Archive for Juni 2011

Defekter Ton bei Herr der Ringe Extended Edition Trilogie auf Blu ray

30. Juni 2011

Was ist denn bloß bei Warner los? Die Gier steht vor Qualität. Ich erhielt endlich nach langer Wartezeit die Langfassung von „Der Herr der Ringe“ auf Blu ray zusammen mit dem Ring als Gimmick. Beim anschließenden TV-Marathon fiel ich dann vom Stuhl bzw. aus dem TV-Sessel. Die Blu ray ist fehlerhaft: Die Tonspur ist im Eimer, der Ton der Filme ist zu tief.

Ich habe den Film bei Amazon erstanden und als ich die Kundenbewertungen einsah, war klar. Das Tonproblem hab nicht nur ich, sondern auch der Rest der deutschen Filmfans. Hersteller Amazon reagierte umgehend und schrieb über Nacht folgende E-Mail an mich und andere Käufer: „Der Hersteller hat uns informiert, dass bei diesem Titel die Tonlage der deutschen Tonspur überprüft wird. Sie werden eine kostenlose Möglichkeit zum Austausch erhalten, falls sich ein Defekt bestätigt. Amazon wird Sie zeitnah über die genauen Details des eventuellen Austausches informieren.“

Warner hat sich bei „Der Herr der Ringe“ auf Blu ray nicht mit Ruhm bekleckert. Nachdem man erst mal die Kunden mit der Kinofassung auf Blu ray gemolken hat, sollte nun eine Referenz-Blu ray erscheinen: Der komplette Herr der Ringe in bester Bild- und Tonqualität. Denkste – Warner hat versagt. Die Gier steht diesem Unternehmen ins Gesicht geschrieben. Ich habe dazu ausführlich Stellung bezogen.

Warner hat Amazon inzwischen geantwortet: „… es haben uns Kundenbeschwerden bezüglich der Tonhöhenunterschiede auf der deutschen Tonspur der aktuellen Veröffentlichung von Der Herr der Ringe Extended Edition Trilogie auf Blu-ray erreicht. Da uns wichtig ist, alle Konsumenten vollständig zufrieden zu stellen, lassen wir derzeit prüfen, was die Ursache für diese Beschwerden sein kann. Sollte sich ein Qualitätsproblem bei der deutschen Tonspur bestätigen, werden wir den Mangel schnellstmöglich beheben und Sie rechtzeitig informieren, ab wann Ersatzware zur Verfügung steht.  Zusätzlich würden in diesem Falle Konsumenten, die mit der Ton-Qualität unzufrieden sind, die Möglichkeit für einen Austausch der entsprechenden Blu-ray Discs erhalten. Sobald wir weitergehende Erkenntnisse zum Thema haben, werden wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten.“

Derzeit rate ich jedem ganz klar vor dem Kauf der Blu ray ab.

Update (3. Juli 2011): Inzwischen hat Warner reagiert. Es gibt einen kostenlosen Austausch. Amazon schrieb mir: „Inzwischen hat der Hersteller offiziell eingeräumt, dass ein Tonhöhenunterschied zwischen der deutschen und der englischen Originalfassung besteht. Sollten Sie mit der Ton-Qualität der aktuellen Produktion unzufrieden sein, werden Sie eine kostenlose Möglichkeit zum Austausch der Blu-ray Discs durch den Hersteller erhalten.“

„Der Herr der Ringe: Krieg im Norden“ kommt im Winter

28. Juni 2011

Was der alte Tolkien denn über den ganzen Zirkus gedacht hätte? Wahrscheinlich hätte der Wissenschaftler nur den Kopf geschüttelt. Aus „Der Herr der Ringe“ ist eine Gelddruckmaschine geworden und ich freue mich endlich über die Veröffentlichung der Peter Jackson Filme als Langversion Der Herr der Ringe auf Blu ray. Wir haben ja eine Zeit darauf warten müssen und Warner quälte uns mit der kurzen Kinofassung.

