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Weiße Nacht der langen Tafel in Maisach

18. August 2019
Die weiße Nacht der langen Tafel

Die weiße Nacht der langen Tafel

Zusammenkommen, sich unterhalten, ein bisschen feiern – das erlebte ich bei einer schönen Aktion bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Es war zum ersten Mal eine weiße Nacht der lange Tafel – und es war ein großer Erfolg für das Dorf.

Das Konzept ist einfach umzusetzen und braucht nicht die große Logistik eines klassischen Bürgerfestes. Es wurden auf der Grünfläche vor dem Maisacher Rathaus Bierbänke und Biertische aufgestellt – die Tische mit Kabelbinder wegen der Standfestigkeit verbunden. Auf die Tische kamen weiße Tischdecken und ein wenig Dekomaterial – bei mir standen weiße Kakteen aus Porzellan, die nicht ganz typisch für ein Dorf in Oberbayern sind (egal, was soll’s). Fertig war die weiße Tafel. 

Wer an der Tafel Platz nehmen wollte, sollte in weiß gekleidet sein. Dabei reichte es, wenn ein Kleidungsstück weiß ist. Essen mussten die Gäste selbst mitbringen, Getränke kamen von der örtlichen Brauerei Maisach. Und die Gäste strömten in weiß zur langen Tafel. Pro Meter Tisch spendete der Veranstalter, der örtliche CSU-Ortsverein, drei Euro an eine soziale Organisation.

Als das Fest gegen 18:30 Uhr offiziell begann, waren viele Bänke bereits besetzt. Gegen 19 Uhr war die Tafel fast vollständig gefüllt. Und es begann das große Festessen.

Natürlich stand die Neugier im Vordergrund: Was hat mein Banknachbar zum Essen dabei? Wir hatten einen Picknickkorb im Einsatz, der seit 18 Jahren unbenutzt im Keller schlummerte und nun seinen Einsatz fand. Meine Frau und ich entschlossen uns erst am Mittag zur Teilnahme an der weißen Nacht der langen Tafel. Unsere Speisekarte sah so aus: Vorspeise Sushi, Hauptspeise Teriyaki und Döner-Spieße, Datteln im Speckmantel, Djuvec-Reis, dazu Salat und Champignons in Balsamico, Nachspeise Reisauflauf mit Beeren, ich hatte mir zudem eine Bentobox mit zweierlei Reis, Avocado, Karotten, Putenbruststreifen und Ei gemacht. Zum Knabbern gab es Salzstangen. 

So konnten wir den ganzen Abend schlemmen und was ganz wichtig ist: Wir kamen ins Gespräch mit Leuten aus dem Dorf. Einige Gesprächspartner kannten wir, andere lernten wir kennen. Ich bekam das Du angeboten und die Zeit verging im Fluge. Ab und zu tröpfelte es, aber das Wetter war stabil. Zur Not hatten wir zwei weiße Schirme mit dabei. Je später der Abend, desto besser kam die Beleuchtung des Rathauses und der Bäume zur Geltung. Schön, dass die Musik nicht zu laut war, denn der Austausch und das Miteinander standen im Vordergrund und nicht Musikbeschallung. Gegen Mitternacht brachen wir nach Hause auf. Persönliches Fazit: Die weiße Nacht der langen Tafel hat Spaß gemacht und wenn es wieder angeboten wird, dann kommen wir gerne wieder. 

Weihnachtszauber Maisach – ein bisschen Tollwood auf dem Dorf

23. Dezember 2018

Meine kleine Wohnortgemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck ist um eine Attraktion reicher. Auf dem Festplatz, auf dem sonst das letzte Volksfest im Landkreis stattfindet, wagte Helga Backus das erste Mal den Weihnachtszauber Maisach. 

Ich habe die Eisprinzession gesehen. Ich habe die Eisprinzession gesehen.

Helga Backus ist in unserer Gegend keine Unbekannte. Seit Jahren führt sie extrem erfolgreich in Anzhofen die Veranstaltung Kunst im Stadl durch. Mehrmals war ich dort, mehrmals habe ich von dort gebloggt. Kunst im Stadl ist im Sommer genial – und warum nicht auch ein ähnliches Publikum im Winter ansprechen? Das waren wohl die Hintergedanken für den Weihnachtszauber Maisach. Obwohl das Wetter kein Freund der Veranstaltung zu sein scheint, kamen die Besucher scharenweise, so dass es von 19. bis 22. Dezember 2019 den nächsten Weihnachtszauber geben wird. Dieses Jahr konnte an einem Tag wegen Sturm aus Sicherheitsgründen die Veranstaltung mit dem großen Zirkuszelt nicht stattfinden. Und dann war noch der ekelhafte Regen.

Aber den Naturgewalten zum Trotz: Der Weihnachtszauber fand sein Publikum. Auch meine Familie war dabei. Während die Gattin Mandeln und Maroni zu sich nahm, kaufte ich den hervorragenden Kaffee aus Togo bei Koppwork und einen handgedrechselten Holzfüller bei Alois Steidele.

