Posts Tagged ‘Steve Jobs’

Apple würdigt die Queen und Sprechen wie die Queen

10. September 2022

Natürlich heute nochmal die Queen. Sie begegnete mir an einem Ort, an dem ich sie überhaupt nicht erwartet habe.Gestern war der Verkaufsstart der neuen iPhones, Ohrhörer und Uhren von Apple. Als Fanboy will ich neues Futter. Überraschend: Auf der Startseite von Apple waren aber nicht die neuen Produkte, die diese Woche in Cuppertino vorgestellt wurden. Nein, Apple verzichtete auf diesen enormen Werbeeffekt auf der Homepage, sondern Apple zeigte einen Nachruf auf die Queen. In Memoriam Her Majesty Queen Elisabeth II 1926-2022.

Dafür mag ich Apple. Solche Nachrufe auf der Startseite gab es nur wenige. Natürlich bei Steve Jobs und Beatle George Harrison und jetzt auch bei der Queen – und das trotz einem weltweiten Verkaufsstart der Apple Produkte. Das finde ich prima und Dank an Tim Cook und sein Team.

Die Sprache der Queen
In meinem Marketingteam bei meiner letzten Festanstellung hatte ich eine hervorragende Kollegin, die mit einem Briten liiert war. Wenn ich mit ihr auf US-Messen war, entschuldigten sich die US-Amerikaner bei mir, dass sie so ein schlechtes Englisch sprachen, wenn meine Kollegin zur Diskussion in besten noblen britischen Akzent ansetzte. Daran musste ich denken als mir eine Mitteilung der Sprachlernplattform Babbel ins Mailpostfach kam. Hier wird phonetisch erklärt, warum die Queen eben einfach cool war und auch so sprach.

Ihr nobler britischer Akzent wird in Erinnerung bleiben; wird er doch von vielen als die „richtige“ Art Englisch zu sprechen angesehen. Was macht also einen solchen Akzent aus? Claire Larkin, Kulturexpertin bei der Sprachlernplattform Babbel gibt hier Tipps, wie einem dieser britische Akzent spielend gelingt. Sie empfiehlt, auf die drei phonetischen Indikatoren der britischen Aussprache zu achten:

1) die deutliche Aussprache des Buchstabens H am Anfang von Wörtern wie ‘hat’ und ‘hamper’.

2) das unhörbare R in Wörtern wie ‘car’ und ‘heart’ – Received Pronunciation unterscheidet sich vom amerikanischen Englisch, denn ein R wird im Allgemeinen nicht ausgesprochen, es sei denn, es folgt auf einen Vokal. Das bedeutet, dass ein Received Speaker das r in ‘farm’ nicht aussprechen würde, wohl aber in Wörtern wie ‘brick’ und ‘scratch’.

3) die langen Vokale, die einen unglaublich hohen Gaumen erfordern (versuche einmal, „darling“ und „oh“ mit weit geöffnetem Mund auszusprechen, als wäre man beim Zahnarzt, oder hätte einen Apfel im Mund). Fabulous darling! (Patsy in Absolutely Fabulous). Wenn du dein Oxford-Englisch auffrischen willst, kannst du dir Wiederholungen der jährlichen Weihnachtsansprache der Queen ansehen.“

„Eine andere Möglichkeit, wie die Königin zu klingen, ist, die ‘t’s’ zu betonen. Wenn wir unsere langen Vokale betonen, können wir anfangen, diese Art des Sprechens zu üben: Wörter wie „water“ werden dann eher wie ‘wahttah’ ausgesprochen, oder ‘daughter’ wird zu ‘dahttah’. Wenn wir darauf achten, dass unsere T’s knackig und unsere Vokale lang sind, können wir auf einfache Weise den begehrten Akzent nachahmen. Da Vokalkombinationen zu den häufigsten Bestandteilen des Englischen gehören, können diese Laute beim Sprechen verwendet werden, um einen monarchischen Akzent zu erzielen:

/æ/ – Wörter, die dieses Phonem enthalten, enthalten einen ‘ah’-Laut, der mit hoher Zunge ausgesprochen wird. Das bedeutet, dass Wörter wie ‘man’, ‘bat’ und ‘tan’ eher wie ‘men’, ‘bet’ und ‘ten’ klingen sollten, wenn sie königlich ausgesprochen werden.

