Posts Tagged ‘Threema’

Europäischer Datenschutztag: Nachdenken über Daten als Wirtschaftsgut

28. Januar 2019

Der Datenskandal vor wenigen Wochen hat gezeigt: Wir haben ein Problem. Teile der Gesellschaft sind noch nicht in der Digitalisierung angekommen, einige sträuben sich sogar mit Händen und Füßen gegen den Wandel der Zeit. 

Aber die neue Zeit kommt und wir sollten uns darauf vorbereiten. Für mich gilt der Ausspruch: Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts und die Wirtschaft wandelt sich von einer Dienstleistungsgesellschaft zu einer Informationsgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger müssen erkennen, was ihre Daten wert sind. Aber noch zu viele füttern die Datenkrake mit dem wertvollsten was sie haben: Informationen. 

Für mich persönlich ist die größte Seuche WhatsApp. Bei meinen Vorträgen begegne ich oft unglaubliche Naivität und Unwissenheit über diesen Messenger. Ja, das Ding kostet kein Geld, aber es kostet eure Daten. Wie naiv kann man eigentlich sein und die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts nicht verstehen (wollen). Mark Zuckerberg ist für mich ein Genie. Ich denke, der Mann weiß genau was er tun und schafft seine Reichtümer durch das Verarbeiten von Daten. Die Kombination von Big Data, biometrische Scans und KI schafft perfekte Musteranalysen und künftig Mustervorhersagen. Dazu kommt das blöde Geschwätz wie: „Ich hab doch nichts zu verbergen!“ oder „Was interessiert denn den Zuckerberg, wohin ich in den Urlaub fahre!“ Blöder geht es wirklich nicht. 

Zum Tag des Europäische Datenschutzes, der heute stattfindet, wird es die WhatsApp-Alternative Threema zum reduzierten Preis geben. Das war zumindest in der Vergangenheit so. Der Europäische Datenschutztag wurde 2006 auf Initiative des Europarats ins Leben gerufen und wird seit 2007 jährlich begangen. 

Threema ist für mich DER Messenger schlechthin. Threema ist für mich DER Messenger schlechthin.

Threema ist für mich der Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Im Jahr 2018 nutzen über 5 Millionen Privatnutzer Threema und 2 Millionen Nutzer „Threema Work“ in 3000 Firmen bzw. Institutionen. Die zugehörige Software ist für die Betriebssysteme Android (ab Version 4.1), iOS (ab Version 9.0) und Windows Phone (ab Version 8) kostenpflichtig verfügbar. Heute wird wohl Threema reduziert und damit für alle Schotten, Schwaben und Geizhälse ein Grund, Threema aus den jeweiligen Stores zu laden.

Totgeglaubte leben länger: E-Mails sind noch da

5. September 2015

mail

Wie steht es um die E-Mail? Ich stelle bei meinen Seminaren fest, dass sich Kommunikation verlagert. Die analoge Generation ist nun im E-Mail-Zeitalter angekommen, während eine digitale Generation über soziale Netze kommuniziert: Instant Messaging via Whats App oder Nachrichten über Facebook und Twitter. Auch eine Steigerung von Threema stelle ich fest sowie in der Apple Welt der iMessage. Die E-Mail-Nutzung geht zurück, aber abschreiben darf man sie noch lange nicht. Für mich ist Mail das Zentrum meiner digitalen Kommunikation und vor allem im Geschäftsalltag hat E-Mail seinen festen Platz.
Das stellt auch Adobe in einer Studie fest: Totgesagte leben scheinbar wirklich länger: Selbst in Zeiten boomender Collaboration und umgreifender „Simplify your life“-Strategien verbringen die Deutschen nahezu 5 Stunden pro Tag damit, ihre E-Mails zu checken. Auf die Arbeitswoche gesehen sind das immerhin beachtliche 25 Stunden! Kein Wunder: Für knapp jeden fünften deutschen Büroarbeiter gilt die E-Mail auch heute noch als bevorzugter Kanal, um mit den Kollegen zu kommunizieren. Jetzt muss man klären, was Kommunikation ist. Ist es die eher formale Anfrage oder geschäftliche Kommunikation, da bevorzuge ich E-Mail. Ist es Klatsch und Tratsch oder der informelle Austausch, da nutze ich andere Dienste. Fest steht: E-Mail lebt: Und das wird in naher Zukunft wohl auch so bleiben, zumindest, wenn es ums Büro geht: Jeder Zweite ist zumindest fest davon überzeugt, dass seine E-Mail-Nutzung in den kommenden zwei Jahren weiter zunehmen wird. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Adobe-Studie, für die mehr als 400 deutsche Büroangestellte befragt wurden.
Die E-Mail begleitet die Deutschen durch ihren Tag – und das nicht nur am Arbeitsplatz. Es ist schon erstaunlich, wo die Befragten der Adobe-Studie überall ihre E-Mails checken: Rund jeder Zweite  durchforstet seinen Posteingang regelmäßig beim Fernsehen (46%) oder während des Urlaubs (43%), ein Drittel erledigt den Mail-Check am liebsten im Bett (33%). Aber auch im Badezimmer (19%) oder – die gefährliche Variante! – während des Autofahrens (13%) beschäftigen sich die Deutschen mit ihrer digitalen Post.
Für das Marketing ist die E-Mail somit nach wie vor ein relevanter Touchpoint, um potenzielle Interessenten zu erreichen. Und mehr noch: Für 68% der Befragten ist sie sogar der bevorzugte Weg, um von einer Brand kontaktiert zu werden!
Weitere Ergebnisse der Adobe-Studie im Überblick:

  • Mehr als ein Drittel der Deutschen verfügen über mehrere E-Mail-Accounts
  • 14% der Befragten glauben, dass sie ihre E-Mails zu häufig checken
  • 66% nutzen ihr Smartphone für den regelmäßigen E-Mail-Check
  • Endloses Scrollen (30%), ein mobil-unfreundliches Layout (21%) und lange Ladezeiten (19%) sind die größten Nerv-Faktoren beim E-Mail-Check auf dem Smartphone

Social Media: Facebook-Messenger greift WhatsApp an

25. November 2013

In meinem Seminaren über Sozialen Netzwerken stelle ich fest, dass Schüler neben Facebook auch WhatsApp parallel nutzen. Es ist kein entweder oder, sondern ein gleichzeitiges Nutzen. Die Schüler haben sich in geheimen, geschlossenen Gruppen auf Facebook organisiert und schicken Meldungen, Fotos, Audio über WhatsApp-Gruppen. Wer den Netzwerken nicht angehört, der bleibt draußen und ist vom Informationsfluss abgeschnitten.

Datenschützer schütteln über den Leichtsinn den Kopf. Über NSA jammern und die persönlichsten Daten des Adressbuches auf einem US-Server speichern, der jede Nacht synchronisiert. Wie doof ist das denn? Aber Hauptsache ein paar Cent gespart, denn Geiz ist ja so geil. Dabei gilt der Spruch mehr denn je: Unsere Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Wer über Kundendaten verfügt, der verfügt über bares Geld – Big Data lässt grüßen.

Immer wieder bekomme ich Spam-Mails, die von WhatsApp-Nutzer herausgeballert werden, ohne dass die User es wohl mitbekommen. Meine Reaktion ist in der Regel sehr hart. Ich fordere die Absender auf, mich aus ihrem Adressbuch zu löschen und dies nicht mit freundlichen Worten.

Spam-Mails von WhatsApp

Spam-Mails von WhatsApp

Inzwischen hat WhatsApp die Nutzung der klassischen SMS überholt. Andere, sichere Messenger-Dienste wie das hervorragende Threema, haben gegen die Übermacht von WhatsApp im Moment keine Chance. In der Schule muss nur ein Option Leader den Ruf nach WhatsApp ausgeben und schon folgt die Peer Group dem Ruf. Medienkompetenz ist in der Schafherde nicht gefragt. WhatsApp plündert das Adressbuch und überspielt es in die USA. Ein Virus verbreitete sich Juli 2013 über Android-Telefonen bei alter Software – ich habe darüber gebloggt. Im Oktober wurde der Dienst bereits gehackt und einige User bekamen eine Mail über Freiheit für Palästina.

WhatsApp wurde gehackt.

WhatsApp wurde gehackt.

Interessant ist, wie Facebook auf die Herausforderung von WhatsApp reagiert. Ich bin mir sicher, dass Facebook an einer feindlichen Übernahme des Messenger-Dienstes sehr interessiert ist. Bis es soweit ist, peppt die Zuckerberg-Firma den hauseigenen Messenger-Dienst auf, zuletzt Mitte November. So findet sich im Facebook Messenger jetzt etwas versteckt auch eine Telefonie-Funktion. Es ist nun möglich, der App die eigene Telefonnummer zuzuweisen. Diese wird nicht in der persönliche Chronik angezeigt. Nach dem Motto: Wenn Facebook meine Daten hat, dann braucht sie WhatsApp nicht extra.

Was bedeutet dieses neue Feature? Facebook-Nutzer können nun auch mit jenen Kontakten über den Facebook Messenger chatten, mit denen sie nicht auf Facebook befreundet sind. Es wird nur deren Mobilfunknummer benötigt.

Wer die aktuelle Version des Messangers installiert, wird beim ersten Start gefragt, ob er auch über seine Handy-Kontakte mit der App synchronisieren möchte. Nach Drücken von OK, wird das komplette Adressbuch automatisch mit dem Facebook-Kontaktverzeichnis abgeglichen.

Anschließend wird der User gefragt, ob er über seine Telefonnummer gefunden werden will. Beim wiederum Drücken von OK wird im Facebook-Profil die Einstellung „Wer kann mich über meine Telefonnummer finden?“ auf „öffentlich“ gesetzt.