Kaffee aus Togo bei Koppwork. Kaffee aus Togo bei Koppwork.

Das Kamelreiten habe ich aufgrund des Andrangs ausfallen lassen, wäre aber sicher eine riesige Gaudi geworden. Bei Schnee ist Weihnachtszauber sicherlich eine geniale Veranstaltung, ein bisschen Tollwood auf dem Dorf. Bei Regen hilft nur Glühwein und Tee, der an den verschiedenen Ständen ausgeschenkt wurde. Ich begegnete einer Eisprinzessin mit Regenschirm und schaute einem Künstler bei der Arbeit zu, als er aus Eisblöcken Figuren schnitt. Der Aufenthalt im großen Zirkuszelt versprach Trockenheit und Kunsthandwerk, wie ich es vom Kunst im Stadl kenne. 

Ich freue mich, dass die Facebook-Fotogruppe im Landkreis am Samstag den Weihnachtszauber ablichtete. Da waren sehr schöne Bilder dabei. Eigentlich wollte ich dabei sein, aber aufgrund des Wintersturms wurde der Event verschoben. 

Und als es dunkel wurde, der Regen ein wenig nachließ, kam auch eine weihnachtliche Stimmung auf. Danke für den Weihnachtszauber 2018. Ich komme 2019 gerne wieder und hätte auch schon ein paar Ideen für Helga Backus

Ich bitte für Spenden für Togo

3. Dezember 2018

Es geht auf Weihnachten zu und damit bitten Hilfsorganisationen wieder um Spenden. Auch ich bitte im Namen der Aktion PiT Togohilfe Maisach um die Unterstützung meiner geschätzten Leserinnen und Leser. Ich bin ehrenamtlich bei dem Verein aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck tätig, habe als redaktion42 auch zwei Patenkinder und kann versichern, dass die Hilfe in dem afrikanischen Land wirklich ankommt. Ich würde mich sehr freuen, wenn nicht nur Privatpersonen spenden, sondern auch Schulen, Vereine oder Unternehmen.

Aktiv in Afrka: Aktion PiT Togohilfe Maisach. Foto: Aktion PiT

Aktiv in Afrka: Aktion PiT Togohilfe Maisach. Foto: Aktion PiT

Jetzt braucht der Verein Aktion PiT Togohilfe Ihre Unterstützung. „Wir wollen über die direkte ärztliche Versorgung hinaus noch mehr erreichen, damit die ländliche Bevölkerung in Togo langfristig Zugang zu qualitativ verbesserten Medizindiensten findet“, so Margret Kopp, Vorsitzende der Togohilfe. Unser Partner in Togo Dr. Kodom hat das Projekt „Santé pour tous – Gesundheit für alle“ weiter entwickelt und das Konzept „Ville santé – Stadt der Gesundheit“ erarbeitet. Dieses Konzept holt alle Akteure im Bereich einer Stadt und ihrer Umgebung von der Bevölkerung an der Basis über die Schulen und Bildungseinrichtungen, die Medien, die Vertreter der Zivilgesellschaft bis hin zu allen Verantwortungs- und Meinungsträgern an einen Tisch, um auf allen Ebenen die Möglichkeiten auszuloten, wer an welcher Stelle etwas zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen kann. Dafür werden ganz neue Mechanismen geschaffen, wie z. B. die Schaffung einer Solidaritätskasse auf Gemeindeebene als eine Art „Krankenversicherung“, die Zusammenarbeit mit den traditionellen Medizinmännern (eine große Herausforderung), um bestehende Vorurteile abzubauen und sich gegenseitig zuzuarbeiten, die Schaffung eines kontrollierten Überweisungssystems, um den Zugang zu Fachärzten und chirurgischen Eingriffen zu erleichtern, und Schulungen auf allen Ebenen, um sehr viel Aufklärung zu erreichen und Wissen zu vermitteln. Die Ärzteeinsätze werden dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um langjährige Leiden zu beseitigen und darüber hinaus die Wege zu nachhaltiger Gesundheitsversorgung aufzuzeigen. Sie werden das Vertrauen der Patienten in das medizinische Personal vor Ort stärken, das so intensiv geschult wird, dass es zuverlässig diagnostizieren, die Kranken qualifiziert beraten und an die richtigen Behandlungseinrichtungen weiterverweisen kann. Aimes-Afrique wird als Dachorganisation mit vielen Niederlassungen vor Ort diese Systeme betreuen, unterstützen und kontrollieren.

Aktive Entwicklungshilfe für Menschen in Togo. Foto: Aktion PiT

Aktive Entwicklungshilfe für Menschen in Togo. Foto: Aktion PiT

Mit diesem erweiterten, noch mehr auf Nachhaltigkeit angelegten Konzept, das die Togohilfe modellhaft in fünf Städten und deren Umfeld anwenden wollen, konnte die Togohilfe das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Zukunft) überzeugen und bekommen einen dreimal so hohen Zuschuss für 2018, wenn es dem Verein gelingt, die entsprechende Eigenleistung aufzubringen. Jetzt gilt es diese Eigenleistung zu erbringen und daher bitte ich alle um die Mithilfe.