/uː/ – Dieses Phonem erzeugt den Laut ‘oo’. Bei der Aussprache von Wörtern, die dieses Phonem enthalten (wie z. B. fruit, music und new), sollte die Zunge hoch nach hinten gelegt und die Lippen abgerundet werden, so dass das ‘oo’ eher verschluckt und im hinteren Teil der Kehle klingt. ‘Froot’, ‘Moosic’ und ‘Noo’ sollten dabei heraus kommen.

/əʊ/ – Dieses Phonem ist ein Dipthong, d. h. es handelt sich um ein Vokalphonem, das aus zwei Lauten besteht, die nahtlos ineinander übergehen. Bei der Aussprache von Wörtern, die diesen Dipthong enthalten – wie z. B. goat, road, und show – sollten wir unseren Mund unrund und offen halten. Das bedeutet, dass die O’s weniger hart ausgesprochen werden und die Wörter somit fließend erscheinen.“

So jetzt wissen wir dank Babbel das auch und bereiten uns auf das Begräbnis dieser wunderbaren Frau vor.

Das Ende vom iPod – meine Sammlung

11. Mai 2022

Es war das Jahr 2001 als Apple die Musikindustrie zerstörte und sich selbst rettete. Mit dem iPod begann ein neues Zeitalter des mobilen Musikgenusses. Jetzt hat Apple den Player aus dem Programm genommen, doch die Musik lebt weiter.

Hier eine Auswahl meiner iPods.

Steve Jobs, Jon Ive und die Kreativen aus dem Apple Zukunftslabor präsentierten die 1000 Songs in der Hosentasche und leiteten eine Musikrevolution ein. Es gab zuvor mp3-Player und es gab danach mp3-Player, aber es gab für mich nur den iPod.

Ich hab in einem Video mal eine Auswahl meiner iPods, Nanos, Minis, Shuffles und iPod Touch mal zusammengestellt. Im Grunde habe ich fast alle Modelle bis auf die U2-Version und die Harry Potter-Version in meinem Archiv. Das Flaggschiff, der 80 GByte-Player lief noch die vergangenen Jahre im Auto bis er nun durch Blauzahn ersetzt wurde. Ähnlich wie ich an meinen Sony Walkman nostalgische Erinnerungen habe, habe ich an meine iPods schöne Erinnerungen. Danke Apple und ich bin gespannt, was die Zukunft bringt.

Kater Parsifal überwacht die Dreharbeiten.

15 Jahre Apple iPhone – ich war dabei

11. Januar 2022

Es gibt Ereignisse, die in die Geschichte eingehen und bei einem solchen Moment war ich dabei. Ich saß vor 15 Jahren in San Francisco im Moscone Center als Steve Jobs das iPhone vorstellte. Apple erfindet das Telefon neu – lautete ein Slogan.

Auf der Bühne führte uns Jobs zunächst an der Nase herum und sprach von drei neuen Produkten: ein iPod mit Touch-Control, ein Telefon, ein Internet-Device. Und dann als der Groschen gefallen ist, der legendäre Satz: „Wir nennen es iPhone.“ Der Rest ist Geschichte.
Ich habe meine Erinnerungen in diesem Video zusammengefasst: Viel Spaß

Das Apple Putztuch gab es schon vor rund 20 Jahren

20. Oktober 2021

Nachdem alle über das 25 Euro teure Poliertuch aus dem Apple Onlinestore berichtet haben, hat Apple sein Ziel erreicht: Das Unternehmen aus Cupertino ist wieder in aller Munde. Ich erinnere mich noch an das Jahr 2002 als es schon mal so ein Tuch gab.

Als meine Bestellung für die mobile Höllenmaschine MacBook Pro raus gegangen ist, schaute ich noch durch den Shop, ob es ein Schnäppchen gab: Apple und Schnäppchen – ein Widerspruch in sich. So stieß ich also auch wie viele andere auf das Poliertuch, das mir mein Optiker als kostenloses Geschenk beim Brillenkauf dazugibt, bei Apple ich aber bezahlen soll, auch wenn ich für Tausende von Euro ein M1Max-Biest gekauft habe.

