Totgeglaubte leben länger: E-Mails sind noch da

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Wie steht es um die E-Mail? Ich stelle bei meinen Seminaren fest, dass sich Kommunikation verlagert. Die analoge Generation ist nun im E-Mail-Zeitalter angekommen, während eine digitale Generation über soziale Netze kommuniziert: Instant Messaging via Whats App oder Nachrichten über Facebook und Twitter. Auch eine Steigerung von Threema stelle ich fest sowie in der Apple Welt der iMessage. Die E-Mail-Nutzung geht zurück, aber abschreiben darf man sie noch lange nicht. Für mich ist Mail das Zentrum meiner digitalen Kommunikation und vor allem im Geschäftsalltag hat E-Mail seinen festen Platz.
Das stellt auch Adobe in einer Studie fest: Totgesagte leben scheinbar wirklich länger: Selbst in Zeiten boomender Collaboration und umgreifender „Simplify your life“-Strategien verbringen die Deutschen nahezu 5 Stunden pro Tag damit, ihre E-Mails zu checken. Auf die Arbeitswoche gesehen sind das immerhin beachtliche 25 Stunden! Kein Wunder: Für knapp jeden fünften deutschen Büroarbeiter gilt die E-Mail auch heute noch als bevorzugter Kanal, um mit den Kollegen zu kommunizieren. Jetzt muss man klären, was Kommunikation ist. Ist es die eher formale Anfrage oder geschäftliche Kommunikation, da bevorzuge ich E-Mail. Ist es Klatsch und Tratsch oder der informelle Austausch, da nutze ich andere Dienste. Fest steht: E-Mail lebt: Und das wird in naher Zukunft wohl auch so bleiben, zumindest, wenn es ums Büro geht: Jeder Zweite ist zumindest fest davon überzeugt, dass seine E-Mail-Nutzung in den kommenden zwei Jahren weiter zunehmen wird. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Adobe-Studie, für die mehr als 400 deutsche Büroangestellte befragt wurden.
Die E-Mail begleitet die Deutschen durch ihren Tag – und das nicht nur am Arbeitsplatz. Es ist schon erstaunlich, wo die Befragten der Adobe-Studie überall ihre E-Mails checken: Rund jeder Zweite  durchforstet seinen Posteingang regelmäßig beim Fernsehen (46%) oder während des Urlaubs (43%), ein Drittel erledigt den Mail-Check am liebsten im Bett (33%). Aber auch im Badezimmer (19%) oder – die gefährliche Variante! – während des Autofahrens (13%) beschäftigen sich die Deutschen mit ihrer digitalen Post.
Für das Marketing ist die E-Mail somit nach wie vor ein relevanter Touchpoint, um potenzielle Interessenten zu erreichen. Und mehr noch: Für 68% der Befragten ist sie sogar der bevorzugte Weg, um von einer Brand kontaktiert zu werden!
Weitere Ergebnisse der Adobe-Studie im Überblick:

  • Mehr als ein Drittel der Deutschen verfügen über mehrere E-Mail-Accounts
  • 14% der Befragten glauben, dass sie ihre E-Mails zu häufig checken
  • 66% nutzen ihr Smartphone für den regelmäßigen E-Mail-Check
  • Endloses Scrollen (30%), ein mobil-unfreundliches Layout (21%) und lange Ladezeiten (19%) sind die größten Nerv-Faktoren beim E-Mail-Check auf dem Smartphone

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3 Antworten to “Totgeglaubte leben länger: E-Mails sind noch da”

  1. Jake Says:

    In Zukunft wird die Kommunikation mehr und mehr in eine App integriert werden, so dass es keine große Rolle mehr spielt ob eine Nachricht nun per Mail, SMS, Facebook oder Whats App verschickt wurde. Das Blackberry Hub macht es vor. Dort sehe ich wie ich von Franz eine Nachricht bekommen habe, unabhängig über welchen Dienst er sie mir geschickt hat. Ich antworte und der Hub schickt automatisch über den gleichen Kanal meine Nachricht zurück. Einzig eine standardisierte platformübergreifende Ende-zu-Ende Verschlüsselung wäre noch wünschenswert.

  2. Jonathan K. Says:

    Bin mir nicht sicher, ob es sich hier wirklich um einen Generationen-Unterschied handelt. Stelle v.a. eine allgemeine Steigerung der Sensibilität gegenüber Privatsphäre-Fragen fest, was sich auf die Thematik natürlich so auswirkt, dass Dienste, wie z.B. E-Mail, die keine (bzw. keien praktikable) Verschlüsselung bieten, auf der Strecke bleiben, während sichere Alternativen, wie z.B. Threema, Auftrieb erhalten.

  3. GMMB Says:

    Ohne E-Mail wären wir in der Firma völlig aufgeschmissen. Aus u.a. staatlich verordnetem hohen Sicherheitslevel sind Smartphones, egal ob Android oder iOS nicht nutzbar. Erst wenn die Anbieter es schaffen, eine wirklich sichere Trennung zwischen dienstlichem und privatem Gebrauch zu gewährleisten, könnte man darüber reden. Entscheidend ist, dass alle Anwendungen auch zwingend auf Desktops laufen, weil ich mir nicht vorstellen kann mit einem Tablet oder einem anderen Lilliputgerät meine Geschäftsdokumente zu bearbeiten. Das gilt auch privat!
    Ach ja, Blackberry ist bei uns auch möglich, erfüllt die hihen Standards, aber dafür sind sämtliche Social Media Apps und ähnliches abgeschaltet. Ist reduziert auf E-Mail, Terminplanung und, warum auch immer, Navi.

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