Foto: Aktion PiT

Foto: Aktion PiT

Spendenbereitschaft geht zurück – Spenden werden höher
In den klassischen Massenmedien lese ich, dass in Deutschland wieder mehr Geld für gute Zwecke zusammen kommt. Allerdings spenden immer weniger Deutsche, so eine Studie des Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des Deutschen Spendenrats.
Die Zahl der Menschen, die spenden, nimmt seit Jahren ab: Von Januar bis September 2018 waren es 16,5 Millionen, eine halbe Million weniger als im Vorjahreszeitraum und damit der niedrigste Wert seit 2005. Dass wieder mehr Geld für den guten Zweck zusammenkommt, liegt daran, dass die Höhe der einzelnen Spenden zugenommen hat: Sie liegt durchschnittlich bei 35 Euro. Der mit Abstand größte Teil davon fließt in humanitäre Hilfe, nämlich drei Viertel.
Daher möchten wir Sie bitten, ob Sie in Ihrem Umfeld für unser Projekt ein bisschen werben und weitere Spender motivieren könnten. Es „lohnt“ sich ja in diesem Fall besonders zu spenden, da durch den BMZ-Zuschuss der vierfache Betrag jeder Spende in Togo ankommt.
„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern“, sagt ein afrikanisches Sprichwort.

Das Konto von Aktion PiT Togohilfe ist bei der Sparkasse Fürstenfeldbruck, IBAN: DE34 7005 3070 0031 0399 10 mit dem Stichwort „Gesundheitsprojekt“.

oder: Direkt spenden über PayPal 

Im Gasthof Heinzinger in Rottbach sind die Steaks zu Hause

30. November 2018

Ich muss gar nicht so weit in die Gegend fahren, um hervorragende Steaks zu essen. Quasi um die Ecke, im Maisacher Ortsteil Rottbach, gibt es im Landkreis Fürstenfeldbruck ein ausgezeichnetes Steak-Restaurant: Den Gasthof Heinzinger Denis Michael Kleinknecht.
Ich kannte Denis noch, als er mit seinem Papa herumgealbert hatte und Punk spielte. Mit seinem Vater habe ich jahrelang zusammengearbeitet. Dann haben wir uns aus den Augen verloren. Dennis Michael Kleinknecht machte inzwischen in der Gastronomie Karriere: Lehre zum Koch im Hotel Mayer in Germering, Chef Pattissier / Chef Tournant, Le Gourmet, Otto Koch München (1 Stern Michelin 18 Punkte Gaullt et Milleau), Chef Tournant Hotel The Randolph, Oxford UK (5 Sterne Hotel Restaurant 2 Sterne), Sous Chef / Küchenchef Acquarello München (1 Stern Michelin, 17 Punkte Gaullt et Milleau), Küchenchef Hotel Ritzi München, Küchenchef Röckenwagner´s Santa Monica, CA USA, Küchenchef Hiscox, München sind seine Stationen. Und jetzt ist er wieder im Landkreis Fürstenfeldbruck tätig.

Der Gruß aus der Küche.

Der Gruß aus der Küche.

Er liebt die Küche der Region. Bei den Steaks setzt er auf Nachhaltigkeit und er legt Wert auf Qualität. Das Roastbeef stammt von der Allgäuer Färse, das Filet vom Simmentaler Biorind, das Filet vom Galizischen Rind, Valles de Leon (21 Tage trocken gereift), das T-Bone vom irish Black Angus (21 Tage trocken gereift), das Tomahawk vom Emsrind (21 Tage trocken gereift).

Ich griff zum T-Bone und stellte den Koch vor eine große Herausforderung: Ich wollte das Steak blutig. Das ist bei der Masse an Fleisch ein Problem bei der Zubereitung. Im Kern soll es warm und blutig sein, dabei darf das Äußere nicht zu stark durchgebraten sein. Beim Filet von K1 war das kein Problem, aber bei meinem dicken Steak kann es schiefgehen. Nun: Die eine Hälfte die T-Bone-Steaks war perfekt, die andere Seite zu durch. Aber ich weiß, dass die Herausforderung gemein war. Das Fleisch mit drei Sorten Salz schmeckte hervorragend: weißes fleur de sel, schwarzes Lava-Salz und beiges Himalaya-Salz.

Hier wird Salz gereicht.

Hier wird Salz gereicht.

Kritik kommt vom mir aber am Besteck. Das Messer war zwar aus der italienischen Besteckschmiede Pintinox. Meine Gattin hatte ein Tramontina mit Sägeschliff. Die Gabeln waren aber Standard und dürften bei der Dicke des Fleisches mehr Qualität vertragen.

Aber zurück zur Küche. Wenn ich mich auf Nachbarstischen des typisch bayerischen Gasthauses umschaue, ist auf den Tellern nur Qualität zu finden. Die Produkte stammen von Erzeugern, die Denis Kleinknecht persönlich kennt. Vieles stammt aus der direkten Umgebung. So stammen beispielsweise die Brucker-Land-Kartoffeln vom Hartlhof in Esting und die Eier vom Geflügelhof Heggmeier in Oberlappach, zwei Dörfer weiter. Kraut, Zwiebeln und sämtliche Mehle bekommt der Wirt von Johann Herrmann in Merching, die Milch aus Schöngeising und das Holzofenbrot von Gut Kerschlach. Das Wild stammt meist aus Rottbacher Revier. „Mehr als 70 Prozent meiner Zutaten werden in der Region produziert“, berichtet Denis Kleinknecht gegenüber den klassischen Massenmedien. Das finde ich lobenswert. Ich finde es klasse, dass Kleinknecht den Wert von Lebensmitteln hochhält. Der Ruf nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln aus der Region wird lauter. Und Kleinknecht hat diesen Ruf auch vernommen. Bayerische Küche mit internationalen Einflüssen – so muss es sein. Und die Produkte werden, wenn möglich komplett verwertet. Ich freue mich auf den nächsten Besuch in Rottbach, ich freue mich auf die Geschmackserlebnisse, die mich erwarten. Und die Gattin ist sehr interessiert und kritisch auf die Dampfnudeln aus dem Hause Kleinknecht. Gerade bei Dampfnudeln ist sie sehr anspruchsvoll, schließlich gilt es, die Dampfnudeln der Oma zu schlagen. Donnerstag ist Dampfnudeltag. Das einzige was nicht aus der Region kommt ist die thahitianische Vanille. Übrigens, beim Dampfnudeltag sollte unbedingt beim Heinzinger reserviert werden.

 

Weihnachtspakete für Togo verladen

27. Oktober 2018
Hilfsgüter für Togo.

Hilfsgüter für Togo.

Ja ist denn schon Weihnachten? Für mich schon, denn ich habe mit anderen Ehrenamtlichen den Weihnachtscontainer für das afrikanische Land Togo beladen. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach brachte einen Schiffscontainer jetzt auf dem Weg, damit er rechtzeitig bei den Kindern in Togo ist. Im Moment betreut der Verein mit Sitz in Maisach, Landkreis Fürstenfeldbruck, rund 700 Patenkinder in Togo. Ich selbst bin Mitglied der Togohilfe und mein Unternehmen redaktion42 hat zwei Patenkinder.

Neben den Geschenken für die Patenkinder gingen natürlich wieder Hilfslieferungen nach Afrika. In diesem Fall waren es vor allem medizinische Güter für Hüftoperationen. Wie Margret Kopp, Vorsitzende der Togohilfe, erklärte, werde man im Januar 2019 in Togo Hüftoperationen durchführen. Dazu werde ein Operationssaal eingerichtet. Die Instrumente und medizinischen Güter sowie Rollstühle, Krücken und Rolladtoren stammen alles von Spendern. „Das ist aktive und sinnvolle Entwicklungshilfe, die wir seit mehreren Jahren durchführen und überwachen“, so Kopp weiter. Da im Container noch Platz war, gingen auch Bänke und Stühle für Schulen auf die Reise nach Afrika.

Zudem stellte Margret Kopp den Togokalender 2019 vor. Die Fotos stammen von den zahlreichen Reisen nach Afrika. Der Druck des Kalenders ist durch Sponsoring von lokalen Firmen gedeckt, so dass der Verkaufspreis von 5 Euro zu 100 Prozent der Hilfeleistungen zu Gute kommen. Einige Firmen verschenken den Togokalender seit Jahren an ihre Kunden, eine sinnvolles Geschenk wie ich finde. Wer größere Mengen abnehmen möchte, kann sich mit Margret Kopp direkt in Verbindung setzen.

 

Neue Kommunikation mit dem Bürger: Rollende Bürgerinformation

15. Oktober 2018
Mit der rollenden Bürgerinformation geht Maisach neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit in der Kommune.

Mit der rollenden Bürgerinformation geht Maisach neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit in der Kommune.

Neue Wege der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern geht derzeit meine Wohnortgemeinde Maisach, im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck westlich der Landeshauptstadt München. Es gibt weiterhin das örtliche Mitteilungsblatt in Papier und Online, es gibt weiterhin die klassischen Bürgerversammlungen in den Ortsteilen. Aber es gibt auch die Bürgerinformationstour mit dem Fahrrad im Frühjahr und jetzt im Herbst die rollende Bürgerinformation per Bus. An solch einer Bustouristik nahm ich teil, um die Herausforderungen einer Kommune im Speckgürtel von München besser kennenzulernen.
Zielgruppe waren eigentlich Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, aber da überraschenderweise ein Platz frei wurde, konnte ich die über zweistündige Bustour mitfahren. Start- und Endpunkt war das Rathaus der Gemeinde. Unsere „Reiseleiter“ waren der erste Bürgermeister Hans Seidl und der Kulturreferent Stefan Pfannes, der den geschichtlichen Part mit netten Episoden abdeckte. Die dritte Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein war auch an Bord und stand für Fragen zur Verfügung.
Die Gemeinde steht finanziell im Moment sehr gut da. Das ist wichtig, denn die finanziellen Herausforderungen sind enorm. Die Investitionen sind gewaltig: Neue Südumgehung der Gemeinde, Mittagsbetreuung der Grundschüler und zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen. Ich habe ein Videointerview mit Bürgermeister Hans Seidl gemacht:

Geschichte von Maisach
Die Tour ging von Maisach in die Gemeindeteile Malching, Ober- und Unterlappach, Germerswang, Rottbach, Gernlinden und Südumgehung. Sie endete wieder am Rathausplatz. Kulturreferent Stefan Pfannes hatte zu Beginn eine launige Geschichte über das Maisacher Rathaus.

Kinderbetreuung und S-Bahn-Anschluss im südlichen Dorf
In der Frauenstraße wurde über das Ansiedeln eines neuen Kindergartens, -betreuung und -hort auf einem aufgelassenen Gewerbegrundstück spekuliert. Im Moment gibt es im südlichen Dorf keine Betreuung, dafür aber viele Arbeitsplätze. Gleichzeitig gibt es dadurch die Möglichkeit eine Anbindung des Süddorfes an die S-Bahn. Die Verhandlungen mit einem Grundstückseigentümer laufen. Hoffentlich wird dann auch die Frauenstraße als Raserstrecke reduziert.

An dem Grundstück an der Maisacher Frauenstraße kann ein neuer Kindergarten und ein S-Bahn-Zugang entstehen.

An dem Grundstück an der Maisacher Frauenstraße kann ein neuer Kindergarten und ein S-Bahn-Zugang entstehen.

Teure Investitionen in Infrastruktur
Die Fahrt durch Malching, das an der S-Bahn liegt, zeigt, dass der Siedlungsdruck auf diesen dörflichen Ort starkt zunimmt. Landwirte lösen ihre Höfe auf und Bauträger investieren in Wohnbebauung. Die Gemeinde muss dann die notwendige Infrastruktur schaffen und die sei teuer, so Bürgermeister Seidl. Ähnlich seien die Verhältnisse in Oberlappach.

 

Dörfliche Struktur erhalten
In Rottbach mit Kirche und Wirtshaus will die Gemeinde die dörfliche Struktur erhalten. Der Ortsteil dürfe sich nicht zum anonymen Schlafdorf verändern.

Aldi neben Rewe
Beim Großen Wertstoffhof der Gemeinde soll neben dem bestehenden Rewe ein Aldi errichtet werden. Persönlich halte ich diese Entwicklung für falsch, denn als Mittelständler bevorzuge ich inhabergeführte Geschäfte wie den Edeka im Ortsmittelpunkt. Zudem habe ich Probleme mit der Preispolitik des Discounters, der auf Geiz ist geil setzt.

Übrigens, wer nicht weiß, wie es in die Tiefgarage vom Edeka geht, dem sei dieses Video empfohlen. Auch in einer Tiefgarage kann man wunderbar parken:

Brückensanierung über die S-Bahn
In Gernlinden mit seinen höheren Grundstückspreisen im Vergleich zu Maisach aufgrund des höheren Baumbestands in den Grundstücken wird im Bereich des Sportplatzes gebaut. Die finanzielle Herausforderung seien die beiden Brücken über die Eisenbahn. Beide Brücken müssen in den nächsten drei Jahren saniert werden, dafür muss die Bahnstrecke München-Ausgburg für diese Sanierungsarbeiten gesperrt werden.

Die Brücken über die S-Bahn-Gleise in Gernlinden müssen saniert werden.

Die Brücken über die S-Bahn-Gleise in Gernlinden müssen saniert werden.

Verzögerung bei der Südumgehung von Maisach
Die Südumgehung von Maisach ist im Plan und verzögert sich dennoch. Das Bauunternehmen arbeitet mit Hochdruck, doch es fehlen die Arbeitskräfte und es fehlt Teer/Bitumen durch das Raffinerie-Unglück in Vohburg. Der Unterbau der Straße sei fertig. Ab 22. Oktober 2018 werde die Strecke komplett asphaltiert. Dann müsse die Straße nur noch angeschlossen werden. Über den Fertigstellungstermin konnte sich der Bürgermeister nicht äußern, erst müssten die Arbeiten in den kommenden Tagen abgewartet werden.

Die Finanzen von Maisach
„Wir sind im Moment gut aufgestellt“, so Bürgermeister Hans Seidl zu den Finanzen. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde liege bei 45 Euro pro Bürger, der Landesdurchschnitt liegt bei knapp 1000 Euro. Aber das Geld von 19 Millionen Euro Rücklagen auf der hohen Kante werde für die Investitionen benötigt.

Maisacher Kirchenkonzert – drei Chöre zeigen, was Europa bedeutet

3. September 2018
Die drei Dirigenten der drei Chöre in der Pfarrkirche Maisach.

Die drei Dirigenten der drei Chöre in der Pfarrkirche Maisach.

Es sind kleine Mosaiksteine, die ein friedliches und vereintes Europa formen. Und so ein kleiner Mosaikstein wurde vor kurzem in meiner Gemeinde Maisach gelegt, als drei Chöre zu einem gemeinsamen Kirchenkonzert in die Pfarrkirche St. Vitus in Maisach im bayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck einluden. Und die Chöre konnten unterschiedlicher nicht sein – haben aber ein gemeinsames Anliegen: Miteinander musizieren, miteinander feiern, miteinander leben. Die Chöre waren der Männergesangverein MGV 1912 aus Neuenkirchen im Münsterland, der Bergchor Coro Peralba aus den Dolomiten und der Gemischte Chor des Gesangverein Maisach. 

Männergesangverein MGV 1912 aus Neuenkirchen im Münsterland

Männergesangverein MGV 1912 aus Neuenkirchen im Münsterland

Gemischte Chor des Gesangverein Maisach

Gemischte Chor des Gesangverein Maisach

Bergchor Coro Peralba aus den Dolomiten

Bergchor Coro Peralba aus den Dolomiten

Jeder der Chöre hatte ein rund 20 minütiges Soloprogramm, anschließend sangen je zwei Chöre gemeinsam in der katholischen Pfarrkirche St. Vitus. Wenn Südtiroler da sind, da wird natürlich das Lied La Montanara (Das Lied der Berge) gesungen.

Und den Abschluss sangen alle drei Chöre und die Besucher gemeinsam die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“. Sehr schön, dass der Chor aus Italien ihren Landsmann Alberto auf die Bühne gebeten haben, der in der Gemeinde Maisach seit Jahren erfolgreiche eine Eisdiele führt und seinen Chor nach Maisach geladen hatte. Auch ihm bedeutete die Europahymne sehr viel. 

Gerade das Lied von Beethoven mit dem Schlusschor seiner neunten Sinfonie ließ mich erschaudern und es lief mir vor Begeisterung kalt den Rücken herunter. Wie wichtig ist ein gemeinsames Europa ohne Hass und Zweitracht gerade in der heutigen Zeit. Heute wird er europäische Gedanke von Faschisten, Nazis, Nationalisten und AfD-Propagandisten bedroht. Ich will mir meine Heimat und mein Europa aber durch diese brauen Unmenschen nicht kaputtmachen lassen, daher fand ich diesen Appell der Chöre für ein gemeinsames, friedliches Europa in unserer Pfarrkirche so wunderbar.  

1972 wurde das Hauptthema des letzten Satzes vom Europarat zu seiner Hymne erklärt und 1985 von der Europäischen Gemeinschaft als offizielle Europahymne angenommen. In der Begründung heißt es, „sie versinnbildliche die Werte, die alle teilen, sowie die Einheit in der Vielfalt“. Richtig so. 

Die drei Chöre singen zusammen die Europahymne - ein wunderbares Zeichen.

Die drei Chöre singen zusammen die Europahymne – ein wunderbares Zeichen.

„An die Freude“ ist eines der berühmtesten Gedichte Friedrich Schillers. Es entstand im Sommer 1785 und wurde unter anderem von Ludwig van Beethoven im 4. Satz seiner 9. Sinfonie vertont. Vielen Dank für diesen schönen und wichtigen Abend bei uns in Maisach.

Frühschwimmen – ein Luxus bei uns im Dorf

9. Juli 2018
An zwei tagen ziehe ich im Freibad Maisach meine Bahnen.

An zwei tagen ziehe ich im Freibad Maisach meine Bahnen.

Ich genieße es das Frühschwimmen im Freibad meiner Dorfgemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Gemeinde leistet sich für seine Bürgerinnen und Bürger ein Freibad und seitdem ich im Dorf wohne, ist mir dieses Bad ans Herz gewachsen. Vielen Dank für diesen Luxus.
Ein besondere Attraktion, die ich oft nutze, ist das so genannte Frühschwimmen. Dienstags und Donnerstags hat das Bad von 6 bis 8 Uhr morgens geöffnet und genau das ist meine Zeit. Wenn ich aufgrund meiner Seminar- und Beratungstätigkeit ab 9 Uhr im Lande unterwegs bin, stürze ich mich morgens in die Fluten des 24 Grad warmen Wassers. Während am Nachmittag die Familien und viele Kinder das Freibad Maisach besuchen, ist es morgens eher übersichtlich von den Besucherzahlen. Man kennt sich. Wenn ich morgens in das 50-Meter-Mehrzweckbecken steige, nicke ich bekannten Gesichtern zu. Ich habe grundsätzlich eine Buggati- Kappe (keine Bademütze) auf dem Kopf, weil das Haupthaar lichter wird und die Sonne stark aufs Wasser scheint.