25 Euro für ein Putztuch – ich liebe den Humor von Apple.

Poliertuch aus dem Jahre 2002
Aber in diesem Moment erinnerte ich mich an die Keynote des Jahres 2002. Apple hatte mich damals nach San Francisco auf die MacWorld Expo zur Bericterstattung eingeladen. Ich saß ziemlich weit vorne. Vorgestellt wurde damals der iMac im Sonnenblumen- oder Lampendesign. Steve war noch am Leben, Jon hatte das Design nach einem Spaziergang durch ein Sonnenblumenfeld entworfen und es war eine gute Zeit, es war eine andere Zeit. Ich liebte diesen Computer. Hier die Keynote als Steve Jobs den Rechner, the new iMac genannt, vorstellte.

Eskalation im Tech-Briefing
Anschließend gab es Tech-Briefings. Apple Ingenieure erklärte uns Journalisten den technischen Aufbau der damals mit dem G4 ausgestatteten Rechner. Die Nerven unseres Apple Ingenieurs und des dazugehörigen PR-Mannes wurden in unserer Session mit europäischen Journalisten extrem strapaziert.

Ein Kollege aus Deutschland hatte einen Schraubenzieher dabei und wollte den iMac vor den Augen der Apple Mitarbeiter aufschrauben, was bei Todesstrafe verboten war. Er war schwer davon abzubringen, um zu schauen, wie die RAM-Bausteine ausgewechselt werden können.

Aber richtig lustig wurde es dann als sich in meiner Session der Vertreter der französischen Vogue meldete. Apple öffnete sich damals in Richtung Luxusmarke. Der angesehene Kollege aus der Modebranche war weniger an den technischen Innereien des iMac interessiert als vielmehr an der Beilage zum iMac. Zum Lieferumfang gehörte nämlich ein graues Poliertuch, ganz so, wie es heute von Apple im Onlinestore angeboten wurde.
Warum dieses Tuch grau sei, wollte der Kollege wissen. Er könne sich sehr gut dagegen ein weinrotes Poliertuch vorstellen. Dafür erntete er verständnislose Blicke der Apple-Verantwortlichen. Deren Gesichtszüge entglitten.

Da musste man erst mit dem nervigen Deutschen und seinem Schraubenzieher fertig werden und dann kam der Modejournalist dazu und wollte eine Begründung für das graue Tuch. Dabei muss man wissen, dass US-Briefings damals so abliefen: Die Verantwortlichen stellten etwas vor und Fragen waren weniger erwünscht. US-Tech-Journalisten hielten sich daran, wir Europäer waren unsere Pressekonferenzen mit Frage – Antwort gewöhnt, Kulturunterschiede eben. Als die Stimmung in der Session zu eskalieren drohte, weil sowohl der deutsche Kollege mit seinem Schraubenzieher als auch der französische Kollege mit seinem weinroten Poliertuch keine Ruhe gaben, wurde die Session abgebrochen und wir vor die Türe geschickt. Quasi ohne Abendessen ab ins Bett.

Der deutsche Apple-PR Manager, der legendäre Georg Albrecht, der uns begleitete, konnte sich vor Lachen nicht mehr zurückhalten und entschuldigte sich bei seinen US-Kollegen, die schweißgebadet waren. Den new iMac samt Tuch hab ich noch. Vielleicht sollte ich bei Apple mal nachfragen, warum es das 25 Euro teure Putztuch nicht in Weinrot gibt.

Heute vor 10 Jahren verstarb Steve Jobs

5. Oktober 2021

Heute ist der 10. Todestag von Steve Jobs. Ich erinnere mich, dass ich gegen 5 Uhr vor 10 Jahren einen Anruf erhalten habe, dass der Apple Gründer verstorben sei. Ich stand auf und formulierte meinen emotionalen Nachruf Vielen Dank Steve Jobs (1955-2011) zudem ich noch heute stehe.

Seit 10 Jahren führt Tim Cook nun das einstige Computerunternehmen und hat es zu neuen finanziellen Höhenflügen gebracht. Apple ist das reichste Unternehmen auf diesem Planeten. Ein neues Feld wie Wearables verbunden mit Gesundheitsfunktionen wurde geschaffen und damit ein völlig neuer Markt. Und Macs, iPhones, iPads laufen weiter und bringen weiter Geld.
Am Todestag von Steve Jobs, heute vor 10 Jahren, gehen mir viele Geschichten durch den Kopf. Ich erinnere mich noch an die Zeit von Motorola-Chipsätzen, dann der PowerPC, dann der Wechsel zu Intel und anschließend die Apple-eigenen Chipsätze, die wahren Powerboilden. Aber Prozessoren waren nicht sexy zum Ansehen – bis auf einziges Mal, als der G4 eingeführt wurde und der Prozessor so schnell war, dass er als Kriegswaffe galt. Apple produzierte den legendären Tank-Spot. Panzer fuhren um den G4-Rechner auf damit er nicht in falsche Hände geriet.