Ein Teil des „Der Herr der Ringe“-Universums sind auch Videogames. Ich hätte so gerne eine Lego-Version von „Der Herr der Ringe“, muss mich aber wohl mit klassischen Action-Spielen begnügen. Nach vielen Veröffentlichungen steht uns im Winter das Spiel „Der Herr der Ringe – Der Krieg im Norden“ ins Haus und ich freu mich darauf.

Auf der Spielemesse E3 gab esim Juni ein paar News und auch einen Trailer mit dem Adler Beleram. Für die Gore-Fans scheint das Spiel eine Offenbarung zu werden, denn die unterschiedlichen Waffen richten beim Feind unterschiedliche Verletzungen an. Rüstungen splittern und Panzer bersten und das Blut spritzt in allen Himmelsrichtungen .Auch ein nicht allzu ernst gemeinter Trailer „Hinter den Kulissen“ wurde unlängt veröffentlicht. Im Moment weiß ich zwar nicht genau, was das Spiel mit den Büchern von Tolkien zu tun haben, aber die Marke „der Herr der Ringe“ kurbelt wohl den Verkauf des Spiels im Winter an. Und Herrsteller Warner hat recht, ich werde mit dabei sein und gegen Mordor zu Felde ziehen.

Blu ray Tipp: Scanners – Ihre Gedanken können töten

27. Juni 2011
Scanners: Gleich platzt der Schädel.

Scanners: Gleich platzt der Schädel.

Vor kurzem gönnte ich mir den Spaß und kaufte mir einen alten Cronenberg-Heuler auf Blu ray: Scanners – Ihre Gedanken können töten. Ich hatte Jahre zuvor eine 3fach-DVD-Box von Scannerserworben, wobei hier nur der Cronenberg-Film Anspruch auf einen Platz in der Filmgeschichte hatte. Die beiden Fortsetzungen sind Dreck.

Mich begeistern die frühen David Cronenberg Filme durch ihre Kälte und depressiver Stimmung. Das ist bei dem in Blu ray aufgepeppelten Scanners nicht anders, die Kälte kommt sogar noch besser aufs Bild. Schließlich ist das Bild besser als auf der DVD-Fassung und oh Wunder: Der Film ist wirklich mal uncut. Noch vor Jahren wurde eine erbitterte Diskussion geführt, ob der Film verboten gehört – dann wurde er mit 18 Jahren freigegeben – und einige DVD-Fassungen sind nur für Erwachsene zu haben. Und nun kommt der ungeschnittene Scanners mit einer FSK 16 Jahren auf Blu ray daher. Was soll jetzt das?  Für mich gehören zerberstende Köpfe, platzende Augen und brennende Leiber nicht ab 16 Jahren freigegeben. Aber wahrscheinlich ist der 16jährige sowieso eingeschlafen bei dem lahmen Schnitttempo, das der Film an den Tag legt und für heutige Zuschauer einfach langweilig ist.

Mir hat der Film aber gefallen – und dies obwohl Scanners massive Schwächen im Drehbuch hat und manchmal etwas verworren daherkommt – allein der Schnitt dauerte neun Monate. Herausgekommen ist aber ein Klassiker des Telekinse-Films, der richtig schön polarisiert. Die Kritik zerriss den Film beim Erscheinen 1981, doch es war bis dato Cronenbergs kommerziell erfolgreichster Film.  Das Publikum liebte wohl die raren Gore-Szenen, die heute noch immer schockieren. Tricktechnisch gut gemacht mit alten Handwerksmitteln und ohne CGI – schließlich war es ja 1981. Und wirkt der explodierende Kopf in Slow Motion immer noch hammerhart. Aber es wäre falsch, den Film nur auf die paar Schockelemente zu reduzieren. Der Film wirkt vor allem durch seine Hoffnungslosigkeit und Agonie der Darsteller, eingebettet in die kalte Stadtarchitektur Kanadas. Das Licht ist fad, kahl und unterstützt fabelhaft die Stimmung des Films. Interessant: Als es brutal auf der Leinwand wird, werden die Farben wärmer und schaffen eine kuschelige Stimmung. Sonst bleibt der Film abweisend kalt – und hier liegt die Stärke von David Cronenberg. Also unbedingt Scannersansehen und bitte erst ab 18 Jahren.

