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Nach Black Friday kommt das Weihnachtsgeschäft

26. November 2018
Ja ist denn schon Weihnachten ...

Ja ist denn schon Weihnachten …

Die Schlacht von Black Friday und die Cyber Monday-Woche ist geschlagen und schon hat der Einzelhandel ein neues Ziel vor den Augen: Weihnachten. Der Heilige Abend ist dieses Mal auf den 24. Dezember festgesetzt und bis dahin werden die Kassen im deutschen Einzelhandel klingen. Adobe sagt in seiner Studie ein umsatzstarkes Weihnachtsgeschäft voraus und belegt es auch gleich mit Zahlen.
Deutsche Konsumenten investieren in diesem Jahr durchschnittlich 674,- Euro in Weihnachtsgeschenke – das sind erneut über 100,- Euro bzw. rund 20 Prozent mehr als in 2017. Da liege ich gegen den Trend. Bei mir wird es dieses Jahr preiswerter, liegt aber daran, dass ich im Moment noch keine Ideen habe.
Noch nie haben die Deutschen mehr Budget für ihren Gabentisch eingeplant. Und dennoch sind sie die Xmas-Sparfüchse Europas: Im direkten Ländervergleich liegt Deutschland weit hinter Großbritannien (+5 Prozent auf 2.046,- £, umgerechnet nach aktuellem Wechselkurs: 2.344,- Euro) und Frankreich (+46 Prozent auf 730,- Euro). Dies ist das Ergebnis der aktuellen „Adobe Holiday Retail Survey 2018“, für die europaweit mehr als 3.000 Konsumenten befragt wurden (davon über 1.000 in Deutschland).

Kerzen zum Fest können nicht falsch sein.

Kerzen zum Fest können nicht falsch sein.

Knapp ein Viertel des Weihnachtsbudgets landet bei Amazon & Co.
Knapp jeder zweite Deutsche (45 Prozent) startete seinen Weihnachtseinkauf bereits Mitte November. Ich habe für die Geschenke der Ehefrau schon früher angefangen. Bei den Kindern wird es wohl Dezember, weil die Stimmung immer wieder wechselt. Pubertät ist das Alter, wo die Eltern seltsam werden. Bis zum 15. Dezember wollen 86 Prozent alle Geschenke beisammen haben. Eingekauft wird dabei vor allem online: Mehr als die Hälfte des Weihnachtsbudgets (53 Prozent) wird im Internet ausgegeben (F: 49 Prozent, GB: 56 Prozent). Insbesondere die großen E-Commerce-Plattformen sind hier gefragt: Ein Viertel der Deutschen (26 Prozent) plant einen Großteil ihrer Geschenkebestellungen bei Big Playern wie Amazon, eBay & Co. Knapp ein Drittel (31 Prozent) wollen auch Aktionstage wie den Black Friday oder den Cyber Monday für ihren Weihnachtseinkauf nutzen. Kein Wunder: Neben dem stressfreien Einkauf (18 Prozent) und der großen Produktvielfalt der Online-Händler (17 Prozent) ist ein guter Preis (29 Prozent) der Hauptgrund der Deutschen, ihre Weihnachtsgeschenke bevorzugt im Internet zu kaufen. Last-Minute-Shopper schätzen online nicht zuletzt das Angebot einer schnellen 24-Stunden-Lieferung (59 Prozent) und die Möglichkeit, ihre online bestellten Geschenke nach dem „Click-and-Collect“-Prinzip direkt im stationären Handel abzuholen (31 Prozent).

Vielleicht eine große Sofortbildkamera zum Fest?

Vielleicht eine große Sofortbildkamera zum Fest?

Jeder Zweite kauft Geschenke über die Mobile App
Deutsche Konsumenten setzen im Weihnachtsgeschäft verstärkt auf ihr Smartphone: Rund jeder Zweite (48 Prozent, bei den Millennials: 60 Prozent) verfügt bereits über mindestens eine Mobile Shopping App (F: 50 Prozent, GB: 54 Prozent). Auf der Suche nach dem richtigen Geschenk nutzt mehr als jeder vierte Deutsche (27 Prozent) soziale Medien, um sich inspirieren zu lassen (50 Prozent), die Produktbewertungen der anderen Nutzer zu checken (38 Prozent) oder um mögliche Weihnachtswünsche der Freunde und Familie in den Profilen zu recherchieren (36 Prozent). Interessant ist, welche Wirkung Anzeigen in sozialen Netzwerke bei mir haben. Entweder ich bin komplett begeistert und kaufe es mir selbst oder es geht mir am … vorbei.
Neue Technologien wie Chatbots werden bei der Geschenkesuche von nur 11 Prozent als wirklich nützlich angesehen. Schon jetzt haben 48 Prozent der deutschen Konsumenten eine vage Idee, welche Geschenke passen könnten. Wirklich festgelegt haben sie sich aber noch nicht. Auf dem Weg zur perfekten Weihnachtsüberraschung macht sich ein Viertel der Deutschen (25 Prozent) zunächst eine konkrete Geschenkeliste und setzt sich Termine, bis wann die Einkäufe erledigt sein sollen. 27 Prozent von ihnen haben keinerlei Shopping-Strategie und kaufen die Geschenke ganz spontan, wenn sie etwas Passendes sehen. Insgesamt liegen Geschenke hoch im Kurs, die einen praktischen Nutzen versprechen (70 Prozent).

(Online-) Handel bereit für Cyber Monday und Black Friday

19. November 2015

Für einige ist es die Erfüllung ihrer Konsumträume, die anderen verstehen nur Bahnhof: Am 27. November und 30. November locken Black Friday und Cyber Monday Kunden mit Angeboten. Als IT-Fuzzi kenne ich die Daten, aber wenn Fehlanzeige, wenn ich mein Umfeld befragte. Jetzt kam durch eine Umfrage heraus, dass die Deutschen die beiden Tage für Sparfüchse gar nicht kennen und dies in dem Land, in dem Geiz angeblich geil sei.
Laut den Onlinehändlern sind die Spartage Black Friday und Cyber Monday eine gute Gelegenheit, die ersten Weihnachtsschnäppchen zu ergattern. Auch ich werde Ausschau nach ein paar Schnäppchen machen. Doch ein Großteil der Bevölkerung kennt die Sparmöglichkeiten gar nicht, die sich an diesen Tagen bieten. Für mehr als zwei Drittel der Deutschen (35 Prozent) ist der Black Friday unbekannt. Der Cyber Monday ist sogar 45 Prozent der Deutschen kein Begriff. Und dies wohl viele Händler fett die Werbetrommel rühren. Allerdings sehe ich bei uns am Land keinen Einzelhandel, der mit den Begriffen Cyber Monday oder Black Friday wirbt. Von den Online-Händlern werde ich mit Banner und Newsletter versorgt, mein lokaler Handel beachtet die Aktionstage nicht. Warum eigentlich nicht?

Amazon bereitet mich auf den Cyber Monday vor.

Amazon bereitet mich auf den Cyber Monday vor.

In den USA sind diese Aktionstage traditionell der Start ins Weihnachtsgeschäft. „Seit ein paar Jahren hat auch der Handel in Deutschland das Potential für sich erkannt und bietet an diesen beiden Tagen besonders attraktive Angebote. Doch es besteht noch Aufklärungsbedarf. Bei den vielen Rabatten und Schnäppchen sind die Verbraucher kritisch geworden“, sagt Qipu-Geschäftsführer Veit Mürz. Qipu ist der erfolgreichste Cashback-Loyalty Anbieter Deutschlands. Die Aktionstage sind hierzulande aber auf dem guten Weg sich zu etablieren. Immerhin 13 Prozent der Verbraucher haben bisher noch keine Black Friday-Angebote genutzt, haben es aber diesem Jahr vor. Beim Cyber Monday sind es sieben Prozent.

Klassische Warenkörbe
Obwohl sich in verschiedenen Produktkategorien Rabatte und Schäppchen zum Black Friday und Cyber Monday finden, sind es doch die Technikprodukte, die in diesem Jahr bei den Fans der Aktionstage im Warenkorb landen werden (37 Prozent Black Friday, 34 Prozent Cyber Monday). Das ist nicht verwunderlich, versprechen die Händler doch gerade in diesem Bereich die größten Sparmöglichkeiten. An zweiter Stellen stehen die Fashionartikel (21 Prozent Black Friday, 15 Prozent Cyber Monday). Den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es allerdings auch beim Shoppen am Black Fiday und Cyber Monday: Planen 48 Prozent der Männer an diesen Tagen Technikprodukte zu kaufen, will die Mehrheit der Frauen (27 Prozent) in der Kategorie Fashion zuschlagen. Bekleidung planen aber nur 16 Prozent der Männer für den Einkauf ein. Telefon- und Internetverträge stehen bei den Deutschen dagegen an letzter Stelle der Einkaufslisten (4 Prozent). Und auch Schmuck (5 Prozent) und Reisen (6 Prozent) werden in diesem Jahr eher nicht im Warenkorb landen. „Vielen Verbrauchern ist noch nicht klar, welches Sparpotential sich ihnen an den beiden Tagen bietet. Es sind eben nicht nur Technikprodukte. Wer am Black Friday oder Cyber Monday seinen nächsten Urlaub bucht, kann mit satten Rabatten rechnen“, sagt Mürz.

Arktis stimmt mich auf den Black Friday ein.

Arktis stimmt mich auf den Black Friday ein.

Top 5: Welche Produkte werden am Black Friday und Cyber Monday gekauft?

Black Friday
Technikprodukte 37 Prozent
Fashion 21 Prozent
Bücher, Musik, Filme 14 Prozent
Beautyprodukte 9 Prozent
Spielzeug 8 Prozent

Cyber Monday
Technikprodukte 34 Prozent
Fashion 15 Prozent
Bücher, Musik, Filme 13 Prozent
Beautyprodukte 8 Prozent
Spielzeug 7 Prozent

Kein tiefer Griff ins Portemonnaie geplant
Trotz der verlockenden Schnäppchen und Rabatte lassen sich die Deutschen an den beiden Aktionstagen zu keinen großen Ausgaben hinreißen: Jeder Vierte (25 Prozent) möchte am Black Friday maximal 100 Euro ausgeben. Das wollen auch 17 Prozent am Cyber Monday ausgeben. Mehr als 250 Euro planen für den Black Friday gerade einmal sechs Prozent und für den Cyber Monday nur vier Prozent auszugeben. Jeder Zehnte (10 Prozent) der deutschen Verbraucher hat sein Budget für den Black Friday noch nicht festgelegt, am Cyber Monday ist immerhin jeder Achte (13 Prozent) noch unentschlossen.

Am 8. Dezember klingelt die Kasse im Online-Weihnachtsgeschäft am lautesten

19. November 2014
Die besten Umsätze machen Online-Händler wohl am 8. Dezember.

Die besten Umsätze machen Online-Händler wohl am 8. Dezember.

Langsam, ganz langsam mache ich mir Gedanken über die Weihnachtsgeschenke. Wann werde ich die online einkaufen? Jetzt hat Adobe eine Studie „Online Holiday Shopping Forecast“ veröffentlicht, die interessantes Zahlenmaterial zeigt.
Am 8. Dezember sollten sich die Online-Shops auf einen Ansturm vorbereiten, sagt zumindest Adobe. Denn an diesem Tag wird im E-Weihnachtsgeschäft hierzulande mit 547 Millionen US-Dollar (438 Millionen Euro) so viel umgesetzt wie an keinem anderen Tag der Saison. So die „Adobe Online Holiday Shopping Forecast“, der – auf der Basis einer Billion Page Visits auf Einzelhandels-Webseiten der vergangenen sieben Jahre – Vorhersagen für das Online-Weihnachtsgeschäft im November und Dezember 2014 trifft. In den USA ist der Höhepunkt im Weihnachtsgeschäft der Cyber Monday am 1. Dezember mit einem prognostizierten Umsatz von 2,56 Milliarden US-Dollar bzw. 2,04 Milliarden Euro (zum Vergleich: Frankreich 7. Januar mit 478 Millionen US-Dollar / 382 Millionen Euro; Großbritannien am 1. Dezember mit 447 Millionen US-Dollar / 357 Millionen Euro). Am 8. Dezember, dem Höhepunkt des Online-Shoppings in der Weihnachtszeit, gibt jeder Deutsche durchschnittlich 6,77 US-Dollar aus (5,41 Euro). Europaweit liegt dieser Wert bei 8,91 US-Dollar (7,12 Euro), die US-Amerikaner investieren am Cyber Monday (1.12.) im Schnitt 8,06 Dollar (6,44 Euro).

Wann kaufst du die Geschenke zum Fest?

Wann kaufst du die Geschenke zum Fest?

Mobile Shopping legt kräftig zu
Einen großen Sprung wird in diesem Jahr das Shopping mit dem Smartphone machen. Mobilität ist das Zauberwort. Mobiles Shopping nimmt hierzulande um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (Europa: 38 Prozent; USA: 25 Prozent). Spitzenreiter bei den Einkäufen über Smartphones, Tablets & Co. sind übrigens die Dänen mit einem Wachstum von 56 Prozent. Der mobile Anteil an allen Online-Transaktionen beträgt in Deutschland zur Weihnachtszeit 14 Prozent: Smartphones machen 4,5 Prozent aus, Tablets 9,5 Prozent. Europaweit tragen mobile Geräte mit 16,5 Prozent zum Online-Weihnachtsgeschäft bei.
„Wie bereits im vergangenen Jahr angedeutet, setzt sich in Europa das Wachstum im Bereich Mobile fort: Während der Traffic über Tablets rund 30 Prozent zulegte, wuchs der Smartphone-Traffic sogar um 72 Prozent – sicher auch begünstigt durch größere Smartphone-Screens“, sagt Mark Zablan, President EMEA bei Adobe. Auch ich werde mit dem iPhone 6 plus shoppen. „Dieses Wachstum gekoppelt mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Mobile Beacons und Mobile Payment bedeutet für Einzelhändler, dass sie die passenden Strategien und Technologien einsetzen müssen, um ihren Kunden relevante mobile Erlebnisse zu liefern.“

Reportage: VIP-Shopping im Lego Store Pasing

24. November 2013

Im Moment bombardieren mich viele Händler mit Vorweihnachtsangeboten. Rabatt hier, Ermäßigung da, Schnäppchen dort. Sicherlich die größte Aktion liefert sich Amazon mit dem Cyber Monday – eigentlich ein Montag, der eine ganze Woche läuft. Dann kommt am 29. November der Black Friday zu uns und es lohnt sich ein Blick zu Apple, Arktis oder Cyberport. Ich wollte es aber persönlich haben, bin auch langsam in Weihnachtsstimmung und habe als Lego-Fan eine Einladung zum VIP-Shopping im Lego Store Pasing angenommen.

Einladung zum Lego VIP-Shopping.

Einladung zum Lego VIP-Shopping.

Dazu musste man sich persönlich anmelden, den Ausweis und die VIP-Karte sowie die Einladung mitnehmen. Eine Person darf mich begleiten. Dann macht Lego bereits für VIP-Kunden um 8:30 Uhr in den Pasing Arkaden auf. Das normale Kundenvolk darf erst ab 9:30 Uhr eintreten. Also so richtig VIP-Feeling beim Geldausgeben.

Doch irgendwie sieht es zu Tagesbeginn nicht danach aus. Die Münchner S-Bahn hat mal wieder eine ihrer beliebten Pannen, von wegen Weltstadt. Um 6 Uhr twittert der Münchner Verkehrsverbund: „Wegen einer technischen Störung an einem Stellwerk in München-Pasing sind derzeit keine Zugfahrten von und nach München-Pasing möglich.“ 6:32 Uhr dann der nicht ermutigende Tweet „Wir bitten Sie bis zur Behebung der Störung von Reisen abzusehen.“ Irgendwann läuft es dann wieder, dennoch dürfen K1 und ich über 20 Minuten in der morgendlichen Kälte warten. Mit dabei etliche Reisende, die den MVV verfluchen – mich eingeschlossen. Anschlusszüge und Flieger werden von den Wartenden verpasst. Und wir verpassen vielleicht unseren VIP-Shopping-Tag bei Lego, hatten uns aber extra Samstag morgen aus dem warmen Bett gequält. Die Stimmung bei uns droht zu kippen.

Ankunft im Lego Store.

Ankunft im Lego Store.

8:40 Uhr kommen wir dann endlich im Store in den Pasing Arkaden an. Während die Shoppingmall noch im Dunkeln liegt, ist der Lego Store im ersten Stock hell erleuchtet. Die Rolltreppe zum Obergeschoss ist noch nicht in Betrieb, also zu Fuß hoch ins Shopping-Paradies der bunten Steine. Im Schaufenster sind einige Modelle mit weihnachtlichem Brimborium ausgestellt. Die Oper aus Sydney sieht stark aus, der dunkle Turm aus Mordor ist ein echter Hingucker und der Weihnachtsmarkt aus Lego City passt zur Weihnachtszeit. Am Eingang werden wir freundlich empfangen. Wir nennen einem jungem Mann im T-Shirt unsere Namen, der sie mit der VIP-Liste vergleicht. Wir bekommen ein VIP-Armband überreicht, das ich zu Hause gleich ins Lego-Archiv lege (wie die Gattin richtig vermutet). Ganz so streng geht es mit der Kontrolle bei Lego dann doch nicht zu.

Shopping für VIP-Gäste.

Shopping für VIP-Gäste.

Im Store habe ich ein wenig mehr VIP-Feeling erwartet, vielleicht zumindest einen Kaffee für die Frühaufsteher oder frische Muffins. Aber zu viel erwartet, vielleicht ist es in Dänemark nicht üblich morgens Kaffee zu trinken. Es gibt aber Lego und zwar zuhauf. Die neuen Weihnachtssets sind aufgereiht und warten auf Käufer. Wer über 125 Euro einkauft, bekommt 10 Prozent Rabatt – schließlich geht es ja um eine Rabattaktion. Das gleiche Rabattangebot gibt es für VIP-Kunden im Online-Store auch. Dann gibt es in Pasing noch ein kleines Auto und vor allem eine Brick-Box als Geschenk. K1 ist von dieser Brick-Box begeistert. Im Grunde ist es eine simple gefaltete Pappschachtel. Sie sieht aus wie die Fressbox beim Chinesen, wenn man gebratene Nudeln mit Hühnerfleisch zum Mitnehmen wählt. Der Clou: Ab 27. Dezember kann ich als Kunde meine Lego Brick-Box mit Lego-Steinen auffüllen, die ich dann kostenlos mitnehmen darf. Kundenbindung nennt man das im Marketing, geile Sache nennen wir es.

Beim Shopping schielen wir immer aufs iPhone, denn zeitgleich startet Amazon seine Cyber Monday Aktion. Und dort reduziert Amazon auch Lego-Produkte – in unserem Fall den Lego Star Wars 75012 – Barc Speeder, den K1 (und ich) wollen. Also den Speeder zurück ins Regal gestellt und gleich bei Amazon bestellt. Ja, das ist Preiskapitalismus. Dafür sucht sich K1 dann was anderes aus, schließlich hat Papa ja gespart, so die Argumentation von K1. Von wem hat K1 das Verhandlungsgeschick? Also alle haben gewonnen: Lego, Amazon, K1 – nur ich muss bezahlen.

Nach einer Stunde ist alles vorbei. Tüten sind gefüllt, VIP-Punkte sind gesammelt, Kreditkarte ist belastet. Und Kaffee gibt es dann auch noch – allerdings bei einem Kaffeehaus gegenüber. Fazit von K1: „Nächstes Mal kaufen wir wieder online ein, dann muss ich nicht so früh aufstehen.“ Ja, ja, diese Jugend.

Frust beim Cyber Monday

30. November 2010

Die Gier ist etwas Gutes – so sagt es Gordon Gekko in Wallstreet. Wie gierig die User waren, zeigte sich am Montag beim Cyber Monday von Amazon. Nachdem Apple am vergangenen Freitag zum Black Friday aufgerufen hat und seine Produkte zum Teil für einen Tag reduziert angeboten hatte, war jetzt Amazon an der Reihe.

Und ich geb es zu: Ich war auch dabei und wollte ein, zwei Schnäppchen machen. Wir ging es um Beamer. Aber obwohl ich zur richtigen Angebotszeit auf Kaufen klickte, waren die Waren schon weg – schade. Aber es ging wohl nicht mir so: Durchs Netz schwappte eine Welle der Empörung. Vermutungen, dass Amazon nur ein paar Artikel auf Lager habe und die Aktion nur zu PR-Zwecke nutze, waren noch die harmlosesten Aussagen. So etwas zu behaupten ist fahrlässig. Ich glaube vielmehr, dass Amazon selbst von dem Run ihres Cyber Mondays überrascht war. Die Aktion wurde einem Monat zuvor durch Aufrufe beworben: Die Kunden sollten aus 100 Produkten selbst wählen, welche 30 Waren sie zu reduzierten Preisen einkaufen wollen.

Ob zu 100 Prozent auf diese Wahl zurückgegriffen wurde, weiß ich nicht. Laut Amazon Deutschland haben Hunderttausend in den 25 Tagen bei der Wahl mitgemacht. Es waren beim Cyber Monday einige Produkte dabei, die aus dem Lager mussten, weil die nächste Generation von Technikprodukten anstehen. Aber egal. Wie der Branchendienst Turi2 berichtet, haben die Amerikaner bis zu 1 Mrd Dollar beim „Cyber Monday“ ausgegeben haben. Der Umsatzrausch liegt rund 15 Prozent über den Vorjahreszahlen. Zahlen von Deutschland habe ich nicht gefunden.

Aber Amazon hat auch ein Geschäft mit mir gemacht. Für mehrere Stunden gab es die 14 Millionen mp3-Lieder aus den Amazon Archiven für die Hälfte billiger. Da hab ich zugeschlagen und ein paar Alben abgestaubt. So war die Enttäuschung über die nicht erhaltenen Beamer beim Cyber Monday dann doch erträglich und das Amazon Marketing hat bei mir funktioniert.