Beim Aufräumen meines Archivs fiel mir allerhand Werbematerial aus der Zeit von Steve Jobs in die Hand: Prospekte und Flyer zum ersten iPod (1000 Songs in der Tasche), der G4-iMac im Stile eine Sonnenblume, die transparenten iMacs.

Ich setzte mich und ging das Werbematerial durch, jedes verbunden mit Erinnerungen an die damalige Zeit, als Steve Jobs in seinen Keynotes Hof hielt. Bei manchen durfte ich live vor Ort dabei sein, manche sah ich via Satellit (Streaming war damals noch nicht so richtig möglich). Es gab anschließend schöne Partys und Events zu denen ich eingeladen war, um innerhalb der installed Base zu feiern. Es war eine andere Zeit, die starb als Steve Jobs starb.
Tim Cook ist anders und er hat nicht den Fehler gemacht, seinen Vorgänger zu kopieren. Er gilt als Logistik- und Finanzgenie und die Biografie über ihn liest sich anders als die vielen Biografien über Steve Jobs. Ich habe bisher nur eine Biografie über Cook gelesen, die ich empfehlen kann. Tim Cook: Das Genie, das Apples Erfolgsstory fortschreibt stammt aus dem Jahre 2019 aus der Feder von Leander Kahney.

Ein paar Bücher rund um Apple.

Ich habe sie im Anschluss an die Biografie von Jony Ive: Das Apple-Design-Genie gelesen aus dem Jahre 2014. Sir Jony hat inzwischen Apple verlassen, aber sein kreative Einfluss ist noch heute enorm. Ich habe Ive einmal nach einer Keynote getroffen und wollte ihm die Hände schütteln, aber er wandte sich lieber Jobs Ehefrau Laurene Powell zu, als sich mit mir zu unterhalten. Dann eben nicht.

Die jüngste Biografie über Jobs, die ich gelesen habe, stammt aus dem Jahre 2017: Becoming Steve Jobs: Vom Abenteurer zum Visionär von Brent Schlender. Er zeigt auch die Schattenseiten des Genies, welch schwieriger Mensch Jobs gewesen sein muss. Brent Schlender ist ein IT-Journalist der ersten Stunde und kann die technischen Innovationen des Egomanen sehr gut bewerten. Aber er weiß auch den spirituellen Menschen Steve Jobs einzuordnen und hilft uns diesen Charakter besser zu verstehen.
Während Jobs in seinem eigenen Reality Distortion Field lebte, das sein Charisma formte, ist Cook eher der nüchterne Faktenmensch. Mit dem Mac, dem iPod, dem iPhone hat Jobs Geschichte geschrieben und mein Leben verändert. Tim Cook ist die Apple Watch zuzuschreiben, die einen enormen Einfluss auf mein Gesundheitsverhalten und damit auch Einfluss auf mein Leben hat, wenn auch vielleicht unbewusster. Das one more Thing von Cook wird wohl irgendwann die AR-Brille sein. Alle Tech-Riesen arbeiten an der nächsten Computing-Stufe im VR- und AR-Bereich. Wenn die AR-Brille von Apple kommt, dann wechsel ich wieder auf Kontaktlinsen.
Also dieser Tag steht heute in Erinnerung an ein Genie, an ein Vorbild, an einen Visionär: Dieser Tag steht heute in Erinnerung an Steve Jobs.

Dieter Rams zum 89. Geburtstag – Göttliches Design

20. Mai 2021

„Weniger, aber besser.“ – so einfach und genial kann Design sein. So genial ist Dieter Rams. Der legendäre Designer wird heute 89 Jahre alt und ich kann sagen: Er hat mein Leben beeinflusst und ich möchte aufrichtig zum Geburtstag gratulieren.