Kein Filmtipp: Zombieland auf Blu ray

26. Juni 2011

Was ist aus dem guten, alten Zombiefilm geworden? Zombie waren immer untere Schublade des Kinos. Verrufen, verbannt, verachtet. Ich habe mir gestern als Fan des fantastischen Films den Streifen „Zombieland“ angeschaut und mich mit Grausen abgewendet. Nein, nicht wegen der zahlreichen Gore-Effekte, sondern als ich merke, dass ich für diese Art von Humor nicht geschaffen bin. Verdammt, ich bin für solche Teenagerfilme wohl zu alt. Was soll dieses Erstlingswerk von Werbefilmer Ruben Fleischer denn überhaupt sein? Komödie? Horrorfilm? Roadmovie? Oder von jedem etwas? Aber er ist nichts von alldem.

Zugegeben die Masken sind fein, ab und zu ist ein guter Lacher dabei (ich sag nur Willie Nelson). Den Schnitt beherrscht der Herr Filmregisseur perfekt, schließlich kommt der Herr ja aus der Werbung. Schön war die Erzählweise im Kubrick-Stil, die dann in einer Zerstörungsorgie in einem Indianderfan-Shop endet. Das war schon ein wenig Horrorshow im Stil von Alex à la Uhrwerk Orange – schön mit Klassik unterlegt. Aber ich denke, die Zielgruppe des Films hat es nicht bemerkt, genauso wie das Banjospiel aus „Beim Sterben ist jeder der erste“.

Immer feste drauf - sind ja nur Zombies.

Immer feste drauf - sind ja nur Zombies.

Aber ich vermisse die künstliche übertriebene Ernsthaftigkeit der Romero-Streifen und natürlich der billigen italienischen Nachahmer wie Lucio Fulci. Bei Filmen wie „Über dem Jenseits“ The Beyond – haben sich noch ganze Heerscharen von Jugendschützern den Mund fusselig diskutiert und dann Filme verboten und zumindest indiziert. Politiker sind darauf angesprungen und haben den Zombieschund verurteilt. Elternverbände sind Sturm gelaufen. Und dann gibt man heute einen Brutalofilm wie Zombieland eine FSK ab 16 Jahren. Wahrscheinlich weil in dem Film gelacht werden kann. Ja Lachen relativiert und dann kann man locker Untote niederwalzen, mit dem Baseballschläger traktieren, mit der Schrotflinte Köpfe wegpusten – ja ja, selten so gelacht wie in Zombieland. Wo sind wir denn hingekommen?

Zombieland schwimmt auf einer neuen Zombiewelle, die seit einigen Jahren das Genre bereichert, wobei mir persönlich „Shaun of the Dead“ deutlich besser gefallen hat. Wahrscheinlich weil der Humor nicht US-Mainstream war, sondern von der Insel kam.

So richtig Splatter ist er dann auch wieder nicht. Da hat „Braindead“ von Peter Hobbit Jackson oder sein Frühwerk „Best Taste“ besseres abgeliefert. Diese Filme waren einfach zynischer und hatten eine klare Zielgruppe. Ich weiß eben nicht, was Zombieland sein soll. Wurden bei Romeros Zombie noch Diskussionen über Faschismus geführt und die Konsumgesellschaft in Frage, dürfen die Protagonisten heute in Zombieland die Untoten einfach so abknallen. Hauptsache man befolgt ein paar Regeln. Freunde, das haben wir alles schon mal gesehen und zwar besser: Werbefilmer Ruben Fleischer hat geklaut, hier ein wenig Tarantino, hier ein wenig Danny Boyle. „28 days later“ hatte als moderner Zombiefilm wirkliche Atmosphäre.

Ich habe neulich die ganz alten Heuler mir wieder angesehen und mich schön gegeruselt: Jacques Tourneurs „Ich folgte einem Zombie“ oder der atmosphärisch dichte Horrorfilm von Victor Halperin „White Zombie“. Wenn ich Gore wollte, griff ich in die Mottenkisten und schaute mir den grottenschlechten „Ein Zombie hing am Glockenseil“ an. Und wenn ich mich aufregen wollte, legte ich die DVDs von George „dicke Brille“ Romereo ein. Und wenn ich lachen wollte, dann greif ich zur 2004-Verfilmung Dawn of the Dead oder natürlich zu „Shaun of the Dead“. Zombieland ist für mich ein unnötiger Beitrag zum modernen Horrorfilm nach Pop Corn-Art wie die unsägliche „Scream“-Reihe von Wes „ich kann nix richtig machen“ Craven. Wem der eine Film gefällt, dem gefällt der andere auch. Mir gefallen beide nicht. Und daher dreht man jetzt Zombieland 2 – diesmal in 3D.

Michael Jackson Denkmal in München

25. Juni 2011

Heute jährt sich zum zweiten Mal der Todestag von Michael Jackson. Ich kann von mir nicht behaupten, ein Fan des selbsterkannten King of Pop gewesen zu sein und auch sein Tod hat nichts daran geändert. Mir gefällt seine Musik einfach nicht, aber egal.

Bewunderswert ist allerdings, wie einst Jackson und heute seine Erben den Musiker zu Geld machen. Aber so ist das Showbusiness und keine reine Eigenart von Michael Jackson. Ich finde den Streit, der seit Jahren wegen in Jackson in München tobt, allerdings viel interessanter. Vor dem Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz steht ein Denkmal Orlando di Lasso. Fans von Jackson verwandelten das Denkmal kurzerhand in ein Mahnmal zu Ehren ihres Helden um. Sie schmücken es mit Bildern, zahlreiche Fans legen Briefe ab und immer wieder werden Kerzen angezündet. Die Verehrung des Stars kennt keine Grenzen. Es erinnert mich an das Grab von Jim Morrison in Paris, zu dem Fans der Doors hinpilgern. So eine Pilgerstätte könnte das Denkmal von Jackson Verzeihung di Lasso auch werden, in abgespeckter Version versteht sich.

Das Ganze ist voller Ironie. Irgendwie nett, schließlich war Orlando di Lasso einer der bedeutendsten Komponisten der Hochrenaissance. Jackson war zumindest einer der bedeutendsten Entertainer und Musikstars des 20. Jahrhunderts. Ich denke, die meisten Jackson-Fans sind sich dieser Ironie über die Ortswahl gar nicht bewusst. Für sie ist der Promenadeplatz wohl nur der Ort, bei dem Jackson sein Kind aus dem Fenster des Bayerischen Hofes gehalten hat als er in München auf Tour war. Über den Geisteszustand des Musikers will ich mich als Vater hier nicht auslassen. Aber die Fans schrien nach Jacko, er möge sich am Fenster zeigen.Das tat der Herr dann auch und hielt unter anderem sein Kind über die Brüstung. Da ist der Promenadeplatz sicherlich der richtige Ort für ein Jackson-Denkmal in München.

Ich wäre für ein Jackson-Denkmal in München. Und ich denke, Orlando di Lasso würde auch nicht böse sein. Das Ganze bringt ein wenig Leben in die Stadt.

Software findet Musik für Vertonung von Fotoserien und Videos

24. Juni 2011

Es ist fast wie Magie und es haute mich aus den Socken. Forscher der Uni Saarland haben eine Software entwickelt, die passende Musik für die Vertonung von Fotoserien und Videos findet.

Das löst das Musikproblem vieler Amateure. Aus dem Urlaub bringt jeder gerne schöne Fotos von Städten, Sandstränden oder Menschen mit. Wer diese dann mit Musik untermalt dem Freundeskreis zeigen will, sucht oft stundenlang nach den dazu passenden Musikstücken. Diese Aufgabe übernimmt der Computer jetzt völlig eigenständig. Informatiker des Saarbrücker Exzellenzclusters haben dafür eine Software entwickelt, die automatisch für Fotos und Videoausschnitte die geeignete Musik findet. Mit lizenzfreier Musik kann man das Verfahren mit Namen „Picasso“ schon testen. In einigen Wochen wird es außerdem eine Anwendung für das iPhone geben, die als Quelle die auf dem Handy gespeicherte Lieblingsmusik nutzt.  Als Lizenzfreie Musik empfehle ich hier ausdrücklich die Audiotracks von Dosch Audio. Hier kann man die Forschungsergebnisse der Informatiker einmal ausprobieren.

Filmer und 3D-Artist wissen: Passt die Musik zu den Bildern, ist die halbe Miete bereits gemacht. Musik und Bild gehören einfach zusammen. Zum romantischen Foto vom Palmenstrand könnten schmachtvolle Liebeslieder passen, eine Kanufahrt durch wilde Schluchten würde man eher mit temperamentvollen Werken inszenieren. „Filmregisseure achten in der Regel sehr genau darauf, welche Melodie auf eine Szene passt. Damit auch der Computer selbstständig die geeignete Musik für eine Bilderserie findet, haben wir einige Dutzend Filme angeschaut und ihre Soundtracks ausgewertet. Daraus entstand eine Datenbank mit mehreren tausend Bildern und der dazu passenden Musik“, sagt Sebastian Michel, Leiter einer Forschergruppe am Exzellenzcluster der Saar-Uni.

Über ein ausgeklügeltes Rechenverfahren gleicht der Computer diese Bilder mit den Urlaubsfotos ab. Anhand des gespeicherten Soundtracks begibt sich die Picasso-Software dann auf die Suche nach  Musikstücken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Atmosphäre der Aufnahme passend untermalen. „Die Trefferquote unseres Systems ist erstaunlich hoch. Allerdings kann es häufig vorkommen, dass nicht gleich der erste Treffer perfekt passt. Fehler entstehen meist dann, wenn der Betrachter mit dem Foto verschiedene Gefühle verbindet. Ein einsames Haus zum Beispiel kann der eine mit romantischen Abenden verbinden, der andere denkt nur an gespenstische Nächte“, erläutert der Informatiker. Picasso schlage daher immer mehrere Musikstücke vor, aus denen der Benutzer dann das passendste auswählen kann.

Der Saarbrücker Wissenschaftler will gemeinsam mit seinem Doktoranden Aleksandar Stupar die Software weiter verbessern, damit sie auch für Videosequenzen und die Untermalung von Hörspielen genutzt werden kann. „Wir haben dafür bereits Regiebücher von Filmen ausgewertet und die Szenenbeschreibungen mit der Filmmusik abgeglichen. Auf dieser Datenbasis kann man auch für gesprochene Texte eine geeignete Hintergrundmusik recherchieren“, meint Sebastian Michel. In den kommenden Wochen werden die Informatiker außerdem eine Anwendung für das iPhone programmieren, mit der jeder seine Urlaubsfotos mit Musik untermalen kann, die in der eigenen Mediathek gespeichert ist. „Auf unserer Webseite bieten wir die Picasso-Software außerdem zum Ausprobieren mit lizenzfreien Musikstücken an. Das schränkt die Bandbreite im Musikgeschmack derzeit noch ein. Wir können uns aber vorstellen, dass das Computerprogramm auch für kommerzielle Musikanbieter von Interesse ist“, sagt Michel. Die Wissenschaftler werden das Verfahren im Juli auf einer der weltweit wichtigsten Konferenzen für Informationssuche und Wissensdatenbanken, der ACM SIGIR 2011 in Beijing (China) vorstellen.

