebrauchter“ eBooks mit europäischem Urheberrecht geht.
Jetzt mobilieren Verlage und ihr Verband ihre Lobbyisten. Beim Börsenverein heißt es: „Die Entscheidung des EuGH ist von großer Bedeutung, da sie unmittelbar auf die Rechtslage in Deutschland durchschlägt. Wir erwarten von der deutschen Bundesregierung, dass sie sich an dem EuGH-Verfahren beteiligt und klar Stellung zugunsten der Urheber von eBooks bezieht. Es wäre ein Schlag für die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft, wenn es gesetzlich erlaubt würde, digitale Inhalte weiterzuverkaufen.“
Ich bin gespannt, wie die Richter am Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Sache sehen.

So erlebte ich die Sonnenfinsternis #SoFi

21. März 2015

Im Grunde war es meine Frau, die das Projekt Sonnenfinsternis in unserer Familie strategisch anging. Schon vor Wochen sprach sie beim Abendessen das Thema an und erinnerte mich, wie begeistert wir bei der totalen Sonnenfinsternis im Jahre 1999 waren. Das stimmt und schon war ich Feuer und Flamme. Und nachdem auch meine Twitter-Kontakte @astrozwerge und @DLR_next auf diesen Tag hinfieberten, ließ ich mich anstecken und war begeistert. Beim Optiker meines Vertrauens bestellte ich rechtzeitig vier Pappbrillen für die ganze Familie, damit der Blick in die Sonne ungefährlich ist.

Ich besorgte rechtzeitig vier Brillen für die Familie.

Ich besorgte rechtzeitig vier Brillen für die Familie.

Ganz entspannt sammelten wir Material und sprachen in der Familie immer wieder über das Thema. Meine Frau informierte die Schule von K1/2, die von der Sonnenfinsternis freilich nichts wusste. Also brachte die Gattin den Stein auch an der Schule ins Rollen.

Bei meinem Optiker waren die Brillen schnell ausverkauft.

Bei meinem Optiker waren die Brillen schnell ausverkauft.

Tage vor der Sonnenfinsternis begann um uns herum die Hektik. Verzweifelt gingen die Leute auf die Suche nach Pappbrillen. Bei den Optikern und auch bei Amazon waren die Brillen ausverkauft. Ich war zufällig bei meinem Optiker wegen neuen Gläsern und das Telefon klingelte die ganze Zeit. Bei eBay kam es zu astronomischen Preisen für die Pappbrillen – Achtung Wortspiel. Durchs Netz geisterten Bauanleitungen und Alternativen, doch wir lehnten uns gelassen zurück. Wir hatten ja unsere Brillen. Ich habe sogar gelesen, dass ein Optiker 3D-Brillen verkauft hatte, weil er sich bei der Bestellung geirrt hat. So viel zur fachlichen Qualität dieses Handwerkers. Ich kramte eine Rot-Grün-Brille heraus und postete sie zum Spaß in soziale Netzwerke und bekam auch Belehrungen der Community zurück. Leute, war doch nur Spaß.

Ich hab nur Spaß gemacht mit meiner 3D-Brille: Ich und 3D, haha

Ich hab nur Spaß gemacht mit meiner 3D-Brille: Ich und 3D, haha

Aber es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen bei mir. Ich wollte eigentlich ein paar Bilder mit der Nikon schießen. Aber dafür brauche ich einen speziellen Slim Graufilter ND1000. Meinen Filter fand ich nicht mehr, also schnell einen bei Amazon bestellt, der auch am Freitag eintreffen sollte. Die örtlichen Fotogeschäfte hatten keinen mehr mit 77 mm Durchmesser. Amazon verschickte, aber DPD versagte. Eigentlich hat der Dienstleister eine Abstellgenehmigung, aber Pustekuchen. Der Filter kam nicht bei mir an – jetzt fährt er irgendwo zwischen DPD-Lager und meinem Wohnort hin und her. Bedeutete im Endeffekt, keine Bilder von der Sonnenfinsternis.

Google hat einfach Humor - das Doodle zur #SoFi

Google hat einfach Humor – das Doodle zur #SoFi

Am Tag der SoFi hatte Google ein besonderes Doodle geschaltet. Die Leute bei Google haben einen guten Humor. Gut so. Als die partielle Sonnenfinsternis bei uns begann, beobachtete ich im Netz ihr Voranschreiten. Bresser, ein von mir bevorzugter Hersteller für optische Geräte wie Teleskope und Mikroskope, bot einen Live-Stream im Netz an. Dieser scheiterte, weil Nebel über der Beobachtungsstelle war. Pech.

Bresser hatte einfach Pech mit dem Wetter.

Bresser hatte einfach Pech mit dem Wetter.

Ich wechselte als Patriot zum Stream des Bayerischen Fernsehens, der aber nach Sekunden abbrach. Statt Bilder von der Sternwarte des Deutschen Museums zu zeigen, kam nur ein Störungshinweis – mein Dank als Gebührenzahler gilt dem BR. Die ARD brachte dann einen Stream vom NDR, der scheinbar eher etwas von Übertragungstechnik versteht – soweit zu Laptop und Lederhosen.


Ich genoss die Sonnenfinisternis auf der Terrasse zusammen mit meiner Frau. Brille auf und Musik an – ich wählte Richard Strauss Also sprach Zarathustra, genau wie bei 2001 von Kubrick. Am Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis wurde es merklich dunkler und auch die Vögel verstummten. Schlagartige Ruhe breitete sich in der Natur aus. Und es wurde kälter. Wie muss so ein Naturschauspiel auf unaufklärte Menschen des Mittelalters gewirkt haben? Der Enegieblackout blieb aus, wohl doch eher Panikmache der Energieversorger und der Massenmedien. Ich fand die Sonnenfinsternis einfach toll. Als Retro-Gamer sah ich einen großen Pac Man am Himmel, der das Maul öffnete.

Ich genoss die Sonnenfinsternis im Garten.

Ich genoss die Sonnenfinsternis im Garten.

Und ich musste auch über das Netz schmunzeln. Am besten fand ich die Titelseite der taz, die eine Islamisierung des Himmels sah, weil ein Halbmond nun über uns sei. Großartig. Als Apple-Fanboy musste ich lachen, als durchs Netz die Behauptung ging, Apple werde die Sonnenfinsternis verklagen. Wieder großartig.

Als Apple Fanboy musste ich lachen.

Als Apple Fanboy musste ich lachen.

Bei K1/2 in der Schule gab es auch eine Überraschung. Im Fach Religion schrieb K2 zum Start der Sonnenfinsternis gleich mal eine Religion-Ex. Anstatt dass der katholische Religionslehrer das Phänomen Aberglaube und Ängste früherer Zeiten bei einer Sonnenfinsternis pädagogisch vermittelte, prüfte er Stoff zum Thema Kirchenjahr ab. Mir völlig unverständlich und zeigt wieder das bayerische Bildungssystem von seiner schlimmsten Seite. In der Pause durften nur die Kinder mit SoFi-Brille raus und in die Sonne schauen. Der Rest blieb im Schulgebäude. Einige Lehrer hatten rechtzeitig Bestellungen für SoFi-Brillen gemacht, der Rest von Schülern und Lehrern ging leer aus. Gut, dass K1/2 von der Gattin mit entsprechenden Brillen ausgestattet wurden. Ich schrieb es ja zu Beginn: Im Grunde war es meine Frau, die das Projekt Sonnenfinsternis in unserer Familie strategisch anging.

Ich genoss ein großartiges Erlebnis.

Ich genoss ein großartiges Erlebnis.

Mittelalterfans orientieren sich am Buch Herr der Ringe – Waffen und Kriegskunst

2. Juli 2013

Neulich unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der gerne Mittelalterfeste besucht. Seine ganze Familie ist diesem Hobby erlegen. Dabei musste ich feststellen, dass die Welt des Mittelalters und die Welt von Fantasy gar nicht so weit auseinander liegen. Freilich, es gibt Leute die ganz hohen Wert auf die Details legen und nahezu wissenschaftlich bei ihrer Ausrüstung vorgehen. Andere Mittelalterfans finden es einfach nur toll in Kostümen und Waffen durch die Gegend zu schreiten.

Als ich nachfragte, woher die Ideen für die ganzen Waffen und Rüstungen stammen,  bekam ich eine verblüffende Antwort. Viele Fans orientieren sich an der Welt von Herr der Ringe. Es ist ja eigentlich logisch, nur ich kam nicht darauf. Es liegt auf der Hand.

HdR

Und siehe da, bei mir im Archiv fand sich auch das Buch Der Herr der Ringe, Waffen und Kriegskunst. Ich habe das Buch von Chris Smith, erschienen im Klett Cotta Verlag, damals achtlos zur Seite gelegt. Grund war eine katastrophale Rechtschreibung und Übersetzungsleistung des Lektors. Das Buch hat leider sehr viele Unstimmigkeiten – der beste Text ist da noch das Vorwort von Christopher Lee.

Autor Chris Smith hatte 2003 in enger Zusammenarbeit mit Peter Jackson und seinem Designteam, allen voran den Trickspezialisten Richard Taylor und Daniel Falconer, die auch die Einleitung schrieben, sowie den Zeichnern Alan Lee und John Howe, ein zwiespältiges Buch verfasst. Das Originalbuch habe ich nie in die Finger bekommen. Im Grunde ist es ja auch eine Zweitverwertung von anderen Filmbüchern.

Aber ich hatte damals übersehen, welch fantastische Bilder und welch reicher Fundus an Waffen und Kriegskunst enthalten ist. Es macht einen unheimlichen Spaß, die Schwerter, die Sperre, die Schilder und die zahlreichen Rüstungen zu betrachten. Die kreativen Macher um Regisseur Peter Jackson haben sich wirklich etwas Grandioses einfallen lassen und eine stimmige Welt in sich geschaffen. Das macht sicherlich auch den Zauber der Welt von Herr der Ringe und Tolkien aus. Üppig illustriert mit hunderten von Fotos, Landkarten, Skizzen, Abbildungen von Modellen und Zeichnungen, ist das Buch eine wahre optische Schatzgrube.

Dieses und andere Bücher der Herr der Ringe Reihe werden von den Mittelalterfans herangezogen, und dienen als Vorlage für ihre Waffen und Ausrüstungen. Also, wer Interesse hat, sollte einen Blick wagen. Aber seid gewarnt: vom Text lohnt sich dieses Buch Der Herr der Ringe, Waffen und Kriegskunst überhaupt nicht. Vielleicht findet ihr dieses Buch bei eBay zu einem niedrigen Preis. Dann heißt es zugreifen.

Neuer Trailer zu Toy Story 3

5. April 2010
Meine Familie entwickelt sich zum Pixar-Fan. Erst gestern haben wir die Hörbücher von Die Monster Ag und Toy Story. CD. Das Original- Hörspiel zum Film. angehört und die Kinder waren begeistert. Und dann kommt ja bald der neue Toy Story in die Kinos und es wird das erste Mal sein, dass Papa und Sohn zusammen ins Kino gehen.
Es ist eine Ewigkeit her, als der erste Teil von Toy Story die Filmwelt veränderte. John Lasseter schickte sich an mit seinen Kurzfilmen die Filmgeschichte auf den Kopf zu stellen und Steve Jobs als neuer Chef von Pixar glaubte an ihn.  Mit Toy Story präsentierten die Pixar Animation Studios 1996 den ersten computer-generierten abendfüllenden Kinofilm, ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Drei Jahre später gab es ein Wiedersehen mit Cowboy Woody, Space-Ranger Buzz Lightyear und ihrer liebenswert-schrägen Toy-Gang in Toy Story 2. Jetzt öffnen die Macher wieder ihre Spielzeugkiste und lassen sie in Toy Story 3 erneut raus! Aus dem kleinen Andy, dem die Spielzeuge gehören, ist mittlerweile ein Teenager geworden, der gerade seine Sachen fürs College packt. Und da ist leider kein Platz mehr für Cowboys, Space-Ranger oder Dinosaurier. Für Woody und seine Freunde ist damit der Tag gekommen vor dem sie immer Angst hatten: Sie werden nicht mehr gebraucht…denken sie zunächst. Der neue Trailer hat wieder Atmosphäre und alles, was einen guten Pixar-Film ausmacht. Ich liebe das Zitat: „Mal sehen, was wir bei eBay wert sind.“
Regisseur Lee Unkrich (Co-Regisseur von „Toy Story 2“ und „Findet Nemo“) und sein Team schicken die beliebten Spielzeug-Helden in ihr bislang größtes  Abenteuer: in einen Kindergarten! In diesem Chaos aus klebrigen kleinen Händen, die es auf die „neuen“ Spielzeuge abgesehen haben, ist ihre größte Herausforderung erstmal zusammenzubleiben und sich – weder ganz noch in Teilen – zu verlieren: Kein Spielzeug darf zurückbleiben! Und plötzlich stehen sie auch noch den einheimischen Spielzeugen im Sunnyside Kindergarten gegenüber: einer wild gemischten Toy-Truppe um Anführer Lotso, ein Plüschbär, der nach Erdbeer riecht. Sind diese Spielzeuge wirklich alle so herzlich, aufgeschlossen und nett, wie es auf den ersten Blick scheint? Und apropos erster Blick: Für Barbie und Ken scheint es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick zu sein, als sie das erste Mal aufeinander treffen…
Genau 11 Jahre nach ihrem letzten erfolgreichen Abenteuer spielen die liebenswerten und smarten Helden aus Toy Story ganz groß auf: in ihrem dritten Leinwandauftritt, in Disney/Pixars 11. Animationsfilm und in Disney Digital 3D.! Die Erfolgsschmiede von Filmen wie „Findet Nemo“, „Ratatouille“, „Wall-E“ oder „Oben“ präsentiert mit Toy Story 3 ein von Pixar-Veteranin Darla Anderson („Cars“, „Die Monster AG“) produziertes witziges, turbulentes und warmherziges Abenteuer, für das Michael Arndt, Drehbuch-Oscar für “Little Miss Sunshine”, die Vorlage schrieb.
Ich bin gespannt und freu mich. Derweil schauen wir mal Toy Story [Blu-ray]

eBay: iSale 5.6 macht meinen Keller leer

9. März 2010

iSale liegt in Version 5.6 vor und startet gut durch.

Bei mir hat sich im Keller allerhand Zeugs angesammelt: Bücher, Filme, Geschirr, Gläser und so Kinderklamotte, die nicht mehr passt. Was machen? Zum Wegwerfen bin ich zu geizig. Die Kindersachen gehen an die örtliche Wertstoffbörse für bedürftige Familien, das ist klar. Und der Rest? Eigentlich will ich im Frühjahr auf einen Flohmarkt gehen, aber wahrscheinlich bin ich entweder zu faul oder ich muss an dem Wochenende arbeiten. Also bleibt nur noch eBay und andere Börsen.
Mein Verhältnis zu eBay ist allerdings gespalten. Ich war ein Fan der ersten Stunde als die Auktionsbörse aufkam und ich erinnere mich noch gut an ein Sonderheft meiner alten Zeitschrift PC Professionell, das super am Kiosk lief. Dann hat eBay den Fehler gemacht, noch mehr Geld verdienen zu wollen und meiner Meinung nach die Powershopperrei übertrieben. Zuviel „Sofort kaufen“ Gebote verderben mir als Privatmann die Lust an eBay. Jetzt kam hinzu, dass für Bücher kein Porto mehr berechnet werden darf, eine falsche Entscheidung wie ich finde, denn Bücher bringen nicht gerade Höchstpreise – zumindest meine nicht.
Dennoch im April werde ich wieder in eBay einsteigen und da bietet sich mir als Mac-User ein hervorragendes Tool zum Einstellen an: Ich setze auf iSale, das von meinem Kumpels bei equinux programmiert wurde. Inzwischen liegt iSale in der Version 5.6 vor und hat einiges an neuem zu bieten. Mit iSale 5.6 lassen sich Freunde auf Facebook jetzt noch besser über die eigenen Online-Auktionen informieren. iSale 5.6 berücksichtigt außerdem aktuelle eBay-Neuerungen und läuft bis zu doppelt so schnell. iSale integriert soziale Netzwerke noch besser. Durch seine Facebook-Integration können iSale-Anwender ihre Freunde über eine Notiz auf ihrer Pinnwand darüber informieren, was sie gerade über Online-Auktionen anbieten. iSale hinterlegt neben dem Galerie-Bild einen direkten Link zur Auktion auf eBay.
Um sich ein besseres Bild über seine Käufer machen zu können, zeigt iSale 5.6 weltweit alle Käuferadressen übersichtlich in Google Maps an und vereinfacht die Verkaufsabwicklung nach Auktionsende – so stelle ich mir Web 2.0 vor.
Was mir aber am besten gefällt bei iSale 5.6 ist die Stabilität: iSale 5.6 enthält die neueste eBay-Schnittstelle und arbeitet besser mit eBay Motors zusammen. iSale 5.6 wurde laut Hersteller equinux weiter optimiert, ist durch das Update schlanker und läuft bis zu doppelt so schnell.
Also meinen Reichtum über eBay steht also nichts mehr entgegen. Ich brauche nur einen Tag zum Einstellen, einen Tag zum Versenden und einen Tag zum Kohle scheffeln.

Ghostbustersmobil Ecto-1 bei eBay zu kaufen

13. Januar 2010

Ghostbustermobil bei eBay

Es gibt einige tolle Fahrzeuge in Filmen: Das Batmobil von Batman, das Blues Mobil der Blues Brothers und es gibt den ECTO-1 der Ghostbusters. Wer ein bisschen Geld übrig hat, kann einen Nachbau des Gefährts für einen guten Zweck bei eBay hier ersteigern.
Spukfilmfans, Retroanhänger und Autoliebhaber können bis 22. Januar 2010 ihr Gebot auf den Oldtimer abgeben. Den genauen Link gibt es hier. Der nette Hintergrund dieser gelungenen Promotion-Aktion: NAMCO BANDAI Partners versteigert zusammen mit GameStop einen Nachbau des beliebten Ghostbusters-Einsatzfahrzeugs Ecto-1. Der Cadillac Fleetwood 75, Baujahr 1962, war als Promotionfahrzeug für das PC- und Konsolenspiel Ghostbusters: The Video Game auf Deutschlands Straßen unterwegs. Der gesamte Erlös aus der Versteigerung geht als Spende an die Hilfsorganisation BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“. Achtung: Im Film wird aber ein Krankenwagen auf Basis eines 1959er Cadillac Miller-Meteor verwendet und nicht die 1962-Serie.
Die technischen Daten des Ecto-1 lassen Autofans-Herzen höher schlagen: V8 Motor, 6,3 Liter Hubraum, Automatik-Getriebe und 329 PS (Gewicht: 2,85t) – also ein Schluckspecht in Sachen Sprit,- egal für jemanden, der im Geiste einen Ford Mustang fährt – cool.
Wir haben zum Ghostbusters-Spiel in meiner Zeitschrift DIGITAL PRODUCTION
als ein interessantes Making of. Ich möchte/darf noch nichts darüber erzählen, weil der Text noch in der Übersetzung und Freigabe ist. Wenn es soweit ist, dann hier mehr.
Ich erinnere mich gerne an Ghostbusters. „Who you gonna call?“ lautete der Song von Ray Parker jun., der in meinem Ghettoblaster lief. Die Helden von damals waren Bill Murray Dr. Peter Venkman, der absolut geniale Dan Aykroyd als Dr. Raymond „Ray“ Stantz und Harold Ramis als Dr. Egon Spengler. Der Filme wäre noch genialer gewesen, wenn John Belushi die Rolle von Bill Murray übernommen hätte, doch die Drogen waren schneller. Belushi ist für mich ein Prachtkerl und ein wahres Schauspielerkaliber. Regie führte der Meister der intelligenten seichten Unterhaltung Ivan Reitman. Für mich als Geisterfan ist der Slimer in die Filmgeschichte als tolles Gespenst eingegangen „Hilfe, er hat mich vollgeschleimt.“ Die Kosten der Spezialeffekte beliefen sich damals  auf 5,6 Millionen US-Dollar, lächerlich für heutige VFX-Produktionen. Dabei kamen die Effekte super beim Publikum an, heute locken sie keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Ich habe mir die Ghostbusters neulich wieder auf DVD angesehen. Ein netter Film und das Spiel ist auch ok. Vielleicht steigere ich beim Auto ein bisschen mit, aber eigentlich will ich ja einen Ford Mustang, aber das sagte ich ja bereits.

Urlaub in Südtirol (9/10): Flohmarkt für Schnäppchenjäger

3. September 2009

Mussolini auf dem Flohmarkt in Südtirol

Ich mag Flohmärkte. In meiner Jugend war ich an Wochenende oft auf Flohmärkten am örtlichen Volksfestplatz, Schallplattenbörsen oder Filmsammlermärkten zutreffen. Nachdem meine Frau nun auch die Sammelleidenschaft gepackt hat, gehen wir dann und wann auf die Flohmärkte der Region. Sie sammelt übrigens Hähne aus Bronze, Keramik oder Glas. Angebote bitte an mich, vielleicht kann ich so noch überraschen. Heute muss ich zugeben, bin ich recht faul geworden und nutze eBay dann doch mehr.

Derzeit machen wir Urlaub in Südtirol in einer kleinen Ortschaft namens Burgeis. Der Ort Reschen nebenan veranstaltete einen Flohmarkt und wir beschlossen, über den kleinen Markt zu flanieren. Um es kurz zu machen: Gekauft haben wir nix, aber zu sehen gab es viel.

Ein Tipp: Wer auf bäuerliche Antiquitäten steht, hat hier eine Fundgrube. Es gibt allerlei Werkzeuge, Möbel, Heiligenstatuen, Zupf- und Klopfinstrumente, ausgestopfte Tiere oder Geschirr und Deckchen. Weniger zu finden sind Firanten aus Osteuropa, die gebrauchte Handys, Fernseher oder andere Elektroartikel aus den achtziger Jahren des vergangenen Jahrtausends anbieten.

Eine Familie öffnete ihre Garage und bot ihren antiken Hausrat zum Verkauf an. Es gab mindestens fünf Standuhren, zahlreiche Wanduhren, ein Klavier, ein Grammophon, eine Schreibmaschine aus der Zwischenkriegszeit und Unmengen von Schlitten aller Jahrzehnte. Die Preise sind human, nicht überteuert und liegen deutlich unter dem Niveau von München. Es war schön, diesen Markt zu besuchen. Nur einen Makel hatte der Flohmarkt: Ein Händler bot Orden aus dem Zweiten Weltkrieg an. Außerdem gab es Gedenkbilder des faschistischen Führers Benito Mussolini. Gerahmte Bilder des aufgeblasenen Fatzkes, des Duces, wurden an Bananenkartons angeboten. Gerade Südtirol, das so auf seine Unabhängigkeit pochte, braucht so eine Art von falscher Heldenverehrung eines Größenwahnsinnigen nicht.