Über 350 Produkte hat Rams in seinem Berufsleben entworfen und Designgeschichte geschrieben. Ich bin über Umwege zu Rams gekommen. Als Apple Fanboy verehre ich Steve Jobs und viel später Jonathan Ive. Beide habe ich getroffen und beide haben bestätigt, dass Dieter Rams ihr Designvorbild war und sie prägte.
Wenn ich nur meinen ersten iPod ansehe, den der damalige Chefdesigner von Apple Jonathan Ive entworfen hat, dann sehe ich Dieter Rams Taschenradio T3. Reduktion, Reduktion, Reduktion.

Am 20. Mai 1932 wurde Rams in Wiesbaden geboren, berühmt wurde er durch seine Arbeit bei Braun. Als Jugendlicher wollte ich immer seinen Schneewittchensarg haben, ohne dass ich den Namen Dieter Rams kannte. Das Gerät, eine Kombi zwischen Schallplattenspieler und Radio, faszinierte mich, obwohl es schon 1956 entwickelt wurde. Bekommen von meinen Eltern habe ich aber nur eine Universum-Stereoanlage von der Quelle, weil sie ihrer Meinung nach schöner aussah und mehr Knöpfe hatte. Bauhaus war meinen Eltern egal. Aber das Design von Braun übt bis heute eine Faszination auf mich aus.

Obwohl ich Dual und Technics Schallplattenspieler besitze, verwende ich ausschließlich meinen weißen Braun P4, wenn ich Vinyl höre. Diese Eleganz, diese Kompromisslosigkeit, dieses tadellose Design.
Mein Grafiker-Kollege Clemens Strimmer hatte mich mit den zehn Rams-Gebote für gutes Design konfrontiert. Und ich kann sie ausnahmslos unterschreiben.

  1. Gutes Design ist innovativ.
  2. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
  3. Gutes Design ist ästhetisch.
  4. Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
  5. Gutes Design ist unaufdringlich.
  6. Gutes Design ist ehrlich.
  7. Gutes Design ist langlebig.
  8. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
  9. Gutes Design ist umwelt­freundlich.
  10. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

Apple: Die Farbe kommt zurück und ein iPad mit Superkräften

21. April 2021

Es kommt alles wieder heißt es in der Mode – das dachte ich mir beim Betrachten der ersten Apple Keynote des Jahres 2021. Ich erinnere mich noch an die Einführung der farbigen iMacs G3 durch Steve Jobs und meine Wirkung auf mich. Jetzt im Jahre 2021 kommt die Farbe zurück den iMacs und schon in der Keynote von Tim Cook hab ich mich für die rote Variante entschieden.

Sieben Farben werden angeboten, ich wähle rot. Mit technischen Daten will ich hier nicht langweilen, aber es passt für mich: M1, 1080p FaceTime, vier USB-C, davon zwei Thunderbold, Netzwerkport im Netzteil usw.

Das Zuckerl für den kleinen Geldbeutel (in Apple Verhältnissen natürlich) waren die AirTags, um beispielsweise einen Schlüsselbund zu finden. Wobei ich nie Probleme habe, meinen Schlüsselbund zu finden, aber die Idee ist gut. Mein Schlüsselbund hat einen festen Platz und basta, aber reizvoll sind die Tracker allemal. Vielleicht passen sie in Hüte. Der Familienrat muss wohl zusammenkommen und beraten, wo unsere Familie die Tracker einsetzen kann. Leider sind sie wohl ungeeignet für das Tracking unserer Kater Parsifal und Atari, um die Racker wieder zu finden.

Das neue Apple TV 4K ist sicherlich interessant, aber bei meiner ungenügenden Internet-Verbindung auf dem bayerischen Land stelle ich die Investition erst mal zurück. Ich nutze mein Apple TV nur bedingt. Und ein violettes iPhone brauche ich auch nicht.