Sebastian Michel

Sebastian Michel

leitet eine Forschungsgruppe am Saarbrücker Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“ und forscht auch am Max-Planck-Institut für Informatik. Der Exzellenzcluster wird seit 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert. Die Wissenschaftler erforschen dort, wie man multimodale Informationen wie Texte, Audiodateien, Videos und Bilder noch effizienter organisieren, verstehen und durchsuchen kann. Neben der Universität des Saarlandes sind am Exzellenzcluster das Max-Planck-Institut für Informatik, das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz beteiligt. Ich finde diese Technik kann der volle Hammer werden.

Konzeptstudie: Erdgasauto MILA überzeugte

23. Juni 2011

Vor kurzem durfte ich eine Podiumsdiskussion im Auftrag von Greenfield moderieren. Sie drehte sich um Erdgasautos – meiner Meinung nach eine bessere Alternative als die derzeit populären Elektroautos. Die Diskussion war das Ende eines interessanten Symposiums über Erd- und Biogas. Am Rande des Symposiums gab es auch eine Ausstellung und dort entdeckte ich MILA.

Dies ist eine super interessante Konzeptstudie eines Erdgasfahrzeugs. Auf dem Genfer Automobilsalon 2011 im Februar präsentierte MAGNA STEYR das fünfte Konzeptfahrzeug aus der Innovationsfamilie MILA (Magna Innovative Lightweight Auto). Ich hatte die Chance, das Fahrzeug näher anzuschauen.

MILA Aerolight ist ein kompaktes, viersitziges Erdgasfahrzeug im A-Segment, das bei einem Gewicht von 700 kg einen CO2-Ausstoß von 55 g/km nicht übersteigt. Aerolight steht für erlebbaren Leichtbau. Ein hochdynamisches Styling sowie die Verwendung von Werkstoffen aus der Luftfahrt zeichnen dieses Fahrzeugkonzept aus.

Die wesentlichen Charakteristiken des MILA Aerolight sind laut MAGNA STEYR:

• Konsequente Gewichtsreduktion durch intelligente Werkstoffkombinationen und Konstruktionsprinzipien

• Effizienter und CO2-armer Erdgasantrieb (CNG)

• Völlig neues Fahrzeugkonzept, das anregendes Design mit innovativem Leichtbau kombiniert und dabei Sicherheit, Sportlichkeit und ein maximales Fahrerlebnis bietet

Das ist schön und gut, mich faszinierte aber eher die Designphilosophie: MILA Aerolight definiert Purismus und Nachhaltigkeit als neue Werte. Ästhetik und Technik ergänzen sich in einer klaren Formensprache, die beim Betrachter Emotionen weckt. Charakteristische Merkmale machen über das Design den Leichtbau als Mehrwert erlebbar. Die schwarze Fahrgastzelle vermittelt ein hohes Sicherheitsgefühl. Die schwebende Außenhaut schließt die Form und repräsentiert Leichtigkeit sowie ideale aerodynamische Eigenschaften. Die Kombination von fühlbarem Leichtbau und wahrnehmbarer Sicherheit gibt neue Anregungen im Kleinwagensegment. Diese Konfiguration spricht durch ihre dynamische Anmutung Design- und Technikbegeisterte an.

Für mich als Ford-Mustang-Fan ist die Technikphilosophie von Interesse.  Ein Multimaterialsystem bildet die Basis des Konzeptfahrzeugs MILA Aerolight. Dieses System zeichnet sich durch den Einsatz des richtigen Werkstoffes an der richtigen Stelle aus. Dies führt zu neuen Struktur- und Funktionseigenschaften. Die Karosserie besteht aus einem Strukturrahmen mit polymerer Außenhaut, der an die Belastung optimal angepasst ist. Basierend auf Wabenstrukturen und innovativen Verbundwerkstoffen werden deutliche Gewichtsreduktionen erzielt. Dabei werden sämtliche Sicherheitsanforderungen, insbesondere im Bereich Fußgängerschutz, bei gleichzeitiger Verbesserung der Dämm- und Akustikeigenschaften erfüllt. Darüber hinaus sind Modullösungen mit integrierten Funktionen verbaut. Dazu gehören beispielsweise eine Achse mit Stabilisatorfunktion, eine in die Struktur eingelassene Rücksitzbank sowie ein digitales Sichtsystem.

Ein 2-Zylinder-CNG-Motor bildet die Basis des Antriebssystems. Das Erdgas wird in einem 55 Liter fassenden Hochdrucktank gespeichert. Dies entspricht einem Gasgewicht von 8 kg. Der Tank ist in Form eines Zylinders im Mitteltunnel des Fahrzeugbodens und unter Berücksichtigung einer optimalen Raumausnutzung integriert. Im Hinblick auf die Fahrzeugsicherheit bietet diese Positionierung des Druckspeichers erhebliche Vorteile gegenüber nachgerüsteten Systemen.  Zudem ergeben sich dadurch – verglichen mit herkömmlichen mehrteiligen Tanksystemen – deutliche Kosteneinsparungspotenziale, da nur ein Druckbehälter verwendet wird. Die Behälterkapazität ist auf eine Reichweite von etwa 400 km ausgerichtet und somit voll alltagstauglich.  Oh, da bleib ich lieber beim V8 des Mustangs.

Dennoch: Die Kombination von innovativen Leichtbauansätzen mit einem effizienten und reduzierten CNG-Antriebssystem ermöglicht sehr geringe CO2-Emissionen von maximal 55 g/km. Aktuell repräsentiert dies im Kleinwagensegment den Minimalwert, der durch Anreicherung mit Biogas sogar noch weiter abgesenkt werden kann. Ich muss zugeben, dass Fahrzeug hat mich begeistert und die Konzeptstudie konnte mich überzeugen.

Missioniert die 2D-Branche!

20. Juni 2011

DOSCH DESIGN hat speziell für Photoshop eine große Anzahl 3D-Modelle entwickelt und ganz ehrlich: Ich find sie gut. Schaut sie euch einmal an und vor allem: Empfehlt sie bitte euren Kollegen aus der 2D-Branche weiter. Die Entwicklungen in der Bildbearbeitung sind enorm. Marktführer Adobe hat seit geraumer Zeit nun auch die 3. Dimension erobert und bietet mit der Photoshop CS5 Version großartige 3D-Funktionalitäten, die bisher Anwendern spezieller 3D-Software vorbehalten war. So sparen sich die Anwender von Photoshop Zeit und Kosten für die Anschaffung und Einarbeitung in ein zusätzliches 3D-Programm und können auch mit der vertrauten Software die Möglichkeiten der räumlichen Darstellung ausschöpfen. Wenn wir alle helfen, den 2D-Designer die große Welt von 3D zu erkennen, dann haben wir alle gewonnen.

DOSCH DESIGN unterstützt diese Entwicklung und hat eigens für Photoshop (ab Version CS3 Extended und höher) eine große Sammlung an 3D-Modellen auf den Markt gebracht. Das Unternehmen entwickelt seit vielen Jahren Computergrafik Produkte für professionelle 3D-Anwender und macht sein Know How nun auch Photoshop Nutzern zugänglich. Ob virtuelle Fahrzeuge, Gebäude, Konsumgüter oder Alltagsgegenstände – alle 3D-Modelle haben eine exzellente High-End Renderqualität und können beliebig verändert werden: Skalieren, drehen, positionieren, beleuchten – der Anwender hat volle Freiheit über seine Entwürfe und ist höchst flexibel. So können beispielsweise Fotografen die Modelle von DOSCH DESIGN direkt in ihre fotografierten Hintergründe einfügen. Ebenso sind virtuelle Photo Studios erhältlich, in denen man Produkte oder Verpackungen in Szene setzen kann.

Durch die dreidimensionale Darstellung eröffnen sich dem Nutzer zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten, die er für seine Arbeit gewinnbringend einsetzen kann. Die 3D Photoshop Modelle von DOSCH DESIGN sind gemacht für Fotografen, Verpackungsdesigner, Illustratoren, Grafiker oder Motion Designer – eben alle, die professionell mit Photoshop arbeiten und ihre Entwürfe mit 3D-Modellen in Top-Qualität bereichern möchten.  Also meine Bitte: Gehet hin und missioniert die 2D-Branche!

Die Rübe ist tot – Nachruf auf James Arness

4. Juni 2011

Im Alter von 88 Jahren verstarb James Arness. Meine Generation kennt ihn als Marshall Matt Dillon in der Westernserie Rauchende Colts (1955 bis 1975). Wenn ich ehrlich bin, mochte ich die Serie nicht. Sie war irgendwie doof.
Mich beeindruckte der 2.01 Meter große James Arness in einer ganz anderen Rolle. Und zwar als große Rübe. Ja als Rübe und zwar in dem Film Das Ding aus einer anderen Welt. Dort spielte Arness einen Außerirdischen, der die wackeren US-Forscher und Soldaten dezimierte. Er war eine Art Pflanze und ein Akteur des Films meinte: Das Ding sei eine außerirdische Rübe. Cool, diesen Begriff hab ich mir gemerkt.
Der Film wurde 1951 von Howard Hawks in Szene gesetzt und ist ein Meilenstein des SF- und Horrorfilms. Der Film basierte auf der Kurzgeschichte Who Goes There? von John W. Campbell Jr. Schaut euch den Film an und genießt den Auftritt von James Arness als (Rüben-)Monster.

Transformers die Dritte

1. Juni 2011

Ich weiß nicht, ob ich mich wirklich freuen soll. Der dritte Teil der Transformers-Reihe kommt ins Kino und schon läuift die Werbemaschinerie auf vollen Touren. Die Filme sind vfx-technisch der große Wurf, doch bitte, bitte ein wenig mehr Wert auf Inhalte und Schauspieler. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Robos mehr Ausdruck haben als Shia LaBeouf oder Megan Fox. Aber ILM hat ganze Arbeit geleistet und einen Making-Of-Trailer ins Netz gestellt, der ein wenig von der Arbeit verrät.

Am 23. Juni ist es soweit: In der russischen Hauptstadt beginnt am Abend mit dem Startsignal ‚Autobots transformiert Euch!’ der Auftakt zur Weltpremiere von Transformers 3 als Eröffnungsfilm des Moskauer Internationalen Film Festivals. Regisseur Michael Bay, die Produzenten Lorenzo di Bonaventura und Ian Bryce sowie die Stars Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley, Patrick Dempsey und John Malkovich werden bei diesem Event den Blockbuster in 3D präsentieren! Darauf ist Leonid Vereschagin, Produzent des Moskauer Internationalen Film Festivals besonders stolz: „Das ist das erste Mal, dass die Eröffnung unseres Film Festivals mit der Weltpremiere eines amerikanischen Blockbusters mit Starbesetzung aus Hollywood zusammenfällt. Mit über 150 berichterstattenden Journalisten aus aller Welt wird dieses außergewöhnliche Event für größte Aufmerksamkeit rund um den Globus sorgen.“

Eine weitere Sensation an diesem Abend verspricht der Live-Auftritt der Kapelle Linkin Park auf dem Roten Platz. Die amerikanischen Chartstürmer werden bei ihrem Konzert den Transformers-Fans unter anderem mit ihrem Titelsong ‚Iridescent’ aus dem Soundtrack zum Film einheizen. Tickets für den kostenlosen Auftritt der Erfolgsband in Moskau werden ab heute dem 1. Juni auf deren Homepage unter http://www.linkinpark.com erhältlich sein.  Bei uns startet der Film übrigens am Mittwoch, 29. Juni 2011 bundesweit in 3D in die Kinos!