Es sind wie immer zwei ältere Damen da, die mit Ray Ban-Sonnenbrillen ihre Bahnen ziehen. Ich treffe regelmäßig Geschäftsmänner, die Hemd und Anzug mit der Badehose getauscht haben und vor ihrem stressigen Büroalltag mehrere Runden schwimmen. Es sind immer ein, zwei Sportler dabei, die mal Rücken, mal Kraulen, mal Delfin ausprobieren und auf Kondition trainieren. Einige Rentner sind auch dabei, die es morgens nicht mehr im Bett hält und sich beim gemeinsamen Schwimmen treffen. Leider auch manches Mal beim Ratschen, denn dann stehen die Herrschaften in Bad herum und diskutierten, lästern, quatschen lautstark miteinander. Das stört, denn ich will ja eigentlich nur schwimmen am Morgen und nicht um Rentner herumschwimmen. Aber was Solls: Leben und leben lassen, heißt die Devise.

Die 46 Meter lange Edelstahlrutsche ist morgens noch ausgeschaltet, ebenso ist der Kiosk mit seinem hervorragenden Cappuccino geschlossen. Die Wasserspielzeuge liegen noch am Beckenrand und kommen erst nachmittags zum Einsatz. Dann geben die Bademeister auch Schwimmkurse für die Kinder der Gemeinde. Vergangenes Jahr habe ich auch einige Asylbewerber im Schwimmkurs gesehen, nachdem in den nahegelegenen Seen so mancher tragisch ertrunken ist. Auch diese Schwimmkurse sind eine tolle Geste der Integration.
Beim Frühschwimmen haben die Bademeister ein Auge aufs Becken, bereiten aber das Bad auf den Ansturm der Mittagszeit vor. Die Anlage mit dem alten Baumbestand und der Lage direkt neben der Maisach ist wohl die beschaulichste im Landkreis Fürstenfeldbruck und auch sehr beliebt. Die Bademeister des Freibads Maisach sind eine Institution. Viele Kinder des Dorfes haben in den Schwimmkursen hier das Schwimmen erlernt und sind heute lebhafte Jugendliche. Ein Pfiff der Bademeister genügt und die Disziplin stimmt. Oft wird der Störenfried oder Springer vom Beckenrand mit Namen benannt – man kennt sich eben bei uns im Dorf und das ist gut so.

Früher war das Maisacher Freibad ein klassisches Flussbad, das auch bei den Münchner sehr beliebt war. Sie fuhren nach Maisach mit dem Zug ins Freibad und im Süden zum Maisacher Sommerkeller. Der Sommerkeller gehört heute zu Fürstenfeldbruck und ist ein Swinger Club und hat wohl eine andere Kundschaft als damals.

Heimliche Beobachter im Freibad Maisach.

Heimliche Beobachter im Freibad Maisach.

Hier ein Video von einer winterlichen Tour durch die Gemeinde vom Ortsarchivar Stefan Pfannes und der Geschichte des Freibades. Ach ja, und morgen ist es wieder soweit.

Google Mitarbeiter unterstützen Maisacher Togohilfe

30. Juni 2018
Ehrenamtliche Arbeit: Togohilfe Maisach und GoogleServe arbeiten Hand in Hand beim Beladen eines Containers für Togo.

Ehrenamtliche Arbeit: Togohilfe Maisach und GoogleServe arbeiten Hand in Hand beim Beladen eines Containers für Togo.

In Zeiten des Partikularinteresses halte ich ehrenamtliche Arbeit für andere für enorm wichtig. Bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck engagiere ich mich daher für die Aktion PiT Togohilfe Maisach. Es galt, zwei Container für Togo zu beladen.
Das Togohaus in unserem Dorf war übervoll und ehrenamtliche Helfer des Vereins, aber auch interessierte und engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde packten mit an. Unterstützt wurden wir dieses Mal von Mitarbeiter des IT-Riesen Google. An zwei Tagen kamen Google-Mitarbeiter ins Dorf zur Togohilfe und luden die Spenden in die riesigen Schiffscontainer.

Google hat seit 2008 mit GoogleServe eine beeindruckende Tradition eingeführt. An einem Tag kann jeder Google-Mitarbeiter sich an einem sozialen Projekt ehrenamtlich beteiligen und das während der Arbeitszeit. Die Aktion PiT Togohilfe Maisach hat einen Paten, der bei Google arbeitet und er bewarb die Togohilfe intern bei Google. Und siehe da: Schon fanden sich engagierte junge Leute, die sich meldeten und in Maisach mithalfen. Ich finde GoogleServe eine wirklich tolle Idee. Im normalen Alltag sind die Google-Mitarbeiter klassische Software-Programmierer, in Maisach wurde aus ihnen tatkräftige Helfer, die mitanpackten.