Aber vorne, ganz vorne bin ich mit dabei als das neue iPad Pro 12 Zoll angekündigt wurde. Wir wussten ja, dass da was kommen wird. Aber ich hätte nie so ein Hammergerät erwartet. Das iPad Pro 12 Zoll ist für mich ein klares Must-have. In Vor-Coronazeiten war ich als digitaler Nomade unterwegs und mein iPad Pro war immer am Mann. Aber auch als Corona mein Leben grundlegend veränderte, ich gar nicht mehr auf Reisen bin, war das iPad noch immer mein Lieblingsgerät. Diesen Text schreibe ich auf meinem iPad und möchte diese Mobilität und Flexibilität nicht missen. Ich texte gerne auf dem Tablet und ich schneide gerne meine Filme darauf. Und wenn jetzt Superkräfte hinzukommen, dann ist meine Kaufentscheidung klar. M1 im iPad Pro und Liquid Retina XDR Display und Thunderbold und bis zu 2 TBye – hossa. Mehr Power gab es noch nie in einem Tablet und so sieht die Zukunft aus. Allerdings werden auf G5 verzichten und nur die WLAN-Variante kaufen, da das iPhone als Hotspot mir reicht.
Ich stelle fest: Mein Feuer für Apple ist wieder da. Danke Tim und danke Steve da oben.

9. Todestag von Steve Jobs – Erinnerungen an Toy Story

5. Oktober 2020

Meine Sammlung von Toy Story

Was war das für ein Erlebnis, als ich Toy Story zum ersten Mal 1996 im Kino sah! Der erste voll computeranimierte Spielfilm, zudem mit einer genialen Story. Meine Leidenschaft für Pixar war geboren und sie hält bis heute an.
Kreativ wurde der Film von John Lasseter gestaltet, den ich mehrmals treffen durfte. Aber zustande kam der Film, weil Steve Jobs an die Vision der Pixar-Kreativen glaubte. Am 5. Oktober 2011, also vor neun Jahren verstarb Steve Jobs. Er ebene den Weg für Pixar zu Disney und veränderte wieder einmal die Welt.

Jobs kaufte Pixar aus der Special-Effects-Schmiede ILM von George Lucas für billig Geld heraus, weil Star Wars George gerade eine Scheidung finanzieren musste. Jobs griff zu und ließ die Kreativen auf ihren 117 Sun SpaceStations 20 rendern. Heraus kam der erste abendfüllende computeranimierte Film, der mir die Sprache verschlug. Jobs sah die Zukunft des Animationsfilms voraus und wurde zum vielfachen Millionär. Das Sterben des klassischen Zeichentrickfilms war damit eingeläutet.
Als ich den wegweisenden Film im Kino sah amüsierte ich mich köstlich über die zahlreichen Anspielungen. Toy Story war so voller Ideen, so erfrischend und zeigte, was eine gute Story leisten kann. Meine Lieblingsanspielungen sind freilich der Teppich in Kubricks Shining-Muster und der Utah Teapot, das Wahrzeichen der Animationsbranche.
Zum neunten Todestag von Steve Jobs werde ich mir Toy Story wieder ansehen und wie am ersten Tag genießen.

Achter Todestag von Steve Jobs

5. Oktober 2019

Heute vor acht Jahren verstarb Steve Jobs. Für mich wird dieses Genie immer in Erinnerung bleiben und ich werde seinen Todestag würdigen. Seine Unternehmen Apple und Pixar haben sich seit seinem Tod verändert, aber die DNA der Unternehmen ist immerfort noch Steve Jobs.

Macworld 2008: Steve Jobs und Homer

Macworld 2008: Steve Jobs und Homer

An seinem Todestag will ich auf Jobs Nachfolger bei Apple eingehen. Tim Cook. Ich lese gerade die Biografie Tim Cook: Das Genie, das Apples Erfolgsstory fortschreibt von Leander Kahney. Ein sehr lesenswertes Buch, das ich vom Verlag zur Verfügung gestellt bekam. Der Unternehmensführer Cook, der von The Donald als Tim Apple bezeichnet wurde. Cook änderte seinen kurzfristig seinen Twitter-Account daraufhin zu Tim Apple, soviel zum Humor des Mannes.

Tim Apple

Tim Apple

Er betont immer wieder, wie wichtig Steve Jobs für Apple und für ihn persönlich gewesen sei. Das glaube ich gerne.
Jobs wählte persönlich Cook zu seinem Nachfolger aus. Und Jobs wählte keine Kopie seiner eigenen Person. Cook ist ein anderer Typ, aber auf seine Art nicht minder erfolgreich, aber anders. Er ist in erster Linie ein Mann der Logistik, ein Mann der Zahlen und Finanzen. Auch er hat seine Visionen, aber sie sehen anders aus als die Visionen von Jobs. Mit der Apple Watch hat er sein eigenes Produkt auf den Markt gebracht und das sehr erfolgreich. Von seiner Persönlichkeit ist Cook wohl ein sportbegeisterter, fitter Zeitgenosse. Die Apple Watch als Wearable Device ist ein Gerät, die vor allem die Gesundheit und Fitness im Zentrum hat. Das war bei Jobs nicht so wichtig. Nun setzt Cook daran, die Services auszubauen: Apple Music steht prima da, Apple Arcade und Apple TV+ müssen sich bewehren.

