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Filmtipp: Susan … verzweifelt gesucht

10. Juni 2020

Als der Film in meiner Jugend im Kino lief, hatte sich das Outfit der Mädchen in meinem Bekanntenkreis schlagartig verändert. Gemeint war die Komödie Susan … verzweifelt gesucht. Überall waren jetzt bei den jungen Damen meiner Bekanntschaft Leggings, Spitzen, Nieten zu sehen. Dieser Film setze Maßstäbe im Fashionbereich meiner Umgebung, während ich weiterhin mit Cordhose und Pullunder unterwegs war. Ich war wohl einfach nicht so trendig, schließlich war ich in meiner Freizeit meist im Kino oder vor dem Videorekorder.
Das ist lange her. Jetzt kam allerdings das Mediabook von Susan … verzweifelt gesucht als kombinierte Bluray- und DVD-Version auf den Markt und wurde mir von der zuständigen Agentur zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.
Also begab ich mich auf die Reise in meine Jugend ins Jahr 1985. Für mich als Fan der Stadt New York war dieser Film eine Wohltat. Die Geschichte der Regisseurin Susan Seidelman ist eine klassische Verwechslungskomödie mit Rosanna Arquette und einer (noch) unbekannten Madonna. Es war ein nostalgischer Trip zurück, denn ich mag New York-Stories. Nun Seidelman ist kein New York-Erzählmeister wie Woody Allen und auch kein Screwball-Champignon wie Frank Capra, aber sie ist eine begabte US-amerikanische Autorenfilmerin, die mir New York näher brachte. Später drehte sie auch den Piloten von Sex and the City, der auch ein interessantes New York-Bild vermittelte.

Seidelmans Regie hat optisch einiges zu bieten. Szenen der biederen Familie sind in Rosa gehalten, das punkige New York East Village und SoHo eher in gelben und smaragdgrünen Farben. Sie spielt mit den Gegensätzen der Charaktere und überzeichnet sie freilich auch. Und diese Gegensätze werden überall deutlich: Im Licht, im Set, im Outfit, in der Ausstattung und in der Sprache. Es lohnt sich, den Film im englischen Original anzuschauen, um das New York der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts genießen zu können. Große Filmkunst ist es natürlich nicht, obwohl es Szenen gibt, die sich mir eingeprägt haben. Dazu gehört sicherlich das Erscheinungsbild von Madonna, die erst nach dem Film ihren medialen Durchbruch hatte. Die Dreharbeiten mit ihr verliefen ohne Probleme, ohne Bodyguards und Security. Madonna konnte sich am Set frei bewegen – erst nach dem Film begann der Rummel um ihre Person.
Ob der Film heute noch funktioniert? Nein, denn wer liest noch eine Kleinanzeige in einer Tageszeitung? Was war nochmal dieses Holzmedium? Craigslist von heute bietet nicht mehr den Charme einer Verwechslungskomödie und somit ist Susan ein wunderbares Produkt einer alten Zeit.
Der Filmjournalist Christoph N. Kellerbach beschreibt im Booket die Entstehungsgeschichte des Films. Ich muss mir aus dem Archiv das Presseheft von damals raussuchen und mich in die Geschichte weiter einlesen. Kellerbach liefert eine hervorragende filmjournalistische Grundlage für den Film. Vor allem der These, dass Susan … verzweifelt gesucht einer der ersten Frauenfilme war, ohne Feminismus und dennoch mit klarem Fokus auf die Frau, ist eine interessante Information und damit hat Susan einen Platz in der Filmgeschichte.

YouTube doch meist nur ein Konsumkanal

12. Juli 2016
Wie wird YouTube bei euch genutzt?

Wie wird YouTube bei euch genutzt?

Bei meinen Vorträgen an Schulen frage ich auch die Nutzung von YouTube nach. Alle Schülerinnen und Schüler, egal welcher Jahrgangsstufe und Schulzweig und egal welches Bundesland, schauen YouTube. Für sie ist das Ende des linearen Fernsehens längst Realität und sie verstehen die aufgeblasenen Diskussionen der Programmmacher von Fernsehsender gar nicht. Die Kinder sind mit YouTube aufwachsen und nutzen es. Interessant ist, dass viele Schülerinnen und Schüler die Videoplattform als Suchmaschine nutzen – auch K1 und K2.

YouTube als Suchmaschine
Das Verhalten in unserer Familie ist interessant. Während ich als erstes zu Google und Co greife, um etwas zu suchen, greifen meine Kinder zu YouTube. Für sie ist YouTube eine Suchmaschine. Als ich nachfragte, warum es so sei, erklärten mir K1/2 übereinstimmend: „Es ist wie in der Schule. Der Lehrer erklärt etwas anhand eines Tafelbildes. Er baut den Sachverhalt auf und zeigt die Lösung. Erst dann lesen wir im Schulbuch nach, wie das Problem gelöst wird.“
Ein schöne Erklärung, wie ich finde. Im Grunde gebe ich meinen Kindern recht, denn unbewusst handle ich ebenso. Ein Beispiel: Meine Frau und ich haben uns eine Siebträgermaschine gegönnt. Wir lieben guten Kaffee und die Anschaffung war es uns wert. Nachdem wir das Ding aufgebaut und angeschlossen haben, ging es an die Installation. Dabei sollte ich ein fettes Handbuch als PDF lesen. Wirklich nicht. Also schauten wir die How to-Videos in YouTube an und konnten die Maschine einstellen. So weit sind meine Kinder und ich nicht voneinander entfernt.

Das erste YouTube-Video war eine Revolution. Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen der Wirkung. Jeder kann ein Sender sein – YouTube – deine Bildschirmröhre.

YouTube in der Jugendforschung Celepedia
Interessant ist in diesem Zusammenhang, was die Jugendforschung dazu sagt. Celepedia, ein Start-up von Axel Springer mit der Zielgruppe der 12- bis 24-Jährigen, hat über 4.100 Jugendliche in der „Celepedia Jugendstudie #1“ in 41 Fragen zu Themen wie Zukunft, Werte, Mediennutzung, E-Commerce, Drogenkonsum und Sex befragt. Das Ergebnis der Online-Umfrage, die im August 2015 unter den Celepedia-Nutzern in ganz Deutschland durchgeführt wurde, ist die größte nationale Jugendstudie. Mode, Beauty und Videoblogger schlagen Politik und Wirtschaft beim Interesse der Jugendlichen (68 Prozent interessieren sich für Mode, 61 Prozent für Beauty und 51 Prozent für Videoblogger auf YouTube – nur 13 Prozent informieren sich über Politik und 9 Prozent über Wirtschaft)

YouTube als Konsumkanal, weniger eigene Filme
Es stellt sich heraus, dass YouTube primär ein Konsumkanal ist, nur vereinzelt treten Jugendliche als Protagonisten vor die Kamera (81 Prozent haben noch nie ein Video hochgeladen, 1 Prozent laden regelmäßig Videos hoch). Dabei bemüht sich Google, neue YouTuber zu aktivieren. Aber mit mäßgem Erfolg. Meine Kinder experimentieren mit Video herum und K2 versucht sich an einem eigenen Videokanal. Sie schauen mir mit meinem Kanal über die Schulter, aber meiner Erfahrung nach, gibt es sehr wenige YouTuber unter den Schülerinnen und Schülern. Eine Ausnahme. Ich habe bei einem Vortrag am Münchner Gymnasium Trudering eine erfolgreiche YouTuberin kennengelernt. Amelie Marina – die 16jährige Schülerin betreibt erfolgreich den Kanal lifestyle_inlove und berichtet über Lifestyle, Fashion, Beauty und mehr. Sie hat es verstanden und kam schon in kurzer Zeit auf 14.431 Abonennten. Dagegen bin ich eine lahme Ente mit meinem Kanal.

Die YouTube-Zahlen
Inzwischen wird YouTube von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt – das entspricht fast einem Drittel aller Internetnutzer. Täglich werden Videos mit einer Gesamtdauer von mehreren hundert Millionen Stunden auf YouTube abgespielt und Milliarden Aufrufe generiert. In den vergangenen drei Jahren ist die Wiedergabezeit auf YouTube jährlich um mindestens 50 % gestiegen.
Die Google-Tochter haben lokalisierte Versionen von YouTube für mehr als 88 Länder und in 76 Sprachen eingeführt, die 95 % aller Internetnutzer beherrschen.

(Online-) Handel bereit für Cyber Monday und Black Friday

19. November 2015

Für einige ist es die Erfüllung ihrer Konsumträume, die anderen verstehen nur Bahnhof: Am 27. November und 30. November locken Black Friday und Cyber Monday Kunden mit Angeboten. Als IT-Fuzzi kenne ich die Daten, aber wenn Fehlanzeige, wenn ich mein Umfeld befragte. Jetzt kam durch eine Umfrage heraus, dass die Deutschen die beiden Tage für Sparfüchse gar nicht kennen und dies in dem Land, in dem Geiz angeblich geil sei.
Laut den Onlinehändlern sind die Spartage Black Friday und Cyber Monday eine gute Gelegenheit, die ersten Weihnachtsschnäppchen zu ergattern. Auch ich werde Ausschau nach ein paar Schnäppchen machen. Doch ein Großteil der Bevölkerung kennt die Sparmöglichkeiten gar nicht, die sich an diesen Tagen bieten. Für mehr als zwei Drittel der Deutschen (35 Prozent) ist der Black Friday unbekannt. Der Cyber Monday ist sogar 45 Prozent der Deutschen kein Begriff. Und dies wohl viele Händler fett die Werbetrommel rühren. Allerdings sehe ich bei uns am Land keinen Einzelhandel, der mit den Begriffen Cyber Monday oder Black Friday wirbt. Von den Online-Händlern werde ich mit Banner und Newsletter versorgt, mein lokaler Handel beachtet die Aktionstage nicht. Warum eigentlich nicht?

Amazon bereitet mich auf den Cyber Monday vor.

Amazon bereitet mich auf den Cyber Monday vor.

In den USA sind diese Aktionstage traditionell der Start ins Weihnachtsgeschäft. „Seit ein paar Jahren hat auch der Handel in Deutschland das Potential für sich erkannt und bietet an diesen beiden Tagen besonders attraktive Angebote. Doch es besteht noch Aufklärungsbedarf. Bei den vielen Rabatten und Schnäppchen sind die Verbraucher kritisch geworden“, sagt Qipu-Geschäftsführer Veit Mürz. Qipu ist der erfolgreichste Cashback-Loyalty Anbieter Deutschlands. Die Aktionstage sind hierzulande aber auf dem guten Weg sich zu etablieren. Immerhin 13 Prozent der Verbraucher haben bisher noch keine Black Friday-Angebote genutzt, haben es aber diesem Jahr vor. Beim Cyber Monday sind es sieben Prozent.

Klassische Warenkörbe
Obwohl sich in verschiedenen Produktkategorien Rabatte und Schäppchen zum Black Friday und Cyber Monday finden, sind es doch die Technikprodukte, die in diesem Jahr bei den Fans der Aktionstage im Warenkorb landen werden (37 Prozent Black Friday, 34 Prozent Cyber Monday). Das ist nicht verwunderlich, versprechen die Händler doch gerade in diesem Bereich die größten Sparmöglichkeiten. An zweiter Stellen stehen die Fashionartikel (21 Prozent Black Friday, 15 Prozent Cyber Monday). Den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es allerdings auch beim Shoppen am Black Fiday und Cyber Monday: Planen 48 Prozent der Männer an diesen Tagen Technikprodukte zu kaufen, will die Mehrheit der Frauen (27 Prozent) in der Kategorie Fashion zuschlagen. Bekleidung planen aber nur 16 Prozent der Männer für den Einkauf ein. Telefon- und Internetverträge stehen bei den Deutschen dagegen an letzter Stelle der Einkaufslisten (4 Prozent). Und auch Schmuck (5 Prozent) und Reisen (6 Prozent) werden in diesem Jahr eher nicht im Warenkorb landen. „Vielen Verbrauchern ist noch nicht klar, welches Sparpotential sich ihnen an den beiden Tagen bietet. Es sind eben nicht nur Technikprodukte. Wer am Black Friday oder Cyber Monday seinen nächsten Urlaub bucht, kann mit satten Rabatten rechnen“, sagt Mürz.

Arktis stimmt mich auf den Black Friday ein.

Arktis stimmt mich auf den Black Friday ein.

Top 5: Welche Produkte werden am Black Friday und Cyber Monday gekauft?

Black Friday
Technikprodukte 37 Prozent
Fashion 21 Prozent
Bücher, Musik, Filme 14 Prozent
Beautyprodukte 9 Prozent
Spielzeug 8 Prozent

Cyber Monday
Technikprodukte 34 Prozent
Fashion 15 Prozent
Bücher, Musik, Filme 13 Prozent
Beautyprodukte 8 Prozent
Spielzeug 7 Prozent

Kein tiefer Griff ins Portemonnaie geplant
Trotz der verlockenden Schnäppchen und Rabatte lassen sich die Deutschen an den beiden Aktionstagen zu keinen großen Ausgaben hinreißen: Jeder Vierte (25 Prozent) möchte am Black Friday maximal 100 Euro ausgeben. Das wollen auch 17 Prozent am Cyber Monday ausgeben. Mehr als 250 Euro planen für den Black Friday gerade einmal sechs Prozent und für den Cyber Monday nur vier Prozent auszugeben. Jeder Zehnte (10 Prozent) der deutschen Verbraucher hat sein Budget für den Black Friday noch nicht festgelegt, am Cyber Monday ist immerhin jeder Achte (13 Prozent) noch unentschlossen.

Fett rot: Wildlederschuhe Stingray Red von Mascolori

24. April 2015
Ein Traum in rot und in Wildleder.

Ein Traum in rot und in Wildleder.

Das Frühjahr ist bei mir gleichbedeutend mit dem Kauf von neuen Schuhen. Vor kurzem habe ich mir wieder ein wunderbares Paar gekauft, dieses Mal allerdings nicht so sehr für offizielle Auftritte.
Meine Wahl fiel auf rote Wildlederschuhe von Mascolori. Die auffälligen Wildlederschuhe Stingray Red sind der Hingucker in der Freizeit. Diese Wildlederschuhe kommen mit einer faszinierenden Textur. Die oberste Schicht besteht aus hochwertigem Wildleder. Das Innenfutter ist aus weichem und strapazierfähigem Leder, welches dem Schuh ermöglicht sich geschmeidig und schön an den Fuß anzupassen. Die Sohle ist komplett aus Leder gefertigt.

Schuhe
„Unsere Philosophie ist es, die wesentlichen Merkmale eines Qualitätsschuhs mit unseren ausgefallenen und verrückten Farbkombinationen und Muster zu verbinden“, heißt es bei Mascolori. Mascolori ist eine junge, holländische Modemarke mit der Mission mehr Farbe in die Garderobe des Mannes zu bringen. Klein hat das Unternehmen vor über zwei Jahren in Rotterdam angefangen, genießt aber inzwischen in der deutschen Fashion Welt immer größerer Beliebtheit. Nach anfänglichen Erfolg mit extravaganten und farbenfrohen Herrenschuhen, bietet das Unternehmen nun auch knallige Hemden und Accessories. Ich habe mir als Fliegenträger noch eine rote Fliege gekauft.
Die Schuhe werden in kleinen Auflage vom Designer Pepe Milán von Hand hergestellt. Seine Firma aus Almansa in Südspanien produziert seit einigen Generationen stilvolle Schuhe für den spanischen und nun auch für den niederländischen und deutschen Markt.