Es galt schwere Nähmaschinen, Krankenhausbetten, Bänke und Stühle zu verladen. Es wurde nicht über Technik gesprochen, sondern über die Probleme in Afrika. Margret Kopp, die Vorsitzende der Aktion PiT Togohilfe Maisach, berichtete in den Pausen über die Arbeit des Vereins. Die Google-Mitarbeiter, die aus verschiedenen Länder kamen, stellten interessiert Fragen und die Maisacher stellten interessiert Fragen, wie es denn bei Google zugeht. Es war ein wunderbarer Austausch und eine wunderbare Zusammenarbeit. Hier ein kleines Interview:

Dass diese Arbeit der Togohilfe anerkannt wird, zeigte sich vor kurzem: Die Togohilfe gewann den 1. Preis des Bayerischen Eine Welt-Preises. Die Preisträger wurden auch dieses Jahr wieder von einer Jury ausgewählt, die aus Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, des Bayerischen Landtags, des Eine Weltnetzwerks Bayern e.V. und der Staatskanzlei bestand. Laudator Klaus Steiner, MdL, hob die intensive Teilhabe der ländlichen Bevölkerung in den Dörfern in Togo vom ersten Schritt des Dorfentwicklungsprogramm Village Aimes-Afrique – das lebenswerte Dorf an, die wissenschaftliche Begleitung der Projektmaßnahmen und die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Partner-Verein Aimes-Afrique hervor, wodurch die Nachhaltigkeit des Projektes in beispielhafter Weise gewährleistet ist. „Das Projekt ist sehr gut durchdacht, arbeitet mit den Partnern auf Augenhöhe zusammen und mobilisiert dadurch die vorhandenen Kräfte und Kapazitäten zur Selbsthilfe in hervorragender Weise“, lobte Steiner.

Am Ende des Tages war das Togohaus wieder leer und freut sich auf neue Spenden. Im August geht der nächste Container.

Am Ende des Tages war das Togohaus wieder leer und freut sich auf neue Spenden. Im August geht der nächste Container.

Und mir wurde bewusst, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit bei uns ist, damit es nicht noch kälter bei uns wird.

Dank an GoogleServe für das Anpacken in Maisach.

Dank an GoogleServe für das Anpacken in Maisach.

Maisach – So geht Transparenz in der gemeindlichen Informationspolitik

24. Mai 2018
Trotz Straßenbau gibt es strenge Auflagen in Sachen Naturschutz bei meiner Wohnortgemeinde Maisach.

Trotz Straßenbau gibt es strenge Auflagen in Sachen Naturschutz bei meiner Wohnortgemeinde Maisach.

Auf Transparenz setzt meine Wohnortgemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck, wenn es um den Bau einer Südumgehung der Gemeinde geht. Die Straße geht durch das Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck.
Landschaftsarchitekt Dr. Hans-Michael Schober aus Freising hat für interessierte Gemeindebürger eine Führung durch das Gelände durchgeführt und das Vorgehen ins Sachen Naturschutz erklärt. So sieht Transparenz auf kommunaler Ebene aus. Das Gelände befindet sich auf der Münchner Schotterebene und ist ein Relikt aus der jüngsten Eiszeit. Es ist ein sehr trockener Boden und diente als Weidefläche für Vieh. Nach Abzug der Bundeswehr von dem ehemaligen Fliegerhorst ergriff die Gemeinde Maisach die Chance und plante die Südumgehung auf dem ehemaligen Taxiway des Flugplatzes. „Wir haben jetzt drei Kilometer freie Sicht ohne Bebauung, das ist einzigartig für die Münchner Schotterebene“, so Hans-Michael Schober. „So eine Sicht war vor einem halben Jahr nicht möglich.“ Durch die militärische und landwirtschaftliche Nutzung auf dem Gelände kam es zu einer Verarmung der Arten.
Das Gelände der Südumgehung befindet sich in einem sogenannten FFH-Gebiet, Flora-Fauna-Habitat. Es darf zu keiner weitere Versiegelung von neuen Flächen kommen. Auf dem Gelände gibt es Wiesen mit Bodenbrütern wie der Feldlerche. „Wir haben hier einen restriktiven Schutzstatus auf den Flächen“, so Schober weiter. „Der Status darf sich nicht verschlechtern.“
Aus diesem Grunde wurden ehemalige Flugzeugshelter der Bundeswehr für Vögel und Fledermäuse umgewidmet. Fledermauskästen wurden aufgestellt. Zudem wurden 15 Kiesflächen für Zauneidechsen angelegt als Kompensationsmaßnahmen für die Südumgehnung.
Das Video zeigt den Vortrag von Hans-Michael Schober.

Meine Meinung: So geht Transparenz in einer Gemeinde. Um die Thematik in die Bevölkerung zu tragen, sollten alle Kinder der Grundschulen einmal im Jahr auf das Gelände geführt werden, damit die Kinder ihre Heimat und Artenvielfalt kennenlernen. Das FFH-Gelände ist sonst für die Öffentlichkeit gesperrt.