Keynotes sind heute keine Oneman-Show mehr.

Keynotes sind heute keine Oneman-Show mehr.

Natürlich schaue ich mir als Apple Fan-Boy die Keynotes von Apple noch an. Die Veranstaltungen mit Steve Jobs hatte ich mehrmals live vor Ort in San Francisco gesehen – Tim Cook kenne ich nur vom Stream. Ich hatte leider noch keine Möglichkeit Tim Cook live zu genießen. Die Veranstaltungen von Jobs waren eine Art Gottesdienst. Er war der Hohepriester, der Apple zelebrierte. Wir waren die Jünger. Dies ist wohl nicht mehr so und dennoch auf ihre Art spannend. Eine Keynote von Jobs war in der Regel eine Oneman-Show, Cook setzt auf das Team, wobei ich schon fast den Überblick verliere, wer jetzt auf der Bühne zur Gemeinde spricht. Auf der jüngsten Keynote freute ich mich wie ein Schneekönig als Phil Schiller Auftrat und das neue iPhone in gewohnter Schiller-Manier anpries. Ich freute mich und ich glaubte, dass Schiller sich ebenso freute. Wie genial waren damals die Spielereien von Jobs und Schiller – erinnert sei an die Miss Marple Handtasche iBook. Natürlich würde ich gerne ein One more Thing hören, aber dazu wird es bei Cook wohl nicht kommen. Es ist eine andere Zeit. Danke Steve Jobs für deine Visionen und wir denken weiter an dich

7. Todestag von Steve Jobs – eine Comic-Biografie

5. Oktober 2018

Am 5. Oktober 2011 verstarb der visionäre Geist Steve Jobs von Apple. Jedes Jahr erinnere ich an den Todestag dieses US-Unternehmers, der meine Welt veränderte. Jedes Jahr suche ich Geschichten um Steve Jobs. Zunächst dachte ich, ich schreibe über das Steve Jobs Theater im neuen Campus von Apple, aber leider war es mir bisher nicht vergönnt, die neue Präsentationsbühne von Apple zu besichtigen.

Zur September Keynote 2018 gab es einen humorvollen Trailer, der das Steve Jobs Theater zeigt, in dem die Veranstaltung stattfand.

Bei all der Trauer um den Verlust von Steve Jobs will ich an seinem Todestag an eine besondere Biografie über ihn erinnern. Ich habe aus den ganzen Haufen der Biografien die Comic-Biografie Steve Jobs – Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders von Jessie Hartland herausgezogen. In humorvollen Schwarzweiß-Zeichnungen wird fast fehlerfrei über das Leben und Werk von Steve Jobs berichtet. Als humorvolle Beschreibung vom Fischer-Verlag, bei dem das Buch erschienen ist, steht zu lesen: „Diese Graphic Novel ist das iPhone unter den Comic-Biografien. Alles andere sind bloß Telefone.“

Eine wunderbare Steve Jobs Bio als Comic.

Eine wunderbare Steve Jobs Bio als Comic.

Natürlich sind die 234 Seiten des Buches an einem Nachmittag schnell gelesen. Ich finde es in diesem Fall toll, wenn Information mit Unterhaltung einherkommen. Die Zeichnungen sind reduziert, keine aufwendige Graphic Novel wird uns angeboten, sondern Schwarzweiß ohne Schattierungen. Die Texte und Bilder treffen sehr schön die Person Steve Jobs und sein oftmals eigensinniges Auftreten. Die anderen Personen von Apple wie der andere Steve, Jobs Freundin mit der Lisa zeugte, die Eherau Laurene samt Kinder, Jony Ive und das Apple Management werden nur schemenhaft darstellt – hier sehe ich keine Wiedererkennung. Das Buch dreht sich um Steve Jobs und nur um Steve Jobs und es hätte Steve Jobs auch gut gefallen. Ich gedenke heute seiner Taten mit diesem Comic Steve Jobs – Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders .